Horta-Osorio: Zweifel sind angebracht

Wohin mit dem Portugiesen, lautete bei der Lloyds die Frage, als man dort einen neuen CEO wollte. Nach Züri, zur CS. What else?

Urs Rohner, der VR-Präsident der Credit Suisse Group, hat mit Sicherheit nur noch einen Wunsch: Seine Bank so rasch wie möglich zu verlassen, die erhebliche finanzielle Beute, die er gemacht hat, in Ruhe mit nach Hause zu nehmen und gesichtswahrend in den – aus Sicht der Aktionäre – unverdienten Ruhestand zu treten.

Was ihm bisher fehlte, war ein Nachfolger im Amt, der von seinen wichtigsten Grossaktionären auch akzeptiert würde.

Mit Tidjane Thiam, den er als Konzern-CEO aus London holte, lief einfach alles schief. Es war zum Heulen.

Gottseidank gab es Thomas Gottstein, der längst an die Spitze der Bank wollte, der im Traum nicht daran dachte, er würde es nach Thiam noch schaffen, der Thiam auf letzten Fotos sogar noch zujubelte, der sich einen Stoss gab und seinen Traumjob als Group-CEO annahm.

Das war eine gute Sache, denn die Bank hatte nach vielen Jahren wieder ein glaubwürdiges eigenes Gesicht.

Der neue VR-Präsident der zweitgrössten Schweizer Bank musste ein Ausländer sein. Die dominierend angelsächsischen Aktionäre, meist grosse Fondsgesellschaften, verlangen dies.

Weil London immer noch das seit dem EU-Austritt Grossbritanniens langsam absterbende Finanzzentrum Europas ist, sollte auch Urs Rohners Nachfolger dort gefunden werden.

Und es gab eine Chance.

Der mit der Suche beauftragte internationale Headhunter, die Londoner Szene so gut wie die schweizerische kennend, war beauftragt, der renommierten, aber seit längerem stagnierenden Lloyds Bank eine verjüngte Konzernleitung zu beschaffen.

Das gelang perfekt. Es blieb zum Schluss nur noch die Frage: Was machen wir mit dem CEO der Bank? Es war Antonio Horta-Osorio, ein Portugiese, der die Bank zehn Jahre einigermassen gut verwaltet hatte.

Die in solchen Fragen glaubwürdige Financial Times schrieb vor zwei Tagen über ihn, er habe es nach zehn Jahren nicht geschafft, „top line growth“ zu erreichen, also genau das, was nun die Credit Suisse-Group dringend braucht.

Horta ist in vielem Martin Blessing ähnlich, der von Axel Weber zur UBS geholt wurde und als Leiter Global Wealth Management kläglich versagte. Beide sind angenehme, gmögige Menschen, haben ihre Schwächen, aber niemand würde je behaupten, sie hätten ein Wunder, sei es auch nur ein kleines, vollbracht.

Der bisher anonyme Headhunter musste zwei Fliegen auf einen Streich treffen: seinem Klienten, der Lloyds Bank, einen neuen CEO beschaffen. Er fand ihn mit Charlie Nunn von HBSC.

Dann aber galt es, gleichzeitig Horta einen guten Abgang aus der City of London zu ermöglichen. Das ist nur fair.

Stand da nicht ein Job in Zürich zur Diskussion, die Nachfolge von Urs Rohner bei der Credit Suisse?

Die City of London ist ein grösseres Dorf, wo in Finanzkreisen jeder jeden kennt. Die Würfel rollten.

Horta hatten keinen Grund, das verlockende Angebot aus Zürich abzulehnen. Verdammt gut bezahlt, jedenfalls nicht schlechter als bisher. Und ein sicherer Job in der reichen Schweiz mindestens für die nächsten 6 bis 8 Jahre.

Über die „facts“ hat die Financial Times berichtet. So muss es gewesen sein.

Das grosse Spiel wurde, wie gewohnt, in London gemacht. Wer oder was dort übrigblieb, wurde in die Schweiz verlagert. Deren Bankiers gelten an der Themse ohnehin nicht als sehr smart.

Für Horta beginnt nun eine hoch bezahlte zweite Bewährungszeit ganz an der Spitze der Credit Suisse. In London konnte er sich beim alten Arbeitgeber noch einen zweimonatigen „burn out“ leisten. Eine Wiederholung desselben würde ihm in Zürich kaum verziehen.

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Kommentare

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  1. Mein lieber Herr Stöhlker,

    da nehmen Sie einmal mehr den Mund zu voll. Im Bericht hier pokern Sie hoch, denn von den Insides hier im Hause haben Sie keine Ahnung mehr, bzw. so viel wie jene Frustrierten und Enttäuschten mit denen Sie sich dann und wann zum Austausch treffen: tempi passati!

    • Geschätzter Insider,
      Sie mögen ja, wenigstens zum Teil, recht haben. Um so schlimmer ist die Position jener, die nicht erklären wollen, warum es zu einer solchen Wahl gekommen ist. Diese Missachtung der Bankmitarbeiter, Bankkunden und der kleinen Aktionäre ist der eigentliche Skandal bei derlei Wahlen, wo die „big players“ derlei unter sich ausmachen. Häufig zum Nachteil aller anderen „stakeholders“

  2. Unverständlich, dass nicht ein Schweizer gewählt wurde ! Zum Beispiel Hr. Nationalrat Tuena (SVP) oder Herr alt Nationalrat Prof. Dr. Mörgeli (SVP). Beide Herren sind politisch auf der richtigen Seite und haben langjährige Erfahrung in der Privatwirtschaft !!

    • @ Alfred Baumann

      Jetzt sind Sie von allen guten Geistern verlassen!

      Die Genannten verstehen vom Banking rein gar nichts. Der eine lebt in der romantischen Verklärung einer Historiker-Schreibstube und hat ein Schweizbild vom Fähnlein der Sieben Aufrechten vor Augen. Die beiden sollen ihre Leidenschaft besser dort ausleben wo sie sind; dann wird nicht noch mehr Schaden angerichtet.

  3. nun ganz analytisch: die Angelsachsen haben der Credit Suisse (& UBS) VIEL mehr Wert zerstoert, sind also „Value DESTROYERS“ (als Wert geschaffen)! Die NAIVEN Schweizer liessen dies zu; dies obwohl es in der Geschichte erwiesen und bestens dokumentiert ist, dass die Angelsachsen ganze Laender pluendern! Die „reiche“ Schweiz, resp. ihre Banken waren dazu phantastische BEUTE!

  4. Also bitte nur keine Angst dass es wieder einen Burnout gibt, nur bei den (dummen?) Beiden (noch Schweizer) Grossbanken gibt es so überzogene Gagen für die Frühstücksdirektoren Weber und jetzt Horta. Sterbende City? Oder eher sterbende Schweiz?

  5. Darum habe ich die beiden Grossbanken verlassen !
    Fühle mich Pudel wohl in der kleinen schweizer Bank.
    Super Service, kaufe und verkaufe die gleichen Produkte.
    Kosten klein, Einkünfte der Kader sehr vernünftig.

  6. Die alte britische – portugiesische Allianz, historisch belegt haelt Einzug in die CS.
    Die britische Bank Business Art wird dann zelebriert.

  7. Der Antonio wird dem Aktionären ideal passen. Ein arbeitsscheuer Latino (Pleonasmus!), der mit seinem holprigen Englisch bei Lloyds keine Bäume herausgrissen hat (der 5-Jahres-Kursverlauf zeigt es). Und der, nach all‘ den Jahren bei Lloyds immer noch nicht zwischen England, Schottland und U.K. unterscheiden kann. (In Schottland gibt es KEINE Lloyds-Filialen!)

    Fazit: Eine Nullnummer.

    Vielleicht kann er wenigstens Pastel de nata machen.

    Was den Bankenplatz London betrifft, mag ich mit dem Klausi nicht zu streiten. Cui bono?

  8. Weiss nicht was das immer soll mit Schweizer CEO, Schweizer VRP…

    Diese Bank gehört mehrheitlich nicht den Schweizern und nicht der Schweiz sondern ausländischen Investoren, und wer zahlt bestimmt! Oder lasst ihr euch vom Nachbarn den Friseur vorschreiben?

    Und nein, das „Suisse“ im Namen muss die Firma auch genau so wenig abgeben wie die Fluggesellschaft.

    Konstruktive Lösung: Interessierte bringen den Bund per Referendum dazu, den Laden aufzukaufen (billig wär’s ja). Danach wird Ueli neben seinem Job als Finanzminister auch noch CEO und VRP in Personalunion, weil es einfach schade wäre einen der beiden Jobs nicht mit ihm zu besetzen.

  9. Herr Stöhlker, ihre Zusammenfassungen der Vergangenheit sind keine Kunst, wenn man die Bankszene beobachtet, wie sie und viele andere.

    Aber was mal ein Novum wäre ist, dass sie eine Lösung mit Namen vorschlagen, denn das haben sie sich noch nie getraut oder liegts daran, dass sie gar keine besseren Vorschläge haben und am Ende doch nur am kritisieren Freude empfinden?

  10. Wenn jemand nach 2008 eine Bank 10 Jahre einigermaßen anständig und ohne Skandale verwaltet hat, kann er so schlecht nicht gewesen sein. Nennen Sie mir doch Banken, die nach 2008 sehr erfolgreich waren. Vielleicht die Deutsche Bank, die von Ackermann und seinem Zögling Anshu Jain in den Dreck gewirtschaftet wurde (ihm hat es nicht geschadet), oder womöglich die Commerzbank? Sehen wir uns die Bewertung von HSBC, NY Mellon oder Wells Fargo an, um nur einige Schrottbanken zu nennen. Ein kurzfristiger Überflieger ist vielleicht in Dänemark mit Danske zu finden, aber auch nur, bis die kriminellen Machenschaften des Danske Ablegers in Litauen bekannt wurden. Das Versagen der Banken lässt sich ausweiten: Italien, Spanien? Mir fallen nur zwei Banken ein, die sich in den letzten Jahren gut geschlagen haben: JP Morgan und BoA. Also geben Sie dem Mann eine Chance und pinkeln Sie ihn mit Ihren Kommentaren nicht voreilig an. Wenn er in einigen Jahren Mist gebaut hat könnten Sie es mit Recht nachholen. Durch seine langjährige Bankerfahrung ergibt sich zumindest die Hoffnung, dass er in der Vergangenheit gemachte Fehler nicht wiederholt. Als Alternative hätten Sie sich selbst bewerben können, dazu ist es zum Glück aber zu spät!!

    • sie schreiben ernsthaft danske war ein überflieger.. ja klar bei einem der grössten geldwäscheskandale der bankengeschichte, natürlich kann man das als überflieger ansehen. sie machen sich total lächerlich…

  11. ACHTUNG, DER FEIND KOMMT DURCH DIE HINTERTÜR !

    Wozu werden ausländische Agenten in die Spitze von diesen Banken gesetzt?

    Sicher nicht damit der hochbezahlte Agentenjob mit einer Bewährungszeit für den neuen “Chef“ endet, sondern weil man damit die Bewährungsprobe für das Bundeshaus und die Schweizer Steuerbürger einfädelt. Diejenigen, die man nicht mehr braucht, und bei denen noch etwas ausgeraubt werden kann, stellt man auf die Bewährungsprobe. Das Bankgeheimnis würde mutwillig zerstört, und die Superreichen im Ausland benötigen die Schweiz heute nicht mehr, denn da gibt es andere Steueroasen für die Mächtigen, wie die Genossenschaft des Eides.

    Eine Möglichkeit um die Schweizer Schätze zu heben ist, dass man dass man ausländische Agenten einsetzt, die dann die Bilanztore öffnen um hier den Finanzschrott aus der EU in den Bilanzen der Schweizer Banken abzuladen,
    damit dann der Staat und die Schweizer Steuerbürgerlinge den Dreck auffressen sollen, und mit den Finanzlöchern absaufen.
    Das ist die moderne Art um einen unerwünschten Staat, mit “aufmüpfigen“ Bürgern und mitten in der EUDSSR, EU-tauglich zu machen.

    Das Burnout der Eidgenossen wird vorbereitet, und die Bürger und die gewählte leichtgläubige, verdummte Politik schlafen tief weiter.

    Das Kapitalsammelbecken von Blackrock und deren superreiche Besitzer würden sich freuen, wenn den Schweizer Steuerbürgern noch etwas wertloser Bilanz-Finanzschrott von EU-Finanzkonzernen überschrieben werden könnte. Schliesslich muss man die Schweiz zuerst mal auf EU-Sozial-Niveau runter trimmen, bevor man sie dann ausgelaugt und gefügig “integrieren“ kann. Das ist am einfachsten zu erreichen, wenn man nicht Schweizer, sondern eigene EU-Agenten einschleust, die dann die “Boutiquen“ langsam aushöhlen.

    Wie lange wollen die unwissende Politik im Bundeshaus und Bevölkerung noch zusehen, und das hinterlistige Spiel mitmachen?

  12. Immerhin kein Deutscher, kein Amerikaner, kein Engländer, kein Franzose – das ist doch auch etwas Positives. Obs ein Portugiese bringt ist zwar fraglich, aber bloss weg mit Rohner. Er war für den Schweizer Bankenplatz leider gar kein Ruhmesblatt.

  13. Klaus Stölker dürfte die Situation komplett richtig erkannt haben oder anders gesagt „wo er recht hat …. da hat er recht“. Dass Urs Rohner selten etwas auf die Reihe bringt hat sich in der Vergangenheit wiederholt gezeigt. Ein Debakel folgte dem nächsten Debakel. Immer zum Schaden der Aktionäre und vieler CS-Mitarbeiter und immer zum finanziellen Vorteil von Urs Rohner. Dass nun ausgerechnet der bei Lloyds Bank abgetakelte Antonio Horta-Osorio bei der CS, vom Versager Urs Rohner portiert, als VR-Präsident rezykliert wird, spricht Bände. Das Ganze deutet darauf hin, dass wohl die CS in Zukunft in noch schwerere Stürme geraten dürfte, als in der Vergangenheit mit dem ivorianischen Versager als CEO. Die Vita des Schneeflöckchens Antonio Horta-Osorio zeigt, dass der Antonio bei rauherem Seegang und stärkerem Wind ziemlich schnell für längere Zeit umkippen kann ….. ganz, ganz schlecht für die CS!

  14. Na Herr Stöhlker, Hauptsache heute wieder gestänkert. Geben Sie dem Mann etwas Zeit und beurteilen Sie ihn an seinen Leistungen, anstatt einfach zu Vorurteilen.

    Wenigstens kommt einer der weiss, was eine Bank ist, nicht wie der Rohner der als Anwalt vorher einen TV Sender leitete!

  15. “Die City of London ein grösseres Dorf“

    …ein absterbendes Finanzzentrum Europas? (Wie die Schweiz?)

    Nein! Die City of London ist ein Finanzzentrum innerhalb Grossbritaniens, -…aber doch etwas ausserhalb, insbesondere auch in steuerlicher Hinsicht, sozusagen ein Staat im Staat.
    Allein über die “City of London“ könnte (sollte) ein dickes Buch geschrieben werden.
    …Waddesdon Manor und Onkel Blauschild könnten gute Auskünfte liefern….

  16. Da hat für ein Mal Herr Stöhlker recht:
    Total Net Income:
    2010: 23,444 Mrd £
    2011: 21,123 Mrd £
    :
    :
    2018: 18,626 Mrd £
    2019: 18,359 Mrd £
    Die Zahlen sprechen für sich. Das Geschäft ist in diesen Jahren geschrumpft. Keine Spur von Wachstum. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass Horta seinem CEO zeigen kann, wie man die Top-line verbessert, was bei der CS dringend nötig wäre. Wo hat der Headhunter hingeschaut? Und Rohner?

  17. Der kommt auch in erste Linie zum Geld horten statt um seriös zu arbeiten, wie es die Vorgänger auch gemacht haben und ihm die besten Vorbilder waren.
    Ich erwarte mir nichts (oder wenig) von dieser Lösung mit diesem Super-Banker auf dem Papier, ausser viel Kosten und wenig Zählbares für die Mitarbeiter und auch die gebeutelten CS-Aktionäre.
    Aber bei der UBS läuft es auch nicht anders mit Ralph, dem Hamsterer, als gepriesener Big Shot…

  18. Lieber Herr Stöhlker,

    „Eine Wiederholung desselben würde ihm in Zürich kaum verziehen.“

    Das ist spekulativ. Besser ist es historische Bezüge zu nehmen, denn die Welt bestand und besteht zu jeder Zeit aus der gleichen Essenz. Hält man sich dabei an die Schweizer Regeln, spricht nichts dagegen, seine gespeicherte Arbeitsleistung abzusichern. Nein. Die Fragen denen wir uns stellen müssen sind viel gravierender. Wer tatsächlich davon überzeugt ist, dass die Schweiz/er Manager und Inteligenzja den „Anderen“ überlegen ist und nach wie vor Kompetenz und Sicherheit garantiert, der sollte sich die sozialpolitischen Fakten und das Portfolio der SNB genau anschauen und nochmals darüber nachdenken. Man sagt: die Hoffnung stirbt zuletzt. Nun, vermutlich ist auch dafür die Prognose sehr schlecht, vermutlich infaust. Dafür wurde schon vor über 40 Jahren eine nie dagewesene ideologisch getriebene Verblendung an Schulen und Unis in die Wege geleitet, die ein Umdenken derzeit unmöglich macht und das ewige Gegeneinander unterschiedlicher gesellschaftlicher Klassen aufrecht erhält. Interessant, um bei den Banken zu bleiben, wird es noch werden, wenn die Immobilienbesitzer demnächst feststellen werden, dass das aktuelle Schweizer Modell dazu führen muss, den Unterschied zwischen Besitz und Eigentum am eigenen Leibe festzustellen. Interessant, seit einigen Wochen hat die Pensionskassen-Lobby eine breit angelegte Werbekampagne für Pensionskassen-Einkäufe ins Leben gerufen – viel aggressiver als in den letzten Jahren, kein Wunder, es steht die Revision der sog. beruflichen Vorsorge auf dem Spiel. Eine geplatzte Bombe in Deutschland und durch Corona kaum öffentlich bemerkt, erzwingten wichtige Entscheidungen der Allianz von Anfang Oktober die die Politik ein zurück zur Gesetzlichen Rente (Ausbau) erzwingt – und der Umbau in das Drei-Säulen-Modell à la Suisse der Altersvorsorge endgültig beerdigt. Zur Erinnerung die letzten Zügen der AXA-Schweiz – sehr schweizerisch…
    Mit den allerbesten Grüssen

  19. Thiam wird ein Erinnerung bleiben als einer der in 4 Jahren den Aktienkurs der CS halbierte und während dieser Zeit etwa 70 Millionen aus dem Kässeli der CS einsackte. Er war nicht Schweizer sondern Ausländer.
    Nun behauptet Stöhlker, die dominierend angelsächsischen Aktionäre, meist grosse Fondsgesellschaften, verlangen, dass der neue VR-Präsident der zweitgrössten Schweizer Bank ein Ausländer sei. Ob das so ist, weiss wahrscheinlich nur Herr Stöhlker, der als Schweizerhasser bekannt ist.
    Man kann nur hoffen, dass die Eidgenossenschaft nicht gerade steht, um die „Grossbank“ zu retten, sollte die CS je zu einem Systemrisiko werden. Das darf auf keinen Fall mehr geschehen. Sollen die Fondgesellschaften das Risiko doch selber tragen.

    • Ja der Stöhlker weiss alles, der wird immer peinlicher und plaudert, was ihm gerade einfällt, Hauptsache langes Gefasel.

  20. Der Finanzplatz Schweiz wird noch weiter leiden unter der Zerstörung durch EWS.
    In einem Coup gelang es damals der Linken, Blocher abzuwählen und so eine linke Mehrheit im Bundesrat zu installieren. Teils unter Applaus auch von der FDP.
    Die so entstandene Linke, 2 SP, 1 CVP und 1 SVP (EWS) schanzten der Verräterin EWS das Finanzdepartement zu.
    Dies weil es die einmalige Gelegenheit war, das Bankgeheimnis zu beerdigen. Und EWS, die von den Linken in den Bundesrat gewählt wurde, hat genau das gemacht, was die Linke von ihr verlangte. Sie hat den Bankenplatz Schweiz zerstört. Dies weil sie sonst nicht mehr von den Linken in den Bundesrat gewählt worden wäre bei der nächsten Wahl. Sie stellte ihre Eigeninteressen über die Interessen der Schweiz.
    Zehntausende von gutbezahlten und steuerintensiven Jobs wurden von der Schweiz nach Delaware, Caymanisland und anderen Plätzen verschoben. Und es wird noch weiter gehen mit diesen Spätfolgen der dummen „Bürgerlichen“.
    Und die FDP hilft weiter unsere Schweiz kaputt zu machen. CO2 Gesetz, Ticketabgaben, Konzernverantwortungsinitiative (Dick Marty) sind Stichworte dazu. Die FDP will uns in die EU führen über den Rahmenvertrag und die unbegrenzte Zuwanderung.
    Unser Bankenplatz wird immer unbedeutender, die einst weltweit bekannten Schweizer Grossbanken serbeln seit Jahren, es ging uns zu lange zu gut.

  21. Dass Horta eine schlechte Wahl ist, wissen die Leser von IP seit gestern. Da braucht es kein Gefasel mehr von Stöhlker. Echt schlimm, was der faselt.

    • Nicht aufregen. Das ist ein Side-Effect von Adipositas, da das Gehirn nicht mehr richtig arbeitet wegen Überfettung.

  22. Es ist eine alte Nummer von Machtstrategen schwache Politiker, Militärs und Grossmanager an die Schaltstellen der Macht zu hieven, weil die gute Marionetten sind und das ausführen was von oben bestimmt und befohlen wird. Möglich, dass die Herren Rohner und Horta-Osorio das noch nicht erkannt haben.
    Gunther Kropp, Basel

  23. Horta-Osorio, Rohner, Gottstein, Thiam, Dougan und wie die alle heissen mögen sind nicht anderes als überbezahlte, zweibeinige biologische Entitäten, die es bei der CS nie gebraucht hätte.

    Ich mache jede Wette, dass ein guter Familienpapi die CS 100 Mal besser managen würde und dies auch noch zu einem akzeptablen Preis.

    Aber eben, solange man noch an die Marktpreise und die weiteren Märchen „der Besten der Besten“ glaubt, solange wird man diese nicht los.

    • Immerhin sortiert es Loser wie Dich zuverlässig aus.

      Kennst Du den Unterschied zwischen einem VRP und dem CEO? Offenbar nicht, sonst würdest Du nicht von CS managen schreiben.

    • @CEO vs VRP
      Wenn Du schon stänkern möchtest, dann lerne zuerst selber Texte zu verstehen. Gottstein, Thiam, Dougan sind oder waren CEO der CS.

  24. Wie wir ja alle schon seit vielen Jahren wissen:

    Die Financial Times ist eine völlig neutrale Zeitung (weswegen sie Tijane Thiam jeweils ausgiebig zu Wort kommen und seine „Wahrheit“ erzählen liess) und ist dem Finanzplatz Schweiz gegenüber seit je her sehr gewogen gewesen. Deshalb ist es sicher „wahr“, was sie über die Hintergründe der Evaluation des neuen CS-Präsidenten geschrieben hat.

  25. Nicht Zweifel sind angebracht, werter Herr Stöhlker, sondern Verzweiflung dessen, dass wir keine Schweizer Persönlichkeiten haben, die einen solchen Job einnehmen können. Wahrscheinlich hätten wir schon fähige Personen, aber es fehlen denen die nötigen Netzwerke.

    Fleiss, Leistung usw. ist heute nicht mehr gefragt bzw. werden sowieso nicht honoriert. Netzwerk ist alles oder mit dem Richtigen unter die Bettdecke kriechen.

    • Vielleicht möchte auch kein Schweizer oder Schweizerin dieses problembehaftete Amt übernehmen. Wer weiss, was nach Rohners Amtsführung noch alles auszubaden sein wird.

    • Hört doch mal auf mit dem „Schweizer“-Geklöne. Die CS ist eine Bank in ausländischen Händen, die ihren Sitz in Zürich hat.
      Da spielt´s keine Rolle, woher der COB (sic!) kommt.
      Wirklich.
      Und Netzwerke – Achtung brkng news! – sind das A&O seit Adam und Eva, in jedem Business und privat.
      Wo lebt ihr denn?!

  26. „Er habe es nach zehn Jahren nicht geschafft, „top line growth“ zu erreichen, also genau das, was nun die Credit Suisse-Group dringend braucht“

    Du kennst auch nach Jahrzehnten des (An)klagens, Verleumdens und Brandstiften noch immer den Unterschied der Aufgaben eines CEO und eines VRP nicht? Einfach nur erbärmlich.

    • @Pölki
      Leider hat Herr Stöhlker recht und seine Meinung wird von der FT unterstützt.
      Rohner scheint einmal mehr daneben gegriffen zu haben.

  27. Schweiz als Plattform für Konzerne, derer Aktionariat mehrheitlich im Ausland liegen. Stören tut das nicht, solange die Schweiz auch profitiert. Wenn aber nur noch die rechtlichen und steuerlichen Vorteile der Schweiz dem Aktionariat dienen, wird das Volk ausgetrickst und übrig bleibt vielleicht ein nicht angebrachter Ruf der Schweiz. Es geht nicht um die Person von Herrn Horta-Osorio, sondern um die Identität von Firmen, die sich schweizerisch verkaufen wollen. Dann gehören an die Spitze von Management und VR auch Schweizer.

    • Ne, gehören sie nicht. Zumindest und zuvörderst nicht im Finanzsektor.
      Etwas anderes sind mMn Hotels, touristische Anlagen, von mir aus Fussballclubs, Toblerone (LOL) etc.
      Da ist oder wäre der Faktor Identifikation viel wichtiger.
      Kann man aber verdrängen, dass der Club chinesisch ist, das Hotel indisch usw.

      Für eine Bank wie die CS schadet es in einem dermassen globalen Umfeld gewiss nicht, wenn einer aus dem Zentrum kommt (City), die Sprache wirklich spricht und ein bisschen einen kosmopolitischen Umgang pflegen kann (ungleich schweizerische Hölzernheit; bin auch Schweizer, 100 %, homegrown, also easy!).

  28. In seinem Namen steht das Wort „horta“ was auf Portugiesisch „Gemüsegarten“ heisst.
    Wenn er ein guter Gärtner ist sollte er durchaus fähig sein, das viele Unkraut sprich
    Einkommensmillionäre bei CS auszumisten und den Laden wieder auf Kurs zu bringen.
    Bevor wir urteilen lassen wir Ihn doch mal wirken, kann mir nicht vorstellen dass er schlechter als Thiam sein wird. Die Portugiesen haben in der Schweiz den Ruf, gute Arbeiter zu sein und sind als pragmatische Leute anzusehen. Besser ein Ex Kolonnist der was von der Materie versteht als ein Befreiter der mit der Freiheit nichts anzufangen wusste als rumzuschnüffeln.

    • „lassen wir ihn mal“

      Man hat sehr viele an die Spitzen der Grossbanken gelassen. Jedes Mal gab es eine Katastrophe!

    • Genau, Quickwin für die Kostensenkung: 90% der 1’400 „Key-Risk-Takers“ abbauen. Schon freut sich der Aktionär.

    • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht um diese Besetzungen. Grossbanken sind ein Auslaufmodell und werden hoffentlich in den nächsten Jahrzehnten verschwinden, zusammen mit ihrer korrupten internationalen Klientel. „Top-line growth“ – forget it. CS und UBS werden nur noch schrumpfen, egal wer an der Spitze absahnt. Auch London wird sich (hoffentlich) nicht mehr lange halten können. Der Turbo-Kapitalismus frisst sich selbst, und die Spitzenlöhne sind das letzte (relativ unbedeutende) Flimmern dieser aussterbenden Kaste. Wieso nicht ein portugiesischer Gärtner an der Spite der CS? Er kann das Unkraut in den nächsten Jahren noch ein bisschen pflegen und da und dort etwas ausreissen, bis die Saat endgültig eingeht.