Finma lässt Collardi springen

„Rüge“ gegen Ex-Bär-CEO wegen Venezuela und Buddy Hodler. Collardi-„Freund“ Raitzin und Marc Sulser im Visier von Bern.

Die Finma ging gegen 4 Ex-Spitzenleute der Julius Bär rund um Venezuela vor. Zuoberst Boris Collardi, flamboyanter Private Banker der Schweiz, Ex-Chef der Bär und heute Pictet-Partner.

Collardi wird von Bern gerügt, er kommt mit einem blauen Auge davon. Ebenfalls mit einer „Rüge“ endet die Ermittlung gegen Collardis Buddy Bernhard Hodler, Kurz-Chef nach Collardis Abgang.

Hingegen wäre Gustavo Raitzin, Collardis Mann für ganz Lateinamerika, an die Kasse gekommen. Dieser entzieht sich laut Finma mittels Verzicht auf weitere Jobs im Banking einem Verfahren.

Vierter im Bunde ist Marc Sulser, Ex-Chef für Venezuela und weitere Latino-Märkte. Sulser will weiter Private Banker sein. Nun hat die Finma ein Verfahren gegen Sulser eröffnet.

Collardi atmet spürbar auf. „Mit Befriedigung nehme ich den Abschluss der FINMA-Abklärungen zum Fall Bank Bär bezüglich meiner Person zur Kenntnis“, meldet er sich per Statement.

„Die ausgesprochene Rüge ohne Verfügung akzeptiere ich. Entscheidend ist, dass die Angelegenheit damit für mich zu einem Abschluss gebracht wurde.“

Jagd geht weiter

Ein Sprecher der Genfer Privatbank stützt Collardi: „Pictet steht hinter Boris Collardi. Wir haben volles Vertrauen in seine Arbeit bei Pictet.“

Ein Sprecher von Bernhard Hodler meint, Hodler habe „die schriftliche Rüge der Finma zur Kenntnis genommen“.

Die Finma hält fest: „Es genügt aufsichtsrechtlich (…) nicht, eine Verantwortung für Gesetzesverletzungen allein aus der hierarchischen Stufe oder Position oder von strategischen Richtungsentscheiden einer Person abzuleiten.“

„Im Falle der zwei gerügten Führungspersonen ist es zwar zu Fehlern gekommen, genügende Hinweise für eine direkte, kausale Verantwortung für die schwere Verletzung von Aufsichtsrecht liegen aber nicht vor.“

Damit dürfte Collardi rund um Venezuela und die gigantische Geldwäscherei für Regime-Spitzenleute des verarmten Landes aus dem Schneider sein.

Es laufen zwar noch Vorermittlungen der Zürcher Staatsanwaltschaft. Doch diese sind längst ins Stocken geraten. Vermutlich ist Collardi auch dort bald „vom Haken“.

Willkommen an Elite-Uni: Raitzin (Harvard)

Dass die Finma gegen Gustavo Raitzin ein Verfahren eröffnen wollte, ist brisant. Raitzin war bis 2017 Chef Lateinamerika der Julius Bär, er rapportierte direkt an CEO Collardi.

Collardi und Raitzin verliessen die Bär praktisch gleichzeitig Ende 2017. Hodler übernahm von Collardi, Betty Sanchez kam von Goldman Sachs zur Bär und wurde neue Lateinamerika-Chefin.

Raitzin erhielt ein Mandat bei der berühmten US-Universität Harvard. Er war zusammen mit Marc Sulser, der bei der Bär mehrere Länder unter sich hatte, vertraut mit Venezuela-Kunden.

Unter den beiden Topshots agierte Matthias Krull. Der Berater betreute Einflussreiche jenes Staates, wo die Menschen in Armut leben, während die Clique zuoberst keine Grenzen kennt.

Krull wurde im Sommer 2018 verhaftet und landete vor einem US-Gericht. Er gab zu, beim Waschen von über einer Milliarde Dollar geholfen zu haben.

Krull erhielt 10 Jahre Gefängnis, mit Aussicht auf weniger, falls er den US-Ermittlern helfen würde.

Das dürfte er tun. Damit gerieten Krulls Chef Sulser und dessen Boss Raitzin in Gefahr. Raitzin besuchte die US-Behörden, bot seinerseits Hilfe an.

Krull hat’s erwischt (OCCRP)

Was genau Raitzin den Amerikanern „lieferte“, ist nicht bekannt. Sicher ist: Raitzin kannte viele Geheimnisse der umstrittenen Südamerika-Kunden der Julius Bär.

Er liess Marc Sulser wirken, der wiederum hatte mit Krull einen vermeintlichen Star-Berater – der dann auf Abwege geriet.

Ein weiterer Bär-Banker mit Risky Südamerika-Kunden war Jorge Arzuaga. Bei diesem ging es um Fifa-Klienten.

Auch Arzuaga landete vor einem US-Gericht, wie Krull war auch er geständig.

Krull, Arzuaga, Sulser, Raitzin: Die Chain of Command im Südamerika-Geschäft kam die Julius Bär teuer zu stehen.

Die Zürcher mussten sich in den USA soeben mit rund 80 Millionen Dollar freikaufen von einem Strafverfahren wegen Fifa-Geldwäscherei.

In der Schweiz verbot die Finma der Bär-Bank vor Jahresfrist wegen Fifa und Venezuela grössere Zukäufe.

Raitzin-Nachfolgerin Betty Sanchez warf Leute raus, schloss Ableger in der Karibik und begann neu.

Selbst tauchten bei einem Ex-Arbeitgeber von Sanchez, dem Schweizer Ableger der grossen HSBC, gefährliche Kunden aus Lateinamerika auf. Ein enger Vertrauter von Sanchez hatte sich um diese gekümmert.

Einige der Kunden sind inzwischen ebenfalls ins Visier der Amerikaner geraten. Bei der Julius Bär heisst es, Sanchez sei bei der HSBC frühzeitig von Bord gegangen.

Betty die Gute, Raitzin der Verantwortliche: So die Darstellung der Bär-Chefs von heute.

Sicher ist: Collardi und Raitzin bildeten ein enges Gespann, wenn es darum ging, schwerreichen Südamerikanern einen Platz bei der grössten Schweizer Privatbank zu verschaffen.

Raitzin dürfte dabei laut Finma seine Pflichten verletzt haben.

Dass nämlich Raitzin der Finma sagte, er ziehe sich vollständig aus dem Banking zurück, ist ein starkes Signal, dass er schlechte Karten für ein Gewährs-Verfahren hatte.

Die Beweislage könnte gross gewesen sein. Wenn aber Raitzin schwere Fehler mit Venezuela-Klienten begangen haben sollte, dann bleibt die Frage, weshalb Collardi ihn all die Jahre gewähren liess.

Doch das ist nun vom Tisch. Rüge? Ok, nehme ich, so Collardi. Let’s move on – auf zur nächsten Jagd.

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Kommentare

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  1. Ein Sprecher der Genfer Privatbank stützt Collardi: „Pictet steht hinter Boris Collardi. Wir haben volles Vertrauen in seine Arbeit bei Pictet.“

    Ein Sprecher von Bernhard Hodler meint, Hodler habe „die schriftliche Rüge der Finma zur Kenntnis genommen“.

    —> Können dieses Hosenscheisse eigentlich nicht selbst Stellung nehmen?

  2. Für was ist man denn Chef einer Bank und verdient ein Heidengeld ? Damit man von nichts weiss, nicht weiss was unter einem getrieben wird und somit auch für nichts verantwortlich ist. Ein Traumjob, in der Tat. In den Niederlanden dachte die Behörde in einem schweren Geldwäschereifall ähnlich und wäre da nicht ein lästiger Aktionär gewesen, so wäre auch dort ein ahnungsloser Bank-CEO ungeschoren verschwunden, nota bene in die Schweiz …

  3. Bernhard Hodler war als CRO (Chief Risk Officer!!!) auch verantwortlich für Compliance. Seine „Dienstfertigkeit“ gegenüber Boris und den Peers an der Front ist legendär. Immer schön alles durchwinken, dann bleibt man willkommen und wird freundlich behandelt. – Nun, es hat sich für ihn ausbezahlt! …denn Venezuela ist nur die Spitze des Eisberges. – Die FINMA dagegen kann man getrost abschaffen; das Geld sparen. Wenn hier auch wieder nichts passiert, wann dann…!?!

    • Ach, die ganze „Compliance-Brigade“ bei der Bärli Bank winkte alles durch. Compliance Officer, welche ihre Arbeit gewissenhaft erledigten wurden abgesägt und entlassen. Ich kenne einige Beispiele.

    • Nur Herr Benny Steinmetz und seine Komplizen gehen ins Gefängnis, seine Bär Banker können glücklich und frei sein. Frei wie hohe Chargen in Compliance und PEP-Kontrolle.
      Zu Ihrer Aufmerksamkeit Lukas

  4. Damit reiht sich die FINMA ein als zahnloser, von den Banken abhängiger und sich übel andienender Bücklingsclub. Branson ist nicht erst seit heute eine Schande für die Finanzaufsicht und für die Schweiz!

    • so und nicht anders ist es

      nur gegen kleine banken und gegen kleine angestellte spielt sich die finma auf

      als beispiel sei die schliessung der bank frey genannt

  5. Es ist eine traurige Tatsache, dass die FINMA ihren Frust nur an kleinen Banken abreagiert. Dort bleibt kein Stein auf dem anderen, keine auch noch so kleine formelle Unvollständigkeit bleibt unbestraft. Die grossen Banken hingegen sind unantastbar!

    • Ja, man erinnere sich an die Bank Frey aus Zürich und die Bank Wegelin aus St. Gallen

  6. Schade gibt es keine Berufsverbote für diese faulen Eier bei der Bank Bär. Dafür überzieht die FINMA zusammen mit dem Gesetzgeber die ganze Branche mit unglaublichen Regulierungen wie dem völlig unnötigen FIDLEG und FINIG. Eine ganze Branche leidet wegen ein paar schwarzen Schafen. Leider hat die Aufsicht FINMA nie den Mut gehabt Berufsverbote auszusprechen und dafür weniger zu regulieren.

  7. Wenn man in der Bankbranche arbeitet und gut vernetzt ist, dann wundert man sich schon, warum es keine Fälle von Geldwäsche gibt. Dass die FINMA nun wieder die Grossen laufen lässt ist ein Skandal, aber das kommt nicht überraschend. Sanktionen hat es bislang ja nur gegeben, wenn der Fall so gross war, dass die FINMA oder die Staatsanwaltschaft handeln musste (IMDB). Sonst schauen die Behörden einfach weg. Daher ist es ein gutes Geschäft, sogenannte Risikokunden aufzunehmen, da es ja keine Sanktionen gibt.

  8. Ist die FINMA nun doch endlich aus ihrem Winterschlaf etwas erwacht…Wenn es in einem solchen Umfeld zu Problemen kommt, sind die letzten in der Hierarchie vielfach die ersten, die mit Konsequenzen rechnen müssen.

  9. Hat die Finma eigentlich schon mal irgendeiner relevanten Person, oder einem
    Versicherungsvermittler eine nahmhafte Busse ausgestellt ? Oder was macht die Finma ganz genau den ganzen Tag? Gebühren kassieren ?!?

  10. Definition „Mafia“ gem. einem Mafioso, der von Giovanni Falcone verhört wurde: „Stellen Sie sich vor, dass ein Tribunal einen Richter nominieren soll und sich drei Kandidaten aufdrängen: Der Erste ist gebildet und erfahren, der Zweite hat eine grosse politische Rückendeckung, der Dritte ist… ein Idiot! Wissen Sie, wenn man nominieren wird? Den Dritten…Das ist Mafia“

    Kommt mir immer wieder in den Sinn

  11. Collardi ist nun amtlich vorbelastet und dürfte auch zukünftig kaum sorgsam geschäften. Für den Arbeitgeber ein grosses Problem.

  12. Kann es sein, dass die anderen der Pictet die gelbe Karte der FINMA an einen Collardi akzeptieren? Auch wenn Collardi nicht mit Berufsverbot belegt wird: Für eine Bank, die der Reputation einen solch hohen Stellenwert beimisst, ist ein Collardi als Partner in den eigenen Reihen spätestens jetzt untragbar geworden. Basta!

  13. Die schockierendste Nachricht ist, dass das Management von der FINMA offensichtlich nicht für grobe Fehler der unterstellten Mitarbeiter zur Verantwortung gezogen wird. Die erschütternde Message an die Frontmitarbeiter: Das Management kassiert, das Risiko haben die da unten. Welche Mitarbeiter da mitspielt, denen ist wirklich nicht mehr zu helfen…

  14. Na ja, wie so oft, werden die Kleinen gehängt und die Grossen werden laufen gelassen. Vermutlich fühlt sich dieser Herr in seinen Methoden nun noch bestätigt und treibt sein Spiel frisch fröhlich weiter. Leider zeigt das auf, was die FINMA für ein zahnloser Tiger ist oder muss man sogar davon ausgehen, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt?

  15. Fairness
    Liebe Neidgenossen, seid doch mal etwas objektiv!
    Unser Boris ist doch ein typisches Exemplar der heutigen Schweizer Bankmanager.
    Mitglied eines machtvollen welschen Clans, unter Alex Widmer, als sein persönlicher «Gang-go» in dr CS-Singapur Karriere gemacht und dann mit Alex als Topmanagement zur JB gewechselt.
    Was braucht man da noch Fachwissen oder Sozialkompetenz?
    Bezüglich Networking ist der Mann spitze; der FINMA Entscheid beweist dies.

    • Wenn einer schon mit „Neid“ beginnt hat er einen an der Waffel.

      Es geht hier nicht um Neid, sondern um Korrektheit!

  16. „Es genügt aufsichtsrechtlich (…) nicht, eine Verantwortung für Gesetzesverletzungen allein aus der hierarchischen Stufe oder Position oder von strategischen Richtungsentscheiden einer Person abzuleiten.“ –
    sprich: Die Grossen laufen lassen; die Kleinen hängen. business as usual..

  17. Interessante Aussage: „„Rüge“ gegen Ex-Bär-CEO wegen Venezuela und Buddy Hodler. Collardi-„Freund“ Raitzin und Marc Sulser im Visier von Bern.“ Könnte auch heissen, der Ex-Bär-CEO machte einen Deal und „Freund“(e) müssen sich opfern?
    Gunther Kropp, Basel

  18. Der Lausbub Collardi wurde gut für die Verantwortung bezahlt, die immer die Anderen letztlich wahrnehmen und wahrscheinlich den Portier den Job kostet. Es sind immer die niedrigst möglichen Chargen, die über die Klinge springen müssen.
    Die Finma erweist sich zunehmend als Papiertiger, die höchstens auf den Kleinen herumhackt.

  19. Man unterschätzt, was das Klima und die unbelegbaren (weil nie schriftlich) „Manipulationen des Managements“ ausmachen. Und so hängt man – einmal mehr – die Kleinen und die Grossen kommen mit einer Rüge davon.

    Disgusting.

  20. Bei Vincenz macht man so ein Theater, aber bei diesen Typen passiert gar nichts. Wie bei UBS und CS Chefs. Man hat das Gefühl, es wird mit verschiedenen Ellen gemessen. Meine Meinung!

    • Ja.

      Wobei: auch den Vintzentz wird man laufen lassen. Die Behörden beschäftigen sich mit diesem Fall während Monaten selber (sind ja diverse überbezahlte Beamten, welche davon leben) und uns Steuerzahlern präsentiert man dann die Rechnung.

  21. Typisch! Die Grossen läs Gesst man laufen, die Kleinen hängt man! Den Bonus hat Collardi genommen, aber vom Geschäft will er nichts gewusst haben. Was soll eine solche Kusch-FINMA?!!

  22. Pictet wird eines nicht so schönen Tages die ihr zweifellos zustehende „Belohnung“ für die Aussprache des Vertrauens gegenüber Collardi noch bekommen – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    • Solange Collardi bei Pictet Profite produziert wird niemand etwas gegen ihn vorbringen. Solange die produzierten Profite größer sind als die später möglicherweise anfallenden Strafen (die wahrscheinlich steuerlich geltend gemacht werden können) wird sich niemand bei Pictet aufregen und Collardi wird weiter mit seinem Ferrari rumbrausen, „bella figura“ machen und von den Speichelleckern (Männer und Frauen) bewundert werden, solange er bezahlt natürlich. Bezüglich der Strafe von 80 Mio für Bär: Es wäre wichtiger zu wissen, wie viele Gewinne die Bank an den Geschäften mit Venezuela gemacht hat, das wird aber niemals erwähnt, weil sie nach meiner Einschätzung viel größer waren als die armselige Strafe. Den sogenannten Gewinnern an den Betrügereien sollte man die Umstände in den venezuelanischen Slums in Dauerschleife vorführen, vielleicht realisieren sie denn was sie mit ihren Schweinereien anrichten. Reue zu erwarten wäre allerdings naiv.

  23. … und das nennt sich nun Finanzmarktaufsicht (FINMA)?

    Vielleicht steht FINMA auch für „Fast In Nichts Mehr Angemessen“ und demonstriert dadurch ihre wirkliche Haltung, weil dann wäre es wieder stringent – wenn auch auf sehr tiefem Niveau!

    • Nein, es steht noch immer für

      Fürchterlich
      Inkompetente
      Nullen
      Mit
      Amtsstatus

      Und unser Parlament schaut derweil zu und sorgt dafür, dass wir zwar Unterhosen, nicht aber Streusalz kaufen dürfen!
      Danke, Bern!

  24. Gerechtigkeit

    Die Hoffnungen ruhen nun auf der Schweizer Justiz.

    Die Hoffnungen ruhen für die Öffentlichkeit letztlich auf einer ausgleichenden Gerechtigkeit, bei offenkundig jahrelang „nicht gesehenen“, bonus- und umsatzgetriebenen Missständen durch Führungspersonen der Julius Bär.

    Die Tendenz geht im europäischen und schweizerischen Strafrecht, siehe Beispiel Ralph Hamers, dahin, dass CEOs, die von solchen massiven, langjährigen internen Verfehlungen wussten oder wissen mussten, dennoch „strafrechtlich“ (nicht „aufsichtsrechtlich“) persönlich belangt werden.

    Dies sieht das Bundesgericht in der Schweiz strafrechtlich bei Geldwäscherei seit längerem ebenfalls so (strafrechtliche Haftung für Geldwäscherei neuerdings auch bei „Unterlassen“, durch einen untätigen CEO).

    Es bleibt zu hoffen, dass strafrechtlich nun andere Massstäbe gesetzt werden als bei der bekanntlich handzahmen und bankenfreundlichen FINMA.

    Zu sehen bei Vincenz und der Staatsanwaltschaft III Zürich, wo jeder Stein umgedreht wurde und gemäss der staatsanwaltschaftlichen Maxime „in dubio pro duriore“ (wie dies gemäss STPO auch vorgeschrieben ist) im Zweifelsfall in die Anklage aufgenommen wurde.

    Danke, sehr geehrte Staatsanwaltschaft III Zürich, für weiterhin erfolgreiches Ermitteln.

    • An excellent question. The US regulatory agencies, the US district attorneys and district attorneys of important states (e.g. the State of New York) also went after big banks and coporations and their effektive officers by working up the chain from the bottom with evidence against those at the bottom and offering them a deal and sometimes a share of the monetary penalties if they provided evidence about the knowledge of their superiors. The US is no friend of the Venezuelan regime. Were payments in US dollars that went through a correspondent bank in the US involved?

  25. High net worth individuals :

    Das Ziel jeder Schweizer Bank in den Jahren vor Ende des Bankgeheimnis!

    Nachher nur noch mächtig angetrieben durch global vernetzte Institute mit der entsprechenden Logistik : Bank Bär und Panama, British Vergin Island und weiteren Inseln 🤔🤔🤔.

    Collardi wusste das alles nicht! Bestätigt durch die Finma.

    ⚠️Pictet pickt weiter………⚠️

  26. Ein Skandal, dass dieser Banker, der den ganzen Finanzplatz (noch weiter) in Verruf bringt, von der Finma entlastet wird, statt ihn mit einem Berufsverbot aus der Finanzszene ganz zu verbannen, wie es in vielen Ländern passieren würde und auch angemessen wäre. – Aber wahrscheinlich hat er die richtigen Connections, welche ihn weisswaschen und so den Freipass geben für seine weitere Karriere.
    Wann endlich werden solche Personen zur Rechenschaft gezogen wie es sich gehört nach den Missetaten zu Lasten der Reputation des Finanzplatzes Schweiz und der Steuerzahler zur Einschaltung des ganzen Staatsapperats!

    • Spätestens vereinzelte Enkelkinder, welche sich nicht mit Geld kaufen resp. ruhigstellen lassen, werden ihre Omas und Opas dannzumal zur Rechenschaft ziehen. Bis dahin haben Collardis und Konsorten noch Zeit, sich schmierige Ausreden zurecht zu legen

  27. Das wird dem Herrn Collardi aber echt schlaflose Nächte bereiten: Eine Rüge !!! Da müssen wir uns nur an uns selbst erinnern, wie schwer uns eine Rüge eines Lehrers in der Schule getroffen hat. Nase abputzen und weiter. Zahnloses irgendwas, die Finma.

  28. …. und so einer bleibt „super-reich“ und wurde Partner einer renommierten Genfer Privatbank (die „Anderen“ bleiben einfach reich).
    What else is new? Finanz war nie gleich Gerechtigkeit.

  29. Die Finma ist auch so ein Staatsbetrieb der kein Rückgrat aufweist und nur viel kostet. Einmal mehr zeigt sich der Filz in dieser Gesellschaft, die kleinen werden bestraft die grossen werden gerügt und können das gleiche bei der nächsten Institution ausführen.

  30. Das ist eine Katastrophe, fragwürdige Bankenbosse werden sich ins Fäustchen lachen und weiter nicht mehr an die Vorschriften halten.

  31. hat jemand etwas anderes von der Zahnlosen Finma erwartet?
    Alles nur erfolgsgeile (ausländische) Hochschulabsolventen, die sich einen fetten Job bei den Banken erhoffen, aufgrund ihrer theoretischen Ausbildungserfahrungen.
    Falls das nicht klappt, dann haben sie einen gutbezahlten und sichern Job, in dem sie gut alt werden können (mit fetter und sicherer Rente).

  32. In asia this Finma strategy is called slaughter a chicken to scare the monkeys or what you do does not matter who does it matters
    Sure not something Finma can be proud of

  33. War ja klar. Wer hat von der Finma anderes erwartet. Eine vollkommen inkonsequente und unfähige Behörde.

    Jetzt sollte aber Pierin Vincenz auch frei kommen. Alles andere wäre unlogisch.

    In der Schweiz sind die Behörden schlichtweg zu schwach und auch vor Gericht haben Staatsanwälte gar nichts zu melden, weil sie gegen die Top Shots in Kanzleien keine Chance haben. Die Schwachen Anwälte gehen in den Dienst des Staates und die richtig guten, bleiben in der Privatwirtschaft.

  34. Meine altbekannte Forderung: FINMA liquidieren, sie macht ihren Job nur im Rahmen was der Schweizer Finanzfilz zulässt. Die Aufsicht den Amis gegen Provision übergeben! Bei den Amis käme Collardi nicht mehr vom Haken:

  35. Wenn ich das nächste Mal von der Polizei wegen eines „Rollstops“ mit dem Auto erwischt werde, darf ich dann bitte auch nur mit einer Rüge, statt mit 60.- Busse rechnen?

  36. Was für ein abgrundtiefer Sumpf und die FINMA mitten drin. Der Italo-Banker kann nun weiter fragwürdige Geschäfte für seine welschen Partner durchmischeln.