Offener Brief an Klaus J. Stöhlker

Der Standpunkt strotzt vor Vorurteilen und Klischees gegenüber Jüdinnen und Juden. Der Text hat Leser verstört und erschüttert.

Sehr geehrter Herr Dr. Stöhlker

In Ihrem vor Kurzem auf „Inside Paradeplatz“ publizierten Artikel über das Verhältnis von Juden und Einheimischen im Saastal haben Sie es geschafft, gut ein Dutzend Vorurteile und Klischees über jüdische Menschen zusammenzutragen und zu verbreiten.

Welche Absicht Sie damit verbinden, erschliesst sich mir nicht. Was sie damit aber erreichen, will ich gerne sagen: Sie grenzen aus, säen Ablehnung und Misstrauen und beschädigen die Aufklärungs- und Vermittlungsarbeit vieler engagierter Menschen, ob Juden oder Nichtjuden.

Einerseits zeichnen Sie ein einseitiges, oberflächliches und unsympathisches Bild streng religiöser Juden und ihrer Familien. Andererseits beschreiben sie liberale jüdische Menschen aus Ihrem Umfeld.

Diese seien kultiviert, gebildet und reich, unverschämt reich. Auch hier ist ihr Ton irritierend besserwisserisch, ihr Bild oberflächlich und einseitig.

Beide Beschreibungen unterstützen die Vorstellung von Jüdinnen und Juden als etwas Fremdes, Eigenartiges und Spezielles in den Köpfen vieler Menschen, die nur wenig oder gar keinen Kontakt zu Juden haben. Sie verstärken mit Ihren Allgemeinplätzen uralte Vorurteile.

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund SIG kämpft seit Jahren mit zahlreichen Aufklärungs- und Informationsprojekten gegen solche Vorurteile und Pauschalaussagen an.

Mit unserem Aufklärungsprojekt Likrat sind jüdische Jugendliche jedes Jahr in zahlreichen Schulklassen zu Besuch. Dabei zeigen sie auf, wie vielseitig die jüdische Gemeinschaft ist und dass jüdische Jugendliche, abgesehen von der Religion und gewissen Traditionen, sich nicht wesentlich von den anderen Schülerinnen und Schülern unterscheiden.

Ihr Text ist kein Beitrag zur Verständigung und zur friedlichen Koexistenz in diesem Land. Er erscheint zudem in einer Zeit, in der unguten Worten rasch ungute Taten folgen können.

Freundliche Grüsse

Ralph Lewin, SIG-Präsident

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  1. Hallo Herr Lewin,

    habe den Text von Stöhlker genau umgekehrt gelesen. Durch ihn wurde ich überhaupt zum ersten mal auf Ausgrenzungserscheinungen gegen Juden in der Schweiz aufmerksam. Es stellt sich auch die Frage ob/warum Juden Berührung über Geschlechtergrenzen hinweg aufgezwungen werden soll. Warum müssen alle uniformiert ausssehen? Damit damit auch das Denken diszipliniert wird? Vielleicht kann sich ihr Verband nochmas stärker für echte Diversität starkmachen (was die mitunter polemischen Kommentare von Stöhlker miteinschließen sollte).

    Mfg

    • Lewin ist der „Sklave“ seiner Mitglieder und ein unwichtiger Zeitgenosse für die Schweiz. So weit denkt der Mann gar nicht – warum? – weil er dazu gedrängt wurde, so einen Unsinn zu schreiben. Die Juden hier scheinen leider noch nicht selbstbewusst zu sein und jammern im Chor und hetzen mehr als jeder andere. Das führt leider nicht zum gewünschten Ziel, was auch immer das sein soll.

  2. Beim Lesen der Kommentare wird einem übel. Richtig übel. Erstaunlich, wieviele Antisemiten sich unter dem Deckmäntelchen der Anonymität plötzlich frei äussern. Erstaunlich, mehr noch aber beängstigend.

    Die Kommentare lesen sich wie das 1×1 des tumben Antisemitismus. Fast alle Klischees finden sich bereits in den ersten 20-30 „Beiträgen“, keine(r) scheint sich hinterfragt zu haben, was denn genau der Unsinn ist, den er/sie da hinschreibt – und den sie wohl auch glauben.
    Als nicht-praktizierender und unreligiöser Jude in der Schweiz leide ich selten direkt unter Antisemitismus. Derzeit. Wohl hauptsächlich deshalb, weil die meisten Leute gar nicht wissen, dass ich Jude bin. Was aber, wenn der Wind sich dreht? Man hat in den vergangenen Jahren mehrfach gesehen, wie wenig es braucht, dass sich die Bevölkerung gegen eine Minderheit wendet, bloss weil ein paar neue Vorurteile geschaffen (!) werden. Prominentestes Beispiel der letzten 20 Jahre ist wohl der anti-Islamismus und die darauffolgende Diskriminierung.

    Vielleicht wäre es doch langsam an der Zeit, dass die Aufklärung und das freie Denken auch den letzten Idioten erreicht. Man muss ja nicht alle lieben und schon gar nicht mit allen bei allem einverstanden sein – aber rechtfertigt das ein kollektives Verurteilen mit Argumenten, die man gar nicht versteht?

    • Altes Spiel. Langweilig. Euer Trick hat sich langsam aber sicher abgenutzt. Selber schuld. Kein Mitleid.

      Im Austeilen seid Ihr alle super, aber im Einstecken…oh vey, oh vey!

    • @100%richtig: Haben Sie meinen Kommentar auch gelesen? Und gesehen, dass ich explizit den neueren Antiislamismus verurteile? Denken Sie, dass ich als Jude automatisch alles unterstütze, was in Israel passiert? Es ist leider ein weit verbreiteter Fehler, „Jude“ und „Israeli“ gleichzusetzen. Mit „Ihr solltet dort mal…“ sprechen Sie mich nicht an, ich bin nicht Israeli und lebe auch nicht da.

      Hingegen habe ich die Diskriminierung der Araber in Israel genauso gesehen wie Sie. Und ich verabscheue das genauso wie Sie das tun. Und genauso, wie ich auch den Antisemitismus verabscheue. In diesem Artikel ging es aber nunmal um Juden, und die Kommentare sind antisemitisch.

      Zudem: der schlimmste Rassismus, den Sie je in einem Land gesehen haben? Dann sollten sie vielleicht mehr reisen. Er ist schlimm, fürwahr. aber nicht der schlimmste.

  3. Stöhlker hat nichts falsch gemacht. Ein Affentheater wegen ein paar übersensiblen Juden und dann noch dieser lachhafte Brief eines Basler Weichspülers, den in der Rheinstadt sowieso keiner ernst nimmt.

    Werdet endlich erwachsen, diskutiert wichtige Themen und seid nicht solche Sensibelchens. Ist ja wie ein grosser Kindergarten voller Opfer.

  4. Kämpft der SIG ebenso vehement dagegen, dass sich die jüdische Diaspora nicht selbst ausgrenzt z.B. durch elitär anmutende Heiratsvorschriften oder durch die auf Sippenhaft bauende proaktive Bewirtschaftung ihres Opferstatus‘ aus der Nazizeit, nachdem die meisten der damaligen Protagonisten längst verstorben sind? Und ist es auch im Sinn und Geist der SIG, dass nun wirklich jede kritische Aussage zum Judentum, jene Herrn Stöhlkers wie wohl auch meine hier vorliegende, rassistisch konnotiert wird? Mit solcherlei Wehleidigkeiten wird das wahre Ausmass des Holocaust nicht in mahnender Erinnerung gehalten, sondern schlicht und ergreifend systematisch verwässert.

  5. Den Stoehlker können Sie doch nicht „freundlich“ grüssen, oder ? Eigentlich überhaupt nicht „grüssen“, oder ?

  6. Besten Dank, Herr Dr. Lewin, für Ihren informativen und berichtigenden Brief zu Herrn Stöhlkers Beitrag „Keinen Platz mehr für Juden im Saas Tal“. Mir ist wiederholt aufgefallen, dass Herr Stöhlker mit seinen Aufsätzen gerne provoziert, indem er diese mit Klischees belädt, wohl um eine Gegenreaktion zu erzeugen. Sein Beitrag über die „Juden im Saas Tal“ hat mich aber irritiert und abgestossen.
    Selbst bin ich Christin, interessiere mich jedoch seit Jahren für die jüdische Kultur, Geschichte, Religion und deren Tradition. Sich ergebende austauschende Gespräche mit Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Religion waren und sind eine Bereicherung für mich und ich denke auch für andere Menschen hier in der Schweiz – wie übrigens auch die jüdische Gastfreundschaft und die hervorragende Küche.

  7. Es tut mir leid, geschätzter Herr Levin, aber ich finde den Artikel von Herrn Stöhlker den Juden gegenüber fair, anständig. Er ist spassig geschrieben, im Stöhlkerstil eben, aber wohlwollend, meine Ich. ich habe ihn gerade vorher extra noch einmal gelesen. Interessant wäre zu erfahren ob die Stöhlker’schen Aussagen zur jüdischen Lebensweise stimmen oder nicht. Das kann ich nicht beurteilen.

  8. Ich bin generell eine sehr toleranter Mensch, aber eines geht gar nicht… Wenn ich mich in einem fremden Land anpassen muss aber sich fremde bei uns nicht integrieren und ich mich im eigenen Land diesen Menschen ebenfalls anpassen muss. Sehr häufig wird halt die Religion (egal welche) in den Vordergrund gestellt um irgendwelche Vorteile daraus zu ziehen.

    • Er wird vermutlich nun alle seine wohlwollenden Mandate verlieren, auch jenes in Zollikon.

  9. Werter Herr Lewin
    Ihre Meinung zum Stöhlker-Artikel teile ich voll und ganz.
    Niemals hätte ich jedoch vermutet, dass sich unter den Lesern / Kommentarschreibern von Inside Paradeplatz eine derartige Menge von mehr oder weniger verkappten Antisemiten finden würde.
    Welche Schande! Ich für meinen Teil verspreche, nie mehr dieses als „Finanzblog“ verkappte Sprachrohr für Wutbürger, Neider, Antisemiten und Aluhut-Träger aufzurufen. Adieu und auf Nimmerwiederlesen.

    • Werter Herr Buser
      es könnte doch auch sein, dass man Pommes Frites mag, obgleich man diese als gesundheitlich höchst fragwürdig erachtet. Nun werden Sie wohl einwenden, es sei extrem menschenverachtend und im Speziellen antisemitisch, Juden mit Pommes zu vergleichen. Ich würde diesfalls replizieren, dass gegen Dummheit selbst die Götter – beliebiger Provenienz – vergebens kämpfen.

  10. Minderheiten halt. Fühlen sich immer besonders betroffen und sind es gewohnt zu jammern aber irgendwann muss das wehleiden mal ein Ende haben. Alle anderen jammern auch nicht die ganze Zeit und fühlen sich benachteiligt… obwohl, die ganze Politik des Minderheitenschutzes nervt eigentlich immer mehr. 1000 gefühlte Maulkörbe für die Mehrheit ein ganzes Leben lang so wie in Australien weisse erst dann reden dürfen wenn sicher ist das sich keine Minderheit zu Wort melden möchte.

  11. Der Artikel von Stölker ist ja nicht mal das Problem, die Reaktionen darauf belegen aber einen latenten Anti-Semitismus in den Kommentarspalten (nicht nur hier), den man auch in der Schweizer Gesellschaft als ganzes immer wieder zu sehen kriegt.

  12. Alles in Allem ein heikles Thema. Ich habe eine jüdische Schwester und war viel in Israel und auch in den USA (auch dort kenne ich einige Juden). ENTRE NOUS: die Juden sind keine Einheit – sehr verstritten untereinander und in Israel beobachte ich sogar ein „Kastensystem“ – sicher nicht offiziell… aber man spührt, riecht, sieht es….
    Wie in allen Religionen sind auch die (z.T.) selbsternannten Vertreter ihrer Religion nur Interessenvertreter und werden von der „oberen Schicht“ genährt, supportet…. – Bedenklich, und eigentlich auch nicht zielführend ist, wenn Religionsführer oder Exponenten sich immer wieder die (unverzeihlichen) Fehler in der Vergangenheit bedienen, um die Tränendrüsen unserer modernen und weiterentwickelten Gesellschaft zu aktivieren. Nach meinem Gefühl leben in den aktuellen Nachkriegsgenerationen 80-90% aller Religionen/Menschen sorglos zusammen…. – die Exponenten bedienen 10-20% ihrer Kultur – man könnte also einerseits den Kommentar von KJS aber auch den Brief von RL nicht mehr als z.K. nehmen – mehr aber auch nicht! – Die Gesellschaft, die Jungen, sie sind weiter….

  13. Ich fand den Artikel von Herr Stöhlker nicht negativ gegenüber Juden. Es ist seine Meinung.
    Ob orthodoxe Juden, verschleierte Frauen, Jamaika Rasta Haare, Hippies mit bunten Kleidern, Skinheads usw …. klar fallen die optisch auf. Nicht jedem gefällt das.

  14. Antwort an Jörg Rich: Bitte behalten Sie diese abgestandenen Klischees für sich. Früher hieß es hierzulande: Kauf es Eifachbillett nach Moskau. Ihre Äußerung verrät keine Willen, die Schweizer Vielfalt zu akzeptieren. Da sollten vielleicht eher Sie auswandern.

  15. Sehr geehrter Herr Lewin
    Ich verstehe Ihre Einwände und kann Ihnen voll und ganz beipflichten.
    Hoffentlich geben Sie aber Ihren Input auch den ultraorthodoxen Ihres Glaubens. Offenheit und gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme, gilt für beide Seiten

  16. Alles was man nicht kennt wirkt befremdend, manchmal sogar beängstigend. Deshalb sollte man auf einander zugehen, um sich zu verstehen und sich nicht ab- oder ausgrenzen.

  17. Dass man über Religionszugehörigkeit redet, liegt an der Intoleranz, manchmal von beiden Seiten, manchmal aber auch bloss von einer. Wie auch immer: Kritik an Intoleranz muss erlaubt sein. Da dürfen religiöse Empfindlichkeiten keine Rolle spielen. Religion ist nicht sakrosankt, egal um welche Religion es sich handelt.

  18. Ich habe Herrn Dr. Klaus Stölker in den 1970 er Jahren als freundliche und herzliche Person an Lunchon in der Handelskammer CH/USA kennengelernt. Da war er noch sehr bescheiden und hat sich bemüht auf alle einen guten Eindruck zu machen. Ob er damals bereits das Schweizerbürgerrecht hatte oder sich damit so bescheiden gab,um einen positiven Eindruck zu hinterlassen um dieses zu erhalten, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich erhielt sogar ein kleines Büchlein über die Schweiz das er verfasst hat, mit einer persönlichen Widmung von ihm. Damals war ich sehr stolz, dass Dr. Stölker mir diese Bröschüre persönlich zukommen liess. Ich habe schon eineige von Dr. Stolk publizierte Artikel in InsideParadelplatz gelesen und musste feststellen, das er dabei immer mehr den Anstand und die Objektivität, den man von einem so versierten und bekannten Akademiker erwarten müsste, verliert.
    Als ich den Artikel am Wochenende über Juden im Saastal gelesen habe, war ich sehr enttäuscht und auch wütend. Dr. Stölker ist nun leider auch wieder einer mehr, der profilierungssüchtigen, gerne im Glanz der öffentlichkeit stehenden „Personen“ die nie loslassen können und versuchen mit den primitivsten Mitteln Minderheiten zu diskrimminieren. Ich denke dass dies vielleicht ein überbleibsel vom „grossen Kanton“ sind, von dem Dr. Stölker damals in die Schweiz kam. Er macht als „Papierlischweizer“ uns gebürtigen Schweizerbürger damit keinen guten Dienst.
    Auch wenn gewisse Aussagen von Dr. Stölker zuterffend sind,
    hätte dies etwas kultiverter verfasst, eine grössere und auch für Dr. Stölker positivere Wirkung gehabt hätte. Schade hat er diese Gelegeheit verpasst.

    • Mit zunehmendem Alter wirs es möglich, freier von der Leber zu schreiben und diesbezügliche Risiken in Kauf zu nehmen, wenn man es sich leisten kann. Als Schweizer besonders so. Das Stölker bashing ist penetranter als sein Artikel.

  19. Ich verfolge die Berichte und Standpunkte hier seit Beginn von IP. Und dies durchaus mit Interesse an den Inhalten, die teils zum Nachdenken und Überdenken festgefahrener Meinungen anregen können. Zum Teil rütteln sie auf, was durchaus gewollt ist.

    Ursprünglich war IP – auch gemäss Impressum – gedacht als kritische Austauschplattform zu Fragen rund um den Finanzplatz Zürich/Schweiz.

    Im Verlaufe der Zeit wich diese auf Finanzthemen fokussierte Berichterstattung einer Berichterstattung, die sich kritisch mit politischen Themen der Schweiz auseinandersetzt. Aktuell z.B. mit den behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

    So nimmt z.B. ein prominentes Mitglied der SVP wöchentlich im Rahmen eines Video-Interviews parteipolitisch gefärbt Stellung zu aktuellen politischen Themen. Hierzu ist nichts einzuwenden, da die politische Zugehörigkeit jeweils offen gelegt wird, bzw. bekannt ist.

    Auch die „Standpunkte“ und weiteren Berichterstattungen sind meist auf dem sog. „rechten Spektrum“ einzordnen.
    Manchmal wird dabei allerdings die rote Linie des Anstands überschritten. Eine Netiquette kann ich nicht finden. Ob die etwas nützen würde bezweifle ich allerdings.

    Die Inhalte und Kommentare liegen z.T. in der Ausrichtung wie wir sie z.B. in der Weltwoche und der Schweizerzeit finden. Einige Autoren publizieren auh dort. Also in der sog.“Anti-mainstream“-Presse.

    Dies meine Wahrnehmung aus der Verfolgung der „Standpunkte“ und vieler „Kommentare“ über einen längeren Zeitraum.

    (Sehr geehrter Herr Hässig; möglicherweise veröffentlichen Sie diesen Kommentar nicht. Dies ist Ihr gutes Recht. Andernfalls bitte ich zu beachten, dass meine Analyse auf meiner persönlichen Bewertung beruht.)

    • @H.F.

      „Die Inhalte und Kommentare liegen z.T. in der Ausrichtung wie wir sie z.B. in der Weltwoche und der Schweizerzeit finden. Einige Autoren publizieren auh dort. Also in der sog.“Anti-mainstream“-Presse.“

      Haben Sie da nicht was vergessen, Herr @H.F.? In politischen Strukturen in der Schweiz, in denen Freiheit des Denkens und der Meinung mit als oberste Menschenrechte angesehen werden, wird versucht, über sprachliche Regulierung und Bereinigung vorzuschreiben, wie kommuniziert werden soll. Ein weiterer Punkt der Fragwürdigkeit ist, wer denn definieren soll, was zu welchem Zeitpunkt eine antisemitische Äusserung ist? Eine Instrumentalisierung der Sprache kann von jeder Seite erfolgen. Es entspricht dem heutigen Zeitgeist, erst etwas in Szene zu setzen, um dann zu schauen, wie man die vorhersehbaren negativen Folgen abmildert. Das Modell-Schweiz, in all seinen Facetten, ist ein Meisterstück in sich, eine soziologisch geniale, wirtschaftlich miserabel begründete Gesellschafts-ideologie, in dem regelmässig gegen die überwiegende Mehrheit der Menschen friedlich etwas durchgesetzt wird, ohne das diese erkennen, dass daran nur einige wenige partizipieren und immer mächtiger werden.

  20. Lieber Herr Lewin
    Ich bin Träger eines klassischen jüdischen Namens, den ich von meinem Vater mitbekommen habe. Dieser ist aus Liebe zu meiner katholischen Mutter zum christlichen Glauben übergetreten. Der Haushalt meiner jüdischen Grosseltern war „liberal“ orientiert, ich selbst wurde christlich erzogen habe aber natürlich viel aus der jüdischen Welt mitbekommen und habe mich auch intensiv mit beiden Welten auseinandergesetzt.

    Grundsätzlich bin ich mit ihrer Kritik am Stöhlkerschen Artikel einverstanden, bis auf eine, jedoch doch bedeutende Ausnahme, die ich Ihnen nachfolgend näher bringen will.
    Ich bin im Pensionsalter und lebe mit meiner Frau abwechselnd bei Zürich und in Davos. Wie Ihnen bestens bekannt sein dürfte, verweilen sowohl im Sommer als auch im Winter recht zahlreiche orthodoxe Juden in Davos, gut erkennbar an ihrer Kleidung etc. Verschiedentlich kam es in den vergangenen Jahren zu unerfreulichen Vorkommnissen zwischen diesen Feriengästen und der „übrigen“ Bevölkerung. Dem versuchte in den letzten zwei Jahren das von Ihnen erwähnte Likrat Projekt entgegenzuwirken, indem junge jüdische Menschen versuchten als Vermittler zu schlichten resp. für die Sitten und Gebräuche dieser orthodoxen jüdischen Menschen Verständnis zu wecken. An sich eine löbliche Absicht, die aber meist daran scheitert, dass „diese Juden“ einfach nicht begreifen wollen, dass man sich im Gastland nach den hiesigen Sitten und Gebräuche zu richten hat. Es geht z. B. gar nicht, dass Juden, die sich in einem Apartementhaus mit Eigentumswohnungen und integriertem Hallenbad eingemietet haben, an gewissen Tagen beim Eingang ein Schild aufhängen mit der Mitteilung dass das Bad von…bis ausschliesslich für den Rabbi reserviert sei. Jüdische Familien mit ihren oft zahlreichen Kindern, drängen sich oft rücksichtlos in den Ortsbus, machen auf Zweiersitzen den sie alleine belegen keinen Platz für andere Fahrgäste. Als weitere Beispiele wären etwa zu erwähnen, dass sie Restaurants oder sogar Arztpraxen betreten und ohne zu fragen oder darum zu bitten zu den Troiletten eilen. In Restaurants lassen sie auch manchmal gerne ihre mitgebrachten Trinkflaschen mit Wasser auffüllen, „bitte“ oder „danke“ gehört dabei nicht zu ihrem Wortschatz! Ich verzichte auf die Aufzählung weiterer Beispiele, gehe aber davon aus, dass Sie verstehen was gemeint ist. Hier muss der Hebel angesetzt werden und hier hat die israelitische Kultusgemeinde mit ihren Organisationen gehörigen Nachholbedarf. Je schneller das geschieht desto besser wird das Verhältnis wieder zwischen uns Menschen! Es tut mir in der Seele weh, mitansehen zu müssen, wie sich (ultra)-orthodoxe Juden oft daneben benehmen und sich damit selbst diskreditieren.

    • @The Observer,

      die Ultraorthodoxen machen 12% der Bevölkerung Israels aus. Israelischen Medien zufolge sind 40% der an Corona infizierten Gesamtbevölkerung Israels ultraorthodox. Die Lage der ultraorthodoxen in Israel auf dem Arbeitsmarkt ist nach israelischen Medien (Haaretz) desaströs. Es sollte doch zu denken geben, dass die Gangart der israelischen Behörden ggn. den Ultraorthodoxen nicht gerade zimperlich ist – u.a. aus den Gründen die Sie genannt haben und darüber hinaus… Ich denke, hier muss man die Planspiele derer an die Öffentlichkeit bringen, die in Europa gezielt Menschen gegeneinander aufbringen, weil es offensichtlich verpönt ist diese „Minderheit“ auf einfache Gepflogenheiten hinzuweisen. Somit wird erreicht, dass sich in den Köpfen der Menschen ein willkürlich zusammengestelltes Kulturkreis festigt, der nachvollziehbare Reflexe von Einheimischen auslöst.

    • Sind Sie ein Linker ? 1980 stimmte der Souverän, das Schweizer Volk, über ein Volksiniativen „Trennung von Kirche und Staat“ ab. Nur die ganz Linken waren dafür; unsere „Bürgerlichen“ wollten Kirche und Staat nicht trennen, weil v.a. der SVP arbeitet ja immer daran, via Kirche die Bürger zu kontrollieren und um untendrückenrn !!!

    • Hey Fredi, es gibt aber Leute, die haben es schampar gern, wenn man sie untendrückenrn…!

  21. Sehr geehrter Herr Lewin,

    herzlichen Dank für Ihren Beitrag, den ich nur unterstützen kann.

    Als Nicht-Jude kann ich nur sagen, dass meinen Leben unglaublich bereichert wurde durch jüdische Lehrer und deren Gemeinschaft. Mir wurden Sachen gegeben, die mein Leben positiv prägten und dafür bin ich dankbar und auch demütig.

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, denn das sagt alles für mich.

    • Ist nicht ironisch gemeint, dass sind Sie und die vorgefasste Meinung zu meiner Person. Ironie ist hier falsch am Platz, es geht um Menschen!

  22. Ich würde Herrn Stöhlker nicht Bosheit unterstellen. Aber der Artikel war unglaublich naiv. Er erklärte uns Nicht-Juden was Juden sind. Als ob wir (die Leserschaft dieses Portals jedenfalls) das nicht wüssten. Mit seiner Schilderung hat er diesen hoch geschätzten Teil unserer Bevölkerung quasi zu Exoten gemacht. Ein völlig missratener Beitrag!

    • @ Oskar Karrer

      Das nenne ich einen wertschätzenden Kommentar, welcher die „ungemütliche Lage“, in welche sich da KJSt. geritten hat, es wirklich auf den Punkt bringt. Danke!

      Und dass die Lehren der Judentums uns (mit oder ohne religiösem Hintergrund….) hilfreich wären, dazu muss man sich zuerst einmal vertiefter damit beschäftigen und nicht einfach mit dem Alten Testament seine Meinung dazu bilden!

      Sapere Aude eben! Ars Vivendi

    • Sie unterstellen dem komischen Stöhlker nicht Bosheit,….. ich würde es umschreiben aus einer Kombination mit Dummheit/Boshaftigkeit, hervorgekommen mit einem unglaublichen Geltungsdrang !

    • herr stölker tut alles mit hintergedanken. er ist alles abdere als naiv, lediglich ein auslaufmodell

  23. das problem ist doch nicht der fettbody und litanei narzist stöhlker…
    denn deppen wie diesen gibt es in allen varianten und kulturbubbels

    vielmehr sollte hier züri ip in die verantwortung genommen werden
    solch peinlichen preussenseich überhaupt online zu stellen.

    • Ich bin zwar nicht ihrer Meinung, werde aber bis zum Tode kämpfen, dass sie diese äusseren dürfen.

      Bitte gaaaaanz dick hinter die Ohren schreiben!!!!!!

    • Sie klopfen da grosse Sprüche und beherrschen auf der anderen Seite nicht mal die Gross- / Kleinschreibung.

  24. @ Lewin – In ihrer Dissertation „Der Jüdische Frauenbund in Deutschland 1904 – 1939: zur Konstruktion einer weiblichen jüdischen Kollektiv-Identität“ beleuchtet Yvonne Weissberg, die an einer Kantonsschule im Zürcher Oberland Jugendliche unterrichtet, die verschiedenen Vereine, die vor dem Krieg vorgaben, die jüdischen Frauen zu vertreten. Die einen beanspruchten die Vertretung der jüdischen Frauen mit eitlem Blick darauf, anders als die deutschen Frauen sein zu wollen, die andern hielten viel von Unterordnung unter die Männer, wieder andere sorgten sich um den Ruf, der durch die zahlreichen aus dem Osten nach Deutschland einwandernden Mädchen auf das jüdische Volk ausging, und noch einmal andere Vereine behaupteten, noch andere Interessen wahrzunehmen. Am Ende vertritt kein Verein ein ganzes Volk, sondern wie das Wort es sagt: Manche lassen sich von jemandem mit einer Idee vereinnahmen und halten sich damit für den Teil einer Gemeinschaft.

    In diesem Sinne sehe ich im Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) ebenfalls eine parzielle Vertretung, aber keine Repräsentanz aller Ansprüche, Anliegen, Wünsche und Vorstellungen aller Juden in der Schweiz. Die jüdischen Religionseinheiten verfügen nicht über das Recht, Steuern zu erheben. Sie haben eigene Gotteshäuser, die sie selber finanzieren. Insgesamt darf natürlich gesagt werden, dass sie sich durch ein weltmännischeres Verhalten auszeichnen, weil sie oft mit mehr Menschen in verschiedenden Ländern mit unterschiedlichen Kulturen zusammentreffen und somit mehr soziale Fertigkeiten aufweisen.

    Die Häufung der Fertigkeiten im Einzelnen ist es, was im Querschnitt an der Gruppe auffällt. Oft befürchten Leute, die weniger in der Welt herumkommen, unterlegen zu sein.

    So weit ich Klaus J. Stöhler verstanden habe, schilderte er einerseits das ständige Ressentiment, das den Juden seit wahrscheinlich ewig und immer und überall entgegengeschlagen wird, in Bezug auf das Saas Tal, wo man sich argwöhnisch gegen ein Gebetsgebäude gebärdet. Stöhlker sieht es als aussichtslos an, die Walliser eines besseren zu belehren und zu Freundlichkeit zu bekehren. Er wartet, bis dort einwandernde Arbeiter die Einheimischen eines besseren belehren.

    Dabei gibt sich Stöhlker gerade alle Mühe, die gewisse Grandezza der einen Juden und die aufs Religiöse fokussierte nach aussen gezeigte Lebensweise der Orthodoxen aufzuzeigen, mit dem Zweck, darzustellen, dass man Juden nicht in einen Topf werden kann. Sie sind so vielfältig aufgestellt wie die Eidgenossen, die ein eigenes Territorium haben, aber es in mehr als zwei Dutzend Kantonen und 2500 Gemeinden, nebst Schul- und Kirchgemeinden, Verbänden und Vereinen aufteilen müssen, und einen anderen Dialekt reden, damit alle ihre Interessen erfüllen können und keiner dem andern neidisch sein muss.

    Wie man Stöhlker im Namen des SIG für diese publizistische Verständigungsleistung schelten kann, ist nicht leicht nachvollziehbar und zielt eitel darauf ab, den anderen zu sagen: Ihr versteht uns nicht und ihr könntet das auch nicht, wenn ihr euch Mühe gäbet, wir sind anders und heben uns ab. Wäre ich eine einflussreiche Person in den Kreisen, die sich dem jüdischen zugewandt halten, würde ich den Beitrag als überheblich und unangemessen wahrnehmen und den SIG-Präsidenten zur Zurückhaltung ermuntern.

    • @Gisela Blum: ich gratuliere Ihnen für den ausserordentlich differenzieren und ehrliche Artikel. Sie haben es genau auf den Punkt gebracht. Weshalb werden sofort Menschen, die sich über das Dasein einer jüdischen Gemeinschaft äussern – ohne irgend etwas Verletzendes oder Tendenziöses zu sagen oder Zwischen den Zeilen anzudeuten – sofort als Tendenziöse oder Antisemiten beschimpft und in die braune Ecke gestellt? Ich erwarte von einem Präsidenten der jüdischen Gemeinde mehr Diskussionsbereitschaft auf einer erwachsenen Ebene und nicht auf der Ebene eines dauernd Angegriffenen.

  25. Sehr geehrter Herr Dr. Lewin,

    Seitens „der Politik“ habe ich in Sachen Ursachenforschung für den, tatsächlichen oder angeblichen oder nur herbeigeschriebenen und herbeigeredeten, Antisemitismus/Antijudaismus bislang nichts stichhaltiges vernommen. Ich glaube, dass viele Antisemiten Juden mit der Politik Israels (Zionisten) unzulässig gleichsetzen und einen wesentlichen Punkt dabei vergessen: Israel; ist und bleibt ein Rechtstaat und Demokratie – umzingelt vom Westen unterwanderten Monarchien wie: (Jordanien, Saudi-Arabien, Emirate), Militär-Juntas (Ägypten) und autokratischen Regimes (Libanon, Syrien). Das sollte man nie vergessen, wenn auch die Vertreibung der Palästinensern durch die Zionisten eine geschichtliche Wiedergutmachung die an Verlogenheit nicht zu überbieten ist und deren Folgen für die kommenden Generationen spürbar sein werden. Und doch; sollten wir uns fragen wieviele Juden kennen wir persönlich, und welches Fehlverhalten haben wir bei diesen festgestellt, das mit dem Jüdischsein in einem kausalen Zusammenhang steht? Mit anderen Worten: Meinen wir, dass Herkunft, Abstammung oder Religionszugehörigkeit ein Fehlverhalten sei? Wenn man diese Fragen ergebnis offen hinterfragt, kommen wir der Sache näher…
    Beste Grüsse

    • @ Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz

      Wie immer, eine geniale Analyse und folge dessen ein sehr fundierter Kommentar!

      Grazie Mille è cordiali saluti inviati da Senigallia!

  26. Es ist eine Schande für die Schweiz, dass Menschen jüdischen Glaubens in der Schweiz immer noch ausgegrenzt, mit Vorurteilen zu kämpfen haben und rassistisch angefeindet werden.

    • @ Zimmermann
      Die Juden grenzen sich selber aus und führen eine Parallel-
      Gesellschaft. Sie wollen unter sich bleiben.
      In der Schweiz werden Juden höchst selten angefeindet.
      Ruth Dreifuss wurde sogar in den Bundesrat gewählt.

    • @Andreas J. Zimmermann
      Wir sind selber Juden und was Sie da erzählen, davon ist uns noch nie etwas aufgefallen. Aus unserer Sicht gibt es überhaupt kein Problem mit Antisemitismus in der Schweiz. Nicht ein böses Wort, nicht einen feindseligen Vibe, den wir in 40 Jahren gehört bzw. gespürt hätten. Wobei man natürlich vieles heraufbeschwören kann. Und das passt ja auch zu unserem heutigen Zeitgeist. Doch würden wir uns nicht besser dringenderen Problemen zuwenden?

    • Herr Stölker hat die Juden sicher nicht rassistisch angegriffen. Er hat höchstens Klischees beschrieben und die sind wohl von der Meinungs- und Gedankenpolizei wohl nicht verboten oder? Er hat einige sogar gelobt.
      Wie weiss man, von wem man regiert wird? Man darf ihn nicht kritisieren. Oder ist doch so?

  27. Guten Tag Herr Lewin
    Besten Dank für Ihre Reaktion zum Artikel von Herrn Stöhlker. Ich bin zwar nicht Jude aber kann Sie nur unterstützen. Kürzlich habe ich mich bei Herrn Hässig über die besserwisserische, überheblich Art von Herrn Stöhlker beschwert. Herr Lässig findet er mache eine gute Arbeit. Der Zweck und die Qualität seiner Publikation IP wirft dadurch allerdings Fragen auf. Der Grunde meines Missfallens war ein Artikel worin er mit seiner Art des arroganten Rundumschlages, nach meinem Empfinden, unsere Bundesregierung und Armee diffamierte. Wie sie erwähnen, sein Stil ist „kein Beitrag zur Verständigung und zur friedlichen Koexistenz in unserem Land“. Herr Stöhlker, und auch Herr Hässig, der dies zulässt, scheint dies nicht zu interessieren. Freundliche Grüsse.

  28. Die westliche Welt ist keine Zivilisation, die religiöse Gemeinschaften schätzt, die unbedingte Gebräuche und Riten haben, die juristisch nicht im Sinne der Aufklärung und der Demokratie sind und wo das öffentliche Verhalten im Sinne ihrer Riten direkt das Zusammenleben in Sinne einer offenen Gesellschaft nach Popper (einem Wiener Juden, weder orthodox noch
    zionistisch) zur Abgrenzung und schlussendlich zu Dünkel führt. Im Gegensatz zu 1945 gibt es neben Juden seitdem eine israelische Nation, die sich eigentlich als Nation im Sinne der europäischen Aufklärung verhalten will, dies aber nicht tut, sonst hätte Israel die Zivilehe eingeführt und verbleibt halbwegs im Status des Religiösen, wobei natürlich ihre islamischen Nachbarn und noch mehr verstärkt als vor 50
    Jahren, das religiöse zur absoluten Richtschnur erklären. Natürlich kann ein liberaler Jude in Israel sehr gut leben, während ein liberaler Moslem in Ägypten dies überhaupt nicht kann, obwohl die dortigen westlichen Journalisten uns die einfachen Leute als freundlich den Fremden gegenüber erklären, im Gegensatz zu uns bösen Europäer. Die aus ihrer Absolutheit des Glaubens latente Gewaltanwendung wird höflich verschwiegen.
    Diesen Konflikt innerhalb des Judentums, Herr Lewin, verschweigen sie und versuchen ihn überhaupt nicht zu erklären. Das Judentum ist eine Religion, die viele Mitglieder hat, die nicht aus Überzeugung und Tradition, sondern aus Loyalität dabei sind. Die Israeli sind ein Volk, dass schon seit über 70 Jahren in Palästina lebt, wie die Polen in Schlesien seit 70 Jahren dort leben. Im Sinne des Friedens und des gegenseitigen Wohlstandes ist es nun einmal so, etwas anderes führt nur zu Krieg und Vernichtung. Orthodoxe Juden sind nun einmal in West-Europa sehr wenige und stören wegen ihrer sehr geringen Anzahl und ihrer Gewöhnung als eine Minderheit praktisch als Parallelgesellschaft nicht.
    Dagegen nimmt die Anzahl der Moslems durch legale und illegale Immigration in Europa stark zu. Unter ihnen sind diejenigen, die eine
    Parallelgesellschaft begrüssen und eine grundsätzliche Verwerfung der gesetzlichen Grundlagen der Aufklärung unserer Zivilisation befürworten, über-gewichtet. Der sehr freundliche Professor Farhad Afshar verlangt zum Beispiel die Anerkennung der Scharia durch unsere Gesetze. Auch Professor Ziegler hat dafür Verständnis, obwohl er durch diese Toleranz in seiner Philosophie ein völliges Durcheinander anrichtet. Das gleiche Durcheinander hat der angebliche Bannerträger der Aufklärung, nämlich die SP der Schweiz auch und sie sind deshalb gegen das Verbot der Burka. Sie wollen doch nicht zu diesen unklaren Denker gehören, sehr geehrter Herr
    Lewin.

  29. Talmud Bavli Schabbat 32: „Die Verteidiger des Menschen: Reue und gute Taten.“

    Herr Stöhlker wird seinen Weg finden.

  30. lieber herr lewin,
    ich bin 60zig und aufgewachsen mit dem rat meiner eltern,
    sich nie über juden, amerikaner und schwarze zu äussern.
    weder meine eltern, noch ich haben den juden was angetan.
    es stöhrt mich einfach, wenn man ständig das gefühl bekommt,
    dass man in gewissen sachen sich nicht äussern soll, obwohl
    man lust dazu hätte.
    das geht mein ganzes leben so. als nichtjude.
    wenn man die politik der usa oder israel anschaut, kann es
    einem schon mal schlecht werden.
    und dann hätte man auch das recht, sich dazu zu äussern.
    statt dessen muss man immer alles tolerieren.
    ich denke, dann geht es mir genau so schlecht, wie euch
    juden.
    einfach, dass ich das mal gesagt habe. endlich.

    • Es gibt immer mindestend zwei Synagogen: Zur einen gehört man und zur anderen würde man nie gehen…

      Im Übrigen hat Herr Lewin eine gute Replik auf den unüberlegten Artikel von Herrn Stöhlker geschrieben.

      Herr Stöhlker bestätigt für die Schweizer wieder einmal das Vorurteil des unangenehmen unsympatischen Deutschen.

    • Was stört Sie denn konkret an Juden? Verüben sie Attentate? Bestehlen sie Sie? Mich hat noch kein Jude gestört. Wir hatten am Gymnasium vor 40 Jahren jüdische Mitschüler. Das war schlicht kein Thema. Der Antisemitismus hat in letzter Zeit bedauerlicherweise zugenommen in Westeuropa, inkl. Schweiz. Was mit der Einwanderung und dem Antiamerikanismus zusammenhängt.

      Ich mag die Links-Grünen nicht und meide sie. Diese verachten SVP-Sympathisanten wie mich. Also gibts auch Parallelgesellschaften unter Schweizern. Damit muss man leben können.

    • Dann wird’s aber höchste Zeit, dass Sie lernen darüber zu reden. Schweigen ist sicherlich oft ein guter Weg, aber nicht der beste Weg.
      Mit Anstand darf man Reden und erreicht viel. Wenn man gut redet, gehen viele Türen auf.

    • Und was ist mit den Trans-Christen, Inter-Christ*innen, Pan-Christen und queer-/fluid-Christ*innen?
      Sie ausgrenzender Macho-Traditionalist?!?

    • ich bin sehr dankbar, dass Sie Ihre Randgruppe erwähnen, obwohl sich jetzt bestimmt wieder einige Männer diskriminiert fühlen, denn es heisst die Gruppe (weiblicher Artikel).

  31. Danke Herr Lewin für diese wichtige Replik auf den kruden und mit vielen unterschwelligen Klischees behafteten Beitrag von Herrn Stöhlker.

  32. Also das mit dem antisemitismus ist etwas gesucht, ABER: bitte den Stoehlker nicht mehr auf IP schreiben lassen. E war schon immer narzisstisch aber nun schafft er auch nicht mehr seine Gedanken zu strukturieren und nieder zu schreiben. Seine letzten 5 Ergüsse waren echt unverständlich. Was will er sagen ?

    Also bitte pensioniert ihn, manche merken es nicht selbst

  33. Ach kommen Sie, beruhigen Sie sich wieder. Immer dieses Melodrama. Wir sind selber auch Juden und wir kennen (und lieben) unsere Leute. Herr Stölker hat in seinem Artikel kein böses Wort gesagt, weder gegen Juden noch gegen die Walliser. Er hat Themen angesprochen, über die sich diskutieren lässt. Wenn wir nicht über Dinge offen und ehrlich reden können, weil jeweils gleich einer Antisemitismus ruft, dann beschneidet das unsere Kultur der Meinungs- und Redefreiheit und schränkt uns generell in unserem freien Denken ein. Jede Kultur hat ihre Eigenheiten und es ist in Ordnung dies zu thematisieren. Das heisst nicht, dass dies automatisch Hass schürt. Ich finde, es fördert eher das Verständnis füreinander.

    Übrigens verfolgen wir mit Grauen die Geschehnisse in Israel. Das politische Klima dort drüben scheint immer mehr in Richtung purer Faschismus zu gehen. Viele Menschen sind demotiviert, vergämt und fühlen sich von ihrer Regierung verraten und verkauft. Israel ist zum Gefängnis geworden. Eine stärkere Kultur der Rede- und Meinungsfreiheit würde hier unserer Meinung nach gut tun.

  34. die Texte von K.J.S sind im Normalfall polemisch, vereinfachend und zielen darauf Aufregung und Neid zu provozieren, auch wenn manche Anspielungen durchaus zutreffen mögen. Wie gesagt, wärs ab und zu nicht schlecht hier einen gut recherchierten Artikel zu lesen oder eine klar ausgesprochene Meinung, die weder verletzt noch intrigant ist.

  35. „Einerseits zeichnen Sie ein einseitiges, oberflächliches und unsympathisches Bild streng religiöser Juden und ihrer Familien.“

    Actually, I see only facts, not judgements. And the piece is rather meant to defend Jewish people. Could you please be more specific where you see the „oberflächig and unsympatisch“ part of the piece?

  36. Sehr geehrter Herr Lewin
    So falsch sind die Schilderungen von Herrn Stöhlker nicht, wie Sie es hier darstellen möchten.

    Ich erwähne dies, weil ich Tür an Tür, in einem Quartier mit überdurchschnittlich vielen Menschen Ihres Glaubens wohne. Auch sehr viele Orthodoxen.
    In der Tat fordern diese ihre Nachbarn immer wieder mit Anliegen heraus, welche vor allem den eigenen Bedürfnissen dienen und wenig Rücksicht auf die Befindlichkeit der Andersdenkenden nehmen.

    Eine Art von Parallelgesellschaft lässt sich nicht leugnen. Wenn z.B. Muslime die gleichen Rechte (eigene Schulen, Bekleidung, Gebetshäuser, Polizeischutz, etc.) fordern würden, ein Aufschrei ginge durchs Land.

    Etwas mehr Reflexion, weshalb es zu solchen Darstellungen kommen kann, würde nicht schaden.
    Ereignisse in IHREM „Stammland“, welche ein Grossteil der Menschen auf der ganzen Welt immer wieder verstören, können nicht einfach ignoriert werden.

    Ich kenne einzelne Juden, die sich um Nähe zu unserem Kulturraum bemühen. Es ist leider nur ein kleiner Anteil.

    • Ja, Polizeischutz ist nötig. Jeder kennt den Grund. Das ist traurig genug. Einfach mal nach Frankreich, Belgien oder GB schauen. Europa ist wie geschrieben christlich-jüdisch geprägt, in Osteuropa war das noch mehr der Fall – bis zu einem österreichischen Landstreicher, den sie in DE adoptierten. Der Islam gehört nicht zu Europa, und insbesondere nicht zur Schweiz. In CH-Museen oder Bibliotheken gibts nicht die geringste Quelle dafür. Im Gegensatz zu jüdischen.

    • Alles nur eine Frage der Zeit, pekuniäre und tatsächliche.

    • Hoppla.
      Da bringen sie gleich sehr viele Themen durcheinander.
      Unserem Kulturraum? Von den in der Schweiz lebenden Juden würden sie 95% nicht als Juden erkennen. Gerade mal 5% leben orthodox. Diese leben aus praktischen Gründen relativ nah beieinander. Wahrscheinlich benebelt ihr Wohnquartier ihre Wahrnehmung.
      Dann schreiben sie noch von Ereignissen in IHREM Stammland. Wo oder was soll das sein? Mein Stammland ist hier. Die Schweiz. Und das seit mind. 4 Generationen.

  37. Lieber Herr Lewin
    Ich kann mich Ihnen nur anschliessen.
    Ich fand den Artikel vom J.S. sehr befremdend und störend. Aus meiner Sicht hat er sich damit selbst disqualifiziert.

    • Klaus disqualifiziert sich mit jedem Auftritt selber und merkt es nicht mehr, wie peinlich er ist.

  38. Diese klarstellende Replik auf das konfuse Geschreibsel von Klaus J. Stöhlker war nötig.
    Doch noch etwas: Mit den ultraorthodoxen Juden hatte ich wenig zu tun. Das sind für mich schon etwas komische, schräge Vögel, die in einer anderen Welt leben. Aber die haben mir nie etwas angetan.
    Auf der anderen Seite erinnere ich mich gerne an den weltoffenen, sehr sympathischen Sigi Feigel (und dessen Umfeld), mit dem ich längere Zeit zusammenarbeitete und freundschaftlich verbunden war.
    Es gibt eben Juden und Juden, wohl auch in Israel.

  39. Guten Tag Herr Lewin,
    Das sieht man einmal mehr Zürich ist nicht Basel. Hier regiert die SVP und deshalb lässt das Portal auch Kommentare wie unten über orthodoxe Juden zu. Sie müssen für Hr Stöhlker Verständnis haben, er ist nicht mehr so angesagt und nutzt jedes Platförmchen um etwas von sich zu geben und deshalb muss es provokativ sein sonst liest es gar keiner mehr. Hr Stöhlker kriecht auch gerne vor den Mächtigen was ich mit Erstaunen an mehreren Veranstaltungen eines Business-Clubs in einem Zunfthaus erleben durfte. Sein Sohn ist auch nicht gesegnet. Hr Stöhlker hat mein Mitgefühl. Er sollte Botschafter für eine Altersheimkette werden.

  40. Dieser sinnfreie, dafür klischeereiche Artikel von „Dr.“ (wäre mir neu) Stöhlker hätte gar nie publiziert werden dürfen. Da hat Lukas Hässig entweder zu wenig genau hingeschaut, oder er hat sich ein arbeitsfreies Wochenende gegönnt (was aber keine Entschuldigung ist). Schade!

  41. Super geschrieben; ich habe den Saas Report von Klaus Stöhlker auch gelesen; er war kinldlich, naiv, und protzerisch geschrieben. Klaus Stöhlker kann nicht aus seiner PR Haut raus, alles was er schreibt ist PR., Ich mochte seine Informationen ueber die Juden nicht, ich selbst bin juedisch; seine Informationen haben mir absolut nicht gefallen.

  42. Wer rühmt sich denn, wenn unter sich, nicht gerne damit, doch ein bisschen besonderer als wer auch immer zu sein (was ja tatsächlich im positiven Sinne, an den Leistungen und dem Erreichten gemessen, sehr oft auch zutrifft)? Ein ziemlich mimosenhafter, weinerlicher Kommentar.

  43. Ich sah Herrn Stöhlker schon 3x im Kreis 2, im Restaurant
    „Neues Schloss“.
    Es würde mich freuen, ihn das nächste mal mit einem Schtreimel
    aus Zobelschweifen auf dem Kopf zu sehen.

  44. Ich kann es gar nicht verstehen wie Sie Herr Lewin einen Schreiberling wie den Stöhlker ernst nehmen können. So etwas verdient es ja niemals kommentiert zu werden. So etwas kann man nur verachten ! Jeder Kommentar wertet diesen Mist nur noch auf…..,leider.

  45. In Zürich-Enge aufgewachsen habe ich schon in jungen Jahren Kontakte zu jüdischen Mitschülern gehabt. Viele leben ihre Traditionen, was ich immer sehr schön fand. Dafür wurden sie aber auch oft, völlig zu unrecht, angefeindet/angemacht und all die Klischees bleiben bis heute vorhanden. Dabei gibt es kaum eine Glaubensgemeinschaft die so offen und viele verschiedene Ansichten in sich vereint. Da ist immer eine Meinung mehr als Personen.
    Geht man auf sie zu, eröffnet sich einem eine unglaubliche kulturelle und geschichtliche Vielfalt mit vielen interessanten Gesprächen. Und man hat Freunde für‘s Leben.

    • Auch ich bin in 8002 aufgewachsen und habe mit jüdischen Menschen unglaublich gute Erfahrungen gemacht,…leider aber auch nicht so tolle. Man sollte aber weder das eine, noch das andere verallgemeinern, denn in jeder Religion gibt es solche…. und solche…..nur im Vatikan sind es meistens „Solche“….;-);-)

    • jedem seine freunde und jedem seine hure…

      aber religionen sind für kinder und schamanen lieber @ edy

  46. Herr Lewin, was sagen Sie zur Feststellung, dass die Juden gerne unter sich bleiben, ja sich gemäss eigener Erfahrung mit Wohnort Enge regelrecht isolieren?

    Werde ich begrüsst, geschweige denn eingeladen? Nein, da wird mit dem Trotinett an mir vorbeigeflitzt.

    Davon höre ich kein Wort in Ihrem Artikel! Dabei wäre es gerade gut aufzuzeigen warum es nicht stimmt.
    Schulbesuche kanns ja ernsthaft nicht sein.

    Die typische Keule mit Anfeindung etc. ist alt und zieht nicht mehr. Es wären und werden richtige Argumente nötig.

    • Interessanter Punkt Ben.
      Ich bezeichne sie nicht als schlechten oder unhöflichen Menschen, aber haben sie mich jemals zu sich eingeladen? Oder haben sie mich jemals gegrüsst??
      Ich verunglimpfe nicht ihre Religion oder ihren Glauben auf Grund ihres Verhaltens.

      Zum Thema isolieren. Viele jüdische Bürger sind vorsichtig. Möchten wenig bis keine Angriffsfläche bieten. Quasi ein Selbstschutz.

  47. Stöhlker nimmt jede Gelegenheit wahr, um sich negativ zu profilieren. Er ist halt ein eingebildeter Teutone und glaubt, der Gescheiteste in der Schweiz zu sein. Ich ärgere mich stets über sein unsägliches Geschreibsel. Das schadet dem IP sehr.

  48. Ich kann nicht verstehen, dass K. Stöhlker mit seinen permanenten dummen Beiträgen nicht schon längst von dieser Plattform verbannt wird!

  49. Wer Macht mit Geld gleichsetzt, macht einen schwerwiegenden Überlegungsfehler. Auch Schattengeld is nur Geld und nichts anderes.

  50. Herzlichen Dank, Herr Lewin, für diese dringend notwendige Stellungnahme. Man kann den Aufsatz von Stoehlker als einfältig und geschmacklos abtun, aber viel mehr Sorgen macht mir, wohin Insideparadeplatz als liberale Plattform driftet. Man braucht sich nur schon die vielen rassistischen Leserkommentare anzuschauen. Werden Sie diesen unheilvollen Geist los, Lukas Hässig. Sie können es wesentlich besser!

  51. Geehrter Lewin,
    orthodoxe Juden grenzen sich selber aus, grenzen auch aus. Beispiel das sich so ereignet hat:

    Eine junge Frau zeigt im Auftrage ihres Arbeitgebers, einer Immobilienfirma, einem jüdischen Ehepaar eine Wohnung die zu mieten ist. Die Angestellte begrüsst die jüdische Frau mit Handschlag, diese erwiedert ihn freundlich. Der Mann verweigert geringschätzig den Handschlag.

    Bekannte jüdischen Glaubens haben die junge Frau „aufgeklärt“, mussten auch eingestehen dass solches Verhalten heute noch in Zürich gelehrt wird!

  52. Endlich!
    Von prominenter Seite wird Herr Stöhlker in die Schranken gewiesen!
    Seit längerer Zeit schreibe ich in Kommentaren, dass diese Art von Artikeln sich nicht gehören.
    Herr Stölker ist seit langem selber unzufrieden und darum schreibt er immer über alle anders denkenden negativ. Eigentlich schade, dass IP einem destruktiven Menschen eine Plattform gibt.
    Danke Herr Lewin!

  53. Gute Stellungnahme
    Ich schätze die Beiträge von Herrn Dr. Klaus Jürgen Stöhlker Aber was das hier soll? Hoffentlich keine Rückstände seiner seiner Wurzeln bzw. Herkunft.

  54. IP “konsumiere” ich aus purer Neugier über das Geschehen rund um den Finanzplatz ZH/CH.
    Dass vermehrt politisch (persönliche, nicht fundierte Meinungen zu Corona) und gesellschtlich (besagter Artikel) Meinungsmache betrieben wird, finde ich störend.
    Ihr Brief, Herr Lewin, liest sich wohltuend ausgewogen, vielen Dank dafür.
    IP: Bitte auf das Kerngeschäft konzentrieren. Oft ist halt weniger mehr.

    • Sie haben „Neugier über das Geschehen rund um den Finanzplatz ZH/CH“. Und wollen nicht Meinungen zum Thema Corona?

      Klar, völlig fehl am Platze.

      Finanzgeschehen und Corona hängen ja auch null zusammen.

      Und so haben die Corona-Maßnahmen daher auch keine Auswirkungen auf Finanz- und Wirtschaftsgeschehen.

  55. Ob Christen, Moslems oder Juden, die Orthodoxen jeder Religion nehmen für sich in Anspruch, dass man ihren Glauben und die damit verbundenen völlig veralteten Sitten und Gebräuche respektiert. Ob sich eine Atheistin angesichts dieser öffentlich zur Schau getragenen Frömmigkeit vor den Kopf gestossen bzw. wie im Mittelalter fühlt, interessiert niemanden. «Das Weib schweige in der Gemeinde und sei dem Mann Untertan!» Orthodoxe Religiosität ist gleichbedeutend mit Frauendiskriminierung. Und damit sollte eigentlich endlich Schluss sein.

  56. Nicht alleine der Artikel über Juden erfordert eine Gegendarstellung, alle Artikel von KJS wären notwendigerweise durch intelligente Kommentare ins rechte Licht zu rücken. Diese arrogante, selbstbeweihräuchernde Überheblichkeit mag für viele Leser unterhaltsam sein. Alle Artikel von KJS dienen nur der Selbstprofilierung und weil dies mit Argumenten und fundiertem Wissen nicht gelingt, bedient man sich bei Häme, Spott und Verunglimpfung. Glücklicherweise wird er kaum mehr publiziert, ausser auf IP. IP sollte schnellstens einen neuen Namen finden. Inside Paradeplatz, was hat dies mit 80% der Artikel zu tun?

  57. Ich bin in der Regel mit Herrn Stöhlker kaum jemals einverstanden. Der monierte Text ist aus meiner Sicht aber nicht antijüdisch sondern beschreibt Eindrücke, die entstehen (können), wenn sich Menschen aus verschiedenen Kulturen begegnen. Persönlich muss ich feststellen, dass mir elitäres Verhalten, egal aus welcher Kultur, immer sehr befremdet hat. Und gemäss meiner Erfahrung ist elitäres Verhalten in bestimmten Kulturen offenbar stärker verbreitet als in anderen. Deshalb sollten Eindrücke nicht einfach kritisiert werden. Ein Hinterfragen des eigenen Verhaltens wäre deutlich hilfreicher.

  58. Ein Bravo an Ralph Lewin. Jeder Rassismus, insbesondere auch Antisemitismus (dazu gehören auch Vorurteile, wie von Lewin aufgeführt) basiert auf Nichtwissen, auf Dummheit. Nun wären wir bei der Person, welche ohne Wissen dauerplaudert ….. Doch lassen wir das – der Artikel von Ralph Lewin ist deutlich genug.

  59. Zensur a la IP: er publiziert zwar alle Kommentare (viele leicht abgeändert) aber die eigentliche Zensur betreibt Luki mit dem Zeitpunkt der Aufschaltung. So lässt er die kontroversen, nicht fundierten und die Kommentare, welche ihm lobhudeln früher publizieren, als die Anderen. Diese ordnet er dann irgendwann darunter ein. So werden likes gesteuert, um den Hass weiter zu schüren und zu hetzen.

  60. „etwas Fremdes, Eigenartiges und Spezielles“

    Bitte setzen Sie sich ebenso engagiert für Muslime, insbesondere Palästinenser ein.

    Herzlichen Dank.

  61. Schon traurig, dass Hässig rassistische Artikel auf seinem „Finanz“blog publizieren lässt. Alles für Hits riskieren…

  62. Herr Lewin, Sie haben natürlich absolut recht. Sie werden aber auch kaum überrascht sein, dass viele Kommentare dem traditionellen antisemitischen Muster folgen werden à la « ich habe nichts gegen die Juden, aber… ». So sind wir eben, wir Schweizer und erst noch stolz darauf.

  63. Wer mit Ultraorthodoxen in der Öffentlichkeit zu tun hat, fragt sich manchmal schon, ob Israel nicht ein geeigneterer Wohnort wäre!

    • Religiöse Extreme jeglicher Religion sind fragwürdig (Wie Extremisten jeglicher Ideologie per se)… zu sagen Orthodoxe Juden repräsentieren alle Juden ist etwa gleich dümmlich wie zu behaupten Freikirchler repräsentieren den religiösen Schnitt der Schweiz

    • Ich habe mit (ultra)orthodoxen Juden zu tun gehabt, als ich in Zürich Enge, Manchester und London lebte und mir diese Frage nie gestellt. Solche Gesinnungsgeneralisierungen sind ein Zeichen intellektueller Fäule und Faulheit und wohl ein Zeichen der gegenwärtigen Zeit, in der der Wind von sehr weit rechts her weht.

    • Was hast du denn mit ihnen zu tun? Laufen sie einfach an dir vorbei oder hast du WIRKLICH jeden Tag mit ihnen zu tun?
      Ich arbeite in der Enge und tagtäglich sehe ich (Ultra)orhodoxe Juden.
      Keiner hat mich je gebissen…

    • Was für eine unverständliche, antisemitische Antwort ist das nun wieder? Wenn die diese in Israel besser aufgehoben wären, müssten ja Islamisten, salafisten, Suuniten etc. auch in Ihren Ländern besser aufgehoben sein. Herrn Stölker sollte man den CH-Pass wegnehmen und wieder nach DE zurück schicken, wo er bei seines gleichen gut aufgehoben ist. Und Sie sollten besser auf Ihr Gedankengut achten.

    • Auch in Davos kann man ein Lied davon singen.

      Die Abkapselung, das AndersseinWollen und die sprichwörtliche Unfreundlichkeit decken sich überhaupt nicht mit Lewin‘s Plädoyer für seine Glaubensgenossen!

      Fragt die Einheimischen über ihre Erfahrungen!

    • Wer mit Ultraorthodoxen Katholiken in der Öffentlichkeit zu tun hat, fragt sich manchmal schon, ob Rom nicht ein geeigneterer Wohnort wäre!

    • Ultraorthodox, so ein herablassendes Unwort. Es gibt wenige, die eine Religion so diszipliniert und konsequent ausüben wie streng gläubige Juden, streng gläubige Evangelikale oder streng gläubige Muslime. Ich habe vor gottesfürchtige Menschen mehr Respekt als vor einem Menschen, der in seiner Säkularität versinken, den Lebenssinn aus den Augen verliert und ziellos dem Geld und dem vermeintlichen Glück nachjagt. Und nein, man muss niemanden abschieben, die Einen können von den Anderen lernen und sich aneinander reiben. Das lässt den Charakter reifen.

    • Ich, ein liberaler Schweizer Jude in Zürich, bin entsetzt das so viele bei diesem Statement ein LIKE hinterlegt haben.

    • Was bei den Israelis die Utraothodxen sind, sind bei uns die Verschwörungstheoretiker. Und auch wir haben Utraorthodoxe. Vereinigt sind sie in gewissen Sekten. Die Kritik des SIG-Präsidenten ist berechtigt.

    • Ein ganz wichtiger Beitrag seitens von Ralph Lewin. Der „Artikel“ von Herrn Stöhlker war nicht nur extrem verstörend, sondern er schadet in der Tat dem friedlichen Zusammenleben hier in der Schweiz.

      Diese Stigmatiserung der Ultra-Orthodoxen, die sich anscheinend nicht anpassen können, der liberalen Juden, die anscheinend alle reich sind, pflegt in der Tat ein Vorurteil, was kaum und schwer zu ertragen ist.

      Und Kommentare wie von Herrn Bleuer, alle über einen Kamm zu scheren, zeigt leider die Tendenzen, die in diesem Land anscheinend wieder hoffähig sind. So nicht, daher Bravo, Ralph Lewin, für diese deutlichen Worte!

    • im Gegenteil. Wir leben hier wie gesagt im jüdisch-christlichen Kulturkreis. Alle sollen dort leben, wo sie sich wohl fühlen und niemand verlangt, dass man in Israel leben muss. Es gibt keinen Israel-Zwang, höchstens bei gewissen Säkularen :). Israel ist allgemein ein sehr angenehmes Land. Einige bevorzugen es immerhin als Feriendestination, das ist doch auch schön. Hauptsache Mittelmeer.

    • Danke Herr Bleuer für Ihren weisen Kommentar. Daher empfehle ich tatsächlich allen Juden sofort nach Israel auszuwandern um dort das hervorragende Essen, die schönen Frauen, die Corona Impfungen, eine der lebendigsten Demokratien der Welt, eine starke Armee, tatsächliche Religionsfreiheit, schönes Wetter und Strände, high tech Industrie, etc. etc. zu geniessen. Tschüss miesgrämige und depressive Schweiz.

    • @ Hans Bleuer – Der Staat Israel hat mit den Juden in der Welt – und zur Welt gehört auch Zürich, das Wallis und die Schweiz – nicht gerade nichts, aber sehr wenig zu tun. 20 Prozent der Einwohner Israels sind Araber, 80 Prozent sind Juden. Wie schon zu allen Zeiten, bestehen innerhalb der jüdischen Menschen unterschiedliche Auffassungen und ebenfalls innerhalb der arabischen, und zwischen der arabischen und der jüdischen Gruppe noch einmal. In jener Region streiten sich Völker zudem entlang von Landesgrenzen um Territorien. Soweit politische Meldungen bei uns eintreffen, geht es um die Regelung innerer Angelegenheiten. Was ein Jude aus Zürich da ausrichten können soll, der mit den politischen Verhältnissen weder vertraut ist noch Anführer einer Gruppe sein kann, beleuchtet Ihr Kommentar nicht. Es ist zwar legitim, die einen nach Moskau und die andern nach Jerusalem zu schicken, um sich mit deren Anliegen nicht auseinandersetzen zu müssen. Aber zielführend ist die Toleranz, die gerade durch das Zuhören am Mund des andern wachsen könnte. In diesem Sinne halte ich Ihren Beitrag für einen der wertvollsten überhaupt heute Morgen um 8 Uhr. Ich werde zuhören und mir daraus eine Meinung bilden und mich dann äussern.

    • ……. und Sie sich mit einem freiwilligen Einsatz über einige Monate in einem Flüchtlingslager, z.B. auf Samos, sich in ihrer Persönlichkeit etwas weiterentwickeln könnten.

    • Alles Extreme und Radikale ist verwerflich. Ob in der Religion, in der Politik, in der Gesellschaft oder irgendwo sonst.

    • Dass die bisher einzige freigeschaltete Antwort auf Ralph Lewins offenen Brief über 80 Likes in dieser Plattform erhalten hat, spricht für sich. Bleuler hat seinen antisemitischen Beitrag (wer.., fragt sich manchmal.., geeigneterer Wohnort.. und am Schluss ein !) umständlich und vermeintlich verklausuliert formuliert. Wer ein Like setzt, hat ihn verstanden.
      Dass Herr Hässig solches zulässt, spricht gegen ihn. Früher war er gekonnt Investigativ-Journalist auf einem interessanten Gebiet, heute versucht er sich als mittelmässiger Boulevard-Journalist, und misst seinen „Erfolg“ an seiner Leserzahl. Eine populistische Sichtweise, die ich nicht mehr unterstütze. Ich werde die Stöhlker-Artikel nicht mehr anklicken, denn ich werde das In$ide Paradeplatz nicht mehr aufsuchen.

    • In Israel sind sie auch nicht unbedingt Sympathieträger***innen. Besonders nicht nach den Vorkommnissen rund um Covid und Corona. Wenn man Islamisten verurteilt, aber den Islam nicht, wenn man christliche Fundamentalisten in „Middle America“ zum Teufel wünscht, das Christentum aber nicht, wenn man Hindu-Fanatiker, die Sik-Tempel anzünden, verurteilt, aber den Hinduismus nicht, darf man sich wohl auch einige Bemerkungen über einige Ultraorthodoxe erlauben. Was aber auf keine Fall zu Verallgemeinerungen aller Juden führen darf, wie sie Stöhlker ausgerutscht sind! Ausgerechnet! Als „ewiger Deutscher“ in der Schweiz müsste er ja wissen, wie dumm das ist…

    • @Joe Rich
      Nun, in dem Punkt der schönen Frauen gebe ich Ihnen recht. Und erst die attraktiven Männer. Die attraktivsten Männer, die ich je gesehen habe in meinem Leben, habe ich in Israel gesichtet. Daher kommt’s, dass auch mein Mann ein Israeli ist. Auch das Wetter und das Essen sind super. Das stimmt.

      Was die weiteren von Ihnen zitierten Stichworte angehen, da sage ich Ihnen ehrlich: Da scheiden sich die Geister. Da haben wir wohl sehr unterschiedliche Perspektiven. Das mit der „lebendigen Demokratie“… mit Verlaub, was haben Sie geraucht? Was immer es ist, das möchte ich auch mal probieren. Israel ist aus unserer Sicht auf einem sehr besorgniserregenden Weg direkt in den totalitären Faschismus. Es ist ein Gefängnis, eine Diktatur der Angst. Die ständige Angst-Macherei hält die sehr heterogen „zusammengewürfelte“ Israelische Gesellschaft in Schach und hält sie „häb chläb“ zusammen. Untereinander fighten die nämlich den ganzen Tag und schreien sich an von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Was sicherlich gesund ist, denn Emotionen müssen raus. Aber ich würde nicht unterschreiben, dass in Israel alles toll ist im Vergleich zu der Schweiz. Zum Armee-Dienst wird jeder gezwungen, wer diesen verweigert, muss mit negativen beruflichen und sozialen Konsequenzen rechnen. Eine imminente Bedrohung wird seitens der korrupten Regierung ständig propagiert, meist sind es die Araber, nun schon seit einem Jahr ist noch ein Virus zu den Bösewichten gesellt. Selbst um Kindergärten gibt’s hohe, elektrische Zäune, die die Kindergarten wie Gefängnisse aussehen lassen. Mein Mann wollte mir einst seine alte High School zeigen, da ging ein Tor zu und wir kamen nicht mehr vom Gelände weg, wir mussten jemanden anrufen, der uns „befreit“. Israelische Staatsbürger, die einreisen möchten von der Schweiz aus, werden erst mal zwei Wochen in sogenannten Corona-Hotels festgehalten, die sie nicht verlassen dürfen, die also de facto Gefängnisse sind. Impfen lassen möchten sich längst nicht alle Bürger, auch wenn die Meinungsvielfalt in den Massenmedien überhaupt nicht akkurat dargestellt wird (wie hierzulande auch nicht). Demonstrationen von unzufriedenen Bürgern gehören dort drüben jedes Wochenende zum Standard-Programm. Eine klare Segregation der Ethnien ist in Israel klar zu sehen und zu spüren. Ein klares Auseinanderdriften der ökonomischen Schichten sowie eine zunehmende Erodierung der Mittelschicht ist auch klar festzustellen. Ich sage keinesfalls, dass in der Schweiz alles besser läuft, doch ich weiss, Israel ist kein El Dorado der Demokratie. Viele Israelis sehen ihr Land auf dem falschen Weg und blicken eher bewundernd auf die Schweiz.

      Und das mit der Religionsfreiheit: Die ist in der Schweiz gewährleistet aus unserer Sicht. Weder ich noch mein Mann haben hier in der Schweiz jemals antisemitische Tendenzen/Vibes festgestellt. Früher wohnten wir in der Nähe von Zürich, seit 4 Jahren leben wir im Berner Oberland. Alles koscher 🙂

    • In Israel haben sich Ultraorthodoxe bestimmte Privilegien „erschaffen“. Sie weigern sich beispielsweise, den obligatorischen Militärdienst zu leisten, profitieren aber in Bezug auf Sicherheit trotzdem von Zahal. Und dies bedingungslos ohne jegliche Abgeltung.

      Aus solchen Gründen werden sie in Israel von einer breiten Bevölkerungsmehrheit unter vorgehaltener Hand nicht gerade herzlichst willkommen geheissen.