„I am a leader who genuinely cares and involves others in decision-making.“ Das sagt Gustav Baldinger, seit Juli Chef der PWC Schweiz.
Nummer 1 im hiesigen Berater- und Audit-Geschäft.
Ganz „caring“, nahm Baldinger den Puls bei der Crew. Was ist Euch am wertvollsten:
Lohn, flexibles Arbeiten, Wachstum, Anerkennung, Fringe Benefits, Wohlbehagen, Familie, Kultur, ESG?
Letzteres wurde Letzter. Am meisten beschäftigt die Truppen das Einkommen.
What else?
Umso mehr erstaunt, was Baldinger und seine Topleute aus ihrer „Total Rewards Assessment survey“ für Schlüsse zogen.
Sie strichen die beliebten Reka-Checks und den Firmensupport für ein Tablet.
Dafür gibts seit dieser Woche neu 1’000 Franken für ein neues iPhone „every three years“.
Bisher waren’s 500 Stützli nach 2 Jahren – leichte Verbesserung also..
Insgesamt aber führt das neue Fringe benefit-Regime zu weniger für die Leute. Betrugen die „Old Benefits“ für die „Above Manager“ bisher total 650 Franken, sind es seit dem 1. April noch 333.
Bei den „Below Manager“, was immer das meint, gehts von 450 auf 333 Franken runter.
„Die Zusatzleistungen sind insgesamt nicht reduziert, sondern umverteilt worden“, heisst es auf Anfrage bei der PWC Schweiz mit Sitz in Zürich Oerlikon.
„Mit diesem Ansatz stellt PwC sicher, dass relevante Zusatzleistungen angeboten werden, von denen insgesamt mehr Mitarbeitende profitieren.“
„PwC versteht, dass diese Anpassungen möglicherweise nicht den persönlichen Präferenzen einiger Mitarbeitenden entsprechen, da sie Leistungen betreffen, die sie geschätzt und genutzt haben.“
Vor allem das Ausradiern der Reka-Checks sorgte im Intranet für enttäuschte Wortmeldungen.
Wichtiger ist Baldingers „Horizon 2028“. So heisst die Strategie des Bosses.
Ein Hauptpfeiler ist ein massiver Offshore-Ausbau. PWC verschiebt immer mehr Backoffice-Aufgaben nach Indien, Rumänien, Polen und Argentinien.

„Wie bereits mitgeteilt, prüft PwC Schweiz kontinuierlich, wie viele andere Unternehmen auch, einen Teil der Aufgaben ins Ausland zu verlagern“, so die PWC-Medienstelle.
„Diese Veränderungen werden allerdings im Rahmen der natürlichen Fluktuation vollzogen.“
Das würde nicht den Tatsachen entsprechen, sagt ein Kritiker.
Die Initiative mit dem Namen „Alternative Delivery Model“ habe bereits jetzt zu einem spürbaren Abbau im Schweizer Backoffice geführt.
Mit Folgen fürs Klima, sagt die Quelle.
„Viele Kündigungen im Schweizer Backoffice mit zeitgleichem Aufbau in Rumänien und Indien haben das Vertrauen untergraben.“
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Die beliebtesten Kommentare
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Bei Deloitte ist es noch schlimmer – kommen Sie vier Tage pro Woche ins Büro (wenn Sie kein Partner sind) und die Kantinenpreise werden um 24 % erhöht …
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@fred
Tödliche Corona Pandemie ist vorbei. Lockdown ist Geschichte. Als Lohnsklave hat dein Arbeitgeber und Du gewisse Rechte und Pflichten. Bist kein Unternehmer, da kannst Du kommen und gehen wann Du willst und die Kantine ist die Kronenhalle oder das Bau au Lac. Aber eben Partner, da muss man was tun. Viel Glück.
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Was ist denn das Problem mit Offshoring? Erleichtert den Hiergebliebenen wenigstens das Suchen von anderen Jobs außerhalb der Beratung. Die Berater holen ja eh zu 80-90% alles aus Chat GPT raus und verfeinern es einfach noch….
Wird Zeit , dass man diese Pseudowissensbranche massiv hinterfragt .
Off-& Nearshoring sind erst die Vorboten ….
In 5 Jahren sind die großen Berater durch den Einzug von KI eh 50% kleiner.
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Hat den Artikel PWC selbst verfasst? Konkret gibt es weniger Geld für Apple Produkte und eine Auslagerung nach Rumänien. Vermutlich wird die Schweizer Dependance dann bald übernommen, ähnlich wie beim Konkurrenten Deloitte.
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Advisory läuft auf jeden Fall nicht gut
Daneben ist die versuchte Integration der Strategieberatungstochter Strategy& auch ein Desaster und durch persönliche Befindlichkeiten getrieben
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„Die Zusatzleistungen sind insgesamt nicht reduziert, sondern umverteilt worden.“ Ist PWC die neue SP?
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Susa, gemeint war: Nach oben umverteilt.
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@ yours truly: Macht es denn die SP anders?
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Susa, das ist aber nicht das, was man der SP hier gemeinhin vorwirft.
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Na, da kann man den PwC’lern ja nur gratulieren!
Vielleicht kommen ja auch noch einige in den Genuss nach Rumänien umverteilt zu werden?
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Das ist nicht nur bei PWC so, bei der KPMG wurde das Offshoring nach Rumänien schon vor dem UK-Merger stark ausgebaut. Nach dem UK-Merger ist nun das Offshoring nach Indien ganz stark im Fokus, denn die indischen Manager arbeiten für einen Bruchteil (ca. 50 USD/h) im Vergleich zu einem normalen Assistant-/Senior-Stundenlohn. Die Partner stört fehlendes Commitment und niedrige Audit-Quality unserer indischen Kollegen wenig, wenn am Ende mehr Fees auf dem Mandat übrig bleiben. Dem Kunden wird aber weiterhin die gleiche Fee weiterverrechnet. Wobei in Zukunft noch mehr, denn KPMG passt gerade seine AGB’s an, dort werden zukünftig neu 8% statt 5% General Fees verrechnet, begründet mit KI, AI und mehr Effizienz – den Wiederspruch erklärt sich selbst…
#OurUniqueSpirit -
Bei dem „Above/Below Manager“, was immer das meint, ….
Das sagt das liebende Gschpusi des Managers. -
Etwas peinlich, dass man in dieser Lohnkategorie noch das IPhone selber kaufen muss ist eher kleinlich… entspricht irgendwie 0.5% des Lohnes
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@Ex PwCler
iPhone kostet ohne Vertrag ca. CHF 1.045,-. Das Gehalt eines CEOs bei PwC Schweiz liegt bei etwa CHF 240’316 pro Jahr, also ca. CHF 20’026 pro Monat, schätzt Glassdoor.
Bin beim rechnen? Danke.
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Auch Indien, Rumänien, Polen und Argentinien sind nur vorübergehend. Wir wissen es, die KI-Welle wird für diese Erbsenzähler-Geschäftsmodelle von PWC et al. verheerend!
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Rumänien, Polen und Argentinien sind allesamt tolle Länder. Viel unberührte Natur, tolle, offene Menschen. Würde ich für PWC arbeiten, dann würd ich mir sicher eine Re-Location überlegen.
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Zum rumänischen Einkommen?
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@Der Rückbauer, natürlich zum lokalen Einkommen, man zahlt schliesslich auch lokale Preise.
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@Offen für neues
Starten wir mit: Guten Tag.
Rumänien: Bună ziua
Polen: Dzień dobry
Argentinien: Buenos días
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Ist doch positiv. Viele dieser PWC Expats können gleich auch mit nach Rumänien umziehen. Win – Win für alle.
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Statt 200 Franken Vorteile via Reha-Checks, die man aufwändig beziehen und umständlich wieder einlösen muss, ist eine direkte Lohnerhöhung immer besser. Auch wenn man darauf Abzüge hat und Steuern bezahlen muss.
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Reha hat man schon nötig, wenn man für eine der Big4 arbeitet (ausser man ist Partner), aber es wurden nicht die Reha-Checks (muss die Krankenversicherung beim Burnout oder Nervenzusammenbruch übernehmen), sondern die Reka-Checks gestrichen.
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Ist doch positiv. Viele dieser PWC Expats können gleich auch mit nach Rumänien umziehen. Win - Win für alle.
Rumänien, Polen und Argentinien sind allesamt tolle Länder. Viel unberührte Natur, tolle, offene Menschen. Würde ich für PWC arbeiten, dann…
„Die Zusatzleistungen sind insgesamt nicht reduziert, sondern umverteilt worden.“ Ist PWC die neue SP?