„Abzocke“, „Schlangenfängerei“: Eine wütige Mutter schreibt ihren Ärger vom Leib.
Adressat ist die Postfinance, Cash Cow der Post. Der Grund: Ihr Sohn hat eine Werbung gesehen.
„Jetzt SmartKids-Konto eröffnen. CHF 50.- geschenkt“.
Der junge Mann, vielleicht nicht der hellste, habe ein Jahr lang auf das Geld gewartet, schreibt die erzürnte Mutter.
Immer wieder habe er angerufen, aber das nützte nichts. Und als er dann persönlich vorbeiging und das Geld wollte, kam die nächste Enttäuschung:
Zu spät, Young man, sorry.
Die Bank sagt auf Anfrage: Das 50 Franken-Angebot war zeitlich begrenzt. Dies wird aber in den vielen Videos auf Facebook nirgends erwähnt.
Ja, okay, man sei mit Meta, dem Mutterkonzern, in Kontakt, so die Post.
Und: In einem anderen Dokument, den Teilnahmebedingungen, werde auf das befristete Geschenk hingewiesen.
Nur: Wer liest das?
Postfinance hat generell eine seltsame Wahrnehmung ihres Produkts: „Das Traum-Konto für Jugendliche“, frohlockt die Bank des Gelben Riesen, 0,25 Prozent Zins verspricht die Staatsbank.
Bei 1’000 Franken gibt’s Ende Jahr dann „traumhafte“ 2,50 Franken Zins. Andere Banken schaffen das auch.
Eine verärgerte Mutter und ein junger Mann, der kein Fünzigernötli bekommen hat, ist nicht das Ende der Welt.
Doch Einzelfälle sind sie anscheinend nicht. Auf Trustpilot belegt die Postfinance – zusammen mit der Credit Suisse sel. – bei der Kundenzufriedenheit die hintersten Ränge.

Was lernt man davon? Sparen lohnt sich nicht. Der junge Mann sollte investieren. Ein MSCI World CHF zum Beispiel. Jeden Monat etwas.
Spargelder sind nur Gratisgeld für Banken. Ich nenne es auch Idiotenkonto.
Ich weiss nicht ob du eine Immobilie hast. Ohne Spargeld, finanziert dir die Bank sicherlich keine 😉 Und dein Arbeitgeber bekommt keinen Kredit, die Firma am Laufen zu halten und und und… darum muss man immer etwas weiter denken, als es vielen möglich ist.
@Peter. Du hast den Unterschied zwischen Sparen und investieren nicht verstanden. Das geht aber vielen Schweizern so. Der durchschnittliche Zins auf Sparkonten war 2025 unglaubliche 0.18%. 84% der Schweizer nutzen ein Sparkonto. Die Banken freuts.
Der herr hat jetzt hoffentlich gelernt das kleingedruckte zu lesen.
Anstelle dem sohnemann die welt zu erklären hat die mutter nichts bessers zu tun als zu klönen. Die kinder sind das spielgelbild der eltern, offensichtlich nicht sehr klever.
Man lernt daraus: Vertraue nie der Werbung. Rauchen ist cool, gäll?
Das beste Angebot für junge Kunden ist sowieso hier: https://www.raiffeisen.ch/rch/de/mitgliedschaft/youngmemberplus.html
1.Genetische Sicht: Dumme Eltern verursachen dumme Kinder.
2.Psychologisch Sich: Wer nicht lesen kann, wirds später spüren.
Dummheit hat nichts mit intelligenz zu tun, bzw. intelligenz schliesst dummheit explizit nicht aus.
Bei Postfinance kostet die Jahresgebühr für eine Mastercard Debit Card, soweit ich gehört habe schon CHF 50 und in vielen Fällen kommt noch die Kontoführungsgebühr dazu.
„There’s a sucker born every minute,“ zugeschrieben P.T. Barnum
Die Postfinance macht sich nur lächerlich mit solch einer Werbeaktion.
50 Franken versprechen und dann nicht zahlen.
Grotesk und dumm sowas!
Eigentlich recht normal, wenn sich ein Jugendlicher das 50erli verspricht, ohne dabei das Kleingedruckte zu lesen. Passiert uns Erwachsenen ja zuweilen auch.
Anerkennend ist, dass ein junger Mensch Interesse an Investitionsvörgängen zeigt. Leider trägt diesbezüglich die Bank selber offensichtlich nicht allzu viel bei.
Auch wird der junge Mann bald einmak verstehen, dass er mit einem Zinssatz von 0,25% ebenfalls verascht wird. Doppelt gemoppelt.
Das tieferliegende Problem ist doch, dass diese Kids echt der Meinung die Welt hat auf sie gewartet.
Jemand schenke ihnen etwas ohne Gegenleistung nur weil sie „pretty“ und „smart“ sind.
Die Mütter solcher Kinder werden dann noch als zombies auferstehen um den Leasinganbieter zusammen zu beissen, nur weil das Töchterchen nicht in der Lage ist ein Vertrag zu lesen und die Raten nicht mehr zahlen kann.
Ich erinnere mich noch sehr genau an den Werbespot der Kantonalbanken. Damals war die Bankenwelt noch in Ordnung. Die Kontoführung kostete nicht nur nicht, sondern es gab auch einen Zins, der seinen Namen verdient hat.
Auf meine Frage am KB-Schalter, warum mein Geld nicht mehr arbeiten müsse, wussten die Angestellten am Schalter schon vor Jahren keine Antwort. Passend zu keinem Zins.
@IP: Kramt doch mal den alten KB-Werbespot aus der Mottenkiste und bittet die Kantonalbanken hochoffiziell um eine Stellungsnahme.