Die jüngste Offenlegung der Epstein-Files hat es in sich. Der Skandal reiche „in die höchsten Kreise des Schweizer Bankenplatzes“, schreibt heute die „NZZ am Sonntag“.
„E-Mails führen nach Zürich, Genf und Verbier – mitten in den Bankenplatz“, doppelt der „Sonntags-Blick“ nach.
Ein intensiver Mail-Austausch zwischen dem amerikanischen Serien-Sex-Täter Jeffrey Epstein und der heutigen Besitzerin der Bank Edmond de Rothschild kommt zum Vorschein.
Im 2015 suchte Ariane de Rothschild, die damals neue VR-Präsidentin der Edmond de Rothschild Group geworden war, den Rat von Epstein, wie die „NZZ am Sonntag“ heute enthüllt.

„Die UBS wäre daran interessiert, meine gesamte Schweizer Einheit zu kaufen – vielleicht sollte ich verkaufen, und wir alle gehen ewig in die Ferien.“
Epstein meinte darauf, sie solle sich das ernsthaft überlegen. Darauf de Rothschild: „Okay. Ich werde darum bitten, Ermotti zu treffen.“
Gegenüber der Zeitung betonte eine Sprecherin der Edmond de Rothschild-Bank, dass Ariane de Rothschild „einzig eine geschäftliche Bekanntschaft zu Epstein gepflegt“ habe.
Der Austausch sei viel weiter gegangen, so das Sonntagsblatt. „Sie berichten sich von ihren Ferien in der Karibik oder in Afrika. Er fragt, wie es ihrem Bruder gehe, sie schickt ein Bild von einem Sonnenaufgang.“
Man sage nichts zu „E-Mail-Korrespondenzen, die private Angelegenheiten betreffen“, so die Bank-Sprecherin.

Das Wall Street Journal hatte bereits 2023 in einer grossen Recherche enthüllt, dass Ariane de Rothschild „mehr als ein Dutzend Treffen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein“ gehabt hätte, wie in deren Wikipedia-Eintrag steht.
Als Ariane de Rothschild 2015 über einen Verkauf der Schweizer Einheit ihrer Bank an die UBS nachdachte, war Sergio Ermotti CEO der Grossbank, bis er 2020 zurücktrat und 2023 nach der CS-Übernahme erneut das Steuer übernahm.
Über dem Tessiner thronte Mitte der Zehnerjahre als Präsident der UBS der Deutsche Axel Weber, ehemaliger Chef der deutschen Zentralbank.
Weber holte just im Frühling 2015 Jes Staley in den Verwaltungsrat der Schweizer Grossbank. Staley verlor 2021 im Zuge des Epstein-Skandals seinen Topjob bei der englischen Barclays Bank.
Kaum war Staley Teil des obersten Gremiums der UBS, fragte er Epstein laut „NZZ am Sonntag“ per Mail: „Are u on the Island?“ Gemeint sein dürfte Little Saint James, wo Epstein junge Frauen für Sex bereithielt, darunter Minderjährige.

Die UBS rückt immer stärker in den Fokus rund um den Epstein-Skandal.
Ihre New Yorker Tochter hielt Konten für mehrere Strukturen von Ghislaine Maxwell, Epsteins langjährige Freundin und zentrale Helferin in Epsteins Zuhälterring.
Maxwell wurde vor 4 Jahren zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Maxwell hatte ab 2014 mehrere Millionen von der JPMorgan Chase zur UBS in Manhattan transferiert. Ihre beiden neuen Berater bei der UBS waren einst von der gecrashten Lehman Brothers zur Schweizer Bank gesprungen.
Die Zwei sollen heute rund 10 Milliarden US-Dollar an Kundenassets verwalten.
Die UBS hatte die Konten von Ghislaine Maxwell und von deren Strukturen im Sommer 2019 nicht gekündigt, als Jeffrey Epstein verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurde. Dort nahm er sich wenige Wochen später das Leben.
Da werden noch einige weitere Schweizer in den Akten zum Vorschein kommen 🙂
Wirds Folgen für die Betroffenen haben? Nichts weiter als Klatschunterhaltung fürs dumme Volk und eine weitere Ablenkung von den eigentlichen Problemen auf dieser Welt.
Das wird kaum für irgendjemanden Konsequenzen haben. Dafür sind sie zu mächtig und zu gut vernetzt.
Zudem reicht es auch nicht als Beweis, wenn man in ein paar E-Mails erwähnt wird oder gar ein paar E-Mails mit einem (später) verurteilten Straftäter ausgetauscht hat. Es ist allerdings trotzdem interessant, wie weit gefächert Epsteins Kontakte waren.
Der Zeitpunkt ist perfekt! Trump ist am Ende angelangt und die Schweiz muss ebenfalls bei sich aufräumen. Die wirkliche Krise steht uns noch bevor.fabrizio
Ariane de Rothschild scheint ja einen kleinen Narren an Epstein gefressen zu haben. Offenbar war er im gemeinsamen Urlaub ein kleiner Charmeur!
was da alles aus dem tiefen Sumpf plötzlich auftaucht …
Das hätte ich mir ja im Leben nie vorstellen können!
Komisch, dass die Medien nicht viel früher über so etwas berichtet haben. Waren sie evtl. auch im Moor verstrickt?
Wahrheit, Verzerrung oder Wahrnehmung?
Das ist seil langer Zeit unwichtig! Ein mediales Gewitterchen, etwas kommunikativen und juristischen Beistand und die Thematik möglichst ruhig aussitzen.
Falls Überzeugung nicht funktioniert bleibt noch Verwirrung (stiften). Am ehesten werden wohl irgendwelche subalterne Funktionen abgestraft.
Wird es sich ändern? Nein, denn „Divide et impera“ klappt seit Jahrtausenden. Ausser einem König der seinen Bruder kaltgestellt hat ist kaum etwas geschehen.
Würde mich nicht überraschen käme Lukas in den Akten auch vor. Und Hans sowieso.
Teilt die UBS auf in einen Schweizer und einen Ausland Teil. So wie das Blocher schon lange sagt. Es kommt sonst nicht gut mit der Schweiz. Wir werden Hunderte von Milliarden bezahlen müssen. Die Vorbereitungen laufen schon, man will die Schweiz ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.
Warum denken wir Schwiizerli nicht an einen Verkauf der UBS an die Ami? Und gehen in die Ferien?
Für einen Verkauf müsste erst einmal Substanz da sein, Meister!
Ariane R., geb.Langner, versteht sich gut mit Tidjane Thiam. Sagt etwas! Und mit Rupert(Richemont/Hirslanden) betreiben sie ein Weingut in Südafrika. Querverbindungen spannend aber zeigt wie weit das reicht.
„Dort nahm er sich wenige Wochen später das Leben“.
Jeder der seine Sinnen noch einigermassen beisammen hat, weiss was geschehen ist.