Der Derivatespezialist Leonteq steckt tief in der Krise, der Aktienkurs ist am Freitag erstmals unter 12 Franken gefallen.
Die Geschäftsleitung hofft noch auf eine Trendwende. Wichtige Grossaktionäre wollen nicht mehr darauf setzen. Sie suchen einen Exit.
Die Hälfte des Aktienkapitals habe das Ziel auszusteigen, meint eine mit der Angelegenheit gut vertraute Person. Zu diesen Aktionären gehört vorab die Raiffeisen, die 2013 gross bei Leonteq einstieg und einen Anteil von 29,7 Prozent besitzt.
Ebenso dazu gehört Rainer-Marc Frey. Der Unternehmer und Grossinvestor ist seit März 2017 massgeblich beim Derivatespezialisten investiert und hält aktuell 7,1 Prozent daran.

Im Vorjahr hatten die Raiffeisen und Frey den Verwaltungsrat von Leonteq mit eigenen Anträgen an die Generalversammlung bezüglich einer höheren Dividende und eines Aktienrückkaufprogramms in Verlegenheit gebracht.
Das gemeinsame Ziel eines Exits soll auch von Christopher Chambers geteilt werden. Der schweizerisch-britische Doppelbürger (Aktienanteil: 0,3 Prozent) fungiert seit November 2017 als Verwaltungsratspräsident von Leonteq und wird an der Generalversammlung im April verabschiedet.
Eine Voraussetzung für eine Lösung ist, dass die Raiffeisen mit ihrer Leonteq-Beteiligung freie Hand hat. Das war bisher nicht der Fall aufgrund des Aktionärsbindungsvertrages zwischen ihr und den Gründungspartnern Lukas Ruflin und Sandro Dorigo.
Wie es heisst, hätte Ruflin, bis vor einem Jahr CEO und mit seinem 8,9 Prozent-Anteil zweitgrösster Aktionär von Leonteq, einem Beteiligungsverkauf durch die Raiffeisen nicht zugestimmt.
Per Ende 2025 ist der Aktionärsbindungsvertrag aber ausgelaufen. Raiffeisen sei jetzt frei, ihre Beteiligung zu verkaufen, bestätigt ein Sprecher der Genossenschaftsbank.
Die Frage bleibt, an wen sich die knapp 30 Prozent an Leonteq veräussern liesse. Aber es gibt eine Alternative.
Gemäss der Insiderquelle ist die Liquidierung von Leonteq absolut eine Möglichkeit. Gerade Rainer-Marc Frey wirke darauf hin. Der Raiffeisen sei es egal, wie sie zu ihrem Exit komme.
Einige Attraktivität besitzt diese Möglichkeit, weil bei Leonteq das ausgewiesene Eigenkapital je Aktie mehr als das Dreifache des Aktienkurses ausmacht.
Für eine Liquidierung des Derivatespezialisten sind der Quelle zufolge allerdings mindestens zwei Jahre zu veranschlagen, ab dem Zeitpunkt des Beginns.
Bis dahin ist offenbar ein wenig Geduld nötig: Frühestens im zweiten Halbjahr dürfte es in der Causa Leonteq-Exit etwas zu vermelden geben.

… sondern muss weg!
Adieu.
Es reicht, FinCrimeCentral zu lesen, um zu verstehen, worum es geht. Die Frage ist schnell beantwortet. Nun muss man handeln, bevor es zu spät ist.
Das ist wie Poker spielen. Und jeder weiss was man für ein (schlechtes) Blatt in der Hand hat.
Betrachten Sie Ihre Aktieninvestition als Lottoschein. Sie haben exakt die gleiche Gewinnchance.
Bietet Leonteq Put Optionen auf sich selber an?
Besser liquidieren, solange etwas Geld vorhanden ist. Wie wirkt sich eine Liquidation bei den Steuern aus? Jemand?
Ganz einfach: Liquidationsdividende – (Aktienkapital + KER) = zu versteuerndes Einkommen.
Es reicht, FinCrimeCentral zu lesen, um zu verstehen, worum es geht. Die Frage ist schnell beantwortet. Nun muss man handeln, bevor es zu spät ist.
Andreas Kälin:
„das ausgewiesene Eigenkapital je Aktie mehr als das Dreifache des Aktienkurses ausmacht.“
schon etwas von der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Verkaufspreis gehört ?
Die 640 Millionen sollten schnell verschwinden, sobald die Wahrheit ans Licht kommt.
Die sollen das Schlamassel weiter ausbaden müssen trotz Riesenverlusten. – Die haben viele gutgläubige Anleger in den den Sumpf mitreingezogen☹️🥲!
Die Klage ist der Ausweg für die individuellen Aktionäre. Es ist sehr erstaunlich, dass nach all den Profit Warnings das noch nicht passiert ist.
Betreffende Großaktionäre könnten vielleicht mal die Raiffeisen ansprechen, denn dort glaubt man ja unerschütterlich an die Trendwende bei Leonteq.
Die Abwärtsphase hat am 10. Oktober 2022 begonnen – sie beschleunigt sich und das Momentum wird immer solider. Wir wissen, wie das endet, mit vielen Beispielen: Swissair, Wirecard, CS…
Apropos Raiffeisen: Was macht eigentlich unser Kollege Pierin Vincenz? Ich danke für sachdienliche Hinweise.
…in der Gegend in und um St. Gallen öffentlich spurlos verschwunden. Er wurde schon längst zur „Persona non grata“ erklärt. Sogar seine einstigen, zahlreichen heuchlerischen Höflinge sind total auf Distanz zu ihm gegangen. Selbst sein einstiger „Freund“, der auch schon längst nicht mehr erfolgreiche einstige selbsternannte Kultbeizer Köbi, möchte nicht mehr darauf angesprochen werden. (Seine Olma-Beiz 2025 im letzten Oktober war ein Mega-Flop…)
Wäre er nicht bereit gewesen, Leonteq zu leiten? Es heißt, er sei ebenfalls Experte für Compliance-Themen.
Bravo Inside Paradeplatz! Ihr seid die grössten Helden. Drei Artikel mit fragwürdiger Motivation in 36 Stunden bei einem Small Cap. Habt ihr schon mal geprüft, wieviel bzw. in diesem Fall wie wenig Börsenumsatz in diesem Titel umgeht?
Im Gegenteil, Inside Paradeplatz versucht seit Anfang an zu warnen. Wenn Sie nur zwischen den Zeilen lesen könnten, um es zu verstehen…
Der Kurs unter CHF 12 ist eine Tatsache. Ihn jedoch als Beleg für eine „tiefe Krise“ zu inszenieren, greift zu kurz. Gerade bei einem illiquiden Titel entfalten stark zugespitzte Schlagzeilen Wirkung. Man darf ketzerisch fragen, ob drei dramatisierende Artikel in 48 Stunden selbst Teil der Kursdynamik sind. Kritik ist legitim – Narrative, die Analyse durch Alarmismus ersetzen, sind es nicht.
@Marc Friedrich
Sie vergessen dass Leonteq reichen Kunden behilflich war, mit irgendwelchen Produkten Steuern zu hinterziehen.
Sie mussten der Finma eine happig Busse bezahlen.
Wie hier schon erwähnt.
Wer braucht schon strukturierte Produkte?
Zu teuer, zu unübersichtlich, zu gefährlich!
Für Kleinanleger nicht geeignet!
Es reicht, FinCrimeCentral zu lesen, um zu verstehen, worum es geht. Die Frage ist schnell beantwortet. Nun muss man handeln, bevor es zu spät ist.
Put Option auf die Ehe von dem (Augenzeugen im Lift!)…
Diese Aktie war ein tenbagger! Von 2012 in drei Jahren eine Verzehnfachung des eingesetzten Kapital und das erst noch steuerfrei.
Timing ist auch an der Börse etwas vom Wichtigsten.
Jetzt noch fehlerfrei!
Diese Aktie war ein tenbagger! Von 2012 in drei Jahren eine Verzehnfachung des eingesetzten Kapitals und das erst noch steuerfrei.
Timing ist auch an der Börse etwas vom wichtigsten.
Eher ein aufgeblähtes Schauspielhaus, geführt von berühmten Komiker …
@Beobachter
Genau. Höchstkurs von Leonteq 221 im Jahr 2015 und jetzt 11.70
Umschön diese Kursentwicklung.
Das relevante Datum ist der 10. Oktober 2022. Es war sehr klar erkennbar, auch wenn sich bislang nichts an der Werdstrasse getan hat.
Lange ist es her…….
Das Allzeithoch von Leonteq war am 11. September 2015 mit einem Schlusskurs von CHF 220.75
Die Abwicklung dieser Bude ist gegeben. Hat sich in den Jahren nie reformiert. Das Vehikel war offenbar bloss ein Selbstbedienungsladen für die Operativen. Auch die Grossinvestoren Raiffeisen und Rainer-Marc Frey haben sich in diesem Labyrinth des Unvermögens verzockt.
Die Handelbarkeit von täglich 40000 Stück gering. Die Grossinvestoren haben die Klumpenrisiken dieses Titels nie richtig eingeschätzt.
Sprichwörtliches laissez-faire…….ganz blöd gelaufen.
Leonteq hatte sich auf Aktivitäten in nicht kooperierenden Ländern spezialisiert. Seit den Enthüllungen des Financial Times hat sich das Geschäftsmodell radikal verändert, mit Profit Warnings alle sechs Monate. Die Profitabilität ist erstaunlicherweise verschwunden. Nun bleibt abzuwarten, welche rechtlichen Schritte die individuellen Aktionäre unternehmen, denen das Management mit Unterstützung der FINMA schöne Geschichten erzählt hat.
Aber wie viel wären die von Leonteq emittierten Strukturprodukte bei einer Liquidierung wert???? Hm… gibt es nicht ein Kreditrisiko beim Emittenten????
Wir wollen weg von diesen korrupten Staaten, Regierungen, Banken, Zentralbanken, Derivate-und Finanzverbrechern! Mit diesen Schuldenkonstrukteuren, Schuldzinskassierern und Betrügern landen wir letztlich mehrheitlich nur in der Armut und Aussichtslosigkeit.
Es reicht, FinCrimeCentral zu lesen, um zu verstehen, worum es geht. Die Frage ist schnell beantwortet. Nun muss man handeln, bevor es zu spät ist.
Deloitte veröffentlicht jedes Jahr einen Prüfbericht über die Unternehmensfortführung von Loentiq. Zeit für eine Rückerstattung? Oder eine Aktionärsklage?
Die Klage ist der Ausweg für die individuellen Aktionäre. Es ist sehr erstaunlich, dass nach all den Profit Warnings das noch nicht passiert ist.
Diese Firma braucht es nicht. Strukis sind nur für Zocker, welche mit ihrem Geld eh nicht mehr wissen was sie tun sollen.
Eine Katastrophe ist, dass Raiffeisen so stark in diesen Mist investiert ist. Raus jetzt, solange man noch 12 Franken dafür erhält (das ist immerhin ein Kafi in Züri)!
Seit den Ergebnissen markiert jede Sitzung ein neues Tief und schließt niedriger als am Vortag. Das ist in der Regel kein gutes Zeichen.
Das ist ja wie im Dschungelcamp!
Die Raiffeisen lässt auch kein Fettnäpfchen aus!
Das nennt man Unternehmertum 😂
Notausgang gesucht? Vielleicht kann Jacques Moretti diesbezügliche Tips geben?
struckis waren schon immer eine teure aber funktionierende absicherungsstrategie, aber dieses geschäft scheint mir durch ki doch massiv gefährdet. wie werden absicherungsstrategien der zukunft aussehen? statt teure struckis eher schlaue ki.
Raiffeisen und RMF waren noch nie gute strategische Investoren. Beide sind Opportunisten.
Sie wussten sehr genau, warum sie Leonteq-Aktien gekauft hatten, ohne das Geschäftsmodell ignorieren zu können. Das Problem ist, dass es sich radikal geändert hat und die Profitabilität überraschend von einem Tag auf den anderen verschwunden ist. Die 640 Millionen Eigenkapital sind eine Illusion – die individuellen Aktionäre werden nicht tatenlos zusehen.
Wie konnte nach den Enthüllungen vom 10. Oktober 2022 die Rentabilität plötzlich verschwinden? Natürlich… weil die Märkte volatil sind. Bravo Marco, Lukas, Antoine, Hans, Christian! Sie sollten sich der Literatur widmen.
Interessant ist, dass just heute eine ganze Seite in der FuW von Raiffeisen gebucht wurde um hauseigene Strukis (rund ein Dutzend) zu bewerben. In meiner Erinnerung gab es das vorher nicht.
Raiffeisen will nicht von der Leonteq-Affäre besudelt werden, die irgendwann ans Licht kommen wird.
Raiffeisen saß im Board und wusste genau, worum es beim Geschäftsmodell ging. Dieses existiert nicht mehr, daher sind sie zu etwas anderem übergegangen.
Felix wird Ruhe reinbringen.
Totgesagte leben länger.
Spätestens wenn RMF und Raiff raus sind, wird diese Gesellschaft sich langsam erholen.
Viele die hier schreiben, kennen Felix nicht. Wenn alle an einem Strang ziehen, kommt das gut. Sobald die beiden Großaktionäre sich verabschiedet haben, steige ich ein, aber nur dann, wenn Felix noch an Board ist.
Solchen Unsinn erzählt man nicht einem Experten wie Felix. Er wird sehr schnell kapieren, dass das Problem existenzbedrohend ist.
Leonteq could just buy back 0.6% of their CET ratio (equivalent to approx. 2 mio shares at current levels) in 2026 and not wait for 2027. Enough to rerate the stock to CHF 22-24 given the current liquidity. Let’s see if RMF will come back with his proposal from last year.
I think mgmt will be forced to take actions despite their narrative „wait in ’26“
Dexia hatte eine ähnliche Idee. Man kennt das Ergebnis. Wann werden die individuellen Aktionäre es verstehen???
Quelle: „Andreas Kälin – Reporter, Freier Mitarbeiter bei SRF“, sagt alles.
Völliger Blödsinn, was dieser linke Journi hier schreibt!
Es reicht, das zu lesen, was öffentlich zugänglich ist, um zu verstehen, dass da etwas faul ist.
Ich frage für einen Kollegen: War nicht die KPMG die Revisionsstelle, waren sie nicht auch bei CS und bei der Post Auditor?
Nein, EY ist der Ursprung dieses Zirkus. Schauen Sie sich an, was sie mit einer deutschen Fintech gemacht haben, dann werden Sie verstehen, was passieren wird.
RMF, die Ratte, hat sich verzockt 🙂
Oder ist RMF nebenbei Puts long oder „sonstwie“ short?
Nein, er dachte, mit Chris eine Vollkaskoversicherung zu haben… Aber er hat noch nicht alles kapiert.