„I do not spend my time on that“. Das die Aussage von Nestlé-CEO Philipp Navratil anlässlich einer heutigen Q&A Session mit den Medien.
Mit „that“ sind die Akte seines Vorgängers, Laurent Freixe, und ein mutmasslicher Streit der Extraklasse um die Abgangsentschädigung gemeint.
Eine stufengerechte Aussage des amtierenden CEO. Ein Dementi, wonacht nichts an der Sache sei, würde hingegen anders tönen.
Verwaltungsräte, allen vor Nestlé-Präsident Pablo Isla und sein Vize, Dick Boer, der das Compensation Committee präsidiert und zusätzlich seit 2020 im Verwaltungsrat von Shell mit einer jährlichen Vergütung von rund 230’000 Pfund sitzt, dürften mit einem Heer von Anwälten einen Abwehrkampf führen.
Zusammen verdiente das Duo knapp 3 Millionen letztes Jahr bei Nestlé, rund 35 Prozent der gesamten Entschädigung aller Mitglieder des Verwaltungsrates.
Das Basissalär für den CEO beträgt 200’000 Franken. Pro Monat. Dies geht aus den Berichten 2024 und 2025 hervor.
Es galt für Mark Schneider, den Vorgänger von Freixe, und für Navratil, der seit einem halben Jahr an der operativen Spitze des Nahrungsmittel-Multis steht.
Für Laurent Freixe gab es keinen Rappen mehr. Dafür ist er hartnäckig in den Handelregisterauszügen von Nestlé S.A. in Vevey und Nestlé AG in Cham präsent.
Wie ein Gespenst ohne Zeichnungsberechtigung irrlichtert Freixe in den formalen Stukturen der Holding herum.
Eine skurile Situation, die spätestens an der Generalversammlung der Aktionäre im April zum öffentlichen Thema werden könnte.
Die nicht abgeschlossene Akte „Freixe“ droht, sich zu einer explosiven und kostspieligen Story zu entwickeln, die Zeit und Ressourcen des Verwaltungsrats bindet.
Dass Navratil bei der Präsentation des Jahresergebnisses dazu schweigt, könnte zum Boomerang unter Aktionären und Analysten werden und untergräbt die propagierte Aufbruchstimmung mit neuer „Leistungskultur“.
Das letzte Kommunikationsfiasko bei der Verunreinigung von Milchpulver für Säuglinge liegt nur 6 Wochen zurück. In einem beherzten Video musste sich CEO Navratil erklären, und entschuldigen.
Dass es auch anders geht, wird bei zwei anderen Personalien verdeutlicht, bei denen mit „Dollars & cents“ reiner Tisch gemacht worden ist.
Der Spitzenverdiener bei Nestlé in 2025 war kein anderer als Steve Presley, CEO für die „Americas“. Er machte bei seinem Ausscheiden im April 2025 mit über 7,3 Million so richtig Kasse.
Das Nestlé-Urgestein und der frühere Football-Coach fiel einer ersten Reorganisationsrunde zum Opfer. Ein Aufschrei in den USA betreffend seiner Entschädigung? Fehlanzeige.
Höchstsaläre gehören zum System und werden akzeptiert.
Und auch der in Ungnade gefallene Paul Bulke hinterliess zum letzten Mal Spuren in den Berichten: Bis Ende September kassierte er rund 1,6 Millionen. Im Vorjahr waren es noch 3,5 Millionen gewesen.
Mitgenommen hat der Belgier auch seine Ende 2024 gemeldeten 1’545’209 Nestlé Aktien. Mit dem heutigen Kurssprung von 3 Franken verdiente er knapp 5 Millionen, zumindest auf dem Papier.




Das Interesse des Managers ist nicht der Erfolg der Firma sondern sein Portemonnaie.
Es wird kurzfristig in Quartalszahlen gedacht. Nicht langfristig damit die Firma eine Zukunft hat.
Darum geht es auch mit jeder Firma mit solchen Mänätscher Typen Bachab
Frisch gemahlener Kaffee schmeckt übrigens einiges besser als Nestlé Kapseln Kaffee.
Seit 2010 ging das Eigenkapital Nestles von 65% zurück auf 36%. Der Hauptgrund war wohl, dass Kapital verbraucht wurde, um ständig höhere Dividenden zu bezahlen und Aktien zurückzukaufen.
Das macht doch wirtschaftlich keinen Sinn. Ausser man wollte Nestle schwächen und zu einem Uebernahmeobjekt eines Konkurrenten machen.
Herr Gantner: lassen Sie dieses Geschwätz zu Nestle! VRP und CEO brauchen ihren Kommentar nicht.
Was soll’s. Im Artikel steht ja nicht einmal, ob CHF, GBP, USD oder doch nur RUB oder VES.
Also, Ball flach halten, Fussball WM ist erst im Sommer.
Bei Nestle ist ausgerechnet Schoggi Cailler ein Trauerspiel. Klar, im Umsatz ein Piccolo, aber bezüglich feiner Food-Kompetenz ebenso bedeutend wie Clooney-Kafi. Nur kommt dieser Brand seit eh nicht wirklich vorwärts. Obwohl der Namen nahe an Cartier liegt … CEO Navratil sollte bei den „real emotional goodies“ die Old Boys mit Freixe-Denke austauschen. Mit der Renovation des Baby-Drama wäre so ein Anfang zu starten. Die Press applaudiert und die Börse tanzt.
Ja. Die vergleichbaren Cailler-Schokoladen übertreffen die Lindt-Schoggi bei weitem, dennoch haben sie keinen grossen Erfolg. Das muss am Marketing liegen.