Es geht nicht um Atomwaffen oder geopolitische Moral, es geht um Kontrolle über Energie und Ressourcen.
Wer glaubt, Trump wolle Iran am Bau von Atomwaffen hindern, glaubt ebenso an den Osterhasen. Hätte er das wirklich gewollt, hätte er längst Nordkorea oder Belarus ins Visier genommen.
Schon in der zweiten Woche des Konflikts kündigte Trump offen an, Kharg Island, einen der wichtigsten iranischen Ölhäfen, von Teheran wegzunehmen.
Gleichzeitig werden gezielt iranische Politiker und Zivilisten getötet – wie in einem schlechten James-Bond-Film.
Kein Aufschrei der UN, nicht einmal der Papst meldet sich zu Wort.
Es geht nicht um Recht oder Sicherheit, es geht um Öl – und die Märkte reagieren entsprechend.
Historisch betrachtet zeigt sich ein Muster: 1973 führte das OPEC-Embargo zu einer Vervierfachung des Ölpreises und zu hoher Inflation.

Heute, 2026, wiederholt sich die Geschichte auf dramatische Weise. Seit Beginn des Iran-Krieges steigen die Ölpreise kontinuierlich – Brent kratzt bereits an der 110-Dollar-Marke.
Trumps Versuch, die Preise mit der Freigabe strategischer Ölreserven (SPR) zu dämpfen, war ein einmaliger Panik-Knopf, kein Mittel für den Dauerbetrieb.
Nach der Freigabe von 172 Millionen Barrel sind nur noch 243 Millionen Barrel in den Reserven – ein Rekordtief seit den 1980ern.
Anders gesagt: Trumps Panik-Knopf ist ein Luxusspielzeug, das man sich höchstens einmal pro Jahr leisten kann. Versuch’s öfter, und wir riskieren echte Engpässe.
Fed-Chef Powell redet natürlich nicht von einer selbstgebauten Katastrophe, schliesslich würde man so etwas ja auch nicht laut sagen. Trotzdem warnt er vor Ölpreisschocks, die die Inflation antreiben.
Ein subtiler Hinweis darauf, dass Trumps Krieg die Märkte fest im Griff hat.
Die Fed hob ihre Prognose für 2026 auf 2,7 Prozent an, ein stummes Eingeständnis, dass es keine magische Lösung gibt und die Energiepreise auf Dauer hoch bleiben.
Und wie realistisch ist Öl bei 200 Dollar pro Barrel?
Brent liegt aktuell bei 110 Dollar, Prognosen sehen maximal 150 Dollar, falls die Strasse von Hormus komplett blockiert wird – inklusive China und Indien.
200 Dollar sind höchstens bei extremen Bedingungen denkbar: einer monatelangen Blockade, einem totalen Zusammenbruch der Energieinfrastruktur im Golf oder einem Super-GAU mit radioaktiver Freisetzung.
Anders gesagt: Wir bräuchten fast schon den Weltuntergang, damit die Preise so weit steigen – und trotzdem würden wir alle noch diskutieren, ob der Präsident die Lage wirklich im Griff hat.
Die Folgen spürt auch Europa. Deutschland leidet bereits unter sinkenden LNG-Lieferungen, doch Pipelines aus Norwegen liefern weiterhin, und es gibt noch Puffer. Wie lange diese kleine Erleichterung hält, bleibt jedoch ungewiss.
Was wir dabei nicht aus den Augen verlieren dürfen, sind die wachsenden Spreads zwischen den Renditen deutscher und französischer Staatsanleihen – ein stilles Warnsignal, das zeigt, dass die Märkte längst nervös werden.
Dabei reden wir noch gar nicht über Japan, das rund 95 Prozent seines Rohöls aus dem Nahen Osten importiert.
Und so gilt: „Not only Qatar is burning, but the German and Japanese economies are also burning.“
wenn Sie den künftigen Barrelpreis zu 222 voraussagen, bekommen Sie eine Handvoll Clicks als Bonus obendrauf.
Sehr gerne.
Brent long Airlines short.
Fürs Trading habe ich zu Interactive Brokers gewechselt: Keine Depotgebühren, keine Stempelsteuer, 50 mal geringere Kommissionen und 500 mal geringere Währungsgebühren als bei Swissquote. Mit 1000Fr. Gutschrift für Neukunden: ibkr.com/referral/silvia841
Sehr kluge Entscheidung. Alles andere ist Geldverschwendung. Allein schon die Schweizer Spreads bei FX …
Jetzt nur noch erfolgreich traden. Das ist gar nicht so schwer. Außer man arbeitet bei oder für eine Schweizer Bank….
„Ölkrieg“ klingt griffig, greift aber zu kurz. Märkte reagieren nicht nur auf Machtpolitik, sondern auch auf Angebot, Nachfrage und Erwartungen. 200 Dollar pro Barrel sind kein realistisches Basisszenario, sondern ein Extremfall. Wer ständig den Weltuntergang ausruft, verliert am Ende die Glaubwürdigkeit – und vernebelt die nüchterne Analyse, die es jetzt bräuchte.
Und wenn wir schon bei Extremen sind: Selbst am Strand von Thailand wird das Bier nicht automatisch doppelt so teuer, nur weil irgendwo jemand den Ölpreis auf 200 herbeirechnet.
Trump wollte auch nicht die Venezolaner von Maduro befreien, sondern er wollte vor dem angriff auf den Iran das Öl sichern. Er wusste genau, dass der Preis massiv ansteigen wird.
bloss ein weiterer punkt um nun endlich voll auf erneuerbare zu setzen.
Nahezu jeder Krieg der letzten 50 Jahre hatte mit Ressourcen, Zugang zu den Weltmeeren und dergleichen zu tun. Die Welt ändert sich nicht, nur die Gesichter der Potentaten und die Namen der Journalisten. Insofern ist es müssig, über die Motive von D. Trump und W. Putin zu philosophieren.
It‘s all about the Öl-Money