Der Benzinpreis hüpft rauf und runter wie eine iranische Rakete. Man weiss nie, was der Morgen bringt.
Das Wochenende ist fast vorbei, und dann kommen die Nachrichten aus Slowenien.
Wegen des Iran-Kriegs wird der Treibstoff an den Tankstellen rationiert. Private dürfen nur noch fünfzig Liter pro Tag tanken, Unternehmen, Landwirte und Selbstständige bis zweihundert Liter.
Ministerpräsident Robert Golob kündigt das in Ljubljana an, wie kontrolliert werden soll, bleibt unklar.
Die niedrigen Spritpreise in Slowenien locken Autos aus Österreich und Italien an die Zapfsäulen. Die Lager seien zwar voll, behauptet die Regierung, aber die Auslieferung zu den Tankstellen harzt.
Und schon stehen die Fahrzeuge Schlange. Tanktourismus mitten in der EU, vom Feinsten.
An der Schweizer Grenze sieht es ähnlich aus. Deutsche zahlen in Deutschland über 2,30 Euro für einen Liter, fahren ein paar Dutzend Kilometer rüber, und schon ist der Tank wieder halb voll zu einem Preis, der noch erträglich scheint.
Das Volumen an die Kundschaft ist doppelt so hoch wie sonst, der Markt richtet sich selbst, egal, wie sehr Politiker in Slowenien oder Berlin versuchen, künstlich zu regulieren.
Die Dieselpreise in Deutschland erreichen fast Rekordhöhe. Man muss jetzt findig werden, welche Tankstelle noch was hat, und mal schauen, wie es weitergeht.
Gleichzeitig erwacht Trump und droht dem Iran per Tweet mit einem Ultimatum. Öffnet die Strasse von Hormus in 48 Stunden, sonst werden iranische Kraftwerke angegriffen.
Und wie üblich verkündet er zum x-ten Mal seinen Sieg über den Iran, wie jeden Morgen. Was der US-Präsident definitiv nicht gewonnen hat, ist das Vertrauen der Benzinverbraucher.
Künstlich tiefe Preise erzeugen Knappheit, Tanktourismus und reines Chaos an den Zapfsäulen.
Märkte lassen sich weder austricksen noch stoppen – nicht in Slowenien, nicht an der Schweizer Grenze.
Wer zuerst fährt, tankt, wer zögert, schaut in die Röhre. Und das alles passiert noch vor den Osterferien.
Kann mir nicht einmal einen günstigen Dacia leisten, bin Ende Monat ausgesteuert!
Ach komm, heutzutage braucht man ja schon einen Kleinkredit, um sich einen Einkaufswagen leisten zu können – da wirkt ein Dacia fast wie Luxusklasse.
Einfach das Lastenvelo von Baltasar Glättli ausleihen!
Es wird dieses Jahr keinen Osterstau geben. Auch keine Sommerferien. In den nächsten 48h werden die Pläne und Träume vieler in einer Wolke propagandainduzierter Ignoranz verpuffen.
Ich hoffe ich irre mich. Ich hoffe wir kommen nochmals knapp an der Katastrophe vorbei.
Die Historie und Modus operandi des Aggressors und seines Herrn ist leider bekannt.
Ich bin nicht religiös, aber vielleicht bete ich heute trotzdem. 🙁
Mein Schwager fährt inner 50 Kilometer zu der günstigsten Tankstelle. Und 50 Kilometer zurück. Ob das Sinn macht?
typisch Mittelstand
Das macht Sinn.
Ich fahre auch gerne, wenn auch nicht 50, so zumindest 10 km Umweg für eine Preisbrecher-Tankstelle. Man muss diese Leute unterstützen.
Man könnte ja mit Loomit und Panama Papers eine Fahrgemeinschaft mit den üblichen synaptischen Leichtgewichten bilden gemeinsam im Konvoi zum Arbeitsamt. Vielleicht gibt’s dann sogar Mengenrabatt.
Am meisten trifft es AMG-Fatzkes, Autoposer und die Hausfrauen mit den SUV.
Jetzt kann am am Verhalten dieser Klientele eine praktische Feldstudie machen, ob höhere Preise eine Lenkungswirkung haben oder am Ende einfach alles teuerer wurde und sich nichts ändert. Ich tippe auf das zweite.
Und trotzdem werden sich an Ostern die Autos wieder kilometerlang vor dem Gotthard stauen. So schlimm kann es also nicht sein!
Bist du der auferstandene Mike Shiva?
aufhören mit dem Junior Loomit…ständig 2 Sätze irgendwelcher Schrott
Bin gerade geschäftlich in Deutschland und Holland unterwegs. Hat weniger Autos auf den Strassen. Auch gut.
Und ja, die ganzen Ölkonzerne sind keine Monopole. Das sind Oligopole. Die leiden am meisten unter dem Ölpreis. Wissen kaum noch wo mit dem Geld hin.
Und Ostern. Schon mal die Preise für Osterhasen angeschaut. Das ist zum Wegfahren.
Weniger Autos auf den Straßen und du auf Geschäftsreise. Seit wann arbeitest du denn angeblich? Oder ist der Lindt-Osterhase dein neuer Arbeitgeber?
Die Behauptung, Ölkonzerne „leiden am Ölpreis“, ist so realitätsfern, dass man sie fast in ein Märchenbuch drucken könnte – direkt neben dem Einhorn, das Steuern zahlt.
Diese Unternehmen leiden nicht, sie kassieren. Wenn der Ölpreis steigt, feiern sie Dividendensaison; wenn er fällt, jammern sie kurz und machen dann trotzdem Milliarden.
Ein Oligopol mit Mitleidsbonus – das muss man sich erst mal trauen.
@Franka: Liebe Franka. Es gibt die Möglichkeit Aktien von solchen Konzernen zu kaufen. Als der Iran Krieg losging (Achtung eine Öl- Gasregion), war so ein Kauf nicht die dümmste Entscheidung. Mit der grossen Dividende kompensierst Du dann den höheren Preis an der Tankstelle.
Co2 Lenkungsabgaben und Gesetze werden sehr bald obsolet weil unbezahlbar. Bald gibt’s Kolonne nicht nur an den Tankstellen sondern vor den Lebensmittel Läden. Die Folgen vom Irankrieg sind im Anmarsch.
Möglichst konstant 100 km/h auf der Autobahn fahren. Das reduziert den Treibstoffverbrauch und folglich die Kosten erheblich. Eilige Autofahrer haben somit auch eine freie Passage, ohne ständig abbremsen zu müssen. Der Zeitfaktor ist irrelevant. Man verliert auf einer 50 Kilometer-Strecke ca. 3 Minuten, das Resultat einer Wette!
Und im Stadtverkehr Aktivitäten und Termine verbinden, auf temperamentvolle Stopp-and-go-Aktionen verzichten und – wenn möglich – keine bewirtschafteten Parkplätze benutzen.
über die Hälfte der Preise an den Zapfsäulen machen die staatlichen Abgaben aus.
Die Staatsschuldenkrise ist nun vorbei: am Meisten an dem Krieg profitieren die Finanzminister die die Mineralöl- und Mehrwertsteuer kassieren.
Karin Keller-Sutter soll sich bei Trump mit einem Barren Gold bedanken. Mindestens.