Die UBS ist die grösste Bank der Schweiz. Milliarden werden verwaltet, komplexeste Finanztransaktionen abgewickelt und Milliardenbeträge in die IT investiert.
Nur bei einer offenbar besonders anspruchsvollen Aufgabe scheint die Grossbank an ihre Grenzen zu stossen.
Ein Treuhänder möchte die Kontobewegungen seines Kunden anschauen dürfen.
Anfang September beantragte ein kleines Schweizer KMU bei der UBS, bei der es seine Geschäftskonten unterhält, einen E-Banking-Zugang für seinen Treuhänder.
Dieser sollte ausschliesslich Leserechte erhalten, damit er die Kontobewegungen einsehen und die Buchhaltung effizient erledigen kann.
Keine Zahlungsberechtigung, keine Überweisungen, keine Freigabe von Transaktionen. Der Treuhänder sollte schlicht sehen können, was auf den Konten läuft.
Eigentlich eine alltägliche Angelegenheit. Sollte man meinen.
Doch die UBS scheint mit diesem Wunsch hoffnungslos überfordert zu sein.
Nachdem zunächst überhaupt nichts geschah, erkundigte sich der Kunde nach dem Stand der Dinge. Am 15. September kam die erste schriftliche Antwort.
Die Bearbeitung des E-Banking-Zugriffs sei noch im Gange. Sobald die Verträge vollständig erstellt seien, würden die entsprechenden Unterlagen zugestellt.
Man staunt. Offenbar braucht die UBS schon mehrere Wochen, um die Verträge für einen solchen Zugang vorzubereiten.
Der Kunde wartete weiter. Schliesslich hat man Verständnis dafür, dass eine Grossbank mit ihren vielen Abteilungen und Zuständigkeiten nicht immer ganz so schnell arbeitet wie ein kleines Unternehmen, das auf funktionierende Abläufe angewiesen ist.
Am 7. Oktober, also wiederum mehr als drei Wochen später, war noch immer nichts passiert. Der Kunde fragte erneut nach.
Diesmal gab es immerhin eine Entschuldigung. Schuld sei nun ein technisches Problem, das die Hinterlegung des Treuhänders verzögere.
Die zuständige Abteilung sei bereits daran, dieses Problem zu beheben. Man werde den Treuhänder so schnell wie möglich mit den gewünschten Leserechten hinterlegen.
Das muss man sich einmal vorstellen.
Da betreibt die grösste Schweizer Bank eine hochkomplexe IT-Infrastruktur, wickelt täglich unzählige Transaktionen ab und präsentiert sich gerne als modernes, digital ausgerichtetes Finanzinstitut.
Aber einem Treuhänder einen Zugang einzurichten, mit dem er lediglich die Kontobewegungen eines KMU anschauen kann, überfordert die Organisation offenbar während Wochen.
Zuerst sind die Verträge nicht fertig. Dann gibt es technische Probleme.
Was genau nicht funktioniert, erfährt der Kunde nicht. Einen Termin, wann das Problem behoben sein soll, nennt ihm ebenfalls niemand.
Vielleicht müsste man bei der UBS für solche Fälle eine besondere Taskforce bilden. Mit Projektleiter, verschiedenen Arbeitsgruppen und regelmässigen Sitzungen.
Möglicherweise könnte man auch einen externen Berater beiziehen. Bei einer derart schwierigen technischen Herausforderung wäre das ja durchaus nachvollziehbar.
Für das betroffene KMU ist die Angelegenheit allerdings weniger lustig.
Der Treuhänder benötigt die Kontoinformationen für die laufende Buchhaltung. Gerade kleinere Unternehmen sind darauf angewiesen, dass solche administrativen Arbeiten möglichst effizient erledigt werden können.
Dafür gibt es schliesslich E-Banking und elektronische Zugriffsberechtigungen.
Stattdessen muss sich der Kunde wiederholt bei seiner Bank melden, erhält vertröstende Antworten und darf anschliessend weiterwarten.
Besonders ärgerlich ist dabei nicht einmal nur die Verzögerung. Es ist die offensichtliche Gleichgültigkeit, mit der ein solches Anliegen behandelt wird.
Der Kunde muss nachfragen, um überhaupt etwas zu erfahren. Von sich aus scheint die UBS keinen Anlass zu sehen, ihn über die Verzögerung oder den Stand der Problemlösung zu informieren.
Natürlich können technische Probleme auftreten. Auch bei einer Grossbank.
Aber wenn es innerhalb mehrerer Wochen nicht gelingt, einen gewöhnlichen Lesezugriff einzurichten, darf man sich schon fragen, was innerhalb dieser Organisation eigentlich schiefläuft.
Vielleicht sollte sich die UBS bei all ihren grossen Digitalisierungsprojekten gelegentlich daran erinnern, dass ihre KMU-Kunden keine spektakulären technischen Innovationen verlangen.
Sie möchten einfach eine Bank, bei der die alltäglichen Dinge funktionieren.
Und heute, am 22. Oktober, dem Tag, an dem ich diesen Artikel verfasse, ist immer noch kein Zugang vorhanden. Auch eine weitere Mitteilung der UBS ist nicht gekommen.
Gleiche Bilder gehören meistens zum gleichen Kommentator.
Darum: Verkauf ins Ausland. Das Risiko des Scheiterns der UBS ist einfach zu gross.
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Das hört sich ja an wie damals bei der Credit Suisse.
Bis es die CS vertätsch hat.
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Och, das ist gar nichts.
Ich wartete 8 Wochen auf einen Steuernachweis bei der UBS. Davon 2 Mails, ein Brief und ein Vorsprechen in einer Filiale.
Nachdem ich mal etwas Dampf machte in der Filiale, wurde mir das mit 2 Mausklicks ausgedruckt. 4 Wochen später (!), also 3 Monate insgesamt bekam, ich den Nachweis auch noch per Post…
UBS = Unfähige Bank Schweiz
oder anders gesagt das „K“ in UBS steht für Kundenservice.
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Das ist viel zu einfach. 😀
Einfach und unkompliziert..daran scheitern vorallem Akademiker und Bürolisten.
Bei den Handwerkern ist das täglich gefragt und so erledigt.
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Das Problem besteht nicht nur bei UBS, sondern bei vielen (allen) Banken. Als Treuhänder muss ich mir z.B. x-Fragen von der Compliance anhören und natürlich beantworten, wenn ich ein Ehepaar beim einer simplen Hypothekarsache gegenüber der ZKB beraten will. Wohlverstanden, Fragen zu meiner Person, die nichts mit der Klientschaft zu tun haben. Die Servicekultur ist mau. Bemerkenswert auch der Hinweis der Clientis Bank Toggenburg AG: „wir haben schon vor geraumer Zeit beschlossen, nicht mehr mit Treuhändern zusammenzuarbeiten“. Wohin führt das alles? Was läuft bei den Banken alles falsch?
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Topbank 🤭
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Oje, so viel Text und Aufwand, nur für ein erneutes UBS bashing? Langsam wird es kindisch und bedauerlich! Oder hängt das Artikel-bashing mit der Beratung der WAK-N von nächsten Montag zusammen, um im Vorfeld negativen (bezahlten) Einfluss auszuüben? Kopschütteln hoch y!!!
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Natürlich handelt es sich um einen Einzelfall,
nur die häufen sich derzeit drastisch. Aber wenn der CEO sich einen Deut um das Schweizer Geschäft kümmert und Fehlbesetzungen auf allen Stufen zulässt, muss man sich nicht wundern, wenn unten an der Basis liederlich gearbeitet wird.
Das Problem liegt wohl an „kleines KMU“.
Ein UBS’ler wird dafür nicht aus seinem Home Office aufstehen.
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Seien Sie positiv: Schreiben Sie nicht, was die UBS nicht kann, sondern was sie kann. Erpressen, mit dem Wegzug. Leute über 50 rausschmeissen, in Wellen. Absurde Boni an die Bonzen oben auszahlen. Schrott-Produkte in die Kundenportfolios laden. Absurde Gebühren für unterirdischen Service verlangen. Für jede Kleinigkeit Wochen oder Monate brauchen, um sie zu erledigen. Management-Indolenz und Inkompetenz jederzeit zeigen. Hürden für den Kunden erstellen. Nur einen Lesezugang für einen Treuhänder, das kann sie nicht. Der würde ja sehen, was auf dem Konto passiert.
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Die Lösung wäre einfach: Das Treuhandbüro erhält einen einfachen Standard-Zugang. Damit kann man zwar auch Zahlungen erfassen. Aber solange man für deren Ausführung die Freigabe einer zweiten Person benötigt, kann nichts passieren. Dann hätte man schon längst Zugriff.