Die Migros wird zum Panik-Orchester. Sie schickt ihren Steuermann Mario Irminger in die Wüste – in der Stunde Null.
Grund ist One Migros: Die 10 Fürsten draussen im Land wollen für ihre Zusammenlegung den Mann der Zürcher Zentrale nicht mehr.
Neben dem Migros-CEO kann auch dessen „Supermarkt“-Chef Peter Diethelm einpacken. Der zweitwichtigste im Tages-Business des Retailers: ebenfalls weg.
Die beiden wichtigsten Manager der Revolution von oben haben ausgespielt; und dies just am Tag, an dem der Orange Riese historische Weichen stellt.
Was Coop vor einem Vierteljahrhundert vorgemacht hat, vollzieht der „Dutti“-Gigant jetzt mit riesigem Rückstand ebenso: Adios Doppelspurigkeiten, hello Einheits-Genossenschaft.
Vielleicht ist es dafür schon zu spät.
Die Welt ist längst eine andere. Lidl und Aldi haben die Schweiz geknackt – die Migros ist zum lahmen Riesen geworden.
„Wir stellen wirklich die Weichen für die Zukunft“, meinte Migros-Präsidentin Ursula Nold an der Medienkonferenz in Bern von heute Vormittag.
Alle Genossenschafts-Chefs seien „zum Schluss gekommen, dass wir eine einfachere, gemeinsame Organisation“ bräuchten.
Deshalb hätten sie unisono die „Gründung einer gemeinsamen Gruppen-Genossenschaft“ beschlossen.
Entscheiden würden nächsten Sommer die über 2 Millionen Migros-Genossenschafter.
Als Eigentümer der Migros würden sie in Zukunft Anteile an der „schweizweit geeinten Gruppen-Genossenschaft“ halten.
Nold lobte die abgehalfterten Irminger und Diethelm. „Sie beide haben unglaublich mitgeholfen“ beim jetzt erfolgten Schritt.
Jetzt würden sie „im Interesse der Sache ihre Positionen zur Verfügung stellen, damit neue Kräfte den mehrjährigen Umbau umsetzen“ könnten, so Migros-Kapitänin Nold.
Nach einer halben Stunde kam endlich Mario Irminger zur Sprache. Brüchige Stimme, geschlagen und gebrochen.
Den Stab jetzt weitergeben sei richtig, sagte der CEO, den man zuoberst nicht mehr wollte.
„Wir haben erreicht, was uns viele nicht zugetraut hatten“, versuchte Irminger, seine Absetzung in milderes Licht zu tauchen.
Zusammen mit Supermarkt-Chef Diethelm habe er eine „neue Migros“ geschaffen, ohne deren Kern „zu zerstören“.
„Altersmässig“ sei es „nicht möglich“, den Umbau umzusetzen. Dieser erfolge aus einer „Position der Stärke“: Die Eigenkapital-Quote von 80 Prozent zeige dies.
Man wolle „im Alltag bei den Konsumenten erste Wahl sein“, so Irminger.
Die Konsumenten springen davon – die Migros ist nicht mehr die Nummer 1 der Schweiz; diese Position hat der Basler Coop errungen.
Der Abgang des CEOs, die 10 Genossenschafts-Fürsten, die sich noch jahrelang bekämpfen dürften, die Konkurrenz, die davonrennt:
Der heutige Big Bang bedeutet eine Wegscheide – mit ungewissem Ausgang. Entweder versetzt er dem torkelnden, gelähmten Retailer den Stromstoss fürs Aufholmanöver.
Oder er wird als Aufbäumen in die Geschichte eingehen, das erst erfolgte, als es schon zu spät für die Wende war.






Endlich setzt man mal am richtigen Ort an. Die Bürokratie in den Regionalgenossenschaften hat nun lange genug gewuchert.
Die Frage ist aber, ob man die Effizienzvorteile auch wirklich heben kann.
Ich verstehe, dass Irmiger das nicht mehr machen will.
Wichtig ist, dass McKinsey nun endlich raus geworfen wird. Es braucht jetzt Retailprofis, keine Theoretiker.
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Ich wünsche Migi von Herzen, dass er die Wende zum Guten schafft.
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We all are Migi Kinder😍
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Coop übernimmt die Migros im 2027 für ein Butterbrot.
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Das Einzige was ausser den Grimmigen unglücklichen Jammergesichtern in Thailand wirklich fehlt ist ein Migros.
Wie sind eigentlich die momentanen Temperaturen in der Schweiz (gosch i dä Limmat go bädele)?
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Die älteren Herrschaften gehen mit Obulus in Frühpension und/oder VR-Mandate. Die neuen Kräfte ziehen die Reorganisation durch. Wenn‘s gut geht -> Bonus. Wenn‘s schief läuft …. „Das haben die Vorgänger lanciert. Sorry.“
Eine Reorg tut immer gut.
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Vielleicht wurde der Irminger weniger rausgeworfen als dass er sich lieber jetzt in Pension verabschiedet anstatt die nächsten paar Jahre täglich für seine Fehlentscheidungen gerade stehen zu müssen. Allerdings, für Bild wäre er ja ein idealer Sündenbock für alles, was die letzten paar Jahre in die Hosen ging. Dann hätte man einen der das Feuer auf sich zieht während man in Ruhe umbauen könnte.
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Und Mold die gar nichts geleistet hat bleibt?
Schlechter Witz!
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Bei der Migros wird es jetzt besser werden. Das Mario Irminger Mitte
27 mit 62 Jahren in Rente geht, spricht für ihn. Er hat alles richtig
gemacht.
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@rudi… Richtig Rudi. Wie es mit den alten Chefs rauskommt,
sehen wir perfekt bei Lindt und Sprüngli mit dem Tanner.
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Was für Chaos? Haben Sie die Pressekonferenz auch verfolgt? Da steck ein klarer Plan und ein Ziel dahinter, wie man die Migros in Zukunft Konkurrenzfähig machen will.
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seit zwei Jahren keine Konkurrenz mehr von irgend Jemanden. Unglaublich was alles an Produkten verschwunden ist. Und die wenigen, die noch im Sortiment verblieben, fehlen die meiste Zeit. Erinnert mich an die DDR anfangs der 80er Jahre. Dort gab es wenigstens Bückware. Nur so wegen dem Migros Bashing.
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Einfach…
zu lange, zu einfach, zuviel Geld verdient…Als der Schweizer Markt noch abgeschottet und der Bürger gerne als „Melkkuh“ hergehalten hat. Das Management auf dem zu hohen Ross bei dünner Luft die Sinne vernebelt und die Bodenhaftung verloren. Ergebnis: Leichtfertig u.a. mit teGut und „Sparrowventures“ etc. über CHF 500 Mio. versenkt und gleichyeitig die Mitbewerber belächelt.
Wer darf es ausbaden: Der kleine Angestellte…weils McKinsey sagt und nicht das eigene Gewissen und die Moral das „Top-Management“ dazu veranlasst zuerst sich selbst kritisch zu hinterfragen.
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Mir egal. Kaufe eh alles im Ausland ein👍
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Und hoffentlich verschwinden all die Mc Grinsis auch. Wo die wirken, geht alles kaputt
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Dieses Stück Schweizer Geschichte sollte unbedingt erhalten bleiben. In regierende Fürsten jedoch haben Schweizer noch nie längerfristig ihr Vertrauen gesteckt, so dass es jetzt allerhöchste Zeit wird, eine bodennahe Führung zu installieren, die wieder den Stallgeruch der Arbeitstiere erkennt und schätzt und nicht den letzten süssen Duft der bald vollständig ausgesaugten Honigbäume.
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Eine sehr komplizierte Übung mit sehr ungewissen Ausgang. Statt sich auf das daily business zu konzentrieren, wird jetzt jahrelang reorganisiert.
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I bi äs Migros-Chind und blibe es au.
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Der „Rückstand“ ist wahrscheinlch tatsächlich weiter gewachsen , aber kann uid darf für ein Schweizer Heimathändler nicht das Aus bedeuten! Dafür steht Migros zu sehr und deutlich für Schweizer Werte und Geschichte! Aber ja, Migros muss sich nun schnell dem modernen und zukünftigen Marktumfeld anpassen, um den Endkunden weiterhin, den typischen Service und Service bieten zu können , der sie von den Wettbewerbern unterscheidet und eben typisch Migros darstellt .