Die CG24 Group heisst ausgeschrieben CreditGate24. Sie lockte viele Investoren in Nullzins-Zeiten mit verlockenden Renditen, um deren Geld in Kredit-Vehikel zu legen.
Jetzt kracht es bei der CG24 querbeet. Kürzlich kam die Redlight-„Sonne“-Liegenschaft ins Gerede, deren Besitzer schuldet der Finanzfirma 11 Millionen.
Neu wird zudem eine Betreibung bekannt, mit der die CG24 drei Millionen (nicht 30 Millionen, wie das Betreibungsamt falsch eingetragen hat) von einem einzigen Schuldner eintreiben will.
Es geht um einen umstrittenen Poolbauer aus dem Mittelland. Der war durch Medienbeiträge ins schiefe Licht geraten – durch Mängel und Lieferverzögerungen.
Die CG24 hatte den Kredit gewährt, als die Schuldnerin noch einem anderen gehörte.
Die Zürcher Finanzfirma drückt bei der Durchsetzung ihrer Forderung aufs Gas.
Sie hat soeben einen Zahlungsbefehl gegen die Firma des Poolbauers, der ihr die 3 Millionen schuldet, eingereicht.
Damit drängt sie „auf Verwertung eines Grundpfands“.
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Der Betrag ist ein Indiz, wie viel die CG24 ihren zahlreichen Schuldnern vorgestreckt hat in den Zeiten, als die Investoren wegen der tiefen Zinsen ihr Erspartes in solche Kredit-Vehikel steckten.
Die 11 Millionen für die „Sonne“ könnten jedenfalls nie mehr zurückkommen – so sieht es der Sprecher der Besitzerin der Immobilie, der mit der CG24 eine Lösung sucht.
Sollte die CG24 zusammenbrechen, würde dies in Zürich ein kleineres Erdbeben auslösen, sagt eine Quelle.
Aus der CG24 heraus ist zu vernehmen, man sei gut unterwegs mit der Eintreibung der Schulden.
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Die beliebtesten Kommentare
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Mancheiner hat offensichtlich geglaubt, dass es bald schon Negativzinsen für die Schuldner gebe –
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Boooooooooooring… gibts hier nicht mal irgendwann wieder etwas interessantes?! Verkommt hier zu einem Tratschblatt. Journalistische Qualität ist sowieso rar gesät aber hier lohnt sich teilweise nicht mal das Zuendelesen des Titels…
Leider habe ich dann sogar noch den Artikel überflogen. Wild zusammengeworfene komplett zusammenhanglose Sätze und Behauptungen. Es nähert sich dem Niveau eines Trump’schen „Gedanken“-ausgusses.
Es ist übrigens sehr traurig zu sehen wo der Finanzplatz Schweiz inzwischen steht, dass sich IP die Mühe macht so eine non-story irgendeinem überschuldeten Kreditnehmer aus der Nase zu ziehen. Vielleicht hören wir demnächst vom Hakan, der seinen CHF 5’000 Konsumkredit bei der Cembra nicht mehr zurückzahlen kann -> Cembra vor Implosion – -
Bei so einem Firmennamen (CreditGate24) weiss jeder vernünftige Mensch sofort, dass das Geschäftsmodell nicht wirklich seriös und tragfähig ist.
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LH, ich würde nochmal recherchieren. Da scheint mir noch sehr viel unklar zu sein.
1. Wie ist die Haftung zwischen dem Investor und CG24 geregelt? Ist CG24 gegenüber dem Investor ersatzpflichtig?
2. Meiner Meinung nach sprechen wir insgesamt von drei Firmen. Wir haben den seit Oktober 24 konkursiten Poolbauer, wobei das Verfahren nach HR immer noch läuft und nicht geschlossen ist. Dann gibt es zum Poolbauer eine zweite Firma, die offenbar noch existiert und Kapitalgeber der konkursiten Firma war. Wer ist also Kreditnehmer und/oder Grundpfandinhaber?
Der Zahlungsbefehl ging aber an die Pandei Real Estate in Zug.
Allen drei Firmen ist gemeinsam, dass sie den gleichen Chef (und Inhaber?) haben.
Die Frage ist nun, will CG24 über eine Rechtsöffnung die juristische Aufarbeitung der Finanzflüsse zwischen den Firmen und die Feststellung allfälliger Straftatbestände erreichen. Wo bzw. in welche Firma sind zB die drei Millionen geflossen?
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Fragt sich nur was in der Betreibung überhaupt an Verwertbarem vorhanden ist, und ob sich damit die Außenstände decken lassen. Da wollten die Plattform selbst und deren Geldgeber wohl das große Geld verdienen, denn sonst hätte man nicht 3 Mio. zu 9,7 % Zinsen verliehen. So hohe Kreditzinsen zahlen nur welche die woanders nichts mehr kriegen.
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Bei 9,7% fällt halt auch gelegentlich ein Kredit aus. Da muss man weder jammern noch schimpfen.
Ich bin selber aktiv als Investor bei CG24 und Lend investiert.
Bis jetzt ist viel weniger als erwartet ausgefallen und meist habe ich dann mein Geld doch noch voll zurück erhalten.
Zu dem Fall hier oder zur „Sonne“ kann ich nichts sagen, da bin ich nicht mit dabei. -
Offenbar wollen die Manager von GC24 kein Wellness im Pool (o.k., wäre auch schade um die Anzüge).
Das mit den 9.7% Zinsen ist jedoch etwas übertrieben. Sollten die Zinsen nicht negativ sein?
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„Zahlungsbefehl erkämpfen“ – Wieso so reisserisch?
Der Zahlungsbefehl ist nichts weiter als eine Betreibung. Die muss man nicht „erkämpfen“. Es gibt ein einfaches Formular, das füllt man aus und sendet es dem Betreibungsamt und zahlt die Betreibungskosten. Die geltendgemachten Forderungen müssen nur behauptet werden. Es müssen keine Beweis vorgelegt werden, dass die Forderung überhaupt existiert. Man kann aus Jux einfach irgendjemanden betreiben – da wird vom Betreibungsamt überhaupt nichts überprüft.Wieso dann also diese reisserische Beschreibung, dass der Zahlungsbefehl erkämpft wurde?
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Bezüglich „erkämpfen“ stimme ich Ihnen zu. Der Ablauf einer Betreibung ist jedoch nicht einfach Jux-basiert. In der ersten Runde kann man – leider – jemandem einfach so ans Bein pinkeln. Doch wenn der Schuldner Rechtsvorschlag erhebt, wird die Betreibung gestoppt, bis der Gläubiger ein Fortsetzungsbegehren einreicht. Spätestens bei diesem muss er handfeste Unterlagen einreichen, welche seine Forderung belegen. Eine Betreibung an sich sagt deshalb noch wenig aus, eine trotz Rechtsvorschlag durchgesetzte Betreibung schon einiges mehr.
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Das kommt drauf an. Der Zahlungsbefehl entfaltet nur Rechtswirkung wenn der Betriebene keinen Rechtsvorschlag erhebt, diesen zu beseitigen und den Zahlungsbefehl damit in Rechtskraft zu setzten kann durchaus ein Kampf sein….
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Und selbst wenn Rechtsvorschlag erhoben worden ist, bleibt die Betreibung mal im Register sichtbar. Und sollte der Rechtsvorschlag beseitigt worden sein, dann kann die Betreibung fortgesetzt werden – also Pfändung verlangen. Aber davon wird ja im Artikel nicht gesprochen, sondern nur vom Zahlungsbefehle – also einer einfachen Betreibung.
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Sie sollte sich nochmals ganz intensiv damit beschäftigen wie der Betreibungsablauf stattfindet. Wenn der Betrieben Rechtsvorschlag erhebt kann man eben gerade KEIN Fortsetzungsbegehren stellen sondern muss zuerst den Rechtsvorschlag beseitigen, dass geht ggf über einen provisorischen oder defintiven Rechtsöffnungstitel oder sonst über den ordentlichen Zivilprozess.
Erst wenn dieser beseitigt ist, kann man Fortsetzen (sofern nicht bezahlt wird) bzw schon gar kein Rechtsvorschlag erhoben wird. Der Zahlungsbefehl ist nichts weiter als eine amtliche Zahlungsanweisung wenn ich dieser nicht nachkomme und der Gläubiger trotzdem
Nichts weiter tut passiert erst mal gar nichts, immerhin wird die Verjährung unterbrochen, erst die Fortsetzung führt zur Pfändung oder dem Verlustschein. -
Auch falsch, seit 2022 kannst du nach 3 Monaten dem Betreibungsamt eine Nichtbekanntgabe Aufforderung zustellen, dann muss der Gläubiger beweisen das er das Rechtöffnungsverfahren eingeleitet hat sonst wird die Betreibung aka Zahlungsbefehl im
Offiziellem Register gelöscht. -
@@tommy:
Ja, seit 2022 kann man 3 Monate danach das Gesuch um Nichtbekanntgabe stellen. Aber seitens des Gläubigers reicht es, ein Schlichtungsbegehren zu stellen. Und schon bleibt der Eintrag für 5 Jahre drinnen. Das Schlichtungsbegehren muss nicht mal durchgeführt werden (nach Praxis einiger Betreibungsämter) – man kann also das Gesuch stellen und nachdem dem Nichtbekanntgabegesuch nicht stattgegeben wird, kann man das Schlichtungsgesuch auch wieder zurückziehen – um Kosten zu sparen.Das mit den 3 Monaten und dem Nichtbekanntgabegesuch klingt zwar gut, in der Praxis ist es aber effektiv nutzlos.
Und nein, im Register wird nichts gelöscht – sondern nur nicht bekannt gegeben.
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@ Tommy, Geriatrie Hirslanden, Betreibungsbeamter, @geriatrie, @tommy: vielen Dank Euch allen. Ich habe auf unterhaltsame Art wieder etwas gelernt.
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Wenn man Kredite ohne gründliche Due Diligence vergibt und Themen wie Grundstückgewinnsteuern übersieht, darf man sich über böse Überraschungen nicht wundern…
Amateur Hour!
Mich würde ja interessieren, wie es bei CG24 mit dem Risk Mingling aussieht. Hat die FINMA schon angeklopft? -
Der Laden kann als Vermittlungsplattform nicht crashen, da das Risiko bei den gutgläubigen Gläubigern liegt. CG24 hat einfach etwas mehr Aufwand mit Betreibungen, wovon auch wieder Provision kassiert wird.
Schon vor Jahren war klar, dass CG24 das Risikomanagement nicht im Griff hat. Damals wurde „restrukturiert“ und Besserung gelobt. War aber nur Schall und Rauch, wie sich jetzt zeigt.-
„Damals“ war 2023… Die hier betriebene Schuld ist aus 2019, hat also mit der Restrukturierung in 2023 absolut gar nichts zu tun…
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Hahaha!
Darauf könnt Ihr Euch alle schon jetzt gefasst machen! Wenn der Rasenmäher erst mal richtig ins laufen kommt wird nichts mehr stehen wie zuvor! Die Schockstarre
für die lügenden Regierenden und die träumenden Staatsbürger wird kommen aber vermutlich frühestens erst gegen 2030! Bis der Karren gründlich im Schuldensumpf versunken ist dauerts wohl noch etwas. Bis es so weit ist muss zuvor noch weiter betrogen und gelogen werden. Sicher ist aber Eines, es wird absolut katastrophal und tödlich werden.
Glauben Sie keinem Banker und keiner einzigen Regierung auf diesem Planeten.-
Weiter so mit Nullzinsen oder sogar negativen Zinsen. Das Feuerwerk wird umso lustiger!
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Die Blase wird platzen.
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Sie hätten ja den Poolbauer laufend mahnen und betreiben können. Falls er wirklich 30 Mio. schuldet, hat jemand seine Arbeit nicht gemacht oder es gab (zu) viele schöne Versprechen.
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Wenn (angeblich) nichts mehr zu holen ist, bringen auch Betreibungen herzlich wenig.
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Es geht um 3 Mio. nicht um 30! Bitte erst lesen und dann kommentieren…
Und woher wissen Sie, das nicht zuvor gemahnt wurde? -
@Klaus P:
Ursprünglich stand im Artikel 30 Millionen… das wurde nachträglich geändert auf 3 Millionen und Klammerbemerkung angebracht. Also nicht so voreilig anderen Dinge unterstellen…
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3 Mio.? 30 Mio? 300 Milliarden?
Was küümert’s den Luki? Hauptsache es gibt Clicks (= Cash)!
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Die Blase wird platzen.
"Zahlungsbefehl erkämpfen" - Wieso so reisserisch? Der Zahlungsbefehl ist nichts weiter als eine Betreibung. Die muss man nicht "erkämpfen". Es…
Sie hätten ja den Poolbauer laufend mahnen und betreiben können. Falls er wirklich 30 Mio. schuldet, hat jemand seine Arbeit…