Matthias Henny wollte CEO der neuen Helvetia werden. Als Baloise-Spitzenmann konnte er sich Chancen auf den Topjob beim Assekuranz-Riesen ausrechnen.
Am Ende erhielt er nur den Trostpreis: Chief Financial Officer.
Jetzt soll Henny abspringen. Er würde neuer CEO der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB), geht um.
Die hat eine Viertel Milliarde mit einer einzigen Idee verspielt: der Radicant.
Die Zürcher Bank wurde zum historischen Absturz, die Köpfe rollten im Multipack, die Bankenaufsicht ist in Liestal einmarschiert.
Der Neuanfang würde jetzt also Henny verkörpern, falls die Information zutrifft. Ein Sprecher der BLKB wollte nichts sagen.
Henny würde von einem langjährigen Buddy im VR der BLKB gefördert. Philipp Schmidlin heisst dieser.
Schmidlin gelte als starker Mann zuoberst bei der BLKB, wird kolportiert. Wie Henny stammt er auch aus der Versicherungsbranche.
Bei der Generali musste er einst gehen. Aus jener Zeit sollen sich die beiden kennen.
Henny ist umstritten. Bei der Baloise hat er im Asset Management wenig zustande gebracht.
Seinem eigenen Aufstieg tat das keinen Abbruch. Wenn er bei der BLKB CEO wird, hat er etwas Rares geschafft:
Als Versicherungs-Manager im Banking zuoberst landen. Verweisen kann er auf Erfahrung im VR der SoBa, eine Tochter der Baloise. Eine erfolglose.
Der Ruf der Baselland-KB ist dermaßen ruiniert, das beste wäre die Bank gleich auf Kosten der Basler Steuerzahler abzuwickeln.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Coole Idee! Die Basler bezahlen die Abwicklung der Baselbieter Kantonalbank. Geld hat der Stadtkanton dan Big-Pharma ja im Überfluss.
Was einmal mehr bestätigt: nördlich des Juras gibt’s nur „Basler“…
In der Zeit als alle Banken beim Thema Allfinanz wachsen wollten hat die BLKB ganz zum Schluss die Atag-Asset-Management übernommen. Sollte die Aussage stimmen, so würde die BLKB nun auch personelle den Schritt Richtung Allfinanz komplettieren. Schliesslich wollen alle Banken sich einen Kuchen bei der Umverteilung von Vorsorgevermögen sichern und daher scheint ein solcher Schritt logisch. Ob reiner Produktverkauf ausreichend sein wird? Man darf weiterhin gespannt sein auf die nächsten News dieses Instituts……
Ein Schritt in Richtung Allfinanz (Banking und Insurance combined) wäre der nächste Fehltritt. Ohne komplett neue Idee, wie man das machen könnte, wäre das Irrsinn. Mit Idee immer noch ein Highrisk-Projekt. Beides nicht gerade ideal für eine BLKB im heutigen Zustand.
Matthias Henny brachte bei der Baloise „zu wenig“ zustande.
Als „Zertifikant“ rate ich dem BLKB Bankrat, von einer Ernennung „Abstand“ zu nehmen.
Diesem Chief Financial Officer fehlt das „Rüstzeug“.
In Frage kämme von einem Versicherer nur ein „Unternehmensberater oder „Pensionskassen-Experte“. Beides sind „Frontleute“ mit breiter „Erfahrung“, die den Markt kennen und mit „Risiken und Chancen“ umgehen können.
Er brachte bei der Baloise so ziemlich nichts zustande. Das AM ist ein Sanierungsfall.
Ein Versicherungs Heini
An die Spitze der BLKB?
Was soll dass denn?
Diese Bank benötigt einen ausgewiesenen Bankfachmann, der den Saftladen auf Vordermann bringt!
Es ist Vorsicht geboten, wenn das Risiko besteht, dass ein zukünftiger Mitarbeiter vielleicht nur aus Frust und für den Lebenslauf wechseln möchte. Es kann dann durchaus passieren, dass man mit diesem Mitarbeiter die Ziele nicht erreichen kann, die man erreichen möchte.
Gab es da nicht schon einmal einen Versicherungs-Chef, der dann von London in die Schweiz wechselte, um CEO der Credit Suisse zu werden…?
Auch das hatte sich ja super bewährt, denn er kannte ja jede Facette des Banking-Business‘.
Toll!
Von der Versicherung zur Bank? Ist ja auch das Gleiche!
ABWICKELN. Der Basler Dialekt ist sowieso hässlich!
Henny als CEO? Das kommt sicher gut. Das AM bei Baloise hat er ja bereits heruntergewirtschaftet. Wer einen Einblick in sein ehemaliges Reich hat, kommt rasch zum Schluss, dass dort nur Schaum geschlagen wird und kaum etwas richtig funktioniert. Das AM der Helvetia hat auch viele Baustellen, aber im Vergleich zur Baloise ist dort zumindest tw. eine gewisse Kompetenz vorhanden. Bei Baloise tönt alles super: Agiles AM, innovative Produkte und First Mover – in der Realität performen einfachste Anlagekonzepte nicht. Positiv: BLKB ist schon am Boden, da kann Henny nicht mehr viel kaputt machen 🙂
hmm. Vielleicht nimmt ja Henny die SoBa / Baloise Bank auch gleich mit zur BLKB. Da wäre diese Regionalbank sicher besser aufgehoben als im Versicherungskonzern.
Das würde perfekt zur BLKB passen. Erfolglosigkeit gepaart mit null Branchenerfahrung. Der BRP wird sicherlich ein ähnliches Profil haben. Hauptsache lieb, nett und keine Fragen zur Vergangenheit stellen.
Der hat schon die alte Winterthur mit in den Ruin getrieben und dann bei der AXA-Zwangs-Uebernahme mit kaltschnäuzigen Massenentlassungen geglänzt!
Wie nah ist Henny bei seinem Buddy genau?
Frage für einen anderen Spanner.