Gestern Freitag, 6. November 2026
Bombendrohungen treffen Medienhäuser in Irland. Evakuiert wurden Gebäude von RTÉ, Irish Independent, Newstalk und Today FM in Dublin (IE). Die Regierung (IE) bestätigt laut TheJournal.ie Falschalarme und hält eine koordinierte Störkampagne für wahrscheinlich. Zudem trafen neue Bombendrohungen Flüge. Laut dem Büro des französischen Premierministers wurden vier nach Frankreich umgeleitet.
Auf den Kanaren (ES) kamen in sechs Tagen rund 4069 Migranten an, berichtet ABC. Das Spital auf El Hierro (ES) ist laut seiner Leiterin absolut überlastet.
Die EU-Kommission sieht Spanien, Italien, Griechenland und Zypern unter Migrationsdruck. In Ceuta (ES) betreut die Stadtregierung laut Sprecher Ramírez 3688 minderjährige Migranten.
Die Bündner Regierung will Geflüchteten aus der Ukraine auch mit Ausweis B nur Leistungen wie mit Status S zahlen.
Die Bundeswehr gab laut Spiegel 2023 bis 2025 der Justiz 724 Fälle sexueller Übergriffe ab.
In Antwerpen (BE) prüft die föderale Staatsanwaltschaft ein Terrormotiv bei einem Sprengsatz vor einer Kirche.
Kurz gemeldet: Rowley ruft weitere mögliche Brand-Opfer auf, 14 Festnahmen bei Núcleo Nacional laut El País.
In Thun trennte die Polizei nach einem Fussballspiel rund 35 Fans mit Gummischrot. In Donaghadee (GB) muss ein 29-Jähriger für den Mord an seiner schwangeren Partnerin mindestens 20 Jahre in Haft. Lebenslang erhält ein 52-Jähriger in Potsdam (DE) für den Mord an seinem Schwiegervater. Auf Gran Canaria (ES) wirft eine Richterin 19 Verdächtigen sechs Morde an angeblichen «Hexern» vor. Wegen Morden in Norrköping (SE) und Oslo (NO) sind zwei Jugendliche angeklagt. In Nürnberg (DE) erlitt ein 30-Jähriger mehrere Messerstiche. Schüsse verletzten Menschen in Sint-Truiden (BE) und Ballinasloe (IE). Weitere Fälle: Eastleigh (GB), Bremen (DE), Athen (GR), North Tyneside (GB), Reggio Emilia (IT). Ebenso: La Laguna (ES), Świecko (PL), Ceuta (ES), Haren (BE), Schweden, Haarlem (NL).
Meldungen
Bombendrohungen: Italiens Antiterror-Staatsanwaltschaft ermittelt, Irlands Premier hält sie für koordiniert
In Italien ermitteln die Staatsanwaltschaften unter Leitung der nationalen Antimafia- und Antiterror-Staatsanwaltschaft zu den Bombendrohungen gegen Flüge. Das meldet ANSA. Medien in Irland und der bulgarische Sender Nova TV erhielten laut The Independent Drohungen eines angeblichen «Mikhail Andropov». Er beanspruchte die Drohungen der Woche für sich. Der Absender ist laut The Independent nicht identifiziert. Irlands Premier Micheál Martin hält die Drohungen gegen Flüge und Medien laut Irish Times für koordiniert. Er ist laut RTÉ zuversichtlich, dass die Gipfel in Dublin (IE) nächste Woche sicher verlaufen.
«Es gibt die allgemeine Ansicht, dass die ganze Zunahme hybrider Angriffe eine Verbindung zu Russland hat.»
«There’s a general view that all of the increases in hybrid attacks has a Russian connection to it.»
Schiphol (NL): Marechaussee nimmt 45-jährigen Tschechen wegen falscher Bombendrohung fest
Die Koninklijke Marechaussee hat am Flughafen Schiphol (NL) einen 45-jährigen Tschechen festgenommen. Er soll am Donnerstagabend an einem Gate mündlich eine falsche Bombendrohung gegen einen Flug nach Prag (CZ) ausgesprochen haben. Das berichtet NOS. Er hatte laut Marechaussee ein Ticket für den Flug. Am Freitagnachmittag kam er wieder frei. Ob er strafrechtlich verfolgt wird, ist laut NOS nicht bekannt.
Dudley (GB): Lebenslang für 66-Jährigen, der den Mord an seiner Partnerin von 1998 gestand
Ein 66-Jähriger ist für den Mord an seiner Partnerin im Jahr 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er muss laut GB News mindestens zehn Jahre und zehn Monate absitzen. Er griff die siebenfache Mutter laut The Independent in Dudley (GB) im Bett an. Die Leiche entsorgte er Monate später mit dem Hausmüll. Die Tat gestand er laut der Polizei in diesem Jahr Ermittlern für Vermisste.
Schaerbeek (BE): Mordverdächtiger wegen eines Verfahrensfehlers freigelassen
Die Brüsseler Anklagekammer hat den Verdächtigen im Mord an einer 36-jährigen Cafébetreiberin in Schaerbeek (BE) freigelassen. Grund ist ein Verfahrensproblem. Das bestätigen laut BRUZZ und VRT die Brüsseler Staatsanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft. Die Frau war am 3. Dezember 2024 erstochen worden. Der Verdächtige ist ihr Ex-Partner und sass seit der Tat in Haft.
Novellara (IT): Kassationsgericht nennt Mord an Saman Abbas vom Familienclan geplant
Der Mord an der 18-jährigen Saman Abbas war laut dem Kassationsgericht (IT) vorsätzlich und von der ganzen Familie geplant. Das berichten ANSA und Repubblica aus der Urteilsbegründung. Die Pakistanerin verschwand in der Nacht auf den 1. Mai 2021 in Novellara (IT). Sie wurde eineinhalb Jahre später nahe dem Haus vergraben gefunden. Das Gericht hatte im Juli lebenslange Haft für die Eltern und zwei Cousins bestätigt. Der Onkel erhielt 22 Jahre. Traditionen rechtfertigen laut Gericht keine Gewalt.
«eine vorsätzliche Entscheidung, um die Schande zu bestrafen, die das Mädchen verursacht hatte, das nach anderen gesellschaftlichen Regeln leben wollte als jenen der Herkunft»
«una decisione premeditata per sanzionare il disonore arrecato dalla ragazza, che intendeva vivere secondo canoni sociali diversi da quelli di origine»
Ceuta (ES): Guardia Civil schätzt 88'146 Rückkehrer nach Marokko seit dem Massenübertritt
Seit dem Massenübertritt vom 30. und 31. Juli sind laut Guardia Civil 88'146 Migranten von Ceuta (ES) nach Marokko zurückgekehrt. Das steht laut El Mundo und El Pueblo de Ceuta in einem Bericht an die Richterin der Audiencia Nacional (ES). Der Bericht vom 27. Oktober nennt die Zahl eine Schätzung. Die Regierung (ES) sprach laut El Mundo von höchstens 72'000 Menschen beim Übertritt. Mit über 12'000 Menschen, die noch in der Stadt sind, kommt El Mundo auf rund 100'000. Ceuta hat laut El Mundo 83'000 Einwohner.
Ceuta (ES): Spanien verlängert ab 17. November die Grenzmolen um 150 Meter
Spanien beginnt am 17. November mit der Verlängerung der Grenzmolen von Tarajal und Benzú in Ceuta (ES). Das kündigte Regierungsdelegierter David de la Encina laut El Pueblo de Ceuta an. Die Molen reichen danach rund 150 Meter weiter ins Meer. Eine schwimmende Barriere soll Übertritte schwimmend verhindern. Die Arbeiten kosten rund fünf Millionen Euro.
Uppsala (SE): Mutmasslicher Helfer des Dreifachmords in Abwesenheit in Haft
Ein Mann in den 20ern ist in Uppsala (SE) in Abwesenheit in Untersuchungshaft genommen worden. Er soll beim Dreifachmord in einem Friseursalon im April 2025 geholfen haben. Das berichtet SVT. Er verbüsst laut Staatsanwalt Andreas Nyberg eine Haftstrafe im Irak. Ein 22-Jähriger ist bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. Er erschoss die drei Opfer im Alter von 15, 16 und 20 Jahren.
Luzern: Unbekannter soll zwei Schülerinnen auf dem Schulweg sexuell bedrängt haben
In der Stadt Luzern soll ein unbekannter Mann zwei Schülerinnen auf dem Heimweg sexuell bedrängt haben. Das berichtet 20 Minuten. Die Mädchen konnten davonrennen. Die Luzerner Polizei bestätigt den Vorfall. Die Eltern haben Anzeige erstattet. Die Täterschaft ist laut Polizei noch unbekannt.
Hamburg (DE): 24-jähriger Türke nach Schuss auf 55-Jährigen festgenommen
Die Polizei Hamburg (DE) hat einen 24-jährigen Türken festgenommen. Er soll Mitte September im Stadtteil Heimfeld einem 55-Jährigen ins Bein geschossen haben. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt. Gegen den 24-Jährigen erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags, teilt die Polizei mit. Ein 29-jähriger türkischer Begleiter kam wegen eines Verstosses gegen das Waffengesetz in Haft. In einer Wohnung fand die Polizei eine scharfe Schusswaffe.
Marburg (DE): 42-jähriger Pole nach Tötung einer 35-Jährigen ausgeliefert
Ein 42-jähriger polnischer Staatsangehöriger ist aus Polen nach Deutschland ausgeliefert worden. Er soll am 20. Oktober in Marburg (DE) eine 35-jährige Frau mit 19 Messerstichen getötet haben. Das teilen die Staatsanwaltschaft Marburg und die Polizei Mittelhessen mit. Täter und Opfer hatten zumindest früher eine Beziehung. Der Mann war nach Polen geflohen und dort am 22. Oktober festgenommen worden. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.
Ceuta (ES): Audiencia Nacional lädt vier geschützte Zeugen zum Massenübertritt vor
Die Audiencia Nacional (ES) lädt am 10. November vier geschützte Zeugen zum Massenübertritt nach Ceuta (ES) vor. Das berichtet Europa Press. Der Richter folgt einem Antrag des Polizeizentrums CENIF. Dieses wirft in einem Bericht marokkanischen Sicherheitskräften vor, die Menge aktiv zu den Übergängen gelenkt zu haben. Es sieht zudem Planung und eine strategische Führung.
Drammen (NO): Patient in geschlossener Psychiatrie erstochen, Mann unter Mordverdacht
Im Spital von Drammen (NO) ist ein Mann in den 30ern nach Stichverletzungen gestorben. Die Tat geschah zwischen zwei Patienten auf einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung. Das berichtet NRK. Die Polizei beschuldigt einen Mann in den 40ern des Mordes und hat ihn festgenommen. Er willigt laut seiner Verteidigung in Untersuchungshaft ein.
Italiens Innenministerium: Polizei identifizierte in «roten Zonen» drei Millionen Menschen
Die Polizei in Italien hat seit Einführung der sogenannten roten Zonen drei Millionen Menschen identifiziert. Das teilt das Innenministerium (IT) auf X mit. Es nennt die Zonen ein Mittel gegen Illegalität in den Städten. 74 Prozent der Wegweisungen gefährlicher und vorbestrafter Personen betrafen laut Ministerium Ausländer.
Ceuta (ES): Stadtregierung meldet 3688 aufgenommene Minderjährige und keine ordentlichen Rückführungen
Die Stadtregierung von Ceuta (ES) betreut derzeit 3688 minderjährige Migranten. Das sagt Sprecher Alejandro Ramírez laut Ceuta Actualidad. Er nennt die Lage völlig unhaltbar. Seit dem Massenübertritt Ende Juli gab es laut Ramírez keine einzige Rückführung nach ordentlichem Ausländerrecht. Rund 15'000 Menschen seien freiwillig gegangen, rund 700 nach Gerichtsurteilen ausgewiesen worden. Ein Datum für den Abbau der Lager gebe es nicht. Eine Verteilung der Minderjährigen auf andere Regionen lehnt er laut El Pueblo de Ceuta ab.
«wäre der Anfang vom Ende Ceutas»
«sería el principio del fin de Ceuta»
Donaghadee (GB): Mindestens 20 Jahre Haft für Mord an schwangerer Partnerin
Ein 29-Jähriger muss für den Mord an seiner schwangeren Partnerin mindestens 20 Jahre in Haft. Das entschied laut RTÉ und BBC ein Gericht in Belfast (GB). Die Richterin hatte laut RTÉ zuvor eine lebenslange Strafe verhängt. Er tötete die 27-Jährige im Juni 2025 in ihrer Wohnung in Donaghadee (GB). Sie war in der 32. Woche schwanger, auch das Ungeborene starb. Laut Richterin schlug er mindestens 59 Mal auf sie ein. Er hatte sich im Juni 2026 schuldig bekannt. Er ist der Vater ihrer zwei Töchter.
«Ein weiterer Femizid in einer langen Reihe von Femiziden, die in diesem Rechtsgebiet begangen wurden»
«Yet another femicide in a long line of femicides committed in this jurisdiction»
Graubünden will Geflüchteten aus der Ukraine auch mit Ausweis B nur S-Leistungen zahlen
Die Bündner Regierung will Geflüchteten aus der Ukraine auch mit Ausweis B nur Leistungen wie mit Status S zahlen. Das berichtet RSI. Nach fünf Jahren in der Schweiz steht ihnen ab März 2027 der Ausweis B zu. Gleichzeitig senkt der Bund mit dem Entlastungspaket 2027 seine Beiträge ans Asylwesen. Laut RSI geht der Ausweis B im März an 960 Menschen in Graubünden. Die Kosten beziffert RSI auf mindestens 4,8 Millionen Franken für die Gemeinden und 1,1 Millionen für den Kanton. Der Grosse Rat berät den Vorschlag in der Dezembersession.
La Laguna (ES): 44-Jähriger soll Nachbarn nach Streit um Hund niedergestochen haben
In San Cristóbal de La Laguna (ES) auf Teneriffa hat die Nationalpolizei einen 44-Jährigen festgenommen. Er soll einen Nachbarn nach einem Streit um einen Hund mit einem Küchenmesser in die Brust gestochen haben. Das berichtet Canarias7 unter Berufung auf die Polizei. Das Opfer kam ins Spital.
EU-Kommission sieht Spanien, Italien, Griechenland und Zypern unter Migrationsdruck
Die EU-Kommission hat ihren jährlichen Migrationsbericht vorgestellt. Spanien, Italien, Zypern und Griechenland stehen laut ORF unter Migrationsdruck und profitieren vom Solidaritätsmechanismus. Für Spanien war laut El Pueblo de Ceuta der Massenübertritt nach Ceuta (ES) im Juli entscheidend. Der Mechanismus verteilt laut ORF jährlich mindestens 30'000 Geflüchtete, alternativ sind Geld- oder Sachleistungen möglich. Die Kommission stuft laut ORF Österreich, Bulgarien, Tschechien, Estland, Kroatien und Polen mit einer erheblichen Migrationssituation ein. Kommissar Brunner schlägt vor, Österreich auch 2027 von Beiträgen auszunehmen. Polen muss laut dem Innenministerium (PL) nicht teilnehmen. Irreguläre Grenzübertritte sanken laut Kommission im ersten Halbjahr 2026 um über ein Drittel.
«Österreich hat über viele Jahre hinweg sehr viel Verantwortung übernommen.»
Reggio Emilia (IT): 41-Jähriger soll Ehefrau jahrelang geschlagen und drei Fehlgeburten verursacht haben
In Reggio Emilia (IT) sitzt ein 41-jähriger Nigerianer in Haft. Er soll seine 35-jährige Ehefrau laut ANSA sechs Jahre lang geschlagen und gedemütigt haben. Die Schläge sollen in drei Fällen zu Fehlgeburten geführt haben. Laut der Frau hat er sie einmal sexuell missbraucht. Die Ermittlungen begannen nach ihrer Anzeige.
Gran Canaria (ES): Richterin wirft 19 Verdächtigen sechs Morde an angeblichen «Hexern» vor
Eine Untersuchungsrichterin in San Bartolomé de Tirajana (ES) hat die Vorwürfe gegen 19 Verdächtige des sogenannten «Todes-Cayucos» konkretisiert. Das berichtet Canarias7. Ihnen werden sechs Morde und 52 fahrlässige Tötungen vorgeworfen. Laut Ermittlungen wurden sechs Passagiere als «Hexer» beschuldigt, gefoltert und ins Meer geworfen. 52 weitere starben laut Canarias7, weil die Verdächtigen Wasser und Essen für sich behielten. Das Boot war im August 2025 mit rund 300 Menschen aus Senegal aufgebrochen. 18 Erwachsene sitzen in Untersuchungshaft, laut Canarias7 alle ohne geregelten Aufenthalt in Spanien.
Paris (FR): Prozess zum antisemitischen Anschlag von 1982 beginnt am 20. September 2027
Der Prozess zum antisemitischen Anschlag in der Rue des Rosiers in Paris (FR) beginnt am 20. September 2027. Er dauert laut franceinfo bis 5. November. Beim Anschlag am 9. August 1982 starben sechs Menschen, 22 wurden verletzt. Angeklagt ist unter anderem ein im April ausgelieferter 71-jähriger Palästinenser. Die Anklage hält ihn für den Schützen und Anführer des Kommandos.
Föderale Staatsanwaltschaft prüft Terrormotiv bei Sprengsatz vor Kirche in Antwerpen (BE)
Die föderale Staatsanwaltschaft (BE) prüft ein Terrormotiv bei einem Sprengsatz vor einer Kirche in Antwerpen (BE). Das berichtet VRT. Der Kanister mit Benzin und angeklebtem Feuerwerk lag am Sonntagmorgen vor der Herz-Jesu-Kirche. Laut VRT enthielt er auch kleine Metallteile. Möglicherweise war laut VRT die belarussische griechisch-katholische Kirche das Ziel. Ein 35-Jähriger wurde am selben Tag festgenommen. Der Untersuchungsrichter liess ihn am Montag wegen Verdachts auf Beteiligung an einer Terrorgruppe und versuchten terroristischen Mordes inhaftieren.
Potsdam (DE): Lebenslange Haft für 52-Jährigen wegen Mordes an dementem Schwiegervater
Das Landgericht Potsdam (DE) verurteilt einen 52-jährigen Deutschen wegen Mordes an seinem 92-jährigen Schwiegervater zu lebenslanger Haft. Das berichten Spiegel und FAZ. Er fesselte den dementen Mann laut Gericht im Januar 2026 in Michendorf (DE) mit einer Kette. Dann schlug und trat er ihn in Tötungsabsicht. Auch seine demenzkranke Ehefrau schlug er laut Urteil mehrfach. Das Gericht stellte eine besondere Schwere der Schuld fest. Er hatte die Vorwürfe bestritten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Met-Chef Rowley ruft nach Brand-Schuldspruch weitere mögliche Opfer zur Meldung auf
Scotland-Yard-Chef Mark Rowley ruft mögliche weitere Opfer von Russell Brand auf, sich zu melden. Das berichtet der Guardian. Die Polizei prüft laut Rowley zwei weitere Vergewaltigungsvorwürfe. Laut Quellen des Guardian wird befürchtet, dass mindestens zehn weitere Frauen betroffen sind. Brand wurde am Donnerstag wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe schuldig gesprochen. Das Strafmass soll laut Guardian am Montag folgen.
«Ich wäre sicher nicht überrascht, wenn sich viele weitere melden würden.»
«I clearly wouldn’t be surprised if many more came forward.»
Spanien: Polizei nimmt 14 Mitglieder der neonazistischen Gruppe Núcleo Nacional fest
Die spanische Nationalpolizei hat 14 Mitglieder der neonazistischen Gruppe Núcleo Nacional festgenommen. Das berichtet El País. Durchsucht wurde auch der Sitz der Gruppe in Madrid (ES). Die Polizei meldete auf X zunächst zwölf Festnahmen in sieben Provinzen. Ein Gericht in Gijón (ES) ermittelt wegen Hassdelikten, unerlaubter Vereinigung und Waffenbesitz. Anlass sind Krawalle im Februar in Gijón, bei denen laut El País mehrere Studierende verletzt wurden. Sieben mutmassliche Anführer sollen laut El País am Sonntag in Gijón aussagen.
Norrköping (SE) und Oslo (NO): Zwei Jugendliche aus Karlstad wegen Morden angeklagt
Die schwedische Staatsanwaltschaft klagt zwei Jugendliche aus Karlstad (SE) wegen Mordes an. Das berichtet SVT. Sie sollen in Norrköping (SE) einen Mann in den Zwanzigern erschossen haben. Beide sind auch wegen eines Mordes in Oslo (NO) am 26. April angeklagt. Sie waren laut NRK damals 15 und 16 Jahre alt. Oslos Polizei vermutet laut NRK sogenannte Gewaltaufträge. Zwei weitere Jugendliche sind wegen Beihilfe zum Mord in Norrköping angeklagt.
Bombendrohungen gegen Medien: RTÉ, Irish Independent und Newstalk in Dublin (IE) evakuiert
Mehrere Medienhäuser in Irland haben am Freitagmorgen per E-Mail Bombendrohungen erhalten. Das berichten RTÉ und BBC. Evakuiert wurden Gebäude von RTÉ, dem Irish Independent sowie von Newstalk und Today FM in Dublin (IE). Laut BBC hiess es in der E-Mail an RTÉ, eine Bombe explodiere innert 45 Minuten. Die Drohung an RTÉ gab sich laut The Independent als Werk derselben Gruppe aus wie die Drohungen gegen Flüge. Auch der britische Sender Sky erhielt laut eigener Mitteilung eine Sicherheitsdrohung. Die Regierung (IE) bestätigt laut TheJournal.ie, dass es Falschalarme waren. Sie hält eine koordinierte Störkampagne für wahrscheinlich, die Urheber sind unbekannt.
«Wir werden dem nachgehen, um die Verantwortlichen zu identifizieren und sie zur Rechenschaft zu ziehen.»
«We will go after this to identify who’s responsible and to hold them accountable»
Kanaren (ES): 4589 Migranten in sechs Tagen, El Hierro ruft soziale Notlage aus
Vom 1. bis 6. November kamen auf den Kanaren (ES) laut amtlichen Daten bis Freitagmittag 4589 Migranten an. Das berichtet ABC. Zwei Menschen starben, zwei werden vermisst. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es laut ABC 458 Menschen. Der Inselrat von El Hierro (ES) ruft laut Canarias7 die soziale Notlage aus und verlangt mehr Personal. Das Spital von El Hierro ist laut seiner Leiterin absolut überlastet. Polizeiquellen werfen dem Innenministerium (ES) laut ABC vor, Tausende ohne vorgeschriebene Triage von El Hierro wegzubringen. Innenminister Grande-Marlaska forderte in Dakar (SN) Senegal zu besserer Migrationssteuerung auf, teilt sein Ministerium auf X mit.
Halmstad (SE): 19-Jähriger wegen geplanten Messeranschlags auf ein Gymnasium angeklagt
Die schwedische Staatsanwaltschaft klagt einen 19-Jährigen wegen Vorbereitung eines Terrorverbrechens an. Das berichtet SVT. Er soll laut Anklage mit islamistischem Motiv einen Messerangriff auf ein Gymnasium in Halmstad (SE) geplant haben. Er ist zudem wegen Beteiligung an einer Terrororganisation und öffentlicher Aufforderung zu Terrorismus angeklagt. Er wurde im April festgenommen und bestreitet die Vorbereitung. Der Prozess beginnt am 19. November.
Bundestag (DE) beschliesst härtere Strafen für den Einsatz von K.-o.-Tropfen
Der Bundestag (DE) hat am Freitag ein Gesetz mit härteren Strafen für K.-o.-Tropfen beschlossen. Das berichtet die FAZ. Es richtet sich gegen alle, die anderen heimlich K.-o.-Tropfen geben, um sie auszurauben oder sexuell zu missbrauchen.
Neue Bombendrohungen gegen Flüge: Vier Umleitungen nach Frankreich, Alarme in Prag (CZ)
Am Freitag trafen neue Bombendrohungen Flüge in Europa. Vier Flüge wurden laut dem Büro des französischen Premierministers nach Frankreich umgeleitet und landeten ohne Zwischenfall. Laut The Local France landeten drei in Paris-Orly (FR), einer in Bordeaux (FR). Am Flughafen Prag (CZ) betrafen Drohungen laut GB News mindestens neun Flüge. Ein Wizz-Air-Flug von Prag nach Rom (IT) wurde laut ANSA nach Venedig (IT) umgeleitet. In Lissabon (PT) löste laut ANSA ein Ryanair-Flug aus Rom einen Grosseinsatz aus. Die Polizei in Kopenhagen (DK) war laut RTÉ den zweiten Tag in Folge am Flughafen. Sie sah keine Gefahr für Passagiere. Ein Tarom-Flug von Prag nach Bukarest (RO) landete laut RTÉ an seinem Ziel, die Drohung war falsch.
Ceuta (ES): Besitzer einer Unterkunft für Migranten nach Anzeige wegen sexueller Aggression in Untersuchungshaft
In Ceuta (ES) kommt der Besitzer einer Unterkunft für Migranten laut El Faro de Ceuta in Untersuchungshaft. Eine junge Migrantin hatte angezeigt, dort sexuell angegriffen worden zu sein, mutmasslich nach Verabreichung eines Betäubungsmittels. Die Polizei nahm bei der Durchsuchung drei Männer fest, die anderen zwei kamen frei. Dem Besitzer werden laut der Zeitung Begünstigung illegaler Einwanderung, Nötigung und sexuelle Aggression vorgeworfen.
Bundestag (DE) debattiert in Aktueller Stunde über Krawalle bei «Gen Z regelt»-Demonstrationen
Der Bundestag (DE) befasst sich in einer Aktuellen Stunde mit den Krawallen im Umfeld der «Gen Z regelt»-Demonstrationen. Das berichtet Welt. Die Linke fordert, jugendliche Teilnehmer nicht zu kriminalisieren. Sie verlangt zudem, mögliche Polizeiübergriffe aufzuklären.
Świecko (PL): Grenzschutz nimmt 24-jährigen Esten fest, gesucht wegen Mordverdachts in Finnland
Der polnische Grenzschutz hat in Świecko (PL) einen 24-jährigen Esten festgenommen. Das teilte er auf X mit. Der Mann war per Interpol-Rotnotiz wegen Mordverdachts in Finnland gesucht. Er trug einen gefälschten polnischen Ausweis. Ein Gericht ordnete Untersuchungshaft an.
Haren (BE): Gefangene zeigt Vergewaltigung im Gefängnis an
Eine Gefangene im Gefängnis von Haren (BE) hat Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet. Das Gefängniswesen bestätigt laut BRUZZ einen ernsten Vorfall und eine Ermittlung. Die Tat soll am Mittwoch in der Gefängniswerkstatt geschehen sein, berichtet laut BRUZZ La Dernière Heure. Das Brüsseler Parkett (BE) ermittelt. Weitere Angaben macht das Gefängniswesen nicht.
Österreich: Neun Hausdurchsuchungen und Kontrollen in allen 28 Gefängnissen gegen Islamismus
In Österreich gab es am 4. November einen bundesweiten Einsatztag gegen islamistischen Extremismus. Das Innenministerium (AT) meldet laut ORF neun Hausdurchsuchungen in sechs Bundesländern und 17 Einvernahmen. In 28 Justizanstalten durchsuchte die Polizei 235 Räume und kontrollierte 334 Inhaftierte. Sichergestellt wurden Mobiltelefone, Datenträger, Messer, zwei Schlagringe und eine Schreckschusspistole. In Niederösterreich gibt es zwei vorläufige Waffenverbote.
Évreux (FR): Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Aer-Lingus-Pilot, der Landung auf Militärbasis verweigert haben soll
Die Staatsanwaltschaft in Évreux (FR) ermittelt laut Irish Times gegen einen Aer-Lingus-Piloten. Er soll bei der Bombendrohung die Landung auf dem Militärflugplatz zunächst verweigert und einen Zivilflughafen bevorzugt haben. Zwei französische Kampfjets begleiteten das Flugzeug, das dann auf einer Luftwaffenbasis in der Normandie landete. Sprengstoff fand sich nicht. Aer Lingus sagt, Pilot und Besatzung hätten professionell gehandelt.
Haarlem (NL): Angeklagter gesteht im Prozess um versuchten Mord an Iran-Kritiker Tötungsabsicht
Im Prozess um den versuchten Mord am iranischen Regimekritiker Siamak Tahmasbi hat ein Angeklagter gestanden. Der in Tunesien geborene Mann bejahte laut NOS die Frage, ob er jemanden töten wollte. Es sei ihm um Geld gegangen, sagte er laut NOS. Zwei Verdächtige kamen in der Nacht auf den 6. Juni 2024 zu Tahmasbis Wohnung in Haarlem (NL). Sie hatten Waffen und einen Hammer dabei. Angeklagt sind fünf Männer und eine Frau, einer ist flüchtig. Der Geheimdienst AIVD hält Iran laut NOS für den wahrscheinlichen Auftraggeber.
Bundeswehr gab laut Spiegel 2023 bis 2025 der Justiz 724 Fälle sexueller Übergriffe ab
Zwischen 2023 und 2025 gab die Bundeswehr 724 Fälle an die Staatsanwaltschaften ab. Beschuldigt waren Soldatinnen oder Soldaten wegen möglicher Verstösse gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Das teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums (DE) laut Spiegel und FAZ dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. Die Disziplinaranwaltschaft leitete von 2024 bis 2026 zudem 452 Verfahren wegen sexuellen Fehlverhaltens ein. Von 163 rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren wurden 84 eingestellt.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.