„Hans, ist der Schweizer happy mit seiner Hausbank?“

Und wie, sagt Alt-Professor Geiger. Hohe 85 Prozent fühlten sich gemäss neuer Umfrage wohl. Überraschend: UBS und CS schwingen obenaus.

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  1. 85% sollen sich wohlfühlen mit „ihrer“ Hausbank? Kundenberater, deren eindrucksvolle Kravatte und ihr sportives-kantiges Auftreten die einzige Qualifikation sind, sind bald mehr die Regel als die Ausnahme. Seit dem jeder und jede ans Gymmy geht und studieren kann, der auf zehn zählen kann, bleiben für die Jobs bei den Banken fast nur noch die übrig, die intellektuell überfordert sind, und gar nicht merken, wie peinlich ihr Gehabe ist. Natürlich sind solche Leute billiger und leichter zu führen. Aber für Anlegerkunden sind solche Soldätlein ohne Verständnis für die ökonomischen Zusammenhänge eine Zumutung.

  2. Meiner Meinung nach sind 80% der Banken, bzw. Bankdienstleitungen heute überflüssig. Ihre Tätigkeiten sind weitestgehend parasitär ohne wirkliche Wertschöpfung für die Kunden.

    Schlagen sie die Referenzindices beim Anlegen? Nein.
    Zahlen sie Zinsen auf meine Sparguthaben? Nein.
    Ist mein Geld wirklich sicher? Nein.

    Nicht einmal eine mikrige Rendite durch Fristentransfer können sie einen Kleinanleger heute noch vernüftig anbieten. Alles ist so aufgesetzt, dass möglichst viel Risiko beim Kunden landet und die mickrige Rendite möglichst in Form von Gebühren in ihren eigenen Taschen verschwindet.

    Alles lassen sie sich bezahlen, obwohl ich seit langem sämtliche Arbeiten selber über Ebanking erledige und ihnen wirklich praktisch null Aufwand anfällt. Gebühren überall und diese werden auch noch immer höher….schlussendlich zahle ich noch, wenn ich an mein eigenes Geld will. Kann es überhaupt noch schlechter werden?

    Schon mal im Detail angeschaut, wie sie bei Währungswechseln oder Zahlungen in Fremwähung hemmungslos abzocken: Spread, Kommission, Überweisungsgebühren….Wahnsinn – Risikolos wird 2 – 5% einfach einkassiert – für Null Arbeit und selbst das reicht nicht – da müssen obendrauf noch Londen Fix, Libor und wohl noch viele weitere Finanzinstrumente zustätzlich manipuliert werden. Die Löhne in der Branche sind viel zu hoch für die Gegenleistung, die ein Kunde erhält.

    Wenn ich also höhre, dass die Kunden mit den Banken sehr zufrieden sein sollen, frage ich mich echt, in welcher Welt sie leben.

    Ich hoffe schwer, dass wir mittlerweile Peak Finance gesehen und dass die Branche in den nächsten 30 Jahren um 90% wegrationalisiert und automatisiert wird.

    Mein einziger Anspruch an meine Banken ist noch, dass sie schlussendlich nicht auch noch mein Spargeld verspekulieren via riskante Hypothekenvergaben, dubiöse Firmezukäufe oder sonstige Schachereien. Mein Vertrauen ist bereits auf dem absoluten Nullpunkt angelangt und ich suche nach Wegen, wie ich aus dem konventionellen Bankensystem aussteigen kann. Ich handle und entscheide eigentlich heute nur noch risiko-, kosten- und gebührenoptimierend… wirklich traurig.

    • Well roared. Die Gebühren-Weglagerei ist eine Unverschämtheit. Ich rate zur günstigsten CH-Kreditkarte für unvermeidliche Geschäfte sowie zu Revolut für den Rest.

    • 6 Fragen Sie nicht den Bankier um Rat!

      Es mag noch einige alte Bankiers geben, die sich ganz als Vertrauensperson der Kunden fühlen. Aber diese Sorte Bankiers stirbt aus. Vergessen Sie auch nicht, dass die meisten Bankangestellten und Bankiers selbst an der Börse spekulieren! (Stand 1924)

      .

      https://tinyurl.com/y5ee5fvl

  3. Das ständige Kopfwackeln und die spastischen Handbewegungen von Lukas Hässig à la Beto O’Rourke (Möchtegern Präsidentschaftskandidat USA) deuten auf
    berechtigte Unsicherheit oder gar gesundheitliche Probleme hin. Dazu wirkt er hypernervös und man merkt, dass sich der professorale Gesprächspartner sehr unwohl fühlt. Wie lange tut sich Geiger dies noch an? NB. Scheidt (Vontobel) hat mit Abstand den besseren Coiffeur als diese beiden Muppets!

  4. Also mit der UBS habe ich definitiv abgeschlossen . Ein solch arrogantes Unternehmen denke ich findet man noch mit der CS.

  5. Welche Altersgruppen zu welchen Produkten wurden den befragt?
    Die Antworten passen ehe auf Jugendsparkonto Kunden…

  6. Ehrlich?

    Sorry, aber die Einschaetzung des Alt-Professors sind meiner Ansicht nach seit geraumer Zeit daneben und ich verstehe diese Promotion Beiträge hier auf IP gar nicht.

    Er hat eine völlig falsche und ‘alte’ Einschätzung des Marktes – dazu geht die Digitalisierung sowie disruptive Modelle komplett an ihm vorbei.

    • @ Socrates
      (1) „alte Einschätzung des Marktes“: Umfrage zwischen 9. und 29. Januar 2019 durch Forschungsinstitut gfs.bern.Stichprobe 1‘000 Personen, ab 18 Jahren, Stichprobenfehler max. +/- 3,1 Prozent.
      (2) „ Digitalisierung, disruptive Modelle“. Kapitel 2.5 behandelt Ansichten zu den Banken in der digitalen Zukunft auf 4 Seiten. Nachlesen bei https://www.swissbanking.org/de/medien/statements-und-medienmitteilungen/die-einstellung-zu-den-banken-ist-deutlich-positiv-meinungsumfrage-2019-zu-den-banken-in-der-schweiz
      (3) Lesen lohnt sich.

    • @ Socrates

      Socrates, wo haben wir denn Märkte???
      Wenn die Banken “Geld“ (Falschgeld) durch immer neue Kreditverträge und systematischen Bankbilanzverlängerungen herstellen (mittels Monopolstellung), können keine Märkte entstehen!
      Und wenn Banken gerettet werden durch Politgauner, dann gibt es niemals Märkte.
      Das Kreditschneeballfinanzsystem der Banken und Notenbanken ist aufgebaut auf der Grundlage von Betrug, und nicht auf der Grundlage von Märkten und Marktgeld.
      Hätte man die Banken 2008 nicht gerettet mit neuen Schulden und Krediten vom Bankenkartell (mittels Haftung der Staaten bezw. der Steuerbürgen),
      dann hätten die Bankster gelernt was Märkte sind.
      Sie hätten dann erkennen müssen, dass sie pleite sind.
      Dann hätten echte Märkte gespielt, und die Betrüger wären sichtbar geworden.
      Das Finanzsystem ist lediglich ein ständiges Aufschuldungssystem, und Bankenrettung ist Vertuschung und Betrug, und hat mit Märkten nichts gemeinsam.
      Vergessen Sie nicht, dass der nächste Bank-Run noch vor dem “Bail-in“
      durchgeführt werden sollte, da ansonsten ihr Bankguthaben abrasiert wird;
      mit Genehmigung der Berner-Bundespolitik, den sogenannten angeblichen Volksvertretern.
      Vielleicht handelt es sich aber eher auch nur Bankenretter und Bankenvertreter.

  7. Sehr interessant dass die Grossbanken UBS und CS zu den Gewinnern zählen. Alt-Professor Geiger nennt da als Beispiel die schnellen, innerhalb von einem Tag abgewickelten Zahlungen. Im Vergleich zur EU wo mit Instant Payment Zahlungen in Euro während 365 Tagen und 24 Stunden innerhalb von 10 Sekunden möglich sind immer noch langsam. Ich frage mich warum sowas in der „quasi“ innovativen Schweiz im Jahr 2019 mit einem Schweizer Frankenkonto noch nicht möglich ist. Es wird Zeit das Anbieter wie Bunq oder N26 auch die Schweizer Bevölkerung bedienen.

  8. Mal schauen wie lange das “Wohlfühlen“ noch anhält. Auch im 2008 hat man sich bis zum Schluss wohlgefühlt. Wenn die Leute wüssten, dass……

    …….Die Geschichte wiederholt sich anscheinend immer wieder, wie man aus Geschichtsbüchern entnehmen kann.
    Die Menschen, die gläubigen Gläubiger, glauben immer bis zuletzt an ihre Bank, und dann noch ein bisschen länger, bis es dann zu spät ist.
    Spar& Leihkasse Thun lässt grüssen.
    Ich bevorzuge einen vorgezogenen “Bankrun“ bevor der “Bail-in“ durchgeführt wird.
    Habt ihr schon mal eure Bank nach den Bargeldreserven gefragt?
    Wie sieht’s aus mit dem Eigenkapital im Verhältnis zur Bankbilanz…? usw…was bedeutet das Wort “Währungsreform“??? ….noch nie gehört in der Schweiz?…Wie hoch ist der Einlagensicherungsfonds? Er reicht nicht aus !!..Was macht eigentlich die SNB wenn’s den Euro zerfetzt??… usw…

    • Es mag vielleicht trösten, daß die Guthabenbesitzer der von dem Platzen der Aktien- und Immobilienmarktblase wirtschaftlich am meisten betroffenen Banken in Japan „nur“ 30% ihrer Guthaben verloren:

      https://tinyurl.com/yxmlph9b

      Vielen ist noch der weinende Shohei Nozawa von Yamaichi Securities bekannt, als er am 24. November 1997 die Schließung des Wertpapierhauses verkündete:

      https://tinyurl.com/y6xhjym8

      https://tinyurl.com/y3om57pj

      Andererseits erfolgten diese Zusammenbrüche erst ca. 5 Jahre nach dem Blasenhöchststand im Dezember 1989, so daß die meisten informierten Zeitgenossen im Grunde die Möglichkeit hatten, ihre Guthaben andersweitig anzulegen.

      Beispielsweise – damals wie heute auch – in US Treasuries.

      https://tinyurl.com/y6nr8r77

  9. Letzthin habe ich mich mit einer Studie über mich beworben. Die Frage an meine besten Freunde und Bekannten lautete: „Bin ich der beste Bewerber?“. Das überraschende Resultat: 98% sagten ja, ich sei der beste Bewerber.
    Wie wärs mit einer Studie von K-Tipp oder der Stiftung für Konsumentenschutz?