„Herr Stöhlker, was für eine Schweiz kommt auf uns zu?“

Eine schrumpfende, meint der Kommunikations-Doyen. Armee, einst top wie die israelische: weg. Finanzplatz, Nummer 1 weltweit: kaputt. Macht der Kirchen: geschrumpft. Für die Elite alles kein Problem. Sie weiss, wie sie reich bleibt. Dem Rest aber namens B-Schweiz droht der Abstieg.

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18 Kommentare zu “„Herr Stöhlker, was für eine Schweiz kommt auf uns zu?“

  1. Das hat nicht viel mit der Schweiz zu tun sondern mit der Globalisierung und Digitalisierung. Es wird noch zunehmen und die Welt noch mehr in A und B teilen, in der restlichen Welt ist man sich das nur besser gewohnt als hier, wo es über einige Jahrzehnte eine fette Mittelschicht gab. Die Zeiten ändern sich und im heutigen System heisst das Motto: the winner takes it all. Entweder gehört man an die Weltspitze oder man muss schauen wo man bleibt.

    Am schlimmsten sind die Schwachköpfe die völlig überrissene Saläre für Nichts kassieren (vornehmlich in der Finanzindustrie) und noch zu blöde sind, vorzusorgen sondern sich einem hohen Lebensstandard hergeben. Für die wird es künftig keinen Platz mehr geben. Und das ist selbstverständlich auch gut so, wer nichts kann und nichts tut soll auch nichts sein.

  2. Ja, da haben Sie recht. Aber da die Schweiz ja nicht mehr so existiert wie wir sie kennen… Jede Gemeinde, jedes Bundesamt, Kantonspolizei etc… alles in der USA registrierte Firmen. Da wundert man sich ja nicht mehr. Diese Firmen müssen Gewinn machen und das auf dem Buckel der, leider mehrheitlichen Konsumtrottel, die wir sind..

  3. Tja, wir Schweizer haben uns diese Nieten in die Parlamente und den Bundesrat gewählt.

    Das Sprichwort besagt :
    „Gute Zeiten machen schwache Männer, schlechte Zeiten aber starke Männer.

    Wir werden es lernen, wenn wir all das was unsere Vorgängergenerationen aufbauten, verloren haben.
    Aber, die kommenden Zeiten werden wieder starke Männer hervorbringen.

    Reichtum kann etwas nützen, muss es aber nicht.
    Ich kenne Vermögende Leute die nie einen Gedanken daran veraschenden sich abzusichern.
    Cest la Vie.

    Das ganze wäre nicht nötig, aber es ist das einzige was die Linken und ihre Ideologie eliminieren kann.
    Die Menschen werden wieder lernen sich durchzuschlagen, die welche es nicht könne ……gehen unter.

    Es ist eigentlich ganz Banal.

  4. Leider werden zuwenig „B-Schweizer“ diesem Interview folgen und jetzt(!) merken, dass der Zug für sie bereits abgefahren ist.
    Beschämend auch, dass ein Deutscher Einwanderer den Bio-Schweizern den Spiegel vorhalten muss.

  5. Zu den A- und B-Schweizern hier unten zwei (vereinfachte) Beispiele aus meiner Praxis:

    1. Beispiel (A-Schweizer):
    Unternehmer/Privatier CH Domizil
    Vermögen: 200 Millionen.
    Ausgewiesen kein Einkommen, da selbständig und im „virtuellen Verlust“.

    Verfügbares kalk. Einkommen: 6 Millionen p.a.
    Vermögenssteuer: 300’000. (OHNE Panama und/oder Bermuda Papers!)
    Einkommenssteuer: 0

    2. Beispiel (B-Schweizer/“höherer“ Mittelstand):
    Kaderangestellter, verh. 2 Kinder; mit Lohnausweis CH Domizil;
    Einkommen steuerbar: 210000 (Brutto 260000);
    Vermögen 800000.
    Eigenmietwert: 35000

    Verfügbares Einkommen (ex Steuern und Netto-Eigenmietwert): 190000
    Gesamt-Steuern: 50’000

    Die systematische Aushöhlung des gut verdienenden Mittelstandes wird durch unsere Politiker seit Jahren sang- und klanglos zugelassen! Und dabei rühmen sich die bürgerlichen Parteien wie sie sich für den Mittelstand einsetzen würden. Warum diese Doppelmoral??

    • Es gibt international viele Staaten, die so etwas wie einen (Steuer-)Wettbewerb um reiche Einzelpersonen führen.

      Altbekannt ist die Schweiz, Liechtenstein, Monaco, Luxemburg, Cayman Islands und Hong – Kong.

      Neu mit dabei sind Singapur und Dubai.

      Letztlich sind die niederen Einkommens- und Vermögenssteuern insgesamt kein Verlust, denn die wohlhabenden Neubürger erwerben Immobilien und konsumieren bedeutend mehr mit entsprechendem Steueraufkommen daraus.

      Ähnlich jene Länder, die eine niedere Besteuerung für (Briefkasten-)Firmen bieten.

    • @ steuerparadies

      Reichlich naiv, Ihre Argumentation:
      Was nützt uns Steuerwettbewerb, wenn diese Reichen ihr Geld zu 90% im Ausland ausgeben, weil sie den grössten Teil des Jahres in der Welt herumjetten und dort an jedem Ort ihre Villen haben und Ihre Investments in Billiglohnländern tätigen, weil dort der ROI grösser ist als bei uns. Das sind knallharte Rechner und keine Pestalozzis!

      Die benützen uns nur als Fiskaldurchlauf; mehr nicht.

      Dann bleibt hier höchstens noch Arbeit für den Hauswart/Gärtner/Securitas. Diese Villen stehen meist leer; nur wissen dies die wenigsten. Und Arbeitsplätze im grossen Stil werden so auch nicht geschaffen.
      Ok, eine pauschal verfügte Steuer verbleibt und dies bei geringer Belastung der Infrastruktur. Dies ist der einzige „Vorteil“. Mehr nicht.

      Zu den Unternehmen, die vom Steuerwettbewerb profitieren:
      Falls z.B. Apple und VW ihre unversteuerten Gewinne (abgeführt in Steuer-Holding-Oasen) in Arbeitsplätze am Ort der Produktion investieren würden, wäre der volkswirtschaftliche Nutzen wesentlich grösser als wenn die Gewinne dem Kreislauf hin zur Steueroase entzogen werden. Denn diese werden dann nicht mehr am Ort der Produktion reinvestiert, sondern fliessen in weiterhin steuerbefreite Finanzvehikel in andern Steueroasen. So versickert das durch Arbeit erwirtschaftete Geld in zwielichtigen Finanzdeals. Dies führt volkswirtschaftlich zu einer völlig sub-optimalen Allokation der Produktionsfaktoren.

      Fazit: Das edle und beschönigend gemeinte „Arbeitsplatzbeschaffungs“-Argument im Zusammenhang mit Steuerwettbewerb ist reichlich blauäugig!

  6. Die Unterteilung in A Schweizer und B Schweizer, erinnert mich an die Klassenkampf Rhetorik der Marxisten. Eine Klassenlose Gesellschaft wird es wohl nie geben – die Ausnahme bestätigt die Regel wie z.b. Kibbutz.

    Was mich an der Schweizer Politik stört, ist, dass die Interessen der reichen Ausländer, ihrer internationalen Firmen und die wünsche von EU Bürokraten und Politikern höher gewichtet wird, als die Interessen des normalen Büezers.

  7. Herr Stöhlker
    Sie haben mit Ihrem abgehoben, unfundierten und veralteten Gelaben den Zeitpunkt Ihrer Halbwertszeit schon längst überschritten. Es wäre ratsam, endlich zu schweigen und den medialen Blödsinn auf einer Wanderung in den Bergen den herumliegenden Steinen zu erzählen…

    • Lieber Marketing Profi
      Ich merke dass Du eher kein Marketing Profi bist. Sonst würdest Du genau die Veränderungen die Herr Stöhlker analysiert hat nachvollziehen können. Könntest Du uns Deine Wahrnehmungen und allenfalls Vorschläge für unsere Zukunft unterbreiten?

    • @JosiJoe. Das kann der Marketing-Profi nicht. Marketingmenschen können über Ihre Produkte und Dienstleistungen reden, mehr aber auch nicht. Deshalb traut er sich nicht Ihrer Aufforderung nachzukommen, weil es äusserst peinlich würde. Stöhlker schaut voraus und hatte schon öfters recht, auch wenn seine Aussichten meist düster sind aber vieles ist so gekommen, wie er es vorausgesagt hat. Seine Analyse ist präzise. Und jetzt warten wir mal, ob dieser Marketing-„Profi“ sich traut.

  8. Der Schweiz tut ein Gesundschrumpfen gut. 17 Radiosender
    und 7 TV-Kanäle mit 6000 Angestellten sind zuviel. Exzesse im Schwarzgeld-Business zurückfahren stärkt den Ruf der CH.
    Alle Armeen haben seit Auflösung der UdSSR massiv abgebaut. Masseneinwanderung darf so nicht weitergehen,
    muss auf unter 20000 p.a. reduziert werden.

    • Klassisches Radio & Fernsehen sind eh mediale Auslaufmodelle, mit denen die junge Generation nicht mehr zu erreichen ist.

      Vergleiche dazu die Kursentwicklung von Aktien von Fernsehsendern wie ProSiebenSat. 1 Media, RTL oder Mediaset, die unter sinkenden Werbeerlösen leiden, weil diese ins Internet abfließen.

  9. Die Spreizung der Gesellschaft heute rührt daher, daß es normale Leute mit normalen Berufen gibt, die vor Ort ihr Geld verdienen.

    Dann gibt es Kapitalkräftige, die dieses Kapital international investieren und sich quasi den wachsenden Wohlstand von anderen Orten hierher holen.

    Als kleines Beispiel: der Nasdaq 100 – Index hat sich seit dem Tiefpunkt der letzten Baisse im März 2009 ungefähr versechsfacht. Das durchschnittliche Nasdaq 100 – Unternehmen hat Umsatz und Gewinn seither ungefähr verdoppelt, der Rest kommt von einer höheren Kapitalisierung der Gewinne:

    2009 – KGV 10 –> 2017 – KGV 30.

    2 (Gewinnanstieg) x 3 (höhere Bewertung) = 6

    Der normale Berufstätige hingegen konnte während der vergangenen 8 Jahre kaum sein Gehalt verdoppeln. Die Null- und Negativzinsen, die die Börsenkurse aufblasen, entwerten hingegen seine Altersvorsorge, sofern diese nicht aus Unternehmensbeteiligungen und Immobilien besteht.

    Da in der Schweiz keine Steuern auf Kursgewinne anfallen ist klar, daß sich die Profiteure dieser Entwicklung bevorzugt in der Schweiz niederlassen.

    • Das Dilemma heute ist, daß die Grundzüge kapitalmarktorientierter Vermögensbildung nicht an der Schule gelehrt werden, obwohl diese recht einfach und überschaubar sind.

      Mit dem Betrag, der heute üblicherweise in Stockwerkseigentum investiert wird, sollte es möglich sein, im Laufe eines Erwerbslebens von 4 bis 5 Dekaden unter Beachtung der Konjunkturzyklen, von denen es in jeder Dekade ca. ein bis zwei gibt (unter Einbeziehung internationaler Märkte noch viel mehr) zum Multimillionär aufzusteigen.

      Kapitalmarktorientierung wird vielfach als schlecht, moralisch verwerflich und Spekulation gebrandmarkt, obwohl viele Erwerbsvorgänge im Alltagsleben ähnlich strukturiert sind, zum Beispiel die Wahl der preiswertesten Tankstelle.

      ______________________________________________

      Die meisten Leute kommen nicht durch Spekulation zu Vermögen,
      sondern durch richtige Beobachtung langfristiger Trends.

      Heinz Brestel
      * 12. Juni 1922 † 14. April 2009

    • @Lehrer Lämpel:
      Ich erkläre es gerne noch einmal:
      Geld kann von sich aus NICHT arbeiten! Haben Sie schon mal probiert einem 50er-Nötli eine Schaufel in die Hand zu drücken..?
      Es sind ausschschliesslich Menschen (und allenfalls Maschinen/Roboter…), die durch ihre persönliche, körperliche und/oder geistige Arbeit Mehrwert erschaffen.

      Dies bedeutet ganz einfach, dass Kapitalgewinne IMMER auf Kosten der Allgemeinheit generiert werden, denn diese Gewinne müssen von irgend jemand da draussen erarbeitet werden!

      Zu glauben dass es jedermann möglich ist, anhand von intelligenten Investitionen zum Multimillionär zu werden, ist so naiv wie zu glauben, dass jeder, der Lotto spielt, den Jackpot knacken wird! Es kann zwar jeder im Lotto gewinnen, aber nicht alle! Erkennen Sie den Unterschied? Und sollten tatsächlich aus übernatürlichen Gründen mal alle gleichzeitig Gewinner sein, erhält jeder seinen Einsatz abzgl. Verwaltungs- und Spielkosten der Lotterie zurück!

      Schalten Sie mal die Mainstream-Medien ab und informieren Sie sich unabhängig und selbständig, Ihr Leben wird es Ihnen danken…

    • @Visionär:

      Gehen sie zurück auf Los.

      Gehen sie direkt dort hin.

      Ziehen sie keine 4.000,- DM ein….

      Man stellt sich an vielen Schlangen in seinem Leben an.

      Manche fast nur an den falschen.

      Zum Teil auch, weil ihnen gar nicht bewußt ist, daß es andere gibt.

      Das Geld arbeitet nicht.

      Sie arbeiten mit ihrem Geld.

      Und zwar dergestalt, daß Sie wirtschaftliche Entwicklungen antizipieren und begleiten.

      Ob Sie das nun als „Inhaber – Unternehmer“ tun, der Leute einstellt und entläßt oder als „Beteiligungs – Unternehmer“, der sich an Unternehmen anderer beteiligt, bleibt Ihnen selbst überlassen.

      Ich selbst habe mich für den „Beteiligungs – Unternehmer“ entschieden, um von allen Arten von zwischenmenschlichen Konflikten, die der „Inhaber – Unternehmer“ im Umgang mit seinen Mitarbeitern erfährt, nicht betroffen zu sein.

      In dem Zusammenhang wünsche ich Ihnen, daß Sie sich nur an den richtigen Schlangen in ihrem Leben anstellen, zum Broterwerb und ganz privat…

    • @Visionär:

      Die Allermeisten sehen die vielen Chancen gar nicht, an denen sie im Laufe ihres Lebens vorübergehen.

      Zudem geben viele mehr Geld aus, als sie verdienen, gewinnen oder besitzen.