Aus von Gianni Infantino wäre Logik der Ereignisse, sagt Thomas Renggli, Sportjournalist und Autor des neuen Buchs „Die Fussball-Mafia“. Sepp Blatter mit 40 Jahren Fifa auf dem Buckel überstrahle Nachfolger. Mache Gegenverband Uefa Ernst, sei Infantino in Kürze Geschichte.
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Fussball repräsentiert heute das „Brot und Spiele“-Konzept der Obrigkeit. Die Fussball-Stars sind die Gladiatoren der Neuzeit, werden deshalb auch fürstlich bezahlt und haben meist ein hohes, gesellschaftliches Ansehen.
Nun, Brot und Spiele dienen dem Zweck, die Insassen von den wesentlichen Dingen abzulenken und einen Raum zu schaffen, in dem ein grosser, unreflektierter Teil der Gesellschaft bei „Laune“ gehalten wird, so dass er nicht auf systemhinterfragende Gedanken kommt…
Den Gipfel der Dekadenz stellen dabei die Wett-Summen dar – die die Umsätze des eigentl. Fussball outperformen…
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Sehr gut gesehen. Das Selbe passierte in Liverpool in den 80er und 90er Jahren als die grosse Arbeitslosigkeit durch die Schliessung der Kohlebergwerke geschah. Das ganze Theater um den Fussball hat Blatter nur mit Hilfe der Regierungen geschafft. Die waren die Nutzniesser. Fussball und die Politiker können walten und schalten wie sie möchten.
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Blick 24.11.2022 um 12:45: „Fifa-Chef Infantino wohnt jetzt in Katar“
20Minuten Yasmin Rosner 27. November 2022, 02:18: „Infantino zügelt nach Zug und spart Steuern..Während die Fussball-WM in Katar im vollen Gang ist, wird bekannt, dass der Fifa-Präsident seinen Steuerwohnsitz verlegt hat“
Könnte hypothetisch auch heissen: Vielleicht gibts es doch noch eine Steuer-Gerechtigkeit: Theoretische Möglichkeit: Schweizer-Lohn wird in Zug und die globalen Boni-Sonderzahlungen werden in Katar versteuert.
Gunther Kropp, Basel
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Renggli ist aber schon auch ein ziemlicher Blatter-Groupie. Es gab bereits unter Blatter die Entwicklung alles zu kommerzialisieren. Und schlechter als der Ruf am Ende der Blatter-Ära ist aktuell der Ruf der FIFA nicht.
Wenn kein wirklich guter Kandidat kommt, würde mich eine Wiederwahl von Infantino nicht wundern.
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Ganz Zürich ist voll getaggt. Wenn sie wenigstens schön wären, aber es ist einfach eine Schmiererei. Der Canepa-Verein soll zahlen, sonst lernen sie es nie
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Renggli ist wieder da – offenbar war es höchste Zeit für eine weitere Folge aus der beliebten Serie «Grossmutters Märchenstunde». Das bewährte Rezept bleibt unverändert: Hier etwas gehört, dort etwas aufgeschnappt, die Lücken mit Fantasie gefüllt – und was am Morgen vielleicht noch ein Gerücht war, darf am Nachmittag schon als «Journalismus» durchs Internet spazieren. Besonders rührend bleibt dabei der jahrelange Versuch, aus dem Schatten des berühmten Vaters herauszutreten. Nur scheint sich Talent leider nicht automatisch mit dem Familiennamen zu vererben.
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Der Vater hatte Stimme, Sachkenntnis und Format. Beim Sohn reicht es bislang vor allem für Geschichten, bei denen man sich nach der Lektüre fragt, wo eigentlich die Recherche aufgehört und die Fantasie angefangen hat. Vielleicht wäre weniger Schreibdrang und etwas mehr Quellenarbeit eine durchaus heilsame Kombination. Nicht jedes Gerücht muss veröffentlicht werden, nur weil gerade eine Tastatur in Reichweite steht. Journalismus bedeutet: recherchieren, prüfen, belegen, schreiben. Die Renggli-Methode wirkt dagegen gelegentlich eher wie: hören, vermuten, ausschmücken, Enter drücken.