Heute Montag, 5. Oktober 2026
Ein Frachter wird im Schwarzen Meer vor Rumänien von einer Drohne getroffen. Laut Reuters, zitiert von Polsat News, sterben zwei Seeleute und elf werden verletzt.
BND-Chef Martin Jäger (DE) warnt laut Politico vor russischen Angriffen im Winter von nie gesehener Schwere. Russland wolle die Ukraine in die Knie zwingen. Hinweise auf einen grossen Angriff auf NATO-Gebiet sieht der BND laut Kyiv Independent nicht.
Die deutsche Botschaft (DE) bleibt laut Ukrinform in Kiew und verweist Russland auf die Wiener Konvention. Auch Estlands Botschaft bleibt.
Selenskyj nennt auf Telegram 15 Abkommen mit Deutschland über 8,5 Milliarden Euro. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
EU-Kommissarin Kos sagt laut Kyiv Independent, kein Land leiste derzeit mehr bei Reformen als die Ukraine. Moldau will 2030 der EU beitreten.
Beim Absturz eines russischen Tu-95-Bombers vom 29. September im Fernen Osten sterben laut Mediazona acht Menschen.
Der ukrainische Generalstab meldet 205 Angriffsdrohnen der Nacht, 172 davon abgeschossen oder unterdrückt, und Treffer auf einen Drohnenstartplatz bei Donezk. In Charkiw (UA) trifft eine Gleitbombe ein fünfstöckiges Haus, laut vorläufigen Angaben wird eine Frau verletzt. In Berdytschiw (UA) beschädigt eine Drohne ein Hochhaus. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet die Einnahme von Samojlowka und 861 abgeschossene ukrainische Drohnen. Rosatom meldet einen Angriff auf das AKW Saporischschja (UA). Peskow sagt, die Ukraine hindere Menschen am Verlassen von Oleschky (UA). Im Gebiet Belgorod (RU) wird eine Frau durch eine Drohne verletzt. Das sind Angaben der russischen Seite.
Meldungen
Charkiw (UA): Gleitbombe beschädigt fünfstöckiges Haus, Angriff auf Tschuhujiw verletzt eine Person
Eine Gleitbombe trifft im Stadtbezirk Slobidskyj von Charkiw (UA) ein fünfstöckiges Haus. Laut vorläufigen Angaben wird eine Frau verletzt. Das teilt Gebietschef Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Er meldet zudem einen Angriff auf Tschuhujiw (UA) mit einer verletzten Person. Laut Ukrinform beschädigen zwei Schläge Privathäuser und eine Kindereinrichtung. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Belgorod (RU) und Donezk (UA, besetzt): Zwei Frauen laut russischen Behörden durch Drohnen verletzt
Im Dorf Schwedunowka im Gebiet Belgorod (RU) wird laut dem Einsatzstab der Region eine Frau verletzt. Eine ukrainische Drohne detoniert auf der Strasse, ein Splitter trifft sie am Oberschenkel. Weitere Drohnen beschädigen laut dem Stab Häuser, Fahrzeuge und einen Betrieb. In Donezk (UA, besetzt) wird laut Bürgermeister Alexej Kulemsin eine Frau bei einem nächtlichen Drohnenangriff verletzt. Das berichtet RIA Nowosti. Das sind Angaben der russischen Seite.
Peskow: Ukraine hindert Menschen am Verlassen von Oleschky und stört Lieferungen
Kremlsprecher Peskow sagt laut RIA Nowosti gegenüber der New York Times, die Ukraine lasse Menschen nicht aus Oleschky (UA) heraus. Ihre Streitkräfte setzten Drohnen ein, um Lieferungen von Nahrung und Trinkwasser zu stören. Das sind Angaben der russischen Seite. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt nicht vor.
EU-Kommissarin Kos: Kein Land liefert derzeit mehr Reformen als die Ukraine
EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos lobt an einer Pressekonferenz zu den Beziehungen der EU mit Moldau die Reformen der Ukraine. Beide Länder lieferten unter sehr schwierigen Bedingungen, sagt Kos laut Kyiv Independent. Beide gehörten zur Spitzengruppe der vier aussichtsreichsten Kandidaten. Die EU soll am Dienstag Vorschläge zur Zukunft der Erweiterung vorlegen, darunter Fahrpläne für die Ukraine, Moldau, Albanien und Montenegro.
«Es gibt kein anderes Land auf der Welt, das im Moment mehr leistet als die Ukraine»
«There is no other country in the world who is delivering more than Ukraine at this moment»
Moldau will EU-Beitrittsgespräche bis 2028 technisch abschliessen und 2030 beitreten
Moldau will die technischen Arbeiten für den EU-Beitritt bis Anfang 2028 abschliessen und 2030 Mitglied werden. Das sagt Ministerpräsident Vasile Tofan laut Kyiv Independent in Brüssel. Er hofft, die restlichen vier von sechs Verhandlungsclustern bis Ende 2026 zu öffnen. Die Öffnung ist politisch an jene der Ukraine gekoppelt. Ungarn blockiert wegen der Minderheitenfrage zwei Cluster. Die Ukraine will dazu am 12. Oktober ein Gesetz verabschieden. EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas lobt das Reformtempo Moldaus.
Selenskyj dankt Tusk für Polens Hilfe und nennt Vorbereitung eines trilateralen Treffens
Selenskyj sagt, er habe mit Polens Ministerpräsident Donald Tusk telefoniert. Er dankt Polen für die Hilfe. Er habe Tusk zu möglichen trilateralen Treffen auf technischer Ebene zwischen der Ukraine, den USA und Russland informiert. Auf ukrainischer Seite gebe es keine Hindernisse. Wichtig sei, dass die US-Seite sich vorbereite und Russlands Bereitschaft sicherstelle. Weitere Themen sind die Vorbereitung des Stromnetzes auf den Winter. Selenskyj und Tusk wollen sich bald persönlich treffen. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Drohne trifft Hochhaus in Berdytschiw (UA), Wohnungen vom vierten bis neunten Stock beschädigt
Eine Schlagdrohne greift am Mittag ein Hochhaus in Berdytschiw (UA) im Gebiet Schytomyr (UA) an. Das teilt Gebietschef Witalij Bunetschko auf Telegram mit. Wohnungen vom vierten bis neunten Stock werden beschädigt. Ein Brand wird rasch eingedämmt. Angaben zu Verletzten werden laut Bunetschko noch geprüft. Das berichtet Ukrinform. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Reuters laut RIA: Ukraine erlebt die grösste Haushaltskrise seit 2022
Die Ukraine erlebt laut Reuters die grösste Haushaltskrise seit 2022. Das berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die Agentur. Die einst grosse Stahlindustrie liege praktisch still. Vergangene Woche besprachen ukrainische Beamte in Brüssel eine Verschiebung der Auszahlungen aus dem EU-Darlehen von 90 Milliarden Euro. Reuters-Quellen warnen vor mehr Druck auf das Budget im nächsten Jahr. Das sind Angaben russischer Medien nach einer Agenturmeldung, die dem Ticker nicht vorliegt.
Selenskyj: 15 Abkommen mit Deutschland über 8,5 Milliarden Euro, auch Patriot-Raketen
Präsident Selenskyj nennt auf Telegram 15 Vereinbarungen mit Deutschland im Wert von 8,5 Milliarden Euro. Sie betreffen Drohnenabwehr mit Abfangdrohnen und kleinen Raketen, Radare, Bodenroboter und Artillerie. Auch die Luftverteidigung und mehr Produktion von Patriot-Raketen in Deutschland sind Thema. Hinzu kommt Unterstützung für die Energieversorgung. Die Ukraine bestelle zudem Rüstungsgüter bei deutschen Firmen. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Wirtschaftsministerin Reiche (DE) fordert von Selenskyj messbare Ergebnisse gegen Korruption
Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sagt laut Bild, sie habe mit Selenskyj über Korruptionsskandale gesprochen. Das berichtet Ukrajinska Prawda. Sie fordert messbare Ergebnisse im Kampf gegen Korruption. Deutschland wolle sicher sein, dass die Milliarden für Waffen und Infrastruktur zweckgemäss eingesetzt werden. Für den EU-Weg müsse die Ukraine das Thema lösen. Selenskyj habe laut Reiche zugesichert, dass die Arbeit weitergeht.
Popenko warnt: Kiew könnte im Oktober 14 bis 16 Stunden täglich ohne Strom sein
Kiew könnte schon im Oktober täglich 14 bis 16 Stunden ohne Strom sein. Das warnt Oleh Popenko, Chef des ukrainischen Verbands der Strombezieher, laut Kyiv Post. Voraussetzung seien weitere russische Schläge auf Anlagen, die die Hauptstadt versorgen. Er nennt Angriffe auf das Wasserkraftwerk Kiew, das Wärmekraftwerk Trypillja und das Heizkraftwerk 5. Es handle sich um ein bedingtes Szenario. Einen Abschaltplan von Ukrenergo oder DTEK gibt es dazu laut Kyiv Post nicht.
Ex-US-Heeresminister Driscoll: USA hinken der Ukraine bei Kriegsinnovationen hinterher
Der frühere US-Heeresminister Dan Driscoll äussert sich in einem Interview mit dem Magazin Rolling Stone. Die USA hinkten der Ukraine bei Innovationen hinterher, sagt er laut Kyiv Independent. Es sei «demütigend» gewesen, wie schnell die Ukraine sich verändert habe. Driscoll trat am 31. August nach mutmasslichen Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zurück. Es ist sein erstes Interview seit dem Rücktritt.
Estland muss laut Postimees 14,5 Millionen Euro für gescheiterte Munitionskäufe zurückzahlen
Estland muss womöglich 14,5 Millionen Euro an Dänemark und die Niederlande zurückzahlen. Das berichtet ERR unter Berufung auf Postimees. Das Geld stammt von Geberländern und wurde als Vorauszahlung für Munition für die Ukraine eingesetzt. Die Munition kam nie an. Estlands Beschaffungsagentur zahlte rund 70 Millionen Euro an die Firma Datasel. Sie fordert das Geld vor Gericht und in Schweizer Schiedsverfahren zurück.
BND-Chef Jäger: Russland will die Ukraine im Winter in die Knie zwingen
Martin Jäger, Chef des Bundesnachrichtendienstes (DE), warnt vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags. Politico zitiert ihn: Russland sei entschlossen, die Ukraine im kommenden Winter in die Knie zu zwingen. Man müsse mit russischen Angriffen von bisher nicht gesehener Schwere rechnen. Deutschland riskiere zudem, in einen gewalttätigen Konflikt mit Russland gezogen zu werden. Hinweise auf einen grossangelegten Angriff auf NATO-Gebiet sieht der BND laut Kyiv Independent derzeit nicht.
«Russland ist entschlossen, die Ukraine in diesem kommenden Winter in die Knie zu zwingen»
«Russia is determined to bring Ukraine to its knees this coming winter»
Litauen will einem ukrainischen Munitionsprojekt Sonderstatus geben
Das litauische Wirtschaftsministerium schlägt für ein ukrainisches Munitionsprojekt einen Sonderstatus vor. Das berichtet LRT. Es geht um die Baltic Metal Foundry, die litauische Tochter des ukrainischen Werks DEMZ. Sie will in Alytus und im Bezirk Prienai Munition und Munitionsteile herstellen. Das Projekt soll bis zu 450 Arbeitsplätze schaffen. Der Status würde Sonderbedingungen für Investitionen erlauben. Die Firma will mindestens 93,3 Millionen Euro investieren.
Ukrajinska Prawda: Oberbefehlshaber Drapatyj setzt auf dezentrale Führung statt Mikromanagement
Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj rückt vom Mikromanagement seines Vorgängers Syrskyj ab und führt dezentral. Das berichtet Ukrajinska Prawda. Brigade- und Korpskommandeure beschreiben die ersten Monate laut der Zeitung mit dem Wort «Freiheit». Drapatyj führt die Truppen demnach nicht mehr direkt, sondern über die Truppengruppierungen. Er löste die Gruppierung «Ost» auf und legte die Gruppierung «Kursk» mit «Nord» zusammen. Das sind Angaben der ukrainischen Zeitung unter Berufung auf Militärs.
Peskow: Russlands Militär arbeitet unabhängig vom Entscheid über Botschaften in Kiew weiter
Kremlsprecher Dmitri Peskow äussert sich laut TASS und RBK zu Botschaften in Kiew. Die russischen Streitkräfte setzten ihre Arbeit bei jedem Entscheid der Staaten fort. Die Regierung in Kiew habe die Liste der Ziele in der Wirtschaft ausgeweitet. Russland übe dafür Vergeltung. In den Gesprächen mit den USA komme laut Peskow auch eine mögliche Zusammenarbeit im Energiebereich zur Sprache. Das sind Aussagen der russischen Seite.
Frachter vor Rumänien von Drohne getroffen, laut Reuters zwei Tote und elf Verletzte
Ein mit Getreide beladener Frachter wird im Schwarzen Meer von einer Drohne getroffen. Das berichtet Digi24 laut der rumänischen Marinebehörde. Der Vorfall ereignet sich 20 Seemeilen vor der rumänischen Küste und 9 Seemeilen von der Bohrplattform Pescăruș. Die Behörde nennt das Schiff «Royad Mammadov». Sie spricht zunächst von 13 vermissten Besatzungsmitgliedern und einem verletzten Kommandanten. Laut Reuters, zitiert von Polsat News, sterben zwei Seeleute, elf werden verletzt. Das rumänische Innenministerium meldet einen laufenden Rettungseinsatz. Das Schiff fuhr laut VesselFinder vor 17 Tagen in Ismajil (UA) ab. Wer die Drohne gestartet hat, ist unklar.
NYT: In Oleschky (UA, besetzt) wird die Nahrung knapp, Evakuierung kaum möglich
In Oleschky (UA, russisch besetzt) wird die Nahrung knapp. Das berichtet die New York Times. Die Evakuierung sei fast unmöglich. Die Stadt sei durch Minen und Drohnen bedroht. Der Artikel liegt hinter einer Bezahlschranke. Der Ticker kennt nur Titel und Einleitung. Weitere Angaben liegen nicht vor.
Verlassener Frachter «Emil» treibt nach Drohnenschlag bei Odessa Richtung Bulgarien
Bulgarische Marinehubschrauber entdecken im Schwarzen Meer einen treibenden Frachter. Er liegt 40 Kilometer östlich von Kap Schabla, melden Radio Bulgaria und BTA laut Digi24. Das Schiff «Emil» wurde am 5. August bei Odessa (UA) von einer Drohne getroffen. Nach einem Brand und technischen Ausfällen verliess die Besatzung es. Seither treibt es durch Strömungen aus der Wirtschaftszone Rumäniens in die Bulgariens. Die bulgarische Marine warnt die Schifffahrt vor dem Wrack ohne Besatzung.
Nationalgarde (UA) schliesst Vertrag mit deutschen Partnern über Drohnen und Bodenstationen
Die Nationalgarde der Ukraine unterzeichnet einen Vertrag mit der deutschen Seite über die Lieferung von Drohnen und Bodenstationen. Das sagt Kommandeur Oleksandr Piwnenko laut Ukrinform auf Telegram. Der Vertrag ist ein Ergebnis des deutsch-ukrainischen Industrie-Runden-Tischs in Kiew. Die Produktion in Deutschland soll zusätzliche Fertigungskapazität bringen. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Russisches Verteidigungsministerium meldet 861 abgeschossene Drohnen und Vorstösse bei Dobropillja
Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet in seinem Tagesbericht laut TASS 861 abgeschossene ukrainische Drohnen über russischen Regionen. Seine Truppen hätten in Dobropillja 51 Gebäude eingenommen und bei Rublene im Gebiet Charkiw (UA) einen kleinen Einkesselungsring geräumt. Die ukrainischen Verluste beziffert das Ministerium auf rund 1435 Soldaten binnen eines Tages. Das sind Angaben der russischen Seite. Eine Bestätigung liegt nicht vor.
FT: Ukraine droht Exportverlust von mindestens 8 Milliarden Dollar bei geschlossenen Häfen
Die Ukraine verliert mindestens 8 Milliarden Dollar Exporteinnahmen von Juni 2026 bis Juni 2027, wenn ihre Schwarzmeerhäfen geschlossen bleiben. Das berichtet die Financial Times laut Ukrajinska Prawda unter Berufung auf Agrarminister Taras Wysozki. Das wären etwa 20 Prozent der Exporteinnahmen des Vorjahres. Es handle sich um eine Prognose. Geplant waren 64 Millionen Tonnen Agrarexporte. Ohne Schifffahrt könne bestenfalls die Hälfte ausgeführt werden. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Ukrainisches Portal meldet: SBU-Drohnen zerstören Su-35 und Su-34 auf Flugplatz Chanskaja
SBU-Drohnen greifen am Sonntag den Flugplatz Chanskaja in der Republik Adygeja (RU) an. Dabei werden laut dem ukrainischen Portal Militarnyj ein Kampfjet Su-35 und ein Bomber Su-34 zerstört. Das berichtet Polsat News. Satellitendaten des Dienstes NASA FIRMS zeigen laut dem Bericht Brände an den Abstellplätzen und im Munitionslager. Das sind Angaben der ukrainischen Seite. Eine Bestätigung aus Russland liegt nicht vor.
Russland meldet die Einnahme von Samojlowka im Gebiet Saporischschja
Das russische Verteidigungsministerium (RU) meldet die Einnahme der Ortschaft Samojlowka im Gebiet Saporischschja (UA). Die Truppengruppe «Wostok» habe die Kontrolle übernommen, berichten Kommersant, TASS und RBK. Ende vergangener Woche meldete das Ministerium die Einnahme von Nowa Kosatscha sowie von Hratschiwka und Serdobyne im Gebiet Charkiw (UA). Laut dem Ministerium räumten die Truppen mehr als 400 Gebäude und schufen einen Brückenkopf Richtung Ternowka. Das sind Angaben der russischen Seite. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt dem Ticker nicht vor.
Generalstab (UA): Treffer auf Drohnenstartplatz bei Donezk und Kommandoposten bei Berdjansk
Der ukrainische Generalstab meldet Treffer auf mehrere Ziele am 4. Oktober und in der Nacht auf den 5. Oktober. Bei Donezk (UA, russisch besetzt) wurden ein Startplatz für Angriffsdrohnen und ein Nachrichtenknoten getroffen. Bei Berdjansk (UA, russisch besetzt) wurden ein Kommandoposten und ein Drohnenlager getroffen. Bei Ljubymiwka wurde eine Reparatureinheit getroffen. Das sind Angaben der ukrainischen Seite. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
KIIS-Umfrage: 53 Prozent der Ukrainer wollen keine zweite Amtszeit für Selenskyj
Laut einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) sind 53 Prozent der Ukrainer gegen eine zweite Amtszeit Selenskyjs. Im Dezember 2025 waren es 46 Prozent. 42 Prozent sind dafür, dass er bei der nächsten Wahl antritt, nach 45 Prozent im Dezember. Das berichtet Ukrajinska Prawda. Befragt wurden vom 12. bis 21. September 1002 Personen in den von Kiew kontrollierten Gebieten. Laut derselben Umfrage sehen 40 Prozent das Land auf dem richtigen Weg, 45 Prozent auf dem falschen.
FT: Ukraine hat ihre Reserve an Lokomotiven fast aufgebraucht
Die Ukraine hat ihre Reserve an Lokomotiven wegen russischer Angriffe auf das Bahnnetz fast aufgebraucht. Das berichtet die Financial Times laut Ukrajinska Prawda unter Berufung auf Agrarminister Taras Wysozki. Die Ukraine verhandelt mit europäischen Partnern über zusätzliche Lokomotiven. Allein am Hafen Piwdennyj gingen drei Lokomotiven eines Terminals verloren. Russland greift laut FT seit Wochen verstärkt Züge mit Getreide und Eisenerz an. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Russische Angriffe töten binnen 24 Stunden mindestens fünf Menschen, 61 Verletzte
Russische Angriffe töten in der Ukraine binnen 24 Stunden mindestens fünf Menschen und verletzen 61. Das meldet die Kyiv Independent nach Angaben der Behörden. Im Gebiet Sumy (UA) werden 29 Menschen verletzt, die meisten bei einem Gleitbombenangriff auf die Gebietshauptstadt. In Nikopol (UA) stirbt ein Mensch, drei werden verletzt. Im Gebiet Tschernihiw (UA) werden fünf Menschen verletzt. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
FT: Ungarn dürfte Veto gegen technische Phase der EU-Beitrittsgespräche aufheben
Ungarn dürfte laut Financial Times diese Woche sein Veto aufheben. Es betrifft die technische Phase der Beitrittsgespräche der Ukraine mit der EU. Das berichtet TASS unter Berufung auf die Zeitung. Ministerpräsident Péter Magyar habe die Diplomaten angewiesen, Briefe zur möglichen Eröffnung zweier weiterer Verhandlungskapitel nicht zu blockieren. Die volle politische Unterstützung hänge von einem Gesetz ab. Die Rada (UA) soll es am 12. Oktober verabschieden. Es regelt die Bildungsrechte von Minderheiten.
Luftwaffensprecher Ihnat: Roboter-Türme haben Strahldrohnen abgeschossen
Luftwaffensprecher Jurij Ihnat sagt laut Ukrajinska Prawda, Roboter-Türme hätten bereits Strahldrohnen abgeschossen, darunter Geran-5. Die Türme setzen Maschinenvisier und künstliche Intelligenz ein. Sie werden jetzt auch auf Brücken installiert. Ihre Reichweite ist begrenzt, ihr Hauptmittel sind Maschinengewehre. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
«Es gab bereits Fälle, in denen Strahldrohnen, darunter Geran-5, von genau diesen Türmen abgeschossen wurden.»
«There have already been cases of jet-powered UAVs, including Geran-5s, being shot down by these very turrets.»
Rosatom meldet Angriff auf Laborgebäude und Abfallanlage des AKW Saporischschja
Die ukrainische Armee greift in der Nacht zwei Objekte des AKW Saporischschja (UA, russisch besetzt) an. Das sagt Rosatom-Chef Alexei Lichatschow laut TASS, Interfax und RIA Nowosti. Betroffen sind ein Laborgebäude und die Anlage für radioaktive Abfälle, bei beiden ist das Dach beschädigt. Am 4. Oktober sei ein Fahrer des Werks bei einem Drohnenangriff auf einen Lieferwagen gestorben. Das sind Angaben der russischen Seite. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt dem Ticker nicht vor.
«es besteht keine Gefahr für die nukleare Sicherheit»
«there is no threat to nuclear safety»
Ukrenergo: Russische Angriffe verursachen neue Stromausfälle in sechs Gebieten
Russische Angriffe auf die Energieversorgung verursachen neue Stromausfälle in den Gebieten Donezk, Charkiw, Sumy, Poltawa, Odessa und Cherson (alle UA). Das meldet der Netzbetreiber Ukrenergo laut Ukrinform. Wo es die Sicherheitslage erlaubt, beginnen Reparaturen. Der Verbrauch liegt am Montag um 9.30 Uhr 6,2 Prozent über dem Freitag. Verbrauchsbeschränkungen sind derzeit nicht vorgesehen. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Gebiet Charkiw (UA): Binnen eines Tages ein Toter und zwölf Verletzte
Russland trifft Charkiw (UA) und zehn Ortschaften der Region mit drei Raketen, einem Mehrfachraketenwerfer und 154 Drohnen. Das meldet Gebietsverwaltungschef Oleh Synjehubow laut Ukrinform. In der Stadt Charkiw stirbt ein 42-jähriger Mann, fünf weitere Menschen werden verletzt. Beschädigt sind unter anderem eine Schule und fünf Mehrfamilienhäuser. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Autobombe in Novomoskowsk (RU) tötet Mann, den die Ukraine der Folter beschuldigt
Am 2. Oktober zerstört eine Bombe unter dem Fahrgestell ein Auto in Novomoskowsk (RU). Der Fahrer stirbt. Laut Meduza ist es Roman Syromjatnikow, ein früherer Mitarbeiter des Strafvollzugs, der seit 2023 unter Vertrag beim Verteidigungsministerium (RU) stand. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft wirft ihm Folter an Kriegsgefangenen im Jahr 2022 vor. Die Angaben stammen vom ukrainischen Telegram-Kanal Exilenova+ und sind nicht unabhängig bestätigt.
HUR: Russland rüstet Geran-4 mit besserer Navigation und neuem Sprengkopf auf
Russland verbessert seine Drohne Geran-4, meldet der ukrainische Militärgeheimdienst HUR laut Kyiv Post. Ein Magnetsensor und eine Kamera helfen ihr bei der Navigation. Die Kamera gleicht das Gelände mit gespeicherten Bildern ab. So fliegt die Drohne auch ohne Satellitensignale auf Kurs. Der neue Sprengkopf soll Brücken und Energieanlagen beschädigen. Russland setze die Version seit diesem Herbst ein. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
FT: EU-Kommission will Ukraine nach dem Beitritt Agrarzugang und Subventionen beschränken
Die EU-Kommission will den Zugang der Ukraine zum EU-Agrarmarkt und zu Agrarsubventionen auch nach einem Beitritt stark beschränken. Das berichtet die Financial Times laut Ukrajinska Prawda. Sie beruft sich auf ein internes Dokument zur Reform der Erweiterung. Polen, Frankreich und Italien fürchten die Konkurrenz durch ukrainisches Getreide. Die Vorschläge sind ein Entwurf. Die Kommission will ihn laut FT am Dienstag beraten.
Geschoss trifft Grenzübergang Palanca an der Grenze Moldau–Ukraine, Grenzpolizist leicht verletzt
Ein Geschoss schlägt am Montag gegen 8.38 Uhr Schweizer Zeit beim Grenzübergang Palanca-Maiaki-Udobnoe zwischen der Moldau und der Ukraine ein. Es prallt ab und trifft einen parkierten Bus. Ein Grenzpolizist wird leicht verletzt. Bus und Kontrollhäuschen sind beschädigt. Der Übergang ist laut IPN gesperrt. Die moldauische Grenzpolizei verweist auf russische Angriffe auf ukrainische Infrastruktur. Die Hintergründe des Einschlags sind nicht geklärt.
Mykolajiw (UA): Banderol-Schläge beschädigen Lager und Fahrzeuge, ein Mann verletzt
Russland greift das Gebiet Mykolajiw (UA) mit Banderol-Marschflugkörpern an. Das meldet laut Ukrinform der kommissarische Chef der Gebietsverwaltung, Heorhii Reschetilow, auf Telegram. Lager und Fahrzeuge werden beschädigt. Ein 58-jähriger Mann wird verletzt. Er wird vor Ort versorgt und ambulant weiterbehandelt. Laut Reschetilow greifen russische Kräfte das Gebiet zudem mit Drohnen des Typs Shahed an. Dabei gibt es keine Schäden oder Verletzten. Am Vortag setzen sie FPV-Drohnen gegen zwei Gemeinden im Kreis Mykolajiw ein, ohne Verletzte. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Ukrainischer Generalstab: 172 von 205 Drohnen der Nacht abgeschossen oder unterdrückt
Der ukrainische Generalstab meldet für die Nacht auf Montag 205 Angriffsdrohnen. Die Drohnen starteten laut Generalstab seit 18 Uhr am Sonntag. Darunter seien 49 Drohnen mit Strahltriebwerk. Russland setze Drohnen des Typs Shahed, Gerbera und Banderol sowie Imitatoren ein. Die Luftabwehr schiesst oder unterdrückt laut Generalstab bis 8 Uhr 172 Drohnen. Er zählt Einschläge an 13 Orten und herabfallende Trümmer an 3 Orten. Der Angriff dauere an, rund zehn Drohnen seien noch in der Luft. Das melden auch Ukrinform und Ukrajinska Prawda unter Berufung auf die Luftwaffe. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Odessa (UA): Massierter russischer Angriff auf Industrie, Hafen und Datschensiedlung, keine Verletzten
Russland greift die Region Odessa (UA) massiert an. Das meldet die Gebietsverwaltung Odessa auf Telegram. Getroffen werden laut der Verwaltung Industrie- und Hafenanlagen sowie ein Datschengebiet. Es brechen grossflächige Brände aus, die laut der Verwaltung inzwischen gelöscht sind. Die Zivilschutz-Spezialisten messen wegen der starken Rauchentwicklung nach und finden nach eigenen Angaben keine gefährlichen Stoffe. Es gibt laut der Verwaltung keine Verletzten. Im Kreis Ismajil wird laut der Kreisverwaltung in Wylkowe ein Landhaus beschädigt. Das sind Angaben der ukrainischen Seite.
Deutsche Botschaft bleibt in Kiew und verweist Russland auf die Wiener Konvention
Die deutsche Botschaft (DE) in Kiew (UA) erklärt auf Facebook, sie bleibe in Kiew. Das berichten Ukrinform und Ukrajinska Prawda. Zusammen mit anderen Missionschefs nehme sie die Drohung des russischen Aussenministeriums (RU) mit Sorge zur Kenntnis. Die Drohung richtet sich gegen Diplomaten und ausländische Bürger. Russland sei an die Wiener Konvention und das humanitäre Völkerrecht gebunden. Laut Ukrajinska Prawda erklären auch die Botschaften von Italien (IT), Spanien (ES) und Schweden (SE), sie blieben in Kiew. Das sind Angaben der Botschaften.
Estland: Botschaft bleibt in Kiew, Drohungen Russlands bestärkten die Unterstützung
Das estnische Aussenministerium (EE) teilt auf X mit, die Botschaft in Kiew bleibe bestehen. Das berichtet Ukrinform. Russland versuche, ausländische Diplomaten in Kiew einzuschüchtern und die Unterstützung für die Ukraine zu untergraben. Das werde nicht gelingen. Die Drohungen Russlands stärkten laut dem Ministerium die Entschlossenheit Estlands. Zuvor hatte die EU-Delegation in Kiew erklärt, weder sie noch Botschaften von EU-Staaten planten wegen russischer Schläge abzuziehen. Das sind Angaben der estnischen Seite.
Dieser Ticker wird mit Unterstützung von KI aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Zitate und Links führen zu den Originalen.
Die Diskussion beginnt jeden Morgen um 6 Uhr neu.