„Wer schon immer Aktien wollte, kann jetzt kaufen“

Auch wenn die Kurse weiter sinken könnten, ist der Zeitpunkt gut, meint Erwin Heri. Der Ex-Banker und Betreiber von Fintool.ch hält neben viel Cash nur Aktien. Gold sei eine Spielerei.

Kommentare

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  1. Was auch immer Sie hier empfehlen, das Einzige was nachweislich positive Effekte auf ein längerfristiges Aktien Engagement hat ist ein zeitlich gestaffelter Kauf in mehreren Raten. Ich hoffe dass Sie das erwähnt haben…
    Alles Andere ist lauwarme Luft und NICHT bewiesen.

  2. Herr Heri hat noch nie eine Hyperinflation erlebt. Sonst würde er nicht Cash für 10 Jahre bunkern. Die Wahrscheinlichkeit einer galoppierenden Inflation nach der jetzigen Deflationsphase ist heute so hoch wie noch nie seit 1923.

  3. Ich bin nicht damit einverstanden, dass es keine Obligationen braucht. Man kann zwar sein Geld als Cash auf dem Konto haben, aber nur bis 100000 CHF. Für Beträge >100000 CHF gibt es keinen Einlageschutz und im Fallen eines Bankrotts der Bank ist das Geld evt. weg. Bei Obligationen hat man zwar einen Negativzins, dies ist jedoch der Preis, den man zahlt, um auf Nummer sicher zu gehen. Gilt nur für kurzlaufende Anleihen in der Heimwährung.

    • Das Bittere ist zudem, daß sich die Regierungen mit Hilfe der Zentralbanken in Form von extremen Zuwächsen der Staatsschulden zu Niedrigzinsen vergleichbar wie Japan ab den 90er Jahren an den zukünftigen Lebensmöglichkeiten der jüngeren Generation vergreift.

  4. Hallo

    den Nagel auf den Kopf getroffen. Einmalig gut, ebenso ehrlich und – ob wir es wollen oder nicht – so ist’s … meiner Meinung nach.

    Ein Lehrvideo für Kleinanleger

    Freundliche Grüsse Lorenz

  5. Wer Nassim Nicholas Taleb’s Buch gelesen hat, weiss dass dieses Corona-Ereignis eben kein Schwarzer Schwan ist! Im Gegensatz, er nennt dieses Ereignis einen Weissen Schwan, welches zu vermeiden gewesen waere.

    • Wir wollen hier weder definitorisch noch semantisch werden. Ein „Schwarzer Schwan“ an den Wertschriftenmärkten ein Ereignis, welches die Renditen aus den üblichen Bereichen von 2,3 oder meinetwegen 4 Standardabweichungen hinaus katapultiert. Und warum tut er das? Weil Schwarze Schwäne aufzeigen, dass die üblichen im Risikomanagement verwendeten Statistiken bzw. statistischen Verteilungsannahmen irrelevant sind. Wir haben es eben hier nicht mit Risiko im üblichen Sinne zu tun, sondern mit reiner Unsicherheit, für welche keine (wie komplex auch immer darzustellenden)Wahrscheinlichkeitsverteilungen mehr formuliert werden können. Dass gewisse Leute, beispielsweise im Bereich der Virologie, Wahrscheinlichkeitsverteilungen für Ereignisse wie Covid-19 haben spezifizieren können, ist für den Begriff des „Schwarzen Schwanes“ am Aktienmarkt irrelevant. Hier hat ganz einfach „der Blitz eingeschlagen“. Und zu meinen, man hätte aus den Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Virologen Wahrscheinlichkeitsverteilungen für Finanzmarktrenditen ableiten können, glaubt wohl niemand, der sich ernsthaft mit der Empirie der Finanzmärkte beschäftigt hat.

  6. Ich bin mit vielem was Herr Heri sagt einverstanden. Es fehlt für mich aber die Anlage in Edelmetalle wie Gold. Ich hätte gerne von ihm eine Begründung gehört warum er diese nicht unterstützt. Bis heute bin ich mit meiner ca. 15% Investition meines Vermögens in physisches Gold sehr gut gefahren und bin überzeugt davon, dass sich diese auch zukünftig, mit Ab- & Aufschlägen, als gute und sichere Anlage erweisen wird.

  7. Wenn langfristig alle mit Aktien immer profitieren, warum sind denn soviele PKs Sanierungsfälle?

    • Letztlich profitiert man eben nur mit Aktien, so lange diese steigen.

      Wenn man mit einem Investment per ETF in den Aktienmarkt die Marktrendite erzielt und es gelingt einem, einen Großteil der Negativrenditen zu vermeiden, so erzielt man schon allein deshalb eine hohe Überrendite zur Marktrendite.

  8. Recht unprofessionell diese Aussagen. Viele sind nicht ganz korrekt bzw. nicht genügend breit betrachtet. Gold sei eine Spielerei? Gold physisch ist ein Hedge zum diversifizierten Portfolio, hat extrem gut – einmal mehr – funktioniert. Anstelle von Bonds besser Cash, kann man so nicht sagen, sofern man professionell sein möchte. Klar spricht nicht viel für Bonds, hier muss eben die Duration, YtM und das Average Rating betrachtet werden. Was bei einer Hyperinflation/hohen Inflation? Bzgl. Aktien, ja, klar, kann/soll man kaufen, in die Schwäche rein. Ein strategisches Portfolio verfügt über Aktien, Bonds, Cash, phys. Gold, Immo. Timing nicht zu unterschätzen, Kauflevels betrachten. Er sagt auch ein paar gute Dinge 🙂

  9. Was für eine unspektakuläre, klare Vermögensberatung. Danke Herr Heri. Somit müssen wir nur noch das Virus überleben:)

    • Ich hoffe, Sie haben ihn verstanden. Ich habe in einem obigen Kommentar bereits zu dem Thema Stellung genommen. Aber wenn Sie sich wirklich dafür interessieren, ich habe im Jahre 1986 – lange vor Taleb’s gut verkauften Geschichten – zu dem Thema einen Artikel geschrieben, der in der Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik publiziert wurde. Sie finden ihn unter http://www.sjes.ch/papers/1986-II-3.pdf . Wenn Sie ihn durchgearbeitet haben, können wir sehr gerne darüber diskutieren.
      By the way: Warum getraut sich hier eigentlich kaum jemand mit seinem Namen zu kommentieren?

  10. Welche Indizes bzw. Einzelwerte befinden sich momentan noch in einem stabilem Aufwärtstrend (GD 200)?

    Zudem ist nicht bekannt, ob die bisherigen Kursverluste ausreichen, den Rückgang der Erträgnisse bzw. erwirtschafteten Verluste abzudecken, da bisher alle (Bank-)Prognosen von einem weiteren Gewinnwachstum ausgingen:

    https://tinyurl.com/yx2r79oo

    In einer Sondersituation nach langjährigen Maßstäben wie der aktuellen werden zudem alle Arten von stillen Verlusten wie abzuschreibende überteuert erworbene Beteiligungswerte durch das Management realisiert.

    Außerdem wechselt je nach Dauer der Baisse die bisherige Überbewertung in eine Unterbewertung, was weitere Kursverluste mit sich bringen wird.

    https://tinyurl.com/snj8qsz

    https://tinyurl.com/whllpy9

  11. Ist das ein 1. April Scherz? Die Märkte bilden schon lange nicht mehr die Realwirtschaft ab. Zentralbanken und Politik bestimmen die Kurse. Zombiefirmen und Staaten wie Griechenland und Italien müssten schon lange Konkurs respektive bankrott sein. Es herrscht ein Finanzsozialismus erster Güte welcher die Marktwirtschaft ausgeschaltet hat.

    Es gilt das Primat der Politik. Dort tummeln sich wirtschaftliche Analphabeten, die zwar gut Klavier spielen oder 5 Sprachen fliessen sprechen, jedoch nicht in der Lage wären, eine Vereinskasse zu führen. Wer an diese Politikerkaste glaubt, der soll ruhig nach dem Model von Herrn Heri investieren. Ich bin da eher skeptisch.

    Nicht mal das Fiat Geld auf der Bank gehört einem wirklich selbst. Der Staat kann jederzeit via Notrecht, Währungsreform, Steuererhöhung und mehr darauf zugreifen. Nur Werte über die man 100% Verfügungsgewalt hat kann man als sein Eigentum bezeichnen. Darum sind physische Edelmetalle eben doch keine so schlechte Idee. Herr Heri glaubt an die Innovation, ich übrigens auch. Da kann ich Herrn Heri nur empfehlen, sich mal mit dem Krypto Thema zu befassen.

  12. Gratuliere zu dieser Stimme der Vernunft. Danke Erwin Heri. Es ist wohltuend auch mal eine positive Aussage zu hören. Hier im Inside Paradeplatz suhlen sich die Leute ja üblicherweise in Weltuntergangsszenarien. Ich war 2009 dabei und hatte 100 % in Aktien, habe aber nichts verkauft. Drei Jahre später war es wieder da. Nun bin ich nur zu 50 % in Aktien und wieder auf dem Stand von Ende 2018. Wirklich weh tut das nicht. Klar es kann weiter runter gehen, es kann aber auch seitwärts oder aufwärts gehen.
    Ich glaube nicht, dass die Welt untergeht. Evtl. ist das auch eine riesige Chance.
    Der eine wartet bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und hadelt. Wünsche allen Gesundheit, Glück und gutes Gedeihen.

    • Ich kaufe doch keine Aktien in einem Finanzsystem, das schon lange bankrott ist. Gold ist das einzige richtige.

    • Hätten Sie Ihre Aktien ab Mitte 2007 noch zu guten Kursen verkauft und diese ab Anfang 2009 zu langjährigen Tiefstkursen wieder erworben, hätten Sie sich nur drei Jahre später schon über die erste Verdoppelung Ihres Anlagekapitals freuen können.

      Vergleichbar befinden Frau Schaeffler und ihr Sohn wieder im Jahr 2010:

      https://tinyurl.com/tznccr5

      https://tinyurl.com/qpp5roq

    • @CHF
      Nein. Die Welt geht nicht runter, aber Sie mit Ihrer Familie und Freunde könntet unter die Brücke landen. Denken Sie eigenständig nach, stellen Sie alles auf dem Prüfstand und hinterfragen Sie kritisch was diese Gestalt im Video sagt. In der Finanzwirtschaft werden keine Werte geschaffen. Prüfen Sie die Geldströme und untersuchen Sie wer die Bilanzierungsregeln absegnet, prüft und testiert. Banken, Versicherungen, Prüfungsgesellschaften und korrupte Wissenschaft/Lehre und Politik. Es ist empirisch gut belegt, dass die moderne Geldwirtschaft nichts mit Investitionen und Realwirtschaft zu tun hat, weder Mehrwert noch Innovationen fördert, sondern auf unseren (einschliesslich Staat) Konsum, Schulden und Einkommen angewiesen ist, damit der Geldfluss in die Finanzwirtschaft nicht versiegt.
      Bleiben Sie gesund…

  13. „Auch wenn die Kurse weiter sinken könnten, ist der Zeitpunkt gut“ – oder das verklausulierte Eingeständnis, dass der Erwin genau so wenig weiss wie der Rest.
    Mir scheint, der einzige Grund für „Zeitpunkt gut“ ist, dass die Preise jetzt erheblich tiefer sind. Was ist, wenn der Markt über die nächsten 2 Jahre 50 % tiefer geht, mag sich der Erwin dann an seine Aussage vom 31. März 2020 erinnern?

    • Er sagt ja selber, dass er es nicht weiss. Daher sein Rat, systematisch einzusteigen immer dann, wenn es wieder 20% tiefer ist.

    • „Auch wenn die Kurse weiter sinken könnten, ist der Zeitpunkt gut“ – oder das verklausulierte Eingeständnis, dass der Erwin genau so wenig weiss wie der Rest.

      Nein, der weiss nicht wenig. Der will Ihnen einfach seine Aktien jetzt noch möglichst teuer weiterverkaufen.

  14. Der Aktienmarkt wird sich vermutlich in den nächsten 10 Jahren seitlich verhalten, also kein Anstieg und kein namhafter Abstieg, die Kosten summieren sich aber in 10 Jahren zu einenem grossen Betrag, -besser Gold, eigenes Geschäft.

  15. „Wer schon immer Aktien wollte, kann jetzt kaufen.“

    maw: gesucht wird einfach ein noch grösserer depp, der einem hilft, die eigenen verluste einzugrenzen.

    • Im Mittelalter hat man Volksverführer und Scharlatane geteert und gefedert.

      Heute sind wir ja alle ach so tolerant, dass jedermann sein Unwesen treiben kann. Je grotesker, umso eher kriegt man Raum und Gehör in den Medien.

  16. Ist der auf dem Bild der Bruder vom Zombie? Damit generiert Ihr von IP wenig Klicks. Ihr tätet besser daran, den Kommentarrückstau auf Eure unseligen Corona-Berichte (L.H. oder K.S.) zu lösen. Bei Euch scheint Home Office die Produktivität zu senken. War halt immer schon einfach, vom Schaukelstuhl vor dem Kamin Dinge in die Welt zu setzen…