„Wir sind einfach zu wenig gut im Banking“

Der Absturz des Schweizer Finanzplatzes in internationalen Umfragen passt zum massiven Einbruch bei den Angestellten – von 130’000 auf 90’000 in 10 Jahren. Die Schuld liege bei den Banken selbst, meint Hans Geiger; deren Leistungen seien zu bescheiden.

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

17 Kommentare zu “„Wir sind einfach zu wenig gut im Banking“

  1. Der ehemalige VBS Bundesrat Ueli Maurer hat der Schweiz die beste Armee der Welt für lächerliche 5 Milliarden jährlich „geschenkt“.

    Nun durfte und darf er seine „Führungsqualitäten“ am Finanzplatz ausleben. Er pumpt gerade die grösste Blase der Schweizer Geschichte auf…

    Die jahrzehntelang geschützten Werkstätten der Banken werden nach dem Platzen der nächsten Finanzblase sowiso geschlossen. Die Digitalisierung gibt dann noch den Rest.

    Der normale Bürger braucht sie nicht mehr und die Eliten wollen einfach ihr Geld vor dem Steueramt verstecken.
    Das ist der einzige „Mehrwert“ unseres ach so bejubelten „Erfolgmodells“.

  2. I couldn’t agree more! Schweizer Banken – und hier vor allem die Großbanken – haben schlicht ZERO capabilities.
    Als PWM Kunde von UBS und CS und Mittelständler kann ich nur sagen: Absolut jämmerliche Performance im PWM. Schwerste handwerkliche Fehler bei größtmöglicher Selbstüberschätzung. Überhaupt keine Fähigkeiten in Sachen Finanzierung, Übernahmefinanzierung, corporate Finance für den Mittelstand.
    Man hätte die Fähigkeiten massiv verbessern müssen gegenüber Zeiten, in denen Schwarzgeldsünder und Despoten die Klappe zu halten und schlechte Leistung und völlig absurde Gebühren zu akzeptieren hatten. Das ist bis heute nicht geschehen. Man braucht die verbleibenden 90.000 ehrlich gesagt auch nicht mehr.

  3. Das Bankenmodell Schweiz hat seit jeher auf Lug und Trug basiert. Mit dem automatischen Informationsaustausch wird sich die Situation nur noch verschlimmern, obwohl es ja noch viele Schlupflöcher gibt. Das meiste ausländische Geld, das in der Schweiz verwaltet wird ist mutmasslich kriminell erworben. Durch Korruption, Schwarzarbeit, Drogenhandel, Menschenhandel, Erpressung, Raub, Betrug und Mord. Aber natürlich auch durch Steuerhinterziehung. Die Performance und Eigenleistung war seit jeher noch nie ein Grund um sein Kapital in die Schweiz zu bringen.

  4. Herr Geiger weiss genau, dass die Schweizer Banken überhaupt nicht besser sind in der Geldanlage wie die ausländischen Banken. Das ist übrigens auch sehr schwierig. Ich habe das selber über 20 Jahre lang für eine grosse Schweizer Privatbank versucht. Sie haben nur davon profitiert, dass ausländische Kunden ihr Schwarzgeld in der Schweiz parkieren konnten. Das ist jetzt – leider – vorbei und deshalb wird der Bankenplatz Schweiz in Zukunft bei weitem nicht mehr die Bedeutung haben wie früher.

    • Wieso leider vorbei? Er war endlich Zeit! Das Geld von Diktatoren, Massenmördern und Drogenhändlern zu verstecken hätte als Geschäft Model gar nie erlaubt sein dürfen!
      Steuerhinterziehung zu fördern, so dass den Betreffenden Staaten das Geld für di Infrastruktur, wie Schulen, Spitäler etc., fehlt ist auch nicht unbedingt ein Model das es zu Fördern gilt.
      Das ganze Banksystem in der Schweiz war auf Lügen und Betrügen aufgebaut. Alles unter dem Deckmantel des Bankgeheimnisses. Die Steuererträge der Banken haben dazu geführt, dass der Bund genügend Geld hatte die Infrastruktur der Schweiz auszubauen.
      Ganz im Gegenteil zu den Betroffen Staaten wie Uganda etc., denn Millionen fehlten um ihr Land voranzubringen.
      Ich warte bloss darauf, dass die UNO schadenersatzklagen in Milliardenhöhe für folge Kosten an die Schweiz stellt. Beihilfe zu Massenmord würde ich als Anklagepunkt auch noch begrüssen.

    • @Heinz Roth:
      Da muss die UNO aber zuerst vor der eigenen Türe wischen, bevor solche komischen Ideen zu Tage kommen.
      Zum Bsp. der Sicherheits-Rat, wo nicht das einfach Mehr zählt, sondern China und Russland ihr Veto einlegen können, wenn ihnen etwas nicht in den Kram passt.
      Die Resultate kennen wir alle in den verschiedenen Krisen-Gebieten, wo die UNO nichts machen kann, weil China und Russland aus eigen Interesse dagegen sind.
      Auch dass das UNHCR zuwenig Geld hat für eine bessere und effizientere Hilfe vor Ort in den Krisengebieten ist Sache der UNO. Und auch dort geschieht nichts oder zuwenig resp. wird von einigen Ländern wegen Eigen-Interesse blockiert.

  5. Für was braucht es noch „Beratung“, um Indexfonds / ETF zu erwerben und diese mit einer Trendfolgestrategie fortlaufend zu bewirtschaften?

    Regelmäßige, mindestens monatliche Kontrolle, vergleichbar wie ein Vermieter laufend den Mieteingang kontrollieren muß!

    Vgl. die hier erzielten Renditen im Vergleich zu jenen der üblichen Standardwerte oder Publikumsfonds:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/ISHARES-NASDAQ-100-DE/DE000A0F5UF5

    Solche bestechend einfachen und mit geringem Aufwand von jedermann durchführbaren Anlageideen habe ich von meinem Bankberater leider nie gehört.

    Auch wird hierzu von Seiten der Banken keine technische Unterstützung angeboten wie ein Trendfolgetool mit eMail oder SMS – Signal bei einem Trendbruch.

  6. Leider wurde in der Vergangenheit die „Schuld“ für die abnehmende Performance der CH-Bankdienstleistungen zu oft in der Politik und den Rahmenbedingungen verortet.

    Dabei wurde vergessen, dass die CH-Banken lange Zeit in der geschützten Werkstatt des Bankgeheimnisses agierten.

    Diese sog. „Banklagernd-Mentalität“ hat zu Bequemlichkeit und Selbstüberschätzung der individuellen Leistung geführt. Es wurde ausgeblendet, dass der Rückenwind künstlich durch protektionistische Rahmenbedingingen erzeugt wurde.

    Einige CH-Banken müssen heute lernen, dass Spitzenleistungen nur im fairen Wettbewerb kundengerecht erzielt werden können.
    Zu lange hat die selbstgefällige
    Päckli-Mentalität, verbunden, mit Absprachen und der Ausnützung von Insiderwissen zugunsten einiger Berater (und Manager) am Kunden vorbeiproduziert.

    Und bitte: die Kunden sind nicht blöd und durch das Internet heute auf einem Wissensstand, der manchem Berater ebenbürtig ist.

  7. VIELEN BANKEN FEHLT DIE DISPONIBILITAET, DEN DIENST AM KUNDEN. DER INTELLIGENTE MERKT DIES UND WENDET SICH AB VON DEN BANKEN.

    • Eher wendet man sich von den klassischen Banken ab und wird Kunde einer preiswerten Internetbank.

      Zumal die „Beratung“ klassischer Banken meist ein Verkaufsgespräch ist, was direkt dem Provisionskonto des Beraters nützt. Schlechte Erfahrungen diesbezüglich im eigenen Bekanntenkreis tun ein übriges.

      Teure Kauf- und Verkaufsgebühren sowie eine jährliche Depotgebühr von 0,3% p.a. machen beispielsweise bei Anleihen mit Null- und Negativzinsen kaum mehr Sinn.

  8. Ja, der Abschwung des Bankenplatz Schweiz ist selbstverschuldet und die Bankbranche war unfähig, Veränderungen zu erkennen und sich den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Man sass eben auf dem hohen Ross und war so begeistert vom Eigenbild. Der blinde Fleck blieb unsichtbar. Das allgemeine Bankwissen ist den meisten Bankern völlig abhanden gekommen und das hat viel mit der Ausbildung und auch mit dem Quartalsplanungsdenken und der Remuneration (Bonuspläne) zu tun. Das Eidg. Bankdiplom war eine der anspruchsvollsten Prüfungen überhaupt. Die Durchfallquote bei den Fächern Kreditgeschäfte I und II lag bei 60 – 70% und das war auch richtig so. Welcher Banker kann noch eine DCC-, WACC- oder eine Durationberechnung selbst durchführen? Den meisten sind diese Grundlagenmodelle aus Corporate Finance nicht mehr geläufig. Das Ziel der Banker ist die Maximierung des eigenen monetären Erfolgs. Die Richtung der Aktienkurse und die Entwicklung der Bonuszahlungen sind gegenläufig. Wer seit 20 Jahren UBS oder CS Aktien im Portfolio hat, weiss wovon ich schreibe. Die SBVg ist mit sich selbst beschäftigt und der Namenswechsel zu Swiss Banking hat auch nicht viel bewirkt. Ich denke, dass es noch lange dauern wird, bis das Change Management bei den Banken ankommt und wirkliche Veränderungen geplant und umgesetzt werden.

    • @Fritz the Cat

      „Welcher Banker kann noch eine DCC-, WACC- oder eine Durationberechnung selbst durchführen? “ …. „Wer seit 20 Jahren UBS oder CS Aktien im Portfolio hat“

      Also wer ersteres kann wird zweiteres kaum haben 😀

  9. Effektenhandelspreise für Privatkunden:

    https://www.ubs.com/ch/de/swissbank/privatkunden/anlegen/wertschriftendepot.html

    von 0,25% bis 2,10% (!) vom Ordervolumen

    https://www.credit-suisse.com/ch/de/privatkunden/konto-karten/services/zinsen-gebuehren.html

    von 0,20% bis 1,90% vom Ordervolumen, mind. CHF 80,00

    https://www.flatex.de/preise/

    EUR 5,90 bis EUR 15,90

    https://www.consorsbank.de/ev/Wertpapierhandel/Depot-Software/Wertpapierdepot#1

    0,25% vom Ordervolumen, bis max. EUR 69,00