UBS entlässt 2 Toptrader in Devisenskandal

Leiter Spothandel in Zürich und New York mussten gehen; Untersuchung wegen Manipulation von London-Fixing.

Die Grossbank UBS hat in den letzten Tagen zwei Managing Directors im Devisenhandel entlassen. Es handelt sich um den Chef Spothandel in Zürich-Glattbrugg und einen Schweizer Chef-Trader in den USA.

Das Köpferollen der beiden Topshots hängt mit einer internen Untersuchung der UBS rund um einen der möglicherweise grössten Manipulationsfälle im Banking zusammen. Die Dimension könnte vergleichbar sein mit den Betrügereien rund um den Leitzins Libor.

Beim abgesetzten Devisen-Chef in der Schweizer UBS-Investmentbank handelt es sich um Niall O’Riordan.

Der Ire ist gemäss seinem LinkedIn-Profil seit 19 Jahren bei der UBS. Gemäss Socialmedia-Plattform ist O’Riordan Managing Director und gehört damit zum Inner Circle der UBS.

In der amerikanischen UBS-Investmentbank in Stamford nördlich von New York ist es Roger Böhler, der gehen musste.

Gemäss LinkedIn ist Böhler nach der Wirtschafts-Fachhochschule in Zürich gleich wie O’Riordan im 1994 zur UBS gestossen.

Böhler gibt im LinkedIn seine Funktion als „Chief Dealer at UBS Investment Bank“ an.

Böhler war gestern Abend an seinem Arbeitsplatz im US-Bundesstaat Connecticut telefonisch nicht mehr erreichbar.

Ein Arbeitskollege reagierte ausweichend auf die Frage, ob Böhler entlassen worden sei. Er würde am Montag wieder am Platz sein.

O’Riordan war die letzten 2 Tage unter seiner privaten Nummer in einer Zürcher Gemeinde nicht erreichbar.

Ein UBS-Sprecher der Investmentbank wollte trotz wiederholten Anfragen keine Stellung nehmen zu den beiden Entlassungen. Er könne dazu nichts sagen, „über unser Personal“ gebe es grundsätzlich keine Kommentare.

Die Entlassung von O’Riordan in der UBS-Investmentbank in Zürich-Glattbrugg wurde von zwei Quellen unabhängig voneinander bestätigt. Eine Quelle berichtete vom Rausschmiss von Böhler in Stamford.

Die News-Agentur Bloomberg enthüllte im Juni Deals, denen die englischen Behörden nachgehen würden.

Es ging um Manipulationsvorwürfe bei mehreren grossen Playern im „grössten Finanzmarkt“ mit Tagesumsätzen in Billiarden-Höhe.

Der globale Devisenmarkt sei wie der „Wilde Westen“, sagte ein Trader zu Bloomberg. Das Geschäft sei weitgehend unkontrolliert, da die meisten Deals nicht über regulierte Börsen laufen würden, sondern zwischen den Banken.

Gemäss Bloomberg sollen Händler mehrerer Grossbanken durch Eigengeschäfte wichtige Fixierungen von Devisenkursen so manipuliert haben, dass ihre Eigenpositionen Gewinne abwerfen würden.

Die UBS wurde im Bloomberg-Bericht von Juni zusammen mit anderen Grossbanken als führende Devisen-Playerin genannt, ohne dass den Schweizern konkrete Vorwürfe gemacht worden wären.

Ein Sprecher der Financial Conduct Authority sagte gestern auf Anfrage, dass die Vorwürfe rund um Devisen-Manipulationen „analysiert“ würden. Es sei derzeit kein formelles Verfahren eröffnet.

Ein Sprecher der Finma wollte gestern die Frage, ob die Schweizer Aufsicht gegen die UBS in diesem Zusammenhang untersuchen würde, keine Stellung nehmen.

Die Entlassungen bei der UBS sollen gleichzeitig mit Absetzungen bei zwei weiteren grossen Devisen-Banken erfolgt sein, darunter ein Cheftrader der amerikanischen JPMorgan Chase in London.

Ein Sprecher von JPMorgan in London meinte, dass die Vorwürfe, wonach die Entlassung im Zusammenhang mit Devisen-Manipulationen stünden, „absolut falsch“ seien.

Die Untersuchung der Londoner Behörde dreht sich um eine Betrugsform, bei der Händler unter sich den Preis eines Währungspaars zu beeinflussen versuchen.

Nachmittags um 4 Uhr Londoner Zeit werden in 60 Sekunden die Kurse grosser Devisengeschäfte registriert, um daraus einen Durchschnittskurs festzulegen. Man spricht vom Londoner Fixing.

Im Markt fiel auf, wie häufig in den Minuten vor den 60 Sekunden um 4 Uhr der Kurs vieler Währungspaare sich stark zu bewegen anfingen, wie Bloomberg in einer Folgestory Ende August berichtete.

Der Verdacht ist, dass Händler im Wissen, welche Transaktionen sie in den entscheidenden 60 Sekunden für Kunden abwickeln würden, vorab Gegengeschäfte tätigen.

Ein UBS-Händler könnte beispielsweise den Auftrag haben, in den 60 Sekunden vor 4 Uhr 300 Millionen englische Pfund für Kunden zu verkaufen.

Nun kann er in den Minuten zuvor das englische Pfund auf eigene Rechnung respektive jene der UBS verkaufen. Er geht also mit 300 Millionen „short“ im Pfund.

Wenn durch seinen Deal und allenfalls durch weitere Verkäufe, die mit anderen Händlern bei anderen Banken abgesprochen sind, der Preis des Pfunds sinkt, dann kann der UBS-Trader die 300 Millionen im Fixing-Zeitfenster um 4 Uhr zurückkaufen, und zwar zu einem günstigeren Preis.

Leidtragender in diesem theoretischen Beispiel ist der UBS-Kunde, der verkaufen will. Der UBS-Händler schliesst seine offene Position, indem er die 300 Millionen Pfund des Kunden zu einem Kurs erwirbt, der gut für ihn und schlecht für den Kunden ist.

Der Trader streicht einen Gewinn ein, abhängig davon, wie stark der Kurs des Pfunds durch die Manipulationen der involvierten Händler nach unten gedrückt werden konnte.

Laut einer Quelle herrscht in den Devisenzentren der UBS in Zürich-Glattbrugg und in Stamford an der US-Ostküste grosse Nervosität wegen den zwei Top-Absetzungen.

Die Chefs und Händler befürchten, dass UBS-CEO Sergio Ermotti und sein Investmentbank-Chef Andrea Orcel rigoros durchgreifen könnten.

Vor wenigen Wochen gingen die beiden Spitzenleute der UBS laut einer Quelle von Handelsraum zu Handelsraum und machten klar, dass „Zero tolerance“ gelten würde.

Bei der kleinsten Unregelmässigkeit würden die betroffenen Abteilungen geschlossen. Für die Angestellten wäre es das Aus im Job.

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56 Kommentare zu “UBS entlässt 2 Toptrader in Devisenskandal

  1. Bitte nicht vergessen.
    Im oben genannten Beispiel geht der Händler eine Position ein (-300 Mio GBP)
    Ich gehe mal davon aus, dass der Händler mit befreundeten Händlern spricht, aber nicht mit allen im Fixing tätigen.
    Nun muss vielleicht ein anderer Händler im selben Fixing 800 Mio GBP kaufen, und dieser bewegt den Kurs in die andere Richtung und das führt dann zu einem Verlust!! Wie gesagt, der Kunde der zum Fixing grosse Aufträge erteilt ist selber schuld, da er andere Möglichkeiten hat, die er kennen sollten.

  2. Schon interessant, das gewisse Kommentare so wie meiner, nicht veröfffenticht werden. Nämlich dann wenn ein Insider den „Skandal“ etwas entskandalisert. Das passt natürlich den Marktschreier dieser Seite nicht……

  3. Traurig, traurig, traurig, unendlich traurig dass wir auf dieser Erde vergessen haben wie man auch auf ehrliche, transparente Art & Weise Geld verdienen kann. Der FX müsste total überprüft und neu strukturiert werden. Wie kann es annehmbar sein dass die Währungen unserer Staaten in einem Las Vegas-artigem Ambiente manipuliert werden ? Wir wissen schliesslich wie Las Vegas funktioniert und welche Mitspieler es dort gibt. Das FX Casino ist natürlich weit, enorm grösser und deshalb auch die Unsättlichkeiten die unkontrolliert order bestens, schlecht kontrolliert ihre Geschäftchen treiben. Das ganze FX Konzept ist ein Irrsinn und muss geändert werden. Aber wer traut sich dazu ?

    • Die Spielregeln im FX sind für alle gleich.
      Information ist das was der FX-Händler nutzt.
      FX ist hald nix für Wicheier…

  4. Im Zuge des allgemeinen Banken-Bashings scheinen die Grundzüge des Handels leider immer wieder vergessen zu werden: Handel funktioniert per Definition so, dass man etwas einkauft und dann zu einem teureren Preis weiterverkauft. Das macht jeder Autohändler so, aber wenn es die Banken machen, schreien alle auf…

    • Herr Nötzli, nur ist es so, dass die Risiken die Kunden tragen (ausser im Eigenhandel). Die Banken kaufen/verkaufen idR IM AUFTRAG DES KUNDEN Die Bank ist nur als Vermittler da, oder nicht? Stossend ist, wenn man ohne persönliches Risiko das System so nutzen kann, dass man selber steinreich wird! Jeder Inhaber eines Emma-Lädeli im Dorf trägt ein höheres pers. Risiko als diese Möchtegern-Star-Händler! Obendrein handeln sie noch kriminell…

      Wäre doch schön wenn Sie und ich auch im grossen Stil mit Devisen handeln könnten. Ein Bloomberg genügt. Nur, dürfen wir das?

  5. Das eigentliche Problem sehe ich nicht im Front Running.
    Hier wird der Markt ja nicht direkt manipuliert. Der Kurs wird aufgrund von „richtigen“ Verkäufen gedrückt.
    Die FINMA sollte im Devisenbereich besser die „abgesprochene Arbitrage“ zwischen im Interbankenhandel zu lasten der Kunden genauer unter die Lupe nehmen. Dort wird richtig abgeschöpft, und das ohne Kursmanipulation. Meines Erachtens die viel grössere Schweinerei. Aber hier fehlt es der FINMA an Know how und Instrumenten.
    Denn dieser Sekundenschnelle und und gigantische grosse Markt kann man nur schwer überwachen. Vor allem ab der vierten Kommastelle..

  6. @Brice de Nice
    Man merkts, Sie können nicht global denken.
    Es ist nämlich das gleiche Vergehen: ob sie an der Währung spekulieren oder irgendwelche Banken, ob Sie oder die Saudis die ganze Welt zu Spekulation mit der wichtigsten für die ganze Welt Ressource – Erdöl und der Erdgas verdonnern.
    Das Resultat für die ganze Welt bleibt immer gleich. Wir bezahlen im Endresultat zu viel und an uns verdient jemand sehr viel. Das Erdoil wird in US$ gehandelt, teils in Euro und wenn die Anfänge dort liegen, wo die Währung plötzlich zu spekulativ wird und die Produkte gleichzeitig unkontrolliert und hapig teuer werden, dann reden wir von einer Erpressung oder einer Spekulation. Noch schützen die USA die Saudis.
    Das waren die Saudis die von den US Banken kurz vor dem 9/11 ihre 250.-Milliarden US$ abzogen, weil sie mit etwas nicht ganz glücklich waren. Osama bin Laden war ein Saudiarabier. Oder haben Sie das vergessen?
    Sie wissen nicht, dass die Saudiarabiens Elite ganz eng mit der Familie Busch und dessen Carlyle Stiftung verbunden ist?
    Und übrigens, es sind die GB Banken meist, die 40% Währungsspekulationen tätigten, nicht die UBS, die nur mit 2% des Volumens am Handel beteiligt ist.
    Überlegen Sie sich bitte wer in einem falschen Film sitzt? Und noch eine Kleinigkeit: Die Russische Föderation fördert seit 3 Jahren mehr Erdöl als die Saudi Arabien je gefördert hat und somit verdient auch mehr Dollars, die den Saudis entgehen. Die Russen können immer mehr fördern, weil sie einfach nicht nur mehr entdeckte Ölfelder haben, sie können die Produktion beliebig steigern, weil sie nicht alle Ölfelder für die Förderung des schwarzen Goldes freigaben. Und sie sind Irans-Freunde, die über ebenso riesige Erdölvorkommen verfügen, das nur so nebenbei. Das Wissen über die Entstehung der Rohstoffe und seltene Erden, Minerale, Erze, welche unsere Erde in ihrem Inneren versteckt habe nennt man im Fachjargon die Geologie. Ich erkläre Ihnen noch mehr. Saudi Arabien gerechnet in einem Gewinnumfang per Jahr für das verkaufte Erdöl und das Erdgas weist ganze 638. Millionen Tonnen Ölequivalent aus.
    Russische Föderation – weist ein Gewinnumfang auf 1106. Millionen Tonnen Ölequivalent aus für die verkauften Erdöl und das Erdgas per Jahr. Angaben aus dem Jahr 2010: UNO,OPEC,IWF,BP und Wirtschaftsministerien.
    Von der US Regierung werden wie überall auf der Welt die Statistiken geführt über die geförderte Mengen der fossilen Energien, über die Entdeckungen, bestehende Ölfelder und Gasvorkommen. Diese 2 Rohstoffe sind so wichtig für die ganze Industriewelt wie das Wasser und die Luft ohne welche wir gar nicht leben können.
    Diese 2 Rohstoffe sind die Grundlage des Handelns weltweit, die Grundlage des Wohlstandes und der Spekulation an allen Börsen der Welt. Die Derivate auf welche die Banken der Welt spekulieren sind die Grundlage für das Reichtum für die Golfstaate, Saudi Arabien, Russland, Europa, Amerika und alle Staate, die diese Rohstofe ihr Eigentum nennen dürfen oder eben nicht. Diese Ressourcen sind nämlich nicht überall auf dieser Erde gleichmässig verteilt. Viele müssen es erobern in den Kriegen oder sehr teuer von Spekulanten und den Oilmulties kaufen. Darum wird jetzt auf Teufel komm heraus überall gebohrt auch unter dem Wasser der Oceane, was teuer und sehr gefährlich ist. Energiewende hat man eingeleutet, die Grüne auf der ganzen Welt wollen die „erneuerbaren Energien “ fördern. Gibt es nicht. Es gibt nur die Energie der Zukunft und diese heisst Thorium.
    Jede Spekulation fing mal klein an. Zuerst waren das Gewürze, dann Frühte, dann Weizen, dann Orangen, Bananen. Etwas Gold, Silber… Also alles, was wir so gerne essen und trinken als Schmuck tragen oder in unseren produkten ganz schlau verstecken. Sogar das Schweinefleisch wird an der Börse in den USA gehandelt. Gehen Ihnen langsam die Augen auf?
    Jemand will unseren Banken Schaden zufügen. Wer könnte das sein? Vielleicht die US Finanzministerium? Ich finde man müsse sich als Staat schützen oder andere Freunde suchen. Das Element Thorium und die Kraftwerke auf diesem basierend werden kommen. Diese Energie ist nicht radioaktiv und billig. Bevor Sie dumme Sprüche klopfen lernen sie etwas dazu, bitte. Der Handel ist immer spekulativ. Darum kann man es gar nicht ausschliessen. Es hat Politiker, die alles regulieren wollen. Das geht auch nicht. Mich erstaunt nur, dass die Untersuchungen von FINMA ausgehen. Spricht davon, dass man endlich begriffen habe, dass die UBS über 9 Tausend Milliarden CHF (oder 9 Trillionen) an Derivaten hortet und im Rahmen der to big to fail Problematik könnte es für den Staat Schweiz sehr gefährlich werden, wenn die UBS aus irgendeinem Grund in die Schwierigkeiten geraten würde.

    • „9 Tausend Milliarden CHF (oder 9 Trillionen)“

      sind eher CHF 9 Billionen – ausser Sie übersetzen es falsch aus dem Englischen.

    • Faule Eier? Banker? .. Ich möchte gerne mal bei vielen KMUs und auch grösseren Firmen in die Arbeitstechnik schauen wenns um die Bewirtschaftung ihrer Fremdwährungskonti geht. Da gibts viele Nobrainers. Da geht denen viel Geld flöten. Andere verspielen aus Plausch am Handeln dagegen viel. Firma Erb lässt grüssen

  7. Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich bin ein offizieller FINMA-Sprecher und möchte Ihnen versichern, dass unsere überforderten Inspektoren alles akurat aufarbeiten werden, damit Mark Branson alles feinsäuberlich mit einem Lächeln für seine Kollegen abwiegeln kann.

    Falls es zu einer Strafzahlung mit maximal CHF 100.0032 kommt, werden wir vollends durchgreifen und auch die Postgebühren weiterverrechnen.

    hochachtungsvoll
    ihr FINMA-Sprecher

    • Hehe, nicht schlecht.

      Ist immer praktisch wenn die Regulatoren der FINMA früher oft selbst bei der UBS und CS gearbeitet haben oder bald wieder in die Privatwirtschaft zurückkehren. Revolving doors drehen sich wild und die meisten Schweizer Miliz-Politiker haben wenig Ahnung von der Materie.

      Da lacht man sich ins Fäustchen, die Strafen werden aus der Portokasse bezahlt, Ermotti tritt betroffen vor die Kameras mit Weber im Schlepptau („so etwas wird nie mehr passieren“) und weiter gehts am nächsten Handelstag.

      PS: Arbeitet eigentlich Herr Branson noch aktiv oder ist der dauernd im Ausstand weil seine frühere Arbeitgeberin UBS in praktisch jeden grösseren Skandal verwickelt ist?

  8. Alles in allem ist das doch gut fuer die zwei Traders. Jetzt koennen Sie einen „richtigen“ Job ausserhalb der Bankenwelt finden und etwas an die richtige Wirtschaft beitragen.

    • wie naiv sind Sie, Larry ? Meinen Sie wirklich solche FX Schwergewichte müssen noch arbeiten ? Die haben längst ausgesorgt..

    • Die Schwergewichte im FX, Herr Explosiv, sind meistens unantastbar. Die Traders die ihren Job verlieren werden „nobodys“ sein. Wer hier ist naiv, booom!!!

  9. Ich frage mich einfach, wann es endlich die Banken begreifen, dass diese Anglo Typen nur Mist produzieren. Ein einziges Trauerspiel. Bald wird es heissen Swiss Banking ade, da nicht mehr existent. Das gesamte Anglo Management sollte man sofort rausschmeissen und ein One-way-Ticket auf deren Kosten mitgeben.

  10. Man solle endlich die OPEC haarscharf ansehen.
    Dort wird durch diese Organisation seit Jahrzehnt so manipuliert dass es die Balken biegen. Auch die Kriege werden geführt, die Leute umgebracht und man zeige nur noch gerne mit dem Finger auf den Gasprom als Ablenkungsmanöver.Was aber alle anderen: Statoil an seiner Atlantikküste tut, BP, Schell, E-On, die RWE, ENI mit Enel, Aramco – Saudiarabien, Total, GDF und viele andere im allgemeinen tun, was in Phillippinen abläuft, kann man mit dem Preis das für den Barrell heute bezahlt wird nicht mehr rechtfertigen. Es hat so viel Erdöl weltweit in jeder noch erdenklichen Qualität, dass manche Staaten sich nicht nur die goldene Nase verdienen mit den Taxes. Das sind die Oilmulties die Tausende an Milliarden Dollars und Euros verdienen an dem von OPEC manipulierten Preis, vorbei an der ganzen Welt-Bevölkerung, die 100fache für die Rafinerieprodukte, wie Bensin, Diesel, Margarine und sonstige Chemieprodukte und Materialien verlangen.
    Und unsere Frau Leuthard verlangt noch mehr in Form von Vignette, höhere Benzinpreis, höhere Dieselpreis. Ist die Zeit gekommen das nicht mehr zu akzeptieren. Es muss endlich für die Überquerung der Schweizer Alpen eine Maut bezahlt werden von allen, die aus dem Norden und dem Süden den Gestank in unser Land bringen. Wir fördern weder das Erdöl noch den Erdgas. Wir produzieren nur noch die teuere Infrastruktur für die ganze EU. Schluss damit. Die EU, die fährt solle das mitberappen. Sind denn die Saudiarabier als die Hauptvertreter des OPEC nicht an der G-20 mit dabei? Dämmen die Italiener ihre uralte Immobilien, produzieren die Italiener Solar auf den Dächern ihrer Häuser für das Warmwasser, sind die Häuser in Italien 2-fach verglast? Sie heizen mit dem Gas im ganzen Land, als ob es Trinkwasser wäre. Es wird nur verbraucht und weil es so einfach ist die kostbare Ressource so billig zu bekommen haben sie in den letzten 20 Jahren nicht gelernt diese Ressource als kostbar anzuschauen. Regierungen verdienen Milliarden an ihren Bürgern mit. Man müsse nicht die produzierende Russland angreifen, sondern die Regierungen, die es nicht gelernt haben mit den Ressourcen anderer sparsam umzugehen. Wird einfach das Geld der Bürger verheizt. In der Schweiz ist es doch nicht anders. Man diskutiert an dem wichtigsten vorbei. Man wolle die 1:12 durchziehen. Wieso? Warum? Alle können doch nicht gleich viel verdienen. Aber die Erdressourcen, die wir nicht selber produzieren können sparsam verwendet werden und auf die Thorium Kraftwerke endlich umsteigen. Die Ressource ist definitly billig und nicht radioaktiv.

    • @Eule: …Mir scheint, Sie sind mit Ihrem „Traktat“ am Ziel vorbeigeflogen und schlicht im falschen Film gelandet. – Oder sind Sie vielleicht gar keine Eule, sondern eher ein Kuckuck, der über’s „Nest“ zu fliegen versuchte? 🙂

  11. ….und wann kommt die FINMA dazu den Edelmetallhandel mal anzuschauen….der ist „höchst manipuliert“ und wird auch täglich in etwa zu gleichen Zeit manipuliert…??
    Ebenso mithilfe der Grossbanken CH/GB/USA. Für mich ist alles manipuliert…!

    • Wo man von „Markt“ spricht spricht man gleichzeitig immer auch von dessen „hässlicher Schwester“, der Manipulation. – Jeder Marktteilnehmer will doch möglichst vorteilig aus dem „Marktprozess“ hervorgehen und nicht einfach sein Schicksal dem Zufall und der Manipulation anderer überlassen. Wer die Mittel/Macht zur Manipulation hat, der tut es wohl auch.

    • Mit anderen Worten: Alle bescheissen, ziehen über den Tisch, manipulieren, hauen übers Ohr, betrügen, spielen mit gezinkten Karten (etwas altmodisch, ohoho), Sodom und Gomorrha. Bei den Devisen, beim Gold, bei den Schrottpapieren. Freier Markt IB, tina Thatcher. Also alles vernichten, sprengen, einebnen und dann wieder aufbauen.

    • Mit Garantie, kann man fast sagen. Nach LIBOR/Isda-Fix und dem jetzigen FOREX-Skandal wird man hoffentlich einmal den Gold- und Silbermarkt anschauen.

      Die Zentralbanken haben alles Interesse dieser Welt den Geldpreis künstlich tief zu halten – es geht oft in Asien rauf und dann in Europa und den USA wieder runter.

      Irgendwann aber wird die Papiergeldblase platzen.

  12. Managing director wird man indem man pusht, egal wie und mit welchen mitteln. Oft sind diese mittel am rande der regularitaet. Mehr gewinn und immer mehr bis der gierballon platzt. Wen wunderts, dass die kunden eine miese performance haben mitvdiesen banken. Die moegliche kundenperformance haben sich laengst die banker geschnappt. Die finma kuemmert sich lieger um details, die nichts schaedigen. Bei den grossen themen hat sie angst.

  13. Ich arbeite seit 1987 im Markt (Interest rate swaps ,fx usw.) Zu meiner zeit in eine der Welt groessten Broker hier in ZH ,haben wir schon die benchmark IRS seite in Bloomberg manipuliert ,von 1990 weg ,(Nach gross kundenwuensche).Wer glaubt das die Welt Finanz maerkte nicht vollkommen manipuliert sind von Insider Kartelle is sehr naaive ..

  14. Ständig werden schwere Machenschaften bei der UBS aufgedeckt. Bei dieser Massierung muss man sich die Frage stellen, handelt es sich um Geschäftsmodelle, die von Generaldirektoren implementiert wurden? Wenn ja, muss wieder mal eine Ermittlung gegen einen GD erlassen werden!

    • @kaiser: gegen einen GD? wieder mal? und was erhoffen Sie sich davon?
      sollten Sie in der lage sein, eindeutige fakten zu enthüllen, passen Sie bloss auf, dass diese nicht durch einen SVP-ler an die öffentlichkeit gebracht werden, ansonsten wird ihr opfer a) straflos ausgehen, b) in den medien ausgiebig gelobt/beweint und c) vermutlich neuer CEO von PIMCO oder templeton werden.

    • @AUTSCH
      Bei GD und wieder mal, kam mir UBS-GD Raoul Weil in den Sinn, der damals von der US-Justiz zur Verhaftung ausgeschrieben wurde!

  15. Nun hat es die Story auch in den Tagi geschafft, resp. die Finma hat gemeldet, dass versch. Banken nun auf diesen Tatbestand hin untersucht werden.
    Dies wird die nächste Baustelle von Herrn Ermotti, und er dürfte da gar nicht erfreut darüber sein. Die schlechten Schlagzeilen scheinen einfach nicht enden zu wollen.
    Und in diesem Fall könnten viele kleine Klagen auf die Bank(en) zukommen, da fast jeder Kunde schon mit Devisen zu tun gehabt hat und somit einen Schaden aus einer mögl. Manipulation gezogen haben könnte.
    Ich bin gespannt, ob und wieviel uns die Finma aufdecken wird!

  16. Und eben als Eilmeldung in der Presse: „Finma untersucht mögliche Manipulation von Devisenkursen“. Lucky Lukas Hässig zieht so schnell wie Lucky Luke… 🙂

  17. Fast jede Bank hatte vermehrt Justizprobleme in letzter Zeit.

    Warum schafft es aber die UBS immer wieder in den Olymp in Sachen Skandale? Es gibt wohl keine Bank, die mehr Vorsteuergewinn der letzten Jahre als Bussen abliefern musste.

    Mit dieser Bank ist etwas grundfaul, lieg an der Kultur.

    Es ist nur eine Frage der Zeit bis der nächste grosse Knall folgt bei der UBS.

  18. Keine Kommentare???
    Anscheinend kümmert sich für negative Nachrichten im Finanzsektor niemand mehr: es gibt eine Inflation davon, vielleicht sogar eine Hyperinflation!
    Wann kommen die positiven Nachrichten wieder??? Das wäre wirklich etwas Neues.

    • Das Positive ist doch, dass Señor Ermotti im Bedarfsfall diese Abteilungen schon bei kleinsten Ungereimtheiten schliesst.

      Wetten, die sind dort heute so sauber rasiert zur Arbeit gekommen wie nie zuvor.
      Was wollen Sie denn noch mehr?

    • @Bettina Möckli
      Sie haben völlig recht! Es ist immer ein Gesichtspunkt: die eine sehen das Negative daran, die andere das positive (vgl. Sie auch den Kommentar von Herrn Kasperli). Ist das der Trendwechsel? Das Frühwarnsystem funktioniert, dann passiert keinen „LIBOR-Fall“ mehr. Somit könnte das Vertrauen (Die Reputation) wieder steigen!

    • Sogar die verschlafene FINMA ist aufgewacht, da muss was dran sein..

      „Finma untersucht mögliche Manipulation von Devisenkursen

      Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht führt bei mehreren Schweizer Finanzinstituten Untersuchungen wegen einer möglichen Manipulation von Fremdwährungskursen durch.“

      Wieder mal hatte IP den richtigen Riecher bevor es die anderen Medien aufnahmen.

  19. In diesem Artikel werden nicht Fakten beschrieben sondern nur auf Grund von Gerüchten wird spekuliert und Mutmassungen angestellt. Der Quellenbezug scheint dürftig zu sein, um nicht zu sagen mangelhaft. Dabei werden einzelne Leute so dargestellt, als hätten sie fahrlässig gehandelt.Wo bleiben die handfesten Beweise. Diese ketzerische, fehlerhafte, zum Teil verunglimpfende Art von Berichterstattung finde ich unbedarft , sogar töricht.

    • Ich schätze, dass die UBS selbst seit Monaten intern investigativ und mit einigem Personalaufwand den Fakten auf die Spur zu kommen versuchte (dies wohl auch auf Grund eines internen „Tips“). – Erste Reaktion: 2 Entlassungen. – Gut hat LH ein „Ohr“ und einen „Rauchmelder“ in der Bank, sonst wäre diese Geschichte wohl gar nie publik geworden. – Natürlich verfügt er nicht über die zeitlichen und personellen Ressourcen und den Zugang, um die absolut objektive Wahrheit zu ermitteln (…er ist ja JOURnalist und nicht „Staatsanwalt“ mit einer Ermittlungsbehörde im Rücken, die sich Monate Zeit nehmen kann…). – Wie jeglicher Journalist jeglichen Mediums übrigens auch nicht. Wenigstens hat LH nun das „Bohrloch“ eröffnet, und andere Medien können sich nun auch auf das Thema stürzen.

    • @ ck

      Schon etwas naiv Ihr Kommentar! Die Banken operieren weiterhin aus einer angeblichen Position der Stärke und können unendlich viele Staranwälte mobilisieren. Meistens werden ja solche Internas durch Geschäfts-, Bankgeheimnis usw. geschützt. „Handfeste“ Beweise sind deshalb ein Ding der Unmöglichkeit.

      Herrn Hässig darf man durchaus attestieren, dass es sich meistens um „wahre Gerüchte“ handelte. Pro Forma muss er wahrscheinlich trotzdem immer wieder die FINMA kontaktieren, obwohl sie keine Infos herausgibt.

  20. Nichts als Betrug und Manipulation, und immer wieder ist unser to big to fail Institut dabei!
    Ich wundere mich bloss, wieso die Kunden angeblich wieder mehr Vertrauen in diese Organisation haben können?

    • aber joe, wenn die uns doch die ganze zeit sagen, dass sie nicht ruhen werden…?
      woran zweifeln Sie denn noch, also echt!