Gestern stand CS-Computer 9 Stunden still

Blackout von 7 bis 16 Uhr – keine Mails, Börsenaufträge am Telefon – macht Sparwut Informatik zum nächsten Grossrisiko?

Die Credit Suisse erlebte gestern ihren IT-Crash. Nach einem Netzwerkausfall in der Schweiz standen ihre Systeme stundenlang still.

Von 7 Uhr am Morgen bis um 4 Uhr am Nachmittag ging praktisch nichts mehr innerhalb des Heimmarkts, wo die CS rund 20’000 Mitarbeiter beschäftigt. Keine Mails, kein Zugriff auf Daten, nichts.

Selbst im Börsenhandel, der seit Mitte der 1990er Jahre elektronisch läuft, war Mattscheibe. Die CS-Trader mussten auf Telefonhandel umstellen.

Das führte zu einer massiv verlangsamten Abwicklung. Schäden durch fehlerhafte Deals sollen keine entstanden sein.

Offiziell gab es gestern Abend keinen Kommentar von der Bank. In internen Sprachregelungen war die Rede von „technischen Problemen“.

Das System in der Schweiz sei mehrere Stunden lang „down“ gewesen und habe jeweils nur kurzzeitig benutzt werden können, hiess es.

IT-Ausfälle bei Banken, bei deren die Elektronik das Rückgrat bildet, sind nicht hundertprozentig vermeidbar. Zu gross und komplex sind die Systeme geworden, vor allem bei den Grossbanken.

Doch was die CS gestern erlebte, fällt nicht mehr in die Kategorie der Probleme, mit denen eine Bank leben muss.

Der fast vollständige Ausfall des gesamten Schweizer Systems wirft die Frage auf, ob die Bank ein neues Grossrisiko hat: ihre Informatik.

Besonders zu reden gibt, dass selbst das uralte Wertschriften-System der CS, das bis gestern als praktisch ausfallsicher galt, im akuten Crash ebenfalls seinen Geist zeitweise aufgegeben hat.

Dieses läuft sonst auch dann noch, wenn rund herum die modernen Front-Applikationen mit ihren aufgepeppten Bildschirm-Masken schlapp machen.

Was also ist los mit der Informatik der Credit Suisse?

Bei Insidern stehen mehrere Thesen im Raum. Die problematischste ist die Kosten-Erklärung.

Unter dem angelsächsischen Finanz-Kommando von CFO-General David Mathers und Sanierungs-Haubitze Kirsty Roth hat die CS in den letzten Jahren den Rotstift stark in der IT angesetzt.

Der Paukenschlag erfolgte 2012, als der langjährige Informatik-Chef und Mitglied der obersten Führung, Karl Landert, von einem Tag auf den anderen Geschichte war.

Statt einen Nachfolger einzusetzen, bestimmte Finanzchef Mathers, der als rechte Hand von CEO Brady Dougan gilt, drei IT-Offiziere. Sie alle rapportierten an Mathers, der die IT-Zügel straff in die Hand nahm.

Die Folge waren massive Abstriche. Über seine Kosten-Schleiferin Kirsty Roth schnitt Mathers alles an vermeintlichem Fett und Leerlauf heraus, was ihm auf den Tisch kam.

Nur so war es Finanzchef Mathers möglich, den Investoren der CS, die seit Jahren den Kurs ihrer Aktien in den Keller sinken sehen, Milliarden an Kosteneinsparungen zu versprechen – egal, wie absurd die Sparbemühungen schienen.

Mathers, so heisst es aus IT-Kreisen der CS, verstehe sein Geschäft. Also die Zahlen. Was er und Kirsty Roth unterschätzen würden, sei das Risiko.

„Wir nähern und dem Punkt, an dem die IT kollabiert“, sagte eine Quelle vor eine paar Wochen im Gespräch. Bei einem Totalausfall hätte die CS genau 48 Stunden Lebenszeit, um den Ausfall durch nachzuholende Tagesendverarbeitungen wettzumachen.

Gestern erhielten Mathers und seine Kostenmanager einen Vorgeschmack auf dieses Horror-Szenario. Die Bank kollabierte nicht, aber sie stand einen Tag lang weitgehend still.

Die zweite These, weshalb es zum faktischen Totalausfall gekommen ist, zielt in Richtung eines ambitiösen IT-Umbaus, der dieses Jahr zur zentralen Herausforderung für die neue Tochterbank CS Schweiz AG wird.

Obersparer Mathers hat gegen Ende 2014 erkannt, dass er möglicherweise zu weit gegangen war mit der Auslagerung von IT-Jobs nach Indien und an externe Berater. Am Ende lagen die Kosten eher höher.

Folge war das Projekt „Digital Private Bank“, für das verteilt bis 2018 fast eine halbe Milliarde Franken aufgeworfen wird.

Kernstück der Offensive ist erstens die Zusammenlegung der über die Schweiz verteilten Server auf einen Grossrechner im CS-Rechenzentrum in Zürich, zweitens die Digitalisierung aller Front-Applikationen in der Vermögensverwaltung.

Nun könnte sich die CS zu schnell ans Werk gemacht haben. Der Blackout von gestern stünde dann im Zusammenhang mit der Server-Zentralisierung oder dem Aufpeppen der Front.

Jeder Vermögensverwalter in der Schweiz wurde kürzlich mit einem iPad ausgerüstet. Dies geschah im Zuge der Beratungs-Offensive namens „CS Invest“.

Mit den Hand-Computern sollen die CS-Berater ihren Kunden im Beratungsgespräch Eindruck machen können. Doch die Anbindung ans System könnte trickreich sein. Die Geräte greifen auf den Host zu, um Kunden- und Marktdaten abzurufen.

Möglicherweise passierte der gestrige Crash infolge einer fehlerhaften Schnittstelle. Dann hätte die CS überhastet eine Neuerung eingeführt, um sich als moderne Bank zu präsentieren.

Einziger Trost: Thank God it’s Friday. Die Bank erhält ein Wochenende Zeit, um den Fehler zu finden.

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104 Kommentare zu “Gestern stand CS-Computer 9 Stunden still

  1. die allgemeine Verunsicherung der Mitarbeiter ist Absicht, genauso , wie die engen, menschenunwürdigen Büros ein Führungsinstrument sind.
    Die low-context-communication, bei der CS heisst das euphemistisch need-to-know Prinzip trägt auch dazu bei, dass sich 95% der Mitarbeiter als Tagelöhner fühlen. Mich wundert es nicht, dass dort nicht gut gearbeitet wird.

  2. Ich war 6 Jahre in der CS und bedauere die Situation für alle, die so richtig einen guten Job machen! Extrem viele Blender und Verunsicherer.. Viele sind schon gegangen – auch solche, die noch da sind …

    • als Arbeitnehmer kann man die CS, von ein paar Ausnahmen abgesehen, nicht mehr ernst nehmen. Wer arbeitet eigentlich da noch und identifiziert sich mit diesem Laden?

  3. der CS Bonus-Hauptprofiteuren ist das aber voll egal. Für die sind andere Menschen vermutlich nützliche Idioten.

    • Result of a single approach of „high prioritized“ Busines RiskMgmt. in a biased presentation „only“. Even without any real dependence on IT Risk Mgmt. considerations, as in combination with bargained and „bought“ shareholder power and the wrong resource & asset-based views in such financial organizations – especially on the CEO and shareholder level – are causing these imbalances.

      Organizationally embedded view of marketing activities and the discipline of marketing, business and IT Strategies – this all as a dynamic and sustainable understanding – would give all a competitive advantage and not cause continious issues of reputation damage with implicit and directly loss of profit.

  4. das ist mir als langjähriger CS mitarbeiter schon lange bekannt. der spardruck (wohlgemerkt nicht überall) hat einige auswirkungen auf die operationsweise der bank. grösstenteils klappt eigentlich alles, aber überall hats problemchen. das gesamtrisiko ist schon erheblich, wohl aber nicht systematisch höher als anderswo.
    das hauptroblem besteht in der unglaublichen fragmentierung der prozesse, systeme und kontrollen. das ist ein flickenteppich sondergleichen. programme das zu verbessern laufen, wird schon greifen, aber braucht noch lange.

  5. NZZ am Sonntag…. wegen SNB entscheid muessen die Kosten noch weiter runter… nochmals 500m…

    Igendwie passt das ja ins Bild, Fuehrung scheint nicht sehr innovativ, immer mit den Kosten runter ist sehr sehr einfach… aber bekanntlich geht der Krug (die IT) zum Brunnen (in diesem Fall nicht Brunner aber Roth) bis er bricht…

    • Solange das CS Management nicht verstanden hat, dass IT eine Kernkompetenz einer Bank ist, wird sich nichts ändern. Es gibt drei Bedingungen für eine zeitgemässe, kostengünstige Informatik:

      1. Automatisierung in allen operativen Belangen – Stichwort DevOps. Strikte „no touch“ Policy, also keine manuellen Eingriffe in Server, Datenbanken etc.

      2. Projekte ausschliesslich in schlanken, losen Projektgruppen um fachlich top qualifizierte und vor allem kleine Kernteams herum organisieren, sodass die Leute dort arbeiten können, wo sie wollen, inklusive jederzeitige Wechsel.

      3. Konzentration auf die Bank-Service-Infrastruktur, und diese nach aussen öffnen, damit Partner Leistungen anbieten können, die die eigene IT nicht kosteneffizient hinkriegt.

    • @Meier

      die CS Führungsmannschaft ist nicht angetreten um zu verstehen, das sind keine Wissenschaftler. Sie sind deswegen in dieser Firma, weil die dort -trotz offensichtlichen Defiziten- am besten ihre Taschen füllen können. Was anderes interessiert die nicht. So einfach ist das.

  6. @ Kirsty Roth:

    Dear Kirsty,

    THANKS A LOT! Once more you have been of invaluable help in weakening Credit Suisse’s competitive position. What you do to this firm we could not accomplish ourselves. If it wouldn’t be against all LCD rules I would by all means suggest our management to put you on our bonus list!

    Well done, continue the great work!

    Kind regards,

    a competitor

    • @acompetitor

      it‘ a pleasure.
      but to to behonest, I am not doing this on purpose. It is a NECESSARY SIDE EFFECT to increase my bonus. Some dull idiots have to pay for it!

  7. Es ist interessant, wie reflexartig dem angelsächischen Management die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Vielleicht hat irgendein schweizer technischer Experte versagt? Banken waren schon immer eine Art Behindertenwerkstatt insbesondere für schwache Informatiker. War die Informatik in CH Banken jemals wirklich gut? Ich glaube nicht.

    • ich glaube die Qualität der Informatiker in der CS ist nicht das Problem, sondern der (Un-) Geist der im Management herrscht. Ob in einer Firma richtig gearbeitet wird, höngt im Wesentlichen von den Vorgesetzten ab. Von Fragen der Art, ob sie überzeugend motivieren können und Führungsqualitäten haben, und ob sie den Mitarbeitern gleichzeitig Freiheit und Identifikation ermöglichen. Zum Beispiel als positives Vorbild.
      Schlecht läuft es wenn Mitarbeiter nichts entscheiden können und sich die Mentalität ausbreitet „die da oben und wir Trottel da unten“. Wenn es mal soweit ist, wird es schwierig.
      Jeder muss für sich entscheiden ob die CS Kultur seinen Vorstellungen entspricht.
      Ich halte sie allerdings für ineffizient und demotivierend.

  8. Das sollte eigentlich eine wirklich ernste Warnung an alle (noch verbleibenden) CS-Kunden sein: SALDIERT EURE KONTEN und HAUT DA AB! Irgendwann bricht das Ding komplett auseinander!

  9. was bei der CS passiert ist verantwortungslos. Das Top Management versteht von Fuehrung ungefaehr so viel wie wie einen Scheunentor vom Eierlegen, nömlich gar nichts!
    Was motiviert Menschen? Noch wichtiger, was bringt Menschen dazu sich zu identifizieren? Geld? Eben nicht, es hat einen Grenznutzen.
    In der CS herrscht eine äusserst missratene Kultur, und das Durcheinander ist gross.
    Auf breiter Fläche wird diese Firma heruntergewirtschaftet und mit Powerpoints und von Phrasendreschern eine Blendgranate nach der anderen gezündet.
    In der Chefetage möchte man die Probleme nicht angehen, um Gegenteil. Na dann schaut mal wie weit Ihr kommt.

    • Stimmt nicht ganz. Die CS hat mich motiviert.

      Motiviert eine neue Stelle zu finden.

      Ich bin viel glücklicher jetzt obwohl ich noch einige gute Mitarbeiter u. Freunde aus der IT vermisse.

    • ich denke für viele intellligente Menschen ist die CS eun Albtraum. Nein, es liegt nicht an den Fachleuten hier in der Schweiz, auch nicht den anglosächsischen Führungsleuten als Person. Ich glaube schon dass sie als Person kohärent agieren können im Gespröch vernünftig sind überzuegen können. Zweifel habe allerdings an zwei Punkten:
      erstens der einseitigen Reduzierung eines Mitarbeiters und damit des Menschen hinter der Mitarbeiter Rolle auf Geld. Menschen funktionieren einfach nicht so, dass sie ausschliesslich an Geld interessiert sind. Das ist eine verzerrte Wahrnehmung. Zweitens an der anglosächsischen Führungskultur, die kurzfristig angelegt und leugnet, dass Menschen sich entwickeln. Wenn man alle 6 Monate seine Mitarbeiter vor die Tür setzt, und wenn man meint, man kann sie ersetzen , nach dem Motto „dann holen wir uns halt wieder welche“,
      wenn man wieder welche braucht, passiert das, was bei der CS gerade passiert. Niemand kennt sich wirklich aus, und es interessiert auch niemanden mehr wirklich, dass viele Mitarbeiter verwirrt durch
      die Gegend springen.
      Die CS Mitarbeiter werden durch dieses Managementgebahren in ihrer Person geschädigt, und deswegen wollen so viele weg. Und Recht haben sie. Schade um diese einstmals gute Firma.

    • …. bei der CS. Die Lage ist ja doch nicht so schlecht.

  10. Kosten sparen ist prinzipiell nicht zu verurteilen, aber der massive Abgang von Know-How in der Schweiz ist mehr als alarmierend. Mit jeder Verlagerung von Fachkräften nach Indien, Polen, USA oder anderen Ländern, kombiniert mit einer weltweit verteilten, primär ausländischen, Führungsstruktur, können solche Ausfälle einfach nicht mehr schnell gelöst werden. Noch vor wenigen Jahren hätte jeder Ausfall innert kürzester Zeit durch das kompetentes Fach- und Management-Team vor Ort behoben werden können.

  11. Die CS ist total am Anschlag! Sie hat kein Kapital mehr, sie hat keine Seele mehr und die Kultur ist eine Kultur der Angst und das Top Management ist disfunktional und inhaltlich überfordert! Es ist an der Zeit, dass der VR die Zügel in die Hand nimmt! Ein Blinder hätte sehen können, dass diese Schweizer IT zu tode gespart wurde! Es braucht endlich eine Strategie für diese Bank, eine Corporate Governance, wo die IT getrennt wird vom CFO und einen neuen Kopf, der die Schweiz führt und energisch vertritt usw.! Alles ganz einfach aber man muss es wollen! Wo sind sie, Herr Rohner und für was sind sie bezahlt? Um am WEF teilzunehmen?

  12. Das war alles eine Frage der Zeit und ist nur die Spitze des Eisberges. Wird Zeit, dass die CS wieder Profis einstellt die das Handwerk und die Sprachen in der Schweiz verstehen. Diese sind übrigens hauptsächlich Deutsch, Französisch und Italienisch und nicht andere wie Indisch, Polnisch oder Ungarisch. Wenn die englische Sprache bei der täglichen (Projekt)- Arbeit bemüht wird, bleibt inhaltlich meist auch nicht mehr viel übrig. Das gibt aber leider neimand zu.

  13. Das wundert doch niemanden,bei CS, dass dies passiert ist.
    die Mitarbeiter fühlen sich schlecht behandelt, das Management kann keine Ziele formulieren (ausser den eigenen Bonuszielen) und ist noch weniger ist es in der Lage, dafür zu sorgen, dass diese nach unten kommuniziert und transferiert werden. Inzwischen setzt man höchstkarätige (!) Arbeitspsychologen inkognito ( so ein IT Futzi kapiert ja nicht, wen er vor sich hat) ein,um herauszufinden was „unten“ ankommt. Wenn dieser dann von seiner Camouflage-Operation zurückkehrt und berichtet, ist die Standardfrage „Wo ist der painpoint.“ . Als ob sich ein tiefgreifendes kulturelles Problem auf einen Satz reduzieren liesse. Tatsache ist wohl, dass sich einseitige Fixierung auf monitäre Anreize, die das Top-Management für sich selber vorlebt und daraus resultierende Kultur des Neides und der sozialen Verantwortungslosigkeit der Firma nicht guttut. Es fehlt auch an Vorbildern. Schon mal darüber nachgedacht? Ein anderer Punkt ist die Outsoucing-Walze, die Knowhow aus der Firma fegt und zuviel Durcheinander in die Organisation bringt
    Wer in dieser Firma geht die berühmte Extrameile, wenn er dafür nicht die Hoffnung auf Geld sieht? Der Teamgedanke ist nur eine
    oftmals herbeigeredete und zu oft bemühte Worthülse. Man könnte
    noch einiges aufzählen.
    Kennedy, der noch Visionen vermitteln konnte, rief seinen Leuten zu: „Fragt nicht was Euer Land für Euch tun kann, sondern fragt was Ihr für Euer Land tun könnt“
    Dagegen wirkt die CS Führung mit dem Anspruch, „wir wollen die most admired bank werden“ auf lächerliche Weise verkrampft. Vor allem, wenn man sieht, wie sie mit den Mitarbeitern umgeht, die fast buchstäblich das Rad am Laufen halten.

  14. Fertige Amateure! Nur schon ein Ausfall des Mail-Systems ist peinlich! Hatte etwa nur der Praktikant Dienst? Kein SLA?

    Seit dem SNB-Entscheid schrieb die CS an alle ein Mail mit einem Verbot zur Änderung der IT, weil der Markt intensiv war. Von daher war der Donnerstag der falsche Tag zum experimentieren.

    Auch bedenklich ist die Desaster Recovery Zeit von 9 Stunden!

    Aber eben: wenn man an der Qualität spart …

    • was nützt Dich ein SLA ?, später den formulierten Penality einzufordern macht den Unfall nicht rückgängig.

      In diesen CS/UBS Trümmern haben sie doch die guten IT Leute fast systematisch vergrault. Lauter Adrenalinjunkies, Formularzombies und Sesselfurzer dort. Dementsprechend innovativ kommt das ganze ja daher. Kosten sparen ist das einzige das die wirklich gut können.

      Ehrlich: ich gönns den Typen. Man liegt halt so, wie man sich gebettet hat.

  15. Interessant wieviele hier mehr über Boni etc wissen als diejenigen die bei der CS arbeiten.

    1. Gab es Netzwerk und Server-Probleme
    2. diese werden u.A. von der Swisscom betreut
    3. stimmt es durchaus dass durch das übermässige Offshoring extrem viel KnowHow verloren ging
    4. Die Boni in der IT sind sehr bescheiden
    5. man müsste den MD-Stall ausmisten, 1/3 der MD’s gehören entsorgt
    6. Durch das Global/One Bank Zeug wurden einfach noch eine überflüssige Hierarchie-Stufe mehr eingesetzt und mit angelsächsichen MD’s besetzt
    7. Die angelsächsichen Heuschrecken machen die Firma noch vollends kaputt.

    In diesem Sinne frohen 2015…

  16. die CS bekommen immer mehr den ruf einer Katastrophen Firma.

    überhöhte Boni, Rekordsummrn bei den Strafen, schlechtes Arbeitsklima, IT Mängel , zweifelhafte Geschäfte, Aktienkurs sinkt immer weiter, halbierte Rendite.

    wann hört das auf?
    Wahrscheinlich ist sie schon jetzt nur noch einGerippe, und wenn Brady Dougan und seine Gspännli weg sind, wird erst das ware Ausmass des Schadens den er angerichtet hat, bekannt werden.

    • WIE WAHR.

      wer schläft sündigt nicht. Glaubst Du dass die Zeit zum Nachdenkrn genutzt wurde?

  17. Na ja es sieht ja so nach Reverse Engineering aus. Hier und dort mal einen Stecker oder Kabel ziehen, bzw. ein System abschalten und schauen ob das Ganze noch läuft. Es kann Geld gespart werden. Zwischendurch sind die Mitarbeiter zum „Däumchen drehen“ verurteilt oder müssen mit Teilausfällen von Applikationen rechnen. Dann wird es schwierig das Leistungsversprechen einzuhalten, wenn man ständig hinterherhinkt um die Pendenzenberge abzuarbeiten.

  18. Anstatt die Kunden mit iPads und Facebook zu „beeindrucken“ wäre es wohl wichtiger, die Systeme zu stabilisieren.

    Hier wird Shareholder Value vernichtet mit „Jugend forscht“-Projekten.

    • Das ist dümmlich. Es ist keine „entweder-oder“ Angelegenheit. Die paar Ipads kosten nichts im Vergleich zu den unglaublichen Leerläufen und den Consultingmandaten quer durch die Bank. Der Systemausfall hat angesichts der Reichweite wohl kaum etwas mit den Ipads zu tun, die ja kaum genutzt werden im Moment.

    • Shareholder Value wird schon seit mehr als 7 Jahren vernichtet. Schauen Sie sich den Kurs der CS seit Amtsantritt von Mr. Dougan an. Wertvernichtung pur. Wenn hier noch Boni „ausbezahlt“ werden, dann grenzt das nicht nur an Frechheit, sondern an Diebstahl am Aktionär.

    • um wieviel % konnte Brady dieses Jahr seinen Bonus erhöhen? Zwanzig Prozent schätze ich mal bzw. 2 000 000 CHF. Um soviel in Prozent dürfte auch die Leistungsfähigkeit der IT letztes Jahr zurückgegangen sein, seitdem Kirsty Roth hier wütet.. Oder nehmem sie einfach der Höhe der Strafzahlungen, und berechnen die Bonuserhöhung pro GL Mitglied, indem sie die Busse durch Tausend teilen? Oder Anzahl der abgebauten, besser entsorgten Mitarbeiter mal Tausend?
      Wie misst man eigentlich, dass das Managment einen guten Job gemacht hat. Der Shareholder Value dürfte ja bei der CS nicht als Grundlage herangezogen wirden sein, denn da schauts ganz düster aus. War es vielleicht die vielversprechende Ausrichtung auf die Zukunft?

  19. wird noch schlimmer kommen, das war erst der Anfang. Mit der grandiosen Firmenkultur die man bei der CS „fährt“ (Stichwort ‚competive compensation‘, was ausgedeutscht so was wie ‚jeder sorgt am besten für sich selbst‘) tritt die CS, nachdem sie jahrelang diesbezügliche Vorbereitungen hierfür getroffen hat, in das Stadium der Katastrophenbereinigung ein. Töglich ein wenig mehr Chaos, und wenig Durchblick und schon gar nicht Weitsicht.

    Gratuliere, Ihr habt es verdient! Das wird noch lustig, dem verwirrten Treiben zuzusehen. Vor allem von aussen, wenn man sich rechtzeitig davongemacht hat.

    Ihr solltet ernsthaft überlegen wie Ihr die Verwirrtten, die sich bei Euch eungenistet haben, wieder loswerdet.

  20. Muahaha – das ist bisher noch fast jedes Jahr in den 2000-Jahren passiert. 1 Tag geht nix und dann 2 Wochen aufräumen. Von wegen „keine Schäden durch fehlerhafte deals“… die gab / gibt es garantiert jedesmal – nur die Höhe ist erst nach dem Aufräumen bekannt. Hei wär das ein Spass gewesen wenn der Horscht-Ausfall mit dem SNB Entscheid zusammen gekommen wär. AUTSCH. Mehr davon.

    • Etwas schadenfroh und etwas Frustration infolge Börsenverluste. Mehr kann man dazu nicht sagen.

  21. Klassisches Beispiel von Führungsmängeln

    Soeben lese ich während meine Studenten in einer Gruppenarbeit zur qualitativen Personalplanung beschäftigt sind den Artikel. Vor einer Stunde habe ich in Unkenntnis des Vorfalls mein Lehrgespräch über Wissensmanagement gehalten und als Beispiel den ATZ (Abnahmetest Zentral) den ich als Mitglied des Kernteams beim Projekt Zentrale Kreditapplikation der CS (GRANIT) gemacht habe, als sich während einer Kernteamsitzung ergab, dass ein einziger IT-Mitarbeiter in der Lage wäre, einen abgestürzten CS-HOST wieder hochzufahren. Damals wurde mir die Bedeutung des HRM bezüglich Knowledge-Management dramatisch bewusst und ich habe die entsprechenden Korrekturmassnahmen eingeleitet und das „vor der Rente stehende Wissen“ sichern können.

    Es scheint, dass die offensichtlichen Führungsmängel in der CS dramatische Auswirkungen haben. Szenarioplanung (Contingency Planning) und Risikoanalyse scheinen bei der CS unterentwickelt bzw. inexistent zu sein. Die Zauberlehrlinge und Überflieger haben versagt. Ich bin seit 2002 nicht mehr dabei und die Entwicklung in der CS ist leider nicht ermutigend. Schade für diese tolle Bank. Aber eben: Tempi passati.

    • Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie nicht mehr dabei sind. Sie fehlen uns nicht.

      Berichten Sie ruhig über uralte Systeme, die es schon lange nicht mehr gibt.

    • Lieber CSler

      Uralte Systeme? Der HOST ist zwar alt aber funktioniert immer noch. Und die Architektur war schon vor 15 Jahren problematisch. Aber davon verstehen Sie nichts. Über die Schnittstellenproblematik der neue aufgepropten Subsysteme wurde hier genügend geschrieben.

      Schon klar, dass ich Ihnen nicht fehle. Aber Sie sind nicht WIR. Es gibt bei der CS auch andere Mitarbeiter, die zum Glück nicht so denken wie Sie. Dass Sie sich nicht mit Namen outen können spricht für sich. Aber nennen Sie sich nicht CS’ler. Es gibt auch Mitarbeiter, die nicht so denken wie Sie. Aber bei mir könnten Leite wie Sie nicht mehr weiterwursteln. Was Ihnen fehlt, ist das was im Film Don Camillo an den Bürgermeister Pepone sagte, als er Abgeordneter in Rom wurde: „Was du vermissen wirst in Rom ist meine harte Faust, die deinen verborten Schädel zur Vernunft bringt.“ Ich hoffe sehr, dass diese „harte Faust“ bald bei der CS einzieht und mit eisernem Besen kehrt und gründlich ausmistet. Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht, was nicht mehr lange dauern wird, wenn nicht endlich der Turnaround eingeleitet wird.

    • Blah blah, ihr Wissenstransfer oder Know-how-Sicherstellung ist und war nur ein lächerlicher Papiertiger.
      Alle vor Rente stehende Spezialisten sind mittlerweilen weg oder ihre Funktion nach Indien bzw. zu sonst einem IT-Dienstleister transferiert worden….super tolles Know-How Management.
      Im HOST-Bereich siehts furchtbar aus, aber ist ja auch „nur“ ein zentrales System, who cares….

    • @CS-ler
      Der obenstehende Schreibende hat vieles Begriffen, was eben die superintelligenten „Überflieger“ und „Folienproduzenten“ nicht begriffen haben. Der Host (bei der CS ist das wohl auch so) ist des HERZ! der Bank. Schlägt dieses nicht mehr ist der Körper tot. Punkt. Das ganze dezentrale ultrateure „Gelumpe“ ist nicht sosehr überlebenswichtig sondern unter dem Strich nur sog. nice to have, denn es bekommt alle seine Daten vom Host. Tragisch ist, wenn ich die Kommentare durchlese, dass es bei der CS angeblich noch genau Einen einen einzigen Knowhowträger gibt, der im Notfall (Herzinfarkt) weiss wie man einen abgestürzten Host ohne Datenverlust hochfährt. Noch tragischer ist es, wenn das wirklich stimmt.

  22. Ein Teil des Problems ist meiner Meinung nach in die Mentaität der ITler. „Wir sind die Grössten, wir sind die Kernkompetenz, bla bla bla.“ Was es braucht ist eine sinnvolle Reduktion der Komplexiät. Wozu hat es duzende Mushroom Applications für uns auf der Front, die meisten mühsam zu bedienen, nicht verlinkt und teilweise schlicht unbrauchbar. Am Ende vom Tag ist das hier eine Bank und dafür gibt es genügend Standardsoftware auf der Welt. OK, auch die ist nicht perfekt aber wahrscheinlich die Hälfe billiger. Warum alles selber basteln, mit jahrelangen Wartezeiten und absurden Kosten bei Change Requests.

    • Herr Zürcher

      leider ist Uetlihof und UH2 vollgestoppt mit Besserwisser wie Sie. Ich schlage vor, dass Sie den heutigen 20min-Beitrag lesen:

      Das passiert beim Aufruf von Google.ch wirklich
      http://www.20min.ch/digital/news/story/Das-passiert-beim-Aufruf-von-Google-ch-wirklich-31226339

      Die genauere Beschreibung liegt hier
      https://github.com/alex/what-happens-when/blob/master/README.rst

      Nachdem Sie sich die Mühe gemacht haben das Dokument zu lesen und verstehen, können Sie vielleicht erahnen, was für eine Leistung die IT bringt Tag ein, Tag aus. Sie können ein Bildli malen. Das hilft bestimmt.

      Während Sie versuchen Ihren neuen iPhone oder Toaster zu konfigurieren schlagen wir uns mit indischen Kollegen um, die weder die sprachliche noch die fachliche Kompetenzen besitzen die Anforderungen zu erfüllen. Die Ostblock-Kollegen sind leider genau so schlau.

      Dieses sog. „Resources“ (Mathers lässt grüssen) sind Externer, woher sollen die denn wissen wie eine renommierte Schweizer Bank funktioniert. Gott Sei dank gibt es bei uns die 50+ Generation. Interner die wissen mindestens wie die Bank läuft. Wenn Sie pensioniert werden, dann sind wir alle weg.

      Dass die IT-Situation so ist wie es ist, ist gewollt, das ist Sache vom Management und IT-Management. Wahrscheinlich sind die „ITler“, die Sie in Ihrem Beitrag angesprochen haben, ihre Ansprechpartner aus dem IT-Management. Tja, die haben wirklich gar keine Ahnung und interessieren sich auch nicht dafür.

      Vorsicht das Toast brennt.

    • Nun ja,
      nach auch ich zu den Ü50 gehöre – meine Bewerbung bei der CS für eine interne IT Stelle – nach ca 10 Jahren externen Einsatz im Hause – wurde abgelehnt.
      ZU teuer, ZU alt –
      Dafür kamen dann 5 (!) Kollegen aus dem bekannten Ausland – OHNE irgendein fachl. Wissen – aber die Kosten stimmten.
      @Topic Host (oder Mainframe) – DER hat 99,99% Verfügbarkeit – jedoch das ganze SUPER Server Zeugs drumrum kommt vielleicht gerade mal auf 75% …
      Wird aber seitens der ‚Head Architektur‘ verordnet und wehe man(n) fragt nach der Kompetenz….

  23. Schade für die verbliebenen Büezer – Grosse Schadenfreude für Ehemalige.
    Vor nicht allzu langer Zeit mussten sich sämtliche Ressortleiter aus dem Backoffice in UK bei Mathers & Co. Neu bewerben und ihren Bereich vorstellen um von diesem dann zu hören „basically you are typing data in a computer – this can be off-shored“.
    Ignoranz und Arroganz ohne Ende.

  24. Ich hoffe das der nächste Blackout mindestens 72 Stunden dauern wird. Dann ist der Mist perfekt und die CS gibt es so nicht mehr. Downsizing oder Auflösung ist dann nicht mehr umkehrbar. Ich glaube nur diese radikale Aktion wird das ganze Management wegspülen.

    • Es ist höchst Zeit, dass das Credit Suisse-Headquarter vom Zürcher Finanzplatz verschwindet. Vor knapp einem Jahr hat sie als kriminelle Organisation vor einem US Senatsausschuss ein Schuldeingeständnis abgelegt. Sollen sich Brady Dougan und die arabischen Grossaktionäre mit dieser Bank doch anderswo auf der Welt herumschlagen. Was die Schweiz in der heutigen Zeit braucht ist eine Bank mit Kultur, mit Schweizer Kultur.

    • @Fahrni. Dem schliesse ich mich (leider) an. Diese Firma ist als systemtelevante Bank so nicht mehr tragbar. Die FINMA muss rigoros intervenieren. Hier stimmen ganze Abläufe offenbar übergaupt nicht mehr. Insbesondere täte eine sehr genaue Prüfung der Bilanz und Erfolgsrechnung gut. Das hektische Generieren von Cash durch Immobilienverkäufe ist höchst alarmierend. Vorallem ist das Cash immer gleich weg. Man muss davon ausgehen, dass etwas faul ist. Ich glaube, die CS wird noch Geschichte schreiben…

    • @ Fur(r)y Head (whatever it stands for!): Das Problem ist, dass die FINMA in einem noch desolateren Zustand ist als die CS. Deshalb sind solche Situationen in der Schweiz überhaupt möglich. Bundesrat und Finanzdepartement tolerieren das! Die Ohnmacht ist gross.

    • @ Heinz Fahrni: furry = haarig, pelzig, Pelz- ; fury = Wut. Vielleicht ist fur(r)y head also ein wütender Pelzkopf? Oder ein haariger Wut-Kopf?

    • die Investmentbanker habe die wahre Unkultur hierher gebracht, nämlich die Reduktion der Lebensziele auf die Geldgier..
      So kann man keinen Erfolg haben, weil die meisten Menschen (Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Aufsichtsbehörden, Reporter) dies zwat kurzfristig zähneknirschend mitmachen aber langfristig abgestossen werden. Das Ergebnis sieht man ja.

  25. CFOs und Disciples unterschaetzen die dramatischen Effekte, welche die RIFs bewirken. Es fehlen Subject Matter Experts und qualifizierte Resources an allen Ecken und Enden. Kein Wunder passiert sowas. Wird auch nicht das letzte Mal sein. Die System in der CS sind und werden immer noch komplexer und niemand weiss mehr was und wo. Jeder baut einfach was und die Prozesse sind langwierig und haarstraeubend.. es gibt ja auch keine Strategie. Woher denn? Es versteht ja keiner der die IT leitet IT. Mr. K – we need you!

    • Was auch fehlt, ist eine Sprache mit weniger Anglizismen, damit auch die häufig hochstudierten Manager überhaupt verstehen, was der IT’ler labert.

  26. Das Grossrisiko ist, dass da stümperhafte Leute am Werk sind… Dougan, Rohner und wie sie alle heissen.. Wären kaum fähig einen Kiosk zu führen – wetten?

  27. Kundenbrief von letzter Woche:

    Korrrektur Maximalbeitrag Säule 3a 2015 aufgrund eines internen technischen Fehlers.

    Zufällige Anhäufung von Problemen in den letzten Monaten?

  28. Dieses Problem ist ja bei der CS nicht neu! Stundenlange Systemausfälle gab es bereits in den Jahren 1997 und 1998.

    Aber der gute alte „Horscht“ ist auch im Jahre 2015 noch am Start!

  29. Würde Lukas Hässig IT betreiben stünde diese 364 Tage im Jahr. Sorry, aber dieser Artikel zeigt, dass Lukas Hässig keine Ahnung von IT hat.
    Das Netzwerk ist das Rückgrat der IT. Funktioniert dieses nicht, steht die IT still.

    Ich kann Onkel Stony nur beipflichten, wenn eine Bank ihre IT nicht mehr als eine Kernkompetenzen erachtet, ist sie innert ein paar Jahren nicht mehr konkurenzfähig.

    IT hat nach wie vor mit Technologie zu tun. Nur Projektleiter und SLA Schreiber betreiben keine stabile und effizient IT Infrastruktur.
    Ein solcher Backout ist laut SLAs doch gar nicht möglich 😉

  30. Fürher oder später holt die physikalische Realität die kommunikative Realität ein – as ist immer so. Da helfen auch keine angelsächsischen Scheinintelligenzfolien.

  31. Unter Landert waren die IT Kosten unakzeptabel aus dem Ruder gelaufen. Dieser Seminarhengst und Karrierist hat sich auch nie wirklich gross für die IT interessiert.

    • Wer interessiert sich in CS / UBS & Co überhaupt für IT ?
      Die Pfosten haben noch nicht gemerkt, dass IT nur dann ein Kostenfaktor ist wenn man sie auch nur so führt. IT driven business innovation wäre möglich, machbar, nötig und wird zunehmend kommen. Da die Grossen hier mangels Kompetenz das Feld halt anderen überlassen, gibt’s künftig neue Google,Amazon, Facebook & Co. einfach spezialisiert in der Finanzindustrie. Lebendige, innovative Firmen. Deren Kultur IT nicht als Kostenblock ansieht – sondern als komparativen Vorteil. Dementsprechend Leute einstellt und führt.

      Wird eine interessante competition – ich bin mir sicher. Die Finanzwelt wird auch nicht mehr die Gleiche sein, wie davor. Die bisherig grossen können höchstens ihre Grösse in absoluter Form nutzen und innovative Firmen à là Uber,Whatsapp,.. für ein paar Milliarden zukaufen. Nur weil man’s selbst nicht auf die Reihe gekriegt hat die Leute die man mal selbst hatte entsprechend zu führen & motivieren. Schade eigentlich.

  32. für die hohen Gebühren, die die CS von ihren Kunden verlangt, bietet sie eher wenig und ist auch sonst ein Wackelkandidat.
    Meiner Ansicht nach sind dort viel zu viele Leute, die nur absahnen wollen und zu wenig die was arbeiten wollen bzw. etwas von dem verstehen was sie machen sollten.

    die CS hat ein kulturelles Problem.

    • und die MA, welche wissen, was sie machen, werden mit Lean-IT (vormals mit CMMI), Statistiken zugemüllt und von Duckmäusern als Linemanagern in der Arbeit behindert.
      Selbst beim Feststellen von Problemen war die Aussage des Managments: „no ticket = no problem“ oder „ohne Budget wird nichts getan“
      Weiter so 😉

    • werde kimmende Woche meine Konto bei der CS auflösen. Die brauchen mich nicht und ich sie allerdings auch nicht. Aehr schlechtes Pries Leistungsverhältnis.

  33. Dazu gibts nur eines zu sagen:
    „Sparen, egal was es uns kostet“
    Bin auch in der IT einer „systemrelevanten“ schweizer Bank. Läuft überall das gleiche Schema ab…

  34. Erste Lektion in jeder Wirtschaftsinformatikausbildung: Kernkompetenzen largert man nicht aus.

    Eine Bank kann seit den 80er Jahren nur noch dank massivem IT-Einsatz rentabel funktionieren. IT ist *DIE* Kernkompetenz einer Bank. Sorry, liebe Banker.

    Nein, ich arbeite seit 1998 nicht mehr bei der CS… aus gutem Grund 😉

  35. als ehemaliger externer CS IT-ler gönne ich dies der CS von Herzen und hoffe, dass das in der nächsten Monaten noch oft passiert. Jahrelang hat man die IT nur als Kostenfaktor wahrgenommen und immer mehr gekürzt, wird Zeit dass man kapiert, dass die tollen Banker, denen die dicken Boni in den A… geblasen werden, ohne die IT NICHTS sind!

    • @IT Specialist: Ihr Kommentar gehört in die Frustrations-Ablage und nicht in die objektive Betrachtung eines Problemes.

  36. Technische Probleme? Ja, möglicherweise bei der Installation einer Firewallapplikation. Die Systeme der CS sind schon lange veraltet. Die Konkurrenz ist bekanntlich weit voraus. Man entlässt die Guten und stellt Nieten hin.

    • Daran glauben Sie doch nicht wirklich? Wer sollte die denn feuern? Mathers? Roth macht doch genau das, was Mathers will! Vermutlich wird man irgendein Bauernopfer innerhalb des IT Managements suchen, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann.

    • „Ein paar Franken gespart und dafür Million riskiert“ (bildlich). Da müssen echte Dorfdeppen am Ruder sein.

  37. „Der bittere Nachgeschmack schlechter Qualität verbleibt noch lange nachdem die Süsse des vermeintlich niedrigen Preises bereits vergessen ist…“
    Beispielloses Prunkstück angelsächsischer Ignoranz gepaart mit Inkompetenz! Dies wird nicht der letzte, auch nicht der schlimmste, Vorfall dieser Art gewesen sein.
    Who cares? Hauptsache das eigene Portemonnaie ist nach ein paar Jahren des Raubrittertums gut gefüllt, nach mir die Sintflut und bye bye…

  38. Das hat man ja kommen sehen, auch wenn man nicht, wie ich auch, IT Spezialist ist. Ich habe mein Ausfallrisiko schon vor Jahren angepasst und meine Ersparnisse auf verschiedene Finanzhäuser verteilt… Bei der CS bin ich schon lange als unzufriedener Kunde zum grössten Teil abgesprungen, ebenso als Investor, scheint bisher die richtige Entscheidung gewesen zu sein.
    Bedenklich allerdings ist, dass der Tod eines der Big Players alle anderen mit in den Strudel reisst, am besten, man hortet seine Ersparnisse wieder unter der Matratze. Back to good old days…

    • Gehen Sie mit ihrem Geld zu einer kleinen biederen Kantonalbank wie GL, ZG, TG, SG etc. Dort ist ihr Geld sicher (Kantonsgarantie) und das iBanking genausogut wie bei CS oder ZKB.

  39. Die Bürohäuser verkaufen, die Prunk-Immobilien verscherbeln, Kaffee und Pflanzen verbieten, Parkplätze aufheben. Und outsourcen bis sich die Balken biegen.
    Kein Wunder, dass selbst die IT dieser Abmagerungs-Kur nicht mehr gewachsen ist. Und, ein Ende ist nicht abzusehen. Deshalb: Dougan und Rohner übergeben Sie solange die CS-Aktie noch über CHF 10.00 notiert.

  40. Dieser Ausfall freute mich. Ich hoffe es gibt noch ein paar mehr in Zukunft. Damit die sparwütige Kirsty so richtig die Breitseite spürt. Übrigens ist nach meinem Wissen die Ursache des Ausfalls in einem Bereich zu finden, welcher an einen externen Partner outsourced wurde. Als Backoffice Mitarbeiter verstehe ich unsere IT Freunde klar. Wir werden beide als notwendiges Übel empfunden und müssen seit längerem unten durch. Zeit zu zeigen, dass auch wir geladene Kanonen haben.

  41. 》macht Sparwut Informatik zum nächsten Grossrisiko?
    Bekannter Spruch aus den 90ern: “ IT is so expensive because labor is so cheap.“.

  42. Hurricane Kirsty fordert halt ihre Opfer. Ich habe eine laufende Wette, dass die CS innerhalb 5 Jahren ihre Unabhängigkeit verliert, habe noch 3 Jahre und mein Gefühl ist, ich gewinne. Das schlechte Management dort ist nicht zu toppen und irgendwann ist die Substanz dieser anteilsmässig mehrheitlich arabischen Bank definitiv aufgebraucht. Alfred Escher dreht sich im Grab um…

    • Es wird so kommen, aber vorher muss noch ein Schuldiger für das Desaster gefunden werden. Damit der Bonus, sprich die ‚competive compensation‘, in der Teppichetage erhalten bleibt.
      Die CS ist ein Lehrbuchbeispiel, wie man eine einstmals gute Bank durch Unverstand (der seinerseits genährt wird durch die Habgier) runterrackern kann.

  43. Liebe CS,
    Damit Profis/Vermögende sich für eine Bank entscheiden sind Beratungsqualität und Stabilität entscheidende Kriterien. Im Zeitalter von Cyber Crime wird je länger je mehr auch darauf geschaut wie zuverlässig und sicher die IT ist. Bereits solche kleinen Ausfälle können dazu führen, dass das ganze System in Frage gestellt wird.

    Wehret den Anfängen.

  44. immerhin hatte ich dadurch zeit mit meinen CS KOllegen lange mittag zu essen, und deren gejammer über den zustand der CS anzuhören!:-) aber gestern/heute gabs als trost immerhin die dicken Bonus couverts

    • Man wird den gestrigen IT Ausfall als willkommenen Vorwand nehmen, um den Bonus in der IT für 2015 zu streichen. Pauschal. So schaut’s aus!

  45. Globalisierung?

    Ob das mit den Scharren von sog. „Experten“ zu tun hat die ein neues Dorf im Eutlihof abgesteckt haben?

    Mal sehen was das „Management“ dazu sagt. Toll.

  46. Das ist für (Ex-)CSler keine Überraschung. Auslagern nach Indien, Dezentralisierung auf Teufel komm raus, ein Grossteil des Managments besetzt mit Luftpumpen und auch sonst viele Leute, die mitreden, aber keine Ahnung von IT haben; wichtig ist, dass Prozesse befriedigt werden, nicht die Umsetzung;
    Wie sagte eine ehemalige Kollegin: „Es muss nicht funktionieren, Hauptsache es ist dokumentiert“ , das ist in der CS wichtiger als die Umsetzung und ein dementsprechender Kostentreiber

  47. Glaube zu wissen das es gestern noch schlimmer war, doch der Artikel ist gut zusammengefasst! Wichtig war nur, dass alle Excel Sheets funktionierten und die CS Amis somit weiter ihre Sparübung in der Theorie durchziehen konnten. IT ist nicht mehr ein Kostenfaktor wo man einfach sparen kann durch verschieben von Tätigkeiten in sogenannte Billiglohnländer, nein IT macht das komplexe Geschäft erst möglich. Leider verstehen das die Manager, besonders Angelsachsen halt nicht.

    • besser kann man es fast nicht beschreiben; solange Powerpoint und Excel funktionieren, sind diese Leute der Meinung „wir haben keine Probleme in der IT“ Bei meinem Welcome Day fiel die Aussage „Wir arbeiten bei der besten Bank mit der besten IT“ Davon ist diese Bank soweit entfernt, wie die Route66 lang ist

    • Definitiv! Dennoch: einmal mehr ist die Panne in den Ur-CH Systemen und nicht in NY, London oder SG. Die Investmentbanker dort sollten doch mindestens so abhängig von der IT sein und da scheint es zu laufen.

    • Ich denke, das war erst der Anfang.
      Selber schuld, wenn man die IT immer mehr in den Osten (Polen) auslagert…