Finma will von CS täglich die Risikozahlen sehen

Sofort statt wöchentlich – 9%-Schuldpapiere drücken Cash-Bestand – Iqbal Khan schmeisst Barcelona-Party für 150 Chefs.

Die Credit Suisse ist in freiem Fall: minus 11 Prozent am Donnerstag, minus 5 Prozent am Montag, minus 8 Prozent gestern. Das kleine Plus der CS-Aktie am Freitag war nur ein Zwischenhoch.

Die Finma ist alarmiert. Sie forderte vor wenigen Wochen, dass die CS neu täglich ihre Risikopositionen zu Marktwert nach Bern meldet.

Zuvor musste die Bank das wöchentlich tun, was Stufe Gelb entspricht. Bei der UBS herrscht noch Courant normal mit monatlicher Berichterstattung.

Ein Sprecher der CS nahm keine Stellung. Auch bei der Finma hiess es, man sage nichts.

Die CS-Kapitäne scheinen den Ernst der Lage nicht zu begreifen. Gestern lud International-Chef Iqbal Khan 150 Manager, davon viele aus Zürich, nach Barcelona zum Stelldichein.

Allein die hohen Flug- und Hotelkosten sind in der momentanen Krise unverständlich. Eine Zusammenkunft in Horgen im CS-Schulungszentrum wäre naheliegend.

Kommt hinzu, dass die Bank wertvolle Zeit verliert. Diese droht ihr auszugehen. Die Mitarbeiter und mittleren Kader unten im Maschinenraum warten auf Befehle von der Brücke.

Vergeblich.

Party in Barcelona für Hunderttausende von Franken, gleichzeitig peitschen die Sturmböen der entfesselten Märkte über den Leck geschlagenen CS-Tanker.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigen Äusserungen aus Deutschland. Dort ist die Deutsche Bank, die wie die CS sich im globalen Trading übernommen hat, in einer ähnlich schwierigen Lage.

Deutsche-Bank-Nothelfer John Cryan sagte, sein Haus sei „absolutely rock-solid“. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble meinte aus Berlin, er habe „keine Bedenken“.

Zuvor musste die Deutsche Bank unter Druck öffentlich betonen, dass sie Rückzahlungen von Schuldpapieren im Frühling vornehmen könne.

Man höre und staune: Eine Bank von Weltruf, mit Hunderttausend Angestellten, 1000 und mehr Milliarden auf der Bilanz und nicht mehr mit dem Verstand fassbaren Derivate-Ausständen, bekundet:

Keine Panik, wir sind sicher.

Für viele Anleger ist das erst recht ein Grund, um das Weite zu suchen.

Auch bei der CS kommen von oben nur Durchhalteparolen. Am Townhall letzten Donnerstag, nachdem die CS-Spitze den Medien Red und Antwort gestanden war, blieb alles im Vagen.

Einfach weiterarbeiten, nur keine Fragen stellen – das war alles, was die Mitarbeiter und Middle Manager zu hören bekamen.

Wenn es dann um Konkretes geht, ist keiner der Chefs erreichbar. Sie machen sich rar, schieben andere Termine vor, sind abwesend.

Ein Schiff in Schieflage, und keiner steuert.

2008 übernahmen die Nationalbank und die Finma bei der UBS das Steuer, als es nicht mehr anders ging.

Diesmal weiss die Finma noch nicht einmal, wie gross die Risiken der CS insgesamt sind. Die tägliche Rapportierung ist kein Kinderspiel.

Spezialisten müssen Hunderte von Daten im globalen Gestrüpp der CS-Informatik zu einer Liste auf tagesaktueller Basis zusammenziehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Informatik der CS längst ausgeblutet ist und es nur noch wenige Cracks gibt, die den gesamten Überblick haben.

Wie lange die Finma zuschaut, ist offen. Ihr bisheriges Verhalten, bei dem sie kleine Chefs wie bei der Coop Bank straft, aber bei den Grossen nie eingreift, lässt wenig Gutes erahnen.

Wie die Deutsche Bank ächzt auch die CS unter hohen Schulden. Vor allem die Cocos, das sind spezielle Wandelanleihen zur Krisenabfederung, entpuppen sich als Brandbeschleuniger.

Die CS hat viele Milliarden solcher Obligationen, die zurückgehen auf 2008, als sie sich von den Scheichs in Katar retten liess.

Auch damals griff die Finma alles andere als resolut ein. Im Gegenteil, sie gewährte dem damaligen CS-Chef Brady Dougan und seinem von ihm quasi kontrollierten Präsidenten Urs Rohner einen Trick zu, der an die Geschichte des Barons von Münchhausen erinnert.

Katar gab der CS frisches Kapital. Aber nicht aus der eigenen Schatulle, sondern das Geld war mit einem Kredit garantiert.

Und von wem kam der Kredit? Von der Credit Suisse selbst.

Die Finma liess zu, dass sich die CS am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog. Basierend darauf flossen später gigantische Boni fürs Management.

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Noch schlimmer: Die Kataris tauschten Anfang 2011 ihre Papiere in Cocos um. 2,5 Milliarden Franken Cocos oder „Buffer Capital Notes“ werden seither zu 9 Prozent verzinst, weitere 3,4 Milliarden Dollar zu 9,5; das bei Minuszinsen im Markt.

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Die CS muss seither über 500 Millionen Franken in Cash überweisen – jährlich.

Damit blutet sie noch stärker aus.

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84 Kommentare zu “Finma will von CS täglich die Risikozahlen sehen

  1. Nicht nur Qataris Staatsfonds haben sich in den Coco investiert, sonder auch die „Saudi Olayan Group“ sind in den Cocos investiert.
    Die Zinsen belaufen sich auf 10%. Interessant zu wissen, wer noch in die billige CS und die UBS Papiere investieren würde.
    Denkt man an das, dass die Saudi Arabien seit 15 Jahren mit USA und der EU den Irak zerbomben? Den ersten Krieg fing noch der Junior Busch mit Tony Blair und später mit Frankreich, Deutschland und diversen anderen EU Mitgliedsländern an. In dieser Zeit ist der Plan der ISIS und des Khalifats entstanden mit USA, EU, Saudi Arabien und den Qataris, die Muslim Brüder Geburtsstädte beherbergt und permanent neue Muslimbrüder heranzieht. Seit 2010 musste Syrien als Opfer dieser Eroberungspläne bluten. Wieso das? Nach US, EU, Sauditen und Qataris Pläne musste Irak föderalisiert werden, 3 geteilt. Der Plan ist nicht mehr zu verwirklichen, denn die Ami,s die EU, die Qataris mit Türkei sitzen dort fest und rauben Irakis Öl des zerbombten Staates und finanzieren sich mit dem billigen Öl-Verkauf ihre militärische Tätigkeit. Alles mit der Hilfe der Türken und dessens Familie über Malta Hafen. Die ganze Flotte ist unter Malta Flagge registriert. Bequem war es die nächsten Märchen der Weltöffentlichkeit aufzutischen und die Syrien als die korrupteste Nation darzustellen, Assad schlimmer als der Saudische König darzustellen um an die Gas-Vorkommen heranzukommen, die vor der Küste Syriens, tief unter der Meeresoberfläche liegen. Die Pipelines aus Saudi Arabien und Qatar über Jordanien nach Syrien zum Mittelmeer um den Gas der Qataris nach Europa zu bringen und die Russen mit ihrem Gasprom auszuschalten. Die Kombination des Krieges in Irak und Syrien mit dem Überangebot an billigen Öl schien stark genug zu sein um die Russen aus dem Gas und Öl-Geschäft herauszudrücken, Syrien einzunehmen und mit Merkels Hilfe Europa zu islamisieren. Der Engländer namens Cameron geht sauber aus der EU raus, die Deutsche mit allen alten EU Ländern überlassen die kleine ehemals Ostblockstaaten sich selber im Kampf gegen Terror. Das war der Plan. Zuvor noch kurz der Abschuss der Malaysian Airlines um den Krieg gegen das Russland zu geeigneter Zeit auch noch anzuzetteln. Ukraine hat die Maschine mit Luft-Luft Rakete abgeschossen unter den USA Sateliten-Aufnahmen. Russland als der Agressor zu benennen.
    Wenn ich jetzt der CS Chef wäre, dann würde ich die beiden Coco Kunden hinauswerfen als Staaten, die Menschenrechte nicht respektieren, räuberische Kriege führen um an noch mehr zu kommen um ihre Religion der Sunniten durchzusetzen, die in das Image der Schweiz nicht passt. Umsonst muss die Schweiz nicht zwischen der Saudie Arabien und dem Iran schon wieder vermitteln. Qataris kauften sich schon in das Hotel Atlantis-1/2 Millrd CHF und am Bürgerstock in Luzern – über 1 Milliarde CHF. Noch mehr Arabien? Sie landen ja schon am Sonntag im Zürcher Kloten als ob sie da volle Staatsrechte hätten. Frau Sommaruga wartet immer noch, weil die Engländer die Prioritäre Behandlung erfahren.

  2. Die Rechnung ist einfach. Mit den Milliarden der Qataris oder sonst irgendeinem Financier aus Saudi Arabien finanziert man doch andere Geschäfte und somit fliesst das Kapital aus einer Quelle, die wir nicht kennen. Die Quelle, die nur die Banker kennen.
    Nun diese Gewinne bleiben wahrscheinlich in anderen Offshoren liegen, versteckt und unangreifbar für die Steuerämter in der Schweiz.
    So gesehen ist das System des Versteckspiels mit den Finanzministerien perfekt, bis es gar keine Möglichkeit mehr gibt die Gelder so sauber zu waschen, wie sich zum Beispiel die FINMA oder andere Institutionen sich wünschen.
    So gesehen läuft die Geschichte auf die UBS Präzedenzfall, bei welchem der Staat chf 65 Milliarden locker machen musste.
    Etwas machen die Leute bei der CS nicht richtig.
    Man will der Staat aushebeln und die Dümmlinge aller Kleinkonten Inhaber, wenn es ganz vor „no go“ steht ausradieren.
    Dazu kommt, was man da in Forum vielleicht noch nicht weiss, dass Basel III Regelwerk ist in der EU nicht mehr erwünscht und muss ersetzt werden. Erwünscht wird bei Pleite Banken die Gelder der Kundschaft gänzlich einzunehmen – wird nicht ausbezahlt. Eine Mindestquote wird auch kassiert. Und Tschuss. Es lebe die Matratze oder Singapur, Hong-Kong. In 8 Monaten geht der China Juan als Reservewährung in den Korb – das sind Verschiebungen im Euro, US$ gewaltig, darum wertet der Juan jetzt auch auf. Sind noch keine Krisen angesagt. Der Crash kommt aus den USA.

  3. Ich glaube der Artikel bringt es auf den Punkt. Oder gelten bei den Banken andere Regeln als die des ehrbaren Kaufmanns?

  4. Man glaubt es kaum und doch ist es wahr.

    Und dafür, dass die CS jährlich 500 Mio an Katar überweisen muss hat Brady Dougan auch noch Bonus kassiert.

    Wohlgemerkt zu einer Zeit als er den übrigen Mitarbeitern den Bonus senkte und viele Projekte gestrichen wurde. Klar, irgendwoher müssen die 500 Mio ja kommen.

    • Die Banken, die keine Gelder vom Staat angenommen haben (CS und DB) haben stolz der Presse mitgeteilt, dass sie aus Scham keine Hilfe annehmen, Stolz, und eigene Kraft seien der Grund. Jetzt sind sie in Schwierigkeiten. Der wahre Grund, so vermute ich, war, die Angst davor, dass der Staat die Boni des oberen Managements deckelt. So konnte die Bonusorgie weitergehen. Die Zeit wurde nicht genutzt, um sich auf schwierige Zeiten vorzubereiten. Diese waghalsige Aktion hat die Probleme nur auf die nachfolgende Generation von Managern verschoben, aber bis dahin hatte man sich ja schon lange aus dem Staub gemacht.

      When will they ever learn?

      Hoffentlich zahlen die Investoren aus dem Morgenland ihre Gier nach „superschlauen“ Investments. Und hoffentlich kommt mal jenand bei der CS an Ruder, der nicht medienwirksam seinen eigenen Bonus halbiert, nachdem er vorher die sog. variablen Anteile gegen Fixlohnanteile eungetauscht hat. Die CS braucht eigentlich in schwerer Stunde jemand der das Ganze im Blick hat, und (vermutlich ist es schwierig so jemand zu finden) Eigennutz hinten anstellen kann.Nur so schwimmt sich die CS frei.

  5. Ist es möglich, dass die CS-Papiere wegen zu geringer Börsenkapitalisierung noch aus dem Euro-Stoxx-50 fliegen? Die Syngenta soll ja bereits höher bewertet sein. Dies würde der Aktie nochmals eins auf den Deckel geben.
    Hoffentlich könnte die Bank bei einem allfälligen Totalausverkauf wenigstens das letzte Tafelsilber, sprich den Hauptsitz und das Savoy Baur en Ville, retten. Alfred Escher und nicht nur er würden sich im Grab herumdrehen, falls der Paradeplatz in Katarplatz umgetauft würde.

    • Der Hauptsitz und das Savoy Baur en Ville würde sicher genügend Interessenten unter den bestehenden Liegenschaftenbesitzern der Bahnhofstrasse finden.

    • Ja – man könnte über einen Kredit (tja von wem den wohl….) dieses Tafelsilber doch kaufen und alles is wieder i.O.

      Der Eidgenoss

  6. Komme zum Schluss: Die Banker (global/weltweit) sind die Totengräber der Welt, sie verkörpern Raubtier & Assfresser in einer Person…und erfreuen sich dabei eines arroganten diebischen Stolzes! >Und warum kommt mir immer der Vergleich mit der Kurie, wenn ich die Typen vom Geschäft und der damit verbundenen Wohltat für den Kunden & die Welt referieren höre! Mir wird dabei immer mulmig, wie wenn ein falscher Priester von der Kanzel predigt…

  7. Der Beitrag hat Höhen und Tiefen: was die seit Jahren bekannte Schlaumeierei von Brady, VR und Grossinvestoren bzgl Finanzierung der Eigenmittelerhöhung anbelangt, ist ein absoluter Tiefpunkt in der Geschichte der Bankenregulierung. LH kritisiert das zu Recht. Dass so was durchgeht bei der Behörde, ist ein Skandal und kann nur mit der panischen Angst begründet werden, neben der UBS gleich noch die zweite Grossbank retten zu müssen. Das hatte damals das Potenzial zum Super-GAU.
    Was Khan’s „Party“ anbelangt: ich bin sicher, die war mit kleinerer Kelle angerichtet als auch schon (ein seit Jahren andauernder Trend). Das Event abzusagen in diesen Turbulenzen hätte finanziell nicht viel gebracht: man kann solche Monate im Voraus geplante und mit Verträgen verbundenen Anlässe nicht einfach kurzfristig absagen. Die Kosten entstehen dennoch (Haftung). Also: nicht bei allem gleich Dilettanz oder Ignoranz vermuten.

  8. Gerade der zahnlose Tiger, FINMA, soll die CS jetzt strenger überwachen. Hätte die FINMA in der Vergangenheit ihre Arbeit richtig gemacht, dann wäre uns vieles erspart geblieben. Die FINMA verhält sich reaktionär. Eine Finanzbehörde muss meiner Meinung viel früher aktiv werden, nicht erst dann wenn’s brennt. Die FINMA ist und bleibt ein lächerliches und harmloses Konstrukt, das es so in der Schweiz nicht braucht.

    • Gibt’s ein besseres Alibi für die Banken, als die FINMA – man kann immer denen die Schuld/Verantwortung in die Schuhe schieben! Das dürfte die Hauptaufgabe/Sinn & Zweck dieser Placebo-Institution sein.

  9. supi, das erinnert an die Belagerten in der mittelalterlichen Burg, die jeden Tag ihr letztes Schwein kitzelten, damit es quietschte. die Belagerer sollten denken, den Eingeschlossenen geht es so gut, die haben so viel Vorräte, dass sie jeden Tag ein Fest feiern können.
    Toller Trick, und noch dazu macht er noch Spass!

  10. Wieso gibt es solche Partys noch? Warum streicht man nicht allen MD’s die Boni, solange der Laden nicht läuft? Ich bin zwar liberal, aber diese Abzockerei finde ich dégoutant! Und Urs Rohner mit seiner VR-Versagertruppe soll zurücktreten. Ich bin Aktionär und mir graut beim Anblick des CS-Aktienkurses.

  11. Lukas…dass Du Deine ‚Gerüchte‘ aus nicht gerade zuverlässigen Quellen ungefiltert oder gar angereichert weiter gibst wissen wir inzwischen alle.

    Aber Deine Abhandlung über die Cocos ist geradezu abenteuerlich….haben die Scheichs 2008 nun Wandelanleihen, Obligationen oder Cocos erhalten? Oder ist das alles dasselbe? Und was ist schlimm daran, dass was-auch-immer in Cocos getauscht wurde? Lies mal bei Wikipedia nach: “ Eine allfällige Wandlung rekapitalisiert ein Finanzinstitut daher ohne die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung oder einer staatlichen Hilfe. Die Haftung liegt folglich korrekterweise bei den Privatinvestoren und Dritte werden von einem notwendigen Eingriff im Sinne einer haftungsähnlichen Verpflichtung geschützt. Zudem erhält das Institut unmittelbar neuesEigenkapital und reduziert gleichzeitig seine Zinsverpflichtungen‘. Bitte melden, falls Du das nicht verstehst. Und eines noch: weshalb musste die CS bereits vorher wöchentlich rapportieren und weshalb wurde uns das hier nicht mitgeteilt? Geh da nochmal über die Bücher und versuchs nochmal. Danke.

    • @kritisch lesen…
      Der Skandal ist eben gerade, dass diese Coco-Katar-Sache nicht öffentlich ist und der geplagte Aktionär auf Blog-Plattformen angewiesen ist, um sich einigermassen zu informieren, was eigentlich in seinem Investment wirklich abgeht. Die Meldungen von TT und UR sind nämlich so hilfreich und glaubwürdig wie die Meldungen der Nordkoreanischen Nachrichtenagentur. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Hässig!)
      Und wenn Sie mehr wissen: Schicken Sie doch die Unterlagen und Details an Herrn Hässig, er wird es sicher gerne publizieren. Wenn nicht, dann

  12. Lieber Lukas Hässig
    Dass sich die Finma lieber die kleinen Sünder vorknöpft (Coop Bank/Waespi), ist doch verständlich. Nimmt sie nämlich die grossen Fische aus dem Wasser, gibt es privat für mindestens einen Finma-VR und seine(n) Kanzleikollegen K.L. (und womöglich weitere) nichts mehr zu verdienen an Beratungshonoraren. Beispiel:

    http://www.rfplegal.ch/d-rechts.htm

    http://www.blick.ch/news/schweiz/blick-belauscht-im-baur-au-lac-die-entourage-des-verhafteten-fifa-funktionaers-jetzt-muessen-wir-den-praesidenten-anrufen-id4424296.html

    http://www.politnetz.ch/artikel/12965-schallende-ohrfeige-fuer-staatsanwalt-und-bank-baer-im-fall-von-whistleblower

    Problemverwaltung ist eben im privaten Beratungs-Business immer rentabler als Problemlösung; siehe McK u.a.

    Auf die separate Problematik des Finma-Libor-Spezialisten soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden. Ein Schelm, wer Böses denkt ….

    Die Böcke sind eben häufig die Gärtner ….
    (Oder gilt gem. Reinhard Mey sogar: „Der Mörder ist immer der Gärtner“)

  13. Bravo Herr Hässig. Endlich habe wir auch in Seldwyla eine lesenswerte Gazette. Für die Gerichtskosten können Sie eine online Sammlung starten. Ich spende

  14. Wenn man den Artikel liest, kommen einem die Finanzvehikel von Werner K. Rey in den Sinn. Und wieder einmal muss festgestellt werden, dass auch Amis (Brady Dougan) nur mit Wasser kochen, aber die Eigenschaft haben, sich (es) mittels Show besser zu verkaufen. Das Tragische an der Sache aber ist, dass Führungspersonen solche Machenschaften nicht durchschauen, und immer wieder auf den Leim kriechen. Es lässt die Vermutung offen, dass auch Verwaltungsräte daher nur eine sehr kleine Lernspirale haben, was hingegen wiederum sehr tragisch wäre.

  15. Who cares? CS ist „too big to fail“. Die muss gerettet werden, am Ende der Kette (via SNB) von allen CH Bürgern mit Einlagen-Abschreibern und Steuern. Also hat die CS-(Irre)Führung doch allen Grund zum Feiern. Für die grosse Verantwortung, die man nie tragen muss, wird man ja immer (noch) gigantisch „entschädigt“.

  16. “ Mitarbeiter und mittleren Kader unten im Maschinenraum warten auf Befehle von der Brücke“ – Nö, die gehen von der Brücke. Wer immer kann verlässt das sinkende Schiff.

  17. Bla bla bla, immer das Gleiche hier im Forum. Tatsache ist, Khan hat mehr erreicht als 99% unserer Bevölkerung und sicher einiges mehr erreicht als alle anderen IP Fans hier. Herr Meier und Frau Schmid könnten/würden es bestimmt besser machen. Kindergarten.

    • Sie müssen ein ca. 24 jähriger Kahn Mini-Me Soldat sein, so ein „Fabrice Tourre Seiden-Foulard“ Typ….

    • Kommt ganz darauf an, was ‚erreichen‘ in welchem Wertesystem wohl bedeutet; da mögen die vielen anonymen Meier/Schmid je nachdem so einiges mehr ‚erreicht‘ haben in ihrem Leben und/oder dem von Anderen – aber aufgrund Ihres Postings darf ich wohl nicht erwarten, dass Sie das verstehen.

  18. Ich gehe auch zur CS-Abschiedsparty von unserem Lieblings-Parvenu Khan. Schliesslich muss man die Feste feiern, wie sie fallen. Ursli fliegt übrigens direkt mit dem Privatjet von Qatar nach Barcelona.

    • Ursli direkt von Qatar ? Musste er aufsagen gehen ? Nehme an die Ohrfeigen, die er bekommen hat sind für ihn ja Streichel Einheiten – wäre schön, mal eine Karte oder sonst ein Lebenszeichen von ihm zu bekommen – die Ruderer warten sehnstlich darauf!

  19. Spannend wird es werden, wenn es der CS das oil und gas exposure in den USA um die Ohren wirbelt.. Da ist Subprime 2008 ein kindergeburtstag dagegen…

  20. der laden stinkt schon so lange am kopf, da sind die flossen und der körper schon längst mit am verrotten…
    ich stelle mir vor, ein RM innerhalb der CS würde sich das gebaren der obersten zum vorbild nehmen: zuerst müsste er die 1/3 assistentin mit 4 weiteren ergänzen. weiter wäre er für seine kunden nicht mehr erreichbar, da in wichtigen sitzungen. seine arbeit würde er an externe VV’s delegieren und diese könnten ihm ihre beratung teuerst verkaufen. die performance würde dem kunden dann jeweils in recycelten pp-folien gezeigt und bei rückfragen kämen die (nicht anwesenden) externen berater -natürlich gegen gebühren- wieder zum zug! die erträge sänken rapide, die kosten stiegen exponentiell, und falls jemand die nicht mehr aufgehende rechnung kritisierte, würden selbstredend 3 1/3 der assistentinnen gefeuert, die kurz darauf durch teurere juniors ersetzt würden.
    während alledem zelebrierte sich der RM an präsis in den savoys und hyatts als der star der CS und dann und wann an einer filmpremiere. logisch, dass er die schuld für etwelches versagen bei den evv’s, den assistenten und juniors fände und sich deshalb über einen massiv höheren bonus freuen dürfte!

  21. Leider wird in den Medien und bei den verantwortlichen Politikern die Tatsache, dass Top Leute von der Finma wie Patrick Raaflaub, Urs Zulauf sowie Nina Arquint von dem ehemaligen und jeztigen Credit Suisse VRP Kielholz und Rohner in die Geschäftsleitung oder Top Management Ihrer Unternehmungen berufen wurde, zuwenig kritisch angeschaut – und nicht erkannt, dass mindestens ein gewisser Interessenkonflikt besteht. Aber solange das grösste Problem die Kurspflege der Coop Bank Aktie ist, muss man sich keine Sorgen um den Finanzplatz machen. Vielleicht wird in Zukunft dann noch EWS für den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

  22. Wo genau soll dann def Chef vom INTERNATIONAL private banking sein Meeting durchführen, dass es nicht zu Kritik Anlass gibt??
    Die nicht sehr gute Lage hat doch vor allem mit dem ex CEO und dem VR zu tun und nicht mit dem jetzigen Management. Die müssen jetzt das Desaster aufräumen. Und zum Glück für die CH Arbeitsstellen sind auch noch Schweizer im obersten Gremium dabei. Sind wir doch froh und messen sie dann an ihren Resultaten.

    • Schon mal was von Telefonkonferenzen gehört?

      Ich arbeite leider in diesem Saftladen und bin kurz vor der Pensionierung (Gott sei Dank!). Da rentiert es nicht mehr, zu wechseln.
      Wir müssen ein neues Programm einführen, welches auf den Channel Islands entwickelt wird. Die ganze Schulung unserer Mitarbeiter geht via Telefonkonferenzen. Die sind kostengünstiger und effizienter.
      Wieso sollen also solche Manager nicht auch sich über Telefon ihre fragwürdigen Entscheidungen treffen?

    • Saftladen.

      So etwas darf man nicht sagen nur denken oder hinter vorgehaltener Hand aussprechen. Denken Sie dran, die CS hat frisches Geld aufgenommen, um der Wahrheit und der Gerechtigkeit zum Sieg zur verhelfen, notfalls mit Gewalt, was in diesem Falle heisst mit kostspieligen Gerichtsprozessen. Die Wahrheit und die einzig richtige Sicht auf die Dinge wird von den Geldbesitzern definiert. Kleine Geister wie Sie und ich haben das Recht zu schweigen, zu malochen und als besonderes Privileg haben sie die Freude, Steuern zu zahlen, die unter anderem dazu verwendet werden, bei der Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste (Buchempfehlung: „Profit over People“ ) eine Pflichtcontribution zu leisten.

      Soll sich einer noch beschweren, bei uns gibt es keinen Sozialismus. Genauso die schleichende Enteignung der Sparer. 9 Prozent Zinsen an die Scheichs, 0.25 % an den Kleinsparer.

      Aber macht nichts. Hauptsache, oben fliesst der Bonus und wir haben einen Arbeitsplatz. Nach 70 Jahren Demokratie und Lebensfreude der liberalen und selbstbewussten Mittelschicht-Citoyens muss der Mittelstand wieder beseitigt werden.

      Die CS setzt ihre Vorstellung einer nur fur einige vorteilhaften Gesellschaftsordnung konsequent um.

      Saftladen? Ich glaube nicht. Aber ein Menschenbild, das manche nicht so ohne weiteres akzeptieren.

  23. Ausflug nach Barcelona: CHF 100’000.00 bis 200’000.00
    McKinsey Beratern/Woche: CHF 300’000 bis 400’000.00

    Wohl die bessere Investition ins Business eine solche Konferenz abzuhalten. Die McKinsey’s sind ja überall bei der CS im Einsatz. Eine Woche weniger McKinsey Leute oder eine solche Konferenz?

  24. Mal abgesehen von der Ertragslage und dem Aktienkurs, was ist genau das Problem bei der CS? Nur die Passiv-Seite zwischen FK und EK? Tja der Grübel hat es ja immer gesagt, das lockt die Shorties an 😉 Faule Aktiven wie die UBS damals haben Sie ja nicht ….

    • Sie wissen doch genau, wie man schlechte Aktiven in dem viel gerühmten Ostasien produziert. Man gibt Kredite an dortige Familienkonzerne, damit die Familie ihr Privatvermögen bei der kreditgebenden Bank deponiert. Und wenn es schief geht, sind dann diese Kredite abgesichert mit Blue Chips des Familienvermögens oder mit Aktien des Familienkonzerns? Bumi Indonesien läßt grüßen! Beim jetzigen Verfall der Rohstoffpreise ist die Gefahr der Immobilisation groß.
      Ja, dann gibt es natürlich noch die PEP’s. Ein dankbares Betätigungsfeld! Aber die CS ist nun einmal schweizerisch und die politische Macht dahinter ist eine Maus, die sich dank unserer EU-Verhetzung zu einer Floh entwickelte. Also was macht die liebe Gattin des Politbüro-Mitglied, diese geht direkt zu Wells Fargo und die anderen Ehefrauen dieser Herren auch. Die USA kann Nein sagen, wenn der Skandal hochkommt, die Schweiz ist chinesischen Erpressungen schutzlos ausgeliefert. Die CS kann noch so viele Verwandte von diesen Leuten anstellen. Es bringt nichts.
      Dann haben wir noch die nahöstlichen Einlagen (Coco-Bonds), wo benützt werden um den Dubai Boom zu finanzieren. Viel Vergnügen!

    • Naja, der Ertrag ist für ein Unternehmen halt schon a bissel wichtig. Den Aktienkurs müssen Sie gar nicht anschauen wenn Sie die CS fundamental anschauen wollen, der ist nur eine Reflektion des ineffizienten Markts. Ausser dem Ertrag sind es die Kapitalquoten, der Margendruck und das abgelaufene Geschäftsmodel die Sorgen bereiten.

      Das fühere lukrative Geschäft der Bank ist tot, das hat mit Grübel nichts zu tun. Sogar TT hätte damals Rekorde verbucht.

      Will man als UHNWI bei einer Bank anlegen wenn man mit einem Hedge Fond arbeiten kann? Will man Zahlungen über eine Bank machen wenn es per Telefon oder Paypal und und und schneller UND biliger geht? Will man als Retail Kunde abgezockt werden wenn man eh keine Ahnung hat und es ETFs zu kaufen gibt (nicht, dass diese gut wären, aber für die Herde reichts allemal)? Will man in der Schweiz ein Konto unterhalten welches eine Granate kostet und keine Diskretion bietet wenn diese in den USA zu haben ist? Will man sein Firmen IPO mit einer Top 3 Investmentbank machen oder bei der CS? …und und und…wer kauft CS Aktien? Lemminge.

  25. Leute, das ist sicher kein Party Aufenthalt in Barcelona. Ihr könnt ja sagen was ihr wollt, aber der Kahn ist nicht für Party bekannt. Und denkt ihr, dass ein Ort in der Schweiz wirklich billiger ist?? Abgerechnet wird eh nach einem Jahr und dann erst sehen wir wer richtig gearbeitet hat und wer nicht…

    • Es ist einfach ungeschickt jetzt so einen „Ausflug“ zu machen, es geht hier ums Signal an die Mitarbeiter in diesen stürmischen Zeiten. Der „Bocken“ wäre auf jeden Fall billiger gekommen. Was es jetzt ganz dringend braucht nebst den richtigen Signalen an die Belegschaft, ist nicht nur eine klare und v.a. realistische Strategie sondern v.a. klare und umsetzbare Massnahmen und ein entschlossenes Abpacken der Führungscrew. Bis jetzt befindet sich die Truppe um IK aber immer noch im Strategie- und PPT-Stadium, die dringendsten Problemfelder werden jedoch nicht oder nicht entschlossen genug angegangen wegen der vielen Strategie-Ideen. Die Tatsache, dass viele Führungsleute auf den nächsten ein oder zwei Führungsstufen aus anderen Bereichen oder Märkten stammen, erleichtert die Tempoaufnahme auch nicht gerade. Leider, lieber Beobachter, bleibt IK kein Jahr Zeit (v.a. auch da er enorm hohe Ziele kommuniziert hat), um dann mal zu schauen was funktioniert und was nicht. Jetzt müssen die Lecks gestopft werden bevor die nächste Kammer vollläuft und das Schiff untergeht. Das ist halt nicht sehr sexy, wäre aber überlebenswichtig, gerade für IWM von IK, welches sich besonders vielen Herausforderungen in den verschiedensten Bereichen gegenüber sieht.

    • … und mit diesen Sprüchen kann man sich laufend auf die jeweilige nächste Periode selber verschieben um dann jeweils wieder zu sagen.
      Messt mich beim nächsten mal. etc. etc. etc

      Der Eidgenoss

  26. – Strafrechtlich rigoros aufarbeiten und die Verantwortlichen, betrifft insbesondere auch ehemalige und noch aktive Strippenzieher im VR, konsequent mit Rückgabe aller ungerechtfertigt und schamlosest eingesackten Millionen/Milliarden herausfordern.
    – IB und den ganzen angelsächsischen Heuschrecken- und Söldnertross inkl. McK in die Wüste schicken.
    – CH relevantes Geschäft und Mitarbeitende auf die kleineren/mittleren CH Geschäftsbanken verteilen.
    – CS abwickeln.

  27. Regarding Iqbal Khan and the write up on him: Bonding a team in today’s current market is key and crucial. Sales and client coverage is all about people and emotions. It’s very easy to point a finger. His work up until now has been better than expected and as many, I expect him to be one of our future Swiss leaders. Good luck Mr. Khan! Bring back Swissness to our banks!

    • Hear hear! May he find the holy grail of Swiss banking in Barcelona!

      Before starting to bond, I would start with a strategy.

    • Ich denke, Sie haben sich im Artikel verlesen, oder schlicht und einfach keine Ahnung was da live abgeht. Übel – die sogenannten „neuen“ Manager sind keinen Deut besser. Das Mangement-Gebahren ist ein peinlicher Witz!

    • Team Bonding? Echt jetzt? Sowas gibts vielleicht noch in bodenständigen Schweizer KMUs, aber sicher nicht bei einer Amerikanischen … äxgusi … ich meinte natürlich … Schweizer Bank. Solche Events sind worldwide nur für eines gut – um geschniegelten Emporkömmlingen die Möglichkeit zu geben sich in Chefnähe zu profilieren, damit sie bei der nächsten Entlassungswelle nicht ins kokainschwangere Nirvana gespült werden. Und weil der Chef wohl selbst in diese Kategorie gehört, muss er halt ab un zu eine Party im Ausland schmeissen, damit er im Härtefall, die Spreu vom Weizen resp. die Lemminge von den Wölfen trennen kann. Lemming sind in diesem Fall klar im Vorteil. Olé!

  28. In der Bankenwelt geht wohl momentan die Suche nach dem „Weakest Link“ um: Welche grössere Bank könnte stürzen (z.B. auf Grund von faulen Krediten wie in Italien, China, USA, Brasilien etc.) und damit die am engsten verknüpften Gegenpartei-Banken mitreissen und diese wieder ihre Gegenparteien? Mit den dutzenden Billionen-Exposures (Billion hier europäisch = 1000 Milliarden = US Trillion) in den Derivate-Büchern der Investment-Banken können kleinste Schocks grosse absolute Verluste generieren, die das EK plus Reserven der Banken locker ausradieren (= Konkurs). Die Frage ist, wer ist wo exponiert und wieweit sind die Positionen wirklich abgesichert. Welcher Domino-Stein kippt als erstes?

  29. In der jetztigen Zeit ist es wichtig die Manschaft einzuschwören. Was ist hier daran falsch? Herr Khan wird sich schon noch beweisen. Der Typ hat noch nie versagt.

  30. Nochmals im höchsten Masse bedenklich ist die Tatsache dass ein hochbezahlter VR und Executive Board mit Millionen an Total Compensation nicht in der Lage ist das Schiff zu steuern. Sie brauchen noch Rat und Tat von Mc Kinsey Leuten deren Strategien bisher mehr Schaden als Gewinn gebracht haben.

    Aber eben es geht da um mehr. Diese Leute können dann wenn etwas verreckt sich gegenseitig wieder Jobs und Beratungsmandate zuschanzen da sie ja überall dabei sind. Filz nennt man das oder??

    Die Vollidioten sind die welche täglich am Schalter und an der Kunden einen guten Job machen Herr Rohner.

    Ach ja täglich die Risikopositionen melden?
    Einfach tragisch und unfassbar

  31. A la Schumpeter: Der Untergang der CS wäre für die Branche schlussendlich positiv.

    Auf dass, der Markt den Risikomodellen die unfassbare Realität in kritischen Momenten zeigt.

  32. @LH
    Pardon me, can you pls stay in there and bring some more light into the CS credit to Katar capital injection story? I am from the UK and am pretty positiv that such a deal is not allowed, any Swiss specialists in this blog …

    Furthermore… Now it is as well clear why Katar backs all this, who cares about shareholder value snd dividends if you get paid 9%+ …

    I am just puzzled, still assume all is legal but definitely not best practice, untransparent. FINMA made a mistake back in the days they should have given the money not Katar.

    For those who are afraid about the future of CS, am mot this negative but pls TJ clean up and get transparent…

    …. For the pessimist here on the blog, yes will be hard for Switzerland to save CS in case of emergency, luckely there is one balance sheet big enough 50m from CS to cover

    • @brent: you are from the uk? urner kanton? your English is horrific (Katar Airways?? bring some more light – torches or lamps?? untransparent? at best! …) Luckily, it is not you in charge here!

  33. Was mir am meisten Sorge bereitet: TBTF. Das gilt doch immer noch, oder? Müsste die CS (ganz im Sinne der freien Marktwirtschaft) gerettet werden, würde dann der Steuerzahler wieder, bei damals bei der UBS, zur Kasse gebeten? Ganz ohne Volksabstimmung? Man komme mir jetzt nicht wieder mit dem Argument, dass der Staat bei der UBS ja ein Geschäft machte. Dass es so rausgekommen ist, war wohl eher Glück als Verstand.
    Im übrigen könnte die Finma zwei neue Awards spendieren: Einen für den besten Sauger und den anderen für die beste Seilschaft. Die Finma hat ja täglich den Ueberblick, was bei den Unterstellten so läuft.

    • Der Steuerzahler bzw. „gemeine“ Bürger (so gemein!) kommt so oder so an die Kasse. Was glauben Sie denn, wer bei einem Bankrott seine Einlagen bei der Bank abschreiben muss (hair-cut)? Wer dort eine Hypothek oder ein anderes Darlehen (z.B. Firmen) hat dürfte dann auch Probleme kriegen. Und via die Pensionskassen, die wohl alle als Index-Tracker in CS-Aktien investiert sind, kommt auch dort ein Abschreiber auf den gemeinen Bürger zu. Und von einem Domino-Effekt in die gesamte verknüpfte Bankenwelt der Schweiz will ich noch gar nicht reden.

    • Nein, das war simple Mathematik. Denn die UBS hatte ein nur einen Liquiditätsengpass, welcher durch Panik ausgelöst wurde. Die Ertragskraft war aber hoch genug, so dass der geneigte Investor (der Staat) gewusst hat, dass sich dies nach der Marktberuhigung wieder normalisieren wird.

    • Da bin ich aber erleichtert. Bei der Swissair ist es nur ein Liquiditätsengpass gewesen. Dann würde der Staat im Rahmen der freien Marktwirtschaft ja davon ausgehen dürfen, dass sich die CS wegen 9% Schuldzinsen nur in einem Liquiditätsengpass befände und bedenkenlos gerettet werden könnte, und der Staat als barmherziger Samariter würde dann zugunsten des Steuerzahlers noch den vorprogrammierten grossen Reibach machen.

    • Bei der Swissair war es auch ein Liquiditätsengpass (verbunden mit grösserem Restrukturierungbedarf). Hätte der Staat eingegriffen, die Swissair übernommen, wäre sie heute wohl unabhängig und gesund. Sicherlich nicht so gesund wie im Lufthansaverbund, aber gesund.

      Die CS hat strukturelle Probleme, dieser Fall ist sicherlich anders. Ich habe einzig über ihre falsche Aussage „Man komme mir jetzt nicht wieder mit dem Argument, dass der Staat bei der UBS ja ein Geschäft machte. Dass es so rausgekommen ist, war wohl eher Glück als Verstand.“ gesprochen – und dieses ist, wie ausgeführt, falsch.

    • @Prof: Tja, im Nachhinein sind wir alle gscheiter. – Würden Sie als Steuerzahler die CS retten, wenn diese in einen „Liquiditätsengpass“ käme?

    • Bei der UBS war das weniger „im Nachhinein“ als eben „die simple Mathematik“. Darum dreht sich ja mein Punkt.

      CS retten? Pauschal kann man dies nicht beantworten. Es kommt auf die Situation, die Fakten, die Gründe und die Konsequenzen an.

      Pauschalisierungen helfen in dieser Diskussion nicht. Die einzige Pauschalisierung die man machen kann ist, dass es immer eine Abwägung zwischen direkten Kosten (das Geld, welches zur Rettung eingeschossen werden muss) und den Folgen (was kostet es, wenn die Bank bankrott geht) brauchen würde. Damit diese Abwägung nicht jedes Mal mit „Rettung ist billiger“ beantwortet werden muss, steigen ja die Kapitalanforderungen und wird die Bank aufgetrennt. Heute wären wir aber noch nicht da.

    • Das ist eben das Problem bei der CS. Die Manager machen jeden Unsinn mit, Hauptsache ihr Posten und der Bonus ist gesichert! Dafür fliegen sie gerne nach Barcelona. Das untere Kader und die MA können ein Lied singen wieviel Schrottt von oben kommt. Insbesondere bei Qualis, Bonus und Lohnerhöhungen, auch bei sogenannten Reorgs. Da werden Pseudostellen abgebaut, oder verschoben. Zum Beispiel nach Wroclaw, mit den entsprechenden Resulaten. Aufträge die in W gefertigt werden müssen meistens in Zürich nachgebessert werden, oder 2 bis 3 mal nach W retourniert werden. Alle Reorganisationen der letzten 15 Jahre haben der CS NICHTS gebracht ausser Kosten, Verunsicherung und irrwitzige, nicht sehr kompetente MKs, deren Geschäftsmodell es ist möglichstviele MKs in Führungspoitionen zu schleusen, dort Unruhe stiften und dann eben wieder MKs rufen und beschäftigen!

  34. Ok, die Finma möchte die Zahlen nun täglich sehen. Und dann? Was sind die Folgen? Egal ob täglich oder jährlich, gewurstelt wird weiterhin.

  35. ui ui ui. und die märkte spielen gegen die cs. wäre die finma denn überhaupt in der lage, irgendwie eingreifen zu können? erlauben sie mir den vergleich, aber auch ein Konkursverwalter kann einen drohenden konkurs nicht verhindern. er kann höchstens die gläubiger etwas schützen, sodass nicht noch mehr kapital durch das management abgezogen wird. na – dies wäre sicher auch im falle der cs sinnvoll. ist die party vorbei für die cs?

    • ist doch überhaupt kein problem. die Finma holt die Nationalbank ins Boot. Die muss schliesslich täglich Milliarden an Fremdwährungen irgendwie anlegen. Also warum nicht in CS Aktien – damit wird wenigstens dem Wort Suisse im Namen der CS wieder etwas Nachachtung verschaft. Ob’s am Ende auch gut heraus kommt – dass weiss Elizabeth Teissier. Sollte Sie bei TT noch kein Mandat haben – dann wirds jetzt höchste Zeit.

  36. D Finma wot Täglich Bericht. Uii das tönt garnöd guet. Aber
    au das perlt vom U.R ab. Und Er bliebt bis zletzscht und wänn s nur no ums Licht lösche gaht.

    • Hoffentlich kriegt der U.R. spätestens an der nächsten GV seine Quittung…Er hat nicht mal die Grösse, zurückzutreten, er muss also zurückgetreten werden.
      Uebrigens: Ich zweifle, ob er wenigstens fähig wäre, das Licht zu löschen!
      Fazit: Es ist nicht zu fassen, was Kielholz (siehe SwissRe) mit seinen Zudienern und Seilschaften schon angerichtet hat!

  37. Die Parole „Chopf abe und delivere“ notabene gefordert von Herrn Khan selbst, scheint wohl wie erwartet nicht für seine Cüpli-Crew zu gelten. War aber zu erwarten.

    • Der Khan scheint so ziemlich ahnungslos zu sein, was in der CS und in der globalen Wirtschaft und Wirtschaftspolitik gerade so abgeht, wie 99.99% des vor dem TV sitzenden, Staatspropaganda, drögen (Late) Service Public oder irgendwelche Serien und Reality-Shows konsumierenden, sedierten Steuervolkes.
      Ich hoffe, die rechtlichen Strukturen sind innerhalb der CS-Gruppe mittlerweile so, dass die Investmentbank alleine Konkurs gehen kann, ansonsten gnade uns allen Gott, denn nicht einmal die SNB könnte dann noch helfen.

  38. Hallo Herr Hässig: Sind diese Dokumente echt? Es verwirrt mich, dass in den Dokumenten als Zertifikatsaussteller „Credit Suisse Group II (Guernsey)“ geführt wird, im Zertifikat selber aber dann auch auf Credit Suisse Group AG als Garantieaussteller verwiesen wird. – Wie sind die juristischen Zusammenhänge zwischen CS Group II (Guernsey) und Credit Suisse Group AG? Welche Funktion und Stellung hat diese Guernsey-Offshore-Gesellschaft? – I can smell a rat here!

    • Tochterfirma. Ganz normales Setup. Die wenigsten nehmen Kredit direkt über die Haupt AG auf. Gilt für Banken sowie Autofirmen etc. Ganz langsam mit den Verschwörungstheorien. Deswegen nimmt niemand einen Lemming ernst.

  39. Na dann sofort Cocos, Subs und Discos mit high oder low CET1 in USD, EUR und CHF kaufen, bevor CS die Papiere zurückkauft. Endlich ist die Zeit von Return Free Risk vorbei. Buy Buy

    • Worst case scenario……..angenommen es käme soweit, so würde die FINMA die Anleihen CoCos und NR in das Eigenkapital der CS beordern. Oder nicht? Genügt dies nicht, so wäre CS eine systemrelevante Bank und müsste vom Bund wie s.zt. die UBS gerettet werden.
      Wer teilt diese Auffassung/nicht ?

  40. Oh je, da kommt das kalte Schaudern hoch. Das hatten wir schon einmal vor 7 Jahre mit der UBS und vor 15 Jahre mit der SAIR-Group. Leider hat die Schweizer Regierung nichts gelernt und lässt die beiden Grossbanken einfach weiter wursteln. Weiterhin wird schamlos abkassiert. Der Preis für diese Katastrophe bezahlen wir Aktionäre und vor allem die Mitarbeiter. Die CS erinnert an die Titanic. Oben wird gefeiert und unten steht schon alles unter Wasser. Ich schäme mich seit vielen Jahren schon, dass wir so eine miserable Bank beheimaten.

  41. Erinnert irgendwie an AIG, dort wurden, als die Firma im freien Fall war, auch noch rauschende Manager-Orgien gefeiert. Hoffen wir für die CH-Büetzer, dass diese Parallelen doch nicht zum gleichen Ende führen.