Credit Suisse verliert Zürich-Team an Vontobel

Ex-Clariden-Ikone Ruedi Bachmann geht mit 2 Seniors zur Familienbank; Externe verdrängen CS-Cracks.

Die Abgänge im Schweizer Private Banking der Credit Suisse häufen sich. Sie verschärfen die Lage für Christoph Brunner, den Chef der Paradesparte.

Der jüngste Abgang muss Brunner besonders schmerzen. Der bekannte Ruedi Bachmann wechselt zusammen mit zwei langjährigen Vermögensverwaltern zur Zürcher Privatbank Vontobel.

Der Mittvierziger leitete die City als Teil der CS-Region Zürich. Seine beiden Kollegen stammen aus der alten Bank Leu, eine CS-Tochter, die vor 2 Jahren zusammen mit der Clariden ins Mutterhaus integriert wurde.

Das 3-köpfige Team verfügt über treue Kunden im mittleren und oberen Vermögensbereich. Bachmann gilt als Private Banker alter Schule: seriös, kundenorientiert – ein „No bullshit“-Typ.

Für Vontobel ist der Transfer eine Chance. Dahinter steckt offenbar der neue Schweiz-Chef Jean-Pierre Stillhart, der vor Jahresfrist von der Rothschild-Konkurrenz zur Vontobel gestossen war.

Bachmann ist für Vontobel der letzte einer ganze Reihe von Zuzügern im Private Banking, die ein gutes Renommee haben. Zuvor heuerte Karin Ruckstuhl von HSBC bei den Zürchern an.

Umgekehrt gerät die Credit Suisse in Zugzwang. Schweiz-Chef Christoph Brunner zeigt mit seiner Bonviva-Initiative, wo sein Herz schlägt: im Retail-Banking.

Für gestandene Private Banker der grossen CS ist Bonviva ein mittlerer Albtraum. Statt Business zu machen, sehen sie sich mit administrativem Kram zugedeckt.

Bachmanns Abgang ist der jüngste Höhepunkt einer Welle. Für Aufsehen sorgte der Wechsel eines bekannten Zürich-Teams unter Felix Oeschger zum Zürich-Sitz der Genfer Lombard Odier.

Nach aussen gibt sich die CS gelassen. In der wichtigen Region Zürich hat die Grossbank 350 Kundenberater, schweizweit sind es rund doppelt so viele.

Bachmann & Co. als Peanuts? Insider sprechen von schlechter Stimmung unter Chef Brunner. „Erstmals sind Topleute mit Milliarden an Kundenvermögen zu haben“, sagt ein Headhunter.

Mehrere mittelgrosse Player versuchen, CS-Seniors zu sich zu lotsen. Neben Vontobel sind vor allem die Raiffeisen-Tochter Notenstein und die Liechtensteiner LGT aktiv. Vontobel und Notenstein liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die CS spielt zweifellos in einer anderen Liga. Weil viele Abgänge die Paraderegion Zürich betreffen, sollte die Führung trotzdem alarmiert sein.

Das scheint nicht der Fall zu sein. Unberührt von möglicher Missstimmung als Ursache für die gehäuften Wechsel setzt Chef Brunner seinen Kurs fort.

Als Mittel öffnet die CS ihre Kriegskasse. Mit der Bonusrunde, die soeben über die Bühne gegangen ist, werden gefragte Leute mit gefülltem Kundenbuch langfristig an die Bank gebunden.

Ein grösserer Teil des variablen Lohns bleibt eine Zeitlang gesperrt. Die Folge ist, dass begehrte Credit-Suisse-Kundenberater und -Teamleiter eine nächste Runde in den Reihen der Grossbank drehen.

An der tatsächlichen Ursache für die Unruhe ändert das nichts. Das Beispiel einer Kaderstellen-Besetzung in der Region Zürich zeigt, dass es den CS-Chefs an Fingerspitzengefühl fehlt.

Der Job wurde frei, nachdem die Stelleninhaberin letztes Jahr die Bank Richtung Dynapartners des umtriebigen Beat Wittmann verlassen hatte.

Statt einen der erfahrenen CS-Leute als Nachfolger einzusetzen, machte ein Externer aus den Reihen der Zürcher Kantonalbank das Rennen für die Leitung des Zürcher Marktgebiets 2.

Zu reden gab die Art und Weise der Jobvergabe. Ein alter UBS-Buddy von Oberchef Hans-Ulrich Meister, der als Brunners Stabschef intern den Laden schmeisst, soll den ZKB-Mann auf Befehl von oben ausgewählt haben.

Der ZKB-Mann sei „gut“, meint ein Insider. Doch warum gab ihm die CS gleich den Titel eines „Managing Directors“?, würden sich viele fragen. Damit sei der Neue eine grosse Ausnahme.

Die bisherigen Kaderleute der CS, die in den letzten Jahren von Reorganisation zu Reorganisation gesprungen sind, fühlen sich vor den Kopf gestossen, heisst es.

Viele trauern offenbar der Zeit nach, als Arthur Vayloyan ihr Chef gewesen war. Nach Dauerbeschuss durch den damaligen Retail-Chef Brunner warf Vayloyan vor gut einem Jahr das Handtuch.

Damit war der Weg frei für Ex-McKinsey-Mann Christoph Brunner. Ohne Private-Banking-Erfahrung übernahm er die Kernsparte.

Geschickt verteilte Brunner die Macht. Der unglückliche Rolf Bögli erhielt zur Ruhigstellung den extra kreierten Bereich der Superreichen. Der Postenschacher gelang dank dem Segen von Bigboss Hans-Ulrich Meister.

Die Quittung erhält die CS jetzt. Gute Leute suchen das Weite.

Kommentare

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  1. Oje, jedes Mal wenn Vontobel einen weiteren Unter- oder Mittelmass-Private Banker anstellt, ist das eine neue Story wert… Grossbanken sind der falsche Hunting Ground, primäre Bankbeziehungen von Schweizer Kunden sind kaum transferierbar. Das Resultat werden wir in ein-/zwei Jahren sehen, wenn diese Leute wieder auf der Strasse stehen.

  2. Stimmt!
    Bei der CS ist mittlerweile eine Rette-Sich-Wer-Kann Stimmung ausgebrochenen, die die – zugegebenermassen -schlechte Lage etwas uebertreibt. Massenpsychologie halt.

    Allerdings wenn die zu erwartende Busse in den USA happiger ausfaellt als erwartet (sie duerfte wohl eine 1 vorne dran haben), dann koennte es doch noch  enger werden als die Pessimisten derzeit denken. Uetlihof wurde schon verkauft, um Ruecklagen fuer die Strafzahlung an die amerikanischen Steuerbehoerden zu bilden. Dann wird man die Gesamtlohnsumme weiter  reduzieren muessen. Und die meisten Manager lieber bei anderen sparen als bei sich selber, ist klar, welche Arbeitsplaetze als naechstes gefaehredet sind.
    Genau!
    Die die In ein Billiglohnland verlagert werden koennen. Braucht man dort teure RMs? Mitnichten.Banking hat viel mit persoenlichen Kontakten zu tun.
    Also liebe RMs: 
    Die Lage ist nicht besonders rosig, aber nicht ganz schlecht. Die CS macht immer noch ihr Hauptgeschaeft in der Schweiz.Euch wird nicht so viel passieren.
    Alle anderen:
    Ich wuerde mir ueberlegen, was ich mache. Eure Zukunft in dieser Bank ist zweifelhaft bis nicht-existent.

  3. Ist es eigentlich irgend jemandem mal aufgefallen, dass es ca. 350 Banken in der Schweiz gibt und ca. 1000 Vermögenverwalter, aber dass 50% der Inside Paradeplatz-Artikel von der CS handeln? Das Management scheint ja wirklich einen tollen Job zu machen! Wo bleibt die Geheimwaffe „Clarissa Haller“?

    • @Questionnaire:
      also mich wundert dies nicht. ich denke wir beobachten gerade den Niedergang einer einstmals grossen und auch bedeutenden Bank.
      und das sogenannte „Management“ ist hilflos bis ratlos.Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass auf der letzten Party noch schnell die Kassen gefüllt werden.
      viele die dort (noch) arbeiten, suche händeringend nach einer Alternative…..

  4. Vielleicht sollte man zuerst beginnen „private banking“ zu definieren. Oder gehört es einfach in die Organisation, weil es einfach schon da ist? und weil es dann vergnügsam ist immer wieder neue business pläne zu machen, mal in Dubai, mal in Spore, dann Monaco, Moskau dann Zürich, onshore, offshore? Private banking ist heute ein „Fool’s Errand“. Degradiert zu einem völligen Nischenmarkt, nur für ein paar wenige evtl. profitabel. Praktisch alle sind noch drin, und alle verlieren sie Geld. CS-Brunner liegt mit der bonviva-idee gar nicht so abwegig, aber packt es einfach falsch an.

  5. Vontobel hätte vor 2 Jahren als CL verschwand zuschlagen müssen nur haben sie das verpennt. Savary und co gingen zur JB und niemand zur Vontobel. Nun kommt man wie die Spanische Brötlibahn und holt verzweifelt frustrierte RM’s rein. Die CS macht heavy retention und es ist viel zu spät, dass die das nicht checken! Der Zug ist schon lange abgefahren und die Plattform und das Offering der CS ist Welten von der verstaubten Vontobel entfernt! good luck Mister Ikone

    • Die schönsten Bräute kommen nicht immer zuerst auf den Markt. Das dürfte wohl auch für Kundenberater gelten. Insofern ist es vielleicht nicht die schlechteste Idee, die vermeintlichen Topshots, die in der Regel überteuert eingekauft werden, anderen Finanzinstituten zu überlassen und auf eine solidere zweite Ebene zu bauen. Ziemlich schlau, diese Vontobel.

    • @Thommen: Vertrauen sie mir….die besten RM’s gehen zuerst, weil sie genau wissen was sie wert sind, und weil sie auch genau wissen wie schlecht die anderen RM’s sind.

    • Lieber „Guguseli“

      Wahrscheinlich wollten Sie einfach etwas schreiben und das ist auch okay so. Ich glaube kaum, dass Sie Ruedi Bachmann kennen, sonst würden Sie nicht so einen Unsinn schreiben. Wissen Sie, warum Ruedi Bachmann für mich eine Ikone ist? Weil er viel zu bescheiden ist, es zu tun; Bescheidenheit ist im Übrigen eine Tugend, die im Banking nicht weit verbreitet ist, genau so wenig wie Professionalität und echtes Interesse am Kunden. Und genau dafür steht Ruedi Bachmann! Best of luck Ruedi!

  6. Sind wir doch ehrlich, Vontobel versucht verzweifelt gute Leute fürs Schweizer Geschäft reinzuholen. Fakt ist der Abgang vom ex Schweiz Chef schmerzt. Neuer Schweiz Chef 3.Liga und überfordert und ein kleines 3er Team von der ex CL (ohne Milliarden Portfolio) wird das nicht ändern!

  7. ich finde es schade, was mit der CS zur Zeit passiert. Eine einstmals stolze Bank und eine besten Arbeitgeberinnen de Schweiz wird kaputtgemacht. Gibt es keine Werte mehr?
    Es ist ein Schaden für die gesamte Schweiz, wenn diese frustrierten und im Sinne einer gesunden Arbeitsmoral und vernünftigen Lebenseinstellung ruinierten Menschen gekündigt werden und auf den Arbeitsmarkt strömen. Die sind doch auf Jahre hinaus verdorben, noch irgendeinen vernünftigen Beitrag zu leisten, ganz egal wo.

  8. Das ist nichts im. Vergleich zu dem was in SAL abgeht. das gesamte Panamá tema ist weg, weitere aus Bogotá und 4 seniors in ZH/Genf.
    Da hat Stefan Meier mit seinem Bshit ich bin der UHNWI King mit einem einzigen Deal ganze Arbeit geleistet.
    Und in Peru hat er zur Zeit ja auch einen riesen Spass…

  9. Bachmann kam im 2010 mit einem Business Plan zur CL. Man hat ihn aus dem Business Plan genommen… Ich hoffe er hat bei Vontobel keinen Business Plan unterschrieben!
    Marco Fischer ist ein sehr guter RM ! Marino Bruhin ist Kreditspezialist… Macht Vontobel nun auch Kreditfinanzierungen?

  10. Unter CS-Mitarbeitern gibt’s beim Lunch keine anderen Themen mehr als wo man sich schon überall beworben hat und wo man sich noch bewerben möchte. Das ist leider die traurige Realität… 🙁

  11. Was ich unten so lese reflektiert sich in der Erfahrung, die ich als CS-Kunde machen muss. – Mal sehen, wohin man sich sinnvollerweise orientieren könnte. Die Auswahl an Alternativen, welche die ganze Bandbreite an Services wenigstens theoretisch abdecken können, ist in der Schweiz (für Unternehmer) leider nicht mehr gerade berauschend.

  12. Der Fisch fängt beim Kopf an zu stinken. Die Moral und die Motivation ist bei den meisten CS Mitarbeitern am Boden. Dazu kommt noch, dass ein interner Kampf zwischen CS Mitarbeitern und ex Clariden Leu Mitarbeitern herrscht. Allgemeiner Tenor bei den ex Clariden Leu Mitarbeitern, früher war alles besser und die CS ist schlecht. Logischerweise entsteht so ein schlechtes Arbeitsklima.

    Schlimm bei der CS ist auch das „Gärtlidenken“. Die meisten Abteilungschefs sind schon seit Jahren dabei, gehören fast schon zum Inventar, und führen sich auf wie Königsmacher. Jeder deckt jeden und sobald jemand ungemütlich werden könnte, wird derjenige abgeschossen.

    Das Problem bei der CS ist die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen. Der allgemeine „Neid“ ist eingezogen zusammen mit den Messerwerfern.

    Jetzt Führung gefragt, die die Mitarbeiter motivieren kann. Herr Rohner, Herr Dougan, Herr Meister und Herr Schaffir müssen endlich zusammenhalten und die Segel in die richtige Richtung setzen.

    Ich finde es schade was mit der CS passiert.

    • Arbeiten diese Manager und Abteilungsleiter eigentlich noch für die Kunden ? Bei so vielen Machtkämpfen und internen Positionierungen stellt sich diese Frage wohl, ob man nicht sehr beschäftigt mit sich und seiner eigenen Position ist.

    • Dort, wo ich bin, wurden inzwischen die meisten ex-CLer ermuntert, „opportunities outside the bank“ zu suchen… Soviel zum Thema Kampf zwischen CSlern und CLern.

    • Kann ich nur bestätigen, habe ich von einem ex Clariden Leu-MA auch gehört. Als die Vollintegration angekündigt wurde, wussten die lieben CS-Kollegen nichts besseres zu tun, als alle Kundin, welche auch Kunden bei CL waren, umgehend zu kontaktieren unter dem Motto „jetzt sind Sie ja auch in der CS gelandet, dann können Sie mich als RM für alle Assets haben“ – noch bevor die Zuteilung der RMs/Kunden erfolgte. Die CL-MA hatten dann die Arbeit und die Abflüsse und die CS-Kollegen standen mit NNA gut da (da die Saldierung natürlich noch vor dem offiziellen Integrationstermin erfolgte). Kein Wunder, sind die CL-MA sauer, da mit getürkten Karten gespielt wurde! Von dem von HUM viel gepriesenen Fairplay war am Ende gar nichts mehr übrig. Die grosse Anzahl der MA musste bei CL „über die Klinge springen“.

  13. Auch ich beschäftige mich mit dem Gedanken, die CS zu verlassen (wer nicht?). Auf dem Finanzplatz Zürich bieten sich allerdings nur wenige Alternativen an. Vontobel gehört mit Sicherheit dazu. Schubiger, Stillhart und Konsorten haben den Laden aufgemischt und bringen offenbar einen frischen Wind ins PB. Ich werde mir das genauer ansehen. Bei Notenstein hingegen sehe ich keine Zukunft. Gleiches gilt für die LGT.

    PS:
    An die CS-IT-Polizei: keine Chance mich zu tracken. Ätsch.

    • Wie bitte, sie meinen die LGT habe keinen Zukunft? Dann lesen Sie bitte unsere Geschäftsberichte um sich einen Eindruck über den Geschäftsgang der letzten Jahren machen zu können.

      P.S. Notenstein mit 28 Mrd. Assets überholt bald Vontobel.

    • Wenn es neben Julius Baer eine Privatbank mit realistischen Ueberlebenschancen gibt ist es die LGT.

    • @realo: Der CS Kundenberater sieht für sich keine Zukunft, nicht für die LGT. Die LGT verfolgt eine clevere Strategie. Berater anstellen, Assets zur LGT bringen, Berater rausschmeissen.

  14. Ich kenne auch einige CS’ler, welche seriös über einen Wechsel nachdenken. Es fragt sich nur, ob diese bei einer anderen Bank glücklicher sein werden. Bei der LGT herrscht seit Jahren ein emsiges Kommen und Gehen, was darauf schliessen lässt, dass viel versprochen und wenig gehalten wird.

  15. Die Stimmung ist tatsächlich total am Boden. Meister hat das Schiff nicht mehr unter Kontrolle und er versucht nur noch seinen eigenen Arsch zu retten. Er verordnet nur noch Kostenreduktionen. Er fährt die wertvolle Schweiz mit seiner Strategie an die Wand. Und Brunner kann außer Bonviva wenig. Gott erloese uns von diesen zwei Tunichtgut.

    • Ich kann Ihnen nur beipflichten. Nach über 10 Jahren RM hatte ich genug der CS. Mit der heutigen Philosophie, Kosten senken um jeden Preis, Kundenzufriedenheit ist bestenfalls zweitrangig, dazu noch das Bonviva hatte ich Mühe. Dass sich das Image des PB Schweiz laufend verschlechtert, interessiert dort notabene niemanden.

  16. Der Artikel zeigt in die richtige Richtung. Den oberen bei der CS fehlt es an Fingerspitzengefühl, und das merken die Leute. Leider fehlt die Kraft, das Ruder herumzureissen, das Motto ist eher „Augen zu und durch“ und „wird schon gutgehen“. Der Erfahrung zeigt jedoch, das es wesentlich leichter ist eine gute Firmenkultur zu zerstören als eine gute Firmenkultur aufzubauen, da braucht nämlich Zeit und Geduld, und die geht Menschen, die so auf den kurzfristigen finanziellen Erfolg hin orientiert sind, ab.
    Eigentlich passt diese Bank gar nicht mehr zur Schweiz und den urschweizer Werten.

  17. Jeder den ich kenne & bei der CS dient ist auf dem Absprung. Und das sind nicht wenige und vor allem keine schlechten Leute.

    Die Moral und Stimmung könnte nicht schlechter sein. Ich frage mich nur welche Arbeitgeber noch Kapazitäten für so viele Leute haben insbesondere bei einem schrumpfenden Markt ohne Bankkundengeheimnis?

    Und gleichzeitig spricht unser Bundesrat vom Fachkräftemangel in der Finanzindustrie. Null aber wirklich Null Praxisbezug hat diese Regierung.

    • Die Leute im aktuellen Bundesrat haben KEINE Ahnung von der Finanzindustrie. Schon heute herrscht KEIN Fachkräftemangel in diesem Bereich. Es werden noch sehr viele Leute in dieser Industrie einen neuen Job suchen (müssen) und die Arbeitslosigkeit wird in diesem Bereich steigen. Also hört auf immer neue Leute aus dem Ausland zu rekrutieren und schaut lieber, dass die Leute in der CH noch einen Job finden können. Die forcierte Abschaffung des Bannkundengeheimnisses wird ihre (negative) Wirkung auf Arbeitsplätze und Steuereinnahmen mit Sicherheit nicht verfehlen.