Goethe – tragischer Ökonom

Ein genialer Autorennfahrer ist nicht unbedingt der beste Skifahrer – ein genialer Filmstar ist nicht unbedingt der beste Ehepartner – ein genialer Dichter ist nicht unbedingt der beste Ökonom. Von genialen Talenten eines Menschen auf andere geniale Fähigkeiten desselben Menschen zu schliessen endet oft tragisch. Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten.

Johann Wolfgang von Goethe mag ein genialer Dichter gewesen sein. Seine geldpolitische Irrlehre, die er über den Mephisto in seinem „Faust“ verbreitete, hat unserer Welt bisher immensen Schaden zugefügt.

Ich unterstelle Goethe, der sogar Finanzminister war, nicht mutwillig bösartige Absichten. Aber seine liederliche geldtheoretische Analyse – in lustige Verslein verpackt – hat viele Ökonomen und Politiker verblendet und tragisch in die Irre geführt.

So zum Beispiel auch John Maynard Keynes, der Jahrhundert-Ökonom des letzten Jahrhunderts, der die Irrlehre von Goethe kolportierte. Es ist sogar anzunehmen, dass selbst Goethe „seine“ Geldtheorie irgendwo abgekupfert hat.

Tragisch daran ist, dass Keynes mit „seiner“ Irrlehre wiederum den Nationalsozialismus und damit Hitler und den zweiten Weltkrieg mit Millionen von Todesopfern begünstigte.

In seinem literarisch bedeutendsten Werk „Faust“ entsteht folgender Dialog zwischen dem geldknappen Kaiser und dessen Narr Mephisto, dem Teufel:

Mephisto: „Wo fehlt’s nicht irgendwo auf dieser Welt? Dem dies, dem das, hier aber fehlt das Geld.“

Kaiser: „Ich habe satt das ewige Wie und Wenn; Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff’ es denn.“

Mephisto: „Ich schaffe, was ihr wollt, und schaffe mehr.“

Kanzler: „So hört und schaut das schicksalsschwere Blatt, das alles Weh in Wohl verwandelt hat.“

Er liest auf dem Papiergeld: „’Zu wissen sei es jedem, der’s begehrt: Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.’“

Mephisto: „Ein solch Papier, an Gold und Perlen statt; ist so bequem, man weiss doch, was man hat; Man braucht nicht erst zu markten, noch zu tauschen, Kann sich nach Lust in Lieb’ und Wein berauschen.“

Mephistos „Idee“, Papiergeld zu drucken und darauf einen Wert einzutragen, den dieses Papiergeld haben soll, basiert auf den noch ungehobenen Bodenschätzen und Schatzfunde, die er dem Kaiser zuspricht. Das von Mephisto propagierte Papiergeld hat somit eine vage Deckung – Bodenschätze, die noch nicht gefördert sind.

Das ist ein Punkt, der Goethe teilweise entlastet. Auch Mephisto in seiner ursprünglichsten Form schöpft nicht „Geld aus dem Nichts“, sondern er schöpft oder erschafft Geld gegen einen realen Gegenwert.

Ein Vergleich: Die Aktien eines Goldminen-Unternehmens hängen wesentlich davon ab, wie viel Gold in der Mine des betreffenden Goldschürfers vermutet wird. Oder der Wert der Aktien eines Ölproduzenten hängt davon ab, wie viel Erdöl seine Schürfrechte schätzungsweise umfassen.

Die Börse eskomptiert damit die zukünftigen Gewinne aus Gold oder Erdölförderung und bewertet diese. Genauso muss man sich die reale Deckung des Papiergeldes von Mephisto vorstellen. Er schlägt dem Kaiser vor, Banknoten zu emittieren, gedeckt durch die zukünftigen Gewinne, die aus der Hebung der Bodenschätze des Kaiserreichs zu erwarten sind.

Das Problem bei dieser Art der Deckung des Geldwertes ist, dass der betreffende Wert nur vage abgeschätzt werden kann. Zudem ist nicht klar, ob diese Schätze tatsächlich dem Kaiser zustehen; Mephisto behauptet das einfach und schmeichelt so dem Kaiser.

Zudem ist unklar, wann die vermuteten Bodenschätze gefördert werden und zu welchen Produktionskosten. Ebenfalls unbeantwortet ist, wie der Kaiser sicherstellen wird, dass die einmal geförderten Bodenschätze dereinst wirklich als Gegenbuchung für das emittierte Geld benutzt und nicht anderweitig nochmals verkauft werden.

Aus diesen Überlegungen kann gefolgert werden, dass das vom Kaiser auf Raten von Mephisto „geschöpfte Papiergeld“ eben nicht „aus dem Nichts“ stammt, sondern einen realen Gegenwert besitzt – allen Unwägbarkeiten zum Trotz.

Bilanztechnisch ausgedrückt emittiert der Kaiser in Goethes Faust also Geld, das in der Bilanz der Zentralbank des Kaisers wie folgt verbucht ist: Auf der Aktivseite der Notenbankbilanz des Kaisers sind die noch zu fördernden Bodenschätze des Kaisers verbucht und auf der Passivseite der emittierte Notenumlauf (die „Zettel“, von denen Mephisto spricht).

Das Verfängliche an Goethes Faust ist nun, dass dieser eminent wichtige Vorbehalt der Geldschöpfung – die zu fördernden Bodenschätze und die Gegenbuchung auf der Aktivseite – im Umfeld der amüsanten Verslein vollkommen unterging.

Was übrig bleibt, ist die Illusion, eine Zentralbank könne „Geld aus dem Nichts schaffen“ („schöpfen“). Das wäre Geld ohne Gegenbuchung. Und diese Illusion ist bis heute geblieben, obwohl sie bilanztechnisch ganz klar widerlegt werden kann: Es gibt keine Geldschöpfung in der Bilanz eines Geldemittenten ohne entsprechende Gegenbuchung.

Jede Buchung hat zwei Einträge in der Bilanz des Geldemittenten: Eine im Soll und eine im Haben; eine links und eine rechts.

Selbst der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann unterliegt dem Irrtum aus Goethes Faust. In seiner Begrüssungsrede anlässlich des 18. Kolloquiums des Instituts für bankhistorische Forschung (IBF) unter „Traf Goethe ein Kernproblem der Geldpolitik?“ argumentierte Weidmann:

„Goethe hat in der Tat bereits vor circa 180 Jahren das Kernproblem der heutigen, auf Papiergeld fussenden Geldpolitik analysiert und in unnachahmlicher Weise literarisch festgehalten.“

„Heutiges Geld ist durch keinerlei Sachwerte mehr gedeckt“; „(D)ie Kenner unter Ihnen wissen, dass es sich im Fall des Euro eigentlich um Baumwolle handelt“; „Letztlich fusst die Annahme von Papiergeld jedoch primär auf dem Vertrauen der Bevölkerung“; „Geld ist in diesem Sinne eine gesellschaftliche Konvention – es hat keinen eigenständigen Wert.“

„(D)ass Vertrauen zentral, ja konstitutiv für die Geldeigenschaft ist, ist übrigens schon sehr alt. Aristoteles hat sie bereits im 4. Jahrhundert vor Christus in seiner ‚Politik‘ und der ‚Nikomachischen Ethik‘ herausgearbeitet.“

„Woher nehmen denn die Zentralbanken eigentlich das viele Geld, das sie brauchen, um dem Bankensystem im Rahmen geldpolitischer Operationen Kredite in Billionenhöhe zu geben oder anderes zu kaufen?“

„Weshalb heisst es in diesem Zusammenhang regelmässig, dass die finanzielle Feuerkraft der Notenbanken grundsätzlich grenzenlos sei?“

„Notenbanken schaffen Geld, indem sie Geschäftsbanken gegen Sicherheiten Kredite gewähren oder ihnen Aktiva wie zum Beispiel Anleihen abkaufen. Die Finanzkraft einer Notenbank ist dabei prinzipiell unbegrenzt, da sich eine Notenbank das Geld, das sie vergibt oder mit dem sie bezahlt, vorher nicht etwa beschaffen muss, sondern es quasi aus dem Nichts erschaffen kann.“

All diese Zitate von Jens Weidmann, dem Chef der Deutschen Bundesbank, bezeugen, dass auch er den Irrtümern von Goethe aufsitzt. Ich kann nicht anders als jedem einzelnen Punkt von Weidmann zu widersprechen.

Erstens: Dass Geld heute durch keinerlei Sachwerte gedeckt ist, wie Weidmann behauptet, ist falsch. Sämtliches Notenbankgeld, welches eine Notenbank emittiert, muss – ich wiederhole – muss durch eine Gegenbuchung in der Bilanz der betreffenden Zentralbank gegengebucht werden.

Keine Zentralbank kann Notenbankgeld auf der Passivseite ihrer Bilanz emittieren ohne entsprechende Gegenbuchung auf der Aktivseite. Eine Zentralbank kann Geld nur gegen einen realen Gegenwert emittieren; niemals aber „aus dem Nichts“.

Die Bilanz einer Zentralbank muss bei einer Geldemission auf beiden Seiten um gleichviel verlängert werden; nicht alleine auf einer Seite. „Geld aus dem Nichts“ würde aber heissen, dass die Notenbank-Bilanz einseitig verlängert wird. Das geht nicht.

Der Vermögenswert auf der Aktivseite garantiert für den Wert auf der Passivseite. Notenbankgeld ist durch das Vermögen der Zentralbank gedeckt. Das Vermögen auf der Aktivseite ist die Sicherheit für das Notenbankgeld auf der Passivseite.

Dass Notenbankgeld angeblich „aus dem Nichts“ geschaffen („geschöpft“) werde und durch keine Sicherheiten mehr gedeckt sei, ist ein Irrtum, dem nicht nur Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank und Musterknabe der europäischen Zentralbanker, verfallen ist.

Auch Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, oder Janet Yellen, Chefin der US Federal Reserve, unterliegen demselben Irrtum. Das ist eine potentielle Gefahr für die Weltwirtschaft und damit sogar für den Weltfrieden.

Zweitens: Vertrauen in ein Wertpapier kann nur entstehen, wenn dieses Vertrauen durch die Bilanz des Schuldners gerechtfertigt ist. Es gibt kein Vertrauen in die Schuldverschreibungen eines Unternehmens, wenn dieses überschuldet ist. Das gilt auch für den Staatsbetrieb Zentralbank.

Kein Staat und keines seiner Unternehmen geniesst Vertrauen, wenn der Staat oder dieses Unternehmen überschuldet ist.

Konstitutiv bei einer Geldemission ist somit nie und nimmer das Vertrauen in die Zentralbank, wie Weidmann behauptet, sondern die Gegenbuchung bei der Geldemission.

Versteht Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Physikerin, welch brandgefährliche Irrtümer da von ihren wichtigsten Männern im Staat und Euro-Beratern ausgehen?

Wenn Aristoteles sich der grossen Bedeutung des Vertrauens bewusst war, so war er sich sicher auch bewusst, dass Vertrauen ein Fundament haben muss. In einer Bilanz fusst das Vertrauen bezüglich des Wertes der Passiven auf dem Wert Aktiven. Ein solider Wert der Aktiven bringt Vertrauen in die Passiven. Weidmann legt Aristoteles falsch aus.

Drittens: Wenn Weidmann behauptet, „die finanzielle Feuerkraft der Notenbanken sei grundsätzlich grenzenlos“, so beweist das, dass er Notenbankgeld abermals irrtümlich als Vermögen (Zahlungsmittel) der Deutschen Bundesbank interpretiert.

Warum? „Feuerkraft“ ist ein anderes, salopperes Wort für „Kaufkraft“. Auch „Finanzkraft“ bedeutet „Kaufkraft“. Etwas kaufen und bezahlen mit eigener Finanzkraft kann ein Unternehmen nur mit Vermögen auf der Aktivseite seiner Bilanz. Das gilt auch für eine Zentralbank. Euros sind aber keineswegs Zahlungsmittel (Aktiven) für die Deutsche Bundesbank, sondern im Gegenteil Schulden derselben (Passiven).

Und auch die Deutsche Bundesbank kann sich nicht unbeschränkt verschulden bei den Deutschen Geschäftsbanken. Dass eine Zentralbank sich nicht unbegrenzt verschulden kann, haben wir ja deutlich gesehen, als die SNB bei der Verteidigung des Mindestkurses grandios scheiterte.

Viertens: Wenn Weidmann behauptet, die Deutsche Bundesbank „schaffe sich das Geld, mit dem sie bezahlt, selber“, so zeigt Weidmann gerade noch einmal, dass er Aktiven und Passiven der Deutschen Bundesbank miteinander verwechselt.

Wird etwas mit Geld bezahlt, so bedeutet das ein Aktivtausch in der Bilanz des Käufers. Liquides Geld wird gegen den gekauften Vermögenswert getauscht. Die Bilanz der Zentralbank verlängert sich dadurch nicht. Weidmann interpretiert somit das von der Deutschen Bundesbank emittierte Notenbankgeld, das diese selber schaffe, irrtümlich als liquides Vermögen der Deutschen Bundesbank.

Weidmann sollte aber einsehen, dass Notenbankgeld im Gegenteil eine Schuld der Deutschen Zentralbank ist. Deshalb kann diese niemals „Geld aus dem Nichts“ schaffen und damit etwas bezahlen. Wenn die Deutsche Bundesbank im Rahmen von „Quantiative Easing“ Staatsobligationen kauft, so verlängert sich dadurch die Bilanz der Bundesbank. Auch sie finanziert ihre Käufe demnach mit Schulden.

All diese Argumente verdeutlichen, dass die Irrtümer, die Goethe in seinem Faust mit Mephisto verbreitet hat, bis heute nachhaltig negativ nachwirken.

Weltweit wird von den Zentralbankern immer wieder behauptet, ihre Zentralbanken könnten „Liquidität“ herstellen und damit unbeschränkt einkaufen – sogar Staatsanleihen in Billionenhöhe.

Draghi, Yellen, Weidmann, Jordan, unser Bundesrat – alle sitzen demselben Irrtum auf.

Das Wort „Liquidität“ ist eine Kurzfassung für den Ausdruck „liquides Vermögen“. Der Grad der Liquidität zeigt auf, wie schnell mit diesem Vermögen eine Schuld abgetragen werden kann. Entscheidend dabei ist, dass es sich in jedem Fall bei „Liquidität“ um „Vermögen“ handelt.

Wenn die Zentralbanker weltweit aber behaupten, sie würden bei einer Geldemission eigene „Liquidität“, liquides Vermögen, schaffen und damit alles bezahlen, so verwechseln sie dabei Aktiven und Passiven der Notenbank. Denn Notenbankgeld ist kein Vermögen und kein kein Zahlungsmittel der Zentralbank, sondern im Gegenteil selber eine Schuld derselben.

Und mit zusätzlichen Schulden kann keine Zentralbank ihr Schulden vermindern – nur vergrössern.

Was eine Notenbank tun kann ist, illiquide Vermögenswerte des Realsektors, wie beispielsweise „noch nicht geförderte Bodenschätze“, in liquide Vermögenswerte wie Banknoten umwandeln. Sie kann aber niemals ihre eigenen Schulden in eigene Vermögenswerte wandeln.

Was sind die geldpolitischen Konklusionen für unsere Zeit?

Keine Notenbank kann „Geld aus dem Nichts schaffen“. Eine Zentralbank kann Geld nur emittieren, wenn dieses einen realen Gegenwert hat. Verliert dieser reale Gegenwert an Wert, so vermindert sich dadurch auch der Wert des emittierten Geldes (Gegenbuchung).

Das „Quantitative Easing“ der Zentralbanken weltweit birgt somit die Gefahr in sich, dass die Notenbanken bei einer Geldemission qualitativ minderwertige Vermögenswerte (wie griechische Staatsanleihen) in ihre Bilanz aufnehmen.

Sollte einmal der Wert dieser minderwertigen Vermögenswerte unter Wert der ausstehenden Geldmenge fallen, so werden die Kreditgeber der Zentralbanken weltweit – Geschäftsbanken, Versicherungen, Pensionskassen – ihre Kredite an die betreffenden Notenbanken entsprechend wertberichtigen müssen.

Entweder gehen dann die Notenbanken selber Konkurs oder dann deren Kreditgeber. Dies kann im schlimmsten Fall zu einem Kollaps an den Finanzmärkten führen.

Die Zentralbanker dieser Welt sollten nun endlich einmal ihre Hausaufgaben machen und Goethes spätbarockes Märchen von der Geldschöpfung aus dem Nichts vergessen.

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Kommentare

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  1. Gerne möchte ich den Nachtrag I nochmals hier oben posten, damit er gut gesehen wird.

    Nachtrag I

    Der entscheidende Fehler von Dr. Jens Weidmann

    Verwechslung von Eigen- und Fremdkapital

    Der entscheidende Fehler der heutigen Zentralbanker besteht darin, dass sie Notenbankgeld irrtümlich als Eigenkapital der Zentralbank betrachten anstatt als Fremdkapital.

    Dieser Fehler ist gravierend und kann ganz einfach aufgezeigt werden:

    Zuerst sollten wir uns bewusst werden, dass die Passivseite einer Bilanz zeigt, woher das Vermögen kommt zur Finanzierung der Aktivseite. Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder

    a) Eigenkapital

    b) Fremdkapital

    Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Das gilt auch für eine staatliche Zentralbank.

    Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank behauptet:

    „Die Finanzkraft einer Notenbank ist … unbegrenzt, da sich eine Notenbank das Geld, … mit dem sie bezahlt, … quasi aus dem Nichts erschaffen kann.“

    Weidmann behauptet also, das Kapital zur Finanzierung der Staatsanleihen („in Billionenhöhe“) der Deutschen Bundesbank stamme von der Deutschen Bundesbank selber. Damit ist eindeutig belegt, dass Weidmann Notenbankgeld als Eigenkapital der Deutschen Bundesbank betrachtet.

    Das ist falsch. Das Kapital zur Finanzierung von Staatsanleihen „in Billionenhöhe“ durch die Deutsche Bundesbank stammt nicht von der Deutschen Bundesbank, sondern von Kreditinstituten.

    Der entsprechende Posten in der Bilanz der EZB heisst: „Verbindlichkeiten in Euro aus geldpolitischen Operationen gegenüber Kreditinstituten im Euro-Währungsgebiet“.

    Nochmals anders ausgedrückt: Kreditinstitute im Euroraum geben der EZB / Deutschen Bundesbank Kredit, damit diese Staatsanleihen in Billionenhöhe kaufen können.

    Damit ist bewiesen, dass die „Feuerkraft“ der Deutschen Bundesbank nicht unbeschränkt ist, wie Weidmann behauptet. Denn die Deutsche Bundesbank kauft Staatsanleihen in Billionenhöhe nicht mit selbst geschaffenem Eigenkapital, sondern mit Fremdkapital.

    Keine Zentralbank dieser Welt kann – genauso wie kein Staat – sich endlos verschulden. Deshalb ist die „Feuerkraft auch der Zentralbanken“ beschränkt.

    Letztes tragisches Beispiel, welches dies bestätigt, ist das Scheitern des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank, verbunden mit exorbitanten Milliardenverlusten.

    Genauso wird der Euro scheitern, wenn die EZB meint, sie könne „unbeschränkt und in Billionenhöhe“ Staatsanleihen bonitätsmässig schlechter „gerateter“ Staaten aufkaufen.

    Dasselbe gilt für die FED mit ihren bonitätsmässig minderwertigen Immobilienpapieren usw.

    All diese Zentralbanken finanzieren ihre Portefeuilles mit Fremdkapital. Und dieses muss durch die Investoren bewertet werden. Fällt der Wert des Vermögens der Zentralbanken unter Wert ihrer Schulden, so gehen diese kreditgebenden Banken oder Kreditinstitute Konkurs.

    Es ist Zeit, dass auch ein Dr. Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, sich eines Besseren belehren lässt – bevor es zu spät ist.

  2. @Outside Paradplatz

    Bitte lesen Sie meinen untenstehenden Kommentar zum Mindestkurs ab Phase VI. Dort ist geschrieben, wie die SNB die Euros kauft und finanziert.

    Also es geht um Ihre Frage: Kann die SNB die Banken zwingen, ihr Kredit zu geben?

    mfG

  3. @Alle Leserinnen und Leser

    Nebenan hat Herr Rico Meier einen Kommentar zum Thema geschrieben, den ich so gut finde, dass ich diesen hier kopieren möchte:

    Dass die „Vollgeldillusion“ Früchte trägt ist nicht weiter verwunderlich, solange die SNB selbst an die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ glaubt. Bei aller berechtigten Kritik an den Geschäftsbanken, eine Bank kann nur Geld emittieren (Passivseite), wenn sie dafür ein Aktivum (z.B. in Form eines gewährten Hypothekarkredites) in ihre Bilanz aufnimmt. Das ist keine Geldschöpfung aus dem Nichts. Was an diesem Grundprinzip in einer modernen Wirtschaft schlecht sein soll, erschliesst sich mir nicht. Die Alternative kann ja nicht ernsthaft ein Kreditmonopol der SNB sein. Die SNB mit ihrer Bilanzstruktur ist heute ein Systemrisiko.

  4. Nun theoretisch kann die SNB oder EZB soviel Geld aus dem Nichts schöpfen wie sie wollen.

    Das gab es doch schon mehrfach in der Geschichte.

    Sie können Baumwolle bedrucken und notfalls der bisherigen Zahl ein paar Nullen anfügen…

    Für die Buchhalter noch der Buchungssatz:

    Banknoten – also Umlaufvermögen/Aktive gegen Eigenkapital

    Übrigens gerade ein Land mit so starker Währung und relativ tiefer Inflation wie die Schweiz könnte problemlos die ganze Geldschöpfung über eine Nationalbank machen welche ganz dem Staat – also der Bevölkerung gehört.

    Die Schweiz könnte einfach Franken schaffen und damit Sachwerte im Ausland kaufen. Oder Anlagen tätigen und dann von deren Erträgen profitieren.

    Kein Schweizer Bürger hat dann irgendeine Verpflichtung gegenüber dem ausländischen Eigentümer der Franken welcher dieser beim Sachwert- oder Anlageverkauf erhalten hat. Einzig das Preisniveau würde leicht ansteigen, aber das ist mit der jetzigen Geldschöpfung auch nicht besser.

    So ähnlich gab es auch einen Vorschlag bezüglich der SNB (also die SNB wie sie heute ist verkauft CHF gegen z.B. EUR und kauft damit im Ausland Sachwerte) an einer Banking Veranstaltung.
    Oswald Grübel meinte dann weise und korrekt: „man würde dies der Schweiz nicht erlauben.“

    Wer weiss wer „man“ ist, hat dann das ganze System verstanden.

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Besten Dank für Ihren Kommentar.Ich bin besonders froh um Ihren Buchungssatz

      Banknoten an Eigenkapital

      Es ist richtig; Könnte die SNB „Geld aus dem Nichts“ schaffen oder schöpfen, so wäre das der korrekte Buchungssatz.

      Ein Blick auf die Bilanz der SNB beweist aber das Gegenteil. Die SNB hat ihre Euros nicht mit Eigenkapital gekauft, sondern mit Fremdkapital.

      Hätte die SNB die Euros mit Eigenkapital gekauft, so müsste die SNB jetzt über 500 Milliarden Eigenkapital besitzen.

      Das besitzt sie aber nicht – sie hat im Gegenteil so viele Schulden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Dr. Meyer,

      Aktuell ist es tatsächlich so, dass die SNB Bilanz auf der Passivseite den Notenumlauf und vor allem die Girokonteneinlagen führt.

      So gesehen kann man sagen, dass die SNB nicht aus dem Nichts schöpft. Dies weil die Giralgeld Schöpfung bei den Geschäftsbanken ist.

      Aus diesem Grund haben sie absolut recht zu sagen, die SNB wendet nur zum kleinen Teil eigene Mittel zu EUR-Käufen auf.

      Vielleicht ist dies nur meine persönliche Meinung, aber die Banknoten sehe ich nicht als SNB Fremdkapital. Sie sind gesetzliches Zahlungsmittel und alle – auch die SNB – können sich in der Schweiz dafür Produkte und Dienstleistungen kaufen.
      Die SNB muss für die Noten welche im Umlauf sind keine Leistung mehr erbringen.
      Hingegen sind sie dann sobald im Umlauf schon in den Passiven enthalten, für mich einfach im Eigenkapital.

      Sehen Sie aus dem Notenumlauf irgendeine weiterführende Verpflichtung der SNB?

      Wenn eine Geschäftsbank Banknoten beziehen will, dann kann die SNB diese drucken. Diese gibt sie dann zum Glück nicht gratis ab sondern die Girokonto-Einlage der Geschäftsbank auf der Passivseite reduziert sich entsprechend.

      Ich nehme zur Kenntnis, dass die SNB dies dann als FK-Tausch buchen würde gegen Notenumlauf dort.
      Nur sehe ich dies nicht als zwingend an sondern würde persönlich die geschaffenen Noten als Aktivum zeigen und beim Transport an die Geschäftsbank eine Bilanzverkürzung gegen Girokontoeinlage buchen.

      Wenn man das Geldschöpfungsmonopol alleine der SNB gibt, dann wird das Bild zumindest für mich sehr gefestigt.

      Jede Geschäftsbank müsste sich das Geld von der SNB leihen. Sagen wir z.B. zu 0.5% im Schnitt (Zuschlag für Kreditrisiko würde also den aktuellen Minuszins übertreffen – als Beispiel). Somit führt jedes Geldausleihen der SNB zu einer Aktivposition mit Einnahmen.
      Also eine klassische Anlage.

      Wenn man der Geschäftsbank dann Banknoten liefert, steigt einfach das Guthaben der SNB gegenüber der Geschäftsbank. Denn diese muss nun noch mehr der SNB zurückzahlen.

      Das wäre meiner Ansicht nach dann wirklich Geldschöpfung aus dem Nichts und der Profit daraus sollte dem Staat, also letztlich der Bevölkerung zugute kommen.

      Und falls die nun viel stabileren Geschäftsbanken nicht genügend Kredite vergeben wollen (für die sich dann auch mal die Kosten tragen müssten – wobei die EK-Kosten dann auch tiefer werden und die Kosten sowieso auf die Kunden überwälzt), könnte die SNB notfalls auch direkt Kredite vergeben.
      Wahrscheinlich würden sogar mehr genossenschaftliche Kreditvergabe entstehen.
      Also für die Bevölkerung tolle Aussichten.

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Besten Dank für Ihren sachlichen Kommentar.

      Darf ich Sie auf einen Überlegungsfehler hinweisen?

      Der zentrale Überlegungsfehler der SNB, den auch Sie hier begehen, ist aus folgendem Zitat ersichtlich:

      Sie schreiben:

      „Vielleicht ist dies nur meine persönliche Meinung, aber die Banknoten sehe ich nicht als SNB Fremdkapital. Sie sind gesetzliches Zahlungsmittel und alle – auch die SNB – können sich in der Schweiz dafür Produkte und Dienstleistungen kaufen.“

      Zitat Ende

      Ein Zahlungsmittel kann immer nur ein Aktivum sein. Wenn eine Schuld auf der Passivseite vermindert wird, so muss auf der Aktivseite entsprechend („liquides“) Vermögen vermindert werden. Bei der Bezahlung werden dann beide Seiten der Bilanz analog verkürzt. So verschwindet die Schuld.

      Ein Passivum kann niemals Zahlungsmittel sein.

      Nur wer eine Banknote auf der Aktivseite seiner Bilanz besitzt, kann damit etwas bezahlen.

      Das gilt auch für die Giroguthaben. Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Zahlungsmittel aus Sicht der Banken – nicht aus Sicht der SNB.

      Die Banken dürfen mit ihren Giroguthaben bei der SNB etwas kaufen – nicht umgekehrt.

      Ein Vergleich: Ein Geschenkgutschein von Jelmoli kann von jedem bei Jelmoli eingelöst werden – nur nicht von Jelmoli selber.

      Jedes Wertpapier ist einerseits Guthaben und andererseits genauso Schuld. Es ist nur Zahlungsmittel für den Inhaber – nicht für den Schuldner.

      Oder nochmals anders formuliert: Eine Banknote ist ein Obligationsschein der SNB. Vergleichbar mit einer emittierten Obligation von Nestlé.

      Besitzen Sie eine Obligation von Nestlé im Wert von CHF 10‘000 Franken, so können Sie damit etwas bezahlen – z.B. ein Auto, wenn der Autoverkäufer einwilligt.

      Jeder, der diese Obligation besitzt kann damit etwas bezahlen, weil es sein Vermögen ist. Ausser Nestlé kann mit einem emittierten Nestlé-Obligationsschein nichts kaufen, weil dieser ein Schuld von Nestlé ist und nicht Vermögen.

      Genauso ist Notenbankgeld nur gesetzliches Zahlungsmittel für all jene, die dieses auf der Aktivseite Ihrer Bilanz verbuchen – d.h. also für alle ausser für die SNB selbst.

      Ich hoffe, dieser Unterschied ist etwas klarer geworden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

      Vielen Dank für Ihre Antwort.
      Ich finde es eine tolle Möglichkeit auf diese Weise sachlich zu diskutieren.

      Im erste Punkt auf meine Annahme schrieben Sie:

      „Ein Passivum kann niemals Zahlungsmittel sein.

      Nur wer eine Banknote auf der Aktivseite seiner Bilanz besitzt, kann damit etwas bezahlen.“

      Da stimme ich soweit zu. Entweder hat man das Zahlungsmittel schon im Besitz und bezahlt damit oder man leiht es sich aus, erbringt Leistung dafür etc.

      Aber könnte die SNB die Banknoten die sie druckt (oder auch Giralgeld das sie schöpfen würde – nachdem man das Gesetz anpassen müsste) und noch nicht im Umlauf sind als Aktivum verbuchen?

      Die Banknoten (oder auch Giralgeld) hat ja einen Wert – für alle.
      Jede Bank die Banknoten bezieht muss der SNB dafür etwas bezahlen.

      Die SNB selbst könnte auch die Gehälter ihrer Mitarbeiterinnen theoretisch in Bar auszahlen. Oder nach den Taxichauffeur nach einer langen Abendsitzung.

      Dann wäre das Geld nach der Zahlung nicht mehr in der SNB Bilanz.
      Das macht für mich auch Sinn. Wenn ich im Grieder etwas Bar kaufe, hab ich mit den dann ausgegebenen Banknoten auch nichts mehr zu tun und sie sind dann nicht mehr auf der Geschäftsbilanz.

      Genau so kann man es doch für die SNB sehen oder nicht?

      Nur weil man etwas schöpfen kann, hat man ja keine Verpflichtung aus dem Geschöpften.

      Meiner Meinung nach bedingt die Geldschöpfung eine Buchung Aktive an Passiven.
      Die Geschäftsbanken machen es ja auch so (z.B. Hypothekenforderung Kunde X an Verbindlichkeit Bankkonto Kunde X).

      Das macht auch ökonomisch Sinn. Die Geschäftsbank muss dem Kunden das Geld auszahlen wenn er es braucht, respektive von der Bank weg überweisen. Auf der anderen Seite muss der Kunde irgendwann die Hypothek zurückzahlen. Also im Normalfall fliesst zuerst das neugeschaffene Geld von der Bank weg und später erhält sie es zurück. Also wenn man den Zins mal weglässt ein Nullsummenspiel.

      Hingegen zur SNB. Wenn diese Geld schöpft kann Sie dies im Falle von Banknoten gegen Giralgeld verkaufen und im Falle von Giralgeld es an Geschäftsbanken ausleihen.

      Hier ist es dann kein Nullsummenspiel. Jede Geldschöpfung resultiert in einer Forderung gegenüber einer Geschäftsbank oder einem Bezug von Leistungen.
      Die SNB muss für das geschöpfte Geld keine Leistung erbringen. Stattdessen stellt das geschöpfte Geld für die SNB einen Vermögenswert dar.

      Anders gesagt im Falle der Banknoten:
      Anstatt den Notenumlauf als FK zu zeigen, könnte man ihn direkt ins EK umbuchen.
      Die Definition von FK ist doch eine Finanzierung die man zurückbezahlen muss. Die SNB muss die Banknoten natürlich nicht zurückzahlen, sie sind ja bereits von der SNB weg.

      Eigentlich stellt unsere wunderbare Sprache ja alles schon klar:
      Die Banknoten (oder vllt. mal SNB geschöpftes Giralgeld) werden eigens geschöpft (also > Eigenfinanziert) und nicht von Fremden.

  5. Passt zwar nur indirekt zum Thema, habe aber ein zwei Frage. Wer bestimmt eigentlich bei der SNB die Höhe der folgenden Position auf der Passivseite: „Girokonten inländischer Banken“
    Ist es die SNB oder die Geschäftsbank? Wie funktioniert dieser Ablauf?

    Oder anders gefragt inwieweit kann die SNB eine Geschäftsbank dazu zwingen, z.B. EUR Aktiven zu verkaufen und schreibt der entsprechenden Geschäftsbank den gleichen Betrag als Guthaben, Schuld der SNB, in ihrem Konto „Girokonten inländischer Banken“zu?
    Wo finde ich den entsprechenden Eintrag auch in der Bilanz der Geschäftsbank?

    Besten Dank für die Antworten

    • @“Outside Paradeplatz“, Herr Thomas Kreyenbühl

      Sehr geehrte Herren

      Gerne möchte ich aus meiner Sicht noch etwas präzisieren. Ich möchte die Vorgänge rund um den Mindestkurs in verschiedene Phasen unterteilen.

      Weil das Thema so wichtig ist, erlaube ich mir, diesen Kommentar ganz oben zu posten.

      Phase I:

      Ausländische Investoren möchten ihr Kapital in der Schweiz in sicheren Schweizerfranken anlegen. Dieser Prozess kann sich über die Jahre anbahnen. Der Franken wird immer stärker. Die Aktien steigen. Die Obligationenkurse steigen bzw. die Zinsen fallen. Die Immobilienpreise steigen. Der Franken wird stärker. Die Preise der Konsumgüter fallen, weil der Franken stärker wird und die Ausländer eher Investitionsgüter als Konsumgüter kaufen. Es kommt somit zu strukturellen Veränderungen in der Schweiz. Aber generell boomt die Schweizer Wirtschaft.

      Phase II
      Es kommt langsam zu einem Anlagenotstand. Die Investitionsgüter in Schweizerfranken für die Ausländer werden knapp. Die Banken verlangen von den Auslandinvestoren einen Minuszins. Den bezahlen sie, weil sie den Franken als sicherer betrachten als ihre Heimwährung. Vom inländischen Publikum werden diese Negativzinsen noch nicht wahrgenommen.

      Phase III
      Die SNB interpretiert die sinkenden Preise falsch. Sie meint, Deflation sei gleich Depression. Sie fürchtet einen Einbruch der Wirtschaft weil die Preise leicht fallen. Hier liegt nun ein erstes grosses Missverständnis der Nationalbank. Denn sinkende Preise können auch mit Hochkonjunktur verbunden sein (siehe meinen Beitrag: die SNB und das Deflationsgespenst).

      Ein weiteres Missverständnis liegt darin, dass die SNB meint, der Franken sei „überbewertet“. Sie basiert ihre Meinung auf der sogenannten „Kaufkraftparitätentheorie“. Diese Theorie hat aber einen schwerwiegenden Fehler: Sie meint, hohe Preise in Franken seien ein Zeichen für eine überbewertete Währung. Das Gegenteil ist richtig: Eine Schwache Währung führt zu hohen Preisen. Diese Zusammenhänge habe ich gezeigt im Beitrag „Die SNB und ihr Big-Mac-Irrglaube“.

      Phase IV

      Die SNB interpretiert also die wirtschaftliche Entwicklung falsch. Zudem hat die SNB ein internes Problem. Aufgrund von spekulativen currency carry trades durch das Duo Hildebrand / Jordan (siehe Hildebrand Finanz und Wirtschaft, „Die Chance zum Wandel nutzen“, 1996) hat die SNB Euros bei 1.45 gekauft im Betrag von fast 200 Milliarden Franken. Die SNB sitzt also auf einem grossen Berg von Euros, der sich kontinuierlich abwertet.

      Phase V

      Um den Zerfall ihres Vermögens zu stoppen, beschliesst die SNB den Mindestkurs bei 1.20 einzuführen. Rechtfertigung: Die „Kaufkraft“ einer Zentralbank sei unbeschränkt. Die SNB habe die Möglichkeit, unbeschränkt liquides Vermögen zu schaffen. Mit diesem von der SNB aus dem Nichts geschaffenen liquiden Vermögen könne die SNB unbeschränkt Euros kaufen. Hier liegt der gravierendste Fehler der SNB.

      Phase VI

      Wie kommt es nun zu diesen Euro-Käufen der SNB bei den Geschäftsbanken? Das ist ja die entscheidende Frage von „Outsideparadeplatz“.

      Die SNB behauptet, das Vermögen zum Kauf der Euros stamme von ihr, der SNB. Das ist falsch:

      Die SNB geht zu den Banken und gibt dort einen Kaufauftrag ein. Sie kauft den Banken Euros ab in Milliardenhöhe. Wie bezahlt sie diese Euros? Sie überzieht ihr Konto bei den Banken. Sie geht ins Minus.

      Die SNB bezahlt also keineswegs mit eigenen liquiden Mitteln, die sie aus dem Nichts geschaffen hat. Wäre das so, so würde ein Aktivtausch „liquide Mittel gegen Euros“ vorliegen ohne Bilanzverlängerung.

      Die Behauptung der SNB ist also falsch. Das beweist die Bilanz der SNB im statistischen Monatsheft der SNB.

      Konklusion ist: Die SNB kauf ihre Euros mit Fremdkapital, indem sie ihr Konto bei den Geschäftsbanken überzieht. Das ist vergleichbar als würde ein Privatmann von seinem Frankenkonto bei einer Bank Euros beziehen und auf diese Weise sein Frankenkonto überziehen.

      Phase VII

      Die Geschäftsbanken ihrerseits sind bereit, der SNB so viele Euros auf Kredit zu verkaufen. Warum? Ihrerseits belasten die Banken ihren ausländischen Investoren auf deren Konto Negativzinsen (siehe Phase II). Das ist ein rentables Geschäft für die Banken: Sie erhalten Negativzinsen von den ausländischen Investoren und müssen null Zinsen bezahlen bei der SNB. Bei Milliardenbeträgen ist das rentabel.

      Zudem gehen auch die Banken von der irrigen Meinung aus, die SNB sei unbeschränkt liquide, wie das SNB-Chef Professor Jordan immer wieder beteuert, aber dabei leider das passive Notenbankgeld als liquides Vermögen falsch interpretiert.

      Der SNB-Chef macht sich und die SNB möglicherweise sogar strafbar, wenn er behauptet, die SNB könne nicht illiquide werden. Die Gläubigerbanken könnten im Falle von negativem Eigenkapital gegen Herrn Jordan und die SNB Klage wegen Falschaussagen gegenüber den Gläubigern erheben.

      Siehe: Vortrag Jordan vor Statistisch Volkswirtschaftlicher Gesellschaft Basel, S.6: „Die Gegenparteien einer Zentralbank mit vorübergehend negativem Eigenkapital sind demzufolge nicht schlechter gestellt als solche einer Zentralbank mit einem grossen Eigenkapitalpolster.

      Phase VII

      Aufgrund all dieser Fehler geht die Reise weiter. Die Investoren bringen ihr Geld in die Schweiz und legen es bei einer Bank in Franken an. Der Franken steigt. Die SNB hält dagegen und kauft Euros den Banken auf Kredit. Die SNB überzieht dabei ihr Konto bei den Banken immer mehr und mehr. Die SNB kann es sich sogar leisten, Negativzinsen auf ihren Schulden bei den Banken zu erheben – so gross ist der Zufluss an ausländischem Kapital.

      Der Mindestkurs bricht ein.

      Möglicherweise läuten die ersten Alarmglocken bei einigen Banken. Aber diese vertrauen auf die vermeintliche „unbeschränkte Liquidität“ der SNB und das Versprechen von Jordan. Zudem – und da haben sie Recht – muss ja der Steuerzahler letztlich für die Schulden der SNB haften. Die Banken haben also eine gute Sicherheit bei ihren Anlagen bei der SNB. Die Steuerzahler sind gute Garanten.

      Auf der anderen Seite vertraut die SNB darauf, dass der Franken wieder fällt und sie dann fette Gewinne einfahren wird. Die Reise geht abermals weiter.

      Aber aufgepasst: Was nur wenige bisher bemerken: Die SNB hat ihre Euros nicht mit eigenen Mitteln gekauft (selbst geschaffene Liquidität, wie sie behauptet), sondern mit Fremdkapital. Fremdkapital – das sind Schulden. Die SNB meint also, mit Eigenkapital Euros zu kaufen. Das Gegenteil ist wahr: Sie kauft mit Fremdkapital. Die SNB hat Riesenschulden und damit hat auch die Schweiz Riesenschulden.

      Phase VIII

      Die Reise geht weiter und der Franken steigt weiter. Die SNB hat Devisengeschäfte in dreistelliger Milliardenhöhe abgeschlossen. Ihre Schulden lauten auf Franken – ihre Guthaben in Euro, Dollar usw. Sie hat also ein gewaltiges Klumpenrisiko, weil alle Schulden in Franken sind.

      Der Franken steigt und damit steigen die Schulden der SNB. Die Eigenkapitalquote der SNB sinkt von ehemals über 60 Prozent auf unter 5 Prozent. Der Hebel wird immer grösser. Die Wahrscheinlichkeit, dass die SNB negatives Eigenkapital dereinst ausweisen wird, steigt und steigt.

      Die SNB wiegelt ab: Kein Problem. Die SNB schaffe eigenes liquides Vermögen und könne damit sämtliche Schulden jederzeit bedienen

      (Siehe: Thomas Jordan vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel: „Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe. M. S. 6, „Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann.“ S.5)

      Die SNB wiegelt weiter ab: Kein Problem- der Franken ist überbewertet und wird wieder fallen.

      Die SNB wiegelt abermals ab: Sie werde die Bilanz nicht deponieren müssen. Das widerspräche dem Verfassungsauftrag. (siehe Vortrag a.a.O.)

      Die SNB kauft weiter Euros.

      Phase IX:

      Das Eigenkapital der SNB ist ins Minus gefallen. Die Banken werden hellhörig. Die SNB-Aktie hat keinen inneren Wert mehr. Vielleicht noch Zeitwert, oder das Abstimmungsrecht der Kantone, das einen Wert besitzt.

      Die SNB deponiert ihre Bilanz nicht (Prophezeiung Jordan, Vortrag a.a.O.). Die SNB kauft weiter Euros. Ihre Schulden bei den Banken steigen. Diese werden langsam vorsichtig. Gemäss Nationalbankgesetz hat die SNB das Recht, 4 Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten der Banken als Mindestreserve einzufordern. Die Banken haben bei der SNB über das 26-fache dieses Betrags angelegt.

      Daraus folgt: Die Banken haben das Recht, der SNB eine weitere Überziehung ihres Kontos bei ihnen zu verweigern. Die SNB hat vom Gesetz her kein Recht, von den Banken noch höhere Investitionen bei ihr abzuverlangen. (also kein unbeschränktes Geld drucken, wie die SNB behauptet).

      Phase X:

      Um weiter Euros zu kaufen muss die SNB eine andere Finanzierungsquelle erschliessen. Es ist nun vorbei mit den Giroguthaben, auf denen die SNB sogar Negativzinsen erheben konnte. Die SNB hat ein Bonitätsproblem. Das heisst: Ihre Passivzinsen werden ansteigen. Sie finanziert nun ihre Eurokäufe über verzinsliche Schuldverschreibungen. Weil ihr Eigenkapital negativ ist, verlangen die Banken eine angemessene Risikoprämie von der SNB.

      Die SNB hat jetzt also Passivzinsen zu entrichten. Dazu braucht sie Gewinne. Woher kommen diese? Von den Devisen Euro und Dollar. Aber wenn diese weiter fallen, so kann die SNB ihre Schuldzinsen nicht mehr bezahlen.

      Phase XI.

      Den Banken mit ihren Investitionen bei der SNB im Wert eines hohen dreistelligen Milliardenbetrages wird es ungemütlich. Sie möchten ihre Giroguthaben bei der SNB reduzieren. Da die SNB Schulden in Franken und Vermögen in Euro hat, gibt es nur eine Möglichkeit für die SNB, ihre Schulden in Franken zu begleichen: Sie muss ihre Devisengeschäfte rückgängig machen. Sie muss Euros und Dollars verkaufen und gegen Franken einlösen und diese den Gläubigerbanken auszahlen.

      Oder in den Worten der Offenmarktpolitik: Die SNB kann ihre Notenbankgeldmenge, d.h. ihre Schulden nur reduzieren, indem sie ihre bei der Geldemission gekauften Vermögenswerte wieder verkauft. So funktioniert Offenmarktpolitik.

      Phase XII

      Die SNB hat ein weiteres gewaltiges Problem: Wenn sie bei negativem Eigenkapital alle ihre Devisen verkauft, so ist der Erlös in Franken geringer als ihre Schulden in Franken. Die SNB wird also nicht alle ihre Schulden zurückzahlen können. Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, wonach die SNB in diesem Fall einfach Geld drucken und damit alle ihre Schulden bezahlen könne ist falsch.

      Falsch deswegen, weil Notenbankgeld eben kein liquides Vermögen darstellt, womit Schulden abgebaut werden können. Im Gegenteil: Notenbankgeld ist selber eine Schuld der SNB.

      Phase XIII

      Wie geht es weiter? Die SNB weiss, dass sie ihre Schulden nicht gesamthaft wird zurückzahlen können. Die Banken werden das mittlerweile auch begriffen haben. Also was passiert jetzt?

      Die Banken wollen ihre Guthaben bei der SNB abbauen. Das dürfen sie. Es handelt sich um Kapital, das sie der SNB als deren Fremdkapital zur Verfügung gestellt haben. Giroguthaben der Banken sind sofort, d.h. auf Sicht fällige Verbindlichkeiten der SNB.

      D.h. die SNB muss Euros und Dollars liefern, wenn die Banken das wollen. Die SNB ist nicht frei, wie sie behauptet, weil sie ihre Euros nicht mit Eigenkaptal finanziert hat, wie sie behauptet, sondern mit Fremdkapital. Die Rechtslage für die SNB dreht sich also um 180 Grad, wenn klar wird, dass Giroguthaben nicht Eigenkapital der SNB darstellen, wie diese behauptet, sondern Fremdkapital.

      Die SNB wird abermals abwiegeln und behaupten, das Kapital zur Finanzierung der Euros stamme von ihr, sei also Eigenkapital der SNB. Sie habe dieses Kapital geschöpft – also sei es Eigenkapital der SNB.

      Nein. Das stimmt nicht. Das Kapital zum Kauf der Euros stammt von den Banken. Sie haben der SNB einen Kredit gegeben, indem die SNB ihr Konto bei den Banken überzog. Deshalb besitzen die Banken umgekehrt Guthaben bei der SNB. Und diese Guthaben der Banken bei der SNB sind Verbindlichkeiten der SNB bei den Banken.

      Phase XIV

      Bleibt die SNB uneinsichtig und behauptet, sie müsse den Banken deren Guthaben nicht zurückzahlen, wie das SNB-Chef Jordan tut (Notenbankgeld ist nur gegen Notenbankgeld tauschbar), so wird es zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommen.

      Falls die SNB den Banken keine Devisen gegen Notenbankgeld verkauft, obwohl dieses gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken darstellt, wird der Handelswert der Giroguthaben der SNB drastisch fallen.

      Die Banken wollen ihre Guthaben bei der insolventen SNB loswerden. Aber keine will diese auf ihr Buch nehmen. Der relative Wert des Notenbankgeldes fällt dadurch. Die Banken müssen ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen.

      Vergleich: Wenn der Wert eines Hauses unter den Wert des gewährten Hypothekarkredits fällt, so muss dieser Hypothekarkredit entsprechend wertberichtigt werden.

      Genauso verhält es sich mit den Giroguthaben der Banken bei der SNB: Fällt der Wert der Devisen im Portefeuille der SNB in Franken bewertet unter den Wert der Schulden der SNB in Franken, so müssen die Gläubiger der SNB ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen.

      Phase XV:

      Aufgrund dieser Wertberichtigungen auf ihren Portefeuilles werden möglicherweise Gläubiger der SNB wie Banken, Kantonalbanken, PostFinance usw. selber Konkurs gehen. Das hängt davon ab, wieviel Kredit sie der SNB gewährt haben. Die Aktienkurse dieser Unternehmungen werden einbrechen. Darunter werden Pensionskassen, Krankenkassen usw. stark geschädigt.

      Phase XVI:

      Die SNB wird versuchen, den Schaden zu begrenzen und auf Zeit zu spielen. Sie wird möglicherweise alle ihre Devisenkäufe über Schuldverschreibungen finanzieren. Dazu muss sie lukrative Zinsen anbieten. Die Folge wird sein, dass die Zinsen darauf massiv steigen.

      Die SNB kann auf der Vermögensseite nicht so viel Zinserträge erwirtschaften, um ihre hohen Passivzinsen zu bezahlen.

      Phase XVII

      Wenn die Zinsen der Schuldverschreibungen der SNB massiv steigen, so kann es wiederum rentabel für viele Banken werden, ihr Geld dort anzulegen. Insbesondere, wenn die SNB weiter Euros kauft, um diesen zu stützen ist ihr Kapitalbedarf gross.

      Da die Banken weniger Aufwand haben, bei der SNB Kapital anzulegen als in Hypothekarkredite, werden die Zinsen bei den Hypothekarkrediten steigen. Diese stehen jetzt in direkter Konkurrenz zur Nationalbank.

      Die Zeche für die Devisenkäufe werden also die übrigen Kreditnehmer der Schweiz, insbesondere die Eigenheimbesitzer, sein. Diese werden die SNB quersubventionieren.

      Phase XVIII

      Aufgrund der höheren Zinsen werden auch die Preise steigen. Es wird zu Inflation kommen. Darunter leiden werden dann immer die Schwächsten in einer Volkswirtschaft: Die Rentner.
      IXX

      Die SNB hofft immer noch auf einen steigenden Eurokurs. Dieser fällt aber. So steigt der Schaden für die Schweizer Volkswirtschaft kontinuierlich.

      Zusätzlich werden irgendeinmal weltweit die Börsen wieder korrigieren und die Zinsen ansteigen.

      Zu den Währungsgewinnen gesellen sich Verluste auf den Aktien- und Obligationenbeständen der SNB im Ausland.

      Es kommt zu exorbitanten Verlusten der SNB.

      XX

      Die Steuerzahler werden die SNB rekapitalisieren müssen mit einem dreistelligen Milliardenbetrag. Gelingt das nicht, so muss die SNB liquidiert und einen neue Notenbank gegründet werden.

      Das wäre ein grosses Debakel für den Schweizer Finanzplatz.

      Es würde sich für die SNB also rentieren, ihre Geldpolitik gründlich zu überdenken.

      Ich hatte der SNB immer geraten, nicht in hochriskante Auslandinvestitionen zu investieren. Ich tat das schon 1996 in der Finanz und Wirtschaft. Phillip Hildebrand wusste es besser und propagierte damals wenige Monate nach mir auch in der FuW das Gegenteil: hochriskante currency-carry-trades.

      Das Resultat seiner Geldpolitik sehen wir jetzt.

      Am 14. Januar 2015, dem Vortag der Aufgabe des Mindestkurses, riet ich die SNB nochmals eindringlich:

      „Ich kann der SNB nur nochmals den Rat geben, nun sofort aus ihrem Schenkkreis-Geschäft auszusteigen. Auf keinen Fall soll sie uns noch tiefer ins Schlamassel ziehen mit Doppelmindestkursen und dergleichen. Die SNB soll auf jegliche Art von Mindestkursen verzichten.“ (siehe „Unseriöser Schenkkreis“ SNB, IP).

      Zum guten Glück gab die SNB dann ihren Mindestkurs auf, sonst wäre das Debakel heute noch grösser. Leider hat sie seither ihre Devisenbestände nicht abgebaut.

      Ich kann der SNB jetzt nur empfehlen, ihre übermässigen Devisenbestände sofort herunterzufahren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  6. Nachtrag I

    Der entscheidende Fehler von Dr. Jens Weidmann

    Verwechslung von Eigen- und Fremdkapital

    Der entscheidende Fehler der heutigen Zentralbanker besteht darin, dass sie Notenbankgeld irrtümlich als Eigenkapital der Zentralbank betrachten anstatt als Fremdkapital.

    Dieser Fehler ist gravierend und kann ganz einfach aufgezeigt werden:

    Zuerst sollten wir uns bewusst werden, dass die Passivseite einer Bilanz zeigt, woher das Vermögen kommt zur Finanzierung der Aktivseite. Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder

    a) Eigenkapital

    b) Fremdkapital

    Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Das gilt auch für eine staatliche Zentralbank.

    Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank behauptet:

    „Die Finanzkraft einer Notenbank ist … unbegrenzt, da sich eine Notenbank das Geld, … mit dem sie bezahlt, … quasi aus dem Nichts erschaffen kann.“

    Weidmann behauptet also, das Kapital zur Finanzierung der Staatsanleihen („in Billionenhöhe“) der Deutschen Bundesbank stamme von der Deutschen Bundesbank selber. Damit ist eindeutig belegt, dass Weidmann Notenbankgeld als Eigenkapital der Deutschen Bundesbank betrachtet.

    Das ist falsch. Das Kapital zur Finanzierung von Staatsanleihen „in Billionenhöhe“ durch die Deutsche Bundesbank stammt nicht von der Deutschen Bundesbank, sondern von Kreditinstituten.

    Der entsprechende Posten in der Bilanz der EZB heisst: „Verbindlichkeiten in Euro aus geldpolitischen Operationen gegenüber Kreditinstituten im Euro-Währungsgebiet“.

    Nochmals anders ausgedrückt: Kreditinstitute im Euroraum geben der EZB / Deutschen Bundesbank Kredit, damit diese Staatsanleihen in Billionenhöhe kaufen können.

    Damit ist bewiesen, dass die „Feuerkraft“ der Deutschen Bundesbank nicht unbeschränkt ist, wie Weidmann behauptet. Denn die Deutsche Bundesbank kauft Staatsanleihen in Billionenhöhe nicht mit selbst geschaffenem Eigenkapital, sondern mit Fremdkapital.

    Keine Zentralbank dieser Welt kann – genauso wie kein Staat – sich endlos verschulden. Deshalb ist die „Feuerkraft auch der Zentralbanken“ beschränkt.

    Letztes tragisches Beispiel, welches dies bestätigt, ist das Scheitern des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank, verbunden mit exorbitanten Milliardenverlusten.

    Genauso wird der Euro scheitern, wenn die EZB meint, sie könne „unbeschränkt und in Billionenhöhe“ Staatsanleihen bonitätsmässig schlechter „gerateter“ Staaten aufkaufen.

    Dasselbe gilt für die FED mit ihren bonitätsmässig minderwertigen Immobilienpapieren usw.

    All diese Zentralbanken finanzieren ihre Portefeuilles mit Fremdkapital. Und dieses muss durch die Investoren bewertet werden. Fällt der Wert des Vermögens der Zentralbanken unter Wert ihrer Schulden, so gehen diese kreditgebenden Banken oder Kreditinstitute Konkurs.

    Es ist Zeit, dass auch ein Dr. Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, sich eines Besseren belehren lässt – bevor es zu spät ist.

    • @Marc Meyer, Dr.

      Geld ist keine Schuld der Bank. Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel, das im Euroraum als „Euro“ bezeichnet wird. Geld ist eine Euro-Banknote oder eine Euro-Münze. Alles andere ist kein Geld.

      Banken dürfen und können kein Geld herstellen. Dieses Privileg hat per Gesetz nur die Zentralbank. Deshalb kann Geld niemals eine Schuld einer Bank sein.

      Mit der Umbuchung von ZB-Guthaben auf das ZB-Konto einer Empfängerbank ist eine schuldbefreiende Zahlung vollzogen.
      Dies ist beim Umbuchen auf Girokonten bei Banken nicht der Fall.
      Wenn Nichtbanken „Geld“ von ihrer Bank zu einer anderen Bank überweisen, geht das nicht mit einer Umbuchung wie bei den ZB-Konten, denn die Banken wissen sehr wohl, daß Sichtguthaben von Nichtbanken kein Geld sind. Bei einer Überweisung von „Geld“ zwischen 2 Banken müssen die Banken im Hintergrund mit ZB-Geld, also mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel, bezahlen. Keine Bank nimmt Sichtguthaben als Zahlungsmittel, denn es ist kein Geld.

      Als Einstieg oder Vertiefung empfehle ich den Blog von „soffisticated“, insbesonders seinen Artikel und die Kommentare zum Thema „Was ist clearing“:

      https://soffisticated.wordpress.com/2012/07/01/was-ist-clearing/#comment-40

      Zu Ihrer Fachkenntnis bezüglich Bankbilanzen empfehle ich Ihnen auch die Lektüre von Autoren, die belegen, daß die Bilanz der Zentralbank falsch ist.

      https://saldenmechanik.wordpress.com/2013/04/01/kann-die-ezb-insolvent-werden/

      https://saldenmechanik.wordpress.com/2013/12/08/uber-verbindlichkeiten-forderungen-und-geld/

      Ganz kurz: Die Zentralbank weist in ihrer Bilanz das Bargeld, welches im Umlauf im Publikum ist, als Passivum aus. Viele interpretieren dies als „Verbindlichkeit“, dabei ist eine Banknote aber keine Verbindlichkeit. Die Bilanz einer Zentralbank ist deshalb falsch.

      Zitat:

      „Die Konsequenz aus all dem ist eindeutig – die Geldverbindlichkeiten der EZB sind stets 0 und ihr Eigenkapital ist immer positiv, wenn man die beiden Begriffe so definiert, wie man es bezogen auf alle anderen Personen, Unternehmen, Institutionen tut, also kann die EZB weder illiquide noch insolvent werden.

      Die ganze Verwirrung entsteht also dadurch, dass die EZB-Bilanz Dinge als (Geld)Verbindlichkeiten aufführt, die gar keine sind.“

      Quelle:

      https://saldenmechanik.wordpress.com/2013/12/08/uber-verbindlichkeiten-forderungen-und-geld/

      Ich unterstütze deshalb die Forderung, erstmal den Begriff „Geld“ präzise zu definieren. Darauf aufbauend kann dann über Alternativen zum heutigen System nachgedacht werden.

      Momentan lese ich Texte von Gunnar Heinsohn, der mit Otto Steiger(2008 verstorben) zusammen die Ökonomenzunft als verwirrte und Unsinn verbreitende Zunft entlarvt hat. Über manche Aspekte seiner Thesen würde ich gerne mit Ihnen diskutieren.

      https://blog.malik-management.com/heinsohn-antworten/

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

  7. @Marc Meyer,

    Sie schreiben:

    „Ich behalte mir rechtliche Schritte gegen Sie vor wegen Ehrbeleidigung. Ich werde in diesem Fall über die Staatsanwaltschaft Ihren bürgerlichen Namen herausfinden.“

    Ich habe eine Mischung aus Gegenwehr (Ihre Behauptung über mich wie: „im selben Spital krank, Falschangabe hinsichtlich bürgerlicher Name usw.) und Sachargumenten gewählt. Auf meine Argumente wurde nicht eingegangen, es wurde immer nur weiter diffamiert.

    Ehrverletzung ?
    Was soll das sein ?
    Wenn man die Wahrheit über Sie sagt ?

    Schauen Sie mal, was Juristen darüber sagen:
    Es gibt mehrere Fälle von „Ehrverletzungen“

    a) Üble Nachrede (Antragsdelikt)
    Straflos bleibt, wer beweisen kann, dass eine Tatsachenbehauptung wahr ist oder für wahr gehalten werden durfte.

    Ich kann beweisen, dass Ihre These falsch ist, habe also Ihre Ehre nicht verletzt.

    b) Verleumdung (Antragsdelikt)
    Wer sicher weiss, dass eine behauptete ehrverletzende Tatsache falsch ist, begeht eine Verleumdung.

    Ich weiss sicher, dass meine Argumente korrekt sind, wissenschaftlich nachweisbar korrekt.

    c) Beschimpfung (Antragsdelikt)
    Wer gegenüber dem Opfer und gegenüber Dritten ein ehrverletzendes Werturteil äussert (etwa «Hure» oder «Schwein»), begeht eine Beschimpfung. Bei einem Werturteil kann der Täter sich nicht dadurch entlasten, dass es wahr ist, was er sagt. Der Richter kann bei einer Beschimpfung von einer Strafe absehen, wenn der Täter durch das ungebührliche Verhalten des Opfers unmittelbar provoziert wurde (Beispiel: Gatte beschimpft Ehebrecher, den er in flagranti erwischt).

    Beispiel aus der Praxis:

    Der Begriff „nützlicher Idiot“ wird ständig benutzt, wenn jemand wissentlich oder unwissentlich Kriminelle verteidigt. Wobei im Lebensalltag es mehr darum geht, dass jemand meint, er würde etwas Gutes tun und dabei leider nicht erkennt, dass er den Bösen dient.
    Ein Beispiel sind die Faschisten, die Nazis in der Ukraine. Die sind völlig davon überzeugt, dass sie etwas Richtiges und Gutes tun, nämlich einen Hass gegen Russen zu haben und alle Russen als Untermenschen zu betrachten und diese ausrotten zu wollen.
    Aufgeklärte Menschen jedoch wissen, dass diese Nazis von Washington dazu benutzt werden, Russland zu destabilisieren und in einen Krieg zu locken. Diese Nazis werden deshalb als „nützliche Idioten“ bezeichnet.

    Ist das eine Ehrverletzung, Herr Dr. Marc Meyer aus Riehen (BS) ?
    Aus Sicht der Nazis ganz sicher.
    Aus Sicht der Wahrheit und der Realität jedoch nicht.

    Exakt so verhält es sich bei Ihnen. Es fällt auf, dass Sie zutiefst davon überzeugt sind, dass die Buchhaltung ein in Mathematik gegossenes Naturgesetz ist. Außerdem sind Sie zutiefst davon überzeugt, dass die Banken kein Unrecht tun mit ihrer Giralgeldschöpfung. Ich habe Ihnen jedoch objektiv, wissenschaftlich, bewiesen, dass Sie falsch liegen, auch hinsichtlich Vollgeld.
    Deshalb handelt es sich nicht um eine Ehrverletzung.
    Aus Ihrer Sicht jedoch schon.

    Nein, @Marc Meyer, Dr., ich verstosse gegen keine Gesetze. Ich habe Ihnen Ihre Falschbehauptungen nachgewiesen. Es handelt sich weder um Beleidigung, noch um Verleumdung. Lesen Sie die Gesetze, dann kommen Sie dahinter.

    Ihre Entrüstung und Ihre Behauptung, dass ich gegen Gesetze verstossen würde, sind unberechtigt und haltlos.

    Sehen Sie, das ist ja das Schöne an Ihrer Argumentation: Sie beleidigen (ich sei im selben Spital krank, Söldner, unter falschen Namen posten usw.) und werfen mir dann vor, Sie zu beleidigen. Mein Rat: Schauen Sie in den Spiegel und lesen Sie all Ihre Kommentare nochmals durch.

    Ich habe immer hier auf InsiderParadepaltz mit meinem bürgerlichen Namen geschrieben: Thomas Haldimann! Meine AHV Nummer, Adresse und Zivilstand werde ich nicht offenlegen; aber ich biete Ihnen an, nächste Woche oder wannimmer Sie Zeit und Lust haben, uns im Hotel Europe in Basel zu treffen. Gegenüber gibt es eine Polizeistelle der Kantonspolizei Basel-Stadt. Ich werde Ihnen meine Personalien zeigen und Sie werden festellen, dass Sie mir zu Unrecht unterstellt haben; ich sei der und die und von denen bezahlt usw.

    Sie verdrehen, nicht ich. Sie können und wollen nicht auf Argumente eingehen. Weder auf solche, die ich mit eigenen Worten vortrage, noch auf Argumente von anderen Autoren. Das ist das Problem hier mit Ihnen.

    Sie klammern sich an Ihren Fetisch, die Buchhaltung. Dabei erkennt jeder Laie, dass die Buchhaltung Betrug ist. Widerlegen Sie doch endlich mal die Aussagen von Hörmann/Pregetter. Aber nein, dazu sind Sie nicht in der Lage. Sie drehen die Reihenfolge um. Am Anfang stand die Erforschung des Geldsystems. Dann kam die Erkenntnis, dass es sich um Betrug handelt. Sie behaupten das Gegenteil. Sie diskreditieren, ( siehe auch Pregetter und die Vollgeld-Initiative).
    Nicht nur mich, sondern alle Experten, denen Sie das Wasser nicht reichen können, weil Ihnen die sachlichen Argumente dazu fehlen.

    Was haben Sie während der Diskussion mit Dr. Pregetter getan, Dr. Marc Meyer? Können Sie sich erinnern?

    Sie haben seine Worte verdreht, indem sie diese aus dem Gesamtzusammenhang rießen, das ist eine unwissenschaftliche Methode und das scheint Ihr Markenzeichen zu sein, Dr. Marc Meyer.

    Dr. Pregetter beweist an anderer Stelle, dass aktivierte Forderungen Bilanzbetrug sind. Das „vergessen“ Sie auch, um ihn zu diskreditieren.

    Schauen Sie mal bei Ihren Ausführungen nach, wie Giralgeld geschöpft wird. Und dann fragen Sie sich, wie ein Fetzen Papier, der Kreditvertrag, als „Eigenkapital“ zum Nennwert aktiviert werden kann.
    Ein Zettel mit 2 Unterschriften ist für Sie identisch mit der Geldsumme, welche auf dem Zettel steht in Bargeld ?
    Das ist Betrug, Dr. Marc Meyer!

    Und wo in der Bilanz buchen Sie bitte das Pfand des Kreditnehmers ?
    Zeigen Sie mir den Buchungssatz bitte. Nehmen wir mal an, dass es ein bebautes Grundstück ist. Die Kreditsumme setzen wir mal mit 1 Million Franken an. Um es einfach zu halten, nehmen wir für das Pfand einen Preis von 1 Mio Franken an.

    Wo bitte ist dieses Pfand aktiviert, zeigen Sie es mir?.
    Oder wird es gar nicht aktiviert ?
    Wird nur der Fetzen Papier, der Kreditvertrag aktiviert ?

    Was bedeutet „aktivieren“, Dr. Marc Meyer ?
    Wird da vielleicht 1 Million Franken als „Vermögen“ der Bank gebucht ?
    Sagen Sie es mir bitte.

    Wenn da 1 Million Franken als Eigenkapital zugunsten der Bank gebucht werden, dann müssen da also 1 Million Franken Bargeld oder ZB-Guthaben existieren, sonst handelt es sich bei dieser Buchung um Bilanzbetrug.

    Sie und ich wissen, dass es sich um eine Forderung der Bank handelt, nicht um 1 Million Franken in deren Tresor. Weshalb wird dann 1 Mio Franken Eigenkapital in die Bilanz geschrieben ?

    Woher weiss die Bank, dass sie die Million vom Kreditnehmer bekommen wird ? Dürfen einfach Fantasiezahlen in die Bilanz geschrieben werden ?

    Wenn Sie also sagen, dass Pregetter/Hörmann keine Ahnung haben, dann liegen Sie vermutlich voll daneben. Er hat nur erkannt, dass eine Schuldurkunde keinen Vermögenswert darstellt, den man aktivieren darf.

    Wenn Sie bei Hörmann/Pregetter ein bißchen stöbern, werden Sie seine Antwort auf die Vorwürfe eines Herrn Nowottny finden. Dieser Herr Nowotny ist oder war damals Direktor der österreichischen Zentralbank und Franz Hörmann musste ihm erklären, was Eigenkapital bedeutet. Dort finden Sie die Begründung dafür, dass jede Bankbilanz Betrug ist.

    Widerlegen Sie meine Argumente, ich warte bisher vergeblich darauf.
    Nicht ein einziges davon haben Sie widerlegt.

    Ich habe ganze Listen mit sachlichen Argumenten vorgetragen und um eine sachliche Diskussion gerungen.

    Buchhaltung ist ein mittelalterliches Hütchenspiel.
    Nehmen Sie dazu mal Stellung.

    http://www.antibilanz.info/

    Freundliche Grüsse
    Thomas Haldimann

  8. sehr geehrter Herr Dr. Meyer,
    vielen Dank für Iher Nachricht. im Moment habe ich nur sehr eingeschränkt Möglichkeit zu schreiben. ich möchte hier nur darauf hinweisen, dass der Grund, warum man etwas tut immer wichtiger ist, als der Weg, wie man vorgehen will. in der Medizin muss immer zuerst die Diagnose gstellt werden, bevor man den Patienten aufschneidet. wenn man weiß, dass man Geld nur an sichere Schuldner verleihen darf, ist der Weg, wie man Geld verleihen will, gleichgültig. Schöne Grüße aus Österreich!

  9. @Leserinnen und Leser (insbesondere A. Fassbind, Meiko, (China)

    In eigener Sache:

    Leider ist es so, dass ich mich nun wieder voll und ganz auf meinen Beruf konzentrieren muss und im Verlaufe der nächsten Woche kaum Zeit finden werde, hier Kommentare zu beantworten.

    Ich hoffe, dass sich am nächsten Wochenende wieder ein kurzes Zeitfenster öffnet, wo ich antworten geben kann.

    Bis dann freundliche Grüsse und hoffentlich eine interessante Diskussion hier auch ohne mich.

    Marc Meyer

  10. Nachtrag I

    Der entscheidende Fehler von Dr. Jens Weidmann

    Verwechslung von Eigen- und Fremdkapital

    Der entscheidende Fehler der heutigen Zentralbanker besteht darin, dass sie Notenbankgeld irrtümlich als Eigenkapital der Zentralbank betrachten anstatt als Fremdkapital.

    Dieser Fehler ist gravierend und kann ganz einfach aufgezeigt werden:

    Zuerst sollten wir uns bewusst werden, dass die Passivseite einer Bilanz zeigt, woher das Vermögen kommt zur Finanzierung der Aktivseite. Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder

    a) Eigenkapital

    b) Fremdkapital

    Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Das gilt auch für eine staatliche Zentralbank.

    Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank behauptet:

    „Die Finanzkraft einer Notenbank ist … unbegrenzt, da sich eine Notenbank das Geld, … mit dem sie bezahlt, … quasi aus dem Nichts erschaffen kann.“

    Weidmann behauptet also, das Kapital zur Finanzierung der Staatsanleihen („in Billionenhöhe“) der Deutschen Bundesbank stamme von der Deutschen Bundesbank selber. Damit ist eindeutig belegt, dass Weidmann Notenbankgeld als Eigenkapital der Deutschen Bundesbank betrachtet.

    Das ist falsch. Das Kapital zur Finanzierung von Staatsanleihen „in Billionenhöhe“ durch die Deutsche Bundesbank stammt nicht von der Deutschen Bundesbank, sondern von Kreditinstituten.

    Der entsprechende Posten in der Bilanz der EZB heisst: „Verbindlichkeiten in Euro aus geldpolitischen Operationen gegenüber Kreditinstituten im Euro-Währungsgebiet“.

    Nochmals anders ausgedrückt: Kreditinstitute im Euroraum geben der EZB / Deutschen Bundesbank Kredit, damit diese Staatsanleihen in Billionenhöhe kaufen können.

    Damit ist bewiesen, dass die „Feuerkraft“ der Deutschen Bundesbank nicht unbeschränkt ist, wie Weidmann behauptet. Denn die Deutsche Bundesbank kauft Staatsanleihen in Billionenhöhe nicht mit selbst geschaffenem Eigenkapital, sondern mit Fremdkapital.

    Keine Zentralbank dieser Welt kann – genauso wie kein Staat – sich endlos verschulden. Deshalb ist die „Feuerkraft auch der Zentralbanken“ beschränkt.

    Letztes tragisches Beispiel, welches dies bestätigt, ist das Scheitern des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank, verbunden mit exorbitanten Milliardenverlusten.

    Genauso wird der Euro scheitern, wenn die EZB meint, sie könne „unbeschränkt und in Billionenhöhe“ Staatsanleihen bonitätsmässig schlechter „gerateter“ Staaten aufkaufen.

    Dasselbe gilt für die FED mit ihren bonitätsmässig minderwertigen Immobilienpapieren usw.

    All diese Zentralbanken finanzieren ihre Portefeuilles mit Fremdkapital. Und dieses muss durch die Investoren bewertet werden. Fällt der Wert des Vermögens der Zentralbanken unter Wert ihrer Schulden, so gehen diese kreditgebenden Banken oder Kreditinstitute Konkurs.

    Es ist Zeit, dass auch ein Dr. Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, sich eines Besseren belehren lässt – bevor es zu spät ist.

    • @Marc Meyer, Dr.
      Ihre Erläuterungen machen Sinn. Ist es nicht so, dass die Bank of England als 1. Nationalbank zum gleichen Schlusse kam wie Sie (finde den Link gerade nicht online)? Ich glaube, dies gelesen zu haben.
      Zudem: Wenn eine Nationalbank Geld aus dem Nichts schöpfen könnte, dann käme dies einem Perpetuum Mobile gleich. An ein solches mag ich nicht glauben. Sonst könnte die SNB ja *gedrucktes Geld* gleich als Volksvermögen an die Bevölkerung verteilen.
      Was passiert eigentlich mit den Schweizer Franken (CHF) mit welchen die SNB in Milliardenhöhe EUR kaufte? Diese (CHF) gehen doch in den Besitz der EZB über, im Sinne einer (Rück-)Forderung; oder etwa nicht? Gruss aus China.

    • Maiko (China)

      Danke. Ja richtig.

      Der Text der Bank of England ist wenige Monate erschienen nach meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“.

      Die Bank of England übernimmt dort die wesentlichen Aussagen meiner Nachträge dieses Beitrags, insbesondere Nachtrag V.

      Zufall?

      mfG

      Marc Meyer

    • Sofern die neue Theorie richtig ist – und davon gehe ich mal aus – dann müssten sämtliche Lehrbücher umgeschrieben werden. Da würde einigen namhaften noch lebenden und bereits verstorbenen Theoretikern wohl eine grosse Zacke aus der Krone fallen. Was nicht sein darf, kann nicht sein.

      Es ist gefährlich, einem indoktrinierten Glauben unkritisch nachzuhängen. Deshalb stelle ich mal folgende Frage bzw. /Behauptung in den Raum:

      Eine Anerkennung der neuen Theorie ist gefährlich für die Macht der Nationalbanken – und natürlich auch für die Politik. Deshalb scheint es mir logisch zu sein, dass viele der Nationalbanken – und dort wimmelt es von indoktrienierten Oekonomen, welche offensichtlich entweder zu dumm sind die Materie zu verstehen oder opportunistisch im Sinne eines Karriere-Denkens – die falsche Theorie einfach weiterführen. Die falsche Theorie wird ja von der Spitze der Nationalbanken genau so vorgelebt.

      Ich bin mir nicht sicher, welche der zwei Varianten die schlimmere ist: Dumme Nationalbanken (mit dummen Oekonomen), welche die Theorie nicht verstehen oder kluge Nationalbanken, die es zwar verstehen, jedoch bewusst und irreleitend ein falsches Spiel spielen?

  11. Lieber Herr Dr. Meyer

    Gerne melde ich mich mit meinem Namen.Es ist sicherlich nicht richtig, was die Nationalbank mit uns macht.Aber letztendlich tragen wir wir alle die Verantwortung selber in uns.Wenn es nicht gelingt, dass wir unseren Lebensstandard um 2/3 senken, gibt es keine Verbesserung.Predigen Sie mal diese Veränderung unserem anspruchsvollem Volk. Solange läuft das System der Hochfinanz weiter.Erst wenn wirklich ca. 30 % gemeinsam bereit wären dazu und mit allen Konsequenzen
    dagegen anzugehen, gäbe es einen Requimwechsel.Vorher bleibt alles Wunschdenken und leeres Blablabla….Man muss das System mit aller Kraft verstehen, was uns hier bestimmt und beherrscht.

  12. @Rico Meier

    Sehr geehrter, lieber Rico Meier

    Erst jetzt komme ich dazu, Ihnen richtig zu danken für Ihren Kommentar.

    Ihre Worte zeigen, dass meine Argumente logisch und in sich geschlossen sind und verstanden werden können.

    Was mich an Ihrem Votum besonders freut ist, dass Sie unter Ihrem eigenen Namen hier unterschreiben.

    Es stimmt doch nachdenklich, dass man es mehrheitlich nicht wagt, unter eigenem Namen unsere Nationalbank öffentlich zu kritisieren.

    Weshalb haben die meisten Angst vor der Nationalbank?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    In einer gesunden

  13. @Kasperli

    Besten Dank für Ihren Kommentar.

    Ich bin froh, dass es doch noch Menschen gibt, die sich seriös mit den Grundlagen beschäftigen und nicht einfach alles den anderen nachschwatzen.

    Es ist höchste Zeit, dass sich unsere hochbezahlten Zentralbanker endlich einmal mit „basics“ auseinandersetzen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  14. @Xavier Zurbuchen

    Sehr geehrter Herr Zurbuchen

    Sie meinen, je beleidigender Sie Ihre Kommentar hier schreiben, desto mehr seien damit meine Argumente widerlegt.

    Ich denke, da machen Sie einen Denkfehler. Eher das Gegenteil trifft zu.

    mfG

  15. @Goetheaner

    Lieber Goetheaner

    Sorry – wenn ich Sie und die Goetheaner beleidigt haben sollte mit dem Ausdruck: „tragischer“ Oekonom.

    Sie haben es mir ja jetzt „mit gleicher Münze zurückbezahlt“ und mich „tragikomischer“ Oekonom genannt. Ich kann gut damit leben. Kein Problem. Ich hoffe, die Sache ist damit gegenüber den Goetheanern erledigt.

    Schade, dass Sie gleich noch anhängen, Sie würden mit mir nicht mehr „literarischen Austausch“ betreiben.

    Die Goetheaner sollten verstehen, dass wir in der Wirtschaftswissenschaft ein gewaltiges Problem haben wegen den Aussagen von Mephisto in Goehtes Faust.

    Ein Kommentator (havenstein) hat geschrieben, das sei ja extra eine Tragödie von Goethe und sollte zeigen, dass es so nicht geht.

    Jens Weidmann, der Chef von der Deutschen Bundesbank hat es aber ganz anders verstanden. Er behauptet allen Ernstes mit Bezug auf Goethe, die „Feuerkraft“ oder „Finanzkraft“ der Zentralbanken sei unbeschränkt, weil diese „Geld aus dem Nichts schöpfen könnte“ in „Billionenhöhe“.

    Solche Aussagen sind brandgefährlich in den heutigen Volkswirtschaften – insbesondere mit dem „Klumpenrisiko Euro“. Ich hoffe, angesichts der grossen Gefahr, bekommen Sie Verständnis für meine Wortwahl.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie, lieber Goetheaner, im Sinn und Geist von Goethe sich verhalten. Hätte sich Goethe auch gleich beleidigt aus der Diskussion verabschiedet wie Sie?

    Was meinen andere Goetheaner dazu? Oder hat es Ihnen die „Sprache verschlagen“ oder interessiert es sie nicht?

    Ich bin gespannt auf Reaktionen – würde mich freuen.

    Freundliche Grüsse an alle Goetheaner

    P.S Und noch etwas: „De mortibus nihil nisi bene“. Ganz klar. Davon kann man aber doch nicht ableiten, dass Goethe auf immer und ewig Recht behält – auch in der Wirtschaftswissenschaft. Das ist meine Meinung.

    Es muss doch möglich sein, auf einen Irrtum hinzuweisen – auch wenn dieser von einem Verstorbenen stammt?

  16. @HBS

    Richtig.

    Unsere Nationalbank subventioniert mit ihren hunderten Milliarden Auslandinvestitionen das Ausland auf Kosten der Schweiz.

    Das widerspricht der Bundesverfassung, wonach die SNB im Gesamtinteresse der Schweiz zu investieren hat. Das sind aber bestimmt nicht Investitionen im Ausland, sondern im Inland.

    Gschämig: Unsere SNB investiert nicht einmal mehr 1 Prozent in der Schweiz. Der Rest fliesst ins Ausland.

    mfG

  17. @“Thomas Haldimann“ alias alias alias

    Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, bin ich nicht mehr bereit, mit Ihnen hier eine weitere fachliche Diskussion zu führen. Vergleiche / Beleidigungen wie „Strassenköter“ oder „Paranoia“ usw. sind unakzeptabel. Beleidigt werde nicht nur ich, sondern jeder, der meine Argumentation teilt.

    Es besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass Sie derselbe Kommentator sind, welcher hier seit über einem Jahr unter verschiedensten Pseudonymen ellenlange, beleidigende Texte geschrieben hat wie beispielsweise unter den Pseudonymen „Der Praktiker“, „Zerschlagung!“, „Michele d’Aloya, „X“, „Walter Breni“, und und und.

    Heissen Sie mit korrektem Namen nicht Thomas Ramseyer Volkart?

    Ich vermute dies, weil Sie unter dem Pseudonym „Der Praktiker“ teilweise wortwörtlich von der home page von Thomas Ramseyer kopiert hatten ohne Quellenangabe und der sich nicht beschwert hat. Also gehe ich davon aus, dass Sie selber Thomas Ramseyer Volkart sind.

    Wenn Sie meinen, Sie könnten mich und andere, die mir Recht geben, persönlich beleidigen, und aufs Übelste Weise beschimpfen, so möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass das hier auf Inside Paradeplatz kein rechtsfreier Raum ist.

    Ein anonymer vermummter Chaot ist genauso ein Rechtssubjekt und für seine Taten verantwortlich.

    Ich behalte mir rechtliche Schritte gegen Sie vor wegen Ehrbeleidigung. Ich werde in diesem Fall über die Staatsanwaltschaft Ihren bürgerlichen Namen herausfinden.

  18. @havenstein

    Sie haben Recht. Goethe hat das Stück als Drama geschrieben. Aber ging er nun davon aus, dass man „Geld aus dem Nichts“ drucken kann oder wollte er sagen, dass man genau das nicht kann oder nicht tun sollte?

    Jens Weidmann seinerseits übernimmt ganz klar die Argumentation von Mephisto, wonach die Bundesbank unbeschränkt Geld drucken und damit alles kaufen könne („Feuerkraft“ bzw. „Finanzkraft“ in „Billionenhöhe“).

    Weidmann stellt sich hinter Mephisto bezüglich Geldtheorie und Geldpolitik.

    Wie immer Goethe das Stück gemeint hat oder gemeint haben könnte: Seine Auswirkungen auf die heutige Geldtheorie sind fatal.

    Selbst unsere Thomas Jordan behauptet, die SNB schaffe sich die Liquidität selber, um damit „unbeschränkt“ Euros zu kaufen.

    Auch Jordan stellt sich somit hinter Mephistos Geldpolitik.

    Mephisto – im Drama der Narr und Teufel – ist aber ein schlechter Ratgeber, insbesondere wenn es um Geld in „Billionenhöhe“ geht.

    Goethe hat sich also unklar ausgerückt oder er ist falsch verstanden worden.

    mfG

    Marc Meyer

  19. @Gast aus Oesterreich

    Guten Morgen

    Danke für Ihre Kommentare. Leider habe ich erst jetzt ein kurzes Zeitfenster, in dem ich auf Ihre Argumente eingehen kann; und Sie möchten ja unbedingt eine Antwort.

    Zuerst schreiben Sie, es gäbe grössere Probleme momentan auf der Erde als sich mit solchem „Kinkerlitzchen“ auseinanderzusetzen, wie ich das hier tue.

    Bestimmt haben Sie Recht: Es gibt momentan grössere Probleme auf unserer Erde – unbestritten. Ein ganz grosses Problem ist der Flüchtlingsstrom nach Europa. Weil ich das genauso empfinde bin ich in meinem letzten Betrag „SNB-Studienzentrum Gerzensee – perfekt als Flüchtlingsheim“ genau auf diese Problematik eingegangen.

    Ich habe dort gezeigt, dass vom Studienzentrum der SNB schwerwiegende Fehler ausgehen, die dazu führen, dass die SNB einen massiven Kapitalexport ins Ausland betreibt. Es wäre viel effizienter, dieses Studienzentrum aufzuheben und in ein Flüchtlingsheim umzuwandeln.

    Leider haben Sie zu jenem Beitrag von mir keinen Kommentar geschrieben.

    Sie schreiben, der Verbrauch von Agrarland in Oesterreich sei ein grosses Problem. Leider kann ich mich dazu nicht äussern, da ich mich nicht mit dieser Materie auseinandergesetzt habe. Aber generell ist es weltweit so, dass die Zerstörung von Agrarflächen gravierend ist.

    Gerne würde ich mich intensiver damit auseinandersetzen. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

    Hier in diesem Betrag geht es wieder um einen anderen Diskussionspunkt: Es geht darum, dass Notenbankchefs wie Jens Weidmann oder Thomas Jordan behaupten, die Zentralbanken könnten durch Geld drucken eigene Liquidität schaffen und mit dieser dann „unbeschränkt“ oder in „Billionenhöhe“ Vermögenswerte wie Euros oder Staatsanleihen kaufen.

    Beide Notenbankpräsidenten haben das wörtlich so gesagt. Weidmann sagte, die „Feuerkraft“ oder die „Finanzkraft“ der Zentralbank sei unbeschränkt und Jordan sagte, die SNB schaffe durch „Geld drucken“ die „Liquidität“ für den Kauf von Euros.

    Beide Zentralbanker betrachten somit Notenbankgeld als “Liquidität“ bzw. als „liquide Mittel“ bzw. als kurzfristig verfügbares Vermögen, um damit andere Aktiva zu kaufen.

    Hätten die beiden Recht, so würde es sich beim Kauf von Euros durch die SNB oder beim Kauf von griechischen Staatsanleihen durch die Deutsche Bundesbank um einen Aktivtausch in der Bilanz der betreffenden Notenbank handeln. „Selbst geschaffene Liquidität“ würde gegen Euros oder griechische Staatsanleihen getauscht.

    Die Bilanz würde sich dadurch nicht verlängern.

    Dass die beiden Notenbankchefs irren wird dadurch klar, dass die Bilanzen der Notenbankgen sich entsprechend ihren Käufen aber genau verlängern. Die SNB hat Euros gekauft durch eine Verlängerung der SNB Bilanz. Und die EZB kauft griechische Staatsanleihen, indem sie ihre Bilanz ausdehnt.

    Was heisst das?

    Es zeigt, dass die Zentralbanken Fremdkapital aufnehmen, um ihre Käufe zu tätigen. Die „Feuerkraft“ kommt also nicht von den Zentralbanken, sondern sie kommt von den Fremdkapitalgebern. Diese legen ihr Kapital bei den Zentralbanken an. Und die Zentralbanken kaufen damit Euros oder griechische Staatsanleihen.

    Und wie alle Fremdkapitalgeber haben auch die Kapitalgeber der SNB das Recht, das ausgeliehene Kapital wieder einzufordern. Das kommt auf die Vertragsbedingungen an. Giroguthaben sind Sichtguthaben und sind jederzeit rückforderbar.

    Die Schulden auf der Passivseite der Zentralbanken können aber nur reduziert werden, wenn diese Vermögen auf der Aktivseite verkaufen. Nur so können beide Seiten der Bilanz einer Zentralbank verringert werden.

    Fällt das Vermögen der Zentralbanken aber unter Wert ihrer Schulden, so sind die Zentralbanken insolvent. D.h. sie könne ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.

    Auch mit Banknoten können sie dann ihre Schulden nicht zurückzahlen, weil ja Banknoten selber Schuldscheine der Notenbanken darstellen. Banknoten sind Obligationsscheine der SNB und Euros der EZB.

    Vergleich: Ein Unternehmen kann ihr Fremdkapital in Form einer Obligationenanleihen nicht reduzieren, indem sie noch mehr Obligationen emittiert.

    Sehr verehrter Gast aus Oesterreich: Das sind die Punkte, über die ich hier einen Gastbeitrag geschrieben habe. Und darüber möchte ich gerne eine Diskussion führen.

    Ihre Bedenken bezüglich des Agrarlandes in Oesterreich sind bestimmt auch berechtigt – aber sie passen weniger in die Diskussion hier. Ich würde lieber über obige Argumente diskutieren.

    Aber bitte – Sie können Herrn Hässig fragen, ob Sie einen Artikel über ihr Thema hier schreiben dürfen.

    Ich hoffe um Ihr Verständnis.

    mfG

    Marc Meyer

  20. @Havenstein,

    „‚Philosophieren“? @Havenstein Geldpolitik ist Krieg!

    Sie schreiben:

    „Was meinen Sie mit „eine Bank ist reich?“

    Dieser Dr. Marc Meyer behauptet u.a., dass das Bargeld im Allgemeinen durch die Vermögenswerte gedeckt ist, welche die Geschäftsbanken der SNB verkaufen/hinterlegen.

    Dr. Marc Meyer kann Bilanzen lesen und er ist ein Experte in der Buchhaltung. Deshalb hat er in den Bilanzen der Banken entdeckt, dass es nie einen Bankrun geben kann und dass die Banken immer genügend Werte haben, um die Sichtguthaben auszahlen zu können.

    Offensichtlich stimmt das aber nicht, sonst gäbe es diese Massnahmen die wir ALLE in Griechenland live sehen nicht.

    Das ist eine gezielte Täuschung der Leserinnen und Leser.

    Wir halten fest:
    Die griechischen Banken könnten problemlos alle Sichtguthaben auszahlen, denn sie haben genügend Vermögenswerte.

    Frage an Sie, Dr. Marc Meyer: Weshalb tun das die Banken nicht ?
    Stattdessen rücken sie das viele Geld nicht raus. Das ist strafbar, richtig ?

    Oder ist es deshalb nicht strafbar, weil die Bankenmafia die Politik im Griff hat und auch die Justiz ?

    Weiter nennt Dr. Marc Meyer eine Staatsanleihe einen „Vermögenswert“.

    Wissen Sie nicht Herr @Havenstein, was eine Staatsanleihe ist ?
    Ich erkläre es Ihnen:
    Der Staat druckt einen Zettel und schreibt darauf den Text „1 Million Franken“. Diesen Zettel verkauft der Staat an eine Bank. Dieser Zettel ist ein Schuldpapier, ein Kreditvertrag gewissermassen, in welchem sich der Staat verpflichtet, die Million Franken, die sie als Bezahlung für den Zettel erhalten hat, zum Zeitpunkt X an den zurückzuzahlen, der ihm den Zettel dann präsentiert. Außerdem verpflichtet sich der Staat, jährlich den Zins Y an den Besitzer des Zettels zu bezahlen.

    Eine Staatsanleihe hat keinen „Wert“ an sich, das sieht man an Griechenland. Der „Wert“ besteht immer nur dann, wenn die Steuerzahler genug Steuern an den Staat gezahlt haben, damit dieser die Zinsrate oder die Tilgung bei Fälligkeit leisten kann.

    Das bedeutet, daß der „Wert“ einer Staatsanleihe immer in der Zukunft erarbeitet werden muss. Da steckt kein „Vermögenswert“ dahinter, es sei denn, Sie sind der Meinung, daß ein Staat das Staatseigentum veräußern muß, falls ihm das Geld nicht reicht. Die Staatspleiten der Vergangenheit haben gezeigt, dass kein Staat sein ganzes Vermögen veräußert. Im Gegenteil. Er erklärt seine Zahlungsunfähigkeit und gut ist. Der Gläubiger schaut in die Röhre.

    Der „Wert“ einer Staatsanleihe besteht in der Macht des Staates, die Steuern zu erhöhen und sie mit Gewalt einzutreiben. Aber auch das hat Grenzen, wie wir an Griechenland sehen können. Davor an anderen Staaten wie Argentinien, Russland usw., die pleite gingen.

    Wenn dieser Dr. Marc Meyer also eine Schuldanerkennung (Staatsanleihe) als „Vermögenswert“ bezeichnet und akzeptiert, dann sollte er doch bitte erklären, weshalb die Bank vom Kreditnehmer noch ein Pfand fordert. Die Bank hat doch den Kreditvertrag, in welchem der Kreditnehmer sich verpflichtet, die nächsten Jahre für die Bank zu arbeiten. Das müsste dann auch reichen, wenn man die Logik des Dr. Marc Meyer folgen möchte.

    Sie haben in einem Punkt recht Herr @Havenstein, im Prinzip ist die Bank eine Institution, welche prüft, ob ein Pfand „wertvoll“ genug und ob der Bittsteller für einen Kredit kreditwürdig ist.

    Es ist nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig, dass ein Kreditnehmer geprüft wird und das Pfand dient als Druckmittel, denn die ganze Menschheitserfahrung zeigt, dass ohne Prüfung fast jeder den Kredit mißbrauchen würde. Es würde mit den Kriminellen anfangen, die sich sagen würden: Hallo, bin ich im Schlaraffenland ? Da geben mir irgendwelche Trottel Banknoten, mit denen ich sofort auf Einkaufstour gehen kann und die Trottel hoffen, dass ich nun anfange, zu arbeiten, um die mir gewährten Banknoten quasi im Nachhinein mit meiner Leistung zu „verdienen“.

    Von diesen Trotteln hole ich mir 5 Milliarden oder 100 Milliarden und kaufe alles, was mir in die Finger kommt. Zurückzahlen ? Nie im Leben. Die Trottel sind doch selbst schuld, wenn sie jedem Dahergelaufenen einfach Geld anvertrauen.

    Die Banken haben also die notwendige Aufgabe, Pfänder zu monetisieren und die Antragsteller zu sieben und durch die Pfänder Druck aufzubauen, dass der Kreditnehmer alles dafür tun wird, die zugesagte Leistung zu erbringen.

    An dieser Stelle die Frage:
    Wer sagt, dass diese notwendige Prüfung und der Aufbau von Druck durch ein Pfand in private Hände gelegt werden muss ?
    In Hände, welchen das Wohl der Gesellschaft völlig egal ist ?
    In Hände, die nur danach streben, maximalen Profit aus ihrem Privileg zu ziehen ?

    Wie wäre es denn, wenn die Gesellschaft endlich aufwachen würde und sagen würde: Was diese gierigen Banker machen, kann die Gemeinde, die Gesellschaft genauso gut und dann machen nicht gierige und kriminelle Banker Milliarden an Profit, sondern
    diese Milliarden gehören allen und werden zum Wohl von allen verteilt.

    Die Banker (sehen Sie auch was dieser Dr. Marc Meyer über Vollgeld schreibt), sagen: Nein, das ist Kommunismus. Da gibt es Betrug und Korruption. Da liegt die Macht nicht mehr in unseren Händen, sondern in der Hand der Gemeinde oder des Bezirks, Kantons oder des Landkreises oder der Monetative. Schrecklich, diese Vorstellung. Wo kommen wir da hin, wenn man uns unsere Macht und unsere glänzenden Verdienstmöglichkeiten wegnehmen würde ? Also bearbeiten die Banker die Menschen und reden diesen ein, dass die Welt einstürzt, dass alle Menschen unweigerlich verhungern werden, wenn man das Privileg der Kreditvergabe dem Volk zurück gibt.

    Genau das betreibt dieser Dr. Marc Meyer auf diesen Blog. Die Behauptung des Dr. Marc Meyer, dass die arbeitenden Menschen in Wirklichkeit das Geld erschaffen, ist komplett falsch und unwissenschaftlich. Denn per Gesetz erschafft nur die SNB das Geld, indem sie Pfänder, welche ihnen die Banken vorlegen, monetisieren.

    Die arbeitenden Menschen schaffen die Werte, leisten die Arbeit, aber dieses System, das er so stur verteidigt, hat dafür gesorgt, dass die Menschen von der Erschaffung des Geldes abgetrennt wurden.

    Die SNB monetisiert nicht nur Schuldurkunden, welche die Banken einreichen. Die SNB druckt einfach neues Geld und kauft damit Schuldurkunden und sonstige „Werte“, um Geld in die Banken zu fluten. Die Banken kommen nicht ihrer Verpflichtung nach, dieses neue Geld als Kredit an die Wirtschaft zu vergeben und würgen so die Konjuktur ab. Das ist ein weiterer krimineller Aspekt dieses Systems.
    Mit Vollgeld wäre das ausgeschlossen, die Macht der Banken wäre gekappt.

    Es beginnt bei Dr. Marc Meyer schon beim ersten Satz wie er den wichtigsten Begriff „Geld“ falsch definiert.

    Weshalb tut er das ?

    Und wohin führt es, wenn jemand den grundlegenden Begriff, über den er referiert, falsch definiert ?

    Geld ist keine Schuld der Bank. Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel, das in der Schweiz als „Franken“ bezeichnet wird.
    Geld ist eine Schweizer-Banknote oder eine Schweizer-Münze.
    Alles andere ist kein Geld.

    Banken dürfen und können kein Geld herstellen. Dieses Privileg hat per Gesetz nur die SNB. Deshalb kann Geld niemals eine Schuld einer Bank sein.

    Wie kommt Dr. Meyer auf die Idee, die SNB würde „Staatsschulden“ machen, um Euros zu kaufen ?

    Diese Idee scheint mir „aus dem Nichts“ oder „an den Haaren herbeigezogen“ zu sein, denn die SNB druckt einfach neue Franken und kauft damit Euros … das hat überhaupt nichts mit Staatsschulden zu tun.

    Staatsschulden kommen bei der SNB nur dann ins Spiel, wenn Banken Zentralbankgeld brauchen und dafür als Sicherheit Staatsanleihen an die SNB verpfänden und da können Sie erkennen, wenn Sie meine obigen Ausführungen nachvollziehen wollen, wie krank dieses System ist.

    Ich habe gelehrt, dass für die Wissenschaft das Eingestehen der eigenen Fehlbarkeit der beste Garant dafür ist, dass falsche Aussagen erkannt und entsprechend korrigiert werden. Wenn ich hingegen von Beginn weg ausschliesse, dass Fehler überhaupt gemacht werden können, dann laufe ich Gefahr, dass meine Beschreibung der Wirklichkeit nicht mehr mit der Wirklichkeit selbst deckt und damit an Aussagekraft verliert. Mit Wissenschaft hat die Vorgehensweise des Dr. Marc Meyer nichts zu tun.

    @Rolf Laager,

    Ihr Kommentar besteht aus falschen Behauptungen und Schaumschlägerei. Bitte begründen Sie. Ein Mensch mit gesundem Verstand, mit einem ehrlichen Charakter, begründet seine Thesen und geht nicht auf seine Mitmenschen los. Auch für Sie nochmals: Meine Kommentare bestehen aus Sachargumenten plus Retourkutschen für Mitmenschen wie Dr. Marc Meyer und @Kasperli.

    Freundliche Grüsse
    Haldimann

  21. Ich bitte um Kommentare! Sagen Sie mir, ob ich richtig liege oder falsch. Ob das Geld mehr wird im Verhältnis zu den Waren, wenn Schuldner ihre Schuld nicht begleichen können. Ob es zu dieser unglaublichen Ressourcenverschwendung in den letzten Jahrzehnten kam, weil man Geld an Leute, Firmen und Staaten verlieh, die ihre Schuld niemals begleichen werden können und damit niemals das zurückgeben können, was sie verbraucht haben, soweit es überhaupt zurückzugeben ist wie beim Verbrauch von Ackerland, das in Österreich besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    • @ Gast aus Österreich,

      weil die Giralgeldschöpfung Betrug ist, wenn die Bank nicht das Zentralbankgeld in gleicher Höhe wie die Kreditsumme hat.
      Ich habe noch von keiner Bank gehört, welche 100% Reserven hat und Sie?.

      Nur Zentralbankgeld ist echtes Geld, das Sichtguthaben bei einer Geschäftsbank ist kein echtes Geld, es ist Giralgeld insofern, dass die Bank zu keinem Zeitpunkt alle Sichtguthaben ihrer Kunden in bar (echtes Geld) auszahlen kann.

      In diesem System muss es ständig Nachschuldner geben. Dies ist der Zwang zum Wachstum, weil sonst das Konstrukt ganz schnell zusammenbricht. Gemeint sind damit die Nachschuldner, damit neues Geld in die Welt kommt. Die Altschuldner brauchen das neue Geld dringend, um ihre Kredite zu tilgen, einen Unternehmerlohn zu realisieren und die Zinsen für ihren Kredit zu zahlen. Dieses Geld fehlt dann wieder allen anderen, vor allem den Neuschuldnern, deshalb werden schon wieder neue Schuldner benötigt.

      Dieses System ist dazu verdammt, wie ein Krebstumor zu wuchern, zu wachsen, noch mehr zu wachsen ….

      Und dann kommen da noch die Sparer und machen die Katastrophe dieses Konstruktes noch schlimmer, denn sie entziehen dringend benötigtes Geld aus der verfügbaren Geldmenge, außerdem fordern sie noch Zinsen.

      Lesen Sie was dieser Spassvogel der sich Dr. Marc Meyer nennt über die sogenannten „Vermögenswerte“ in diesem Artikel schreibt.

      Er sollte uns doch einmal erklären, wo die „Aktiven“ von Lehman Brothers und tausenden von Pleitebanken waren, um die Sichtguthaben der Kunden zu „decken“ ?

      Wenn er recht hätte mit seinen „Aktiven“, dann hätte es nie eine Pleite einer Geschäftsbank gegeben, dann hätten die Kunden nichts verloren. Doch er hat nicht recht, er will die Menschen täuschen mit seinem Geschwafel von „Aktiven“.

      Und was sollen das für „Aktiven“ sein bei den Zentralbanken ?
      Es sind Staatsanleihen = Schuldpapiere = Zahlungsversprechen für die Zukunft.

      Wo ist da ein Aktivum ?

      Sind Schulden „Aktiven“ ?

      In seinem Buchhaltergehirn schon, in der echten Welt jedoch nicht.

      Er hat weder die Buchhaltung begriffen noch das Geldsystem, sonst könnte er nicht soviel Unsinn schreiben.

      Bilanzen sind dazu da, die Menschen zu täuschen. Da stimmen Sie mir sicher zu. Da Dr. Marc Meyer behauptet hat, dass ich hier der einzige bin der das sagt, habe ich ihn höflich gebeten die wissenschaftlichen Aussagen von Franz Hörmann zu widerlegen.

      http://www.antibilanz.info/

      Da Dr. Marc Meyer aber kein Wissenschaftler ist, sondern nur ein Buchhalter, kann er seine Thesen nicht widerlegen.

      Freundliche Grüsse
      Haldimann

  22. Aber es ist doch ganz einfach, wenn man die Sache von der anderen Seite betrachtet:
    Der Schuldner, also der Kreditnehmer, konsumiert Waren und Dienstleistungen, weil ihm der Sparer sein Geld leiht anstatt selbst zu konsumieren.
    Ist der Schuldner nicht in der Lage, das Geld wieder durch seine Arbeit und damit durch Waren / Dienstleistungen zurückzuverdienen, gehen diese W / D verloren.
    In der Vergangenheit wurde massiv Geld an Schuldner verliehen, die nicht im Stande waren, dieses Geld wieder zu verdienen.
    Das ist die Schuldenkrise. Es gäbe keine Schuldenkrise, wenn die Schuldner binnen Vertragsfrist ihre Schulden bedienen könnten.
    Geldschöpfung hin oder her: Geld darf nur für den geschöpft werden, der mit großer Sicherheit das Geld wieder zurück bezahlen kann.

  23. Lieber Herr Dr. Meyer
    Einmal mehr ein spannender Artikel. Gut, dass Sie den Mut und die Energie finden, unermüdlich gegen diese offensichtlichen Irrtümer anzukämpfen. Die Konsequenzen sind ernst genug und treffen uns alle. Die teils gehässigen Kommentare hier im Forum zeugen von verletzter Eitelkeit und der Unfähgikeit, eingefahrene Überzeugungen wenigstens einmal kritisch auf den Prüfstand zu stellen.
    Freundliche Grüsse
    Rico Meier

    • @Rico Meier

      Merci

      Gott sei Dank gibt es noch Menschen wie Sie.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Rico Meier,

      Frage: wo sehen Sie die gehässigen Kommentare? Können Sie irgendeine Beleidigung gegen @Marc Meyer, Dr. und Anderen Mitschreibern in meinen Kommentaren finden? Ich sage es mal so, @Rico Meier. Meine Kommentare bestehen aus Sachargumenten plus Retourkutschen für Mitmenschen wie Dr. Marc Meyer.

      @Havenstein

      Frage: wie beurteilen Sie die Tatsache, dass die Banken ihren Gläubigern (die Girokonten-Inhaber) vorgaukeln, deren Sichtguthaben jederzeit auf Anforderung in bar auszuzahlen, dies aber nicht können, weil sie nicht genügend Bargeld dafür haben ?

      Die Banken in Griechenland sind Ihrer Meinung nach also ganz reich, besitzen Milliarden an Vermögenswerten, welche sie bei Bedarf ganz leicht zu echtem Geld machen können … und tun dies aber nicht ?

      Bitte erklären Sie uns das mal, @Havenstein

      Das gesetzliche Zahlungsmittel braucht keine Deckung, wir leben nicht mehr im Goldstandard, das haben Sie wohl nicht mitbekommen?

      Was macht die Bank in Wirklichkeit bei der Kreditvergabe ?

      Was hat es mit dem Pfand auf sich ?

      „Deckt“ das Pfand die nicht gegebenen Franken ?
      Oder „deckt“ das Pfand die Zahlen, welche dem Kreditnehmer gutgeschrieben wurden ?

      Nichts dergleichen.

      Das Pfand ist das Druckmittel der Bank gegenüber dem Kreditnehmer.
      Mehr nicht.

      Die Bank täuscht den Kreditnehmer, indem sie ihm keine Franken gibt, sondern ihm sagt: Paß auf, ich schulde Dir nun die Franken.

      Für die nicht gegebenen Franken muß der Kreditnehmer nun Zinsen zahlen und Tilgung leisten. Das kann man auch als Betrug nennen. Er zahlt für eine nicht erbrachte Leistung.

      Bitte lesen Sie alle meine Beiträge zu diesen 4 Artikeln (3 verlinkt) des @Marc Meyer, Dr.

      Freundliche Grüsse
      Haldimann

    • @Haldimann

      Die Bank gaukelt das ihren Gläubigern gar nicht vor. Die interessiert das heutzutage nur nicht mehr. Früher war das die goldene Bankregel, sprich Fristenkongruenz. Sie werden wohl Recht haben, dass die heute nicht mehr so genau eingehalten wird. Aber braucht sie auch nicht. Solange im bestehenden System die Bank ihre Aktiven, bzw. Teile davon bei der Notenbank belehnen lassen kann, wird sie immer genügend Bargeld beschaffen können. (Wie werthaltig dieses Bargeld auch immer sein mag.) Deswegen wird ja auch die Liste der notenbankfähigen Papiere immer länger. Schlussendlich kann man alles belehnen lassen. Selbst die Badbank der WestLB und Alpe Adria.

      Habe zwar nichts geschrieben zu Banken in Griechenland, aber janu. Was meinen Sie mit „eine Bank ist reich?“ Eine Bank hat grösstenteils Ausleihungen und Einlagen. Darauf verdient sie nen Zinsspread und die Differenz ist EK. (Hoffentlich). Muss Sie abschrieben schrumpft es. Das passiert in Griechenland weil alles überschuldet ist und eigentlich Konkurs gehen müsste. Wie sie richtig sagen bleibt bei der Liquidation nicht genug übrig um die Einleger zu bedienen welche das natürlich merken und die Kohle abheben wollen. Griecheland hat keine eigene Zentralbank und ist somit in derselben Situation wie immer wenn früher Emerging Markets in einer Fremdwährung verschuldet waren. (Geht nur darum welche Ausleihungen die Zentralbank als Pfand akzeptiert, Beim Beispiel Griechenland ist schön zu sehen, dass das auch politisch ist. (Russische Pipeline, Militärstützpunkte, Seewege, etc.) Griechenland ist auch nicht mehr Konkurs als alles Andere in Europa.

      Das mit dem Goldstandard habe ich mitbekommen.

      Natürlich ist das Pfand ein Druckmittel um den Zins zu zahlen. Ist ja der Sinn der Sache.
      Bei aller teilweise berechtigter Kritik sollten Sie nicht vergessen, dass ein flexibles/freies Kreditwesen/Banksystem seine Berechtigung hat. Sein Ursprung kommt aus der Agrarwirtschaft, als alle den Kreditbedarf im Frühling hatten, aber kein Geld, und im Herbst alle das Geld aus den Ernten aber kein Kreditbedarf.

      In einem freien System (ohne Bargeldkontrollen, etc etc etc etc etc.) war ja keiner gezwungen sein Geld auf die Bank zu bringen. Man konnte es auch im Tresor lassen. Mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn man es einer Bank ausleiht um ein Zins zu bekommen, leiht es die Bank weiter. Wenn man es der falschen Bank brachte, mehr Zins wollte, ging man grössere Risiken ein. Das muss so sein in einer freien Marktwirtschaft mit Selbstverantwortung, Freiheit und Frieden. Ohne Pfand und Zins wird nie jemand sein Geld verleihen. Ist ziemlich Feudalistisch. Der Reichtum ist auf ewig verteilt und es gibt 0 Fortschritt auf der Welt. (Natürlich könnte man philosophieren ob das nicht besser wäre…)

  24. Europa wird gerade in unglaubliche Konflikte gestoßen: arm gegen reich, Inländer gegen Ausländer, jung gegen alt, Zerstörung von Agraflächen, Ausnutzen des Umweltbewußtseins der Leute zum Geschäftemachen,…
    und Sie beschäftigen sich mit solchen Kinkerlitzchen?!
    Die besten Köpfe werden gebraucht, um die Gesellschaft vor Krieg und Armut zu bewahren.
    Havenstein hat doch alles gesagt. Stecken Sie die Köpfe nicht mehr in den Sand. Packen Sie die wahren Probleme an! Bitte! Jetzt!

    • @Gast aus Österreich,

      Die Menschen werden zwar mit Propaganda zugemüllt und gleichzeitig verweigern sich viele den Betrug sehen zu wollen. Sobald weniger Interessierte auch nur annähernd an die Möglichkeit eines Zusammenbruchs herangeführt werden können, schalten diese ab und widmen sich lieber der Balkonbepflanzung, Fussball und anderen Dingen – nichts gegen diesen schönen Zeitvertreib, aber leider gänzliche Ignoranz des Offensichtlichen.

      Das Problem in Europa ist der Opportunismus, der Herdentrieb und die Feigheit. Würden Juristen und die Exekutive den Gesetzen gemäss handeln, gäbe es z.B.: keine Giralgeldschöpfung mehr, es gäbe auch viele Regierungschefs und Zentralbank Direktoren nicht mehr, diese wären längst hinter Gitter.

      Was ein Draghi, Jordan &. Co. mit diesem Privileg machen, kann jeder sehen.

      Der Staat könnte gesetzlich festlegen, dass jeder Bürger, der Lust dazu hat, seine eigene Währung emittiert. Genau das fordern die „Österreicher“, wie Sie wohl wissen dürften.

      Der Staat könnte aber auch eine vierte Staatsgewalt erlauben, welche man Monetative nennt und diese Monetative würde das gesetzliche Zahlungsmittel herstellen und es dem Staat schenken, welcher es über die öffentlichen Ausgaben in Umlauf bringen würde.

      Geld muss nicht Kredit sein, man kann Geld auch als Leistungsquittung herstellen. Geld ist eine Schöpfung des Gesetzes, eine Übereinkunft von Menschen, ein Sache des Vertrags. Nirgendwo steht geschrieben, dass Geld ein Schuldschein sein muss.

      Das sind keine „Kinkerlitzchen“, daraus sind schon sehr viele Kriege hervorgegangen…

      Ein Kredit (abgeleitet vom lateinischen credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und Glauben Anvertraute“) ist die Gebrauchsüberlassung von Geld (Banknoten, Münzen, Giralgeld) oder vertretbaren Sachen (Sachdarlehen) durch den Kreditgeber auf Zeit.

      Quelle
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kredit

      Die Bank gewährt einen Kredit, sie „schöpft“ ihn nicht, wie dieser Dr. Marc Mayer behauptet.

      Im Text von Rechtsanwalt Scharpf wird nachgewiesen, dass die Bank den Kreditnehmer bei der Gewährung des Kredits betrügt, weil sie kein gesetzliches Zahlungsmittel an den Kreditnehmer übergibt, sondern nur Giralgeld auf einem Bildschirm schreibt.

      Quelle:
      http://geldhahn-zu.de/

      Was dieses Giralgeld im realen Leben wert ist, sehen wir in Griechenland. Die Banken verwehren ihren Kunden den Zugang zu deren Geld. Die Kunden sind der Ansicht, dass das Giroguthaben identisch mit gesetzlichem Zahlungsmittel ist und sie haben geglaubt, dass die Bank ihre Verpflicht des täglichen Auszahlens auf Anforderung der Sichtguthaben erfüllen wird.

      In Griechenland sehen wir, dass die Banken die Kunden betrügen, denn sie haben nur einen Bruchteil an gesetzlichem Zahlungsmittel, gaukeln aber ihren Kunden vor, sie hätten jederzeit genug davon.

      Lesen Sie mal, was dieser Dr. Marc Mayer über Vollgeld schreibt:

      https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

      Ich bin kein Vollgeldvertreter, aber dieser Dr. Marc Mayer kommt auf den Unsinn, ich würde von der Vollgeld-Initiative bezahlt, – ohne dabei einen einzigen Gegenargument vorzutragen.

      Ich habe mir die Mühe gemacht, diesen Artikel des Dr. Marc Mayer anzuschauen und schon bei der ersten Frage läuft es jedem kalt über den Rücken, der das Geldsystem verstanden hat.

      Wie gut, dass es in der Schweiz noch Menschen mit Charakter gibt, welche gegen dieses System vorgehen. Gemeint sind die Unterstützer des Vollgeldes.

      Die Bank im Vollgeldsystem sammelt Kapital (= Vollgeld) von Leuten, die gerne Zinsen verdienen möchten. Dieses Vollgeld verleiht die Bank an Kreditnehmer.

      Im Gegensatz zum heutigen System gibt es keinen Bankrun, es gibt kein Clearing, es gibt keine Angst, dass man nur noch 60 Euro am Automaten ziehen kann wie in Griechenland. Es gibt keine Kreditblasen, es gibt keine Finanzkrisen, welche ganze Länder in die Armut stürzen.

      Hier ist die juristische Einschätzung eines SPD-Analysten, der zu meinem großen Erstaunen Ahnung vom Geldsystem hat.

      Pan Pawlakudis
      Juristische Wertung der privaten Geldschöpfung
      http://www.spd.de/profil/15711666/blog/juristische-wertung-der-privaten-geldschpfung

      Mehrmals hier in diesem Forum wurde schon bewiesen, wie starrköpfig dieser Marc Mayer, Dr., auf seinen nachgewiesen falschen Behauptungen besteht. Irgendwann antwortet ihm keiner mehr. Das interpretiert er dann als „Sieg“. Dümmer geht es nicht.

      Grüsse
      Haldimann

    • @Haldimann

      Früher regelte der Markt das ganz automatisch und einfach.
      Durch Goldstandard konnte die Zentralbank ihre Bilanz nicht verlängern, bzw. nur durch Kauf von Gold, was jedoch eine Abwertung der Währung bedeutete, Verteuerung des Lebens für die Bevölkerung. (USA 1933, CH 1937)
      Somit konnten Banken nicht einfach am Leben erhalten werden indem man ihnen unendlich neues Geld zur Verfügung stellt, bzw. den konkursiten Ramsch zu pari abkauft oder weiter belehnt.
      Eine Geschäftsbank konnte zwar fractional banking betreiben so viel sie wollte, aber relativ schnell wurden die Einleger, Depositen skeptisch, zogen ihr Geld ab und aus war’s. Es gab zwar jeweils auch Booms, Uebertreibungen und dann Konkurse, aber genau das disziplinierte das System natürlich und früh genug.
      Die Einleger würden sich gut überlegen zur welcher Bank sie ihr Geld bringen, die Bilanzen studieren, den guten alten Gerüchten am Stammtisch, Business Clubs, etc zuhören. Bei den feinen alten Privatbankiers ala Bär und co wäre es nie möglich gewesen, dass die Bankangestellten mit shiny cars, etc. rumfahren. Understatement war eine Auswirkung aus dieser Zeit. (Auch geschäftsfördernd. Auch beim Klempner ist man weniger geneigt den Preis runterzuhandeln wenn er so aussieht als wär er ne arme Sau…)

  25. @Kasperli,

    Sind Sie zu doof, um ganz einfache Sachverhalte nicht zu erkennen ? Sie sollten nicht den Fehler machen, einfach Behauptungen zu übernehmen, sonst geht es Ihnen so wie Dr. Marc Mayer und Sie verzapfen Unsinn, weil Sie gar nicht wissen, was ich wirklich geschrieben oder gesagt hat.

    Weshalb diskutieren Sie hier überhaupt mit, wo Sie doch offensichtlich noch nicht einmal die Giralgeldschöpfung und das 2-stufige Geldsystem verstanden haben ?

    Stellen Sie Fragen oder lesen Sie darüber, um die Grundlagen zu verstehen. Es wurden genügend links gepostet.

    Das Sie vermulich als Dr. oec. Elite-Uni zu faul sind zu lesen, nochmals eine kurze Zusammenfassung.

    Dieser Dr. Meyer benutzt den Begriff „Buchgeld“ für 2 völlig unterschiedliche Dinge und erweckt damit den Eindruck, dass es keinen Unterschied macht, ob es um ZB-Guthaben oder Guthaben auf dem Girokonto bei der Geschäftsbank handelt.

    Seine Definition von Buchgeld ist total falsch.
    Das Sichtguthaben einer Geschäftsbank bei der SNB ist nicht dasselbe wie das Sichtguthaben einer Nichtbank bei einer Geschäftsbank.

    Dass er beides gleichsetzt, ist entweder eine bewusste Lüge von ihm, oder er hat das Geldsystem immer noch nicht verstanden.

    Für die Laien hier:
    Das Sichtguthaben einer Geschäftsbank bei der SNB bedeutet der Anspruch auf Auszahlung von Bargeld gegenüber der Zentralbank.

    Das Sichtguthaben einer Nichtbank (so werden alle genannt, welche keine Bank besitzen, also wir kleinen Leute, welche ohne Bankkonto nicht mehr existieren können) ist der Anspruch auf Auszahlung von Bargeld gegenüber der Geschäftsbank.

    Die beiden Definitionen hören sich irgendwie ähnlich oder sogar identisch an, das ist aber ein Irrtum, eine Täuschung, denn die SNB kann immer das angeforderte Bargeld liefern, die Geschäftsbank jedoch nicht.

    Bei der Geschäftsbank reicht schon eine gewissen Anzahl von Kontoinhabern, welche Überweisungen tätigen oder Bargeld abheben, um das System, das alle Banken betreiben, ans Licht kommen zu lassen.

    Die Banken haben nämlich nur einen Bruchteil an Bargeld. Sie gaukeln den Kunden jedoch vor, dass jeder Kunde jederzeit sein Guthaben abheben kann, wozu sie gesetzlich auch verpflichtet sind.
    In Wirklichkeit haben sie das Guthaben nicht, dass ist ihr Geschäftsmodell.

    Auf dieses nicht vorhandene Bargeld verlangen die Banken aber Zinsen. Wer also das ZB-Guthaben einer Bank mit dem gleichen Begriff benennt wie das Guthaben einer Nichtbank auf dessen Girokonto bei einer Geschäftsbank, ist ein Täuscher. Da kann er sich Doktor, Professor oder sonstwas nennen, er ist ein Mensch, der die Menschen in die Irre führt.

    Nur Zentralbankgeld ist echtes Geld, wie es im Umlauf gelangt habe ich hier erklärt:

    https://insideparadeplatz.ch/2015/10/07/snb-studienzentrum-gerzensee-waere-als-fluechtlingsheim-volkswirtschaftlich-sinnvoller/

    https://insideparadeplatz.ch/2013/09/25/die-snb-und-das-maerchen-von-der-geldschoepfung/

    https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

    Sie,@Kasperli, schreiben:

    „Belegen Sie zuerst einmal einen Grundkurs in Doppelter Buchführung und einen weiteren in Offenmarktpolitik. Dann gehen auch Ihnen vielleicht ein paar Lichtlein auf.“

    Wie kommen Sie auf diese absurde Behauptung ?
    Denken Sie, die SNB sei ein Flohmarkt ?

    Die SNB akzeptiert nur notenbankfähige Sicherheiten. Sie können die aktuelle Liste auf der Webseite der SNB, Bundesbank oder der EZB runterladen. Der größte Teil auf dieser Liste sind Staatsanleihen, also Schuldurkunden, wo noch gar nichts geleistet wurde, sondern die Leistung in der Zukunft liegt.

    Die Behauptung des Dr. Marc Meyer, dass die arbeitenden Menschen in Wirklichkeit das Geld erschaffen, ist komplett falsch. Denn per Gesetz erschafft nur die SNB das Geld, indem sie Pfänder, welche ihnen die Banken vorlegen, monetisieren.

    Die arbeitenden Menschen schaffen die Werte, leisten die Arbeit, aber dieses Systems, hat dafür gesorgt, dass die Menschen von der Erschaffung des Geldes abgetrennt wurden. Die Erfinder dieses Systems haben die Banker dazwischengeschaltet, welche sogar dem Staat Zinsen abknöpfen.

    Also erzählen Sie hier nicht wie eine Gebetsmühle Ihren Unsinn,

    Freundliche Grüsse
    Haldimann

    • @Haldimann
      O.k . Die SNB monetisiert Pfänder. Aber wieso um Himmels Willen verklappt sie unsere wertvollen Schwyzer Fränkli ins Ausland, indem sie Fremdwährungen bis zum Abwinken kauft? Die Idee dahinter ist, wie wir unterdessen alle wissen, schlicht anachronistisch. Man könnte auch sagen: ein bodenloser Blödsinn und frevelhaft. Wollen wir die Schweizer Wirtschaft stärken würde ich zuallererst einmal bei den Steuern ansetzen, speziell bei den Bundessteuern. Dafür braucht es keine dicken Professoren, welche um fitt zu bleiben, dem SNB – Monopoly frönen.
      P.s. Ihr Kommentar an “ Kasperli “ ist sowas von saumässig, dass ich mich frage, was für ein Spiel sie hier spielen.

    • @Rolf Laager

      Das habe ich alles schon lang und breit erklärt. (Beiträge zu den verlinkten Artikeln des Dr. Marc Meyer).

      Sie plappern diesen Dr. Marc Meyer einfach nach. Sie haben doch selbst ein Intellekt, oder?

      Die Professoren und Doktoren (inkl. Jordan und Meyer) können Sie in die Tonne werfen!

      Dieser Dr. Marc Meyer weicht der Tatsache aus, dass die Bank keinen Vermögenswert verpfändet oder verkauft, sondern einen Schuldschein. Ein Vermögenswert wäre eine Immobilie, Goldbarren oder sonstige Dinge.

      Wir haben es mit einem windigen Spaßvogel (Dr. Marc Meyer) zu tun, der es als Aufgabe betrachtet, dem System einen tieferen Sinn zu geben. Die andere Möglichkeit, dass es sich um Schwachsinnigkeit handelt, schließe ich zu Gunsten der Person vorerst aus.

      Also macht es Sinn, unabhängig von der Person deren Auftritt ernst zu nehmen, aber dessen ungeachtet bringt es uns weiter, seine Halbwahrheiten und Märchen weiter aufzudecken.

      2013 hat allein die berufliche Vorsorge (2. Säule) 63 Milliarden Franken (10% des BIP) eingenommen und 46 Milliarden Renten und andere Leistungen ausbezahlt.

      Quelle: Bundesamt für Sozialversicherung

      Dazu kommen noch weitere rund 40 Milliarden aus der 3. Säule und dem privaten Sparen. Diese wurden nicht in der Schweiz genutzt, denn im selben Jahr wiesen die Unternehmen und der Staat per Saldo einen kleinen Überschuss aus. Folglich ging die (Allokation) nur mit Exportüberschüssen und dem Ausland als Schuldner. Wer Exportüberschüsse erzielen will, braucht Schuldner – und das sind nun mal Defizit- bzw. Weichwährungsländer. Geht bei Ihnen ein Licht auf Herr Laager?

      Quelle: Bundesamt für Sozialversicherung und Seco

      Ich warte auf Ihre Antwort, um Ihnen den 2. Teil zu offenbaren,

      Freundliche Grüsse
      Haldimann

  26. Deswegen ist bei einer Golddeckung die Menge der Zettel abhängig von der Menge des Goldes, was ein limitiertes Gut ist.
    Bei der Rentenmarkt hypothetisch die Menge der Immobilien. Bei ner Roggenmark die Menge des Roggen.
    Government debt is pretty different. Ist unbeschränkt. MBS, LBS, ESM etc. Desto mehr Subjekte notenbankfähig werden, desto mehr Zettel gibt es.
    (Im Beispiel der Schweiz finanziert man mit der Ausgabe von „Zetteln“ (noch) nicht den eigenen Kaiser, sondern den vom Nachbarreich. Speziell intelligent!

  27. @ Herrn Dr. Meyer,

    Sie haben ja schon Recht mit Ihrer Gegenbuchung auf der Aktivseite, bzw. die Notenbank muss für das emittierte Geld was kaufen. (Gold, Aktien, Immoblien, Staatsanleihen, Euro’s, Kredite an Geschäftsbanken, etc.)
    Somit kann sie nicht einfach Geld schöpfen, sondern muss es auch verleihen. (Ein Bondkauf ist ja eigentlich kein Kauf eines Assets, sondern das gewähren eines Kreidtes.)

    Glauben Sie mir, der Finanzbedarf von Politikern ist unerschöpflich. Man braucht wirklich keine Angst zu haben dass diesen Wesen die Ideen ausgehen…

  28. Goethe bezeichnete das Stück ja nicht ohne Grund als Tragödie.
    Der Zynismus darin ist offensichtlich.
    Goethe weist warnend auf die unausweichlichen Folgen der Zettelwirtschaft hin. (Dies nachdem er diese und dessen Auswirkungen an verschiedenen Orten studiert hatte. Zum Beispiel in Frankreich, John Law lässt grüssen.)
    Dasselbe gilt übrigens für Herrn Weidmann.
    Ihm ist hoch zu anzurechnen, dass er als einziger moderner Zentralbanker das Kind beim Namen nennt. (Im Gegensatz zu allen Anderen, inklusive die Heerscharen von Professoren, Geldtheoretikern, Bankern, Politikern, etc.
    Aber eben, wer schlachtet schon die Gans die goldene Eier legt….

  29. Nachdem Sie, Herr Dr. Marc Meyer, Goethe als „tragischen Ökonomen“ bezeichnen, antworte ich sinngemäss und unter Spiegelung Ihres abschätzigen Vokabulars:

    Herr Dr. Marc Meyer: Sie sind ein „tragikomischer Ökonom“.

    Ich nehme an, dass Sie das ertragen können, da ich sinngemäss Ihre Worte, die Sie auf Goethe sel. anwenden, an Sie mit einem bedenkenswerten Zusatz rück-adressiere .

    Ich weiss, dies ist kein ökonomisch-wissenschaftliches Argument; ich halte es aber so wie Sie es mit Goethe halten, was auch kein wissenschaftliches Argument ist. Wenn Sie das als Polemik auf Ihre Person bezeichnen, dann müssen Sie sich selber bei der Nase nehmen, da Sie auf eine verstorbene Person polemisieren und Sie dann, wenn man’s bei Ihnen tut, die „beleidigte Leberwurst“ spielen.

    Damit Sie sich nicht auf eine literarische Auseinandersetzung freuen, teile ich Ihnen gerne mit, dass sich damit mein unfreundlicher Austausch mit Ihnen erschöpft hat, und ich keine weiteren Kommentare auf Ihre allfällig polemische oder anders abartige Antwort „nachschieben“ werde und mich auch nicht mit Ihnen weiter auseinandersetzen möchte. Dem Faust zuliebe. Adieu und gute Zeit!

    Mit freundlichen Grüssen
    Germanist (ehemaliger Schüler bei Herr Professor Emil Staiger sel., Uni Zürich)

  30. @Leserinnen und Leser

    In eigener Sache:

    In den nächsten Tagen werde ich aus Zeitgründen unmöglich dazukommen, Kommentare zu beantworten.

    Einige der bisherigen Kommentare sind Schulbeispiele für die unglaubliche Arroganz, welche von Vertretern der heutigen Geldtheorie ausgeht.

    „Mephisto“ hätte seine Freude daran.

    Da es aber um viel geht, bitte ich die Leserinnen und Leser, meine Argumente sorgfältig zu prüfen. Auch bitte ich die Zentralbanken, nun endlich ihre Geldtheorien zu überdenken.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Marc Mayer, Dr.,

      Sie haben nun kein einziges Argument vorgetragen. Damit können Sie niemanden überzeugen.

      Begründen Sie Ihre Behauptungen oder schweigen Sie.

      Also, bitte hören Sie mit Ihren diffusen Behauptungen auf und halten sich an die Realität. Sie haben noch enormen Nachholbedarf in einigen Bereichen. Nutzen Sie die Zeit, sich zu bilden, anstatt hier herumzukläffen mit Texten, die Sie nicht verstanden haben.

      Und dann entscheiden Sie sich, was Sie den Menschen verkünden wollen.

      Tauschmittel oder Zahlungsmittel ?

      „Wir“ als Geldschöpfer oder die SNB als Geldschöpfer ?

      Sie haben Pregetter, Hörmann und mich nicht widerlegt, @Marc Meyer, Dr, sondern eine Behauptung aufgestellt und diese dann verurteilt.

      Ich konnte bisher in den Schriften von Hörmann und Pregetter nichts Falsches finden.

      Wenn Sie ihn schon widerlegen wollen, dann bitte zitieren Sie ihn, so dass jeder nachschauen kann, ob das Zitat von ihm ist und ob Sie es aus dem Zusammenhang reißen, um ihn zu diffamieren.

      Alles andere ist Pfuscherei und genau das haben Sie eben abgeliefert.

      Ich warte….
      Haldimann

  31. @Zurbuchen und Haldimann: Jetzt ist hier aber wirklich genügend BS verfasst worden von Ihnen! Belegen Sie zuerst einmal einen Grundkurs in Doppelter Buchführung und einen weiteren in Offenmarktpolitik. Dann gehen auch Ihnen vielleicht ein paar Lichtlein auf. – Ich bin sicher, dass weder Yellen noch Jordan noch Draghi noch die „Experten“ von SRF wie Straumann – obwohl alles Oekonomen – die Grundsätze der Doppelten Buchführung jemals gelernt haben, da das ja bloss etwas für die „KV-Schüler“ ist. Viel lieber gibt man sich mit „hochakademischen“ Theorien ab, die man nachplappern und diskutieren kann, und merkt nicht, dass diesen oft das reale Fundament fehlt. – Ich gehe wirklich davon aus, dass wir in der SNB, EZB, FED auf dem Papier und in der öffentlichen Wahrnehmung „hochintelligente Conferenciers“ beschäftigen (es kann ja nicht sein, dass ein Prof. ein ahnungsloser Bluffer ist…), die in Tat und Wahrheit wenig wirkliche Ahnung haben. Traurig, aber so ist es. MfG. Dr. oec. Elite-Uni

    • @Kasperli

      Vielen Dank!

      Ich hoffe, die Angesprochenen kommen einmal von ihrem hohen Pferd herunter.

      Es ist allerhöchste Zeit.

      mfG

    • Haha Kasperli, geben Sie doch diesen Typ mal sämtlichen Notenbankern. Die sollen doch mal die Grundlagen doppelter Buchhaltung lernen, gell? Überhaupt alle Leute ausser dem Kasperli und dem Dr. Marc Meyer müssten mal die Grundlagen beigebracht werden. Kasperli for Vice-President!

  32. Herrlicher Artikel: „Auch Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, oder Janet Yellen, Chefin der US Federal Reserve, unterliegen demselben Irrtum.“

    Überhaupt alle, alle Notenbanker, alle Wirtschaftswissenschaftler, selbstverständlich Keynes, kurz die ganze Welt. AUSSER unser neuer Messias, der Herr Marc Meyer aus der Schweiz, Lehrer am Wirtschaftsgymnasium, Publizist und Ökonom! Der weiss es besser als die ganze Welt! Er ist der Lehrer der Menschheit, er hat durchschaut, woran alle anderen scheitern, weil nur er begreifen kann was niemand begreift! Marc Meyer for President! Ein Mystiker unserer Zeit, dem selbst verborgenste Einsichten zugänglich sind!

    • @Xavier Zurbuchen

      Wie einfach Sie es sich machen.

      Kein wissenschaftliches Argument – nichts.

      Frage an Sie, Herr Zubuchen: Kann eine Zentralbank „Geld aus dem Nichts schaffen“ und dieses Geld als „Finanzkraft“ der Zentralbank betrachten?

      Ja oder nein?

      Die Herren Weidmann und Jordan tun das. Ich habe die Zitate geliefert.

      Und was ist Ihre Meinung Herr Zurbuchen?

      Bitte um eine konkrete Antwort.

      mfG

    • @Zurbuchen

      Noch etwas Herr Zurbuchen:

      Ihre Zeilen belegen die unglaubliche Arroganz der Zentralbanken, die sich selber als unfehlbar halten – und sie zeigen zudem Ihre Unterwürfigkeit diesen Institutionen gegenüber.

      Beides passt zusammen.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Xavier Zurbuchen,

      Das wäre ein Thema für uns genauso wie seine These, daß eine Zentralbank pleite gehen kann. Diese These halte ich für falsch, weil Insolvenz der SNB bedeuten würde, daß die SNB nicht genügend Zahlungsmittel = Zentralbankgeld hat. Dabei ist genau das nie möglich, weil die SNB jederzeit neues Geld herstellen kann und deshalb niemals insolvent sein kann, auch wenn die Buchhaltung „feststellt“, daß das Eigenkapital negativ wird.

      Nachdem Dr. Meyer dann sein Täuschungsmanöver gefahren hat, kommt er gleich mit dem nächsten Angriff auf die Intelligenz der Leser, indem er in den verlinkten Artikel schreibt:

      „Schon x-mal habe ich auf diesen Seiten erklärt, dass Geld kein Kredit der Notenbank an die Wirtschaft darstellt, sondern umgekehrt eine Kreditaufnahme der SNB bei der Wirtschaft.“

      Also, noch einmal:
      Die Bank schließt einen Kreditvertrag mit der Zentralbank, in dem sich die Bank dazu verpflichtet, ein Pfand zu stellen und das geliehene Geld zu einem fixen Termin plus Zinsen zurückzuzahlen.

      Was verleiht die Zentralbank an die Bank ? Antwort: Das gesetzliche Zahlungsmittel. Unbar ist es Guthaben der Bank auf ihrem ZB-Konto.
      Die Bank kann sich das Guthaben jederzeit in bar auszahlen lassen.

      Aus dieser Kreditaufnahme der Bank bei der SNB macht dieser Dr. Meyer das Gegenteil. Er behauptet, daß in Wirklichkeit die Zentralbank einen Kredit von der Bank bekommt.

      Die Begründung für diese völlig falsche Darstellung des Dr. Meyer ist – wen kann das noch erstaunen – die Buchhaltung.

      Es fällt beim Durchlesen auf, daß er ständig Zentralbankguthaben mit dem Sichtguthaben bei den Banken in einen Topf wirft. Alleine das zeigt schon, daß er entweder das 2-stufige Geldsystem überhaupt nicht verstanden hat oder die Menschen bewußt in die Irre führen möchte.

      Ein Kernsatz von Dr. Meyer ist dieser:

      „Bei negativem Eigenkapital der SNB ist das Vermögen der SNB kleiner als die Schulden der SNB. In diesem Fall kann die SNB ihre Schulden bei den Gläubigern nicht mehr vollständig zurückzahlen.“

      Ich habe den Verdacht, daß Dr. Meyer tatsächlich eine eigene Parallelwelt aufgebaut hat, aus welcher er die Realität verzerrt wahrnimmt.

      Seine Hauptargumente gegen Realisten sind:
      a) Sie haben keine Ahnung von Buchhaltung
      b) Es widerspricht den mir bekannten Regeln der Buchhaltung, deshalb kann es nicht sein.
      c) Die Buchhaltung ist Naturgesetz, dagegen kommt niemand an.

      Dazu kommen gezielte Verdrehungen, Auslassungen und andere üble Taktiken, um Kritiker und Andersdenkende zu diffamieren und zu diskreditieren.

      Daß es bei Geld schon bei der Definition dessen, was Geld ist, Streit gibt, verwundert nicht, denn mittels des Geldes wird die Herrschaft in jeder Gesellschaft (außer bei selten gewordenen Stammesgesellschaften im Urwald, welche kein Geld kennen und auch nicht benötigen) ausgeübt. Wer die Kontrolle über das Geld – insbesonders die Herstellung des Geldes – besitzt, übt die Macht aus.

      Weil es um die politische Macht geht, beginnt der Kampf um diese Macht schon bei den Theorien über das Geld.

      Freundliche Grüsse
      Haldimann

    • Lieber Herr Dr. Meyer, es ist offensichtlich, dass Ihre „Einsichten“ rationalen Argumenten nicht zugänglich sind. Die extrem einseitige Argumentation und der absolute Wahrheitsanspruch, der an Papst Pius XII erinnert, stehen komplett quer in der Landschaft. Sie blenden eine ganze Reihe von wichtigen Argumenten einfach aus, Sie machen es sich extrem einfach, von einer phänomenologischen Haltung kann nicht die Rede sein. Was (hinten) raus kommt, steht von vornherein fest, Sie schreiben ein Traktat, in welchem Sie alles passend machen damit es sich ihrer Apriori-Wahrheit fügt und ausblenden oder verdrehen, was nicht hineinpasst. Den Eindruck eines leicht fanatisierten Eiferers und Gläubigen hinterlassen Sie durch und durch. Selbst wenn ich mir die Mühe machen würde, Ihre Argumentation zu widerlegen, weiss ich leider schon jetzt, dass sie auf diese gar nicht eingehen werden, gar nicht können. Denn dies ist für Sie offensichtlich eine Lebenswahrheit von existentieller Bedeutung. Sie sehen sich ja gar als Kopernikus. Ein Kopernikus stellt sich nicht zur Debatte. Denn er weiss mit absoluter letztgültiger Sicherheit, was er weiss, und er weiss ebenso, dass alles andere Lüge und Unwahrheit ist. Ihre sozialwissenschaftlichen Thesen auf eine Ebene mit solchen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu stellen, zeugt von totaler Hybris.

  33. @“Thomas Haldimann“ alias alias

    Sie behaupten, Buchhaltung sei Betrug

    Sie sind der einzige hier, der das behauptet.

    Bitte hören Sie auf. Ich mag nicht auf solch unqualifiziertem Niveau diskutieren.

    • @Marc Meyer, Dr.

      „Sie behaupten, Buchhaltung sei Betrug. Sie sind der einzige hier, der das behauptet.“

      Franz Hörmann musste den Chef der österreichischen Notenbank darüber aufklären, weil dieser nicht einmal wusste, was Eigenkapitel in der Bilanz ist.

      Eigenkapital ist bereits Täuschung und Betrug, deshalb ist jede Bankbilanz nichts als Täuschung und Betrug.

      Wenn Sie ein echter Wissenschaftler wären, was ich ernsthaft bezweifle, hätten Sie sich mit der wissenschaftlichen Kritik der doppelten Buchhaltung beschäftigt und herausgefunden, was es damit auf sich hat.

      Sie können uns hier ja mal verraten, was das „Eigenkapital“ der Geschäftsbank ist, @Marc Meyer, Dr.

      Nachlesen können Sie das alles bei Franz Hörmann, den link habe ich oft genug gepostet. Zur Erinnerung nochmals:

      http://www.antibilanz.info/

      http://www.franzhoermann.com/

      http://inflationsschutzbrief.de/geldschoepfung-prof-richard-werner-widerlegt-mainstream-theorien/

      Sie argumentieren unklar, verwechseln Buchgeld mit Bargeld und werfen mir dann vor, ich hätte Ihre unklaren Beweisführungen nicht verstanden und dass es Ihnen zu blöd sei ?

      Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht, @Marc Meyer, Dr.
      Entweder Sie sind selbst verwirrt und können deshalb nichts dafür, oder es macht Ihnen Spass, die Mitmenschen zu verwirren mit Ihren falschen Darstellungen.

      Ich kommentiere jetzt nur den ersten Unsinn in Ihrem absurden Kommentar, weil Sie ohnehin kein Interesse daran haben, Ihre falschen Vorstellungen zu hinterfragen.

      Wissen Sie nicht, was das Konto einer Bank bei der SNB bedeutet und welche Funktion es erfüllt ?

      Das Guthaben auf diesem Konto bedeutet, dass die SNB der Bank auf Anforderung die geforderte Summe in bar auszahlen muss.
      Das Guthaben ist aus Sicht der SNB eine Schuld gegenüber der Bank.
      Diese Zahl auf dem Konto ist aber kein Bargeld, wie Sie behaupten und dann nicht verstehen, dass ich genau das sage.

      Wenn die Bank zur SNB sagt: Ich will 20.000 Franken von meinem SNB-Konto bei Dir abheben, belastet die SNB das Konto mit 20.000 Franken und schickt einen Geldtransporter mit den Banknoten zur Bank. Dann hat die Bank die Banknoten in der Hand und die SNB schuldet der Bank gar nichts mehr.

      Wie ist es möglich, dass Sie diesen einfachen Vorgang nicht verstehen ?

      Und wie ist es möglich, dass Sie nicht verstehen, dass die Banken nur einen Bruchteil der Sichtguthaben mit Bargeld oder ZB-Guthaben besitzen und deshalb etwas vorgaukeln, wenn sie auf das gar nicht vorhandene Bargeld (oder ZB-Guthaben) Zinsen vom Kreditnehmer kassieren ?

      Ihre Argumente sind:

      „P.S. Und bitte melden Sie sich nicht wieder unter einem neuen Namen – es langweilt mich.“

      Was soll das sein? Sie haben jetzt absolut nichts zur Diskussion beigetragen, außer dümmlichen Sprüche ohne Substanz.

      Bringen Sie mal Argumente!. Zumindest bei mir kommen Sie an den Falschen, denn ich habe im Gegensatz zu Ihnen das Geldsystem verstanden. Wenn mich ein Mensch wie Sie angreift, bekommt er das Echo zurück. Es gibt allerdings auch anständige Menschen auf der Welt. Diese stellen Fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben oder sie tragen Argumente vor. Solche Menschen werden nie Probleme mit mir haben. Leute wie Sie, @Marc Meyer, Dr., die schon beim ersten Posting scharf agieren, bekommen von mir das, was sie verdienen.

      So, nun fangen Sie mal an, wie ein Mensch zu agieren und erklären Sie mir, was Sie an meinen Aussagen sachlich zu kritisieren haben.
      Danke.

      Haldimann

  34. @Marc Meyer, Dr.

    Sie schreiben an @havenstein:

    „Die Zentralbanken können dann nicht einfach Geld drucken, wie Mephisto, der Teufel im barocken Märchen von der Geldschöpfung aus dem Nichts, behauptet. Jens Weidmann, der Chef der Deutschen Bundesbank sollte sich das einmal überlegen. Das gilt auch für unseren SNB-Chef Thomas Jordan.“

    @Marc Meyer, Dr.Sie sind zwar davon überzeugt, Sie würden etwas stichhaltig erklären, aber das kann ich leider nicht nachvollziehen. Ihre Thesen habe ich den verlinkten Beiträge widerlegt. Zu diesen haben Sie keinerlei Stellung genommen, sondern Sie kommen jetzt mit Ablenkungsmanövern daher. So läuft das nicht, @Marc Meyer, Dr.

    https://insideparadeplatz.ch/2015/10/07/snb-studienzentrum-gerzensee-waere-als-fluechtlingsheim-volkswirtschaftlich-sinnvoller/

    https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

    https://insideparadeplatz.ch/2013/09/25/die-snb-und-das-maerchen-von-der-geldschoepfung/

    Hier bringen Sie unnötig Verwirrung in die Angelegenheit. Nicht Bargeld ist eine Schuld der ZB, sondern das Guthaben der Bank auf deren ZB-Konto. Wenn die Bank Bargeld von ihrem ZB-Konto abhebt, schuldet ihr die ZB nichts mehr. Das Bargeld selbst repräsentiert einen Teil einer Schuldurkunde, welche eine Bank an die ZB verpfändet hat.

    Der „Vermögenswert“ ist fast immer ein Schuldschein, eine Staatsanleihe. Unter „Vermögenswert“ stellt sich der Laie ein Haus, einige Goldbarren usw. vor.

    Das gesetzliche Zahlungsmittel hat seine „Deckung“ oder seinen „Wert“ also nicht aufgrund einer bereits erbrachten Leistung, wie Sie immer schreiben, sondern aufgrund eines Leistungsversprechens in Form eines Schuldscheins, wobei die Leistung erst in der Zukunft erbracht wird.

    Wenden wir uns diesem Artikel zu. Sie schreiben also etwas zu Bonität. Nehmen wir das Beispiel Griechenland. Sie behaupten immer das die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ eine Fata Morgana oder ein Märchen ist. Die Banken erschaffen Giralgeld bei jeder Kreditvergabe. Das haben Sie selbst bestätigt, wir können diesen Punkt also abhaken.

    Es kann allerdings passieren, dass ein Kontoinhaber auf die dumme Idee kommen könnte, sein Recht auf Auszahlung des Giralgedes in Form von echtem Geld (Bargeld) in Anspruch zu nehmen.

    In diesem Fall haben die Giralgeldhersteller (Banken) ein Problem. Sie haben nur einen Bruchteil des geschuldeten Bargeldes. Sie gaukeln ihren Kunden vor, sie hätten das Bargeld.

    Wenn es nur ein paar Kunden sind, welche ihr Guthaben in bar abheben möchten, passiert nichts. Die Banken haben Schuldpapiere, welche sie bei der ZB in Bargeld wechseln lassen können. Sobald es aber zuviele Kunden sind, reichen die Schuldpapiere nicht, die Bank ist zahlungsunfähig. Der Betrug fliegt auf. Siehe Griechenland.

    Bitte nehmen Sie dazu Stellung!

    Nochmals: Lesen Sie mal die Liste der notenbankfähigen Sicherheiten der EZB und erklären Sie mir, wo Sie dort „Vermögenswerte, welche in der Volkswirtschaft geschaffen und den Banken zur Verfügung gestellt wurden“ sehen. Sie spinnen sich eine falsche Behauptung zusammen, weil sie Ihre falsche Darstellung stützt, dadurch wird es aber nicht richtig.

    Die Bank hinterlegt Schuldpapiere des Staates, die noch keinen Cent wert sind, weil der „Wert“ erst in der Zukunft von den Schuldnern erarbeitet werden muss.

    Wissen Sie nicht, was eine Staatsanleihe ist ? Ich habe es Ihnen schon erklärt. Staatsschulden kommen bei der SNB nur dann ins Spiel, wenn Banken Zentralbankgeld brauchen und dafür als Sicherheit Staatsanleihen an die SNB verpfänden. Auch das habe ich Ihnen erklärt.

    Wenn allerdings die notenbankfähige Sicherheit, welche die ZB/SNB als Pfand akzeptiert, eine Staatsanleihe von Griechenland ist, dann sieht es eher nach einer „Geldschöpfung aus dem „Nichts“ aus, weil Griechenland die Anleihe nicht bedienen kann. Auch das habe ich Ihnen ins Detail erklärt.

    Sie klammern sich an Ihren Fetisch, die Buchhaltung. Dabei erkennt jeder Laie, dass die Buchhaltung Betrug ist. Widerlegen Sie doch endlich mal die Aussagen von Prof. Kremer oder Prof. Hörmann. Aber nein, dazu sind Sie nicht in der Lage. Sie weichen der sachlichen Diskussion aus, nicht ich. So agieren Sie auch mit Anderen Leserinnen und Leser.

    Freundliche Grüsse
    Haldimann

    • @“Thomas Haldimann“ alias „Der Praktiker“ alias alias alias…

      Zuerst frage ich mich, weshalb Sie Ihren Namen ständig wechseln. Unter wie vielen verschiedenen Namen haben Sie sich hier schon gemeldet? Was haben Sie zu verbergen? Sie sind doch derjenige, der vor einiger Zeit über Monate hinweg als „Der Praktiker“ die Diskussion hier torpedierte und mit endlosen Kommentaren alles „zubetonierten“. Nachher änderten Sie Ihren Namen sicher ein Dutzend Male.

      Schlechte Taktik.

      Ist das die Taktik der Vollgeld-Initianten? Kein Wunder, dass diese Initiative nicht durchdacht ist und scheitern wird. Sie stellen hier den Vollgeld-Initianten ein ungenügendes Zeugnis aus.

      Sie stammen aus der Ecke der „Vollgeld-Initianten“. Insbesondere sind sie Verehrer der miteinander verstrittenen Professoren Hörmann und Pregetter aus Wien (das ist der mit der „Frisur auf Vorrat“). Diese Professoren gehen, genauso wie die Deutsche Bundesbank und die Schweizerische Nationalbank, von der irrigen Meinung aus, dass Geld „Liquidität“ und damit Vermögen der Zentralbanken sei.

      Das ist eben die Irrlehre von Goethes Faust.

      Ich habe Ihnen und den Zentralbanken und den Vollgeld-Initianten schon oft versucht, zu erklären, dass Notenbankgeld nie und nimmer „Liquidität“ der Zentralbanken darstellen kann, da Notenbankgeld eine Schuld der ZB ist. Geld ist Passivum der emittierenden Bank – nicht Aktivum. Sie alle sind im selben Spital krank.

      Sie schreiben: „Nicht Bargeld ist eine Schuld der ZB, sondern das Guthaben der Bank auf deren ZB-Konto.“

      Sie übersehen, dass sowohl Bargeld (Banknoten) als auch die Guthaben der Banken bei der SNB Schulden der SNB sind. Bargeld ist eine Schuld der Notenbank, genauso wie die Guthaben der Banken bei der SNB. Beides ist Notenbankgeld.

      Ich habe wirklich keine Zeit, mit jemandem darüber zu diskutieren, der nicht verstehen will und der zudem ständig seine Identität wechselt. Das ist bemühend. Wahrscheinlich werden Sie aus dem Budget der Vollgeld-Initianten besoldet.

      Ihre Vollgeld-Initiative ist am Scheitern. Nun versuchen Sie, meine Beiträge hier zu missbrauchen, um für Ihre irrige Initiative noch einmal Propaganda zu machen. Schwach.

      Bitte unterlassen Sie das.

      Ich breche hier die Diskussion mit Ihnen ab.

      MfG

      P.S. Und bitte melden Sie sich nicht wieder unter einem neuen Namen – es langweilt mich.

    • @Marc Mayer, Dr.

      Ich habe Ihnen Satz für Satz nachgewiesen, wie Sie Dinge Verdrehen und falsche Behauptungen in den Raum stellen. Können Sie meine Kommentare nicht lesen? Anstatt sich aufzuplustern wie ein Pfau sollten Sie versuchen, sachlich zu argumentieren. Können Sie es nicht oder wollen Sie es nicht ? Mit Ihren letzten Kommentar haben Sie wieder einmal den Vogel abgeschossen. Weil Ihnen wesentliche Argumente und Wissen fehlen, behaupten Sie Unsinn und bekämpfen dann diesen Unsinn. Das ist ein durchgehendes Muster bei Ihnen.

      Deshalb sind Sie nicht fähig, eine sachliche Diskussion zu führen.
      Sie verhalten sich wie ein trotziges Kind. Dazu verdrehen Sie die Fakten.

      Sie schreiben:

      „Ich habe Ihnen und den Zentralbanken und den Vollgeld-Initianten schon oft versucht, zu erklären, dass Notenbankgeld nie und nimmer „Liquidität“ der Zentralbanken darstellen kann, da Notenbankgeld eine Schuld der ZB ist. Geld ist Passivum der emittierenden Bank – nicht Aktivum. Sie alle sind im selben Spital krank.“

      Das funktioniert mit mir nicht Sie Spaßvogel. Sie erfinden etwas, was nicht den Tatsachen entspricht und verurteilen dann Ihr mentales Konstrukt.

      Vollgeld steht hier nicht zu Debatte. Bitte nehmen Sie Stellung zu meinen Beiträgen und verlinkten Buchungssätzen in:

      https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

      Zur Erinnerung Sie Spassvogel. Vollgeld ist kein Schuldgeld. Beim Vollgeld ist das Guthaben auf dem Girokonto keine Schuld der Bank an den Kontoinhaber, sondern die Bank führt das Konto lediglich, das Guthaben gehört nicht zum Geschäftsbetrieb der Bank, deshalb kommt es auch nicht in deren Bilanz.

      Am besten, Sie lesen das alles bei http://www.vollgeld.ch und http://www.monetative.de durch, bis Sie es verstanden haben, sonst können Sie leider nicht darüber diskutieren, sondern wiederholen Ihre Irrtümer wie gehabt. Das bringt nichts.

      Nun zu diesem Artikel: Sie schreiben:

      „Sie übersehen, dass sowohl Bargeld (Banknoten) als auch die Guthaben der Banken bei der SNB Schulden der SNB sind. Bargeld ist eine Schuld der Notenbank, genauso wie die Guthaben der Banken bei der SNB. Beides ist Notenbankgeld.“

      Sie lesen offensichtlich noch nicht einmal die Kommentare hier auf dem Blog, sonst wäre Ihnen aufgefallen, dass ich das bereits erklärt habe, wie diese „Giralgeldschöpfung aus dem Nichts“ im Zusammenhang mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel (Banknoten-Münzen und SNB Konten der Banken) zu verstehen ist.

      Das „Sichtguthaben“ auf dem Girokonto ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern nur der Anspruch des Kontoinhabers auf das gesetzliche Zahlungsmittel.

      Nun müssen Sie nur noch den nächsten Denkschritt vollziehen, Sie Spassvogel. Bleiben wir beim Beispiel Griechenland. Die griechischen Banken können zwar Giralgeld schöpfen, aber kein gesetzliches Zahlungsmittel. Das darf nur die Zentralbank. Deshalb gehen griechische Banken pleite. Diese haben genauso wie alle Banken auf der Welt Guthaben gebucht, ohne das gesetzliche Zahlungsmittel zu haben.

      Die Banken besitzen etwa weniger als 20 Prozent der Sichteinlagen in Form von gesetzlichem Zahlungsmittel. Würden alle Bankkunden gleichzeitig die Auszahlung ihrer Sichtguthaben verlangen, welche ihnen die Bank per Gesetz schuldet und garantiert, müssten die Banken sofort die Türen schliessen, weil sie das Bargeld überhaupt nicht haben, das sie den Kunden schulden.

      Sie verwischen den Unterschied zwischen Giralgeld und ZB-Geld. Die Bank schöpft Buchgeld und hat nur einen Bruchteil an gesetzlichem Zahlungsmittel. Banken verrechnen untereinander die Salden, sie zahlen untereinander mit Zentralbankgeld. Haben Sie diese Grundlagen des Clearing immer noch nicht verstanden ?

      Wenn nun mehr Zentralbankgeld abfliesst als die Bank besitzt, ist sie pleite.

      Verstanden ?

      Die Bank kann sich aus diesem Grund nicht selbst am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, indem sie noch mehr Giralgeld schöpft. Ist doch für jeden normal denkenden Menschen zu verstehen, weshalb nicht für Sie, @Marc Meyer, Dr.?

      Sie sollten sich, wenn Sie schon auf der Klarheit von Begriffen bestehen, auch mit den Definitionen befassen, anstatt, wie Sie es tun, die Definitionen falsch anwenden und daraus falsche Schlüsse zu ziehen.

      Ach noch etwas, Zeigen Sie bitte, wer und wo die Thesen von Pregetter und Hörmann widerlegt wurden. In Ihrer Phantasie vielleicht, aber nicht in der realen Welt. Dr. Werner hat extra für Leute wie Sie einen Test mit einer realen Bank gemacht und alles bestätigt. Die Thesen von Pregetter sind wissenschaftlich bewiesen, also wieder einmal stimmt das exakte Gegenteil dessen, was Sie behaupten.

      Was ich von Ihnen habe, sind leere Behauptungen, man könnte diese auch als Paranoia oder als gezielte Verleumdung bezeichnen.

      Sie argumentieren wie ein Kindergartenkind in der Trotzphase.
      Wie alt sind Sie ?

      Wenn Sie ausnahmsweise mal ein Argument vortragen, ist es falsch und wird von mir widerlegt. Danach kommen wieder Trotzphasen-Sprüche.

      Ich erwarte von Ihnen Sachargumente, sonst schleichen Sie sich vom Acker….

      Freundliche Grüsse
      Haldimann

    • @*Thomas Haldimann“ alias „Der Praktiker“ alias alias alias

      Time out sorry.

  35. In der Praxis werden eben die minderwertigen assets wie griechische Staatsanleihen nicht wertberichtigt. Aus dem Grund wie sie treffend schreiben, der Kollaps des Finanzsystems.
    Aus diesem Grund passiert genau das Gegenteil. Immer mehr minderwertige assets müssen in die Zentralbankbilanzen aufgenommen werden, bzw. belehnt werden.
    Dies weil das sonst niemand kaufen würde. (Zumindest nicht zu den viel zu tiefen Zinsen. Diese müssen aber so tief bleiben, weil die Staaten etc. sich keine höheren Zinsen als Limes 0 leisten können. Japan gibt schon bei Limes 0 Zinsen ein Viertel oder so vom Staatshaushalt für debtserving aus.)
    Deswegen bekommt immer mehr die Staatsgarantie, Repofähigkeit, etc. ESM, Badbanks, AlpeAdria, etc etc etc. So wird das Triple AAA und muss nicht wertberichtigt werden. Ebenfalls akzeptieren die Zentralbank immer obskurere Sicherheiten. (Packaged Loans, MBS, etc etc.)
    Bis zur Finanzkrise akzeptierte das FED nur Treasuries als Sicherheiten.
    Deswegen müssen auch die Notenbankbilanzen weiter in den Himmel steigen, weil niemand was abschreiben kann.
    Man kann auch packaged consumer loans akzeptieren mit 0% Repo. Dann kann auch in der Schweiz jeder zu Nullkosten nen Bentley leasen. (Analog Hypos, Studiumsfinanzierung, etc. Greetings from Sallie Mae and Fannie Mae…)

    • @havenstein

      Danke

      Ja genau.

      Die Zentralbanken bonitätsmässig guter Staaten investieren in Staatsanleihen bonitätsmässig minderwertigerer Staaten. So kommen diese Staaten an Geld, das sie sonst nicht oder nur zu einem viel höheren Zinssatz erhalten würden.

      Die Investoren ihrerseits wollen nicht in minderwertige Staatsanleihen investieren. Sie investieren viel lieber in Zentralbanken von bonitätsmässig besser „gerateten“ Zentralbanken. Hier sind zudem die Steuerzahler dazwischengeschaltet. Diese garantieren letztlich für die Einlagen bei den Zentralbanken.

      D.h. die Sicherheit für die Investoren ist viel höher und die schlecht „gerateten“ Staaten kommen zu Geld.

      Mit dem Kapital, das die Investoren bei „guten“ Zentralbanken anlegen kaufen diese dann „schlechte“ Staatsanleihen (und andere Anleihen systemrelvanter Konzerne plus Aktien, in der Hoffnung, dass diese die kommenden Verluste abfedern).

      Aus „schlechten“ Staatanleihen werden „gute“ Investition ein in Zentralbanken. Aus „D“ wird „AAA“. Wie lange kann das gut gehen?

      Das ist dasselbe System, das zum Immobiliencrash in den USA geführt hat und die Welt in eine Finanzkrise stürzte.

      Wer aber zahlt die Zeche?

      Logisch: Die Steuerzahler der bonitätsmässig guten Zentralbanken. Sie werden ihre Zentralbanken rekapitalisieren müssen oder die kreditgebenden Banken gehen Konkurs. Man kann nicht ewig schlechte Staatanleihen in „AAA“ Zentralbank-Investitionen verwandeln. Früher oder später fliegt der Schwindel auf – nämlich dann, wenn der Wert des Vermögens der Zentralbanken unter den Wert ihrer Schulden fällt.

      Dann sind die Zentralbanken insolvent. Das gilt auch für die Deutsche Bundesbank.

      Die Zentralbanken können dann nicht einfach Geld drucken, wie Mephisto, der Teufel im barocken Märchen von der Geldschöpfung aus dem Nichts, behauptet.

      Jens Weidmann, der Chef der Deutschen Bundesbank sollte sich das einmal überlegen. Das gilt auch für unseren SNB-Chef Thomas Jordan.

      mfG

      Marc Meyer