Auszug aus dem Paradies

Katar-Scheich mit Familie und Sippe aus Luxushotel Dolder Grand ausgezogen – hatte ganzen Stock – 1/2 Mio. im Monat futsch.

The Dolder Grand hatte einen garantierten Umsatzlieferanten: einen Scheich der Katar-Herrschersippe Al Thani, der mit Frau, Kindern, Stab und Dienern 4 Jahre lang im Edelhotel logierte.

Jetzt nicht mehr. Al Thani und seine Entourage haben das Dolder Grand vor wenigen Wochen verlassen. Dies sagt eine Quelle. Eine Sprecherin des Dolder Grands wollte gestern Abend keine Auskunft geben.

Der Scheich und sein ganzer Tross sind nach Katar in die Heimat zurückgekehrt, wo offenbar Al Thanis Vater schwerkrank ist.

Für die Nobelherberge hoch über der Stadt, die für Hunderte von Millionen von Besitzer und Ex-Devisen-Spekulant Urs Schwarzenbach herausgeputzt worden war, bedeutet der Auszug der Kataris aus dem Zürcher Paradies einen tiefen Einschnitt.

Die Al-Thani-Sippe hatte im Monat rund eine halbe Million Franken für die Zimmer – man spricht von einer ganzen Etage im Dolder – und die Services bezahlt.

Dazu gehörte unter anderem das „Aufbügeln“ der Anzüge. Nicht von einem, nicht von 5 – sondern von 50. Al Thani wollte am Morgen stets die ganze Auswahl in Kleiderfragen haben.

Die Kosten gingen ins Tuch. Ein persönlicher Sekretär von Scheich Al Thani, der für Geldfragen zuständig war, prüfte jeweils die Rechnungen. Danach schickte er sie ins Hyatt.

Dort, im anderen Luxushotel unten in der Zürcher Finanzcity, wo das Zimmer leicht günstiger ist, logierte zeitweise der Vater von Al Thani.

Der einstige Emir von Katar sorgte Ende letztes Jahr für Schlagzeilen, weil sein privates Riesenflugzeug und weitere Maschinen trotz Nachtflugverbot in Zürich-Kloten aufsetzten – ausgerechnet am Weihnachtstag.

Der Oberscheich wollte dringend ins Zürcher Privatspital. Es schien ein Notfall, die zuständige Luftbehörde hatte ja extra grünes Licht fürs Aufheben der heiligen Nachtruhe gegeben.

Wenige Tage später stellte sich heraus, dass der Ex-Emir am 26. Dezember an der Hüfte operiert worden war.

Zürich und Katars Herrscher sind auch durch die Credit Suisse miteinander verbunden. Katar hat eine stolze Minderheitsposition an der Grossbank und stellt ein Familienmitglied im VR.

Beim Scheich, der nun das Dolder verlassen hat, handelt es sich jedoch nicht um den CS-Katari, sondern um einen anderen mächtigen und vermögenden Al Thani.

Für Dolder-Chef Mark Jacob ist die Abreise seiner illustren Gästeschar ein einschneidender Moment.

Jacob trommelte vor wenigen Tagen die 400-köpfige Belegschaft zusammen und informierte sie über Notmassnahmen im Zuge des Umsatzwegfalls.

Der Hotelmanager meinte, es gebe deswegen zwar keine Entlassungen. Jedoch würden frei werdende Positionen bis auf weiteres nicht besetzt.

Stellenstopp im Dolder Grand – weil der Scheich nicht mehr im Hotel lebt. Ein weiteres Al-Thani-Familienmitglied soll lange im Baur au Lac gewohnt haben, auch dieses sei inzwischen ausgezogen.

Der breitflächige Abzug der Wüstensöhne aus der Limmatstadt kommt ungelegen.

Die sonst schon darbende Hotellerie und die verwaiste Glamour-Shoppingmeile Bahnhofstrasse vermissen sie.

Kommentare

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  1. Es scheint, dass in dieser Runde niemand weiss, dass Katar,s Kinder nicht nur in der Urs Schwarzenbach Herberge ein-und ausgezogen sind, sondern dass das Familien-Unternehmen im Kanton Nidwalden am Bürgenstock eine eigene Herberge baut, gebaut habe, sprich renoviert habe für chf 500000.– Finanziert von einem Staatsfonds in Katar.
    Hotel Atlantis in Zürich wurde ebenso von Emir aus Katar im Jahre 2012 für chf 500000.– gekauft. Ein Hotel in Basel gehört heute ebenso den Katari,s. Nun, alles klar. Die Schweiz ist ab sofort und neu die Katar,s Filiale. Bald ein Kanton „Katar“?
    Die Russen sind sanktioniert und kommen nicht mehr in die Schweiz zu poschtä, was ich gänzlich daneben finde. Die Sanktionen nutzen nur den Politikern in den USA und in der EU. Marktwirtschaftlich ist das die grösste Dummheit.

    • Ich bezweifle, dass sich die Amerikaner für den Konsum der Russen in der Schweiz interessieren.

  2. Werter Herr Haessig,

    Sie sollten zumindest den richtigen und vollstaendigen Namen des bewussten Angehoerigen des al-Thani Clans nennen, um die Geschichte einordnen zu koennen. Die relevanten fuenf Soehne und Toechter von Sheikh Hamad (ehem. Emir) halten sich in der Regel dauerhaft in Qatar auf, da sie umfaenglich im Staatssystem eingebunden sind. In welchem tatsaechlichen Verhaeltnis sich diese Person zum alten Emir (the Father) verhaelt, bleibt leider voellig unklar.

  3. Hatten diese Saudis in der Schweiz ein Dauervisum oder gar eine Niederlassungsbewilligung?
    Wie sonst ist es möglich, als ausländischer Tourist über Monate in Zürich zu logieren`?

    • Qatar ist ein eigenständiges Land der Arabischen Emirate und liegt nicht in Saudi Arabien.

    • Diplomatenpass… ganz easy. Und der logierende al thami vom gyatt war nicht hamad. Hamad reiste damals mit seinen flugzeugen aua marokko und katar nach zh. Ebenfalls mit diplomatenstatus. Sheik khlifa, weiter oben der father genannt, hat seibe 747 vq-bsk in hezhrow stationiert.

    • @IsiZH…das ich im villa honegg wieder schweinefleisch bekomme und in der minibar alkoholische getränke wieder zu haben sind! z.b.

  4. Schwarzenbach hat das Geld. Wer soviel Geld hat, kauft einfach mal alles auf. Vor nicht allzu langer Zeit hat er der ZKB das ganze Land auf dem Guldenen abgekauft. Die ZKB war ja mehr als nur unfähig, aus dem Besitz etwas Intelligentes zu machen. Sie wollten es schnell an Schumi verhökern aber das ging voll in die Hose. Schnelles Geld eben, gefällt den einfachen Bankern am besten. Aber auch Schwarzenbach macht nichts daraus. Sein Architekt hat zwar die Domain Guldenen reserviert und macht jetzt Pläne. Hoffentlich wird das nicht so ein überteurtes Gartenrestaurant mit miserabler Food-Qualität, wie in der Sonne in Küsnacht. Ideen gäbe es genug für den Guldenen aber auf die richtig kreativen Ideen, kommen sie leider nicht obwohl sie bestehen.

  5. wer zahlt eigentlich noch steuern?
    – scheichs weg
    – uhrenindustrie zerstört
    – banken zerstört
    – industrie zerstört.
    etc..

    • Am ende zahlen nur noch die linken Sozis, die in Genossenschaftswohnungen wohnen und beim Staat oder in Sozialfirmen arbeiten, steuern.

      Dann wir Zürich zu einer AAA Stadt, das AAA steht für Alte, Arbeitslose und Ausländer.

    • Gute Frage! Vermutlich lässt man jetzt Geld drucken, um die Steuern zu bezahlen, wie in der umliegenden Ödnis. Die Köpfe auf den Noten dürften irgendwelche Weltverbesserer sein..

    • Die Nationalbank hat die Schweizer Währung ja bereits mit 80’000.-/Kopf verschuldet… würde das eine Geschäftsbank machen, wäre – zu Recht – die Hölle los. Im dritten Weltkrieg können wir dann Stolz die wertlosen Euros abholen gehen. Linke zahlen garantiert keine Steuern, sie geben einfach ein Teil von dem, was sie vom Steuerzahler erhalten, wieder zurück.

  6. Bei allem Respekt, diese sogenannte Sippe bringt wenigstens Konsum nach Zürich. Verstehe diese negative, ketzerische Art nicht. Sollen sie im Zelt leben, da sie ein Wüstenvolk sind oder was ist ihre Aussage?

    • … bei welchen respekt?
      … und … ketzerisch? da fehlt wohl irgendein zusammenhang …
      Immerhin, steuern musste er keine bezahlen … als auslaender mit seinen lakaien, ohne wohnrecht aber mit ‚daueraufenthaltsbewilligung‘ schon ein bischen merkwuerdig – oder?
      Aber es macht ja spass, auslaendische potentaten zu bedienen …

  7. Ein weiterer unsinniger Artikel von @LH…gehen Sie dich in den Urlaub wenn Sie nichts anständiges zu schreiben haben….und kommen wieder wenn es was zu erzählen gibt. Den Beitrag hab ich nicht einmal zur Hälfte gelesen…

    • Also, das ist genau die Information, die ich von einem Gazettenschreiber erwarte. Aktuell, lokalbezogen einigermassen rescherschiert und nicht ohne Courage geschrieben. Was ich den der sonstisten CH Presse lesen kann, ist abgestanden, meistens von FT oder mailonline – je nach zu bewahrenden Branding – abgeschrieben, obrigkeitstreu und mindestens 36 h Stunden alt. Bravo LH

    • da schliesse ich mich an, das oben wahrscheinlich irgendein frustrierter entlassener journalist, der es mit einem blog auf 10 leser pro tag bringt.

    • Ein einziger Kommentar entspricht etwa der Mühe, die man beim Lesen von drei solchen Artikeln aufbringen muss. Oder lesen Sie in 1-Wort-Schritten? Dann kann ich’s verstehen.

    • Was haben denn die Mietverhältnisse der Qataris mit irgendwas zu tun…schade, dass es @lh nicht schafft die grosse Leserschaft dieses Blogs durch seriösere Berichterstattung in eine grössere Leserschaft zu verwandeln…