Die Schweiz, eine fette Beute

Drei Viertel der Gewinne Schweizer Firmen, jährlich rund CHF 200 Milliarden, fliessen ins Ausland. Oft kommen dazu noch weitere Konzern- und Patententschädigungen in Milliardenhöhe, die Schweizer Tochterfirmen an ihre ausländischen Muttergesellschaften zahlen. Reinvestiert werden im Schnitt pro Jahr weniger als zehn Milliarden Franken.

Die Schweiz ist eine fette Beute, die, obwohl wir die reichsten Menschen der Welt sein sollen, nicht mehr den Eindruck macht, sie könne sich gegen das Ausschlachten jener Schätze, die ihre Vorfahren gesammelt haben, zur Wehr setzen.

Nur ein Viertel der Dividenden von grossen Firmen wie Nestlé, Roche, Novartis oder UBS bleiben in der Schweiz, wobei es bei diesen Grosskonzernen sogar noch viel weniger sind, weil der ausgewiesene Anteil Schweizer Aktionäre oft unter 20% liegt.

Wenn dann für die Schweizer Aktionäre, sei es bei Lindt & Sprüngli oder Schindler, noch etwas übrig bleibt, sind das beachtliche Beträge, die tatsächlich zum Wohlstand des Landes beitragen können.

Wie die Burkhard-Erben ihren Familienkonzern SIKA nach Frankreich verschleudern wollen, weil ihnen selbst das unternehmerische Flair abgeht, so haben sich die Erben vieler alter Schweizer Familien bereichert, weil ihnen Bargeld lieber als unternehmerische Verantwortung ist. Der grosse Ausverkauf fand in den letzten vierzig Jahren statt. Kaspar Villiger, alt Bundesrat und UBS-Präsident, sagte es: „Die 100 grössten Schweizer Konzerne werden von Ausländern kontrolliert.“ Die einst ihm zur Hälfte gehörende Villiger Gruppe zählt nicht dazu, denn Heinrich Villiger, Kaspars Bruder, ist dort allein verantwortlicher Aktionär geblieben.

Die Schweiz, eine fette Beute. Das gilt nicht nur für die Wirtschaft. Es gilt auch für unsere Hochschulen und Universitäten, wo die meisten Professoren aus dem Ausland kommen und etwa die Hälfte der Studenten ebenfalls. Wie dies der Schweiz wirklich dient, wollte noch niemand nachweisen, reisen die Professoren doch gerne weiter in andere Staaten und die Studenten ziehen ihnen nach. Einige gründen Unternehmen bei uns im Land, aber oft sind es auch wieder talentierte Ausländer, die ihre „shops“ mit Gewinn wieder ins Ausland verkaufen.

Wo die Wirtschaft sich verselbständigt und globalisiert, hat die Schweiz wenig zu melden. Im Gegenteil, der Kanton Bern macht es überaus deutlich, dass er die dort angesiedelten ausländischen Firmen über die Unternehmenssteuerreform III hinaus mit Sonderangeboten an den Kanton binden will, damit sie nicht abwandern. Die Kosten dafür zahlen die eigenen Bürger oder jene Kantone, die den Kanton Bern mit jährlich 1,3 Milliarden Franken subventionieren.

Gegen diesen Einkauf von Ausländern in die Schweiz wird oft argumentiert, auch unsere Firmen würden im Ausland Firmen zukaufen. Die Schweiz beschäftige in Deutschland, Frankreich und den USA Millionen Menschen. Aber sind dies wirklich Schweizer Unternehmen, siehe oben? Es sind mehrheitlich genau jene globalen Konzerne, die eigentlich nicht schweizerisch geführt sind, die mit dem Geld, das sie in der Schweiz verdienen, im Ausland mehr investieren als bei uns.

Ein gutes Beispiel ist der Flughafen Zürich. Er ist mehrheitlich noch im Besitz von Schweizern, darunter vor allem der Stadt und dem Kanton Zürich. Das Zürcher Volk durfte mit seinen Steuern den Flughafenausbau finanzieren. Aber wer hat dort das Sagen? Es ist der deutsche Lufthansa-Konzern, dessen Tochtergesellschaften, darunter die Swiss, dort 90% des Verkehrs abwickeln. Die hoch rentable Swiss in dem sonst finanziell angeschlagenen deutschen Luftfahrtkonzern führt ihre Dividende nach Frankfurt ab. Sie beteiligt 300’000 Menschen rund um den Flughafen an ihrem Erfolg mit Fluglärm morgens ab 06.02 Uhr und oft abends bis kurz vor Mitternacht. Klein- und Schulkinder, die mehr als sieben Stunden Schlaf brauchen, kommen nicht mehr zur Ruhe. Die Gesundheit vieler Menschen leidet, die Umwelt ist nicht mehr natürlich. Am Flughafen Basel-Mulhouse geht es noch schlimmer zu, aber dieser ist ohnehin unter Pariser Kontrolle.

Die Schweiz, eine fette Beute, weil bei uns die reichen Erben zu den besten Kunden von globalen Hedge Fonds zählen, die in den letzten Jahren auch nicht gut abgeschnitten haben. Weil viele alte Frauen, die ihre Männer überlebt haben, mit Millionenvermögen, die sie kaum anzulegen wissen, in ihren Villen an den Sonnenhügeln leben. Weil Parteien und viele Politiker zu einer Manövriermasse verkommen sind, die sich von Geldmacht leicht beeinflussen lässt.

Gut, 0,26% aller Schweizer sind noch reich, weil sie über zehn Millionen Franken Vermögen versteuern. Die anderen mögen sehen, wo sie bleiben. Sie haben die jüngste Entwicklung verschlafen.

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31 Kommentare zu “Die Schweiz, eine fette Beute

  1. Die FDP hatte einst einen Leitspruch mit dem sie für sich Werbung machte, „Freiheit die Ich meine“. Damit wird gesagt, dass Freiheit immer das ist, was mir Vorteile bringt. Damit hat das ganze wirtschaftliche Desaster ein Motto das stimmt. Nicht die Bürger die nun aus Not rechts wählen sind populistisch sondern der ganze von der Finanzwirtschaft bezahlte Tross aus Parteien, Politikern und Journalisten der Neoliberalen Bewegung von Links bis Rechts. Es ist eine Revolution von Oben und eine Umverteilung von Unten nach Oben, die hier seit Thatcher weltweit abläuft.

  2. Die Meili-Brüder (Cerberus) sind auch ein gutes Beispiel für ein solches Vorgehen mit katastrophalen Folgen für den Werkplatz Schweiz. Und natürlich Hansjörg Wyss (Synthes). Auch Sika schiesst den Vogel ab.
    Ich bin sonst ein Gegner jeglicher staatlicher Regulierung, aber warum nicht prohibitive Strafsteuern einführen, wenn solche Geschäfte getätigt werden?

    • Grüezi Herr Stefan P. Birrer,

      die Menschen beginnen zu verstehen das die neoliberale Ideologie ebensosehr Menschenverachtend ist wie der Kommunismus und Sozialismus. Für die Anhänger der neoliberalen Lehre kann es keine Steuerung wirtschaftlicher Aktivitäten auf nationaler ebenso wenig wie auf globaler Ebene geben. Der Mensch muss sich gemäss der neoliberalen Heilslehre darauf beschränken, seinen Eigennutzen zu maximieren. Der Staat muss sich zurückziehen und das mit Steuergelder aufgebaute privatisieren, um sich dann teuer „einzumieten“! Die Liste an Beispiele ist endlos….

      Grüezi Herr M. Stadelmann,

      Sie schreiben Zitat:

      „@Rico Meier und Marc Meyer Dr.: Ich denke wir sind sehr nahe beieinander, und diskutieren hier zu stark um Begrifflichkeiten.“

      Die Begriffe sind entscheidend! Wir brauchen daher eine Dekonstruktion der Begriffe. Ich bringe nochmals den Gesetzgeber ins Spiel (siehe unten Link) und stelle eine Frage in die Runde:

      Wenn der Gesetzgeber die Sichtguthaben bei der SNB zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärt, nachdem die Gutschrift auf einem Konto der SNB eingetroffen ist, was passiert, wenn eine Bank … cash von der SNB anfordern würde?

      Das vor dem Hintergrund der Argumentationskette der SNB (mit gesetzlichen Rahmenbedingungen ad-hoc), „Zentralbanknoten sind/stellen heute, in der Post Goldstandart Ära, keine Schuld mehr/dar.

      Zur Erinnerung: in einer Fremdwährung kann die SNB auch pleite gehen, weil sie dann in einer Währung zahlen muss, die sie selbst nicht emittieren darf.

      Herzliche Grüsse

  3. @Rico Meier, @M. Stadelmann,

    „Fiat Geld, Geld aus dem Nichts gibt es nicht.“

    Das „Geld aus dem Nichts“ bezieht sich ja weniger auf die Banknotenemission der SNB, sondern wird im Zusammenhang mit der Kreditvergabe der Banken diskutiert, wobei die meisten Diskutanten den Anfängerfehler begehen ein schuldrechtliches Verhältnis schon mit einer sachenrechtlichen Transaktion gleichzusetzen.

    Banknoten kommen nur dann in den Verkehr, wenn wir als Bankkunden dies wünschen, z.B., Auszahlung am Bankautomat oder Schalter. Auf diese Weise können also keine Schulden abgebaut werden. Einen objektiven Wert des Geldes gibt es nicht. Letztlich wird der Wert durch die Leistungsfähigkeit der Schuldner determiniert und somit durch die Bonität.

    Ich empfehle sich diesen Schinken anzulesen:

    https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf

    Der Gesetzgeber unterstützt die SNB und seine Kreise klar dabei, dass nach dem Ende der Einlösungspflicht (Gold) die Banknoten für die SNB sich in Tendenz dahingehend, zum schuldfreien Aktivum, entwickeln.

    Der Buchungssatz (Gold an Bankotenumlauf) in Verbindung mit der Behauptung, damit würde eine Schuld der SNB begründet ist, löst natürlich grosse Verwirrung aus, weil der Goldstandart aufgehoben ist. Der Gesetzgeber ist dabei keine Hilfe, im Gegenteil, es ist fraglich, ob der Gesetzgeber i.S. Gelddefinitionen (gesetliches Zahlungsmittel) noch ernstgenommen werden kann.

    Wer die These vertritt Banknoten seien FK für die SNB liegt m.E. näher bei der Wahrheit. Und es nicht ausschliesslich auf Grund der doppelten Buchhaltung, sondern vielmehr was der Gesetzgeber in den letzten 20 Jahren er,- bzw., unterlassen hat. Gerade die Geschichte der letzten 50 Jahren ist ein Beweis dafür das Zentralbankgeld und Zentralbanken niemals unabhängig sein können, sondern haben – und das zeigt die Geschichte ganz klar – immer dann, wenn der jeweilige Staat (Schuldgeldsystem) zu kollabieren drohte – und das erleben wir gerade live -, die guten Vorsätze über Bord geworfen.

    Herzliche Grüsse

    • Es gibt grundsätzlich drei Arten von Geld: 1. Warengeld: der innere Wert entspricht dem Handelswert (Beispiel: Goldvreneli) 2. Kreditgeld: dies wird von den Geschäftsbanken geschaffen und ist zu 100% verbrieft, d. h. es sind offene Forderungen auf einen Sachwert, typischerweise Immobilien. Mittlerweile ist ca. 85% der Geldmenge der Schweiz Kreditgeld. Der innere Wert entspricht dem Nennwert, solange die Bonität der Schuldner gegeben ist. (Beispiel: Hypothekarkredit, elektronischer Zahlungsverkehr) 3. Notenbankgeld oder Fiatgeld: der innere Wert ist null, weil ihm keine Sachwerte verbrieft sind. Da es aber gesetzliches Zahlungsmittel ist, entspricht der Handelswert dem Nennwert in CHF, solange CHF als Zahlungsmittel auch tatsächlich akzeptiert werden. Etwas plakativ formuliert ist es ein Darlehen der schweizerischen Volkswirtschaft an sich selbst. Die Akzeptanz basiert auf dem Vertrauen, dass das Geld auch in Zukunft weiterhin akzeptiert wird. Dieses Vertrauen wiederum basiert auf einer funktionierenden Volkswirtschaft mit einer ausgeglichenen Zahlungsbilanz. Überschüsse stärken das Vertrauen, Defizite schwächen es. Zudem braucht es die richtige Balance zwischen Geldmengenausweitung und dem Wirtschaftswachstum. (Beispiel: 10er-Nötli, alle modernen Wärungssystem basieren auf diesem Prinzip).

      Natürlich gibt es auch Mischformen wie die Münzen deren Nennwerte zum Teil durch den inneren Warenwert gedeckt ist. Der Anteil der so umlaufenden Geldmenge ist jedoch verschwindend klein.

      @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner: Soweit ich ihren Kommentar richtig verstehe, sprechen Sie die Diskussion um die Vollgeld-Initiative an, die u.a. das Kreditgeld durch Notenbankgeld ersetzen will und dafür neu den Begriff Vollgeld einführt. Hier kann man geteilter Meinung sein, persönlich finde ich die Initiative gut, u. a. weil die SNB die Geldmenge wieder selber kontrollieren kann, was eines der Kernaufgabe der SNB wäre. Zudem können durch das Einführen von elektronischem Vollgeld die Konten der Bankkunden und der elektronische Zahlungsverkehr ausserhalb der Bankbilanz geführt werden, was das „to big to fail“ Problem endlich löst.

      In der unten geführten Diskussion geht es aber nicht um das von den Geschäftsbanken geschaffene Kreditgeld, sondern um das aufgrund der Leistungsbilanzüberschüsse fortlaufend neu geschaffene Notenbankgeld, welches die SNB unnötigerweise im Ausland investiert, anstatt es in den inländischen Wirtschaftkreislauf, z. Bsp. in Form einer Bürgerdividende, in den Umlauf zu bringen. Das ist auch der Bezug zu Stöhlkers Artikel, der m. E. jedoch falsch dargestellt ist, denn insgesamt fliessen eben 93Mrd. mehr ins Land als raus. Diese enorme Unausgeglichenheit in der Zahlungsbilanz ist der Ursprung allen übels.

  4. …irgendwie muss ich schmunzeln: das tönt schon fast wie ein Text unserer lieben alternativen Liste… Da findet man sich hoffenbar wieder 😉

  5. Interessante und differenzierte Analyse, die zum Nachdenken anregt.
    Hierzu zwei Ihrer Gedanken, die ich plakativ aufgreife:

    1.„Einkauf von Ausländern“: Die erfolgreichsten CEO’s bei den Multis sind leider oft „Durchlauferhitzer“, weil Sie mit Ihrer Entourage nach getaner Arbeit weiterziehen. Ihre Domizilwechsel gleichen einem Karussell. Wie nachhaltig ist das für das jeweilige Land?

    2. Asymmetrie von Nutzen und Lastentragung. z.B. Flughafen Zürich: Der Gewinn wird hier generiert. Dieser wird nach D abgeführt und verbleibt dort. Evtl. zwecks Finanzierung der nicht enden wollenden Streiks bei der Lufthansa? Zudem: Die Gewinne werden expatriiert und die Umweltbelastung – wenigstens in Flughafennähe – nationalisiert. Wer trägt die externen Kosten? Der Nutzen sollte zumindest dort anfallen wo die Lasten getragen werden.

    Die Globalisierung ist zwar eine unabwendbare Realität aber es bleibt die Frage, inwiefern nationale Wertschöpfung noch national bleiben kann und soll. Die Märkte folgen ihren eigenen Gesetzen; welches ist der Beitrag der Politik?

    • Zu 2.: Warum geht der Gewinn des Flughafens nach DE? Dieser gehört ja immer noch mehrheitlich Schweizer Institutionen. Wenn die Swiss mit ihrem Cash-Flow die Lufthansa subventioniert ist das eine Sache; über den Net-Return des FLUGHAFENS kann sie weder heute noch morgen verfügen!

  6. Es ist nicht nur eine Seite der Kapitalbilanz zu betrachten, sondern auch wieviel in die Schweiz zurückfliesst. Unter dem Strich sind 2015 gut 21Mrd. CHF mehr ins Land geflossen als weg. Dazu kommen 72 Mrd. CHF Leistungsbilanzüberschuss. Damit die Zahlungsbilanz 2015 einigermassen ausgeglichen war, musste die SNB 94Mrd. an Währungsreserven schaffen. Hätte die SNB dies nicht getan, wäre der Frankenkurs durch die Decke geschossen, mit dramatischen Folgen für die Old-Economy und den Tourismus und deren Arbeitsplätze. Fatal ist jedoch, dass die SNB die geschaffenen Währungsreserven im Ausland zu einer langfristig negativen Rentite investiert und damit nachhaltig ihr Eigenkapital vernichtet. Viel besser für unsere Wirtschaft und zudem ohne Fremdwährungsrisiko wäre es die Währungsreserven in den inländischen Wirtschaftskreislauf zu bringen (z.Bsp. via Bürgerdividende). Jordan verwechselt meiner Meinung nach Ursache und Wirkung, indem er meint, er müsse wie auf einem Basar Angebot und Nachfrage des Devisenmarktes beeinflussen. Er verspielt dabei jedoch nur unser Volksvermögen. Denn der innere Wert des Frankens wird in erster Linie durch die Zahlungsbilanz beeinflusst. Auch die Leitzinsen haben nur indirekt einen Einfluss auf den inneren Wert der Währung eines Landes, nämlich indem die Zinsen die grossen Kapitalströme beeinflussen, was wiederum die Kapitalbilanz als Teil der Zahlungsbilanz und als Folge davon den Wechselkurs des Landes beeinflusst.

    • Die SNB hat keine Währungsreserven und damit Eigenkapital „geschaffen“ sondern ihre spekulative Devisenzockerei (Devisenanlagen) in der Höhe von Hunderten Milliarden mit Fremdkapital finanziert. Die Eigenkapitaldecke ist mehr als mager und akut gefährdet. Die Verlustrisiken sind latent in ihren Büchern und eine tickende Zeitbombe zu Lasten von uns allen.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Grüezi Herr Rico Meier,

      was viele bis heute nicht verstanden haben,- oder nicht verstehen wollen, ist das der Konstruktionsfehler im heutigen Geld- und Bankensystem nicht die Geldschöpfung oder das Zahlungsverkehr mit dem Darlehens- und Investmentgeschäft der Banken ist, sondern es sind die zu niedrigen EK-Quoten, die ungenügende Bildung von Rückstellungen aus dem Zinsgeschäft, und eine fehlende Finanztransaktionssteuer. Was seit über 20 Jahren von den Finanzmärkten ausgeht, (mit tatkräftiger Unterstützung der Zentralbanken), ist m.E. hochgradig demokratiegefährdend. Bargeldabschaffung, AIA, Rentenkürzungen, Investitionskürzungen usw. usf. sind lediglich Symptome dieses Dilemma.
      Herzliche Grüsse

    • @ Rico Meier: Währungsreserven gehören nicht zum Eigenkapital der SNB, sie sind nicht einmal auf der gleichen Seite der Bilanz. Die SNB schafft Währungsreserven indem sie die Notenbankgeldmenge erhöht. In einem zweiten Schritt kauft sie damit via Geschäftsbanken Fremdwährungspositionen. Erleiden die Fremdwährungspositionen Verluste geht dies direkt zu Lasten des Eigenkapitals der SNB. Sie haben aber recht, die Eigenkapitaldecke der SNB ist gemessen an den Fremdwährungs(risiko)positionen mehr als mager. Zu kritisieren ist aber nicht das Schaffen von Währungsreserven, denn die sind aufgrund der Überschüsse in der Leistungs- und Kapitalbilanz des Landes notwendig um den Frankenwert zu schwächen, sondern das Aufkaufen von Fremdwährungspositionen. Selbstverständlich müsste aber im Gegenzug die Notenbankgeldmenge im Inland in den Wirtschaftkreislauf gebracht werden um den gewünschten Effekt der Frankenschächung zu erreichen, z.Bsp. via Bürgerdividende.

      @ Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner: Über den volkswirtschaftlichen Nutzen von Privilegien, die mit einer Banklizenz verbunden sind, lässt sich trefflich streiten. Persönlich sehe ich aber kaum einen volkswirtschaftlichen Nutzen eines Mindestreservesystems, selbst wenn der Mindestreservesatz nochmals deutlich angehoben würde. Ich unterstütze deshalb die Vollgeld-Initative. Damit haben unabhängig einer Banklizenz wieder alle Finanzdienstleister gleich lange Spiesse und echter Wettbewerb ist möglich.

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

      […] was viele bis heute nicht verstanden haben,- oder nicht verstehen wollen, ist das der Konstruktionsfehler im heutigen Geld- und Bankensystem nicht die Geldschöpfung oder das Zahlungsverkehr mit dem Darlehens- und Investmentgeschäft der Banken ist, […]

      Falsch, der wichtigste und grösste Konstruktionsfehler liegt im exponentiellen Zins und Zinseszins, der in der Geldmenge nicht vorkommt! Man muss jedes Jahr mehr erarbeiten (Wachstum) und das Geld anderen wegnehmen, weil das Geld für den zurückzubezahlenden Zins für einen Kredit einfach nicht existiert. Dieses Kartenhaus funktioniert nur eine gewisse Zeit, und dann kommt es zu Hyperinflation – Crash und danach zum Krieg und auf das läuft es auch jetzt wieder hinaus, respektive läuft bereits – siehe u.a. Naher Osten, Ukraine, Türkei, Populisten kommen an die Macht usw.

      Hier ein Zitat von Jean Silvio Gesell, mit seiner erschreckend genauen Vorhersage, abgeleitet vom Zins und Zinseszins und der Inhalt gilt heute noch.

      Jean Silvio Gesell
      (1862-1930) Deutscher Kaufmann, Finanztheoretiker, Begründer der Freiwirtschaftslehre, Finanzminister der bayerischen Räterepublik,
      Quelle: Offener Brief an die Berliner Zeitung am Mittag, 1918, unmittelbar nach Ende des 1. Weltkriegs

      »Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: „Nie wieder Krieg!“, entgegen all den Hoffnungen auf eine schöne Zukunft, muß ich sagen: wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen! Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik läßt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen […] Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein.«

    • Guten Tag Herr Stadelmann

      Verwirrend und falsch ist, dass die Devisenanlagen der SNB Bilanz (Aktiven) oft als Währungsreserven bezeichnet werden, denn Reserven wären Eigenkapital und somit Passiven der SNB und keine Aktiven. Dies löst nicht nur bei den SNB-Verantwortlichen falsche Assoziationen aus. Diese Devisenanlagen sind zum überwiegenden Teil mit Fremdkapital finanziert. Die SNB ist bei negativem EK Konkurs mit allen Konsequenzen für deren Gläubiger, da kann die SNB noch so oft das Gegenteil behaupten.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Währungsreserven haben nichts mit stillen Reserven des Rechnungswesens zu tun. Letztere sind die nicht aus der Bilanz ersichtlichen Bestandteile des Eigenkapitals und ergeben sich beispielsweise aus unterbewertetem Vermögen.

      Die Währungsreserven der SNB setzen sich im wesentlichen aus dem Eigenkapital und der Notenbankgeldmenge zusammen. Sie heissen Reserven, weil die SNB mit diesem Geld im Krisenfall sofort intervenieren könnte. D. h. sie kann einer plötzlichen Abwertung des Frankens entgegentreten indem sie Liquidität abschöpft (die Notenbankgeldmenge verkleinert). Dadurch würde sie den Franken stützen.

      Da die Schweiz aber seit Decenien Überschüsse in der Leistungsbilanz, und seit 2008 zudem auch in der Kapitalbilanz hat, muss die SNB zusätzliche Währungsreserven bilden um die Zahlungsbilanz ausgeglichen zu halten und um ein zu starkes Aufwerten des Frankens zu verhindern. Natürlich ist in einem solchen Zusammenhang das Wort „Reserve“ nicht mehr zutreffend. Das Blatt wird sich auch in absehbarer Zeit nicht wenden, weil die Überschüsse in der Leistungsbilanz in den letzten Jahren noch gewachsen sind. Und solange die Weltwirtschaft nicht wirklich brummt und entsprechende Renditen im Ausland zu holen sind, werden die Investoren nicht im genügendem Masse Kapital ins Ausland abführen. Folglich werden die Währungsreserven in den nächsten Jahr(zehnt)en weiterhin mehr oder weniger steil zunehmen, sicherlich jedoch nicht abnehmen. Aus diesem Grund muss man sich überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, die wachsenden Währungsreserven in den inländischen Wirtschaftskreislauf zu bringen, z. Bsp. mittels einer Bürgerdividende, um damit das inländische Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Es wäre mit einer mässigen Inflation zu rechnen, was im Gegenzug erlauben würde die Zinsen in den positiven Bereich zu heben.

    • Notenbankgeld ist und bleibt Fremdkapital für die SNB einforderbar auf Sicht. Wenn also die Gläubiger (Banken) insgesamt ihre Giroguthaben bei der SNB reduzieren wollen bis auf den „Mindestreservesatz“, so muss die SNB dafür Aktiven hergeben (Bilanzverkürzung) und zwar unabhängig davon ob es ihr aus Optik potenzieller Kursverluste passt oder nicht. Nicht die SNB gibt den Takt vor sondern deren Gläubiger auch wenn die SNB uns anderes Glauben machen will. Hätte sie in der CH investiert, gäbe es kein unnötiges Währungsrisiko und sie würde die heimische Wirtschaft wesentlich mehr stützen als mit ihren masslosen und letztlich verpuffenden Deviseninterventionen.

    • @M. Stadelmann,
      ich sprach bewusst nicht von Zwang, sondern von (Privilegien), mit denen der Gesetzgeber ein Zahlungsmittel ausstattet (Privilegien), die sämtliche den Gebrauch als Schuldentilgungsmittel fördern sollen; z.B., ist Art. 84 Abs. 2 OR ein weiteres solches Privileg.

      @AJD,
      die Kritik am Zins muss von der Kritik am Schuldgeldsystem getrennt werden und dann als ungerechtfertig erkannt werden. Was den Zins vom Zinseszins unterscheidet ist ja nur der Unterschied, dass die Mietgebühr für das Geld nicht verkonsumiert, sondern immer wieder auf den angelegten Betrag aufgeschlagen wird.

      Mit Silvio Gesell rennen Sie bei mir offene Türen ein. Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Das Geldsystem ist krank. Dass das fraktionelle Reservesystem und Bilanzverlängerungen Gang und Gebe sind, ist erschreckend. Mit einer Sachwertunterlegung oder Lagergebühr (fliessendes Geld) könnte man ansatzweise die Probleme anpacken.

      Was die Vollgeld Initiative betrifft, soweit ich es verstanden habe; würde am Stichtag ihres Inkrafttretens alles Buchgeld auf Zahlungsverkehrskonten zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt, dass hätte freilich massive Wirkungen auf das Geschäftsmodell der Banken: Laut den von der SNB veröffentlichten Zahlen (Stand 2014), refinanzieren sich die in der Schweiz tätigen Banken zu knapp 60% mit Kundenguthaben. Davon waren über 50% auf Sicht gestellt. Mit anderen Worten brechen bei Annahme der Initiative fast ein Drittel der potentiellen Refinanzierungsmittel weg.

      Herzliche Grüsse

    • @Rico Meier: Notenbankgeld ist weder Eigenkapital noch Fremdkapital, sondern durch Bilanzverlängerung geschaffene Tauschmittel ohne inneren Wert (Fiatgeld). Je mehr Tauschmittel im Umlauf sind bei einer festen Anzahl an Gütern innerhalb einer Volkswirtschaft, desto höher ist der Preis für ein Gut (Inflation). Um Fremdwährungspositionen zu kaufen hinterlegt die SNB das fortlaufend neu geschaffene Notenbankgeld (per Definition in CHF) als Sicherheit bei den Geschäftsbanken, welche die Käufe abwickelen. Damit geht sie gegenüber den hinterlegten Sicherheiten ein Risiko von Kursverlusten ein. Treffen diese tatsächlich ein, so geht das direkt zu Lasten des Eigenkapitals der SNB (unabhängig davon ob die Verluste tatsächlich realisiert werden). Dieses Spiel wird aufgrund der Leistungsbilanzüberschüsse auf unbestimmte Zeit so weitergehen. Folglich wird das Verhältnis der Eigenkapitaldecke zu den eingegangenen Risikopositionen selbst bei konstantem Wechselkurs immer dünner. Da die SNB letztendlich gegen Währungen mit negativer Zahlungsbilanz wettet, insbesondere gegen EUR und USD, ist absehbar, dass sie das so nicht mehr lange durchhalten kann. Es bleibt jedoch ein Ausweg: die SNB kann neu geschaffenes Notenbankgeld im Inland in den Umlauf bringen und so die eigene Währung schwächen. Nur so kann sie ihr Eigenkapital und damit unser Volksvermögen längerfristig schützen.

      @ Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner und
      @ AJD: Auch ich halte die Zinskritik für ungerechtfertigt. Zinsen lenken das Kapital dorthin, wo potentiell am meisten Mehrwert geschaffen wird. Wenn ein Unternehmer Mehrwert schafft, so gibt er einen Teil davon dem Investor in Form von Zinsen ab. Andernfalls muss der Investor als Gläubiger einen Teil der Forderungen abschreiben. Natürlich muss geschaffener Mehrwert in der umlaufenden Geldmenge abgebildet werden, indem diese erhöht wird, andernfalls haben wir eine Deflation bzw. von aussen betrachtet eine stärkere Währung. Es ist dabei unerheblich, ob es sich bei der umlaufenden Geldmenge um Vollgeld (Notenbankgeld ist Vollgeld) oder um Buchgeld der Geschäftsbanken handelt. Die bezahlten Zinsen sind Bestandteil des zusätzlichen Kapitals, das in einer erhöhten Geldmenge abgebildet ist.

    • @ M. Stadelmann
      Ohne, dass die SNB ein Aktivum in die Bilanz aufnimmt (in ihrem Fall eben schwache Anlagen in Devisen), kann sie kein Notenbankgeld (Fremdkapital) dagegen emittieren. Dieses Fremdkapital (und EK) muss sehr wohl durch Vermögen gedeckt sein, einen inneren Wert haben. Verluste gehen zuerst zu Lasten des EK. Wird das EK negativ, müssen die Kapitalgeber ihre Giroguthaben bei der SNB entsprechend im Wert berichtigen. Fiat Geld, Geld aus dem Nichts gibt es nicht. Solches würde aus der Bilanz ausgebucht in Verkehr gesetzt = Falschgeld. Letztlich ist ein starker Franken Ausdruck einer starken Wirtschaft und es gibt gesamthaft gesehen keinen Grund diesen zu schwächen. Wie bereits gesagt die SNB hätte wenn schon wesentlich sinnvoller in der CH investieren können, wollte sie die Wirtschaft (auch den Export und Tourismus) stützen anstatt Volksvermögen unnötig im Ausland zu verspekulieren. Die SNB kommt aus ihrer Falle, in die sie sich mit ihrer Devisenzockerei hineinbegeben hat nicht mehr raus. Sie ist gefangen in ihrer naiven Illusion sie könne notfalls einfach Geld drucken und damit ihre Schulden bezahlen. Die Erde (SNB) dreht sich um die Sonne (Wirtschaft) und nicht umgekehrt, obwohl sich die Exponenten der SNB wie Sonnenkönige benehmen.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @ Rico Meier und
      @ Marc Meyer Dr.:

      Wenn Sie das Konzept von Fiatgeld negieren, weils Sie mit den Buchungssätzen in der SNB Unternehmensbilanz nicht einverstanden sind, ist das Ihre persönliche Sache. Tatsache ist das Zentralbanken weltweit so funktionieren.

      Aber einmal abgesehen von diesem eher technischen Detail sind wir uns zumindest einig, dass die SNB das Notenbankgeld nicht weiter in Fremdwährungspositionen investieren sollte. Gehen Sie auch mit mir einig, dass es notwendig ist, es in den inländischen Wirtschaftkreislauf zu bringen? Wenn ja, wie?

      P.S. @ Rico Meier: bitte beachten Sie auch die Anwort ganz oben an @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

    • @Rico Meier und Marc Meyer Dr.: Ich denke wir sind sehr nahe beieinander, und diskutieren hier zu stark um Begrifflichkeiten. Letzendlich spielt es keine Rolle ob man das Notenbankgeld zu Fremdkapital zählt oder als Fiatgeld anschaut. Wichtig ist, dass es bei der Schöpfung auf beiden Seiten der Bilanz eingetragen wird. Das Problem entsteht ja erst dadurch, dass die eine Seite der Bilanz zu Fremdwährungspositionen wird, während die Verbindlichkeiten weiterhin in CHF bilanziert werden müssen. Dadurch ist klar, das Verluste auf den Fremdwährungspositionen zu Lasten des EK der SNB gehen bis dieses negativ wird. Weiter ist auch klar, dass die SNB diese Verluste nicht durch schaffen von weiterem Notenbankgeld kompensieren kann, denn das wirkt sich in der Bilanz neutral aus. Ob das Notenbankgeld letztendlich als Banknoten in den Umlauf gebracht werden, spielt dabei keine Rolle. Insofern ist auch klar das Noten drucken nichts hilft, das habe ich aber auch nie behauptet und ich denke das ist auch der SNB klar.

  7. Aber sind dies wirklich Schweizer Unternehmen?

    Richtig, wenn wie im bitter notwendigen Artikel beschrieben nur ein Viertel der Dividenden von
    grossen Firmen wie Nestlé, Roche, Novartis oder
    UBS in der Schweiz bleiben, und die 100 grössten Schweizer Konzerne von Ausländern kontrolliert
    werden, sind dies dann wirklich Schweizer Unternehmen?

    Um mit Swissness ‚branding‘ betreiben zu können reicht es scheinbar von schweizer Steuerzahlern subventioniert zu werden und in Züricht kotiert zu sein…

  8. Reichtum macht eben fett und bequem. Die krasseste Branche ist die Schweizer „New Economy“. Sobald Schweizer Firmen ein wenig nationalen Erfolg haben, verscherbeln die Besitzer ihr Start-up an Ringier, TA Media oder Migros, um sich ein nettes Leben zu machen, statt was Internationales anzupacken.

    • Der Grund dafür ist einfach: Man findet in der Schweiz keine Investoren, um zu internationalisieren.

      Schweizer Investoren möchten nicht investieren, sie möchten nur kassieren. Typische Haltung zu einem Startup:

      „Glaube nicht, dass das funktioniert, deshalb geb ich Dir auch kein Geld. Aber falls es doch klappt, ruf mich dan, dann mach ich mit!“

      Die hätten Google, Twitter, Facebook, Instagram, usw. glatt verpennt. Was heisst schon „hätten“. Sie haben!

  9. @Klaus Stöhlker

    Guten Morgen

    Die SNB macht’s vor:

    Nicht einmal 1 Prozent des SNB-Vermögens, sprich des SNB-Volksvermögens, wird in der Schweiz angelegt. Der Rest von über 99 Prozent (abzüglich Gold) fliesst ins Ausland, wo die SNB die ausländischen Volkswirtschaften unterstützt.

    Zudem habe ich jüngst hier auf diesem Blog geschrieben, die SNB sei eine fette Beute für die ausländischen Investoren, wenn der Euro dereinst kräftig nach unten ausbrechen wird.

    Die Kursgewinne der ausländischen Investoren werden dann mächtig einschenken zugunsten der Ausländer – bzw. zulasten von uns Schweizern.

    Wenn es also die Schweizerische Nationalbank vormacht; wem kann man dann einen Vorwurf machen?

    mfG

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      hinzu kommt, dass Auslandguthaben überwiegend in den weichen Währungen der Schuldnerländer angelegt werden. Und solche Guthaben haben die Tendenz, immer wieder mal faul zu werden, und sich gegenüber dem harten Sfr.- zu entwerten. Fazit: Mindestkurs aus Partikulärinteressen eingeführt, um dann zuzusehen wie die Auslandvermögen verrotten! Es gibt Kräfte in unserem Land die nicht warhaben wollen das bei Exportüberschüssen wir Arbeitslosigkeit exportieren und Zuwanderung importieren. Wir hätten unsere gesamte Infrastruktur, Sozialwerke, Bildung, Umwelt-Know-how und Wirtschaftsmodell für die nächsten 200 Jahren fit machen können, wäre nur ein bruchteil dieses Geldes in der Schweiz investiert, bzw. reinvestiert worden. Der Mindestkurs wird noch lange seine schädliche Wirkung entfalten, bzw. es ist zu einem Damokleschwert geworden.

      Herzliche Grüsse

  10. Als ehemaliger Mit – Inhaber regionaler Industrie, die es wegen dem Strukturwandel und der Globalisierung heute vor Ort nicht mehr gibt, die Anlagen jedoch unter neuen Eigentümern in Asien weiterlaufen kann ich Ihnen nur versichern, daß es günstig ist, das zukünftig erkennbar sinkende Schiff zu verlassen, um auf solche überzuwechseln, die gerade Fahrt aufnehmen.

    Sprich kapitalmarktorientiert heute in Firmen zu investieren, die im Laufe der nächsten 10 bis 20 Jahre aufgrund technischer und gesellschaftlicher Veränderungen sowie im Rahmen der zukünftig weiter ansteigenden internationalen Prosperität eine Vervielfachung der Börsenkapitalisierung erwarten lassen.

    Idealerweise ungefähr so wie die (Börsenkurs-) Entwicklung der Firma Apple während der
    letzten 20 Jahre.

    Wenn Sie – kraft Ihres Vermögens – frei sind, sich den ganzen Tag mit fast nichts anderem zu beschäftigen, geht Ihnen der eine oder andere aufsteigende Stern ins Netz.

    Wahrscheinlich hätten sich meine Vorfahren unter heutigen Bedingungen auch so aufgestellt. Nur war damals das ganze Wirtschaftsgeschehen noch viel regionaler, ein Export fand nur mäßig im europäischen Rahmen statt.