Die CS blutet aus

Wieder Milliardenverlust, fast wie im Horrorjahr 2015 – Boni für Spitze bleiben riesig – Kunden strömen weg aus CS Schweiz.

Tidjane Thiam spricht heute von einer starken Position seiner Bank für die Zukunft. „Wir sind gut aufgestellt“, meint der Credit-Suisse-Chef.

Im Hier und Jetzt sieht es weniger günstig aus. Die CS machte wieder einen Riesenverlust. 2,4 Milliarden Minus im 2016, dies nach 2,9 Milliarden rot im 2015. Total macht das 5,3 Milliarden.

Die CS, ein horrender Verlustbetrieb.

Doch die Führung stellt sich ein gutes Zeugnis aus. CEO Thiam sieht sich und die CS auf Kurs.

Entsprechend fliessen die Boni. Sie bleiben gigantisch hoch für eine Firma, die am Laufband rote Zahlen in Milliardenhöhe produziert.

Im 2015 betrugen die „erfolgsabhängigen“ Entschädigungen 2,9 Milliarden. Auf jeden Franken Verlust gab es einen Franken Bonus für das Management.

Im 2016, dem Jahr, über das die CS heute Bericht erstattet, könnte das Verhältnis in etwa gleich bleiben. Der Gesamtbonus dürfte gut 2 Milliarden betragen, die genauen Zahlen folgen im März.

Also wieder in etwa pro einem Franken Verlust einen Franken Bonus.

Die Schätzung basiert auf den publizierten Löhnen und Boni. Diese sanken von 11,5 Milliarden im 2015 auf 10,6 Milliarden im zurückliegenden Jahr.

Die 900 Millionen Differenz verteilen sich auf eingesparte Löhne durch Entlassungen und Personalabbau – der Bestand sank um 2 Prozent – und auf weniger Boni.

Die CS-Führung zahlt somit immer noch stolze Boni. Im Kader ist es allerdings teils zu massiven Kürzungen um 20 und 30 Prozent gekommen.

Und an der Basis bei den Mitarbeitern ist von Bonus schon lange nicht mehr gross die Rede. Dort gibt es ein paar Krümel.

Der Grossteil des Bonustopfs wird somit weiterhin ganz oben verteilt. Die Konzernleitung unter Tidjane Thiam dürfte sich für das letzte Jahr einen stolzen Anteil zuschanzen.

Man hatte es ja auch schwer. „Wir haben zwölf anspruchsvolle und ereignisreiche Monate hinter uns“, wird Thiam im heutigen Communiqué zitiert.

Die Schuld an der Krise tragen die anderen: die Vorgänger, die Märkte, die Altlasten. So wird aus einem zweiten Annus horribilis in Serie mit einem erneuten Milliardenverlust ein gutes Jahr für sich selbst.

Walk the Talk, heisst es in der Managementtheorie. Hier wird das Gegenteil zelebriert. Man vergoldet sich selbst, obwohl die Bank zu einem Unternehmen mit fortdauernden Verlusten wurde.

Besonders problematisch ist jener Bereich, den die CS-Spitze unter Thiam in einer tollkühnen Aktion an die Börse bringen will: die CS Schweiz.

Unter der Führung von Thomas Gottstein, einem Ex-Investmentbanker, ist die CS Schweiz still und sanft in eine bleierne Krise geraten.

Der Vorsteuergewinn der SUB (Swiss Universal Bank) der CS steigt zwar schön linear an, von 1,5 Milliarden im 2014 auf 1,6 Milliarden im 2015 auf 1,7 Milliarden im 2016.

Was so sein muss, ansonsten der Börsengang schon jetzt keine Chance mehr hätte.

Doch im Kleingedruckten finden sich Anzeichen für eine veritable Gefahr namens Vertrauensverlust. Die Kunden kehren der Schweizer Credit Suisse den Rücken.

Massenhaft.

Im ganzen letzten Jahr flossen der CS Schweiz, der vermeintlichen Perle des ganzen Finanzkonzerns, sage und schreibe 3,5 Milliarden Franken an Kundenvermögen ab.

Allein in den Monaten von Oktober bis Dezember summierten sich die Abflüsse auf 2,9 Milliarden. Eine dramatische Beschleunigung, die auf ein generelles Misstrauen hindeutet.

Respektive auf langjährige Berater, die bei der CS nicht mehr erwünscht sind und nun zur Konkurrenz wechseln. Und weil ihnen die Kunden folgen, verliert die CS Schweiz die Assets.

Die CS spricht von gewollten Abflüssen rund um Steuerthemen. Sie kündigt externen Vermögensverwaltern, was die Assetbasis verringert.

Sorgen bereiten müssen der CS Schweiz die Abflüsse bei den reichen Privatkunden. Dort sanken im ganzen letzten Jahr die verwalteten Vermögen um 1,7 Milliarden.

Im Jahr zuvor, also 2015, gab es noch Zuflüsse über 3,2 Milliarden.

Im internen Wettstreit mit dem Bereich Vermögensverwaltung International unter Shootingstar Iqbal Khan verliert Schweiz-Chef Gottstein an Boden.

Khan legte massiv zu, mit über 15 Milliarden Neugeldern. Dadurch ist seine Assetbasis, auf der er Gewinne erzielen kann, auf 323 Milliarden Franken hochgeschnellt.

Gottsteins Vermögensstock stagnierte bei gut 240 Milliarden.

Kein Wunder, wachsen die Zweifel am Börsengang.

Wer will die Aktien einer CS Schweiz?

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86 Kommentare zu “Die CS blutet aus

  1. Hat jetzt Rohner eigentlich schon sein Brevet bekommen? Allmählich sollte das Loch, in dem die Milliarden versenkt werden, auch aus dem Weltraum zu sehen sein. Oder möchte er noch höher heraus?

  2. In der Tat kein erfreuliches Bild. Die neue Führung der Credit Suisse ist nicht zu beneiden. Offensichtlich kommen immer mehr Altlasten und Fehlentscheidungen des alten Managements ans Tageslicht. Und – Hand aufs Herz – auch die langfristigen und bis dato meines Erachtens unterschätzten Spätfolgen der Aufhebung des Bankgeheimnisses und der Förderung der Steuervermeidung/Steuerhinterziehung für die Kunden.

  3. Nieten wie Wuffli sind nach dem Absturz bald wieder irgendwo unter Dach gekommen. So wird es auch Thiam gehen und seinen Adlaten. Die Netzwerke funktionieren hervorragend und Tot- Geglaubte feiern (meist) schnell Wiederauferstehung.

  4. Eine Krähe hackt der andren kein Auge aus

    oder

    Söihäfeli Söideckeli

    Solange der wenig fähige Wirtschaftsanwalt an der Spitze der CS ist ändert sich nichts zum Guten, sondern zum Schlechten. Die Privilegierten kriegen den Hals nicht voll und das Fussvolk zahlt dafür.

  5. Boni dürften nur aus dem steuerbaren Reingewinn bezahlt werden, d.h. als Teil der ganz normalen Gewinnverteilung, die durch die Aktionäre beschlossen werden muss.
    Kein Gewinn, keine Boni! Ist doch logisch für jeden anständigen Menschen.
    Alles andere sind Löhne und dort gilt die alte Regel: der oberste Chef verdient maximal 40 x soviel wie der niedrigste Lohn.
    Ob ein Teil davon „leistungsbezogen“ berechnet wird, ist egal, d.h. die 40er Limite gilt absolut!

    • Geschätzter Herr Dr. Meyer, das sehe ich gleich. Nur: Die CS-Grossaktionäre haben ihre Cocos zu 9.5%. Auch nicht schlecht, oder? Und nur auf die kommt es an, nicht auf den jolenden, am Rednerpult mit Cervelats hantierenden Pöbel ab der 4. Reihe. Aber das ist eine andere Sache. Die Minderinitiative. Der Schuss in den Ofen.

    • 100% korrekt
      das problem ist das niemand macht nicht: die verantwortlichen von den Pensionskassen sind mitverantwortlich
      sprechen wir nicht von den Politikern: nutzlos

    • @ Marc Meyer, Dr.
      Genau so ist es!!!
      Umso unverständlicher dass die institutionellen Aktionäre dieser legalisierten Korruption namens „Selbstbedienungsmentalität“ immer wieder zustimmen und diese somit unterstützen. An die Anleger/Kunden scheint in diesem Spiel wohl überhaupt niemand mehr zu denken, weder GL, noch VR noch Aktionäre. Genauso unverständlich sind in meinen Augen Anleger, die noch immer Ihr Vermögen solchen korrupten Finanzinstitutionen anvertrauen. Im Falle eines Totalverlusts hält sich mein Mitleid diesbezüglich in Grenzen…

  6. Der gebildete Chef ging auf die besten (Privat-)Schulen. Papa war schliesslich nicht um sonst der Präsident der Elfenbeinküste. Das Volk hat kaum viel davon gespührt (ausser Leid und Tod). So darf das Söhnlein auch mal ran, wie in USA, wo die Vermogenden auch Botschafter und andere Pöstchen ersteigern können.
    Ist in der CH auch so, z. Bsp. JSA, Ruth Dreibein, Erdoil-Vereinigung, MDP ect.
    Warum darbt wohl die Wirtschaft vor Inkompetenz?

  7. Allein mir fehlt der Glaube…
    Wenn ich allerdings einen solchen Bonus erhalten würde, gäbe ich auch ein paar Durchhalteparolen durch. Das Bankgeschäft ist aufgrund von immer neuen Regulierungen und unberechenbaren wirtschaftlichen und politischen Risiken sowie Globalisierungswahnsinn kaum mehr regierbar. Also warum nicht einen noch Ahnungsloseren an die Spitze setzen – soll es geben. Die SBB macht das uebrigens noch besser, sie ersetzt ihre Zugfuehrer durch den Computer. Der CEO der CS könnte problemlos durch einen Commodore 64 ersetzt werden. Spass bei Seite. Treten sie zurück Herr Thiam. Sie haben keine Ahnung von Banking Game. Ich habe fertig!

  8. Natuerlich ist es jetzt einfach ueber TT und UR zu laestern, aber so einfach ist es nicht, immerhin ist der Verlust insbesondere darauf zurueckzufuehren, dass mit Legacy endlich aufgeraeumt wird (ich bin btw kein PR Heini der CS…).

    Allerdings, nochmals 5,500 Leute abbauen ist keine Strategie und wie man sieht hat dies Auswirkungen auf die Kosten aber wohl auch direkt oder indirekt auf die Top Line (Ertraege). Ich bin klar einverstanden, dass man wohl bei einer Grossbank 30 Prozent Personalkosten reduzieren kann (wenn man bei den richtigen Leuten den Hebel ansetzt).

    Was mich einfach immer wieder wundert, jedes Jahr werden Personalreduktionen im 1000der Bereich angekuendigt aber irgendwie geht der Personalbestand einfach nicht wirklich stark runter (2016 ca 1000). Sieht nach Hire- and Fire aus, das ist auf der Kostenseite nicht sehr hilfreich.

    SUB – Resultat ist duerftig, arme Kunden, jetzt wird man denen wohl wieder Strukies andrehen etc.

    • Die meisten Mitarbeiter werden von Bereichen entlassen, die vor Jahren outgesouced wurden. Das heisst, die betreffenden Mitarbeiter arbeiten zwar in den CS-Offices, sind aber keine direkten CS-Angestellten. Werden diese abgebaut, werden zwar Löhne eingespart, der CS-Headcount sinkt dabei aber nicht.

  9. Die NICHTHAFTER sind die Totengräber des Kapitalismus, die persönlichen Hafter die Dummen bei dieser Veranstaltung. Wie sagte einmal ein alter Medienwalt in einer südd. Großstadt zu mir – „Ach wissen Sie, Hafter sind inzwischen unmodern geworden…“ – hoch interessant, dies aus dem Munde eines ehemaligen Vollhafters, der sich über Jahrzehnte zum Multimillionär gemausert hat???

  10. Die CS blutet aus, ein Witz, sicher nicht, sie wird ausgeblutet systematisch von der Führung. Legt eure Arbeit nieder.
    Hab das schon mal früher erwäht, und es wird folgen.

    Cheers,

  11. Der Rückzug von Al Thani aus dem CS-VR erfolgte wohl auf „sanften Druck externer Stellen“, wenn man sich dies in Erinnerung ruft:

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/die-katarconnection-des-islamischen-zentralrats/story/21917673

    Auch der überhastete Dolder-Rückzug hatte möglicherweise nicht „gesundheitliche Gründe“ (innerhalb des Clans)

    https://insideparadeplatz.ch/2016/07/19/auszug-aus-dem-paradies/

    da Kataris in solchen Fällen mit dem Privatjumbo Richtung Schweiz fliegen, und nicht umgekehrt …..

    BA und Finma könnten da wohl für Aufklärung sorgen, wenn sie denn wollten …..

  12. Was läuft beim Thiam eigentlich falsch bei den Aussagen ?

    Na ja eigentlich muss ich mich ja nicht wundern, bei einen Versichrungstypen.
    Aber den Laden als Bonusladen zu nutzen ist ja in meinen Augen schon ein Nogo.
    Boni fürs Miese machen sollte eigentlich nur im Kino möglich sein !

  13. Kollegen, seid ein bisschen nachsichtig; die Herren Thiam & Rohner können die Boni brauchen weil:
    – der erste teilt das Film Leben seiner Nadja
    – der zweite hat seine Ex.
    Gruss vom CS HR

  14. Wie lange kann man solch gigantische Verluste machen (2015 und 2016) bis man pleite ist ? Irgendwann ist doch Ende oder nicht ? Woher kommt das viele Geld, um diese Löcher zu stopfen ?

  15. Die CS Schweiz wird im Zuge der automatischen wirtschaftlichen Erholung und der tendenziell nachlassenden Regulierungswut automatisch zulegen. Dann werden die Helden als Sanierer gefeiert und die Boni nachgereicht. Les directeur dorée?

  16. Was kann man auch von Thiam erwarten, er ist kein Banker sondern kommt von einer Versicherung. Keine Ahnung vom Geschäft aber extrem hoher Lohn und Boni. Steht in keinem Verhältnis was er bringt. Am besten entlassen und dann soll er beim RAV anstehen.

    • Dieser Cs Chef ist schlecht für unser Land er soll in seine Heimat zurück gehen und dort für Ordnung schaffen und nicht hier seine nicht Leitungen vergolden lassen.

    • Ja, eine Fehlbesetzung. Wie wenn man einen Immobilienheini zum Chef von Coca Cola machen würde, noch dazu zu einem Zeitpunkt wo die Firma am Abgrund vorbeischrammt.
      Hier braucht es Leute vom Fach, welche das Banking, ihr Business, aus dem Effeff beherrschen.
      Warum Rohner bei dem katastrophalen Geschäftsgang immer noch nicht weg ist, versteht wohl auch niemand.

  17. Kann ich mich bei der CS als Party- oder Bonibanker bewerben? Habe nichts gegen hohe Bonis und
    (be)rauschende Parties. Hat jemand von Euch einen direkten Draht zum HR der CS?

  18. Macht eun keine Sorgen! Bald hollt CS nächsten geniallen und hoffnunsvollen BOSS. Er wird es besser machen! CS verkaufen damit er in den goldeden Ruhestand kann;). Schöne Aussichten!

  19. Ich sollte eigentlich zu der Sache nix mehr sagen – das ganze Desaster um die CS wurde nun XXX-mal beschrieben, kommentiert und dementiert …
    Ich finde das Ganze einfach nur noch degoutant! … Mit einem grossen Bedauern für die noch guten und verbliebenen Fachkräfte und Mitarbeiter, welche täglich noch versuchen zu arbeiten.
    Als Oekonom, Manager und Berater kann ich einfach nur nochmals betonen: Schickt den VR und die Teppichetage zu Teufel!

    • ..und wie, lieber Oekonomikus, soll man die beiden jetzt in der Praxis loswerden? Bitte konkreter.

  20. Der Finanzminister Ueli Maurer muss endlich Courage zeigen und Klartext reden. Hallo BR Maurer, wo stecken sie eigentlich? Wann nimmt der BR zu solch ungeheuerlichen, beängstigenden Entwicklungen und Tendenzen endlich Stellung? Wir alle haben noch das UBS-Desaster in Erinnerung. 1 Franken Verlust = 1 Franken Bonus bei CS. Da ist die Regierung gefordert, einzuschreiten, auch harter moralischer Druck wird rasch helfen bei den CS-Bonus-Bezügern.

    Das CS Management muss bezüglich der ruinösen Bonus-Bezüge unverzüglich gestoppt werden, sonst haben die Schweizer Bürger bald ein weiteres Debakel zu sanieren. CEO Tidjane Thiam und VRP Urs Rohner sind, ebenso wie der vormalige CEO Brad Dougan, zur Verantwortung zu ziehen. Thiam und Rohner zerreiben die CS, wir werden die Zeche zu bezahlen haben.

    Der gesamte CS-Verwaltungsrat ist nach geltendem Aktienrecht sofort zu belangen. Die VR sehen zu, wie die CS (die ja eine kriminelle Organisation genannt werden darf) sich zum Selbstbedienungsladen für skrupellose Versager wandelt. Hier wird geltendes Aktienrecht nachhaltig untergraben, die VRs nehmen ihre gesetzlich geregelte Verantwortung nicht wahr und sind somit für das Debakel voll zuständig.

    Wo bliebt der Mut der CS-Mitarbeitenden? Wann stehen die endlich auf und lassen sich die täglichen Beschimpfungen in Kundengesprächen nicht mehr gefallen? Kritik, die eigentlich auf Rohner und Thiam zielt und nicht auf die unzähligen Herren „Direktoren“, „Vize-Direktoren“ und wie sich all die Bank-Basismitarbeitenden sonst noch zu nennen pflegen.

    Landesregierung Schweiz: wann endlich hat eine/r BR den Mut, diese Verantwortungslosigkeit zu geisseln, die Verantwortlichen zu stoppen?

    • Nicht nach dem BR Maurer rufen…. Aktionäre sind die Pfeiffen!

      Nun ist es jedoch so, dass die bestimmenden Aktionäre, welche tatsächlich Einfluss ausüben könnten, eben ganz genau die selben Früchtchen im Gesetz sind, wie die CS Knäbli am Drücker.

      Tidjane Thiam muss das „ausbaden“ was die sogenannten Managerli inkl. Rohner in den letzten Jahren so alles angestellt hatten- und da ist noch einiges was an’s Tageslicht kommen wird- und viel Geld die CS kosten wird!

    • ach res, Sie haben es wohl noch immer nicht begriffen…!
      keiner hindert Sie daran, eine AG zu gründen, irgendein geschäft zu betreiben und verluste zu schreiben. solange Sie genügend dumme aktionäre finden, die Ihnen für Ihre papierchen genügend bezahlen, dürfen Sie sich auch selber boni ausschütten. und ja, Ihren besten freunden im laden natürlich auch.
      nur wenn die abhauen, wird’s über kurz oder lang problematisch. aber wenn Sie dafür schauen, dass Ihre aktie im SMI oder SPI drin ist, werden die PKs Sie gar nicht fallen lassen können.

  21. Es ist doch eigentlich ganz einfach: Ein Bonus sollte doch eine Erfolgsbeteiligung sein. Einverstanden? Erfolg bedeutet in diesem Zusammenhang Gewinn. Ein Bonus sollte demnach eine Gewinnbeteiligung sein. Folglich: Kein Gewinn -> kein Bonus. P. S. Bei Verlust müsste für die oberen Ränge vielleicht ein Malus (Lohnkürzung, nicht Bonus-Kürzung) folgen.

    • Falsch, zurück in die Grundschule: Erfolg kann ein positives oder negatives Vorzeichen haben, muss nicht zwangsläufig Gewinn sein.

      Vielleicht hat es der Chef geschafft, den Minussaldo zu verkleinern, dann wärs auch ein „Erfolg“!

    • gg: Hast Du sicher in St. Gallen gelernt. Dort hast Du sicher auch gelernt, was ein negativer Betriebsüberschuss oder ein negativer Gewinnvortrag ist.

    • Der Erfolg von 2016 liegt darin, dass die US Busse lumpige 2,5 Milliarden beträgt und nicht mehr. Das sollte doch genügen für einen Superbonus in der Teppichetage.
      Es wird der Tag kommen, da wird das Fussvolk Tag für Tag vor den Villen und Schlösser dieser Boni Bonzen stehen.

  22. Wir sind gespannt auf die Reaktion des Haus-Werbeonkels Roger Federer (Crédit Suisse Ambassador). Er redete der CS ins Gewissen
    – Thema Abholzung des Regenwaldes – Finnews 21.5.2015. Was meint er zur aktuellen Situation? Er wird schweigen.
    Wer redet sich schon um lukrativen Nebeneinnahmen und wenn langjährige Schweizer Bankangestellte den RAV’s zugestellt werden. Who cares?

  23. ich bin überzeugt, dass das resultat f die wichtigen, bestimmenden (und NUR für die) aktionäre bestens i.o. ist, kein problem damit. die hier sich beklagenden u echauffierenden schreiber sollen sich viel mehr, konsequenterweise, fragen, warum denn diese bank noch kunden hat. darauf habe ich noch keine plausible antwort erhalten. übrigens dünken mich die bonusbezüge eher untermässlig, die dürften problemlos kräftiger zulangen, es hed solangs hed…

    • @ rk

      Kann es sein, dass die Bank von den Mehrheitsaktionären als Vehikel missbraucht wird? Und kann es sein, dass viele gewichtige Kunden hinter den Hauptaktionären stehen, resp. mit diesen verbandelt sind. Sprich: kann es sein, dass fragwürdige Kunden, resp. fragwürdiges Geld bei der CS gewandelt wird? Das sollen keine Unterstellungen, sondern ein hypothetische Möglichkeiten sein. Man denke nach und bilde sich sein eigenes Urteil

  24. Jetzt müsste der Bundesrat / die Finma handeln und die Bank in ihre Einzelteile zerlegen. So wären allenfalls noch einige wenige Arbeitsplätze für den Standort Schweiz zu retten.
    Vor einigen Jahren hat der Bundesrat noch das Strafrecht zugunsten der CS ausgehebelt und es wurden Namen von (unschuldigen) Mitarbeitenden in die USA geliefert. Was es gebracht hat ist fraglich. Einen solchen Eingriff in den Rechtsstaat hätte man an klare Bedingungen binden müssen, z.B. Manager-Boni und VR Entschädigungen auf ein Sperrkonto ausbezahlen und erst dann freigeben, wenn sich die Bank an die Regeln hält und wieder Erfolge erzielt. Aber es scheint, als hätte die CS einen weit besseren Draht zum Bundesrat als man denken würde. Damals hatte Dougan das Sagen in dieser Organisation. Seine Boni sind ausbezahlt und die „Verantwortung“ an den nächsten übergeben.
    Geschützt wird mit einem solchen Verhalten des Bundesrates nicht etwa das Volk oder der Wirtschaftsstandort Schweiz sondern die einzelnen CEOs und VRs der letzten Jahre.
    Und wenn jetzt jemand sagt, der Bundesrat soll/darf sich nicht einmischen:
    Ja, lasst den Markt spielen und die CS wäre schon lange nicht mehr Teil des Schweizer Banksektors! Wenn aber der „Schiedsrichter“ an den Regeln schraubt, dann macht es das Spiel kaputt. Fragt doch einfach Roger Federer, der kann es euch bestimmt gut erklären.

  25. Ich bin schlecht im rechnen, aber prinzipiell müsste man doch einfach sagen – bei Verlust kein Bonus auf der Kader Ebene. Aber das geht ja nicht, weil sonst alle Topshots abspringen.

    Und sowieso – ein garantierter 13ter Lohn bei allen Mitarbeitern, die unter 120k im Jahr verdienen. Es ist ein Hohn, die Arbeitskraft mit (wenns gut kommt) 2-3k abzuspeisen. Aber es sind halt schon Toplöhne und man soll froh sein, überhaupt noch einen Job zu haben.

  26. Herr Thiam lügt nicht etwa, wie man
    beim Lesen von: „Wir sind gut aufgestellt“
    meinen könnte, sondern er spricht im Pluralis
    majestatis, einem heutzutage eher selten
    gebrauchten grammatikalischen Konstrukt:

    Mit ‚Wir‘ meint er sich und mit ‚gut aufgestellt‘
    meint er seinen Bonus

    • Ha, ha, ha ich lache mich kaputt:
      Origination CS: Tidjane Thiam, Chief Executive Officer der Credit Suisse, sagte:
      Wir haben zwölf anspruchsvolle und ereignisreiche Monate hinter uns.
      Wir haben unsere Fixkostenbasis erheblich reduziert und den Operating Leverage gesteigert
      Zudem haben wir im Branchenvergleich führende Netto-Neugelder bei höheren Margen erwirtschaftet
      Im Advisory- und Emissionsgeschäft haben wir bedeutende Erfolge erzielt und sowohl den Marktanteil als auch die Profitabilität erheblich gesteigert.
      Die Redimensionierung der Division GM haben wir im Wesentlichen abgeschlossen und konnten im Gesamtjahr 2016 einen Gewinn für die Division verzeichnen, bei einer guten Dynamik im vierten Quartal.
      Wir haben einen Vergleich mit dem US-Justizministerium (DoJ) im Zusammenhang mit unserem früheren RMBS-Geschäft erzielt und damit einen bedeutenden Unsicherheitsfaktor für die Bank ausgeräumt.
      Wir haben die Kapitalbasis der Gruppe erheblich gestärkt und steigerten unsere Quote des harten Kernkapitals (CET1) auf Look-through-Basis gegenüber der Quote, die wir zum Zeitpunkt der Ankündigung unserer neuen Strategie im Oktober 2015 verzeichneten, um 140 Bp.9 auf 11,6% unter Berücksichtigung des RMBS-Vergleichs mit dem DoJ.
      In einem schwierigen Jahr haben unsere Teams grossen Einsatz gezeigt und gute Fortschritte erzielt.
      Wir sind gut aufgestellt, um unser Restrukturierungsprogramm in den Jahren 2017 und 2018 erfolgreich fortzuführen und an attraktiven Wachstumsmöglichkeiten in unseren verschiedenen Geschäftsbereichen und Regionen zu partizipieren.
      Als traditionsreiche Schweizer Bank sind wir überzeugt, in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit für unsere Kunden Performance, Stabilität und Sicherheit gewährleisten zu können.
      Wie stellten amerikanische Forscher doch schon vor längerer Zeit fest:
      Wunderbar, großartig, toll: Nicht nur Superlative sind verdächtig. Forscher haben ein Muster entdeckt, das Manager häufig verwenden, wenn sie täuschen.
      Anhand von Protokollen untersuchten die Wirtschaftswissenschaftler die Konferenzen nach linguistischen Kriterien. Dabei stellten sie fest, dass Führungskräfte, wenn sie während ihrer Präsentation lügen, viele unpersönliche Pronomen benutzen und häufig in der dritten Person Plural sprechen (… wir …)
      Dadurch würden sich die Manager von ihrer persönlichen Verantwortung für das Vorgetragene distanzieren, argumentieren die Forscher in ihrer Studie. Auch die Verwendung von allgemeinen Ausdrücken wie „jeder von uns weiß“ ist den Wissenschaftlern zufolge ein Zeichen dafür, dass die folgenden Aussagen zweifelhaft sind.
      Siehe http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-entlarvt-manager-die-sprache-der-luegen-1.1014348

  27. Mal ehrlich, verwundert das jemanden noch. Nix erwirtschaften und hohe Boni ausbezahlen. Mit Duo Thiam und Rhoner, hat die CS den Untergang bekommen, zwei Versager auf hohem Niveau. Rhoner hätte die Bank schon vor Jahren verlassen sollen, sprich gekikkt werden müssen. Thiam der ach so tolle Topshot der kaum was kann. Weiss nicht was sich die CS dabei dachte. Versicherungsheini übernimmt Schewizer-Bank? Wo sind unsere loyalen Schweizer Leute hin?
    Herr Rhoner macht ja keine Fehler, dies sah man vor Gericht in der USA mit Brady, es sind ja immer die anderen und er wusste von nix. Frage mich für was genau diese hohen Löhne bezahlt werden, für zwei solche Leute wie die beiden, die eine solide Schweizer- Bank systematisch abwracken und Abkassieren. Schade um die CS, die einst eine so tolle Bank war. Alfred Escher würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen würde, was mit seinem Vermächtnis gemacht wird. Ist eine Schande auf ganzer Linie.

    • Besser kann man „die Arbeit“ von Rohner und Thiam wohl nicht beschreiben, in der Tat sind da „2 Versager“ an der Spitze die aber „versagerlos“ Boni beziehen !

  28. Der CS kanns ja nicht sooo schlecht gehen, solange die Top Manager freche Boni abziehen und sich an der Bank bedienen. Der Oberchef, VRP Rohner, schaut für seine Schäfchen gut und für sich noch besser.

  29. Im Börsenkasino wird das CS 2016 Resultat offensichtlich andersrum eingeschätzt. Aktuell um 9:27 Uhr 3% im Plus während der Hauptkonkurrent 0,7% im Minus rumdümpelt . . . Absurder Kasinobetrieb!!

    • aber sorry … schaut ihn Euch unbedingt an.
      Sicher ist es wegen seines Stammbaums (Deutsche Bank, Mc K., Erste …)
      Ich sehe schwarz!

  30. Wie passt ein Milliardenverlust mit dem Bonusregen für die GL zusammen. Herr Rohner? Wieviele langjährige, loyale Mitarbeiter haben Sie geopfert, damit Sie und Ihre raffgierigen Kumpane im VR und in der GL sich dem schnöden Mammon hingeben können? Ich kann Sie.einfach nicht Ernst nehmen, Herr Rohner. Sie reden andauernd von Verantwortung, sind aber bloss ein gieriger Banker in einer weissen Weste.

    • Ob dem Urs seine West so weiss ich – weiss ich nicht. Aber eines weiss ich ganz sicher, eine weisse Weste zu haben, bedeutet nicht automatisch auch eine gute Moral zu haben.
      So lange es Mitarbeiter gibt, welche man über die Klinge springen lassen kann, bestehen beste Chancen, dass es einen Bonus gibt. Es wäre wirklich an der Zeit, dass an der nächsten GV diese Herren eine Quali von den versammelten Aktionären erhalten.

  31. CS hätte fast geld verdient ohne Litigation Kosten:

    Verlust – 2,438
    Net litigation provision 2,170 +
    ———–
    = fast ein Gewinn – 268
    ahhh vergessen……
    Real estate gains – 366
    ————
    = fast ein Verlust :)) – 634

    ahhh, und der Goodwill der im Bilanz sitzt und wert 0 ist…..aber lasst das fuer später sonst gibt es wirklich keine Bonus fuer eure super Top Management! Gratuliere!

  32. Mal schauen wie die verteilten Boni ausschauen. Wie alle Mitarbeiter und Ehemalige wissen, die weissen Westen werden wieder heftig zugreifen anstatt einen Malus aufgebrummt zu bekommen. Gruss an den Verwaltungsrat.

  33. Ach Lukas….

    13.02.17
    „Khan legte massiv zu, mit über 15 Milliarden Neugeldern. Dadurch ist seine Assetbasis, auf der er Gewinne erzielen kann, auf 323 Milliarden Franken hochgeschnellt.“

    31.11.2016
    „Khans Gewinne sind auch noch nicht berauschend. “

    19.08.16
    „Khan setzt damit in seiner Division International Wealth Management ein Konzept um, das typisch für einen Berater ist, der noch nie an der Bankenfront gearbeitet hat.“

    19.08.16
    „Was der Shootingstar der CS laut erfahrenen Kundenleuten nicht bedenkt: Man wisse nie, was ein Kunde wirklich wert sei.“

    22.04.16
    „Khan hingegen ist angeschlagen wegen dem Russen-Fall, der bereits eine Viertel Milliarde gekostet hat.“

    26.02.16
    „Kurz: Khan habe viel angerissen, aber wenig durchgezogen. “

    10.02.16
    „Party in Barcelona für Hunderttausende von Franken, gleichzeitig peitschen die Sturmböen der entfesselten Märkte über den Leck geschlagenen CS-Tanker.“

    06.11.2015
    „Nicht Teil des Deals sind möglichst viele Erträge. Diese sollen bei der alten CS Group bleiben.

    Wieder einmal typisch Hässig!

  34. Einmal mehr geht die Selbstbedienung und Selbstbereicherung weiter. Ich arbeite auch in der Geschäftsleitung einer Bank. Wenn wir Verlust machen, bezahlen wir keine Boni. Diese Politik müsste sich die CS auch mal vornehmen.

    Thiam finde ich einen höchst fragwürdigen Manager. Seit er am Ruder ist hat er noch nichts erreicht und kein nachhaltiges Wachsum kreiert. Er kann aber nur zum Teil etwas dafür. Sein Präsident des Verwaltungsrates trägt ja auch nichts dazu bei. Im Gegenteil, als ehemaliger Oberjurist müsste er die Compliance schon längst in den Griff bekommen haben.

    Es ist einfach ein Graus, wie diese beiden Manager die CS an die Wand fahren. Ein starker Verwaltungsrat würde da schon lange einschreiten. Solange Herren wie Alexander Gut im VR sind, kann man aber nicht von einem starken Verwaltungsrat sprechen. Räumt endlich auf!

    • Das ist doch bei der CS genau wie bei Ihrer Bank:
      Die CS hat knapp eine schwarze Null geschrieben und danach erst Boni ausbezahlt. Völlig akzeptabel. Dass es daraus ein Verlust resultiert, ist sicherlich nicht die Schuld des VR – Schuld ist die Mathematik. Und die USA mit ihren doofen Bussen – auch dafür kann der VR und die GL nichts.

    • Der erwähnte VR Alexander Gut ist der leibliche Sohn des amtierenden CS Ehrenpräsidenten….. Rainer E. Gut.
      Das ist nichts anderes als obszöner Nepotismus, wie er einer Schweizer Bank überhaupt nicht ansteht. Das sind Irrsinns-Verhältnisse.
      Aber es ist nicht nur ein andauerndes Reputationsproblem, sondern es ist auch ein ganz schlechtes Exempel für die Mitarbeiter.
      Die Botschaft lautet nämlich: Vetterliwirtschaft ist total ok. Wir machen es euch im VR gleich mal vor.
      Seid ungeniert, macht es uns nur nach.

    • was haben die Zahlen der CS mit den Wählern der SVP zu tun…..?? Ein bisschen gar weit hergeholt, aber Hauptsache man kommentiert irgendwas….

    • Es geht darum, dass der mittelständische Bürger nicht nachvollziehen kann, wie die abgehobene Manager-Kaste weiterhin Boni abkassiert, während der Maschinenraum bluten muss. Die CS Mitarbeiter kommen aus dem Mittelstand und spüren sehr direkt was es heisst, von internationalen Shooting-Stars und Elite-Schweizern wie Rohner ausgenommen zu werden.

      @ All CS-Mitarbeiter: Ihr macht einen Super Job! Ich arbeite gerne mit Euch zusammen. Gute bodenständige Bankangestellte, das braucht die Schweiz. Schade, dass auch bei Euch die Scharlatane an der Spitze sitzen.

  35. Es war ja so zu erwarten! Trotzdem ist und bleibt es eine bodenlose Frechheit, was den Aktionären zugemutet wird: Compliance nicht annähernd im Griff und folglich laufend riesige Verluste, welche mit dem Tagesgeschäft nicht annähernd wettgemacht werden können – und trotzdem Boni für die offenbar „erfolgreichen“ Manager. All dies zulasten der Substanz resp. der Aktionäre. Was ist bei der CS die Definition von „erfolgsabhängig“? Solche Zahlen haben doch mit Erfolg nicht das Geringste zu tun – schon eher mit einer Katastrophe!

    • Niemand muss CS Aktien kaufen, vielleicht halten weil die Hoffnung auf weniger Verlust noch nicht gestorben ist

    • Für diese Spähren wie Thiam & Co. gelten die Gesetze der Erdanziehungskraft schon lange nicht mehr. Es ist für die schon ein Erfolg wenn sie weniger Busse zahlen müssen als erwartet. Und dieser Erfolg darf man sich dann auch Überbeinen opulenten Bonus honorieren lassen. Für auch gut qualifizierte Leute kaum mehr fassbar.
      Das muss endlich aufhören.

    • Ja die armen Aktionäre. Das sind die gleichen Pfeifen wie das Management. Ob bei CS oder UBS, die Aktionäre könnten an der GV was bewirken. Aber auch diese sind träge und winken Alles einfach durch. Solange die Aktionäre ihre Verantwortung nicht wahrnehmen müssen sie auch nicht bedauert werden.

  36. Also das Memo von Herrn Thiam meldet Nettoneugeldzuflüsse iin Höhe von CHF 28.5 Milliarden im 2016. Gegenüber 2015 ein Anstieg von 58 Prozent.

  37. Im IB wird noch gut bezahlt. PB wird einfach ausgenutzt, dabei wissen wir ja von der Volaitiliatet des IB. Stoert die IB Desks in HK und NY wenig. Die arbeiten sowieso auf einem anderen Planeten als die Leute am Paradeplatz, geschweige denn auf irgendeinem Bauernhof in der Pampa. Aber besser wenn dies niemand weiss und alle denken TT’s Lohn sei das non-plus-ultra.

  38. Man hatte es ja auch schwer. „Wir haben zwölf anspruchsvolle und ereignisreiche Monate hinter uns“, wird Thiam im heutigen Communiqué zitiert. Gilt natürlich nur für das Management, wo sich ausgiebig Bonus genehmigt. Die Mitarbeiter hatten ja ein „Plausch Jahr“ für diese braucht es nur wenig bis gar kein Bonus. Schlussendlich hat das Management ihre Privatbänking Kunden wo sich kein Invest Packet gönnen, werden kurzerhand ans Callcenter gehängt. Die CS erfindet das Bänking neu, jetzt wird alles viel besser. Bonviva Danke vielmal.

    • vortrefflich kommentiert, trudi.
      stellt sich auch immer wieder die frage, wo sind eigentlich die aktionäre, die die überrissenenen boni an die teppichetage immer wieder durchwinkt?
      bekommen die grosse aktionäre ev. eine retro vom management?
      nach guter alter helvetischer manier?
      wäre ich aktionär, würde ich das ganz sicher machen.

  39. Der Untergang der CS wurde zu Walter Kielholz-Zeiten bereits eingeleitet, dann kam der Mühlemann und es ging weiter bergab bis die CS mit einem Bein im Abgrund stand. Dann haben sie Osi Grübel geholt, der hat den Scherbenhaufen wieder geflickt und nun läuten die Herren Thiame und vor allem VR-Präsident Rohner das Ende ein. Ein Fall von Überheblichkeit, Dummheit und Arroganz.

    • Ja, warum macht es sich die CS nur so schwer? Damals in der Finanzkrise hat die UBS einen ehemaligen Bundesrat (Kaspar Villiger) als VRP (Management der politischen Seite) und einen sehr erfahrenen Banker (Oswald Grübel) als CEO (Management des Geschäfts) geholt. Die CS geht einen anderen Weg: Einen Anwalt als VRP (der notabene nicht viel vom Banking versteht) und einen CEO von einer Versicherung der ebenfalls nichts vom Banking versteht. Das zeugt auf Seiten CS von einer ganz horizontalen Lernkurve.

    • Mit Mat voll einverstanden. Auch Kielholz war ein Grosssprecher und kultivierte die Seilschaften. Rohner war doch beim Privat-TV schon nicht zu gebrauchen – als Anwalt eh schon nicht – blieb also nur noch die CS – und hier wird er vermutlich als Liquidator geführt – könnte aber sein, dass ihm nicht mal das gelingt. Dann bleibt vielleicht noch ein Plätzchen beim Zurich Film Festival…

    • Ihr vergesst immer wieder, dass Herr Grübel hauptsächlich mitverantwortlich für den Bonuswahnsinn ist……
      also nichts von Top-Manager…..nur ein weiterer gieriger Banker!

    • Nein, also wirklich:
      die Lernkurve ist brutal steil, nur einfach von links oben nach rechts unten!
      Ein CEO, der als Privatmann wegen seines PEP-Status kein Konto hätte eröffnen können und ein VRP (Voll-Rest-Posten?), der seiner Geliebten ihr ZFF über Jahre sponserte, müssen unbedingt bei der Stange gehalten werden.
      Ich schwöre, so gute Top-Shots findet man sonst also wirklich nirgends mehr in diesem Universum! Ehrenwort!!!