UBS-Blessing holt McKinsey

Kaum ist CEO von Crash-Commerzbank in Zürich gelandet, schon engagiert er seine Berater-Kollegen – „Bestes Kundenerlebnis“.

Blessing will Sankt-Martin sein. Nur ja nicht den Eindruck des Macheten schwingenden Kostenschlächters aufkommen lassen.

Das ist schneller passiert als befürchtet. Denn der Heilige Blessing hat als erste Amtshandlung bei der UBS die berühmt-berüchtigte McKinsey ins Haus geholt.

Für die umstrittene Amerikaner-Beratungsfirma war Blessing einst selbst tätig. Danach machte er sich auf, das Banking zu erneuern.

Bei der Commerzbank blieb der Erfolg überschaubar. Unter Blessing hinkte die Bank der Krise jahrelang hinterher.

Als der Chef vor Jahresfrist von Bord ging, brachen die Dämme. 9’000 von 45’000 Angestellten weg, das ist ein Fünftel.

Und: Betrügereien rund um Mehrfach-Inkasso von Verrechnungssteuern bei der Commerzbank unter Blessing im grossen Stil. Cum-ex bei Sankt Martin.

Nun also McKinsey. Es gehe nicht um Kosten, heisst es aus der UBS. Sondern um Fortschritt. Die Zukunft. Die Kunden.

Die neue UBS Schweiz.

Diese muss Blessing, ein Deutscher mit Abschluss in St. Gallen, an der Spitze halten. Kein leichtes Unterfangen.

Sein Vorgänger Lukas Gähwiler, ein Langnauer am Albis mit biederem Auftritt, hatte sie gross gemacht.

Gähwiler gab im Herbst das Steuer ab, durfte aber als „Chairman“ mit viel Lohn und glänzender Visitenkarte als Frühstücksdirektor bleiben.

Blessing kam. Sah. Und befahl: McKinsey, übernehmen.

Die Berater-Kollegen – man kennt sich von früher, man tickt gleich – bedankten die Wahl so, wie sie es immer tun.

Mit einer Folienorgie.

„Kundenerlebnis 2020“ lautet das McKinsey-Programm. Unter dem Namen tauchen dann schöne neue Welten auf.

„Jederzeit & überall“ sollen die Schweizer UBS-Kunden die Dienstleistungen der führenden Bank des Landes nutzen können. „Digital und persönlich“.

Blöd nur, wenn das E-Banking wieder einmal abstürzt. So wie gestern Abend. Da ging nichts mehr. Nicht einmal einen Hinweis erhielten die Betroffenen, wann’s wieder läuft.

„Kompetent“ will man bei der UBS Schweiz unter dem neuen Chef Blessing sein. Schliesslich sei die Bank global aktiv, verfüge also über umfassendes Wissen und „hoch qualifizierte Mitarbeiter“.

Zeit hätten die Kunden immer weniger. Ergo „einfach und schnell“, so müsse die UBS ihre Services an anbieten.

Und dann noch als besonderes Zückerchen aus der Beraterküche: „Jeden Tag besser“. Engagement heisst da das Zauberwort.

Pfannenfertig von McKinsey geliefert. Gleichzeitig werden die gestandenen UBS-Banker mit 50 und mehr Jahren auf dem Buckel entlassen.

Engagement ohne Erfahrung. Wie soll das gehen? Die Zukunft wird es zeigen.

Blessing warnte zuletzt vor zu hohen Erwartungen. Die Rekordergebnisse unter seinem Vorgänger würden kaum zu schlagen sein.

Der Trend zeige nach unten. Halten des Erreichten wäre schon ein Erfolg.

Tief stapeln, dann hat man immer einen guten Grund fürs Scheitern. Und wenn der Erfolg sich doch einstellt – umso besser.

Blessing legt das Augenmerk auf weiche Faktoren. „Bestes Kundenerlebnis für unsere Kunden“ lautet sein Credo, verankert in seiner Strategie „2020“ aus der Feder von McKinsey.

Dass der UBS-Schweiz-Chef den Kunden ins Zentrum rückt, ist sicher nicht falsch.

Dass Blessing dafür McKinsey braucht, erstaunt.

Schliesslich ist er doch selbst der Banker.

Kommentare

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  1. Ich habe den Eindruck, Herr Blessing möchte das, was bei UBS sowieso schon lange läuft (Digitalisierung, Berater-Ausbildung, usw.) nun einfach als seinen eigenen Plan ausgeben und benötigt die Mackies, um die dazu passenden Folien und Meetings zu produzieren. Schlecht ist der Plan ja nicht, aber eine gute Führungskraft könnte ihn auch ohne Beraterfirma durchsetzen.

  2. Wenn McK kommt, geht’s brutal bergab. Haben wir ja zur Genüge gesehen bei CS, Zurich & Co. Wer die nach all den Katastrophen noch holt muss echt nicht mehr bei Trost sein. UBS shorten.

  3. Unglaublich was sich die UBS da wieder leistet. Offenbar findet sie selber, dass ihre importierten Fachkräfte von Weber bis Blessing zu wenig taugen. Die Haupt Kompetenzen dürften im Absahnen liegen, womit sich die Herren aus Deutschland wohl vornehmlich beschäftigen. Weber scheint dazu noch spezielle Fähigkeiten als Spesenritter zu besitzen. Und die Aktionäre schauen einfach zu………………..

  4. Warum „leistet“ sich die UBS solch einen Topmanager? Man hätte ja auch dem 2. Lehrjahrstift den Auftrag erteilen können, McK anzurufen. Schon wären 4 Mio eingespart. Man multipliziere das nun mal 10….. Um Kosten zu sparen bei einer Bank, reicht ein KV. Nur mal die Lohnkosten der 4 Toplayer anschauen und ohne Leistungseinbruch sind Millionen eingespart.

    • Richtig, der Ex-Kaffeemaschinenhandel-Stift Robert Studer hat es diesen Herren seinerzeit bei der SBG vorgemacht.

  5. Ich habe heute meine UBS Aktien verkauft.
    Habe keine Lust, eine Abwärtsbewegung wie bei CS, Leonteq, Swissair (alle von McKinsey „beraten“) mitzumachen.

    • Wer weiss, vielleicht haben Sie recht und gehen die täglichen „Gewinnmitnahmen“ tatsächlich noch bis auf Stufe Non-Valeur weiter.

    • @ex aktionär: auch ich bin (noch aktionär). die ubs und ihre aktien sind ein trauerspiel seit jahren und die verlierer sind die aktionäre und die steuerzahler. die ubs ist inbezug auf gebühren,courtagen usw.usw. die teuerste bank und trotzdem gelingt es ihr nicht, die gewinne und dividenden zu erhöhen. der wurm steckt nicht alleine in den bussen drin bei welchen ubs ja immer dabei ist sondern wo anders – zum beispiel im reputationsverlust, verlust von schwarzgeld etc.

    • Bei Swissair muss ich leider etwas dagegen halten und gehe eher davon aus das die hunter strategie von Brugisser…auf teufel komm raus marode airlines zusammen zu kaufen den tot gebracht hat

  6. ..und wo ist denn unser George Clooney Blender aus dem Tessin? Der hätte doch als CEO die Aufgabe diese Geschäftsleitungsmitglieder in Schranken zu halten und dafür zu Sorgen, dass diese Berater & Folienpinsler nicht ins Haus kommen. Aber eben, wen man selber auch nichts kann, was kann man erwarten..14 Millionen pro Jahr garnieren und zuschauen!

  7. wie muss ich mir das so mit beraterfirmen vorstellen? da wird ein mänätscher mit einem millionensslär angestellt, hat aber keine ahnung was er tun soll, bestellt berater für millionen, macht sich an die arbeit, und hinterlässt wieder einen millionenschaden… und schiebt die verantwortung auf die berater…

    • So ungefähr – ein McKinsey-Berater schwatzt Ihnen Ihre Uhr ab, um Ihnen dann für teures Geld zu sagen, wie spät es ist…

    • Genau so ist es. Und weil JEDER im VR und GL noch 2-3 absahnen will und JEDER weiss, dass es nicht gut kommt. Wieder 1000 Leute entlassen und ein weiteres Jahr Kassen füllen.
      Bei jedem Kiosk steht der Kunde im Zentrum, da braucht es keine MKverarsch mich um das zu verstehen. Jedes Jahr die gleichen Aussagen der GL, immer mit neuen Floskeln verpackt. JEDER weiss es, bis zum Stift.
      Swissbanking ohne Schwarzgeld funktioniert nicht für die UBS und CS. Man presst einfach noch solange aus wie möglich. Bis zum bitteren Koma und Dahinscheiden.

  8. Der McKinsey Leitsatz: We help organizations make distinctive and lasting changes to their performance. Das ist absolut korrekt! Siehe u.a. die Performance der CS!

  9. … und wieder ein hochdotierter Deutschlandimport, der die Bedürfnisse Schweizer Kunden besser kennen sollte…..

    Die Schweizer Bankenwelt verkommt zu einem Selbstbedienungsladen für EU Bürger. EU Chefs stellen EU Fachkräfte ein. Der Filz zieht sich weiter bis tief hinunter in den Maschinenraum. Letzgenannter wird dann in einem ersten „Management“entscheid ins fernste Ausland verlagert und via Mainstream Medien dem Aktionär als Erfolg vermeldet.

    Freut euch! Auf gehts …

  10. Oh weh, wer flüsterte Blessing (wer ist denn das?) zu, dass es um eine Customer Experience geht?

    Alte Mannen überfordert mit dem tiefen Inhalt neuer Begriffen ist immer ein gefundenes Fressen für die Consultancy.

    Man darf hoffen, dass er gut beraten wird.

  11. Every day, a small Ant arrives at work very early and starts work immediately. She produces a lot and she was happy. The Chief, a Tiger, was surprised to see that the Ant was working without supervision. He thought if the Ant can produce so much without supervision, wouldn’t she produce even more if she had a supervisor! So he recruited a Bee who had extensive experience as supervisor and who was famous for writing excellent reports. The Bee’s first decision was to set up a clocking in attendance system. He also needed a secretary to help him write and type his reports and he recruited a Rabbit , who managed the archives and monitored all phone calls. The Tiger was delighted with the Bee’s reports and asked him to produce graphs to describe production rates and to analyse trends, so that he could use them for presentations at Board‘s meetings. So the Bee had to buy a new computer and a Laser printer and recruited a Cat to manage the IT department. The Ant, who had once been so productive and relaxed, hated this new plethora of paperwork and meetings which used up most of her time…! The Tiger came to the conclusion that it was high time to nominate a person in charge of the department where the Ant worked. The position was given to the Monkey, whose first decision was to buy an Air Conditioner and an ergonomic chair for his office. The new person in charge, the Monkey, also needed a computer and a personal assistant , who he brought from his previous department, to help him prepare a Work and ‚Budget Control Strategic Optimisation Plan‘ … The Department where the Ant works is now a sad place, where nobody laughs anymore and everybody has become upset… It was at that time that the Bee convinced the boss, the Tiger; of the absolute necessity to start a climatic study of the environment . Having reviewed the charges for running the Ant’s department , the Tiger found out that the Production was much less than before. So he recruited the Owl, a prestigious and renowned consultant to carry out an audit and suggest solutions. The Owl spent three months in the department and came up with an enormous report, in several volumes, that concluded…….“ The Department is overstaffed …”…. Guess who the Tiger fires first?….. Of course, the Ant………, „….because she showed lack of motivation and had a negative attitude. “ ***********“The Characters in this fable are fictitious; any resemblance to real people or facts within your Corporation is pure coincidence only…“ **JG’s Note**Author Unknown

    • I was also the Ant which has been fired from Credit Suisse, but now I’m very glad that my boss is no further the Tiger, called Thiam. He is very proud of his own work and performance, but all he can do is cutting peole and his Business Plans are not working. Perfect desciption of what is going on in CS and UBS.

  12. Wenn einer unfähig ist zu erkennen, wie sein Industrie in Zukunft aussehen mag, welche Produkte und Dienstleistungen künftig der Kunde nachfragen wird, wie und wo man einen added value generieren kann, wenn man also nicht fähig ist, seine Hausaufgaben als Manager zu erledigen, holt man die Mackies. Und diese verbreiten mit ihren rückwärts gewandten Theorien nur Unsägliches. Lasst uns doch einige Wetten eingehen: 1. In kurzer Zeit wird McK einen Stellenabbau vorschlagen, der dann noch gravierender ausfallen wird. 2. Der UBS Aktienkurs macht dieselbe Bewegung wie derjenige der COBA unter Blessing. Für mich ist eines klar: Ich bin/werde keine Kunde von UBS und ich shorte diese Aktie – und zwar bei jeder Rallye.

  13. Weber und Bessing. Zwei Dütsche in Top-Positionen bei der „Schweizer“ Bank?! Mir kommt die Galle hoch. Beide können nicht gerade einen erfolgreichen Leistungsausweis vorweisen. Und dann noch viel Geld verbraten für nutzlose Beraterfritzen! Pfui!

    • Na Benny-Fachmann, hast Du Deine Klappe auch damals so weit aufgerissen, als der „Nicht-Dütsche“, sondern Schweizer Staatsbürger und Ex-Mc Kinsey-Boss Lukas Mühlemann plötzlich als CEO bei der CS eingestiegen ist? Oder hast Du damals an der Seitenlinie gestanden und Applaus geklatscht?
      Die UBS und die CS kranken beide an ihren alten, langsamen, überholten, nicht mehr zeitgemässen „Hierarchiesystemen“ mit Prokuristen, Directors, MDs etc. Völlig überholt, denn im Jahr 2017 wollen alle richtig guten Leute (gerade die ganz jungen top Ausgebildeten IT und BWL-Business School Absolventen) nicht mehr in solchen Hierarchisch-militärisch organisierten Grossbanken mit „Senioritätsprinzip“ arbeiten, sondern nur noch nach dem Leistungsprinzip (!). Da die Grossbanken sich selber nicht entfilzen können und das reine Leistungsprinzip einführen wollen, müssen halt externe Meckis und andere Berater ran, die mit der Eisenaxt reinhauen und aufräumen.

  14. Herr Blessing ist eine totale Besetzung für die UBS. Ich weiss nicht, was sich der Verwaltungsrat, und mitten drin sein „unsichtbarer“ Präsident Axel Weber, dabei dachten, viel kann es nicht gewesen sein. Schon die berufliche Vorgeschichte von Blessing lässt aufhorchen und sollte eine Warnung sein.
    Wenn einem CEO nichts mehr einfällt um ein Gesamtkonzept zu erarbeiten dann ruft er McKinsey. Die UBS driftet gefährlich in die Spur der CS ab, schon deren beiden Aktienkurse sagen alles. Herr Axel Weber trennen Sie sich wieder schleunigst von Blessing und McKinsey
    es tut der UBS besser und holen sie einen gestandenen Manager aus der Schweiz mit Genen und dem Verständnis von einer Bank wie es Robert Holzach bei der SBG hatte!!!

    • @Marc
      Leider, leider gibt es solche Banker und Führungspersönlichkeiten nicht mehr. Ich weiss, man soll nicht zurückblicken und von der Vergangenheit Träumen. Lesen Sie das Buch über Robert Holzach (Verlag NZZ) und da besonders die sieben Säulen der Glaubwürdigkeit sowie die sieben Todsünden eines Dienstleistungsunternehmens (Seite 269, es lohnt sich.

  15. Good morning Sweet UBS people,

    Take a chair and enjoy the new „Dog and Poney show“ graciously sponsored by your incredible CEO.

    PS. When leaving the show, don’t be humble and take home the blue envelope.

  16. Unzählige Male hat man in den letzten 10 Jahren externe Gutachter über das Schweizer Geschäft der UBS gejagt. Alles ist inzwischen bis zum Gehtnichtmehr optimiert. Die Beratungsfirmen schicken oft junge, unerfahrene Nachwuchsleute, die sehr intelligent sind und das in der zu beratenden Bank soeben erworbene Wissen als ihr eigenes verkaufen und dem Auftraggeber mit Power Point eindrücklich präsentieren und teuer verkaufen. Der Aufwand für die Bank steht in keinem Verhältnis zu den im besten Fall weiteren kleinen Verbesserungen. Kostensparend wäre, wenn man die nach wie vor überrissene Gesamtentschädigung in den Bereichen Wealth Management, Asset Management, Investmentbanking und Corporate Center anpassen würde, anstatt die solid arbeitenden Kundenberaterinnen und Kundenberater des Schweizer Geschäftes stets mit neuen überflüssigen Übungen zu ärgern.

    • Sie haben völlig recht „unerfahrene Nachwuchsleute“! Der Trick ist doch, dass man z.B. bei der einen Bank lernt und bei der anderen Bank anwendet. So gehen beide Banken vor die Hunde! Dieser Kindergarten ist aber auch noch teuer und somit wird noch mehr Geld vernichtet.

    • @Strübi sie sind aber sehr positiv gegenüber den Nachwuchleuten. Da ich selbst einmal zu dieser Sorte gehörte kann ich ihnen mitteilen, dass es meist auch kein „soeben“ erworbenes Wissen gibt. Der Inhalt stammt von Google, Büchern oder einer anderen Abteilung der Beratungsfirma. Der gesammelte Inhalt wird anschliessend kräftig umgerührt und mit viel heisser Luft aufgeschäumt und als ppt ansprechend angerichtet.

  17. Es zeigt, dass die Banken immer noch zuviel verdienen, die Arbeitswilligen unterdrücken und die Teppichetage aufrüstet, verwöhnt und damit verblödet. So wird das Kapital durch unfähige und strategielose sogenannte Manager vernichtet. Habe mit den Banken das Heu nicht mehr auf der gleichen Bühne.

  18. Beraterirrsinn
    Stellen sie sich einmal vor, alle Mitarbeiter haben das gleiche Recht und stellen einen Consultant oder sogar ein ganzes Team von Consultants an um ihren Job zu erledigen. Unvorstellbar nicht? Aber genau das tun die hochbezahlten Manager heutzutage. Wenn sie das noch mit dem eignen Lohn / Bonus machen würden, dann wäre es vielleicht noch nachvollziehbar. Aber bitte nicht mit dem Geld der Aktionäre bzw. auf Kosten der Mitarbeiter. Also, wenn jemand einen Job annimmt, dann bitte auch mit entsprechender Fähigkeit das geforderte liefern. Das gilt auch für Manager in Top-Positionen. Das ist Added Value.

    • Wenn ich als Manager fähig bin meinen Bereich und v.a. mein Core-Business zu führen wozu brauche ich denn noch einen externen Berater der mir eine Strategie einflüstert?

      Darum, weil diese Manager nicht so fähig sind wie sie scheinen. Ein Nadelstreifenanzug alleine korreliert nicht mit dem IQ, wobei schon zu relativieren ist, dass alle sehr gut ausgebildet sind, zum Teil sogar promoviert haben aber nur leider nicht in dem Business worin sie sich bewegen. Patrons von früher kannten ihr Business bis ins hinterste Detail aus dem efef. Heute braucht es v.a. Seil- und Brüderschaften um an den Job zu kommen und eine grosse Klappe.

    • @ Urschweizer

      Sie sprechen wieder mal die Wahrheit aus! Es ist eigentlich ganz simpel. Und trotzdem läuft es komplett falsch!

  19. Lieber Herr Blessing, die McKinsey ist seit 10 Jahren der Berater der CS und schauen Sie sich doch mal den Aktienkurs über die letzten 10 Jahre an. Dass McKinsey auch bei der UBS AG aktiv ist, ist ja kein Gemheimnis. Wie wäre es aber, wenn Sie, als Chef, mal selber eine Strategie auf die Beine bringen und auch dafür den Kopf hinhalten? Man kann doch nicht gross verdienen und dann am Schluss, beim Flop, die anderen verantwortlich machen.

    • Interessant wären doch konkrete Zahlen von McKinsey zum Vergleich. Leider ist McK privat und braucht keine Gewinnzahlen zu publizieren; die haben aber mit Sicherheit in den letzten 10 Jahren rentabler gewirtschaftet, als unsere zwei Möchtegernuniversalbanken.

  20. Auf Verlangen der Aktionärin Riebeck-Brauerei von 1862 AG wird gemäß §§ 122 Abs. 2, 124 Abs. 1 AktG die
    Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung ( … der Commerzbank …) am 19. April 2013 um folgende Gegenstände zur Beschlussfassung ergänzt und hiermit bekannt gemacht:
    – Die Aktionärin Riebeck-Brauerei von 1862 AG beantragt, dem Vorstandssprecher, Herrn Martin Blessing, das Vertrauen zu entziehen.
    – Begründung:
    Bereits die Einberufung der Hauptversammlung unter Umgehung des Aktiengesetzes nach den Notstandsgesetzen für die Finanzkrise des Jahres 2008 unter Verkürzung der Einladungsfristen zeigt, dass die Bank lichterloh brennt. Dies hat seine Ursachen in der Person derjenigen, die diese Bank seit Jahren zu grunde-
    wirtschaften: Hier vor allem das „Dilettanten-Tandem“ mit Martin Blessing als Vorstandssprecher und Klaus-Peter Müller als Aufsichtsratsvorsitzender und Ziehvater von Blessing.
    – Beide Herren hatten nun jahrelang Zeit, zu beweisen, dass sie eine Bank erfolgreich führen können. Sie haben versagt und dilettiert wie kein anderer Vorstand einer deutschen Aktiengesell schaft seit Bestehen der Bundesrepublik. Sie gehören zu der Sorte Manager, die Probleme selten lösen und dafür ständig neue schaffen.
    – Was wurde von diesen Herren denn überhaupt in der Zeit geleistet, als sie sich Millionenbezüge in die Taschen stopften:
    In einem Anfall von Größenwahn Schrottbanken aufkaufen, Geld in der Lotterwirtschaft Griechenlands versenken (Devise: mehr Europa heißt noch mehr bezahlen), das Geld von Aktionären verbraten, Arbeitsplätze vernichten, versprochene Leistungen ver-
    weigern und bei den Vorstandsgehältern abzocken?
    – usw. usw. usw.
    – Dass dieser Vorstand schleunigst aus dem Verkehr gezogen gehört, belegt ein typischer Blessing-Blindflug im vergangenen Jahr: In der Hauptversammlung präsentierte er „Shipping finance“ als „neues Kernbanksegment zum 1. Juli 2012“. Nur wenige Wochen später wurde diese verlustreiche Sparte in die
    Müllabteilung der Bank zum Zwecke der Entsorgung geschickt.
    – Deutlicher kann man nicht dokumentieren, für die Leitung einer Bank völlig ungeeignet zu sein – worauf wir
    bereits in den vergangenen Jahren mehrfach ingewiesen haben.
    – In dieses Bild passen die unvergessenen Worte Blessings in der letzten Hauptversammlung: „Wir streben für das Geschäftsjahr 2013 wieder eine Dividende an.“. Der aktionärsseitige Zwischenruf „Märchenerzähler“ zeugt von guter Menschenkenntnis.

    Noch Fragen????

    P.S. Der Ständerat stimmte im letzten Herbst sehr knapp mit 19:18 Stimmen und gegen den Willen des Bundesrats einer Motion von Erich Ettlin (CVP/OW) zu, die eine Sonderregelung verlangt: Der Bundesrat soll demnach die Eidgenössische Steuerverwaltung anweisen, Geschäftsfahrzeuginhaber von der neuen Regelung auszunehmen. Denn diese führe zu einer zusätzlichen Einkommensbesteuerung Unselbständiger mit einem Geschäftsfahrzeug. Zudem verursache sie den Firmen einen enormen administrativen Aufwand, etwa bei der Erstellung von Lohnausweisen.

    So entschied der Nationalrat: Der Nationalrat ist nun zum Auftrakt der Frühlingssession seiner Kommission gefolgt und hat mit 121 zu 57 Stimmen bei sechs Enthaltungen die Motion ebenfalls angenommen und an den Bundesrat überwiesen.
    WELCOME to the „brave new world“

  21. Bestes Kundenerlebnis? Das war doch schon ein paar Mal bei der UBS das grosse Thema. Nur der Kunde wünscht eigentlich nur eine topseriöse Beratung und Performance auf seinen Assest und nicht ein Pseudo Erlebnis wie zum Essen, in die Oper, zum Golf, ans Autorennen eingeladen zu werden.

    Tragisch dass all diese Manager immer mit neuem Wein in alten Schläuchen punkten und garnieren können. Und diese Mc Kinsey Berater müssten mal für Ihr Tun zur Rechenschaft gezogen werden können wie bei dieser total abverreckten HUNTER Strategie bei der SR Group.

    • Ach Tom, ob der Schnorrer aus dem nördlichen Kanton kommt oder nicht, ist doch völlig egal. Seien wir ehrlich: genauso gut hättte es ein Blender aus Graubünden oder ein Dummschwätzer aus Solothurn sein können.
      Was hingegen wirklich tragisch ist: wieso braucht man einen hochbezahlten („Nur mit solchen Salären können wir solche Spitzenleute halten!“ ???) Blender, wenn seine erste Handlung ist, extern Hilfe zu holen?!? Dass er selber ehemaliger McKinzi-Heini ist, setzt der Sache die Krone auf.
      Da fällt einem nicht mehr viel ein, ausser vielleicht die heutige Definition von Modern Education:
      „Creating people who are smart enough to accurately repeat what they’re told and follow orders. And dumb enough to think that makes them smarter than everyone else!“

    • Ach Eli, aber da geb ich doch lieber dem Bündner Blender oder dem Solothurner Dummschwätzer den ganzen Stutz. Der gibt ihn dann in seiner Pension wenigstens auch wieder in der Schweiz aus.

    • @Eli Taer:

      Wegen Grundeinstellungen wie du eine hast. Wandern jährlich 60 bis 115’000 netto „Fachkräfte“ ein, sind in vielen Privatbanken die Schweizer klar in der Minderheit seit ein paar Jahren, ist die CH Arbeitslosigkeit nach OECD Standard höher als in Deutschland und müsen wir letzte CH Mohikaner tagtäglich um unsere Jobs zittern.

      Vielleicht öffnen euch ewiggestrigen Liberalen einmal eure Kinder die Augen wenn sie euch fragen: „Papa was hast du mir für eine Schweiz hinterlassen“.

    • @tom: geb ich Dir recht, aber tut nicht wesentlich zur sache.

      @roni: ich bin verwirrt. wenn ich ewiggestriger liberaler bin, bin ich jetzt ewiggestrig (benutzt die SP sehr gerne für SVP) oder liberal (die FDP nennt sich zwar so, ist aber alles andere. und auch die SP nennt sich gerne weltoffen und progressiv, also auch irgendwie liberal. oder die Grün-Liberalen? oder gar die BDP?)? wie gesagt: verwirrt!
      aber wenn Du mir meine grundhaltung mitteilst, komm ich hoffentlich drauf!
      PS: das mit den kindern ist aber gemein.
      PPS: glaub mir, wir sind uns viiiel ähnlicher als du denkst!

    • @Eli taer:
      Der Blender aus GR ist Uns allen bekannt aber Dummschwätzer aus SO kenne ich keinen.
      Bitte kläre mich auf !!

      Rodolfo Valentino

  22. Leider scheinen die guten Herren auf der Führungsetage keine eigenen Ideen mehr zu haben. Auf jeden Wechsel auf der C-Stufe folgt ein Auftrag an die Berater…McK, Berger, BCG, ATK. Wenn dies schief geht folgt die 2. Reihe mit grösserer Masse und gleichem Honorar…EY, KPMG, PwC oder Deloitte. Einen gut frisierten Affen auf den Stuhl setzen kommt wahrscheinlich billiger. Die Beraterbranche kann nur danken.