CS-Informatik nach Indien: Nur erster Schritt?

Bank schweigt zu Ausmass von Outsourcing – Pleite bei British Airways zeigt Indien-Risiken – CS-Sparwahn führt in Sackgasse.

Von der Auslagerung der Credit Suisse-Informatik an die indische Servicefirma HCL sollen „nur“ 39 CS-Leute betroffen sein.

Dies steht in einer internen Präsentation. Doch es könnte sich um die Spitze des Eisbergs halten.

Betroffene jedenfalls befürchten das. Und die CS-Pressestelle will keine Stellung nehmen.

Sie schweigt. Man habe dem bisher Gesagten „nichts hinzuzufügen“, meinte gestern eine Sprecherin.

Dabei wären die Fragen klar und einfach. Würde man meinen.

Gibt es einen Sozialplan? Gibt es über die 39 betroffenen Informatiker in der Schweiz noch weitere? Wie viel spart die CS mit dem Indien-Outsourcinig? Wie gross ist das Risiko?

Dazu lässt die CS Personal und Öffentlichkeit im Ungewissen. So schürt sie den Verdacht, dass es sich bei der Auslagerung von guten IT-Jobs um die Spitze des Eisbergs handelt.

Vielleicht lotet die Bank aus, wie weit sie gehen kann. Falls die Betroffenen mitspielen und ohne Aufschrei zur indischen HCL wechseln, könnte die CS-Führung das Spiel wiederholen.

Immer wieder. Immer mehr.

Dann würden auf die jetzt bekannt gewordenen 39 Stellen viele weitere folgen. Die Mitarbeiter würden wohl resignieren und mitmachen.

Mit dem Risiko, dass ihre neue Arbeitgeberin HCL ihnen schon bald einen tieferen Lohn, eine schlechtere Pensionskasse oder gar eine rasche Kündigung auftischen könnte.

Der Fall HCL ist ein aktuelles Beispiel dafür, wie die CS-Spitze ihr Ertragsproblem lösen will – sich aber tatsächlich neue Schwierigkeiten aufhalst.

Die Führung der schlingernden Grossbank setzt alles auf Kostenreduktion. Fast nichts ist ihr heilig, fast alles landet auf dem Prüfstand.

Was müssen wir nicht selber erledigen, was können wir anderen übergeben, in welchem Land sparen wir am meisten? So die Fragestellung, um die sich in der CS-Teppichetage alles dreht.

Wenn es sich dabei nicht um ein Sich-zu-Tode-Sparen handelt, so muss doch ein Fragezeichen hinter den Nutzen gesetzt werden.

Das Verlagern von Jobs aus der Schweiz mit Schweizer Löhnen nach Polen oder Indien führt am Anfang zu tieferen Kosten und höherem Gewinn. Es bleibt etwas mehr für Boni ganz oben.

Schon nach wenigen Jahren zeigen sich dann aber die Nachteile. Und oft wiegen diese schwerer, als was zuvor an Einsparungen gewonnen wurde.

Die Informatik der CS hat beispielsweise in den letzten Monaten immer wieder Unterbrüche und Ausfälle erlitten.

Das überrascht, denn noch geht es nicht um ein Outsourcing von zentralen Teilen in ferne Länder; sondern um eines an die Swisscom, eine vermeintlich zuverlässige Swiss Partnerin.

Doch schon dabei gibt es Probleme. Wenn die internen CS-Informatiker ein Anliegen haben, müssen sie bei der Swisscom ein „Ticket“ lösen.

Das ist eine Bestellung für eine Reparatur oder eine Anpassung. Die Swisscom entscheidet dann, wen sie zur CS schicken will und wann sie den Auftrag ausführt.

Die CS hat sich somit in Abhängigkeit der Swisscom begeben. Nun plant sie das Gleiche mit der indischen Servicefirma HCL.

Auch dort müssen die internen CS-Spezialisten in Zukunft eine Nummer lösen und sich gedulden, bis die Inder Zeit finden, sich an die Arbeit zu machen.

Die CS-Manager spielen mit dem Feuer. Das zeigt der aktuelle Fall der British Airways.

Die führende englische Fluggesellschaft hat übers Wochenende mehr Kapital verspielt als in den schwierigen Jahren zuvor. Ihre Computer gaben komplett den Geist auf.

Wie die CS hat auch die British Airways wichtige IT-Leistungen nach Indien ausgelagert. Sofort wurden Stimmen laut, wonach der Crash mit dem Outsourcing zusammenhängt.

Die Airline-Chefs dementierten. Doch sie befinden sich in der Defensive. Mit ihrem Versagen haben sie Zehntausenden von Engländern die Ferien vermiest.

Der direkte finanzielle Schaden könnte über 100 Millionen betragen. Noch grösser ist der immaterielle Verlust.

Die Briten stehen als Firma da, die aus lauter Sparwahn die Luftanbindung der Insel aufs Spiel setzt. Im Zuge des Kollapses der Airline erlebten auch die Londoner Flughäfen ihr Grounding.

Ein Warnsignal für die CS. Sie ignoriert es.

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99 Kommentare zu “CS-Informatik nach Indien: Nur erster Schritt?

  1. Stellt euch vor, was die CS alles erreichen könnte, wenn sie ihre IT wieder als eine ihrer Perlen behandeln würde und nicht länger als lästiger Kostenfaktor! Das kommt echt nicht gut so…

  2. Es ist zu hoffen, dass noch viele dieser inkompetenten, arroganten credit sch mitarbeiter, ob in der it, im invest. banking, als kundenberater, oder wo auch immer in hohem bogen entlassen werden. jahrelang haben sie die firma ausgesaugt und bonus bezogen, ohne etwas zu stande zu bringen! für nichts und wieder nichts.

    Sollen diese it-nullen doch froh sein, einen Job in Bangalore angeboten zu bekommen

    • Sir haben wohl keine Ahnung, wie viele Leute in der IT mit Herzblut die Systeme am Laufen halten und dies mit einem Bonus, mit welchem man kenen Urlaub am Meer machen kann.

    • Tja, Kleinschreiber (und -geister) wie Jutta haben eben nicht nur keine Ahnung von Sprache…

    • Sorry aber diese Jutta hat keine Ahnung von was sie spricht.
      Sonst wüsste sie wer die fetten Bonus abkassiert. Ganz sicher nicht ein normaler Mitarbeiter. Viele Mitarbeiter wären besser dran, wenn es noch den altbewährten 13. Monatslohn gäbe.

  3. Die NASA war vor fast 50 Jahren auf dem Mond mit der damaligen Technologie (zeigten sogar die Sowjets), aber Britisch Airways soll nicht einmal eine redundant gesicherte Stromversorgung und IT bewerkstelligen ??? Come on!

    Was Manager nicht alles kaputtmachen können.

    • 95% der Manager sind eben bloss Manager-Darsteller, denen es nicht einmal zum C-Movie reichen würde.

    • Manager: was ist das, redundant?

      IT: Doppelt verbaut, wegen Ausfallsicherheit

      Manager: Sind Sie wahnsinnig? Ich zahl doch nicht doppelt! Bauen Sie das gefälligst so, dass es nicht ausfällt.

    • Herr Müller, es ist leider alles anders als bewiesen, dass die NASA überhaupt zum Mond geflogen ist.
      Das erklärt auch teilweise, wieso so viel schiefgeht…

    • @PatB Ernsthaft? Sind wir wieder soweit, dass wir schwachsinnige und einfach widerlegbare Verschwörungstheorien verbreiten?

      http://www.badastronomy.com/bad/tv/foxapollo.html

      Widerlegt. Mit einmal Google verwenden. Von einem Astrophysiker, der wesentlich mehr Ahnung von der Materie hat als Sie es vermutlich je haben werden. Ende der Diskussion.

    • @Otto Normal: Bad Astronomy ist billige Propaganda der NASA. Nicht beeindruckt…

  4. Die Zukunft der Finanzindustrie liegt in der IT. Deshalb sollte gerade hier viel Geld investiert werden, statt in Manager-Boni und sonstige Wichtigtuer. Wer dies nicht einsehen will, muss eben die Konsequenzen tragen. Dann fährt eben der Zug der Digitalisierung ohne die CS ab. Zurück bleibt eine aufgeblähte Bank mit einer Infrastruktur auf dem Stand der 90er Jahre. Wer braucht so etwas noch?

    • Stimmt alles. Ausser dass die Infrastruktur bei CS aus den 70er und 80er stammt. Alles andere sind ein paar GUIs.

  5. Verlagerung von Arbeitsplätzen von der CH in das Ausland:
    Entweder macht eine Firma Pleite oder sie versucht sich Kosten zu sparen. Die Schweiz als Hochpreis-Insel hat diesen Ruf selbst zu verantworten, an vorderster Stelle die Politik welche den Heimatschutz bis zum geht nicht mehr förderte mit Schutz-Zöllen, Subventionen, Kartell-Schutz, Import Hemmnissen mit speziellen Schweizer Anforderungen wie z.B. Autos, Medikamenten, Vorschriten usw.usw.
    Die CH-Löhne sind nur die Konsequenz davon, nicht die Ursache der Hochpreisinsel.
    ……Heute gelesen: Ammann Group Langenthal verschiebt über 100 Arbeitsplätze in das Ausland. Warum wohl????

    • Sie haben den „starken“ CHF vergessen. Der Euro war mal 1.40, dann 1.65, um jetzt bei 1.05 zu sein.

      Wir sind in einem Währungskrieg, der wir mit einer Deindustrialisierung bezahlen, statt fett mitzumachen.

      Hier werden am Ende nur Bonzen mit ihren Bediensteten leben, Bundesrat eingerechnet. Die anderen 99% werden auswandert sein.

  6. Die Antwort auf die Frage im Titel ist eindeutig ja. HCL kommt nicht wegen 39 Stellen, das ist selbst für kleinere indische Outsourcer überhaupt nicht interessant. Wenn HCL kommt, dann geht es um Stellen im 4-stelligen Bereich.

    • 39 Schwizer ITler sind in Indien 150 FTE. Mindestens. Die füttern dann mit dem Lohn ihre ca 1500 Familienmitglieder. Auch mindestens, weil mit der Aussicht auf Vermehrung, denn es ist ja plötzlich Geld da. Das ist keine Polemik, sondern Realität.

  7. BA IT Ausfall, Backup falsch programmiert: kenne einen ähnlichen Fall von einem belgischen Mobilfunkanbieter. Der erfahrene Ingenieur wurde mit einem Schulabgänger ersetzt. Schön günstig. Der hat dann das Backup Kabel durch den gleichen Kabelstrang gelegt wie das Hauptkabel. Das Hauptkabel wurde durchtrennt, das Backup Kabel gleich mit. Ergebnis: kein Mobilfunk in den Ardenne über mehrere Tage. Aber Geld gespart.

  8. Die Geschichte wiederholt sich: Es gab 1995 beim Schweizerischen Bankverein eine super professionelle IT mit dem Rechenzentrum in Basel. Dann kamen die Inder (TaTa) und die amerikanischen Spione (Perot Systems & CIA & BA) und die guten SBV Informatiker wurden an die CH Systor AG ausgelagert … Alles zum grandiosen Kostensparen und für die Fusion mit der UBS.

    Ups… und was ist passiert: SBV und UBS prof. IT gibts nicht mehr, die Systor AG ist 2003 pleite gegangen und seitdem ist auch die aktuelle UBS IT ein permanentes Projekt-Dasaster.

    Also, machen wir doch eine kleine Wette: so in ca. 5-7 Jahren ist die CS IT auch unbrauchbar – aber dann gibt’s ja auch die CS mit 90% Wahrscheinlichkeit nicht mehr.

    • Grüezi@Bank-Informatiker a.D.,

      vielen Dank für Ihre wichtigen Informationen. Als Laie in IT würde es mich sehr interessieren, wie hoch die monetären Einsparungen damals waren. Man hat die IT-Spezialisten geopfert, um die Braut, für die bevorstehende Hochzeit mit UBS , aufzuhübschen? Oder waren andere Gründe im Spiel? Was dannach mit Systor AG geschehen ist:

      http://www.kleinreport.ch/news/accenture-schweiz-kauft-systor-ag-43451/

      Ihr Kommentar deckt sich zu 100% mit dem überein, was wir seit 2 Jahrzehnten beobachten können. Die Firma, Mitarbeiter und damit verbundenen Existenzen wurden den Anforderungen der Finanzwirtschaft geopfert. Von der Öffentlichkeit wird dieser lenkende Einfluss der Finanzwirtschaft auf die Unternehmen mit all seinen Konsequenzen für Mitarbeiter und Gesellschaft kaum wahrgenommen. Im Grunde, handelt es sich dabei, um Plünderung von Unternehmen.

      Sie grüssend

    • Ihre Wette ist im voraus zum Scheitern verurteilt! Reines Wunschdenken von Frustrierten!

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner
      Danke für Ihren Beitrag – Es wäre wohl dringend notwendig, dass wir auf breiter politischer und wirtschaftlicher Ebene die Rolle der CH „Finanzindustrie“ diskutieren und deren Wirtschaftsimperialismus hinterfragen.
      Als junger Ökonom dachte ich mal, dass es gut und interessant ist, bei einer CH Grossbank zu arbeiten … Heute bin ich der klaren Meinung: Wirtschaft …. und WERTSchöpfung findet NICHT bei den Grossbanken statt, sondern in vielen cleveren und erfolgreichen KMU’s!

  9. Outsourcen ist doch des Hürden Urslis Paradedisziplin. Dann kann er reinen Gewissens an seinem Weissen-Westen-Mythos arbeiten. Wo blebt denn nun das vollmundig angekündigte Digital Portal für SME-Kunden? Wurde das von den hochgelobten Indern etwa verschlampt?

  10. Die falsche Back-up Programmierung bei BA ist typisch f IT Anfänger. Outsourcer sparen wo es geht

  11. Super, nur weiter so. Diese „Mänägerlis“ ob bei British Airways oder einer Bank wie der CS werden nicht aufgeben, bis komplet alles am „Arsch“ ist, nur um noch mehr Boni für sich selber einzustreichen.

  12. Jede Firma die ihre IT outsourced kann nur froh sein wenn der Vendor nicht liefern kann. Weil wenn er liefern kann, dann ist die Kacke richtig am dampfen! Dann ist das Knowhow weg. Der Vendor kann Forderungen stellen wie es ihm gerade gefällt. Vendor wechseln? Fehlanzeige.

  13. Welch verkommene HR-Kultur bei der CS ! Wobei es „die CS“ nicht gibt. Es die Rohner-Thiam-Bank ohne ethisch-moralische Verantwortung.
    Natürlich wird jetzt der ein od. andere aus irgendwelchen, von fachlich Minderbemittelten geleiteten Management-Kursen Verszeilen zitieren können, wonach es „ökonomisch dringend geboten sei, usw.“
    Dem kann, muss aber nicht so sein. Die „Fünf Grundsätze der Personalethik“ im Rahmen individueller Personalentscheidungen galten schon zu meiner Studienzeit und werden auch heute noch an der HSG gelehrt.
    Wenn es soweit käme, dass ich meine Mitarbeiter nur noch als billiges Mittel zum Zweck sehe, würde ich zuerst mich wegen Charakterlosigkeit selbst entlassen.

  14. Protokoll des Top-Management-Meetings re IT-Outsourcing nach Indien:
    Urs: We look for cost advantages.
    Sanjay: Yes, of course, we can do.
    Urs: Wonderful, how much do you think we could save?
    Sanjay: Yes, you can save a lot.
    Urs: Great! Tidjane, what do you think?
    TT: We must do something, of course.
    Urs: So, Sanjay, the quality is the same as before?
    Sanjay: Yes, of course. We can do everything you want, no problem.
    TT: And you will guarantee the functionality of your delivered work?
    Sanjay: Yes, of course, no problem. We can do it, Cobol, C++, Java, we can do it.
    Urs: Oh, super, Java! I also use Java to bleach my vest – works great! What do you think, Tidjane?
    TT: This is of paramount importance: we must stay clean. So I say: Let’s do it!
    Sanjay: Oh yes, of course, we can do that, too! No problem!

    • @True D. Gerster
      Grossartig … genau so liefen schon die Gespräche und Verhandlungen vor gut 20 Jahren mit den Indern / Tata Corp. … und sie können es immer noch … Und immer mit dabei: The McK Man … mit dem Notebook und ein paar bunten ppt slides…: Yes, they can do IT in India…. as long as they have a online data link and some fuel for the electricity generator (UPS) downstairs !!!

      Ich lach mich unter den Schreibtisch …

    • Wir arbeiten mit Indern zusammen (IT). Wir nennen den indischen IT-Projektleiter „Mr. No-Problem“. Egal was man ihm fragt, er hört nie richtig zu und schon ist seine Antwort da: „No Problem, we can do it“. Die Qualität des Resultats ist entsprechend; man muss immer weiter „bohren“ wenn man keine böse Überraschung erleben will.
      Ich glaube, es liegt an der Kultur und Mentalität.

    • Im Gegensatz zu unserem unausweichlichen Monsieur Du Pont wirklich originell und gern zu lesen.
      Well done True D

  15. Während der Schweizer sein Geld vor Minuszinsen im Safe oder bei einer Bank ohne Minuszinsen in Sicherheit bringt, damit im Ausland shoppen geht und Ferien macht, dabei seine um 20% real höhere Kaufkraft geniesst, freut er sich über die Ersparnisse in seiner Wohnsituation. Eine Bank braucht er überhaupt nur noch für den Zahlungsverkehr und für die Immobilienfinanzierung, sofern bei der Versicherung nicht günstiger angeboten. Den Ausländern gegenüber ist er ohnehin reserviert und daher interessiert es ihn auch nicht, wenn diese anonymen Ausländer ihre Vermögensverwaltungen kündigen und das Geld repatriieren. Der Schweizer selber fährt den Value Approach und versteht buy and hold von Nestle.
    Und jetzt wollen die Banken noch ihre Kostenstruktur an diese neuen Begebenheiten anpassen?
    Was für ein Skandal!

    • Klar, das geht voll i.O. – sofern und solange mit Anstand, Respekt und Professionalität kommuniziert und vollzogen wird.

      Mir scheint, dass dies eher keine Stärken der CS als prominentes Universalbanken-Beispiel sind, und darüber hinaus das Ganze wohl gut nach bewährter Ausgeburt unreifer, geldgeiler McK Folienfilmli daher zu kommen scheint.

      Abartiges Vorgehen!

    • Lieber „c’est le ton qui fait la musique“.
      Ach schön war es, das Wohlfühlbanking mit netten, nicht gestressten Bankangestellten, die in gehobenen Wohngegenden residieren und in guten Restaurants dinieren. Bei Kuoni ausgefeilte Kreuzfahrten buchten und sich neben der eleganten Ehefrau, die ihre Kinder mit blitzblanken SUVs in die Schule fuhr bis sie ins teure Internat mussten, noch den einen oder anderen Oldtimer leisten konnten.
      Dieses Idylle hat uns also McKinsey mit rauem Ton kaputt gemacht?

  16. Natürlich ist das auch ein Testlauf. Im gleichen Zug werden hunderte Operations Mitarbeiter unter dem Vorwand regulatorischer Auflagen in eine Service AG ausgelagert. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die CS auch versucht diese zu verscherbeln.

  17. Wer geht denn heute noch nach Indien, wo es anderswo deutlich günstiger und besser geht! Sind wohl dieselben die ihre Hemden noch in China produzieren… dabei geht es anderswo längst viel günstiger.

  18. Ich hatte persönlich das Vergnügen mit IT-Spezialisten aus Indien zusammenarbeiten zu dürfen.

    Von doppelt angestellten Personen (bei zwei Firmen, im Homeoffice), über nicht kommunikationsfähige (Englisch) bis hin zu schlicht unfähigen durfte ich alles miterleben.

    Wie kann man nur, bloss weil es günstig ist, alle kulturellen Unterschiede als Details abtun und gleichzeitig wissen das ein Yes aus Indien überhaupt gar nichts bedeutet?

    Ausserdem, die durchschnittliche Verweildauer nach Eintritt in eine der grösseren Banken ist ca. 1 Jahr….sprich nachdem man mühsam einen neuen MA eingearbeitet hat, geht er auch schon wieder weiter. Alles was outgesourcet wird nach Indien wird wohl eher von Juniors betreut als von Seniors.

    Liebe CHer Banken, die Rechnung für euer asoziales Outsourcing wird kommen. Ich hoffe ihr könnt dann auch die entsprechenden Kosten ohne die CHer Bürger, welche ihr ja nicht mehr beschäftigen wollt, tragen.

  19. Indien ist sowas von einem gescheiterten Land, das keine Chance haben wird, sich wirklich zu entwickeln. Not a snowball’s chance in a hot place! – Aber Frau Laeri hat natürlich gestern in der Börsensendung vor der Tagesschau ebenfalls auf Indien-Hype gemacht. Ahnunslos! Und noch etwas: Selbst bei den unzuverlässigen Arabern sind die Inder wegen ihrer notorischen Unzuverlässigkeit gepart mit Arroganz und einer chronischen Tendenz zum Tricksen bekannt. Und die haben tausendjährige Erfahrung mit den „Brüdern“ quer über den Indischen Ozean.

  20. Die CS-Manager spielen nicht nur mit dem Feuer, bei denen steht schon der ganze Dachstuhl in Flammen, nur keiner von den Betonköpfen will es bemerkt haben und will es wahrhaben.

  21. Wo Swiss draufsteht, soll auch Swiss drin sein. Das ist heute bei den Produkten so.
    Wir haben zuwenig Schweizer im Management, nun auch noch die IT nach Indien verlagern. Die Credit Suisse sollte sich umbenennen und das Suisse streichen. Alles andere ist Irreführung und Labelschwindel.

    • Bei den 20 SMI-Firmen sind genau noch 5 Schweizer an der Spitze. Geht nur in der Schweiz…, nur Schweizer lassen sich das gefallen.

    • Herr Rohner ist Schweizer oder? Und wer hat denn Schlamassel der CS zu verantworten?

      Eben….

  22. Das kommt halt davon, wenn a) die VR-Mitglieder einen Geschäftsbericht nicht richtig lesen können und b) dazu dann auch nicht die richtigen Fragen stellen können/wollen. – Dann spart halt ein kurzfristig denkendes, bonigeiles Managerhirn zuerst an Dingen, die kurzfristig viel Geld einsparen, langfristig allerdings die Firma grounden können. – Was kümmert’s den angestellten, mit Headhuntern gut vernetzten Boni-König, der sich, wenn es schwierig wird, aus dem Staub macht bzw. den Futtertrog wechselt?… Da wird dann halt bei der IT gespart oder bei F&E oder auch beim Marketing (…ich rede hier nicht vom zurückschneiden des „Specks“, der mit der Zeit immer irgendwie ansetzt), aber natürlich niemals bei den Boni und den gesamten Rundum-Wohlfühl-Annehmlichkeiten fürs Management. Die direkt auf die Bottom-Line durchschlagenden „Einsparungen“ in fürs Unternehmen vitalen Bereichen sind gar boni-treibend, ist das nicht toll!? Natürlich geht wohl kein VR in die Tiefe und hakt nach, wo wie welche Einsparungen gemacht wurden und ob diese Einsparungen negative Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens haben ja sogar grobe Risiken (z.B. die Inder und die Auswirkungen von deren Leistungsqualität) beinhalten könnten. – Von „Strategie“ quatschen können die VR. Eine Ahnung haben, was Strategie und strategische Führung heisst, allerdings vielfach nicht. Zuviele solche Clowns (oft noch in der Presse gehypt) gesehen, glaubt mir!
    Uebrigens: Inder in der Sowftware-Entwicklung habe ich aus eigener, beinahe ruinöser Erfahrung als Top-Schadens-Risiko erlebt. Nie wieder! In der Schweiz braucht es diese „Fachkräfte“ sicher nicht. – Wie doof und unerfahren muss oder darf man sein in der CS-GL?

    • Wie doof und unerfahren muss oder darf man sein in der CS-GL?
      -> Die Antwort ist die gleiche wie auf die Frage, wie hoch der Bonus werden darf, bis man sich schämt:
      The sky is the limit

  23. Das Ticketing-System ist ein normaler Vorgang oder kann ich bei der CS IT einfach ins Büro latschen? 😂

    Wen dem so wäre, ist eine Auslagerung evtl. doch die beste Lösung…

  24. Solange die IT nur als Kostenfaktor und nicht als Differnzierungsfaktor betrachtet wird, werden wohl noch viele weitere IT-Stellen nach Indien verlagert. Bis es dann zu einem negativen Differenzierungsfaktor wird und sich die CS in Luft auflöst…

    • Komplett falsche Denke…..IT ist in der Zukunft alles, aber definitiv kein Differenzierungsfaktor 🙈

  25. Das Ganze funktioniert nur, wenn wir mit 90% leben können. Will heissen, wir müssen uns damit abfinden, dass nur 90% der Software / IT Dienstleistungen entsprechend den Anforderungen/Regulatorien funktionieren, und die 10% ein akzeptables Risiko darstellen.

    Wie sich 10% auswirken haben die Schlagzeilen der vergangenen Tage gezeigt …. In GB fällt das Gesundheitssystem aus, weil aus Kostengründen oder Know-How Mangel alte Windowssysteme nicht aktualisiert worden sind, bei BA grounden die Flieger.

    In der Schweiz läuft es zu meiner grossen Ueberraschung noch rund, aber auch nur aus dem Grund, dass viele Schweizer sich dem Arbeitgeber verpflichtet fühlen und aus Loyalitätsgründen und Pflichtbewusstsein mehr als einmal „den Karren aus dem Dreck“ ziehen. Wenn die Schweizer die gleiche Einstellung zum Job hätten wie viele der Outsourcing Partner, dann gute Nacht.

    Allen IT Angestellten der CH kann ich nur empfehlen, sich permanent weiterzubilden. Das müssen keine überteuerten Fachausweise / CAS sein, es reicht, sich mit den gesuchten Stacks in den Job Inseraten auseinanderzusetzen und sich darin fit zu machen.

    Good luck.

    PS: und was wirklich fehlt, ist, dass sich die CH IT Branche zusammensetzt und in Bern – analog den Bauern und anderen Branchen – für ihre Anliegen lobbyiert.

    • Das machen sie schon nur sind die IT Verbände von Aparatschnicks besetzt die keine Ahnung haben. ZB ist der Präsident von swissICT ein Mediziner. True story.

  26. Unabhängig vom „Swissness“ – Gejammer muß man einfach sehen, daß es in Indien die nächsten 20 bis 30 Jahre wirtschaftlich den Berg hinauf gehen wird. Daraus auch die Erwartung zukünftiger neuer Kunden mit entsprechenden Mittelzuflüssen dort.

    Hier wird es die nächsten 20 bis 30 Jahre im günstigsten Fall eine Stagnation auf hohem Niveau geben. Ggf. eben auch den Berg hinunter, wie man es heute bereits u. a. an Italien studieren kann.

    Vor 20 bis 30 Jahren haben die schweizer Banken noch gut vom italienischen Schwarzgeld gelebt, was es so nicht mehr gibt und voraussichtlich auch nie mehr wiederkommt.

    • Da haben Sie vollkommen recht. In 10 oder 20 Jahren hat Inden die USA und China überholt. Nur ist das kein Grund die IT dorthin zu verlagern. Man sollte die Geschäfte dorthin verlagern aber nicht die IT

    • Ihren ersten Abschnitt würde ich stark bezweifeln. Sie haben wohl keine vertiefte Vorstellung, was Indien wirklich ist. Das einzige was dort vielleicht noch wirklich wachsen wird ist die Ueber-Bevölkerung.

    • Solange das Kastensystem nicht vollständig abgeschaft ist, wird in Indien gar nichts gehen und viel potentielles Wissen/Können brachliegen. Vielleicht zum Glück, für uns…

    • Ich kann Herr Wutzke nur beipflichten.
      Einfach mal hinfahren und anschauen.

      Curry long 🙂

  27. Hatten wir dieses Thema nicht bereits schon? IP wird langsam obsolet. Immer die gleiche Qwerschiesserei.

  28. Was sich ein Örs wohl fragt, nachdem er das vergangene Wochenende (evtl.?) vom IT-bedingten Grounding der British Airways gelesen oder gehört hat?
    Oder ist er schlicht zu beschäftigt mit der Wäsche und dem Javel-Bleichen seiner weissen Weste, bei all dem, was der Hürdenläufer im Akkord produziert?

  29. Lieber LH, Sie verdienen mit Ihrer Coverage meinen Respekt – ganz grosses Kino (ein Horrorfilm für die Betroffenen, ein Thriller für interessierte Beobachter)!

    Ich tat, was mir zu tun blieb: meine Kundenbeziehung mit dem Unternehmen aufzulösen, denn dieses Unternehmen verdient kein Vertrauen, Respekt, Geschäft, und mich nicht als Kunde.

    Was für eine Sauerei, die in der CS abgeht…einfach widerwärtig.

    • @Wutkunde:
      Ich hoffe, dass Sie auch ein ausreichendgrosses Multi-Millionen Portfolio hatten, welches Sie abgezogen hatten. Falls es nur ein paar 10’000 Säule 3a-Franken waren, ist die CS ja sogar froh, wenn Sie die Beziehung aufgelöst haben.

  30. 1a) Die gleiche Firma, Tata, welche die IT von British Airways übernahm, bekam einen Modernisierungsauftrag (Cobol zu Java) von PostFinance, welcher hierzulande schon negativ in die Presse kam wegen dem unverständlichem Englisch der Inder. Das Projekt sollte Ende 2017 fertig werden, ist aber schon Monate im Rückstand. Bitte Googeln!

    1b) Tata ist auch mit 100 Leute in der CS. Der zuständige CS-Manager wechselte zu Tata!

    2a) HCL hat auch die IT der UBS in Altstetten übernommen. Innerhalb von 6 Monaten gingen alle!

    2b) Der HCL-Auftrag wurde bei der CS einem Scheinwettbewerb gestellt. HCL war schon vorher der Auftrag versprochen worden (man rede mit dem richtigen Leuten).

    3) Die Amerikaner gaben teilweise schon 2003 das Outsourcing nach Indien auf.

    4) Das Outsourcing nach Indien verliert an Einnahmen. In Indien werden aller Seniors, Manager und Entwickler entlassen, und durch Junioren ersetzt. HCL selber lässt Leute Monate auf ihren Job warten (tut die UBS auch).

    5) Vor diesen 39 Leuten verloren Hunderte (Interne) bis Tausende (Externe) ihren Job bei der CS. Teams wurden halbiert!

    6) Inder witzeln in ihren Foren: Ob man Kalkutta zu einen London machen kann ist unklar. Aber man kann London zu einem Bengal oder Bihar machen!

    7) Die British Airways hat wohl keine Ausfalltests mit Desaster Recovery seit langem durchgeführt.

    Die British Airways könnte sich so selber etwas erledigen. Die PostFinance wackelt schon heute wegen ihrer IT. Die CS ersäuft in Bussen, und die UBS an Boni. Dann erledigt sich dieses Missmanagement von selber. Die Kunden gehen zur Konkurrenz, wie schon zu (aktuellen) Lebzeiten der Alitalia.

    Stay tuned!

    • Das sind mal weiterführende Insiderinformationen (nicht vom letzten Freitag Aufgewärmtes).

    • Support läuft doch schon über Indien, Australien, Irland und bald auch über Afghanistan.
      Entwicklung wird zunehmend ins Ausland verschoben natürlich zuerst über Polen und von dort weiter nach Osten.
      Was frage ich mich, macht CS, wenn die Auslangerungen an der Ostküste Chinas angekommen sind. Gehts dann nach Zentralafrika?

  31. Amüsant mitanzusehen, wie sich die Raubritter der CS selber abschaffen. Wie einst im alten Rom. Die wichtigen Leute unterdrücken, bis die Revolte kommt, oder das Schiff nicht mehr steuerbar ist, da keiner mehr rudert.

    Wurde dies mir der FINMA geprüft? Da es sich um Kundendaten etc. Handelt die ins Ausland gehen, müsste da einiges abgeklärt werden!

    Ein sehr gefährliches Vorhaben der CS. Schier unglaublich. Man gibt die geheimen Bankdaten ins Ausland….. nach Indien. Wär hätte jemals gedacht, dass eine GL einer schweizer Grossbank dazu im Stande ist. Unglaublich….Unglaublich.

    Hier müsste sogar der Bundesrat einschreiten!

  32. Auf der IWM Seite sind es 30% der IT,
    und die Indien Konsequenzen begreifen die Schulers und Co, nicht im Ansatz.

  33. Hello everybody Rajiv Prassad from India is calling good morning good evening.

    I make credit suisse a good offer. My employee’s are cheeper, younger and quicker then the old swiss IT speclialist’s . We dont understand in the english conversation not all. But it’s not a Problem. Please no dramatize!

    • Hello Rajiv
      I have EDP-booking problem with Moçambique loan.
      Can you assist?
      Kind regards,
      Wh. Vest

    • Yes of course indian people are very flexible. Please tell me your problem with Moçambique loan. i have a good solution for this.
      For example: i also assist Kim Jong Un in his atomic programm. We have a ioint venture with the idian government in this case.

    • Hello White
      Sorry, but that tuna stinks too much, even for India.
      But try russian friends.
      Good luck
      Rajiv

    • Hello Rajiv

      Since last update bookings are missing.
      Please assist!

      Regards
      Jim

    • Good morning, good evening! I cannot tolerate this bloody assholes pretending to be me, the one and only holy moly REAL Rajiv Prasad.
      What do I offer? I offer OUTSTANDING OUTSOURCING SERVICES (OOS) and not LOUSY INDIAN OUTSOURCING (LIO).
      LIO comes from lousy Bangalore and even worse from Mangalore in the lousiest of all Indian states called Karnataka. We in India just call it Karma-Kakka.
      OOS is located in SCHWAMENDINGEN, ZURICH.

  34. Kann mal jemand bitte Klarheit schaffen um welche Stellen es geht (Support, Entwicklung?). Informatik ist ein weiter Begriff.

    • Der zweite Teil ist Support. Der erste könnte Entwicklung sein.

      Habe ich aus den beiträgen vom Freitag zusammengekratzt.

  35. „Die CS-Manager spielen mit diesen Massnahmen mit dem Feuer.“

    Auch bei der Finma sitzen eben ein paar Brandbeschleuniger, trotz Abgang von Russland-Frick.

    • Die Standard-Onlinelösung der CS ist DirectNet. EAM Net ist ein Derivat von FrontNet, welches nie für das Internet entwickelt wurde. Deshalb die Ausfälle.