Wie entsteht Geld? Nicht so, wie Thomas Jordan uns weismachen will

Technik und Wissenschaften haben sich rasant weiterentwickelt. Nur die Volkswirtschaftslehre ist auf ihrem spätbarocken Niveau sitzengeblieben. Die heutigen Notenbanken betreiben eine spätbarocke Geldpolitik, basierend auf Goethes Faust. Mephisto, der Teufel in Goethes Stück, lügt den König an, er könne einfach Geld drucken und einen Wert darauf schreiben: „Zu wissen sei es jedem, der’s begehrt: Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.“ So entstehe Geld – meint man noch heute.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) behauptet stur, sie habe „keine Limiten“, könne „unbeschränkt Geld aus dem Nichts drucken“ und unbeschränkt Euros, Dollars und Yen kaufen – folglich die ganze Welt aufkaufen.

Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, kolportiert: „Die Finanzkraft einer Notenbank ist unbegrenzt, da sich eine Notenbank das Geld, das sie vergibt oder mit dem sie bezahlt, vorher nicht etwa beschaffen muss, sondern es quasi aus dem Nichts erschaffen kann.“

Ein Doktorvater von Jens Weidmann war Axel Weber, heutiger Präsident der UBS, vormals Chef der Deutschen Bundesbank und Vorgänger von Jens Weidmann. Nicht einmal der Chef der UBS versteht, wie Geld entsteht.

Und Mario Draghi, vormals Weltbank, Goldman Sachs, Professor in Harvard, heute Präsident der EZB, meint rundweg: „Es gibt keine Limiten“. Sie alle sind Opfer von Mephisto.

Die barocken Flunkereien, wo der Teufel schwindelt, man könne einfach Geld drucken „aus dem Nichts“, sitzen tief. Sie beschränken sich nicht nur auf Frankfurt und Washington und Harvard. Sie werden auch am Bürkliplatz, an der Zürcher Bahnhofstrasse und am Paradeplatz gepredigt.

Die Zentralbanken massen sich gottähnliche Fähigkeiten an. „Unbeschränkt“, „für die Ewigkeit“, „aus dem Nichts“. In Tat und Wahrheit verstehen sie nicht, wie Geld entsteht.

Geld gab es immer, anfänglich als Tauschhandel. Ware gegen Ware. In Babylon soll es Lagerhäuser für Korn gegeben haben. Wer Korn einlieferte, bekam eine Quittung. Damit konnte er Korn beziehen oder etwas anderes kaufen. Der neue Besitzer der Quittung konnte jetzt Korn beziehen.

Oder Goldmünzen zirkulierten. Ihr Wert war ihr Goldgehalt. Man konnte auch Goldmünzen einlagern gegen Quittungen, die ihrerseits so zu Geld wurden.

Neben Gold können Notenbanken auch Obligationen und Aktien in ihrer Bilanz aufnehmen und dagegen Banknoten emittieren oder den Banken Guthaben gutschreiben. In beiden Fällen handelt es sich um Fremdkapital der Zentralbank mit allen ökonomischen und rechtlichen Konsequenzen.

Die ökonomische Konsequenz ist die, dass eine Zentralbank in einer geschlossenen Volkswirtschaft das Zinsniveau per Saldo nicht steuern kann, da sie nur so viel Kapital in die Volkswirtschaft investieren kann, wie sie bei dieser aufnimmt.

Die rechtliche Konsequenz ist die, dass die Zentralbank jederzeit von einem Gläubiger, einer Bank (mit Girokonto), aufgefordert werden kann, das ihr gewährte Fremdkapital zurückzuzahlen. Die Zentralbank muss dann einen Vermögenswert veräussern. Nur so funktioniert Offenmarktpolitik.

Würde die Zentralbank den Abbau von Guthaben verbieten, so wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB. Die Banken müssten der SNB Fremdkapital auf deren Geheiss leihen und dürften dieses nie mehr zurückfordern. Das wäre gesetzeswidrig. Unvorstellbar.

Die Banken ihrerseits verbuchen ihre Guthaben bei den Zentralbanken als Forderungen: als „kurzfristige Guthaben, die innerhalb eines Monats fällig“ sind. Die CS beziffert diese mit 135 Milliarden Franken; die UBS mit 107 Milliarden (siehe Geschäftsberichte).

SNB-Chef Jordan irrt, wenn er behauptet: „Giroguthaben und Noten können einzig gegeneinander getauscht werden“. Das wäre Vertragsbruch der SNB gegenüber der CS und der UBS. Notenbankgeld wäre gar nie mehr fällig. UBS und CS würden von der SNB zurückfordern – aber die SNB würde verweigern.

Es ist erstaunlich, dass beispielsweise einem Axel Weber, der Zentralbanker war und heute Chef der UBS, solche offensichtlichen Widersprüche zwischen SNB und UBS nicht von selber auffallen.

Die SNB muss liefern binnen eines Monats – etwas anderes als Notenbankgeld; nämlich das, was die Bank will. Die Bank darf mit ihrem Geld bei der SNB etwas kaufen – etwas anderes als Notenbankgeld. Dieses ist schliesslich gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.

Die Abschaffung des Goldstandards bedeutet lediglich, dass die Zentralbanken Geld auch gegen andere Sicherheiten decken können als Gold – beispielsweise Obligationen. Und es bedeutet, dass ein Privatmann bei der SNB kein Konto mehr unterhalten und somit dort kein Gold mehr direkt beziehen kann.

Es bedeutet aber nicht, dass die Zentralbank nicht eine Schuldnerin ist, welche jederzeit zahlungsfähig sein muss. Und Notenbankgeld ist nun mal kein Zahlungsmittel für die SNB, da nur Vermögen (Aktivum) Zahlungsmittel sein kann.

Es ist unsäglich, dass unsere Nationalbank aufgrund eines solch lapidaren Irrtums Schulden von über 700 Milliarden auftürmt mit der naiven Rechtfertigung, sie müsse diese nie mehr zurückzahlen.

Wir können bisher also zwei grundlegend verschiedene Formen von Geld unterscheiden.

Erstens: Geld, welches einen inneren Wert besitzt und frei in der Wirtschaft zirkuliert, wie beispielsweise Goldmünzen. Es wird aus der Bilanz des Geldemittenten bei Emission ausgebucht.

Zweitens: Papiergeld, welches eine Schuld des Geldemittenten darstellt. Es ist gedeckt mit Vermögen des Geldemittenten. Es zirkuliert auch frei innerhalb der Volkswirtschaft – ist jedoch gebunden an die Bilanz eines Geldemittenten. Ohne diese Bindung hätte es keinen inneren Wert. Es wird bei Emission in die Bilanz des Geldemittenten eingebucht.

Eine Ausnahme bilden die heutigen Münzen ohne wertvollen Metallgehalt. Diese werden von der Münzprägestätte „Swissmint“ an die SNB verkauft. Das führt zu einem Gewinn, da sie teurer verkauft werden als ihre Prägungskosten sind.

Ihre Emission führt zu einer minimen, nicht messbaren Inflation, was man als Steuer für die Bereitstellung von Münzen interpretieren kann. Die Münzen sind aufgrund der Staatsmacht, die dahintersteckt, mehr wert als ihr Metallgehalt.

Dies ist nur möglich, weil es minime Beträge sind. Man könnte nicht die gesamte Geldmenge (Geldmenge M1 bis M3) so emittieren. Dies würde zu massiver Inflation führen. Es bestünde kein Gegenwert für das emittierte Geld. Nur im Kommunismus wäre das möglich.

Was es also nicht gibt, ist Papiergeld, das als Aktivum von der Zentralbank geschaffen wird und frei in der Wirtschaft herumfloatet und aus der Bilanz des Geldemittenten ausgebucht ist. Warum nicht? Weil dieses Geld keine Gegenbuchung aufweist und somit nicht gedeckt ist. Es besitzt weder einen realen inneren Wert noch einen Rechtsanspruch und ist somit wertlos.

In diese Kategorie gehören ominöses „Helikoptergeld“ oder „Fiatgeld“. Das gibt es nicht. Es gibt kein wertragendes Geld, solange dieses nicht entweder einen eigenen inneren Wert besitzt, wie beispielsweise Gold, oder einen Rechtsanspruch auf einen Wert verkörpert. Mephisto zum trotz.

Papiergeld, das in keiner Bilanz eines Geldemittenten als Passivum eingebucht ist, ist Falschgeld – selbst wenn es von einer Zentralbank stammte. Es wäre vergleichbar mit „Blüten“, welche ein Schelm in einem Hinterhof druckt und so die Volkswirtschaft schädigt. Der Schaden des Schelmes bestünde in einer minimen Inflation. Im Falle einer Zentralbank hätten wir aber Hyperinflation.

Geld – das ist eine Obligation des Geldemittenten. Mit einer Obligation in Händen kann man nicht zum Schuldner gehen und einen Vermögenswert herausfordern. Trotzdem muss die Obligation – auch eine unbefristete – durch das Vermögens des Schuldners jederzeit gedeckt sein. Ansonsten verliert die Obligation an Wert.

Genauso verhält es sich mit Geld. Dieses muss gedeckt sein durch das Vermögen der SNB. Andernfalls verliert das Geld an Wert. Bei Banknoten bedeutet das Inflation und bei den Guthaben der Banken bei der SNB eine Wertberichtigung dieser Guthaben.

Oder anders formuliert: Verliert das Vermögen der SNB an Wert, so kann nur noch weniger Vermögen auf gleichviel Gläubiger verteilt werden. Die Guthaben der Banken bei der SNB verlieren dadurch an Wert. Sie müssen wertberichtigt werden. Die Banken können somit anstelle der SNB Konkurs gehen.

Nun emittieren nicht nur Zentralbanken Geld, sondern auch Geschäftsbanken. Auch die Geschäftsbanken können nicht „Geld aus dem Nichts“ herstellen oder schöpfen, wie das Mephisto, der Teufel in Goethes Stück, hinterlistig behauptet.

Geld entsteht dadurch, indem eine Bank einem Kunden einen Kredit gewährt und dem Kunden den Betrag dafür auf dessen Konto gutschreibt. Dieser gutgeschriebene Betrag ist Geld.

Die Bank kann also nur Geld schöpfen, es erschaffen, wenn sie dafür einen Gegenwert als Vermögen in ihrer Bilanz aufnehmen kann. Dieser Gegenwert ist dann die Deckung: die Sicherheit für das neu emittierte Geld.

In einer Volkswirtschaft muss somit Vermögen zuerst erarbeitet werden, welches von einer Bank belehnt werden kann. Es entsteht also nicht „Geld aus dem Nichts“. Es entsteht Geld gegen belehntes Vermögen. Geld entsteht somit auch nicht schuldfrei, wie die Vollgeldler meinen. Es muss eine Gegenleistung vorliegen, ansonsten ist das Geld wertlos.

Im Jahre 1993 schrieb ich das Buch „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft.“ Ich zeigte auf, dass Geld nicht ein Aktivdarlehen der Zentralbank an die Volkswirtschaft darstellte, sondern umgekehrt ein Passivdarlehen. Das kostete mich damals noch meine Arbeitsstelle als Stratege bei der UBS, da ketzerisch.

Im Jahre 1997 schrieb ich eine Dissertation unter dem Titel „Geld – eine Obligation der Notenbank“. Ich vertiefte die Analyse, dass Geld Fremdkapital – ein Schuldschein – der Zentralbank darstelle. Und im Jahre 2013 schrieb ich hier den Artikel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“.

Dieser Artikel wurde von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Wenige Monate später merkte auch die Bank of England (BoE), dass etwas Grundlegendes mit der Geldtheorie nicht stimmt.

Bei jeder Kreditvergabe durch das Bankensystem entstehe neues Geld – unabhängig davon, ob vorher ein anderer Bankkunde sein Geld bei der Bank angelegt hat oder nicht. Das war genau das, was ich in den Nachträgen zu meinem Artikel mit Buchungssätzen bewiesen hatte. Zufall? Meine Argumentation scheint sich bei den Notenbankern in Windeseile herumgesprochen zu haben.

Die BoE folgerte, Geld sei ein: „I owe you“ (IOU). Also Geld entstehe aus einer Schuld heraus. „Ich schulde Dir.“ Dabei verpasste es die BoE aber zu definieren, wer wem etwas schuldig ist. Der Geldemittent dem Geldhalter oder umgekehrt der Geldhalter dem Geldemittenten? Die Bank dem Kunden oder der Kunde der Bank?

Klar: Wenn beispielsweise eine Geschäftsbank einem Hausbesitzer eine Hypothek (Baukredit) gewährt, so entsteht Geld. Dieses entsteht ganz unabhängig davon, ob die Bank vorher von einem anderen Marktteilnehmer oder indirekt von der SNB eine Geldeinlage erhalten hat oder nicht.

Den gewährten Hypothekarkredit verbucht die Bank auf der Vermögensseite ihrer Bilanz (Aktivum). Auf der Passivseite schreibt die Bank dem Hausbesitzer das Geld auf dessen Konto gut. Die Bank belehnt das Haus. Es entsteht Geld.

Es entsteht also nicht Geld, indem die Zentralbank einen Kredit an die Banken gibt, den diese immer weiter und weiter ausleihen (Multiplikator), wie es in allen Lehrbüchern behauptet wird. Nein. Geld entsteht bei jeder neuen Kreditvergabe.

Die BoE hat das als erste Zentralbank nachvollzogen. Wann folgt die SNB? Erst wenn SNB-Chef Jordan pensioniert ist? Allerdings – und das muss auch noch die BoE begreifen: Es muss eine entsprechende Sicherheit belehnt werden können. Ansonsten ist das Geld wertlos.

Der Hausbesitzer kann nun mit dem neu geschaffenen Geld seine Rechnungen bezahlen: zum Beispiel den Architekten. Dadurch wird das Guthaben bei der Bank, das Darlehen an die Bank, an den neuen Besitzer des Geldes, den Architekten, übertragen. Er ist es, der nun einen Kredit an die Bank gewährt.

Wir sehen: Auf der Aktivseite der Bank-Bilanz befindet sich ein von der Bank gewährtes Darlehen gegen die Sicherheit des Hauses.

Auf der Passivseite befindet sich das Guthaben des Hausbesitzers. Es ist dies eine Schuld der Bank an den Hausbesitzer. Oder anders formuliert: Es ist ein Darlehen des Hausbesitzers an die Bank. Für dieses Darlehen dient das Vermögen der Bank als Sicherheit.

Zusammenfassend können wir festhalten: Modernes Geld entsteht durch einen gegenseitig gewährten Kredit. Der Geldemittent (Bank) gewährt dem Kunden einen Kredit gegen eine Sicherheit, zum Beispiel ein Haus. Die Bank belehnt das Haus. Demgegenüber gewährt der Kunde der Bank ebenfalls einen Kredit (Giroguthaben). Als Sicherheit für diesen zweiten Kredit dient das Vermögen der Bank.

Modernes Geld entsteht somit in einer entwickelten Volkswirtschaft durch einen gegenseitig gewährten Kredit zwischen Bank und Kunde. Beide sind gegenseitige Gläubiger und Schuldner zugleich. Dabei wird der Kredit des Kunden an die Bank zu Geld, weil die Bank eine bessere Sicherheit darstellt als der einzelne Kunde.

Modernes Geld entsteht also durch eine gegenseitige Kreditvergabe – durch „We owe us“ (WOU).

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237 Kommentare zu “Wie entsteht Geld? Nicht so, wie Thomas Jordan uns weismachen will

  1. Sehr geehrter Herr Marc Meyer,
    ich habe bereits Ihren Kommentar zum Vollgeld „Lachnummer mit Emil“ gespeichert.

    Heute hat die NZZ die neuen 10er Noten vorgestellt.
    Unter den Sicherheitsmerkmalen steht der nachstehende Text: (über die „Gewinnmarge der Nationalbank“)

    „Trotz ausgeklügelter Technik ist die Produktion der neuen Banknoten relativ günstig: Im Durchschnitt beläuft sie sich einschliesslich Entwicklungskosten auf etwa 40 Rappen pro Note. Bei Nennwerten von 10 bis 1000 Franken liegen also üppige Margen drin. Diese Gelddruckgewinne kassiert die Nationalbank allerdings nur bei der Ausweitung des Notenumlaufs und nicht beim Auswechseln der Serien.“

    Dass die Nationalbank nicht Fr. 9.60 an einer 10er Note verdient, scheint mir klar. Aber eine über alle Zweifel erhabene praktische Erklärung – eine Analogie aus dem Leben ohne Banken – habe ich noch nicht entdeckt. Können Sie noch einmal nachhaken wenn Jorden schon wieder Irrtümer verbreitet? Vielen Dank.

  2. Leider lese ich Ihren Aufsatz eben erst.

    Die Akzeptanz von Geld setzt voraus, daß hinter Geld „möglichts reale Werte“ stehen, vor allem bei Bargeld („nur bares ist wahres“).

    Wenn eine Notenbank der Versuchung erliegt, in unbrenztem Umfang Kredite zu 0% auszureichen, vulgo „die Notenpresse anzuwerfen“, sagt mir mein Bauch, daß das enden wird wie in Deutschland 1923.

    Eine verantwortungsvolle Geldpolitik, in der eine Notenbank mit Sorgfald und wohlerwogen etscheidet, ob sie neben Gold und Immobilien auch begrenzt Anleihen ankauft, halte ich für sinnvoll.

    Ein frei schwebendes „Fiat Geld“ ist mir nicht geheuer.

  3. verehrte Leserinnen und Leser

    Um zu zeigen, dass meine Analysen von der SNB abgelehnt werden, dann aber plagiiert werden u.a. von der Bank of England und der Deutschen Bundesbank habe ich einen Kommentar in „Oekonomenstimme“ veröffentlicht auf Deutsch und englisch.

    Ich möchte diesen hier posten

    Danke:

    Text in Oekonomenstimme

    Bank of England an Deutsche Bundesbank have plagiarized my scientific work

    The Dissertation I have written 20 years ago is my proof

    According to Bulletin (2014) Q1, Bank of England published “Money creation in a modern Economy”
    Similarly, in April 2017, Deutsche Bundesbank released a monthly report on “The role of banks, non-banks and the central bank in the money creation process.”

    Reasoning:
    In 1993, I composed the book ‘Unemployment- Economy’s great responsibility’. I argued that […] money is nothing else than mini-obligations” (p.119).

    Following the publication of my book, I have delivered several presentations and written numerous articles. In ‘Finanz und Wirtschaft’ I urged, “The Swiss national bank’s (SNB) investment politics ought to be reconsidered.”

    “Money is an obligation of the Swiss national bank… Nowadays, economic science ponders on the wrongful belief that the money loaned by the central bank is a credit into the economy. This conviction is fundamentally wrong… money is a liability, respectively an obligation of the bank of issue.”

    In 1996 at the general assembly of the SNB, I defined money as an obligation of the SNB. “Money is a liability, borrowed capital or an obligation of the central bank. “

    In 1997, I wrote my dissertation at the University of Bremen. Title: “Money – an obligation of the national bank.” Colloquium: “Money is not an investment from the national bank into the economy, but rather the debt of it.”

    In 2000/2001 I lectured at the University of Bremen’s where I taught balance sheet analysis and central bank policy.

    Further articles followed. In ‘Weltwoche’: “Why Greenspan & Co. were wrong.“ Once again I claimed: “Money is a liability- deriving from Latin, an obligation, respectively in German an obligation- of the central bank”

    In 2011 a televised interview followed.

    From 2013 onward, I have written more than 50 articles encircling the topic on ‘Inside Paradeplatz’, a Swiss online forum run independently. I repeated again and again that a money expansion is wrongfully being interpreted. Money is not an active credit, but merely a passive credit.

    In my article published on 29th September 2013, „The SNB and the Fairytale of Money Creation“ I disclosed that money can only be emitted with a reversal of a real value.

    Moreover, I showed that there could be no money multiplier. Money is not an asset given to commercial banks to be passed on. In further additions, I touched thoroughly upon the money issuing accounting records.

    I presented that in the issue of book money by the commercial banks, it is not a passed on credit, as would be the case according to the multiplier theory. However, issuance of book money by the banks is thus new for every loan assignment and is by no means dependent on a previously granted loan from the central bank.

    I wrote, among other things. In Articles V and VI:
    „A loan has nothing to do with a previous deposit … …“
    „… It does not matter whether someone has made a deposit with the bank beforehand …“
    „… The above considerations also indicate that the central bank needn’t be the initiator of value creation.”

    A few months after the article, the Bank of England published its article. BoE wrote:

    Money creation works quite differently than hitherto assumed. Money is an „I owe you“ (IOU) of the central bank and the commercial banks.

    „I owe you“ is to be understood as a „promissory note“ or obligation and was exactly the title of my dissertation in 1997. „Money – an Obligation of the Central Bank“.

    “Broad money is made up of bank deposits — which are essentially IOUs from commercial banks to households and companies — and currency — mostly IOUs from the central bank

    “…nor is central bank money ‘multiplied up’ into more loans and deposits”

    “Whenever a bank makes a loan, it simultaneously creates a matching deposit in the borrower’s bank account, thereby creating new money.”

    This closely resembles my previous argument.

    Deutsche Bundesbank has also taken over major parts of my work I had been putting in effort for the past 25 years.

    „The ability of banks to lend and make money does not depend on whether they already have free central bank deposits or deposits.“

    „The classic example of a bank’s book-entry is the provision of a credit to a domestic non-bank, for this purpose, it is assumed that Bank A will give its client X …“ (p.4).

    It principally reiterates what I wrote in September 2013 on Inside Paradeplatz. The statements of the Deutsche Bundesbank also imply that money can only be created when the money issuer records an asset in its balance sheet as an ‘active’ asset. This also relates to my previous statements.

    I appeal to the Bank of England and the Deutsche Bundesbank to abide to fairmindedness and the law, as well as to acknowledge previously designated arguments of mine as quotations.

    I can prove all my quotes and more.

  4. @Leserinnen und Leser

    Soeben habe ich einen Kommentar in der „Oekonomenstimme“ verfasst (siehe unten) um zu zeigen, dass sowohl Bank of England als auch Deutsche Bundesbank wesentliche Teile aus meinen Arbeiten seit 1993 entnommen habe.

    Mein Kommentar ist:

    Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Gerne möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei den Artikeln der Bank of England: „Money creation in a modern Economy“, BoE, Quarterly Bulletin 2014, Q1; sowie: „Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess“, Deutsche Bundesbank (2017), Monatsbericht April 2017

    in wesentlichen Teilen um Plagiate handelt.

    Es kann nicht sein, dass man Schüler und Studenten mit grosser Priorität darauf hinweist, sauber zu recherchieren und keine Plagiate zu begehen, ansonsten dies den Ausschluss von den Prüfungen oder die Aberkennung eines wissenschaftlichen Grades bedeuten kann, während dem die Zentralbanken „Bank of England“ und „Deutsche Bundesbank“ aber unbescholten plagiieren.

    Im Jahre 1993 schrieb ich unter dem Eindruck der damals in der Schweiz stark wachsenden Arbeitslosigkeit das Buch „arbeitslos – auswegslos? Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“, Wenkenverlag 1993, ISBN – 3-9520364-0-4.

    Ich schickte damals das Buch u.a. an die Schweizerische Nationalbank (SNB) und auch an die Hochschule St. Gallen.

    Prof. Dr. Hans Schmid, Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitsrecht, Hochschule St. Gallen, schrieb mir darum am 6. April 1994, also vor über 23 Jahren:

    „Sehr geehrter Herr Meyer, Sie haben mir vor einigen Wochen Ihr neues Buch, „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“ zugestellt. Ich danke Ihnen herzlich für diese Aufmerksamkeit und gratuliere Ihnen zu diesem interessanten Werk….“

    (Eine Photokopie dieses Briefes kann ich jederzeit hier beibringen).

    Auf Seite 119 schrieb ich unter dem Titel: „Offenmarktpoltik – Drehung der Renditekurve“: „Geld – nichts anderes als Miniobligationen“: „…Geld ist somit nichts anderes als „Miniobligationen“ in Kleinststückelung, mit sehr hoher Sicherheit.“

    In den darauffolgenden Jahren hielt ich diverse Vorträge zum Thema und schrieb zahlreiche Artikel. Am 31. Januar 1996 schrieb ich beispielsweise einen ganzseitigen Artikel in der Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“: „Die SNB-Investitionspolitik ist zu überdenken“.

    Darin schrieb ich u.a.: Titel: Geld ist eine Obligation der SNB“. „In der heutigen Wirtschaftswissenschaft wird Geld als Kredit der SNB an die Wirtschaft interpretiert. Das ist grundfalsch. …Geld ist somit eine Verbindlichkeit bzw. Fremdkapital oder eine Obligation der Notenbank.“

    „Wer eine Banknote besitzt, der hat ein Guthaben bei der SNB und diese ist Schuldnerin.“

    „Wenn also die SNB Geld emittiert, so investiert sie keineswegs in die Schweizer Wirtschaft, wie man das heute fälschlicherweise meint. Im Gegenteil verschuldet sie sich, indem sie eigene Obligationen in Form von Geld emittiert.“

    Am 8. Juni 1996 schrieb ich einem weiteren ganzseitigen Artikel in der Finanz und Wirtschaft: „Wie ein SNB-Musterportefeuille“ aussehen müsste. Darin hielt ich u.a. fest: „Entgegen der Lehrmeinung ist Geld kein Kredit, sondern umgekehrt eine Obligation der Notenbank. Die SNB ist Schuldnerin.“ Geld ist Fremdkapital der Notenbank…“

    Neben vielen Artikeln hielt ich auch diverse Vorträge zum Thema. Ich sprach an der GV der SNB im April 1996 in Bern, wo ich Geld ebenfalls als Obligation der SNB bezeichnete. Am 22. Oktober 1996 hielt ich einen Vortrag vor dem Verband akademischer Volkswirtschafter in Zürich zum Thema; „Notenbank in der Schuld der Wirtschaft?“

    Ich sagte u.a.: “Geld … ist …eine Verbindlichkeit, Fremdkapital, eine Anleihe, eine Schuld bzw. eine Obligation der Notenbank.“

    „Der entscheidende Irrtum der heutigen Lehrmeinung ist also der, dass Geld als ein Kredit der Notenbank an die Wirtschaft interpretiert wird anstatt als Kredit der Notenbank an die Wirtschaft.“

    Im Anschluss an diesen Vortrag erschien in der grössten Tageszeitung der Schweiz, im TagesAnzeiger, ein Artikel unter dem Titel: „Ein Kopernikus der Geldtheorie?“ Darin wurden meine Thesen und geldpolitischen Konklusionen aufgezeigt.

    Im Jahre 1997 schrieb ich dann eine Dissertation an der Universität Bremen unter dem Titel: „Geld – eine Obligation der Notenbank“. Darin vertiefte ich meine Analyse, wonach Geld kein Aktivdarlehen der Zentralbank an die Wirtschaft darstellt, sondern umgekehrt ein Passivdarlehen der Notenbank.

    In meinem Kurzreferat vor den Professoren Otto Steiger und Gunnar Heinsohn sagte ich:

    „Geld ist nicht eine Investition der Notenbank in die Wirtschaft, sondern eine Verschuldung bei derselben.“ Oder

    „Verbindlichkeit auf lateinisch ausgedrückt hiesst „obligatio“. Geld ist also eine Obligation der Notenbank – Fremdkapital…“

    Meine ganze Dissertation dreht sich um die Definition von Geld als Schuldschein der Zentralbank.

    In den Jahren 2000/2001 hielt ich Vorlesungen an der Universität Bremen zum Thema: Bilanzanalyse und Zentralbankpolitik“ (Institut für Konjunktur und Strukturforschung). Darin zeigte ich die verschiedenen Zinseffekte, welche von den beiden Seiten einer Zentralbank-Bilanz ausgehen, wobei ich bei der Passivseite von einer Verschuldung der Zentralbank ausging (Skriptum bei mir erhältlich).

    Ich schrieb auch weitere Artikel zum Thema. So u.a. in der Weltwoche: „Warum sich Greenspan & Co. irren“.

    Dort schrieb ich:

    „Geld ist eine Verbindlichkeit – lateinisch Obligation – beziehungsweise auf Deutsch Obligation – der Zentralbank.“

    Ich gab auch ein Interview diesbezüglich an Tele Basel am 13. 10. 2011. Darin machte ich klar, dass Geld eine Schuld der SNB sei und beantwortete Anfragen von Zuschauern die zugeschaltet waren.

    Ab 2013 schrieb ich über 50 Beiträge zum Thema auf der Internet-Seite „Inside Paradeplatz“. Immer wiederholte ich, dass die Geldemission falsch interpretiert wird und zog daraus die geldpolitischen Konsequenzen für die Zentralbanken und insbesondere für die SNB.

    Besonders viel Beachtung fand mein Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ am 29. September 2013. Darin zeigte ich, dass Geld nur emittiert werden kann wenn die Verbuchung eines realen Gegenwertes aus der Wirtschaft bei Geldemittenten eingebucht wird.

    Ich schrieb, Geld ohne realen Gegenwert sei genauso nichtig wie ein Geburtsschein ohne Kind.

    Ich zeigte auch, dass es keinen Geldmultiplikator geben könne, weil Geld gar kein Aktivdarlehen an die Geschäftsbanken sei, sondern umgekehrt ein Passivdarlehen der Zentralbank.

    In meinen Nachträgen zu jenem Artikel ging ich speziell auf die Buchungssätze bei einer Geldemission ein und belegte meine Aussagen mit Buchungssätzen.

    Dabei zeigt ich auch, dass bei der Emission von Buchgeld durch die Geschäftsbanken diese keinen Kredit weitergäben, wie das gemäss Multiplikatortheorie der Fall wäre, sondern dass auch die Geschäftsbanken sich bei ihren Kunden verschulden.

    Eine Emission von Buchgeld durch die Banken geschieht somit bei jeder Kreditvergabe neu und hängt keineswegs von einem zuvor gewährten Darlehen der Zentralbank ab. Auch sei es in Irrtum, zu meinen, ein Kunde müsse zuvor einen Kredit an die Bank gegeben haben, den diese weiter ausleiht.

    Ich schrieb u.a. in den Nachträgen V und VI zu jenem Artikel bezüglich der Geldemission von Geschäftsbanken u.a. folgendes:

    „Ein Kredit hat nichts mit einer vorherigen Einzahlung … zu tun…“

    „…es spielt keine Rolle, ob vorher jemand eine Einzahlung bei der Geschäftsbank getätigt hat…“

    „…obige Überlegungen zeigen auch, dass am Anfang der Wertschöpfung keinesfalls eine Zentralbank stehen muss.“

    „Die Notenbank stellt lediglich jenen Teil zur Verfügung, der für Transaktionen in Bargeld notwendig ist.“

    Einige Monate nach jenem Artikel veröffentlichte die Bank of England ihren oben erwähnten Artikel.

    Die Konklusion jenes Artikels der BoE ist, dass Geldschöpfung ganz anders funktioniert, als bisher angenommen. Geld sei ein „I owe you“ (IOU) der Zentralbank und der Geschäftsbanken.

    „I owe you“ bedeutet „Schuldschein“ oder Obligation. Das war genau der Titel meiner Dissertation im Jahre 1997: „Geld – eine Obligation der Notenbank“ und entsprach genau dem, was ich bereits 1993 in meinem Buch Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft geschrieben hatte. „Geld, das sind Miniobligationen…“

    Die BoE übernahm somit meine Argumentation, welche ich bereits über 20 Jahre vor ihr vertreten hatte.

    “Broad money is made up of bank deposits — which are essentially IOUs from commercial banks to households and companies — and currency — mostly IOUs from the central bank

    Die BoE übernimmt auch meine Argumentation, wonach es keine Geldmultiplikator gebe:

    “…nor is central bank money ‘multiplied up’ into more loans and deposits”

    “Whenever a bank makes a loan, it simultaneously creates a matching deposit in the borrower’s bank account, thereby creating new money.”

    “…the money multiplier …. is not an accurate description of how money is created in reality…”

    “This description of money creation contrasts with the notion that banks can only lend out pre-existing money, outlined in the previous section. ..So they are a liability of the bank, not an asset that could be lent out.”

    Das entspricht genau meiner bisherige Argumentation: Geld ist kein Kredit des Geldemittenten der weiter ausgelehnt werden könnte, sondern Geld ist eine Schuld des Geldemittenten.

    Auch die Deutsche Bundesbank hat nun wesentliche Teile meiner Arbeiten der vergangenen 25 Jahr übernommen, ohne entsprechende Zitate (siehe: Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess“, Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 2017.)

    Sie schreibt: „Dabei hängt die Fähigkeit der Banken, Kredite zu vergeben und Geld zu schaffen, nicht davon ab, ob sie bereits über freie Zentralbankguthaben oder Einlagen verfügen.“

    Und weiter schreibt die Bundesbank:

    Das klassische Beispiel für die Buchgeldschöpfung einer Bank ist die Buchkreditgewährung an eine inländische Nichtbank, bei der der Kreditbetrag dem Kreditnehmer nicht bar ausbezahlt, sondern auf seinem Konto als Sichteinlage gutgeschrieben wird. Hierzu wird im Beispiel angenommen, dass die Bank A ihrem Kunden X nach entsprechender Prüfung einen Buchkredit über 1000 € gewährt. Die Gutschrift des Geldbetrages in Form der Bankeinlage erscheint in der Bilanz des Kunden X als Forderung gegenüber der Bank; …Im Ergebnis kommt es in beiden Fällen zu einer Bilanzverlängerung; zugleich wurden durch diese Buchungsvorgänge 1000 € Buch- oder Giralgeld geschaffen. Die Bilanz der Zentralbank hat sich dagegen nicht verändert (siehe nebenstehende Darstellung, unteres Konto)…“ (S.4)

    Das entspricht im Wesentlichen dem, was ich in meinem viel beachteten Artikel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ im September 2013 in den Nachträgen mit Buchungssätzen belegt hatte.

    Das gilt auch für die nachfolgende Beschreibung der Emission von Notenbankgeld an den Kunden.

    Die obige Argumentation, welche die Bundesbank vertritt, widerspricht ganz klar der herrschenden Geldtheorie mit dem Multiplikator-Effekt, wie er in den heutigen Lehrbüchern gelehrt wird. Danach basiere die Geldschöpfung auf einem ursprünglichen Aktivkredit der Zentralbank an die Geschäftsbanken, welcher dann weiter ausgeliehen werden (Multiplikator).

    Dies hatte ich in meinen Artikeln bereits Jahre vor der Bundesbank beschrieben. Der Artikel der Bundesbank basiert zudem in weiten Teilen dem Artikel der Bank of England, welche ihrerseits von mir Jahre zuvor vertretene Argumentation übernommen hat.

    Die Ausführungen der Deutschen Bundesbank implizieren auch, dass Geld nur entstehen kann, wenn der Geldemittent einen Vermögenswert in seiner Bilanz als Aktivum aufnimmt.

    Auch das entspricht ganz meinen Ausführungen in meinem Betrag auf Inside Paradeplatz 2013: „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“, wo ich zeigte, dass es kein „Geld aus dem Nichts“ geben kann. Geld kann nur entstehen wenn ein entsprechender realer Wert auf der Vermögensseite des Geldemittenten verbucht wird (Vergleich: Kein Geburtsschein ohne Kind).

    Ich fasse zusammen:

    Sowohl die Bank of England als auch die Deutsche Bundesbank kommen zum Schluss, dass eine Geldemission nicht damit beginnt, dass die Zentralbank einen Kredit an das Bankensystem gewähre, welcher dann vom Bankensystem an die Wirtschaft weitergegeben wird, was zu einem Geldmengenmultiplikator führt.

    Geld ist im Gegenteil ein Schuldschein des Geldemittenten („I owe you“; „IOU“), der nicht weiter ausgeleiht werden kann, da selber eine Schuld und kein Aktivkredit.

    Es wird betont, dass das eine wesentliche Neuerung ist in der Geldtheorie.

    Es wird auch gezeigt, dass Geld nur entsteht bei einer entsprechenden Bilanzverlängerung des Geldemittenten, mit einem realen Vermögenswert auf der Aktivseite.

    Ich möchte festhalten, dass beide Artikel sowohl von der Bank of England als auch von der Deutschen Bundesbank damit im Wesentlichen wiederholen, was ich bereits vor über 20 Jahren (erstmals 1993) geschrieben und an Vorträgen und Interviews und Vorlesungen gesagt habe.

    Ich appelliere an die Bank of England und die Deutsche Bundesbank sich an die Fairness und auch an das Gesetz zu halten, nicht zu plagiieren und übernommene Argumentationen entsprechend als Zitate zu kennzeichnen.

    Wir kommen in der Wirtschaftswissenschaft nirgends hin, wenn sogar die Zentralbanken sich nicht an die anerkannten und gesetzlichen Regeln halten. Wer hat noch ein Interesse daran, sich wissenschaftlich zu betätigen, wenn sogar die Zentralbanken einfach abschreiben ohne Quellenangabe?

    Danke

    Marc Meyer

  5. @ Leserinnen und Leser

    Da sich hier jetzt nur noch SNB-Trolls tummeln, die im Schutze der Anonymität mich hier persönlich beleidigen, möchte ich die Diskussion zu diesem Beitrag hiermt schliessen.

    Danke für Ihr Intresse und viele konstruktive Beiträge.

    Marc Meyer

  6. Lustig

    Die SNB schickt ihre Trolls immer erst ganz am Ende in die Diskussion, wenn es fast keine Leser mehr hat.

    Dann wagen sie sich hier zu tummeln und auf meine Person zu spielen – im Schutze der Anonymität.

    Ich finde, wer mich persönlich angreift, der sollte zu seinem Namen stehen. Nicht wahr?

  7. Nachtrag: Meine Mail an „Oekonomenstimme“ der KOF ETH Zürich

    Der Kommentator Urs Abderhalden hat weiter unten einen Link gepostet aus „Oekonomenstimme“ (KOF, ETH, Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm).

    Sturm ist u.a. Berater von Wirtschaftsminister Bundesrat Johann Schneider Ammann (Franken-Rütli)

    http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2017/05/von-nichts-kommt-nichts–auch-nicht-geld/

    Es ist dies ein Artikel, indem ein Professor Christian Müller, Bremen, schreibt, dass die Deutsche Bundesbank nun der Bank of England gefolgt sei und Geld als Schuld der Zentralbank beschreibe.

    Zudem enstehe bei jeder neuen Kreditvergabe einer Geschäftsbank neues Geld, ganz unabhängig davon, ob die Zentralbank vorher Geld emittiert habe, oder ob ein anderer Kunde der Bank Geld geliehen habe, das sie jetzt weiter ausleiht.

    Das ist im Wesentlichen genau das, was ich in meiner Dissertation vor 17 Jahren und hier auf Inside Paradeplatz vor fast 4 Jahren geschrieben habe unter vielen Anfeindungen.

    Ich habe nun Herrn Professor Müller gebeten, das in „Oekonomenstimme“ zu korrigieren und richtigzustellen.

    Meine heutige Mail an Prof. Christian Müller:

    Sehr geehrter Herr Mueller

    Gerne möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich sowohl beim Artikel der BoE als auch beim Artikel der Deutschen Bundesbank in entscheidenden Teilen um Plagiate handelt.

    Im Jahre 1997 habe ich an der Universität Bremen eine Dissertation geschrieben mit dem Titel „Geld – eine Obligation der Notenbank“. Auf englisch heisst das,Money is an I owe you. Die BoE hat also genau das übernommen, was ich vor über 17 Jahren bereits geschrieben habe.

    Im September 2013 schrieb ich einen Artikel auf Inside Paradeplatz „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“.

    Darin zeigte ich, dass Geld nicht aus dem Nichts entstehen kann, sondern dass der Geldemittent einen realen Gegenwert in seiner Bilanz aufnehmen muss. Ich verglich dies u.a. mit einem Geburtsschein, der nur Sinn macht, wenn ein Kind geboren wurde.

    Insbesondere in den Nachträgen V und VI zeigte ich anhand von Buchungssätzen, dass bei jeder Kreditvergabe durch das Bankensystem neues Geld entsteht. Ich betonte, dass es für dieses neu geschaffene Geld keinen vorgängigen Kredit der Zentralbank geben muss und auch keinen Kredit eines anderen Marktteilnehmers, dessen Geld die Bank dann weiter ausleihen würde.

    Es handelt sich also sowohl beim Artikel der Bank of England als auch beim Artikel der Deutschen Bundesbank im wesentlichen um Plagiate.

    Wir Wissenschaftler sollten Arbeiten anderer Wissenschaftler respektieren und nicht einfach mehr oder weniger abschreiben.

    Darf ich Sie höflich bitten, dass so in der „Oekonomenstimme“ richtigzustellen?

    Besten Dank

    Ich hoffe sehr, dass sich die KOF ETH, unter Jan-Egbert Sturm, dafür einsetzt, dass neue Erkenntnisse aus wissenschaftliche Arbeiten geschützt werden und korrekt zitiert werden.

    Marc Meyer

    • Ich verstehe Marc Meyer ja!

      Trotzdem wäre ich froh, mehr Wissenschafter und vor allem SNB- und Zentralbank-Führungsleute würden von ihm abschreiben. Besser noch, danach handeln!

    • Lieber Herr Meyer

      bin auf die Reaktion gespannt. Gestern war ja ein Artikel auf finews über unsere SNB („um den heissen Brei geredet“).

      Selbstverständlich darf der Hinweis auf „DevisenRESERVEN“ nicht fehlen.

      Habe erfahren, dass dieser Artikel kommentiert wurde (Devisenbestand statt -reserven). Wird natürlich nicht veröffentlicht.

    • Prof. Müller hat geantwortet. Er wünscht eine Dissertation von mir, damit er überprüfen kann. Ich werde ihm eine schicken.

      Zudem empfiehlt er mir, meinen Anspuch direkt unter der Kommentarfunktion auf Oekononenstimme zu publizieren.

      Werde ich tun.

  8. @Urs Abderhalden

    Danke

    Erstens:
    Nochmals: Keynes hat Notenbankgeld als „Liquidität“ der Zentralbank und damit als Vermögen der Zentralbank bezeichnet – nicht als Schuld, wie Sie hier vortäuschen. Bleiben Sie bei der Wahrheit.

    Zweitens:
    Und nochmals. Weshalb bezeichnet denn Herr Jordan Geld als Vermögen der SNB, wenn es Ihnen und allen längstens klar ist, dass es sich um eine Schuld handelt? Sehen Sie den Widerspruch?

    Drittens:
    Sie können nicht behaupten, die Zentralbank schaffe kein Geld und die Geschäftsbanken schaffen Geld. Beide emittieren Geld als ein Passivum gegen Hereinnahme eines entsprechenden Vermögenswertes. Also kein „Geld aus dem Nichts“ – wie Ihr Herr Jordan behauptet.

    Viertens:
    Sie anerkennen, dass Geld eine Verbindlichkeit der SNB ist. Weshalb bezeichnet denn die SNB Geld als Vermögen („Liquidität“, „liquides Vermögen“, „Zahlungsmittel“)der SNB? Fallen Ihnen die Widersprüche nicht auf?

    Fünftens:
    Die Welt geht nicht unter, wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist – aber die SNB geht unter. Und wenn sie ihre Bilanz nicht deponiert gehen mit ihr die Geschäftsbanken unter.

    Sechstens:
    Ja. Die Buchhaltung ist eine Abbildung der Realität. Das ist genau das, was ich seit Jahren hier schreibe. Und Sie und die SNB nehmen diese Abbildung nicht Ernst (Sie und die SNB:„geht die Welt unter, wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist? Nein“)

    Siebtens:
    Ja. Die realen Verhältnisse bestimmen die Buchhaltung. Das ist genau das, was ich seit Jahren schreibe. Die SNB interpretiert die Bilanz aber falsch: Notenbankgeld sei Vermögen der SNB. Die SNB verwechselt die beiden Seiten der Bilanz und bringt so die Schweiz in grosse Gefahr. Sie sieht die realen Verhältnisse falsch.

    Achtens:
    Bestimmt die Buchhaltung die Realität. Nein. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Treffender Vergleich von Herrn Rico Meier: Das Thermometer ist nicht Schuld an der Hitze. Die Buchhaltung zeigt aber die Realität. Die SNB kann ihre Buchhaltung nicht lesen und verwechselt links und rechts.

    Neuntens:
    In der Bilanzanalyse sprechen wir nicht von endogen oder exogen Faktoren – dafür aber von Fremdkapital und Eigenkapital bzw. in der Geldflussrechnung von Innen- und Aussenfinanzierung. Geld ist Fremdkapital des Emittenten und Aussenfinanzierung. Endogen schon gar nicht. In der Offenmarktpolitik sind Zentralbank und Gegenparteien gleichberechtigt.

    Die SNB darf die Banken nicht enteignen, wie das Herr Jordan behauptet („Notenbankgeld ist nur gegen Notenbankgeld eintauschbar“). Das wäre Enteignung der Banken durch die SNB.

    Zehntens:
    Der Wert des Geldes und damit das Vertrauen in Geld beruht auf den gegengebuchten Aktiven im Portefeuille des Geldemittenten. Fällt das EK der SNB in den negativen Bereich, so verliert das Notenbankgeld an Wert.

    Elftens:
    Gibt es Geld ohne Zentralbanken. Ja. Das widerspricht aber Ihrem Keynes und dem Monetarismus. Dort wird davon ausgegangen, dass am Anfang jeder Geldemission die Zentralbank steht. So steht es beispielsweise in Buch Volkswirtschaftslehre von Brunetti (Multiplikatortheorie). Genau dem widersprach ich in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“, was nun die Bank of England und die Deutsche Bundesbank übernommen haben.

    Sie wiederholen mich.

    Zwölftens:
    Kann es Geld ohne Buchhaltung geben? Ja, Wenn man nicht lesen und schreiben kann und eine Unordnung hat.

    Und nun, Herr Abderhalden: Hören Sie auf mit Ihren persönlichen Seitenhieben gegen mich und widmen Sie sich der fachlichen Materie.

    Danke

    Marc Meyer

    • @Abderhalden
      Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich … und dem Abderhalden hats die Sprache verschlagen!

      @Dr. Marc Meyer
      Besten Dank für die Klarstellungen!

      @ Abderhalden
      Hier noch ein paar Erläuterungen aus volkswirtschaftlicher Sicht exklusiv für Ihren monetaristischen SNB-Betonkopf:

      zu: „In der Bilanzanalyse sprechen wir nicht von endogen oder exogen Faktoren – dafür aber von Fremdkapital und Eigenkapital … „: So ist es!! In der VWL ist die Unterscheidung in endogen und exogen aufgrund der impliziten Kausalitäten und der Eingriffsmöglichkeiten von aussen sehr wichtig. Die Buchhaltung kann dem nur sehr unzureichend Rechnung tragen.

      zu: „Die SNB interpretiert die Bilanz aber falsch: Notenbankgeld sei Vermögen der SNB. Die SNB verwechselt die beiden Seiten der Bilanz und bringt so die Schweiz in grosse Gefahr….“ Ganz genau!! Laut Publikation der SNB vom (https://www.snb.ch/de/iabout/snb/annacc/id/snb_annac_balance) ist die Bilanz wie folgt zusammengesetzt: AKTIVA (gekürzt): Gold, Devisenanlagen, Forderungen aus Repo, Sachanlagen, Sonstige. PASSIVA: Notenumlauf, GIROKONTEN von Geschäftsbanken, Sonstige, Eigenkapital. Notenbankgeld (grob: Notenumlauf, Sichteinlagen der Geschäftsbanken) stehen – endlich – ganz offiziell auf der Finanzierungsseite, also ganz genau dort, wo Dr. Marc Meyer es schon immer gefordert hat.

      zu: „Die SNB darf die Banken nicht enteignen, wie das Herr Jordan behauptet („Notenbankgeld ist nur gegen Notenbankgeld eintauschbar“). Das wäre Enteignung der Banken durch die SNB.“ Absolut richtig!!! Notenbankgeld könnte auch gegen Aktiva der SNB eingetauscht werden. Das entspräche einer Bilanzverkürzung der SNB, oder, kurz gesagt, einer restriktiven Geldpolitik. Es steht der SNB frei, AKTIVA einzusetzen oder Notenbankgeld gegen Notenbankgeld zu tauschen. Den Geschäftsbanken geht es da nicht anders als mir: Wenn ich einen guten Deal gemacht habe, verdiene ich, sagen wir, 1000 Franken. Jetzt kann ich versuchen, dafür AKTIVA zu erwerben (irgendwelche Produkte, Wertpapiere, was auch immer). Wenn ich aber keine Gegenpartei finde, die mein Geld haben will oder nur jemanden, der Geld gegen Geld tauschen will, dann habe ich Pech gehabt. Allerdings weiss ich das bereits heute, es ist mein Risiko.

      zu: „Der Wert des Geldes und damit das Vertrauen in Geld beruht auf den gegengebuchten Aktiven im Portefeuille des Geldemittenten. Fällt das EK der SNB in den negativen Bereich, so verliert das Notenbankgeld an Wert.“ Wieder Volltreffer! Die Geldemittententen sind ja, wie Dr. Marc Meyer so trefflich in seiner Dissertation bewiesen hat, die Geschäftsbanken. Wenn dort auf der Aktivseite Ebbe herrscht dann gute Nacht! Dann kann man nur hoffen, dass die Zentralbanken den ganzen wertlosen Aktiv-Krempel aufkaufen und dafür den Banken ordentlich Zentralbankguthaben gutschreiben. Diese Politik hat ja der UBS letzten Endes den Hals gerettet und ebenso AIG und Bear Stearns. Bei negativem Eigenkapital der SNB muss man darum darauf hoffen, dass die Bilanzen der Banken und Nicht-Banken in Ordnung sind, damit das Publikum das Vertrauen in das von den Geschäftsbanken geschaffene Geld nicht verlieren, sonst entsteht Inflation und noch viel schlimmeres.

      Wetten, dass Sie nun nichts und niemanden mehr zum Beleidigen haben?

      Beste Grüsse

      The real MM, Dr. (!!)

    • @The real MM Dr. (!!)

      Danke

      Sie übersehen, dass die SNB ihr Vermögen mit Giroguthaben, also mit Fremdkapital finanziert hat, das sofort fällig ist.

      Ihre Argumentation wäre richtig, wenn die SNB ihr Vermögen mit EK finanziert hätte. Aber da sie mit FK finanziert hat, muss die SNB liefern, wenn das die Banken fordern. Sie kann dazu gezwungen werden (Forderungen gegenüber Zentralbanken, siehe Bilanz UBS)

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S

      Die SNB und ihre Befürworter behaupten hier, es sei hinlänglich bekannt, dass Notenbankgeld Fremdkapital der SNB sei – und trotzdem betrachten sie dieses weiterhin als Eigenkapital der SNB.

      Die Erkenntnis, das Notenbankgeld Fremdkapital der SNB ist hat eben noch Konsequenzen. Das vergessen Sie.

    • @Dr. Marc Meyer
      Sorry, habe ich wirklich übersehen. Aber ich habe auch eine gute Nachricht – halten Sie sich fest: Die SNB hat die Sichtguthaben der Banken als FREMDKAPITAL gebucht – ganz offiziell, so wie Sie es seit 17 (!!) Jahren fordern. Die Geschäftsbanken finanzieren die SNB, nicht umgekehrt; selbst Jordan sieht das endlich (!!!) ein!!!! (Leider gibt es nicht eine, nicht mal klitzekleine Fussnote, die auf Dr. Marc Meyer verweist.)
      Sie haben natürlich wieder recht, die Forderungen an die SNB sind direkt einlösbar. Es ist ein Skandal, dass die SNB kein Gold oder irgendetwas anderes von Substanz liefern muss; das reinste Schein-System, alles reine Illusion! Na, wenigstens kann uns das jetzt nicht mehr passieren, was in den 1930er Jahren los war, als das FED einfach keine Finanzierung durch die Geschäftsbanken zugelassen hat: eine Bank nach der anderen ging Pleite und hat am Ende die ganze Wirtschaft mit runtergerissen. Ein Skandal bleibt es aber trotzdem und ich kann alle Geschäftsbanken nur davor warnen, Gutschriften der SNB anzunehmen: Ihr bekommt nichts zurück ausser immer wieder andere SNB-Gutschriften!! (es sei denn die SNB lässt sich zu etwas anderem herab – falls sie überhaupt noch Aktiva hat).

      Hat Professor Müller eigentlich geantwortet? Ich glaube, das hier ist auch von ihm (ebenfalls ohne Zitat von Meyer: https://www.researchgate.net/publication/315812584_Target2_die_SNB_und_Mephistopheles ) vielleicht sprechen Sie ihn darauf ebenfalls an. Auf jeden Fall sollten Sie auch die Redaktion der Oekonomenstimme oder Prof. Sturm direkt kontaktieren, die sollten doch für wissenschaftliche Redlichkeit ein offenes Ohr haben. Viel Erfolg auf jeden Fall!!

      @Abderhalden
      … na? immer noch nichts??

    • @The Real MM Dr. (!!!)

      Danke für Ihre Auflockerung hier als Pausenclown.

      Ja richtig. Die SNB verbucht die Giroguthaben der Banken (Notenbankgeld) bei der SNB korrekt als Fremdkapital.

      Das Problem ist nur: SNB-Chef Jordan versteht die Bilanz der SNB nicht. Er behauptet, Notenbankgeld sei „Liquidität“ der SNB – also liquides Vermögen der SNB. Und damit könne die SNB alle ihre Schulden bezahlen.

      Und das Beste: Der Bundesrat plaudert’s ihm nach und das Parlament winkt den Irrtum durch.

      Ist der Groschen bei Ihnen immer noch nicht gefallen?

      Sie erinnern mich an Herr Jordan – der begreift’s und begreift’s einfach auch nicht.

      Viele Grüsse

      Marc Meyer

    • Omg!! Ist das wirklich so?? Fremdkapital als „Vermögen“ der SNB??? Das ist ja galaktischer Blödsinn, dümmer gahts fast nümmer!! Vielleicht sollte Jordan lieber von Bankenliquidität reden, dann hätte ich nämlich auch eine konstruktive Idee: Man könnte vielleicht die Sichteinlagen der Banken bei der SNB handelbar machen, d.h. die Banken können sie hin- und her kaufen und verkaufen. Wenn der Handel so richtig in Schwung gekommen ist, nennen wir es einfach Interbankenmarkt. Doch woher die Sichtguthaben bei der SNB nehmen wenn nicht stehlen? Eventuell könnten die Banken der SNB Wertpapiere (dt. Staatsanleihen z.B.) „verkaufen“ gegen solche Sichteinlagen und wenn sie die Einlagen nicht mehr haben wollen, kaufen sie die Anleihen von der SNB zurück, verkaufen sie an andere Banken – oder bleiben darauf sitzen. Oooops, jetzt ist mir ein Fehler unterlaufen, glaube ich: wenn die Banken der SNB Anleihen verkaufen, begleicht die SNB ihre Schuld ja mit ihrem eigenen FREMDKAPITAL … , das geht ja nicht, hat Dr. Marc Meyer bewiesen und ausserdem müsste die Bank natürlich erst noch nachschauen, ob die SNB überhaupt EIGENKAPITAL hat, so ist es doch, oder? Ohne Eigenkapital ist die SNB ja Pleite und die Sichteinlagen der Banken können nicht ändern, oder wie ist das?
      Mir scheint, es ist etwas zu kompliziert für mich, vielleicht können Sie mir das erklären, Herr Dr. Marc Meyer?

      Danke!
      P.S.: Wenn Sie so lieb wären und eine Erklärung geben würden, könnte ich Ihnen den Pausenclown auch verzeihen. Deal?

    • Sehr geschätzter Herr Dr. Marc Meyer

      The real MM, Dr. (!!) ist kein Pausenclown sondern ein kleiner arroganter Bünzli mit einem perversen Hang zur intellektuellen Selbstbefriedigung auf Kosten anderer. Sie sind aber kein legitimes Opfer (gibt es so etwas überhaupt?), sondern ein Held, Kämpfer und Leidender für die richtige Sache; die Wahrheit. Es ist einfach unanständig von The real MM, Dr. (!!) Sie mit Ihren bizarren Thesen abzuseifen anstatt Ihnen den Respekt und die Anerkennung zukommen zu lassen, die Ihnen zustehen.

      Geben Sie nicht auf!

      Fordert Ihr

      Urs Abderhalden

      @The real MM, Dr. (!!)
      Selber „…na?..“!

    • @Urs Abderhalden

      Fake oder echt?

      Ich bin mir schon einiges gewöhnt.

      Um letzteren Fall: Danke und Korrektur:

      Ich versuche als einfacher Bürger gesunden Menschenverstand zu vertreten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. Eigentlich sollte man auf einen Urs Abderhalden gar nicht eingehen. Ich entschuldige mich, dass ich es trotzdem tue.

    Der Herr Urs Abderhalden diskreditiert sich nicht nur inhaltlich mit seinen widersprüchlichen Statements sondern auch mit seiner schlicht und einfach unanständigen Nennung von Herrn Dr. Marc Meyer als „Marc Meyer, Dr.“.

  10. @Urs Anderhalden

    Und übrigens:

    Weshalb bezeichnen Herr Jordan und der Bundesrat Notenbankgeld als Vermögen der SNB, obwohl gemäss Ihrer Behauptung schon längstens bekannt sei, dass es sich um eine Schuld der SNB handle?

    Und weshalb haben Sie nicht in die Diskussion eigegriffen, als SNB-Chef Jordan dem Mindestkurs mit seiner Irrlehre rechtfertigte?

    Liess das die Hackordnung der SNB nicht zu?

    Und wie ist übrigens Ihr korrekter Name?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  11. War Marc Meyer, Dr. wirklich der erste, der entdeckt hat, dass Geld endogen ist (buchhalterisch impliziert das unter anderem, dass Zentralbankgeld eine Schuld ist.) ?

    Marc Meyer, Dr. schreibt dazu: „Es ist mir kein Autor bekannt, der das vorher geschrieben oder so argumentiert hätte“

    Nicht kennen, heisst aber nicht, nicht sein, wie die folgende Liste zeigt. Es braucht nur wenig Abstraktionsvermögen, um von diesen Autoren auf die richtigen Aussagen Marc Meyers, Dr. zu schliessen. Darum seien sie Herrn Marc Meyer, Dr. wärmstens zur Lektüre empfohlen:

    Davidson, P., „Keynes‘ Finance Motive,“ Oxford Economic Papers, 17 (1965).

    Hicks, J., A Market Theory of Money, Oxford: Clarendon Press, 1989.

    Keynes, J.M., A Treatise on Money, London: Macmillan, 1930.

    Menger, K., „On the Origin of Money,“ Economic Journal, 2 (1892), 239 – 55.

    Minsky, H.P., Can “It” Happen Again?, Armonk, NY: M.E. Sharpe, 1982.

    Palley, T.I.,“Endogenous Money and the Business Cycle,“ Journal of Economics, 65 (1997), 133-49.

    Ein guter Startpunkt für Laien ist auch:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Endogenous_money

    Beste Grüsse

    Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden

      Danke

      Richtig. An Wikipedia orientiert sich die Geldpolitik der SNB. Resultat: 700 Milliarden Schulden werden als Vermögen deklarierr.

      Nochmals: Werfen Sie mir nicht Bücher von längst verstorbenen Irrlehrern an den Kopf.

      Bringen Sie konkrete Zitate.

      Keynes behauptete, Notenbankgeld sei Liquidität bzw liquides Vermögen der SNB. Also eben keine Schuld der SNB.

      Blleiben Sie bei der Wahrheit.

      Aber das fällt der SNB und ihren Trolls ja schwer

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  12. @ abderhalden

    Sie schreiben : “ Auch Ihnen ist es bestimmt bereits passiert, dass eine Sache ausdiskutiert ist und es schlicht und einfach nicht lohnt, die eigene Analyse nur noch zu wiederholen“.
    Sie irren! Es ist das bewährte Prinzip, welches im Militärdienst, z.B. beim Entladevorgang eines Sturmgewehres, seit Jahrzehnten angewendet wird, bis es auch der letzte Depp kapiert hat. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen : Auch wenn die Anzahl derer, welche es begriffen haben von Tag zu Tag zunimmt, bleiben halt Vereinzelte, welche es nie begreifen werden. Denen sollte man aber auch kein Sturmgewehr in die Hand drücken.
    Was sollen wir von ihren Ausführungen halten ? Im Gegensatz zu den transparenten Argumenten von Hr. Dr. Meyer, steht bei ihnen n.m.E. der Wunsch als Vater des Gedanken im Vordergrund. Oder wollen sie uns einfach nur sagen: Es gibt keine kollektive Glückseligkeit , oder so…..? Ja was nun ?

    • @Rolf Laager
      Naja, wer es braucht, dem sei Wiederholung gegönnt. Ich nehme an, dass das beim Militär aus guten Gründen so gehandhabt wird :-).
      Also zur Wiederholung:
      Schafft die Zentralbank Geld? – Nein.
      Schaffen die Geschäftsbanken Geld? – Ja.
      Ist Zentralbankgeld eine Verbindlichkeit der Zentralbank? – Ja.
      Geht die Welt unter, wenn die Zentralbank negatives Eigenkapital hat? – Nein.
      Ist die Buchhaltung ein Versuch des Abbilds der Wirklichkeit? – Ja.
      Bestimmen die realen Verhältnisse die Buchhaltung? – Ja.
      Bestimmt die Buchhaltung die Realität? – Nein.
      Ist Geld endogen? – Ja.
      Is Geld exogen? – Nein.
      Beruht Geld auf Vertrauen? – Ja.
      Kann es Geld ohne Zentralbanken geben? – Ja.
      Kann es Geld ohne Buchhaltung geben? – Ja.
      Hat Marc Meyer, Dr. die Endogenität des Geldes als erster entdeckt? – Nein.
      Hat Marc Meyer, Dr. die richtigen Antworten auf die ersten drei Fragen als erster gefunden? – Nein.
      Fühlt Marc Meyer, Dr. sich missverstanden, übergangen, als Opfer, …? – …
      Sie können das gerne so oft wiederholen, wie Sie mögen.

      @Marc Meyer, Dr.
      Ich werfe Ihnen keine Bücher an den Kopf, sondern rege an, die Literatur zu studieren.
      Der richtige Name lautet Abderhalden, nicht Anderhalden. Danke!

    • @Rolf Laager

      Danke

      Der Kommentator, der unter dem Namen Urs Anbderhalden schreibt, hat zwei Prbleme.

      Er ist ein frustrierter Keynesianer und er steht der SNB sehr nahe. Ich meine er steht dem SNB Bankrat sehr nahe.

      Da will die Hackordnung verteidigt ein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Marc Meyer, Dr.

      Wie Sie in Ihren eigenen Kommentaren nachlesen können, greifen Sie zu den Mitteln, die Sie anderen vorwerfen:
      1. Sie lesen und Sie kennen nicht die enschlägige Literatur,
      2. Sie versuchen, durch persönliche Attacken, andere Diskussionsteilnehmer zu diskreditieren,
      3. sobald Ihnen die Argumente ausgehen, beginnen Sie über Motive und Affiliationen der anderen Diskussionsteilnehmer zu spekulieren.

      Der Name ist Abderhalden, nicht Anbderhalden. Danke.

      Beste Grüsse

      Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden

      Danke

      Erstens:
      Nochmals: Keynes hat Notenbankgeld als „Liquidität“ der Zentralbank und damit als Vermögen der Zentralbank bezeichnet – nicht als Schuld, wie Sie hier vortäuschen. Bleiben Sie bei der Wahrheit.

      Zweitens:
      Und nochmals. Weshalb bezeichnet denn Herr Jordan Geld als Vermögen der SNB, wenn es Ihnen und allen längstens klar ist, dass es sich um eine Schuld handelt? Sehen Sie den Widerspruch?

      Drittens:
      Sie können nicht behaupten, die Zentralbank schaffe kein Geld und die Geschäftsbanken schaffen Geld. Beide emittieren Geld als ein Passivum gegen Hereinnahme eines entsprechenden Vermögenswertes. Also kein „Geld aus dem Nichts“ – wie Ihr Herr Jordan behauptet.

      Viertens:
      Sie anerkennen, dass Geld eine Verbindlichkeit der SNB ist. Weshalb bezeichnet denn die SNB Geld als Vermögen („Liquidität“, „liquides Vermögen“, „Zahlungsmittel“)der SNB? Fallen Ihnen die Widersprüche nicht auf?

      Fünftens:
      Die Welt geht nicht unter, wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist – aber die SNB geht unter. Und wenn sie ihre Bilanz nicht deponiert gehen mit ihr die Geschäftsbanken unter.

      Sechstens:
      Ja. Die Buchhaltung ist eine Abbildung der Realität. Das ist genau das, was ich seit Jahren hier schreibe. Und Sie und die SNB nehmen diese Abbildung nicht Ernst (Sie und die SNB:„geht die Welt unter, wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist? Nein“)

      Siebtens:
      Ja. Die realen Verhältnisse bestimmen die Buchhaltung. Das ist genau das, was ich seit Jahren schreibe. Die SNB interpretiert die Bilanz aber falsch: Notenbankgeld sei Vermögen der SNB. Die SNB verwechselt die beiden Seiten der Bilanz und bringt so die Schweiz in grosse Gefahr. Sie sieht die realen Verhältnisse falsch.

      Achtens:
      Bestimmt die Buchhaltung die Realität. Nein. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Treffender Vergleich von Herrn Rico Meier: Das Thermometer ist nicht Schuld an der Hitze. Die Buchhaltung zeigt aber die Realität. Die SNB kann ihre Buchhaltung nicht lesen und verwechselt links und rechts.

      Neuntens:
      In der Bilanzanalyse sprechen wir nicht von endogen oder exogen Faktoren – dafür aber von Fremdkapital und Eigenkapital bzw. in der Geldflussrechnung von Innen- und Aussenfinanzierung. Geld ist Fremdkapital des Emittenten und Aussenfinanzierung. Endogen schon gar nicht. In der Offenmarktpolitik sind Zentralbank und Gegenparteien gleichberechtigt.

      Die SNB darf die Banken nicht enteignen, wie das Herr Jordan behauptet („Notenbankgeld ist nur gegen Notenbankgeld eintauschbar“). Das wäre Enteignung der Banken durch die SNB.

      Zehntens:
      Der Wert des Geldes und damit das Vertrauen in Geld beruht auf den gegengebuchten Aktiven im Portefeuille des Geldemittenten. Fällt das EK der SNB in den negativen Bereich, so verliert das Notenbankgeld an Wert.

      Elftens:
      Gibt es Geld ohne Zentralbanken. Ja. Das widerspricht aber Ihrem Keynes und dem Monetarismus. Dort wird davon ausgegangen, dass am Anfang jeder Geldemission die Zentralbank steht. So steht es beispielsweise in Buch Volkswirtschaftslehre von Brunetti (Multiplikatortheorie). Genau dem widersprach ich in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“, was nun die Bank of England und die Deutsche Bundesbank übernommen haben.

      Sie wiederholen mich.

      Zwölftens:
      Kann es Geld ohne Buchhaltung geben? Ja, Wenn man nicht lesen und schreiben kann und eine Unordnung hat.

      Und nun, Herr Abderhalden: Hören Sie auf mit Ihren persönlichen Seitenhieben gegen mich und widmen Sie sich der fachlichen Materie.

      Danke

      Marc Meyer

    • @Urs Abderhalden

      Denke

      Nochmals kein einziges fachliches Argument.

      Bringen Sie bitte fachliche Argumente oder lassen Sie es bleiben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Urs Abderhalden

      Danke

      Sie werfen mir vor, ich kenne die einschlägige Literatur nicht. Sie behaupten das einfach einmal.

      Ist es nicht vielmehr so, dass ich die einschlägige Literatur etwas genauer studiert habe als Sie und nicht einfach auswendig gelernt habe wie Sie und Herr Jordan?

      Ich habe Widersprüche entdeckt und bin diesen eben nachgegangen.

      Das ist schwieriger – insbesondere auch deshalb, weil es Leute gibt wie Sie, welche aus lauter Autoritätsgläubigkeit alles bekämpfen, was die bestehende Hackordnung durcheinanderbringen könnte.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  13. @Leserinnen und Leser

    Wie so oft, attackieren mich als Person die Trolle der SNB erst gegen Schluss einer Diskussion hier weit unten, wenn die Mehrzahl der Leserinnen und Leser den Text nicht mehr beachten.

    So jetzt z.B. ein gewisser Urs Abderhalden, der meine ganze Arbeit als belanglos bezeichnet und mit einer „Doppelrolle“ bezichtigt.

    Her Nick Norman setzt sich für mich ein.

    Ich werde Ausschnitte aus dieser Konversation hier oben posten und aus Zeitgründen später darauf zu sprechen kommen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    Zitate Urs Abderhalden:

    Lieber Herr Meyer

    Sie machen sich das Leben aber wirklich schwer :-(.

    Nehmen Sie es doch bitte nicht persönlich, wenn man Ihre Argumente für zu leicht befindet und interessanteren Austausch woanders sucht. Auch Ihnen ist es bestimmt bereits passiert, dass eine Sache ausdiskutiert ist und es schlicht und einfach nicht lohnt, die eigene Analyse nur noch zu wiederholen.

    Damit Sie es in Zukunft einfacher haben, versuchen Sie doch einfach mal anzunehmen, dass es Ihrer Meinung geht, wie der der allerallermeisten Menschen: Kaum jemanden interessiert sie. Von diesem jemand ist auch Herr Jordan nicht ausgenommen und auch nicht die Schweizer Presse. Letztere beiden diskutieren das Thema übrigens sehr wohl, nur scheint Ihr Beitrag verzichtbar. Sie haben sogar das Privileg, dass es für diesen Verzicht einen sachlichen Grund geben könnte, nämlich Ihre untragbare Doppelrolle. Doch auch wenn man davon absieht, wie Ihnen geht es schliesslich fast allen Menschen, und damit sollten Sie sich doch trösten können.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch eine schöne Restwoche!

    Ihr Urs Abderhalden

    Zitat Nick Norman:

    Marc Meyer,

    es ist unglaublich, was sich die SNB-Trolle hier erlauben! Doch gut, lesen die ihre Analysen und vielleicht hiulfts ja öppis.
    Hat die Bank of England Sie eigentlich zitiert, oder wurden Sie auch von denen totgeschwiegen? Wenn die SNB endlich zur Vernunft kommt, wird sie nicht so tun können, als wenn es Ihre Analysen nicht gegeben hätte!!

    Weiter so!!!!

    Nick Norman

  14. Die Verluderung der SNB geht munter weiter
    Am MIttwoch, den 14. Juni 2017, hat sogar die alte Tante NZZ doch tatsächlich einen Leserbrief von Erich Heini, dem ehemaligen Pressesprecher der SNB (als die SNB noch eine Zentralbank war!) veröffentlicht. Darin wird, nebst den unglaublichen Ausschüttungen, auch auf die bedenkliche Eigenkapitaldecke hingewiesen. Wahrscheinlich hat der Leserbrief-Editor die Brisanz des Artikels nicht realisiert…
    Ich hätte ja liebend gerne, dass Herr Marc Meyer mit seinen Warnungen nicht recht hätte. Aber auch wir werden mit sehenden Augen zusammen mit der SNB untergehen!

    • @Slavica

      Danke

      Da ich momentan sehr ausgelastet bin mit meiner Arbeit, werde ich erst später auf Ihr Votum zurückkommen können.

      Bis bald

      Marc Meyer

    • @Slavia

      Sie versuchen einen Widerspruch zwischen der Meinung Heinis und der SNB zu konstruieren. Diesen Widerspruch gibt es nicht. Die SNB ist besessen von der Idee, ihre Eigenkapitaldecke sei zu dünn. Darum plant sie auch, in absehbarer Zeit faktisch den gesamten Gewinn (abzüglich ein paar Almosen für Bund und Kantone) in die Erhöhung des Eigenkapitals zu stecken und ihre Bilanz so schnell wie irgend möglich zu verkleinern. Je mehr „Argumente“ für diese Pläne veröffentlicht werden, desto lieber ist es der SNB. Natürlich bietet die NZZ Hand dafür. Herr Marc Meyer, Dr. versteht leider ebenso wenig von der Rolle des Eigenkapitals einer Zentralbank wie die NZZ oder die SNB. Darum kommen alle drei zu denselben fatalen Schlüssen, die am Ende der Schweizer Wirtschaft im Namen eines idotischen geldpolitischen Purismus die Luft abdrücken könnten. Wenn dann der Schweizer Franken abschmieren sollte, werden sie sagen, sie haben es ja gewusst, dabei haben sie das Ergebnis mit ihrer kollektiven Inkompetenz erst herbeigeführt. Hoffen wir also, dass bald die Vernunft Oberhand gewinnt.

    • @Slavica

      Danke

      Es ist wie Eltern mit einem Kind, welches Feuer berühren will.

      Die Eltern wollen nicht, dass es passiert.

      Genauso ist es mit der SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Nich Norman

      Doch.

      Wird das EK der SNB negativ, so ist damit zu rechnen, dass Geschäftsbanken Konkurs gehen wegen der SNB.

      Leider sieht Herr Jordan diese Gefahr nicht, weil er meint, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken.

      Ich denke nicht, dass es Ihnen gelingt, mit Ihrer Polemik hier diesen schwerwiegenden Irrtum von Herr Jordan zu verstecken.

      Im Gegenteil: Ihre Polemik hier zeigt nur die Unbeholfenheit der SNB und ihres Chefs.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  15. Nachtrag

    PLAGIAT

    der

    BANK of ENGLAND und der DEUTSCHEN BUNDESBANK

    Im Jahre 1997 schrieb ich eine Dissertation mit dem Titel „Geld – eine Obligation der Notenbank“. Im September 2013 schrieb ich hier auf Inside Paradeplatz den viel beachteten Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“

    In den Nachträgen V und VI zu jenem Artikel schrieb ich bezüglich der Geldemission von Geschäftsbanken u.a. folgendes:

    „Ein Kredit hat nichts mit einer vorherigen Einzahlung … zu tun…“

    „…es spielt keine Rolle, ob vorher jemand eine Einzahlung bei der Geschäftsbank getätigt hat…“

    „…obige Überlegungen zeigen auch, dass am Anfang der Wertschöpfung keinesfalls eine Zentralbank stehen muss.“

    „Die Notenbank stellt lediglich jenen Teil zur Verfügung, der für Transaktionen in Bargeld notwendig ist.“

    Es ist mir kein Autor bekannt, der das vorher geschrieben oder so argumentiert hätte

    Im April 2014 schrieb die Bank of England, Geld sei ein „I owe you“; zu deutsch: Geld sei ein Schuldschein. Das deckt sich zu hundert Prozent, mit dem, was ich als Titel meiner Dissertation über 15 Jahre vorher gewählt hatte.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte vor zwei Monaten (April 2017) einen Artikel zur Geldschöpfung.

    Zitat aus „Oekonomenstimme“

    „Gleich am Anfang räumt die Bundesbank mit einem Irrglauben auf, wenn sie schreibt „die Fähigkeit der Banken, Kredite zu vergeben und Geld zu schaffen, [hängt] nicht davon ab, ob sie bereits über freie Zentralbankguthaben oder Einlagen verfügen“ (S.15).[ 1 ]“

    Die Bundesbank hat also genau das übernommen, was ich fast vor vier Jahren hier auf Inside Paradeplatz bereits geschrieben habe.

    Weder die Bank of England noch die Deutsche Bundesbank hielten es aber für nötig, mich zu zitieren.

    Das ist Plagiat.

    Es zeigt, dass die Zentralbanken meine Argumentation mit allen Mitteln zu unterdrücken versuchen, um sie dann später als ihre eigene zu präsentieren.

    Es ist dies rechtswidriges Verhalten sowohl von der Bank of England als auch der Deutschen Bundesbank.

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Meyer

      Aus Ihnen spricht ein tief verletzter Mensch. Sie vermuten hinter den Veröffentlichungen der BoE und der BuBa ein Plagiat Ihrer Arbeiten und verlangen vergeblich Wiedergutmachung.

      Vielleicht hilft Ihnen eine Perspektive von aussen, um mit Ihren Problemen fertig zu werden.

      Beginnen wir mit Ihrer Einschätzung in Bezug auf die wesentlichen Aussagen (endogenes Geld, Geldschöpfung hängt nicht von vorherigen Einzahlungen ab, etc.): „Es ist mir kein Autor bekannt, der das vorher geschrieben oder so argumentiert hätte.“

      Hier liegt ganz sicher der Hase im Pfeffer.

      Im Zuge der neomonetaristischen Revolution ausgelöst durch Friedman (und Schwartz) wurde die Geldschöpfung als exogener Prozess propagiert. Die Zeit, in die Ihre Dissertation fällt, war die Hoch- und gleichzeitig Spätphase des Neomonetarismus in der Schweiz (und Deutschland). Daher ist es kein Wunder, dass Ihre Dissertation nicht Willkommen geheissen wurde. Die SNB hatte allen Grund, Sie zu ignorieren (und allenfalls zu bekämpfen), da endogenes Geld die seinerzeitigen theoretischen Grundlagen der SNB-Politik in Frage stellt.

      Allerdings, und das ist hier entscheidend, gab es eine Zeit vor Friedman (und Schwartz). In dieser Zeit war der herrschende Konsens, dass Geld endogen ist und durch den Bankensektor unabhängig von den zuvor getätigten Einlagen geschöpft werden kann. Vielleicht studieren Sie dazu Minsky, Hilferding, Schumpeter, Marx und natürlich Keynes. Eine empfehlenswerte Lektüre mit vielen historischen Bezügen ist ganz aktuell: Ulrich Busch, Die Welt des Geldes, Potsdam 2016, ISBN: 978-3-945878-30-9.

      Ihr Verdienst besteht also darin, in einer schwierigen Zeit unabhängig und im Widerspruch zur herrschenden Meinung eine unabhängige Ansicht formuliert zu haben. Ihre Einsicht ist aber keineswegs neu oder einzigartig.

      Ihr Ansatz, Exklusivität und Entschädigung für sich zu reklamieren, ist darum nicht gerechtfertigt und in der Sache wenig hilfreich. Sie werden sehen, was passieren wird. Die Mächtigen werden Sie weiterhin ignorieren, allenfalls bekämpfen und zum Schluss mit Ihren Thesen (also den sinnvollen von den vielen) an der Spitze der Bewegung stehen und so tun, als hätten sie nie etwas anderes gesagt.

      Dann werden Sie sich noch viel mehr ärgern. Darum schlage ich Ihnen vor, nehmen Sie sich zurück, suchen Sie Brüder und Schwestern im Geiste und koordinieren Sie sich. Vielleicht können Sie ja eine Arbeitsgruppe innerhalb der Gesellschaft für Volkswirtschaft und Statistik gründen?

      Schmerz, Enttäuschung und Wut bergen immer die Gefahr, blind zu machen für die wesentlichen Dinge. Begegnen Sie dieser Gefahr in Ihrem eigenen Interesse und im Interesse Ihrer Studien!

      Beste Gruesse

      The real MM, Dr. (!!)

    • @The Real MM Dr. (!!!)

      Danke

      Ihr Votum folgt dem gängigen Muster der SNB-Trolle.

      Zuerst persönliche Ratschläge (auch beleidigend), dann eine Belangloserklärung meiner Arbeiten, dann ein Schwall von Büchern bereits verstorbener Oekonomen ohne konkrete Zitate – und wie immer: Das ganz ohne ein einziges fachliches Argument.

      Das einzige Ziel dieser SNB-Trolle ist es, die Hackordnung der SNB zu erhalten.

      Fachlich nur dies: Die Monetaristen haben die Geldpolitik einzig mit Geldmengenzielen begründet. Dabei haben Sie übersehen, dass beide Seiten der Bilanz der Zentralbank das Zinsniveau invers beeinflussen. Das Vermögen der Zentralbank (Aktivseite) hat für die Monetaristen keine Bedeutung.

      Zudem: Der „Jahrhundertoekonom“ Keynes hat Notenbankgeld als „Liquidität“ der Zentralbank, also als Vermögen der Zentralbank bezeichnet.

      Damit ist er einer der grössten Irrlehrer in der Wirtschaftswissenschaft.

      SNB-Chef Jordan ist ein Schüler von Prof. Baltenspreger, einem Extrem-Monetaristen. Die Monetaristen haben den Hauptfehler von Keynes nicht erkannt – nur weitere begangen.

      Jordan hat bei Baltensperger nur auswendig gelernt und nie hinterfragt. Hätte er hinterfragt, so wäre er nicht an seinem hochdotierten Posten.

      Also bitte decken Sie mich nicht mit einem Schwall von verstorbenen Oekonomen ein und meinen, damit sei ich widerlegt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Meyer

      Das Buch von Herrn Busch ist niegelnagelneu. Herr Busch ist auch nicht tot. In seinem Buch finden Sie die von Ihnen gewünschten konkreten Textangaben und noch viele weitere.

      Ihre Verblendung besteht auch darin, zu glauben, Sie seien der erste Mensch, der die Fehler der Monetaristen entdeckt. Sind Sie aber nicht.

      Ihr Verzicht auf das Zitieren von Literatur und Ihre Ignoranz aller anderen Autoren trägt, gelinde gesagt, nicht zu Ihrer Glaubwürdigkeit bei. Da hilft es auch nicht, anderen vorzuwerfen, sie würden (Sie) nicht oder andere nicht exakt zitieren.

      Sie gefallen sich offensichtlich in Ihrer Opferrolle.

      Viel Spass dabei wünscht Ihnen

      Nick Norman

    • @Nick Norman

      Danke

      Sie scheinen hier eine Doppelrolle zu spielen oder den Namen eines anderen Kommentators als Pseudonym zu verwenden.

      Das passt zu den Trollen der SNB.

      Bitte werfen Sie mir nicht Autoren an den Kopf. Ich möchte konkrete Zitate.

      Panikartig scheinen Sie hier die Hackordnung der SNB bewahren zu wollen.

      Wir werden ja sehen, was aus dieser Hackordnung wird, wenn die SNB einmal negatives Eigenkapital ausweisen sollte und Geschäftsbanken ihretwegen Konkurs gehen.

      Und bitte hören Sie auf, auf meine Person zu spielen. Bringen Sie lieber ein fachliches Argument. Dazu ist die SNB aber offensichtlich überfordert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  16. @Urs Abderhalden

    Guten Morgen

    Danke für Ihren Beitrag

    Sie schreiben:

    Zitat:

    „Es ist dieses Jordan-Meyersche Missverständnis der Rolle der SNB-Bilanz und der Konsequenzen für das Funktionieren des Geldsystems und der Schweizer Wirtschaft, das die grösste Bedrohung seitens der SNB darstellt.“

    Zitat Ende

    Nein. Die grösste Bedrohung seitens der SNB ist die Irrlehre, an der sich die SNB orientiert und welche sie nach aussen predigt. Es ist die Unfehlbarkeit, welche sich die SNB anmasst, welche die grösste Bedrohung darstellt.

    Und es geht nicht um ein „Missverständnis“ zwischen Herr Jordan und mir: Es geht um einen Kapitalfehler von Herrn Jordan im wahrsten Sinne des Wortes:

    Herr Jordan behauptet, von der SNB emittiertes Geld (Notenbankgeld) sei „Liquidität“ der SNB. Also liquides Vermögen der SNB, womit die SNB eigene Schulden bezahlen und abbauen könne. Notenbankgeld sei ein „Zahlungsmittel“ der SNB.

    Dem halte ich entgegen und argumentiere, Notenbankgeld sei selber eine Schuld der SNB und könne somit nicht als „Liquidität“ der SNB bzw. als Zahlungsmittel der SNB betrachtet werden.

    Die Konklusion daraus ist, dass die SNB „Pleite“ gehen kann. Sie bestätigen das hier – aber Herr Jordan behauptet das Gegenteil: Die SNB könne nie illiquide werden und sämtliche Schulden begleichen mit „Geld aus dem Nichts“ – also folglich die SNB können nicht Pleite gehen.

    Und dass ein 700-Milliarden Koloss Pleite geht und es schöe ruhig bleibt, glauben Sie ja selber nicht. Natürlich – die Schweizer Medien und vor allem NZZ und Schweizer Staatsfernsehen SF DRS werden alles daran setzen, einen solchen Verlust totzuschweigen.

    Aber wie werden die Börsen reagieren? Die beiden Grossbanken allein haben der SNB fast 200 Milliarden Kredit gegeben. Und ein Konkurs dieser Grossbanken aufgrund ihres SNB-Investments? Meinen Sie auch das kann unter den Teppich gekehrt werden?

    Und meinen Sie im Ernst. Die SNB können Dollar und Euro endlos stützen, um keine Verluste zu erleiden? Korrekterweise müsste die SNB ihre Devisenbestände tiefer bewerten, weil sie deren Kurse stützt. Die SNB ist also bereits jetzt sehr nahe an ihrem Konkurs.

    Und wie will die SNB die „Operationalität“ der Grossbanken sicherstellen, wenn sie selber der Grund für deren Konkurs ist? Bitte seien Sie doch ein bisschen kritischer, wenn Sie hier schreiben.

    Sie scheinen Herrn Jordan und dem SNB-Direktorium nahe zu stehen. Ihre Zeilen bestätigen, wie dilettantisch in diesen Kreisen argumentiert wird.

    Herr Jordan war sicher sehr froh, dass ich einen Tag vor Aufhebung des Mindestkurses genau das gefordert hatte. Hätte die SNB am Mindestkurs festgehalten, so wäre die SNB bereits jetzt Konkurs.

    Wenn die Schwächung des Frankes für die SNB ein „downhill battle“ wäre, so wäre es dies ja auch für die EZB mit der Schwächung des Euro. Das widerspricht sich selbst.

    Herr Abderhalden – bitte überlegen Sie, bevor Sie hier so oberflächlich schreiben.

    Die SNB ist und bleibt die grösste Gefahr für die Schweiz – und es ist die dilettantische Argumentation des SNB-Direktoriums.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Urs Abderhalden

      Und noch etwas:

      Bei der Diskussion zu meinem Text „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ wurde ich auch persönlich angefeindet von den Befürwortern der SNB.

      Die Medien haben das Thema totgeschwiegen und tun es heute nich.

      Heute schreibt die Bank of England genau das, was ich damals geschrieben habe.

      Wo bleibt da Ihre Fairness und die der SNB?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  17. Guten Tag Herr Meyer

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich verstehe aber nicht, wie das ganze aus Sicht der Notenbank aussieht. Mit welchem Buchungssatz schafft eine Notenbank Bargeld? Was ist das Aktivum gegen das Bargeld?

    Freundliche Grüsse
    Peter Bodmer

    • @Peter Bodmer

      Sehr geehrter Herr Bodmer

      Guten Morgen.

      Danke.

      Um Banknoten in Umlauf zu bringen muss die SNB einen Vermögenswert in ihter Bilanz aufnehmen.

      Auf der Aktivseite bucht sie also den Vermögenswert ein wie zB Gold, Wertschriften, Devisen.

      Auf der Passivseite den entsprechenden Notenumlauf.

      Buchungssatz:

      Devisenanlagen an Notenumlauf

      Soll die Geldmenge verringert werden, so muss sie Gold oder Devisen verkaufen.

      Notenumlauf an Gold

      Herr Jordan behauptet zwar, der Notenumlauf sei nur gegen Notenbankgeld umtauschbar. Die SNB würde keinen Vermögenswert verkaufen.

      Aber Herr Jordan irrt sich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Hardy
      Was nicht sein darf, ist nicht … Das ist natürlich wesentlich beruhigender als einzugestehen, dass Notenbankgeld für die SNB FK ist und damit für sie Zahlungsmittel sein kann. Ihre anonymen Anfeindungen sind deplatziert. Wenn alles Quatsch ist, was Hr Meyer schreibt, stehen Sie wenigstens zu Ihrem Namen.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico Meier

      Danke für Ihre Zeilen an Hardy, der Student

      Dieser tut mir in persönlicher Hinsicht sehr Leid. Er hat nicht die menschliche Grösse, seinen Irrtum einzugestehen und loszulassen.

      Er vergeudet seine kostbare Lebenszeit mir seiner Illusion.

      Als Anonymer ist es auch tatsächlich einfach mich anzufeinden.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  18. Lieber Herr Meyer,

    mir scheint, your are just stating the obvious!!! Einführung in die Tätigkeit und das Funktionieren einer Zentral(Komitee)bank oder ganz einfach einer Unternehmung….Grundsätze der doppelten Buchhaltung.

    Erstaunlich doch, wie sich da Kommentatoren schwer tun und sich als unwissend und naiv oder dann mangels Argumenten polemisch outen! … spricht die beunruhigende Tatsache an, dass wesentliche Zusammenhänge, Basiswissen (hier Buchhaltung) im öffentlichen Raum der Meinungsbildung vernebelt oder unrichtig dargestellt werden.
    Kommt von daher weit verbreiteter Zweifel oder Unsicherheit über den Aussagewert von Nachrichten ganz generell (fake news)?
    Sind wir so einfältige Konsum Roboter geworden, dass uns die simpelsten Zusammenhänge nicht einsichtig werden, auch wenn sie von kompetenter Stelle geduldig aufgebröselt werden?
    Erstaunlich auch, dass die Weber, Jordan, Weidmann, Draghi, Yellen, Kuroda all diesen Unsinn verbreiten können, ohne dass sie herausgefordert werden (Die Politiker verstecken sich hinter ihnen!).

    Zum Kreislauf und Zusammenhang von Kredit, Geld und bezahlter Beschäftigung habe heute etwas salopp in einer mail folgendes gedacht:

    „Sicher generiert nur der aller kleinste Teil dieses Geldes einen echten Cash-Flow aus irgendwelcher lebensnahen (was ist lebensnah, wahrscheinlich dasjenige, das uns fehlen wird wenn sich die Geld-Chimäre als Chimäre entpuppen wird) Tätigkeit. Das meiste davon geht in „Unterhalts“zahlungen, die für das „versorgte“ Menschsein und führt so zu endlosen knock-on Effekten, zu einem Kettenbriefsystem von wieder solchen Einkommen ….
    Der etwas eigenwillige Begriff Vokswirtschaft sollte eigentlich richtigerweise Ponzi-Kettenbrief Bluff genannt werden und könnte so für etwas mehr Klarheit und weniger Ver(w)irrung sorgen und auch richtig(!) bemessen werden.“

    Das ist doch alles absolut ver-rückt, was da abläuft. Die Zentralkomiteebanken sind komplett durch gedreht. Die Wirtschaft mit Aktienrückkäufen in Publikumsgesellschaften für US$ 3000 Milliarden für die Zeit von 2010-2016 am NYSE, ebenfalls. Der Bürger in der „Wohlstandsgesellschaft“, der das eigenständige Denken mit seiner Bequemlichkeit und Konsumwut verwässert, ebenfalls.

    „Wirtschaftswachstum“ wurde mit einem Schulden-tsunami-wachstum von global ca. US$ 10’000 Milliarden im 1980 auf US$ 240’000 Milliarden im 2016, d.h. von 150% auf 350% des Welt-Bruttosozialproduktes befeuert und erklärt die aktuellen Zustände aus vielleicht unerwarteter Richtung, sicher auch das „originelle“ Verständnis des Draghi von Geldwertstabilität (er würde wohl staunen wollen, beim Lesen oder Hören (es gibt es als audible bei Amazon) von Adam Ferguson: When money dies (1975).

    Schulden aus strukturell wachsenden Ungleichgewichten, Einkommensumverteilung innerhalb der zivilen Bevölkerung, aber auch zwischen Privat und Öffentlich und unter Ländern, z. Bsp. Deutschland mit 10% p.a. Zahlungsbilanzüberschuss und entsprechenden Schulden bei den Defizitländern… führen direkt in den Zerfall des Sozialkontraktes und gefährden jede Form von gesellschaftlichem Pluralismus. Das explosive Wachstum von Schuldensklaverei ist seit 5000 Jahren die Triebfeder für die Zerstörung von Geld, gesellschaftliches Nebeneinander und die Zerstörung des Habitat durch Übernutzung von Ressourcen und Krieg.

    Zurück zu den Zentralkomiteebanken: Da nun diese Handwerker in ihrer Werkzeugkiste nur ein Gerät haben, nämlich einen Hammer (Geldschöpfung als Liquiditätshilfe und dann seit 2008 als Ponzi), sehen sie überall nur Nägel und lösen mit Hämmern alle Probleme der Menschheit und ihre gesellschaftlichen und individuellen (z. Bsp. Suchtverhalten ohne Ende) Entgleisungen.

    Nicht viel Grund zur Euphorie, so scheint mir. PF, Montevideo

    • @Paul Feuermann

      Vielen Dank für Ihre Zeilen.

      Ja es ist unglaublich, was uns die Notenbanker auftischen.

      Es mutet komisch an, dass jemand von ausserhalb einer Zentralbank und noch nie eine ZB von innen gesehen hat, den Notenbankern erklären muss, wie es drinnen funktioniert.

      Viele Grüße

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      Sie erklären es ja gerade NICHT.

      Sie können es auch gar nicht erklären, weil Sie noch nicht begriffen haben, was Geld ist.

      Geld ist das Abgabengut.

      Geld ist das, was ein Staat als Zwangsabgabe fordert.

      Ein etwas skurriles Beispiel:
      Ein König schneidet sich seine Fußnägel und sammelt die Fußnägelstückchen in einer Kiste, die Kiste ist schon gut gefüllt.

      Die Fußnägelstückchen sind ein Gut, ich hoffe, wir sind uns darüber einig.

      Wird sich jemand für diese Fußnägelstückchen interessieren? Wohl kaum.

      Es sei denn…
      es sei denn…
      es sei denn…

      Na, geschätzter Herr Doktor, was kommt jetzt?

      Es sei denn, der König verschickt Steuerbescheide, in denen er von den Steuerpflichtigen genau solche königlichen Fußnägelstückchen fordert.

      Jetzt kommt Leben in die Bude, aufgeregt fragen sich die Steuerpflichtigen, wo sie denn solche königlichen Fußnägelstückchen herbekämen, damit sie ihren Steuerpflichten nachkommen können.

      Jetzt hat der König etwas, an dem alle höchst interessiert sind, aus dem normalen Gut „Königliche Fußnägelstückchen“ ist das Abgabengut geworden, es wird ab sofort Köfu genannt.

      Geld, Herr Dr. Meyer, eben noch hatte der König eine Kiste mit einem nutzlosen Gut, jetzt hat er eine gut gefüllte Geldkiste. Er hat diese Geldkiste schuldfrei, er zählt die Fußnägelstückchen und bucht

      Kasse an Eigenkapital.

      Jetzt kann der König seine Angestellten mit Köfu bezahlen.
      Der König und auch seine Angestellten, die Köfu als Lohn erhalten haben, können auf dem Markt für ihre Köfu etwas kaufen, denn auf dem Markt bieten diejenigen etwas für Köfu an, die diese Köfu dringend brauchen, um ihre Köfu-Schulden zu begleichen.

      Erst jetzt kommt es zu Krediten, lautend auf Köfu.
      Die jeweiligen Schuldner werden auch etwas gegen Köfu auf dem Markt anbieten, Stück für Stück entwickelt sich eine Wirtschaft, wie wir sie kennen. Und Banken entstehen, die Köfu-Konten führen.

      Auch der König selber kann Kredite vergeben. Er kann auch Gold und Devisen für seine Köfu kaufen.

      Und wissen Sie was, Herr Doktor Meyer, der König kann sogar eine Zentralbank gründen. Dem Zentralbankchef stellt er seine Geldkiste auf den Tisch und sagt zu ihm: „Wenn die Zentralbank Köfu auszahlen muss, dann dürft ihr euch gerne bedienen, vergesst aber nicht, es in der Bilanz als Schulden beim König auszuweisen.

      Toll, was, Herr Dr. Meyer?

      Doktorchen, schalten Sie endlich Ihr Gehirn ein! Es ist keine einzige Banknote mehr im Spiel. Legen Sie die von Ihnen so geliebte Dissertation beiseite. Geld, das gesetzliche Zahlungsmittel, ist ein Gut, es ist das Abgabengut.

      Ein Hundert-Franken-Schein sind per Definition 100 Stück Schweizer Franken. Papiergeld ist etwas anwenderfreundlicher als abgeschnittene Fußnägel vom Regierungschef.

      So, wie die Zentralbank des Königs die Köfu nicht einlösen musste, muss die SNB auch die staatlichen Schweizer Franken nicht einlösen. Die Schweizer Franken sind das Abgabengut des Staates Schweiz, emittiert vom Staat Schweiz.

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, der Student

      Lieber Hardy

      Danke

      Manchmal weiss ich wirklich nicht, ob Sie es ernst meinen oder….

      Ihr Beispiel ist wieder so originell wie Ihre damalige Amazonasbuchhaltung.

      Ihr Überlegungsfehler ist der:

      Sie gehen davon aus, dass die SNB Steuern erheben dürfe. Daraus erklärt sich das Eigenkapital, das Sie einbuchen.

      Die SNB hat aber keine Steuerhoheit. Deshalb ist Ihre Buchung nicht korrekt.

      Steuern kommen erst ins Spiel, wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist und von den Steuerzahlern rekapitalisiert werden muss.

      Dann müssten die Steuerzahler beispielsweise mit Steuern viel Gold kaufen und dieses an die SNB übertragen.

      Dann hiesse der Buchungssatz

      Gold an Eigenlapital

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      Sie schreiben:
      „Ihr Überlegungsfehler ist der:
      Sie gehen davon aus, dass die SNB Steuern erheben dürfe.“

      Nein, davon gehe ich NICHT aus.

      Sie schreiben:
      „Daraus erklärt sich das Eigenkapital, das Sie einbuchen.“

      Wenn Orell Füssli Geldscheine liefert, dann erhöht sich NICHT bei der SNB das Eigenkapital, sondern beim Staat.
      Es handelt sich um Staatspapiergeld.

      Sie schreiben:
      „Die SNB hat aber keine Steuerhoheit.“

      Das habe ich auch zu keiner Zeit behauptet.
      Der Staat Schweiz hat die Steuerhoheit.

      Sie schreiben:
      „Deshalb ist Ihre Buchung nicht korrekt.“

      Die korrekte Einbuchung der Geldscheine erfolgt beim Staat, es ist Staatspapiergeld.
      Kasse an Eigenkapital

      Wenn die SNB Geldscheine auszahlt, dann greift sie auf diese Kasse zu, dabei entstehen der SNB Schulden, diese Schulden weist die SNB in ihrer Bilanz aus.

      Wenn die SNB eine Geldeinzahlung in Form von Geldscheinen erhält, tilgt sie sofort einen Teil der Schulden, die sie beim Staat hat, die Schuldenposition in der SNB-Bilanz sinkt entsprechend.
      Das Geld befindet sich dann wieder in der angegebenen Kasse des Staates und kann bei Bedarf wieder ausgezahlt werden.

      Sie schreiben:
      „Steuern kommen erst ins Spiel, wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist und von den Steuerzahlern rekapitalisiert werden muss.“

      Völlig falsch, Steuern, erhoben in Schweizer Franken, sind von Anfang an im Spiel.
      Das ist auch zwingend nötig, denn sonst würde sich kein Mensch für die staatlichen Franken-Scheine interessieren.

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, der Student

      Danke

      Es ist dasselbe, ob Sie behaupten, der Staat habe die Steuerhoheit und schenke seine Steiereinnahmen der SNB oder die SNB habe die Steuerhoheit selber.

      Das von Ihnen verbuchte EK der SNB stammt in jedem Fall von den Steuern.

      Die SNB erhält aber keine Steuereinmahmen den Bundes geschenkt. Also isr Ihrr Argumentatiin falsch.

      MfG

    • @Hardy, der Student

      Ihre Versuche, in die geschlossene Welt des Dr. MM einzudringen sind bestenfalls naiv und schlimmstenfalls lächerlich.

      Bessern Sie sich!

    • @Hardy, der Student „The Real MM Dr. (!!!)

      Lieber Hardy

      Es freut mich für Sie! Sie haben offenbar jemand gefunden, der Ihre Ansicht vom König mit den abgeschnittenen Zehennägeln als neues Zahlungsmittel versteht und auch teilt.

      Endlich!

      Freude herrscht!

      Es ist bestimmt jemand aus dem Umfeld der SNB, der Ihnen hier Schützenhilfe gibt.

      Die SNB sucht dringend Verbündete – da ist sogar Ihre Fussnageltheorie willkommen.

      Schlafen Sie weiterhin gut. Wie die SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  19. Sehr geehrter Herr Rico Meier

    Ihr Volltreffer freut mich so, dass ich diesen hier oben nochmals prominent posten möchte.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    Zitat von Rico Meier:

    Meine Beobachtung ist, dass viele Vollgeldler es eigentlich gut meinen. Nicht zu Unrecht prangern sie hohe Staatsverschuldung, Boni Exzesse, auseinanderklaffende Einkommensschere, mangelnde Sorgfalt bei der Kreditvergabe, zu tiefe Eigenkapitalquoten, Bilanzfälschung, Korruption, Spekulation, Geldwäsche, Steuerhinterziehung usw. und so fort an. Dafür machen Sie das Geldsystem verantwortlich und sehen im Vollgeld den grossen Wurf für eine Neuordnung. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, dass sie toxisch reagieren, wenn ihnen aufgezeigt wird, dass ihr Geldkonzept auf dem Prüfstand der doppelten Buchhaltung implodiert. Die doppelte Buchhaltung ist dabei nicht Selbstzweck sondern bildet eine unerlässliche Grundlage in einer modernen Marktwirtschaft bildet.

    Um ihre Vollgeld Illusion zu retten, kultivieren sie deshalb weiterhin ihr Dogma von der „Geldschöpfung aus dem Nichts“, befeuert durch die SNB selbst, die ihre Aktiven und Passiven, Fremdkapital und Eigenkapital in ihrer Bilanz ebenfalls munter so interpretiert wie es ihr gerade genehm ist. Das ist Geldesoterik, Gelddeutung ohne Letztbegründung und wie nachgewiesen keine Grundlage und schon gar kein Allgemeinheilmittel, um Missstände zu bekämpfen.

    PS: Denkfehler löschen wäre ein guter Vorsatz, nehmen Sie sich selbst beim Wort

    Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Dr. Marc Meier und Rico Meier Brüder im Geiste was gar nichts heisst!

      Ich habe während meiner 40jährigen Bankkarriere nie erlebt, dass der Leistungserbringer bei der Bank nach einem Kredit für seinen Kunden nachgefragt hat.
      Da das Geld ursächlich vorher ausgegeben (Kredit) werden muss, bevor es eingenommen werden kann sollte die Verbriefung des Geldes eigentlich klar sein?

      Der Nennwert des Geldes bleibt im Gegensatz zum Gegenwert der Leistung, unverändert.
      Die Bank schöpft das Geld aus dem Nichts mit einem Buchungssatz. Dieses Gelphysikalische Gesetz können Sie mit Ihren Phantasien nicht aushebeln!

      Der Leistungserbringer schafft die Grundlage (Aktivum = Geld)! Die Bank schöpft, der Schuldner bedient und der Leistungserbringer erhält das Buchgeld. Eine Schuldenrückzahlung geht meistens mit einer Neuverschuldung Dritter einher!

      Alles andere ist erfunden und hat mit der Realität keinen Bezug!

      Das Zusammenspiel der zwei Buchgeldarten mit dem Multiple-Effekt können Sie immer noch nicht begreifen, aber die Vollgeldinitianten diffamieren, ist und bleibt, ihre einzige Stärke! Jedoch auch hier ohne Fleisch am Knochen!

      Ich bin kein Befürworter des Vollgeldes, weil das bestehende Banksystem muss nur im Sinne des Geldsystems reformiert werden. Keine AG und Beteiligung am Geldspielwarenmarkt. Fertig!

  20. Sehr interessante Ausführungen! Marc Meyer schreibt zurecht: „Geld entsteht bei jeder neuen Kreditvergabe.“ Kredit gibt dabei der, der das Geld annimmt, denn er vertraut darauf (Kredit: credere=vertrauen), dass er das Geld gegen eine Leistung eintauschen kann. Der Schuldner ist in der Tat die gesamte Volkswirtschaft (Meyer: „We owe us (WOU).“)
    Die Kunst besteht nun darin, diese grundlegenden Mechanismen als allgemeingültig, d.h. unabhängig von Ort und Zeit zu begreifen. Sie gelten also nicht nur für bestimmte Buchungssätze im modernen Geldsystem, sondern sie haben immer und überall gegolten – ob Gold, Geld (=“gelten“), Papier oder Zigaretten: das Prinzip aus dem heraus Geld=Kredit(=Vertrauen) ist universell.
    Die SNB (oder Bundesbank) kann Geld also tatsächlich nicht „aus dem Nichts“ schaffen. Sie ist auf das Vertrauen derjenigen angewiesen, die das Geld annehmen und daran glauben, im Tausch gegen dieses Geld eine Leistung zu erhalten.
    Solange dieses Vertrauen nicht erschüttert ist, sind auch die 700+ Milliarden in der Bilanz der SNB kein Problem. Es gilt: Besitzen und geniessen!
    http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2017/05/von-nichts-kommt-nichts–auch-nicht-geld/

    • @ Marc Meyer: „Sobald das Eigenkapital der SNB weg ist, ist auch das Vertrauen weg.“

      Nein, so einfach ist das eben nicht. Erinnern Sie sich: „WOU“!!

      Die SNB ist nur EIN Spieler auf dem Feld. Entscheidend ist, dass die, die Geld annehmen, denken, sie erhalten etwas dafür, wenn sie es einsetzen wollen. NIEMAND (ausser MM?) schaut zu diesem Zweck erst einmal nach, wie hoch das Eigenkapital der SNB ist. Es ist aber richtig, dass die Verminderung des Eigenkapitals ein negatives SIGNAL aussenden würde. Mehr aber auch nicht. Israel und die Tschechische Republik haben das durch und schauen Sie sich mal deren Wechselkurse an. Sie werden staunen!

    • @Urs Abderhalden

      Sehr geehrter Herr Abderhalden

      Danke

      Ja. Es ist wirklich bedenklich, dass gemäß Ihren Ausführungen MM der einzige ist, der auf das EK der SNB schaut.

      Gerade das ist ja das Problem.

      We owe us ist eine Beziehung in erhalb einer bestimmten Bilanz und zwar innerhalb der Bilanz des Geldemittenten.

      Es bezieht sich nicht auf ein gesamtwirtschaftliches Sammelsurium, wie Sie suggerieren

      Ist die SNB Konkurs, so werden die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen.

      Ja es ist wirklich bedenklich, dass das die Risikomanager bei den Banken und die Finanzdirektoren bei den Kantonalbanken nich nicht realisiert haben.

      Weshalb die tchechische Notenbank nicht vergleichbar ist und fie SNB sich nicht hinter dueser verstecken darf, hsbe ich vorhin erklärt.

      Dsnke

      Marc Meyer

    • Urs Abderhalden

      Ich hoffe sehr, dass diese Denkweise als Märchen verstanden wird? Im Text finden Sie zwar wieder in die Spur der Realität.

      Das Geld ist eigentlich ein Ersatztauschmittel für Arbeit und Leistung.
      Sie umschreiben mit Ihren Worten:
      “Sie ist auf das Vertrauen derjenigen angewiesen die das Geld annehmen und daran glauben, im Tausch gegen dieses Geld eine Leistung zu erhalten.“

      Ohne Schuldübernahme entsteht kein Geld und wir befinden uns im Gütertauschhandel!
      Man hofft daher, dass die Leistung dem Geld gerecht wird und nicht umgekehrt, weil der Leistungserbringer das Geld, welches er dafür verlangt hat, der Schuldner aber hoffen muss, dass die Leistung auch nachgefragt wird damit er die Schuld reduzieren kann.
      Schuld (links, vorne) und Besitz (rechts, hinten) sind die zwei Seiten der gleichen Medaille. Die Verbriefung ist also systemimmanent.

      Nur so nebenbei; die Nationalbank schöpft die Geldmenge schon gar nicht. Sie schöpft nur die Manöveriermasse mit den Geschäftsbanken als Umtausch für das GB-Buchgeld, für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr!
      Bevor Sie diesen Mechanismus nicht verstehen, sollte man nicht phantasieren? Versteht MM auch nicht?

      Die 700Mrd. (Intervention) haben die Geschäftsbanken bereits vorgängig der Wirtschaft zur Verfügung gestellt (Buchungssatz gleich Nichts). Mit der Intervention könnten die Anlagen einen anderen Wertverlauf nehmen, als ohne?

      Seien Sie gegrüsst!

    • Herr Abderhalden

      Die Zentralbank schöpft nicht die Geldmenge für die Wirtschaft! Diese Realität gilt es endlich zu speichern!
      Der Gegenwert der Anlagen werden den Geschäftsbanken gutgeschrieben, welche diese mit ihren Kunden im Auftrage der ZB abwickeln.

      Das Geldsystem ist im Bankensystem einverleibt, ein geschlossener Kreislauf. Das Buchgeld (Buchhaltung) der GB ist zur ZB nicht durchlässig. Auch wenn die ZB einen Negative Geldmenge ausweist, die Buchhaltung funktioniert!

      Nach dem Geld ist vor dem Geld. Es ist alles nur ein Spiel. Nur sehr, sehr, sehr, wenige Menschen würden ihr Geld abschreiben müssen? Wer hat die Macht?
      Wieso sich Gedanken machen, wenn es einen nicht betrifft?

      Die Schuld entsteht nicht aus Ersparnissen, weil man nicht leben kann, bevor man geboren wurde!

      MM ist ein Wunder!

    • @Georg Bender
      Sie schreiben:
      Das Geld ist eigentlich ein Ersatztauschmittel für Arbeit und Leistung.
      Ohne Schuldübernahme entsteht kein Geld und wir befinden uns im Gütertauschhandel!
      Nur so nebenbei; die Nationalbank schöpft die Geldmenge schon gar nicht.
      Auch wenn die ZB einen Negative Geldmenge ausweist, die Buchhaltung funktioniert!

      Da sind Sie ganz meiner Meinung.

      @Marc Meyer
      Wer, wie Sie Angst vor dem Bankrott der SNB hat, dem sollte man ruhig seine Angst lassen. Ich fürchte mich davor genauso wie ich mich vor einem Staatsbankrott der Schweiz fürchte, denn das ist dasselbe.
      Es ist jedem überlassen, seine Lieblingsängste asuzuwählen, aber niemand darf sich wundern, wenn er mit seiner Auswahl ziemlich einsam bleibt.
      Jordans Versagen besteht also nicht darin, eine grosse Bilanz geschaffen zu haben, sondern darin, trotz der Bilanzausweitung 1. eine massive Aufwertung zugelassen zu haben und 2. den Märkten signalisiert zu haben, dass die SNB / der Franken ein lohnendes Angriffsziel ist (Stichwort: Aufhebung des Mindestkurses). DADURCH wird die Schweizer Wirtschaft in Teilen stark geschwächt und DADURCH wird die SNB auch zu einem Risiko für den Bund, der die SNB im ärgsten Fall rekapitalisieren müsste (und dafür aber nur wenig Mittel hat denn die Wirtschaft leidet). Ein enger Blick auf die Bilanz alleine, wie Sie ihn zu haben scheinen, ist wenig hilfreich.

    • Lieber Herr Meyer

      Es tut mir Leid, Ihren hohen akademischen Ansprüchen nicht zu genügen.

      Freundliche Grüße

      Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden

      Danke

      Sorry

      Aber Ihre Schlussfolgerung

      Zitat:

      „Ein enger Blick auf die Bilanz alleine, wie Sie ihn zu haben scheinen, ist wenig hilfreich.“

      Diese Schlussfolgerung bringt wirklich nichts – gar nichts ausser Verwirrung.

      Wie würden Sie wohl reagieren, wenn ihnen ihre Bank einen falschen Kontoauszug schickt,, wo Sie eine Belastung erhalten anstatt eine Gutschrift, weil links und rechts der Bilanz verwechselt wurden.

      Würden Sie dann auch sagen, das sei nicht entscheidend? Es sei ja nur eine Bilanz bzw. ein Kontoauszug zu einem Bilanzposten?

      Wohl kaum.

      Genauso ist es entscheidend, die Bilanz der SNB, wo es nota bene um 700 Milliarden geht, genau anzuschauen. Insbesondere dürfen die Schulden der SNB rechts nicht mit dem Vermögen links verwechselt werden, wie das unser Herr Jordan tut.

      Ihr Schlussfolgerung ist eine Plattitüde. Ihre Äusserungen zu seinen jeweiligen Lieblingsängsten, die man sich selber auswählt ist wohl eine Lebensweisheit von Ihnen, hat hier aber nichts zu suchen.

      Ich analysiere, dass die SNB ihre Devisen zu hoch bewertet, weil sie deren Kurs stützt und ich analysiere, dass der Franken noch rund 10 Prozent steigen muss und die SNB dann Konkurs ist.

      In diesem Falle überträgt sich das negative Eigenkapital der SNB auf die kreditgebenden Banken mit möglicherweise horrenden Summen.

      Das geht es nicht um Angst, sondern um exakte Analytik.

      Deswegen habe ich kein Verständnis für Ihr Votum. Es verwirrt nur und lenkt (gewollt?) vom echten Problem der SNB ab.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Es ist aber nun einmal so, dass die Nationalbank „Pleite“ gehen kann, ohne dass damit das Ende der (wirtschaftlichen) Welt über uns kommt. Sie würden staunen, wie geräuschlos der Tag verliefe, an dem das Eigenkapital der SNB negativ würde. Abgesehen davon, dass die SNB genau das ja verhindern kann, wenn sie will, indem sie, wie Sie richtig sagen, den Devisenkurs weiter stützt.

      Sie sagen das negative Eigenkapital würde sich auf die Geschäftsbanken übertragen. Wenn das so wäre, dann könnte man dieses Phänomen antizipieren und entsprechend Vorsorge tragen. Vielleicht können Sie dafür ja einen Vorschlag machen. Mir ist jedenfalls klar, dass es sich dabei um ein lösbares Problem handelt (falls es überhaupt existiert – siehe Tschechien, Israel), das für die Prinzipien des Geldsystems (Sie erinnern sich: Geld=Vertrauen) von begrenztem Belang ist, denn das Vertrauen ist nicht allein von der SNB abhängig sondern von vielen weiteren Faktoren, die sich nicht aus dem Eigenkapital der SNB ableiten.

      Wie einige andere Kommentatoren bereits mehrfach angemerkt haben und was als wirklich signifikante Änderung der Kommuniktion zumindest der Bundesbank und der Bank of England mittlerweile akzeptiert ist, entsteht Geld durch Kreditvergabe der Geschäftsbanken. An dieser Tatsache würde auch negatives Eigenkapital der SNB nichts ändern. Wenn also die SNB „Pleite“ ginge, müsste man lediglich die Operationalität der Geschäftsbanken sicherstellen und dafür werden sich (leicht) Mittel und Wege finden, wenn es denn einmal so weit sein sollte.

      Überspitzt gesagt ist das Funktionieren der Geschäftsbanken für den normalen Wirtschaftsverkehr viel wichtiger als das Funktionieren der SNB. Es ist darum richtig, dass sich die SNB auch um die Stabilität der Geschäftsbanken sorgt statt „nur“ um Geldwertstabilität. Sie kümmert sich auch ein wenig um den Rest der Wirtschaft, indem sie den Frankenkurs etwas stützt, was ebenfalls zur Systemstabilität (der Schweizer Wirtschaft) beiträgt (Sie erinnern sich: Geld=Vertrauen darauf, dass das akzeptierte Geld später für den Bezug einer Leistung eingesetzt werden kann).

      Um das Vertrauen in den Franken zu erhalten, setzt sie ihre Bilanz ein, was selbstverständlich neue „Risiken“ schafft wie das Phänomen potentiell negativen Eigenkapitals. Herr Jordan ist da übrigens ganz bei Ihnen und sehr besorgt um die Grösse der Bilanz. Er scheint sogar betreit zu sein, grosse Teile der Schweizer Wirtschaft über die Klinge springen zu lassen, um das weitere Wachstum der Bilanz zu verhindern, wie die fast-Freigabe des Wechselkurses gezeigt hat. Es ist dieses Jordan-Meyersche Missverständnis der Rolle der SNB-Bilanz und der Konsequenzen für das Funktionieren des Geldsystems und der Schweizer Wirtschaft, das die grösste Bedrohung seitens der SNB darstellt.

      Die Schwächung der eigenen Währung ist geldpolitsch ein downhill battle mit interessanten Nebenwirkungen für die Einnahmen aus Erträgen ausländischer Sachwerte für den Schweizer Staat. Aus diesem Grunde ist die Bilanz der SNB (700+ Milliarden) ganz unbestritten zwar ein Faszinosum, aber keines, das einem Analytiker irgendwelche Kopfschmerzen bereiten sollte.

      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein entspanntes Wochenende!

      Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden

      Danke. Ihr jetztiges Votum hat nicht mehr wissenschaftlichen Gehalt als das Vorherige.

      Es enthält jetzt aber noch eine absurde Illusion: Der Konkurs eines 700 Milliardenkolosses werde geräuschlos über die Bühne gehen.

      Schon recht: Die Schweizer Medien werden auch das totschweigen versuchen.

      Wir werden ja sehen.

      Bin tatsächlich im Wochenende. Nächste Woche wieder etwas ausführlicher.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyet

    • @Urs Abderhalden

      Und übrigens: Legen Sie sich warm an nächste Woche, dann bin ich am Computer und nicht mehr am Handy.

      Ich werde dann ausführlich auf Ihr Votum eingehen.

      Sind Sie ein persönlicher Freund von SNB Chef Thomas Jordan?

      Kommt so rüber.

      Freundliche Grüsse und ebenfalls schönes Wochenende

      Marc Meyer

    • @Urs Abderhalden

      Guten Morgen

      Danke für Ihren Beitrag

      Sie schreiben:

      Zitat:

      „Es ist dieses Jordan-Meyersche Missverständnis der Rolle der SNB-Bilanz und der Konsequenzen für das Funktionieren des Geldsystems und der Schweizer Wirtschaft, das die grösste Bedrohung seitens der SNB darstellt.“

      Zitat Ende

      Nein. Die grösste Bedrohung seitens der SNB ist die Irrlehre, an der sich die SNB orientiert und welche sie nach aussen predigt. Es ist die Unfehlbarkeit, welche sich die SNB anmasst, welche die grösste Bedrohung darstellt.

      Und es geht nicht um ein „Missverständnis“ zwischen Herr Jordan und mir: Es geht um einen Kapitalfehler von Herrn Jordan im wahrsten Sinne des Wortes:

      Herr Jordan behauptet, von der SNB emittiertes Geld (Notenbankgeld) sei „Liquidität“ der SNB. Also liquides Vermögen der SNB, womit die SNB eigene Schulden bezahlen und abbauen könne. Notenbankgeld sei ein „Zahlungsmittel“ der SNB.

      Dem halte ich entgegen und argumentiere, Notenbankgeld sei selber eine Schuld der SNB und könne somit nicht als „Liquidität“ der SNB bzw. als Zahlungsmittel der SNB betrachtet werden.

      Die Konklusion daraus ist, dass die SNB „Pleite“ gehen kann. Sie bestätigen das hier – aber Herr Jordan behauptet das Gegenteil: Die SNB könne nie illiquide werden und sämtliche Schulden begleichen mit „Geld aus dem Nichts“ – also folglich die SNB können nicht Pleite gehen.

      Und dass ein 700-Milliarden Koloss Pleite geht und es schöe ruhig bleibt, glauben Sie ja selber nicht. Natürlich – die Schweizer Medien und vor allem NZZ und Schweizer Staatsfernsehen SF DRS werden alles daran setzen, einen solchen Verlust totzuschweigen.

      Aber wie werden die Börsen reagieren? Die beiden Grossbanken allein haben der SNB fast 200 Milliarden Kredit gegeben. Und ein Konkurs dieser Grossbanken aufgrund ihres SNB-Investments? Meinen Sie auch das kann unter den Teppich gekehrt werden?

      Und meinen Sie im Ernst. Die SNB können Dollar und Euro endlos stützen, um keine Verluste zu erleiden? Korrekterweise müsste die SNB ihre Devisenbestände tiefer bewerten, weil sie deren Kurse stützt. Die SNB ist also bereits jetzt sehr nahe an ihrem Konkurs.

      Und wie will die SNB die „Operationalität“ der Grossbanken sicherstellen, wenn sie selber der Grund für deren Konkurs ist? Bitte seien Sie doch ein bisschen kritischer, wenn Sie hier schreiben.

      Sie scheinen Herrn Jordan und dem SNB-Direktorium nahe zu stehen. Ihre Zeilen bestätigen, wie dilettantisch in diesen Kreisen argumentiert wird.

      Herr Jordan war sicher sehr froh, dass ich einen Tag vor Aufhebung des Mindestkurses genau das gefordert hatte. Hätte die SNB am Mindestkurs festgehalten, so wäre die SNB bereits jetzt Konkurs.

      Wenn die Schwächung des Frankes für die SNB ein „downhill battle“ wäre, so wäre es dies ja auch für die EZB mit der Schwächung des Euro. Das widerspricht sich selbst.

      Herr Abderhalden – bitte überlegen Sie, bevor Sie hier so oberflächlich schreiben.

      Die SNB ist und bleibt die grösste Gefahr für die Schweiz – und es ist die dilettantische Argumentation des SNB-Direktoriums.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Besten Dank für Ihre Duplik.

      Wir werden also sehen, was passiert. Vielleicht behalten Sie Recht, vielleicht auch nicht.

      Einen Hinweis möchte ich mir allerdings noch erlauben. Sie wiederholen, dass die Schweizer Presse Sie totschweigt und der ein oder andere nicht Ihre Ratschlaege befolgt, der es besser tun sollte (Jordan zum Beispiel). Vielleicht hat das einen ganz einfachen Grund.

      Mir ist aufgefallen, dass Sie in der Diskussion zwei Rollen gleichzeitig spielen wollen: die des Diskutanten und die des Schiedsrichters (andere Diskussionsteilnehmer sind „oberflächlich“, „unwissenschaftlich“ etc.). Möglicher Weise ist es diese selbst angemasste Doppelrolle, die es anderen Publikationsorgane so schwer macht, Ihre Ansichten zu verbreiten?

      Beobachten Sie doch mal das Verhalten von Hässig: Er schreibt auf IP polemisch, meist einseitig und spielt gerne auf den Mann / die Frau. Schreibt er aber für den Tagi, sind die Beiträge viel ausgewogener und damit auch informativer und interessanter fuer das Publikum.

      Eine schöne Woche wünscht Ihnen

      Urs Abderhalden

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Besten Dank für Ihre Duplik.

      Wir werden also sehen, was passiert. Vielleicht behalten Sie Recht, vielleicht auch nicht.

      Einen Hinweis möchte ich mir allerdings noch erlauben. Sie wiederholen, dass die Schweizer Presse Sie totschweigt und der ein oder andere nicht Ihre Ratschlaege befolgt, der es besser tun sollte (Jordan zum Beispiel). Vielleicht hat das einen ganz einfachen Grund.

      Mir ist aufgefallen, dass Sie in der Diskussion zwei Rollen gleichzeitig spielen wollen: die des Diskutanten und die des Schiedsrichters (andere Diskussionsteilnehmer sind „oberflächlich“, „unwissenschaftlich“ etc.). Möglicher Weise ist es diese selbst angemasste Doppelrolle, die es anderen Publikationsorganen so schwer macht, Ihre Ansichten zu verbreiten?

      Beobachten Sie doch mal das Verhalten von Herrn Hässig: Er schreibt auf IP polemisch, meist einseitig und spielt gerne auf den Mann / die Frau. Schreibt er aber für den Tagi, sind die Beiträge viel ausgewogener und damit auch informativer und interessanter fuer das Publikum.

      Eine schöne Woche wünscht Ihnen

      Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden

      Danke für Ihren Beitrag.

      Leider enthält dieser aber wie Ihre anderen Beiträge kein greifbares fachliches Argument.

      Machen Sie es sich nicht ein bisschen einfach, wenn Sie meinen Schreibstil dafür verantwortlich machen, dass die Medien das Thema totschweigen?

      Sie haben mir ja unterstellt, ich pflegte meine Lieblingängste, wenn ich die Bilanz der SNB kritisiere.

      Ist das faire sachliche Argumentation?

      Also bitte wischen Sie zuerst vor Ihrer eigenen Türe.

      Weil ich die Argumentation von Herr Jordan als oberflächlich betrachte, wonach die SNB Geld drucken und damit alles bezahlen könne, wird das Thema totgeschwiegen.

      Ist ja lächerlich.

      Sie machen es sich so einfach wie die SNB.

      Aber ich bin mir von der SNB gewohnt, dass sie auf meine Person spielt, wenn die fachlich nicht mehr weiter weiss.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Meyer

      Sie machen sich das Leben aber wirklich schwer :-(.

      Nehmen Sie es doch bitte nicht persönlich, wenn man Ihre Argumente für zu leicht befindet und interessanteren Austausch woanders sucht. Auch Ihnen ist es bestimmt bereits passiert, dass eine Sache ausdiskutiert ist und es schlicht und einfach nicht lohnt, die eigene Analyse nur noch zu wiederholen.

      Damit Sie es in Zukunft einfacher haben, versuchen Sie doch einfach mal anzunehmen, dass es Ihrer Meinung geht, wie der der allerallermeisten Menschen: Kaum jemanden interessiert sie. Von diesem jemand ist auch Herr Jordan nicht ausgenommen und auch nicht die Schweizer Presse. Letztere beiden diskutieren das Thema übrigens sehr wohl, nur scheint Ihr Beitrag verzichtbar. Sie haben sogar das Privileg, dass es für diesen Verzicht einen sachlichen Grund geben könnte, nämlich Ihre untragbare Doppelrolle. Doch auch wenn man davon absieht, wie Ihnen geht es schliesslich fast allen Menschen, und damit sollten Sie sich doch trösten können.

      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch eine schöne Restwoche!

      Ihr Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden

      Danke

      Aber leider schon wieder ein Beitrag ohne wissenschaftlichen Gehalt.

      Sie bestätigen:: Die SNB ist fachlich überfordert. Deshalb kann sie nur auf die Person spielen. Es fällt letztlich alles auf das SNB-Direktorium zurück.

      Schade.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. war übrigens auch schon bei meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ so, den die BoE im Wesentlichen übernommen hat und die SNB dann irgendeinmal auch übernehmen wird.

      Schwach, was Sie und die SNB hier abliefern.

      Amüsant übrigens, dass Sie sich so ins Zeug legen, meinen Beitrag hier als unwesentlich darzustellen.

    • Marc Meyer,

      es ist unglaublich, was sich die SNB-Trolle hier erlauben! Doch gut, lesen die ihre Analysen und vielleicht hiulfts ja öppis.
      Hat die Bank of England Sie eigentlich zitiert, oder wurden Sie auch von denen totgeschwiegen? Wenn die SNB endlich zur Vernunft kommt, wird sie nicht so tun können, als wenn es Ihre Analysen nicht gegeben hätte!!

      Weiter so!!!!

      Nick Norman

    • @Nick Norman

      Vielen Dank für Ihre ermutigenden Zeilen.

      Leider bin ich momentan mit meiner Arbeit voll ausgelastet. Ich werde später darauf zurückkommen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  21. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

    Wie beurteilen Sie folgenden Buchungssatz:
    Devisenbestand XY / Girokonto Bank XY

    Wobei Devisen auf der Entstehungsseite und Girokonten auf der Verwendungsseite.
    Girokonten werden daher als Guthaben der Geschäftsbanken geführt.
    Ich meine, dies sei im status quo bei der SNB bereits der Fall:

    https://data.snb.ch/de/topics/snb#!/cube/snbmoba

    Oder irre ich mich? – Bitte um Klärung zu obiger Buchung. Besten Dank.
    Mfg. F.H.

    • F.H.

      Einen Buchungssatz Devisenbestand an Bankgirokonto gibt es nicht!
      Entweder: Bankgirokonto in fremder Währung an Bankgirokonto in CHF
      oder Anlagen in fremder Währung an Bankgirokonto in CHF

      Mit diesem Geschäftsvorfall hat die SNB im sog. Devisenmarkt „interveniert“. Die Geldmenge wird nicht verändert, sondern nur die gesetzliche Geldmenge im Umtausch der nicht gesetzlichen Geldmenge (Buchgeld GB), erhöht.

      Nach MM eine Gefährdung des Volksvermögens, weil der Wert der Anlage sich derart negativ verändern könnte, sodass eine Negative Geldmenge (buchhalterisch) entstehen könnte.
      Völliger Humbug, weil die SNB eine Sonderstellung von Gesetzes wegen einnimmt. Das Bankgirokontoguthaben steht natürlich weiterhin zur freien Verfügung, weil das Zentralbankgeld gesamthaft im Hause SNB verbleibt (geschlossener Kreislauf nicht durchlässig). Einzig das Bargeld ist durchlässig (Aus- und Einzahlungen möglich).

      Seien Sie gegrüsst

    • @FH

      Guten Morgen

      Danke

      Eigentlich ist es umgekehrt: Auf der Verwendungsseite befinden sich die Devisen und auf der Entstehungsseite die Giroguthaben der Banken.

      Oder anders formuliert: Die SNB kauft Devisen mit Fremdkapital, welches von den Banken stammt.

      Buchungssatz:

      Devisenanlagen/ Giroguthaben Banken

      Lassen Sie sich nicht verwirren durch den Buchungssatz von Herrn Bender: Die Bilanz der SNB wird beidseitig in Franken geführt.

      MfG

    • F.H.

      Lassen Sie sich vom Theoretiker MM nicht in die Irre führen.

      Den Buchungssatz ist aus der Praxis.
      Die CHF sind dem Fremdwährungskonto hinterlegt und wird laufend bewertet!
      Die Mittelflussrechnung der Nichtbanken (Lehrmeinung) kann eben für die Banken nicht angewendet werden.
      Diese Lehrmeinung kann MM nicht für die Banken abstrahieren. In den Bilanzen werden auch die falschen Begriffe und Kommentare verwendet.
      Geldschöpfung:
      Anlagen = + Aktiven = Mittelschöpfung

      umgekehrt bei den Nichtbanken aus Lehrmeinungen!

      Seien Sie gegrüsst

  22. Denkfehlerkorrektur aus der Lehrmeinung der Ökonomie:

    1. Der Leistungserbringer schöpft (einnehmen) die Deckung des Geldes
    1.1. Der Leistungsempfänger überweist den Geldgegenwert
    2. Der Leistungsempfänger (ausgeben) generiert das Geld
    2.1. Die Bank schöpft (Geldmenge) den Geldgegenwert mittels Kredit und stellt den Betrag

    Sowohl die Leistung als auch das Geld entsteht aus Aktivismus. Darum müsste die Geldflussrechnung bei Banken und Nichtbanken unterschiedlich ausfallen.
    Banken: + Aktiven und – Passiven = Mittelbeschaffung und nicht umgekehrt.
    Das Gelernte hinterfragen und korrigieren, möglich?

    Der Denkfehler wonach Geld aus Einlagen entsteht ist eingehämmert und setzt sich auch im Sozialsystem fort. Wenn ein Lohnabzug registriert ist, ist man nicht der Zahler, weil das Geld hat man vorgängig erhalten. Im Geldgegenwert der Arbeit sind sämtliche Wirtschaftsfaktoren einkalkuliert. Ohne die Pflichtweitergaben (Steuer und Soziales), wäre der Nettowert der Arbeit nicht höher!

  23. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer:
    Als Goetheaner zitiere ich hiermit Ihre Aussage zum «Faust» im Zusammenhang mit Mephisto:

    „Auch die Geschäftsbanken können nicht ‚Geld aus dem Nichts‘ herstellen oder schöpfen, wie das Mephisto, der Teufel in Goethes Stück, hinterlistig behauptet.“

    Mephisto ist eben gerade die Anti-Figur in Goethes Faust. Denn Goethe hatte eine durchaus kritische Sicht gegenüber der Papiergeldschöpfung:

    „Die zentrale These … lautet, dass Goethe die moderne Wirtschaft mit ihrer Papiergeldschöpfung als eine Fortsetzung der Alchemie mit anderen Mitteln darstelle. Während die klassischen Alchemisten versuchten, aus Blei Gold zu machen, werde in der modernen Wirtschaft Papier zu Geld gemacht.“

    Goethe erwähnt dann auch, durch die Stimme des Kaisers, dass der Wert des Papiergeldes nur an dem gemessen werde, was damit gekauft werden könne. Schafft also insofern die Verbindung zur Realwirtschaft und zum hieraus sich ergebenden Geld-Wert.

    Konsultieren Sie hierzu bitte auch die Begrüssungsrede von Dr. Jens Weidmann anlässlich des 18. Kolloquiums des Instituts für bankhistorische Forschung (IBF) Papiergeld – Staatsfinanzierung – Inflation.

    Für den interessierten Leser, dem Originalquellen wichtig sind, hier noch der Link:

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2012/2012_09_18_weidmann_begruessungsrede.html

    • @Goetheaner

      Vielen Dank für den wertvollen Beitrag.

      Trotzdem haben Weidmann und Jordan Goethe offenbar missverstanden und behaupten, die Zentralbank habe eine unbegrenzte Finanzkraft bzw könne Geld aus dem Nichts schaffen und dieses als Zahlungsmittel verwenden.

      MfG

      Marc Meyer

    • Goetheaner

      Vielen Dank!
      Das Geldsystem ist intelligent aufgebaut. Die Zweiteilung der Geldarten mit oder ohne Delkredererisiko unterscheidet die Geldschöpfung. Diese Teilung haben die Ökonomen (Alchemisten der Feudalherrschaft) erfunden.
      Warum man den Geldschöpfern die Form der AG und die Beteiligung am Geldspielwarenmarkt (Kapitalmarkt) erlaubt ist mir schleierhaft. Die Judikative als „Mittäter“?

      Geld entsteht nun mal mit einem Buchungssatz aus dem Nichts. Die Geldschöpfung beinhaltet demnach Forderung (Leistungsnachfrager) an Verpflichtung (Leistungerbringers). Das Buchgeld existiert nicht. Einzig das von der Zentralbank aus dem Nichts geschöpfte Geld, wird von Gesetzes wegen, als gesetzliches Zahlungsmittel (ohne Delkredererisiko) anerkannt. Das Buchgeld der GB ist eine Option.

      Nicht die Schöpfung schafft Krisen, sondern die einseitige Verteilung des „Goldes“. Diese kann, systembedingt auf Knopfdruck ausgelöst werden (siehe 2007). Stopp des Zentralbankgeldaustausches.

      Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten die Existenzkämpfe und Armut längst überwunden.

      Die Ökonomen (Pharisäer und Alchimisten) aus der dämlichsten Denklehre, tragen dafür die Verantwortung.

      Seien Sie gegrüsst!

    • Dr. Marc Meyer

      Keine Behauptung, sondern im Rahmen des Gesetzes und Reglementen, richtig!
      Geld entsteht aus dem Nichts (Buchungssatz ist nichts). Das Tauschersatzmittel für Arbeit/Leistung Geld wird gegen Leistungen umgetauscht.
      Der Schuldner (Leistungsnachfrager) bringt das Geld ursächlich in Umlauf (wissenschaftlich belegt = Logik) und nicht der Leistungserbringer. Geld wird durch Aktiven geschaffen!

      Denkfehler löschen, keine schlechte Idee?

      Seien Sie gegrüsst!

    • Sehr geehrter Herr Bender

      Meine Beobachtung ist, dass viele Vollgeldler es eigentlich gut meinen. Nicht zu Unrecht prangern sie hohe Staatsverschuldung, Boni Exzesse, auseinanderklaffende Einkommensschere, mangelnde Sorgfalt bei der Kreditvergabe, zu tiefe Eigenkapitalquoten, Bilanzfälschung, Korruption, Spekulation, Geldwäsche, Steuerhinterziehung usw. und so fort an. Dafür machen Sie das Geldsystem verantwortlich und sehen im Vollgeld den grossen Wurf für eine Neuordnung. Es ist deshalb nicht weiter verwunderlich, dass sie toxisch reagieren, wenn ihnen aufgezeigt wird, dass ihr Geldkonzept auf dem Prüfstand der doppelten Buchhaltung implodiert. Die doppelte Buchhaltung ist dabei nicht Selbstzweck sondern bildet eine unerlässliche Grundlage in einer modernen Marktwirtschaft bildet.

      Um ihre Vollgeld Illusion zu retten, kultivieren sie deshalb weiterhin ihr Dogma von der „Geldschöpfung aus dem Nichts“, befeuert durch die SNB selbst, die ihre Aktiven und Passiven, Fremdkapital und Eigenkapital in ihrer Bilanz ebenfalls munter so interpretiert wie es ihr gerade genehm ist. Das ist Geldesoterik, Gelddeutung ohne Letztbegründung und wie nachgewiesen keine Grundlage und schon gar kein Allgemeinheilmittel, um Missstände zu bekämpfen.

      PS: Denkfehler löschen wäre ein guter Vorsatz, nehmen Sie sich selbst beim Wort

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Herr Rico Meier

      Sie sprechen im Zusammenhang mit dem Vollgeld den falschen Gesprächspartner an!

      Man kann ganz einfach das bestehende Bankensystem reformieren. Dabei kann man die Staaten (Währungshüter) entschulden.

      Um eine Reform herbeiführen zu können, bedarf es jedoch, dass man das Zusammenspiel von GB- und ZB-Buchgeld verstehen kann. Hier liegt grossen Änderungspotenzial.

      Seien Sie gegrüsst

  24. Herr Meyer

    Für Normalbürger ist es völlig Wurst was sie als Zahlungsmittel verwenden.
    Dies könnte theoretisch gar Falschgeld, Zettel mit Stempel usw. sein.
    Es müssen nur beide Geschäftsparteien das Zahlungsmittel
    akzeptieren.
    Beispiel: Ich arbeite 1 Monat und bekomme am Ende als Lohn ein x- beliebiges Zahlunsmittel. Der Wert hinter diesem Zahlunsmittel ist meine geleistete Arbeit. Mit diesem Geld kaufe ich nun Waren in einem Geschäft ein, welches dieses Zahlungmittel akzeptiert. Nun ist die Ware der Wert des Geldes.
    Es ist also egal, ob die Banknoten von der Nationalbank aus dem Nichts oder aus was auch immer geschöpft werden.

    Sie wollen scheinbar gerne die Geldknappheitsspiele weiter führen?

    Mal ein anders Beispiel:
    Eine kleine Stadt hat eine sanierungsbedürftige Brücke.
    Sie hätte Arbeiter und Material welche eine Sanierung möglich machen würde aber es fehlt das Geld.
    Was wäre nun schlimmer, sie bekäme aus dem Nichts geschaffenes Geld um die Brücke zu sanieren oder sie kann die Brücke nicht sanieren und sie stürzt eines Tages zusammen, es gibt mehrere Tote & Verletzte nur wegen fehlendem Geld?

    • Sehr geehrter Herr Huber
      Also mir als Normalbürger kommt es schon darauf an, ob z.B. ein Migros-Gutschein durch deren Waren- und Dienstleistungsangebot gedeckt ist oder nicht. Setzten Sie Blüten in Verkehr handelten Sie a) kriminell und b) würden Sie diese illegalerweise als Aktiven an Eigenkapital in Ihrer privaten Buchhaltung verbuchen. Dasselbe gilt auch und erst Recht für die SNB. Dies bedeutet, dass die SNB einen Vermögenswert in ihre Bilanz aufnehmen muss, damit Sie auf der Passivseite (Fremdkapital) Notenbankgeld dagegen emittieren kann. Anderenfalls wäre es Falschgeld = Geld ohne inneren Wert.
      Die Stadt kann z.B. einen Bankkredit aufnehmen. Als Sicherheit dient u.a. das Investitionsobjekt und die Bonität der Stadt mit ihren Steuerzahlern ggfs. sind Bürgschaften usw. nötig (Bilanz der Bank: Investitionskredit an Guthaben Stadt). Mit dem emittierten Geld saniert die Stadt die Brücke. In der Bilanz der Stadt wird die Brücke bewertet als Aktivum geführt und auf der Passivseite der Investitionskredit (FK).
      Natürlich kann man sich berechtigterweise über die faire und korrekte Bewertung von Aktiven streiten. Auch wird nicht jeder Kredit für nachhaltige oder produktivitätssteigernde Investitionen aufgenommen. Dies wird ja nicht in Abrede gestellt, im Gegenteil. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass es kein Geld aus dem Nichts gibt.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Herr Rico Meier

      Woher fliesst das Buchgeld damit Sie als Steuerzahler, ihre zugeordnete Staatsquote abdrücken können? Vom Himmel?

      Die Investitionen werden in jeder Staatsrechnung aufgelistet!

      Das Geld ist doppelte Buchhaltung = gleichzeitig Schuld und Besitz. Ohne Grund zur Rückbuchung wird die Schuld nicht getilgt und das Geld nicht vernichtet.

      Das Zusammenspiel von GB-Buchgeld und ZB-Buchgeld sollten Sie mal erklären, damit man feststellen kann, warum MM und Sie den Multiple-Effekt von Guthaben nicht erklären können?

      Vollgeld-Seigniorage (Staatentschuldung)
      Seigniorage oder Buchgeldumlauf an Staat

      Geldkonti
      Bankgirokonto an Geldkonti (die SNB übernimmt das Delkredererisiko)!

      Noch Fragen an mich als Vollgeldgegner, weil das Geldsystem kann auch mit dem geltenden Banksystem reformiert werden.
      Geschäftsbanken führen ein Bankgirokonto bei der SNB mit einer Kreditobergrenze. Interbankkredite sind verboten.
      Geldmenge kontrolliert erhöhen heisst das Spiel.

  25. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Danke

    Eine Banknote ist ein gesetzliches Zahlungsmittel für den Inhaber der Banknote. Sie ist aber nie und nimmer Zahlungsmittel für die SNB selber. Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein.

    Die SNB kann mit einer Banknote keine eigene Schuld abbauen. Schuld abbauen bedeutet Bilanz verkürzen. Emittiert die SNB aber eine Banknoten so verkürzt sie ihre Bilanz nicht, sondern sie verlängert diese im Gegenteil.

    Dasselbe gilt für die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Eine Wertschrift kann nur Zahlungsmittel sein für den Gläubiger – nicht für den Schuldner.

    Gesetzliches Zahlungsmittel in der Schweiz bedeutet, dass die SNB die Schuldnerin ist.

    mfG

    Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      Was ich an Ihnen schätze: dass Sie redlich sind und nicht verurteilend.

      Ich glaube, dass die Nationalökonomie auf dem Scheiterhaufen der Geschichte gehört. Ich habe sehr oft in meinem Leben mit Vertretern dieser Schule zu tun gehabt (immer noch habe). Es sei mir erlaubt, aber dieses theoretischen Apparat hat sich in eine aussichtslose Sackgasse manövriert – und die SNB-Politik der letzten Jahren ist ein Symptom, dessen Auswirkungen wir alle sehr bald zu spüren bekommen werden..

      Man hat es hier mit einer Art sich selbst erfüllendenden Logik zu tun, die an Bedingungen geknüpft ist, von denen die Vertreter dieser Schule selbst keine Vorstellung haben, weil ihnen der Zugang dazu aus einer Täuschung heraus versperrt bleibt – wie bei einem Drogenabhängigen, der nicht verstehen kann, dass sein körperliches Wohlbefinden an die Bedingung Droge gebunden ist.

      Danke Herr Dr. Marc Meyer und Danke Herr Lukas Hässig.

      Schönen Sonntag und Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Danke

      Einspruch

      Ich behaupte, Nationalökonomie ist zur wichtigsten Wissenschaft geworden.

      Sie kann immensen Schaden anrichten, wenn sie Fehler hat.

      Die Weiterentwicklung dieser Wissenschaft wird torpediert von Politikern und Zentralbankern.

      Ich arbeite daran, dass diese Wissenschaft zu einer verlässlichen Richtschnur für Politiker werden kann.

      MfG

      Marc Meyer

    • Dr. Marc Meyer

      Die Zentralbank schöpft das gesetzliche Zahlungsmittel aus dem Nichts. Mit diesem auf den jeweiligen Bankkonten bestehende Buchgeldguthaben, werden die bankübergreifenden Zahlungen aus GB-Buchgeld als Optionsausübung (nicht existent) (Clearing) ausgeführt!

      Ihr Begriff Schuldner hat nicht die gleiche Qualität wie bei einer Nichtbank, weil das Geld der Banken, zirkuliert in ihrem Kreis!

      Wann endlich kann MM und sein Buchhaltungstreuen diese Realität richtig einordnen?

      Bargeldproduktion wird mit einer Habenbuchung in den Umlauf gebracht, darum erscheint der Notenumlauf als Passivum (Eigenart). Ein Kassenausgang wird auch mit einer Habenbuchung registriert!
      Zusammenhänge verstehen, benötigt oft abstraktes Denkvermögen?

      Die Bilanzpositionen und Kommentare stehen nicht im Einklang mit dem Geldsystem, sind aber Lehrmeinungen der Ökonomen, darum können sie die Begriffe, geistig nicht korrekt werten?
      Beispiel: Mit nicht existierendem Buchgeld, können keine Einlagen getätigt werden. Nur Umlagen. Die Erhöhung der Kundenguthaben ist der Spiegel zu den Schulden und Bankinvestitionen. Desto weniger Buchgeld auf eine andere Bank transferiert werden muss, desto tiefer fallen die Interbankkredite aus. Logik des Schuldengeldsystems.

      Seien Sie gegrüsst!

    • Arbeitgeber (KMU)

      MM wertet nur, manchmal auch unter der Gürtellinie, er kann keine Gegendarstellung formulieren?
      Er kann es geistig nicht verarbeiten, dass die Zentralbank, von Gesetzes wegen, eine Sonderstellung innerhalb der Wirtschaft einnimmt?

      Wenn nun MM das Geldsystem nicht versteht und wie Sie, die Irrmeinungen unablässig von sich gibt, so wirken eben auch Drogen?

      Die Schöpfung ist nie der Grund für die Verwerfungen, sondern was man daraus macht?
      Das Geldsystem ist nun mal im Bankensystem einverleibt, es wird kein Geld auf den Mars verschoben (Zentralbank Mars?).
      Aus dieser Realität abgeleitet, ist die Lösung einer Finanzkrise nicht die Aufgabe der Staaten (Schuldner), sondern des Bankensystems, insbesondere der Zentralbanken. Wenn nun die Politik und Judikative das Geldsystem auch nicht verstehen darf, dann wird eben ein Falschspiel aufgezogen und die dummen Bürger, werden bewusst in der Irre gehalten.

      Seien Sie gegrüsst!

  26. Klingt gut der Artikel- nur bin ich in einem Punkt nid einverstanden:
    Wenn die Nationalbank selber Geld herstellt -schuldlos- ist das nicht Falschgeld. Es ist natürlich Geld ohne Deckung. Bei Emmission -einbrigen in die RealWirtschaft- wird der Wert des da bestehenden Geldes geschwächt.
    Das kann gewollt sein.
    Schuldfreie Emission von Geld ist also ein Steuerunstrument der Nationalbank für die eigene Währung. Eine solche ist auch dringend nötig, wenn man sich den jetztigen Finanzzirkus ansieht (Minuszinsen-Leitzins bei Null).
    Etwas anderes als das angsteinflössende? schlagwort ‚Kommunismus‘ hat der Autor dagegen nicht vorzubringen.
    Kein Wunder, ist es doch bestens bekannt dass seit private Banken mit der Geldschöpfung loslegten, die Zahl der Finanzkrisen explodierte.
    Theorieist gut und schön, aber man sollte deswegen den Blick auf die reale Welt nicht verlieren.

    • C.Schmid

      Danke

      Würde die SNB Banknoten drucken und unter Liquidität bzw unter den liquiden Mitteln verbuchen auf der Aktivseite, so entstünde auf der Passivseite Eigenkapital anstatt Fremdkapital.

      Wenn man Fremdkapital als Eigenkapital bezeichnet, so ist das Diebstahl.

      Jeder Dieb bezeichnet fremdes Vermögen als eigenes Vermögen.

      Die SNB würde somit zur Diebin am eigenen Volk.

      In einer freien Marktwirtschaft verkörpert eine Obligation ein Recht und eine Pflicht.

      Würde die SNB nun Geld „schuldfrei“ in Umlauf bringen, so wäre dieses Geld ein Recht aber keine Pflicht bzw keine Schuld.

      Fie SNB würde Geld zuteilen nicht nach Leistung, sondern nach Gutdünken.

      Das ist Kimmunismus.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Dr. Marc Meyer
      Wenn es nicht so ernst wäre, müsste ich nur laut lachen. Die Vollgeldler prangern in lautesten Tönen das Banksystem an, welches nach deren Dafürhalten „Geld aus dem Nicht“ (und damit wohl ohne Verpflichtung) schöpfen sollen kann. Und wollen dieses System mit einem neuen, alternativen „retten“, welches genau Geld ohne Verpflichtung zur Grundlage hat.

  27. Sehr geehrter Herr Meyer

    Danke für Ihren interessanten Aufsatz.

    Ich habe zwei Sachen (auch nach Lektüre diverser Kommentare hier) nicht verstanden. Als Vorbemerkung: Ich finde das Thema imteressant, bin weder Ökonom noch habe ich sonst vertiefte wirtschaftliche Kenntnisse…

    1. Sie schreiben Geld aus den Nichts gebe es nicht. Weiter schreiben Sie aber, Geld entstehe bei Privatbanken, indem diese einem Kunden einen Kredit gebe und diesem auf seinem Konto gutschreibt. Das ist doch aber genau Geld aus dem Nichts!? In der Bilanz der Bank steht auf der Aktivseite zB 1000 als Forderung gegenüber dem Kunden und auf der Passivenseite 1000 als Forderung des Kunden gegenüber der Bank.
    Was ich weiter nicht verstehe ist, woher die 1000 kommen, wenn der Kunde diese bar ausbezahlt will. Wäre das dann von der Bank von ihrem Guthaben bei der SNB abzuzügeln?
    Zudem: wenn kein Geld aus dem „Nichts“ entstehen kann, woher kommt dann die grössere/ wachsende Geldmenge resp. das Wirtschaftswachstum?

    2. Mehrmals wurde auch in dem Kommentaren erwähnt, Guthaben von Banken bei der snb seien bereits Geld und die Banken könnten sich dafür etwas bei der snb kaufen. Was heisst das? Was kaufen?

    3. Bonusfrage: Was halten Sie vom Buch von Mathias Binswanger, „Geld aus dem Nichts…“? (Falls bekannt)

    Vielen Dank für Ihre allfällige („idiotengerechte“) Antwort. Natürlich bin ich auch um Meinungen von weiteren Anwesenden dankbar.

    Beste Grüsse

    Rainer Zufall

    • @Rainer Zufall

      Guten Morgen. Danke.

      Erstens a):
      Nein. Wenn eine Bank einem Hausbesitzer einen Kredit gewährt gegen Sicherheit eines Hauses, so entsteht Geld auf der Passivseite der Bankbilanz. Mit diesem Geld kann der Hausbesitzer jetzt bezahlen. Dieses Geld entsteht aber nicht aus dem Nichts. Es entsteht gegen die Sicherheit des Hauses.

      Geld aus dem Nichts würde bedeuten, dass Geld auf der Aktivseite des Geldemittenten entstünde und auf der Passivseite des Geldemittenten Eigenkapital. Das gibt es nicht.

      Erstens b):
      Wenn ein Hausbesitzer nun sein Geld in bar ausbezahlt haben möchte, so wird der Kredit der Bank an den Hausbesitzer an die Zentralbank transferiert. D.h. die Bank muss der Zentralbank ihren Hypothekarkredit verkaufen („mortgage backed securities“) und zahlt der Bank dafür die Banknoten aus, welche sie nun an den Hausbesitzer übergibt.

      Die Geschäftsbank ist nun aus dem Geschäft raus. Es ist auch denkbar, dass der Hausbesitzer auch nur einen Teil in Banknoten ausbezahlt haben will.

      In der Schweiz gibt es keine solchen „mortgage backed securities“. In den USA schon. In der Schweiz emittiert die SNB Banknoten gegen Devisen vor allem. Weil die Banken neben Hypotheken auch Devisen halten, die sie an die SNB verkaufen können, können Sie einem Bankkunden Banknoten ausbezahlen, ohne dass die dafür eine Hypothek an die SNB abtreten.

      Erstens c):
      Das steigende Wirtschaftswachstum führt dazu, dass mehr Geld gebraucht wird von der Wirtschaft und dass zudem mehr Vermögen belehnt werden kann.

      Zweitens:
      Wenn eine Bank bei der SNB ein Guthaben besitzt, so ist das beim heutigen Portefeuille der SNB darauf zurückzuführen, dass die SNB mit der betreffenden Geschäftsbank ein Devisengeschäft abgeschlossen hat, das die Geschäftsbank attraktiv fand. Sie hat den Euro der SNB zu einem höheren Kurs verkaufen können, als das am Markt möglich gewesen wäre.

      Die SNB ist nun Schuldnerin in Franken und die Banken sind Gläubiger in Franken. Wollen die Banken nun ihre Franken wieder zurück in Euro wechseln, so muss ihnen die SNB Euros verkaufen. Sie muss das, weil sie Schuldnerin ist und ihre Euros mit Fremdkapital finanziert hat und nicht mit Eigenkapital. Deshalb kann sie dazu gezwungen werden. Die Banken haben eine Forderung gegenüber der SNB.

      Oder die Banken könnten zum Entscheid kommen, dass sie ihre Giroguthaben bei der SNB in irgendwelche Aktien investieren möchten. Dazu muss die SNB ihnen Aktien verkaufen.

      Wie auch immer. Die Notenbankgeldmenge kann nur verringert werden, wenn die SNB Teile ihres Vermögens verkauft z.B. Gold, Devisen, Aktien, Obligationen. Würde die SNB das verweigern, wie SNB-Chef Jordan behauptet, so könnte die Geldmenge der SNB nie mehr abgebaut werden.

      Das Resultat wäre, dass die SNB von den Banken Kredit aufnähme und nie mehr zurückzahlte. Das wäre dann eine Enteignung der Banken durch die SNB.

      Drittens:
      Der Titel des Buches von Binswanger ist schon falsch.

      mfG

      Marc Meyer

    • Herr Rainer Zufall

      Ihre Beschreibung entspricht der Realität. MM ist Spielerfinder?

      Die Antwort von Dr. MM, widerspiegelt das Resultat seines Denkvermögens.
      Er lebt ohne geboren zu sein. Ein Wunder eben.
      Aus meiner 40 jährigen Praxis, nicht stinkendem Studierzimmer für die dämlichste Denklehre:
      Ein Kunde möchte ein Haus bauen. Die Eigenmittel und Belastbarkeit sind vorhanden.
      Ein Kreditvertrag, sowie Sicherungsübereignung wird unterschrieben. Der Notar fertigt die Schuldbrieferrichtung aus. Das Geld ist bereitgestellt, eigentlich ist es damit geschöpft. Nach dem Tagebucheintrag im Grundbuchamt, kann der Kredit benutzt werden.
      Ohne diese Vorbedingungen, würde kein normales Bauunternehmen mit der Arbeit begingen.

      Die Ersparnisse entstehen eben aus Schulden und nicht umgekehrt, wie es MM „verkaufen“ will.

      Seine Bargeldstory ist unglaublich? Die Phantasie hat mit der Realität überhaupt nichts zu tun.
      Das Bargeld stammt aus der Belastung des Buchgeldguthabens bei der Bank. Die GB ihrerseits hat das Bargeld von der Zentralbank mittels Belastung des Bankgiroguthaben bezogen. Das Bankgiroguthaben ist durch Kundenakquisition, Geldmarktoperation, oder Interbankkredit entstanden.

      Alles andere was MM schreibt ist reiner Humbug und taucht in keinen Lehrbüchern oder Praxis auf.

    • @Georg Bender
      40 Jahre Praxis??? Wie können Sie – als Bank – voraussetzen, dass das Geld „bereitgestellt“ ist? Hätten Sie wirklich praktische Erfahrung, wüssten Sie aus erster Hand, dass sich eine Geschäftsbank das Geld zuerst BESCHAFFEN (entweder durch Einlagen oder durch ein Interbankengeschäft) müsste. Diese Denklehre mag für Sie „dämlich“ erscheinen, ist aber logisch; ganz im Gegensatz zu Ihren Wirrungen und Fabelgeschichten.

  28. @AJD

    Ein Bankenrun setzt ein, wenn das Eigenkapital einer Bank weg ist.

    Die grösste Gefahr diesbezüglich stellt in der Schweiz die SNB dar.

    Würde die SNB ihre Devisen korrekt bewerten, d.h. zum Kurs ohne SNB Stützungskäufe, so wäre die EK Quote der SNB bereits jetzt sehr tief.

    Der Franken muss rund 10 Prozent steigen und dann ist die SNB definitiv Konkurs.

    Dies wird dann zu einem Run der Banken auf die SNB führen. Alle wollen dann ihre Guthaben bei der SNB innerhalb eines Monats zutück.

    Der Euro wird dann erst recht fallen und die Aktienmärkte auch und Zinsen steigen.

    Ein Run auf die SNB ist die wahrscheinlichste Form eines Bankruns auf die Schweiz.

    MfG

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      neuerdings schreiben Sie immer, dass die Banken ihr Giroguthaben bei der SNB innerhalb eines Monats abziehen können.
      Die Banken können das „auf Sicht“ tun, darüber waren wir uns doch bisher immer einig.

      Ein Anruf (oder eine entsprechende Eingabe am PC) von den Banken reicht aus und die SNB schickt einen Geldtransporter auf den Weg zur Bank.

      Die Banken erhalten das Staatspapiergeld „sofort“, wenn sie es wünschen.
      Nachdem die Banken dann das Staatspapiergeld erhalten haben, haben sie ihr Kapital bei der SNB abgezogen.

      Die exakten Bilanzen zu diesem Vorgang habe ich Ihnen mehrfach ausführlich geliefert.

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, der Student

      Danke

      Nein, lieber Hardy, der ewige Student. Sie sitzen dem gleichen Fehler auf wie unser Herr Jordan. Und Sie sind unbelehrbar wie Herr Jordan. Seid Ihr Studienkollegen?

      Auch unser SNB-Chef Jordan meint, die SNB könne ihre Schulden abbauen, indem die SNB den Banken einfach Banknoten überweist (in Ihrem Sprachgebrauch sind das „Staatspapiere“). Nix – aber auch gar nichts haben Sie mit Buchungssätzen erklärt.

      Im Gegenteil – sie sollten lernen, welchen Buchungssatz eine Zahlung auslöst. Gilt auch für Herrn Jordan. Eigentlich hätte ich wichtigeres zu tun, als einem ewigen Studenten, der uneinsichtig ist wie unsere Notenbank, das nochmals zu erklären – aber ich tue es für die Leser, welche Sie mit Ihrer Pseudowissenschaft hier in die Irre führen wollen.

      Also nochmals:

      Zuerst einmal eine Erklärung, was einen Bilanz ist: Die linke Seite ist die Vermögensseite. Sie zeigt auf, wie sich das Vermögen des Unternehmens zusammensetzt und wie dieses bewertet ist.

      Die rechte Seite ist die Passivseite. Sie zeigt auf, wie das Vermögen auf der Aktivseite finanziert wurde und wem es gehört oder wem es bei einer Liquidation zusteht.

      Dabei gibt es zwei grundlegend verschiedenen Gruppen: Einerseits die Fremdkapitalgeber und andererseits die Eigentümer – Fremdkapital und Eigenkapital.

      Etwas anderes gibt es nicht – nochmals – gibt es nicht. Es gibt keine Staatsschatzkammer, wie Sie das seit Jahren hier haluzinieren.

      Bei der Schweizerischen Nationalbank ist das genau gleich. Rund 90 Prozent des Vermögens der SNB hat die SNB mit Fremdkapital finanziert (Aussenfinanzierung). Das Notenbankgeld der SNB, bestehend aus Banknoten und Giroguthaben der Banken bei der SNB, ist Fremdkapital der SNB.

      Wir finden dieses Notenbankgeld bei den Haushalten und bei den Banken auf der Aktivseite von deren Bilanz. Wer also eine Banknote in Händen hat, der gewährt der SNB Kapital. Und eine Bank, welche bei der SNB ein Giroguthaben hat, der hat eben ein Guthaben dort – will heissen, er gewährt der SNB Kapital, welches er zugute hat. Guthaben heisst „zugute haben“.

      Für die SNB stellen Banknoten und Giroguthaben der Banken wie gesagt Fremdkapital dar – nicht Eigenkapital.

      Die UBS und die CS halten je über 100 Milliarden Franken als Guthaben bei der SNB. Das geht aus deren Geschäftsbericht hervor. Die CS bezeichnet diese als Forderungen gegenüber Zentralbanken. Und ich nehme an, dass das Forderungen der CS und UBS gegenüber der SNB sind (möglicherweise marginal auch gegenüber anderen Zentralbanken).

      Also was ist eine Forderung? Eine Forderung heisst, der Schuldner hat eine Pflicht gegenüber dem Gläubiger. Die SNB hat somit gegenüber den Banken eine Pflicht. Welche Pflicht? Die Pflicht, den Banken deren Guthaben zurückzuzahlen. Die Banken dürfen gegenüber der SNB fordern. Die SNB muss liefern.

      Wenn also Banken beschliessen, dass sie weniger in Schweizerfranken bei der SNB investieren möchten, sondern vielmehr beispielsweise in Deutsche-Wertpapiere, so dürfen sie ihre Guthaben bei der SNB reduzieren und umschichten in Deutsche-Wertpapiere, denominiert in Euro. Herr Jordan darf das ihnen nicht verbieten.

      Auf englisch: they want to reduce their “SNB-exposure”. Sowohl Banknoten als Giroguthaben bei der SNB stellen beide “SNB-exposure“ dar. „SNB-exposure“ heisst „SNB-Risiko“. Irgendwie sollten Sie das doch verstehen. Die Banken dürfen ihr Risiko bei der SNB reduzieren, wenn sie das wollen.

      Dürfen Sie – trotz gegenteiliger Behauptung von Herrn Jordan.

      Die Banken wollen also jetzt anstelle ihrer Franken-Guthaben bei der SNB nicht Banknoten der SNB – denn diese stellen rechtlich genau dasselbe dar – eine Schuld der SNB. Nein, die Banken wollen Deutsche-Wertschriften, denominiert in Euro.

      Sie wollen nicht Franken, sondern Euro.

      D.h. sie fordern die SNB beispielsweise auf, ihnen Deutsche Wertpapiere zu verkaufen. Das führt dazu, dass das Vermögen der SNB reduziert wird und auch die Franken Guthaben der Banken bei der SNB entsprechend.

      Die SNB darf die Banken nicht im Franken „einschliessen“. Das habe ich Ihnen schon mehrfach erklärt; insbesondere in meinem Beitrag auf Inside Paradeplatz „Schurkenstaat Schweiz“?

      Und Herr Rico Meier hat es weiter unten auch schon sehr verständlich erklärt.

      Ihre Theorie würde ja bedeuten, dass ausländische Investoren, die in Franken investiert haben, nie mehr aus dem Franken hinausgehen könnten. Das ist einfach Unfug.

      Die SNB hat ja auch Euro-Investitionen. Gemäss Ihrer Theorie dürfte die SNB ihre Investitionen bei der EZB nie mehr abbauen – sie erhielte einfach Euro-Banknoten dafür. Das ist doch einfach Unsinn. Bitte überlegen Sie einmal, bevor Sie hier zum hundertsten Mal die Irrlehre von Herrn Jordan weiterplaudern.

      Die SNB hat per Gesetz nur das Recht, einen Mindestreservesatz von den Banken einzufordern. Sämtliche Guthaben, welche diesen Mindestreservesatz übersteigen, dürfen die Banken jederzeit abziehen (gemäss UBS sind das Fälligkeiten innerhalb eines Monats; ist aber nicht Matsch-entscheidend.)

      Würde die SNB verweigern, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB abziehen könnten, so käme das einer Enteignung der Banken durch die SNB gleich. Es gibt aber keinen Gesetzesartikel, welcher den Banken verbietet, einmal bei der SNB angelegtes Vermögen dort nicht wieder abziehen zu dürfen.

      Die SNB würde aus dem Fremdkapital der Banken Eigenkapital der SNB machen. Das wäre Enteignung. Herr Jordan darf die Banken nicht enteignen, wie ihm das vorschwebt.

      Herr Rico Meier hat es ja gut erklärt. Das wäre, als würden Sie nächste Woche auf die Bank und dort bekanntgeben, dass ihre Hypothek jetzt zu Ihrem Eigenkapital wird.

      Das ist doch Unsinn – lieber Hardy. Überlegen Sie doch ein bisschen. Der Herr Zenger von den Vollgeld-Initianten behauptet genau solchen Unsinn in seinem offenen Brief an die SNB und rennt dort offene Türen ein, weil ja sogar die SNB meint, sie könne aus dem Fremdkapital der Banken ihr Eigenkapital machen.

      Herr Zenger meint nun, das Fremdkapital der Banken müsse als Eigenkapital der SNB verbucht werden. Lächerlich. Sie sind offenbar im selben Spital krank wie die Herrn Zenger und Jordan.

      Weder Sie, Herr Zenger noch das SNB-Direktorium haben verstanden, wie Geldpolitik funktioniert, weil sie das Fremdkapital der Banken bei der SNB als Eigenkapital der SNB interpretieren und sogar bezeichnen.

      Geht nicht lieber Hardy – nur im Kommunismus darf man enteignen. Das wollen ja die Vollgeldler mit ihrem schuldfreien Vollgeld (verschenktes Geld der SNB).

      Und nun nochmals zum buchhalterischen Teil, der Ihnen so Mühe bereitet, lieber Hardy:

      Will man eine Schuld abbauen, so bedeutet das, dass man die Passivseite verkürzen will. Einverstanden?

      Um die Passivseite verkürzen zu können muss man die Aktivseite ebenfalls entsprechend verkürzen, da Aktiven und Passiven immer gleich lang sind. Einverstanden?

      Man kann nur genauso so viel Vermögen auf der Passivseite verteilen, wie auf der Aktivseite vorhanden ist. Logisch oder?

      Wenn also die SNB ihre Schulden abbauen will oder muss, so geht das nur, wenn sie entsprechendes Vermögen auf der Aktivseite veräussert. Etwas anderes ist gar nicht möglich. Nicht möglich lieber Hardy.

      Daraus folgt zwingend: Wenn die SNB ihre Schulden auf der Passivseite in Franken abbauen will oder muss, so muss sie Vermögen auf der Aktivseite verkaufen und in Franken umtauschen. Es gilt dann der herrschende Wechselkurs.

      Aber die SNB ist nun einmal eine Frankenschuld eingegangen über ein Devisengeschäft und muss deshalb auch wieder über ein Devisengeschäft diese Schuld abbauen bzw. da rauskommen.

      Last but noch least, sollten Sie auch endlich einmal begreifen, wie ein Offenmarktgeschäft funktioniert: Notenbankgeld kommt nur durch Offenmarktgeschäfte in den Wirtschaftskreislauf und kann nur durch Offenmarktgeschäfte wieder abgezogen werden.

      Wie funktioniert das?

      Wird die Geldmenge vergrössert, so funktioniert das so:

      Die SNB kauft Devisen oder Wertschriften am offenen Markt. D.h. die SNB-Bilanz wird dadurch verlängert. Auf der Aktivseite kommen Devisen oder Wertschriften in die Bilanz der SNB und auf der Passivseite das Notenbankgeld.

      Wird die Geldmenge verringert, so funktioniert das umgekehrt so:

      Die SNB verkauft Devisen oder Wertschriften. Dadurch wird die Aktivseite verkürzt durch den Verkauf dieser Wertschriften oder Devisen und die Passivseite wird entsprechend verkürzt. D.h. die Schuld der SNB wird dadurch verkürzt.

      Sie und Herr Jordan behaupten aber folgendes: Die SNB kann ihre Schulden abbauen, indem sie den Banken anstelle von Giroguthaben einfach Banknoten überweise. Da haben Sie oben geschrieben und hat SNB-Chef Jordan gesagt in seinem Vortrag: Sie allerdings benennen den Notenumlauf als „Staatspapiergeld“. Ändert nichts.

      Unsinn.

      Warum?

      Würde die SNB den Banken anstelle von Giroguthaben einfach Banknoten überweisen, so würde die SNB-Bilanz dadurch nicht verkürzt. Die Schuld der SNB gegenüber den Banken würde einfach anstatt durch Giroguthaben durch Banknoten verbrieft. Das wäre nicht einmal ein Passivtausch.

      Dass Sie, Hardy, der ewige Student das nicht begreifen, ist schon traurig genug – aber dass das der SNB-Chef nicht schnallt ist unglaublich und gefährlich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Wenn Sie ein anderes Haus kaufen wollen bzw. in ein anderes Haus investieren wollen, so können Sie ja auch nicht einfach anstatt das Computerbild des Hauses eine Photo des Hauses anschauen und behaupten, Sie hätten nun ein neues Haus. Oder?

      Genauso wenig können Sie ein Giroguthaben bei der SNB durch eine Banknote austauschen und behaupten, sie hätten jetzt keine Investition mehr in die SNB.

    • @Hardy, der ewige Student

      Und noch etwas, lieber Hardy

      Hätten Sie und SNB-Chef Jordan Recht, dass Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld austauschbar ist, also Goiroguthaben gegen Banknoten und umgekehrt, so würde das bedeuten, dass die SNB ihre Bilanz nie mehr – nie mehr – reduzieren könnte.

      Warum nicht?

      Weil bei einer Reduktion der SNB-Bilanz die SNB Gold, Wertschriften oder Devisen verkaufen müsste gegen Notenbankgeld.

      Das wäre dann Notenbankgeld gegen Gold oder Wertschriften oder Devisen.

      Herr Jordan und Sie behaupten aber, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar – also gegen nichts anderes, schon gar nicht gegen Gold oder Devisen oder Wertschriften aus dem SNB-Vermögen.

      Sehen Sie vielleicht jetzt ein, was für „Schmarrn“ sie und Herr Jordan erzählen?

      Und Herr Jordan rechtfertigt die Hunderten von Milliarden Schulden der SNB (Schweiz) damit, die SNB müsse diese nie mehr zurückzahlen. Die SNB könne einfach Banknoten drucken und den Banken geben.

      Naiver geht’s nicht mehr.

      Der ganze Zahlungsverkehr in der Schweiz würde zudem zusammenbrechen, da es kein Buchgeld mehr gäbe. So ein Unfug.

      Ihr beiden ewigen Studenten, Sie und Herr Jordan, gefährdet unserer gesamte Volkswirtschaft mit Eurer abstrusen Behauptung.

      Wachen Sie und Herr Jordan endlich auf.

      mfG

      P.S. Wenn man anonym schreibt, kann man solchen Schwachsinn locker schreiben, wie Sie das tun. Sie müssen ja niemandem Rechenschaft ablegen.

  29. Nachtrag II:

    Zusammenfassung

    Kernpunkt in der Diskussion: Die SNB muss liefern

    Gerne möchte ich hier kurz auf den Kernpunkt der nachfolgenden Diskussion eingehen:

    Immer wieder wird der Irrtum von SNB-Chef Jordan kolportiert, wonach die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintausche.

    Auch das ist ein schwerwiegender Kapitalfehler.

    Jordan argumentiert ja auch zu Recht, dass Notenbankgeld der SNB öffentlich anerkanntes Zahlungsmittel in der Schweiz ist und angenommen werden muss.

    Wenn ich also an den Kiosk gehe und mit einer Banknote bezahlen will, so kann die Verkäuferin mir nicht sagen, sie nehme den Geldschein nicht an. Gibt sie mir einen anderen, gleichgrossen Geldschein im Gegenzug, so ist es dasselbe, als würde sie mir sagen, sie nehme keine Banknote an Zahlung.

    Bei der SNB verhält es sich gleich: Wenn eine Bank ein Guthaben bei der SNB besitzt, so ist dieses auf 1 Monat kündbar (siehe Geschäftsbericht UBS). Ein solches Guthaben stellt nun ein Zahlungsmittel für die betreffende Bank dar. Damit darf sie etwas kaufen von der SNB und sie darf es zurückgeben bzw. einfordern innerhalb eines Monats.

    Da die Notenbank Schuldnerin ist, muss sie ihre Schuld zurückzahlen binnen eines Monats, wenn der Gläubiger, die Bank, das will.

    Die SNB darf nun nicht sagen, sie nehme dieses Guthaben nicht als Zahlungsmittel an. Damit würde die SNB die Giroguthaben der Banken nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkennen. Sie würde die Banken enteignen, wenn sie ihre Schulden bei den Banken nicht mehr zurückzahlen würde und diese als Eigenkapital erklären würde, wie das SNB-Chef Jordan meint.

    Es gibt keinen Gesetzesartikel, aus dem hervorginge, dass die Banken einmal bei der SNB angelegtes Kapital nie mehr zurückfordern dürften, wie das die SNB meint und Herr Zenger in seinem offenen Brief vor wenigen Tagen in der NZZ fordert.

    Eine gute Antwort darauf hat der Kommentator Rico Meier weiter unten gegeben: Er sagte, das wäre, als würde er morgen auf die Bank gehen und seine Hypothek als Eigenkapital erklären. Mal schauen, wie die Bank reagiert.

    Genauso wenig kann die SNB ihre Schulden gegenüber den Geschäftsbanken als Eigenkapital erklären, wie das SNB-Chef Jordan will.

    Und wenn Herr Jordan meint, er könne die Schulden der SNB bezahlen, indem er Banknoten im Gegenzug gibt, so liegt er gerade nochmals falsch. Warum? Banknoten sind genauso Schulden der SNB wie die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Es gibt lediglich zwei Unterschiede: Banknoten sind auf dem Papier gedruckt und Giroguthaben sind in elektronischer Form. Zudem sind Banknoten sofort einlösbar und die Giroguthaben der Banken bei der SNB auf Sicht von einem Monat (UBS).

    Rechtlich spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Schuld der SNB in elektronischer Form festgehalten ist oder auf Papier.

    Vergleich: Ob jemand eine Photo seiner Frau oder Freundin auf dem Computer hat oder auf einer Papierphoto, spielt gar keine Rolle. Es ist beides seine Frau.

    Er kann aber nicht sagen, er habe seine Frau gewechselt, indem er statt der Computerfoto die Papierfoto anschaut. Eine solche Behauptung wäre eines Basler Webstübler-Witzes würdig.

    Die SNB argumentiert wie ein Basler Webstübler, wenn ihr Chef behauptet, er könne die Schulden der SNB zurückzahlen, indem er den Banken anstatt deren Giroguthaben einfach Banknoten aushändige.

    Marc Meyer

    • Danke, nun habe ich wieder etwas dazugelernt.

      In vielen Büchern wird einem einfach erklärt das Notenbanken Geld drucken können, aber so einfach ist das eben keineswegs. Klar…….
      Tun sie es trotzdem, schaffen sie damit den Grundstein für einen Crash.

  30. @Georg Bender

    Sie haben mir nun innerhalb von einer Stunde vier lange Texte geschrieben, die keinen Sinn ergeben.

    Es scheint, dass es ihnen einzig darum geht, die Diskussion hier zu torpedieren, indem Sie diese zumüllen.

    Sie spielen damit der SNB in die Hände, welche die Diskussion um ihre wahnwitzigen Devisenanlagen auch unterdrücken möchte.

    Sie kolportieren die Illusionen des Herrn Jordan.

    Das Verhalten der SNB ist einer Demokratie unwürdig. Es ist ein Armutszeugnis, dass nur noch Trolle wie Sie hier die Position der SNB vertreten.

    Die SNB hat offenbar nur noch Trolle als Freunde.

    Sie und Ihre SNB sind auf der Verliererstrasse.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  31. Herr Dr. Marc Meyer und Lernfähige

    Ihr Bericht strotzt von Denkfehlern! Die Zentralbank hat im Rahmen ihrer gesetzlichen Bestimmungen die Möglichkeit, das Zentralbankgeld x-beliebig zu drucken! Dieser Vorgang wird mit den Geschäftsbanken oder anderen Zentralbanken abgewickelt!

    Die Zentralbanken sind keine gewöhnlichen Unternehmungen mit welcher man das Gelernte Buchhaltungswissen abarbeiten kann.

    Die erwähnten Koryphäen dürfen das Geldsystem nach aussen nicht verstehen; denn ich kann mir nicht ausmalen, dass sie glauben, Geld entstehe aus Einlagen? Woher sind die Einlagen entsanden?

    So stehen die Begriffe wie Einlagen und Eigenkapital nicht im Einklang mit dem Schuldengeldsystem!
    Das Buchgeld aus dem Nichts der Geschäftsbanken entsteht mit einem Buchungssatz aus Forderung und gleichzeitiger Verpflichtung und nicht aus Einlagen! Das Eigenkapital besteht demnach auch aus nicht getilgten Schulden, jedoch gesetzlich dem Delkredererisiko zugeordnet. Die Bankbilanzen müssten völlig anders dargestellt und kommentiert werden. Vielleicht merkt der Bürger dann endlich was Geld eigentlich ist? Mittel zum Zweck!

    Das gesetzliche Buchgeld aus dem Nichts der Zentralbanken entsteht auch aus einem Buchungssatz Investitionen an Verpflichtungen und nicht Einlagen! Das Bargeld wird durch Reduktion der Verpflichtungen den Geschäftsbanken zur Weitergabe an die Bevölkerung geschaffen. Der Notenumlauf ist unter Passiven aufgeführt, weil es sich um physische Ausgaben aus dem Nichts (einzig durchlässig) handelt.

    Es ist vollkommen richtig, dass jede Bank über ihr Guthaben im Rahmen der Gesetze verfügen kann (Bargeldbezug eingeschränkt). Nur das Geld wird nicht an den Himmel transferiert, sondern verbleibt im Bankensystem. Demnach immer möglich!

    Völlig anders verhält es sich bei den Geschäftsbanken. Auch hier haben die Kunden das Recht über ihr Guthaben, entstanden aus Schulden, verfügen zu können. Dieses Guthaben ist aber im Gegensatz zum Zentralbankgeld, dem Delkredererisiko unterworfen. Ist die Bank pleite, kann der Kunde nicht mehr sofort über sein Guthaben verfügen.

    Warum man dem Bankensystem die Form der AG und die Beteiligung am Geldspielwarenmarkt ermöglicht hat, kann ich mir nur mit Dummheit der Gesetzgeber oder aber als Spielform, erklären?

    Warum man die Bevölkerung nicht über das Geldsystem aufklären will, ha meiner Meinung nach den einfachen Grund, die Existenzkämpfe und Armut müssen zelebriert werden, andernfalls die Ökonomen und Politiker, arbeitslos würden?

    Seien Sie gegrüsst!

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Ich bemängle nicht Ihre Kritik an die Koryphäen, sondern den Inhalt.

      Ich gehöre zu den Kritikern der Gestaltung des Geld- und Banksystems (Krisenresistenz). Jedoch verkenne ich eben nicht die gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche Sie einfach negieren.
      Das Geld entsteht mit einem Buchungssatz aus dem Nichts:
      Forderungen (Leistung als Sicherheit) an Verpflichtung (Leistungserbringer). Was geschieht mit dem Gewinn?

      Die Geschäftsbanken können das bezogene Bargeld jederzeit wieder an die Zentralbank (einzig durchlässig) zurückgeben!
      Buchung: Notenumlauf an Bankgirokonto.
      Dieses Guthaben dient dem Zahlungsverkehr aus Buchgeld der GB und Interbankkrediten. Natürlich können die GB auch im Rahmen der geltenden Vereinbarungen, andere Operationen gegenseitig ausführen.

      Meine Meinung:
      Wer für die Wahrheit kämpft und nicht festgefahrene Denkmuster verfolgt, kann gewinnen, andernfalls wird man zum „Falschfahrer“! Warum Sie als Volkswirtschaftler nicht den Geldfluss im Sozialsystem anprangern (Lohnsumme statt Wirtschaftsleistung), ist mir schleierhaft. Nicht modern und angesagt? Dafür kämpfe ich!

      Danke! Georg Bender

    • @Georg Bender

      Nun Ihr fünfter Beitrag innert kürzester Zeit.

      Hören Sie doch auf mit Ihren Ablenkungsmanövern. Es geht nicht um die Frage, ob die Banken für ihre Banknoten bei der SNB Giroguthaben erhalten.

      Es geht um die Frage, ob die Banken ihr bei der SNB investiertes Kapital abbauen dürfen oder nicht.

      SNB-Chef Jordan behauptet nein. Bei der SNB angelegtes Kapital müsse für immer bei der SNB bleiben und werde zu Eigenkapital der SNB. Das wäre Enteignung der Banken durch die SNB.

      Das ist Humbug des Herrn Jordan. Und diesen wollen Sie hier verteidigen – aber nicht einmal das können Sie.

      Sie haben nicht einmal begriffen, worum es geht. Also bleiben Sie der Diskussion fern und hören Sie auf damit, diese immer zu torpedieren.

      Schreiben Sie doch selber über Ihren Geldfluss im Sozialsystem, für den Sie angeblich kämpfen. Fragen Sie Herrn Hässig, ob Sie schreiben dürfen. Aber hören Sie auf, als Trittbrettfahrer hier das wirre Zeug der SNB zu kolportieren.

      Wie gesagt, es ist bedenklich, dass nur noch solche Trolls wie Sie das Wirrwarr der SNB rechtfertigen.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  32. @Georg Bender

    AHA!

    Wenn man Draghi und Jordan korrigiert, so ist das Grössenwahn.

    Sie sind autoritätsgläubig.

    Draghi hat Recht, einfach immer, nur weil er Chef der EZB ist. Und Jordan hat Recht, einfach immer, nur weil er Chef der SNB ist.

    Sie offenbaren, dass Sie ein persönliches Problem haben – und daraus ergibt sich dann ihr fachliches Problem.

    Sie werden Geldtheorie nie verstehen, wenn Sie nicht endlich einmal von ihrer Autoritätsgläubigkeit wegkommen.

    Lassen Sie diese los.

    Danke

    Marc Meyer

  33. @Rain Pfrund

    Danke für das Zitat von Paul C. Martin

    Erstens:
    Doch. Ich kenne denjenigen, der „aufgefordert ist, zu leisten“. Das ist die Zentralbank.

    Zweitens:
    Der Satz von Martin:
    „Die Aktivseite der Notenbank, wo sie ihre Forderungen verbucht, die in Wirklichkeit natürlich unsere Forderungen sind, Forderungen der Leute also, die Geldscheine in Händen oder in der Kasse haben, ist zugleich eine Passivseite bei wieder jemand anderem.“

    Das ist ein wirrer Satz.

    Zerlegen wir diesen mal in seine Einzelteile:
    Es ist richtig: Die Forderungen der Notenbank sind auf der Aktivseite der SNB verbucht. Die SNB hat somit Forderungen beispielsweise gegenüber europäischen Staaten. Bei Ihren Aktien z.B. in Lockheed hat sie nicht eine Forderung gegenüber Lockheed, sondern sie ist an diesem US-Unternehmen mitbeteiligt. Das sind also Eigentumspapiere der SNB.

    Und nun zum ganz grossen Wirrwarr: Die Forderungen der SNB gegenüber einem europäischen Staat oder ihre Eigentumspapiere sollen nun, gemäss Martin, identisch sein mit Banknoten, die wir in Händen haben.

    Das ist ein riesiges Durcheinander.

    Banknoten sind Forderungen von uns Konsumentinnen und Konsumenten, die Banknoten besitzen, gegenüber der SNB. Diese Banknoten sind Schulden der SNB gegenüber uns und dürfen nicht mit den Forderungen, welche die SNB ihrerseits gegenüber europäischen Staaten hat, oder mit den Eigentumspapieren der SNB gleichgesetzt werden.

    Es ist ein Krebsübel in der Geldtheorie, dass Aktiven und Passiven der Zentralbank fortlaufend miteinander verwechselt bzw. gleichgesetzt werden. Das SNB-Direktorium begeht dieselben Fehler.

    Darf ich Sie noch etwas fragen: Schreiben Sie hier nicht auch unter dem Pseudonym „Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Als Bürger hafte ich für den Staat in dem ich geboren wurde! Die Bürger machen den Staat aus. Nach dem Geld ist vor dem Geld! Der Eigentumsschutz hat zwar eine grosse Bedeutung, wenn jedoch 1% der Bevölkerung, mehr besitzen als die restlichen 99%, dann frage ich mich, warum Sie glauben, dass eine negative Geldmenge, diesem 1% Schaden zufügen könnte? Spielen Sie nicht mit den Urängsten der Menschen, welche eigentlich wenig zu verlieren haben? Oder sitzt ein Stachel zu tief?
      Die Zentralbank funktioniert im Auftrage und zum Wohle des Staates kraft Gesetz!
      In einer Demokratie wählt das Volk die Treuhänder!
      Diese Grundwerte gilt es zu beachten!
      Darum handelt die Zentralbank im Rahmen der ihr von den Treuhändern auferlegten Gesetze und Regeln!

      Wenn der Bürger eine Regelverletzung feststellt, so hat er die Möglichkeit zu prozessieren! Chance in einem Netzwerksystem eher gering? Dafür wäre eigentlich die Judikative und Medien zuständig?

      Wenn nun diese Gewaltentrennung mangels Wissen nicht aktiv wird, so liegt es am Bürger, sie darauf aufmerksam zu machen. Aber bitte, wie ich es tue, mit Vorschlägen welche das Geldsystem sichern und nicht mit persönlichen Angriffen.

      Seien Sie gegrüsst!

    • @Marc Meyer, Dr. 2. Juni 2017 / 15:17

      Nein, ich habe nie unter „Arbeitgeber KMZ, AHV-Rentner“ geschrieben.

      Der Satz von Martin:
      „Die Aktivseite der Notenbank, wo sie ihre Forderungen verbucht, die in Wirklichkeit natürlich unsere Forderungen sind, Forderungen der Leute also, die Geldscheine in Händen oder in der Kasse haben, ist zugleich eine Passivseite bei wieder jemand anderem.“

      Der Satz wird verständlicher, wenn Sie das ganze Kapitel mit Graphiken unter dem angegeben Link nachlesen.

      Der Besitzer von Banknoten ist ein Gläubiger der Notenbank. Bei einer Liquidation in Folge einer Überschuldung hätten auch Notenbesitzer Anspruch auf einen Teil der verbleibenden Werte der Aktivseite der Notenbankbilanz. Ausser dem Gold sind das primär Forderungen gegen ausländische Staaten wie USA oder Deutschlands. Selbstverständlich sind diese Staatsobligationen in den jeweiligen Bilanzen der Staaten auf der Passivseite. Aus meiner Sicht ist der zitierte Satz von Martin klar und nachvollziehbar.

      Sie grüssend

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Nein, ich habe weder unter @Rain Pfrund noch unter einen anderen Pseudonym geschrieben.

      Geldschulden und Geldvermögen sind immer zwei Seiten derselben Medaille. Zugleich geben wir uns einer Geldvermögensbestandsfantasie hin, da etliche dieser ausländischen Schulden nicht bedient werden können. Die Geschichte des Mindestkurs kann man auch als „Export-Volkassko-Versicherungspolice“ für die Exportindustrie interpretieren.

      Abermals die Frage in der Runde:

      Wann wird ein Zahlungsmittel zu einem gesetzlichen? Erst wenn es ausdrücklich dazu gekürt wird oder schon, wenn der Gesetzgeber es nur mit den rechtlichen Privilegien eines gesetzlichen Zahlungsmittels ausstattet?

      Ist demnach eine Banknote für die SNB ein Aktivum oder Passivum? Kann damit die SNB ihre Schulden abbauen?

      Die Antwort von Marc Meyer, Dr. 3. Juni 2017 / 14:44 an @Hardy, der Student, ist M.m.n. eine wertvolle Zusammenfassung.

      Debitismus? Das sind Leute, die nicht mal wissen, was ein Kredit ist, und ihn unentwegt mit einer Leihe verwechseln.

      Sie grüssend

  34. @Marc Meyer Dr. 2. Juni 2017 / 11:12

    Es geht um die sachlichen Argumente und nicht um diffamierende Etiketten. Lesen Sie die Seite 32-34 unter dem angegeben Link nach. Mit welchen Argumenten von Dr. Paul C. Martin von 1986 sind Sie nicht einverstanden?

    Zitat P.C. Martin:

    .. Geld gehört aber nicht in die Welt der Sachen. Geld ist immer eine Forderung. Der Trick beim Geld-Schein besteht nur darin, dass ich denjenigen, der gefordert ist, besser noch: der eines Tages »aufgefordert« wird, zu leisten, nicht kenne. Die Aktivseite der Notenbank, wo sie ihre Forderungen verbucht, die in Wirklichkeit natürlich unsere Forderungen sind, Forderungen der Leute also, die Geldscheine in Händen oder in der Kasse haben, ist zugleich eine Passivseite bei wieder jemand anderem.

    Die Banknoten der Deutschen Bundesbank, wie die aller anderen »Noten«-Banken auch, erscheinen in der Bilanz dieser Bank auf der Passivseite. Dort, wo also jeder, der eine Bilanz aufstellen muss, seine Schulden addiert. Banknoten sehen nicht nur aus wie Schuldscheine; sie sind nummeriert, tragen Ortsangabe, Datum und zwei Unterschriften. Sie sind Schuldscheine.

    Geld als solches gibt es nicht! Das ist ein weiterer wichtiger Satz, der zum Verständnis der freien Wirtschaft führt. Jeder, der »Geld« hat, besitzt es niemals »netto«. Es gibt immer jemand, der in gleicher Höhe »Geld« schuldig ist. Zunächst ist der »Schuldige« die jeweilige Notenbank eines Landes, in deren Bilanz alle ausgegebenen Banknoten fein säuberlich summiert auf der Passivseite verbucht sind. So sieht eine solche Bilanz aus (schematisch)…..

    http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/Martin,%20Paul%20C.,%20Der%20Kapitalismus%20-%20Teil%201.pdf

    Sie grüssend

    • Rain Pfrund

      Her Martin geht viel zu weit, es ist viel einfacher, wenn man verstehen will? Die Bilanz muss ausgeglichen sein.
      Die Ersparnisse aus Gewinnen entstehen aus Schulden und nicht umgekehrt. Das Eigenkapital sind nicht getilgte Schulden Dritter, welche gesetzlich dem Delkredererisiko zugeordnet ist. Konstruiert das Bankensystem selber, die Parameter sind ein Täuschungsmanöver eine reine Farce!

      Die Banknoten werden im Auftrage der Zentralbank aus dem Nichts (ausser Papier und Druckmaterial) gedruckt.
      Wem schuldet die Zentralbank die Banknoten, wenn sie doch auf der Passivseite addiert sind! Die Zentralbank ist kein normales Unternehmen. Der Notenumlauf muss auf der Passivseite verbucht werden, weil es sich um den Geldausgang handelt wie bei der Kassenführung einer Nichtzentralbank! Die Buchung Kasse an Notenumlauf wird auch bei den Zentralbanken zu finden sein und wird bei der Bilanzierung verrechnet! Diese gibt das Bargeld zur Weitergabe an die Bevölkerung, ihren Geschäftsbanken weiter.
      Diese Übergabe wird den Geschäftsbanken auf ihrem Bankgirokonto belastet. Nun woher stammt das Guthaben (Zentralbankgeld = gesetzliches Zahlungsmittel kraft Gesetz) auf dem Bankgirokonto? Aus Geldmarkttransaktionen zwischen Zentralbank und Geschäftsbanken als Buchgeldaustausch (Option)! Sehr oft handelt es sich um Devisengeschäfte, also Schulden aus dem Ausland!

      Schuld und Besitz sind die zwei Seiten der Geldmedaille! Die Rückflusshaftung ist also „verbrieft“!
      Das gesamte Geld besteht aus nicht getilgten Schulden und nicht abgeschriebenen Bankinvestitionen.
      Aber der Schuldner ist nicht die Zentralbank, wie gemeint wird, sondern der Leistungsempfänger, er sollte das Geld wieder zurückfliessen lassen.

      Seien Sie gegrüsst!

  35. Guter Artikel, die Buchhaltung wurde in der Geldschöpfung meist vernachlässigt. Nur, mit den Sicherheiten ist es so eine Sache. Wenn die Bank Land, Häuser, Gold (kein Papiergold), Autos oder Möbel als Sicherheit aufnimmt, scheint dies logisch.

    Doch wenn die Bank Geldvermögen (Geld, Aktien, Obligationen) als Sicherheit aufnimmt, dann werden die Sicherheiten zu einem Kartenhaus, weil sie mehrfach als Sicherheit herhalten müssen.

    Es ist so wie bei Papiergold, 2016 wurde 74 Billionen Dollar Papiergold gehandelt, doch laut dem World Gold Council wurde in der Menschheitsgeschichte 183.700 Tonnen gefördert, dessen Wert auf 7 Billionen geschätzt wird.
    Nur 1 Prozent Gold wurde in physischer Form an den Futuresmärkten gehandelt. Effektiv hat man 2016 nur 300 Tonnen in Minen abgebaut, mit einem Wert von 120 Milliarden Dollar, also 0.16 % des an Börsen gehandelten Goldes. Das Gold, das als Sicherheit für Papiergold herhalten soll wird zusätzlich noch verleiht.

    Oder wenn 2016 4400 Millionen Tonnen Weizen an den Nahrungsmittelbörsen in Chicago gehandelt wird, während die reale Weizenernte nur bei 744 Millionen Tonnen liegt.

    Meines Erachtens ist dieses System komplett untauglich. Doch es liegt nicht nur am System, auch die buchhalterischen Bewertung der Sicherheiten sind fragwürdig. Zudem sind die Marktplayer (Banken, Versicherungen, Schattenbanken) alles andere als Seriös, was Libormanipulationen, Wetten gegen Kunden, Goldpreismanipulationen, die Milliardenbussen und einige Artikel auf dieser Seite zeigen.
    Oder die wichtigsten Nationalbanken, die sich alle zwei Monate in der BIZ im geheimen treffen, die werden wohl kaum nur über ihr Handicap sprechen. Das riecht nach Kartellbildung und nach Verschwörungen.

    • @AJD

      Danke für die interessanten Hinweise.

      Es ist auch möglich, dass ein Haus von einer Bank zu hoch eingeschätzt wird und die entsprechende Hypothek wertberichtigt werden muss. Dann kommt es zu einer Entwertung des so emittierten Geldes.

      Oder wenn die SNB Euros kauft und diese unter Wert ihrer ausstehenden Verbindlichkeiten gegenüber den Banken fallen, so fällt der Wert des Notenbankgeldes ebenfalls.

      Oder eine Zentralbank könnte Geld emittieren gegen Obligationen eines schwer verschuldeten Staates. Das führt auch zu Inflation.

      Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass Geld nur emittiert werden kann gegen einen Vermögenswert. Wie dieser bewertet wird und wie sich dessen Wert entwickelt ist ein weiteres Problem.

      Was es aber nicht gibt, ist „Geld aus dem Nichts“ , welches als Zahlungsmittel der Zentralbank dienen könnte.

      mfG

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Wenn Ihre Inflationslehre (eingehämmert) stimmen würde, hätten wir eine Hyperinflation?
      Es ist alles nur ein Spiel für den Geldspielwarenmarkt! Gewinner und Verliererspiel nennt sich das!

      Wenn jemand ein Haus für eine Mio verkauft, danach die Werte einbrechen kann er mit dieser 1 Mio mehr Sachwerte erwerben, also keine Entwertung sonder Aufwertung des Geldes (Deflation nicht Inflation Herr Professor)!
      Genau so verhält es sich im Geldspielwarenmarkt. Bei steigenden Kurse verdienen alle, der eine mehr der andere weniger! Die letzten beissen die Hun de, heisst das von den Ökonomen, kreierte Spiel für überflüssiges Geld (Schulden von Dritten).

  36. Sehr geehrter Herr Meyer

    Die Frage „Wie entsteht Geld“ hat Dr. Paul C. Martin in seinem Buch „Der Kapitalismus, ein System das funktioniert“ erschienen 1986 analog wie Sie beantwortet. Er hat die Denkfehler und Zirkelschlüsse einer ganzen Reihe von Professoren wie M. Friedmann, I. Kristol, E. Mandel, J. M. Keynes, … schonungslos aufgedeckt.

    http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/Martin,%20Paul%20C.,%20Der%20Kapitalismus%20-%20Teil%201.pdf

    Sie grüssend

    • @Rain Pfrund

      Danke

      Paul C. Martin, den Crash Prophet von 1987 habe ich vor über 15 Jahren an einem Seminar im kleinen Valsertal OE getroffen. Da sagte er nichts dergleichen.

      Wir haben uns noch ein- zweimal geschrieben aber er argumentierte anders.

      Ein „Fan“ von Paul C. Martin schreibt hier auch immer wieder die abstrusesten Theorien, die er auch in den gelben Seiten veröffentlighte.

      Hardy, der Student

      Da wird von Staatspapiergeld, von einer Staatsschatzkammer usw haluziniert.

      Sorry

      MfG

      Marc Meyer

  37. Herr Dr. Marc Meyer

    Wer ist des Teufels Gesandter?

    Die Haftungsfrage des Volkes ist eine überflüssige Frage, weil das Geld ohne Schuld und Besitz nicht geboren wird! Kein Mensch kommt und verlässt die Welt mit Geld.

    Auch wenn Sie Ihre einsam fixierte Meinung x-fach wiederholen, sie wird nicht richtig! Wir leben in der realen Welt, in welcher die Verteilung des Reichtums Menschen gemacht, somit die Ausbeutung orchestriert ist.

    Nach dem Geld ist vor dem Geld, es ist alles nur ein Spiel mit wenigen Machthabern.

    Bevor man leben kann, muss man geboren sein! Die Geldschöpfung besteht also aus Schuld und Besitz. Wenn der Besitzer sein Guthaben nicht zurückfliessen lässt, wird die Schuld nicht getilgt und das Geld wird nicht vernichtet. Geldphysik! Nur mit mehr Geld kann man Arbeitsplätze, Gewinne resp. Ersparnisse realisieren! Der Zwang nach Wachstum ist demnach logisch.

    Die Geldschöpfung basiert auf der Stärke der Volkswirtschaft. Solange die Bedürfnisse der Bevölkerung abgedeckt werden und das Bankensystem genügend Geld bereit stellt, wird kein Geld fehlen, es sei denn, es wird abgezweigt (AHV). Es ist bedarfsgerecht gerecht, demnach unendlich schöpfbar. Die Zentralbanken sind solange in der Lage, die Welt zu „kaufen“, als die Gegenpartei mitmacht?

    Ihre Knappheitslüge, welche Sie hier zum Besten geben dürfen, hat erst die Ausbeutung der Natur ermöglicht. Die Natur ist keine Preisfrage, Herr Dr. Marc Meyer, weil sie ist wie das Leben, im Gegensatz zum Geld, endlich! Scheinbar haben sich in Ihrem Kopf überwindbare Barrieren eingenistet? Mit solchen Barrieren wird der Roboter, welche den Menschen bei der Erwerbsarbeit ersetzen, möglich gemacht.

    Die Zentralbanken sind vom Gesetz zu „Gott“ des Geldes erhoben, keine normale Unternehmen. Das Bankensystem ist der Zentralbank unterordnet. Das Geldsystem ist dieser Logik folgend, im Bankensystem einverleibt. Diese intelligente Einrichtung ermöglicht es der Zentralbank, nur so viel Geld zu schöpfen (ohne Delkredererisiko), welches den bankübergreifenden Transaktionen sicherstellt. Das System hilft sich selber. Wenn der Austausch gestoppt wird, so ist die Krise auf Knopfdruck, Tatsache. Wer hat die Macht?

    Nach dem Geld-und Währungsgesetz bestehen 2 verschiedene Giralgeldarten (Buchgeld = Buchhaltung). Beide Geldarten werden aus dem Nichts (Nirwana) geschöpft!

    1. Die Geschäftsbanken schöpfen mit ihren Kunden die Option auf das nicht deckungsgleich vorhandene gesetzliche Zahlungsmittel! Die Verbindlichkeiten schöpfen sie selber!
    Buchung: Bank- Kredite oder Bankinvestitionen an Kundenguthaben (nicht wie kolportiert wird, Einlagen. Was nicht existiert kann nicht eingelegt werden (Physik).
    Für die bankübergreifenden Transaktionen wird die Manöveriermasse (Zentralbankgeld) in Bewegung gebracht! Passivaustausch!
    Die Eigenmittel- Liquiditätsvorgaben sollen die Grenzen aufzeigen, sind jedoch wie der Goldstandard schwammig, weil sie konstruiert werden können.

    2. Die Zentralbanken schöpfen mit ihren Geschäftsbanken das gesetzliche Giralgeld – Zahlungsmittel (kein Delkredererisiko) mittels Geldmarktoperationen. Diese Masse muss den bankübergreifenden Zahlungsverkehr, somit die Wirtschaft, sicherstellen. Die Währungsreserven schöpfen sie nach bestem Wissen und Gewissen mit anderen Zentralbanken (Austausch), oder mit ihren Geschäftsbanken.

    3. Im Wissen um die Geldschöpfung, ist es mir jedoch schleierhaft, wie eine Bank die Form der Aktiengesellschaft wählen darf. Sie schöpft das Geld selber und sucht nach „Eigenkapital“! Sonderbar und nicht nachvollziehbar. Auch die Beteiligung am Geldspielwarenmarkt (Kapitalmarkt), verfälscht die Bedingungen im freien Markt! Hier gehe ich mit Herrn Dr. M. Meyer völlig einig, nur die Haftungsfrage stellt sich nicht. Es gibt andere Interventionsmöglichkeiten als mit Volumen, einzugreifen!

    Seien Sie gegrüsst!

    • @Georg Bender

      Danke

      Nein. Es gibt kein Geld aus dem Nichts. Die SNB kann auf ihrer Passivseite nur Geld emittieren, wenn sie auf ihrer Aktivseite entsprechendes Vermögen verbucht.

      Sie begehen denselben Irrtum wie SNB Chef Jordan.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  38. „Klar: Wenn beispielsweise eine Geschäftsbank einem Hausbesitzer eine Hypothek (Baukredit) gewährt, so entsteht Geld. Dieses entsteht ganz unabhängig davon, ob die Bank vorher von einem anderen Marktteilnehmer oder indirekt von der SNB eine Geldeinlage erhalten hat oder nicht.“
    Ist und bleibt für mich immer noch der Kernsatz; würden die Vollgeldzwänger und Helikopterpiloten diesen einfachen Vorgang begreifen, wäre auch Ihnen klar, dass ihre „Lösungsvorschläge“ ins Reich der Fabeln gehörten.

    Wie sich allerdings die SNB aus dem schwarzen Loch befreien will, wird mir länger je unklarer.

    Danke für die klar gehaltene Zusammenfassung; gehörte meiner Auffassung nach zur Grundlektüre für jeden „Finanzspezialisten“ 🙂

    • @Supermario

      Danke.

      Ja die keynesianische Geldtheorie, wonach die Zentralbank die Banken mit Kapital versorge, womit diese dann immer weitere Kredite gewähren (abzüglich Mindestreservesatz) wie es in jedem Lehrbuch steht, ist ein einziges Fehlkonstrukt.

      DER Oekonom des vergangenen Jahrhunderts, Keynes, war leider nur ein Irrlehrer.

      Und die Wirtschafts-Professoren und Zentralbanker sind lediglich „Nachplapperis“.

      Und das Schlimmste: Sie halten sich für unfehlbar.

      Es freut mich, dass man eben doch verstehen kann, was ich sage – wenn man nur offen ist dafür.

      Vielen Dank

      Marc Meyer

    • Supermario

      Die Zentralbanken sind weltweit zu den Göttern des Geldes, gesetzlich erkoren.
      Sie könne Negative Geldmenge produzieren, so viel ihnen zugestanden wird, resp. die Währung als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

      Die Geschäftsbanken schöpfen mit ihren Kunden, die Geldmenge für die Wirtschaft und nicht die Zentralbank.

      Mit der Geldschöpfung entsteht Forderung und Verbindlichkeit zugleich. Die Haftung ist eigentlich systemimmanent, wird aber mit dem Eigenkapitalspiel (auch nicht getilgte Schulden) vorab eingegrenzt. Darum redet man von Eigenkapitalisierung! Bei einem Zusammenbruch geht auch dieses Spiel verloren. Also kann die Schuld nur getilgt werden, wenn der Besitzer, sein Guthaben wieder zurückfliessen lässt.

      Die Zentralbank schöpft die Geldmenge für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr und Ausgleich zwischen den Banken. Würde sie diese Menge derart drosseln, dass die Abwicklung stark verzögert würde, kann Panik erzeugt werden.

      Die Währungsreserven werden zwischen den Zentralbanken abgewickelt, oder mit ihren Geschäftsbanken.

      Die Geschäftsbanken können ihr geschöpftes Buchgeld nicht auf ihr Konto bei der Zentralbank umlegen, weil es nicht existiert! Buchgeld ist Buchhaltung.

      Lesen Sie meinen Kommentar und vergleichen Sie! Die Abweichungen lassen sich leicht erklären.

      Wenn Sie 2030 noch leben, werden Sie um das Helikoptergeld noch froh sein. Was ist eigentlich daran schlecht? Würden die Reichen etwa ärmer?

      Nur weil Dr. MM gegen die Zentralbanken wettert, hat er noch lange nicht recht. Er stellt sich über Draghi, Jordan uvam. Grössenwahn?

      Mit der Übernahme der Marktrisiken durch die Zentralbanken, kann sich die Wirtschaft beruhigen (Spiel), aber niemals ankurbeln, weil dieses Geld erhöht nur das Bankgiroguthaben, also der Anteil des gesetzlichen Zahlungsmittels an der Gesamtgeldmenge.

      Das Hauptproblem welches es zu lösen gilt, ist die einseitige Verteilung der Kehrseite der Medaille, Besitz. Die Geldhorter spielen nur noch im Geldspielwarenmarkt, in welchem sich auch die Pensionskassenvermögen tummeln.

      Dieses Pulverfass kann auf Knopfdruck hochgehen. Hier trifft es den normalen Bürger.

      Aber eben vor dem Geld ist nach dem Geld.

      Die Flickschusterei Rentenreform sollte MM kommentieren, weil diese Abwicklung nicht im Einklang mit dem Geldsystem steht. Eine Aufgabe der Volkswirtschaftler, aber davon verstehen sie leider, wie beim Geldsystem, fast nichts?

      Seien sie gegrüsst.

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Es gab die Zeit, wo die Zentralbanken, den Geschäftsbanken, Kredite gewährten, damit diese, das Geld über Kreditvergaben, an die Wirtschaft weitergeben konnten!

      Dieses System ist praktisch identisch mit dem System Fisher 100% Reserve. Will heissen, die Kundenguthaben bestehen zu 100% mit Zentralbankgeld. Dabei trägt jedoch die ZB einzig das Delkredererisiko! Negative Geldmenge vorprogrammiert!

      Das Buchgiralgeld der GB ist reine Buchhaltung, weil es nicht existiert und nicht überwiesen werden kann.

      Die Überweisung von Bank zu Bank wird über das Bankgirokonto im Hause SNB, mit der von den ZB geschöpften Geldmenge als Ausübung der Option, vorgenommen!
      Diese Konstruktion nennt man legalisiertes Schneeballsystem. Damit wird das Delkredererisiko des Bankensystems umschifft. Intelligentes System, darum versteht es weder die Ökonomen, dazu gehört MM, noch die Politiker. Jordan wird es verstehen, darf aber die Wahrheit nicht sagen?

      Seien Sie gegrüsst!

      Sie betrachten sich als unfehlbar, wie der Falschfahrer!

    • @Georg Bender

      Danke.

      Doch. Auch die SNB muss ihre Schulden zurückzahlen. Alles andere wäre Enteignung der Banken durch die SNB.

      Gemäss Geschäftsbericht der UBS muss die SNB innerhalb eines Monats zurückzahlen. Einen Vermögenswert aus ihrer Aktivseite.

      Herr Jordan und Sie machen einen Denkfehler.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Georg Bender
      Was erzählen Sie da für einen Stuss:
      „Die Zentralbank schöpft die Geldmenge für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr und Ausgleich zwischen den Banken. Würde sie diese Menge derart drosseln, dass die Abwicklung stark verzögert würde, kann Panik erzeugt werden.“
      Und weiter oben schreiben Sie, dass es die Banken seien, welche „schöpfen“???
      Also wer jetzt? Wenn die ganze Argumentationskette gleicherart mit Widersprüchen gepflastert ist (im Gegensatz zu Dr. Meyers Beitrag), dann behüte uns Gott von „schuldfreiem“ Voll- und Helikoptergeld!
      Die SNB agiert derzeit auf ziemlich dünnem Eis; verglichen mit all den „innovativen“ Alternativlösungen sind deren Bemühungen allerdings noch ziemlich heilig!

    • @Supermario

      Georg Bender ist nur ein Troll. Kann man nicht Ernst nehmen.

      Bedenklich, dass unsere Nationalbank auf solche Trolls angewiesen ist.

      mfG

    • @Georg Bender

      AHA!

      Wenn man Draghi und Jordan korrigiert, so ist das Grössenwahn.

      Sie sind autoritätsgläubig.

      Draghi hat Recht, einfach immer, nur weil er Chef der EZB ist. Und Jordan hat Recht, einfach immer, nur weil er Chef der SNB ist.

      Sie offenbaren, dass Sie ein persönliches Problem haben – und daraus ergibt sich dann ihr fachliches Problem.

      Sie werden Geldtheorie nie verstehen, wenn Sie nicht endlich einmal von ihrer Autoritätsgläubigkeit wegkommen.

      Lassen Sie diese los.

      Danke

      Marc Meyer

    • Nachtrag II: Kernpunkt in der Diskussion

      Die SNB muss liefern

      Gerne möchte ich hier kurz auf den Kernpunkt der nachfolgenden Diskussion eingehen:

      Immer wieder wird der Irrtum von SNB-Chef Jordan kolportiert, wonach die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintausche.

      Auch das ist ein schwerwiegender Kapitalfehler.

      Jordan argumentiert ja auch zu Recht, dass Notenbankgeld der SNB öffentlich anerkanntes Zahlungsmittel in der Schweiz ist und angenommen werden muss.

      Wenn ich also an den Kiosk gehe und mit einer Banknote bezahlen will, so kann die Verkäuferin mir nicht sagen, sie nehme den Geldschein nicht an. Gibt sie mir einen anderen, gleichgrossen Geldschein im Gegenzug, so ist es dasselbe, als würde sie mir sagen, sie nehme keine Banknote an Zahlung.

      Bei der SNB verhält es sich gleich: Wenn eine Bank ein Guthaben bei der SNB besitzt, so ist dieses auf 1 Monat kündbar (siehe Geschäftsbericht UBS). Ein solches Guthaben stellt nun ein Zahlungsmittel für die betreffende Bank dar. Damit darf sie etwas kaufen von der SNB und sie darf es zurückgeben bzw. einfordern innerhalb eines Monats.

      Da die Notenbank Schuldnerin ist, muss sie ihre Schuld zurückzahlen binnen eines Monats, wenn der Gläubiger, die Bank, das will.

      Die SNB darf nun nicht sagen, sie nehme dieses Guthaben nicht als Zahlungsmittel an. Damit würde die SNB die Giroguthaben der Banken nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkennen. Sie würde die Banken enteignen, wenn sie ihre Schulden bei den Banken nicht mehr zurückzahlen würde und diese als Eigenkapital erklären würde, wie das SNB-Chef Jordan meint.

      Es gibt keinen Gesetzesartikel, aus dem hervorginge, dass die Banken einmal bei der SNB angelegtes Kapital nie mehr zurückfordern dürften, wie das die SNB meint und Herr Zenger in seinem offenen Brief vor wenigen Tagen in der NZZ fordert.

      Eine gute Antwort darauf hat der Kommentator Rico Meier weiter unten gegeben: Er sagte, das wäre, als würde er morgen auf die Bank gehen und seine Hypothek als Eigenkapital erklären. Mal schauen, wie die Bank reagiert.

      Genauso wenig kann die SNB ihre Schulden gegenüber den Geschäftsbanken als Eigenkapital erklären, wie das SNB-Chef Jordan will.

      Und wenn Herr Jordan meint, er könne die Schulden der SNB bezahlen, indem er Banknoten im Gegenzug gibt, so liegt er gerade nochmals falsch. Warum? Banknoten sind genauso Schulden der SNB wie die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

      Es gibt lediglich zwei Unterschiede: Banknoten sind auf dem Papier gedruckt und Giroguthaben sind in elektronischer Form. Zudem sind Banknoten sofort einlösbar und die Giroguthaben der Banken bei der SNB auf Sicht von einem Monat (UBS).

      Rechtlich spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Schuld der SNB in elektronischer Form festgehalten ist oder auf Papier.

      Vergleich: Ob jemand eine Photo seiner Frau oder Freundin auf dem Computer hat oder auf einer Papierphoto, spielt gar keine Rolle. Es ist beides seine Frau.

      Er kann aber nicht sagen, er habe seine Frau gewechselt, indem er statt der Computerfoto die Papierfoto anschaut. Eine solche Behauptung wäre eines Basler Webstübler-Witzes würdig.

      Die SNB argumentiert wie ein Basler Webstübler, wenn ihr Chef behauptet, er könne die Schulden der SNB zurückzahlen, indem er den Banken anstatt deren Giroguthaben einfach Banknoten aushändige.

      Geht’s noch?

      Marc Meyer

    • Das Kernelement der Vollgeldinitiative finde ich nicht falsch. Nämlich dass die Banken zu wenig Mittel haben, um im Falle eines Bankruns alle Kunden auszubezahlen. Wenn die Banken jeden Sparen auszahlen können, das verstehe ich unter Vollgeld.
      Ich denke von daher kommt auch die Bargeldverbot-Diskussion auf, wonach Banken gar nicht erst einen Bunkrun erleben, wenn die Kunden nicht abheben können.

  39. Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

    Ganz grundsätzlich ist aber der Vorgang der Buchgeldschöpfung nur eine Verbriefung der haftenden Sicherheiten des Kreditnehmers, resultierend in umlauffähigem Geld. Banken können auch direkt zum Beispiel Gold oder Wertpapiere ankaufen und dem Verkäufer den Kaufbetrag auf sein Konto gutschreiben. Auch hier handelt es sich um eine Geldschöpfung, es entsteht Buchgeld.

    Solange der Gläubiger, der Geld verdient hat, dieses Geldvermögen spart (egal ob bar oder auf einem Konto oder als Anleihe), kann die Schuld nicht wirklich getilgt, sondern nur auf einen anderen Nachschuldner übertragen werden. Zahlt jemand seine Schuld mit Bargeld, ist der Nachschuldner die Zentralbank. Überweist jemand das Geld, ist der Nachschuldner die Geschäftsbank. Und da kann man auch die Probleme erkennen, wenn die Bonität des Schuldners wackelt oder ganz ausfällt. Wieso haben wir Null/Negative Zinsen? Weil sich keine Neuschuldner finden lassen.

    Vom Zentralbankensystem lasse ich mich nicht belehren. Egal, ob BoE, SNB, EZB ,BIZ oder Fed. Diese waren (BoE) gezwungen, die Broschüren neu aufzuelegen, da sonst die Menschen begonnen hätten das Ganze zu hinterfragen. Die; SNB, EZB usw. sind aber ausserhalb jeden Rechts. Also nicht nur ausserhalb schweizerischen Rechts sondern auch innerhalb des europäischen Rechts unangreifbar. Nicht einmal die Einzelpersonen in der SNB oder bei einer anderen ZB sind juristisch angreifbar.

    Sie wurden wegen einer freien Meinungsäusserung (die wissenschaftlich untermauert war) stigmatisiert und marginalisiert.

    Der Schweiz unwürdig.

    Wieso fand die Unterredung mit Prof. Jordan in Anwesenheit eines Mainstream-Journalisten statt? Als Zeuge? Medial-Juristische Absicherung? Das hick-hack mit der Sekretärin kennt man aus der Tiefenpsychologie. Das ist unschweitzerisch. Das ist vom angelsächsischen Raum übernommen.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU, AHV Rentner

      Guten Tag

      Besten Dank für Ihren Beitrag.

      Ja richtig. Geld entsteht auch, wenn irgendein Vermögenswert der Bank verkauft wird und diese eine Gutschrift gutschreibt.

      Aber die Bank kann nicht eine Gutschrift gutschreiben, ohne dass sie dafür einen Vermögenswert oder einen Aktivkredit gegen Sicherheit in ihrer Bilanz aufnehmen kann.

      Mit anderen Worten: Es gibt kein „Geld aus dem Nichts“, wie das u.a. die Herren Jordan und Weidmann behaupten.

      MfG

      Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

      richtig, die sogenannte Geldschöpfung „aus dem Nichts“ ist irreführend die Bank benötigt einen Schuldner mit Sicherheiten, der diese der Bank für den Kredit verpfändet.

      Keynes war kein Irrlehrer, sondern ein Opfer, indem seine Ideen von der korrupten WWL verfälscht wurden.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Keynes bezeichnete Notenbankgeld als „Liquidität“ der Zetralbank – also als Vermögen der Zentralbank. anstatt als Schuld der Zentralbank.

      Er bezeichnete den Zins als den Preis des Geldes anstatt als Rendite des Geldes, welche sich invers zum Preis verhält.

      Konklusion: Bei einer Geldemission fällt der Preis des Geldes, d.h. dessen Wert oder Kurs, während die Zinsen nicht fallen, wie Keynes behauptete, sondern steigen.

      Seine Multiplikatortheorie ist zudem eine Illusion.

      Dann lag er auch vollkommen falsch in der Fiskaltheorie mit seinen Steuern und Staatsausgaben.

      Steuern und Staatsausgaben machen nur dann Sinn, wenn die relative Produktivität gesteigert werden kann. Das übersah Keynes vollkommen.

      Leider fiel seine Theorie in eine Zeit, wo die Poruktivität der Wirtschaft stark gesteigert werden konnte durch den Bau von Autobahnen, wie von Hitler dann durchgeführt.

      Keynes hat grossen Schaden angerichtet. Teils unverschuldet, teils durch seine dilettantische Argumentation.

      Ich kann Keynes gar nichts abgewinnen. Auch er ein „Opfer von Mephisto“.

      mfG

      Marc Meyer

    • Grüezi Dr. Marc Meyer,

      offensichtlich wurden auch Sie von Ihren Professoren erfolgreich in dem Glauben gehalten, dass das an den Universitäten gelehrte keynesianische Modell (kM) tatsächlich die Lehren und Erkenntnisse von Keynes enthalte. Der völlige Blödsinn des IS-LM-Modells der NS, dass also die Investitionen vom nominalen Geldmarktzins bestimmt würden und der Zins von einer Geldmenge usw., wird den Studenten noch heute als Lehre von John Maynard Keynes dargelegt. Je stärker die Studenten zumindest unbewusst den Blödsinn durchschauen und je dümmer der dieses kM lehrende Professor, desto erfolgreicher wird das heimliche Ziel erreicht, dass die Studenten ebenso unbewusst eine gewaltige Wut auf John Maynard Keynes entwickeln und dessen Werk im Original auf gar keinen Fall mehr studieren werden.

      Sie grüssend

    • @AHV Rentner KMU

      Danke

      Die „General Theory…“ habe ich Wortes persönlich gelesen.

      Keynes hat Notenbankgeld als Liquidität der Zentralbank bezeichnet.

      Ein Kapitalfehler im wahrste Sinne des Wortes.

      MfG

      Marc Meyer

    • Arbeitgeber KMU

      Und woher hat der Schuldner das Bargeld erhalten? Aha von einem Leistungsnachfrager. Und woher hat der Leistungsnachfrager das Bargeld erhalten? Aha vom Himmel?

      Ihre Nachschuldnertheorie ist hanebüchen! Einzig das Bargeld ist zur ZB durchlässig. Am Ende des Bargelds werden die Kunden ihr Bargeld auf die Bank bringen und die Bank wird ihnen dagegen Buchgeld auf dem Konto gutschreiben. Die GB wird das Bargeld an die ZB weiterleiten. Die Zentralbank wird die vorher bei der Ausgabe des Bargelds belastete Summe gutschreiben!
      Buchung: Notenumlauf an Bankgirokonto = Noten vernichtet!
      Wo liegt die Haftung der ZB! Das Bargeld gehört dem Staat und wird nur zur Verfügung gestellt!

      Neuverschuldung: Wenn Ihre Theorie stimmen würde, könnte nicht mehr gespart werden! Geldumlauf verstehen? Was Sie sparen, müssen andere für sie wieder ausgeben, andernfalls es im Kreislauf fehlen würde, respektive nicht mehr zu Ihnen auf das Rentenkonto fliessen könnte.
      Soweit ich weiss steigt die Geldmenge?
      Wenn die Entstehung des Geldes nicht den umgekehrten Weg geht, kann die Schuld weder getilgt noch das Geld vernichtet werden.

      Die Theorie von Dr. MM ist falsch! Mit der Geldschöpfung entstehen Forderungen und Verbindlichkeit gleichzeitig. Damit der Leistungserbringer, jedoch über sein Guthaben frei verfügen kann, muss eine zweie Giralgeldform geschaffen werden.

      Das Bankensystem als Geldschöpfer darf weder die Form der AG wählen noch am Geldspielwarenmarkt teilnehmen oder sich an den Teilnehmern beteiligen noch ihnen Kredite gewähren. Verbesserte Glass Staigall!

      Die bankübergreifenden Operationen werden weiterhin über Konten bei der SNB abgewickelt. Die entsprechende Verzinsung wird der Marktsituation entsprechen. Wobei die SN die Schuldobergrenze benennen kann und somit die Bankenfülle reduzieren. Im Zeitalter der Informatik sehr sinnvoll?

      Die Interventionen der Zentralbank müssen über Massnahmen und nicht mit Volumenerhöhung erfolgen! Will man nicht?

      Blablabla von Dr. MM obsolet.

      Seine Sie gegrüsst!

    • @Georg Bender
      „Was Sie sparen, müssen andere für sie wieder ausgeben, andernfalls es im Kreislauf fehlen würde, respektive nicht mehr zu Ihnen auf das Rentenkonto fliessen könnte.“
      Bitte hören sie endlich auf, solchen Schwachsinn zu schreiben. Sparen ist und bleibt ein natürlicher Vorgang, wo überschüssiges Kapital (z.B. nicht verbrauchtes Erwerbseinkommen) „parkiert“ wird, mit der Absicht, dieses dereinst wieder zu verbrauchen, zu investieren oder zu verschenken! Wird mehr gespart als konsumiert (oder investiert) steigt eben die entsprechende Geldmenge. Wird das Gesparte dereinst verbraucht, sinkt sie auch wieder, womit auch die SNB indirekt Anlagen auflösen müsste PUNKT

    • Die Geldmenge sinkt einzig durch Schuldenabbau. Dies entweder durch Rückzahlung oder Abschreibung. Konsum von Erspartem führt keineswegs zum Abbau der Geldmenge, ausser man bezahlt Schulden damit. Falls nicht, wechselt das Ersparte einfach den Besitzer und wird zu Einkommen.

      Daher hat Georg Bender natürlich absolut Recht: Sparen bzw. Schuldenabbau ist tendenziell deflationär und killt das Wachstum, siehe Japan 1990 ff. Ich empfehle hierzu „Bilanzrezession“ und „Richrad Koo“ zu googeln.

    • @Supermario

      Richtig

      Wenn die Geldmenge von den Wirtschaftssubjekten her abgebaut werden soll, so muss die SNB Vermögen auflösen. PUNKT.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  40. Tja, und trotzdem funktioniert der Schwindel so gut, weil die Menschen nicht wissen, nicht verstehen und nicht nachdenken, sondern für sie ist das farbige Papierchen Geld.

    Wenn Draghi also wertlose Staatsanleihen von Griechenland kauft und einfach festlegt das diese als gute Sicherheit zu gelten haben, spielt der „Glaube“ also eine wichtige Rolle.

    Eigentlich müsste das Geld also wertlos sein oder werden, tut es aber trotz Draghi nicht…..?

    Weil alle Menschen am selben Strick ziehen und glauben wollen das es so eben doch geht…?

    • @Walter Roth

      Guten Morgen

      Das mit den griechischen Staatsanleihen funktioniert nur solange wie die Gläubiger den Griechen auch noch das Geld für die Zinsen geben.

      Wenn Italien, Spanien usw auch noch höher verschuldet sind, so bricht das ganze Kartenhaus zusammen.

      Alle werden dann sagen, das haben wir ja vorausgesagt.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • Natürlich………………

      Ich habe um 2010 angefangen Bücher über Geld zu lesen.
      Als erstes das „Silber-Komplott“ von Reinhard Deutsch.
      Und dann noch viele andere.

      Und es ist so, es wird viel gestritten wie man was betrachten muss. Auch hier auf IP.

      Aber da ich selber eine Firma hatte und weiss was Geld verdienen ist, schwant mir böses.
      Ich würde auch sehr gerne aufhören die Pensionskassen zu füttern, leider kann ich nicht. Könnte ich, ich würde Gold uns Silber für das Geld kaufen und mir wäre erheblich wohler dabei.

      Aber eben, die Wahl habe ich nicht, bin aber heute Politisch ein Libertärer-Konservativer, das geht nämlich gut zusammen.

      Ansonsten bin ich kein Prepper oder so etwas, aber ich bin heute doch vorbereitet um mal 3 Monate Autark zu sein.
      Das ist die Schlussfolgerung daraus, dass ich den Zirkus zwangsweise mitmachen muss, aber doch ahne das es böse enden wird.

      Und vergessen wir nicht, wir haben in der Schweiz über 30% Einwohner die ihre Loyalitäten in anderen Ländern haben, ja viele die uns als Milchkuh betrachten.
      Was werden die tun wenn wir sie nicht mehr alimentieren können ?

      Darum würde ich es sehr befürworten wenn wir den Zivildienst abschaffen und die Armee mit erheblich mehr Mitteln ausstatten würden.
      Sehe ich was unsere SNB seit Jahren macht, frage ich mich ob das Geld für die Armee wirklich überhaupt irgend ein Problem ist.

      Aber eben, ich habe sogar in meiner Familie Leute die Aktien von Banken gekauft haben.
      Auf meinen Einwand, dass die Hochrisiko-Papiere sind, …….eisiges Schweigen.
      Dann die Antwort, die Aktien würden Gewinn abwerfen und man wird einmal im Jahr gut bewirtet.

      Ich ……. und was hast Du 2008-9 gelernt was mit Banken über Nacht geschehen kann ? Fanny-Mae und Konsorten ?

      ……….. Es sei ja nichts von den Prophezeiungen eingetroffen.
      ————————————–

      Nun ja, es hat ja auch noch nie in der Geschichte so ein Geld Experiment gegeben wie das was Draghi und auch unsere SNB gerade versuchen.

    • @Walter Roth

      Danke.

      Draghi und Yellen investieren in ihren betreffenden Währungsräumen.

      Würden FED und EZB Konkurs gehen, so bliebe das verlorene Kapital wenigstens im Währungsraum, für den sie verantwortlich sind.

      Geht hingegen die SNB Konkurs, so sind hunderte Milliarden verlorengegangen an Währungsräume für welche die SNB KEINE Verantwortung trägt.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  41. Die SNB, nach Gesetz unabhängig und mit dem offiziellen Ziel für Wachstum zu sorgen und gleichzeitig Inflation zu bekämpfen ist in Tat und Wahrheit von diesen noblen Zielen weit entfernt.
    Geisel der europäischen Zentralbank, der Federal Reserve und der Bank of Japan ist die SNB nur noch ein Reflektor der unkonventionellen Geldpolitik dieser Giganten. Nullzinsen und „quantitative easing“ (Direktinterventionen in Geld- und Obligationenmärkte) machen die heutige internationale Geldpolitik zu einer Pharse ihrerselbst.
    Kredit- und Geldmengenwachstum haben nichts mit dem Wachstum der Realwirtschaft zu tun und finanzieren seit Jahren die Blasen in den Finanzmärkten.
    Eine Rückkehr zu einer Normalität ist im besten Fall in weiter Ferne, wahrscheinlicher aber unmöglich ohne das Auslösen eine Finanzkatastrophe.

    • @Werni Wolfer

      Sehr geehrter Herr Wolfer

      Danke

      Das sehe ich anders. Die Devisenspekulationem der SNB sind ein hausgemachtes Problem.

      Angefangen hat es damit, dass sich Herr Hildebrand profilieren wollte und sich verspekuliert hat. Siehe seinen Artikel in def FUW 1996.

      Herr Jordan hat mitgemacht.

      Dann verstiess der Bundesrat gegen die Bundesverfassung und ordnete mehr oder weniger den Mindestkurs an.

      Siehe Frankenrütli, NZZ, der Bundesrat überbrachte der SNB den Wunsch der Wirtschaft.

      Die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel war vollkommen überrascht vom Mindestkurs und stand bestimmt nicht dahinter.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Wolf: Der Grund für die Frankenstärke ist die desaströse Wirtschaftspolitik der etablierten Parteien, welche die negativen Folgen von Leistungsbilanzüberschüssen nicht verstehen. Nicht das FED oder BoJ ist schuld an der Frankenstärke, das ist ein trugschluss. Wenn die Schweiz über 70Mrd. / Jahr Überschüsse erzielt, muss dieses Kapital über die Kapitalbilanz ins Ausland geschafft werden, sonst kann das Ausland nicht mehr zahlen. Weil die Privaten das nicht mehr tun wollen, weil ihnen das Währungsrisiko zu gross ist, ist die SNB freimütig eingesprungen. Das ist jedoch eine massive Überschreitung ihres Mandates, denn die SNB hat nicht die Aufgabe die negativen Folgen der verfehlten Wirtschaftspolitik von Bundesrat und Parlament abzufedern. Mit ihrer jetztigen Politik betreibt die SNB das Gegenteil ihres Kernauftrages, denn sie heizt die Inflation unglaublich an (zeigt sich in den Immobilien bereits mehr als deutlich) und enteignet so die Sparer und zukünftigen Rentner. Die Ursache für die Leistungsbilanzüberschüsse ist die Personenfreizügigkeit und eine verfehlte Steuerpolitik für internationale Konzerne. Allein der Transithandel trägt letztes Jahr 26Mrd. an die Überschüsse bei (Rohstofffirmen), obwohl diese Firmen in Schweiz kaum Leute beschäftigen. Mit der abgelehnten USRIII wäre dieses Problem noch verschärft worden. Das Beispiel USRIII zeigt, wie wenig unsere class politique die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge versteht.

    • Grüezi Herr M. Stadelmann,

      Ihre Ausführungen sind sehr Interessant. Frage:

      Dieser Logik folgend wird eine Abwertung der Auslandvermögen der Corporate-Suisse sozialisiert? Wieso hat sich die SNB diesem Diktat aus der Wirtschaft und Politik hingegeben, und versucht sich als „Entsorgungsequipe“? Der Klumpenrisiko ist gigantisch. Im Grunde, kann dies nur in einem Desaster enden, es sei denn, der Euro erholt sich.

      Sie grüssend

    • In einer offenen, verknüpften Weltwirtschaft kann auch die juristisch unabhängige SNB nicht mehr frei handeln. Sie agiert nicht mehr sondern reagiert nur noch.
      Falls die grossen Money-Manager dieser Welt (Goldsachs, Morgan Stanley, PIMCO und andere UBS) entscheiden einen gewissen Prozentsatz ihrer Billiarden in CHF anzulegen, fliegen alle Bilanzüberlegungen der SNB in Fetzen.
      Notmassnahmen sind angebracht. Ob dies nur unbedingt in Form von indextreuen Aktienanlagen erfolgen muss, ist die wahre Frage.

    • @Wolf: Aus der Kapitalbilanz geht klar hervor, dass in den letzten Jahren auch ohne die Fremdwährungskäufe der SNB netto mehr Geld aus der Schweiz ins Ausland floss als rein (2016: -0.3Mrd, 2015: -0.9Mrd, 2014: -10.1Mrd). Natürlich sind die Nettoabflüsse bei weitem nicht auf dem Niveau wie sie vor der Finanzkrise waren, aber es ist einfach ein Ammenmärchen, dass irgendwelche Fluchtgelder oder Spekulationsgelder im grossen Stil in die Schweiz fliessen, wenn netto mehr abfliesst. Letztes Jahr (2016) sind wie oben bereits erwähnt 0.3Mrd CHF netto abgeflossen (davon Direktinvestitionen -56.6Mrd, Portfolioinvestitionen -22.0Mrd, Überige Investitionen +78.3Mrd) dazu kommen die Währungsreserven -77.1Mrd und die Derivate -5.5Mrd. was eine Kapitalbilanz von -82.9Mrd. ergibt. Diese stehen den +70Mrd Leistungsbilanzüberschüssen entgegen. In der Summe ergibt das eine Zahlungsbilanz von -13.5Mrd, was bei der SNB unter Berücksichtigung der statistischen Differenz als ausgeglichen gilt und den Frankenkurs im 2016 einigermassen stabil hielt.

      Lesen sie selber nach (ab S. 15):
      https://snb.ch/de/mmr/reference/bopiip_2016/source/bopiip_2016.de.pdf

      Die Ursache der Frankenstärke ist also eindeutig auf die Leistungsbilanzüberschüsse zurückzuführen. Und diese wiederum ist auf eine Wirtschaftspolitik zurückzuführen, die vor allem den Grosskonzernen nützt, aber den KMU und dem Tourismus die Luft abschneidet und so der ganzen Volkswirtschaft schadet.

    • @Arbeitgeber und Rentner: Ich verstehe nicht genau was Sie mit Ihrer Frage meinen. Ich bin aber auch der Meinung, dass dieses Geldexperiment der SNB früher oder später ihren Preis von der Allgemeinheit fordert. Die Zeche zahlen dann vor allem diejenigen, deren Vermögen nicht in Sachwerten investiert ist. Das sind typischerweise die Rentner.
      An den Euro habe ich sowieso nie geglaubt, dieser wird meiner Meinung nach eher früher als später abgeschafft.

    • Grüezi@Herr M.Stadelmann,

      ich habe mich unglücklich ausgedrückt.

      Sie schreiben:
      „Wenn die Schweiz über 70Mrd. / Jahr Überschüsse erzielt, muss dieses Kapital über die Kapitalbilanz ins Ausland geschafft werden, sonst kann das Ausland nicht mehr zahlen.“
      Zitat Ende.

      Die Auslandvermögen sind einer nachhaltigen Entwertung ausgesetzt; deshalb ist die SNB „eingesprungen“. Die Exportüberschüsse entfalten hierbei ihre Negativseiten. Die Schweiz hält also ihre Guthaben in weichen Währungen, dieses Risiko wollte Corporate-Suisse nicht mehr tragen, deshalb hat die SNB den Mindestkurs -auf politischen Druck – eingeführt – und dadurch – die Abwertungsrisiken sozialisiert. Es war eine Art vorbeugende „Entsorgungs-Aktion“ von, vor sich hin verrottenden Auslandsvermögen.

      Stimmen Sie mit dieser Interpretation Ihres Beitrages überein?

      Richtig führen Sie weiter aus Zitat:

      „Das ist jedoch eine massive Überschreitung ihres Mandates, denn die SNB hat nicht die Aufgabe die negativen Folgen der verfehlten Wirtschaftspolitik von Bundesrat und Parlament abzufedern.“

      Dem füge ich hinzu, die SNB hat sich dem Willen von Corporate-Suisse gebeugt. Ein Exportweltmeister braucht Schuldner. Wer sind diese Schuldner? Wenn es Defizitländer sind, ist ein Verlust schon sicher wie das Amen in der Kirche. Das zeigt auch das die freie Marktwirtschaft ein Märchen ist.

      Sie grüssend

    • @Stadelmann
      Leider sagen die Zahlen der Kapitalbilanz nichts über den „Beneficial owner“ hinter den Transaktionen aus. So ist anzunehmen, dass hinter den 22Mrd Portfolioinvestitionen ein Grossteil durch die Nostro-Käufe der SNB erklärt werden können. Ebenso is der Posten übrige Investitionen 78.3 Mrd sehr vage. Natürlich ist der Leistungsbilanzüberschuss die Basis der CHF-Attraktivität. In der Kapitalbilanz sind indessen Aktion und Reaktion auf das Tun der internationalen Finanzgiganten enthalten.

  42. Sollten die Banken in der Schweiz Sichtguthaben bei der SNB zurückfordern, dann könnte die SNB auf die Idee kommen, den jeweiligen ursprünglichen Buchungsvorgang (bei Devisengeschäften) zugrundezulegen und die eigentliche Frankenschuld in Euro oder USD auszuzahlen.
    Insofern würde die Bank dann am Devisenverlust der SNB partizipieren, hätte aber zumindest einen „Gegenwert“.
    Die SNB könnte argumentieren, daß sie im Interesse der Schweiz und der Banken gehandelt habe, und sich Rückendeckung aus Bern holen.
    Damit wären die Devisengeschäfte für die SNB ergebnisneutral.
    Wenn dieser Weg nicht funktioniert, dann halt ein anderer.
    Auf die Bilanzen der Credit Suisse oder UBS wird dann halt schweizweit weniger Wert gelegt, nach den Meinungen des IP-Chefredakteurs ist die Existenz dieser Banken ohnehin obsolet.
    In einer Welt des Negativzinses auf Einlagen, wo man schweizer Pensionskassen, Versicherungen, Mittelständler und die Banken an den Zentralbankentscheidungen widerwillig 1:1 partizipieren lässt,
    wäre es nicht verwunderlich, wenn die Zentralbanken den „Schwarzen Peter“ einfach weiterschieben.
    Über allem schwebt die Priorität eines kontrollierten Wechselkurses zugunsten der exportorientierten schweizer Großkonzerne.
    Alles andere ist dem unterzuordnen.
    Erbsenzähler, Gesetzeshüter, Paragraphenreiter haben in diesem unserem Lande einfach immer schlechtere Karten.
    Das einstige Gesicht der Schweiz hat sich verändert.
    Merkwürdigerweise ohne Reaktion der Menschen, die hier schon länger leben.
    ( oder es geht einem so wie einem älteren Redner aus dem Publikum der letzten SNB-Versammlung, der in einem wunderschönen deutschschweizerischen Dialekt eine wichtiges Detail der SNB-Bilanz erörtern wollte, etwas umständlich auf den Punkt kam, und dann von Herrn Studer brutalstmöglich niedergebügelt wurde.
    Wann hat es das schon in einer staatsnahen Institution gegeben, kein Respekt vor dem Alter, ein mieses Verhältnis zur Demokratie, und eine kleinliche Auslegung der Tagesordnung in Verbindung mit einem Verlust jeglicher Kinderstube ?
    Wer es nicht gesehen hat, der schaut sich die letzte Hauptversammlung auf der SNB-website an !
    So ein Typ wie der Studer lässt den Dr. Meyer eher aus dem Saal führen, als das er ihm auch nur 3 Minuten zuhört.
    Geschweige denn zum Thema Stellung nimmt. )

    • Friedrich Dürrenmatt

      Nein. Die SNB muss bei einer Rückzahlung ihrer Schuld in Franken ihre Euros und Dollars zum herrschenden Kurs andienen.

      Ist der Eurokurs bis dann stark gefallen, so erhält sie für ihre Euros nicht mehr genügend Franken

      Die SNB ist dann Konkurs.

      Wir Steuerzahler werden dann die SNB rekapitalisieren müssen.

      Davor haben Studer / Jordan Angst.

      Deshalb das rude Verhalten von Studer an der GV.

      MfG

    • Wer stellt den Konkursantrag ?
      Wer stellt den Konkurs fest ?
      Gilt für die SNB dasselbe Konkurrenzrecht wie für die Swissair ?
      Hat die SNB Möglichkeiten über die Bilanzierung oder Bilanzierungszeitpunkte Fremd-Devisen neu zu bewerten (Stichtagsregelung) ?
      Ist die Bewertung der Devisenderivate nachprüfbar (hoher Spread) ?
      Staatliche Eingriffe zugunsten SNB ?
      Staatliche Eingriffe zugunsten SNB-Gläubiger (UBS, CS, Kantonalbanken) ?
      Gesetzesänderungen „ad hoc“ ?

      Viele Wege führen nach Rom.

      Auch bei Wilhelm Tell war klar, wer moralisch und rechtlich auf der richtigen Seite sich befand, doch der Landvogt hatte das Recht des Stärkeren, über weite Strecken des Schiller’schen Stücks.

      Haben Sie mal Don Quixote gelesen, Herr Dr. Meyer ?

    • Sichtguthaben bei der SNB ist bereits Geld. Wie gesagt, es gibt nichts zu fordern. Selbstverständlich kann die SNB auch in bar auszahlen, sofern die Bank das will. Ob’s Sinn macht, ist eine andere Frage.

    • @Friedrich Dürrenmatt

      Danke

      Der stärkste Player ist der Devisenmarkt. Da hat die SNB keine Chance.

      Danke für Ihren Fragenkatalog.

      Damit wird sich die Schweiz früher oder später auseinandersetzen müssen.

      MfG

    • @C. Ponzi
      Die Giroguthaben sind durch die Banken als Kapitalgeber der SNB bis auf die Mindestreserve jederzeit auf Sicht rückforderbar. Die gegenteilige Argumentation wie sie auch die SNB vertritt ist fahrlässig. Die SNB würde um keinen Verlust aus ihrer masslosen Devisenzockerei zu erleiden dadurch selbstherrlich ihre Kapitalgeber (Banken und indirekt deren Gläubiger) bei ihr im CHF einsperren. Es ist m.E. weltfremd zu glauben, dass die SNB solche massiven Einschränkungen ohne weitreichende Konsequenzen dursetzen könnte, wollten z.B. internationale Investoren, etc. (Gläubiger der Banken) ihre Kursgewinne realisieren. Der freie Kaptitalverkehr ist eine der vier Grundfreiheiten in der EU. Gerade die Schweiz mit ihrer internationalen Verflechtung und damit im besonderen Masse die Exporteure, sind auf einen freien Kapitalverkehr angewiesen.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Wogegen / wie sollen Banken ihre Sichtguthaben einfordern? Sichtguthaben bei der SNB sind bereits Geld – anders als Girokonten bei Geschäftsbanken.

      Genauso gut kann ich in einer Bank eine 20er-Note gegen eine 20er-Note eintauschen. Geht, macht aber wenig Sinn.

    • @C. Ponzi

      Giruguthabem der Banken bei der SNB sind offizielles Zahlungsmittel.

      D.h. die Banken, welche dieses Geld besitzen bei der SNB dürfen damit etwas von der SNB kaufen.

      Die SNB muss dieses offizielle Zahlungsmittel annehmen. Sie darf es nicht verweigern.

      SNB Chef Jordan argumentiert, Notenbankgeld sei offizielles Zahlungsmittel, das nicht verweigert werden darf.

      Und Jordan behauptet gleichzeitig, die SNB würde dieses offizielle Zahlungsmittel nicht akzeptieren.

      Er sagt: Notenbankgeld ist nur gegen Notenbankgeld eintauschbar.

      Das heisst im Klartext auf gut Deutsch; Die SNB akzeptiert offizielles Zahlungsmittel nicht.

      Jordan widerspricht sich also permanent.

      Nochmals: Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein. Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Zahlungsmittel für die Banken.

      Sie sind niemals Zahlungsmittel für sie SNB, wie Herr Jordan meint.

      Gemäss Geschäftsbericht der UBS sind die Forderungen der UBS gegenüber der SNB in 1 Monat fällig.

      D.h.die SNB muss binnen eines Monats die Giroguthanen der Banken als Zahlungsmittel akzeptieren.

      Würde die SNB den Abbau von Giroguthaben ablehnen, so würde sie gegenüber der UBS vertragsbrüchig.

      MfG

      Marc Meyer

    • @C. Ponzi
      Gegen Aktiven der SNB; d.h. Devisen und Gold. Die Banken können mit ihren Giroguthaben bei der SNB kaufen was sie wollen, d.h. ihre Positionen bei der SNB abbauen bis auf den Mindestreservesatz. Giroguthaben bei der SNB sind für die Banken Zahlungsmittel nicht für die SNB. Andernfalls könnten die Banken ihre Giros nur noch von einer Bank zur andern transferieren (Passivtausch aus Sicht SNB) oder sich irrigerweise bar auszahlen lassen (Nebenbei ein weiterer Widerspruch unserer Dreifaltigkeit zumal immer wieder über die Abschaffung von Bargeld orakelt wird). Banken bzw. deren Gläubiger wären bei der SNB und im CHF gefangen. Verweise diesbezüglich auf den Artikel „Schurkenstaat Schweiz“ von Dr. Meyer.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • „D.h. die Banken, welche dieses Geld besitzen bei der SNB dürfen damit etwas von der SNB kaufen.“

      Soweit ich weiss, ist die SNB einzig dazu verpflichtet, gegen Anspruch gesetzliches Zahlungsmittel zu liefern. Da Girokonten bei der SNB bereits gesetzliches Zahlungsmittel sind, ist Ende der Fahnenstange. Wehalb sollte sie Gold liefern müssen? Gerade diese Verpflichtung wurde ja bekanntlich schon vor Jahrzehnten aufgehoben.

      Aufgrund welcher gesetzlichen Bestimmung sollte eine GB von der SNB Gold oder Wertpapiere verlangen können?

    • @Friedrich Dürrenmatt

      Ist nicht vielmehr die SNB ein Don Quixote? Sie wird den Abwärtstrend von Euro und Dollar niemals umkehren können.

      Sie kämpft gegen Windmühlen – nicht ich.

      MfG

    • @C.Ponzi

      Danke

      Die SNB muss liefern innerhalb von 1 Monat. So geht das aus dem Geschäftsbericht der UBS hervor.

      Auch die CS bezeichnet Ihre Guthaben bei den Zentralbanken als Forderung.

      Hätte die SNB die Macht, von den Banken Kapital einzufordern und müsste dieses nie mehr zurückzahlen, so währe das eine Enteignung der Banken durch die SNB.

      Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein. Deshalb ist Notenbankgeld Zahlungsmittel für die Banken aber nicht für die SNB.

      Zeigen Sie mir den Gesetzesartikel aus dem hervorgeht, dass die SNB ihre Schulden nie mehr zurückzahlen muss.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • Für ihre Giroguthaben bei der SNB kann die CS gesetzliches Zahlungsmittel fordern und wird sie auch bekommen, bzw. hat sie schon, da Giroguthaben bei der SNB eben bereits gesetzliches Zahlungsmittel sind.

      Nochmal: Wie kommen Sie auf die Idee, dass die SNB der CS Gold, Wertpapiere oder was auch immer liefern muss?

    • Ich wiederhole meine Frage: Weshalb muss die SNB einer GB für deren Giroguthaben Gold oder Wertpapiere liefern?

      Mich interessiert nicht, was die UBS in ihrem Geschäftsbericht schreibt. Mich interessiert, aufgrund welcher gesetzlichen Bestimmung die UBS eine solche Forderung gegen die SNB durchsetzen würde. Ich bin sicher, dass Sie sie mir nennen können, da sie ja Dreh- und Angelpunkt Ihrer Theorie ist.

    • Aufgrund welcher Bestimmung kann eine GB für ihre Gitoguthaben von der SNB Wertschriften oder Gold einfordern?

      Bitte antworten

    • Eine Woche vorbei und keine Antwort.

      Gestützt auf welche Bestimmung MUSS die SNB den GB’s Gold oder Wertschriften liefern?

      Bitte klären Sie mich auf.

    • @Ponzi:
      Sie werden hier nie eine Antwort bekommen. Weil es eine solche Bestimmung nicht gibt, wie jeder weiss, der sich ein wenig in der Materie auskennt. Wie Sie geschrieben haben: Für eine 20er Note bekommen Sie von der SNB…. eine 20er Note!

    • Das Ganze erinnert mich an die Hummel-Geschichte. In den 30er Jahren sollen Aerodynamiker errechnet haben, dass die Hummel eigentlich gar nicht fliegen kann.

      „Die durchschnittliche Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es völlig unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.“

      Die Hummel interessiert die Rechnung freilich wenig. Sie brummte schon durch die Gegend, als der Mensch noch auf den Bäumen lebte.

      Herr Meyer mag ein guter Aerodynamiker sein. Vom Fliegen hat er jedoch wenig Ahnung.

    • Hallo Moneymoney und C. Ponzi,

      richtig muss es so lauten:
      Für einen 20er Geldschein bekommt man einen 20er Geldschein (oder auch zwei 10er Geldscheine usw).

      Nicht „Note“, es gibt keine Banknoten mehr, es handelt sich um Geldscheine.
      Wenn ein Staat Banknoten zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt, dann entsteht automatisch Staatspapiergeld.

      Eine SNB-Banknote wäre für die SNB kein endgültiges Zahlungsmittel, denn eine Banknote müsste die SNB zwingend einlösen.

      Geld hingegen, auch wenn es als Geldschein vorliegt, ist für jeden ein endgültiges Zahlungsmittel, auch für die SNB.

      Der Emittent des Papiergeldes ist nicht, wie uns vorgegaukelt wird, die SNB, der Emittent ist der Staat Schweiz.

      Die SNB hat keine Schulden aus Notenemission, sondern die SNB schuldet dem Staat Schweiz die Rückzahlung des von ihr ausgezahlten Staatspapiergeldes.

      Dann passt alles perfekt, selbstverständlich sind dann auch die Bilanzen perfekt stimmig.

      Überprüfen Sie es selbst!

      Die Einbuchung des neuen Geldes erfolgt beim Staat mit
      Kassse an Eigenkapital.

      Ab dann ist es ein Selbstläufer.

      C. Ponzi, Sie weisen völlig zu Recht darauf hin, dass in der Schweiz, dem Gesetzestext nach, die Giroguthaben bei der SNB bereits gesetzliches Zahlungsmittel sind.
      Soweit mir bekannt, gibt es solch einen Gesetzestext nur in der Schweiz.

      Nimmt man diesen kurzen Passus im Gesetz der Schweiz ernst, dann hat das Folgen, dann gibt es nämlich keine Giroguthaben bei der SNB mehr, sondern dann ist das die Einführung von staatlichem Buchgeld.

      Legt der Staat per Gesetz fest, dass Banknoten gesetzliches Zahlungsmittel sind, entsteht automatisch Staatspapiergeld.
      Völlig vergleichbar ist es, wenn der Staat Giroguthaben bei der SNB als gesetzliches Zahlungsmittel festlegt, dann entsteht automatisch staatliches Buchgeld.

      Dieses staatliche Buchgeld darf die SNB dann natürlich nicht auf Girokonten buchen, dieses staatliche Buchgeld muss außerhalb der SNB-Bilanz auf Buchgeldkonten gebucht werden.

      Annahme: Die SNB kauft für 100 Devisen, in Höhe von 30 wurde Papiergeld ausgezahlt.
      Die korrekte SNB-Bilanz sieht dann so aus:

      Aktiva: Devisen 100
      Passiva:
      Schulden beim Staat wegen Papiergeldauszahlung 30
      Schulden beim Staat wegen Buchgeldauszahlung 70

      Außerhalb der SNB-Bilanz führt die SNB für die Banken Buchgeldkonten, auf denen die 70 gebucht sind, die Banken sind in diesem Fall bereits Eigentümer von Buchgeld in Höhe von 70.

      Würden nun noch für die privaten Bürger Buchgeldkonten eingeführt, könnte das Buchgeld sofort das Papiergeld und die Münzen ersetzen. In der Zukunft könnte das so kommen.

      Freundliche Grüße!

      PS: Überprüfen Sie meine Aussagen gründlich, sie werden sehen, wie einfach die Zusammenhänge sind.
      Wir haben es mit Staatsgeld zu tun, egal ob es die Münzen, die Geldscheine oder das (echte) Buchgeld betrifft.

  43. Die LGT – eines der Unternehmen des Fürstenhaus von Liechtenstein – empfiehlt aktuell, den schweizer Franken unterzugewichten:

    https://www.lgt.com/shared/.content/publikationen/$news_attachment/20170524_Beacon_de.pdf

    Mangels nennenswerter Zinsen auf längere Sicht kann heute die Frage nur noch lauten, ob der schweizer Franken im Verhältnis zu anderen Weltleitwährungen über- oder unterbewertet ist.

    Zudem befinden sich alle Arten von Vermögensgüterpreisen auf langjährigen Höchstständen.

    Wo ist hier noch die Chance auf ein Mehr bzw. weiteren Zuwächsen – auch in Relation zu den Risiken, die sich aus den Überbewertungen ergeben?

    • @Malbunerli

      Danke

      Seit Freihabe der Wechselkurse anno 1973 tendiert der Franken gegen praktisch alle Währungen fester.

      Gegen Dollar und europäische Währungen kletterte er im Jahr um durchschnittlich 2 – 3 Prozent.

      Gerade mit dem starken Exportüberschuss ist mit weiterer Stärke zu rechnen.

      Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Euro wieder eins zu eins ist.

      Dann ist die SNB Konkurs. Eigentlich wöre sie es beteits jetzt, wenn die SNB ihre Euros und Dollars zum korrekten Kurs bewerten würde, nämlich zum Kurs, der ohne Stützungskäufe herrschen würde.

      MfG

  44. Goldstandart vs PhD-Standart, was ist schlimmer? Das Eine ist physisch beschränkt das Andere geistig. Ganz offensichtlich verstehen selbst die Herren Doktoren nicht, was Geld ist.

    Nun, was ist das Wesen von Geld? Es ist ein Anspruch auf eine gleichwertige Leistung, die jemand für jemand anderen erbringt. Dieser Anspruch entsteht ständig von Neuem durch die tägliche Arbeitsleistung. Ob man dafür einen Dienstleistungstausch (in Form von geernteten Weizenkörnern), einen nicht verderblichen werthaltigen Gegenstand (Gold oder ein Anrecht auf Gold wie im Goldstandart) oder nur ein anonymisiertes Recht mit einem Nominalwert (Geldschein) handelt, spielt grundsätzlich keine Rolle. Geld ist der Spiegel der arbeitenden Volkswirtschaft und misst im wesentlichen deren Leistung.

    Achtung: erst jetzt kommt der Begriff der Geldmenge ins Spiel, diese wird durch die Notenbank bestimmt und kann beliebig hoch sein. Je höher sie ist, desto weniger Leistung kriegt man von der (Volks-)Wirtschaft für einen Nominalwert (Geldschein). Nennt man Inflation.

    Natürlich kann die SNB ihre Geldmenge umsonst („aus dem Nichts“) erhöhen. Das kostet nicht den Geldscheinemittenten etwas, sondern die bisherigen Geldscheinhalter, deren Anspruch auf die gleichwertige Leistung noch aussteht, also vor allem die Sparer und Vorsorgeeinrichtungen.

    Nun hat Herr Meyer sicherlich in vielen buchhalterischen Punkten Recht. Aber im zentralen Punkt nicht: Geld entsteht nicht durch Kredit. Ein solcher Kredit erhöht lediglich die Geldmenge. Der Kuchen bleibt gleich, nur die Stückchen werden kleiner geschnitten. Jede Geldmengenerhöhung ist deshalb im wesentlichen eine Umverteilung. Eine Umverteilung vom Sparer zum kreditwürdigen Schuldner, vom Lohnarbeiter zum Investor, von unten nach oben.

    Die Geldmengenerhöhung bzw. Geldumverteilung schreitet seit 2008 deutlich schneller voran, ohne dass die Benachteiligten sich wehren. Erst dank der Vollgeldinitiative fangen die Leute ganz langsam an darüber nachzudenken. Das Vollgeld wäre jedoch erst die Basis um die Geldumverteilungsfrage zu diskutieren. Das jedoch scheuen die Banken wie der Teufel das Weihwasser.

    • @M.Stadelmann

      Sehr geehrtet Herr Stadelmann

      Die Vollgeld- Initianten wollen aktives Vollgeld und behaupten, heutige Banknoten seien das. Dabei übersehen sie, dass Banknoten Passiven der SNB sind.

      Die verwechseln also Aktiven und Passiven der SNB genauso wie die SNB und vor allem Herr Jordan das auch verwechseln.

      Und noch eine Gemeinsamkeit haben die Vollgeld-Initianten mit der SNB: Sie sind unbelehrbar.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  45. Ein etwas sehr technokratischer Artikel, der allerdings einige der Konstruktionsfehler des Systems aufzeigt.

    Für mich geht der Artikel ganz klar zu wenig weit, der Kaninchenbau hat noch einige Tunnel mehr, die ausgeleuchtet werden wollen, was die Komplexität der Thematik alles andere als schmälert.

    Ich glaube nicht Herr Meyer, dass es den Herren Jordan und Konsorte an Intelligenz fehlt. Auch unsere Politiker, CEO-Dackel und Verbandsbosse sind nicht zwingend mit vermindertem Denkvermögen zur Welt gekommen. Das „System“ wählt die Personen, die an den wichtigen Schaltstellen eingesetzt werden, mittels eigens dafür definierten Kriterien aus. Eine solche Person ist mit Vorteil einer Freimaurerloge oder ähnl. Geheimgesellschaft angehörig, somit ist bereits von Beginn an ein Schweigegelübde als verlässlicher Systemschutz implementiert. Als zusätzliche Sicherheit werden solche „wichtigen“ Personen oftmals in eine „verfängliche“ Situation hinein manövriert und das ganze dokumentiert, dass man im Fall der Abtrünnigkeit ein durchschlagendes Argument im Köcher hat. Als Bsp. was passieren kann, wenn so eine Person nicht Systemkonform agiert, würde ich hier den Gang zur Schlachtbank von Dominique Strauss-Kahn erwähnen.

    Ferner:
    Wenn das stimmen würde, was Jordan behauptet, wäre nicht ein einziger Staat, dem eine eigene Zentralbank innewohnt, bis über’s Dach verschuldet! Es gäbe schlicht und einfach keine Schulden, könnte man als Staat/ZB beliebig viel eigenes Geld drucken, oder? Wie viele Billionen $ hoch ist jetzt de weltweite Staatsverschuldung genau?

    Und:
    Zentralbanken schöpfen meiner Meinung nach eigentlich gar kein Geld mehr. Diese Rolle ist heute mehrheitlich ganz bewusst den Geschäftsbanken und den Verbrauchern selbst vorenthalten. Jeder, der eine Kreditkarte besitzt und diese auch verwendet, erschafft eigenes Fiat-Money und tilgt es auch wieder, sofern er dazu in der Lage ist. Die Hauptproblematik sehe ich darin, dass die – nebst der Tilgung – erforderlichen Zinszahlungen auf das geschöpfte Geld, zwar entrichtet werden müssen, sie vorher aber nicht Mitbestandteil der eigentlichen Geldschöpfung waren. D.h. würde ein Grossteil der laufenden Kredite zurückbezahlt, würde ein riesiger Geldbetrag im Umlauf fehlen, nämlich die Zinsen, die zwar bezahlt, jedoch nie geschöpft wurden.

    und zuletzt:
    Eine Währung, der nichts Werthaltiges hinterlegt ist, ist nichts Wert und wird kollabieren, sobald das „Vertrauen“ der Verbraucher weggeschmolzen ist. Und ein Wert, der als Sicherheit bei einer Kreditvergabe hinterlegt wird, ist eine (meiner Meinung nach illegale) werthaltige Substanz zum „Schutz“ des Kredits, hat aber überhaupt nichts mit einer Werthinterlegung der eigentlichen Währung zu tun. Es ist ein Zirkelschluss, ohne irgendwelche Substanz. Verlierer in diesem Spiel ist immer der Kreditnehmer…

    • @Visionär

      Sehe ich anders.

      Keynes beispielsweise, der „Jahrhundertökonom“ des vergangenen Jahrhunderts hat Notenbankgeld als Liquidität der Zentralbank bezeichnet.

      Alle Keynesianer, post Keynesianer und Monetaristen haben ihm nachgeplappert inklusive Thomas Jordan ohne zu hinterfragen.

      Jordan hat währen seines Studiums offenbar nur auswendig gelernt.

      Phillip Hildebrand und Thomas Jordan haben sich im Jahre 2010 verspekuliert, weil sie meinten, die SNB habe keine Limiten.

      Einfach alles nur Dummheit.

      Jordan kommt da nicht mehr raus und versucht seine Haut zu retten. Deshalb wird es schlimmer und schlimmer.

      MfG

      Sorry

      MfG

    • @Marc Meyer Dr.
      Vielen Dank für die Rückmeldung.
      Ich glaube es ist eindeutig zu kurz gegriffen, Dinge die in unserer Welt aus volkswirtschaftlicher Sicht scheitern oder gescheitert sind, der Dummheit der Verantwortlichen zu überführen. Die werden von „Oben“ zu Ihren „Fehlentscheiden“ geleitet, und wer nicht spurt wird ausgetauscht. Denn profitieren tut – auch bei für uns unverständlichen Handlungen – im Hintergrund immer jemand. Das System sieht äusserst ungern unabhängige, selbst entscheidende und selbst denkende Entitäten. Darum können Sie, Herr Dr. Marc Meyer, u.a. nur noch eingeschränkt publizieren, weil Sie an gewissen Stellen dem System gefährlich werden. Man will die wahren Mechanismen im Hintergrund halten. Um die bis dahin noch relativ hohe Unabhängigkeit der CH zu brechen, wurde sie prakt. gezwungen, dem IWF beizutreten und dessen ganzes Regelwerk zu übernehmen. Eine der Regel war die Auflösung der Golddeckung des CHF. Damit es in solchen Fällen jeweils nicht so auffällt, wird Meinungsmache über das „schlechte Gold“ betrieben, so dass das „Dummvolk“ – sorry, Stimmvolk – freiwillig per Abstimmung auf die eigene Golddeckung verzichtet und einen Grossteil der Golddeckung selbst auflösen will – wie geschehen. Auch Wahl- und Abstimmungsmanipulationen würde ich nicht ausschliessen, da gibt’s evidente Indizien en Masse…

      Somit sind eigentlich wir alle die Dummen, weil wir uns seit Jahrtausenden an der Nase rumführen lassen, immer und immer wieder auf die selbe Tour (Babylon, Alt-Aegypten, etc. etc.). Jordan ist nur ein Handlanger der Eliten, er ist genauso ein Schaf wie wir, nur meint er von sich selbst dass er zu den Schäferhunden gehöre…

    • @Visionär

      Danke für Ihr Votum.

      Herr Jordan hatte mich eingeladen zu einem Kaffee am Bürkliplatz.

      Es gab Wasser.

      Dabei war ein Journalist. Peter Kuster, der früher meine kritischen Texte bei der FuW redigierte und offenbar die Fronten gewechselt hat und jetzt immer Thomas Jordan Recht gab – ganz unabhängig davon was dieser sagte.

      Alle 20 Minuten kam eine Sekretärin herein: „Herr Jordan Ihr nächster Termin…“

      So wurde ich abgefertigt.

      Herr Jordan versuchte mich davon zu überzeugen, dass er Geld aus dem Nichts schaffen kann, wenn er einen Handwerker anstelle, um das Gebäude am Bürkliplatz weiss zu streichen ind diesem Geld gutschreibe.

      Jordan glaubte das tatsächlich – im Ernst.

      mfG

    • @Marc Meyer Dr.
      Ich habe in der Zwischenzeit nach Begründungen geforscht, wie sich das Verhalten des SNB-Chefs erklären lässt. Folgendes:

    • @ Marc Meyer Dr.
      Besten Dank für die Ausführung bezgl. Treffen mit Thomas Jordan am Bürkliplatz. Nun, Wasser predigen und (vermutlich) selber Wein trinken kommt dem Charakter von Hrn. Jordan wahrscheinlich ziemlich nahe.

      Ich habe in der Zwischenzeit etwas nachgeforscht und möchte Ihnen folgende Angaben mit auf den Weg geben, die – so denke ich – darlegen, dass nicht Dummheit, sondern komplett andere Systeminteressen das Verhalten und die Aussagen der SNB Chefs erklären könnten.

      Zuerst zum Vorgänger Philipp Hildebrand (jetzt bei BlackRock):
      – Mitglied der Hathor Pentalpha Freimaurerloge, die als konservativ, reaktionär und oligarchisch umschrieben wird.

      Die Loge:
      1997 offiziös, aber erst im Sommer 2000 offiziell gegründet von der Clique um George W. Bush jr. herum mit der Zielsetzung, ihn zum US-Präsidenten zu machen und gleichzeitig den bis heute währenden „Krieg gegen den internationalen Terrorismus“ zu starten; sogar von „Frater Kronos“ (Zbigniew Brzezinski) als blutrünstigste und gefährlichste aller Ur-Logen gefürchtet und bekämpft; hat viele Mitglieder auch im Nahen Osten. Benannt ist sie nach der altägyptischen Göttin Hathor, die unter dem bekannteren Namen Isis in der Maurerei seit eh und je eine grosse symbolische Rolle spielt.

      Thomas Jordan:
      Mitglied der „Joseph de Maistre“ Freimaurerloge, die ebenfalls als konservativ, reaktionär und oligarchisch gilt.

      Die Loge:
      Anfang 1917 in der Schweiz gegründet durch keinen geringeren als Wladimir Iljitsch Lenin und verschiedenen hochrangigen Freimaurer aus dem deutschen und euroatlantischen Bereich, wobei die deutschen Gründungsmitglieder vor allem aus der schon bestehenden Ur-Loge „Der Ring“ kamen; 1921 von Lenin am Rande des 10. Kongresses der KPdSU neu gegründet. Joseph de Maistre (1754-1821) war “reaktionärer Freimaurer“ und von 1803 bis 1817 Botschafter Savoyens bei Zar Alexander I. Die Ur-Loge operierte und operiert immer noch vor allem in Europa, Russland und den (längst nur noch ehemaligen) französischen Kolonien.

      Es bedarf meines Erachtens keine näheren Erläuterungen, dass Mitglieder von „geheimen“ Logen andere Ziele verfolgen als eine gesunde, funktionierende und gerechte Schweizer (Volkswirtschaft zu etablieren. Das sind keine Dummköpfe, glauben Sie mir. Die verfolgen einfach komplett andere Interessen als sie offiziell an der Pressekonferenz oder bei einem persönlichen Glas Wasser zum besten geben…

  46. http://uncut-news.ch/2017/05/16/unglaublich-ceo-der-groessten-schweizer-bank-kann-nicht-glauben-wie-geld-entsteht-mimik-beachten/
    Lesermeinung:
    Wenn ich das richtig sehe, dann hätte die UBS etwa 10.000 Menschen allein hier, die vom Wissen (leider nicht auch vom Gewissen) her sehr viel besser geeignet wären, CEO der UBS zu sein: Jeder mehrjährige Dauerleser von Hartgeld.com oder Goldseiten weiß, wie Geld „gemacht“ wird. Fiat lux – es werde Geld! (frei übersetzt)

    Als Bank-CEO muss man primär etwas vom Verwalten und Karrieremachen verstehen.

  47. Giroguthaben bei der SNB sind bereits gesetzliches Zahlungsmittel, aka Geld, siehe „Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel“. Es gibt nichts zu fordern.

    Echter wird Geld nicht.

    Zum Rest gibt’s nicht viel zu sagen. Ausser, dass die Naivität der Deckungs-Dogmatiker wirklich rührend ist.

    • @C. Ponzi

      Danke

      Richtig. Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel für deren Besitzer, die Banken.

      Die Banken dürfen damit jederzeit von der SNB etwas kaufen bzw fordern.

      Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein. Die Guthaben der Banken können somit unmöglich Zahlungsmittel für die SNB sein.

      Die Naivität von Herr Jordan und Konsorten ist nicht rührend, sondern brandgefährlich.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @ C. Ponzi
      CHF ist gesetzliches Zahlungsmittel in der Schweiz
      WIR-Geld ist auch Geld aber kein gesetzliches

      Warum gesetzliches Zahlungsmittel? Der einzige Vorteil von gesetzlichem Zahlungsmittel gegenüber anderen Zahlungsmitteln ist die Annahmepflicht des Verkäufers. Nachzulesen in Artikel 2 des Bundesgesetz über Währung und die Zahlungsmittel (WZG)

      Wir lassen mal die Bedingungen nach Obligationenrecht, damit ein Kaufvertrag überhaupt entsteht, ausser Acht. Ein Kaufvertrag entsteht und die Zahlung wird fällig. In welcher Form erfolgt nun die Zahlung?
      In Schweizer Franken, WIR-Geld, Eiern, Tomaten oder Melonen?!

      Der Verkäufer in der Schweiz ist nur Verpflichtet Schweizer Franken als Zahlung an zu nehmen. Will er sich aus freien Stücken durch Tomaten bezahlen lassen so kann es dies tun.

      Die Annahmepflicht ist im täglichen Gebrauch doch sehr hilfreich. Und wenn sie Artikel 2 des WZG gelesen haben, wissen sie jetzt auch, dass Sie höchstens 100 Stück Fünfrappenstücke als Zahlung annehmen müssen.

      Bezüglich Deckungs-Dogmatik lernt uns die Geschichte folgendes:
      In grossen Währungskrisen und bei Unterdeckung einer Nationalbank, wechseln die Personen automatisch und sehr schnell auf eine Parallelwährung.

    • @Vive la France
      Zur Unterdeckung einer Nationalbank: wenn die Unterdeckung aus einer Stärke heraus entsteht, ist das ist ein sehr theoretisches Problem. Denn sobald die Leute nur ein bischen Vertrauen in die Währung verlieren, schwächt sich die Währung wieder ab und die SNB kommt sofort wieder in die Gewinnzone.
      Die tschechische Nationalbank konnte im übrigen über Jahrzehnte mit einer Unterdeckung ihre Geschäftsbanken problemlos versorgen. Natürlich sind auch dort die Leistungsbilanzüberschüsse der treibende Faktor für die starke Währung.

    • @Vive la France

      Richtig.

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken.

      Die SNB muss diese akzeptieren. Sie darf sie nicht verweigern, wie das SNB Chef Jordan behauptet.

      MfG

    • @M.Stadelmann

      Sie dürfen die Bewertung der Verbindlichkeiten der SNB nicht gleichsetzen mit dem Aussenwert des Frankens.

      Genauso wenig wie sie die Verbindlichkeiten beispielsweise der CS mit dem Frankenkurs gleichsetzen dürfen.

      Sie argumentieten genau so dilettantisch wie die SNB und Herr Jordan

      Zudem tendierte die tschechische Krone schwächer als der Euro, so dass die tschechische Notenbank kontinuierlich Gewinne erwirtschaftete.

      Auch ging die tschechische Notenbank aus dem Kommunismus hervor. Ländereien und Staatsbetriebe wurden privatisiert, was ihr zugute kam.

      Sodann war offensichtlich der Staat Kreditgeber und nicht private Banken wie in der Schweiz. Die tschechische Notenbank konnte somit nicht so stark unter Druck kommen, wie die SNB komnen wird.

      Last but not least ging es bei der tschechischen Notenbank um rund 1 MRD Euros und nicht um dreistellige Milliarden Beträge wie bei der SNB.

      All das verschweigen Sie und die SNB.

      Zudem ist es lächerlich, wenn die SNB die tschechische Notenbank als Vorbild nimmt und sich dahinter versteckt.

      Freundliche Grüße.

      Marc Meyer

    • @ Dr. Marc Meyer

      „Sie dürfen die Bewertung der Verbindlichkeiten der SNB nicht gleichsetzen mit dem Aussenwert des Frankens.“

      Ich habe hier einen Denkknoten. Ich rekapituliere kurz: die Geschäftsbank darf die Rückzahlung ihres Kredites an die SNB (CHF Guthaben) verlangen und wählen, was sie als Gegenleistung zum aktuellen Kurs erhält (zB. Gold, USD, EUR, …) Ist dieser aktuelle Kurs nicht der Aussenwert des Frankens? oder anders und allgemeiner formuliert: womit sollen die Verbindlichkeiten der SNB (CHF) bewertet werden? Danke.

    • @nachdenklicher Nachdenker

      Danke.

      Die CS beispielsweise emittiert auch Geldmenge M1-M3

      Geht die CS Konkurs, so müssen die Kunden der CS ihre Guthaben bei der CS tiefer bewerten.

      Der Aussenwert des Frankens wird dadurch nicht ebenso viel tiefer bewertet, weil die CS nicht die gesamte Schweizer Volkswirtschaft repräsentiert.

      Genau so bei der SNB: Fällt das Vermögen der SNB unter Wert ihrer Notenbankgeldmenge , so verliert das Notenbankgeld an Wert.

      Der Aussenwert des Frankens ergibt sich aus der gesamten Volkswirtschaft; nicht nur aus dem Vermögen der SNB.

      Deshalb wird bei einem Konkurs der SNB der Wert von Notenbankgeld fallen.

      Der Aussenwert des Frankens wird weniger fallen als der Wert von Norenbankgeld.

      MfG

      Marc Meyer

  48. Nachtrag I:

    Offener Brief an SNB in NZZ von Herrn Zenger

    Gesten hat mir ein Leser einen offenen Brief von Herrn Christoph Zenger an die SNB zugeschickt, welcher vor wenigen Tagen in der NZZ erschienen ist.

    Herr Zenger fordert darin die SNB auf, ihr Notenbankgeld als „übrige Eigenmittel“ zu verbuchen. Dadurch würde die Eigenkapitalquote der SNB von 11 auf 85
    Prozent steigen. So würde offensichtlich, dass die SNB „bombensicher“ sei.

    Zu diesem offenen Brief möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

    Erstens:
    Es ist nicht korrekt, dass die Bilanzrisiken der SNB in der Öffentlichkeit masslos überschätzt würden. Das Gegenteil trifft zu: Wir haben es mit einer kollektiven Verdrängung zu tun. Die Medien und die Professorenschaft in Wirtschaft leugnen die Bilanzrisiken der SNB unisono. Über 20 Jahre lang war es mir nicht mehr möglich, in den Medien auf diese Risiken hinzuweisen. Mein Hinweis darauf kostete mich sogar meine Arbeitsstelle als Strategist bei der UBS. Vor 20 Jahren bezeichnete mich der TagesAnzeiger noch als „Kopernikus der Geldtheorie“ und in der Finanz und Wirtschaft konnte ich zwei ganzseitige Artikel darüber schreiben. Dann griff die SNB ein. Ich verlor meine Stelle und konnte viele Jahre nirgends mehr darüber schreiben bis jetzt auf Inside Paradeplatz wieder.

    Zweitens:
    Die Abschaffung des Goldstandards bedeutet nie und nimmer, dass das Fremdkapital der SNB in Eigenkapital der SNB umgewandelt wird. Die Abschaffung des Goldstandards bedeutet lediglich, dass die SNB ihr emittiertes Geldemission nicht nur mit Gold, sondern auch mit Obligationen etc. gegenbuchen kann. Gegenüber den Banken, die bei der SNB Giroguthaben halten, bleibt die SNB Schuldnerin, welche binnen 1 Monat ihre Schuld zurückzahlen muss. So geht das aus dem Geschäftsbericht der UBS hervor.

    Drittens:
    Würde die SNB sich weigern, den Banken deren Guthaben bei der SNB zurückzuzahlen, so wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB. Rechtswidrig. Herr Jordan geht von rechtswidrigem Verhalten der SNB aus. Herr Zenger fällt darauf herein.

    Viertens:
    Herr Zenger behauptet wie Herr Jordan, Notenbankgeld habe keinen Rückzahlungstermin. Doch. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB haben einen klar definierten Rückzahlungstermin: 1 Monat. So geht das aus dem Geschäftsbericht der UBS hervor. Herr Zenger fällt abermals auf die Irrlehren des Herrn Jordan herein.

    Fünftens:
    Herr Zenger geht davon aus, wie Herr Jordan und die Vollgeld- Initianten auch, dass bei einer Geldemission ein Gewinn für die SNB entstünde: Nominalwert der Banknote abzüglich Druckkosten. Wäre das korrekt, so entstünde bei einer Geldemission eine „Seigniorage“ von sagen wir 999.70 bei einer Tausendernote mit 30 Rappen Druckkosten. Das Eigenkapital der SSNB würde entsprechend steigen. Herr Zenger gibt damit zu verstehen, dass er nicht begriffen hat, was Geld ist – genauso wie Herr Jordan auch. Warum? Weil Banknoten nicht ein Aktivum („Liquidität“) der SNB darstellen, sondern eine Schuld der SNB sind (Passivum).

    Konklusion: Herr Zenger ist auf Mephisto hereingefallen, genauso wie das SNB-Direktorium auch.

    Marc Meyer

    • Super Idee von Herr Zenger …. Ich werde gleich morgen die Bank anrufen und meine Hypothekarschuld zu Eigenkapital erklären. Ich bin gespannt auf deren Reaktion. Das ist offenbar der neuste naive Buchungs-Streich der Vollgeldler; gepfiffen auf die Recht-Sicherheit in einer marktwirtschaftlichen Ordnung.

      Sehr geehrter Herr Meyer
      Ich halte den Artikel für eine hervorragende Zusammenfassung Ihrer bisherigen Publikationen, Chapeau. Man kann sie ohne weiteres verstehen, wenn man denn will. Danke, dass Sie trotz aller Anfeindungen nicht aufgeben.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico Meier

      Danke

      Ihr Vergleich mit der Hypothek, die Sie in Eigenkapital umwandeln wollen, trifft den Nagel auf den Kopf.

      Ich möchte auch Ihnen danken, denn Sie haben mich ermutigt, das „We owe us“ nochmals aufzugreifen.

      Ich gehe mit Ihnen einig, dass es sich im Wesentlichen im eine grobe Zusammenfassung bisheriger Beiträge handelt.

      Ich bin froh, dass ich alles nochmals in einem Guss habe.

      Dafür möchte ich auch Herrn Hässig danken, dass er nochmals seine Platform für dieses Resume zur Verfügumg gestellt hat.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ja die NZZ würde Ihren Artikel vor lauter höriger Ehrfurcht vor der SNB kaum publizieren. In diesem Sinne gebührt auch Herr Hässig wirklich ein grosses Dankeschön.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Herr Rico Meyer

      Wenn man die Logik des Geldsystems nicht verstehen will, findet man das Märchen von Dr. Meyer spannend!

      Ohne Schulden hätten Sie keine Ersparnisse, weil das Geld besteht aus nicht getilgten Bank- Schulden und Investitionen!

      Das Buchgiralgeld besteht also aus Buchhaltung! Die Zentralbank hat einen vom Gesetz her ausserordentlichen Status. Vor dem Geld ist nach dem Geld!

      Man kann den selbsternannten Pharisäern folgen und meinen, sie hätten recht!

      Das Vollgeld will einfach die Guthaben vor dem Delkredererisiko befreien und allenfalls Geld schuld- und zinsfrei über den Staat in den Umlauf bringen!

      Bei Abnahme der Erwerbsarbeit wahrscheinlich der richtige Weg?

      Die Vollgeld-Idee könnte man teilweise mit einer einfachen Banksystemreform umsetzen?

      Lesen Sie meinen Beitrag aus der Praxis und vergleichen Sie.
      Bei Abweichung nachfragen und nicht einfach werten, es sei denn, sie folgen Ihrem Guru?

    • @nachdenklicher Nachdenker

      Danke.

      Die CS beispielsweise emittiert auch Geldmenge M1-M3

      Geht die CS Konkurs, so müssen die Kunden der CS ihre Guthaben bei der CS tiefer bewerten.

      Der Aussenwert des Frankens wird dadurch nicht ebenso viel tiefer bewertet, weil die CS nicht die gesamte Schweizer Volkswirtschaft repräsentiert.

      Genau so bei der SNB: Fällt das Vermögen der SNB unter Wert ihrer Notenbankgeldmenge , so verliert das Notenbankgeld an Wert.

      Der Aussenwert des Frankens ergibt sich aus der gesamten Volkswirtschaft; nicht nur aus dem Vermögen der SNB.

      Deshalb wird bei einem Konkurs der SNB der Wert von Notenbankgeld fallen.

      Der Aussenwert des Frankens wird weniger fallen als der Wert von Norenbankgeld.

      MfG

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Bender
      Machen Sie sich keine Sorgen um mich. Ich bin lange genug auf der Welt und geerdet genug, um mir mein Urteil zu bilden und nicht blind einem Guru zu folgen.
      Freundliche Güsse Rico Meier

  49. Vielen Dank für einen wieder einmal sehr guten Beitrag! Steter Tropfen höhlt den Stein, vielleicht merkt es irgendwann einmal eine „kritische Masse“. Zu hoffen wäre es…

    Auf der Webseite der SNB kann man nachlesen: Die Geldmenge M2 in der Schweiz war im April 2017 953.6 Milliarden CHF. Im April 2007 waren es noch 469.3 Milliarden CHF (Quelle: https://data.snb.ch/de/topics/snb#!/cube/snbmonagg?fromDate=2000-04&toDate=2017-04&dimSel=D0(B,VV),D1(B,S0,ET,GM1,S1,GM2,T,GM3)

    Was heisst diese Verdoppelung? Gibt es denn doppelt so viel „hartes“ Vermögen oder Sicherheiten (Immobilien? Produktive Assets? Gold? Rechte?), gegen die dieses „Papiergeld“ eingetauscht werden kann? Besitzen die Eigentümer des Papiergeldes mehr Assets im In- und Ausland? Oder hat sich einfach auch der „Papierwert“ der Vermögen mehr oder weniger verdoppelt, dann hiesse es doch, dass der Schweizer Franken schon heute nur noch halb so viel wert ist.

    Sicher, es wurden neue Infrastrukturen und Immobilien gebaut, aber es gibt sicher nicht doppelt so viel wie vor 10 Jahren. Das heisst in der Schweiz gab es seit 2007 wohl eine Inflationsrate/Geldentwertung von über 5% p.a., oder (ca. 7% wären es falls gar keine neuen Vermögenswerte hinzugekommen wären)?

    Die SNB hat in 10 Jahren die Kaufkraft halbiert, es hat nur noch niemand gemerkt!

    Interessant ist dann ja auch, was das für das Wirtschafts“wachstum“ heisst: Es hätte dann praktisch gar kein echtes Wachstum gegeben, wenn man die wahre Geldentwertung einrechnet…

    Oder liege ich da irgendwie falsch?

    • Sie liegen falsch.

      Es ist nicht der Bargeldbestand, sondern die Sichteinlagen sind gewachsen.

      Thomas Jordan tut im Grunde nur das, was internationale Anleger, die der Schweiz Sichteinlagen zum Werterhalt zuführen mit diesen besser selbst machen sollten: diverse Anleihen guter Bonität und erstklassige Unternehmensbeteiligungen erwerben.

    • @Bear’s Advocate: Sie liegen in der Tendenz sicherlich richtig. Dass es bisher bei den Gütern des täglichen Bedarfs noch nicht zu einer merklichen Preissteigerung gekommen ist, liegt wohl an den Effizienzsteigerungen durch technischen Fortschritt im Inland, dem einfacheren Marktzugang der (billigeren) Konkurenz aus dem Ausland und der PFZ (wirkt alles deflationär). Die Preissteigerungen der schweizer Immobilien liegen jedoch nicht weit von ihren Berechnungen.

    • @Fx

      Jede Wirtschaftsförderung will Investitionen anziehen. Das wollte auch die Steuerreform.

      Nur die SNB will um jeden Preis Investitionen von der Schweiz fernhalten.

      Eine schwachsinnigere Geldpolitik kann man nicht bezreiben.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Bear’s Advocate

      Entschuldigung für die Verspätung.

      Ich denke, der Grund ist folgender:

      Die SNB bietet ja einen höheren Eurokurs als der Markt. Das ist ja ihre Absicht. Das heisst, die SNB zieht sehr viel audländisches Geld an, welches dann hierzulande in M2 der Geschäftsbanken angelegt wird.

      Dadurch steigt auch M2. Die Banken verkaufen der SNB diese Euros und die SNB ist ihnen dafür Schweizerfranken schuldig.

      Oder anders formuliert: Die Banken investieren das zusätzliche Kapital nicht in beispielsweise Hypotheken, sondern in die SNB.

      Diese exportiert es dann wieder ins Ausland.

      Diese Überlegungen zeigen, dass die SNB mit ihren Devisenkäufen eigentlich das Gegenteil erreicht von dem was sie will: Sie zieht Kapital in die Schweiz an.

      Ist das irgendwie klar geworden? Hoffe ich habe mich deutlich ausgedrückt.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  50. Wie immer bei Herr Meyer, etwas technisch und stark auf Buchssätze bezogen… ABER: für mich der Artikel, der die Materie am Besten erklärt: überzeugend und argumentativ konsistent, macht Sinn. Danke.

    • Nachdenklicher Nachdenker („Pleonasmus)

      Wenn die Grundlagen nicht verstanden werden, kann das Gesagte nicht stimmen!

      Das Giralbuchgeld ist Buchhaltung, weil es nicht existiert!
      Was nicht existiert (Physik) kann nicht eingelegt, höchstens umgebucht werden!

      Lesen Sie meinen Kommentar als Vergleich aus meiner 40 jährigen Bankpraxis in leitender Position.

      Es kommt und verlässt kein Mensch die Welt mit Geld!

      Die Haftung ist im Geld enthalten, weil es die Verbindlichkeiten mit der Forderung verbindet!

      Man kann nicht leben bevor man geboren ist.

    • @Georg Bender

      Sie waren ein Direktor bei der Raiffeisenbank.

      Wenn man Ihren Text liest, so muss man sich ehrlich fragen, was das denn für eine Bank ist.

      Herrn Jordan erweisen Sie jedenfalls einen schlechten Dienst und den Vollgeld-Initianten auch.

      Mit freundlichen Grüßen

      Marc Meyer

  51. Der Wert des Geldes entsteht durch Wirtschaftskraft, positive historische Erfahrungen und Ansehen sowie Vertrauen:

    Thomas Jordan von der SNB, Zentralbank eine Volkes von 8 Mio. Einwohner und einem BIP von US$ 650,0 Mrd. kann den Leitzins auf ./. 0,75 % setzen, damit nicht die halbe Welt ihr Geld zur Wertaufbewahrung in schweizer Franken tauscht.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14415/umfrage/bruttoinlandsprodukt-in-der-schweiz/

    Elvira Nabiullina von der Bank Rossi, Zentralbank eines Volkes von 144 Mio. Einwohner und einem BIP von US$ 1.280,0 Mrd. (das Doppelte der Schweiz, davon jedoch viel Energieträger und Rohstoffe) mußte vor kurzem den Leitzins bis auf 17% erhöhen, damit nicht alle Russen ihr Geld in andere Währungen tauschen.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/19373/umfrage/bruttoinlandsprodukt-in-russland/

    Sie können ihren Hausbau imaginär in Rußland in russischen Rubeln durchführen und sich überlegen, ob Sie damit glücklich werden.

    • Sorry, Sie reden von den negativen Passivzinsen der SNB. Der Leitzins ist aber ein Aktivzins.

      Bitte nicht dieselben Fehler machen wie die SNB und ihr Chef.

      mfg

    • Zinsloses Geld eignet sich heute besser zur Wertaufbewahrung als hochverzinsliche Schwachwährungen. Auf die Zinsen muß man zudem Steuern bezahlen, gerade bei Staatsanleihen gibt es oft einen Quellensteuerabzug, den man auch nicht vollständig erstattet bzw. angerechnet erhält.

      Im Rahmen von Währungskrisen gibt es zwar immer wieder Momente, wo man beginnend von der Spitze des Wertverfalls in den folgenden Monaten theoretisch Währungsgewinne von 20% bis 30% einstreichen kann zzgl. ein paar Prozent anteiliger Zinsen bei verzinslicher Anlage. Nur ist so etwas eher für Anleger, die die Zeit haben, Entwicklungen täglich zu verfolgen und entsprechend zu entscheiden.

      Wer sich als einfacher Anleger Papiergeld unters Kopfkissen packt, dann lieber schweizer Papiergeld (ggf. noch Singapur Dollars, der schweizer Franken Asiens) als irgend etwas anderes.

      Fragen Sie nur in der Türkei oder in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslaviens, wer von der älteren Bevölkerung dort noch Tausendmarkscheine besitzt.

    • @ Dr. Marc Meyer:

      Jenseits buchalterischer Abbildung des Wirtschaftsgeschehens ist es heute so, daß Anleger aus aller Welt der Schweiz ein Vielfaches an Kapital zuführen würden, als daß die schweizer Häuslebauer jemals verbetonieren könnten.

      Hierdurch würde die schweizer Exportindustrie, deren Erfolg Grundlage für das internationale hohe Vertrauen in die Schweiz und deren Währung ist, ihrer Wettbewerbsfähigkeit beraubt.

      Entsprechend dem darauf folgenden wirtschaftlichen Niedergang der Schweiz würde auch das Vertrauen in die Währung zumindest leiden.

      So etwas gab es im Grunde schon einmal 1985 nach dem Plaza-Abkommen, als sich der Außenwert des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar in zwei Jahren verdoppelte mit entsprechenden negativen Folgen für die japanische Exportindustrie.

      Zum Glück für die Schweiz heute sind zumindest alle großen schweizer Unternehmen mit Filialen bzw. Produktionsstätten international aufgestellt, im Gegensatz zum Japan vor 30 Jahren.

      Andererseits sind die negativen Folgen des starken schweizer Frankens und der extremen Geldpolitik schon vielfach im nationalen Wirtschaftsgeschehen (Insolvenz, Betriebsschließung, Entlassungen, Leerstand) sichtbar.

      Es gibt beispielsweise am schweizer Aktienmarkt glückliche Spezialwerte wie Ems Chemie, Emmi, Lonza, Straumann etc., aber nur ein Apple, Google / Alphabet, Facebook, Amazon etc. in Amerika, wo das Kurs- und Unternehmenswachstum den tendenziell schwachen US-Dollar überkompensiert. Auch sei an den Konjunkturzyklus von 2003 bis 2007 erinnert, wo die meisten schweizer Anleger ihr Geld im (europäischen) Ausland investiert haben.

    • @FX

      Danke

      Es gibt kein Papiergeld ohne Gegenbuchung – kein Helikoptergeld, kein Fiatgeld.

      Das wäre Falschgeld.

      mfG

    • „Hierdurch würde die schweizer Exportindustrie, deren Erfolg Grundlage für das internationale hohe Vertrauen in die Schweiz und deren Währung ist, ihrer Wettbewerbsfähigkeit beraubt.

      Entsprechend dem darauf folgenden wirtschaftlichen Niedergang der Schweiz würde auch das Vertrauen in die Währung zumindest leiden.“

      Nennen Sie das Kind doch beim Namen: der starke Franken ist vor allem (fast ausschliesslich) durch die enormen Leistungsbilanzüberschüsse getrieben (über 70Mrd CHF/a). Nur in den Jahren 2008/2009 war über die Kapitalbilanz ein merklicher Aufwertungsdruck auf den Franken entstanden. Seither ist die Kapitalbilanz wieder ausgeglichen oder bereits wieder negativ (natürlich aufgrund der Negativzinsen, welche andere Probleme mit sich zieht, wie Kapitalfehlallokation, Probleme bei der Altersvorsorge und Inflation bei den Vermögenswerten/Immobilien).

    • @FX

      Danke

      Erstens
      Die Schweiz hat einen Exportüberschuss von 36 Milliarden allein im letzten Jahr erzielt. Also bitte keine Panikmache.

      Zweitens:
      Wie sollen Käufe von Aktien von US-Waffenherstellern die Schweizer Exportindustrie ankurbeln? Die SNB unterstützt mit solchen Investitionen die Konkurrenz der Schweizer Exportindustrie.
      Herr Jordan konnte uns diesen Widerspruch noch nie erklären.

      Drittens:
      Jede Wirtschaftsförderung versucht Investitionen ins Land zu locken, die SNB tut das Gegenteil. Sie ist von allen guten Geistern verlassen. Mit der Steuerreform wurde das ganze Volk an die Urne bemüht. Die Absicht war, mehr Investitionen in die Schweiz zu locken. Und nun kommen Sie und die SNB daher und behaupten, die Schweiz könne gar nicht mehr Investitionen vertragen. die Investitionen sollen ins Ausland verlegt werden.

      Bitte hören Sie doch auf. Sie und die SNB wissen nicht, was Sie wollen.

      Danke und mfG

      Marc Meyer

    • @FX

      Und zudem:

      Die SNB hat keinen Verfassungsauftrag, mit Schweizer Staatsschulden die Schweizer Konkurrenz in den USA und Euroland zu fördern.

      Bitte um Kenntnisnahme

      MfG