Aktien kaufen ist leichter als Kleider

Oft wird gesagt, Laien sollen das Anlegen den Profis überlassen. Das fragt sich auch Michael Stadler, Osteopathie Central, dem ich bei seiner Altersvorsorge helfe. Menschen, die Laien das Anlegen abraten, vergessen eine ganz wichtige Tatsache: Der professionelle Anleger kann die Rendite des Marktes nicht steigern. Er kann davon nur etwas für sich selbst wegnehmen.

Weil alle Aktien öffentlich gehandelt werden, kriegt der Private genau die gleichen Konditionen wie der Profi, also den gleichen Preis für die gleiche Aktie zum gleichen Zeitpunkt. Das ist gesetzlich so geregelt. Wenn es anders sein sollte, macht sich jemand strafbar. Im Durchschnitt erzielen deshalb die Profis eine kleinere Rendite als die Privaten, weil sie noch ihre Kosten von der Rendite abziehen müssen.

Glücklicherweise ist die Meinung aller Profis öffentlich: Sie spiegelt sich im aktuellen Aktienpreis. So kann der Private beruhigt Aktien grosser Unternehmen kaufen, denn gleichzeitig machen viele Profis das Gleiche. Wer langsam über die Zeit verteilt in viele grosse Aktien investiert, fährt daher im Schnitt besser als der Profi, weil er dessen Lohn spart.

Das Vorgehen beim Aktienkauf ist simpel. Denn Aktien werden auf einem vollständig transparenten und öffentlichen Markt gehandelt, der Börse. Es ist nicht wie bei Kleidungsstücken, die Sie an anderen Orten unter Umständen zu günstigeren Preisen kaufen könnten. Eine bestimmte Aktie kostet für jeden, an jedem Ort, gleich viel. Das gilt für grosse Unternehmensaktien sogar weltweit.

Darum ist das Aktienanlegen einfacher als das Kleiderkaufen, denn Kleider kriegt man zum gleichen Zeitpunkt an einem anderen Ort unter Umständen günstiger.

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

5 Kommentare zu “Aktien kaufen ist leichter als Kleider

  1. Als Kleinanleger ist man per se immer auf der Verliererseite, auch wenn es einzelne gibt, die zufällig zum richtigen Zeitpunkt realisieren.

    Ich muss immer schmunzeln ab den technokratischen Chart-Analysen und -Interpretationen, in denen versucht wird, aufgrund von mathematischen, zyklischen und anderen Vergangenheitsbewegungs-Analysen eine Zukunftsprognose zu extrapolieren…

    Doch: es gibt keine Marktwirtschaft, kein Angebot und keine Nachfrage. Alle Bewegungen werden künstlich erzeugt, durch Insiderwissen und Marktmanipulationen. Hier als Normalo einen Gewinn zu realisieren kommt dem Knacken eines Casino-Jackpots gleich…

  2. Das Kaufen ist einfacher. Ueber das Verstehen was man kauft und was das Risiko des Investments ist dteht herzlich wenig. Auch pber die zum Teil exorbitanten Kommissionen. Da lohnt sich auch ein Vergleich. Sehr oberflächlicher Artikel :-((

    • Von institutioneller Seite werden trotz zyklischen Kapitalmärkten nie Verkaufsempfehlungen gegeben.

      Mangels Wirtschaftswachstum, Zinsen und Teuerung bleibt das zyklische Kapitalmarktumfeld an allen Märkten der westlichen Welt mittelfristig erhalten.

      Übergewinne erzielt nur der, der in Korrekturen und Baissen desinvestiert ist.

      Prognosen sind meisten völlig falsch.