Patrik Gisel schiebt Schuld Kollegen in die Schuhe

Raiffeisen-CEO war von Beginn weg bei Investnet dabei – Diese steht im Zentrum des Finma-Enforcements – Was wusste Gisel?

Blaue Augen, glatter Schädel, stählerne Muskeln. Das ist Patrik Gisel, ein Triathlet, Hobbypilot, Spitzenbanker.

Nun wird’s eng für den Chef der grossen Raiffeisen. Was wusste Patrik Gisel rund um Investnet und seinen Vorgänger Pierin Vincenz? Warum hat Gisel nicht interveniert bei dessen Privatbeteiligung?

Gisel versucht, die Schuld anderen zuzuschieben. Allen voran Marcel Zoller, Finanzchef der Raiffeisen. Der geht nun mit 60 in Pension. So früh schaffte das noch kein Raiffeisen-Topkader.

Zoller hatte als oberster Finanzmann die Zahlungen rund um Investnet ausgelöst, ein Beteiligungs-Vehikel, das in den Fokus der immer grösser werdenden Finma-Untersuchungen gerückt ist.

Diese Zahlungen gehen in sehr hohe Millionenbeträge. Sie liefen über verschiedene Konten bei mehreren Banken, wie die hundertseitigen Berichte der Finma und ein eigener der Raiffeisen-Anwälte aufzeigen.

Zoller zahlt die Zeche, weil er diese Zahlungen offiziell zu verantworten hat. Offenbar überwies er das Geld, ohne die nötigen Fragen zu stellen.

Diese hätten gelautet: Warum zahlen wir, die Raiffeisen und damit unsere 2 Millionen Genossenschafter, so viel Geld an die Investnet-Gründer?

Wer profitiert von diesen Millionenbeträgen? In welcher Tasche landen die Riesensummen am Ende? Ist das legal, was wir hier machen? Oder ist das am Ende etwas wie Geldwäscherei?

Zoller stellte keine solchen Frage. Für ihn bedeutet dies ein Karriereende in Schrecken. Denn an seiner Stelle fragt jetzt die Finma.

Formell erhält Zoller von seinem Chef Patrik Gisel schöne Worte zum Abschied. Der Raiffeisen-CEO betonte gestern, dass Zollers Rücktritt und seine Frühpensionierung nichts mit dem Finma-Erforcement zu tun habe.

Diese Aussage ist vor allem eines: die persönliche Verteidigungslinie von Patrik Gisel. Er ist selbst in den grossen Strudel der Raiffeisen-Zahlungen geraten. Wenn die Finma hart ist, dann müsste Gisel um seinen Job bangen.

Damit erreicht das Finma-Enforcement den vermeintlich sicher im Sattel sitzenden Chef der Raiffeisen-Zentrale in deren Headquarter in St. Gallen, wo man gemeint hat, unter dem Radar bleiben zu können.

Die Ermittler der Berner Finanzaufsicht setzen im 2012 an. Damals war Gisel die Nummer 2 der Raiffeisen. Das Zepter schwang Pierin Vincenz. Gegen in läuft ein Separat-Verfahren der Finma.

Vincenz hatte einen Plan. Er wollte, dass seine Raiffeisen bis zu 100 Millionen in eine bis dato unbekannte KMU-Förderfirma namens Investnet einschiessen würde.

Wir Raiffeisen-Chefs bringen das Kapital, Ihr Investnet-Gründer das Knowhow, so die Idee des Bündners, der die Raiffeisen-Gruppe damals dominierte.

Soweit, so gut. Doch Vincenz ging noch einen Schritt weiter. Einen entscheidenden, der ihn jetzt, 5 Jahre später, mindestens die ganze Karriere kosten könnte.

Vincenz wollte einen Weggefährten mit dabei haben. Mit diesem war er seit langem gemeinsam unterwegs, vor allem in einem Gemeinschaftswerk.

Laut einem Insider, der gestern am Telefon aussagte, er würde dies gegenüber der Finma und auch in allfälligen Prozessen bezeugen, war der Vertraute die Voraussetzung dafür, dass Vincenz das viele Geld der Raiffeisen einschiessen würde.

„Das wussten alle, die in der Investnet dabei waren“, sagt die Auskunftsperson. „Vincenz machte klar, dass er seinen Partner auf Seiten der Investnet dabei haben will.“

Pierin Vincenz hat dies via seine Vertrauten stets bestritten. Er meinte, dass er nichts von Stocker als drittem Mann in der Investnet gewusst hätte.

Er selbst habe erst drei Jahre später, im Sommer 2015, sich mit privatem Geld in die Investnet einkaufen wollen.

Stocker und Vincenz hatten vor 2 Monaten rund um diese Themen Klagen über je 100’000 Franken beim Handelsgericht Zürich eingereicht.

Stocker machte in den Verhandlungen klar, dass er bei weiteren Artikeln Strafanzeige gegen den Blog einreichen würde wegen Verletzung des Schweizer Bankgeheimnisses.

Laut der neuen Quelle und ihrer gestrigen Auskunft sei weit herum bekannt gewesen, dass Vincenz „seinen Mann“ bei der Investnet dabei haben wollte.

Schon im November vor einem Jahr fragte dieser Blog die Raiffeisen-Führung, was im Sommer 2015, also drei Jahre nach den Ereignissen von 2012, passierte. Damals wurde Vincenz offiziell neuer Teilhaber der Investnet.

„Der Raiffeisen Verwaltungsrat hat im Jahr 2015 entschieden, die Investnet durch Raiffeisen-interne und -externe Experten neu bewerten zu lassen“, sagte eine Sprecherin der Bank.

„Ebenfalls wurde entschieden, dass sich Herr Pierin Vincenz als Privatperson auf Basis dieser Bewertung an der Investnet Holding auf seinen Wunsch hin beteiligen kann.“

Wer machte diese Bewertung? Bei der Raiffeisen sass die Lebensgefährtin von Vincenz an entscheidende Stelle, wenn es um Due Diligence ging, also die Prüfung von Beteiligungen.

Sie war erst kurz vorher, im Frühling 2015, zur Gruppen-Rechtschefin befördert worden. Eine Machtposition, von der aus Frau Vincenz brisante Geschäfte und allfällige Untersuchungen beeinflussen konnte.

Die Raiffeisen fuhr vor Jahresfrist mit ihrer Stellungnahme wie folgt fort:

„Herr Vincenz hat per 1.10.2015 auf eigene Rechnung Aktien erworben und ist seither neben den beiden bisherigen Partnern dritter Minderheitsaktionär der Investnet Holding.“

Von wem hatte Vincenz die Aktien übernommen? Wer hat wem wieviel bezahlt? Diese Fragen müssten in einer sauberen Due Diligence gestellt werden. Das passierte offenbar nicht, sonst hätte die Finma keinen Fall.

Schliesslich sagte die Raiffeisen in ihrer Stellungnahme von November 2016 zur Investnet, als diese in den Massenmedien noch lange kein Thema war:

„Das Präsidium (der Investnet) hält Herr Pierin Vincenz inne, der zwar seine eigenen Aktien vertritt, aber aufgrund seines bedeutsamen eigenen Investments dasselbe Interesse am Erfolg des Unternehmens hat wie Raiffeisen.“

Warum überliess die Raiffeisen im Sommer 2015, 3 Jahre nach dem Schulterschluss mit der Investnet, das Präsidium ihrem alten CEO?

Dieser war damals auf dem Sprung, die Bank zu verlassen, um wenig später das Präsidium der Helvetia Versicherung zu übernehmen.

Hier liegt das grosse Problem von Patrik Gisel. Er wurde im Frühling 2012, als die ganze Investnet-Geschichte ihren Anfang nahm, selber Mitglied des Verwaltungsrats der Investnet.

Nicht irgendein Mitglied. Sondern Präsident.

Gisel brachte auch die langjährige Raiffeisen-Revisorin PwC mit. Gisel als neuer Kapitän bei der Investnet, welche gross ins Geschäft mit Schweizer KMUs einsteigen wollte, an seiner Seite die eigene Buchprüferin.

So blieb das bis 2015. Dann übernahm Pierin Vincenz das Kommando. Zusammen mit ihm kam Marcel Zoller ins Kontrollgremium der Investnet; jener Zoller, der jetzt seinen Job als Raiffeisen-Finanzchef los geworden ist.

Gisel, Vincenz, Zoller: Sie alle sitzen mitten drin in der Investnet-Geschichte. Hinzu kommen weitere aktuelle und ehemalige Topshots der St. Galler Raiffeisen-Zentrale, die ebenfalls im VR der Investnet dabei waren.

Gisel und Vincenz waren die starken Figuren. Vincenz hatte Gisel stets dabei, wenn er seine Deals machte. Gisel führte danach aus.

Zoller war der Finanzmann, der die Transaktionen auslöste. Ihn hat Gisel nun in den Regen gestellt. Und bei der Investnet sitzt immer noch der grosse Pierin im Präsidentenstuhl.

Dort belassen von Gisel, der in Interviews die Finma-Untersuchung auf eine Art „Parksünde“ reduzieren will.

Ob er damit durchkommt?

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51 Kommentare zu “Patrik Gisel schiebt Schuld Kollegen in die Schuhe

  1. Das (vorläufig) nur wegen Investnet ermittelt wird ist eine Chance. Wenn man da drin hängt, dann kann man einige andere Sachverhalte anbieten als Teil einer Kronzeugenregelung.
    In so einer Untersuchung kämpft jeder für sich. Aus eigener Erfahrung: Die Finma will ja nicht die kleinen Fische und Mitläufer.

  2. Das war vor 2012-15? Der Winterschlaf der Berner Bären ist bewundernswert. Mit etwas guten Anwälten, lässt es sich nach Verfahrensfehlern, oder Verjährung bald weiter pennen.
    Gut Nacht, so kurz vor bedacht.

  3. Die Informatik Plattform – Änderung auf Avaloq ist auch dem Grössenwahn der Verantwortlichen zuzuordnen.
    Raiffeisen ist keine Investmentbank!
    Die Bedürfnisse von 90% der Raiffeisenkunden werden mit dem Dialba-System abgedeckt.
    Einfältige Prosperty Analyse muss keine Kernkompetenz sein.
    Es erinnert mich an die Zeit der Idee zum Wechsel auf NCR. Das Chassis war wichtiger als der Motor?
    Die Delegierten haben damals auch diese Idee (vor PV Zeit) deutlich verworfen.
    Millionen wurden eingespart, welche man heute zum Fenster hinauswirft.
    Die Mitglieder der GL und Delegierte sind scheinbar zu reinen Kopfnickern geworden. Zeitgeist?

  4. Und wenn man als Mitglied der Bankleitung einer lokalen Raiffeisenbank (die immerhin das Geld verdienen, in der Zentrale verschwendet wird) in St.Gallen anfragt, dann kriegt man keine brauchbare Antwort.
    Dann lese ich, das Vincenz immer noch VRP bei Investnet ist(http://www.investnet.net/ueber-uns/verwaltungsrat.html), Was wird hier in St.Gallen eigentlich gespielt!?!
    Wenn da wirklich Essensspesen über mehr als 1`000 Franken pro Essen auf Spesen gebucht wurden, dann erwarte ich eine sofortige Strafanzeige. Ohne wenn und aber! Wir hatten hier sogar mit Spitzenkunden noch nie ein Essen über 100 Franken pro Person. Die haben doch den Verstand verloren in St.Gallen.
    Überhaupt sollte endlich mal St.Gallen auf ein gesundes Mass zurück gestutzt werden. Als erste Massnahme schlage ich eine Reduktion des Personalbestands um 30% sowie eine Halbierung der GL-Vergütung vor.

    • Wenn Sie hochkarätigen Servis wünschen, hat das entsprechenden Preis. Ihre Spitzenkunden sind zu bescheiden…

    • Mitglied Bankleitung
      Die seinerzeitige Idee von PV, die Statuten zu ändern, um Eigengeschäfte zu ermöglichen, wurde von den Delegierten abgeschmettert. Der damalige VR war für die Änderung?

      Warum die Investitionen später über die Filiale St. Gallen, welche nicht im Solidaritätsverbund steht, ermöglicht wurde, haben auch die nickfreudigen Delegierten mit zu verantworten.

      Mitglieder der Bankleitungen in Agonie?

      Wahrscheinlich ist die Genossenschaftsform für solche Machenschaften ideal, weil man keine Einwände von selbst gezüchteten (Aktionäre) Renditeparasiten zu befürchten hat?

      Man hat die Seele von Raiffeisen verraten und dem Spiel

    • Als ehemaliger Turmspringer ist er auch befähigt über die Klippen zu springen. Vielleicht bekommt er noch einen Werbevertag von Leonteq.

  5. Investnet, Leonteq, Aduno, TCMG, etc. Bei dieser Beteiligungshektik damals lohnt es sich, alle Deals der Raiffeisen zu durchleuchten und genaustens zu prüfen, ob PV (bzw seine Mittelsmänner) sich nicht vorher eingekauft haben. Das wäre Missbrauch der Stellung und ganz klar Verletzung der einwandfreien Geschäftsführung. Mit interner Untersuchung alleine geht das nicht, da bliebe alles unter dem Deckel. Wir sind gespannt!

  6. Möchte nur folgendes sagen: Der Vorteil des fiduziarischen Besitzes eines Aktienpaketes besteht beispielsweise in der Geheimhaltung des wirtschaftlich Berechtigten. Muss nicht, aber kann.

  7. Immer das Gleiche: Vorauseilender Gehorsam um in der Gunst der Mächtigen zu stehen um dadurch schlussendlich auch profitieren zu können!

  8. Gemäss Gisel soll die Untersuchung der Finma noch bis in das Frühjahr dauern.
    Freuen wir uns als Beobachter auf 3 Monate Unterhaltung mit Neuen Enthüllungen, Unschuldsbekundungen, Geständnissen, persönlichen Dramen, Nebelpetarden der Kommunikationsabteilungen, Einvernahmen usw.

    Will sich das die Helvetia wirklich antun? 3 Monate Negativschlagzeilen. Dabei käme man jetzt noch einfach raus.

    By the way: wo ist eigentlich Zampano? Nicht dass gegen ihn auch noch ermittelt wird…

  9. Ein Gewährsträgerverfahren der FINMA ist definitiv kein Schleck. Weiland Hans F. Vögeli dankte als CEO bei der ZKB gerade noch rechtzeitig ab, bevor ihn die FINMA seinerzeit sanktioniert hätte. Die Geschichte bei den narzisstisch veranlagten CEOs wiederholt sich.

    Investnet ist in der Causa FINMA vs. Raiffeisen / PV nur die Spitze des Eisbergs. Beat Stocker hatte als Berater und Intimus von PV praktisch bei allen von PV eingefädelten Deals die Hände im Spiel, so auch bei Investnet.

    Obwohl von den Akteuren sukzessive alle Spuren (im Internet) gelöscht werden, die Rückschlüsse auf diese Aktivitäten zulassen

    vgl. auch http://www.fidesbusinesspartner.ch/about-us/beat-stocker/
    (zu beachten ist insbesondere die Schreibweise des akad. Titels)

    ist doch zu hoffen, dass aufgedeckt wird, wer wann wieviel profitiert hat. Denn hohe Summen sind definitiv geflossen.

    • Hans F. Vögeli war seinerzeit wohl etwas schlecht beraten/überwacht worden durch den damaligen Legal/Compliance Chef, den feinen Othmar Strasser, seines Zeichens u.a. Spezialist für Ethik und Compliance
      an der HSG.

    • Beat Stocker holds a degree in economics (lic. oec. bupl.) and an MBA from IMD, Lausanne.
      Bravo!
      Dieser engl. corporate Schwurb bringt mir etwas hoch:-(((

    • Angesichts der Schreibweise des akad. Titels und „Emser Englisch“ ist tatsächlich zu befürchten, dass auch die diversen Finanz-Transaktionen die eine oder andere Ungereimtheit aufweisen könnten.

  10. Als Mitglied einer Raiffeisen-Genossenschaft bin ich Ihnen sehr dankbar für diese Recherche. Meine Vorbehalte gegenüber dem Compliance Management von Raiffeisen Schweiz und seinem teilweise ungenügend besetzten Verwaltungsrat werden bestätigt. Bitte dranbleiben!

    • Insbesondere die Unabhängigkeit der Compliancechefs kleinerer Privatbanken sollte überprüft werden.

  11. Endlich ein bisschen Klarheit, obwohl noch sehr Fragmentarisch das ganze ist.
    Für einmal muss FINMA respektieren, sicher haben nicht geschlafen in den letzten 10 Jahre: zuerst UBS, dann CS, dann BSI und anderen…und amerika Verfahren… ziemlich viel oder? Deswegen, vielleicht haben Sie ein bisschen diesen Fall vernachlässigt, obwohl als Chef dort, würde ich nicht mehr gut so schlafen… wenn die Big Three jenachdem solche Problemen haben. Es ist gibt nur eine zu machen „Tabula rasa“! Bevor zu spät ist und auch wenn eine Lapalie mag sein..
    Interassenterweise die Audit Firma ist nicht eine kleine unbekannte, aber sogar die weltgrosse…. aber das ist ein andere Thema!

  12. Einfach mal zur Kenntnisnahme:
    Bankangestellten (auf jeder Führungsstufe), die Zeit haben, extensiv Ausdauersport zu betreiben, ist generell NICHT zu trauen. Vor allem Ausdauersportler haben immer psychische Defizite, sonst müssten sie nicht dauernd aller Welt beweisen müssen, was für „härte Sieche“ sie sind. Meistens enden diese Art Leben tragisch und im Elend.

    • Das sehe ich auch so. Sie brauchen dies um überhaupt annähernd ausgeglichen zu sein. Zudem gesellen sich da noch borderline ähnliche symthome dazu. Von manien ganz zu schweigen

    • Hallo Churchill,

      warum wissen Sie, dass alle Leute, welche viel Sport betreiben, automatisch ein psychisches Problem haben? Kann es nicht sein, dass diese Menschen ihr Hobby einfach nur gern haben? In meinem Team habe ich einen sehr guten und menschlich integren Mitarbeiter, welcher exzessiv Radsport betreibt. Kann es daher sein, dass Sie vielleicht ein psychisches Problem haben, oder dass aus Ihnen nur der Neid spricht?

      Herzliche Grüsse

    • Stimmt! Dass sind gesunde Leute. Schon Cäsar sagte: „Lass Dicke um mich sein!“

    • Das sehe ich ähnlich, nur würde ich nicht alle Ausdauer- und Extremsportler in denselben Topf werfen. Aber es gibt genügend Beispiele, die Ihre These stützen. Übrigens: Das gilt nicht nur für extreme Ausdauersportler, sondern auch für extrem gute Golfer mit Handicap nahe oder unter 0. Beispiele gefällig?

    • Tja, Freude durch persönliche (Ausdauer-)Leistung ist ein Privileg, das viel Neid erregt. Und das besonders Äergerliche ist, dass die dann noch guter Laune sind.

  13. Der grosse (grösser gewachsene) Pierin und der kleine Beisser Patrik. Das erklärt s’Müüli das er schneidet auf dem Velo, um seine riesigen und darum zu bewundernden Anstrengungen zu belegen. Da kann man doch nicht anders als applaudieren.
    Es ist witzig, wie die Raiffeisen-Uhu’s sich um korrekte Darstellungen bemühen, wie „Herr Pierin Vinzenz als Privatperson“ … hat der Junge eine multiple/gespaltene Persönlichkeit?
    Ich will Klarheit und beide mitsamt Entourage in der Wüste sehen. Wahrscheinlich haben sie dann aber keine vernünftigen Leute mehr in St. Gallen. Denn diese sind schn längst abgehauen aus so einem verluderten Laden.

  14. Ich bin überzeugt, Gisel wusste alles! Gisel und Vincenz sind Weggefährten und über viele Jahre zusammen ein Team. Das war beim Schweizerischen Bankverein schon so.

  15. Hochinteressant, wie in blanker Panik die verschiedenen Akteure versuchen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
    Nimmt mich wunder, mit was für Begründungen versucht wird, das Debakel um den Briefkasten an Privatadresse (mit herrlicher Seesicht) der Raiffeisenbank Rorschacherberg-Thal aus der Welt zu schaffen….

  16. Die Finma soll jetzt vorerst ihren Job machen. Was, wenn sich alle Vermutungen auflösen wie eine Seifenblase? Es gibt vermutlich genug Akteuere, welche den fraglichen Herren gerne ein Bein stellen täten, und damit auch die Organisation Raiffeisen damit treffen möchten.

  17. Also wenn die Finma NUR wegen Investnet ermittelt, dann versteh ich die Welt nicht mehr.
    Was ist mit den Aduno Tranaktionen? Was mit den „Transaktionen“ bei Leonteq? Bergbahnen? Etc.?
    Pennt die Finma wieder mal? Oder hat „jemand“ seine Beziehungen im Bern spielen lassen?

    • Das sehe ich genau so. Bei Aduno müssen die genau hinschauen, dort tobte Stobo (B. Stocker) und Vinzenz fast ungehindert und sie fädelten identische Deals mit privater Beteiligung ein. Ich hoffe der Gerechtigkeit halber, dass auch Stobo an angepackt wird und ihn seine Habgier einholt… das ist alles relevant (mögliches insider, frontrunning).

    • Hatte Einblick in die FINMA-Befragung des langjährigen BKB ZH-Leiters. Muss sich schlimmer anfühlen als bei einer STA oder der Polizei… Ich kann Ihnen garantieren, in Bern weiss man viel mehr als Herrn Vincenz lieb ist, sonst würde man nicht ein Enforcement-Verfahren gegen ihn persönlich eröffnen. Der Informant über die JB-Zahlungen (worüber IP jetzt nicht mehr berichten darf) dürfte auch eine Anzeige nach Bern geschickt haben! Und die vielen „Geschäfte“ mit dem Bündner Beat Wittmann fallen auch in den Untersuchungszeitraum.

    • Sehen Sie, dort lief alles mit rechten Dingen. Darum sag ich ja auch: Nur Investnet? Peanut! Dafür wäre der Wirbel also echt zu viel…

  18. OMG – es geht um Investnet?

    Also wenn das alles ist, ist der ganze Wirbel ja fast peinlich!!

    Nicht falsch verstehen, es ist richtig, dass es untersucht wird, aber der Wirbel in den Medien, wegen einer solchen „Lapalie“. Investnet ist eine kleine, unbedeutende Transaktion von Raiffeisen.

    • Zuerst die Hoffnung, dass Jahre später nichts mehr nach Aussen dringt. Jetzt die dümmliche Häme darüber, dass nur der eine unschöne Vorfall Gegenstand der Untersuchung ist – was wohl ebenfalls nur Wunschdenken sein dürfte. Vreni, Dir ist wirklich nicht mehr zu helfen. Aber zumindest korrespondiert Dein Mindset mit dem Anforderungsprofil an die Vincenz-Gefolgsschaft perfekt. Gisel wäre gut beraten, Leute wie Dich rauszuschmeissen.