Operation „Vanadium“: Tausende UBS-Jobs in Gefahr

Grossabbau im Geheimen und ohne Kontrolle – Hungerlöhne in Schaffhausen von 5000 Fr. – Radikalschnitt in Salami-Manier.

„Vanadium“ heisst ein Geheimplan der Grossbank UBS. Tausende von Stellen könnten in den nächsten Jahren abgebaut werden.

Die UBS bestätigt den Projektnamen, der sich an die Stahl-Herstellung anlehnt. Sie betont, dass es nicht um Tausende von Stellen gehe.

Aus dem Innern der Bank vernimmt man, dass es sich um ein kontinuierliches „Effizienz- und Effektivitätssteigerungs-Programm“ handle.

Vanadium ist für die 60’000 weltweiten UBS-Mitarbeiter, davon 20’000 in der Schweiz, eine Blackbox. Die UBS-Personalvertretung hat keine Übersicht, der Personalverband als externe Gewerkschaft schon gar nicht.

Die UBS ist daran, im grossen Stil Jobs aus dem teuren Zürich zu verlagern. Viele gehen nach Polen, Indien oder in die USA.

Und neu auch an die Schweizer Grenze. Vor Monatsfrist hat die UBS ihr erstes Servicecenter in Schaffhausen direkt an der Grenze zu Deutschland bezogen.

Dort heuert die führende Bank der Schweiz nun frische Kräfte an, weil nicht alle aus Zürich wegwollten. Dabei drückt die Bank die Löhne, wie sie offiziell zugibt.

Wie stark sie bei den Gehältern bei Neu-Anstellungen geht, kommt jetzt zum Vorschein. Laut einer Quelle offeriert die UBS 58’000 Franken Jahreslohn für einen neuen Mann oder eine neue Frau.

Umgelegt auf einen Monat sind das weniger als 5’000 Franken. Das liegt nicht mehr weit weg von der Migros-Kasse. Dort verdienen die Angestellten gegen 4’000 Franken im Monat.

Auszug einer UBS-Story in der Zeitung Schaffhauser Nachrichten vom 14. Oktober.

Die Tieflöhne sind Teil des radikalen Kostenplans der UBS-Spitze. Die Chefs, die sich jedes Jahr Dutzende von Millionen an Boni verteilen, sparen bei den Tausenden von normalen Mitarbeitern.

Ihr Schlüssel zur eigenen Pfründensicherung heisst Vanadium. Der Plan offenbart mehr als alles Bisherige, was den obersten Verantwortlichen fehlt: eine Idee für die Zukunft.

Alles, was die Spitzenmanager unternehmen, um die Rechnung ihrer Bank im Lot zu halten, ist Kostenabbau.

Und das heisst bei der UBS wie bei den meisten anderen Finanzhäusern auch: Mitarbeiter raus, Löhne runter beim verbleibenden Rest.

UBS-Chef Sergio Ermotti warf kürzlich die Bemerkung in die Runde, dass ein Drittel an Personal im Banking eingespart werden könne.

Gestern doppelte Deutsche-Bank-Chef John Cryan nach. Unter ihm könnte die Hälfte der Belegschaft beim deutschen Finanzmulti bald überflüssig sein.

Die UBS beschäftigt weltweit 90’000 Leute, wenn man die Externen dazurechnet, die faktisch angestellt sind, da sie Monat für Monat einen Betrag kassieren.

Bei der CS sind es knapp 50’000 Festangestellte plus 20’000 Externe.

Die Schweiz und ihr Bankenherz Zürich ist mit ihrem Lebensstandard und den vielen UBS- und CS-Angestellten, die hier arbeiten, jener Platz, der am meisten Federn lassen dürfte.

Die Bemerkungen von Ermotti und das unaufhörliche Kosten-Predigen von CS-Chef Tidjane Thiam zeigen, wohin die Reise am Paradeplatz in den nächsten 3 Jahren geht: nach unten.

Tausende von Jobs in der Schweiz werden bei den beiden Platzhirschen bis 2020 gestrichen. Wer überlebt, dem droht die Verschiebung an die Grenze. Oder nach Osten.

Nun rächt sich, dass Ermotti & Co. statt neues Business zu schaffen, vor allem die Compliance-Abteilungen und das riesige Backoffice ausgebaut haben.

Inzwischen kommen bei den beiden Schweizer Finanzmultis auf einen Front-Mann für die Kundenberatung bis zu 7 Backoffice-Mitarbeiter.

Der Compliance-Wahnsinn hat irrwitzige Blüten getrieben. Die beiden Geldhäuser sind tönerne Riesen geworden.

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73 Kommentare zu “Operation „Vanadium“: Tausende UBS-Jobs in Gefahr

  1. Jetzt ist es Zeit um die Vollgeld Initiative um zusetzen. Gleichzeitig sollte das „too big to fail“ abgeschafft werden, weil es eigentlich keinen Grund gibt um diese Zocker zu schützen, die Aktionäre und Obligationäre sollen wie üblich bei anderen Firmen diese Lasten tragen. Die Allgemeinheit hat keinen Einfluss um den aufgebläten und kriminellen Geschäfts Gang der Banken zu ändern.

  2. Dass alle diese intelligenten Leute immer noch nicht gemerkt haben, dass ihre Schuppen zu groß geworden sind? Dysfunktionale Organisationstrümmer mit Symptomen eines Geschwürs. Ob da nicht teilweise einfach Egos im Wege stehen?

    Innovationsgeist gleich null. Kostenmanagement macht ein Geschäftsmodell nicht besser, man hält nur etwas länger durch.

    Für mich beginnt es im Kleinen: ich bin der UBS sehr wohlgesonnen. Habe 10 Jahre dort verbracht, mit Freude und jugendlicher Naivität dort gearbeitet(IT).

    Heute – eBanking top, Rest naja. Der Kundenberater möchte mich sehen – aber Skype od. ähnl. geht nicht und da ich i.d.R. nach 19:00 nach Hause komme, ist es für ihn zu spät. Ok dann nicht, mir egal. Er wollte ja einen Termin.

    Fonds: zu teuer. 3 Säule Sparpläne mit ETF: gibts nicht, überlassen das Feld dem VZ. Kosten im Trading: Swissquote ist besser & innovativer. Im crowd oder peer funding/lending überlassen sie das Feld Startups. Factoring macht Advanon. Institutionelle Kredite überlässt man loanboox. Crowd Investing/Immob macht Crowdhouse.

    Ist das die im „innovator’s dilemma“(c. Christensen) beschriebene Situation ?

    Quo vadis UBS,CS,DB,..?

  3. Ich wundere mich, dass Polen immer noch erwähnt wird. Dieses Projekt kann als gestorben betrachtet werden. Die Service Mentalität entspricht nicht den Anforderungen.

  4. Banking war in der Schweiz eine risiege Blase und sie platzt jetzt. Willkommen in der Realität, liebe Banker. Nächste Blase die platzt: Die Beraterbuden à la Mc Donald’s Kinsey.

    Diese Politik der Banken könnte sich aber rächen. Wenn es eine solche Spirale nach unten bei der Löhne gibt, wie kann man dann solche überrissene Immobilienpreise in der Schweiz rechtfertigen ? Wer kann überhaupt das zahlen ?

    Die Immobilienpreise werden damit fallen und es kommt auf uns eine Jahrzehntenlange Deflation wie in Japan.
    Da sind aber die Banken mit ihrer Hypotheken fest im Geschäft drin…

    • Die Immobilienpreisewerden eben nicht fallen, sondern etwas weniger stark zwar als bisher, aber weiter konstant steigen. Der Grund sind die Negativzinspolitik der Nationalbanken und die Liquidität, die fortwährend ins System gepumpt und andersweitig nicht vernünftig angelegt werden kann. Was soll eine PK sonst machen? Die kontinuierliche Nachfrage nach Wohnraum trägt das übrige dazu bei. Man beachte die Bevölkerungsentwicklung, irgendwo müssen die wohnen. Das sich die zu hohen Löhne bei den Banken den übrigen Branchen anpassen müssen ist nichts als logisch. Das betrifft zuerst das Fussvolk und wenn die Zitrone nicht weiter ausgepresst werden kann, auch das Management. Auf die Immopreise hat das volkswirtschaftlich keinen Einfluss.

    • @Dieter: In Japan haben die Regierung und die Zentralbank genau solche Rezepte probiert. Die Preise sind trotzdem Jahrzehntelang gefallen.
      Die Leute können auch in kleinere Wohnungen leben. Die Jungen können länger bei den Eltern bleiben. Viele Ausländer können die Schweiz verlassen, wenn die Löhne und Jobs nicht mehr interessant sind.

  5. Compliance–Wahnsinn? Subprime schon vergessen? Adoboli schon vergessen? All die Skandale um LIBOR, Goldpreismanipulationen und vieles mehr, alles schon vergessen? Dass viele Jobs in der Finanzindustrie in den kommenden Jahren wegfallen werden, ist sicher unausweichlich. Bis dahin aber, sollte gerade diese Bank in Compliance echt gut investiert bleiben.

    • Compliance ist vor allem Marketing und PR. Das habe ich selber gesehen. Wenn es mit einem Kunde viel Geld zu verdienen gibt, dann werden die Compliance Leute entmachtet und müssen alles durchwinken.
      Das haben wir gesehen mit der FIFA Geschichte zum Beispiel.
      Subprime, Libor, Goldpreis etc. haben wenig mit Compliance zu tun.

  6. Für mich heißt das kurz und bündig ganz einfach: Personalkosten runter um die UNVERSCHÄMTEN Boni zu sichern! Gute Nacht Bankenwelt.

  7. Zitat – Inzwischen kommen bei den beiden Schweizer Finanzmultis auf einen Front-Mann für die Kundenberatung bis zu 7 Backoffice-Mitarbeiter. – Zitat Ende. Soll wohl heissen, das die sieben viel zu viel sind. Das kann aber nur jemand sagen, der noch nie hinter die Kulissen geschaut hat. Der Frontmann bedient sich ausgiebig auf die IT um seinen Leitungsfähigkeit zu wahren. Und die Gross-IT ist nunmal doch etwas mehr als ein bisschen PC Kalkulation mit Microsoft. Feuert die Sieben doch und dann schaut mal nach, wie weit der Frontmann mit Zettel und Bleistift kommt.

  8. 5’000.- ein Hungerlohn? In welcher Welt leben Sie, Herr Hässig? Das sind gute, in anderen Branchen marktübliche Löhne. Die Exklusivstellung der Banken mit Lizenz zum Gelddrucken ist definitiv vorbei. Da werden einige Leute noch böse auf den Boden der Realität zurückgeholt. Wo dank Regulation nicht mehr überrissen verdient wird, kann auch kein Geld mehr für überrissene Löhne bezahlt werden. Der Markt wird das knallhart regeln.

    • @Urs Der Median heisst, 50% liegen drunter. Es geht ja hier auch um die tiefsten Löhne im Backoffice und so. Das ist Klagen auf sehr hohem Niveau.

  9. Willkommen im Club, liebe Finanz-„Industrie“! Alle anderen Branchen wurden im Laufe der Geschichte schon mehrmals umgepflügt und müssen sich laufend neu positionieren. Jetzt trifft’s halt Dich. Gut so! Denn seien wir mal ehrlich: Dass Du Deinen Erfolg vor allem dem Staat, bzw. seinen Steuergesetzen zu verdanken hast, die Dich vor wirklichem Wettbewerb schützten, wurde sogar Dir langsam peinlich, nicht wahr? Alles Gute und wir sehen uns!

  10. Ja gut, die Eigentümer der UBS scheinen mit der Eigen-Nutzung der Firma durch die Topmänätscher kein Problem zu haben. Und SH ist immer noch 100mal sympathischer als die versnobte Stadt ZH – somit sollten sich die dorthin gesandten freuen und der UBS danke sagen. Oder nicht jammern und den Job wechseln.

  11. Nun ist ein Arbeitsplatz und Lebensmittelpunkt im Osten oder Schaffhausen nicht das Schlechteste, erfahrungsgemäss ist der gesunde Menschenverstand, also Bodenhaftung und „Erdung“, wie man so schön sagt, eher im ländlichen Bereich beheimatet. Der GL täte sicherlich Kontakt mit normalen Menschen gut, mit ihren Sorgen, Wünschen und Werten. Dann würde auch nicht so viel Unfug passieren wie z.B. die Subprimekrise oder Liborskandal.
    Leider ist es aber so, dass die Jobverlagerungen nicht zur Anhebung des bürgerlichen Bewusstseins geschehen ( haben die, die es betrifft, auch gar nicht nötig), sondern weil der Bonus in den höheren atmosphärischen Gefilden „standesgemäss“ ausfallen und gesichert werden muss.
    Schade, wann lernen die mal dazu?

  12. Ja da werden sich die Sozis freuen: mittels Weissgeldstrategie und einem Wust von Auflagen und dem Regulierungswahnsinn der Behörden steigen die Kosten derart, dass irgendwo gespart werden muss. Kein anderes Geschäftsmodell wird derart schikaniert, nicht mal in Gesundheitswesen wo es ja um unser Leben gehen kann. Durch so eine kurzfristige Sichtweise wurde der Bankenplatz CH wegen einiger schwarzer Schafe zunichte gemacht. Schade.

  13. Warum jetzt plötzlich um die 90‘000 Mitarbeiter bei der UBS? Schlicht einfach und ergreifend weil die Abzocker in der obersten Etage gelogen haben, sie hätten den Laden im Griff was die Kosten anbelangt. Mit anderen Worten, man hätte die Effizienz gesteigert und den Personalbestand reduziert. Dies stimmt nachweislich nicht. Man hat von der Putzfrau bis zum IT-Mann einfach ausgelagert. Dadurch sank logischerweise der Personalaufwand, aber die Kosten blieben nicht nur dieselben sondern erhöhten sich um einiges. Denn wer auf zehn zählen kann, was bei der GL der UBS nicht unbedingt der Fall zu sein scheint, weiss, dass bei jedem ausgelagerten Mitarbeiter noch ein Dritter mitverdient. Also über Jahre nichts als Schall und Rauch aus der Teppichetage. So konnte man auch die Aktienkurse früher in die Höhe treiben, mittlerweile scheinen die Aktionäre etwas hellhöriger geworden zu sein.

  14. Solange Ermotti seine Milliönchen einkassiert, wird das so weiter gehen. Aber auch er wird in einer Kiste abgeführt, wenn es dann soweit ist… da wird ihm das ganze Geld nichts nützen.

  15. ‚tschuldigung sind 5000CHF Hungerlohn? Dann arbeiten meine Kinder für einen Armentrinkgeld mit 4500.- bzw 3500.-….. und beide sind keine Sesselfurzer im wahrsten Sinne des Wortes.

  16. Wenn man sich mit Studienabgänger der Uni und ETH unterhält, dann merkt man schnell, dass immer weniger die Privatwirtschaft als attraktiven Arbeitgeber sehen. Lieber ein krisensicheren und gut bezahlten Job beim Staat.

    • Naja, dann sprechen sie nicht mit der Mehrheit, sondern eher mit denen welche ohne viel Einsatz eine lockere Kugel bei bester Entlöhnung scheiben wollen. Die sind mindestens an der ETH eine kleine Minderheit. Zudem sind solche Einstellungen nichts mehr als eine Wohlstandserscheinung die mit UBS rein gar nichts zu tun hat.

    • Habe immer angenommen, dass diese Verschlaufer und Ferientechniker vor allem bei den Banken zu finden seien. Ah nein bei den Lehrern und Journis hat es auch überproportional viele ehemalige Bankangestellte.

  17. Früher waren die Beschäftigten noch Bankbeamte, also quasi unkündbar.
    Inzwischen ist der Apparat mit „Beratern“ aufgebläht und erreicht das Stadium der Kanibalisierung. Compliance- (was immer das auch sein soll, jedoch Fairness nur am Rande) und Backoffice( also hinterzimmer-verdeckte)mitarbeiter treten sich gegenseitig auf die Füsse.
    Aber alle wollen bezahlt werden von in Niedrigzinsen nur noch schwierig zu erwirtschaftenden Gewinnen.
    Das Verfallsdatum ist bereits aufgestempelt.

    Die nach Indien ausgelagerten, besser: in Indien neu besetzten, Geschäftsbereiche ziehen unweigerlich hiesige , vermeintlich bestandsgeschützte, Löhne nebst Nebenleistungen auf ein niedrigeres Niveau. Profitieren tut nur der Vorstand.
    Den Aktionären wird die Dividende schmalgerechnet.

    Vielleicht doch die Immobilien in Zürich noch schnell verkaufen, Urdu und Hindi lernen und in der noch billigen aufstrebenden indischen Megapolisperipherie investieren?

  18. Das ist der Preis für die bedingungslose Aufgabe des über Generationen in der Schweiz erarbeitete Bankkundengeheimnis. Die Konsequenzen eines Automatischen Informationsaustausch AIA ist längst noch nicht im Arbeitsmarkt eingepreist. Führt in einem nächsten Schritt bloss auch noch einen AIA für Inländer ein… Ihr habt diese schwache Regierung gewählt also lebt auch mit den Konsequenzen.

  19. https://www.youtube.com/watch?v=tl53RaXFQyY

    Vielleicht sollte die unfähigen CEOs mal dieses Video auf Youtube anschauen. Einfach so, und einfach, um sich mal etwas mehr Gedanken zu machen, was bei diesen inkompetenten „apple polishers“ wohl die grösste Herausforderung ist, da sie immer mit sich und ihren Karrieren/Images beschäftigt sind.

  20. Die UBS und andere Banken sind etwas dumm: das ganze Gebilde muss doch gar nicht als Bank unterwegs sein, sondern vielmehr als Dienstleistungsbetreiber aller Art. So müsste sich eine UBS nur mit einem kleinen Bereich den Gesetzgebungen einer Bank unterstellen und wäre viel agiler. An der Tatsache dass sich die Löhne nach unten bewegen, würde sich freilich nichts ändern.

  21. Eine sachliche Recherche würde neben der Polemik auch aufzeigen, daaa die Compliance-Abteilungen nicht aus Eigenmotivation wachsen sondern weil die Regulierungen immer umfangreicher werden. Steigende Compliance-Kosten und sinkende Erträge sind die automatische Folge.

  22. Ich find’s immer lustig wie LH und die IP User endlos über dieselben Themen „pfuttern“ können. Ändern tut sich eh nie was, solange die Grossaktionäre bzw. Investoren aus dem Cash Flow fürstlich befriedigt werden können, solange darf sich sicher auch die Konzernspitze bedienen. Beiden ist es doch scheissegal was unten passiert.

    Die Managing Director leben ebenso in einer eigenen Kaste und sind eigentlich im Job +/- „save“. Bisher hat man für diese Wanderpokale immer ein Pseudo-Jöbli gefunden oder man stellt sie ebenso mit fürstlichem Gehalt im Elefanten-Friedhof bisher DINO Center genannt ab.

    Diese Bediengelder stammen einzig und alleine aus Erträgen von allen Bankkunden und solange diese Kunden der Bank die Stange halten und diesen finanziell zudienen, ändert sich nicht viel.
    Die Frage ist gäbe es seriöse Alternativen für den Kunden? Eine andere Bank? Die Bauernbank ist ja auch bald täglich im Presse-Schlagabtausch. Der Bankkunde ist langsam aber sicher zu bedauern.

  23. Bin gespannt wer hier zum Schluss primär gehen muss. Der bereits stark geschrumpfte Anteil Schweizer und Inländer oder die Horden an neuen EU Fachkräften, die in den letzten 10 Jahren seit Einführung der Personenfreizügigkeit zu wesentlich tieferen Löhnen ins Land geholt wurden.

    Sowieso belasten wird es wieder einmal unsere Sozialsysteme (kein Zuwanderer geht nach Hause wenn wir in unserer Naivität jeden Ausländer dem Inländer in Sachen Sozialleistungen gleichstellen) und der Mittelstand, der noch! Arbeit hat. Dieser wird – schneller als ihm lieb ist – bald mit höheren Sozialabgaben und Steuern konfrontiert sein.

  24. Das ist nichts anderes als die Realität die auf die Banker und andere zukommt. Die Digitalisierung kann locker flockig 50%-80% der Mitarbeiter einsparen. Heute ist die Blockchain Technologie noch nicht soweit und wird es auch nicht in den nächsten 2-3 Jahren sein. Von einer Umstellung Bankintern ganz zu schweigen.

    Aber fakt ist, dass viele Arbeitnehmer so in dieser Form nicht gebraucht werden. Weiterer Fakt ist – Bankangestellte verdienen im Verhältnis zur Normalbevölkerung zuviel.

    Warum sollte jemand der an der Migros Kasse sitzt weniger verdienen als ein simpler KVler in der Bank? Beide verfügen über Fähigkeiten in ihrem Bereich. Beide müssen jedoch wenig mitdenken und leben in einer vorstrukturierten Welt.

    Banking ist die schweizer Textilindustrie von morgen. Nur das sie einfach durch IT abgelöst wird.

    • „Beide müssen jedoch wenig mitdenken und leben in einer vorstrukturierten Welt“ – das sagt aus, dass sie nicht wirklich eine Ahnung von einem Backoffice Job in einer Bank haben. Stupide Jobs die aus reinem eintöggelen bestehen, gibt es heute schon gar nicht mehr. Backoffice-Leute sind heute Fachspezialisten, wir sind täglich Anlaufstelle für unsere Händler wenn diese mal wieder nicht weiterwissen, bearbeiten x-Spezialfälle, bügeln die Fehler der Händler aus, improvisieren bei den häufigen Systemausfällen, undundund…

  25. Mal vom eigentlichen Projekt abgesehen: Wie kommen die nur auf solche Projekt-Codenamen? Vanadium ist ein Schwermetall und als krebserregend nachgewiesen – und die machen das zum Codenamen?

    Ein Schelm wer Böses dabei denkt! Hauptsache war wohl, dass es cool klingt. Erbärmlich!

  26. Vor 90 Jahren kam es in Basel zu einem Generalstreik. Mit einem Militäreinsatz wurde er blutig niedergeschlagen. Fünf Menschen wurden dabei getötet und viele verletzt. Diese Menschen sind für Inhalte und Werte gestorben, die vielen in unserem Land heute gar nicht zu interessieren scheinen.

    Die Banken und Versicherungen in der Schweiz beschäftigen rund 145-150’000 Menschen. Beim Schweizerischen Bankpersonalverband SBVP liegt derzeit die Anzahl der Mitglieder bei 7875. Man stelle sich den politischen Einfluss derer die in dieser Branche tagtäglich, um ihren Arbeitsplatz und Alterssicherung fürchten wenn sich die Mitgliederzahl verzehnfachen würde.

    Die Rettung der Mittelklasse in der Schweiz, halte ich ohne Gewerkschaftsbeteiligung für aussichtslos. Natürlich ist das Gemisch aus Bevölkerungsgruppen (über 2.5 Millionen Mitmenschen sind in der Schweiz nicht wahlberechtigt zzgl. Grenzgänger) kein Zufall in unserem Land. Stück für Stück werden wir in den kommenden Jahren erleben, wie eine miserable Alterssicherung, schlechte Bezahlung, geringen Urlaubsanspruch, 2. Klassen Medizin und mangelhaften oder gar keinen Kündigungsschutz eine Normalität in unserem Land geworden sein wird. Wie man 2 Arbeitsstellen braucht, um überhaupt über die „Runden“ zu kommen. Die Alt-Eidgenossen werden zu den Neuankömmlinge, Niedergelassenen-Ausländer und Neu-Eidgenossen hinzugezählt und in der selben Kategorie der Nichtshabenden geordnet. Erst dann, wird vielen Alt-Eidgenossen klar werden, dass eine Handvoll Leute, die den Reichtum dieser Nation kontrollieren dieses Land und die Werte die sie vertritt kaputt gemacht haben. Und der Rest, unabhängig von der Hautfarbe, Nationalität, Sprache, Religon?

    Hast Du kein Geld, bist Du nichts wert!

    Erniedrigt und beleidigt werden die alt-Eidgenossen nach Gründe suchen. Sie werden feststellen, dass sie in einem 26 Bananenrepublik Konstrukt gelebt haben, wo zwischen 2. und 3. Säule hochgerechnet 1000 Millarden CHF vor dem Fiskus und den Sozialabgaben mit staatlicher Rückendeckung versteckt werden können und stattdessen u.a. die Liegenschaftspekulation befeuern, wodurch die private Verschuldung der Haushalte einer der höchsten der Welt ist. Wo 780’000 nachrichtenlosen Konten (Quelle:NZZ) in der Auffangeinrichtung liegen, und wenn sich nur 10% der Menschen hinter diesen AHV – Nummern während der Session mal kurz um das Bundeshaus versammeln würden, es mit der Übermacht dieses korrupte Systems innerhalb wenigen Monaten vorbei sein würde und wir ALLE gemeinsam echten Probleme zuwenden könnten wie: Umweltzerstörung, Kinder,- Altersarmut, Ressorcen Ökonomie, echte Innovationen und erneuerbare Energien, Demenz usw. usf.

    • Wie wahr sie haben. Die Elite in unserem Land sorgt sich nur um sich selbst und dad ganze moch staatlich unterstützt. Es wird Zeit das das Volk aufsteht.

    • “ Nichts tun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen!
      Lao-Tse, China 6 – 3 Jh v. Chr.

    • Danke für ihr Statement, Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner. Leider Gottes haben sie in allen Punkten mehr als recht. Leider stimmt genau diese Gruppe der Arbeitnehmer meistens gegen ihre eigenen Interessen. Der Geldadel hat längst das Sagen in der Schweiz. Aktuell will ja gerade SVP Parmelin, der Armee neue Spielzeuge für 16 Milliarden zuschanzen, möglichst ohne Volksabstimmung. Das Geld fehlt dann für Bildung, Krankenversicherung, Infrastrukturbauten, einfach überall wo es nützlich eingesetzt werden könnte. Und wie sie richtig sagen, wenn das Geld für das wirklich wichtige fehlt, sind die Linken und Netten schuld.

    • Das kommt nicht erst morgen. Es passiert JETZT. Hat man aber kein Geld ist Leben noch viel wert.

  27. Der Speckgürtel schwindet und um die hohen Saläre halten zu können, muss unten ausgedünnt werden.
    Es besteht aber Hoffnung aus MA Sicht: die nachrückende Generation Fun hat eh kein Bock zum arbeiten. Die Balance wird somit spätestens in 10 Jahre wieder da sein.

  28. Was für ein Gejammer?
    Die Auswirkungen der von Menschen geschaffenen Digitalisierung und Robotorisierung sollte man schon richtig einordnen können.

    Das Bedingungslose Grundeinkommen ist nicht mehr weit entfernt? Jedermann welcher die „Finanzierungsfrage“ stellt, hat das Geld- und Wirtschaftssystem nicht begriffen.

    Die seinerzeitige Abstimmung hat es mir gezeigt, wie wenig die Ökonomen und Regierenden die Auswirkungen der arbeitsgeteilten Wirtschaft, geistig absorbieren können?

    Die Rentenreform 2020 geht in das gleiche Kapitel. Weder das Renteneintrittsalter, Demografie, noch der Generationsvertrag als monetäre Leistung, haben einen Zusammenhang mit der Wirtschaftsleistung. Wenn man jedoch einen Verknappungsparameter, wie die Lohnkosten verwendet, so kann der Betrug gelingen?

  29. Was für ein Gejammer?
    Die Auswirkungen der von Menschen geschaffenen Digitalisierung und Robotorisierung sollte man schon richtig einordnen können.

    Das Bedingungslose Grundeinkommen ist nicht mehr weit entfernt? Jedermann welcher die „Finanzierungsfrage“ stellt, hat das Geld- und Wirtschaftssystem nicht begriffen.

    Die seinerzeitige Abstimmung hat es mir gezeigt, wie wenig die Ökonomen und Regierenden die Auswirkungen der arbeitsgeteilten Wirtschaft, geistig absorbieren können?

    Die Rentenreform 2020 geht in das gleiche Kapitel. Weder das Renteneintrittsalter, Demografie, noch der Generationsvertrag als monetäre Leistung, haben einen Zusammenhang mit der Wirtschaftsleistung. Wenn man jedoch einen Verknappungsparameter, wie die Lohnkosten verwendet, so kann der Betrug gelingen?

    Denken statt kopieren?

    • Tja, man kritisiert immer meine Deutschkenntnisse, aber es tut mir leid Herrn Bender ich verstehe nicht, was ihre vielleicht korrekte schreibweise sagen will…
      Sind mindestens zwei mal falsch: erstens die sogenannte Digitalisierungs hat noch nicht wirklich begonnen in Banking sektor, was dennoch wir beobachten können sind verschiedene Anwendungen, wie Algo trading, Vertragsrationalisierungen unsw…
      Somit die euphemistische Effizienzsteigerungen sind einfach Restanzen aus Vergangenheit, erhöhung der Wettbewerb in gewisse Marktsegmenten und last but not least Margendruck…. sie verstehen jetzt? Machen wir ein mathematische Vergleich: Ertragseite schrumpft, aber Kosten ( Personal, bonus der eigentlich noch gestiegen ist…) bleibt konstant plus die Kosten für Rechtsrisiken sind auch gestiegen, dann müssen sie die Kosten reduzieren ceateris paribus, oder?
      Die Rentenproblematik haben sie auch entweder falsch verstanden oder schlecht formuliert. Am ende in diese versaltete System spielt schon eine Rolle die Lohnkomponente, aber auch andere Parameter spielen mit ( Orchester, nicht solo…)….
      Somit, lassen wir diese Ausrede von Digitalisierungs weg, vielleicht kommt schnell als erwartet, vielleicht gar nicht in gewisse Sektoren.
      That’s all folks…what else?

  30. Schon mal bei der UBS beworben? Das dauert zwischen Monaten und unendlich. Vor 2017 gab es gewisse IT-Arbeitsplätze nur in Indien, und ich rede von häufigen Technologien.

    Als Contractor muss man es gar nicht mal versuchen. Da haben EPAM und die Inder Exklusivrechte. Bei letzterem hilft auch kein IQ von 200 oder 300.

    Ausserhalb von Zürich wundern sich Vermittler aller Art über die grassierenden Lücken in den Lebensläufen. Kurioserweise sogar auch die von Zürich, die selber ihre Stelle häufig wechseln.

    Schneller als geplant wird ein Exodus von Arbeitskräften aus Zürich stattfinden, der sich auch mit einer 50-Stunden-Woche nicht wird aufhalten lassen.

    Wer Immobilien hat soll sie sofort verkaufen, denn die Preise sind am Maximum!

    Ich habe fertig! O bello Zurigo ciao!

  31. Mit diesen Hungerlöhnen werden sich das Preisniveau und der Lebensstandard in der Schweiz Richtung EU-Plus bewegen und als Folge davon den Einkaufstourismus bald einmal zum Erliegen bringen. Die Fantasievergütungen in den Teppichetagen lassen sich so nicht mehr aufrechterhalten, da hat sich die Lohnschere zu weit geöffnet und wird der politische und gewerkschaftliche Druck zu gross.

  32. Fact ist, dass die Consulting Firmen wie u.a. Mc Kinsey die Strategie der Bank und die Massnahmen formulieren. Darf ich dann mir die Frage erlauben, warum es noch eine Geschäftsleitung braucht.? Man könnte doch da locker 100 Mio., nebst den Ausgaben für die Consultants, sparen!

  33. Frontleute bei den Banken haben sich selbst degradiert, indem sie die Kundendepots nur noch mit Strukies und Derivaten abspitzen, mit diesen Mehrerträgen von Drittklassigen Anlagen führen sie das Weiterleben der Obersten und die Frontleute können über Nacht mit billigerem Personal ersetzt werden, denn dieser Schrott kann jeder dem Kunden verkaufen. Ich tätige seit 15 Jahren für alle Kunden nur Direktanlagen und das mit Erfolg.

    • Den Frontleuten wird schon lange vorgeschrieben, was sie zu verkaufen haben!! Die können nicht mehr seriös beraten und es ist ihnen schon lange nicht mehr wohl dabei. Entweder du spurst und bringst deine wöchentlichen Verkaufszahlen oder Tschüss!
      Die Frontleute sind wirklich arme Kerle. Aber wo sollen sie den hin??

    • Gratulation. Sie bringen es wirklich auf den Punkt. Ältere Berater, welche sich wehrten ‚Toxic-Waste‘ in das Depot zu legen wurden durch jüngere Personen ersetzt, welche nur noch mit dem Kopf nicken mussten. Dies war für das obere Management der einfachste Weg ihre Ziele zu erreichen. Typische Ja-Sager-Kultur. Aber die Vermögensverwalter und Privatbanken freuen sich über die unzufriedenen Kunden der Grossbanken, Kantonal- und Regionalbanken. Somit hat die Angelegenheit wenigstens einen Vorteil. Ich freue mich auch – schon über 10 Jahre immer wieder auf das Neue 😉

  34. Willkommen in der neuen Welt. Da geisselt man immer die hohen Banker-Löhne und wenn diese fallen, spricht man plötzlich von Hungerlohn?! Viele Angestellte im Detailhandel oder Gastgewerbe arbeiten schon ewig zu „Hungerlöhnen“…. natürlich sollte der Lohnschnitt auf allen Stufen erfolgen. Da gibt es noch einige Hausaufgaben zu erledigen….
    Und dass, wenn keine neuen Erträge generiert werden, Sparmassnahmen nötig sind, verstehen sogar Leute ohne Hochschulbildung…. Aber den Meisten von uns Schweizern geht es doch immer noch verdammt gut, also gibt es wenig Grund zur Klage.

  35. Vergessen wir nicht, Martin Blessing forciert die Digitalisierung. Er will, dass die Kunden alles Online abwickeln. Da braucht es ebenfalls weniger Personal. Ich weiss noch als Grübel durch die Gänge bei der UBS ging und mich ein Marketing-Mann panisch anrief: Du, der Grübel räumt hier auf und unnötige Leute müssen gehen. Was soll ich tun? Mein Tipp hat ihm dann den Job gerettet, bedankt hat er sich nie. In seiner Abteilung wurden 3 oder 4 Leute entlassen an dem Tag. Die Löhne müssen einfach runter und das auch bei den MDs aber das wäre furchtbar für die. Viele Bankangestellte leben masslos über ihre Verhältnisse. Bei einem Bekannten von mir, habe ich das live miterlebt: 911er Cabi, Massanzüge, teure Cigarren, nicht sonderlich gescheit und ist privat komplett pleite. Kein Einzelfall.

  36. Es sind nicht Mitarbeiter in CH, die gegen Compliance verstossen, sondern in USA + GB. Ueber 10 Mrd Bussen musste UBS bezahlen, die dort verursacht wurden.

  37. Es hilft nur die Konten schleunigst zu saldieren und die Hypothek zu einer anderen Bank zu transferieren. Sonst lernen es die „Sonnenkönige“ am Paradeplatz nie. Habe fertig

  38. Die Verschiebung an die deutsche Grenze, hat für viele der 5000CHF/Monats- Lohnempfänger einen entscheidenden Vorteil, denn wenn sie sich in Deutschland niederlassen – sind sie plötzlich Einkommenskönige, zumindest in Deutschland. Selbst die Niedriglöhner der „Migros-Kasse“ wären in Deutschland Gutverdiener. Gerade viele Züricher Banker wissen nicht, wie niedrig die Einkommens – und Vermögensverhältnisse des wirtschaftlichen Mittelstandes in Deutschland eigentlich sind. Inzwischen geht man in Deutschland von 20 Millionen Menschen aus, die in sozialprekären Lebensverhältnissen leben ( kein Auto, kein Urlaub, keine Waschmaschine somit keine Altersvorsorge = lebenslange Armut).
    Die Export-Nation Nr. 1 und Volkswirtschaft Nr. 4 in der Welt, kann Millionen Menschen kein Leben in Würde bieten – das ist Fakt und bedeutet ebenso wie in der Schweiz, die Spaltung der Gesellschaft mit absehbar dramatischen Folgen für das soziale Gefüge.

    • Das stimmt und es wird immer schlimmer da es 2 Milliarden Inder und Chinesen gibt die fuer 2000 Franken pro Monat einen 8000 Franken pro Monat job verrichten koennen.

  39. Seit wann sind 5’000.- ein Hungerlohn? Bei solchen Äussserungen sieht man, wie es bisher im Spezialsektor „Banking“ gelaufen ist und was zum Teil für abstruse Erwartungen bestehen. Das sind völlig normale Löhne für Büroangestellte/Sachbearbeiter in anderen Betrieben, Industrie, Versicherungen, Dienstleister, Post, SBB. Wer es immer noch nicht realisiert hat: die fetten Jahre im Banking sind definitiv vorbei. Willkommen in der Realwirtschaft!

  40. Als ich bei der UBS in Zürich gearbeitet habe, hatte es viele Leute in unserem grossen Bereich, die fast nichts zu tun hatten und sehr gelangweilt waren (die einen, die sich dann was neues gesucht und gekündigt haben, haben mir selber gesagt, sie waren da einfach „Sessel-Furzer“: so tun, als ob viel läuft…). Von dem her ist eine Planung betreffend Stellenabbau sicher richtig. Und wenn ich mir überlege, dass ein Migros-Kassenarbeiter relativ viel arbeitet und immer dran ist, dann müsste dieser eher mehr verdienen als der UBS-Mitarbeiter (Ausbildung hin oder her). Ich bin mir sicher, dass auch bei der UBS jene mit entsprechender Ausbildung einiges mehr verdienen als die erwähnten CHF 5’000….

  41. Ich verstehe einfach nicht, dass wir noch immer dermassen gendegeneriert auf der Seite stehen und das Gefühl haben, wir seien nicht betroffen………………

    Es geht um UNS!

  42. Nun gut, das ist nun das was kommen musste. In einem Geschäft wo man sich nicht differenzieren kann und wo nur der Preis zählt, muss man die Kosten runterdrücken. Das ist überall so. Wieso sollte es im Banking nicht so sein. In einer digitalisierten Welt umsomehr. Und wieso meinen Sie eine Frau/Mann an der Migroskasse sollte wweniger verdienen als eine Frau/Mann bei UBS oder einer anderen Bank? Wenn man das ganz nüchtern betrachtet, ist das Ausbildungsniveau ungefähr gleich, oder? Oder sagen Sie mir was ein Zahlungsverkehrmitarbeiter einer Bank mehr kann. Er ist in seinem Fach spezialisiert, ebenso wie die Migros Frau. Beide haben 3 Jahre Lehre und wenig Weiterbildung die auch dem Arbeitgeber Nutzen bringt. An beiden Orten herrscht massiver Konkurrenzkampf.
    Das ist einfach die neue Relaität für ALLE Banker welche viel zu lange ohne ersichtlichen Grund und schon gar nicht Leistung zu viel verdient haben.

    • Den Abschluss bezüglich Realität kann ich so gelten lassen.

      Mit Weiterbildung bin ich nicht so einverstanden. Was nützen all die Bachelors und Masters, wenn man sie nur als Eintrittsbillett für gewisse Funktionen benutzen kann. Funktionen, wie in: Funktionen.

      Können ist bedingt durch die Verfügbarkeit vieler Dinge (in einer Grossunternehmung z.B Kompetenzen, Budgetgewalt etc)

      Warum muss ein hochgezüchteter MA mehr verdienen als ein Fachspezialist, wenn beide nicht die Kompetenz (Befugnisse und Mittel) haben um unternehmerischen Mehrwert zu schaffen?

      Wenn Weiterbildung so super ist im Bankenbereich ( also im Resultat stehen der Bank Top Leute zur Verfügung), warum nimmt dann auch heute noch Hinz und Kunz lieber externe Berater als Arbeitsgruppen aus den betroffenen Linien zu bilden ?

      Das Problem sind nicht die 5000 Franken, es gibt jede Menge Leute die gerne für ein ruhiges Leben, in der billigen Pampas, 5000 Franken nehmen würden. Es geht darum, dass die Einkommensicherheit als Angestellter weg ist im Bankensektor (auf’s Erwerbsleben betrachtet).

      Also wenn Schulung, dann lieber in einem Bereich wo es auf absehbare Zeit Jobs geben wird (für 5000.-) als in einem Bereich wo es genau diese Jobs (und Andere) mehr und mehr wegspülen wird ( Angebot durch schiere Existenz einer Anzahl von Arbeitgebern, Wachstumsmöglichkeiten, Strukturwandel etc etc )

  43. Compliance Wahnsinn?! Nun, das kann man sehen wie man will, denn das bisher geläufige Geschäftsmodell der Privatbanken und der Grossbanken hat diesen Wahnsinn ja erst ins rollen gebracht. Jetzt wo die UBS das Bankgeheimnis zum Fall gebracht hat und FATCA und AIA auf den vormarsch sind wird compliance immer wichtiger sonst hat der Schweizer Finanzplatz gar keine Zukunft mehr. Auch jetzt ist diese Zukunft schon nicht sehr rosig

  44. Angekommen in der Realität. Jetzt müssen nur noch die Mistgabeln hervorgeholt werden, um bei den MDs aufwärts ebensolche Kostenschnitte und Abbaumassnahmen durchzusetzen. – Ein durchschnittliches GL-Mitglied bei der UBS mit ca. 8 Mio Total-Compensation??! – Give me a fucking break! Eine halbe Kiste jährlich ist da schon objektiv zuviel! Das ist Ungetreue Geschäftsbesorgung ja eigentlich Raub, was da frischfröhlich passiert!

    • ja eigentlich Raub, was da frischfröhlich passiert!“

      Aber auch Schweigegeld und Risikoprämie, bis z.B. das FBI kommt und unter den Teppich der Teppichetage schaut (siehe aktuell Credit Suisse).

      Wann macht Branson einen Abgang „à la Ruthli“?

    • Warum nur erinnert mich T. Thiam mit Credit Suisse an den glücklosen Mario Corti mit Swissair?

    • @ Leo Scheuermann: Bravo!
      Man kann es auch legalen Diebstahl am Kunden und Aktionär nennen.
      Risiko haben Banker ja keines: Die Rettung der UBS durch die Steuerzahler lässt grüssen – keine persönliche Haftung und die Verantwortlichen verliessen die UBS „smelling like a rose“ und mit Fallschirm…….

    • ..und der CEO macht munter weiter als Fashion Model für Hugo Boss und grinst blöd in die Kameras.
      Eine f…ucking Schande ist das und alle schauen zu.

    • Offizielle Zahlen: Bei der UBS gibt es 661 sogenannte „Key Risk Takers“. Sie verdienen 1,14 Milliarden Franken, 752 Millionen davon als Boni. Damit erhalten die ‚wichtigsten‘ (…) UBS-Leute 26 Prozent der Bonussumme. Die durchschnittliche Entschädigung pro Key Risk Taker: 1,72 Millionen Franken, bei der Credit Suisse 1,75 Millionen.
      Und die Mitarbeiter im Stollen lassen sich für Fr. 5’000.- verarschen.
      Pro Monat. Nicht pro Tag.
      Wacht endlich auf.

    • Solche Geschäftsbesorgung ist eigentlich ein Fall zum Untersuchen …., so meine ich. – Tat und Verantwortliche (VR &GL) sind offen ersichtlich, aber kein Prüfer schreitet ein, weil man von der Fiktion ausgeht, dass die Besitzer dieses Gebaren gutheissen, weil sie – kraftlos als (mit wenigen Ausnahmen) atomisierte Teilhaber, die sich nicht zusammenraufen können – an jeder GV brav diese Dreistigkeit auch noch abnicken. – Bescheuerte Welt.