UBS: 100 Mio. für die 12 Bosse, Tritt fürs Fussvolk

Ermotti & Co räumen oben ab, an der Basis gibts ab 50 Exit – Geheimliste von Crash-Jahr 2011 zeigt: Bonus ist ein Tricksystem.

Das Bonussystem der Grossbanken basiert auf dem Versprechen, dass Leistung honoriert und Versagen bestraft würde. Der heutige Bonus der UBS zeigt, dass dies ein einziger grosser Trick ist.

Der Gewinn der UBS hat sich im 2016 halbiert. Sieht man die Halbierung auch bei CEO Sergio Ermotti? Hat sich dessen Lohn und Bonus halbiert auf rund 7 Millionen?

Wer so etwas erwartete, lebt hinter dem Mond. Ermotti erhielt für das letzte Jahr 13,7 Millionen Franken, wie die UBS in ihrem Jahresbericht heute offenlegt.

Rückgang gegenüber Vorjahr: mickrige 600’000.

Gewinn minus 50 Prozent, Bonus minus ein paar Fränkli. Warum? Weil Ermotti, der oberste operative Lenker und unangefochtene starke Mann, nichts dafür kann, wenn der Gewinn einbricht.

Wie dieses perverse Spiel der Boni funktioniert, die immer fliessen, egal wie gut oder schlecht die Leistung ist, zeigt eine geheime Vergütungsliste des UBS-Kompensations-Komitees für das Jahr 2011.

Damals war die Bank in einer tiefen Krise; einer, die vielleicht noch gravierender war, als das Annus horribilis 2008, als die Schweiz die UBS retten musste.

2011 hatte der Junior-Derivate-Trader Kweku Adoboli bei der UBS, die doch nach ihrem Subprime-Nahtod-Erlebnis versprochen hatte, nie mehr sich und die Schweiz aufs Spiel zu setzen, geschätzte 10 Milliarden Risiken aufgetürmt.

Mit viel Glück konnten die UBS-Chefs unter dem damaligen CEO Oswald Grübel das Schlimmste verhindern und den Verlust auf gut 2 Milliarden reduzieren.

Auch so war nichts mehr wie zuvor. Der Welt war klar, die Bank hatte nichts aus ihrer existenziellen Krise von 2008 gelernt. Sie war immer noch eine Gambler-Bude.

Für dieses Jahr 2011 also, als die UBS als uneinsichtige Wiederholungstäterin entlarvt wurde, musste der Vergütungsausschuss die Boni für die oberste Führung beschliessen.

Tat er das mit Leidenschaft und Härte, so wie unten in der Hierarchie alle die maximale Strafe erhalten, wenn sie grossen Schaden anrichten?

Keineswegs. Die Qualifikation fiel zwar durchs Band schlecht aus, mit vielen roten und gelben Punkten für die jeweiligen Konzernleitungs-Mitglieder. Diese signalisieren im Unterschied zu grün eine schwache Leistung.

„Needs improvement“, wie es im Performance Measurement and Management (PMM), dem Qualifikationssystem der UBS, dazu heisst.

Kein Bonus also? In corpore für die ganze Konzernleitung der UBS ein Jahr ohne Erfolgsentschädigung, so wie dies die Deutsche Bank aktuell beschlossen hat?

Weit gefehlt. Monetäre Folgen – und allein um das geht es bei den obersten Bankenchefs – hatte die Abstrafung bei den Noten nur bei wenigen Ausnahmen.

So bei Investmentbank-Leiter Carsten Kengeter. Dafür durfte der Deutsche noch über ein Jahr länger bleiben, aufräumen – und weiter kassieren.

Ebenfalls Federn lassen musste die damalige Risikochefin sowie der Finanzchef John Cryan, nota bene heutiger CEO der erwähnten Deutschen Bank, welche die Boni ganz oben ausfallen lässt.

Beide hatten einen direkten Anteil am Versagen im Debakel Adoboli.

Die übrigen UBS-Chefs spürten die Adobli-Krise, die eine unglaubliche Fahrlässigkeit der Bank zutage gefördert hatte, praktisch nicht in ihrem eigenen Portemonnaie.

Obwohl es bei ihnen teilweise gelbe Punkte hagelte. Bei einem waren es 6, daneben gab es nur einen grünen. Doch sein Lohn und Bonus sanken nur unwesentlich, von 5,8 auf 5 Millionen. Ein Witz.

Noch besser ein Mitglied der obersten Führung ohne Front- und damit Ergebnis-Verantwortung. Er kassierte 2010 7 Millionen und 2011 5,5 Millionen. Wofür eigentlich? Auch beim ihm hagelte es nämlich gelb.

Die Episode aus 2011 zeigt somit vor allem eines: So funktioniert das Bonussystem bei den Schweizer Grossbanken.

Egal, was passiert, der Rubel rollt.

Zurück in die Gegenwart.

„Der Verwaltungsrat würdigte Sergio P. Ermottis starke Führung in einem Jahr, in dem das Unternehmen trotz eines schwierigen Geschäftsumfelds ein solides Finanzergebnis erreichte“, loben die zuständigen Verwaltungsräte den aktuellen UBS-Chef im jüngsten Vergütungsbericht.

Schuld am Gewinneinbruch sei nicht Ermotti, sondern die Buchhaltung. Die „signifikante Nettoaufwertung von latenten Steueransprüchen“ habe 2015 zum Sonderjahr gemacht.

2016, auf das sich Ermottis Superbonus von fast 14 Millionen bezieht, sei halt wieder ein normales Jahr gewesen.

Ermotti hat in den Augen seiner Vorgesetzten die Erwartungen in ihn voll und ganz erfüllt. „In Anerkennung seiner Leistungen“, wie die UBS festhält, wird der Tessiner mit Geld überschüttet.

Nicht nur er. Seine 11 Kollegen in der obersten Führung der Bank, der Konzernleitung, können ebenfalls in den Boni-Millionen baden.

98 Millionen gab es für das Spitzengremium der grössten Schweizer Bank insgesamt, die mit ihrem Gewinn abgeschlagen hinter US-Konkurrenten und anderen Banken ohne klangvolle Namen stagniert.

Ermotti wird gelobt und vergoldet wie ein Superstar des FC Barcelona, müsste wie die Katalanen einen scheinbar uneinholbaren Rückstand aufholen.

Was er nicht schafft. Und doch gibt es Jahr für Jahr den Jackpot für den best bezahlten Schweizer Banker.

Das Einzige, was Ermotti immer mit Zuverlässigkeit erfüllt, sind die Kostensenkungen. Jedes Jahr entlässt die Bank teure Schweizer, mit Vorliebe jene im Alter von 50 und darüber.

Die lasten mit ihren PK-Ansprüchen der Bank am schwersten auf dem Magen. Also rasch weg mit ihnen.

Gesehen hat man das bei der Kürzung der Kündigungsfrist für das Schweizer Kader von 6 auf 3 Monate. Kaum passiert, schon landeten die kostspieligen helvetischen Middle Manager draussen.

Wer im mittleren Kader bis jetzt überlebt hat, der erhält deutlich weniger Bonus. Flächendeckend wurden die Kader und Mitarbeiter in Leistungsklasse 2 von 5 eingeteilt: Nicht voll erfüllt.

Der Bonustopf der UBS, der die gesamte Leistungsentschädigung für das letzte Jahr umfasst, sank entsprechend um 17 Prozent auf unter 3 Milliarden.

Das heisst: Unten spielt bei der UBS das Leistungsprinzip.

Aber nur dort.

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71 Kommentare zu “UBS: 100 Mio. für die 12 Bosse, Tritt fürs Fussvolk

  1. Als die Story am vergangenen Freitag herauskam, waren in dem Kompensation Scheme noch die Namen zu sehen, wenn ich mich recht entsinne; u.a. sah man, dass die Person mit roten Punkten Carsten Kengeter ist. Auch John Cryan und Tom Naratil tauchten dort auf. Jetzt sind die Namen abgeschnitten. Wo ist die linke Seite hin? Gab’s eine Abmahnung?

  2. Ein Top-Manager wird nicht für seine Arbeit bezahlt, sondern dafür, dass er bei den Aktionären Vertrauen schafft. Jeder, der privat an der Börse investiert und auf einen fetten Profit hofft, ist also mitverantwortlich für diese Missstände bei Topmanagerlöhnen.

  3. Jedes Jahr das gleiche Trauerspiel. Einfach nur krank. Hr. Mr. Ticino müsste mal als Undercover-Boss die Stimmung im Betrieb auffangen, aber für das hat er ja keine Zeit. Hier herrscht viel zu viel Fokusierung auf den eigenen Wert. Es brauchts einen heftigen Knall, dass sich etwas in die positive Richtung ändert.

  4. Es ist nicht das Problem der Empfänger. Es ist das Problem der Geber.
    Insofern sollte die Gesetzgebung geändert werden: z.B.
    a) Der Verwaltungsrat hat nur Vorschlagsrecht für Gehälter und Saläre. An der Generalversammlung wird darüber abgestimmt.
    b) dies ist bei der Fall, wenn die Firma kotiert ist oder über 1000 Mitarbeiter weltweit hat

  5. Ich arbeitete auch eine lange Zeit bei der UBS und bestätige von vielen Freunden die seit Jahren den Karren immer noch ziehen die flächendeckende Note 2 – teilweise erfüllt im PMM 2016 (Leistungsbewertung). Wer kann das noch ernst nehmen? Der Arbeitgeberverband der UBS (welcher zu Recht mit Anfragen überrannt wurde nach dieser Massen-Zwangs-Einstufung) ist selber hilflos und überfordert und argumentativ am Anschlag. Letztes Jahr eine 4 jetzt eine 2. Leistungsträger werden im Kollektiv über den Tisch gezogen.

    Sorry, wer soll denn da noch stolz und loyal arbeiten gehen? Mir tun die UBS Mitarbeitenden Leid, welche seid Jahren ihren Job machen.

    Ein besseres Beispiel von kategorischer Personalinkompetenz und einer transaktionalen Führung in einem einst stolzen CH Unternehmen.

    Schade, das Management soll sich schämen. Herr Ermoti, jetzt sind sie auch dem schnöden Mamon verfallen und haben vergessen wer arbeitet. Sie kriegen eine Nr. 1 – absolut ungenügend.

    • Nunja so verwerflich das auch ist vom Management gegenüber den Untergebenen, in einem kapitalistischen System (besonders bei einer Bank!) ist nichts anderes zu erwarten. Als erstes schaut der Manager immer auf seinen Geldbeutel, dann kommt lange Zeit nichts und dann das Wohl des Kunden/Arbeitgebers für die Legislaturperiode für welche er eingekauft worden ist. Wen interessieren da schon jammernde Untergebene? Wenn diese den Sozialstaat wollen dann ab nach Deutschland, ansonsten den Kunden erbarmungslos das Geld aus den Rippen leiern und nicht jammern.

  6. … …. da bleibt mir irgendwie das Wort im Mund stecken. Frühere Generationen hatten wenigstens den Mut, solche herausragenden Herren (sind es ja meist) bei Namen zu nennen: Raubritter oder Räuberbarone! Ich trauere den alten Zeiten nach: Damals hätte man solche Schmarotzer noch geteert und gefedert, aber heute machen Alle den Bückling vor diesen ach so beeindruckenden Dagobert Ducks. Als (ehemaliger) Banker kommt mir bei dieser Art von Masslosigkeit einfach immer mal wieder die Galle hoch.

  7. Die UBS-Angestellten sollten dem SVP beitreten. Wer SVP-Mitglied ist, wird kaum entlassen, weil die Vorgesetzten bis hinauf zur Generaldirektion haben Angst vom Blocher.

    • Eigentlich nicht mal die Antwort wert, aber der Form halber: absoluter Schwachsinn.

      Aber klar, die SVP ist an allem schuld, wir haben verstanden, schöne einfache Welt.

  8. Revolution! Sogar die HR-Tante (meine Güte!!!) erhält knapp 8 Mio? Hallo, wohl völlig neben den Schuhen das ganze.

    • Natürlich.. Schliesslich hat sie mit der Streichung der Jubiläen für das 5- und 15-jährige und der Herabsetzund des Anspruchs beim 10- und 20-jährigen Jubiläum ihre KPI’s voll erfüllt und darf somit auch fett belohnt werden. Natürlich auf unsere Kosten. Nachhaltigkeit ist in der UBS nicht mehr gefragt!

    • Nicht zu vergessen sind noch die substantiellen Kürzungen bei den PK Leistungen, sofern man als Survior überhaut je in deren Genuss kommt.
      Unten wir in allen Bereichen reduziert oben Caviar und Champagner serviert.
      Meine Konto sind schon abgewandert und es bleibt zu hoffen, dass noch viele folgen werden.

  9. Liebe Neidende

    Da bekommt einer einen guten Leistungslohn, und Sie bekommen Schnappatmung, weil es halt äs bitzeli mee ist.

    Zunächst einmal ist unser Sergio halt fleissiger als Sie. Er arbeitet nicht nur 8 Stunden 24 abzüglich 1 Stunde Pausen und Pinkeln und Husten und Tipp-Ex suchen. Er leistet 12 Stunden und das an 6 Tagen pro Woche. Und manchmal auch in der Nacht: gestern rief er mich an und sagte: „Bin in der Nacht aufgewacht, hab‘ über unsere Bank nachgedacht, hab‘ mich gewundert, macht Franken 100.“ Ist doch billig. Und Ferien macht er auch kaum. So kommt er auf 72 Stunden reine Leistung in der Woche und Sie, meine lieben Neidenden, nur auf angebliche 42 Stunden. Er arbeitet das 1.7-Fache von Ihnen.

    Der mittlere Lohn in der Schweiz ist bei etwa 6’500 Franken im Monat bzw. 84’500 im Jahr. Wenn Sie so viel arbeiten würden wie er, so kämen Sie auch auf das 1.7-Fache bzw. 143’650. Das ist doch etwas.

    Und dann ist er halt auch besser als Sie, viel besser. Auch das wurde berechnet: Statt 143’650 pro Jahr bekommt er, weil er 13.7 Millionen, weil er eben 95.4 mal besser ist als Sie. Sie mit ihrem I-Kühlein von 100 können sich mit seinem IQ von 9’540 schlicht nicht vergleichen. Und weil Sie fast hundert mal dümmer sind als er, werden Sie nie begreifen, wie er zu seinen Millionen kommt. Leider.

    • Ach Öspeli. Sie sind auch nicht wirklich so schlau. Mein IQ ist bei 152. Einiges mehr als sie und all dennen sie nach kriechen mit einer kleinen Hoffnung etwas zu erhalten oder zu ergaunern. Wie auch immer, wenn Ermotti so viel arbeitet und so schlau ist wie du schreibst wieso zum Teufel ist er so ideenlos und so anti innovativ? Er bewegt nichts. Kein Mehrwert. Auch wenn er 100 Stunden / Woche wach ist aber dabei nichts schlaues entwickelt wird. Dann soll er doch lieber schlafen, somit wird das Risiko proz kleiner dass irgend eine Scheiss Idee daraus entspringt. Bis anhin haben wir ausser viele Arbeitslosen nicht wirklich eine sonderliche gute Leistung erlebt.

  10. 4 Konsequenzen:
    1.) wer dies ungerecht findet und bei UBS arbeitet, kündigt bitte oder schweigt
    2.) wer etwas Mut hat, spricht Ermotti auf der nächsten Party an, wie er seinen Lohn der Gesellschaft gegenüber verantwortet
    3.) wer bei UBS Kunde ist, hinterfragt die Gebühren in jedem Detail und schiebt mal 10 % auf eine andere Bank zum Vergleich
    4.) alle: Initiative, dass PK Einzahlung prozentual ab 50 fällt (wer hier schweigt, macht sich mitschuldig für die ü50 Entlassungen). Handeln statt quatschen.

  11. Auf der UBS und der CS herrscht derselbe Wahnsinn. Es sind zusehends korrupte Feudalsysteme. Die Managing Directors erhalten üppige Geldtöpfe, die sie nach Belieben und komplett willkürlich an ihre Günstlinge weiterverteilen oder gleich selber behalten können. Die Haupttätigkeit mancher Direktoren besteht allein darin, sich täglich die Gunst eines solchen Fürsten zu sichern. Man kann komplett inkompetent und dazu ein charakterlicher Lump sein – alles kein Problem, solange man der Liebling eines Fürsten ist. Vollkasko garantiert.
    In einem sehr gut dokumentierten Fall hat ein schikanierendes und mobbendes Direktörlein sogar eine eigene Website erhalten, auf der sein Treiben von den erbosten Mitarbeitern beschrieben wird. Er hatte sie bis aufs Blut provoziert, im Wissen, untouchable zu sein.
    Aber kein Problem. Diese Figur hat sich die Gunst eines Fürsten gesichert. Der deckt ihn. Und zahlt noch üppig dazu.
    Vetterliwirtschaft ist wirklich nur der Vorname.

  12. Das ist genau der Grund, wieso ich ohne in den Vergütungsbericht zu schauen, bei sämtlichen Publikumsgesellschaften die Abnahme des Vergütungsberichtes ablehne. Grundsätzlich. Immer.

    Alles über 1 Million Schweizerfranken – das sind immerhin ca. CHF 4’000 pro Tag – ist für mich persönlich zu hoch als Arbeitsentschädigung.

    Risiken tragen diese Manager ja sowieso nur insoweit, dass sie vielleicht auf einem Schleudersitz sitzen. Um eigenes Kapital geht es sowieso nie. Dies im Gegensatz zum richtigen Unternehmer, der von mir aus auch kassieren darf, soviel er will.

  13. Der einfache schweizer Bürger und normale Angestellte in der Schweiz lebt – dank Globalisierung, Otsourcing von Arbeitsplätzen, Masseneinwanderung von billig(er)en Arbeitskräften aus der ganzen Welt – bald wieder wie unsere Vorfahren als Taglöhner von der Hand in den Mund.
    Die „Masters of the Universe“ aber fühlen sich hier pudelwohl: Total Compensation und dann scheiss auf alle anderen. Sch…. auf die Mitarbeiter (Menschenvieh), sch…. auf ihre Pensionskasse (gibts in Amerika ja auch nicht), sch…. auf die Menschenrechte (gibts vielerorten sowieso nicht) sch…. auf das Land, wo ich lebe und mein Geld mache (meine Pfründe sind gesichert / ich bin ja nur ein Expat) und sch…. auf die blöde Firma, die mich zu dem macht, was ich bin.
    Aber sie haben eine weisse Weste und lachen uns ins Gesicht. Vielen Dank!

  14. Schade, dass die Steuerzahler damals die UBS retten mussten ! Diese Bank war und ist immer noch der Inbegriff der Arroganz. Auch schon geschehen bei der Fusion Bankverein und UBS. Die Oberen nehmen für sich und verabschieden sich vorrausichtlich dann Mitte fünfzig mit prall gefüllter Kasse von der Arbeitswelt. Was mit all den weniger verdienenden gmainormalen Angestellten passiert ist ihnen so etwas von egal !

  15. Wo ist die Politik? 50 Jährige auf die Strasse um BVG zu sparen diesen, als Bonus zu verbrauchen auf Kosten aller Steuerzahler ist ein Betrug an der ganzen Schweizer Gesellschaft.
    Und alle von links bis rechts schauen zu… und wir zahlen die Zeche.
    So nebenbei, hervoragenden Leistungen aus bekanntem Umfeld erfüllt, gelobt bis in den Himmel und als Dank mit 10% weniger Bonus belohnt! Ermotti hätte hier mindestens 30% Aufschlag erhalten…aber eben, bei Aussagen wie der Markt muss es richten und wir haben bei der PK 30% gespart sagt alles!

    • Was soll dieser völlig gefrustete Schrei nach der Politik? Die UBS ist eine AG, es muss niemand dort arbeiten, aber wie es scheint nehmen Sie Ihren (Ihrer Meinung nach zu tiefen) Bonus trotzdem gerne. Seien Sie doch konsequent und gehen Sie oder verzichten Sie auf Ihren Bonus und gehen damit mit gutem Beispiel voran. Aber nein Sie spielen lieber das hilflose Opfer, dass nach Hilfe schreit anstatt aufzustehen und sich zu wehren. Wenn Sie doch so gut sind wie Sie meinen finden Sie doch locker auch anderswo einen Job? Oder eben doch nicht?

    • Grüezi@Road Runner,

      Sie machen es sich zu einfach. In den letzten Jahrzehnten haben sich diese AG’S zunehmend eigene Bereiche geschaffen, in denen keinerlei Werte entstehen. Während die Dienstleistung beim Zahlungsverkehr unbestritten ist und Kredite in der Realwirtschaft für die Wertschöpfung unerlässlich sind, wird im Investmentbereich eine Produktivität nur vorgetäuscht. Mit der Konsequenz, dass diese UBS AG mit Steuergelder „gerettet“ werden musste. Sie werden argumentieren, dass diese AG die Summe mit Zins zurückerstattet hat. Richtig! Aber mit Volkswirtschaftlichen kollateralschäden die bis heute und darüber hinaus wirken werden.

      Denn es werden meist Nullsummenspiele durchgeführt, bei denen der Gewinn des einen der Verlust des anderen sein muss. Nur die Bank (Topmanager) gewinnt immer, weil die im realen Wert kaum erfassbaren Papiere Provisionen erbringen, die sich zu enormen Beträgen aufaddieren können. Finanzprodukte sind deshalb auch viel stärker zu besteuern, alles hat der Realwirtschaft zu dienen, weil nur dort Wertschöpfung entsteht, von der wir alle leben.

      Sie schreiben: man solle sich wehren!

      Wo leben Sie? Auf dem Jupiter? Wir schreiben das Jahr 2017 – 10 Jahre nach Leman brothers. Es wurde bis jetzt kein einziger Manager verurteilt. Milliarden Strafzahlungen wurden vollstreckt – aber keiner – der Verantwortlichen musste ins Gefägnis. Die Justiz kann man getrost als eine Illusion bezeichnen. Bitte Denken Sie nach, bevor Sie Anderen „Feigheit“ unterstellen.

      Herzliche Grüsse

  16. Unfassbar, das UBS Management Board hat völlig den Boden unter den Füssen verloren. Der Aktienkurs ist noch meilenweit entfernt vom Allzeithoch – bis dahin sollte es eine Begrenzung auf Max 1 – 1,,2 Mio. CHF pa. für Zeltner und Co geben. 100 Mio Bonus für die paar Männchen an der Spitze ist der blanke Hohn! Schade gibt es keinen Carl Icahn, Warren Buffet und Dan Loeb in der Schweiz, diese Aktionärsaktivisten würden der UBS Führungsriege ordentlich die Haare rasieren…. Mit den 100 Mio. hätte man locker 600-700 (!) neue Arbeitsplätze in 2016 schaffen können! Wenn das so weitergeht bei der UBS sehe ich schwarz, die richtig guten Leute haben eh keine Lust mehr in diesem Verein zu arbeiten.

  17. Was jammert ihr ständig in euren Kommentaren zu LH’s Artikeln. Eure Kommentare sind zum Kotzen. Geht es einem von euch schlecht oder dreckig. Leidet ihr an Hunger oder müsst ihr neu auf der Strasse leben? Denkt nur einmal an all die Flüchtlinge wie schlecht es denen geht. Wollt ihr mit denen tauschen? Das was LH schreibt sind keine seriösen Artikel. Er wettert und kritisiert ständig was die Finanzbranche treibt. Hetzartikel sind das was LH verfasst. LH sollte mal den Betrachtungswinkel ändern. Es gibt sicher auch positives über die Finanzbranche zu berichten. Fazit: Think positiv.

    • McKinsey sollte sich mehr auf den Bereich Konkursverwaltung bzw. Unternehmensabwicklung fokusieren. Die Folgeaufträge der UBS und CS dürften sie sicher in der Tasche haben.

  18. Alle Jammerer sind selber Schuld, die noch in irgendeiner einer Form Kunden oder Aktionäre von solch unanständigen Molochen sind.
    Verkauft die Aktien und sucht euch eine neue Verbindung bei einem kleineren Institut.

  19. Nicht meckern und lamentieren wenn es einem betrifft, handeln!
    Externe VV’s, PK’s, Versicherungen, AHV und Co sind kein Deut besser, eher noch schlimmer- und exakt da liegt das (System) Problem! Die da oben, wie sie alle da sitzen in ihren fetten Ledersesseln garnieren auch mit voller Kelle ab, schaden den Einzahlenden und sind nichts anderes als gebügelte Fritzen die sich bedienen. Ergo, warum soll man seine Liquidität durch Banken und externe VV’s verwalten lassen?

    Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, Punkt!

  20. Tja, bin ich nicht neidisch…
    Wir waren mit sehr viel weniger zufrieden, aber unsere Reputation und Ansehen war sehr hoch!
    Der einzige beitrag hier von mir wäre ein Swap: ich übernehme für ein Jahr, kassiere dann nur 1 mio. Und den rest wird an philantropischen Stiftungen gespendet! Die GL kann dann ein „Jahr Sabaticcal“ geniessen…

  21. Das sind halt die Gesetzmässigkeiten des heutigen Managements. Läuft es rund dann sind sie Schuld dafür und stehen gerne selbst mit einem Pepsodent Lächeln vor die Presse oder die Kamera. Läuft es schlecht dann sind alle anderen Schuld und der Pressesprecher darf Red und Antwort stehen.

    Somit ist auch klar, dass das Management egal wie der Geschäftsgang ist immer Anspruch auf Boni hat. Bravissimo Sign. Ermotti

  22. Wer die Bonuskultur, gegen die ich per se nichts habe, dermassen ad absurdum führt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich die Belegschaft nicht mehr loyal verhält. Das Management zerstört mit solchen Aktionen den ungeschriebenen Vertrag zwischen den Akteuren auf den unterschiedlichen Hierarchiestufen, der besagt, dass die Bonuskomponente zwingend an den Erfolg der Gesamtbank gekoppelt ist. Der Erfolg eines Finanzinstitutes wiederum bemisst sich letztlich an dessen Aktienkurs bzw. an Gewinn. It’s as simple as that, liebe UBS, CS und Konsorten.

  23. Jede/-r jammert und beklagt sich aber keine/-r ist bereit dagegen etwas zu unternehmen sei dies durch Streik, Boykott etc.. Weshalb sich dazu überhaupt Gedanken machen und sich eventuell noch aufregen und ärgern? Da wir Gefangene dieses Systems sind, bringt es nichts, weil niemand auf den eigenen Wohlstand verzichten will. Jede/-r erwartet vom anderen, dass sie/er gegen diese Ungerechtigkeit ankämpft und sich deswegen exponiert. Man (er-)wartet, dass sich eine andere Person oder Gruppe dieser „Schweinerei“ öffentlich annimmt und somit zu einem Teil die eigene Existenz aufs Spiel setzt. Und man wartet immer noch, weil jede/-r auf die/den anderen wartet.

  24. Man sollte das Verwaltungsrat ersetzen, die das erlauben. Aber sie sind auch nicht besser, mit A. Weber & co, dessen Performance auch schlecht ist. Aber sie kassieren trotzdem weiter!

  25. Wo sind die Aktionäre die das dulden? Ach ja, da kommen wir zur alten Verflechtung. Im Grunde, stecken sie alle unter derselben Decke.

    Da muss man den Spiess umdrehen und die provozierdende Frage stellen: Wozu brauchen wir überhaupt noch Banken? Wozu brauchen wir CE0’S und Führungsriegen die Unternehmen ausplündern?

    In den nächsten Jahren, bis 2020, werden wir eine weitere Auflösung der Wertschöpfungsketten im Banking sehen. Einhergehend damit weitere Filialschliessungen und Fusionen. Weite Teile des Banking, wie im Bereich Payments, werden in die Kanäle von Apple, Google, PayPal & Co umgelenkt. Allerdings werden sich die genannten Anbieter davor hüten, das gesamte Spektrum an Bankdienstleistungen anzubieten, da sie kein Interesse an dem Status einer Vollbank haben. Falls sie sich doch dazu entschliessen sollten, werden auch sie an der Komplexität des Universalbankmodells scheitern.

    Vor der Tatsache strukturell bedingter weiterer Zunahme an Massenarbeitslosigkeit sollte sich niemand Augen und Ohren verschliessen.

    • Was meinen Sie genau mit:

      „wo sind die Aktionäre die das dulden? Ach ja, da kommen wir zur alten Verflechtung. Im Grunde, stecken sie alle unter derselben Decke“?

      Wer sind ihrer Meinung nach die Hauptaktionäre der UBS? Und mit wem stecken diese unter einer Decke?

    • Eine spannende Auseinandersetzung mit einem Thema der immer wieder für Schlagzeilen sorgt:

      Der Kommentator @Frieda schreibt Zitat:

      „Wer sind ihrer Meinung nach die Hauptaktionäre der UBS? Und mit wem stecken diese unter einer Decke?“

      Hierzu:

      „https://www.ubs.com/global/de/about_ubs/investor_relations/share_information/significant.html

      Daran erkennt man, wie krank das System ist. Pensionsfonds sind nicht die Hauptinvestoren in Investmentfonds. Hauptanleger sind vermögende Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen und auch Staatsfonds. Dennoch wagt es kein verantwortlicher Politiker, die gängige, aber falsche Behauptung über die Ansprüche von Fonds und Pensionskassen in Zweifel zu ziehen oder gar die Angemessenheit von überzogenen Kapitalrenditen zu hinterfragen. Niemand weist daraufhin, dass die Fondsmanager bis zu einem Drittel der Einlagen in die Fonds für ihre eigene Vergütung abzweigen und deshalb hohe Renditen auf die verbleibenden Mittel erforderlich sind, um den Investoren eine minimal Rendite auszuschütten! Was folgt ist eine hierarchische Regression wie wir sie seit Jahrzehnten erleben. Es ist davon auszugehen, dass alles volkswirtschaftlich, im Gegensatz zum einzelnen Betriebswirtschaftlichen, sinnvolle immer selber trägt und Finanzierung ja voraussetzt in welcher Geldordnung finanziert wird.

      In der unsrigen wird bald gar nichts mehr finanzierbar sein, und somit auch keine Boni wie wir sie heute noch hinnehmen müssen! D.h. wir werden es mit dieser Geldordnung nicht aufhalten können; es wird sich von selbst auflösen müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird dieser Umverteilungsprinzip irreparablen Schäden verursacht haben an Mensch, Tier und Umwelt.

  26. Hässig in Madrid hat keine gute (Ein)-sicht. Eine der Bemessungsgrundlagen für den CEO ist der bereinigte Vorsteuergewinn und nicht der Reingewinn. Der bereinigte Vorsteuergewinn ist um 5% gesunken.

    Zum Vorwurf, dass es sich um einen Tritt fürs Fussvolk handelt: der durchschnittliche GEB Bonus ist pro Kopf um 16% gesunken.

    Wie so oft, ist die Berichterstattung in Inside-Paradeplatz ungenau und bewusst irreführend.

    • ubs kommunikationsstelle:

      …eine der bemessungsgrundlagen für ceo und vr…….
      …und die anderen sind (a) der mieserable verlauf vom aktienkurs seit jahren; (b) die tiefere ausschüttung im 2017 vs. 2016 vs. höhere vergütung der geschäftsleitung; (c) die mega-grossen kosten für bussen, vergleiche und deren anwaltskosten.

    • Bevor Sie als UBS Kommunikationsstelle einen derartigen Mist antworten sollten Sie einfach ganz still sein. Es gilt dann hier konkret auf Ihren selbst erstellten Vergütungsbericht von 2016 zu verweisen in dem die effektiven quantitativen Ziele nicht erfüllt wurden.
      Es spielt keine Rolle wie der effektive und bereinigte Vorsteuergewinn am Ende ausgewiesen wird, wichtig ist die Zielerreichung. Diese wurde gegenüber Plan und gegenüber Vorjahr seitens des CEO klar verfehlt. Noch härter ist die Zielverfehlung bezüglich des Group RoTE.

      Um es klar zu sagen: Wenn keine zusätzliche Wertschöpfung generiert wird, ist auch keine zusätzliche variable Vergütung anzurechnen. Ansonsten werden logischerweise die Leistungen der Vorjahre erneut bezahlt. Es gilt somit die relativen Verhältnisse einzuhalten. Also schauen wir dort hin:

      Die gesamte leistungsabhängige Zuteilung sank um 17%.

      Dass das Top-Management somit einen vergleichbar ähnlichen Bonus wie 2015 erhalten konnte ist nur dadurch möglich, dass eine Umverteilung der Boni stattgefunden hat. Es ist hier klar zu vermuten, dass sich die Boni für andere Vorstände/GMDs/MDs ähnlich stabil darstellen.

      Dies erklärt die systematisch ausgerufene PMM Vorgabe, dass ein Grossteil der Mitarbeiter mit einer Bewertung von 2 eingestuft werden muss. In der Regel erfolgte hier eine Reduktion der variablen Vergütung um 35%. Die Umverteilung der UBS Boni fand somit von den einfachen Mitarbeitern hinauf zu den Führungskräften statt.

      Welche Glaubwürdigkeit strahlt das Top-Management gegenüber den Mitarbeitern, den Kunden und der Gesellschaft hierbei aus?

      Welche Emotionen erzeugen Sie – ausser Ohnmacht?

      Gleichzeitig mit dieser – zumindest gefühlten – Bereicherungsaktion werden nach wie vor Mitarbeiter entlassen. So aktuell im HR, hier rollt seit letzten Montag eine Entlassungswelle an und einige Mitarbeiter werden nächste Woche die Welt nicht mehr verstehen.

      Ist diesen Mitarbeitern der Bonus so wichtig?
      NEIN. Diesen Mitarbeitern ist massgeblich der Arbeitsplatz wichtig. Diese Mitarbeiter verstehen auch, dass bei sinkender Gesamtleistung auch der Bonus sinkt.
      Dies scheint jedoch das Top-Management so nicht zu sehen.

      Wie können sich Mitarbeiter (auch die Vorstandschaft sind lediglich Mitarbeiter) sich selbst finanzielle Zuwendungen zukommen lassen, während sie selbst gleichzeitig in hohem Masse andere Mitarbeiter entlassen und/oder deren finanziellen Zuwendungen kappen?

      Die UBS postuliert erneut ein unsagbar trauriges Verhalten gegenüber ihren Mitarbeitern und auch gegenüber der Gesellschaft (als Anti-Rollenmodell)

    • und bei den Mitarbeitern wurde der Bonus um bis zu 33% gekürzt. Lohnerhöhungen gab es auch nur für die wenigsten. Oben wird Wasser gepredigt aber Wein gesoffen und das nicht zu wenig! Das Topmanagement ist auf ganzer Linie nur noch unglaubwürdig!

  27. GEB Compensation Listing
    Die im Bericht abgebildete Liste datiert aus dem Jahr 2010. Interessant wäre die Entwicklung anzusehen, nur Boni und die Gesamtvergütung.
    Könnten Sie die neue Vergütungsliste 2016 ihrem Report beifügen?
    Ansonsten ist der Bericht interessant und gibt zum Denken Anlass.

  28. Ich finde es auch unverhältnismässig diese Boni.
    Sind wir aber einmal ehrlich…..ausschlagen würde der Bonus niemand von uns wenn er uns doch so oder so zur Verfügung steht. Bei Geld werden die Leute gierig dass war schon immer so und wird auch weiterhin so bleiben. PS: Aufregen bringt es sowieso nicht. Lieber die Gedanken für andere Sache gebrauchen. #positivvibes

    • Ausser Herr Oswald Grübel, er hat 2009 und 2010 auf seinen Bonus verzichtet und für CHF 3 Mio gearbeitet. Also rund CHF 10 Mio weniger erhalten je Jahr.

    • Und wie kam wohl Grübel’s Gesamtvermögen zusammen? Er musste nie darben. Er ist auch kein Vorbild. Wer hatte den bei der CS das sagenhafte Compensation-Scheme eingekauft, das ein paar Jahre dem good old Brady 70 Kisten reinspülte? Für den Scheiss hat die CS noch bezahlt! Der Bonusverzicht drückte nur eins aus: Grübel war konsequent. Du das zeichnete ihn aus.

  29. Die Vergütungen auf der Geschäftsleitungsetage sind zwar nicht neu und in der Grössenordnung längst bekannt; aber wenn man die Zahlen und Namen so aufgelistet sieht, erschrickt man dennoch. Die Entschädigungen sind jenseits von Gut und Böse und ein Schlag ins Gesicht jedes normalen Mitarbeiters. Wenn man zudem davon ausgeht, dass die nächsten Führungsstufen auch noch Saläre in Millionenhöhe einkassieren, dann graut einem. Die NZZ hat all diese Manager vor einigen Jahren treffend als «geldgierige Karrieristen» beschrieben. Gut wäre, wenn die Aktionäre einmal etwas gegen diese krassen Selbstbedienungsallüren unternähmen.

  30. Die Boni an die UBS-Führungsetage stehen in keinem Verhältnis zu deren Leistung (der Aktienkurs lässt grüssen). Dafür wird bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gespart auf Teufel komm raus und diejenigen die diesen Dampfplauderern nicht mehr passen entsorgt Diese sogenannten „Führungsleute“ und ihre Steigbügelhalter haben kein Gewissen und keinen Anstand und das Wort Ethik ist ihnen ebenso ein Fremdwort.
    Leider hat der kleine Aktionär an der GV nichts zu sagen. Aendern würde sich nur etwas bei: ein Aktionär = eine Stimme. Eine solche Aenderung ist dringend nötig!

  31. Da gab es vor ein paar Jahren eine Abzockerinitiative, die nicht zuletzt auch dank IP vom Schweizer Volk angenommen wurde. Deren Umsetzung wurde von unseren Winkel-Politiker aber versenkt, das Beispiel machte Schule, wie später Umsetzungen resp. Nichtumsetzungen zeigten. Was soll der Aktionär nun machen? Abstimmung mit den Füssen, ja, aber wohin? Zur CS…..Von Pest zu Cholera.

  32. Die Feudalherrschaft wurde mit der französischen Revolution beendet. Meinte man. Mindestens im Grossbankensektor dauert sie noch bis heute weiter an. Solange eben, wie es blinde Aktionäre gibt, denkfaule und dumme Kunden und bemitleidenswerte Mitarbeiter, die dieses Ausbeutungssystem unterstützen. It’s you choice und man hat immer eine Wahl!!

  33. Im Vergleich zu 2008 hat sich bei der UBS wenig geändert. Ausser, dass sie weniger verdient und tragende Geschäftsfelder weggebrochen sind. Die too-big-to fail Problematik besteht unverändert. Die wohl unvermeidbare nächste Finanzkrise der Staatsschulden hat das Potential, die UBS zu destabilisieren und damit die Schweiz ein weiteres Mal vor Probleme zu stellen. Gewisse Parallelen zu Enron sind erschreckend: Um den Negativzinsen teilweise zu entkommen werden Milliarden von Kunden Cash-Beständen (liabilities) auf offshore off-balance SPVs geschoben. Hinterlegt wird dafür ein Mischmasch von allerlei schwer bewertbaren assets. Dem Kunden gegenüber wird das Ganze als sicheres Deposit verkauft und dem Management dafür Millionen an Boni ausbezahlt.

  34. Und nach Adoboli bellten (neben anderen) auch noch die «geilen Hunde», die mit ihrem Front Running jeweils den Maximalbonus erzielten. Und auch da haben der oberste Hundehüter, Sergio Ermotti, und seine Hundehüter-Assistenten nichts gemerkt und einfach angenommen, dass im Devisenmarkt ausserordentliche Gewinne erzielbar sind.
    Aber ausserordentliche (Libor-)Gewinne hat die UBS ja schon zur Zeit der Libor-Absprachen, als Mark Branson die Japaner «überwachte», als selbstverständlich angesehen.
    Und heute ist John Cryan für spannende US-Immobilien-Finanzierungen im Asset and Wealth Management (sic!) der DB der «Oberverantwortliche», weil das IB der DB das Kreditrisiko («Russians make up a pretty disproportionate cross-section of a lot of our assets…») nicht mehr wollte.

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Boerse-freut-ueberraschend-tiefe-Busse-fuer-die-UBS/story/10530007

  35. ö. Ä. (Öffentliches Ärgernis. – Ehefrauen (Freundinnen) reisen und konsumieren auf Bankkosten : ö.Ä. – Private Flüge First Class zL. Arbeitgeber : ö.Ä. – Verdeckte Pensionskassen Subventionen: ö.Ä. – Firmenwagen u. Chauffeure f. Privates: ö.Ä. – Gärtner, Handwerker usw z.L. der Bank : ö.Ä. UBS : unabhängiges Betriebs-System z. Bereicherung der Selbstbediener in der Teppich-Etage: ö.Ä.

  36. Wo sind bloss die Grenzen für diese unsägliche Gier der Teppichetage? Ich bin auch Banker und das Klima hat sich in den letzten Jahren nur verschlechtert. Früher war es ein Miteinander, jetzt ein Gegeneinander. Es geht leider nur noch ums Überleben, weil die Zitrone von oben nach unten mehr und mehr ausgepresst wird. Ich wünsche mir, dass dies wieder ändert, befürchte aber, dass dies nur mit einem Crash im System möglich sein wird 🙁

    • Würd ich auch so unterschreiben, ich rate Ihnen einen jobwechsel. Die Branche ist bald am Ende.

  37. Ich wiederhole mich nicht gerne, aber wer wirklich noch immer so naiv ist zu glauben, dass die UBS Bosse Demut zeigen und auf grosse Teile ihres Bonus, oder sogar auf den ganzen Bonus verzichten, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber jeder MA ist frei in der Entscheidung, ob er für diesen Saftladen arbeiten möchte oder nicht. Und genau so kann auch jeder Anleger selber entscheiden, ob er sein Geld diesem Saftladen weiterhin anvertrauen möchte oder nicht. Die Faust im Sack machen und schweigen ist keine Option.

  38. Warum regen sich viele auf, die 3500 Frontleute der UBS unterstützten die obersten 18 tatkräftig indem sie die Kundendepot mit hochmargigen derivativen und Strukies abspitzen.
    Wenn jeder Kunde Direktanlagen tätigen würde, dann müssten die Saläre der 4000 MA auf dem Finanzplatz Schweiz von durchschnittlich 400 000 umd 35 % reduziert werden. Frontleute wurde insoweit geschult, dass sie in den Klauen der Vorgesetzten sind und auf Verderb dem Arbeitgeber ausgeliefert sind.

    • Stimmt, lieber Max Meier! Als unabhängiger Vermögensverwalter lasse ich durch mich initiierte Produkte von diversen Anbietern rechnen. Fazit: Die UBS ist im Schnitt 1 – 1.50 % schlechter bei der Verzinsung als alle andern. Da ich ja annehme, dass die andern auch Geld verdienen……., komme ich zum Schluss, dass sich die UBS hier „bedient“.

  39. Einfach eine riesengrosse Frechheit, was sich die Oberen der UBS erlauben. Jedes Jahr hören die UBS Angestellten von Ermotti, Zeltner und Co., wie herausfordernd das Umfeld sei und dass alle etwas dazu beitragen müssten, damit die Bank wieder auf guten Kurs komme. Daher müsse der Bonustopf einmal mehr gekürzt werden, bei den Beförderungen werde sehr restriktiv vorgegangen und leider seien auch Kündigungen unerlässlich. Und diese Gurkentruppe lässt sich Jahr für Jahr vergolden!!! Verstehe nicht, wie man unter einem solchen Management noch gute Leistung bringen kann bzw. noch überhaupt arbeiten will.

    • Wie wahr. Was würde die UBS aufgewertet, würde der CEO hinstehen und verkünden: „Ig versichte auf die Boni von diese Jahr.“ Aber die Cheffigur weiss nicht einmal, das seine Bank Buchgeld generiert. Siehe Gespräch H. Geiger, L. Hässig. Ein Bundesrat kommt auf ca. 650’000.- p.a., Gurkino auf unglaubliche 14 Mio. Und die HR-Tante kümmert es gleichzeitig einen Deut, dass so viel gute Fachkräfte entlassen werden. Claro, möchte sie doch als Ex-McKynsianerin der Berater-Sekte treu verbunden bleiben. Augen zu und durch Sabine.

  40. Leider immer the same game. Oben wird versagt, unten gespart. Ich bin auch Banker. Ich war mal Stolz auf den Beruf, heute getraue ich mir nirgendwo mehr zu erwähnen, dass ich in dieser Branche arbeite. Aber eben: ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz oben ungeniert.