CS unterhält in Indien sechzehn (!) IT-Standorte

Auslagerung der Informatik völlig aus dem Ruder gelaufen – Nun muss CS 8000 Inder bändigen – Umgekehrt Digipigi-Showtime.

Die Credit Suisse beschäftigt in Indien über 8’000 indische Informatiker. Das weiss man seit Sommer. Was man nicht wusste: Die 8’000 Inder arbeiten an 16 IT-Standorten.

Eine Aufblähung der Extraklasse. Das sogenannte Outsourcing und Offshoring ist der Spitze der Bank völlig entglitten. Es wuchert und kostet.

Entsprechend sind die Kosten durch die Decke gegangen. Unter der alten Führung mit dem Amerikaner Brady Dougan als CEO plagten die CS über 21 Milliarden Jahresausgaben.

Nachfolger Tidjane Thiam ist nun daran, diese Gesamtausgaben auf unter 17 Milliarden ab 2018 zu drücken.

Ein Hebel ist Indien. Dort soll Thiams Statthalter Peter Goerke, der im Hauptjob oberster Personalchef der Bank ist, aufräumen.

Was Goerke genau vorhat, ist offen. Die CS-Spitze will in ein paar Monaten informieren. Sicher ist, dass sie mit 16 IT-Ablegern auf dem Subkontinent ein totales Chaos bewältigen muss.

Die Auswüchse im Offshoring und Outsourcing sind die Folge eines Managements, das sich vor allem um die eigenen Boni und nicht um die Führungsaufgabe gekümmert hat.

Wenn die CS 16 Informatikableger in Indien unterhält, dann kann man das nicht anders als „crazy“ bezeichnen. Da hat offenbar seit Jahren niemand mehr hingeschaut.

Wildwuchs vom Gröbsten, gleichzeitig ein Bonusprogramm nach dem anderen – so das Fazit.

Die Umkehr von diesem Auswuchs ist dringend. Ob Thiam, Goerke & Co. diese bewältigen, bleibt abzuwarten.

Es kommen Zweifel auf, wenn man sieht, wie die CS sich mit ihren IT-Projekten in Szene setzt.

Statt den grassierenden Indien-Wahnsinn mit voller Kraft und entsprechender Kommunikation zu beenden, zelebrieren die CS-Verantwortlichen ihr „Digipigi“.

Gemeint ist ein elektronisches Sparschwein, das die CS vor ein paar Wochen mit viel Brimborium und Millionen teurer Werbekampagne lanciert hat.

„Tolle Sache“: www.technikblog.ch ist begeistert vom Digital-Schweinchen der CS.

Digipigi ist damit zur Geheimwaffe der CS in der digitalen Banking-Schlacht geworden. Digipigi, unsere Antwort auf die Zukunft.

So die CS-Chefs. Allen voran eine Frau. Sie heisst Florence Schnydrig Moser und gehört zur Spitzencrew der CS Schweiz, jenes Teils der Bank, der das Herzstück des ganzen Konzerns ausmacht.

Schnydrig Moser freute sich kürzlich über die Nachfrage nach den CS-Schweinchen. Die Bank würde mit Auslieferungen nicht nachkommen.

Digipigi-Engpass, lautete der Alarm in der CS, und sogleich brachen Begeisterungsstürme aus. Nur: Das Schweinchen mit seiner App ist ein Gag, keine Zukunft.

Das kümmert die CS-Macher nicht. Sie wollen sich mit ihrem Schweinchen ein Denkmal setzen – und so ihre Karriere befeuern.

Das geht aus den Worten hervor, welche Digipigi-Posterfau Schnydrig Moser auf ihrem LinkedIn-Profil gewählt hat.

„Enthusiast, innovator, game changer“, lauten die Lobpreisungen in Eigenregie auf dem wichtigen Online-Karriere-Portal.

Früher war man Banker und hatte eine Aufgabe. Heute verändert man die Welt. „Re-thinking banking @Credit Suisse“, heisst das unbescheiden bei Florence Schnydrig.

Wie das geht, kann man im Untergeschoss des Hauptbahnhofs Zürich besichtigen. Dort hat die Credit Suisse einen Digipigi-Stand eingerichtet. CS-Leute verteilen Digipigi-Informationen.

Eine Bank im Schweinchen-Fieber. Umgekehrt laufen die 16 indischen Informatik-Werkstätten ungebremst und mit Voll-Karacho weiter.

Bis die Bankleitung sie abstellt. Das soll frühestens irgendwann im nächsten Jahr der Fall sein.

Zuvor gibt es noch die nächste Bonusrunde.

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73 Kommentare zu “CS unterhält in Indien sechzehn (!) IT-Standorte

  1. Also legen wir jetzt mal LH’s Zahlen als ALLERGRÖSSTE mutmassung zu Grunde
    17Mia durch 8000 IT Mitarbeiter gibt 2 Mio pro Arbeitsplatz!!!
    Infrastrukurt und sehr Teure Rechner inbegriffen. Es muss mir aber kein Folienproduzierendes MÄNATSCHERLI (mit FH Abschluss oder gar Uniabschluss) zu erzählen versuchen, dass das seit 15 Jahren betriebene Outsourcing auch nur einen einzigen CHF Mehrwert, Kundennutzen und all den anderen Dreck der jeweils auf den PPPräsentationen zu sehen ist, gebracht hätte. Warten wir auf den Tag, wo der Host (sei das nun derjenige der UBS oder CS) 72 Stunden (heute reichen verutlich bereits etwas um die 30h) „tot“ ist. Schauen wer mal ob ihn dann ein Inder oder noch besser ein/e Folieproduzent/in diesen wieder zum „leben erwecken“ können wird.

  2. Ich denke nicht, dass die CS es interessiert, an wie vielen Standorten sie IT macht. Relevant ist wohl eher die Effizienz, d.h. mit wieviel Aufwand wieviele Erträge erwirtschaftet werden.
    Offenbar ist das indische Chaos immer noch günstiger als die durchorganisierte Schweiz – da liegt für uns das eigentliche Problem…

  3. Frau Schnydrig Moser ist auf der guten Seite. Sie will die Bank tatsächlich voranbringen und macht es nicht nur für Ihr Ego. Arbeite im IWM und reporte nicht an die Dame. Da gibt es mind. 90% schlechtere MDs, welche um 17 Uhr das Büro verlassen.

  4. Wenn jemand wie Florence Schnydrig Moser das Geld der CS-Aktionäre mit vollen Händen zum Fenster rauswirft, weil sie unbedingt das Rad in der Schweiz neu erfinden will und nicht bestehende Lösung kauft (bspw. Ernit aus Dänemark), dann ist es nur recht und billig, dass sie hier Erwähnung findet!

  5. Als ehemaliger CS Mitarbeiter folgendes erlebt in der CS:
    Zwei Inder in Indien drohten mit Kuendigung, falls sie kein Einjahresaufenthalt in der Schweiz bekommen wuerden. Das waren keine Spezialisten sondern ganz normale IT Mitarbeiter ohne spezielle Kentnisse. Der Programmleiter in der Schweiz hat lange ueberlegt, dann aber doch den Indern das versprochen. Die zwei sind dann gekommen. Richtig beaufsichtigt wurden sie nie. Hatten alle Freiheiten und konnten viel privates erledigen in der CS. Surfen im Internet war Dauerbeschaeftigung. Hatte dann auch mal fuer ein Jahr sogar einen indischen Vorgesetzten. Der hatte meist gar nichts gemacht ausser auf indischen Websites rumzusurfen und private Telefone zu fuehren. Sein Chef war nicht in der Schweiz, daher hatte er freie Hand. Meist ist er um 10 uhr morgens in der Firma eingetroffen. Koennte Buecher schreiben, unzaehlige solcher Beispiele gesehen in der CS. Verstehe nicht, warum dies anscheinend bis heute toleriert wird.

  6. Man sollte auch hier noch erwähnen, das Digipigi vom Design hauptsächlich von Zühlke Engineering im Auftrag von CS entwickelt wurde. Natürlich auch mit CS Leuten. Aber Innovation in der eigenen IT der meisten klassischen Banken eher klein geschrieben. Ein Gadget ja, aber auch eine Studien Objekt mit Lernkurve. Jedoch sind das keine grossen Würfe. Fintech Unternehmen kreieren solche Artikel immer wieder und viele scheitern. Das hat aber nichts mit der CS zu tun, sondern ist als Symptom der gesamten Finanzindustrie. In den meisten Unternehmen finden die Entscheidungsträger Gadget spannend, da sie durch kleine Schritte schnell einen Inhouse Erfolg produzieren. Scheint der Erfolg nach aussen, umso besser. Tun Sternschnuppen auch. Man kann dies als Erfolg verkaufen, da die meisten Kaderleute ja nicht 20-30 Jahre als Unternehmer im Hause sind und meistens ist die kurzfristige Vergütung gesucht. Doch wenn man langfristige Dienstleistungen und neue Geschäftsfelder entwickeln will, braucht man Visionen und Vertrauen in die Menschen die im Unternehmen arbeiten. Egal wo CH oder Ausland. Zudem kommt dazu, dass die meisten Unternehmen immer noch alleine kämpfen. Die Zukunft ist die Vernetzung und die Konsolidierung von Unternehmen und Services. Konsolidierung von gemeinsamen Vision und Geschäftsfeldern. Dies braucht auch Mut auch neue Wege zu bestreiten und über den eigenen Egoismus und die eigene Branche zu springen. Die Schweiz hat viel Potential eine solche Position zu besetzen. Auch Unternehmen die oft hier Dresche erhalten. (Banken, SIX, AVLAOQ, usw.). Wir brauchen Visionäre und Unternehmer und nicht Verwalter. Heute ist Digital Day. Schweiz nutz dein Potential. Egal in welchem Alter. Alt und Jung zusammen. Öffnen euren Geist. Denkt Branchen übergreifend, ergänzt euch und schafft neues als Service für die Welt. Und wenn man noch Geld damit verdienen kann umso besser. Schweizer können auch vom Ausland (Schwellenländer) lernen und kooperieren.

  7. Wo McKinsey drauf steht ist auch McKinsey drin. Pflegen wir zu sagen. Manchmal noch anhand von internen Beispielen. 😉

  8. Die Manager sehen die IT nur als Kostenfaktor. Dabei ist die IT erfolgsentscheidend für die Zukunft einer Bank. Aber wer schon die Chancen für ein neuen Job bei einem anderen Bank auslotet, der interessiert sich nicht dafür, was in ein paar Jahren mit dem heutigen Arbeitgeber passiert.

    Das Informatikdepartement der ETH Zürich ist Weltklasse (aber Schweizer sind eh zu teuer). In der IT bringen wenige Spitzenkräfte bessere Resultate, als ein Heer von billigen und willigen Indern. In jeden Verwaltungsrat einer Banken sollte mindestens ein Informatiker vertreten sein und nicht nur Ökonomen und Juristen. Wie will der VR eine IT Strategie entwerfen, wenn dort niemand Ahnung von der IT hat? Natürlich mittels externen Berater, denen man dann im Nachhinein die Schuld in die Schuhe schieben kann, wenn es schief läuft.

    • Stimmt. In der Informatik kann man unheimlich viel Zeit verlieren. Und drei schlechte Informatiker verlieren dreimal so viel Zeit wie ein schlecht resp. schlecht qualifizierter.
      Aber für einen Chef in in der Schwelz ist es halt ruhmreicher zu sagen , wir haben das Projekt mit 30 Indern entwickelt, als zugeben, dass er nur 3 Mitarbeiter hier „geführt“ hat.
      Verstand lässt sich durch nichts ersetzen, weder durch Geld, oder Prozesse oder mehr Resourcen.

  9. „…. bevor die Sache bekannt wird. Oder seinen Chef, der eine junge Frau hat, die ein Theaterfestival betreibt – mit Geld der Bank. Jeder ist also mit seiner eigenen Agenda beschäftigt. Und darum merkt keiner, dass ein Sturm aufzieht …“

    aus: https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/ploetzlich-ist-etwas-passiert-das-niemand-fuer-moeglich-hielt/story/30688526

    Gutes Timing des Autors. Passt doch irgendwie – auch „informatik(sau)mässig“ ….

    • Habe das Buch zwar nicht gelesen. Es wirkt aber etwas billig, wenn der gute Mark 10 Jahre Leute quasi aushorcht, dann seine kritische (sagen wir mal) Position bezieht und ein Buch verfasst.
      Wie setzt sich das „Sample“ seiner Gesprächspartner zusammen? Er hat mit einer Minderheit der Banker gesprochen. Untervertreten waren mit Garantie diejenigen, die das stink-normale Geschäft mit versteuerten Schweizerkunden tätigten.
      Sicher ist es einfacher, über alle andern, über Blender und Taugenichtse zu schreiben. Richtig ist aber auch, dass viele den Boden verloren hatten, im Erfolg und auch im Scheitern. Vielleicht lernt irgendwer mal etwas draus…

  10. Florence Schnydrig passt hervorragend in die „Losser-Elite“ der CS, als Mutter von Digipigi, welch schwachsinniger Name, ist auch sie vorwiegend mit Eigenmarketing beschäftigt.

  11. Ich sehe hier ein Bashing von Schnydrig Moser. Ich kenne sie aus früherer Zeit in der CS als intelligente, engagierte, unprätenziöse Person. Inwieweit die steile Karriere in den letzten Jahren sich negativ auf Charakter und Einstellung ausgewirkt hat, kann ich nicht beurteilen. Aber aus eigener Erfahrung muss ich sagen: es ist ganz schwierig, sich dem zu entziehen. Man macht es fast unbewusst: anpassen und mitmachen. Irgendwann dämmert es – meistens wenn man selber von der nächsten Managergeneration aufs Abstellgleis gestellt wird – und man stellt eine Aenderung der eigenen Persönlichkeit fest. Viele checken es dann und steigen aus. Leider oftmals mit bleibenden Schäden.

  12. Wahnsinn. Nach dem Wegschicken von BB und seit KL und seinen Nachfolgern ist es ein Drama. Nur Filz und Bonus, keine Gesamtbanksicht.

  13. In Anbetracht der laufenden Bussen der Credit Suisse und dem Verhalten gegenüber den Kunden und Personal, kann man die Credit Suisse nicht mehr empfehlen.

  14. … guys, India, Digipigi and Linkedin profile, all lined together in one story, really.

    India – I agree, there seems to be a mess, I think in general IT strategy of CS needs rethinking considering all the super old HOST applications and that 8000 people need to be paid in India… not sure what all these people do. Personally I think specially the Swiss / PB platform needs at least in parts a green field approach, developing new infrastructure with todays and tomorrows standards and tools and then migrate. The current run the bank effort is just a joke. I know that this is not easy and very expensive and risky, but doing nothing oder than „Weiterbasteln“ is as well not an option on the mid to long run.

    Digipigi – fun, marketing tool, good execution and a story to tell but has nothing to do with CS IT, was developed apparently by Swiss company

    Linkedin profile of Florance – I see really nothing wrong in this, it is Linkedin and the attributes mentioned are partly the job description of her, has nothing to do with arrogance.

    I am not working for PR department of CS not do I know Florance.

    • Welche Sprachen spricht man schon wieder in der Schweiz? Sie sind der Grund warum gewisse Inländer keine Stelle mehr finden und ein Teil des Problems.

    • @Rita Bieri – sorry for my English but I am from Lugano, and my written German is very very bad. Unfortunately there is no IP in Ticino. And yes, I am Inlaender…

  15. Ja, ok. Nicht gerade wenig, aber alle andere machen auch gleich…
    Apple hat ihre Werkstätte in China….
    Meine Gedanken heute sind anders geprägt und zwar Schweizweit feiert man der Digitalisierungstag. Ok, alles gut und schön…. eigentlich wäre Zeit nicht nur Technologie zu konsumieren, sondern auch zu verstehen wie es funktioniert eigentlich.
    Ich will mit der Zeit aber zuruck gehen und zwar vor 40 Jahre war der ETH Pionier in IT eigentlich, sie hatten sogar mit Pascal und Modula 2 zwei der beste Programmiersprache damals mitentwickelt, aber was hat damit gemacht? Eigentlich, wenn Visionäre am Werk gewesen waren, hätten wir schon damals unsere Digitalisierung anfangen können und unsere Microsoft, Apple und Dell hier gehabt… hingegen diese sehr gut ausgebildete Informatiker sind bei Banken vor allem eingestellt worden um damals noch gute, robuste Master Systeme zu entwickeln, aber dann eben hat diese wahnsinn der Outsourcing angefangen und anfang 90′ er waren sogar sehr gute und qualifizierte Informatiker arbeitslos…jetzt wissen wir wieso. Und jetzt starten wir Industrialisierung 4.0. Tja, ist nie zu spät… aber man hat einfach ein Goldgrube im Nu weggeworfen um jetzt teuer auszubauen…keine Schadenfreude und keine Kritik, aber jede von uns sollte nachdenken.

  16. Die Dame trägt die Nase wohl höher als den Kopf. Im Play Store verzeichnet Didipigi bislang 1000 Downloads. Der Löwenanteil dürfte von „begeisterten“ CS-Mitarbeitern stammen. Die Marktdurchdringung dürfte somit vernachlässigbar sein. Und die Dame bezeichnet sich ganz unbescheiden als Game Changer? Dieses Verhalten ist bezeichnend für die Abgehobenheit und Arroganz der MDR-Kaste.

    • @digital world ahoi:
      Sie haben recht. Aber wenn der VR & GL die Experten wären, würde der Rest der IT-Crew entlassen. Was logisch wäre!
      Fazit: denken und dann schreiben.

    • @Nicht Banker: Es wäre wünschenswert, wenn in GL und VR – besonders in Banken, deren Assets die Daten sind – jemand mit profunden IT-Kenntnissen sitzen würde. Wenn selbst der CIO und CTO nur BWL- und VWL-Kenntnisse haben und keinerlei Wissen in Technologien, Projektleitung und IT-Steuerung, dann wird es schwierig, die zentralen Anforderungen der IT-Landschaft zu erkennen und effizient zu erfüllen. Andere Banken setzen voll auf Digitalisierung und automatisierte Prozesse, bei der CS ist man davon noch weit entfernt.

  17. Man kann sicherlich geteilter Meinung sein über das WhiteVest-Schweinchen.
    Bei der CS zu arbeiten und sich im selben Atemzug als „game changer“ zu bezeichnen, ist in etwa so absurd, wie wenn ich als erster Käufer des neuen iPhonesX mich als Erfinder der Telefonie brüsten würde! WTF??

    Oder meint FSM gar, sie sei ein religiöser game changer, nämlich das „Flying Spaghetti Monster“?

  18. Tja, die abgehobene Dame feiert ja auch mit Twint eine weitere Erfolgsparty der Superlative…. Hauptsache die eigene Kasse stimmt.

  19. «Digipigi» finde ich grossartig.

    Treffender kann man das CS-Geschäftsmodell sinnbildlich kaum darstellen, das ja zu folgenden «Pigi-Aufpassern» geführt hat:
    – US-Monitor Neil Barofsky & Co. in Zürich (kaum nur wegen US-Vermögen)
    – US-Aufpasser in der FX-Affaire
    – FBI in der Mosambik-Affaire («tuna loans»)
    – weitere? (z.B. zu Al-Thani, Dolder & Fifa & Kohli/Trump, etc.?)

    Ob da nicht langsam die Gewährsfrage bei mehreren Personen gestellt werden müsste – auch hinsichtlich Informatik-Chaos?

    Mark Branson schweigt zu obigen Punkten beharrlich. Er ist wohl noch immer sehr geschwächt von seinen fulminanten Auftritten und Stellungnahmen zu den grossen Fischen «A. Waespi/Coop» und «Hans Ziegler», deren Aktivitäten er lautstark verurteilte.

    Und die Weisse Weste klebt an ihrem Sessel und hofft zusammen mit dem Schürzenjäger, dass …..

  20. Das sind aber nicht 16 Standarte voller CS-Interner, sondern 16 Standorte von Fremdfirmen wie Cognizant, Tata, Accenture, Wipro etc. mit ihren eignen Leuten!

    Nochmals: die CS hat etwa 0 eigene Leute und 0 eigene Gebäude in Indien! Diese Leute haben aber alle eine externe PID der CS.

    Die UBS hat immerhin kürzlich angefangen, Leute dort selber anstellen zu lassen.

    Bei einem meiner Präsenzen in der CS berichteten mir die Inder, wie Leute ihrer Firma um einen Aufenthalt in Zürich kämpfen, da sie jeden Monat so auf Fr. 11‘000 brutto kommen, also dem L-Visum-Soll. Qualifiziert sind dazu nur Mitarbeiter, die mindestens 1 Jahr für das Unternehmen gearbeitet haben (CH-Gesetzt).

    Und jetzt kommt es dick: Manche waren nie an einem Projekt-Meeting, aber über x Ecken ergatterten sie sich einen Aufenthalt in Zürich!

    Einer davon wurde als [agile Führungsmethode] geholt, hatte aber keine Ahnung davon! Er liess sich gar per Headset das Wissen erklären, aus Indien, sitzend in Zürich ❗️

    Nach dem Auffliegen des Schwindels wurde es sofort heimgeschickt!

    Er hatte aber auch einen Antrag für seine Frau gestellt.

    Steigerung: ein CS-interner Inder in Indien kündigte, weil er nicht mit einem Zürich-Aufenthalt belohnt worden war!😂

    Eine andere Abartigkeit ist, dass von 3 Service-Indern je einer für 4 Monate in Zürich kurz sein darf, und die so rotieren.

    Einige in Zürich anwesende Inder sind seit 10 Jahren als Externe hier, während die Stellen nie intern besetzt worden sind! Wo ist da die Kostenersparnis? Natürlich nirgends. Denn es geht um „überzeugte“ Manager, die damals von den Indern gut „überzeugt“ worden sind“.

    Inder sind per Exklusivverträge ihrer Mutterfirmen hier. Es gibt auch einige EU-Bürger, die so aufgenommen wurden.

    ❗️Exklusivverträge heben den freien Wettbewerb der Fachkräfte aus! Da hilt weder ein IQ von 200, 20 IT-Zertifzierungen oder sonstige Skills nicht, wenn man nicht den richtigen Vertrag hat!

    Dumme Management-Methoden führen zu dummen Resultaten, und schlussendlich zum Untergang.

    Da will Thiam 9‘000 Leute einsparen, nachdem er 12‘000 in den vorherigen zwei Jahren gespart hat. Wer soll aber die Arbeit machen?

    Ein CEO soll auch Neugeld aquirieren können, und nicht nur -auf falsche Art- sparen! Stattdessen sind sie paralysiert im Defensivkrieg, unkundig der Firma, die sie führen.

    Gilt auch für Ermotti, die SIXer und fast alle Finanzler im Kanton Zürich und darüber hinaus.

    Das wird einen richtigen Knall geben, sonin 2-3 Jahren!

  21. Artikel ist passend zum heutigen digitalen Dienstag. Lächerlich, was da aufgezogen wird. Selbst bei der Anwendung eines einheitlichen Hashtags scheitert die Schweizer Digital-Szene: #digitalday #digitaltag #digital17ch.

    Gut, gibt es IP – zeigt das wahre Gesicht der Digitalisierung und Informatik in der Schweiz.

  22. Der Brüller, diese Frau und welchen Stuss die rauslässt! Aber eben, die Hype-Sprache aus Silicon (oder silly & con) Valley übernommen. Jeder Furz wird da weltbewegend.
    Welcher HR Chef-Dödel findet sowas überhaupt cool?

  23. Wie bei der Raiffeisen fehlt auch bei der CS ein fähiger IT-Architekt.
    Der kann nicht Goerke heissen und Personalchef spielen.
    DAS muss zwingend ein logisch denkender Ingenieur mit einem fähigen TEAM sein.
    Und das geht sicher nicht nach Indien arbeiten.

    Einzige Hoffnung im Case CS: Bohli. Konzern zerlegen. Really!

    Bis dann kassieren GL und VR weiter.

    • Fähige IT-Architekten gab es bei der CS. Aber man hat sie alle kaltgestellt oder weggeekelt.

  24. Die Wandelhalle des Bundeshauses ist voll mit Lobbyisten, die dem Bundesrat oder den Parlamentariern die Wünsche der Konzerne und Elite einflüstern und wer nicht gehorcht, dem wird mit Auszug aus der Schweiz und Steuerausfällen gedroht. Dieses Druckmittel hilft immer.

    Alles wird auf dem Buckel des Volkes und der Schweizer Arbeitnehmer ausgetragen. Fachkräftemangel ist doch ein totaler Blödsinn. Seit doch ehrlich es geht um reine Gewinnmaximierung. Dieses Parlament ist Flasche leer.

    Ich warte nur bis in Indien oder sonst wo ein Datenleck entsteht und es
    dann zum Super Gau kommt und jeder deine, meine und jedermanns Daten auf der Strasse liegen und Konten angegriffen werden können. Man fordert das sogar regelrecht raus.

    • Wie wahr! Und der Oberflüsterer GOOGLE sitzt direkt beim Bundesrat am kleinen, exklusiven Tisch (Digitalisierungs Beirat). Kein Arbeitnehmervertreter, kein Konsumentenvertreter sitzt da!

      Wollen wir das wirklich?

      Warum fällt das keinem Medienvertreter oder Bürgervertreter als Misstand auf?

      Ganz einfach: weil alle am GOOGLE Topf hängen. Der Filz und die Gier sind unerträglich.

      Allgemein: Die Schweiz ist zu klein für echte Veränderung. Jeder hat in der Familie oder im Bekanntenkreis mindestens einer, der in der Verwaltung, bei Swisscom/SBB/Post/SRG oder in einem Konzern arbeitet oder Politiker/Branchenvertreter ist. Das macht es schwierig, weil wir uns dem Mensch verpflichtet fühlen und seine Jobrolle als Teil davon betrachten. So wird das System nicht angreifbar.

      Ja, der Supergau wird kommen. Weil die wenigsten noch selbst kritisch denken können.

      Gestern war Digitaltag Schweiz. Alles nur Marketing-Manipulations-Blabla. Fragt sich jemand, ob die Veranstalter selbst einen blassen Schimmer haben? Auf der Website wird von Augmented Reality gesprochen, mit einem Bild von einer Virtual Reality Brille ergänzt. Das sind zwei total verschiedene Technologiegebiete.

      Fragen Sie sich mal, was der Oberhäuptling der Initiative vom Digitaltag hat… Von dort aus sind Sie schneller bei GOOGLE als Sie meinen.

  25. Kommt davon, wenn man die eierlegende Woll-Milch-Sau sucht! Ein Informatik-System, dass im eigenen Laden die vollständige Palette aller Geschäfts-Vorfälle abdecken will, auch wenn der betreffende Geschäftsfall nur einmal im Jahr vorkommt. Natürlich könnte ein Mitarbeiter mit mathematischen Kenntnissen dieses Problem auch mit seinem PC, seinem Taschenrechner, Bleistift und Notizpapier lösen und bräuchte dafür nicht mal einen Arbeitstag. Sein Resultat wäre erst noch viel verlässlicher. Aber so etwas ist absolut uncool und dafür muss dieser Riesen-Apparat mit all seinen Schwächen in Bewegung gesetzt werden. Solche Lösungen lieben McKinsey und all diese IT-Berater, dies ist für sie eine „never-ending story“ und gibt gutes Geld.
    Natürlich müssen möglichst viele Geschäfts-Vorfälle in das Core-Banking vollständig eingebaut werden und braucht man noch allfällige Schnittstellen, müssen diese so kompliziert eingebaut werden, dass sie Schwachstellen bleiben und immer Probleme verursachen. Die Inder lieben dies, für sie eine echte Herausforderung.
    Die UBS und die CS zerschlagen die Six. Es braucht immer eigene Informatik-Lösungen, damit man sich auch wirklich von der Konkurrenz unterscheiden kann, auch wenn man das Rad zum zweiten Mal erfindet. Solche Eigen-Systeme holt man in seinem Fundament billig aus den angelsächsischen Ländern und meint dann, man könne Geld sparen, obwohl es grundlegende Differenzen zum
    unserem kontinentaleuropäischen System gibt.
    Eine gute Bank ist eine solche, deren Kredit-Portfolio wächst, aber bei einer Krise einigermaßen stabil bleibt.
    Ferner wollen die Kunden Dienstleistungen, die funktionieren, wie dies geschieht, ist ihnen völlig gleichgültig.

  26. Am indischen IT-(Un)Wesen soll die CS genesen!
    Wirklich traurig ist aber, dass die CS Minusmanager jetzt auch Kinder direkt verführen: 5% Zins? Als pädagogische Massnahme? Tja, wenn die Kids dann 18 sind und das nicht mehr bekommen, sind sie weg.

  27. Während des „Abstellens“ droht allerdings der IT-Crash, könnte man vermuten, denn Niemand der fachlich am „längeren Hebel sitzt“, lässt sich von unwissenden Mangement-Figuren an die Kandarre nehmen. Es müssen Gelder an die maßgeblichen Menschen in Indien fliessen (kann garnicht anders sein) die eine Auftrags-Reduzierung für die CS beherrschbar machen. Trotzdem wird dieses ungebändigte Milliardengrab jedem CS-CEO, in Zukunft schlaflose Nächte beschehren.

    Um sich selbst zu schützen, müsste die CS unbedingt die persönliche Haftung (mit Haus und Hof) bei nachweislichen Fehlern für ALLE Führungsetagen einführen – funktioniert aber in der Praxis nicht, denn diesen Zustand scheuen ALLE „wie der Teufel das Weihwasser“.

  28. IT-Oursourcing ist einfach zu gefährlich für Banken aber Rohner ist es sowieso egal. Hauptsache Fixkosten runter und sein Bonus hoch, anders können die Bosse nicht leben. Kürzlich sagte mir ein Inhaber einer Privatbank, dass sie das Indien-Experiment auch mal versucht hätten aber es sei unmöglich zu kontrollieren gewesen. Eine andere Mentalität und Arbeitseinstellung sei das Problem gewesen. Bei Videokonferenzen hätten Mitarbeiter im Hintergrund geschlafen. Sie haben es dann abgebrochen und in der Schweiz Jobs geschaffen. Sei teurer aber funktioniere. Grossbanken müssten die Lohnstruktur massiv nach unten anpassen. z.B. eine Sekretärin mit 100k im Jahr, ist schlichtweg überbezahlt. Aber niemand will das ändern, obwohl die Leute bleiben würden.

  29. Und wieviele Inder – im Rahmen der sog. Drittstaatenkontingente! – arbeiten bei der CS in der Schweiz?
    1000 oder 2000 oder..?

  30. Widerlich, dieses Eigenlob von Frau Schnydrig Moser. Eigenlob stinkt ja bekanntlich und kann nur von Personen kommen, die kaum mehr einen Fuss auf dieser Erde haben, sich auf Golfplätzen aufhalten, in 5 Stern Hotels logieren und Business Class fliegen. Wenn Frau Schnydrig Moser Kinder hat, dann weiss sie, dass es heutzutage das Bestreben der Eltern ist, Kinder von den elektronischen Gadgets wegzubringen und sie nicht noch mehr zu vernetzen.

    • Sie haben es erfasst. Wenn etwas, dann ist diese Dame nicht weniger als die *Rock-Blenderin*.

    • Unglaublich! Da befasst sich eine Kaderfrau mit digitalen Sparschweinchen und ist sich auch nicht zu blöd, das auch noch im Netz abzufeiern! Und solche Leute schmarotzen in Kaderfunktionen – einziger Trost: passt irgendwie zum Hürdenläufer Rohner. Vielleicht sollte mal noch irgendein „weisse Weste“-Digital-Konto in den Markt gedrückt werden?!

    • Einfache Regel:
      Eine Person, die sich selbst penetrant über den grünen Klee lobt, kann gar nicht so gut sein …

      Denn: Wenn jemand gut ist, dann sprechen ihre bzw. seine Taten (sowie der Track Record) für sich selbst. Punkt.

    • Egal ob Kinder, oder ohne.
      Das Eigenlob stinkt zum Himmel, als Mutter und Vorbild würd ich mich schämen.
      Bescheidenheit, soll ja eine längst vergessene Tugend sein, bei unseren lame duck Bank-Managerlis

  31. Fachkräftemangel überall. Noch mehr auslagern noch mehr Ausländer hier ansiedeln. Hauptsache wir Schweizer werden ab 45 Jahre entsorgt. Erst aufs RAV anschliessend wenn Vermögen, Haus und Familie verloren in die Sozialhilfe. Schweizer Politik 2017: Inländische Rahmenbedingungen vernichten (Abschaffung Bankkundengeheimnis und hochfahren aller Regulierungen) parallel alle Schleusen der Arbeitsmigration öffnen („Fachkräftemangel“ überwinden) und möglichst viele Stellen auslagern. Wichtig dabei: Möglichst kein! Inländervorrang (keine Diskriminierung der EU Immigranten). Gute Nacht – wir haben fertig!

    • Hallo Rolf Benz
      Treffender kann man es nicht schildern. Die Politikerkaste und die Verwaltung gegen die im Privatsektor arbeitenden Schweizer. Verlierer die im Arbeitsprozess stehenden Schweizer; Gewinner die Fachkräfte aus dem Ausland. So geht’s heute.

    • Genau. Der erste, der dagegen („Globalisierung“) angetreten ist und etwas für sein Volk tut, ist DJ Trump. Es ist interessant zu verfolgen, was über dem Teich in den nächsten Jahren so alles passiert mit den Jobs. Ebenso bei uns, wie lange wird die Auslagerungs- und Jobvernichtung noch dauern bis der Schweizer aufwacht?

    • Der erste und letzte Teil stimmen weitgehend aber es ist lächerlich in dem Zusammenhang von der Abschaffung des Bankkundengeheimnisses zu sprechen, das war nur minimaler Anstand und völlig richtig. Das Bankgeheimnis für Inländer dient einfach noch dazu, dass Wohlhabende Schweizer weiter Steuern hinterziehen können und sonst zu gar nichts (allenfalls können noch ein paar Bankprozesse nicht ausgelagert werden). Das mit der Regulierung ist auch Quatsch, die Schweiz ist nicht strikter als andere Regulatoren, das Problem sind die Heerscharen von Consultants und Compliance Leuten, die alles aufbauschen, man könnte das viel einfacher haben, wenn man den wollte. Dass die CS das Offshoring nicht im Griff hat, weder regulatorisch noch von der Effizienz her, dürfte den meisten klar sein, das wird einfach schön geredet aber ist in jeder Beziehung eine totale Fehlleistung.

    • allrighty, die selbstgefällige Schreibe von Roth geht mir aber auch auf den Sack! Hochschule Luzern … my …

    • Völlig einverstanden.
      Zudem ist unklar, ob M. Roth überhaupt verdeckte Treuhandkredite in Betracht zieht, oder ob sie nur die USD 140 Mio „subention fee“ (deutsch: „Schmiergeld“) im Auge hat.

    • Was diese beiden abgehobenen Personen zu typischen Wallisern machen soll, ist mir schleierhaft. Ein Bisschen mehr „Bergler-Beharrlichkeit“ würde vielen verweichlichten Cüpli-Trinkern vom Paradeplatz wohl anstehen.

  32. Einmal mehr zeigt sich das Niveau der CS. Müssen auf Schweinchen machen, damit zumindest die noch etwas naiven Kids die CS toll finden. Wieder einmal ein Verglich mit der Titanic: Auf dem Oberdeck feiern sie tolle Partys und merken, nicht dass der Tanker am Absaufen ist.

    • Hab drum gerade meine 3te Säule dort saldiert… das geht vom EK weg und sollte im Multiple weh machen.
      Wer nicht hören will,, muss fühlen.
      Es ist kein Zufall, warum die dort so hohen Zins bezahlen. Es ist langfristiges Vermögen, was sie anziehen wollen, aber nützt nix, wenn sie pleite gehn (bei tbtf sind bloss 100k gesichert, und dies vermutlich nicht pro Konto, sondern pro Bürger 😉

    • @Reaper: Und auch bloss bis zur Gesamtsumme von 6 Milliarden über das ganze CH Bankensystem…