CS eröffnet Jagd auf Fake-Schweizer

Kunden mit vermutetem Mehrfach-Steuersitz mit Warnbrief angeschrieben – Müssen sich offenlegen – Sonst Meldung.

Der Automatische Informationsaustausch, in Kraft seit Anfang Jahr, führt zu einer Lawine von Formularen, Briefen und Selbstdeklarationen. Gemeinsames Merkmal: den Ausland-Kunden Angst einjagen.

Die Credit Suisse, bei der immer noch ein US-Aufpasser mit Hunderten von Millionen Kosten mitregiert, eilt voraus.

So verschickte die CS in den letzten Wochen Briefe an Kunden, bei denen die Bank mehrere potentielle Steuersitze vermutet.

Das Schreiben kommt zunächst auf Samtpfoten daher.

Das AIA-Gesetz (der Automatische Informationsaustausch mit „bisher 100 Staaten“) „verpflichtet die Schweizer Banken, die steuerliche Ansässigkeit ihrer Kunden festzustellen und zu dokumentieren“, steht da.

Konten von Kunden mit Steuerpflicht im Ausland müssten von der CS gemeldet werden, und zwar zunächst der nationalen Steuerbehörde in Bern. Von dort fliessen die Daten dann an die jeweiligen Länder.

So weit, so bekannt. Nun aber will die CS unter Federführung ihres obersten Rechtschefs Romeo Cerutti von allen Kunden, die möglicherweise betroffen sind, zusätzlich eine „Selbstauskunft“.

Im Fall des israelisch-amerikanischen Doppelbürgers Dan Horsky ist genau eine solche Konstellation explodiert. Der CS droht wegen Horsky ein nächstes Fiasko.

Gemäss dem Brief will die CS von jedem Kunden pro Konto eine separate Deklaration, und jede Deklaration muss von „der Person/den Personen, die das Zeichnungsrecht für die betreffende Bankbeziehung innehat/innehaben“, unterschrieben werden.

Frist: 15. März 2018. Also diesen Donnerstag.

Die wichtigste Passage des ganzen Schreibens der CS an ihre – in den Augen der Bank – problematischen Kunden findet sich gegen Ende, in der Mitte der zweite Seite.

„Was geschieht, wenn die Selbstauskunft nicht an die Credit Suisse zurückgesendet wird?“, lautet die Überschrift des Passus.

Dann, so die CS-Juristen, würde die Bank einfach das als Basis nehmen, was heute in ihren Computersystemen zu den jeweiligen Kunden stehen würde.

„Das bedeutet, dass Ihre steuerliche Ansässigkeit möglicherweise nicht auf der Grundlage von Daten festgestellt wird, die Ihren eigentlichen bzw. aktuellen Status als Steuerzahler widerspiegeln.“

Ein grosser Satz nebenbei ausgesprochen. Er öffnet der CS Tür und Tor für Offenlegungen von Kundendaten ans Ausland. Dabei geht es um nichts weniger als das definitive Ende des Bankgeheimnisses.

Die CS will nämlich „zur Feststellung“ der steuerlichen Ansässigkeit das berücksichtigen, was sie heute weiss. Was das alles genau umfasst, weiss der Kunde nicht.

Hat der Kunde beispielsweise ein Ferienhaus in Südfrankreich? Bisher kein Problem. Wenn die CS davon weiss, weil sie die Hypothek für die Immobilie kennt, dann könnte die Bank nun aber auf dumme Gedanken kommen.

Der Kunde lebt ja vielleicht gar nicht in der Schweiz, sondern in der Provence, so ein möglicher Verdacht bei den CS-Kontrolleuren. Dann melden wir ihn doch mal, so gehen wir auf Nummer sicher.

Und schon landen die Daten bei der Steuerpolizei in Paris. Von der erhält der CS-Kunde dann Post.

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58 Kommentare zu “CS eröffnet Jagd auf Fake-Schweizer

  1. erneuter Kniefall vor den Amis? Mir wird schlecht!
    Egal ob CS, UBS, Notenstein u.a.
    Was ist mit Delaware, Florida, Karibik etc??
    Leider beschäftigen wir nur die 2. Liga in der Politik, die 1. verdient halt einfach besser in der Privatwirtschaft und kehrt der Politik den Rücken

  2. Etwas strategisches Denken könnte uns dekadenten Schweizern nicht schaden, sind doch die „US-Aufpasser“ die Koordinatoren der Bezahlten!

    Dem „Whistleblower“ Bradly Birkenfeld wurden ja immerhin über 100 Millionen ausgehändigt. Seine „Gefängniszelle“ möchte ich gerne mal von innen gesehen haben!

    Bei Igor Olenicoff hörte man verschiedene Zahlen. Steuerhinterzug: 150 bis 230 Millionen. Busse: 5 bis 50 und 270 Tausend. Auch hier hat sich eine „Steuerhinterziehung“ für die „USA“ zu jeder Zeit gelohnt.

    Beim „Doppelbürger“ Dan Horsky wird es nicht anders sein. Das „Doppelbödige“ ist bei diesen Staatsangehörigen immer wieder auffallend.

    Da werden die „USA“ immer Gewinner und die „Schweiz“ immer Verlierer sein, denn auch das Kriechen hat Methode. Dass wir von den „Amerikanern“ verarscht werden, ist selbstverständlich, doch von den „Schweizern“ verarscht zu werden, daran muss sich das Volk noch gewöhnen!

  3. Eigentlich gar nicht so schlecht dass die ganze Bank-Branche eingestampft wird.

    Als nächstes sollte man sich noch die Pharma vornehme, wobei die aufgrund der bildungsfernen Schweizer mit ihrer unbrauchbaren Pseudobildung (Geistes“wissenschaften“, „soziale“ „Arbeit“, Juristen, Teschender-Dummies, „Künstler“, „Kulturelle“ etc.) wohl eher früher als später ihre Zelte nach Boston verlegen wird (also dorthin wo Leute noch eine sinnvolle und brauchbare Bildung haben und man Leute aus der ganzen Welt statt nur aus der geschützten Werkstatt EU, rekrutieren darf).

    Da bleibt dann zwar bald niemand mehr übrig, der all sie Abzocker-Beamte und Schmarotzer im staatlichen Speckgürtel durchfüttert, aber Monika Stocker („Frau Zaki braucht ein Dienstmädchen“) hat ja bereits mit einer „Studie“ bewiesen dass sich Sozialhilfe „ökonomisch lohnen“ würde.

    Das wird die neue Zukunftsbranche der Schweiz!

    • Ergänzung:
      „[…] wo Monika Stocker kurz vor Weihnachten das neue Motto verkündete: «Sozialhilfe rentiert!» Dabei stützte sie sich auf eine Studie, die sie bei ihrer linken Gesinnungsgenossin Heidi Stutz vom Berner «Büro Bass» für 200000 Franken bestellt hatte. Von jedem in die Sozialhilfe «investierten» Franken, so schrieb Stutz, flössen 49 Rappen in die Wirtschaft zurück. Damit würden Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen und erhalten. Fachlich wurde die Studie von den Ökonomen Kurt Schiltknecht und Silvio Borner zerpflückt. Politisch aber ist sie umso beachtenswerter: Indirekt offenbarte Monika Stocker damit, dass die Fürsorgekosten nicht einfach aus dem Ruder gelaufen sind, sondern dass sie dies geradezu begrüsst: als Beitrag zur Ankurbelung der Schweizer Wirtschaft. Entlarvend ist vor allem ein Punkt. Ohne Fürsorge, so ist auf Seite 39 der Kurzfassung der Studie unter dem Titel «Lohndruck auf den Arbeitsmarkt» zu lesen, «gerieten die Arbeitnehmenden unter einen Druck, jede Arbeit zu allen Bedingungen anzunehmen». Das sei gut, weil Arbeitgeber jene Leute, die keine volle Leistung bringen, dank der Fürsorge leichter entlassen könnten. «Für die ArbeitnehmerInnen jedoch funktioniert vor allem das Sozialhilfeniveau als implizite Lohnuntergrenze.» Mit andern Worten: Ab einem gewissen Lohnniveau können die Leute frei wählen zwischen Arbeit und Staatsrente. Und beiläufig wurde eine Art Mindestlohn eingeführt.“
      Quelle: Weltwoche 19.03.2009

    • Gefällt mir!!!
      Liste könnte noch um einiges verlängert werden, etwa hin zu Nestlé & Co. (welche ja ach so schädlich, weil rentabel, Trinkwasser an Haushalte verteilen/verkaufen, welche sonst niemals mit vertretbarem Aufwand an sauberes trinkbares rankommen würden) oder Glencore und andere Rohstoffhändler (wo diesbezüglich alle Neider immer noch nicht bemerkt haben, dass ohne seltene Erden und andere Rohstoffe das liebe Smartphone, der PC oder sogar das geliebte Auto auch in 100 Jahren nicht zum laufen gebracht werden können).

  4. Worin liegt jetzt der Sinn der Aufregung? Es ist doch klar, das dorthin gemeldet wird, was in den Unterlagen bekannt ist. Wenn dies nicht der steuerliche Wohnsitz ist, dann hat der Kunde halt Pech. Ist ja schliesslich nicht so, als a) das Ganze vom Himmel fällt und b) in der Schweiz das anderst gehandelt wird als in den anderen Teilnehmerstaaten. Und da es in jedem Teilnehmerstaat Schwarzgeld gibt, ist das Thema mit hundertprozentiger SIcherheit breit getreten worden. Und im übrigen habe ich von meiner ausländischen Bank bisher keine Nachricht erhalten, an wen man meldet, wenn die Daten nicht korrekt sind. Und in der Schweiz hat es das auf jeden Fall bei einigen Banken schon gegeben

  5. Wo liegt das Problem? Erstaunt einem doch, dass solche wichtigen Feinheiten angesichts der Rechtslage nicht schon längst geklärt wurden. Wieso soll ich als Schweizer mit Lohnausweis der alles versteuert für Banken, die nur dank Schwarzgeld überleben die Rückversicherung spielen?

  6. Der US-Schnüffler bei der CS, der sich dort fürstlich aushalten lässt, hinterlässt seine Spuren, genau so wie oben beschrieben. Nimmt mich wunder, was alles noch passieren muss bis dieser Mensch verschwindet. Oder dann wähle man ihn doch gleich als CEO, dann kann er sich voll selbstverwirklichen und die CS in ein Kloster verwandeln.

  7. Zu schön; die Schweiz macht munter weiter, wo EWS angefangen hat: die Demontage des CH-Bankings!

    An alle Müllers (ob Daniel, Peter oder Fritz geht mir am A vorbei):

    Dank Donald mach ich bald ein paar Konten in den USA auf und dort landet mein Geld dann. Dank FATCA kein AIA mit der Schweiz, aber konsequenterweise auch keinen Job mehr für meinen soon-to-be Ex-Berater bei der CH-Bank. Dafür more Jobs for US-bankers.

    Make America great again!
    And thanks to you, my stupid little Swissies, it’s never been as easy & successful as today!

    • Ja, gehen Sie bitte. Und vielleicht vorher noch Englisch lernen. Ihr Denglisch versteht in den USA niemand.

      Alles Gute und viele Grüsse. Gott schütze Amerika.

  8. Was soll’s? Ein ehrlicher Bankkunde hat nichts zu befürchten, selbst wenn er gleich 3 Ferienhäuser in der Provence halten sollte.

    • Dem kann ich nur zustimmen.
      Auch dem was 21stCentury unten schrieb:

      „Viel Lärm um nichts…
      Da rennt doch jeder mit SmartPhone rum, GPS-Tracking im PC, Tablet, Auto, SmartWatch (ob billig oder teuer), Chats über WLAN, E-Mails, Cookies, GoogleSearch und was weiss noch nicht alles.
      Wir sind als Individuum so was von transparent geworden!“

      Wo bitte ist das konkrete Problem? Der AIA ist Fakt, das Bankgeheimnis ist Geschichte. Das erstere (den AIA) finde ich besch…. weil mir das automatische Rumschnüffeln einfach nicht gefällt. Das letztere – dafür war es einfach Zeit. Die Schweiz als Hort von dunklen Drogen- und Mafiageldern, als Fluchtburg für Schwarzgeld: Ich bin froh dass diese Zeit vorbei ist

    • Ich benutze die Telefonkabine am Stauffacher, Schreibmaschine und Fax mit Verschlüsselung. Von mir aus hätt’s noch lange so weitergehen können.

    • sagt jemand der anonym schreibt…

      Merken Sie nicht, wie absurd Ihr Argument ist?
      Es geht um viel mehr!

    • @Wanted: Philippe Storm

      das Problem ist, dass Sie sich zwar gerne selbst versklaven dürfen, aber es nicht anderen zumuten können.

  9. Vom „Stillschweigen“ zum „Denunziantentum“.
    Seit Jahren, gar Jahrzehnten, wird durch Vorschriften und Regulatoren implizit das Denunzieren des Nachbarn, Arbeitskollegen, Untergebenen, Vorgesetzten, Lieferanten und eben auch Kunden gefördert.
    Die Auswüchse solcher Bestrebungen vor rund 80 Jahren werden heute als „Übel“ und „Verbrechen“ akzeptiert. Dahin will ich mich bestimmt nicht bewegen. Aus Prinzip! – Nicht weil ich die Finanzgebaren der Banker oder einiger Bankkunden unterstützen würde.

  10. Die ganze Geschichte mit den US Wirtschaftskriegen und der Liquidation des CH Finanzplatzes hat schon 1995/1998 beim Bankverein, danach UBS und anderen CH Grosskonzernen ihren Anfang genommen:

    US IT- und Management-Berater (damals die CIA nahe Perrot Systems, heute McK und Co.) haben die Banken IT mit Systemtechnikern unterwandert und Informationen in der DB- und Systemtechnik gesammelt. Ich erinnere mich gut an eine Aussage eines US Projektmanagers: „… we will have total system and customer transparancy … we don’t care for this silly swiss banking secrecy ….“ …

    Die Heerscharen von Management-Beratern haben die politische Kundentransparenz und „compliance regulations“ vorbereitet und den weltweiten politischen Druck aufgebaut: Der Feind ist nun sturmreif – 20 Jahre später!

    Heute werden die Bankkunden in der Schweiz flächendeckend mit den SW- und HW-Systemen aus dem Silicon Valley und der CIA, NSA Zentralen (Intel CPU Mgmt Engine, AMS, UEFI, MS Windows, Google Analytics (Android), FB, Amazon, und … und …) in allen finanziellen Angelegenheiten erfasst: die Bank- und Kontodaten bekommen sie ja kostenlos über AIA.

    Schauen Sie mal genau hin: WELCHE HW- oder SW-Komponente in ihren Systemen (vom SmartPhone bis zum Enterprise Server und der IP Kommunikation) wird NICHT durch US Lieferanten kontrolliert?

    • Adieu. Ich habe bereits meine Swartwatch und mein „Händy“ zerstört. Den Laptop schmeisse ich weg, sobald mein Kommentar gepostet wird und dann bastle ich mir aus den vielen leeren Bierdosen auf dem Balkon einen schönen Aluhut.

    • Tote Wüste in Europa. Weder eigenes, funktionierendes GPS, noch Suchmaschine mit Reichweite. Im IT-Bereich voll abhängig von den USA.

      Grösste IT-Unternehmung in Europa bleibt SAP (Deutschland) – und dies sagt wohl alles.

      Einziges länderübergreifendes und erfolgreiches Projekt in Europa bleibt der Airbus. Erbärmliches, abgehängtes Europa. Have mercy.

  11. Viel Lärm um nichts…
    Da rennt doch jeder mit SmartPhone rum, GPS-Tracking im PC, Tablet, Auto, SmartWatch (ob billig oder teuer), Chats über WLAN, E-Mails, Cookies, GoogleSearch und was weiss noch nicht alles.
    Wir sind als Individuum so was von transparent geworden! Gesichtserkennung in den Überwachungskameras: Wer von Heathrow in die Londoner City fährt wird mit über 600 verschiedenen Kameras gefilmt und durch die Maschine überprüft.
    Das Bankkundengeheimnis haben wir geopfert. Wie bereits richtig bemerkt: es herrscht ein Wirtschafts- und Finanzkrieg. Wir sind da zwangsläufig dabei und können uns dem nicht entziehen. Auch ist die Schweiz zu klein, um eine bedeutende Rolle zu spielen. Was wir unter Neutralität subsumieren ist typisch: kompromissbereit und zahlen. Wir haben ja genügend Kapital. Die Banken sind aber durch die internationale Verflechtung den Häschern (legal oder illegal) ausgeliefert. Das Damoklesschwert hängt über jedem Finanzinstitut: Klagen kommen reingeschneit – es gilt die Beweislastumkehr – und schon geht die Maschinerie los. Am Ende ein Vergleich. Eigentlich eine reine ökonomische Entscheidung. Diese Bussen und Strafen sind doch nichts anderes als Versicherungsprämien. Teuer, aber man kann weiter Geld verdienen. Die Boni spriessen ja wieder. Fingerzeig auf Politik, Wirtschaftskapitäne und andere Exponenten – bringt das was? Ich plädiere auf „freie Steuern“ – man bezahlt Dienstleistung wenn man sie braucht. Steuervögte waren damals schon Risiken ausgesetzt – heute lehnt man sich zurück. Am 25. kommt die Lohngutschrift. Wer bezahlt das??? Bin ja gespannt, was noch alles kommt….

    • Ihre Analyse ist nicht schlecht, sogar gut und gut geschrieben…
      Aber es geht nicht nur um „Steuern“, aber um „Kriminalität“. Wer ein „Verbrecher“ hilft oder Versteckt, ist nicht weniger selbst- Verbrecher. Es geht um das und nicht Primär, ob der gute und ehrliche „Schweizer“ einmal ein Konto zu deklarieren vergessen hat, wie bis vor 20 Jahr der Nornallfall auch in gute und ehrliche Familien war.
      Bankgeheimniss ist nicht gut oder schlecht per sè, aber die Art und Weise, wie Ausgenütz würde für eben “ Verbrechliches Geld“ zu verstechen, das ist schlecht nicht nur für die Bank, aber für uns allen. Jetzt wird gerade aus EU die neue Datenschütz Vorlage herausgegeben, und uns genug das. Sie sind für “ freie Steuern“ , was heisst das? Mehr als die hälfte der Schweizer würden gar keine Steuern zahlen, da sie die Staatsangebot nicht in Anspruch nehmen: kein Auto, keine Kindern, keine Bedürfniss auf Polizei oder Militär…aber trotzdem zahlen für diese Dienstleistungen, und eben ein Teil “ ihre Protegé“ würden viel mehr zahlen, da sie mehr von diese offentliche Güter konsumiren, so erzählen wir kein Kabis mehr. Wir brauchen etwas wie “ fair Banking“, keine Angels oder Ähnlich, da Fehlern passieren überall…. aber Verbrechliches Geld braucht man unbedingt nicht, wir sowieso nicht…🤣😆😁

  12. Das nimmt immer groteskere Formen an, dieses Kapitulieren vor ausländischer Einflussnahme. Man kriecht zu Kreuze und lässt langjährige Kunden fallen. Das eigene Geld ist in der Schweiz nicht mehr sicher vor den Klauen der Regierungen (welche dann mit den Steuereinnahmen Kriege und Terror finanzieren).

  13. Na, dieser Artikel ist echt „Schrott“. Wir sprechen hier über die ganz normalen Prüf-
    und Meldevorschriften, die allen Banken im Rahmen des Automatischen Informationsaustauschs in Steuersachen (AIA) standardmässig auferlegt wurden. Bin lediglich über die Tatsache verwundert, dass die Credit Suisse diese Aufgabe erst jetzt an die Hand nimmt. Alle mir bekannten Institute haben ihre
    Hausaufgaben längst erledigt und ihren mit Indizien behafteten Alt-Kunden das Formular Selbstauskunft zugestellt. Neukunden füllen dieses anlässlich der Eröffnung ohnehin aus. Klar ist zudem, dass bei renitenten Kunden die Meldepflicht der Banken aufgrund der Indizien erfüllt werden muss. Wo liegt also das Problem ?

    • Das Problem liegt in einem staatlich geförderten Denunziantentum, welches im Fall der CS nunmehr eine Eigendynamik generiert, welche mehr als nur vorauseilenden Gehorsam darstellt. Leider verbünden sich hier die Linken mit der rechten Bankenelite, indem sie so vermeintlich den Klassenfeind, also jeden Geldbesitzer, schwächen wollen. Dabei übersehen die gleichen Linken, dass ebendiese Methoden vor nicht allzu langer Zeit von faschistischen Regimen in Europa benutzt wurden, um anders denkende zu eliminieren, resp. industriell umzubringen. Der durchaus kluge Ansatz „wehret den Anfängen“ wird hier geflissentlich ausgeblendet, resp. nicht ausgesprochen. Wohin dies führt zeigen erschreckende Beispiele in Spanien. Dort wurde die Franco-Diktatur nie aufgearbeitet. Und nun werden überall im Land online Denunziantenportale eingerichtet, über welche jeder jeden denunzieren kann. Egal, ob etwas zugrunde liegt oder nicht. Ohne Konsequenzen für den Denunzianten. Diese Methoden sind die Basis eines jeden diktatorischen Regimes, egal ob links oder rechts. Da liegt das Problem!

    • @ComplOff: Das Problem liegt darin, dass die CS dies eben ERST JETZT auf dem Radar hat. Somit also kein Schrott, sondern nur ein weiteres Mal Schrott von CS.

    • Tim Müller: Ja, in Spanien beginnt sich eine Verfolgung der (temporären) ausländischen Einwohner abzuzeichnen. Es werden Wasser-, Strom- und Telefonrechnungen kontrolliert und Bankauszüge sowieso. Die Steuerämter haben alle online Zugang zu den inländischen Banken. Das kann für Temporär-Residenten, welche im Ausland steuerlichen Wohnsitz haben und dort brav Steuern zahlen, zu grossen Problemen führen. Wenn dann noch freier Zugang zu allen ausländischen Bankkonti gewährt wird, ist die doppelte Besteuerung nicht mehr weit, im wahrsten Sinne des Wortes (also nicht Doppelbesteuerung DBA). „Unrecht wird Recht, Recht wird Unrecht, aber jenes Recht, mit dem wir leben, steht nirgendswo geschrieben.“ Ich bin gespannt, wo das noch hinführt. Spanien, das wunderbare Land, welches 40 Jahre nach Francos Tod Politiker ins Gefängnis steckt und Politiker ins Exil fliehen müssen…..eine junge Demokratie, welcher die Vergangenheit auf den Fersen ist..

  14. Um was geht es denn hier eigentlich? Die CS ermöglicht den Kunden die Daten zu korrigieren (freiwillig, das ist keine gesetzliche Pflicht sondern Service, der Geld kostet) oder muss den gesetzlichen Vorschriften folgen und den Kunden nach den „Indizien“ melden.

    Die Nachricht ist also „CS folgt dem Gesetz und versucht sich an gutem Kundenservice“ – Soooo eine Sensation ist das nicht, oder doch?

    • CSS verlangt für ausländische Kunden bzgl. Geschäftskontoeröffnung CHF 3’500.00 und jährlich für die Kontoführung CHF 3000.00.

  15. Die CS-Banker (und auch die Anderen) sind heute nur noch da, um die wirklich idiotischen FINMA-Regulationen umzusetzen. Es ist jetzt alles reguliert – ABER – es geht jetzt allen versch…..!
    Es ist ja schon interessant: Seit zwei/drei Jahren (nach dem Offenlegungswahn) bezahlen anscheinend „Hinz und Kunz“ ihre Steuern und der Bund (die Schweiz) bis hin zu der Gemeinde müssen Sparprogramme einschalten, weil zu wenig „Steuer-Kohle“ eingeht?
    Kann es sein, dass der Bund zu viele Beamten/Überwacher bezahlen/unterhalten muss, welche die Einhaltung der FINMA-Vorschriften kontrollieren?
    Nach meinem Kenntnisstand gibt es keine Vorschrift, dass jemand ein Bankkonto haben muss;
    Geht zurück und „lebt“ mir Bargeld … wie früher …!!
    So „schlau und sicher“ wie in den Raiffeisen-Schliessfächern, kann das Bargeld auch „ausserhalb“ einer Bank aufbewahrt werden!!
    Siehe:
    https://telebasel.ch/2018/03/09/raiffeisen-tresor-anlage-am-aeschenplatz-geknackt/
    En Gruess an alle und ein HALLELUJA vom Innerschwyzer-Schweizer!

    • Und nun noch schön ordentlich das Altpapier zusammenbinden und geordnet vor der Tür parat machen! Aber bitte den Duden nicht wegwerfen und einmal kurz inneluege: Es heisst Regulierung. Ausserdem sind die meisten Regulierungen nicht von der Finma, sondern aus dem Ausland. Und wenn man Zugang zu den ausländischen Märkten haben möchte, muss man nun mal deren Gesetze und Vorschriften befolgen. Verlangen wir Schweizer schliesslich auch von den bösen Ausländern und schimpfen, wenn sie es nicht machen.

    • @eigene nase:
      ALLE Regulierungen sind von der Finma, denn wer sonst hätte in der CH überhaupt die Kompetenz, solche zu erlassen?
      Nur weil sie diese (vermutlich aus Angst, noch mehr drangsaliert zu werden oder weil sie selber keine vernünftige Regel hinbringen oder…) aus dem Ausland übernommen haben, ändert das gar nichts an obiger Tatsache.
      Aber wenn Nase > Hirn ist, dann frage ich Sie: fressen Sie Scheisse, nur weil Millionen Fliegen es auch tun?

    • @Eigene Nase: der Vergleich hinkt. Wir verlangen von den Ausländern unsere Gesetze einzuhalten nur dann, wenn sie sich in der Schweiz aufhalten. Dass die Ausländer in der Schweiz auch noch ihr Recht „zu Hause“ einhalten müssen, ist die typische Bevormundung bei „Grossstaaten“ wie der USA oder EU.

    • Der automatische Informationsaustausch ist keine FINMA-Regulierung, sondern eine OECD-Initiative, welche die Schweiz als Mitglied umsetzt. In der Schweiz sind das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF und die Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV zuständig. Das hat mit der FINMA wenig zu tun.

  16. Welch andere Möglichkeiten hätten offen gestanden? Vermutlich für viele Kunden ein böser Affront. Keine Empfehlung für die Schweizer Banken.

  17. „Integration in der Schweiz!“

    Wer von Asylanten und anderen Ausländern in der Schweiz eine kulturelle und wirtschaftliche Integration verlangt, der soll sich auch in steuerlich Frankreich integrieren.

    Lieber Herr Hässig: Ihr Artikel könnte als Förderung von Steuerhinterziehungen verstanden werden. Ein Anwalt könnte Sie hierbei verklagen, und Ihr nächster Frankreichurlaub in U-Haft enden. Wir haben das Jahr 2018, und nicht 1958.

    Ich habe keine Schwarzkonten. Mit geht die Angst der Anderen am A vorbei.

    • So ein Mist, D. Müller.
      („Ihr Artikel könnte als Förderung von Steuerhinterziehungen verstanden werden“)!
      Haben Sie rein gar nichts zu tun; oder ist Ihr Job sooo langweilig…

  18. Hatte gleiches bei der Postfinance letztes Jahr schon. Auf mein Telefonat hin und einer überaus komplizierten Erklärung hinsichtlich Steuerstatus meinten sie dann lapidar, dass ich einfach unterschreiben soll. Die waren so was von überfordert und waren meinen Fragen keineswegs gewachsen. Entschuldigt wurde das ganze dadurch, in dem man alles auf die Postfinance Rechtsverdreher abschob.

  19. Mimimi, Ende vom Bankgeheimnis. 1. Besteht das BankKUNDENgeheimnis weiterhin innerhalb der Schweiz. 2. Der Brief mit Angabe der SIF-Webseite macht es offiziell: Das Bankgeheimnis für Schwarzgelt besteht weiter für Länder, die nicht auf der Meldeliste sind. Yello besangen es schon vor Jahren, nun ist die Zebrastrategie offiziell von der Regierung aufgelistet.

    • Genau so ist es. Nun fallen viele viele Einnahmen weg, die über Jahrzehnte massgeblich zum Wohlstand der CH beigetragen haben! Jetzt heisst es, ehrliche Geschäftsfelder zu besetzen!

    • @Daniel Müller
      Au das tut weh, soso ich bin kein ehrlicher Mensch….immer noch nichts verstanden Mister Weissweste ?? Wieso haben die USA, Germanien, Frankreich nicht schon in den 90er Jahren für unsere Banken interessiert ? Wie schon andere geschrieben haben es ist ein Wirtschaftskrieg und wenn wir nicht aufpassen verlieren wir

  20. Für einmal darf man Herrn Cerutti ein Kränzchen winden für diesen Kundenservice und ich glaubte, der Kunde weiss das zu schätzen.
    Es wird nicht lange dauern, dann werden auch andere Banken mehr über das Dasein ihrer Kunden, sprich Steuerdomizil, wissen wollen.

  21. Ein unfassbarrer Horror, was die CS da ihren Kunden zumutet! Ich bin selber CS Kunde und habe auch den Brief bekommen! Das schlimmste daran: niemand hilft einem beim ausfüllen, die CS Berater an der Front sind nicht auf das Thema geschult und haben null Ahnung und sind selber überfordert. Und die grösste Frechheit: in dem Formular stehen lauter hinterhältige Fangfragen, die man als Nichtjurist überhaupt nicht versteht. Eine Frechheit sondergleichen.. Das ist jetzt definitiv das Ende vom Bankgeheimnis, fehlt nur noch dass das Bargeld in der Schweiz abgeschafft wird.

    • 1. Nehmen Sie Geld in die Hand, und bezahlen Sie einen Anwalt.
      2. Passt Ihnen das nicht, wechseln Sie die Bank.

      Die meisten Leser sind längstens juristisch gesehen Erwachsene. Handelt also entsprechend!

  22. Unsere internationalen CH – Banken, geführt von unzähligen ausländischen Spionage-Diensten und verbrecherischem Management, sind mittlerweilen in keiner Hinsicht mehr vertrauenswürdige Geschäftspartner.

    Also – Hände weg, Beziehungen & Konti saldieren und die Vermögenswerte in Realwerte umsetzen oder im internationalen Finanzsystem bei Banken in Europa anlegen.

    • Ihre „ökonomische“ Analyse in Ehren… die Konsequenz daraus ist reiner Mist. Wohin sollen die Kunden denn gehen? Zu Raiffeisen? (kleines Witzli)…
      Wenn eine andere Bank solche Kunden akzeptiert heisst das für mich, sie ist schlecht geführt und wird all diese Grossbanken-Massnahmen nachholen müssen.

  23. Das ist nun der schlechteste Artikel seit Langem. Was hier beschrieben wird, sind nichts anderes als die Due-Diligence-Pflichten, welche der AIA vorsieht und die jede Bank in der Schweiz durchführen muss.

    • Offenbar leidet Peter Müller an Schwund seines Kurzzeitgedächtnis. Nicht jeder Artikel kann wie eine Bombe einschlagen, es bedarf auch Lückenfüller. Nebst Hardcore, halt auch mal soft…. LH, mach weiter so!

    • Liebe Nikki,
      Dann fangen Sie schon mal an, sich ein geeignetes Kopfkissen für Ihr Geld zu suchen.
      Es geht nicht um „solche Banken“, sondern um ALLE Banken, die einfach nur die ihnen vorgegebenen regulatorischen Vorschriften umsetzen.

    • @reality checker: es ist total verfehlt und wohl auch illegal, wenn die Bank meint, sie müsse definieren, wo der Kunde tatsächlich Wohnsitz hat. Sie hat auch nicht mal so auf eine Annahme hin irgendwelche Daten irgendwohin ins Ausland zu liefern (das widerspricht ihrer Treuepflicht) und sie dürfte dafür zu Recht für angerichteten Schaden aufkommen müssen.
      Man macht es sich hier arrogant viel zu einfach!

    • @Guguseli:
      Die Bank „meint“ gar Nichts und „illegal“ ist es auch nicht, im Gegenteil.
      Informieren Sie sich über die regulatorischen Vorschriften bevor Sie hier Unsinn erzählen.

      PS
      Die regulatorischen Vorschriften gelten für alle beteiligten Länder, ein Franzose mit Ferienwohnung in der Schweiz erhält dieselben Formulare zum Ausfüllen

  24. Ab Mai mit GDPR alles von der Bank dem Kunden auf Verlangen offenzulegen, wenn Sitz in EU. Bin schon gespannt, wie die den Ansturm der Anfragen bearbeiten…

    • Das grosse Problem vom CRS/AIA/MCAA (Automatischer Infoaustausch) ist, dass Informationen aus der Schweiz von der EstV an Länder geliefert werden sollen, welche dort vom Steuerpflichtigen teils gar nicht gemeldet werden müssten (z.B. müssen Kontopositionen (Vermögen) im Ausland von Personen mit Residenz in Mexiko, Uruguay und anderen Ländern der lokalen Steuerbehörde nicht gemeldet werden, da darauf keine Steuern local zu entrichten sind). Es ist daher sehr zweifelhaft, ob das CRS nicht gegen verfassungsmässige Rechte von Personen auf Ihre Privatsphäre verletzt (siehe: Schweizer Bundesverfassung Art. 13), insbesondere, wenn Informationen übermittelt werden, welche lokal gar nicht bekanntgegeben werden müssten. Insofern stellt sich auch die Frage eines möglichen Schadens aus solchen Übermittlungen von Daten, z.B. wenn die erhaltende Behörde solche Daten nicht geheimhält ( was leider in Latam an der Tagesordnung ist) und daher z.B. bei einer Entführung Menschen in ihrer körperlichen Integrität und/oder deren Vermögen tangiert werden.