Thiam lobt sich über den grünen Klee

Chef der CS spricht von „Rekorden“, „Wachstum“, „Margen“ – Ego-Ziel über allem: Kosten runter – Bald Sprung nach Übersee?

700 Millionen Gewinn für die CS von Januar bis März. Das ist zwar nur die Hälfte der UBS, aber viel mehr als im Vorjahr.

Chef Thiam frohlockt: Man sei auf Kurs. „Unsere Ergebnisse für das erste Quartal 2018 verdeutlichen, dass unser drittes und letztes Restrukturierungsjahr sehr gut begonnen hat“, sagt er.

Thiams Präsentation zum 1. Quartal ist unbescheiden, mit Superlativen à gogo. „Highest Group profits“, „reduce risk“, „strong and growing NNA flows“, „record Assets under Management“.

Thiam will damit sagen, dass er sein grosses Ziel erreichen würde. Dieses lautet: die CS nach drei Jahren zu einem nachhaltig erfolgreichen Unternehmen umgebaut zu haben.

Hat er das getan? Thiam begann im Juli 2015. Im Herbst 2015 präsentierte er seinen Masterplan für die Schweizer Grossbank.

Zu zählen begann Thiam im Januar 2016. Bis Ende 2018, also in 3 Jahren, würde die CS eine neue Bank sein, mit Fokus auf der Vermögensverwaltung, mit tragbaren Risiken, mit guten Gewinnen.

Nun beginnt Thiam mit dem Schlussspurt. In gut 8 Monaten sind die 3 Jahre um. Schon jetzt ist klar, dass er sein Ziel erreichen wird.

Auf dem Papier. Da ist Thiam stark. Mit mathematischer Genauigkeit liefert er ab, was er versprochen hat.

Nur ist das nicht so viel wert. Entscheidend ist, wie die Bank im Wettbewerb dasteht. Und was für eine Kultur sie hat.

Da hat Thiam mehr zerstört als geschaffen. Die CS liegt weit hinter der US-Konkurrenz zurück. Ebenso sind gewisse europäische Banken wie die französische BNP auf und davon.

Der Grund ist einfach. Thiam hat abgeholzt statt aufzubauen. Er hat die Kosten massiv reduziert, aber nur marginal neue Erträge erzielt.

Die CS sieht das anders. Das viele Neugeld zeige, dass von „abholzen“ zu sprechen „völlig unpassend“ sei.

„Auch die Aussage, die Bank ‚bringe keine neuen Kunden‘ ist falsch“, lässt die CS ausrichten.

Was zeigen die Einnahmen? Im ersten Quartal des laufenden Jahres sind diese im Vergleich zum 1. Quartal von 2017 um 2 Prozent gestiegen.

Ein Mini-Anstieg.

Dies muss umso mehr zu denken geben, als die US-Banken im 2018 ein wahres Traumjahr erleben. Querbeet haben sie zugelegt, ihre Gewinne schiessen durchs Dach, sie machen neue Geschäfte, der Motor läuft.

Die CS müsste also viel mehr Business machen. Das tut sie nicht. Sondern sie spart. Das aber bringt keine neuen Kunden und keine neuen Geschäfte.

Damit sind wir bei der Kultur. Sie ist das Wichtigste in jeder Firma. Bei der CS prägt Thiam die Kultur wie kaum ein anderer CEO vor ihm.

Es ist eine spezielle Kultur. Sie lautet: L’état, c’est moi. Der berühmte Ausspruch aus der französischen Monarchie meint, dass nur einer bestimmt: der Chef.

Thiam.

Der Mann wurde gross in seiner Heimat an der Elfenbeinküste und genoss Elite-Schulen in Frankreich, der einstigen Kolonialmacht seines Landes, wo Thiam sogar einen Ministerposten besetzt hatte.

In Thiams Welt gilt als oberstes Prinzip, dass die Vorgaben von oben ohne Widerrede umgesetzt werden müssen. So wie seine Sparziele, die er nun erreicht.

Die Gesamtkosten von 21 auf 17 Milliarden drücken – umsetzen, Marsch.

Die Folge dieser Einstellung ist, dass die Leute nicht mehr selber denken. Sie ordnen sich unter, warten auf eine Art Máximo Líder, der allein bestimmt, wo’s langgeht.

Am Ende steht die Firma still. Jeder kümmert sich nur noch um seinen eng begrenzten Auftrag, ohne Neues zu wagen und unternehmerisch zu denken.

Illustratives Beispiel für diese Mentalität bei der CS ist das Eigenlob rund um Digipigi. Das Digital-Banking für Kinder wird von den Zuständigen als Grosserfolg gefeiert. Über 15’000 Mal sei die App installiert worden.

Doch was Digipigi an Umsatz für die Bank in die Kasse spült, darüber gibt es null Information. Vielleicht bringt das Kinder-Banking ausser Spesen kaum viel.

Darüber verliert niemand einen Gedanken. Thiam hat befohlen, man müsse digitaler werden – also wird ins Online-Sparschweinchen investiert.

Nach unten treten, nach oben scharwenzeln: willkommen in der neuen Kultur der CS.

Das gilt selbst für den grossen Boss. Thiam ordnet sich nämlich auch unter; und zwar einem Amerikaner.

Gemeint ist Neil Barofsky, ein Aufpasser aus Übersee, der seit bald 4 Jahren in Zürich-Oerlikon im dortigen CS-Gebäude residiert.

Von dort aus befiehlt Barofsky täglich aufs Neue, wie die CS ihre Kunden und Mitarbeiter noch mehr drangsalieren soll.

Statt den US-Anwalt endlich rauszuschmeissen, akzeptiert Thiam dessen Auflagen. Er ordnet sich ihm unter. So, wie er von seinen Spitzenleuten verlangt, dass sie sich ihm unterordnen.

Und so geht das durch die ganze Bank. Jeder schaut hoch zu seinem Chef und wartet, bis der ihm sagt, was er zu tun und zu lassen hat.

Für Thiam geht die Rechnung auf. Er wird sein Kostenziel erreichen. In wenigen Monaten kann er hinstehen und verkünden: Mission accomplished.

Danach könnte er versuchen, zu neuen Ufern aufzubrechen. Ein Spitzenjob bei der Weltbank oder dem Währungsfonds dürfte den einstigen Politiker reizen.

Was dann aus der CS würde, darum müssten sich andere kümmern.

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48 Kommentare zu “Thiam lobt sich über den grünen Klee

  1. Sonntagmorgen, Niederwil/AG – die CS sponsert ein Fussball-Plauschturnier. Stellt ein Pavillon mit Glücksrad für die Kinder auf. Überall Digipigi – in allen Farben – omnipresent. Die Kinderaugen leuchten! Das Mädchen dreht am Glücksrad und befiehlt „pink!“ – das Rad bleibt auf Pink stehen. Aber oha – kein Digipigi als Gewinn – ein Ansteckbutton mit einem Digipigi-Aufdruck gabs. Tränen kullern der Kindergärtnerin über die Wangen. Die CS-Hostess versucht zu trösten „…hat Dein Papi ein Konto bei uns..?“. Auf meine Antwort entgegnet folgt ein weiteres Angebot – für hundert Franken wär die Kleine dabei. Leider hat sie mit ihren Fünfzig Rappen Sackgeld pro Woche noch keinen Lappen erreicht. Die Gewissheit nach diesem Sonntag bleibt: die Banken verfügen nicht über das nötige (menschliche) Fingerspitzengefühl. Sondern versuchen selbst am Fussball-Grümpi in der Provinz Business à la Bahnhofstrasse zu betreiben.

  2. Und die Ami-Banken machen gutes Geschäft auch im PB. Vor allem darum, weil das steuerneutrale LATAM-Geld jetzt nicht mehr in Europa liegt, sondern in den USA. Der AIA zeigt Wirkung – ganz nach Wunsch der Amis. Oder hat jemand gemeint, es gehe dabei um Steuerehrlichkeit?

  3. Das übliche Spiel mit Kostensenkung bringt nur weitere Probleme mit sich denn notwendige Erneuerungen werden verschoben und der Betrieb wird ausgehöhlt wodurch wichtiges Wissen verloren geht. Das bringt den Neugeldzufluss wieder schnell zum Stocken. Mitarbeiter könnten das Management regelmässig schriftlich fragen und warnen wie es gedenkt diese Probleme unter Einhaltung der Prozesse und Policies zu lösen. Die Antworten helfen damit Management Attention zu kreieren.;)

  4. Hoffen wir doch für die CS-Aktionäre, dass die Bank „auf Kurs ist“. Man könnte sagen, ein Quartal macht noch keinen „Kurs“. Erst mal schauen wie’s weiter geht dieses Jahr. Und wenn dann die nächsten 3 Quartale noch etwas höheren Gewinn abwerfen, dann darf sich der CEO auf die Schulter klopfen. Und der VR-Präsi ebenso. Allerdings, und das als Einschränkung: Der Gewinn sollte nicht nur durch Abbau erzielt worden sein. Abbau ist eine Notmassnahme, Erfolg heisst Aufbau, Wachstum, zunehmender cash flow aus der Tätigkeit.

  5. Schlicht widerlich, nein pervers, was da bei der ehemaligen soliden und nach gut schweizerischen Methoden und Gebräuchen geführten Schweizerischen Kreditanstalt abläuft. Gleiches kann man auch von der ehemaligen Schweizerischen Bankgesellschaft sagen. Und was da bei Raiffeisen abläuft, würde den Gründer von Raiffeisen, der als bescheiden lebender Mann geschildert wird, im Grab umdrehen lassen. Ohne Scham, auch bei Raiffeisen, rahmen oberste Kader ohne je im echten Risiko gestanden zu sein, Millionen für sich ab. Im Gegensatz dazu muss der Büetzer rechnen und rechnen, ob ihm am Ende des Monats noch etwas übrig bleibt oder der Klein-KMU muss alles daran setzen, um nach Bezahlung der Löhne, Versicherungen und Ferienleistungen noch etwas übrig hat für seine persönlich Pensionskasse. Wäre ich jünger, ich würde sofort auswandern nach Neuseeland. Unser Land zerfällt moralisch und dann bald wirtschaftlich. Wir haben keine echte Elite mehr. Viele Ausländer in führenden Positionen oder als Eigentümer von guten Unternehmen wollen die Gepflogenheiten, die unser Land gross gemacht haben, gar nicht zur Kenntnis nehmen. Profitmaximierung steht an erster Stelle, das Schicksal der ihnen ausgelieferten Arbeitnehmenden ist ihnen egal. Erwürgt wird das Land dann zuletzt durch die Folgen der Massenzuwanderung, denn deren Masse von kaum Auszubildenden holt sich mit Druck, was sie zum Leben braucht.

  6. TZE und Rohner – etwa so gut wie zwei 15-jährige Staubsauger. Viel Lärm machen und vor allem viel heisse Luft produzieren!

  7. An der Basis werden jetzt wieder kleine Sachbearbeiter entlassen, um Kosten zu runterzufahren. Und auch gezielt, um die Belegschaft einzuschüchtern. Pack.
    Und die Klopapierrollen werden streng rationiert.
    Aber dass die Zahl der CS-Einkommensmillionäre schon wieder gestiegen ist, muss ja niemand wissen?….
    Doch. Es sind jetzt sogar 1’070 Einkommensmillionäre, gemäss CS Jahresbericht. Aber das sind nur die Gemeldeten. Es gibt noch viel mehr davon!!!
    JEDER dieser (mindestens) 1’070 Einkommensmillionäre sackt im Schnitt pro Jahr 1.55 Millionen Franken ein.
    Darunter hat es Figuren, die kaum den eigenen Namen richtig lallen können.
    CS Aktionäre: Lehnt den Vergütungsbericht an der CS GV ab, die diesen Freitag 27. April stattfindet.
    Diese MILLIARDEN an Lohntüten gehören euch. Wozu braucht die CS 1’070 Einkommensmillionäre?

    Hoffentlich nimmt das ein begabter Redner und beherzter Aktionär an der GV auf.
    Vergütungsbericht ablehnen!

  8. Praise the Lord, musste ich bei der Krisenanstalt nicht länger als exakt 88 Stunden arbeiten (als sog. Staff-on-call-Mitarbeiter) während dreier Monate. Am Tag, wo ich rabbeldibutz verabschiedet wurde, war ich grade damit beschäftigt, die Kaffeemaschine zu reinigen, weil ich a) sonst nix zu tun hatte und b) weil es offenbar keinen Servicemenschen hatte und c) weil die Herren Oberstudierten in dieser Abteilung sich ca) zu fein dafür waren oder cb) nur linke Hände vorweisen konnten. – Oh wie war ich froh, dass dieses Intermezzo zu Ende ging. – Und obendran sitzt dann noch so ein Edelfranz wie Thiam und redet schlau daher ….

  9. Der Eine stellt Mitarbeiter ein und erhöht dadurch natürlich die Kosten (Ermotti). Der andere spart weiter (Thiam) und Herr Hässig meckert immer. Wie darf es dann sein? EINMAL, nur einmal etwas Zuspruch täte gut. Naja, die Börse macht das ja sehr stark im Falle der CS.

    • Der Luki muss halt nochmals zur Schule. Woher kommen denn die ach so tollen Gewinne der Amibanken; vom Investmentbanking. Genau das selbe Investmentbanking das uns 2008 in die Scheisse geritten hat. Dann kommt hinzu das die aktuelle US-Administration ein Regulatorienumfeld wie vor der Finanzkrise schafft und die Zinsen in Amiland rascher anziehen als hierzulande. Ausserdem hat die Steuerreform dafür gesorgt, dass z. B. Wells Fargo einen Verlust statt einen Gewinn von 5.9 Mia. vermeldet hätte.

      Ne ne, da lob ich mir, das CS und UBS sich auf Vermögensverwaltung konzentieren wollen und das Investmentbanking auf das nötige zusammendampfen. Ist das Ergebnis der CS wie es sein sollte? Eher noch nicht, es gilt noch Altlasten abzutragen. Ist die UBS wieder dort wo sie selbst den Anspruch hat zu sein? Wahrscheinlich auch noch nicht. Beide Grossbanken in der Schweiz befinden sich noch im Wiederaufbau aber sie sind erheblich weiter als viele europäische Banken.

      Es mag sein, dass man nicht mehr in der selben Liga wie die Amibanken spielt. Wenigstens machen wir nicht den selben Fehler 2 mal. Vermögensverwaltung ist Krisenresistenter und zur Schweiz einfach passender. Wer am Ende die bessere Strategie hat wird man erst bei der nächsten Krise sehen.

      Aber der Luki findet die Amibanken mit ihren Gewinnen wieder ach so toll. Ne ist klar. Sorry Luki aber geh doch nochmals ein paar Wochen auf eine Summer School. Die paar Wochen die du schon hattest reichen irgendwie nicht aus um Zusammenhänge richtig zu erkennen.

  10. Eine Schwalbe macht keinen Sommer ..

    Die Message bezüglich Zustand der CS ist klar, wer nur den Kostenhebel kennt .. hat irgendwann keine mehr (Kosten) ..

    Eine fähige Führung:

    – setzt hohe Ziele und Standards (was ist erlaubt, was nicht)
    – sagt Mitarbeiter nicht im Detail, wie Sie ihre Aufgabe zu erledigen haben
    – übernimmt Verantwortung für das, was nicht gut läuft
    – schafft ein Klima schonungsloser Diskussion, was nicht gut läuft
    – hat den Mut das Richtige zu tun (Charakter)
    – anerkennt und belohnt den Erfolg (muss nicht immer monetärer Art sein)

    Eine Beurteilung der Arbeit von Hr. Thiam Ende 2018 sei ihm gegönnt, ob er dann bleibt oder geht, wird auch zeigen, wie sich die CS weiterentwickelt. Ich gewichte die Marktbearbeitung höher, als nur Kosten abzubauen, nicht weil Letzteres nicht wichtig wäre ..

    Kostenkiller, die in Firmen wüten, gibt es viele, Lenker die es verstehen, den Markt neu zu gestalten und Umsatz und Margen (abgesehen von reiner Kostenreduktion) zu entwickeln, wenige.

    Nur viele zusätzliche Aufträge bei gleichbleibender Personalanzahl setzen eine Lieferkette unter (natürlichen) Druck und erlauben schlussendlich (real) Kosten einzusparen.

    MfG Industrial

  11. Die Zahlen sind trotz weiterem Abbau der Mrd-Altlasten OK – Barofsky hin oder her.
    Die Ami’s haben im Prozess gegen R.Weil/UBS derart auf die Kappe bekommen, dass sie eine Kompensation brauchen: Mr.B.
    Die Schere zwischen US- und CH-Banken ist seit der Finanzkrise irreversibel geöffnet.
    Wenn Thiam abspringt, sind „andere“ bereit für die Weiterentwicklung/Wertvermehrung…

  12. C‘est beau pour un fois! Aber intern ist es ein Trümmerhaufen. Rechts weiss nicht was links, unten oder oben tut. Das effektiv nur 2% mehr verdient wurde ist sehr bedenklich. Nicht nur CS das gesamte CH Banking ist nicht nachaltig und zukunftsorientiert aufgestellt. Keine Chance im Globalbanking. In 10Jahren sind 70% der Banken und des Personals weg. Wir gehören nicht mehr zur ersten globalen Bankengilde! Erwacht von den grossen Mythen. Unsere Top Shots sind meistens keine Banker Serviceabbau und verdienen mit Gebühren Budgets und kaputt Sparen wie Credit Polski Paradeplatz Zürich. Was für charikative Aktionäre haben diese Banken? Wählt diese VR‘s und Manager ab. Was für einen wirklichen Service gibt Euch eure CH Bank wirklich? Postfinance als halb Bank ist besser, billiger und freundlicher. Kein griessgrämigen Finma und Compliance geknebelten überzahlten Frustalos. Diese Industrie ist auf dem Weg ins Sterbehospiz. Bin traurig!

  13. Wenn es gut laueft wird immer der Aktienkurs hergezogen um die eigenen Leistungen zu unterstreichen – also schauen wir uns die Zahlen doch mal an

    Indexiert auf Thiam’s Amtsantritt Juli 2015 (index=100) handelt die CS jetzt bei 68.32, die UBS bei 81.17, die BNP Paribas bei 115.13 und die JP Morgan bei 162.2

    • Noch ein Nachtrag – eine Trophae darf sich TT einstecken!

      Die Deutsche Bank hat in diesem Zeitraum noch mehr verloren und ist heute indexiert auf 47.64.

      Gegen alle anderen groesseren Banken hingegen hat der Aktienkurs der CS underperformed.

  14. Richtig der Hinweis auf die Unternehmenskultur. Angst, Kadavergehorsam und ja keine Fehler machen, auch wenn man dadurch Teile der Organisation lähmt. Wohin das führen kann zeigt u.a. das Buch „warum Nationen scheitern“, das bedeutete dann aber längerfristiges Denken.
    Ausmisten war mehr als notwendig, nur frage ich mich, ob es immer die Richtigen traf und ob das Behalten der Kopfnicker und Jasager der Firma wirklich hilft. Viele, die zum „Change“ fähig und bereit wären, wurden geschasst oder gingen selbst. Das lässt nichts Gutes erahnen für die Zeit, wenn der Häuptling weg ist und „niemand“ lernte, selbst zu denken.

    • Ist nicht nur bei den Banken so. Auch bei den Rück-/Versicherungsgesellschaften hat es praktisch nur noch Ja-Sager und A…kriecher. So macht man Karriere. Läck würde mich das Anko…en, wenn ich mich so jeden Tag im Spiegel ansehen müsste. In der FinanzIndustrie hat’s praktisch nur noch MitarbeiterInnen ohne Rückgrat!

  15. Der wird sich genau dann absetzen, wenn Wachstum auf der Einnahmenseite gefragt wäre, um grössere Gewinne auszuweisen. Gut, gut, bei den Total-Kompensations bei MDs und Key Risk Faslern ist noch die eine oder andere Milliarde Sparpotential unausgeschöpft. Vielleicht spucken ihm ja die Märkte im zweiten Semester 2018 auch noch in die Suppe… Wetten!?

    • Food for thoughts for narrow-minded and short-sighted Kaderidis:
      CSGN 2007?
      CSGN 2010?
      CSGN 2015?
      CSGN 2018?
      May easily be compared with developments of international peers.
      And now what?

  16. Die Aktienkursentwicklung in den letzten Jahren sagt mehr aus als tausend Worte! Da nützt auch der Kurssprung von heute Morgen nichts.

  17. Super Informationen, dank der Reduzierung in einigen Büros, gibt es kein Papier mehr für den Druck, und einige Büros sind bereits geschlossen. 😀

  18. Junge, kann er denn den „US-Anwald“ Barofsky einfach rausschmeissen? Ist doch etwas naiv …
    Ja, und abgeholzt hat er, zum Glück! Früher hat IP moniert, dass er mit Abholzen, Sparen, Risiken zurückfahren nicht rasch genug vorwärts macht…
    Ok, das Digi-Schwein zeigt nur, dass Kinder auch unsympathisch sein können. Das ist reiner Mist.
    Und dennoch: nachdem fakenews Thiam zu Beginn Helikopterflüge und blah-blah vorgeworfen haben, hat er es geschafft, sich aus dem Rampenlicht zu nehmen und sich auf seinen Job zu konzentrieren. Wenn es nun bessert mit der Bank mag ich ihm und vor allem allen andern MA dies von Herzen gönnen. (Vorbörslich? Plus!).

  19. L’Etat c’est moi.
    Ludwig XIV, der Sonnenkönig, ist längst tot. P. Vincenz, der Platzhirsch, sitzt seit März im Gefängnis. Und was wird aus Thiam, dem Holzer?
    Aber hei! Immer immer wieder geht die Sonne auf. Nur, die Sonne wird nicht als Königin anerkannt. Nein, wir nicken einem Egomanen zu, wir Schafe.

    • Und ein Aktienkurs im Bereich von 90; muss ja auch nicht erwähnt werden 🙂

    • Der um Bezugsrechte (aus den Kapitalerhöhungen) bereinigte Allzeit-Höchstkurs beträgt CHF 69.615.

    • @Patrick
      Das trifft natürlich und richtigerweise zu; die Konsequenz von allfälligen Anrechtsverkäufen zieht aber eine Verwässerung des Investments (und auch des Gewinns) nach sich. Ansonsten müsste zusätzlich eigenes Kapital nachgeschossen werden, womit dann eben die Rechnung ein klein wenig anders aussieht!

  20. Die CS ist seit der Amtsübernahme von Mühlemann eine einzige Katastrophe geworden. Grübel hat dann zwischen durch etwas aufgeräumt, anschliessend ging es nur noch bergab (siehe auch Aktienkurs). Das Problem ist auch der VR und sein Präsident. Der ganze Zürcher FDP-Filz stinkt zum Himmel. Dazu gepaart mit Arroganz, Überheblichkeit und fehlendem Bankwissen. Anwälte als VR-Präsidenten, das kommt nie gut.

  21. Ineffiziente Organisationen verschwinden von selber. Die Kunden gehen woanders.

    Die CS hat sehr viele Abzocker versorgt, wie Rohner.