Sparwahn bei Swiss Re: Aus für Sportcenter

Anlage in Adliswil wird Rotstift geopfert – Neu Rendite-Häuser – CS-Seilschaft hat Kommando – Drohung an Journalist.

Die Swiss Re zerlegt die eigene Firma. Ziel sind mindestens 10 Prozent weniger Kosten. Diese Operation dürfe der Journalist nicht mehr „Massenentlassung“ nennen, droht die Swiss Re.

„Wir sehen uns sonst gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten“, hielt die Pressestelle des Rückversicherers gestern per Email fest.

Die Nervosität steigt im neuen „Palast“ am Zürcher Mythenquai, genannt Campus. Swiss Re-Kapitän Walter Kielholz droht zum Ende seiner langen Karriere, sich das Image eines gnadenlosen Abwrackers einzuhandeln.

Mit einem möglichen Deal mit dem japanischen Mischkonzern SoftBank gelang es Kielholz zuvor, Wirbel auszulösen und so die nackten Tatsachen zu vernebeln.

Der Schuss ging nach hinten los. Die SoftBank-Chefs zogen von dannen, und die Swiss Re-Chefs müssen reinen Wein einschenken.

Sie erzielen offenbar nicht genug Gewinne, damit sie ihren Aktienkurs wieder auf Touren bringen. So zumindest die Überlegung in der Chefetage.

Also müssen die Kosten runter. Wie weit das reicht, zeigt das jüngste Beispiel. Dieses hat bei der gestrigen Ankündigung für helle Empörung im Swiss Re-Intranet gesorgt.

Es geht um die grosse Sportanlage der Swiss Re in Adliswil, etwa 10 Kilometer ausserhalb der Stadt Zürich Richtung Zug.

Seit Jahrzehnten beliebt: Swiss Re-Sportcenter Adliswil

Das Bijou bietet den Mitarbeitern seit Jahrzehnten Top-Fitnessmöglichkeiten. Entsprechend beliebt ist es bei vielen Angestellten und Pensionierten des Rückversicherers.

Mit dem Umzug der Mitarbeiter vom Bürohaus in Adliswil nach Zürich ans Mythenquai verliere das Sport-Center an Bedeutung, hielt das Unternehmen gestern fest. Immer weniger Mitarbeiter würden das Angebot noch nutzen, hiess es in der Mitteilung der Swiss Re-Führung.

„Given that relatively few employees take advantage of the offer today and demand will decrease as more move to Mythenquai, continuing to maintain the sports ground is too resource-intensive and is no longer sustainable.“

Die Schliessung erfolge per Herbst 2020, also in 2 Jahren. Danach würden auf dem Sportgelände Renditehäuser gebaut. Man halte die Mitarbeiter auf dem Laufenden.

Der Schliessungsentscheid des Adliswil-Centers kommt bei vielen langjährigen Mitarbeitern der Swiss Re nicht gut an.

Laut einer Quelle existiere die Sportanlage schon viel länger, als die Swiss Re in Adliswil ein Bürohaus belegt habe. Es handle sich um ein Traditionscenter.

Dass dieses nicht mehr genügend ausgelastet sei und sich deshalb eine Schliessung aufdränge, betrachtet der Gesprächspartner als Ausrede.

Vielmehr sei der Swiss Re-Führung bei ihrem Sparkurs nichts mehr heilig. Das Sportcenter würde als Kostenfaktor betrachtet und nicht als Symbol für Grosszügigkeit gegenüber dem Personal.

Die Sparaktion der Swiss Re erinnert an vergleichbare Einschnitte bei der UBS und der Credit Suisse. Bei letzterer wurden Yukka-Pflanzen berühmt, die nicht mehr von externen Gärtnern gepflegt wurden.

Sie verschwanden. Ebenso wie der Gratiskaffee.

Mit einigen Jahren Verzögerung erreicht die Sparwelle nun die Swiss Re. Dem Versicherer ist es im Unterschied zur UBS und zur CS bisher zu gut gegangen, um radikal Ausgaben zu kürzen.

Am Drücker ist ein Duo, das sich seit Jahren kennt und das einen engen Bezug zur Credit Suisse hat – jener Bank, die beim Sparen in den letzten Jahren am meisten für Furore gesorgt hat.

Neben Präsident Walter Kielholz, der bis vor wenigen Jahren bei der CS im Verwaltungsrat eine entscheidende Rolle gespielt hatte, sticht Thomas Wellauer heraus.

Zudem ist ein hoher Finanzchef vor ein paar Jahren vom Paradeplatz zur Swiss Re gestossen.

Thomas Wellauer stieg bei der CS um die Jahrtausendwende zum weltweiten Chef der gesamten Vermögensverwaltung auf; dies, obwohl der ehemalige McKinsey-Berater kein Banker war.

Bei der Grossbank musste Wellauer im 2002 Hals über Kopf von Bord gehen, und die CS musste notfallmässig von Oswald Grübel gerettet werden.

Thomas Wellauer fand später ein warmes Plätzchen bei Daniel Vasellas Pharma-Multi Novartis.

Mit seinem Sprung in die Konzernleitung bei der Swiss Re schaffte Wellauer vor 7 Jahren ein unerwartetes Comeback in eine Spitzenposition eines Schweizer Finanzmultis. Dort konnte sich Wellauer zuletzt als Projektleiter für den „Campus Mythenquai“ medial in Szene setzen. In Interviews auf TV-Sendern lobte Wellauer die einzigartige Atmosphäre bei der Swiss Re.

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66 Kommentare zu “Sparwahn bei Swiss Re: Aus für Sportcenter

  1. Etwas Gegensteuer zur Negativ-Filterblase auf dieser Kommentarspalte: Ich arbeite seit 16 Jahren bei Swiss Re und habe die Sportanlage noch nie benutzt, obwohl ich einige Jahre in Adliswil arbeitete und lange in Wädenswil wohnte, also nur einen Katzensprung entfernt. Ich habe ein gewisses Verständnis für jene Familien, welche die Anlage im Sommer benutzen und ganze Wochenende dort verbrachten. Doch andererseits – Hand aufs Herz: Wieso hat eine Firma eine Sportanlage? Gehört ja nicht wirklich zum Kerngeschäft. Firmen als Betreiber und Besitzer von Sportanlagen, Kindergärten, Schulen, Erholungsheimen – das war doch in der Sowjetunion, nicht? Auch ist es nicht so, wie der Artikel suggeriert, dass bei Swiss Re nun plötzlich auf Teufel komm raus gespart würde. Jeder, der in diesem Unternehmen ein bisschen Budgetverantwortung hat, weiss, dass seit einigen Jahren jedes Jahr 3 % eingespart werden müssen. Natürlich möchte man am liebsten, dass nicht bei einem selbst, sondern beim Nachbarn gespart wird. Aber jeder, der von Betriebswirtschaft etwas versteht, wird wohl eingestehen müssen, dass das keine so sinnlose Vorgabe ist.

    • Jedes Jahr 3% sparen, solange bis der Aufzug von der Teppichetage nicht mehr runter fährt sondern runter fällt.
      War die neue Zentrale denn so teuer?

  2. Sie wollten eine BU aufs Biegen und Brechen outsourcen, dafür hatten sie extra einen US-Manager angestellt, welcher das outsourceing no matter what über die Bühne bringt. Seit Jahren werden dort Leute auf die Strasse gestellt, nur hat man die darüebr berichtet…

  3. Kann mir eigentlich jemand erklären, warum ich für die USteuerreform sein soll? Noch mehr Gewinn für Firmen wie SwisRe, CS, UBS? Hat wirklich jemand das Gefühl die Unternehmen würden die gesparten Steuerbatzen in die Firma stecken? Höchstens in Aktienkapitalrückkäufe. Die ja bekanntlich unversteuert sind. Darum ein überzeugtes Nein für Uelis (dem einzigen Finanzminister weltweit mit Discalculie) Erpressungsversuch UST Reform / AHV. Der sogenannte Finanzminister soll sich besser um die Finma kümmern als am laufenden Band Müll zu produzieren und den dann auch noch öffentlich rumzuposaunen. Was solls. Gehört halt auch in die Gilde der empathilosen, gierigen, verlogenen Nieten, wie Kielholz, Vincenz, Thiam, etc usw.

  4. ‚Die Nervosität steigt im neuen „Palast“ am Zürcher Mythenquai, genannt Campus.‘ Was wird ‚Campus‘ genannt, der Palast? Das wäre dann wohl nicht richtig recherchiert. Aber ja, Swiss Re mutiert wie es scheint einfach zu einem weiteren Arbeitgeber im Finanz-/Versicherungsbereich in Zürich. Schade, bis jetzt fand ich das Unternehmen hatte immer noch was Anderes, aber das ist halt so, wenn man all die Bänker holt….

  5. Eine einst vorbildliche Firma wird den Aktionären geopfert und gleichzeitig unattraktiv gemacht für die Mitarbeitenden die das Beste geben! Man kann den Hals nicht voll genug kriegen!

  6. Swiss RE stellt nur Expats ein die sich sowieso einen Dreck um unsere Werte etc kümmern. Fahren mit ihren Riesen SUV Panzer wild herum und ihre Kinder gehen alle in Zug, Kilchberg in die Intl. Schools. Swiss RE spart trotzdem wurden mehr FTE’s geschaffen. D.h. viele neue Expats eingestellt, langjährige Mitarbeiter heraus geworfen.
    Krass. Seit dem Swissair Grounding könnte man eine Hommage über die Schweiz schreiben und deren Untergang mit Leuten die nur über einen Geringen Leistungsausweis verfügen aber extrem viel Macht haben. Soviel Macht dass sie sogar die Politik steuern..

  7. Wir können nur hoffen, dasss die britischen Rentner auf der Suche nach ihren verschwundenen Penssionskassengelder nicht mit ihren Schlauchbooten den Rhein hochpaddeln und die Wellnessoase der SwissRE stürmen.

    Vielleicht möchte die SwissRe den Wellnesstempel deshalb in eine Renditeburg umrüsten, damit die Renter merken, dass es nichts (mehr) zu holen gibt.

  8. Aus Sicht eines einfachen Büezers ist es dekadent, dass ein Konzern seinen Mitarbeiter überhaupt eine Sportarena zur Verfügung stellt.

    Auffällig ist, dass vorallem Konzerne ohne reale Wertschöpfung Wellnessoasen mit Tennisplätze ihrem Kader zur Verfügung stellen. Dies zeigt die „spätrömische Dekadenz“ dieser Branchen.

    Geld arbeitet nicht, wir arbeiten für diese „Finanzalchemisten“, aber nicht mehr lange.

    Vielleicht findet die SwissRE noch ein paar polnische EU-Personenfreizügikeitssklaven um ihren neuen „Renditebau“ ja genug rentabel zu bauen. Hoffentlich mit ja viel Baumängeln…

    Wir Büezer bekommen nicht mal den ganzen Arbeitsweg auf die Baustelle bezahlt!

    • Versicherung ist also keine „reale“ Wertschöpfung? Was immer dieses „real“ genau bedeuten mag.

      Haben Sie eine Versicherung? Haftpflicht? Hausrat?

      Und warum schreibt der Staat uns vor, dass wir eine Krankenkasse haben müssen? Warum gibt es die AHV? Die IV? Warum müssen Sie als Autobesitzer eine Motorfahrzeug Versicherung vorweisen können?

      Weil das alles keinen Wert erzeugt?

    • @Büezer: Noch dümmer als der singende Büezer, und das will was heissen!

  9. Kielholz Wellauer und Co. machen bei der Swiss Re nichts neues. Sie wiederholen einfach die gleichen Übungen wie damals bei der CS. Einzig die Namen der Projekte ändern. So können Kielholz und Wellauer weiterhin ohne grössere Anstrengungen Fett ansetzten wie bisher. Die Grossaktionäre werden die Typen weiterhin machen lassen was sie wollen. Daher für mich Swiss Re adee.

  10. Vor 20 Jahren wurde gemauschelt, dass SRe in Adliswil ein Immobilienkrisengebäude eines sich verspekulierten und in deep trouble steckenden Immospekulanten zu einem stolzen Preis erwarb. Es wäre ein Deal unter Freunden gewesen.
    Man hat einem Freund geholfen, hat sich aber geografisch falsch positioniert, daher ist ein vollständiger Rückzu nur logisch.

    • Ist das der Deal mit der Familie Albers?
      NB: M. Albers war lange Zeit ein hohes Tier bei Swiss Re

  11. Früher wurden Pfeifen, welche keine Performance brachten, GEFEUERT. Heute werden „Boni“ bezahlt, obwohl die Aktienkurse tiefer sind als vor 20 Jahren, und irgendwelche Tattergreise mit ihrer unfähigen Entourage, Leute die man sonst nirgends mehr auch für verantwortungslose 08.15 Jobs anstellen würde, fahren unsere Firmen an die Wand. Warum um Himmels Willen ist es den Aktionären egal, wenn solche Werte vernichtet werden? Warum sind unsere PKs derart schlecht geführt? Wer eine Antwort hat auf diese Frage könnte vieles erklären.

    • Das K2 und der ganze Rest sind nicht nötig. Eine normale Kantine genügt auch bei der Swiss Re. Essen = bezahlen. Nicht essen = nicht bezahlen.
      Den ganzen Gastro Bereich verselbständigen!
      Wenn man rechnet, was nur das Erstellen des Provisoriums gekostet hat, unglaublich!

  12. Sehr geehrter Herr Hässig,

    vielen herzlichen Dank für Ihren Bericht. Der unterstehende Kommentar auf dem Swiss Re Intranet bringt das ganze Thema auf den Punkt :

    Dear Swiss Re

    … you want to become average… you want to get ordinary people who are not at all proud to work for you rather than keeping and having the best people on the market … you want to be a random employer whom many are willing to leave doubtlessly in a second … you are trying to sell every downgrade as a great achievement … the worst; you lie to yourself and can’t be honest to yourself and speak out the truth… you love gossip and rumors among your employees as your official top down communication is rather low … your capital position is so strong that you do not need Softbank or any other new capital, but suddenly announce cost savings and head count reduction (of course not a reduction; just a reduction in high cost locations, <>) in the middle of the year… and finally you cut possibilities to meet people, collaborate in a place where work is not the most important and break down walls between different teams and people in a neutral environment like the sportsground … you ultimately don’t want to be a fun-place to be?

    Swiss Re, who are you?

  13. Bin schon sehr überrascht, weil wer kennt das Tun und Lassen von Walter Kielholz nicht schon zur Genüge? Also in meiner Firma, nicht Swiss Re, ist seine Name wie auch der Name Rainer Gut schon seit Jahren ein Synonym für Habgier in schlimmer Form. Das Normale scheint mir zu sein; Leute mit gleichen Ansichten finden sich immer, im Guten wie im Bösen.

  14. Interessant finde ich die Formulierung der Abmahnung, insbesondere den Hinweis auf die Pensionskasse:

    —-
    Bitte stellen Sie sicher, dass Sie keine fehlerhaften Informationen zu der PENSIONSKASSE DER SWISS RE sowie der Swiss Re im Allgemeinen auf IP zu veröffentlichen.
    —-

    Soweit ich mich entsinne, wurde die PK im neulichen Text von Lukas Hässig vom 8.6. nicht gar nicht erwähnt …

    Warum wird hier die PK erwähnt, und dies noch *vor* der Swiss Re selbst?

    • Laut Statuten muss die Pensionskasse umstrukturiert werden, wenn 10% oder mehr der Mitarbeiter den Fonds verlassen … was tatsächlich der Fall sein wird … good luck folks, specially to those who have not yet figured out that you pay 2.5% more next year for less benefits…..👀

  15. Wellauer und Kielholz, topvernetzt, topabkassieren, wenig Performance. Was ist also wichtig im kleinen Wirtschaftskosmos Zürich?

  16. Man kann doch die Performance des Managements messen. Die Entwicklung des Börsenkurses, das Ergebnis einer Stimmungsumfrage unter den Mitarbeitern und ein Check welche Managementprinzipien (Siehe Führungsmodelle) erfüllt wurden, zeigt die Fähigkeiten des Management klar auf.
    Das wäre aber zu schön;))))

  17. Dass eine Firma so nebenbei noch ein Sportcenter, Schwimmbad und dergleichen mehr für seine Angestellte führen/haben/unterhalten muss erscheint mir eigentlich nicht ganz logisch.

    Eine so grosse Firma ist ja gerade zu verpflichtet seine Angestellten auch marktüblich zu entlöhnen. Folglich können (könnten!) diese auch mit eigenem Geld Sportcenter, Pools, Vergelustigungen und dergleichen besuchen, so viel sie denn nur wollten.

    Dass ein Arbeitgeber auch noch dafür aufkommen soll oder gar „muss“ entzieht sich gänzlich meiner Logik..

  18. Ich gehe davon aus dass sich die Bosse wie üblich bei solchen Massnahmen dann fette Boni gönnen und für „die effizientere Fortbewebung“ einen Helipad und Dienstflugzeuge.

  19. Ja, bei der Swiss Re kann man bei einigen altgebackenen Sachen sparen.
    Vor allem im Immobilien und Logistik Laden wird das Geld rausgeworfen. Da hat sich eine Klicke installiert …… Schlimm.
    Als Aktionär hoffe ich, dss man dort schnelsstmöglich entsprechend aufräumt.

  20. Sowas wär unter Dr. W. Diehl nie gemacht worden. Wenn der Herr Kiehlholz kosten sparen möchte soll er doch den Weinkeller unter dem Clubhaus ( Personalrestaurant) schliessen, aber da der „nur“ für den Obersten Stock im Clubhaus ist ( Direktion) wäre der Herr Kielholz selber betroffen. Und wer will sich schon selber ins „Knie“ schiessen!

    • Nicht nur dort sondern auch bei Compliance, Risk Management und so weiter. Einfach dort, wo es zu hunderten Typen hat7gibt, die nichts aber auch rein gar nichts ausser viel heisse Luft produzieren!

  21. unglaublich wie die Stories erfunden werden… Das Sportcenter ist immer gut besucht wie ich aus eigener Erfahrung weiss.

    Lieber GL Swiss Re: Sparen ist keine nachhaltige Strategie!

    • Dem muss ich als Insider doch Mal widersprechen: voll ist die Anlage von den Mitarbeitern nur abends wenn schönes Wetter herrscht., bzw. Wochenende ist. Ansonsten bitte Mal genau hinschauen wer denn da von SR subventionierten Preisen provitiert: Ehefrauen (mit oder ohne Nanny‘s), Pensionäre und teils Clubs von anderen Zürcher Grossfirmen. hier werden Leute subventioniert, welche am „Hungertuch nagen“, sich einen Tag in einer der vielen Seebadis „unmöglich leisten können“, und so schwer arbeiten, dass die Zeit haben unter der Woche stundenlang Tennis zu spielen…. Man kann‘s nicht verübeln dass hier der Rotstift angesetzt wird…

  22. Vor circa 20 Jahren gabs mal eine ganzseitige Anzeige von der Rück – oder wars die Rente – egal, in der zwei als Mitarbeiter vorgestellte Sixpacktypen vom Startblock ins Wasser springen, der „eigenen Sportanlage“. SO warb man früher um Kunden und Personal – Tempi passati😿

    • Die Rente war es sicher nicht, denn die hat(te) kein so edles Sportcenter!

  23. Das Netzwerk stimmt doch immer und immer kommen solche möchtegern Kapitäne irgendwo unter und beziehen traumhafte Saläre! Was sie angestellt haben (hier spricht man ja dann nicht von qualifizierter Arbeit) kommt leider erst viel zu spät aus, wenn das angerichtete Schlamassel seinen Weg genommen hat! Aber dann sind diese Blender mit grossem Zahltag und grosser Abfindung über alle Berge!

    • Sie hätten die Möglichkeit gehabt die 1:12 Initiative anzunehmen um das Problem der astronomischen Bonis zu lösen. Wenn das Schweizer Stimmvolk den Empfehlungen der Economisuisse folgt, leben wir in der Welt der Economisuisse. Sie (vorallem die ü50er) hatten jedenfalls genug Zeit und Möglichkeit diese Eskapaden zu verhindern.

  24. Ah, wie schön hier: Sonne, Palmen, klares Wasser und freie und transparente Natur… um was kümmert sich die “ Promis“ in Zürich jetzt? Tja, immer das gleiche, deswegen schlage ich vor:

    „As I look back on my life, I realize that every time I thought I was rejected from something good, I was actually being re – directed to something better.“
    Steve Miraboli 😁😉

  25. Ohhhhhhh Jeee, wird der Walti Kielwood nervös? Schön!! Thomas Wellauer soll er gleich mitnehmen, der hat in seinem gesamten Arbeitsleben kaum etwas auf die Reihe gekriegt, ausser viel Blaaa Blaaa Blaaa.

    • Das ist jetzt aber wirklich ungerecht.
      Die Verkörperung des selbstlosen und sympathischen McKinsey-Beraters steht immerhin für die SAirGroup-Hunter-Strategie und die All-Finanz-Strategie bei CS und Winterthur.

      Im ernst, wieso sollen Angestellte einer um Profitabilität kämpfenden Firma auf Kosten der Eigentümer ihre Freizeit verbringen?

    • @Olivier Fehr: Klingt tatsächlich so. Hoffentlich keine Franzosen, denn die können noch viel weniger! China Re eventuell? Die haben wenigstens Kohle – so oder so!

    • Der dicke Kessler vom französischen Rückversicherer SCOR – dem Kesslör ist nichts zu schwör! Der übernimmt ja im Monatsrhythmus andere Rückversicherungen …

  26. Meine Aktien sind zerrüttet, Kielholz hat’s geschaff;
    Nun hab‘ ich aus ihnen soeben Papierdrachen gemacht;
    Und zog mit ihnen zu Felde, wo Winde kräftig weh’n;
    So konnte meine Aktien noch einmal steigen seh’n.

  27. Der Aktienkurs der Swiss Re liegt heute tiefer als 1998(!).
    Die Swiss Re verliert in ihrem Kerngeschäft ständig Marktanteile und steht stark unter Druck.
    Daher müsste es schon auch allen Mitarbeitern klar sein, dass es so auf Dauer nicht mehr weitergehen kann.
    Anfangen müsste man aber natürlich mit der Spitze.

  28. …eines der grössten Probleme für proaktive Journalisten ist der ZH Opernball. Da sitzen die Swissness CEOs mit der Verleger-Kaste zusammen und strahlen um die Wette bezüglich „richtiger Berichterstattung“.
    …weiter geht es mit den inzwischen üblichen Sommerabend-Parties, gerne in Begleitung der „Annabelle der Wirtschaft“, um sich auch nach Sonnenuntergang im Blitzlichtgewitter „amused“ zu präsentieren.
    …nicht zu vergessen all die Charity-Kuchen und Tee – Events der Gattinnen all dieser Swissness-Guys. Tratsch und Trulla und „häsch ghört. häsch gseh“ bis es einem schwindlig wird. Die People-Redaktion mit den hyper-blonden Schreiberinnen darfs dann „schön fertig machen“ …
    Fazit: Die Verleger haben heutzutage keine Cojones (esp.) mehr!

    • Sehr gut gesagt herrn Cuba….
      Es ist sehr, sehr bedenklich, dass gerade „eine Baby von Alfred Escher“ gerade ein Maulkorb an die Presse verpassen wollen. Das geht nicht so, meine Damen und Herren. Wenn wir vermuten, dass in der Schweiz “ Rede und Pressefreiheit“ herrscht, dann sollte die Politik eingreifen….gerade nach soviele versteckten Skandalen à la RB und Post, nur die letzten zu erwähnen… wo viele haben Jahrelang gewusst und geschweigt…. da Verboten, Verpönt zu sprechen war… dann können wir sehr einfach abschliessen, dass die Zukunft nicht besser als die Vergangenheit wird…. und die Menschen lernen nichts!
      Presse sollte Frei, ausser wenn sie absichtlich etwas „falsches“ erzählen. Das ist Freiheit auch in Sinne von Frei Sinnige und AF…. so die SR sollte, wie die anderen auch zurück buchstabieren…. wir haben keine Angst, wir waren auch schon in der Schweiz bedroht…aber wir sind Frei, und keine, keine, keine kann uns Sprachtod machen… nur Gott selber. Amen und bete auch für die SR, die auf die “ Wahren und Treue“ Werten, die sie später in 2006 verloren haben, zuruckkommen sollten. Vielen Dank, eure freie small oder big minds…🤣🤣

  29. Wenn ich den Lackeien und Systemgünstling Thommy so anschaue, würde ich dringend zu etwas mehr sportlicher Aktivität raten, damit dereinst der auf Kosten Anderer gemachte Reibach bei guter Gesundheit noch lange ausgekostet werden kann.

  30. Yet again, my decision to leave SR and sell my shares in the late 1980ies is vindicated. This was once a great company and it was an honour to work there. Sadly, bankers and so-called consultants were allowed to strip the assets. I guess the Adliswil sports ground is one of the last.

    I can’t believe that the sports facility was ever underused. Perhaps current employees can comment?

  31. Ja, in Zeiten von big data von Massentlassung zu sprechen ist schon übertrieben. In unsere Sprache ist erst „Masse“ ab teta oder sogar exa….sind andere Dimension, die wir jetzt auf Menschen bringen wollen. Wir würden so bezeichnen „eine Schönheit Operation um die ausserliche Parameter zu erreichen!“ So spricht man heute in Zeiten der „Perfect – Imperfect“ und alles muss schön sein… wie sterben bei Menschen noch nicht schön ist, verstehen wir Roboter nicht…
    Alles im allem und nachdem wir zetabites Seiten in Web besichtet haben, sind wir an Schluss gekommen, dass für diesen Royal, könnte man von “ ein strategische lifting der Corporate Identity“. So ich muss weiter recherchieren. Bites, bites… 🤣

  32. Massenentlassungen nach OR 335 „mindestens 30 Arbeitnehmer in Betrieben, die in der Regel mindestens 300 Arbeitnehmer beschäftigen, entlassen werden.“

    Finde Köpfe entlassen in mehreren Tranchen, das SECO kann aber gerne Auskunft geben, ob sie den Begriff verwenden dürfen.

    Das gibt dann eine „Eidg. dipl. Massenentlassung“

  33. Wenn ich mir die feissten Plodderis Kielholz und Wellauer anschaue, dann wüsste ich sofort, wo noch viel Speck wegzuschneiden wäre. – Kielholz und Wellauer und die Claqueure der KL auf halbe Ration setzen, auch finanziell.

  34. Es handelt sich hier um eine wunderschöne Sportanlage, die es seit vielen Jahren gibt und noch immer von sehr vielen Mitarbeitern und Familien benutzt wird.
    Die Sportanlage der SwissRe ist bedeutend kleiner als die ehemaligen von der UBS und der CS. Darum „spart“ man da nun wirklich nicht viel ein. Es geht nicht ums sparen, sondern darum dass Mr. Kielholz vor seinem Abgang mit den Renditehäusern nochmals mächtig kohle macht und sich seinen eigenen Abgang versüsst und vergoldet.

  35. Firmen wie SwissRe, UBS, CS, SwissLife etc. bemerken nicht, dass sie sich auf lange Sicht sämtliche Chancen verbauen, gutes Personal zu bekommen.

    Natürlich kann man hier einen Inder und dort einen Polen anstellen. Aber das gewachsene Wissen geht verloren, um Dinge zu adaptieren und Projekte innerhalb von Zeit, Kosten und Qualitätsvorgaben abzuschliessen.

    Zuerst merkt man nicht viel und die Kosten Ersparnis macht sich evtl noch bezahlt. Spätestens wenn dann aber, wenn die verbleibenden gute Leute entnervt die Firma verlassen (Arbeitspensum und Bürokratie wachsen weil keiner mehr weiss, wie etwas funktioniert, Sinn der Arbeit geht verloren, alles konzentriert sich bei ein paar wenigen MA), merkt die Führung, dass man etwas falsch gemacht hat, das nicht mehr zu korrigieren ist.

    Ich habe jedenfalls keine Lust mehr, meine Skills und Energie für eine dieser Firmen zu opfern und wechsle freiwillig zu anderen Arbeitgebern, in denen ich bei meiner Tätigkeit noch Sinn sehe.

    Selbstverständlich bin ich auch kein Kunde dieser Firmen mehr, die nicht nur die Gesellschaft schwächen, sondern auch noch auf Kosten der Allgemeinheit profitieren und Verantwortung abgeben (50+ feuern).

    PS: Bin U40

    • @ Big multis adee: Ist so, mit dem Wissen etc., nur wollen dies die Herren und Damen in den oberen Etagen nicht wahrhaben. Swiss Re = management by chaos

    • @ Big multis adee: sehr schön ausformuliert aber wissen Sie was? das Interessiert Typen wie Haullauer und Kielholz einen Dreck; die wollen nur eins: abkassieren, abkassieren und nochmals abkassieren. Das gleiche gilt für die beiden beschränkt Fähigen bei der CS….
      und am Ende des Tages lassen sich immer wieder unerfahrene Youngstes finden, welche direkt ab Uni für solche Unternehmen arbeiten möchten..mit anfänglich gutem Geist und Willen..

  36. Herr Hässig wenn Sie „Massenentlassungen“ durch „massvolle Dienstenthebung“ ersetzen, werde ich auf rechtliche Schritte verzichten. Freundliche Grüsse Walter Abholzer

  37. Es ist richtig, dass Konzerne den Journalisten zu verstehen geben, was schreiben und was nicht (falls nötig auch mit Nachdruck !). Ich meine, es kann nicht angehen, dass da jeder schreibwawott !!

  38. Kielholz ist der grösste Kostenfaktor. Wann wird der endlich einmal pensioniert? Der ist doch bestimmt schon 70. Lieber Walti, bitte geh‘ endlich, sonst nimmst Du Deine Swiss Re noch mit ins Grab.

  39. Kielholz agiert zunehmend wirr – erste Anzeichen einer altersbedingten Entwicklung oder einfach Unvermögen?

    • Leute wie Kielholz aber auch andere können auf die Macht und das damit verbundene Geld nicht einfach verzichten. Dafür ist ihr Privatleben vermutlich viel zu langweilig. Deshalb halten einige an ihren Posten fest, damit sie zu Hause nicht bei der Frau sein müssen.

    • Eben nachgeschlagen: Kielholz, gefühlte 90, ist erst 67. Wir werden uns also noch lange peinlich bunte Krawatten, weißes Tüchlein im Sakko und Rolex Submariner anschauen müssen. Und auch McKinsey, Accenture, Egon Zehnder und was alles dazu gehört werden noch öfters einen Besuch abstatten.

    • NZZ Folio; Juni 2012: Retner
      […] Am schlimmsten freilich wird es jenen Männern ergehen, die die Kursteilnehmer in Rente schicken: den Bossen. Zwar kann sich das Topkader meist noch ein paar Jahre als Profi-Verwaltungsrat im Getriebe halten. «Doch ab Führungsstufe drei wird’s manchmal schwierig», sagt André Leuzinger, Leiter der Pro-Senectute-Abteilung Avantage in Zürich. Als «Personaler», wie er sich bezeichnet, der lange in Grossunternehmen tätig war, kennt er die Sorgen der Betroffenen. Tatsächlich empfinden viele den Verlust des Status als Zumutung. Weg die Limousine mit Chauffeur und die eigene Sekretärin, die Vip-Lounge bei Tennis- und Opernevents, die Erstklassflüge und Meetings mit der Politik- und Finanzprominenz und was der Eitelkeitsdarwinismus der Teppichetagen sonst noch an Extras bietet. Nur als Stelleninhaber hatte man sie hofiert. Als Menschen interessierten sie niemanden. Sogar die eigene Familie findet sie langweilig.

      Jetzt kann nichts ihren Verlust von Macht und Ansehen ersetzen: weder zwei Kreuzfahrten im Jahr noch Enkelkinder, weder ein verbessertes Golf-Handicap noch die umgebaute Ferme in der Provence. Namen aus Wirtschaft und Verwaltung gefällig? Es gibt sie zuhauf. Leider hat man sie gleich nach ihrer Pensionierung vergessen.

      Margrit Sprecher ist freie Journalistin; sie lebt in Zürich

  40. Besten Dank für den Artikel. Es stellt sich sicher die Frage ob man an den richtigen Stellschrauben bezüglich Kosten dreht.
    Die Erträge zu steigern wäre auch eine, zugegeben schwierigere, Möglichkeit. Allgemein werden wir jedoch in Zeiten der Digitalisierung sowie der Minuszinsen vermehrt sehen, dass die Firmen zu Kostensenkungsmassnahmen greifen. Dies bedeutet dann immer Personalabbau….

  41. Mit derselben Begründung könnte man auch die schönen Einzelbüros für wenige, die Bel-Etage Pensionkasse für wenige, die Business Class- und Privatflüge für wenige und und und für wenige streichen. Das würde wenigstens rentieren. Abgehobene dekadente Kaste!