Kielholz stellt Ü50-Familienväter vor Tür

Swiss Re-Chef mit Kunst-Habitus sorgt beim Rückversicherer für Klima von Angst und Schrecken – 40 Mio kassiert seit 2010.

Walter Kielholz ist vom Alter her Pensionär. Statt aber in Rente zu gehen, bleibt Kielholz auf dem Kapitänssitz bei seiner Swiss Re sitzen – wie lange, weiss nur er.

Für die Mitarbeiter wird Kielholz zum Schreckenspirat. Der Mann, der mit seinem jugendlichen Gesicht an geliftete Südpräsidenten erinnert, stellt massenhaft Angestellte am Zürcher Sitz vor die Tür.

Kielholz zeigt sich wenig zimperlich beim grossen Abbau am Mythenquai, wo die Swiss Re gerade mit viel Brimborium einen Luxustempel aus Stahl und Glas bezogen hat.

Es fliegt raus, wer gerade am falschen Platz sitzt. Wahllos kündigen Kielholz‘ Manager ihren Mitarbeitern, die dann selbst schauen müssen, wo sie als Nächstes unterkommen.

Besonders zu reden gibt, dass vom Big Abwracken auch 50-Jährige Familienväter, und vereinzelt auch -mütter, getroffen werden. Ihr Alter, ihre Kinder und ihre Job-Chancen spielen offenbar null Rolle.

Die Stimmung in der Zentrale des Welt-Rückversicherers ist entsprechend in die Tiefe gerasselt. Quellen sprechen von 50-Jährigen Angestellten, die nachts nicht mehr schlafen können.

Und morgens, wenn sie dann aus dem Haus zur Arbeit gehen, fürchten, dass es ihr letzter Tag im schönen Palast am Zürichsee sein wird.

Einer aber schwebt über den Niederungen dieser menschlichen Tragödien. Es ist Walter Kielholz, ewiger Chairman der Swiss Re.

Sein persönliches Fiasko, bei dem er unter harten Marktwirtschafts-Verhältnissen wohl selbst rausgeflogen wäre, liegt 10 Jahre zurück.

Damals war Kielholz Teilzeit-Präsident der Credit Suisse und mit den restlichen 40 Prozent VR-Delegierter der Swiss Re.

Beide Firmen gerieten in der Grossen Finanzkrise an den Rand des Abgrunds. Kielholz war zwei Mal verantwortlich.

Aber null Mal traf es ihn. Bei der Credit Suisse übergab er das Steuer an ein Schlachtross, das den Thron 2 Jahre lang warm hielt für Kielholz-Zögling Urs Rohner.

Und bei der Swiss Re schmiss Kielholz seinen Platzhalter, den Zürcher Anwalt Peter Forstmoser, kurzerhand von Bord.

Seither regiert Kielholz beim Multi am See wieder unwidersprochen und unangefochten. Das macht sich in seiner Bezahlung bemerkbar.

Seit 2010, als er wieder so richtig inthronisiert war bei „seiner“ Swiss Re, hat der passionierte Zürcher Segler und Kunstliebhaber 40 Millionen Franken eingeheimst.

Ein Teil davon in Form von Aktien, die im zugeteilt worden sind.

Die Zahl sticht ins Auge. Denn nun müssen 400 Mitarbeiter in der Züri-Zentrale des Rückversicherers ihn Job bangen.

Macht pro Kielholz-Million 10 Arbeitslose.

Für sie werden Kielholz‘ Worte in den Hochglanz-Broschüren des Unternehmens zum Hohn. Das tolle Arbeitsumfeld „inspires our people to unleash their full potential“, steht dort. Mitarbeiter mit Passion, die ihren Beitrag leisten wollen für das grosse gemeinsame Ziel: hohle Worte.

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127 Kommentare zu “Kielholz stellt Ü50-Familienväter vor Tür

  1. Als ich 2000 selbst noch zur Crew des einst so stolzen SR „Schoners“ gehörte entwickelte ein guter Freund und Arbeitskollege den folgenden, äusserst nachhaltigen und „holistischen“ Spruch:

    „Wenn in der Swiss Re das Kielholz oben schwimmt, ist sie gekentert!“

    Wie treffend, nicht?

  2. Was soll der Artikel?
    SR entlässt Angestellte. Warum wird aber nicht gesagt. Das möchte man gerne wissen. Dafür wird man mit Blödsinn bedient.
    Neubau: Hätte die SR eine Plattenbaute statt Glas und Stahl errichten sollen?
    VR Alter: Was nützen die Anwürfe an den VR? Hätte jemand anders und jünger für eine kleinere Entlöhnung mehr oder weniger Leute entlassen? Sollten nur die unter 35 entlassen werden?
    Rubbish!

    • Ihr Kommentar zieht nicht. Schon merkwürdig, nicht ? Lernt ihr heutzutage in den PR Kürsli denn eigentlich nix ?

  3. Mediangehalt bei Versicherungen in der CH ca. 75k CHF. 10% davon sparen und in Aktien investieren, macht nach 35 Jahren (z.B. 20-55) bei 7% Rendite/Jahr über 1 Mio.

    • 65 Jahre alt und AHV, PK und 1 Mio+ Kapital. Schön.

      Und dann?
      Zwei Kotlets pro Tag? Herzschlag mit 72?

      Ein Leben lang sich einer Versicherung versklavt – was für ein glückliches und erfülltes Leben muss das gewesen sein.

      Lieber jetzt schon geniessen. AHV reicht im Alter völlig.

  4. Ehrlich, wie können Leute, die 50+ sind und die meiste Zeit ihres Lebens über 200k / Jahr gearbeitet haben, ein Problem mit Geld haben?

    Wenn du nicht dumm bist, legst du 1 + Mio beiseite und du hast ungefähr dasselbe in der PK.

    • they often married good looking wives that like spending, or bought porsches that were unnecessary. Yet, some managers definitely deserve it.

  5. „…die nachts nicht mehr schlafen können…“

    Mann, vielen Schweizern blüht noch ein böses Erwachen in einer globalisierten Welt.

    Es scheint hier immer noch tief verankertes Denken zu sein, dass man ein gottgegebenes Recht auf einen Job mit Mindestlohn von mehreren tausend Franken hat und dass man im Ausland besonders beliebt für seine Offenheit und Freundlichkeit ist.

    • Ja, das Anspruchsdenken ist noch tief in den Köpfen verankert, ebenso wie der falsche Glaube an das Funktionieren der staatlichen Systeme und Auffangnetze…
      Ganz böses Erwachen, Freunde!

    • Intriguing comment.

      Why should a potato in Switzerland have more value than in Vietnam?

      Swiss would argue because, of course, salaries are higher…

      Now ask a Swiss why salaries are still higher.

      Good morning, Vietnam.

  6. Der Druck welcher auf die Arbeitnehmer Ü50 ausgeübt wird ist schlicht und einfach politisch gewollt.

    Die im Bezug zum Alter steigenden Beiträge an die Pensionskasse ist kein Naturgesetz. Es ist die nötige Daumschraube um Leute wie meine Eltern, welche 60zig sind, an ihre Arbeit zu ketten um somit ihre physische und psychische Gesundheit in den letzten Arbeitsjahren zu verheizen. Später müssen sie dann mit viel Geld aus der Krankenkassen wieder aufgepäppelt werden.

    Wobei meine Eltern nicht unschuldig sind. Sie dachten die Politiker würden in ihrem Interesse handeln. Stattdessen haben diese die solidarisch AHV ausgehölt, eine zweite „Säule“ gegründet damit die Manager Ihre Paläste bauen und ein paar Immoblasen aufpumpen können. Damit das Geld der Arbeiter verpulvert wird. Es soll ja arbeiten- aber nicht für ihre rechtmässigen Besitzer!

    Wenn dann nichts mehr da ist sind die Rentner selber schuld, diese rauchen ja weniger, treiben zuviel Sport. Es soll schon Renter geben die Yoga machen!
    Darum leben diese einfach zu lange und merken nicht mal, dass sie selber schuld sind.

    Leider ist es den Schweizer Bürger nicht zu vermitteln, dass ein Mangager wie Kielholz in einem System mit nur einer obligatorischen Säule (AHV) seinen solidarischen Beitrag leisten muss ob er will oder nicht.

    Übrigens:
    Die Ausgaben für die AHV liegen jährlich bei ca. 4.8 Milliarden.
    Die Ausgaben für die Ergänzungsleistungen (weil die AHV und IV nicht reicht) liegen bei über 5 Milliarden pro Jahr!

    Schlussendlich muss immer jemand zahlen wenn das Geld nicht reicht. Die Frage ist wie tief man Fallen muss…

    Die Ergänzungsleistungen und Sozialleistungen werden wiederum von der Allgemeinheit finanziert- unsolidarisch!

    • Ja so ist es: Ich hatte mit 55 ein Burnout mit schwerer Erschöpfungsdepression. 7 Monate in der Klinik, bis ich dank Elektrokrampftherapie wieder ins Leben zurückfand. Kosten seitdem: Krankheit 100k, Kankentagegeld 2 Jahre lang 200k, RAV 2 Jahre lang 200k (700 Bewerbungen-> 1 Job 3 Wochen + 1 Job 3 Monate, Auflösung Lebensversicherung 77k, dann „zum Glück“ 60. Geburtstag 🎂 und Bezug des PK-Kapitals 477k, wovon grad 40k an Steuern fällig war. Ab heute noch 4 schlappe Jahre bis zum offiziellen AHV-Alter. Habe mich wieder beim RAV als Arbeitsloser gemeldet – um Schneider-Ammann die Zahlen zu versalzen….😉

  7. Ein typischer Vertreter des Zürcher Wirtschaftsfreisinns.
    Top vernetzt, immer schön kräftig abkassieren, keine Verantwortung übernehmen und den grossen Gönner und Feingeist spielen.

  8. Für Hr. Vogt vom Arbeitgeberverband ist die Entsorgung von ü50ern nur ein Kollateralschaden, den wir hinzunehmen haben, wie er in der Dok.-Sendung SRF am 7. Juni 18 gesagt hat. Zusätzlich legt man noch nach und will das AHV-Rentenalter 66 für Männer.

  9. Es wird langsam aber sicher höchste Zeit diesen Alten zu entsorgen. Ausser Abbau hat Er keine neuen Geschäftsideen. Keine neuen Geschäftsfelder oder weiterentwicklung der RE nichts ausser sein festhalten mit seinen Seilschaften. Dass er auch den Einstieg von Softbank verhindert hat Zeigt seine Rückständigkeit im Bezug auf die neue Datenwelt die angerollt ist.

  10. Irgend einmal werden die Leute senil, Lifting hin oder her. Wer schützt eine Firma oder die Belegschaft davor?
    Es ist unglaublich, wie sich bei unterirdischer Performance und negativem Momentum wie bei der CS und Swiss Re gewisse Personen immer noch im Sattel halten können.

    • Warum Unglaublich? Wenn du Monopoly spielst und die Regeln selber setzt und auch gleichzeitig die Bank spielst – wer soll da verlieren ausser die Mitspieler (Angestellten)?
      Wk macht ein falsches Spiel und keiner merkt es. 3Mio zinslos Darlehen von der Firma – wurde im Geschäftsbericht vor ein paar Jahren ausgewiesen. Komisch, das war während der Finanzkriese. Und komisch das WK gleich Aktien kaufte – und den Kurs wieder nach oben puschte – und keiner hats gemerkt und keiner hat gefragt.
      Etwa so wie die Geschichte mit seinem Zögling David Blumer.
      WK hat Schimpf und Schande zusammen mit seinem Mentor Ulrich Bremi und Reiner Gut verdient. Abzocker. Ulrich Bremi, ehemaliger Kantons Rat der FDP – und wieder einmal mehr FDP.

  11. Korrelation ist keine Kausalität. Und dann doch immer wieder eine lästige Daumenregel. Nicht alle Ü50 sind fleissige Ameisen. Doch auch nicht alle U50. Und es gibt immer mehr dünne Käfer in den Verwaltungsräten.

    Die fleissige Ameise spricht vielen aus der (unternehmerischen) Seele:
    http://www.med.uni-magdeburg.de/fme/prmed/die_Ameise.pdf

    Desweiteren stimme ich zu: Die Politik in der Schweiz ist auf den demographischen Wechsel überhaupt (noch) nicht vorbereitet.

    • Offenbar scheinen viele Politiker tatsächlich selber zu glauben, sie könnten das Problem der Demographie langfristig mit der Einwanderung lösen

      Viele die diese Scheinlösung als solche erkennen (Logik) befürworten eine Assimilierung mit dem umliegenden Europa und kläre darum nicht auf.

  12. Der technische Fortschritt ist der Rueckschritt der Menschheit.
    Diese ueberlegte Kernaussage ist von Nils Bor, Kernphysiker. Er hat den unermesslichen Schaden aus seiner Taetigkeit sekbst erlebt und ist zur Einsicht gekommen.
    Es ist unglaublich, dass der alte Walter Kylholz, der nie Unternehmer war und verantwortung trug, mit der teuflischen Digitalisierung ue 50 ins Sozialnetz treibt. Der Steuwrzahler bezahlt im Efekt alles.
    Manager sind die groessten Egoisten u nd Profiteure wie auch Abzocker.
    Verantwortungslos

  13. Voll gerechtfertigt. Schliesslich muss man die hohen Saläre und Boni des ach so wertvollen VRs querfinanzieren. Also weg mit den Nichtsnutzen, die ja nicht einmal in der Lage waren, ordentliche Rücklagen aufzubauen. Junge sind einfach billiger und einfacher zu handhaben.

  14. Was für eine Gesellschaft, was für ein Land,
    was für eine Demokratie, welche es zulassen,
    dass über 50-jährige Menschen zu regelrechten Pariahs abgestempelt werden ?

    Was für eine Gesetzgebung, was für ein politisches System, was für Massenmedien haben wir, welche die Marginalisierung von über 50-jährigen nicht verhindern ?

    Was geschieht in diesem gottverdammten Sparta, welches seine über 50-jährigen Krieger einfach die Klippe runterschubst ?

    Dieses Sparta ist verdammt, unterzugehen, wie das Sparta der Antike. Zerfressen von Geiern und Konsorten, verlassen von den Wandersöldnern aus Germanien, verkauft von den eigenen habgieriegen Patriziern, geschändet durch parasitäre Eindringlinge.

    Hab keine Angst, ehrliches, arbeitssames Volk der Helvetier. Besinne Dich, Du warst ein einzig Volk von Brüder. Begehre auf, schütze Deine Brüder, auch wenn sie über 50 sind.

    Schicke sie in die Wüste, sollen sie mit einem Kamel segeln.

    • Nun, der letzte Satz betrifft den Obersegler, nicht die über 50 jährigen…

  15. Der Rück würde es wohl wesentlich besser gehen, wenn Kielholz nie in die Firma eingetreten wäre. Während der Finanzkrise hatte er die Firma fast in den Abgrund gestürzt, hat dann aber andere dafür büssen lassen.
    Er ist abgehoben und fliegt gerne im Privatjet rum, auf Kosten der Aktionäre natürlich. Mit Swiss Re Next, dem neuen Gebäude, hat er sich ein teures Denkmal gesetzr. Seine Galerie ist abgestürzt, bei der Rück ist das zum Glück nicht ganz passiert.
    Als langjähriger Mitarbeiter muss ich nun mit ansehen, wie viele hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter gehen müssen. Es ist mir völlig klar, dass das Ganze nicht funktionieren wird und, wie auch schon bei früheren Aktionen, entlassene Mitarbeiter wieder eingestellt werden müssen. Aber das wird dann natürlich nicht an die grosse Glocke gehängt.
    Leider wurde er dieses Jahr wieder gewählt, wenn auch mit einem relativ schlechten Ergebnis.

  16. Es erinnert mich an hochplatzierte Kader, die die Halbbelegschaft entliessen, bis sie selber eingespart wurden!

    „Hire and Fire“ vor allem ü50. Das ist auch ein Sparmodell. Wenn ich die Sprüche gegen ü50 (zu teuer und nutzlos) lese, denke ich: du liebe/r arrogante/r ü30, du bist der/die nächste, du wirst auch einmal 50, und wenn dein/e Vorgestetzte/r Weiterbildung untersagt, dann kann du schon anfangen zu graben…

    Neverending Story, zum Glück gibt es die Digitalisierung. Dann muss man nur noch den Stecker rausziehen…

  17. Auch Kielholz hat viel auf dem Kerbholz! Wie Rohner hat auch er im Zusammenhang mit dem Lehman-Brothers-Skandal vor 10 Jahren eine hundstraurige Rolle gespielt, als er die CS mithilfe der FINMA aus dem Schneider manöverierte und damit viele Kunden schädigte. Nur harte Abklärungen könnten bei solchen Typen Wirkung zeigen. Etwas, das für Schweizerverhältnisse leider undenkbar ist.

    • Ich glaube, diese Downsize-Übung ist Kilis letzter Streich.

  18. Kielholz, Ermotti/UBs und viele andere sind mir überhaupt nicht fähig, wenn ich die Performance der Firmen ansehe (sieh Aktienkurse).
    ABER: Frage an all die negativen und tendenziösen Kommentare in dieser Spalte: sind nicht die Inhaber dieser Firmen verantwortlich, dass Kielholz, Ermotti usw. noch im Sattel sind? Ganz klar ja – also sollten die Kommentare nicht an Kielholz, Ermotti & Co. gerichtet sein, sondern an die Aktionäre! Korrekt????

    • Nein, NICHT GANZ korrekt! Wer sind denn die Aktionäre der Swiss Re?. Oft eben unsere AHV und Pensionskassen – weil sie sogar gesetzlich dazu gezwungen sind, u.a. in SMI-Aktien zu investieren. Die sog, „Aktionärsdemokratie“ an den Generalversammlungen der CH-Grossfirmen ist eine Farce, denn Décharge wird immer erteilt. Ein paar Hunde, die bellen (Ethos etc) stören da nicht gross. Es wollen ja sowieso alle zum Apéro.

  19. Ist ja nichts Neues. In den letzten Jahren wurden Dutzende 50+ Mitarbeiter bei der Swiss Re entsorgt. Seit der Herrschaft von Kieli wurde die Firmenkultur nicht umstrukturiert sondern komplett abgeschafft.

  20. wetten, dass die gekündigten (v.a. in der finanzbranche) bis dato bürgerlich und gegen einen besseren kündigungsschutz gewählt haben? denn der markt regelt ja alles zum besten….
    ps: mein statement bedeutet aber nicht, dass mir die gekündigten nicht leid tun..

    • Guter Kommentar – mancher, der meint, auf dem Weg nach oben zu sein, ist tatsächlich auf dem Weg zum Abgrund – und bei den Reichen ist die Solidarität nicht viel stärker ausgebildet als bei den Armen.

    • Ein Kündigungsschtz für Ü50 ? Damit die Chancen für eine Neueinstellung noch kleiner werden?

      Von Links oder Rechts ist mir egal, aber Lösungen sehen anders aus.

  21. Irgendwie hat man den Eindruck, dass eine konzertierte Aktion von Unternehmen wie TA Media, PostFinance, Swiss Re und anderen, unterstützt von den Mainstreammedien und Gewerkschaften, läuft, um, trotz Millionengewinnen, geräuschlos Mitarbeiter auf die Strasse zu stellen. Die Mainstreammedien leiern brav die von den PR Büros der Unternehmer zusammengeschusterten aalglatten Statements herunter. Und die Gewerkschaften, die sonst bei jeder Gelegenheit lauthals protestieren, bleiben seltsam still. Ergänzend wird zur Beruhigung der Bevölkerung seit Tagen vermeldet, dass die Arbeitslosenzahl in der Schweiz seit xy noch nie so tief gewesen sei. Dass die betreffenden Statistiken nicht genauso nach Bedarf konstruiert sind, wie die zur Zwangsausschaffung von Straftätern, kann leider nicht mehr ausgeschlossen werden. Der fragwürdige Tamedia Verlag, ein reines Propaganda Sprachrohr der Linken, hat mit seinem Vorgehen seine Glaubwürdigkeit vollends verloren. Von da her spielt es schon gar keine Rolle mehr, was der Verlag mit den ideologisch nicht sattelfesten Mitarbeitern der BaZ vorhat.

    • Auch ich gehöre zu den geschätzten Bankangestellten. Innerhalb wenigen Monaten von einer Bewertung „A“ auf „-B“ heruntergestuft. Freigestellt. Ausgesteuert. 59 Jahre alt. In welcher Statistik erscheine ich? Die guten Zahlen bei den Arbeitslosen sind reine Gehirnwäsche um die Bürger bei Laune zu halten. Krank.

  22. Es ist doch Zeit das ein Grundeinkommen wieder zur Sprache und Abstimmung kommt, auch wenn wir diese das letzte Mal abgelehnt haben. Immer mehr Firmen entlassen Leute und die Digitalisierung nimmt kontinuierlich zu. Bei den oberen Geschäftsleiter geschieht nichts, diese erhalten, wenn es mal schief geht, was aber mehr als rar ist, noch eine n goldigen Fallschirm, aber die Angestellten?

    • Sie sehen das richtig. Viele Firmen verlagern die Verantwortung und die Kosten an die Gesellschaft. Betroffene werden schlichtweg Inn stich gelassen, einfach entsorgt. Wer ein finanzielles Polter hat, ist für eine gewisse Zeit abgesichert, den übrigen Betroffenen droht unter Umständen der Tiefe Fall. Eine Verantwortung oder eine Sorgfallspflicht gegenüber Angestellten ü50 , das Kennen Manager wie der im Artikel beschrieben Manager nicht. Sie sind nur auf sich selbst bedacht, Egoisten. Neben dem bedingungslosen Grundeinkommen muss sich jeder Konsument/Kunde fragen, ob man mit solchen Firmen überhaupt was zu tun haben will? Sicherlich ist eine solche Denkweise bis zu einem gewissen Punkt für die Angestellten einer solchen Firma, kontraproduktiv. Nur – gibt es nich auch eine gesellschaftliche und soziale Nachhaltigkeit? Sollte eine Firma nicht auch durch einen Staat in die Pflicht genommen werden? Wäre u.U. ein Kündigungsschutz für ü50 einzufordern oder die Kosten für eine Eingliederund in den Arbeitsprozess eben diesen Firmen aufzuerlegen? Es wäre ein Ansatz.

  23. Bitte Frau Daphne Kielholz – Pestalozzi:
    Ihr Ehemann braucht dringend mehr Schonung von den Strapazen des Alltags und der schlechten Stimmungsmache gegen ihn. Als geborene Influencerin mit Überzeugungskraft wissen sie ganz sicher am Besten, wie man Ihren Walter sanft in den Ruhestand betten könnte?

    Bestimmt dürfte er gelegentlich in ihrem Einrahmungsgeschäft aushelfen um geistig im Schuss zu bleiben.

    Wir Aktionäre.

    • Die Dame wird den Teufel tun – schliesslich ist sie noch so froh wenn ihr lieber Walterli nicht zuhause herum stänkert.
      Und Kielholz eigenet sich nun einmal überhaupt nicht als Bilderrahmen, da würde der Walterli doch vollends aus dem Rahmen fallen.

  24. Wenn einem „Oberchef“ im Alter die Kraft fehlt dann sucht er sich halt eine andere Befriedigung, zB. in der Entlassung von ü50.

  25. Es muss unbedingt noch erwähnt werden wenn es um die Leistungen von W. Kielholz geht, dass unter ihm als CS-VR-Präsident so ein unsinniges Bonusmodell existierte, dass der CS-CEO B. Dougan 2010 sage und schreibe 72 Millionen Einkommen erzielte. Kielholz wurde von M. Gilli von TeleZüri etwas später darauf angesprochen. Kielholz zuckte nur mit den Schultern und tat das als vorübergehenden Betriebsunfall ab. Vielleicht erinnert man sich: Vor vielen Jahren holte ein Denner Angestellter am Abend ein Päckli Zigaretten im Laden, das er am Morgen bezahlen wollte. Er wurde entlassen. Egalité, Fraternité …

  26. Leider ist das Problem, dass die meisten Ü- 50 im Gegensatz zu U-30ern bei Schweizer Banken und Versicherungen nicht über das nötige Fach Know-how und Spezialkenntnisse in IT, Digitalisierung etc. verfügen. Interessanterweise lassen sich die top ausgebildeten U-30 jetzt auch nicht mehr das Spiel gefallen, dass sie zu Dumping Löhnen in Banken und Versicherungen arbeiten sollen. Die guten guten jungen Leute wollen alle nach dem Leitungs- und nicht nach dem Senioritätsprinzip arbeiten und gehen daher alle zu top Technologiefirmen wie Google, Apple, Amazon etc.… Viel höhere Gehälter, Boni, Freiheit als in Zürcher Banken und Versicherungen…

    • Na ja das meinen auch nur Sie! Was will ein ü50 Kunde mit einem u30 Berater.? Eine Fachdiskussion über das Haargel des Beraters führen? Vertrauen können Sie nicht digitalisieren und schlussendlich kommt es immer noch auf die Bedürnisse des Kunden während seines Lebenszyklus an. Bei Ihnen merkt man sofort welches Geistes Kind Sie sind bzw. dass der Kunde und dessen Bedürfnisse nicht im Vordergrund stehen. Narzissmus kommt nicht immer gut an!

    • @andy abzocker
      Also für die Spezialkenntnisse IT bei den grossen Banken & Versicherungen sind die Voraussetzungen für die Ü-50 sehr gut. Ich kenne wenige Ü-30 die PL/1 oder gar Cobol kennen.
      Bis diese Programmcodes alle abgelöst sind wird es noch Jahre dauern.

  27. Die VR und CEO’s der Rück aber auch von gewissen anderen Unternehmen (z.B. UBS-CEO Ermotti mit 14 Mio. p.a.!!!! ) glauben, dass sie diese fürstlichen Vergütungen verdienen und bleiben.Ich würde es auch, wenn die Aktionäre so blöd sind…. Der Markt hat aber eine miese Meinung von diesen Leuten: siehe Performance der Aktien seit Jahren in den Hosen…..

    • Das ist nur Schweigegeld für ihre Geschäfte und hat aber gar nichts mit Leistung zu tun

  28. Es ist gut, dass Ü50 entlassen werden, weil sie bringen nicht mehr viel. Angenommen ein Ü50 produziert einen Wert (netto) von 100 für die Firma; wenn man diesen entlässt und ein vom Deutschland einstellt wo einen Wert (netto) von 200 produziert, dann kann man vom Extrawert dem Entlassenen gleich noch Sozialhilfe bezahlen – ergo: die Entlassung der Ü50 ist für alle von Vorteil !!

    • Sie sind nicht nur der deutschen Sprache nicht mächtig, Sie scheinen auch sonst nicht viel zu verstehen. Ihr Kommentar hat aber immerhin zur Belustigung beigetragen. In diesem Sinn, vielen Dank.

    • Du vergisst dabei den Deutschland-Faktor zu berücksichtigen: 50% der Versprechen oder Angaben in deren CV ist warme Luft, der effektive output ist in der Regel nicht höher als derjenige der Schweizer, sie wissen sich nur (wesentlich) besser zu verkaufen!

    • selten so einen verwerflichen Kommentar hier auf IP gelesen wie Ihren (eines Deutschen ?).
      Die heute Ü50 waren schliesslich diejenigen, welche die Firmen in den vorhergehenden Jahren/Dekaden auf das Niveau und die Profitabilität brachten, die heute gefordert werden. Wer monetäre Aspekte in den Vordergrund stellt, hat nicht begriffen weshalb erfolgreiche Firmen erfolgreich sind. Es sind nicht deren Produkte oder Dienstleistungen, sondern die MENSCHEN, welche eine Firma zu dem machen was sie ist. Im Positiven, wie im Negativen. Es gibt genug Beispiele von überdurchschnittlich erfolgreichen Firmen in Industrie und Handel, die deshalb nie in Krisensituationen geraten, weil sie den Mensch, den Mitarbeiter in den Fokus stellen. Ich bin ein Beispiel dafür: in meiner Firma verdienen alle (!) genug, um sich Wohneigentum leisten zu können. Ich investiere sehr viel Geld und Zeit in die persönliche und berufliche Weiterentwicklung meiner Angestellten und beteilige sie am Geschäftserfolg. Das Resultat ist mehr als beeindruckend.

      Wer auch nur einen Funken unternehmerische Verantwortung hat, behält sein Know-how und rechnet seine Mitarbeiter nicht mit reinem Profitdenken auf.
      Shame on you.

    • Genau..und für einen Tritt in Ihren Allerwertesten würde es sicher auch noch allemal reichen.

    • Aus Ihrem Kommentar kann man schliessen dass Sie einen Wert von 0 produzieren. Man könnte Sie entlassen, und niemand würde es merken.

    • Der Batzenklemmer hat recht, der Burckhardt ist völlig daneben,
      und unreif, er sollte sich bei Tixi Taxi melden, da verdient man nichts
      aber man lernt vieles.

    • @Th. Burckhardt: Bei Ihnen ist es so, dass Ihre Mutter und Ihr Vater es versäumt haben, den richtigen Entscheid zu treffen! See it right to the messy end – Durex

    • In mein Bereich (IT) nenne ich all die super mega coolen und vor allem allwissende MA (meistens aber nicht immer DE) nur noch BLENDER.
      Leider ist heute jeder ein Block Chain oder Digitalisierungs-Spezialist oder sonst ein mega Genie.
      Leider wissen nur die wenigsten über was Sie sprechen.

    • Wo bist denn Du ausgebrochen? Husch zurück ins Körbchen! Um 18:00 kommt die Schwester, um Dir die Windeln zu wechseln und Dir die Medis zu verabreichen.

    • Vollpfoschte !!! De Walterli bringt ja mit Sicherheit no weniger und isch vermuetlich knapp Ü50 aber abzogge hät ja nüt ztue mit Leischtigsuwies das weiss mer au i der Schwiiz.

    • a) Habe nicht gewusst, dass es in der Schweiz für Personen wie sie mit geringstem Verstand und IQ bezahlte Arbeit gibt!
      b) Leute wie Sie nicht einzustellen ist schon ein Gewinn für die Wirtschaft und die Gesellschaft.

  29. SwissRe sollte sich aus Transparenzgründen vielleicht inskünftig in Slovak Re umbenennen. Wollen zwar Schweizer Gewinne generieren aber zu slovakischen Löhnen. Und warum so alten Typen überhaupt noch mit Millionen ihr Lebensabend versüsst werden muss, erschliesst sich mir nicht. PS: super Artikel Einstieg. Der geliftete Süd Präsident hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

    • Silvio „Bunga Bunga“ Berlusconi hat allerdings seine Haare etwas besser im Griff.

  30. Die Wertigkeit des Menschen sucht man bei multi-nationalen Konzernen heute leider vergebens. Schweizer Patrons, welche sich persönlich um das Wohlergehen von Mitarbeitenden einsetzen, existieren nun fast keine mehr. Übersteht man heute das Hamsterrad ohne Verschleiss-Sympthome, droht mit bereits 50ig die Alters-Guillotine. Ein würdiges Existieren in der heutigen Arbeitswelt bleibt nur noch wenigen Glücklichen vergönnt.

  31. Passt wieder mal ausgezeichnet:

    You can shine your shoes and wear a suit
    You can comb your hair and look quite cute
    You can hide your face behind a smile
    One thing you can’t hide
    Is when you’re crippled inside

    You can wear a mask and paint your face
    You can call yourself the human race
    You can wear a collar and a tie
    One thing you can’t hide
    Is when you’re crippled inside

  32. Offiziell läuft unsere Wirtschaft unter Volldampf, aber schon fast täglich liest man von umfangreichen Entlassungen. Zudem werden tagtäglich Einzelne (meist ü50) mit fadenscheinige Begründungen vor die Türe gesetzt.

    • Genau, und an den Osterhasen, den Weihnachtsman und den Storch glaubst Du auch, gell?!

    • Der Anteil der Erwerbstätigen (wenn ich mich richtig erinnere: Erwerbstätigenquote) also Menschen die eine Stelle möchten und auch tatsächlich Arbeiten sinkt! Dies weil viele Inländer Arbeitssuchende z.B. stellensuchende Studenten also nicht mehr in der Statistik erscheinen.

      Lange war die Quote höher als im Ausland – der Arbeitsmarkt hatTE auch Menschen mit weniger guten Voraussetzungen aufgenommen.

      (vgl. die vielen Ausgesteuerten 50+, IV-Fälle, unfreiwilligen Freelancer / Geschäftsführer, etc.)

  33. Bitte ein Blick zum SEF, Interlaken:
    Nicht der Staat oder die Wirtschaft ist verantwortlich für eine sinnvolle Beschäftigung, sondern schlussendlich JEDER für sich selbst.
    Ein bisschen Innovationsgeist und Flexibilität sind erlaubt.
    Auch wenn’s mit dem halben Salär weitergeht (und der bisherige zu fett war).
    Just do it.

    • Hubertus: super blog, hab ihn an killi gelinkt, hoffentlich verseht er’s.

  34. Da schuften die verdienten Mitarbeiter jahrelang im Unternehmen und waren nicht unwesentlich an den Milliarden Gewinne der SwissRe beteiligt und dann werden sie mit 50ig entsorgt. Ich kann es nicht anders beschreiben. Und würde ich damit nicht mein Karma belasten, dann würde ich dem Übles wünschen. Aber das tue ich nicht. Wünsche den geschassten nur viel Kraft und Mut, denn es geht immer irgendwo eine Tür auf….

  35. Mich erstaunt, dass sich Herr Kielholz nicht schon selber vor die Tür gestellt hat. Er ist doch sicher schon lange müde und sollte doch besser seinen Lebensabend geniessen.

    • Machtmenschen sind nimmersatt und nimmermüde. Sieht man überall in der Politik, Wirtschaft, bei Fussballklubs, etc.
      Immer dasselbe: Altherrenspiele. Ab und zu darf auch eine Frau mitspielen, vorausgesetzt sie hat den passenden Charakter.

    • Es gibt auch den Altersstarrsinn, meist gefolgt von Demenz. Dann heisst man auf einmal Alter Debilholz…

  36. Warum sind GL-Mitglieder und VR-Mitglieder (bei börsenkotierten Unternehmen) nie, aber auch nie zu alt und zu teuer? Aber die untergebenen Ü50 umso mehr?

    Führungskräfte ziehen gerne den Leistungssport herbei, wenn es um Team Spirit und Teamleistung geht. Beliebte Sportart: Fussball! Ja, lieber Führtungskräfte (geht nur die 80% schlechten an) Im Fussball bleibt das Team generell bestehen, wer bei ungenügender Leistung ganz schnell weg ist, ist der Trainer!

    Also ihr sogenannten ‚Führungskräfte‘ bitte geht, wenn Ihr scheitert und macht nicht immer die Belegschaft dafür verantwortlich.

    • Der Kadavergehorsam hoch oben muss enorm sein. Welches frische Verwaltungsratsmitglied oder welcher mutige Untergebene sollte einem solchen Präsidenten klaren Wein einschenken, dass es Zeit ist „to say goodbye“?

      Leute mit einem derart grossen, unreflektierten Ego können die Reputation von Swiss Re irreparabel schädigen und den Börsenwert in den Keller schicken. Aufwachen Aktionäre, weil hoch oben am Mythenquai ein Machtmensch viel zuviel Geschirr verschlägt.

    • Endlich stellt mal jemand die richtige (erste) Frage! Objektiv gibt es dazu keine Antwort. Genau diese erste Frage muss endlich überall breit diskutiert werden. Weiteres Wunschdenken ist das die Gesellschaft die Konsequenz daraus zieht.

      Für mich persönlich sollte sich Walter Kielholz und Co. vor Gesetz dafür verantworten müssen. Finde das ist schon fast wie Amerikanische Präsidenten und der Gerichtshof in Den Haag. Wieviel Möglichkeiten der Rechtsprechung hätte der Gerichtshof in Den Haag bei George W. Bush und Co.?

  37. Es gibt eine ungeschrieben Regel beim Investieren in Firmen: Es sind nicht nur die betriebswirtschaftlichen Fakten relevant, sondern relevanter ist, wer die Unternehmen führt und wie sie honoriert werden. Swiss RE ist seit Jahren keine Franken Investment wert. Die können 20 % Dividendenrendite offerieren, solange WK die Firma „führt“, gibt es keinen Stutz von mir.

    • Ihren „Stutz“ sieht die Swiss RE eh nicht, wenn Sie im Sekundärmarkt investieren. Aber ja, solche Buden schaffen sich selber ab.

  38. Auf politischer Ebene muss das Ü50 Problem unbedingt gelöst werden. Zurzeit ist es für Arbeitgeber nicht rational diese anzustellen.

    Gründe:
    ,- 10% zusätzlich mehr PK-Beiträge als 20-34-jährige
    ,- 1 Woche mehr Ferien
    ,- Sozialversicherungen UVG / KTG sind für alle höher, wenn ein bestimmter %-Satz Ü50 im Betrieb
    ,- Viele Versicherungen lehnen Beitritt Unternehmen ab, welche einen grossen Anteil Ü50 beschäftigen
    ,- das Risiko von Langzeitkrankheit bei Ü50 steigt

    Diese Faktoren sind vor allem auch für KMU eine grosse Belastung, denn älter werdende Mitarbeiter belasten eben rein finanziell immer mehr deren Budget – auch wenn die Leistung der MA konstant bleiben würde.

    Natürlich sind Ü50 gute Mitarbeiter weil sie noch die Work-Attitude unserer Grossväter mitbringen und seltener die Stelle wechseln, aber die rein finanziellen Nachteile für Arbeitgeber müssten schon lange bereinigt werden – Politiker trauen sich anscheinend nicht das Problem anzupacken!

    Lösungsansätze z.B.
    ,- Ü50 zahlen ein Mass an PK-Beiträgen selber
    ,- 5 Wochen Ferien nur noch wenn zusätzlich 10Jahre im Unternehmen
    ,- Verbot für Versicherer, Schadenfälle (KTG) mittels Prämienerhöhungen an Unternehmen / Mitarbeiter abzuwälzen
    ,- Verbot der Ablehnung von Versicherten, welche einen hohen Anteil an 50% beschäftigen etc.

    Die Politik muss primär diese System-Fehler korrigieren und nicht die Arbeitgeber.

    • Das ist der 1 Grund, warum es die über 50-Jährigen schwer haben (gestern dazu übrigens auch ein Beitrag im Schweizer Fernsehen). Der andere Grund ist, dass man es dieser Gattung von Menschen (und man beachte mal den Körperbau und die Gesichtszüge all dieser überbezahlten Manager, die überall Scherbenhaufen hinterlassen) erlaubt, überhaupt solche Positionen in Unternehmen zu erlangen. Und daran sind wir selbst schuld. Solange man diese Machtmenschen in solche Positionen lässt (da sie es eben geschickt verstehen, sich als die Retter der Menschheit zu positionieren und Zweifel an ihren Fähigkeiten gar nicht zulassen), muss man genau mit solchen Aktionen eben dieser Menschen rechnen. Das Problem ist, das „normale“, rational denkende Mitarbeiter sich solche hochpolititschen Jobs nicht antun wollen, weil sie am Morgen noch ohne Gewissensbisse in den Spiegel schauen wollen. Und genau deswegen sind diese Blender an den Konzernspitzen.

    • @Mutti
      Finde Ihre Artikel in der Regel sehr treffend. Aber wir sprechen hier von Ü50 (meist beginnen die Entlassungen schon ab 45) und nicht von 80 Jährigen.
      Warum soll diese Altersgruppe anfälliger auf Langzeitkrankheit sein als andere? In der Bankenbranche landen Ü30 reihenweise im Burnout!
      Politiker hätten vor 20 Jahren die Lohnbeiträge wie AHV ab Beitragspflichtjahr erhöhen sollen um die Kurver nach hinten zu glätten. Alle werden älter!!!!

    • @Mutti
      Was Sie da alles erzählen?
      UVG hat aber schon gar Nichts mit %uallem Anteil der über 50-Jährigen zu tun!!
      Erst informieren bevor Rundumratschläge zum Besten gegeben werden!

    • …. und Johann Schneider-„Ammann“ schläft… und fliegt Heli .., und schläft….

    • Ihr Wort in Gottes Ohr.
      Unsere Piano-Lehrerin, die mutige Doris, der „rire, c’est bon pour la santé“-Johann und der meist peinliche Rest der bestenfalls mittelmässigen Truppe beschäftigen sich lieber mit Schnepfen, CO2-Werten, Atomausstieg oder der Integration von sogenannten „Flüchtlingen“.
      Erst wenn das soziale Gefüge mangels genügend Netto-Zahler den Staatshaushalt ins Wanken bringt, wird vermutlich irgendeine Massnahme diskutiert – und 28 Jahre und diverse (Post-, Beamten- und andere) Skandale später in Fluri-abgeschwächter Form umgesetzt.
      Heil Dir Helvetia!

    • Ausgezeichnet geschrieben – ich gratuliere Ihnen. Nur wenn man das heutige Anreizsystem, das gegen die Einstellung von Ü50 angeht, kriegen wir eine der grösseren Herausforderungen unseres Landes weg. Ich wage zu behaupten, dass heute teilweise bereits ü45 ein Problem darstellen kann.

      Allerdings werden Ihre (guten) Vorschläge nur fruchten, wenn das Lohndumping der letzten Jahre über die Einwanderung sogenannter ‘Fachkräfte’ gestoppt wird. Solange die gefakte Statistik unserer Arbeitslosigkeit mit etwas über 2% (Sommer) uns vorgaukelt, Vollbeschäftigung zu haben, ist das Wasser auf die Mühlen derer, die nicht umgesetzt haben, was die Mehrheit an der Urne abgestimmt hat.

      Die Einwanderung ermöglicht weiterhin günstigere, jüngere Mitarbeiter einzustellen, somit sind auch deren Sozialabgaben noch tiefer als diejenige älterer Mitarbeiter. Nicht nur, bei jüngeren gleichaltrigen Einheimischen, sind sogar diese mit diesem Lohndruck konfrontiert.

      Ihr Vorschlag plus konsequente Umsetzung eines Einwanderungs-stopps would do the trick. Die Politik versagt somit gerade doppelt, einerseits keine Elimination die Anreize gegen das Nichteinstellen der ü50 und andrerseits (sind wir mittlerweile gewohnt) grobe Missachtung des Volkswillens (Umsetzung MEI).

      Dazu noch ein Bonus-/Malus-System für eingewanderte bei den KK-Prämien und unsere sozialen Errungenschaften würden besser dastehen. Sozial heisst nicht, alle gleich, sondern ist auf die Einzahlungen über die Lebenszeit eines Bürgers in unserem Lande anzusehen.

      Verursacherprinzip- und Leistungs-Prinzip, leider beides Fremdwörter für unsere Volkszertreter. Ob Politiker, Raiffeisen oder sonstwo, wie werden wir diese Blender wieder los ? Wir haben ein gesellschaftliches Problem, gesunder Menschenverstand und Fähigkeiten als auch Ethik und Moral sind irgendwann auf der Strecke geblieben, das sind anscheinend keine Werte mehr, die sich lohnen ..

      Mit Kompromissen kann man mittlerweile die grossen Probleme nicht mehr lösen, das sollte uns Angst machen ..

      MfG Industrial

      P.S: Wirklich topp geschrieben ‚Mutti‘ – Daumenhoch

    • @Fachmann

      OK, Fachmann begründen Sie!

      Ich weiss u.a. sicher, dass Sozial-Versicherer auch UVG teilweise die Aufnahme von Unternehmen ablehnen (Begründung nur mündlich), wenn der Anteil von Ü50 zu hoch ist.

    • Fast Ü50
      Sie verkennen etwas.
      Das Problem ist, das „normale“, rational denkende Mitarbeiter sich solche hochpolititschen Jobs nicht antun wollen, weil sie am Morgen noch ohne Gewissensbisse in den Spiegel schauen wollen. Und genau deswegen sind diese Blender an den Konzernspitzen.
      Wenn eine „“ Person „“ an dieser Stelle ist, sind es meistens ein Blender.
      Wie kommt man Überhaupt an eine Solche Postition?
      Beziehungen, Seppli, Huber, Meier, Karli und und.
      Solche Typen können am Morgen noch in den Spiegel schauen, ohne dass Sie Rot Anlaufen.
      Auf der anderen Seite möcht ich erwähnen dass auch manchmal solche Entlassungen absolut Berechtigt sind, ob Ü50 oder nicht.
      Mir ist ein Persönlicher Fall bekannt, als es in demjenigen Laden einen Neuen CEO gab hat er nach dem Ersten Jahr als CEO Aufgeräumt. Hat 20 Sogennante „“ Kader Leute „“ in die Wüeste geschickt. Eine absolut 100% richtige Handlung. Achtlosigkeit, mit Dreck Operieren, Verlogen bis zum geht nicht mehr. In diesem Laden hätte nämlich als dies vollzogen wurde, vor zwanzig Jahren schon Passeiren sollen.

    • JSA hat keine Zeit, er ist auf Staatskosten bei den privaten Königsmachern, bei dem Bilderberg-Meeting, in Turin.
      Ob die sein ekselant inglisch verstehen?

    • @ Sau Glättli: Hallo, dass sie meine Kollegin, die Atom Doris, mit mir verwechseln, gefällt mir gar nicht. Piano Lehrerein war ich, und nur ich, Atom Doris war Schwimmerin.

    • @simoncetta sommarluga:
      Lesen Sie nochmal. Ist eine Aufzählung. Ganz simpel. Aber vermutlich zu schwierig für Leute, die lieber 10 ausgewählte syrische Flüchtlinge im Bundesratsflieger in die CH jetten als sich um die Sorgen der lokalen Bevölkerung zu kümmern. 😉
      Und ob Doris eine Schwimmerin war oder nicht, müssten wir vielleicht Nick Beglinger (https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/nick-beglinger-suspekter-saubermann) fragen. Der weiss dank seiner intimen Beziehung zu Doris definitiv mehr.

  39. Wie überall in der Welt der Konzerne sind die empathielosen Psychopathen am Wirken und platzieren immer wieder Ihresgleichen an den Schaltstellen der Macht.

    • Mag Ok seinI, im VR-Mandat, für alte Greise, welche den Hals nie genug füllen können (mit Zaster).
      Alle anderen jedoch, hatte ihr Lebenlang „hart gearbeitet“, was nunmal Abnützung generiert.
      Aber im Goldenen Käfig, hoch oben im Elfenbeinturm, kann man physikalische Gesetze kaum noch verfassen, da alle anderen, zu deren Gunsten, verbiegbar sind.

  40. Ein sehr gutes Beispiel, wie diese abgehobenen Manager ohne Bodenhaftung in den Tag hinein wirtschaften.
    Millionen für einen hässlichen Glasklotz sind alle Zeit vorhanden und im gleichen Atemzug reduziert man das Langlebigkeitsrisiko für die PK in dem man Ü50 Mitarbeiter auf die Strasse stellt.
    Das SECO wird uns in einigen Monaten wieder vorbeten wie tief die Arbeitslosenrate ist, nachdem die Ausgesteuerten aus der Statistik gefallen sind.
    Man sollte diese Managment-Schmarotzer mit geeigneten Massnahmen aus dem Verkehr ziehen.

    • … und was sind geeignete Massnahmen? Wir Ü50 müssen uns formieren und endlich der Politik und den möchte gerne Manager mal vor Augen führen, woher sie kommen. Denn viele von denen leiden an Wirtschaftdemenz. Nur Ü50 auf die Strasse stellen ist keine Innovation. Deckelt die Löhne von diesen Managern, dann sollen sie halt nach New Delhi, wenn es da mehr für ihre super Entscheidungen gibt. Bei den Politikern ist es ja noch einfacher, abwählen. Tipp für Aktionäre von CH-Firmen, geht an die GV und stimmt gegen die Vergütungen. Früher oder später werdet ihr mit euren Kursgewinnen so wie so die Arbeitslosen und Sozial Bezüger zahlen.

  41. Einer der letzten Glücksritter im Schweizer Wirtschafts-Filz …
    Ganz nach der Philosophie, der ‚Mitarbeiter im Mittelpunkt‘ (in der Broschüre) und der ‚MA steht im Weg‘ (dann im Betrieb).
    Über den effektiven Leistungsausweis von WK in den letzten 20 Jahren sollen andere „blöggen“.

  42. An welcher Universität wurde diesem „Präsidenten auf Lebenszeit“ diese Geisteshaltung beigebracht?

    Natürlich in St. Gallen – wo denn sonst?

  43. Kielholz ist einer der grössten Blender, massgeblich für den miesen Zustand der CS ist er. Falsche Personalentscheidungen, falsche Strategien, alles durchgeboxt und abgewinkt von Kili! Kommt Kili von killing?

    • Er könnte doch den Hürdenläufer in die Wüste schicken – und dieser könnte dann ihn selbst gleich mitziehen. Unglaublich, wie solche alternden Manager mit jüngeren 50+ umspringen!

  44. Die CS (genaugenommen ein IT Chef)hat dasselbe Vorgehen vor Jahren so formuliert:
    „Wenn Mitarbeiter diesen Weg nicht mehr mitgehen sollen, müssen wir uns von ihnen Trennen“
    -> ich glaube die wurden gar nicht gefragt was sie wollen, die wurden einfach vor die Türe gesetzt.
    Es ist allerdings dass die Firmen für die Menschen da sind und nicht die Menschen für die Firmen. Firmen per se haben als vom Menschen geschaffene Dinge kein Selbstzweck oder Existenzberechtigung sui generis. Allerdings werden bisweilen die Produktionsmittel von kleinen Personengruppen usurpiert und für eigene Zwecke misbraucht. Besonders perfide ist es, wenn sie diese als Gutmenschen darstellen.
    Schwieriges Thema, aber eine Rückbesinnung auf Werte ist gelegentich keine unendlich verunglückte Idee.

  45. Es wundert mich seit Jahrzehnten wie dieser Mann von einem Top Job zum nächsten geschoben wird und immer nur Trümmer hinterlässt. Landis & Gyr

  46. Segeln bei SwissRe – Die einen segeln ohne Rente aus dem Job, während der eine auf dem See segelt und dafür noch Millionen erhält. Schöne neue Welt am Mythenquai…..

    • Er hat ja auch sein Hobby zum Firmenlogo hoch stylisieren lassen. Egomaniacs finden viele Wege sich zu befriedigen.

  47. sorry, aber dieser Mann muss weg, und zwar endgültig!!! die Mitarbeiter der CS waren damals heil froh als er ging.

    vaya con dios… wenn du noch kannst

  48. Die Beiden aalglatten, völlig abgehobenen Spezies Urs Rohner oder Walter „Leonid“ Kielholz glauben wirklich, dass sie unersetzbar sind. Himmeltraurig, dass solche Exponenten sich derart lange halten können, ähnlich einer geschützten Behindertenwerkstatt. Eine ganze Armada von Machtmenschen mit dürftigem Leistungsausweis haben der Schweizer Volkswirtschaft grossen Schaden bereitet. Die Liste dieser Existenzen ist leider sehr lange von Hüppi, über Mühlemann, Ospel, Vasella bis zum Vögeli. Haben diese alürenhaften Leute je echten Respekt für ihre Mitarbeiter gezeigt?

    Es bleibt dem Schweizer Normalbürger bloss vorbehalten, solche Versager mit Verachtung zu strafen.

    Sehen Sie diese feinen Herren am „Zurich Film Festival“, an einer Vernissage oder auf dem See, drücken Sie ihnen gegenüber verbal mit assortierten Worten ihre Missbilligung aus. Hat seinerzeit beim Marcel Ospel wunderbar geklappt, als er in seiner geliebten „Kronenhalle“ zur gewohnten Tafel antreten wollte……….

    • Am ZFF sieht man mich, die „weisse Weste“, ganz sicher. Ich muss doch die Nadja S. sponsern und mir ein warmes Plätzchen sichern, falls ich doch noch endlich geschasst werden sollte – trotz „weisser Weste“. Hi hi, so bleib ich doch wenigstens weiter am Hongitopf der CS – und alle, die sich bei der CS an mich erinnern könnten, sind dann weg – sie sind ja über 50!

  49. Lt. dem 2017 Corporate Responsibilaty Report ist die Anzahl der Mitarbeiter der Swiss Re von 8.531 in 2016 auf 8.630 insgesamt gewachsen.

    Der Zuwachs stammt wohl von internationalen Zukunftsmärkten, während im Heimatmarkt aufgrund von Rationalisierung und Digitalisierung Arbeitsplätze entfallen.

    Natürlich ist dies stets bitter für den, den es persönlich betrifft.

    Diese Entwicklung ist nun aber seit einer Dekade allgemein bekannt und jeder entsprechend Gefährdete hatte genug Zeit, persönlich umzusteuern.

  50. Der Glaspalast ist ein Fiasko. Würde man ehrlich die Kosten offenlegen, dann gebe es an der GV einen Aufstand!
    Die Logistik und Immobilienabteilung, Personalrestaurant ist nicht mehr zeitgerecht. Dort könnte man mit -30% Personal den gleichen Service anbieten. Säuhäfeli, Säudeckeli.

  51. die politik muss endlich mal dafür sorgen, dass die lohnnebenkosten abgefedert werden! für die landwirtschaft gibts ja auch ständig geld.
    und die ü50zig sollten endlich mal lernen mit weniger gehalt zurecht zu kommen.
    jeder muss halt mal seinen anteil beitragen.
    ü50zig und junge leute sind übrigens ein gewinn für jeden arbeitgeber, einen sehr guten mix von erfahrung und jungsporn.
    bin übrigens bald 60zig und seit vielen jahren ständig an erneuerungen, wo ich durch muss, ob ich will oder nicht.

  52. Herr Kielholz, entlassen sie sich doch selber. Sie sind selbst über 50, kosten der Firma eine Menge und bringen nur altbekannte Ideen wie Sparen und Restrukturierungen. Es ist Zeit die Firma wieder fit für die Zukunft zu machen mit neuen Ideen.

  53. Irgendwann holt jemand alle diese so gegenüber Menschen und Arbeitnehmern agierenden Leute mal auf den Boden der Realität zurück. Geht nicht mehr lange. Die Welt ist ein Pulverfass.

    • Und die Geschichte wird sich wiederholen – als man vor knapp über 100 Jahren und in regelmässigen Abständen ‚die Obrigkeit‘ vom Ross holte und sie an den nächsten Baum knöpfte. Warum nur muss sich die Geschichte wiederholen? Weil der Mensch nichts aus der Geschichte lernt – der Killy am wenigstens – ein Grossmaul das andern Amtszeit-Beschränkung aufdrücken will – und andere mit ü50 entlässt – selber aber seinen Sattel immer wieder neu fixiert – und das mit hinterlistigen Tricks – wacht auf SR Share Holders – !

  54. Mit 67, selber mehr als bestens für die Zeit danach abgesichert, verhindert dieser Mensch (?), dass andere bis zum ordentlichen Pensions- und AHV(!)-Alter weiterarbeiten können. Und das schlussendlich auf dem Buckel der steuerzahlenden Allgemeinheit (B-Schweiz). Schämen Sie sich!!!