Fredy Gantner und seine zwei Partners-Group-Mitgründer erleben heute ihr Armageddon. Weil die Kundenflucht rapide anschwoll, schlossen sie das „Gate“.
Und zwar bei ihrem europäischen Flaggschiff-Fonds für reiche Privatkunden, wie Bloomberg als Erste meldete.
Pro Quartal können die Investoren neu noch maximal 5 Prozent des Fonds-Werts abziehen.
Panik auf der Brücke. Die Massnahme ist die letzte, die man erst dann beschliesst, wenn die Not am grössten ist.
Faktisch war ein Run on the Fund im Gange. Gantner & Co. wussten sich nicht mehr anders zu helfen, als die Tür für Kunden-Rückzüge zuzuschlagen.

Der Fonds mit den Private Equity-Anlagen in Europa macht mit knapp 9 Milliarden US-Dollar Wert nur einen Bruchteil der total 185 Milliarden Dollar aus, welche die Partners Group verwaltet.
Doch die drei Firmengründer und ihre operativen Chefs mussten befürchten, dass die Fluchtwelle weitere Vehikel ihres Finanzhauses erfassen würde.
Deshalb der Griff zur Notbremse.
Die Aktie sackte in Zürich ins Bodenlose. Minus 18 Prozent heute Nachmittag. Seit Jahresbeginn hat der Titel des Baarer Finanzmultis einen Drittel seines einstigen Werts verloren.
Der Absturz hatte sich vor Monatsfrist beschleunigt, als der US-Shortseller Grizzly eine Attacke gegen die Schweizer lancierte.
Die Werte ihrer Beteiligungen seien überhöht, zudem hätten sie viele Software-Firmen in ihrem Portfolio, die wegen KI unter die Räder geraten würden.
Partners Group schoss scharf zurück und drohte den Amerikanern mit Klagen.
Jetzt zeigt sich, dass Grizzly das richtige Ziel erwischt hatte – wenn auch die vorgebrachten Kritiken möglicherweise daneben lagen.
Bei Partners Group ist das Hauptproblem, dass die Firma kein glückliches Händchen bei ihren Investments an den Tag gelegt hat „Die Performance ist schlecht“, sagt ein Beobachter. „Deshalb der Einbruch bei der Aktie.“
Dass sich dieser jetzt massiv beschleunigt hat, liegt auch an der Panik, welche die ganze Branche erfasst hat. „In der Private Equity-Industrie droht ein Meltdown wie 2008 bei den Banken“, so die Auskunftsperson.
Damals betraf es minderwertige US-Häuser, auf denen Hypotheken bis übers Dach lasteten. Die Immobilien landeten in Spezialvehikel, die mittels Statistiken zu Triple-AAAs mutierten.
Aus Mortgage-Schrott war Gold geworden. Oder Vehikel mit Gammelfleisch, wie es Konrad Hummler damals nannte.

Dieses faulte in den Büchern der Banken. Der Crash von 2008 ging deshalb als „Grosse Finanzkrise“ in die Finanzgeschichte ein.
„Der Motor von Global Banking ist kaputt“, sagte damals ein berühmter Schweizer Investmentbanker.
In der Folge reduzierten die Geldhäuser ihre Kredite, fuhren ihre Bilanzen massiv herunter.
Doch Geld war dank Notenbank-Interventionen mehr denn je auf dem Markt. Statt in die Kreditbücher der Banken floss die Liquidität zur den Private Equity-Firmen.
Die gigantische Kreditschwemme flutete diesmal nicht die regulierte Bankbranche, sondern die unregulierte Shadow Finanzwirtschaft.
Die Baarer Partners Group war dank ihrer frühen Geburt – Ganter, Marcel Erni und Urs Wietlisbach legten 1996 los – gross im Geschäft.
Die Firma legte einen Lauf hin, ging 10 Jahre nach ihrer Gründung an die Börse, schaffte es in den Swiss Market Index.
Jetzt droht ihr der harte Fall. Blue Owl, KKR und weitere US-Private Equity-Häuser sind zwar ebenfalls in der Krise gelandet.
Doch Partners Group scheint besonders zu zittern – das zeigt der Angriff von Grizzly, der Kurs-Einbruch in diesem Jahr mit brutaler Beschleunigung von heute.
Die Reaktion der Führung spricht Bände. Partners Group-CEO Steffen Meister hatte im April gesagt, er würde vor einem „Gating“ nicht zurückschrecken.
Sprich: Wenn ein Run auf einen Fonds ausser Kontrolle gerate, zögere er nicht, diesen zu schliessen – zum Schutz jener Investoren, die an Bord blieben. Das war vor wenigen Wochen.
Heute musste Meister ernst machen mit seiner Drohung. Ihm blieb keine andere Wahl.

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@L.H.
Seit wann ist Steffen Meister wieder CEO von PG?
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Wer ist es dann? Hast kein Börsenaccount?
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Gute Gelegenheit um einzusteigen
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Bist du verrückt. Viel zu früh. Der Kurs geht bis au Fr. 450☝️
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Zugreifen beim falling knife?
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PG hat diesen Kurseinbruch wissentlich in Kauf genommen!
Grizzly hin oder her, da kommt noch deutlich mehr zur Vorschein….
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Wer gut schlagen will, sollte für die nächsten Jahre physisches Gold, ausserhalb der Banken halten.
Wer unbedingt mehr Action braucht, kann ja mit den entsprechenden Minenaktien spielen und/oder phy. Silber dazulegen (wird aber etwas voluminös und schwer).
NB: die offiziellen Fr 10.- Sibermünzen wurden dieses Jahr auf einen Schlag von früher 30.- auf 65.- verteuert (swissmint.ch)
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All in gehen.
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Steig lieber bei SpaceX ein. Alles andere ist zur Zeit gelinde gesagt Mist.
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Never catch a falling knife
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Welcome to the world of high-level market finance and the shadow banking system😉
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Der „Aufsteller“ des Tages sind die fulminanten Kauf-Empfehlungen namhafter Banken (inklusive ZKB) welche Kurse zwischen CHF 1.100.00 und 1.300.00 anpriesen!
Kann es sein, dass mit diesem knallenden Ballon- Effekt wieder mal die längst prognostizierte Trendwende eingeläutet wurde?
Der Dot.com – Crash hat ähnlich angefangen und gedauert.
Anschnallen! Oder ‚Fasten your Seat belt!‘
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GAM lässt grüssen
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„Kaufen, wenn die Kanonen donnern. Verkaufen, wenn die Violinen spielen.“
Alte thailändische Weisheit.
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Da sind keine Kanonen im Einsatz sondern eher Atombomben.
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Google KI: „Die Macht von Grizzly Research liegt in ihrer Strategie als aktivistischer Leerverkäufer (Short-Seller): Durch investigative Recherchen und die Veröffentlichung teils drastischer Vorwürfe lösen sie an der Börse massive Kursstürze aus und profitieren von den fallenden Aktienkursen der attackierten Unternehmen..Der Mechanismus: Grizzly Research geht Wetten auf fallende Kurse ein, bevor sie ihre vernichtenden Berichte publizieren…“
Tja, Gewusst wie und zur Belohnung gibts massenhaft Kohle, wenn man auf der Gewinnerseite steht.
Gunther Kropp, Basel
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Die 3 Partners-Group Gründer sollten sich vielleicht mehr ums Geschäft
kümmern als um die Politik.
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gute gelegenheit um auszusteigen.
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NB: Offiziell sich „Naked Short“ illegal – praktisch passiert aber eigentlich nie etwas…
„What we see depends mainly on what we look for.“ – John Lubbock
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Naked short selling?
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Intransparent, komplex, illiquide. Genau die notwendigen Zutaten damit diese toxischen Produkte ein Tsunami auslösen und implodieren.
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alle drei wie Benko
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Die spannendere Frage ist, wer hat soviel in dieses (wissentlich illiquide) Vehikel investiert und muss (jetzt) bei kleinsten Troubles des Sektors (schon / noch) raus?
B2B Fische, Pension Funds, Family Offices?
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Sorry, aber das ist jetzt ein Sturm im Wasserglas! Wir reden nicht über PG, sondern über einen Private-Equity Fonds, der seine Rücknahmen – wohl zu Recht – limitiert. Selbst schuld, wer in solche Vehikel investiert, aber die PG ist ja lediglich Verwalterin. L. H. tut gerade so, als wäre die Partners Group selbst in Zahlungsschwierigkeiten. Skrupelloser Schurni.