Endspiel in St. Gallen

Raiffeisen-Chefs Gisel-Gantenbein vor letzter Runde – Bei CEO Gisel ist Informatik-Debakel Grund, bei Gantenbein HSG – Wer übernimmt?

Gestern und heute schreiben zwei grosse Schweizer Medien über das sich abzeichnende Ende der Führungsspitze der grossen Raiffeisen.

Die NZZ titelt „Schwache Crew für einen Neustart“, die Bilanz „Wie lange noch? Der einsame Kampf des Patrik Gisel“.

Endspiel in St. Gallen.

Wenn die Frage nach dem Überleben von Spitzenleuten in den respektierten Blättern grell aufleuchtet, dann ist meistens Matthäi am Letzten.

Das dürfte bei Gisel und Gantenbein der Fall sein. Bei Gantenbein, weil er sich nicht von Gisel distanziert. Bei Gisel, weil er sich in seiner Ur-Domäne, der Informatik, verrannt hat.

Das verzeihen ihm die vielen Raiffeisenbanken im Lande nicht. Hingegen hätten sie damit leben können, dass Gisel seinen Chef Pierin Vincenz nicht stärker hinterfragte.

Sie haben das ja ebenfalls jahrelang nicht getan.

Aber die Informatik an die Wand fahren? Da hört der Spass auf. Es droht massiver Mehraufwand, direkter Schaden im Geschäft, tägliches Zittern und Flehen.

Deshalb ist die neue, teure und hoch gelobte IT Gisels schwerste Hypothek. Sie kommt von der Avaloq und kostet inzwischen weit über den einst versprochenen 500 Millionen.

Der Zähler steigt und steigt, jeden Monat werden Millionen von Franken ins Projekt investiert, das einfach nicht zum Laufen kommen will.

Das Schlimmste ist: Das neue System kann nicht richtig rechnen. Die entsprechende Software-Komponente, die laut Avaloq nicht von der Zürcher Softwareschmiede stammt, sondern von einem „Projektpartner“, macht Fehler bei den Zinsen auf Hypotheken.

Wir sprechen hier nicht von irgendeiner Feld-Wald- und Wiesenbank. Sondern von der Nummer 1 im Hypomarkt Schweiz, dem grössten einzelnen Markt des ganzen Landes.

Hier ist die Raiffeisen König. Und nun können ihre Banker draussen in den Regionen nicht mehr sicher sein, ob ihr neuer Computer die richtigen Zahlen ausspuckt.

Vieles sehen die Fürsten der 255 Raiffeisen-Genossenschaften ihrem emsigen CEO Gisel in der fernen Zentrale der Raiffeisen Schweiz nach. Das nicht.

Wenn St. Gallen etwas sicherstellen muss, dann ist es eine einwandfrei funktionierende Datenverarbreitung.

Wie schlimm es um das grosse Projekt der neuen Avaloq-Software steht, geht aus den wiederholten Verschiebungen hervor. Längst sollten alle 255 Banken auf dem neuen System laufen.

Tatsächlich sind es 22. Gleich bleibende Anzahl – seit Monaten. Die nächsten Umstellungs-Wellen mit 100 weiteren Banken wurden mal für mal verschoben. Ostern, Auffahrt, Pfingsten – alles nichts.

Nun nennt St. Gallen den August als nächsten Termin für die Migration weiterer Raiffeisen-Genossenschaften. Die Frage, ob es nicht gescheiter wäre, einen Zweijahres-Stop zu verfügen, liess die Raiffeisen gestern unbeantwortet.

Für Gisel wird das Debakel um die neue Informatik zum Stolperstein. Er hat weit über eine halbe Milliarde Franken investiert – und das Ding will einfach nicht laufen.

Bei Vincenz kann Gisel auf seinen Vorgänger und den alten Verwaltungsrat zeigen. Bei Avaloq ist es sein Baby. Er ist Mister Informatik, die IT ist seine Herkunft, hier müsste er sein Können beweisen.

Deshalb sind die Raiffeisen-Chefs ungehalten. So ein Pfusch darf nicht sein.

Gantenbein. Der Professor rückt immer mehr ins Zentrum des Sturms in der Öffentlichkeit.

Er vollführte zunächst einen Eiertanz um seine Kandidatur fürs definitive Präsidium. Vor kurzem stieg er aufs Podest und kündigte offiziell seine Kandidatur an.

Die macht es für gute Aussenstehende schwierig. Leute mit Können und Karriere lassen sich nicht verheizen.

Somit wäre alles klar für Gantenbeins Wahl im November zum neuen Kapitän. Dachten wohl viele im St. Galler Headquarter.

Doch seit Lugano, der Delegiertenversammlung vor 2 Wochen, scheint Gantenbein vom Glück verlassen. Plötzlich steht er im Wind. Der Artikel in der NZZ ist für die sonst übliche Zurückhaltung des Eliteblatts ungewöhnlich scharf.

Raiffeisen-intern mehren sich die Stimmen, dass mit Gantenbein nichts gewonnen sei. Sie verweisen auf dessen Herkunft.

Die HSG. An der Hochschule St. Gallen oder wie sie heute heisst Universität St. Gallen hat nicht nur Gantenbein seinen Weg gemacht.

Sondern auch fast alle aktiven oder ehemaligen Raiffeisen-Verantwortlichen. Vincenz, Ex-Präsident Johannes Rüegg-Stürm, Sonderermittler Bruno Gehrig, CEO Gisel – sie erhielten ihren Schliff auf dem „Rosenberg“.

Jetzt braucht es andere Fähigkeiten, lautet der Schlachtruf vieler regionaler Raiffeisen-Kritiker. Nicht nochmals ein HSG-Theoretiker, fordern sie.

Kommt hinzu, dass sich Gantenbein vor Gisel hinstellt. Er will nichts wissen von einer Mitverantwortung seines CEOs an Fehlern in der Ära Vincenz – trotz 15 Jahren im Seitenwagen.

Mit der gegenseitigen Umklammerung wird das Duo Gantenbein-Gisel zum torkelnden Paar. Nun scheint dessen Zeit abzulaufen.

Wer übernimmt? Die Frage rückt in den Vordergrund. Dass sie so schwer zu beantworten ist, zeigt, in welche Krise die Raiffeisen Schweiz geraten ist.

Sie hat niemand ganz oben, der sich aufdrängt, das Steuer zu übernehmen.

Kommentare

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  1. Avaloq war ursprünglich für die Mini-Bank von Ebner ausgelegt. Bei der späteren Expansion stellte sich heraus, dass das System viel zu komplex und aufwendig zu bedienen war. Nur den Gründer Francisco Fernandez freuten vielleicht die Probleme anderer, so kam er immer wieder an neues Geld für zusätzliche Massnahmen und konnte seine privaten Projekte finanzieren, wie das pompöse Haus in Wollerau…

  2. Ist die oder der Leiter PR der Raiffeisen eigentlich auch von der HSG? Ich hätte da noch ein paar Tips, auch wenn ich nicht PR-Fachmann bin.

  3. Bravo Herr Gisel! Dank dem, dass Sie sich entschlossen haben, das kleine Reputationsproblemchen auszusitzen, wird unterdessen die gesamte Geschäftsleitung, der Verwaltungsrat, die HSG und neuerdings auch noch der Sitz in SG in Frage gestellt. Bleiben Sie doch noch ein paar Monate weiter CEO und ziehen alle und alles mit sich runter. Ich bin überzeugt, dass wir es auch bald bei den Geschäftszahlen merken werden. Wenn Sie etwas Gespür und Anstand hätten, wären Sie bereits vor Monaten zurückgetreten und hätten Platz gemacht für neue Gesichter, aber man kann sich die Welt auch schön reden. Vielleicht sollten sie vermehrt statt in den Spiegel und auf den Tacho in die Medien schauen. Und ein Blick in Literatur zu PR, IT und Corporate Governance würde auch nicht schaden.

  4. Herr Gantenbein: Gemäss gestriger SONNTAG-ZEITUNG absolvierte Dr. Pierin Vincenz mehrere Besuche in einem namentlich erwähnten Zürcher Lokal. Die Rechnung wurde jeweils mit der Raiffeisen-Geschäftsspesenkarte beglichen. Wie kann es sein, dass Sie während 15 Jahren null und nichts davon gehört haben wollen?

  5. Ich habe gehört, in St. Gallen habe man für die Raiffeisenbanken Schreibmaschinen und Taschenrechner bestellt. Neu soll auf Nostalgie gemacht werden, die hypothekarkreditverträge wieder mit der Schreibmaschine ausgefüllt und die Zinsen mit dem Taschenrechner berechnet werden.

  6. Einer Bank vertrauen, die nicht rechnen kann? Und dann noch Hypotheken? Tschau Gisel. Avaloq hat den Einzug ins Agile noch nicht vollzogen. Wer heute noch wie vor 15 Jahren mit PL/SQL unterwegs ist, der ist einfach Mega spät dran. Die Dinosaurier sind irgendwann ausgestorben. Wie lief das mit Skalierbarkeit, Wartbarkeit? Man könnte noch weiter motzen, aber es ist eine Schweizer Firma…

  7. Das Endspiel hat begonnen und sie liebe für die Öffentlichkeit “uner(be)kannte Delegierten haben ein ganzes Dezenium als Raiffeisen-Volksvertreter alles abgesegnet. Hr. Gisel als No. 2 war schon nicht tragbar. Als Gruppe sind sie von der Machtzentrale in SG auf Täuschungen anheim gefallen. Sie alle (Ausnahmen bestätigen die Regel) hatten entweder ein grosses allgemeines Informationsdefizit aber sicherlich kein kritisches Bewusstsein für die Lage der Raiffeisen entwickelt.
    Sie sind zu einer weichen Knetmasse in den Händen der Herrschenden anheim gefallen. Mit ihnen lässt sich komfortabel regieren, weil von ihrer Seite kein nennenswerter Protest zu erwarten ist. Hr. Sidler als Sprecher der Delegierten verkörpert diesen Typus.
    Die Geduld des “Volkes“ mit der Unwahrhaftigkeit ist nicht endlos. Und irgendwann wird der Preis, den sie und alle Involvierten für Täuschungen am Ende zahlen, sehr hoch sein. Die Delegierten die sich hier nicht angesprochen fühlen, sollen das Kommando übernehen.

  8. Herren Gisel und Gantenbein: Ihr letztes trickreiches Aufrappeln (Lugano-Fiasko) ist definitiv in die Hose gegangen. Wenn Sie die heutige Sonntagspresse lesen, wird Ihnen vor Augen geführt, dass Sie demnächst nichts mehr auf dem Roten Platz in St.Gallen verloren haben werden…
    Und der Herr Vincenz, der ja Inside Paradeplatz äusserst aufmerksam liest und nachweisbar sehr ernst nimmt, wird sich schon überlegt haben, wie er es Ihnen bei nächster Gelegenheit heimzahlen wird.

  9. Bin ja mal gespannt ob die starkes informatik wissen mit einem neuen VR einbringen oder ob die weiter rumpfushen unden Patrick wurschteln lassen. Wetten wir dass es das Zweite ist?

  10. Schön, dass es diese Art von Investigationsjournalismus noch gibt, Herr Hässig, auch wenn Sie bisweilen mit der Schrotflinte in den Wald schiessen 😉

    Und gut, dass sie neben dem Paradeplatz auch den Roten Platz abdecken.

    • Bern und v.a. die ganzen NGO-Saftläden wie das Rote Kreuz CH (Geschäftsleitung bzw. Korruptionsleitung) und andere wären auch gründlich zu durchleuchten und oben auszumisten.

  11. Der Rote Platz in St. Gallen scheint immer mehr zum Sinnbild für die Parteizentrale zu werden, in der es sich der Apparatschik gut gehen lässt, jedes Jahr Millionen einstreicht, Liebesaffären hat, sich feiern lässt, viel Sport treibt und dabei nichts weiss, für nichts die Verantwortung trägt und auch nichts zustande bringt. Während die braven Genossen im ganzen Schweizer Land das Geld verdienten, gab die Parteizentrale in SG in den letzten 15 Jahren über 1 Milliarde für Akquisitionen aus (und kaum weniger für ihre Löhne und Spesen), brachte es aber nicht zustande, den Raiffeisenbänkchen im Lande eine IT-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, über welches zumindest das nicht übermässig komplexe Hypothekarkreditgeschäft zuverlässig abgewickelt werden könnte. Stattdessen zahlreiche Akquisitionen, die im Nachhinein nichts brachten … zumindest nicht Raiffeisen, um präzis zu sein. Während alle von Fintech sprechen und andere Banken in verschiedensten Bereichen des Bankgeschäfts modernste Lösungen anbieten, muss man sich bei Raiffeisen derzeit eingestehen, nicht einmal das Basisgeschäft auf einer modernen IT-Plattform abwickeln zu können. Für anderes war aber anscheinend immer ausreichend Geld vorhanden, aber es eilt ja glücklicherweise in der heutigen Welt nicht, da sich über die Jahrzehnte technologisch ja auch kaum was verändert.

    Wenn Sie, Herr Dr. Güsel … Entschuldigung Herr Dr. Gisel vielleicht etwas weniger Triathlon betrieben, sich weniger mit In-House-Liebschaften und dem Fliegen befasst hätten, ja dann wäre es vielleicht sogar möglich gewesen, dass Sie in den letzten Jahren etwas mitbekommen hätten … von gewissen Machenschaften, technologischen Entwicklungen im Bankenwesen und der Notwendigkeit, nicht völlig den Anschluss zu verpassen … ich meinte übrigens nicht im Sport, Herr Dr. Gisel … Ach ja, und zum Fliegen. Während Bundesräte mit der SBB im Land herumreisen, müssen Sie natürlich mit eigenem Privatjet zulasten Spesen zu Business Tarif die Bänckchen im Lande besuchen, um diese noch etwas länger zu vertrösten … zumindest müssen diese dann ja auch nichts Neues dazu lernen, sondern können es machen, wie sie es sich seit Jahrzehnten gewohnt sind … wenn es denn noch etwas länger dauern sollte mit der IT-Ablösung. Und Ihre dauernden Kehrtwendungen zeugen von Ihrem grossen, strategischen Weitblick …

    Ich bin also wirklich sehr zuversichtlich, dass unter den Herren Dr. PG und Prof. PG der notwendige Neuanfang gelingen wird, jetzt wo doch auch Dr. PG’s Flugzeug wieder startklar ist und die Genossenschafter noch weiter gut Geld verdienen. Falls ich erfahre, wer „mein“ (geheimer?) Delegierter ist, der im November an einem (geheimen?) Ort mit (geheimem?) Teilnehmerkreis über (geheime?) Traktanden abstimmen wird, werde ich ihm unbedingt empfehlen, für das PG-Duo (Gibt’s denn noch andere? das wäre vermutlich nicht üblich) einzutreten. Und angesichts der harten Zeiten, welche die beiden derzeit völlig unberechtigterweise durchleben, würde ich sogar gegen eine kleine Lohnerhöhung nichts einzuwenden haben. Vielleicht sollte PG auch gleich noch einen bezahlten Sabbatical beziehen, wie PV’s Partnerin, um etwas aus der Schusslinie zu kommen, und natürlich um auch weiterhin möglichst nichts mitzubekommen von dem, was bei Raiffeisen läuft. Dies könnte sonst sein Gemüt belasten und er wäre dann nicht mehr in der Lage, bei seinen zahlreichen anderen Lebensaktivitäten sein Bestes zu geben, und das wollen wir doch nicht. Es lebe die rote Genossenschaft!

    • Ich durfte dem Herrn Doktor vor ein paar Jahren die Hand schütteln, als er unsere Raiffeisenbank in der Zentralschweiz besuchte. Ich war damals stolz als ich noch nicht wusste, dass er über zwei Millionen im Jahr verdient und Spesen, so viel wie ich in zwanzig Jahren. Dafür kriege ich von meinem Chef einen Rüffel, wenn ich einen Fehler mache. Das gilt in den Chefetagen wohl nicht. Ich habe natürlich nur das KV gemacht und nicht in St. Gallen studiert. Warum ist die Raiffeisen Zentrale eigentlich in St. Gallen und nicht an einem unserer Finanzplätze, Zürich oder Genf? Dann muss sie nicht nur Leute von der HSG anstellen. Eine Sitzverlegung wäre auch ein starkes Zeichen für einen Neuanfang, weg vom St. Galler Filz.

    • Genau!! Die Raiffeisen-Zentrale soll doch nach Züri ziehen! In Züri kann Raiffeisen IT-Software einkaufen, die funktioniert, Dutzende Banken machen es vor, darunter die meisten mit anspruchsvolleren Geschäften. Den armen Leuten aus der Ostschweiz wird sicher geholfen werden. Für eine weitere Bank wird sich bestimmt noch ein würdiges Plätzchen finden. Dann haben es die FINMA-Aufsichtsleute auch nicht immer so weit nach SG (die kosten auch Geld) und der neue CEO wird von Züri aus auch kein Flugzeug mehr brauchen, wenn er die Raiffeisenbanken im Land besucht. Ausserdem muss man den Leuten auch keinen Pampa-Aufschlag mehr zahlen, und die möglichen Kandidaten für führende Positionen würden sich vervielfachen. Wer möchte schon nach SG ziehen?!

      @PG’s: Eure Hochglanzfotos sind wirklich super! Da muss man sicher lange vor dem Spiegel üben und teure Fotografen anstellen, um darauf so gut auszusehen! Gratuliere! Also an den Fotos gibt’s nichts auszusetzen!

    • @Enttäuschter Mitarbeiter. Ich hoffe Sie haben Raiffeisen unterdessen Richtung KB oder Grossbank verlassen.

      Sie scheinen ja herzlichst wenig über Ihren Arbeitgeber, die Raiffeisen zu wissen. Wo sie in der Schweiz gegründet und warum damals die Zentrale in SG angesiedelt wurde…

      Und dass ein KV Absolvent im Back Office nunmal weniger verdient als ein CEO ist ja wohl auch klar. Die Aufgaben und Verantwortung liegen doch etwas auseinander.

    • @ Tiamento di Marco. Wieder zurück aus dem Wochenende? Schreiben Sie doch bitte, wofür Ihr CEO die Verantwortung trägt, denn ich hab‘s in den letzten Wochen nicht rausgefunden. Und sagen Sie‘s ihm doch bitte auch. Ich weiss nicht, weshalb Ihre rote Zentrale einst in SG abgesiedelt wurde, aber ich vermute, persönliche Interessen dürften auch mitgespielt haben. Die Gründe dafür sind aber so oder anders überholt. Etwas zurückhaltender Zwinglianismus würde den Herren in der Zentrale definitiv nicht schaden, die sich bisher wohl eher an den früheren Missständen im Kloster SG orientierten, als dort mit dem Geld der Gläubigen noch rauschende Feste gefeiert wurden

    • Ich finde leider den historischen Grund für SG nicht auf der Raiffeisen Homepage. Dort steht:

      Auf Initiative von Pfarrer Johann Traber entstand 1899 in Bichelsee TG die erste Raiffeisenkasse der Schweiz. 1902 gründeten zehn Institute den Schweizerischen Raiffeisenverband. 1936 liess sich der Verband in St.Gallen nieder, wo er heute noch zu Hause ist.

      Und weshalb zog man genau nach SG?

    • @ Roter Genosse
      Zur Sitzverlegung nach SG gibt es sicher irgendwelche (streng vertrauliche) Legenden. Dabei war vermutlich aber einfach das Gschmusi eines Wichtigen des Raiffeisenverbands aus SG.

  12. Wer übernimmt?
    UNBEDINGT niemand aus der aktuelle GL. Vielmehr muss dringend die GESAMTE GL ausgetauscht werden, und sicher nicht durch aktuelle FS1-Leute!
    Gehen wir doch die Liste durch:
    Gisel: Dazu ist alles gesagt
    Auer, Poerschke, Burn, Brügger, Hodel: Allesamt eng verbandelt mit Gisel und Vincenz. Ein Fall schlimmer als der Andere. Allesamt Teil des Problems, sicher nicht Teil der Lösung!
    Gauch: Im Prinzip Outsider, hat sich aber blitzschnell akklimatisiert. Nun auch Teil des Problems.
    Olmesdahl: Avaloq ist ein Fass ohne Boden. Übung am besten abbrechen und die Verantwortlichen in die Wüste schicken.
    Und auf der FS1/2 Ebene sieht es ähnlich verheerend aus. Es braucht einen grundlegenden Neuaufbau.
    St.Gallen muss zurückgebaut werden, der Laden ist völlig überdimensioniert und somit träge, ineffizient und belastend geworden!

    • …wer übernimmt?

      Leider besteht mir hoher Wahrscheinlichkeit, das Risiko, dass die neue Truppe auf moralischer und professioneller Ebene schlechter ist als die alte.

      Ein gleichzeitiger Wechsel von ganzer GL & VR ist mit sehr hohen Kosten und Risiken verbunden.

      Als Reminder (ich weiss die ist banal) aber eben nicht selbstverständlich:

      1) Raiffeisenbanken müssen sich über den Zweck der Raiffeisengruppe sowie die künftige Rolle von Raiffeisen Schweiz und deren Kompetenzen einig werden
      2) Raiffeisenbanken müssen angemessene Interventionsinstrumente sicherstellen, falls Raiffeisen Schweiz nicht auftragsgemäss handelt (Sololäufe, etc.)
      3) Wahl neuer VR: muss sich gemäss dem oben definierten Auftrag sowie der Genossenschaftsstruktur (-sinn) sich ausdrücklich verpflichten (also nicht nur Gewinnoptimierer)
      4) Wechsel GL gemäss dem neu präzisierten Auftrag durch VR

  13. Stimmungsbild von einer abendlichen Grillparty heute, im „Raiffeisenland“ (Thurgau): Gisel und Gantenbein wichtiges Thema: Alle sind entsetzt und wütend über die beiden PGs.
    Die gefallenen Beschreibungen kann ich hier nicht wiedergeben, Herr Hässig müsste diese eh zensieren.
    Spannenderweise ist Gisel deutlich unpopulärer als Vincenz, Vincenz hat durchaus noch seine Fans.

  14. Dirk Schütz nennt Gisel „ohne Zweifel integer“. Ob’s dafür wohl dick Inserate geben wird?
    Herr Schütz, worauf genau gründet sich diese steile These?
    Gisel schafft es ja nicht mal, an einer VR Sitzung teilzunehmen (Leonteq). Und er übernimmt grundsätzlich nie Verantwortung („wusste von nichts“). Und Lukas Hässig hat ihm ja eine klare Lüge nachgewiesen („Gisel lügt“, Deloitte Bericht). Sieht so Integrität aus? Wie sieht es eigentlich mit der Integrität von Schütz aus?

  15. Ich hatte auch die „Ehre“ unter einem HSG CEO in einem KMU zu „dienen“. Nach 2 Jahren sah ich das Ende kommen und fand zum Glück eine andere Stelle. PS: diese HSG geführte Firma gibt es übrigens heute nicht mehr, wurde „notverkauft“ !

    • Und ich habe die Ehre, miterleben zu dürfen, wie noch heute einfach grundsätzlich mal generalisiert wird. Jedes Jahr schliessen mehrere hundert Leute die HSG ab. Sich nun eine generelle Meinung aufgrund eines Erlebnisses mit einem HSG’ler zu machen, zeugt nicht gerade von Inteligenz.

  16. Ich hätte noch ein paar Vorschläge für Arbeitstitel von Doktorarbeiten der HSG:
    -wie rechne ich meine privaten Ausgaben über die Geschäftsspesen ab?
    -Meine Bank crasht- wie erneuere ich dabei meine Fluglizenz?
    -Wie reise ich unerkannt in die USA ein nach meiner Karriere im swiss banking?
    -Mein Freund möchte eine Firma, wie verschenke ich ein Teil meiner Bank?
    -Der Aktienkurs ist am Boden- wie erhöhe ich meine Boni?

    Bitte um weitere kreative Vorschläge von Euch!

  17. In St.Gallen wird die neue „BILANZ“ überall herumgeboten; sogar in der ehemaligen Stammbeiz von Pierin beim Kultbeizer „Köbi“ bei der Brauerei. Das Fazit des ausführlichen Beitrages ist klipp und klar: Es gibt sowohl für Gisel wie auch für Gantenbein absolut keine Zukunft mehr bei Raiffeisen… (Ja, Herr Gantenbein, auch für Sie heisst’s: Game Over!)
    P.S.: Der fesche Bergler Pierin sei bei seinem Freund „Köbi“ seit seiner Freilassung auch nie mehr aufgetaucht; er fürchtet offenbar den Kronenhalle-Effekt.

  18. Es wäre doch mal spannend zu erfahren, was Doktor Gisel in seiner Doktorarbeit geschrieben hat. Vielleicht hat er eine Arbeit geschrieben wie man am besten Krisen aussitzt. Dabei hatte er womöglich den Gostwriter Marcel Ospel engagiert.
    Kann niemand die Doktorarbeiten dieser HSG-Blender durchleuchten?
    Da kommt sicher einiges von Unterhaltungswert ans Licht. Kann mir nicht vorstellen, dass diese pseudo „Doktoren“ eine einzige wertvolle Zeile geschrieben haben.

  19. Es gibt viele IT-Projektleiter, die wollen gar nicht diejenigen Leute im Team haben, welche ein Projekt rechtzeitig fertigstellen können.

    (Ich sage dies im Allgemeinen. Kenne Raiffeisen nicht.)

  20. Für all jene, die sich wie ich fragen, weshalb der Gisel so hart im Nehmen ist („Da muss ich jetzt halt durch“) habe ich heute Abend von einer Kollegin die Antwort erhalten, die sie wiederum von einer Ostschweizer Kollegin hat, die dem Gisel mal nah stand. Gisel ist hochgradig schmerzunempfindlich. das erklärt einiges. darum war er für Perignon Vincenz wohl auch die ideale Nr. 2 …

  21. @mutti: wie bitte, das Image von Gisel wurde in den letzten Wochen verbessert? Echt jetzt? Das Gegenteil ist der Fall: Gisel ist auf keinen Podien mehr erwünscht. Gemäß Insidern hat er bis Ende 2018 keinen einzigen Auftritt mehr. Noch Fragen?

    • Die PR Massnahmen von Raiffeisen Schweiz waren alle gisel-treu. Sie dienten also nicht der Raiffeisen Gruppe, nicht Raiffeisen Schweiz und auch nicht Gantenbein.

      Gisels Abgang ist schon lange klar, die Statements dienen noch den Geschichtsbüchern, also dem langfristigen Image von Gisel.

      Mein Kommentar bezieht sich auf die PR Massnahmen von RCH.

      Meine persönliche Meinung zu Gisel hat sich seit einem Jahr nicht verändert.

  22. Aha, Prof. Forstmoser hat eine „Berichtigung“ erhalten. Ob das klug ist? Seine Rolle ist ja zu einen Non-Issue geworden, jetzt wird das wieder aufgewärmt.
    Herr Professor, warum haben Sie nicht damals einfach auf diesen problematischen Auftrag verzichtet? Tragen Sie doch nun bitte die Folgen wie ein Mann.

  23. Apres moi le deluge so funktionierte Pierin.
    Sie Hr. Gisel tragen Wesenszüge von Silvio Berlusconi und die sind bei Raiffeisen nicht mehr gefragt. Solange die Hardcore-Fans Gantenbein/Sidler und vllt. noch die Vorzimmerdamen zu ihnen stehen, kann die Tragödie weitergehen. Die atmosphärische Störung rundherum, lässt sie kalt. Inside Paradeplatz und die ganze Zeitungswelt wie Blick/NZZ/Tagi/und alle Sonntagsprintmedien gehen spurlos an ihnen vorbei. Die Bilanz Ausgabe Juli 18 bringt ihr Konterfrei mit dem Titel – wie lange noch? Der gleiche Verlag hat im Okt. 2015 unter Mr. Vollgas sie als neuen CEO vorgestellt. Ich habe noch nie in meinem Leben so eine vertrottelte Vorstellung über eine Führungskraft gelesen. Wenn ich behaupte, ich hab mich fremdgeschämt so ist das eine Untertreibung. Alle Kraftausdrücke sind mir durch den Kopf geschossen. Nachdem ich mich wieder beruhigt habe und den Artikel an vernünftige Raiffeisler zum Lesen weitergegeben habe, war der Tenor einhellig,
    wann findet der noch die Zeit um für Raiffeisen zu arbeiten. Weitere Details will ich euch ersparen od. sind nicht druckfähig.
    Ich suche nach einer Erklärung für das Desaster und komme immer zum gleichen Schluss. Unterwürfig/Abhängig/fehlende Zivilcourage/wieso soll gerade ich mich in die Nesseln setzen/mir persönlich geht’s ja gut in dieser Wohlfühloase usw.
    Und der gute Gisel lebt weiter nach dem Prinzip, was kratzt es die Eiche, wenn keine Sau sich daran wetzt. Nun solange Gantenbein/Sidler ihnen die Rückendeckung gibt und die Naivität/Macht u. Interessenslosigkeit sowie Maulkörbe verteilt werden bleiben wir beim Status Quo und finden aus der Sackgasse nicht heraus. Sie alle sind jetzt gefragt.

  24. Patrik, der Lamborghini Aventador vom Papst Franziskus ist jetzt der unsrige. Für lausige EUR
    715’000.– ist er gegangen. Wir würden ihn dir zur Verfügung stellen. Franz hat ihn persönlich signiert. Du wolltest doch immerschon einen Lambo. Jetzt wo du auf dem Sprung bist, brauchst du nicht mehr auf understatement zu machen. Lass die 3 Porsches in der Garage und flieg nach Nizza. Einer von uns holt dich mit dem Lambo ab!

  25. Der fast der ganze Beraterstab bei Raiffeisen Schweiz , insbesondere PR und Recht, ist Gisel unterstellt.

    Gantenbein ist vermutlich aus Naivität direkt auf das „Rösslispiel“ der Gisel Berater aufgesessen.

    Jedenfalls haben die letzten PR Aktionen das Image von Gisel verbessert (für Geschichtsbücher) und dasjenige von Gantenbein verschlechtert, Letzteres war wohl mehr ein Nebeneffekt, der in Kauf genommen wurde, als Intention

  26. Hr. Gisel zum Geburtstag erhalten Sie meinen
    Renner “HAU DEN LUKAS“ gratis frei Haus geliefert.
    MfG

  27. Patrik verlass endlich diese Spiessbürgerbank. Du bekommst von uns zum Jubiläum den Navitimer 50th anniversary navitimer.
    Auf den Reka Check (Bezug 2018) wirst wohl verzichten können. Deine ganze Reputation bei diesem Sparhafen hast du dir kaputt gemacht.

    Gruss Donald

  28. Manager sind keine IT Experten – HSG Absolventen ebenfalls nicht! Diese Zunft soll besse offline bleiben.

    Warum wurde beispielsweise nicht der komplette Source Code vom Raiffeisen Core-Banking DIALBA umgeschrieben in eine moderne Programmiersprache und auf die technischen und regulatorische Banking Bedürfnisse angepasst?

    Für CHF 500 Millionen und mit der ARZION Sourcing AG hätte man das Vehikel für solche Tasks gehabt. Externe Entwickler hätten unterstützen können. Was machen eigentlich die Mitarbeiter dort – schauen wie Avaloq die Hypotheken falsch berechnet werden. In diese späten Phase eines IT-Projekte dürfen solche Zinsberechnungsfehler eigentlich nicht mehr vorkommen. Wurde nicht genug getestet und geprüft – für 500k müsste das doch möglich sein.

    Raiffeisen ist eine Retail Bank und Avaloq gemäss meinem Kenntnisstand eher eine Software für die Privatbanken. Daher muss man sich Fragen, wurde bei der Planung und der Evaluation allenfalls Fehler gemacht, den irgendwann müssen solche Projekte auch zum Abschluss gebracht werden können.

    Mut zur Lücke und ja, CEO Gisel muss weg. Das ganze Chaos bei Raiffeisen wird langsam grotesk und bin überrascht, dass noch keine Kundengelder abgeflossen sind …

    • Es sind nicht 500k sondern 500 Millionen.

      Die wollten Avaloq auf so einem MESI (Multi Entity Single Instance) Concept betreiben. Das funktioniert bis auf ca. 10 sogenannte BUs (Business Units). Bei über 200 ist das nicht mehr möglich und man bräuchte einen Server der mehr Rechnerkapazität hat als ihn die NASA betreibt.

      ARIZON wird nie fliegen! Nur will man sich dies nicht eingestehen und somit werden weiter x-Millionen Franken in dieses Projekt gesteckt und am Ende abgeschrieben.

      Und sie haben recht, Avaloq ist eine Software für Privatbanken, und immer bei Retailbanken hat es Probleme gegeben, über die Probleme der LUKB konnte man hier auch schon lesen.

    • Der ganze Entscheid für Avaloq und der Joint Venture-Setup mit Arizon waren total schräg. Avaloq ist für grosse Retailbanken einfach nicht geeignet (sondern für kleine Privatbanken).

      Ich kann mir das nur so erklären, dass Vincenz involviert war.

  29. Herren Gisel und Gantenbein, den Riesenwirbel, den Sie mit Ihrem sinnlosen und für Raiffeisen schädlichen Aussitzen entfachten, kennt einen grossen Gewinner: Pierin Vincenz! Vincenz ist in den letzten Tagen aus der Hauptschusslinie gekommen und wartet in sicherer Distanz nur darauf, dass der finale Treffer gezielt auf die beiden PGs abgegeben wird… (Ich denke, der Pierin hat mit dem Patrik noch ein gehöriges Hühnchen zu „rupfen“.)

    • Was macht eigentlich der Pierin – ist er abgehauen und sucht die Glocke im Maiensäss? Verdächtig still ist es…

    • Darauf freue ich mich auch. Pierin wird ihn in der Luft zerreissen.
      Er könnte ja InsideParadeplatz ein paar heisse Infos zu spielen. Das wäre dann eine Ironie der Geschichte.

  30. Im internationalen Ranking steht die HSG auf Platz 375, im Vergleich dazu die ETHZ auf Platz 7. Sollen doch die HSG-Professoren zuerst ihre Uni auf Vordermann bringen, bevor sie sich in der Wirtschaft versuchen. Damit soll aber nicht gesagt sein, dass ein ETHZ-Professor VRP der RB werden sollte.

    • Es gibt auch Rankings, wo die HSG die No. 1 ist weltweit (für gewisse Bereiche). Kommt immer aufs Ranking an und was gemessen wird. – Für manche Rankings wird übrigens auch…… bezahlt. – Noch Fragen?
      Bin aber auch Ihrer Meinung: Die HSG von heute ist nicht mehr die HSG von vor 40 Jahren.

    • Extrem differenzierter Kommentar, wirklich!

      Erstens sind die HSG und ETH grundverschieden. Die HSG beschränkt sich nur auf Wirtschaft, Recht und internationale Beziehungen. Damit kommt man in einem weltweiten Universitäts-Ranking leider nicht an die Spitze.

      Und zweitens: Wenn Sie sich schon über die Management-Qualitäten beschweren, sollten Sie bedenken, dass genau in diesem Bereich die HSG weltweit führend ist. Im Financial Times Ranking, welches im Wirtschaftsbereich massgebend ist, liegt der Master (Strategy and International Management) seit mehreren Jahren weltweit auf Platz eins!

    • @HSG’ler
      Fühlen Sie sich etwa auf den Schlips getreten?
      Zitat aus FS Methodology zum Masters in Management, den Sie erwähnen: „Courses are typically one or two years in length and are designed for graduates with little or no work experience.“ Auffallend auch, dass hier keine einzige amerikanische Business School aufgelistet ist. Vielleicht, weil die keine solchen Schwachstrom-Kürslein anbieten?
      Ich bleibe dabei: mit Platz 375 ist die HSG sicher richtig positioniert, wenn man sich das Lehr-Personal anschaut und was sich so an Absolventen im Management herumtreibt.

  31. Sturm auf die Bastille begann am 14.7.1789
    Sturm des Raiffeisenreduit SG am ……
    ZIEL BEENDIGUNG DER FEUDALHERRSCHAFT

    Gez. Bauern mit Anstand

  32. Irgendwie fehlt zum Megadebakel dieser Bank nur noch ein Platzen der Immobilienblase.
    Es hat mir jemand berichtet, dass RB ähnlich wie damals die spanischen Sparkassen, eine Volumenausweitung im Hypogeschäft sondergleichen gefahren ist und dabei nicht so sehr auf Lage, Qualität und Bonität von Objekten und Schuldner geschaut hat. Viel Immobestand in Randgebieten zu überhöhten Preisen wurden finanziert. Normalerweise die ersten korrekturanfälligen Kredite im Land.
    Da werden 500 Mio. für eine «handglismete Blender IT» vom Ferrari Schnäuzchen ein sprichwörtlicher Klaks sein.

  33. 30 Jahre lang haben ich und ein paar Verrückte mit Inhouse Sytem (COBOL Programme) sechs Banken bedient. Jetzt gehören auch diese Banken zur Avaloq-Sekte. Und wir alle weg vom Fenster, Waren wahrscheinlich zu billig und zu wenig arrogant. Schön wars trotzdem.
    Passion vor Geldgier .

  34. Und Dr. Gisel war tatsächlich von 1993 bis 1999 bei der UBS „Head of Application Development Core Systems“?

  35. Hr. Sidler eine freche Frage. Ist es richtig, dass im Raiffeisenverbund die VR’s den Rücktritt erst geben dürfen, wenn Sie das okay geben?
    Also Hr Gantenbein nicht eigenmächtig handeln, bevor grünes Licht aus der Zentralschweiz gegeben wird! Hr. Sidler wäre sehr enttäuscht.

  36. Wenn man bedenkt, dass Hr. Dr. Patrik Gisel zudem im VR & AUSSCHUSS der Bankiervereinigung sitzt welche u.a. folgenden „Kernwert“ (vor allem Gesellschaft, Mitarbeiter, Kunden etc.) predigen, so hätte der Gisel schon lange, da er eigentlich gegen sämtliche Punkte verstossen hat, rausfliegen müssen und zwar ballistisch. Kernwerte predigen und sich selber nicht daran halten aber den Finanzplatz und die Gesellschaft in der ganzen Welt blamieren. Was für eine bodenlose Heuchelei.

    „Verantwortlichkeit“
    Das Handeln der Schweizer Banken ist von dem Respekt gegenüber dem Individuum und den ethisch-moralischen Massstäben der jeweiligen Gesellschaftsform geprägt. Diese Grenzen gilt es zu achten und zu verteidigen. Die Schweizer Banken legen hohe Massstäbe an ihr eigenes Verhalten gegenüber ihren Kunden, der Gesellschaft, ihren Mitarbeitenden und ihrer Umwelt an. Sie geben sich verbindliche Regeln, mit denen sie ihr tägliches Handeln laufend bewerten, überprüfen und verbessern. Swiss Banking setzt sich in den internationalen Gremien für praxisnahe Regeln ein und hält sich an die globalen Standards.

    Quelle: https://www.swissbanking.org/de/finanzplatz/kernwerte

  37. Raiffeisen hat immer noch nicht kapiert, dass sie Gisel rauswerfen müssen. Er ist von der Vincenz-Vergangenheit geprägt. Es gilt Tabula-Rasa, sonst bleibt der Ruf ruiniert. Avaloq kann schon richtig Zinsen rechnen, da hat vermutlich Raiffeisen ein Problem, dass sie mit der neuen IT nicht umgehen können.

    • Da müssten aber noch Viele mehr rausgeschmissen werden. Alles die gleichen faulen Eier.

  38. Intel Chef Krzanich ist auf dem Markt. Hr. Olmesdahl nehmen Sie den Mann in’s Team. Bei Raiffeisen sind Frauengeschichten ja nicht verboten, sondern gehören zur Kultur.

  39. Es bleibt zu hoffen, dass Gisel noch eine Weile bei Raiffeisen bleibt, eine Trennung zu diesem Zeitpunkt wäre nur für ihn von Nutzen: nun muss ER das Scheitern vertreten und dafür wäre sein Gesicht verlinkt.

    Wenn er jetzt freigestellt würde, wäre das für ihn die Möglichkeit, auf fehlende Möglichkeiten letzter Korrekturen zu verweisen … mit diesen wäre dann alles „gut gekommen“.

    Also: Mist gebaut? Hinstehen und Fehler eingestehen. Dann darf er – unter Vorbehalt sämtlicher Möglichkeiten eine Pflichtverletzung geltend zu machen – freigestellt werden …

  40. Für die Zukunft hätte ich einen Vorschlag:
    Gründung der Alpgenossenschaft Kleeblatt im Averstal mit den Protagonisten Vincenz/Gisel sowie Gantenbein/Sidler. Für das leibliche Wohl steht Ceregato/Fuhrer zur Verfügung. Nadja u. Rita freuen sich auf den Besuch.

  41. Abgang von Gantenbein & Gisel?

    Viele schreiben ihn seit Monaten herbei. Aus Gründen, die für alle extrem nachvollziehbar sind. Ausser vielleicht für gewisse mächtige Raiffeiseler. (Wer hat hier eigentlich *wirklich* die Macht? Wer zieht hier aus dem Hintergrund die Fäden? Wer fürchtet sich vor einem *richtigen* Neuanfang?)

    Passiert ist bis jetzt (leider) … nichts, nada, nothing, zero.

    Deshalb: I believe it when I see it. Will heissen: Wenn dies von der Raiffeisen offiziell verkündet wird.

  42. Wo findet die Abschiedsparty statt?
    Auch wieder in Basel wie bei Pierin im Okt. 2015. Freue mich auf die Einladung!

  43. Job Opportunity für Gantenbein, Gisel, Schaub und Konsorten: Prof. Taisch sucht sicher noch kompetente Leute.

    Die Kernkompetenzen von von taischconsulting sind gem. Webseite u.a.:-):
    – Leadership auf strategischer wie operationeller Ebene (inkl. Board Assessment, Coaching
    – Gestaltung von Geschäfts- und Governance-Modellen
    -Beratung von Verwaltungsrat und Management in Stress- und Change-Situationen
    – Steuerung und Sicherstellung der Corporate Governance und der Einhaltung gesetzlicher und regulatorische Anforderungen
    -Steuerung und Sicherstellung effizienter und effektiver externer und interner Kontrollsysteme (inkl. Audit)
    etc. etc. . . . .

    Wär doch was !

    Quelle: http://www.taischprivateoffice.com/de/business-partner/taischconsulting-unternehmensfuehrung-und-recht/

    • Scheint der König des Bullshits zu sein, dieser Taisch. Ein Worthülsen-Klempner und Heissluftbläser. – Es gibt einfach noch zuviele Bürger und wahrhafte Leistungsträger, die sich widerspruchslos von solchen Figuren bequatschen, mit Mist bestreuen und am Ende noch ausmanövrieren lassen! – Soll sich bei SpaxeX melden für die Marsmission. Kann dann Gisel als Heizer mitnehmen.

    • „Sicherstellung der Corporate Governance“ 😂
      „Gestaltung Governance Modelle“ 🤪😂😁
      Da besteht sicher eine enorme Nachfrage nach Beratung von dieser Koryphäe! 😁
      Jetzt könnte Gisel noch mit einsteigen und dann zum Thema IT-Beratung referieren, hierin hat der Mann ja auch eine besondere Expertise. Plus die PR-Krisch sowie Generalsekretär-Schaub zu den Themen „Rechtschreibung und Medienmanagement“ 😂😂😂

    • Taisch ist seit einigen Monaten im Ausstand

      (kann / darf also sowieso nicht mehr mitwirken) , trotzdem ist er an der Delegiertenversammlung vom 16.06.2018 nicht „per sofort“ zurückgetreten. – oder habe ich da etwas verpasst?

  44. Gratuliere Hr Gisel.
    Auf die Titelseite der Bilanz haben es unter anderem die Herren Werner K. Rey, Martin Ebner sowie Hr Ospelt geschafft.
    Der Pförtner am Hauptsitz sagt, dass das Katzentor am Hintereingang voll funktionsfähig ist!

    • Nichts gegen Ebner. Der hat wenigstens für andere Leute auch mal (kräftig) Geld verdient.
      Ich hab da öfters mal mitinvestiert (u.a. Temenos) – hat mir eine neue Doppel-Garage finanziert.
      Gisel hingegen ist ja eher im Geld ausgeben stark.

  45. Entweder übernehmen die Genossenschaften – die wirklichen Eigner der Zentrale – als Verwaltungsräte das Zepter und führen die Bank zurück in eine wirkliche Raiffeisenbank oder firmieren als AG und werden eine Allfinanzbank mit Namenswechsel. Herr Vinzenz und Herr Gisel haben die Bank nahe an die Wand gefahren mit dem Segen des Verwaltungsrates. Ein Neuanfang braucht eine neue Verwaltung und Geschäftsleitung.

  46. Wer hat am VRP-Meeting im 4. Quartal 2017 in der Ostschweiz davon gesprochen, die neue IT hätte aus dem Profit von Leonteq bezahlt werden können?

    Wer war als Vertreter von Raiffeisen im VR der Leonteq in der Zeit April 2015 bis Juli 2017?

    Wer negierte den Enforcementbericht 2015, (Entscheidungsdatum 23.10.2015) Fall Nr. 17?

    Wer stimmte an der GV 2016 dem Antrag zu, die Obergrenze des VRP Honorars von 250′ auf 750′ zu erhöhen? Warum wurden die Tagesentschädigungen von 3’500 auf 4’000 bewilligt.
    Warum sind Sie gleichzeitig im Juli 2017 mit Hr. Vincenz aus dem VR ausgeschieden.
    Hr Paulo Brügger (neuer Verteter im VR) hat Einsicht in die VR-Protokolle bei Leonteq. Er kennt auch den Einstandspreis der 29% Beteiligung.
    Es war eine Erfolgsgeschichte und jetzt sitzt man gefangen im Chor!
    Ja Hr. Gisel wir sprechen von ihren Handlungen als Vertreter der Raiffeisen bei Leonteq.
    Ist Ihnen bewusst, was in jedem anderen Unternehmen passiert wäre!?
    Ich freue mich auf die Replik von Hr. Gantenbein od. Hr. Sidler und den Rückruf von Hr. Gisel auf meine 4 Telefonanfragen aus Okt/Nov. 2016. Grazie

  47. Wer ist schon freiwillig so… Um diesen Job jetzt zu übernehmen. Der einzige Grund warum Gisel noch an der Macht ist ist der Mangel an Alternativen.

  48. „Schwache Crew für einen Neustart“, ich habe den solid formulierten Artikel in der gestrigen NZZ gelesen. Was mich bei Herrn Gisel irritiert ist einerseits die Tatsache, dass er als langjähriger Stellvertreter von Herrn Vincenz „keine Ahnung“ von dessen „dubiosen Aktivitäten“ hatte, ich zweifle an solcher „Blauäugigkeit“. Und dann, vor kurzem, wurde in diesem Blog, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, ein Beitrag veröffentlicht, den Herr Gisel auf Facebook schrieb, hatte was mit seiner Flugi zu tun. Auf der nach oben offenen Skala des Blödsinns schreiten Viele auf diesem Medium munter voran und wenn ein „hoher“ Angestellter einer Bank, sogar ein CEO, einen derartigen Stuss von sich gibt, so zweifle ich an Kompetenz. Es wäre schön, wenn in der eidg. Bankenwelt weniger Blöffer arbeiten würden, gilt nicht nur für Raiffeissen !

  49. Ich glaube, es gibt in der Schweiz sicher 20-30 excellent ausgebildete, erfahrene und tadellose Persönlichkeiten im Alter 45-55, welche die Führung der RB für die nächsten 10 Jahre übernehmen könnten.
    Sie oder er wären ganz einfach über ein qualifiziertes, transparentes Ausschreibungsverfahren – ohne Filz und Politik und digitales Geschrei – zu finden!

    • Das sollte die qualifizierte Begleitung des Verfahrens durch Guido Schilling eigentlich auch bewirken. Oder lässt sich da jemand gerne politisch einspannen? Schliesslich ist derselbe Guido Schilling ja auch in die Rekrutierungsverfahren der Schweizerischen Post involviert.

  50. So wie ich die Findungsphase für den neuen Verwaltungsrat bisher mitbekommen habe wurden vom Nominationsausschuss (wer ist da drin überhaupt noch legitimiert?) diverse valable Kandidaten mit Grossbankerfahrung eliminiert. Es scheint mir, dass die alte Riege noch mit aller Kraft versucht, eine wirkliche Professionalisierung der Führung zu verhindern. Ich hoffe für die Institution Raiffeisen, dass dieses traurige Endspiel bald zu Ende ist.

    • Warum wohl, wenn man sich wie die Made im Speck fühlt. Viel Geld kassieren für minus 1000% Leistung.

  51. Der hl. Bruno wird gegen Besessenheit und die Pest angerufen. Ich zweifle, ob sich Bruno Gehrig als Schutzpatron für das Duo-Infernale eignet, und ob er über genügen Weihrauch und Weihwasser zur Teufel-Austreibung verfügt.

  52. Den Schweizern fehlt die Kraft für die Konsequenz !
    Dies zeigt sich in vielen Bereichen, vor allem aber in der Politik.
    Man liebt den Kompromiss mehr als sich selbst und übersieht dabei, dass ein Kompromiss immer eine Niederlage aller Beteiligten ist und niemals die gute, richtige Lösung, denn die fordert immer Opfer und Sieger.
    So lässt man dann lieber die bisherigen und falschen Leute weiterwursteln, als konsequent einen Schnitt zu machen – das Resultat sehen wir hier z.B. in diesem Fall.
    Zu guter letzt holt man dann einen New Yorker als Rett-Engel (Katz bei Swissair lässt grüssen), der wiederum hinterlässt dann nach 1-2 Jahren Swiss Sight Seeing und Superslär einen weiteren Scherbenhaufen…..
    People never change

  53. Ziemlich dramatisch was da in der Informatik läuft. Teure Leute, ex CS, ex Bär, u.a. (die übrigens auch dort vorher nichts gerissen hatten).

  54. Ja, beim Morgenstamm in nächster Nähe von Raiffeisen CH in St.Gallen überschlagen sich natürlich aufgrund der rabenschwarzen Stimmung beim Roten Platz (Raiffeisen CH-Sitz) die Ereignisse! Natürlich war der bevorstehende Abgang von Gisel und Gantenbein DAS Thema. Gemäss bestinformierten Teilnehmern aus der Gegend von St.Gallen würden hinter verschlossenen Türen nur noch die Abgangsmodalitäten ausgehandelt. Hoffentlich keinerlei Goldene Fallschirme. Fehlleistungen en masse sollten nicht noch honoriert werden; das würde bei den Raiffeisen-Kunden extrem schlecht ankommen.

    • Ja keine Fallschirme. Die Verantwortlichen sollen bleiben und die Sache korrigieren, natürlich unter neier Leitung und OHNE Gehalt😂
      Die ganze Riege ist nicht gross zu gebrauchen.

  55. Es fehlt (noch) das übliche Verteidigungsgeschwafel von Gisel und/oder seinem beauftragten PR-Berater. Wo bleibt
    Tiamento di Marco Polo mit seinem lächerlichen Geschreibsel?? Schläft er noch? Muss er sich noch mit Gisel absprechen?

    • JJ Abrams oder nur JJ Peinlich? Haben Sie eine konkrete Frage an den PR Profi? Ich höre. Im Normalfall habe ich für Luschen wie Sie keine Zeit.

  56. Würde mich nicht überraschen, wenn Gantenbein angesichts des zu erwartenden Peculiums für den VRP im letzten Moment seine „Fähigkeiten“ als Banker doch noch demonstrieren und sich – im letzten Moment, aber dann wohl zu spät – vom gefallenen Gisel abwenden wird. Nibelungentreue ist im Bankenmilieu unbekannt.

  57. Ein guter Anlass für ein Update vom roten Platz. Auch das IT-Problem ist vor allem ein Raiffeisen-Problem. Hauptverantwortlich sind Hansbeat L. und Rolf O.

    Alle „Rainbow“ Projekte mit Raiffeisen-Verantwortung gingen bisher daneben. Das neuste Beispiel ist das Projekt Orange. Dieses hätte die Banken für die neue Informatik ausbilden sollen und hat bisher mehr als 10 Mio. gekostet. Leider war das, wie sich jetzt zeigt, ein kompletter Griff ins Klo. Die Banken sind nicht parat.

    Als Abhilfe hat HBL jetzt 60 Jung-Berater von Accenture mobilisiert. Die haben weder von Avaloq noch von Banking eine Ahnung. Aber dafür tragen sie schöne Anzüge und sind ein wenig arrogant. Ah, ja und kosten tun die über 2000 Fränkli pro Tag. Für die ganze Truppe macht das über 2 Mio. pro Monat.

    Die müssen zuerst wieder verdient werden. Als Bankleiter würde ich da auch nicht mitmachen….

    • Zum Club um Rolfi und Hanspi gehören natürlich noch ein paar mehr schräge Figürli. Das Ganze ist ein einziges Desaster. Die Kosten sind komplett aus dem Ruder. Alleine die Hardwarebereitstellung kommt dreimal so teuer wie ursprünglich vorgesehen. Von den Kosten für den späteren Betrieb ganz zu schweigen. Derweilen hat die Stimmung den Messbereich bereits nach unten verlassen.

    • Einfach nur GRAUENHAFT !
      Lohacker und Olmesdahl waren schon beim SBV / UBS / Systor und dann kurzfristig Accenture usw. kaum zu gebrauchen – Karrieren nach dem Peter-Prinzip…. und fachlich wenig Ahnung.

      Einfach grauenhaft was diese IT-Super-Digital-Berater ohne viel Hirn in diversen grossen Projekten anstellen – Resultat und Wertschöpfung meist in der Nähe von Zero!

    • Hansbeat Loacker kann für dieses Debakel nicht verantwortlich gemacht werden. Vielmehr wäre Raiffeisen ohne Hansbeat Loacker gar nie soweit gekommen. Hansbeat Loacker hat bei der UBS bewiesen, dass er als Programmleiter das Unmögliche möglich machen kann. Die UBS hat heute in der Schweiz mit SSP die absolut beste Applikations-Infrstruktur am laufen und arbeitet daran, diese auch für Asien und EMEA zu nutzen. Der Ursprung für das heutige SSP liegt in der Migration von ABACUS auf SSP in den Jahren 2003 / 2004, geleitet von Hansbeat Loacker. Es gibt in der CH kaum einen Programmleiter mit höchstem IT Verständnis kombiniert mit bankfachlichem Know-How, wie Hansbeat Loacker.

      Der Entscheid für Avaloq ist vor dem Eintritt von Rolf Olmesdahl und Hansbeat Loacker gefällt worden. Den einzigen Vorwurf den man den beiden machen kann ist die Tatsache, dass sie die Jobs angenommen haben. Vermutlich haben die beiden den Entscheid Avaloq vor Eintritt zuwenig genau analysiert und eine Risikoanalyse über die Machbarkeit gemacht.

      Vielmehr hat Hansbeat Loacker schon Anfang 2017 Patrick Gisel klaren Wein eingeschenkt und die fundamentalen Probleme mit Avalog aufgezeigt. Patrick Gisel hat NICHTS gemacht, Warum ? Weil zu diesem Zeitpunkt war Patrick Gisel im VR von Avalog und Rolf Olmesdahl VR Präsident von Arizon. Natürlich haben sich die Kollegen mit diesem Governance Setup nicht weh gemacht. Es wurde einfach weitergewurstelt und Patrick Gisel hat vermutlich gehofft die Probleme würden sich von selber lösen.

      Die Verantwortung für dieses Debakel müssen die Leute übernehmen welche den Entscheid für Avaloq gefällt haben. Patrick Gisel gehört hier sicher dazu. Er gehört zum inneren Circle von Raiffeisen seit Jahren. Er ist auch verantwortlich für die im 2015 gewählte Governance im Zusammenhang mit Avalog und Arizon. Somit ist klar, Patrick Gisel kann nichts anderes machen als den Hut nehmen … (In der Annahme, er hat genug Anstand und Ethik).

      Es würde an ein Wunder grenzen wenn es dem Programm gelingen würde bis Ende 2018 alle Banken auf das neue System zu migrieren. Notabene auf ein System basierend auf uralt Technologie welche in der UBS vor 15 Jahren ersetzt wurde … Raiffeisen hat zudem 50% mehr Konti als UBS und mehr ZV Transaktionsvolumen als UBS. Avalog ist schlicht nicht gebaut für solche Dimensionen.

      Das Projekt ORANGE hat seine Aufgabe sehr wohl erledigt. Nur waren zum Zeitpunkt der Ausbildung einzelne Funktionen noch gar nicht verfügbar. Kommt dazu, die ‚unabhängigen‘ Banken sind natürlich auch verwöhnt von Dialba, die Mitarbeiter in den Banken eher schwerfällig und scheinbar haben sie schon wieder alles vergessen aus der initialen Schulung.

      Raiffeisen steht vor einer sehr schwierigen Situation mit der IT. Das heutige Dialba MUSS aus verschiedenen Gründen ersetzt werden. Avaloq wird schwierig als langfristige Lösung. Auf der anderen Seite wurden schon einige 100 Mio. ausgegeben …

    • @Insider
      Danke für die Darstellung.

      Es ist für mich seit jeher verwunderlich wie BWL’er IT-Abteilungen leiten und dies ohne knallhartes IT-Wissen und ohne Programmierkenntnisse mindestens einer Programmiersprache. Gisel und Olmesdahl haben keine fundierte IT-Ausbildung und vielleicht hätte „man“ ihre IT-Merits in der Vergangenheit besser prüfen sollen.

      Die beiden werden Loacker und seinen Kollegen das Blaue vom Himmel erzählt und mit dem Checkbuch gewunken haben. Grundsätzlich war es aber ihre freie Entscheidung und nun hängen sie drin.

      Seien Sie Herrn Gisel nicht böse. Er weiss sicher wieder von nichts, dass Hr. Loacker ihn anfangs 2017 über diese Probleme informiert hat. Wäre von Loacker besser gewesen, bei dieser Gisel-Untätigkeit zu kündigen bevor er seine Gesundheit an die Raiffeisen verschwendet.

      Gisel und Olmesdahl

    • @Insider

      da Sie Avaloq mi G schreiben und das SSP Projekt (Individuell entwickelte Software) mit dem Avaloq-Projekt (Anpassung und Einführung einer Standardsoftware) vergleichen müssen Sie wahrlich ei Insider sein 🙂

      Als die Kosten für SSP in Asien dann aus dem Ruder gelaufen sind war der Weg von Rolf und Hansbeat zu Ende….

    • @Putzfrau
      So ist es, liebe Putzfrau!

      Gisel hatte Informatik an der HSG, was sich im wesentlichen darauf beschränkt, maximal 7 Böxlein auf eine PowerPoint Folie zu pinseln – mit wohl klingenden Namen (etwa Hypozins Modul) und einigen Pfeilen.

      Und Olmi hat eine Banklehre absolviert und danach einige schöne bezahlte Ausbildungen – bis hin zum Executive MBA, wenn auch nicht von der HSG.

      Nur: Dies ist leider in etlichen Firmen so. Mir wurde auch schon beschieden, dass ein guter Manager alles managen könne.

      Na dann: Prost!

    • Olmi is lost in space. Das war schon immer so.

      Es handelt sich bei ihm ja um einen in den höchsten Tönen gelobten IT-Manager, der seit drei Jahren die Gesamt-Verantwortung für das Projekt Rainbow trägt. Als Auftraggeber, gleichzeitig auch Ober-Boss bei der Avaloq/Raiffeisen-Tochter. Da darf man schon erwarten, dass ausser Lauwarmem mehr kommt. Geschäftsleitung und VR von Raiffeisen sind als Aufsicht nicht zu gebrauchen. Keine Kompetenz. Die Raiffeisen-Banken haben entweder keine Ahnung, was läuft oder kein Gehör. Oder beides. Zahlen werden sie so oder so. Der Stopp ist längst fällig.

    • @Insider: Wenn Loacker und Olmesdahl so gut sind, warum funktioniert nicht einmal wirklich das Projektsetup. Tausend Wechsel. Mangelnde Governance, stetig wechselnde Consutlingfirmen. Das hat alles per se nichts mit dem Core System Avaloq zu tun.

      Und ganz so schlecht ist das Avaloq System denn nun auch wieder nicht, meine Freunde.

    • Hamlet hatte persönlich schon mit Herr Loacker und Herr Olmesdahl zusammengearbeitet und kann nur bestätigen was Insider um 11:19 geschrieben hat. Beide sind integre und fachlich kompetente Fachleute: HB Loacker in IT und Olmesdahl in IT Management. HB Loacker ist eine unermüdlicher Schwerarbeiter mit totalem Engagement und hoher Intelligenz. Seine Verdienste sind unbestritten für alle die ihn wirklich kennen. Im weiteren muss hier nicht die richtige Darstellung von Insider nochmals wiederholt werden.
      @Outsider
      Ihnen kann Hamlet leider kein Lob aussprechen ausser dass Sie das richtige Pseudonym gewählt haben. Das SSP Projekt in Asien wurde wegen der Finanzkrise 2008 gestoppt als die Bank um das Überleben kämpfte. 2017 wurde das Projekt aber fertiggestellt. Auch ein Beweis wie vorausschauend und klug H/O damals schon gehandelt haben. Der Wegzug von O und H folgte dann getrennt und hatte völlig andere Gründe. Ein neues Netzwerk hatte die Macht übernommen. Machtkämpfe haben nicht immer mit Logik und Kompetenz zu tun, jedenfalls nicht auf fachlicher Basis. Dass sie Herr Outsider einfach ein Schwätzer sind erkennt man auch daran dass sie zuerst auf sachenfremde Punkte wie die Schreibweise hinweisen und dann daraus auch noch Schlussfolgerungen ziehen. Sie wissen doch eigentlich gar nichts!

    • @ Hamlet51: Rolf, bist du es? Selbstgespräche vor Publikum? So wiet ist es gekommen.

  58. Nach diesen endlosen, immer drastischer werdenden Negativschlagzeilen für Raiffeisen lautet das Fazit: Gisel und Gantenbein sollten noch heute die Segel streichen!

  59. Der High Noon für Gisel und HSG Theoretiker Gantenbein ist gekommen. Mit grossem Genuss werden wir Ihren Absturz mitansehen, und Gisel hat dann genug Zeit, um seine Flugi in all seinen freien Stunden zum Junfernflug zu bringen. Oder wird er sich als persönlicher Berater des abgetauchten Pierin vom Bündnerland andienen. Und zum neuen Hauptsitz. Wie wär s mit dem Engadin? Oder mit Lugano? Dort scheint mindestens immer die Sonne.

  60. HSG-Prof. Dr. Johannes Rüegg-Stürm predigt gerne das Triple Bottom Line Konzept – hat offenbar nichts gefruchtet…

  61. Gute Nachricht – Endspiel in St. Gallen, dank Lukas Hässig und seinen journalistischen Trittbrettfahrern. Schlechte Nachricht – Nachfolger werden im Teufelsdreieck HSG/CVP/Bundeshaus zusammengemauschelt.

  62. Ok, G&G sind erledigt, ohne Glanz & Gloria. Der Taxidermist darf schon mal an die Arbeit zwecks abzusehender Erweiterung der Trophäensammlung von LH.
    In Wald humpelt jedoch jetzt noch ein bereits am Hinterlauf angeschossenes CCC (Cisullo Cleptomanus Curtus) herum, das erlöst werden sollte. Hier ist dringender Handlungs- und Schreibbedarf.

    • Durch das Unterholz schleppen sich aber nicht nur C., sondern auch noch einige Konzernleitungsmitglieder.
      Und dicht dahinter Lukas „Old Shatterhand“ Hässig mit einem Rudel Schweisshunde und dem Bärentöter im Anschlag.
      Prognose: Die Sommerpause fällt dieses Jahr aus.

    • „Cleptomanus Curtus“! – Ich rolle mich auf dem Teppich! 🙂 Der Begriff trifft’s voll.

    • @Tiamento di Marco (der angeblich Originale)
      Ich habe hier zuerst geschrieben, was ein eindeutiger Beleg dafür ist, dass ich das Original bin.

      @Olivier Sohm
      Abgemacht. Bei der Raiffeisen ergeben sich regelmässig Nebengeschäfte, bei denen man einen ganz guten Nebenverdienst einfahren kann. Ich gehe davon aus, dass uns der derzeitige ceo bei der Übergabe seiner Verantwortlichkeiten gute Tips dazu geben kann.

  63. ich sags nochmals gerne; hsg hat nichts mit dem debakel raiffeisen zu tun. banking ist charaktersache. das fehlt bei raiffeisen. die einten benehmen sich wie abgehobene grossbanker die andern wie hinterwäldler. nur einfach nichts normales auf augenhöhe. das ist ein zentrales problem von raiffeisen. aber es hat ja noch andere anbieter :):):)
    also bis zur nächsten peino-story von raiffeisen. die ist sicher schon parat.

    • Hat rein gar nichts mit HSG zu tun, diese Art und Weise von Manager? Nein, nein.

      Ich lach mich tot, dort werden diese Rüegg et al. ja gezüchtet mit dem theoretischen Wissen und dieser Arroganz.

      HSG, Qualität, ich lach mich tot.

    • Das Ganze hat sehr wohl un vor Allem mit der HSG zu tun!
      Denn da werden Managerli gebaut. Und genau das ist das Problem.
      Und es betrifft ja nicht nur die Raiffeisen, sondern alle, die solche Retorten-Möchtegern-Führer an der Spitze haben.
      Die HSG ist nicht in der Lage, Unternehmertum zu lehren. Was Manager anrichten, beweisen sie ja täglich. Siehe CS, UBS Zurich, ZKB, u.v.m.
      Die Raiffeisen ist aktuell in den Schlagzeilen, ja. Aber das Problem haben alle!

    • Vor ca. 25 Jahren sagte mir mal ein hoher IT Manager in einer CH Grossfirma X:

      Wenn Du den HSG Absolventen mal beigebracht hast, dass sie jetzt nicht unsere Firma X mit einer anderen CH Grossfirma Y mergen müssen, und sie dies auch geschnallt haben, dann sind sie oft recht gut …

    • @Erich

      Ich dachte bisher, für Gross- und Kleinschreibung interessieren sich nur Grundschullehrer (exgüse Grundschullehrer / -innen), Sekretäre- / -innen und Lektoren.

  64. Und als Schweizer Zentrale sollte sowieso das Headquarter neu aufgestellt werden:
    Raum Zürich, Luzern, Olten passt viel besser als der rote Platz in der Pampa (sorry St. Gallen…)

    • @ Karli

      Ist der Eisenbahnknoten Nord-Süd/West-Ost der Schweiz.
      Ich gehe davon aus, dass der neue CEO kein eigenes Flugi mitbringt.

    • @Hubertus:
      Jetzt kapier es sogar ich!
      Die Raiffeisen soll nun also beim Isebähnle mitmachen…
      Aha!
      Weiss aber immer noch nicht was das ist…
      Ist halt im Ausland sozusagen…

  65. Hoffentlich ist die Absetzung/Rausschmiss des Duo-Infernal der Raiffeisengruppe nicht wieder eine Fata-Morgana von Haessig. Die Studierfabrik in St.Gallen kommt auch immer mehr in Verruf, produziert sie doch seit Jahren Theoretiker zu Hauf und nur wenig Brauchbares. Was die dortigen Professoren so alles veroeffentlichen, koennte auch von Insassen eines “Burghoelzli” oder typaehnlicher Institutionen herstammen. Drain the swamp in St.Gallen!

    • Ich darf Ihnen sagen, dass auch ich als Original-„HSG“ ganz heftige Furunkel bekomme ab den HSG Rüegg-Stürms, Lässers, Gisels, Gantenbeins, Gehrigs etc. – Ich kann da nur sagen: „Katzenklo, Katzenklo…“

    • Ich frage mich nur, wieso die HSG’ler trotzdem in der Geschäftsleitung sitzen und all die superschlauen „Praktiker“ nicht hochkommen. Sehr merkwürdig, dass die Taugenichts-Theoretiker in allen Teppichetagen vertreten sind, sollten doch all die Praktiker im Unternehmen sich hocharbeiten können und die Theoretiker schon früh auf der Strecke bleiben.

  66. Avaloq macht ausschliesslich Ärger – ÜBERALL. Gisel meinte noch vor einem Jahr – unsere IT ist top, wir sind bestens ausgerüstet. Ich glaubte kein Wort und jetzt…..wurde mein Unglaube in diese Aussage bestätigt. Schade, er hätte lieber besser zugehört aber wer sich als Banking-Jesus sieht, sieht nicht mehr, was unter den Wolken passiert.

    • Lukas Hässig ist ja als IT Consultant und Experte für Core Banking Systems schweizweit, ja weltweit bekannt. Dieser Tausendsassa. Wie Mike Shiva macht er alles mit einer Glaskugel und Ferndiagnose. Da werden alle BLICK Journalisten neidisch.

      Herr lass Hirn regnen. Nicht nur auf die HSG in SG.

    • Francisco Fernandez, Peter Schöpfer. .. – Blender im Fahrwasser von Pierin und seinem Ziehsohn Patrick. 2 Jahre Stop und mit Dialba überbrücken.
      Das wird dann auch für avaloq zum Endspiel im Retailbanking. Ob dann die Bude noch 1 Millarde wert hat?

    • @Meik Schifa. Hässig muss doch kein IT-Experte sein, um IT-Probleme bei einer Bank aufzuzeigen. Herr lass bitte Hirn regnen – genau. Jeder Banken IT-Implementierer der sagt, Avaloq sei ein tolles System disqualifiziert sich selber. Die Gescheiten unter ihnen bestätigen das unisono aber natürlich nicht öffentlich. Die Avaloq-Implementierer verdienen dauerhaft viel Geld damit, weil das System IMMER und ÜBERALL Probleme macht. Dann wird repariert und Stunden verrechnet. Das hat nichts mit top Qualität zu tun. Da gehts nur ums Geld, was ja bei IT-Firmen praktisch überall der Fall ist. Die Kunden werden über den Tisch gezogen, weil die Auftraggeber zuwenig Wissen haben. Passiert jeden Tag überall. Vorallem die Porsche-Dealer profitieren bei dieser Spezies 🙂

  67. „Bei Vincenz kann Gisel auf seinen Vorgänger und den alten Verwaltungsrat zeigen. Bei Avaloq ist es sein Baby. Er ist Mister Informatik, die IT ist seine Herkunft, hier müsste er sein Können beweisen.„

    Selten so ein Quatsch gelesen. Soll der CEO selber programmieren gehen? Vor gefühlten 20 Jahren war ypG einmal in der IT in der Führung tätig.

    Dass so ein Monster IT Projekt nicht ganz ohne ist, weiss jeder PM in der Praxis. Was wären die Alternativen zu Avaloq gewesen? Finnova mit 400 MA? Dann hätten alle für Raiffeisen arbeiten müssen? Temenos? Zu wenig Kapazitäten. Irgendein indisches IT Sytem? In Polen parametrisiert?

    Bringen Sie Lösungen, was wurde genau falsch gemacht? Kei e Analyse nur Rundumschläge.

  68. Wissentliche Fake News:

    Das Schlimmste ist: Die neue Avaloq-Software kann nicht rechnen. Sie macht Fehler bei den Zinsen auf Hypotheken.

    Das stimm nicht. Funktioniert das System.

    Ind warum einen zweijahres Stopp? Wie kommt Hässig auf diese Zeitspanne?

    Just a Laferi.

    • Sind die massiven Kostenüberschreitungen und die Zeitverzögerungen (schon vor 15 Jahren wollte Gisel das DiAlba innert 5 Jahren ablösen) auch Fake News?
      Gisel verspricht seit Jahrzehnten (ohne Witz!) das Blaue vom Himmel.
      Mein Vertrauen in ihn ist gleich Null!
      Meinetwegen kann man das Avaloq verschrotten – lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    • Ich war vor ca. 15 Jahren in diversen Strategie- und Planungsmeetings in Sachen RB und neuer Informatik (Ablösung DIALBA usw.) unterwegs ….
      Schon am ersten Meeting mit P. Gisel war mir klar, dass dieser Dr. HSG „IT- / Projektleiter“ damals nicht fähig war, in Fragen der IT und insbesondere komplexer Bankensystemtechnik Entscheidungen zu treffen. Meine fachliche Kritik an Gisel, dem Projekt und der Strategie hat natürlich dazu geführ, dass ich nach 2 Jahren nicht mehr im Projekt und mit Gisel zusammen gearbeitet habe….

      Es ist nun aber schön zu sehen, dass meine damalige Einschätzung zu P. Gisel, dem RB Umfeld und der RB Informatik mehr als 100% richtig waren …