Ueli Maurer hat recht: Der Erste, der einsieht, dass die SNB sich hoffnungslos verrannt hat

„An der Grenze des Erträglichen“ – so beurteilt Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer die Bilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Als ehemaliger Präsident des Zürcher Bauernverbandes ist Maurer zu einer Milchbüchlein-Rechnung fähig. Als Inhaber des eidgenössischen Buchhalter-Diplomes kann er auch eine Bilanz beurteilen.

Eine Milchbüchlein-Rechnung und einfachste Bilanzkenntnisse genügen, um zu erkennen, dass Maurers Erkenntnis überfällig ist, aber höchstwahrscheinlich zu spät kommt. Als vehementer Gegner eines EU-Beitritts hätten er und seine politischen Weggenossen längst erkennen sollen, dass die Bilanz der SNB die grösste Gefahr für die Einführung des Euro in der Schweiz und letztlich sogar für einen möglichen Beitritt der Schweiz zur EU darstellt.

Maurers Aussage bedeutet ein Paradigmen-Wechsel in der Schweizer Politik. Bei Einführung des Euro-Mindestkurses lauteten die Parolen sämtlicher Schweizer Politiker und Wirtschaftswissenschafter noch wie folgt:

„Die SNB kann unbeschränkt Franken drucken und damit Euros kaufen“ (Professor Baltensperger, Spiritus Rector SNB, in NZZ); „Die Reihen hinter der Nationalbank müssen geschlossen werden“ (Hans Hess, Präsident Swissmem, SRF); „Es ist egal, wenn die Nationalbank eine Billion Devisenreserven besitzt, denn sie kann ja selber Geld drucken (Pirmin Bischof, Ständerat CVP, SRF); „Wir werden Franken drucken, bis den Ausländern die Ohren wackeln“ (Peter Bodenmann, vormals SP-Präsident, NZZ) undsoweiter undsofort.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Notenbanker dem Volk und seinen Vertretern mit unverständlichen Floskeln („Geldschöpfung aus dem Nichts“) eine „Hokuspokus-Theorie“ vorgaukeln konnten und alle ehrfurchtsvoll nickten.

Steter Tropfen höhlt den Stein. Gesunder Menschenverstand ist angesagt. Und dieser gibt Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer eindeutig recht. Da können die Zentralbanker weltweit noch so lange ihre Irrlehren kolportieren wie jene von „schuldtilgendem Geld“. All das ist jetzt Makulatur.

Die Irrlehren der Zentralbanker und Wirtschaftswissenschafter sind als solche entlarvt. Für die Politiker stellt sich nun das Problem: Wie können sie ihre Glaubwürdigkeit wahren und sich von den Zentralbankern und deren Irrlehren distanzieren, nachdem sie diese bisher kritiklos unterstützt haben?

Ueli Maurer hat den Anfang gemacht. Ein Bruch mit der SNB? Jedenfalls zeigt Maurer, wo’s lang geht. Er wählt ja den Notenbankpräsidenten – nicht umgekehrt. Also seien wir nicht naiv. Die vielbeschworene Unabhängigkeit der SNB ist nicht mehr als ein Feigenblatt.

Überfällig ist Maurers Aussage. Aber lieber spät als nie. Als ehemaliger Präsident eines Bauernverbandes verfügt der Finanzminister über genau die richtige Bauernschläue. Diese Bauernschläue kombiniert mit der Fähigkeit zu einer Milchbüchlein-Rechnung kombiniert mit dem Buchhalterdiplom sowie die Tatsache, dass Maurer altersbedingt dem Ende seiner Karriere zuneigt, haben nun zu dieser Aussage geführt. Maurer kann sich das leisten – als einziger bisher.

Und nichts in der Politik ist zufällig , wie einst US-Präsident Theodore Roosevelt sagte.

Die Aussage Maurers ist nicht etwa ein laues Säuseln im Wind, das unbemerkt verschwinden wird, sondern es handelt sich um ein fernes Donnergrollen, das immer näherkommen und stärker wird. In der Geldtheorie und Geldpolitik donnert eine Lawine zu Tal. Maurer ist daran, sich vor dieser Lawine in Sicherheit zu bringen.

Die Milchbüchlein-Rechnung zeigt ganz klar: Niemand – auch eine Zentralbank nicht – kann aus dem Nichts einen realen Wert herzaubern. Aus der Bilanzkunde geht eindeutig hervor, dass Schulden auch einer Zentralbank jederzeit zurückzuzahlen sind. „Gutschreiben“ heisst eben nicht eine Schuld abbauen, wie die Chefs der Zentralbanken beschwören und Kreti und Pleti nachplappern.

Nein: „Gutschreiben“ heisst, eine Schuld als solche eingestehen. Wenn die SNB also hunderte Milliarden den Banken gutgeschrieben hat, so ist sie damit eine Schuld gegenüber den Banken eingegangen. Wenn das nur SNB-Chef Professor Thomas Jordan endlich verstünde.

Auch die Finanzaufsicht, das Parlament und die Risk-Manager der Grossbanken und Kantonalbanken begreifen das nicht. Vom alles abnickenden SNB-Bankrat ganz zu schweigen. (Der Raiffeisen-Verwaltungsrat lässt grüssen.)

Der Bundesrat und insbesondere Ueli Maurer reissen jetzt das Steuer herum. Kriegen sie die Kurve noch? Wer weiss. Sicher nicht mehr absichern kann sich das Schweizer Volk. Es hat seinen Notenbankern und Politikern bis dahin blind vertraut. Jetzt sitzt es in der Euro-Falle.

Wie geht es weiter?

Der jahrzehntelange Aufwärtstrend des Frankens bleibt ungebrochen. Momentan zeichnet sich eine „Head and shoulder“-Formation ab. Die nächsten Ziele im Währungspaar Franken-Euro sind 1.10 und dann eins zu eins; jetzt nach dem Machtwort des Bundesrates erst recht. Mit weiteren Interventionen ist nicht mehr zu rechnen – es sei denn, SNB-Chef Jordan widersetze sich den Anordnungen des Bundesrates. Das würde nicht lange gut gehen.

Schade nur, dass sich der Bundesrat beim „Franken-Rütli“ vor 7 Jahren von der Exportindustrie und der SNB „einlullen“ liess.

Auch der Dollar dürfte zur Schwäche neigen und möglicherweise seine Tiefst gegen den Franken wieder testen. Diese liegen mindestens 20 Prozent unter dem heutigen Kurs. Allein währungsbedingt drohen der SNB also Verluste in einem hohen zweistelligen, schlimmstenfalls sogar dreistelligen Milliarden-Ausmass.

Als Devisenhändler muss ich jetzt im Franken „long“ sein – denn die SNB ist „short“, macht sich selber aber vor, „long“ zu sein (sie meint, sie besitze „schuldtilgende Franken“, also „aktive“ Franken).

Auch die sogenannte „Kaufkraftparitätentheorie“ wird die SNB nicht vor ihrem Waterloo an den Devisenmärkten bewahren. Die SNB hat ihren Mindestkurs auf dieser irrwitzigen Theorie basiert. Diese Irrlehre behauptet, der Franken sei zu teuer, weil die Preise in der Schweiz zu hoch seien.

Das Umgekehrte trifft zu: Wenn die Preise hoch sind, heisst das, dass der Franken unterbewertet ist. Erst wenn der Wert des Frankens steigt, fallen die Preise. Der Franken muss also steigen, dann fallen die Preise.

Unglaublich: Basierend auf einer solch irrwitzigen Theorie hat die SNB rund 700 Milliarden Volksschulden gemacht.

Ganz zu schweigen von den Aktienrisiken, Zinsrisiken und Bonitätsrisiken im Portefeuille der SNB. Es wird höchste Zeit, dass man in Bundesbern nicht nur erkennt, wie Bundesrat Ueli Maurer, sondern dass man auch damit anfängt, verschiedene Risikoanalysen durchzuführen.

Das bringt die Zukunft: Anstelle der SNB werden die Geschäftsbanken horrende Verluste auf ihren Guthaben bei der SNB erleiden und möglicherweise anstelle der SNB Konkurs gehen. Deren Aktienkurse werden dann ins Bodenlose stürzen.

Es dürfte zu einem „Bail-in“ bei den Banken kommen. Die Bankkunden werden ihre Guthaben entsprechend verlieren. Damit würde negatives Eigenkapital der SNB auf die Bankkunden überwälzt. So der Plan der dösenden Finanzmarktaufsicht.

„Too big to fail“ ist dann nur noch ein Witz. Wie will die SNB die Banken retten, wenn sie selber die Ursache für deren Konkurse ist?

Um dies abzuwenden, ist damit zu rechnen, dass die Politiker sich dafür einsetzen, dass die Schweiz den Euro einführt zu einem Kurs, der die SNB-Verluste neutralisiert. Also zu einem starken Euro respektive umgekehrt zu einem schwachen Franken. Dies wird zum Schaden all jener geschehen, die Franken-Guthaben besitzen – sie verlieren. Profitieren werden jene, die in Franken verschuldet sind – allen voran die SNB.

Es ist einfach unsäglich, was uns die SNB mit ihren masslosen Devisenkäufen eingebrockt hat, finanziert mit irrem „Geld aus dem Nichts“. Ueli Maurer ist der erste Politiker, der nun öffentlich dagegen aufgetreten ist. Ein schwaches Säuseln erst – aber das Donnergrollen wird kommen.

Bundesrat Maurer ist damit aus dem Schneider, er hat es ja gesagt – nicht aber die SNB und das Schweizer Volk. Sie werden die Last der masslosen Devisenbestände noch zu spüren bekommen.

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289 Kommentare zu “Ueli Maurer hat recht: Der Erste, der einsieht, dass die SNB sich hoffnungslos verrannt hat

  1. Inwiefern sind eigentlich die TARGET-2 Salden der Deutschen Bundesbank vergleichbar mit dem Außenengagement der SNB ?

    Hier wie da werden Kredite ausgereicht, die mit dem nationalen Auftrag der jeweiligen Institution nichts zu tun haben.

    • @Jurisprudenz

      Danke

      Sie sprechen ein zentrales Problem der Geldpolitik an, das in den Lehrbüchern vollkommen übersehen wird.

      Gemäss Lehrbuch bedeutet eine „Lockerung der Geldpolitik“, die Zentralbank würde „günstige Liquidität“ „ins System pumpen“. Will heissen, die ZB gewähre den GB günstige Kredite. Wobei sich das Wort „günstig“ auf den geforderten Zinssatz bezieht. Notenbankgeld wird demzufolge als „Aktivkredit der ZB an die Wirtschaft interpretiert“.

      Das ist falsch. Notenbankgeld ist Passivum der ZB. Die Geldtheorie beinhalten also auch hier einen Kapitalfehler. Bereits 1993 hatte ich das widerlegt in meinem Buch „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“ und in meiner späteren Dissertation „Geld – eine Obligation der Notenbank“ an der Universität Bremen (1998).

      Ich zeigte, dass Notenbankgeld umgekehrt ein Aktivdarlehen der GB an die ZB darstellt und es demzufolge keinen Geldmultiplikator geben könne. Die Bank of England übernahm diese Argumentation 2014. Und auch die Deutsche Bundesbank folgte. Zuletzt auch die SNB.

      Was sind die geldpolitischen Konklusionen?

      Geldpolitik hat zweierlei Auswirkungen auf die Zinsen: Die Verschuldung auf der Passivseite führt zu höheren Zinsen, die Investitionen auf der Aktivseite führen zu tieferen Zinsen. Das gleicht sich per Saldo aus. Geldpolitik ist somit insgesamt zinsneutral in einer geschlossenen Volkswirtschaft.

      Schon 1993 wies ich darauf hin, dass die SNB in der Schweiz investieren müsse, wenn sie hierzulande die Wirtschaft ankurbeln will. Bei der SNB besteht das Problem darin, dass die Geldemission (Verschuldung) innerhalb der Schweiz erfolgt und die Investitionen auswärts. Damit kurbelt die SNB die auswärtigen Volkswirtschaften auf Kosten der Schweiz an. 1993 waren das vor allem die USA.

      Ich plädierte immer dafür, dass die SNB ihr Auslandengagement reduziere und dafür mehr im Inland investiere. Die SNB investiert von den 800 Milliarden Vermögen nicht einmal ein halbes Prozent in der Schweiz. Das widerspricht m.E. ganz klar ihrem Auftrag gemäss Bundesverfassung („im Gesamtinteresse der Schweiz“). Zudem macht es volkswirtschaftlich keinen Sinn und ist höchst Riskant (Euro-Risiko).

      Insbesondere bei Einführung des Mindestkurses bis heute halte ich an dieser Sichtweise fest. Mit ihren Auslandanlagen z.B. in facebook kurbelt die SNB keineswegs die Schweizer Exportindustrie an, sondern betreibt Kapitalexport zulasten der Schweiz und zugunsten der USA.

      Im Falle eines Konkurses der SNB würde unser Land schmerzhafte Verluste ans Ausland erleiden. Die Gegenparteien der SNB profitieren im Ausland.

      Anders sieht Geldpolitik in den USA aus. Die FED verschuldet sich in den USA und weltweit, da der Dollar weltweit als Parallelwährung benützt wird. Expansive Geldpolitik durch die FED führt somit per Saldo zu einem Kapitalimport in die USA und damit zu einer Ankurbelung der heimischen Wirtschaft. Verluste der FED kommen einer Gegenpartei im Inland zugute.

      Im Euro-Raum ist es nochmals anders. Emittiert beispielsweise die Deutsche Bundesbank Euros durch Kreditaufnahme in Deutschland und investiert in griechische oder italienische Anleihen, so führt das zu einem Kapitalstrom zulasten Deutschlands und zugute Griechenlands.

      Die Frage ist, ob dies politisch und wirtschaftlich erwünscht ist. Es bleibt aber ein Nullsummen-Spiel innerhalb der Eurozone.

      Freundliche Grüsse nach Deutschland

      Marc Meyer

  2. Danke, Herr Meyer! Vielen Dank für den wundervollen Nachtrag IV! Sie sind dem grossen Ziel nun einen wichtigen Schritt entgegengegangen! Herzlichen Glückwunsch!
    👏
    Es fehlen jetzt nur noch Nachträge V – MCDLXI. Für Sie kein Problem, möchte ich meinen!

    Weiter so!
    👍

    • @Walt Rother

      Die ganze Schweiz kann hier mitlesen, dass die SNB fachlich offenbar am Ende ist und nur noch zu anonymen clownesken Einlagen fähig ist.

    • @Marc Meyer
      Wie schon erwähnt:
      „Gegen die penetrante Wiederholung einer Behauptung, an der ohne Rücksicht auf Gegenargumente einfach stur festgehalten wird, ist man eigentümlich wehrlos“

      Walt Rother hat einen ökonomischen Weg gefunden, Ihr ideologisches Karussell mit etwas heiterer Musik zu unterlegen.

  3. Nachtrag IV

    Die Illusion mit dem Passivtausch der SNB

    Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Immer wieder taucht in der Diskussion hier das Argument auf, die SNB könne nicht Konkurs gehen, weil bei jeder Transaktion nur ein sogenannter „Passivtausch“ auf der rechten Seite der SNB-Bilanz stattfinde.

    D.h. bei jeder Zahlung durch eine Geschäftsbank übertrage die SNB lediglich das Guthaben der Bank bei der SNB auf eine andere Bank. Die Aktiven der SNB blieben dabei unverändert. Diese seien nominal immer 100 Prozent wert. Konklusion. Die SNB könne nicht Konkurs gehen.

    Das wäre je das perpetuum mobile des Finanzmarktes – das Schlaraffenland schlechthin: Das Vermögen der SNB könnte nie fallen und das Eigenkapital der SNB nie negativ werden. Nur Gewinne gäbe es für die SNB.

    Wo liegt der Überlegungsfehler der SNB? Ich werde es hier erläutern:

    Angenommen, eine Geschäftsbank A (GB A) verkaufe der SNB 1 Milliarde Euros zu CHF 1.20. Da die SNB diese Euros nicht durch einen Aktivschtausch bezahlen kann (keine Finanzierung durch Liquidation eines anderen Vermögenswertes der SNB) muss die SNB ihre Eurokäufe durch Fremdfinanzierung finanzieren. Sie nimmt bei der GB A eine Sichtverbindlichkeit auf (Bezeichnung im SNB-Geschäftsbericht).

    Aus diesem Grund schreibt die SNB der GB A auf deren SNB-Konto 1.2 Mrd Franken Guthaben gut. Damit geht die SNB gegenüber der GB A eine Schuld ein. „Gutschreiben“ heisst nicht eine Schuld abbauen, wie seitens der SNB argumentiert wird, sondern eine Schuld eingestehen.

    Die SNB hat jetzt gegenüber der GB A eine Sichtverbindlichkeit von 1.2 Mrd CHF bzw. die GB A besitzt bei der SNB ein Guthaben (Giroguthaben, Sichtguthaben) von 1.2 Mrd CHF. Sichtguthaben bedeutet, der Gläubiger kann dieses Guthaben auf Sicht, also sofort, einfordern. Deshalb ist es Geld. Gesetzliches Zahlungsmittel für die Bank.

    Angenommen, der Euro falle nun auf 1 : 1. Die GB A wolle ihre Gewinne auf dem Franken mitnehmen und in Euros zurückwechseln. GB B ist bereit, diese 1 Mrd Euros von GB A zu kaufen. Das kostet sie 1 Mrd CHF, da der Wechselkurs 1 : 1 ist.

    Die GB A gibt der SNB den Auftrag, 1 Mrd von ihrem Guthaben bei der SNB an GB B zu übertragen. Die 1 Mrd Euro bleiben gemäss Argumentation unverändert der SNB bei den Aktiven der SNB.

    Das Resultat ist: GB B besitzt nun bei der SNB ein Guthaben von 1 Mrd Franken. Bzw. die SNB hat nun eine Schuld gegenüber GB B von 1 Mrd Franken. Auf der Aktivseite der SNB-Bilanz befinden sich unverändert die 1 Mrd Euro.

    Das Problem:

    Die SNB schuldet der GB A immer noch 200 Millionen. Die fehlen der SNB. GB A hat gegenüber der SNB ein Guthaben von 200 Millionen übrig, welches diese nicht mehr zurückzahlen kann, GB A muss dieses abschreiben. Dadurch kann sie selber Konkurs gehen.

    Denn bei 100 Milliarden fehlen der SNB 200 Millionen und bei 1 Billion fehlen der SNB 200 Milliarden. Wenn allen CHF-Banken 200 Milliarden fehlen, dann hat die Schweiz ein Problem.

    Für dieses Geld haftet letztlich der Bund, da die SNB ein Staatsbetrieb ist und letztlich zahlen die Steuerzahler.

    Aus diesem Grund wollen die Banken einen Staatsfonds, damit sie ihr heutiges Risiko gerade von Anfang an auf den Schweizer Staat abwälzen können und der Staat zum Gläubiger der SNB wird an ihrer Stelle.

    Nochmals zurück zur Fehlargumentation der SNB: Ein Giroguthaben bei der SNB bedeutet, dass die GB A ein entsprechendes Guthaben bei der SNB besitzt. Damit kann sie die gekauften Euros bezahlen.

    Wenn GB A ein Guthaben bei der SNB von CHF 1.2 Mrd besitzt (gesetzliches Zahlungsmittel für die GB A) und sie benützt davon zu 1 Mrd zur Zahlung von 1 Mrd Euro, so bleibt ein Restguthaben von CHF 200 Millionen, weil sie nur CHF 1 Mrd ihrer Guthaben zu Bezahlung benötigt. Die GB A besitzt bei der SNB also immer noch gesetzliche Zahlungsmittel im Betrag von 200 Mio CHF. Diese sind aber nicht mehr durch SNB-Vermögen gedeckt; d.h. die SNB kann sie nicht mehr aus dem Markt zurücknehmen. Sie sind wertlos.

    Es drohen der SNB und damit auch der Schweiz hohe Milliardenverluste, sollte der Franken steigen, so dass das Vermögen der SNB unter Wert ihrer ausstehenden Geldmenge fällt (negatives Eigenkapital der SNB).

    Es ist deshalb dringend, dass die SNB ihre Bilanz deponiert, wenn diese Gefahr droht. Ansonsten beschädigt sie die ganze Volkswirtschaft.

    Ich wiederhole: Die SNB-Spitze soll nun dringendst einen Grundkurs in Buchhaltung besuchen.

    Bundesrat Ueli Maurer hat es offensichtlich kapiert. Eine Milchbüchlein-Rechnung und Grundkenntnisse in Buchhaltung genügen, um das zu verstehen.

    Auch die Argumentation mit dem „Passivtausch“ ist also eine weitere eine Illusion der SNB.

    Marc Meyer

    • Corrigenda

      Sorry

      Der Satz

      „GB B ist bereit, diese 1 Mrd Euros von GB A zu kaufen. Das kostet sie 1 Mrd CHF, da der Wechselkurs 1 : 1 ist.“

      sollte heissen:

      GB B ist bereit, diese 1 Mrd CHF von GB A zu kaufen. Das kostet sie 1 Mrd Euro, da der Wechselkurs 1 : 1 ist.

    • Aber Herr Meyer, die 60+ Zeilen hätten Sie sich sparen können, das geht kürzer:

      Die Nationalbank hat EUR 1 Mrd in den Aktiven und CHF 1.2 Mrd in den Passiven. Wechselkurs ist EUR/CHF ist 1.20
      Der Franken wird stärker, der Kurs sinkt auf 1.00
      Die Nationalbank weist Buchverluste aus.

      Das hatten wir schon. Der Markt verlangt nach Schweizer Franken, die Nationalbank liefert. Der Schweizer Franken wird schwächer, die Buchverluste verringern sich. Das läuft nun schon so seit einiger Zeit und keine Geschäftsbank hat bis jetzt Risikoüberlegungen in dieser Richtung angestellt.

      Die Geschäftsbankengeschichtchen können Sie sich sparen, das alles hat nichts mit irgendwelchen Ausfallrisiken der Girokonti zu tun. Dass ein Nationalökonom und Politwissenschaftler so wenig von Marktbewegungen versteht…

    • Corrigendum corrigendae:

      Gemeint waren natürlich CHF, ähh, also Franken oder auf Euro lautend von der Bank B ( oder wars C?) usw. – na, Sie wissen schon, veehrter Leser.

      Jordan hat jedenfalls nichts begriffen!

      Danke!

    • @Roman Günter

      „Der Markt verlangt nach Franken – der Franken wird schwächer.“

      Ihre wirren Aussagen passen zur Irrlehre der SNB und SNB-Jordan.

      Marc Meyer

    • @“Walt Rother“

      Sie sind gescheitert mit Ihren Pseudonymen „Urs Abderhalden“, „Nick Norman“, Ther Real MM (Dr!) undsoweiter undsofort.

      Sie werden auch mit Ihrem jetzigen Pseudonym scheitern.

      Was meint eigentlich die SNB-Bankrätin Frau Professor Monika Bütler zu Ihren Dummheiten hier. Sie ist doch in der SNB und in der Wissenschaft gut verankert und ich nehme an, Sie kennen sie gut.

      Weiss Sie es?

      Marc Meyer

  4. Einfach noch einmal als kleine Repetition, was uns der Herr Meyer so sagen möchte:

    Die Nationalbank darf keine Rechnungen bezahlen, ausser sie veräussert vorgängig ein paar ihrer Euros und wechselt diese bei einer Geschäftsbank in Schweizer Franken.

    Bei einer Unterbilanz der Nationalbank werden sich die Richter über das Gesetz stellen und die Nationalbank liquidieren. Die Bundesversammlung wird abgesetzt.

    Die Schweizer Banknoten werden in einem solchen Fall nicht mehr den nominalen Wert aufweisen. Wenn der Einkauf 100 Franken kostet, müssen je nach Einschätzung der Kassierin zusätzlich zur Hunderternote noch ein paar Nötli draufgelegt werden. Der Einfachheit halber werden die Leute den aktuellen Wert direkt auf s Nötli schreiben, die 100 durchstreichen und z.B. 60 darüberschreiben.

    Sämtliche Risikoexperten übersehen diese Gefahr und lassen sich nicht überzeugen, obwohl Herr Meyer nun schon seit vielen Jahren die Wahrheit herausschreit. Sämtliche Risikoexperten und Angestellten der Banken und Nationalbanken können weder eine Bilanz lesen noch sich verständlich der deutschen Sprache bedienen.

    Jeder, der nicht einer Meinung mit Herrn Meyer ist, arbeitet bei der Nationalbank.

    Der eine oder andere mag das auch so sehen, für mich sind die Vorstellungen von Meyer doch äusserst schräg.

  5. Lieber Herr Meyer

    Schön, dass wir mal wieder auf dem ersten Feld stehen. Wie heisst es bei Ihnen? „So einfach“. So einfach ist es in der Tat, nur dass die SNB ihren Verpflichtungen durch Zahlung mit Schweizer Franken nachkommen kann, von denen sie beliebig viele produzieren kann und darf, wie die Gesetzesartikel klar sagen.

    Das alles wissen Sie natürlich. Doch das ist sooooooo gähnend langweilig, dass man nicht mal kleine Kinder damit erschrecken könnte. Es geht Ihnen aber um Krawallmache und die Pflege Ihres verletzten Egos. Darum schwafeln Sie lieber von einer bevorstehenden Pleite der SNB als der öden, wissenschaftlichen Wahrheit die Ehre zu geben.

    So, genug davon. Kommen wir zur wichtigeren Frage : Wo bleibt Nachtrag IV?

    • @“Walt Rother“

      Danke

      Sie schreiben:

      „…dass die SNB ihren Verpflichtungen durch Zahlung mit Schweizer Franken nachkommen kann, von denen sie beliebig viele produzieren kann und darf, wie die Gesetzesartikel klar sagen.“

      Eben genau das kann sie nicht. Die SNB kann die rechte Seite ihrer Bilanz nicht verkürzen, indem sie diese verlängert. Das Gesetz gibt mir in jedem diesbezüglichen Artikel Recht.

      Die SNB wird das offensichtlich nie verstehen. Bundesrat Ueli Maurer hat es aber verstanden. Deshalb seine klare Warnung an die Adresse der Nationalbank.

      Sie und alle, die nicht verstehen oder verstehen wollen sind auf der Verliererstrasse. Sie werden scheitern.

      mfG

  6. @
    „Roman Günter“

    Nochmals;Giroguthaben sind gesetzliche Zahlungsmittel.

    Giroverbindlichkeiten (Sichtvetbindlichkeiten) sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel und können das ex defilitione auch gar nicht sein.

    Die SNB besitzt Sichtverbindlichkeiten – nicht Giroguthaben.

    Die Banken besitzen Giroguthaben bei der SNB.

    Diese Giroguthaben sind somit gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.

    Die SNB darf Bezahlungen der Banken mit gesetzlichem Zahlungsmittel nicht verweigern wie das SNB Jordan behauptet („Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld).

    Die SNB soll jetzt endlich mit ihrer Zwängerei aufhören.

    Die verwechselt abermals ihre Schulden mit ihrem Vermögen.

    Einfach mur peinlich.

    MfG

    • Addendum I

      Nein.

      Die SNB kann ihre Schulden nicht mit einer Gutschrift begleichen.

      Eine Gutschrift gutschreiben bedeutet eine Schuld eingehen – nicht abbauen.

      Ich sage ja schon lange, SNB Chef Jordan soll in einen Sprach- und Buchhaltungskurs – und Sie gleich mit.

      MfG

    • Addendum II

      Sie haben mir ca 12 Artikel an den Kopf geknallt ohne die geringste Erläuterung.

      Das war liederlich von Ihnen. Ich habe dann die Artikel herausgeschrieben für Sie.

      Sie müssen jetzt nicht im Nachhinein komnen, ich wäre nicht darauf eingegangen.

      Richtig: Bei einer Liquidation der SNB im Falle von negstivem Eigenkapital haben die kreditgebenden Banken das Nachsehen.

      Deshalb muss die SNB bei null Eigenkapital ihre Bilanz deponieren.

      Ansonsten gehen die Banken anstelle det SNB Konkurs.

      MfG

  7. Guten Abend, Herr Meyer

    Die Nationalbank weist in ihrem Geschäftsbericht „Girokonten inländischer Banken“ aus. Gemäss WGZ Art. 2 c sind diese gesetzliches Zahlungsmittel.

    Die Aktiven repräsentieren die Forderungen einer Gesellschaft
    Die Passiven repräsentieren die Verpflichtungen einer Gesellschaft.
    Durchgriffsrechte können höchstens mittels einer Verpfändungsvereinbarung geltend gemacht werden.

    Die Geschäftsbank kann jederzeit (auf Sicht) über ihr Guthaben bei der Nationalbank verfügen und jeden beliebigen Betrag auf ein Girokonto einer anderen Geschäftsbank übertragen und damit ihre Geldschulden bei der Empfängerbank mit einem gesetzlichen Zahlungmittel begleichen. Gleiches geschieht (anonym) mit der Übergabe einer Schweizer Franken Banknote. Die Bilanz der Nationalbank wird sich dabei nicht ändern.

    Die Nationalbank kann jederzeit ihre Geldschulden bei einer Geschäftsbank mit einer Gutschrift auf das Girokonto begleichen. Die Verbindlichkeit aus dem Girokonto bleibt nach wie vor bestehen (siehe oben). Die Nationalbank ist uneingeschränkt liquide.

    Dadurch sind keine Sanierungsmassnahmen nötig, eine technische Liquidation, wie bei einer Geschäftsbank, ist nicht durchführbar.

    An dieser Stelle möchte ich Sie gerne zitieren:

    „Art. 32
    Hier geht es um die Liquidation der SNB.
    Diesen Artikel haben Sie einfach auch noch hingeknallt – um den Eindruck bei der Leserschaft zu erwecken, viele Artikel widersprächen meiner Argumentation.“

    Dabei ist dieser Artikel das zentralste Element. Er besagt, dass die Nationalbank AUSSCHLIESSLICH über ein separates Bundesgesetz (darüber bestimmt die Bundesversammlung) liquidiert werden kann.

    Es gibt sogar noch einen Zusatz für die Aktionäre:
    „Wird die Nationalbank liquidiert, so erhalten die Aktionärinnen und Aktionäre den Nominalwert ihrer Aktien sowie einen angemessenen Zins für den Zeitraum nach dem Inkrafttreten des Auflösungsbeschlusses ausbezahlt. Weitere Rechte am Vermögen der Nationalbank stehen ihnen nicht zu. Das übrige Vermögen geht in das Eigentum der neuen Nationalbank über.“

    Natürlich wurde Ihnen das schon tausendmal gesagt, ich erwähne es einfach der Vollständigkeit halber nochmals, um einen mit dem Sachverhalt möglicherweise etwas weniger vertauten Leser besser zu informieren, als Sie dies tun.

    Beste Grüsse

    • @Günter
      Ihr Zitat „Die Nationalbank ist uneingeschränkt liquide. “

      Das Märchen der Liquidität, neu erzählt:

      Nach ihrer Definition bin ich als Privatperson auch uneingeschränkt liquide. Ich kenne einen Bauern der liefert mir uneingeschränkt Kartoffeln in meinen Keller. Der Bauer schreibt eine Rechnung und ich erhöhe meinen Kreditorenbestand – uneingeschränkt. Ich kann meine Kreditoren uneingeschränkt erhöhen! Und wenn es sein muss werde ich noch die letzte Kartoffel mit meinen uneingeschränkt liquiden Mitteln kaufen. Und wissen sie warum mir der Bauer alle seine Kartoffeln liefert? Ganz einfach ich biete ihm einen um 20% höheren Preis als der übliche Marktpreis. Den so fängt man Bauern oder eben auch Geschäftsbanken.

      Herr Günter, liquide ist man nur mit Aktiven, mit dem was man flüssig hat oder schnell flüssig machen kann. Die SNB ist nicht in CHF sondern insbesondere in den Währungen EUR, USD, JPY und GBP u.a. liquide . Zudem waren per Ende 2017 nur gerade einmal 18.5 Milliarden wirklich Liquide (vgl. SNB Bilanz Anhang, Ziffer 02).

    • Lieber Herr Hügel

      Wenn Sie einen solchen Bauern kennen, schätzen Sie sich glücklich!

      Bei der SNB läuft es tatsächlich ungefähr so ab, wie Sie beschreiben. Aber das ist kein Skandal sondern eine wesentliche Grundlage des modernen Kapitalismus und seines Erfolges.

    • Guten Tag, Herr Hügli

      Jetzt müssen Sie nur noch die Kartoffeln durch Risiko ersetzen und das gesetzliche Zahlungsmittel einbringen. Dann wären wir der Realität schon ziemlich nahe.

      Beste Grüsse

    • @Jonas Hügli

      Besten Dank

      Sie haben zu 100 Prozent Recht.

      Die SNB will nicht begreifen. Liquidität bezieht sich nur auf die Aktivseite der Bilanz. Liquidität ist per Definition Vermögen.

      Unendlich Schulden machen kann auch die SNB nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Walt Rother

      Zeit, dass Sie unterscheiden lernen zwischen Vermögen und Schulden der SNB.

      Gehen Sie in einen Buchhaltungskurs. Grundkurs.

      Offensichtlich sind Sie ein gescheiterter Oekonomie-Professor, der nicht über seinen Frust hinwegkommt sein Leben lang eine Irrlehre verbreitet zu haben.

      mfG

    • Der Bauer hat sich gemeldet, er wollte seine Kreditoren bedient sehen. Ich musste nun all mein Kartoffelvorrat in einem Notverkauf veräussern. Ich bin nun pleite und der Bauer hat nur die Hälfte von dem gekriegt was ich ihm geschuldet habe. Der Bauer musste nun auch Insolvenz anmelden.

      Ende der Geschichte

    • @Hügli

      Was beweist, dass Sie und Ihr Bauer das Geschäft vielleicht doch nicht so ganz verstanden haben und nur meinten, Sie wüssten wie die Nationalbank funktioniert.

  8. Guten Tag Herr Meyer

    Sie wurden gebeten diese Frage zu beantworten:

    „[Q] Wie kommen Sie auf die Idee, dass die Nationalbank für die Geschäftsbank Devisentransaktionen durchführen muss? Es gibt keine vertraglichen Vereinbarungen diesbezüglich, keinen Rechtsgrund. Artikel 84 ist diesbezüglich völllig irrelevant.
    (Obwohl Sie Ihre Internet-Käufe über ihre Hausbank bezahlen können, wird Ihnen diese keine Bücher senden, das macht ihr Geschäftspartner, in diesem Fall z.B. Amazon)

    „Dadurch wird das Giroguthaben der GB bei der SNB verringert. Zudem wird auch das Euro-Guthaben der SNB bei der Deutschen Bank verringert.“

    Das ist absolut inkorrekt. Das CHF Girokonto der Geschäftsbank wird belastet und das CHF Girokonto der Gegenpartei oder der Korrespondenzbank der Gegenpartei wird gutgeschrieben. Die EUR erhält die Geschäftsbank auf das EUR Konto ihrer Korrespondenzbank von ihrer Gegenpartei, einer Drittbank. In der Bilanz der SNB ändert sich nichts.

    Von der Nationalbank erhält die Geschäftsbank nur Euro, wenn die Nationalbank Euro aktiv verkauft, in eigenem Ermessen. Das wäre ein Beispiel für Artikel 84.

    Nun wäre es doch schön, wenn Sie die Frage [Q] fachlich einwandfrei und nachvollziehbar so darlegen könnten, dass Ihre Behauptung dabei gestützt wird. (Ich wäre erstaunt, würde Ihnen das gelingen).“

    Besten Dank
    A.Gewünscht

    • @“Antwort Gwünscht“

      Danke

      Sie lesen hier offenbar ganz genau mit.

      In diesem Fall muss ihnen auch aufgefallen sein, dass das Pseudo „Roman Günter“ von den ca. 12 Artikeln, die er mir an den Kopf geworfen hat, nur auf einen eingegangen ist. Weshalb haben Sie da nicht reklamiert?

      Bestimmt haben Sie auch mitgelesen, als er mich als „Hassprediger bezeichnete“, „paranoid“ und mit einem Hund vergleich, der „das Stöcklein holt, das er wirft“.

      Sie können sich vorstellen, dass es mich anwidert, mit solchen Kommentatoren mich auseinandersetzen zu müssen.

      Leider bleibt mir nicht viel anderes übrig, als hier mich mit solchen anonymen Feiglingen herumzuschlagen, da die Medien das Thema meiden.

      Zu Ihrer Frage:

      Die Frage Q des Roman Günter, die Sie hier wiederholen:

      Erstens:

      Das Wort „durchführen muss“ ist nicht zentral. Wenn das Vermögen der SNB unter Wert ihrer Schulden (ausstehenden Geldmenge) fällt, so kann die SNB ihre ausstehenden Schulden nicht mehr abbauen, ob sie muss oder will – sie kann nicht.

      Auch wenn die SNB von sich aus ihre Bilanz reduzieren möchte, so kann sie das bei negativem Eigenkapital nicht mehr, auch wenn sie wollte.

      Zweitens:

      Gemäss NBG darf die SNB nur 40 Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten der SNB einfordern als Mindestreserven (in Form von Giroguthaben der Banken). Das Wort „muss“ ist also angebracht, wenn die Banken ihre Mindestreserven abbauen wollen, so dürfen sie das und die SNB „muss“. Die Mindestreserven insgesamt können nur abgebaut werden, wenn die SNB Vermögen veräussert.

      Die rechte Seite der SNB-Bilanz kann nur reduziert werden, wenn die linke auch entsprechend reduziert wird. Das ist reine buchhalterische Logik.

      Drittens:

      Offenmarktpolitik funktioniert so, dass die SNB am offenen Markt Wertschriften (Devisen) kauft oder verkauft. Dies ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Niemand „muss“. Im Fall von Sichtverbindlichkeiten „muss“ jedoch die SNB liefern. Die SNB hat Schulden auf Sicht.

      Viertens:

      Artikel 18 OR besagt, dass Schulden in gesetzlichen Zahlungsmitteln zu zahlen sind. Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel. Die SNB muss diese annehmen.

      Fünftens:

      Wenn ich über Internet bei Amazon Bücher bestelle, so erwarte ich keine Bücher von der Bank. Aber ich erwarte, dass die Bank mit meinem Geld, das ich bei ihr habe, bezahle. Das kann zu einer Bilanzverkürzung bei der Bank führen. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass jede Bank weltweit in Konto bei der SNB besitzt.

      Sechstens:

      Auch mit einem Passivtausch in der Bilanz der SNB müssen die Banken bei negativem EK der SNB Wertberichtigungen vornehmen (lesen Sie dazu meinen Nachtrag IV).

      Siebtens:

      Wenn eine GB mit ihrem gesetzlichen Zahlungsmittel bei der SNB etwas bezahlt, so wird dadurch das Guthaben der GB bei der SNB verringert (lesen Sie Nachtrag IV). Das der Gegenpartei wird gutgeschrieben (siehe Nachtrag IV).

      Bei einem Offenmarktgeschäft bei dem die SNB Wertschriften (oder Euros) verkauft, werden die Wertschriften (Euros) der kaufenden Bank gutgeschrieben.

      mfG

    • @ Herr Marc Meyer
      Das Thema ist spannend und ich bin kein Experte. Ich versuche nur es zu verstehen. Aber es erstaunt mich, dass Ihre Beiträge immer 200 und mehr Kommetare erhalten. Das zeigt mir, dass die Dinge in jedem Fall weniger eindeutig sind als man annehmen dürfte. Insbesondere wenn man die Summen bedenkt, um die es hier geht. Zu urteilen ob sie richtig und alle anderen falsch liegen steht mit nicht zu, aber die mit Eifer geführten Diskussionen legen die Brisanz dar. Danke für Ihre unermüdlichen Antworten und Erklärungen. Lassen Sie sich nicht unter kriegen.

    • @Antwort Gewünscht

      Das Thema ist spannend, aber auch Herr Meyer ist kein Experte. Sie werden festgestellt haben, dass Herr Meyer wohl unermüdlich antwortet, aber das Thema konsequent verschwurbelt.

      Er hat auf meine Frage nicht geantwortet und wird dies auch nie tun. Stellen Sie sich einfach diese Situation vor:

      Sie stehen in einem Geschäft und strecken an der Kasse eine Hunderternote für Ihre Einkäufe von hundert Franken entgegen. Die Kassiererin sagt Ihnen nun; „Tut mir Leid, das ist nicht genug. Wir denken, dass die Nationalbank nicht mehr sicher ist, daher hat Ihre Hunderternote nur noch einen Wert von 60%, sie müssen mir also mehr geben.“

      Würden Sie das machen? Oder würden Sie der Kassiererin nicht einfach sagen, dass der Schweizer Franken gesetzliche Währung ist und dass die Dame an der Kasse eine Annahmepflicht hat und gefälligst den Hunderter nimmt und akzeptiert? (gestützt auf das Bundesgesetz – WGZ Art. 2 – 3)

      Herr Meyer hingegen sagt, die Frau habe Recht. Wegen der unsicheren Nationalbankbilanz müssen wir auf unseren Banknoten Abschreibungen vornehmen. Er sagt noch mehr solcher Dinge, die nicht weniger eigenartig sind. Er verquirlt ein seltsames Gemisch aus Behauptungen, Beschimpfungen und Geschichtchen. Sie dürfen nicht vergessen, Herr Meyer befindet sich auf einem mehr als 20 Jahre alten Feldzug gegen die Nationalbank, weil ihn eine Bank mal seiner schrägen Ideen wegen rausgeschmissen hat.

      Beste Grüsse

    • @Antwort Gewünscht

      Es stimmt, dass ich Herrn Meyer als paranoid bezeichnete und immer noch dafür halte. Der Grund ist einfach, er lässt sich nicht davon abbringen, dass mein Name ein Pseudonym ist und ich in Wirklichkeit für die Nationalbank arbeite.

      Betreffend Hassprediger, urteilen Sie selbst:
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-198130

      Warum erwähne ich das? Herr Meyer legt sich die Welt selbst zurecht. Was jemand sagt, definiert er in eigenem Ermessen so, dass es für seine Behauptungen passt. Er widerlegt anderer Leute Aussagen, welche so nie gemacht worden sind. Hier noch eine Bezeichnung, die ich direkt auf Herrn Meyer anwende. Er ist ein Scharlatan.

    • @Antwort Gwünscht

      Vielen Dank. Ich liebe es, wenn exakt mitgelesen wird. Sie haben das getan und deshalb mein ehrlicher Dank an Sie. Ich liebe es auch, wenn man mich zu Recht korrigiert. Denn nur so kommen wir weiter. Ihr Einwand war berechtigt. Ich brauchte etwas Zeit, da es auch noch andere Dinge gibt im Leben und ich wollte auch genau überlegen, bevor ich schreibe.

      Die ganzen Behauptungen der SNB, sie könne nicht Konkurs gehen, weil immer ein Passivtausch vorliege, sind in Nachtrag IV widerlegt.

      Übrigens: Das Ganze ist kein bisschen kompliziert.

      Niemand (ausser Gott natürlich) kann „aus nichts etwas machen – auch die Zentralbanken nicht. Diese betrachten sich selbst als „gottähnlich“. „Aus dem Nichts“, „für immer“, unbeschränkt“ usw. sind die grössenwahnsinnigen Adverben, welche sich die Zentralbanken zuordnen.

      Das muss aufhören auch angesichts von Schulden der SNB von über 700 Milliarden Franken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Antwort Gwünscht

      Soeben habe ich noch die erste Antwort des Pseudonyms „Roman Günter“ gelesen.

      Bitte lassen Sie sich nicht verwirren.

      Die Idee mit der Hunderternote, auf die CHF 60 geschrieben wird, stammt von ihm – nicht von mir.

      Was ich sage ist, dass Notenbankgeld bei negativem Eigenkapital der SNB an Wert verliert. Es gibt zwei Arten von Notenbankeld: Banknoten und Giroguthaben der Banken bei der SNB.

      Verlieren Banknoten an Wert, so wird nicht einfach CHF 60 auf die Banknote geschrieben, sondern die Verkäuferin erhöht den Preis der Ware um 40 Prozent. Das nennt man Inflation.

      Auch mit seinen Falschaussagen und persönlichen Angriffen gegen mich kann der Roman Günter die Irrlehre der SNB nicht vertuschen.

      Aber seine permanenten Angriffe gegen meine Person verdeutlichen, dass die SNB durch meinen Beitrag einmal mehr schwer getroffen wurde.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. @“Roman Günter“

    Gemäss Geschäftsbericht der SNB besitzt die SNB Sichtverbindlichkeiten gegenüber den Banken.

    Sichtvetbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, welche die Gläubiger „auf Sicht“ also sofort zurüchfordern dürfen.

    Die Banken dürfen also ihre Guthaben bei der SNB jederzeit zurückfordern.

    Die SNB muss dann Vermögen veräussern. Amders geht das nicht.

    So einfach.

    Ist des Vermögen der SNB kleiner als die Sichtverbindlichkeiten der SNB, so kann die SNB ihren Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen.

    Sie ist Konkurs.

    Auf Ihre Polemik gehe ich nicht ein.

    Kein Sinn, keine Lust, keine Zeit

    MfG

  10. Sehr geehrter Herr Günter

    Da er für alle Leser von grösstem Interesse ist, erlaube ich mir, Ihren aktuellen Beitrag ganz oben zu platzieren. (Vielleicht lässt sich Marc Meyer dadurch endlich zu Nachtrag IV animieren.)

    Roman Günter

    17. Juli 2018 / 09:41

    Guten Tag, Herr Meyer

    Sie treten bescheiden und sympatisch auf und erwecken den Eindruck, da ist jemand, der sich wirklich Sorgen macht und den Durchblick hat. Damit konnten Sie in der Vergangenheit durchaus Aufmerksamkeit erreichen, haben sich mittlerweile leider ziemlich gründlich selbst ins Abseits gestellt. Zu Gunsten Ihrer leichtgängigen Behauptungen, verzichten Sie auf ein fachlich stabiles Fundament. Ihren grossen Irrtum verkaufen Sie als Schwäche der Anderen.

    Seit einiger Zeit verfolge ich nun schon Ihre Streitgespräche und –texte und habe noch kein einziges (!) Mal eine Stelle gefunden, wo Sie auf irgendeinen Einwand fachlich auch nur Ansatzweise eingegangen wären. Ist es Paranoia oder einfach Wunschdenken? Überall wittern Sie Mitarbeiter der Nationalbank. Bei mir sind Sie da an der absolut falschen Adresse, aber offensichtlich hat Sie der Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen noch nie sonderlich interessiert.

    Das Apportieren steht für ein Spiel, bei welchem man jemanden mit wenig Aufwand rennen lässt. Leider haben Sie weder Humor noch Fantasie, ausser vielleicht bei der Auslegung von Gesetzestexten. Nun, da Sie praktisch ausschliesslich und dies seit Jahren mit Copy/Paste operieren, ich aber meine Texte frisch aufsetze, bin wohl eher ich derjenige, der rennt.
    Nach Meyer Logik, haben Sie mich gerade mit einem Hund verglichen.

    Beste Grüsse

    NB. Sie haben die verlangte, Sie widerlegende, fachliche Antwort erhalten, aber Ihre erwartete „Richtigstellung“ steht immer noch aus.

    • @“Roman Günter“

      Ihre ganze Polemik ist primitiv.

      Sie wollen nur ablenken.

      Die SNB hat ihre Devisen mit Sichtverbindlichkeiten gegenüber den Banken finanziert.

      Deshalb haben die Banken als Gläubiger der SNB das Recht, ihre Guthaben jederzeit von der SNB zurückzufordern.

      Die SNB muss dann Vermögen verkaufen.

      Sie darf nur 4 Prozent Mindestreserven einfordern.

      Habe ich schon oft erklärt.

      MfG

  11. Herr Meyer, damit wir Nachtrag IV abhaken können, müssen Sie sich wirklich noch mehr Mühe geben. Ihre cooy-pastes von heute genügen lange nicht 😭.
    Nicht nachlassen!

    • @Walt Rother

      Die Ganze Schweiz kann hier mitlesen, von welchen Dummköpfen die Irrlehre von SNB-Chef Jordan hier verteidigt wird.

      Marc Meyer

      P.S: Herr Jordan: Peinlich, wenn man nur noch solche Freunde hat wie Sie hier.

  12. @Jurisprudenz, 3. Juli

    Vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich leider erst gerade jetzt gesehen habe.

    Die anonymen SNB-Fürsprecher müllen mit ihrer Polemik alles zu, um die Diskussion unübersichtlich zu machen und vom Problem abzulenken.

    Das ist die Taktik der SNB.

    Ich erlaube mir deshalb, ihren Kommentar hier ganz oben nochmals zu posten.

    Besten Dank

    Marc Meyer

    • @Jurisprudenz

      Sorry, ich habe den Text vergessen, zu posten

      Deshalb nochmals:

      Vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich leider erst gerade jetzt gesehen habe.

      Die anonymen SNB-Fürsprecher müllen mit ihrer Polemik alles zu, um die Diskussion unübersichtlich zu machen und vom Problem abzulenken.

      Das ist die Taktik der SNB.

      Ich erlaube mir deshalb, ihren Kommentar hier ganz oben nochmals zu posten.

      Besten Dank

      Marc Meyer

      Zitat von Jurisprudenz, 13. Juli

      Auch in Deutschland ist die Diskussion über die Bonität der SNB in vollem Gange

      Die Diskutanten scheinen sich mehrheitlich auf die Seite von Herrn Dr. Meyer zu befinden.

      Zumindest blasen Sie in dasselbe Horn:

      http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=464946

      Auch ehemalige Spitzenökonomen und Fachautoren unterstreichen durch Ihre Beiträge, daß Herr Dr. Meyer in seiner Einschätzung goldrichtig liegen könnte.

    • Genial dieser Kommentar vom 3. Juli, wo doch Meyer schon am 5. Juli geschrien hat 😂😂😂.

    • Je Rother, desto hirntoter.
      Herr Dr. Meyer, sie haben zwar 100 % recht – mehr gibt es leider nicht -, aber die Wahrheit wird heutzutage leider durchwegs verleugnet und mit Müll überhäuft; die Wahrheitsverkünder werden schlechtgemacht und dämonisiert von Untot(h)en und anderen Rot(h)en.

  13. Herr Meyer, damit wir Nachtrag IV abhaken können, müssen Sie sich noch ein wenig strecken. Ihre Wortmeldungen von heute genügen noch nicht.
    Nicht nachlassen!

  14. Guten Tag, Herr Meyer

    Nun gut, weg von der Polemik, zu Ihrem ERSTEN (Artikel 84)

    „Angenommen, eine Geschäftsbank (GB) mit Giroguthaben bei der SNB möchte gerne für einen Kunden Franken verkaufen und Euro kaufen. Die GB kann nun aufgrund dieses Gesetzesartikels der SNB den Zahlungsauftrag geben, mit ihrem Guthaben bei der SNB die Euros zu bezahlen.“

    Fast korrekt. Die Geschäftsbank kann die Nationalbank mit einer Überweisung von CHF auf ein anderes Girokonto beauftragen.

    „Die SNB ihrerseits muss demzufolge beispielsweise der Deutschen Bank den Auftrag geben, einen entsprechenden Teil ihres Euro-Guthabens von ihrem Konto auf das Konto der empfangenden Bank zu überweisen.“

    [Q] Wie kommen Sie auf die Idee, dass die Nationalbank für die Geschäftsbank Devisentransaktionen durchführen muss? Es gibt keine vertraglichen Vereinbarungen diesbezüglich, keinen Rechtsgrund. Artikel 84 ist diesbezüglich völllig irrelevant.
    (Obwohl Sie Ihre Internet-Käufe über ihre Hausbank bezahlen können, wird Ihnen diese keine Bücher senden, das macht ihr Geschäftspartner, in diesem Fall z.B. Amazon)

    „Dadurch wird das Giroguthaben der GB bei der SNB verringert. Zudem wird auch das Euro-Guthaben der SNB bei der Deutschen Bank verringert.“

    Das ist absolut inkorrekt. Das CHF Girokonto der Geschäftsbank wird belastet und das CHF Girokonto der Gegenpartei oder der Korrespondenzbank der Gegenpartei wird gutgeschrieben. Die EUR erhält die Geschäftsbank auf das EUR Konto ihrer Korrespondenzbank von ihrer Gegenpartei, einer Drittbank. In der Bilanz der SNB ändert sich nichts.

    Von der Nationalbank erhält die Geschäftsbank nur Euro, wenn die Nationalbank Euro aktiv verkauft, in eigenem Ermessen. Das wäre ein Beispiel für Artikel 84.

    Nun wäre es doch schön, wenn Sie die Frage [Q] fachlich einwandfrei und nachvollziehbar so darlegen könnten, dass Ihre Behauptung dabei gestützt wird. (Ich wäre erstaunt, würde Ihnen das gelingen).

    Beste Grüsse

    • Das alles wurde Herrn Meyer bereits x-tausend Mal auseinandergesetzt. Er wird sich wieder an Ihren Soziologen halten.
      Vielleicht inspiriert es ihn sogar zum Nachtrag IV?

    • @Walt Rother
      …oder er lässt wieder seinen Mr. Hyde antworten.

      Ob flache Routine oder Tourette
      vielleicht überrascht er, und nimmt das Florett

      Unterhaltsam ist er alleweil

    • @Roman Günter

      Sehr geehrter Herr Günter

      Es geht um ein grosses wirtschaftliches Problem der Schweiz.

      Ihr Verhalten hier ist primitiv. Sie nannten mich schon „Hassprediger“, verglichen mich mit einem Hund, der auf Ihr Geheiss ein Stöcklein holt, das Sie werfen usw.

      Damit die Irrlehre der SNB und ihres Chefs Jordan sowie die 700 Milliarden Schulden nicht vertuschen und davon ablenken.

      Unglaublich, was man sich alles anhören muss, wen man es wagt, dem Herrn Jordan widersprechen.

      Ein Armutszeugnis sondergleichen für unserer Schweizerische Nationalbank, bei der Sie doch arbeiten. Nicht wahr?

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Sie treten bescheiden und sympatisch auf und erwecken den Eindruck, da ist jemand, der sich wirklich Sorgen macht und den Durchblick hat. Damit konnten Sie in der Vergangenheit durchaus Aufmerksamkeit erreichen, haben sich mittlerweile leider ziemlich gründlich selbst ins Abseits gestellt. Zu Gunsten Ihrer leichtgängigen Behauptungen, verzichten Sie auf ein fachlich stabiles Fundament. Ihren grossen Irrtum verkaufen Sie als Schwäche der Anderen.

      Seit einiger Zeit verfolge ich nun schon Ihre Streitgespräche und –texte und habe noch kein einziges (!) Mal eine Stelle gefunden, wo Sie auf irgendeinen Einwand fachlich auch nur Ansatzweise eingegangen wären. Ist es Paranoia oder einfach Wunschdenken? Überall wittern Sie Mitarbeiter der Nationalbank. Bei mir sind Sie da an der absolut falschen Adresse, aber offensichtlich hat Sie der Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen noch nie sonderlich interessiert.

      Das Apportieren steht für ein Spiel, bei welchem man jemanden mit wenig Aufwand rennen lässt. Leider haben Sie weder Humor noch Fantasie, ausser vielleicht bei der Auslegung von Gesetzestexten. Nun, da Sie praktisch ausschliesslich und dies seit Jahren mit Copy/Paste operieren, ich aber meine Texte frisch aufsetze, bin wohl eher ich derjenige, der rennt.
      Nach Meyer Logik, haben Sie mich gerade mit einem Hund verglichen.

      Beste Grüsse

      NB. Sie haben die verlangte, Sie widerlegende, fachliche Antwort erhalten, aber Ihre erwartete „Richtigstellung“ steht immer noch aus.

  15. @Roman Günter (SNB Pseudonym)

    Sehr geehrter „Herr Günter“

    Ich warte immer noch auf eine fachliche Antwort von Ihnen resp. von der SNB.

    Sie haben mir weiter unten viele Gesetzesartikel an den Kopf geworfen, welche die Behauptung von SNB-Jordan belegen soll, wonach die SNB ihre Schulden mit zusärtlichen Schulden abbauen könne.

    Ich habe Artikel für Artikel analysiert. Kein einziger stützt diesen Unsinn von SNB Chef Jordan.

    Im Gegenteil: Jeder belegt, dass Jordan irrt und seine Irrlehre dem Gesetz widerspricht.

    Die SNB soll nun bitte auf meine Analyse in Nachtrag III eingehen.

    Hören Sie und die SNB endlich auf damit, sich hinter Ihrer Polemik zu verstecken.

    Richten Sie Ihrem Chef Thomas Jordan aus, er solle sich der Reslität stellen.

    Und nochmals: Bitte belästigen Sie mich nicht mehr mit Ihrer Polemik. Ich habe keine Zeit dafür.

    Ich will fachliche Argumente – ansonsten Sie und die SNB es lieber bleiben lassen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  16. Guten Tag, Herr Meyer

    Ich befürchte, die Nationalbank lässt Sie nicht mitspielen, Sie müssen sich mit uns Kommentatoren zufriedengeben. Das fachliche Argument ist auch nicht Ihre Spielwiese. Mit fachlichen Argumenten wollten Sie sich noch nie auseinandersetzen. Sie versuchen, mit permanenter Penetranz einmal aufgestellte Behauptungen durch Wiederholung zu manifestieren und als unumstössliche Tatsachen zu etablieren. Dabei erlauben Sie sich eine erstaunliche Freiheit, auch anderen Leuten Behauptungen in den Mund zu legen, um sie danach zu zitieren.

    Hierzu noch ein Zitat eines Soziologen:
    „Gegen die penetrante Wiederholung einer Behauptung, an der ohne Rücksicht auf Gegenargumente einfach stur festgehalten wird, ist man eigentümlich wehrlos. Schon die Notwendigkeit zu entscheiden, ob der andere den Einwand vielleicht nicht gehört oder nicht verstanden hat oder ihn partout nicht verstehen will, verschafft ihm einen uneinholbaren Vorsprung: Wo der eine überlegt, ist der andere davon entlastet. Entschlossene Dummheit gewinnt.“

    Warum sollten also die anderen Medien Ihre Argumente aufnehmen? Warum sollten Ihnen die Nationalbank oder einzelne Politiker antworten?
    Sie operieren auf Stufe Unterhaltung und in diesem Sinne lasse ich mich auch gerne von Ihnen unterhalten. Ich versuche nur noch herauszufinden, wer von uns das Stöckchen wirft und wer es apportiert.

    Beste Grüsse

    • @Walter Roth

      Schön, vom richtigen Walter Roth zu hören.

      Bezüglich des Kommentators Walt Rother sind wir uns vollkommen einig.

      Ich nehme an, es handelt sich um eine Professor aus dem Umfeld der SNB.

      freundliche Grüsse

      Msrc Meyee

      Fteundluche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Roman Günter. Pseudonym, mit grosser Wahrscheinlichkeit Mitarbeiter der SNB

      Guten Tag Herr Günter

      Danke für Ihren Beitrag.

      Leider enthält dieser erneut nur Polemik ohne irgendeinen fachlichen Gehalt.

      Ich habe keine Zeit für Polemik.

      Sie haben mir weiter unten viele Artikel angegeben, die meiner Argumentatuon angeblich widersprechen sollen.

      Ich bin auf jeden einzelnen Artikel eingegangen. Jeder einzelne hat verdeutlicht, dass Jordans Behauptung, die SNB könne mit zusätzlichen Schulden die eigenen Schulden abbauen gegen das Gesetz verstösst und nur absurd ist.

      Gehen Sie nun auf meine fachliche Argumentation ein, anstatt sich in die Polemik zu flüchten.

      SNB Chef Jordan kann 700 Milliarden Schulden der SNB (Volksschulden) nicht hinter polemischen Phrasen verstecken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  17. Kurze Zusammenfassung von Marc Meyers Beitrag: Maurer hat ein Problem mit der SNB-Bilanz.
    Der Rest sind Beschimpfungen.

    • @SNB Pseudu mult.

      Richtig.

      Der Bundesrat hat ein Problem mit der SNB Bilanz. Ich auch. Viele Schweizeinnen und Schweizer auch.

      Das grösste Problem mit der SNB Bilanz hat jedoch SNB Chef Jordan. Er verwechselt beide Seiten der SNB-Bilanz miteinander und kann die SNB Bilanz nicht einmal lesen.

      Jordans Proleme mit der SNB Bilanz übertragen sich auf die ganze Schweiz.

      Dass Sie als SNB Pausenclown davon ablenken möchten ist nachvollziehbar; hat jedoch keinerlei Bedeutung.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  18. @Leserinnen und Leser

    Die SNB und SNB-Jordan sind offenbar unfähig, Gesetzesarikel zu verstehen.

    Auf oberflächliche Art und Weise wird durch anonyme SNB-Vertreter versucht, vom Problem abzulenken (Siehe Kommentare der Falschnamen Walt Roter und Roman Günter).

    Es ist eine Blamage sondergleichen für die SNB und SNB-Chef Jordan, auf welche Art und Weise versucht wird, anonym die Diskussion ins Lächerliche zu ziehen.

    Was hier geschieht ist einer Demokratie unwürdig, zumal die andern Medien die Irrlehre der SNB gar nicht aufgreifen.

    Vergewissern Sie sich selber: Lesen Sie meinen Nachtrag III sowie die Antworten der anonymen SNB Fürsprecher, die Jordan „verteidigen“.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  19. Sorry, aber die Behautung, die SNB könnte Forderungen in CHF nicht bedienen ist einfach nur Schwachsinn. Darüber lohnt es sich gar nicht zu disuktieren.

    Aber natürlich ist der Devisenberg nicht umsonst zu haben. Finanziert wird dieser indirekt durch alle Besitzer von Franken, indem diese einen grossen Kaukraftverlust erleiden. Darüber müsste man reden. Meyers absurde Thesen lenken hingehen davon nur ab.
    Ich könnte mir vorstellen, dass Jordan das so ganz recht ist.

    • Wie will die SNB Forderungen bedienen, wenn ihr Vermögen geringer ist als die Forderungen gegen sie?

      Das ist einfachste Buchhaltung. Sie haben offenbar diesbezüglich gar keine Ahnung.

      Schwachsinn ist, was Jordan, Weidmann und Sie Michael Stöcker behaupten.

      Besuchen Sie nun endlich einen Buchhaktungskurs.

      Gilt auch für Jordan, Weidmann,Draghi, Axel Weber und Konsorten.

      Einfach ebärmlich, was Sie und jene daherschwafeln.

      MfG

      Marc Meyer

    • Michael…….
      Der Michel aus Löhneberga war gegen Sie geradezu ein Finanzgenie.

  20. Guten Morgen, Herr Meyer

    Vielen Dank für Ihren ausführlichen, interessanten und aufschlussreichen Beitrag. Ich gebe ihm für mich den Titel; „a Hitchhiker’s Guide to the Ways of Marc Meyer’s Thinking“.
    Meine kleine Artikelsammlung bietet im Prinzip alles, um Ihre dogmatischen Streitschriften an jedem beliebigen Punkt zu widerlegen. Vorausgesetzt natürlich, dass sie nicht so eigenwillig und fantasievoll ausgelegt werden, wie Sie das zu tun pflegen.
    Gerne werde ich Sie auch weiterhin herausfordern.

    Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende

    NB. Schon im ersten Satz liegen Sie komplett falsch

    • @“Roman Günter“

      Guten Morgen

      Sie haben Nachtarbeit geleistet. Viel Gescheites ist Ihnen aber nicht in den Sinn gekommen. Kein fachliches Argument – nichts.

      Mein die SNB tatsächlich, sie könne hinter solch läppischen Kommentaren eines Pseudonyms wie Ihrem hier, über 700 Milliarden Volksschulden verstecken?

      Anstatt zu versuchen, sich über mich lächerlich zu machen, würde die SNB besser daran tun, meine Argumentation zu überdenken.

      Sie wissen ja: Hochmut kommt vor dem Fall.

      Grüssen Sie mir bitte Ihren Herrn Jordan: Er soll bitte einmal seine Hausaufgaben in Sprache, Buchhaltung und Recht nachholen.

      Danke

      Marc Meyer

    • „Walt Rother“

      Der SNB Pausenclown, der hier SNB Chef Jordan verteidigt.

      Kein fachliches Argument. Nichts.

      Armes Kerlchen. Zu mehr ist er nicht fähig.

      Jordan kann stolz sein auf „seine Mannen“

      Bravo Herr Jordan. So stellt man sich eine Diskussion in einer Demokratie vor.

      Der SNB Chef versteckt sich und lässt sich ststtdessen durch anonyme SNB-Lümmel hier vertreten.

      Marc Meyer

    • Dr. Meyer’s Mr. Hyde ist offenbar auch wieder unterwegs. Unter dem Pseudonym Walther Roth versucht sich Herr Meyer offenbar in Psychohygiene.

  21. Wunderbar, Nachtrag III ist unter Dach und Fach, fehlen nur noch MCDLX.👏👍

    Das wird doch sicher bald zu schaffen sein, Herr Meyer?!

  22. In Deutschland beginnt man jetzt, dieselben Gedankenspiele durchzuexerzieren.
    Dabei wird vordringlich der Punkt erwähnt, was die SNB macht, wenn die US-Aktien fallen und gleichzeitig der CHF in einem 5 Billionen Dollar Devisenmarkt (täglich!) weltweit steigt.
    Bei einem Portfolio von 800 Milliarden Schweizer Franken in Fremdpositionen könnten ein mittlerer Börsencrash und die Aufwertung des Schweizer Franken das gesamte Eigenkapital der SNB innerhalb von Stunden pulverisieren.
    Unter uns, 10 % beim Dow Jones im minus, das ist durchaus drin, und die Stunde der Wahrheit beim Euro steht auch noch aus (440 Milliarden Devisenbestände der SNB in dieser Risikowährung).

    Die ansonsten solide Schweiz fiele in ein desaströses Finanzloch, würde dieses nicht unwahrscheinliche Event Realität.

    • @Kurt

      Vielen Dank

      Richtig. Das Eigenkapital der SNB könnte innert Stunden weg sein.

      Mögen Sie sich erinnern an den Konkurs von Lehman Brothers? Sie können sich ungefähr vorstellen, was ein Konkurs der Schweizerischen Nationalbank weltweit an den Finanzmärkten auslösen könnte.

      Aber unsere SNB und die Politiker schlafen.

      Die SNB begnügt sich mit clownesken Einlagen einiger anonymer Kommentatoren hier.

      Damit wird sie sich kaum retten können.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Kurt

      „Die ansonsten solide Schweiz fiele in ein desaströses Finanzloch,…“
      …und trotzdem bliebe der Schweizer Franken überbewertet?
      Wie erklären Sie sich ein solches Szenario?
      Was kann man sich unter einem solchen „Finanzloch“ der Schweiz vorstellen?

      Beste Grüsse

    • ……Kurt.

      Wollen wir hoffen das es so kommt, obwohl ……ich glaube Hoffnung braucht’s dazu gar keine mehr, warten genügt.

      Dummköpfe wie „Walt Rother“ können nur so noch ihre Fehler erkennen.

    • @Jurisprudenz

      Besten Dank für Ihren Kommentar, den ich leider erst gerade jetzt gesehen habe.

      Höchst interessant!

      Ich erlaube mir, Ihren Kommentar nochmals ganz oben zu platzieren, da die anonymen SNB-Fürsprecher mit ihrer Polemik alles zumüllen.

      Besten Dank und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  23. Nachtrag III

    Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Offenbar ein Mitarbeiter der SNB hat mir eine Menge Gesetzesartikel an den Kopf geworfen, die belegen sollen, dass meine Argumentation falsch sei.

    Ich habe die Gesetzesartikel durchgelesen und möchte hier das Ergebnis in einem Nachtrag zusammenfassen.

    Zuerst zitiere ich den Artikel des Kommentators „Roman Günter“, von dem ich annehme, dass er von der SNB selber stammt oder aus deren direkten Umfeld.

    Anschliessend folgt meine Analyse.

    Schönen Abend und schönes Wochenende

    Marc Meyer

    Kommentar von Roman Günter

    Guten Tag Herr Meyer

    Here we are…

    OR Art. 84 / WZG Art. 1 / WZG Art. 2 / WZG Art. 3 / WGZ Art. 10 / NBG Art. 2 / NBG Art. 4 / NBG Art. 9 / NBG Art. 13 / NBG Art. 17 / NBG Art. 32 / SNB AGB 1.13 / SNB AGB 2.1 / SNB AGB 3.2

    Wenn Sie diese Artikel gelesen und verstanden haben, sollte auch Ihnen vieles klarer werden.

    Beste Grüsse

    Zitat Ende

    Meine Antwort:

    Sehr geehrter Herr Günter

    Gehen wir die Artikel, die sie hier aufführen durch:

    ERSTENS:

    Or Artikel 84
    „Geldschulden sind in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen“

    Frage: Was möchten Sie aus diesem Artikel für die Schulden der SNB ableiten?

    Angenommen, eine Bank besitze Geldschulden gegenüber einer anderen Bank.

    Aus Artikel 84 geht somit hervor, dass diese Geschäftsbank ihr Geld bei der SNB, angelegt in Giroguthaben, als Zahlungsmittel verwenden darf. D.h. die Bank darf der SNB den Zahlungsauftrag geben, ihr Guthaben oder einen Teil davon an jene Bank zu überweisen, an welche die Zahlung gehen soll. Die SNB muss den Auftrag ausführen, da es sich bei den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Die SNB muss die entsprechende Reduzierung ihrer Bilanz akzeptieren.

    Konkretes Beispiel:
    Angenommen, eine Geschäftsbank (GB) mit Giroguthaben bei der SNB möchte gerne für einen Kunden Franken verkaufen und Euro kaufen. Die GB kann nun aufgrund dieses Gesetzesartikels der SNB den Zahlungsauftrag geben, mit ihrem Guthaben bei der SNB die Euros zu bezahlen. Die SNB ihrerseits muss demzufolge beispielsweise der Deutschen Bank den Auftrag geben, einen entsprechenden Teil ihres Euro-Guthabens von ihrem Konto auf das Konto der empfangenden Bank zu überweisen. Dadurch wird das Giroguthaben der GB bei der SNB verringert. Zudem wird auch das Euro-Guthaben der SNB bei der Deutschen Bank verringert.

    Konklusion: Die GB hat die gekauften Euros mit Franken bezahlt. Die GB konnte ihrw gesetzliche Zahlungsmittel bei der SNB dazu verwenden, Euros zu bezahlen und die SNB musste Euros liefern.

    OR Artikel 84 bestimmt somit, dass die SNB Vermögen bzw. Aktiven liefern muss, wenn eine Geschäftsbank das will. Denn die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliches Zahlungsmittel.

    OR Artikel 84 belegt somit, dass die Behauptung von SNB-Chef Jordan falsch ist, wonach die SNB gegen Giroguthaben nur Franken-Banknoten gäbe und umgekehrt.

    ZWEITENS:

    Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel (WGZ) Art. 1

    „Die schweizerische Währungseinheit ist der Franken. Er ist in 100 Rappen eingeteilt.“

    Habe ich irgendwo behauptet, die schweizerische Währungseinheit sei nicht der Franken?

    DRITTENS:

    WGZ, Art.2

    „Gesetzliche Zahlungsmittel sind: „

    Lit. c: „die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;“

    Richtig. Banknoten sind gesetzliche Zahlungsmittel. Daraus folgt. Ein privater Haushalt darf jederzeit eine Banknote an seine Geschäftsbank zurückgeben und erhält den Betrag gutgeschrieben auf seinem Konto. Damit kann er etwas bezahlen.

    Die Geschäftsbank ihrerseits darf die Banknote jederzeit an die SNB zurückgeben. Der Betrag wird der GB gutgeschrieben auf ihrem Konto bei der SNB. Damit darf die Bank jederzeit etwas bezahlen. (bitte lesen Sie dazu obige Ausführungen zu OR Artikel 84.) Die SNB muss die Zahlung ausführen. Sie darf das nicht verweigern, wie aus der Argumentation von SNB-Chef Jordan hervorginge.

    VIERTENS:

    WGZ, Art. 2

    Gesetzliche Zahlungsmittel sind:…

    Lit c. „auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

    Richtig. Auch dieser Artikel belegt auf eindrückliche Weise, dass die Banken mit ihren Sichtguthaben bei der SNB auf Sicht – also sofort – etwas bezahlen dürfen. Die SNB darf das nicht verweigern, wie das aus der Argumentation von SNB-Chef Jordan hervorgeht.

    Ein GB darf also Euros irgendwo kaufen und mit ihren Guthaben bei der SNB bezahlen.

    Bitte beachten Sie, dass laut Gesetz „Giroguthaben“ gesetzliche Zahlungsmittel sind. Die SNB ihrerseits besitzt keine Giroguthaben, sondern „Sichtverbindlichkeiten“ (laut Geschäftsbericht). Sichtverbindlichkeiten können ex definitione keine Zahlungsmittel sein. Auf solch einen absurden Gedanken, wie ihn die SNB verbreitet, kommt das Gesetz glücklicherweise nicht einmal.

    Bitte beachten Sie auch, dass nur aktive Banknoten Zahlungsmittel sein können. Nur ein Aktivum kann ex definitione Zahlungsmittel sein. Ein Zahlungsmittel wird dazu benützt, eine Schuld auf der Passivseite zu bezahlen. Ergo muss ein Zahlungsmittel ein Aktivum sein. Die SNB besitzt jedoch passive Banknoten. Diese können ex definitione nicht Zahlungsmittel sein.

    FUENFTENS:

    WGZ Art. 3. Annahmepflicht

    „Schweizerische Banknoten müssen von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

    Richtig. Banknoten müssen von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden. Das Gesetz geht hier davon aus, dass der Verkäufer einer Ware (Anbieter) vom Käufer der Ware (Nachfrager) als Gegenleistung für die Ware Banknoten als Zahlungsmittel für die Geldschuld annehmen muss.

    Eine Person kann also zur Bank gehen und mit seiner Banknote beispielsweise ein Goldvreneli kaufen oder er kann das Geld auf sein Girokonto gutschreiben lassen, um später damit eine Zahlung mit Buchgeld ausführen zu lassen.

    Die Geschäftsbank ihrerseits kann die Banknote an die SNB zurückgeben und sich den Betrag auf ihrem Konto gutsschreiben lassen, um später damit eine Zahlung zu tätigen.

    Meine Argumentation ist somit gesetzeskonform.

    Nicht gesetzeskonform ist dagegen die Behauptung der SNB, sie könne ihre eigenen Schulden, bestehend aus ihren Sichtverbindlichkeiten gegenüber den Banken, bezahlen durch Übergabe von Banknoten.

    Erstens: Durch Übergabe von Banknoten würde die SNB ihre Schulden gegenüber den Banken nicht abbauen, sondern lediglich von einer elektronischen Buchform in eine Papierform bringen. Rechtlich bliebe die Schuld der SNB bestehen. Das wäre lediglich ein Passivtausch.

    Zweitens. Die Bilanz der SNB würde durch die Übergabe von Banknoten anstelle von Giroverbindlichkeiten nicht verkürzt. Eine Bezahlung von Schulden durch gesetzliche Zahlungsmittel müsste aber zwingendermassen zu einem Rückgang der Bilanz führen (bei unverändertem Eigenkapital).

    Auch dieser Artikel untermauert somit meine Argumentation und nicht die der SNB und insbesondere jene von SNB-Chef Jordan.

    Drittens: WGZ Art. 7, Abs. 2 Besagt: „Sie (die SNB) nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück.“

    Wenn also die SNB nicht benötigte Banknoten unbeschränkt zurücknehmen muss, so folgt daraus, dass die Banken keine Banknoten gegen ihren Willen von der SNB annehmen müssen. Die SNB kann also auch aus rechtlicher Sicht ihre Schulden gegenüber den Banken nicht mit der Übergabe von Banknoten begleichen.

    Viertens: Banknoten müssen als Zahlung angenommen werden. Unterstellt wird ein gegenseitiges Rechtsgeschäft. Ware gegen gesetzliches Zahlungsmittel. Keine Person kann jedoch gegen ihren Willen dazu gezwungen werden, Banknoten anzunehmen.

    Die SNB kann keine Leserin und keinen Leser dazu zwingen, einen Gegenstand zu verkaufen, nur um eine Banknote zu übernehmen. Die Banken können nicht dazu gezwungen werden, gegen ihren Willen Banknoten der SNB anstelle ihrer Guthaben bei der SNB anzunehmen. Das ist Illusion der SNB.

    Bei hunderten Milliarden Giroverbindlichkeiten der SNB müsste die SNB pro Person bis zu 100‘000 Franken in Banknoten zuteilen. D.h. Familienväter müssten ihre Häuser gegen Bargeld verkaufen und diese Banknoten im Safe aufbewahren. Die Argumentation, die SNB könne ihre Giroverbindlichkeiten abbauen durch Übergabe von Banknoten ist fern der Realität. Die Schulden der SNB wären dann anstatt in Giroguthaben einfach in Banknoten verbrieft.

    Fünftens: Der Zahlungsverkehr in unserem Lande würde vollkommen zum Erliegen kommen, weil sämtliche Zahlungen nur noch mit Bargeld abgewickelt werden könnten. SNB-Chef Jordans Behauptung ergibt keinen Sinn.

    Die SNB würde damit gegen Artikel 5 des Bundesgesetzes über die Nationalbank verstossen, wonach die SNB den bargeldlosen Zahlungsverkehr zu erleichtern hat. Die SNB würde den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Gegenteil verunmöglichen.

    SECHSTENS:

    Artikel 3 Absatz 3 WGZ

    „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

    Korrekt: GUTHABEN müssen als Zahlungsmittel angenommen werden. VERBINDLICHKEITEN müssen nicht als Zahlungsmittel angenommen werden und können ex definitione auch gar nicht Zahlungsmittel sein.

    Die SNB besitzt nicht Giroguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten.

    Die SNB und insbesondere SNB Chef Jordan sollen nun doch endlich mit ihrem Unsinn aufhören.

    Ich bitte den Bundesrat, dafür besorgt zu sein, dass die SNB mit ihrer dämlichen Argumentation aufhört, die jedes Kind widerlegen kann. Wie sollen Schulden mit zusätzlichen Schulden abgebaut werden? Einfach nur noch lächerlich!

    SIEBTENS:

    WGZ Art 10 besagt:

    „Die Nationalbank legt die Bedingungen, unter denen Träger des Zahlungsverkehrs bei ihr auf Franken lautende Sichtguthaben unterhalten können, gestützt auf das Nationalbankgesetz vom 23. Dezember 19531 fest.“

    Korrekt. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Die SNB legt beispielsweise den Minuszins fest.

    Bezeichnend ist jedoch auch hier, dass von den Trägern der GUTHABEN die Rede ist. Damit werden Zahlungen getätigt.

    ACHTENS:

    Das Bundesgesetz über die Nationalbank (NBG) Art.2 legt fest:

    Soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, gelten die aktienrechtlichen Vorschriften des Obligationenrechts (OR)3.

    Korrekt. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Aus diesem Artikel geht auch hervor, dass die SNB ihre Aktiven marktgerecht bewerten müsste. Das tut sie nicht, sondern bewertet ihre Devisenanlagen zu den manipulierten Kursen. Dadurch weist sie höhere Gewinnen und ein höheren Aktienkapital aus.

    Die SNB verstösst gegen dieses Gesetz.

    Auch geht aus diesem Gesetz hervor, dass die SNB ihre Bilanz bei negativem Eigenkapital der SNB deponieren muss.

    Zudem dürfen Devisenanlagen nicht als Devisenreserven und damit als Eigenkapital der SNB bezeichnet werden, wie das die SNB tut.

    Auch dieser Artikel widerspricht abermals den irrigen Behauptungen von SNB-Chef Jordan.

    NEUNTENS:

    Artikel 9 des NBG besagt:

    „Die Nationalbank hat das ausschliessliche Recht zur Ausgabe der schweizerischen Banknoten.“

    Richtig. Habe ich irgendwo etwas anderes behauptet? Bitte zeigen Sie mir wo.

    Sie werfen hier mit Gesetzesartikel um sich, die meine Argumentation widerlegen sollen, aber das Gegenteil tun. Diese Artikel haben Sie offenbar vorher nicht einmal selber gelesen. Von einem Angestellten der SNB sollte man eine bessere Sorgfaltspflicht erwarten.

    Aber mich erstaunt bei der SNB überhaupt nichts mehr. Liederlichkeit scheint bei der SNB alltäglich zu sein. Und dabei fängt es ganz oben an…

    ZEHNTENS:

    NBG Art. 9

    …Die SNB kann für Banken Konten führen…

    Dito. Auch diesbezüglich habe ich nie etwas anderes behauptet.

    Konten führen bedeutet, dass die Banken die Entscheidungsträger sind. Sie können ihre Kontenbestände bei der SNB vergrössern und verkleinern – nicht nur vergrössern. Auch dieser Gesetzesartikel widerspricht der Behauptung von SNB-Jordan, wonach nur die SNB entscheidet und die Konten nur vergrössert und nicht mehr verringert werden dürfen.

    ELFTENS:

    NBG Art. 13: „Die Nationalbank ist befugt, ausser den mit ihren gesetzlichen Aufgaben verbundenen Geschäften auch Geschäfte für ihren eigenen Betrieb sowie Bankgeschäfte für ihr Personal und ihre Vorsorgeeinrichtungen zu tätigen.“

    ..und offenbar nehmen sich zudem die SNB-Angestellten und ihre Angehörigen auch das Recht heraus, Frontrunning zu betreiben. SNB-Chef Hildebrand hat’s ja vorgemacht.

    Und was soll dieser Artikel hier? Habe ich irgendwo etwas anderes behauptet?

    Herr „Roman Günter“. Es ist offensichtlich, dass Sie auf der Lohnliste der SNB stehen. Und ich sage Ihnen: Eine liederliche Arbeit geben Sie hier ab auf Kosten der Steuerzahler. Es geht Ihnen offenbar einfach darum, mir irgendwelche Artikel an den Kopf zu schmeissen, die ich dann beurteilen soll.

    Wollen Sie mich beschäftigen? Meinen Sie ich habe nichts Gescheiteres zu tun, als die liederliche Arbeit von hochbezahlten SNB-Angestellten hier zu korrigieren?

    ZWOELFTENS:

    NBG Art. 17:

    „Um das reibungslose Funktionieren des Geldmarktes zu erleichtern, müssen die Banken Mindestreserven unterhalten.“

    Korrekt. Habe ich irgendwo einmal etwas anderes behauptet? Wollen Sie hier eigentlich Gesetzesartikel aufzählen, die mir widersprechen oder die mir Recht geben?

    Sie schiessen ein Eigentor nach dem anderen zulasten der SNB.

    Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie und Ihren Chef Thomas Jordan aber gleich auf Artikel 18 des Nationalbankgesetzes aufmerksam machen, den Sie grosszügig „übersehen“.

    Art. 18 Abs. 2 besagt: „Der Mindestreservesatz darf 4 Prozent der kurzfristigen, auf Schweizerfranken lautenden Verbindlichkeiten der Banken nicht überschreiten.“

    Dieser Artikel ist entscheidend: Daraus geht hervor, dass die SNB eben nicht das Recht hat, von den Banken unbeschränkt Mindestreserven einzufordern. Das ist gleichbedeutend mit dem Satz, die SNB hat keine rechtliche Handhabe, ihre Geldmenge per Gesetz unbeschränkt aufzustocken.

    Halten die Banken nämlich Mindestreserven im Betrag von 4 Prozent, so darf die SNB nicht noch mehr Giroguthaben von den Banken fordern.

    Daraus folgt zwingend: Ist das Mindestmass von 4 Prozent überschritten, so haben die Banken das Recht, ihre Guthaben bei der SNB abzubauen.

    Ich wiederhole. Die Banken haben das Recht, ihre Guthaben bei der SNB abzubauen.

    Diese Guthaben der Banken bzw. Verbindlichkeiten der SNB-Bilanz kann die SNB nur abbauen, wenn sie entsprechendes Vermögen auf der Aktivseite verkauft.

    Daraus folgt ZWINGEND, dass die SNB entgegen den Behauptungen ihres Chefs Jordan Vermögen verkaufen muss – MUSS – wenn die Banken das fordern. Es gibt keine andere Möglichkeit.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, wonach die SNB gegen Giroguthaben nur Banknoten hergäbe und umgekehrt ist damit ein und für allemal widerlegt.

    Es ist einfach Unfug, was uns SNB-Chef Jordan weismachen will – auch wenn die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich mit ihrem Doyen artig klatscht, wenn er solche Irrlehren verbreitet.

    DREIZEHNTENS:

    Art. 32

    Hier geht es um die Liquidation der SNB.

    Diesen Artikel haben Sie einfach auch noch hingeknallt – um den Eindruck bei der Leserschaft zu erwecken, viele Artikel widersprächen meiner Argumentation.

    Nochmals Bitte lesen Sie Ihre Artikel durch, bevor Sie diese mir schicken. Allesamt belegen das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Alle geben mir Recht und der SNB mit Herrn Jordan falsch.

    Und was Sie mit Ihren AGB der SNB hier widerlegen wollen, ist mir vollkommen schleierhaft. Ich erspare mir diese vor dem Hintergrund ihrer oberflächlichen Arbeit.

    Ich komme zum Schluss:

    Herr „Roman Günter“ (wie ist eigentlich Ihr korrekter Name?), Sie haben hier eine ganz liederliche Arbeit geleistet: Sie haben eine Menge Artikel aufgelistet, die meinen Argumentationen widersprechen soll.

    Herablassend haben Sie geschrieben, nach dem Studium derselben würde ich einiges besser verstehen. Dabei haben Sie sich selber nicht einmal die Mühe gemacht, diese Artikel selber zu lesen.

    Sämtliche Ihrer Artikel untermauern meine Argumentation und widersprechen jener von SNB-Chef Jordan.

    Es ist beschämend für eine Zentralbank, solch liederliche Arbeit abzugeben. Sie haben damit SNB-Chef Jordan einen Bärendienst erwiesen.

    Es ist befremdend, dass nirgends in den Schweizer Medien eine Diskussion über die Irrlehren der Schweizer Nationalbank stattfinden kann – dabei es geht mittlerweile um 800 Milliarden.

    Befremdend ist auch, dass die SNB es nicht für nötig erachtet oder nicht den Mut hat, selber an der Diskussion hier über sie teilzunehmen.

    Befremdend ist auch, dass die Argumentation der SNB und insbesondere jene von Herrn Jordan hier unter Pseudonymen und anonym erfolgt.

    Die SNB und ihr Verhalten passen nicht in unsere Demokratie.

    Ich bitte den Bundesrat nun endlich bei der SNB zum Rechten zu schauen.

    Danke

    Marc Meyer

    P.S. Zum Schluss möchte ich noch auf die Bundesverfassung aufmerksam machen: Dort ist in Art. 99 festgehalten, dass die SNB im Gesamtinteresse des Landes handeln muss.

    Ist es im Gesamtinteresse der Schweiz, wenn die SNB ihr gesamtes Vermögen von fast 800 Milliarden im Ausland investiert und damit unter hohem Risiko die dortigen Volkswirtschaften ankurbelt, während sie in der Schweiz nicht einmal ein halbes Prozent davon investiert?

    • Korrigenda

      Unter ACHTENS

      Die Überbewertung der Devisenanlagen durch die SNB führt künstlich zu rinem höheren EIGENKAPITAL der SNB.

      Damit verstösst die SNB auch gegen das OR.

    • Autsch …..das tut aber weh ?

      Herr Meyer…….

      Damit haben sie einige Pseudo-Kommentatoren hier in Grund und Boden gestampft.

      Bravo

  24. Sehr geehrter Herr Roman Günter,

    Art. 84 des Obligationenrechts gibt Anlass nachzudenken; wo es heisst:

    „Geldschulden sind in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen.“

    So kurz und knackig das WZG nämlich ist, hat es inzwischen doch mindestens einen entscheidenden Schönheitsfehler: Seit 2016 listet es nicht mehr sämtliche „gesetzlichen Zahlungsmittel“ im Sinne von Art. 84 OR auf. Der Gesetzgeber hat nämlich die legislatorische Sünde begangen, durch eine Hintertür für eine ganz spezifische Gruppe von Zahlungen ein weiteres gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen:

    Nach den neu formulierten Art. 129 und 136 des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes werden Barzahlungen auf CHF 100’000 limitiert. Wird mit anderen Worten z.B. das Haus eines insolventen Schuldners für CHF 500’000 zwangsversteigert, kann der Käufer seine Preisschuld nicht mehr durch Übergabe von 500 Tausendernoten – also NICHT mehr dem üblichen gesetzlichen Zahlungsmittel – begleichen.

    Er muss vielmehr einen sog. Finanzintermediär (Bank u.ä.) beiziehen, was nun regelmässig auf eine Giroüberweisung hinausläuft. Insofern wird das (bislang) nicht-gesetzliche Zahlungsmittel „Sichtguthaben gegenüber Geschäftsbank“ zu einem gemäss Art. 84 OR liberatorisch wirkenden gesetzlichen Zahlungsmittel!

    Rechtlich hat die Gleichstellung zwischen Banknoten und Zentralbankguthaben zur Folge, dass die SNB schon abschliessend erfüllt, wenn sie eine Gutschrift vornimmt. (Die zwischen der SNB und den Banken bestehenden AGB etc. lasse ich mal beiseite, denn diese kann die SNB sowieso einseitig ändern, Art. 9 Abs. 2 NBG sei Dank.)

    Sonst würde die – nota bene unbeschränkte – Annahmepflicht in Art. 3 Abs. 3 WZG keinen Sinn machen.

    „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

    Kurzum: würde eine Bank zu viel „BARES“ verlangen, müsste sie mutmasslich mit leeren Händen wieder abziehen. Die Sache ist heikel seit SNB-Guthaben teils mit Negativzinsen belegt sind und harrt einer definitiven Klärung.

    Ihre sehr geschätzte Meinung dazu würde mich brennend interessieren, ob Sie mit mir übereinstimmen, darin ein Betrug am Geldsystem zu erblicken? Achtung: von Betrug von und durch die Schweizerische Nationalbank kann nicht die Rede sein. Hierbei, handelt es sich um Betrug am System. Die SNB ist und bleibt eine der renommiertesten und saubersten Zentralbanken der Welt. Die „Sauereien“ haben Andere begangen.

    MfG

    • Guten Tag, Arbeitgeber (AHV Rentner)

      Grundsätzlich bin ich mit Ihnen einverstanden, wenn Sie im Zusammenhang mit Bargeschäften von einem Eingriff in die Vertragsfreiheit sprechen. Nach geltendem Gesetz sollten prinzipiell alle Geldschulden uneingeschränkt mit Bargeld begleichbar sein. In der Realität ist das aber schon länger nicht mehr der Fall, wie Ihr Beispiel mit der Versteigerung anschaulich beschreibt. Sie können auch schon seit längerem nicht mehr einfach Ihr Guthaben bei der Hausbank unbeschränkt bar beziehen, die Bank würde sich bei grösseren Beträgen weigern, obwohl sie streng rechtlich betrachtet, sehr wohl dazu verpflichtet wäre. Die Bank muss hier eine Risikoabwägung vornehmen.

      Das hat aber nichts mit der Nationalbank zu tun, sondern mit den Geldwäschereibestimmungen. Die Schweiz ist mit ihrem Finanzplatz international exponiert. So droht die FATF immer mal wieder mit Ermahnungen und grauen Listen, sollte die Schweiz (und andere Länder) nicht mit noch strengeren Geldwäschereirichtlinien nachziehen.

      Die Geschäftsbanken betrifft dies aber nicht direkt. Sie können im Prinzip unbeschränkt Bargeld von der Nationalbank beziehen. Die Nationalbank behält sich dabei aber Einschränkungen vor:
      „Bei ausserordentlichen Bargeldbezügen, die nicht zur Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs bestimmt sind, können gestützt auf die Bestimmungen des WZG zusätzliche Vorschriften durch die SNB erlassen werden.“ (aus dem Merkblatt für Notenbezug)

      Aus logistischer und versicherungstechnischer Sicht und nicht zuletzt aus Haftungsgründen, wird kaum eine Bank grössere Mengen an Bargeld, welche nicht für den normalen Geschäftsverkehr benötigt werden, irgendwo einlagern. Diskutiert wurde dies allenthalben, nachdem die Negativzinsen eingeführt worden sind. In der Praxis sind die Kosten und die persönlichen Risiken der Entscheidungsträger eher zu hoch.

      Beste Grüsse

    • @Rene Menendez

      Sehr geehrter Herr Menendez

      Korrekt.

      Die Texte stimmen tatsächlich wortwörtlich überein.

      Danke für den Hinweis.

      Marc Meyer

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      Der Hinweis von Herrn Menendez ist gemäss meiner Prüfung korrekt.

      Haben Sie kopiert oder sind Sie identisch mit jenem Kommentator?

      MfG

    • Guten Tag Herr Dr. Menendez,

      der Text stammt von mir (Swissie). Ich schreibe auch unter dem Pseudonym (Swissie). Stehe für jede weitere Informationen zur Verfügung.

      Beste Grüsse

  25. Guten Tag Herr Meyer
    Here we are…
    OR Art. 84 / WZG Art. 1 / WZG Art. 2 / WZG Art. 3 / WGZ Art. 10 / NBG Art. 2 / NBG Art. 4 / NBG Art. 9 / NBG Art. 13 / NBG Art. 17 / NBG Art. 32 / SNB AGB 1.13 / SNB AGB 2.1 / SNB AGB 3.2

    Wenn Sie diese Artikel gelesen und verstanden haben, sollte auch Ihnen vieles klarer werden.

    Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke

      Wäre freundlich gewesen, Sie hätten die von Ihnen aufgeführten Artikel zitiert. Aber ich erledige nun diese Arbeit für Sie und die Leserinnen und Leser selber.

      Gehen wir die Artikel, die sie hier aufführen durch:

      ERSTENS:

      Or Artikel 84
      „Geldschulden sind in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen“

      Frage: Was möchten Sie aus diesem Artikel für die Schulden der SNB ableiten?

      Angenommen, eine Bank besitze Geldschulden gegenüber einer anderen Bank.

      Aus Artikel 84 geht somit hervor, dass diese Geschäftsbank ihr Geld bei der SNB, angelegt in Giroguthaben, als Zahlungsmittel verwenden darf. D.h. die Bank darf der SNB den Zahlungsauftrag geben, ihr Guthaben oder einen Teil davon an jene Bank zu überweisen, an welche die Zahlung gehen soll. Die SNB muss den Auftrag ausführen, da es sich bei den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Die SNB muss die entsprechende Reduzierung ihrer Bilanz akzeptieren.

      Konkretes Beispiel:
      Angenommen, eine Geschäftsbank (GB) mit Giroguthaben bei der SNB möchte gerne für einen Kunden Franken verkaufen und Euro kaufen. Die GB kann nun aufgrund dieses Gesetzesartikels der SNB den Zahlungsauftrag geben, mit ihrem Guthaben bei der SNB die Euros zu bezahlen. Die SNB ihrerseits muss demzufolge beispielsweise der Deutschen Bank den Auftrag geben, einen entsprechenden Teil ihres Euro-Guthabens von ihrem Konto auf das Konto der empfangenden Bank zu überweisen. Dadurch wird das Giroguthaben der GB bei der SNB verringert. Zudem wird auch das Euro-Guthaben der SNB bei der Deutschen Bank verringert.

      Konklusion: Die GB hat die gekauften Euros mit Franken bezahlt. Die GB konnte ihrw gesetzliche Zahlungsmittel bei der SNB dazu verwenden, Euros zu bezahlen und die SNB musste Euros liefern.

      OR Artikel 84 bestimmt somit, dass die SNB Vermögen bzw. Aktiven liefern muss, wenn eine Geschäftsbank das will. Denn die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliches Zahlungsmittel.

      OR Artikel 84 belegt somit, dass die Behauptung von SNB-Chef Jordan falsch ist, wonach die SNB gegen Giroguthaben nur Franken-Banknoten gäbe und umgekehrt.

      ZWEITENS:

      Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel (WGZ) Art. 1

      „Die schweizerische Währungseinheit ist der Franken. Er ist in 100 Rappen eingeteilt.“

      Habe ich irgendwo behauptet, die schweizerische Währungseinheit sei nicht der Franken?

      DRITTENS:

      WGZ, Art.2

      „Gesetzliche Zahlungsmittel sind: „

      Lit. c: „die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;“

      Richtig. Banknoten sind gesetzliche Zahlungsmittel. Daraus folgt. Ein privater Haushalt darf jederzeit eine Banknote an seine Geschäftsbank zurückgeben und erhält den Betrag gutgeschrieben auf seinem Konto. Damit kann er etwas bezahlen.

      Die Geschäftsbank ihrerseits darf die Banknote jederzeit an die SNB zurückgeben. Der Betrag wird der GB gutgeschrieben auf ihrem Konto bei der SNB. Damit darf die Bank jederzeit etwas bezahlen. (bitte lesen Sie dazu obige Ausführungen zu OR Artikel 84.) Die SNB muss die Zahlung ausführen. Sie darf das nicht verweigern, wie aus der Argumentation von SNB-Chef Jordan hervorginge.

      VIERTENS:

      WGZ, Art. 2

      Gesetzliche Zahlungsmittel sind:…

      Lit c. „auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

      Richtig. Auch dieser Artikel belegt auf eindrückliche Weise, dass die Banken mit ihren Sichtguthaben bei der SNB auf Sicht – also sofort – etwas bezahlen dürfen. Die SNB darf das nicht verweigern, wie das aus der Argumentation von SNB-Chef Jordan hervorgeht.

      Ein GB darf also Euros irgendwo kaufen und mit ihren Guthaben bei der SNB bezahlen.

      Bitte beachten Sie, dass laut Gesetz „Giroguthaben“ gesetzliche Zahlungsmittel sind. Die SNB ihrerseits besitzt keine Giroguthaben, sondern „Sichtverbindlichkeiten“ (laut Geschäftsbericht). Sichtverbindlichkeiten können ex definitione keine Zahlungsmittel sein. Auf solch einen absurden Gedanken, wie ihn die SNB verbreitet, kommt das Gesetz glücklicherweise nicht einmal.

      Bitte beachten Sie auch, dass nur aktive Banknoten Zahlungsmittel sein können. Nur ein Aktivum kann ex definitione Zahlungsmittel sein. Ein Zahlungsmittel wird dazu benützt, eine Schuld auf der Passivseite zu bezahlen. Ergo muss ein Zahlungsmittel ein Aktivum sein. Die SNB besitzt jedoch passive Banknoten. Diese können ex definitione nicht Zahlungsmittel sein.

      FUENFTENS:

      WGZ Art. 3. Annahmepflicht

      „Schweizerische Banknoten müssen von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

      Richtig. Banknoten müssen von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden. Das Gesetz geht hier davon aus, dass der Verkäufer einer Ware (Anbieter) vom Käufer der Ware (Nachfrager) als Gegenleistung für die Ware Banknoten als Zahlungsmittel für die Geldschuld annehmen muss.

      Eine Person kann also zur Bank gehen und mit seiner Banknote beispielsweise ein Goldvreneli kaufen oder er kann das Geld auf sein Girokonto gutschreiben lassen, um später damit eine Zahlung mit Buchgeld ausführen zu lassen.

      Die Geschäftsbank ihrerseits kann die Banknote an die SNB zurückgeben und sich den Betrag auf ihrem Konto gutsschreiben lassen, um später damit eine Zahlung zu tätigen.

      Meine Argumentation ist somit gesetzeskonform.

      Nicht gesetzeskonform ist dagegen die Behauptung der SNB, sie könne ihre eigenen Schulden, bestehend aus ihren Sichtverbindlichkeiten gegenüber den Banken, bezahlen durch Übergabe von Banknoten.

      Erstens: Durch Übergabe von Banknoten würde die SNB ihre Schulden gegenüber den Banken nicht abbauen, sondern lediglich von einer elektronischen Buchform in eine Papierform bringen. Rechtlich bliebe die Schuld der SNB bestehen. Das wäre lediglich ein Passivtausch.

      Zweitens. Die Bilanz der SNB würde durch die Übergabe von Banknoten anstelle von Giroverbindlichkeiten nicht verkürzt. Eine Bezahlung von Schulden durch gesetzliche Zahlungsmittel müsste aber zwingendermassen zu einem Rückgang der Bilanz führen (bei unverändertem Eigenkapital).

      Auch dieser Artikel untermauert somit meine Argumentation und nicht die der SNB und insbesondere jene von SNB-Chef Jordan.

      Drittens: WGZ Art. 7, Abs. 2 Besagt: „Sie (die SNB) nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück.“

      Wenn also die SNB nicht benötigte Banknoten unbeschränkt zurücknehmen muss, so folgt daraus, dass die Banken keine Banknoten gegen ihren Willen von der SNB annehmen müssen. Die SNB kann also auch aus rechtlicher Sicht ihre Schulden gegenüber den Banken nicht mit der Übergabe von Banknoten begleichen.

      Viertens: Banknoten müssen als Zahlung angenommen werden. Unterstellt wird ein gegenseitiges Rechtsgeschäft. Ware gegen gesetzliches Zahlungsmittel. Keine Person kann jedoch gegen ihren Willen dazu gezwungen werden, Banknoten anzunehmen.

      Die SNB kann keine Leserin und keinen Leser dazu zwingen, einen Gegenstand zu verkaufen, nur um eine Banknote zu übernehmen. Die Banken können nicht dazu gezwungen werden, gegen ihren Willen Banknoten der SNB anstelle ihrer Guthaben bei der SNB anzunehmen. Das ist Illusion der SNB.

      Bei hunderten Milliarden Giroverbindlichkeiten der SNB müsste die SNB pro Person bis zu 100‘000 Franken in Banknoten zuteilen. D.h. Familienväter müssten ihre Häuser gegen Bargeld verkaufen und diese Banknoten im Safe aufbewahren. Die Argumentation, die SNB könne ihre Giroverbindlichkeiten abbauen durch Übergabe von Banknoten ist fern der Realität. Die Schulden der SNB wären dann anstatt in Giroguthaben einfach in Banknoten verbrieft.

      Fünftens: Der Zahlungsverkehr in unserem Lande würde vollkommen zum Erliegen kommen, weil sämtliche Zahlungen nur noch mit Bargeld abgewickelt werden könnten. SNB-Chef Jordans Behauptung ergibt keinen Sinn.

      Die SNB würde damit gegen Artikel 5 des Bundesgesetzes über die Nationalbank verstossen, wonach die SNB den bargeldlosen Zahlungsverkehr zu erleichtern hat. Die SNB würde den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Gegenteil verunmöglichen.

      SECHSTENS:

      Artikel 3 Absatz 3 WGZ

      „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

      Korrekt: GUTHABEN müssen als Zahlungsmittel angenommen werden. VERBINDLICHKEITEN müssen nicht als Zahlungsmittel angenommen werden und können ex definitione auch gar nicht Zahlungsmittel sein.

      Die SNB besitzt nicht Giroguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten.

      Die SNB und insbesondere SNB Chef Jordan sollen nun doch endlich mit ihrem Unsinn aufhören.

      Ich bitte den Bundesrat, dafür besorgt zu sein, dass die SNB mit ihrer dämlichen Argumentation aufhört, die jedes Kind widerlegen kann. Wie sollen Schulden mit zusätzlichen Schulden abgebaut werden? Einfach nur noch lächerlich!

      SIEBTENS:

      WGZ Art 10 besagt:

      „Die Nationalbank legt die Bedingungen, unter denen Träger des Zahlungsverkehrs bei ihr auf Franken lautende Sichtguthaben unterhalten können, gestützt auf das Nationalbankgesetz vom 23. Dezember 19531 fest.“

      Korrekt. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Die SNB legt beispielsweise den Minuszins fest.

      Bezeichnend ist jedoch auch hier, dass von den Trägern der GUTHABEN die Rede ist. Damit werden Zahlungen getätigt.

      ACHTENS:

      Das Bundesgesetz über die Nationalbank (NBG) Art.2 legt fest:

      Soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, gelten die aktienrechtlichen Vorschriften des Obligationenrechts (OR)3.

      Korrekt. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Aus diesem Artikel geht auch hervor, dass die SNB ihre Aktiven marktgerecht bewerten müsste. Das tut sie nicht, sondern bewertet ihre Devisenanlagen zu den manipulierten Kursen. Dadurch weist sie höhere Gewinnen und ein höheren Aktienkapital aus.

      Die SNB verstösst gegen dieses Gesetz.

      Auch geht aus diesem Gesetz hervor, dass die SNB ihre Bilanz bei negativem Eigenkapital der SNB deponieren muss.

      Zudem dürfen Devisenanlagen nicht als Devisenreserven und damit als Eigenkapital der SNB bezeichnet werden, wie das die SNB tut.

      Auch dieser Artikel widerspricht abermals den irrigen Behauptungen von SNB-Chef Jordan.

      NEUNTENS:

      Artikel 9 des NBG besagt:

      „Die Nationalbank hat das ausschliessliche Recht zur Ausgabe der schweizerischen Banknoten.“

      Richtig. Habe ich irgendwo etwas anderes behauptet? Bitte zeigen Sie mir wo.

      Sie werfen hier mit Gesetzesartikel um sich, die meine Argumentation widerlegen sollen, aber das Gegenteil tun. Diese Artikel haben Sie offenbar vorher nicht einmal selber gelesen. Von einem Angestellten der SNB sollte man eine bessere Sorgfaltspflicht erwarten.

      Aber mich erstaunt bei der SNB überhaupt nichts mehr. Liederlichkeit scheint bei der SNB alltäglich zu sein. Und dabei fängt es ganz oben an…

      ZEHNTENS:

      NBG Art. 9

      …Die SNB kann für Banken Konten führen…

      Dito. Auch diesbezüglich habe ich nie etwas anderes behauptet.

      Konten führen bedeutet, dass die Banken die Entscheidungsträger sind. Sie können ihre Kontenbestände bei der SNB vergrössern und verkleinern – nicht nur vergrössern. Auch dieser Gesetzesartikel widerspricht der Behauptung von SNB-Jordan, wonach nur die SNB entscheidet und die Konten nur vergrössert und nicht mehr verringert werden dürfen.

      ELFTENS:

      NBG Art. 13: „Die Nationalbank ist befugt, ausser den mit ihren gesetzlichen Aufgaben verbundenen Geschäften auch Geschäfte für ihren eigenen Betrieb sowie Bankgeschäfte für ihr Personal und ihre Vorsorgeeinrichtungen zu tätigen.“

      ..und offenbar nehmen sich zudem die SNB-Angestellten und ihre Angehörigen auch das Recht heraus, Frontrunning zu betreiben. SNB-Chef Hildebrand hat’s ja vorgemacht.

      Und was soll dieser Artikel hier? Habe ich irgendwo etwas anderes behauptet?

      Herr „Roman Günter“. Es ist offensichtlich, dass Sie auf der Lohnliste der SNB stehen. Und ich sage Ihnen: Eine liederliche Arbeit geben Sie hier ab auf Kosten der Steuerzahler. Es geht Ihnen offenbar einfach darum, mir irgendwelche Artikel an den Kopf zu schmeissen, die ich dann beurteilen soll.

      Wollen Sie mich beschäftigen? Meinen Sie ich habe nichts Gescheiteres zu tun, als die liederliche Arbeit von hochbezahlten SNB-Angestellten hier zu korrigieren?

      ZWOELFTENS:

      NBG Art. 17:

      „Um das reibungslose Funktionieren des Geldmarktes zu erleichtern, müssen die Banken Mindestreserven unterhalten.“

      Korrekt. Habe ich irgendwo einmal etwas anderes behauptet? Wollen Sie hier eigentlich Gesetzesartikel aufzählen, die mir widersprechen oder die mir Recht geben?

      Sie schiessen ein Eigentor nach dem anderen zulasten der SNB.

      Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie und Ihren Chef Thomas Jordan aber gleich auf Artikel 18 des Nationalbankgesetzes aufmerksam machen, den Sie grosszügig „übersehen“.

      Art. 18 Abs. 2 besagt: „Der Mindestreservesatz darf 4 Prozent der kurzfristigen, auf Schweizerfranken lautenden Verbindlichkeiten der Banken nicht überschreiten.“

      Dieser Artikel ist entscheidend: Daraus geht hervor, dass die SNB eben nicht das Recht hat, von den Banken unbeschränkt Mindestreserven einzufordern. Das ist gleichbedeutend mit dem Satz, die SNB hat keine rechtliche Handhabe, ihre Geldmenge per Gesetz unbeschränkt aufzustocken.

      Halten die Banken nämlich Mindestreserven im Betrag von 4 Prozent, so darf die SNB nicht noch mehr Giroguthaben von den Banken fordern.

      Daraus folgt zwingend: Ist das Mindestmass von 4 Prozent überschritten, so haben die Banken das Recht, ihre Guthaben bei der SNB abzubauen.

      Ich wiederhole. Die Banken haben das Recht, ihre Guthaben bei der SNB abzubauen.

      Diese Guthaben der Banken bzw. Verbindlichkeiten der SNB-Bilanz kann die SNB nur abbauen, wenn sie entsprechendes Vermögen auf der Aktivseite verkauft.

      Daraus folgt ZWINGEND, dass die SNB entgegen den Behauptungen ihres Chefs Jordan Vermögen verkaufen muss – MUSS – wenn die Banken das fordern. Es gibt keine andere Möglichkeit.

      Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, wonach die SNB gegen Giroguthaben nur Banknoten hergäbe und umgekehrt ist damit ein und für allemal widerlegt.

      Es ist einfach Unfug, was uns SNB-Chef Jordan weismachen will – auch wenn die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich mit ihrem Doyen artig klatscht, wenn er solche Irrlehren verbreitet.

      DREIZEHNTENS:

      Art. 32

      Hier geht es um die Liquidation der SNB.

      Diesen Artikel haben Sie einfach auch noch hingeknallt – um den Eindruck bei der Leserschaft zu erwecken, viele Artikel widersprächen meiner Argumentation.

      Nochmals Bitte lesen Sie Ihre Artikel durch, bevor Sie diese mir schicken. Allesamt belegen das Gegenteil von dem, was Sie wollen. Alle geben mir Recht und der SNB mit Herrn Jordan falsch.

      Und was Sie mit Ihren AGB der SNB hier widerlegen wollen, ist mir vollkommen schleierhaft. Ich erspare mir diese vor dem Hintergrund ihrer oberflächlichen Arbeit.

      Ich komme zum Schluss:

      Herr „Roman Günter“ (wie ist eigentlich Ihr korrekter Name?), Sie haben hier eine ganz liederliche Arbeit geleistet: Sie haben eine Menge Artikel aufgelistet, die meinen Argumentationen widersprechen soll.

      Herablassend haben Sie geschrieben, nach dem Studium derselben würde ich einiges besser verstehen. Dabei haben Sie sich selber nicht einmal die Mühe gemacht, diese Artikel selber zu lesen.

      Sämtliche Ihrer Artikel untermauern meine Argumentation und widersprechen jener von SNB-Chef Jordan.

      Es ist beschämend für eine Zentralbank, solch liederliche Arbeit abzugeben. Sie haben damit SNB-Chef Jordan einen Bärendienst erwiesen.

      Es ist befremdend, dass nirgends in den Schweizer Medien eine Diskussion über die Irrlehren der Schweizer Nationalbank stattfinden kann – dabei es geht mittlerweile um 800 Milliarden.

      Befremdend ist auch, dass die SNB es nicht für nötig erachtet oder nicht den Mut hat, selber an der Diskussion hier über sie teilzunehmen.

      Befremdend ist auch, dass die Argumentation der SNB und insbesondere jene von Herrn Jordan hier unter Pseudonymen und anonym erfolgt.

      Die SNB und ihr Verhalten passen nicht in unsere Demokratie.

      Ich bitte den Bundesrat nun endlich bei der SNB zum Rechten zu schauen.

      Danke

      Marc Meyer

      P.S. Zum Schluss möchte ich noch auf die Bundesverfassung aufmerksam machen: Dort ist in Art. 99 festgehalten, dass die SNB im Gesamtinteresse des Landes handeln muss.

      Ist es im Gesamtinteresse der Schweiz, wenn die SNB ihr gesamtes Vermögen von fast 800 Milliarden im Ausland investiert und damit unter hohem Risiko die dortigen Volkswirtschaften ankurbelt, während sie in der Schweiz nicht einmal ein halbes Prozent davon investiert?

  26. Guten Morgen Herr Dr. Meyer,

    In weiten Teilen sind wir uns einig. Die Meinungen gehen auseinander nur in der Tatsache, dass gesetzliche Zahlungsmittel in der Schweiz per Gesetz Endbahnof sind. Es kann mit Hilfe vom Staat oder von Bundesrichtern nichts weiter gefordert werden. CHF ist die Schuld. Und nicht Gold, und nicht Euro, keine Aktien und keine Obligationen. CHF als gesetzliches Zahlungsmittel muss die SNB der Bank geben – und nichts anderes. Das kann sie in Noten machen oder als Sichtguthaben bei ihr. Dass dies für die SNB wiederum eine Schuld ist, spielt für die Bank keine Rolle.

    Historisch gesehen (Jahr 1999) hat hier für Zentralbankguthaben ein ähnlicher Transitionsprozess stattgefunden wie damals, als Banknoten nach und nach den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels erlangten.
    https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf
    (S. 7263).

    Dieser Prozess ist noch nicht am Ende angelangt – was die Qualifikation der Zentralbankguthaben nicht gerade erleichtert. Die Tendenz hin zum schuldfreien Aktivum ist aber klar erkennbar.

    Natürlich können Sie (als Privatperson) oder (als Geschäftsbank oder eine andere juristische Person die über einen SNB Konto verfügt) den juristischen Weg einschlagen und etwas anderes einfordern als „gesetzliche Zahlungsmittel“. Ich verfüge über keine Glaskugel und kann nicht wissen, ob eine solche Beschwerde/Klage überhaupt zugelassen würde.

    Herr Dr. Meyer sind Sie sich bewusst, dass Sie (nicht) eine Irrlehre aufgedeckt haben, sondern ein Betrug am Geldsystem? Sie als (Bank) Bank können laut Gesetzt zur SNB gehen und eine Banknote in Giroguthaben umtauschen (Bundesgesetz über die Währungen und Zahlungsmittel. Art. 7 Abs. 2).

    Die SNB sagt: „Hier hast du CHF (gesetzliches Zahlungsmittel) und jetzt verschwinde!“.

    Wo liegt der Haken den Sie aufgedeckt haben?

    Die Bewertung der Giroguthaben richtet sich nach der Bewertung des Vermögens der SNB. Um die Sichtguthaben abzubauen muss die SNB Vermögenswerte verkaufen. Aber die SNB hat die CHF bereits auf dem Konto der Bank gutgeschrieben.

    Sehen Sie? Natürlich haben Sie Recht. Na und? Das Ganze erinnert mich an die Fehlkonstruktion 2. Säule und 3. Säule Doktrin.

    Herr Dr. Marc Meyer Sie sind ein Ehrenmann und lieben unser Land. Wer die Wahrheit sagt, wo alle anderen sich stillschweigend auf anderes geeinigt haben, legt unvermeidlich Machtverhältnisse bloss und mehr als das. Da diese Macht sich unausgesprochen verbreitet, also ohne das Prinzip der Täuschung nicht bestehen könnte, bedeutet ihr Benennen gleichzeitig ihr Ende.

    Bleiben Sie uns lange erhalten, und ich ermutige Sie weiterhin zu schreiben, auch wenn man oftmals sehr einsam sein kann, aber glauben Sie mir hinter Ihren Schriften stehen vielmehr Menschen als Sie sich vorstellen können.

    MfG

    • Guten Tag, Arbeitgeber (AHV Rentner)

      Sie stellen fest, dass…
      „Die Bewertung der Giroguthaben richtet sich nach der Bewertung des Vermögens der SNB. Um die Sichtguthaben abzubauen muss die SNB Vermögenswerte verkaufen. Aber die SNB hat die CHF bereits auf dem Konto der Bank gutgeschrieben.“

      Die Giroguthaben werden nicht bewertet, sie sind nominal gesetzlich fixiert. Die SNB wird auch keine Sichtguthaben abbauen, sondern eine schwächere Nachfrage nach Schweizer Franken durch Verkäufe aus den Aktiven kompensieren. (Die Geschäftsbank kauft Devisen und zahlt mit Schweizer Franken – das Girokonto wird belastet). Damit verkürzt sich die Nationalbank-Bilanz entsprechend. Durch die positive Wertentwicklung der Aktiven durch den schwächeren Franken als Bewertungswährung, werden die Girokonti stärker abnehmen, als dies auf der Aktivseite geschieht. Die Differenz wird als Gewinn ausgewiesen.

      Ich sehe hier keinen Haken und kann Ihren „Betrug am Geldsystem“ nicht nachvollziehen. Vielleicht haben Sie dazu zusätzliche Informationen?

      Beste Grüsse

  27. Marc Meyer erhöht auf 1:12 – herzlichen Glückwunsch!

    Fehlen jetzt nur noch Addendum III – MCDLXI. Freuen wir uns darauf! 👍

    Walt Rother

    9. Juli 2018 / 22:13

    Wunderbar, jetzt steht es bereits 1:10! Auf jeden Kommentar eines Lesers gibt es 10 Wortmeldungen von Marc Meyer.
    Kann Herr Meyer sich immer noch weiter steigern?
    Seien wir gespannt!!

  28. @Arbeitgeber AHV Rentner

    Genauso wie Sie mit Buchgeld auf einem Konto etwas bezahlen können, genauso können die Banken mit ihrem Geld suf dem Konto bei der SNB etwas bezahlen.

    Das habe ich nun schon aus buchhalterischer wie auch aus rechtlicher Sicht zur Genüge bewiesen..

    MfG

  29. „@Roman Günter“ und orignieller Bisserwesser
    Aus dem Gesetz geht hervor, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB reduzieren können. Die Banken dürfen mit ihrem Geld bei der SNB Zahlungen tätigen.
    Daraus folgt, dass die SNB Aktiven überweisen muss auf Anordnung der Banken.“

    Aber Herr Meyer,
    Die SNB kann den Banken doch Banknoten (immerhin auch gesetzliches Zahlungsmittel) senden und so die Giralgeldguthaben verringern.

    Oder sagt das Gesetz explizit, dass Banknoten auch als Teil der zu reduzierbaren Guthaben gehören?

    • @Peter Keller

      Ob Schuld in Papierform verbrieft ist oder in elektronischer Form spielt keine Rolle.

      Banken müssen laut Gesetz Banknoten nicht annehmen.

      Zahlungsverkehr würde zusammenbrechen.

      FreundlicheGrüsse

      Marc Meyer

    • Aber Banknoten sind doch gesetzliches Zahlungsmittel, nicht?

      Für Geschäftsbanken soll die Annahmepflicht von gesetzlichem Zahlungsmittel also nicht gelten?

  30. Aber, aber Herr Meyer, wer wird denn so tun als ob er nicht schon längst 100 Mal oder öfter über die in der Schweiz geltenden Gesetze aufgeklärt wurde?
    Sie wissen ganz genau, dass Ihre Position unhaltbar ist und jetzt wollen Sie so tun als ob man Sie mit Argumenten beeindrucken könnte😆. Über dieses Stöckchen springen nur Naive.
    Darum lache ich weiter über Ihre irren Tipps und „Analysen“ und freue mich schon einmal auf Ihren nächsten Anfall 😂😂😂.

    • Nochmals: Belegen Sie Ihre Behauptungen mit den entsprechenden Gesetzesartikeln.

      Ihr albernes Getue hier bringt Sie und Herr Jordan, dessen Argumentation Sie hier vetreten, nicht weiter.

  31. @anonyme SNB-Fürsprecher

    Ich will Gesetzesartikel sehen – nicht einfach mantraartig wiederholte Behauptungen und Phantasien.

    Ich habe Gesetzesartikel geliefert. Sie? Offenbar sind Sie dazu nicht fähig. Genauso unfähig wie Jordan und Konsorten.

    mfG

  32. Nachtrag II

    Die fatale Irrlehre von SNB-Chef Jordan

    Immer und immer wieder geistert die Irrlehre des Herrn Jordan durch die Kommentare.

    Demnach habe die SNB seit Abschaffung des Goldstandards das Recht, Ihre ausstehenden Verbindlichkeiten mit selbst gedrucktem Geld aus dem Nichts zu begleichen. Die Kausalkette lautet wie folgt: Da die SNB gegen Banknoten kein Gold mehr hergeben müsse, folge, dass die SNB unbeschränkt Geld drucken könne und damit sämtliche Schulden bezahlen könne.

    Das ist die Begründung, weshalb die SNB bei negativem Eigenkapital der SNB ihre Bilanz nicht deponieren müsse und das war auch die Begründung bei Einführung des Mindestkurses, weshalb die SNB unbeschränkt Geld drucken und damit den Euro bei 1.20 halten könne.

    Ferner folgert SNB-Jordan, die SNB gebe gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld. Die Banken hätten kein Anrecht auf einen anderen Wert von der SNB als Notenbankgeld.

    Hätte Jordan Recht, so würde daraus folgen, dass Notenbankgeld nie mehr reduziert werden könnte. Die Banken dürften wohl der SNB einen Wert übergeben (z.B. Euros, Dollars, Wertschriften, Gold usw.) und damit ihre Guthaben bei der SNB erhöhen; sie dürften diese Guthaben aber nie mehr abbauen.

    Daraus folgert Jordan irrigerweise, könne die SNB nie Konkurs gehen, weil sie ihr Fremdkapital nie zurückzahlen müsse. Dieses sei deshalb immer zu 100 Prozent zu bewerten und könne nicht an Wert verlieren.

    Die ganze Argumentation von SNB-Chef Jordan ist wirr. Ich will hier nochmals versuchen, das zu verdeutlichen:

    Im Prinzip begeht Jordan hier zwei Denkfehler: Einmal sagt er, die SNB müsse ihre Schulden nicht zurückzahlen und gleichzeitig behauptet er, durch Emission von Notenbankgeld würden die Schulden der SNB reduziert. Das ist bereits ein Widerspruch in sich selbst.

    Per Nationalbankgesetz Art. 9 führt die SNB die Konten der Geschäftsbanken. Ein Konto führen bedeutet für eine Bank, dass sie die Anweisung der Bankkunden befolgt.

    Will der Kunde sein Bankguthaben vergrössern, so darf er das. Genauso darf er es reduzieren. Mit anderen Worten; Die Banken zahlen auf ihre SNB-Konten ein und heben davon wieder ab. Die SNB muss die Anweisungen der Banken befolgen. Will eine Bank ihr Guthaben bei der SNB reduzieren, so liegt das in ihrer Ermächtigung und die SNB muss ausführen („Konto führen“).

    Die SNB kann die Guthaben der Banken nur reduzieren durch Übergabe von Aktiven (Vermögen).

    Artikel 18,2, NBG besagt: „Der Mindestreservesatz darf 4 Prozent der kurzfristigen, auf Schweizerfranken lautenden Verbindlichkeiten der Banken nicht überschreiten.“

    Aufgrund dieses Artikels folgt zwingend, dass die SNB die Banken nicht dazu zwingen darf, mehr Geld bei der SNB zu halten als 4 Prozent. Wird dieses Mass überschritten, so haben die Banken das Recht, ihre Guthaben bei der SNB zu reduzieren bis hinunter auf 4 Prozent. Die SNB darf das nicht verweigern.

    Die Guthaben der Banken bei der SNB können nur reduziert werden, wenn die SNB den Banken entsprechende Aktiven übergibt. Alles andere ist buchhalterischer Nonsens.

    Ich bitte den Bundesrat, solche Irrlehren bei der SNB nun dringend abzustellen.

    Verfügt die SNB nicht mehr über genügend Vermögen, um ihre ausstehenden Geldmenge entsprechend zu reduzieren, so ist die SNB Konkurs.

    Ferner besagt das Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel in Artikel 7: „ Sie (die SNB) nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, die SNB könne ihre Schulden gegenüber den Banken begleichen durch Übergaben von Banknoten ist also genauso eine „Ente“.

    Die Banken dürfen der SNB jederzeit ihre nicht benötigten Banknoten übergeben. Konklusion: Sie müssen diese nicht annehmen, wie Jordan irrigerweise behauptet.

    Ganz zu Schweigen von der Tatsache, dass die SNB-Schulden durch Übergabe von Banknoten gar nicht getilgt werden, wie die SNB-Chaoten behaupten.

    Eine Reduzierung der Passivseite der SNB-Bilanz findet nicht statt bei einer Emission von Banknoten. Die Passivseite kann nur reduziert werden bei einer entsprechenden Reduktion der Aktivseite. Um das zu begreifen braucht es nicht einen allzu hohen IQ. Ist die SNB bereits am Limit?

    Es wird höchste Zeit, dass die Zentralbanker (und Jordan ist nicht der einzige – alle plappern einander nach) nun endlich aufhören mit ihren fantastischen und gefährlichen Irrlehren.

    Schon klar: Da eine Privatperson bei der SNB kein Konto führen kann, kann sie auch nicht eine Banknote gegen Gold eintauschen. Davon aber abzuleiten, die SNB müsse ihre Schulden gegenüber den Banken nie mehr abbauen ist barer Unfug der Zentralbanker und Wirtschaftsprofessoren.

    Genauso wie eine Privatperson bei einer Geschäftsbank Geld hält, um Zahlungen zu tätigen, genauso halten die Banken Geld als Zahlungsmittel bei der Zentralbank. Gibt eine Privatperson ihrer Bank den Auftrag, eine Zahlung zu tätigen, so muss die Banken diesen Auftrag ausführen, auch wenn die Zahlung an eine andere Bank geht und zu einer Bilanzverkürzung führt.

    Eine Zahlung erfolgt durch Übertrag von Vermögen auf das Konto des Empfängers.

    Genauso haben die Banken das Recht, mit ihrem Geld bei der Zentralbank Zahlungen in Auftrag zu geben. Die SNB muss die Zahlungsanweisungen der Geschäftsbanken befolgen, auch wenn das zu einer Bilanzverkürzung bei der SNB führt.

    Es geht nicht um das lapidare Beispiel, dass ein Privatkunde mit einer Banknote zur SNB gehen kann, und diese nicht gegen Gold eintauschen kann. Es geht aber darum, dass die Banken ihr Geld als Zahlungsmittel verwenden können. Darum geht es.

    Fällt das Vermögen der SNB unter den Wert des Geldes, das die Banken bei der SNB halten, so kann die SNB die Zahlungsanweisungen der Banken nicht mehr befolgen und ist Konkurs.

    Unglaublich, mit welcher Sturheit und Arroganz die Zentralbanker und ihre anonymen Vertreter hier ihre Irrlehre kolportieren. Unfassbar.

    Unglaublich auch, dass Professoren und Zentralbankchefs wie Jordan, Weidmann oder Axel Weber offenbar nicht über genügend geistige Flexibilität verfügen, um ihre Irrlehre als solche zu erkennen oder nicht über die charakterliche Grösse, zu ihren Irrtümern zu stehen.

    Marc Meyer

  33. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

    Obwohl die Banknote bei der SNB eine Schuld ist, kann ich als Gläubiger bei der SNB nichts geltend machen. Ich kann die Banknote nicht gegen Gold eintauschen. Es ist buchhalterisch für die SNB eine Schuld, aber sie verpflichtet rechtlich zu nichts.

    MfG

    • @Arbeitgeber

      Doch

      Eine Bank kann jederzeit eine Banknote an die SNB zurückgeben. Diese muss ihr den Betrag gutschreibenr

      Und mit dem Guthaben bei der SNB kann die Bank jederzeit etwas bezahlen. Das führt zu einer Bilanzverkürzung bei der SNB.

      Maec Meyee

    • Aber Herr Meyer, von wegen Buchhaltungsverständnis…

      „…Das führt zu einer Bilanzverkürzung bei der SNB“

      Mit der Bilanz der Nationalbank passiert gar nichts. Das Girokonto der Bank wird belastet, das Girokonto einer anderen Bank gutgeschrieben. Erst wenn die Bank direkt von der Nationalbank kauft, verkürzt sich die Bilanz der SNB.
      Ein sehr simples Konzept, einfach zu verstehen eigentlich.

  34. @Wesserbisser
    Ihre Fragen „Was genau schuldet die SNB einer Geschäftsbank, wenn Sie der Geschäftsbank hundert Milliarden gutschreibt? Was muss die SNB der Geschäftsbank zurückgeben?“ sind leicht zu beantworten, denn die Antworten stehen im Gesetz. Die SNB muss den Geschäftsbanken SNB-Guthaben oder Banknoten geben, dann sind die Schulden der SNB beglichen. Niemand kann die SNB hingegen zwingen, irgendwelche Aktiva herauszurücken – davor ist sie per Gesetz geschützt.
    Das klingt vielleicht etwas bizarr, doch es gibt ganz gute Gründe dafür.
    Vor allem müssen Sie jedoch bedenken, dass die Geschäftsbanken und deren Aktionäre die Spielregeln kennen. Trotzdem geschäften sie mit der SNB. Folglich handelt es sich nicht um Betrug oder irgendeine andere dunkle Machenschaft.

    • @Walt Rother,

      „Niemand kann die SNB hingegen zwingen, irgendwelche Aktiva herauszurücken – davor ist sie per Gesetz geschützt.“

      Das sind die „juristischen Kniffe“ die den Betrug am Geldsystem erst möglich gemacht haben. Es geht weder um dunkle Machenschaften, och um Verschwöhrungstheorien und noch viel weniger der SNB Betrug vorzuwerfen. Nein. Die juristischen Tricksereien dienen die doppelte Buchhaltung auszuhebeln.

      Fazit: die juristische Sicht gibt die Konventionen wider. Die doppelte Buchhaltung spiegelt uns (vor allem die Steuerzahler) die Realität vor.

      Weiter unten habe ich da kurz skizziert.

    • Das Gesetz gibt ganz klar vor, dass die SNB Aktiven zu liefern hat, wenn die Banken ihre Guthaben bei der SNB reduzieren wollen.

      Der Jordan’schen Irrlehre zum Trotz.

      Lesen Sie dazu bitte meinen Nachtrag II

      Danke.

  35. Guten Tag Herr Meyer

    Ich habe schon mehrmals versucht Ihre Argumentation zu verstehen. Das fällt mir leider etwas schwer, da mein Crashkurs in Buchhaltung kurz war und schon lange zurück liegt.

    Nehmen wir aber einen Ausschnitt aus dem Artikel:

    „Gutschreiben“ heisst, eine Schuld als solche eingestehen. Wenn die SNB also hunderte Milliarden den Banken gutgeschrieben hat, so ist sie damit eine Schuld gegenüber den Banken eingegangen.

    Was genau schuldet die SNB einer Geschäftsbank, wenn Sie der Geschäftsbank hundert Milliarden gutschreibt? Was muss die SNB der Geschäftsbank zurückgeben? Was muss die Geschäftsbank der SNB zurückgeben?

    • Das ist eine ganz wichtige Frage.

      Und in der Schweiz ist die Situation etwas speziell.
      Zum Glück ist die SNB als eine AG, sprich mit begrenzter Haftung für die Aktionäre, organisiert! Ansonsten wäre es für uns zappenduster! Toll ist es so oder so nicht, aber mit unbeschränkter Haftung könnten wir in der Schweiz das Licht ausmachen.

      Wer sind im weltweiten Geldsystem eigentlich die Schuldner?

      Und was wir letztlich geschuldet, resp. was steht als Sicherheit dahinter?

      Herr Meyer hat oft angemerkt, dass man auf Aktiven Anspruch hat. Moralisch und buchhalterisch womöglich.
      Und im Falle einem geordnetem Kurs ist es auch so. Praktisch gesehen naja… nicht ganz.

      Letztlich ist es 1 System und die grössten Player halten alle gegenseitig ihre nicht gedeckten Währungen als Aktiven.

      A hat keine eigene Deckung, verwendet aber B und C als „Sicherheiten“
      B hat keine eigene Deckung, verwendet aber A und D als „Sicherheiten“
      C hat keine eigene Deckung, verwendet aber B und D als „Sicherheiten“
      D hat keine eigene Deckung, verwendet aber C und A als „Sicherheiten“

      Merkt ihr was?

    • Die Geschaftsbank darf mit ihrem Geld Zahlungen machen.

      Genauso wie Sie mit Ihrem Geld auf einer Geschäftsbank Zahlungen machen können.

      MfG

    • Die Geschäftsbank darf mit ihrem Geld Zahlungen tätigen.

      Genauso wie Sie mit Ihrem Geld bei einer Geschäftsbank Zahlungen tätigen dürfen.

      MfG

    • Was genau schuldet die SNB einer Geschäftsbank wenn Sie der Geschäftsbank hundert Milliarden gutschreibt?

    • @Peter Keller: Merkt ihr was?

      Sieht nach Rehypothecation mit Rekursion aus.

      Aber mich interessiert momentan nur die Schuld eines Hierarchiesprungs: Was die SNB einer Geschäftsbank schuldet wenn sie Währung verteilt.

    • @Wesserbisser
      „Was genau schuldet die SNB einer Geschäftsbank?“

      „Nicht das, was Herr Meyer denkt“ – wäre die kürzeste, aber vermutlich etwas unbefriedigende Antwort. Geldschulden kann die Nationalbank gemäss OR mit einer Gutschrift auf das Girokonto der Geschäftsbank abschliessend bezahlen. Das Girokonto ist gesetzliches Zahlungsmittel. Entgegen der Meinung von Herrn Meyer, gilt auch für die Nationalbank (sie kann einfach nicht ein Girokonto in eigenem Namen führen).

      Die Nationalbank ist hingegen verpflichtet, das Girokonto technisch so zu er- und unterhalten, dass die Geschäftsbank uneingeschränkt darüber verfügen kann und muss dafür sorgen, dass immer genügend Mittel zur Verfügung stehen, um einen geregelten Zahlungsverkehr in der Schweiz zu gewährleisten.

      Die Nationalbank hat also eine Dienstleistungspflicht und keine Geldschulden.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter“ und orignieller Bisserwesser

      Aus dem Gesetz geht hervor, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB reduzieren können. Die Banken dürfen mit ihrem Geld bei der SNB Zahlungen tätigen.

      Daraus folgt, dass die SNB Aktiven überweisen muss auf Anordnung der Banken.

      Kann ich belegen. Habe ich belegt. Ihre Behauptung lässt sich nicht belegen – Weder juristisch noch buchhalterisch.

      Lesen Sie meinen Nachtrag II.

      mfG

    • @Roman Günter

      Sie widersprechen sich andauernd:

      Weiter unten haben Sie geschrieben:

      „Niemand im Umkreis der Banken spricht von schuldtilgendem Geld der Nationalbank.“

      Her schreiben Sie nun das Gegenteil:

      “ Geldschulden kann die Nationalbank gemäss OR mit einer Gutschrift auf das Girokonto der Geschäftsbank abschliessend bezahlen. Das Girokonto ist gesetzliches Zahlungsmittel.“

      Aber offensichtlich bemerken Sie nicht einmal, dass Sie sich um 180 Grad widersprechen.

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Es überrascht mich nicht, dass Sie das nicht verstehen (wollen). Niemand im Umkreis der Banken spricht von schuldtilgendem Geld der Nationalbank, sondern, dass die Nationalbank uneingeschränkt liquide ist. Was das bedeutet, habe ich Ihnen nun schon genügend dargelegt. Das schuldtilgende Geld ist Ihre persönliche Erfindung, um Ihre Dogmen rationalisieren zu können.

      Das Girokonto der Banken ist und bleibt eine Verbindlichkeit der Nationalbank gegenüber den Geschäftsbanken. Wären Sie Buchhalter, würden Sie verstehen, dass die Bilanzposition alleine noch keine Forderung oder Verpflichtung darstellt. Sie wüssten, dass das zu Grunde liegen Rechtsgeschäft sauber erfasst und dokumentiert sein muss, um die effektive Forderung oder Verpflichtung zu begründen. Effektiv bleibt in unserem Fall für die Nationalbank nur eine Dienstleistungspflicht bestehen, solange der Schweizer Franken gesetzliche Währung und das Girokonto gesetzliches Zahlungsmittel bleibt.

      Was Ihnen als 180 Grad Widerspruch erscheint, liegt an Ihrer oszillierenden Betrachtungsweise der Sachverhalte.

      Beste Grüsse

  36. Lieber Marc Meyer

    Scheitern macht Spass, niemand wüsste das besser als Sie😂!

    Ich geniesse jetzt das Warten auf den Untergang der Schweiz und lache weiter über Ihre Expertentipps. Machen Sie doch auch mit dabei 😂😂😂😂😂, das hält gesund!

  37. @“Walt Rother“

    Sie werden mit Ihrem Pseudonym Walt Rother genau so scheitern, wie Sie mit Ihren Pseudonymen „Urs Abderhalden, The Real MM (Dr.) , Nick Norman“ undsoweiter undsofort gescheitert sind.

    Was meint eigentlich der Präsident des SNB Bankrates, Jean Studer, dazu, dass jemand aus dem direkten Umfeld des SNB Bankrates hier den anonymen SNB Clown gibt?

    Marc Meyer

    • Herr Meyer;

      Haben Sie im Ernst das Gefühl, jemand aus der SNB oder deren Umfeld würde sich auf einer Internetplattform wie z.B. IP tummeln? Die bevorzugen Podiumsgespräche und keine Blogs, wo anonyme Blogger ihren Frust ausleben, angeheizt durch Fake News.

    • ich denke, dass eher der „Investor“ aus der SNB ist als der Walt Rother

    • Die SNB weicht jeder Diskussion aus. Es gibt keine Podoumsdiskussiinen zum Thema.

      Und hier auf diesem Blog wird die Diskussion von SNB nahen Kreisen torpediert.

  38. @AHV Rentner und Will williamson

    Vielen Dank für den Link zu einem alten Artikel von mir, den ich schon fast vergessen hatte

    (Swissmem und Johann Schneider Ammann sind Profiteure der irrwitzigen SNB Devisenspekulation.)

    Danke

    Marc Meyer

  39. Guten Morgen Herr Jonas Hügli,

    genauso ist es. Mehr Transparenz würde helfen, die öffentliche Diskussion zu versachlichen. Was macht die SNB?

    Guten Morgen Herr Roman Günter,

    Nach der Abwertung ist der EK der SNB von 86 auf 34 Milliarden gesunken. Annahme: Hätte die SNB zuvor noch weitere 200 Milliarden Franken in die Verteidigung des Frankens gesteckt, wäre sie – technisch – Pleite gewesen. Ich frage Sie: Hat die SNB die Spiel- und Buchhaltungsregeln der Nach-Goldstandard-Ära begriffen?. Und die Rolle der Medien?

    https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/euro-mindestkurs-snb-ernst-baltensperger-1.18458737

    Guten Morgen @will williamson,

    ja genau: Danke dafür.

    https://insideparadeplatz.ch/2013/07/10/swissmem-und-johann-schneider-ammann-sind-profiteure-der-irrwitzigen-devisenspekulationen-der-snb/

    Dieser Artikel ist m.E. ein historisches Dokument zu den Hintergründen die an Verlogenheit kaum zu überbieten sind. Der Modus operandi ist: Man argumentiere so lange im Kreis, bis man am Schluss den Zirkel nicht mehr sieht. Den Steuerzahlern wird man bald erklären, dass die SNB mit Konventionen operiert, und dass das Passivum keinen Anspruch auf die Aktiven erheben kann. Die Steuerzahler werden verwirrt fragen; ja wieso habt ihr hinter den Konventionen die Realität nicht gesehen?.

  40. @Roman Günter

    Danke für Ihren Beitrag

    Natürlich behaupten die Zentralbanker weltweit, sie könnten mit selbst gedrucktem Geld ihre eigenen Schulden bezahlen und könnten deshalb nicht Konkurs gehen.

    Stehen Sie doch dazu.

    Lesen Sie den Kommentar von „Thomas“ mit den meistrn „thumbscup“.

    MfG

    Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Danke für Ihren Beitrag

      Natürlich behaupten die Zentralbanker weltweit, sie könnten mit selbst gedrucktem Geld ihre eigenen Schulden bezahlen und könnten deshalb nicht Konkurs gehen.

      Stehen Sie doch dazu.

      Lesen Sie den Kommentar von „Thomas“ mit den meistrn „thumbscup“.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Addendum

      Die SNB investiert 800 Milliarden im Ausland und nicht einmal ein halbes Prozent davon in der Schweiz.

      Das ist nie und nimmer im Gesamtinteresse dee Schweiz. Die SNB verstösst damit gegen unsere Bundesverfassung.

      Will die SNB die Schweizer Wirtschaft ankurbeln, so muss sie in der Schweiz investieren, nicht im Ausland.

      Es gäbe viele Investitionsmöglichleiten in der Schweiz.

      Mit dem Kauf von facebook Aktien kurbelt die SNB die Schweizer Exportindustrie bestimmt nicht an.

      MfG

      Marc Meyer

  41. Herr Meyer

    Niemand im Umkreis der Banken spricht von schuldtilgendem Geld der Nationalbank. Die Nationalbank legt auch ihre Verbindlichkeiten für jedermann ersichtlich dar. Sie ist sich offensichtlich auch bewusst, dass sie kein Staatsfonds ist.

    Sollte die anhaltende Nachfrage nach Schweizer Franken nachlassen, wird die Nationalbank erwartungsgemäss auch anfangen, ihre Aktivpositionen wohl dosiert zu veräussern.

    Gerade Sie als Volkswirtschaftler sollten aber wissen, dass das Volumen der Schweizer Titel viel zu klein ist, um Bewegungen in dieser Grössenordnung zu absorbieren. Resultat wäre ein Kurssturz und eine langfristige Schädigung der Privatinvestoren in der Schweiz.

    Die Nationalbank muss also zwingend in sehr liquide Anlagen mit hohem Volumen investieren und in dieser Grössenordnung macht dies nur mit Auslandsanlagen wirklich Sinn, wenn man keine zusätzlichen Gefahren für die Schweizer Wirtschaft riskieren will.

    Beste Grüsse

  42. Danke für diese grossartigen Tipps:
    „Als Devisenhändler muss ich jetzt im Franken „long“ sein“ (Meyer I)
    und
    [es]“ ist damit zu rechnen, […] dass die Schweiz den Euro einführt zu einem Kurs, der die SNB-Verluste neutralisiert. Also zu einem starken Euro respektive umgekehrt zu einem schwachen Franken.“ (Meyer II)

    Wunderbar: Meyer rät uns, Franken zu kaufen weil sie über kurz oder lang zu einem schlechten Kurs in Euro umgewandelt werden.

    Danke, Marc Meyer! So lieben wir den Rat von Experten 😂.

    • Dürfen wir unbedarften Leser auch um sachliche Argumente bitten oder ist das nur Herrn Meyer gestattet😅?

  43. Ich denke die Aussage von Ueli Maurer ist etwa so zu beurteilen, wie wenn wir zwischen all den Fake News in unseren Mainstream-Medien eine einzelne, objektive Meldung entdecken. Das macht glaubwürdig und hält die schlafenden Abonennten bei der Stange.

    Die SNB ist genau genommen nichts anderes als ein finanzieller Statthalter des Rotschild-Finanzimperiums, genauso wie jede andere Zentralbank dieser Welt auch. Die Zentrale ist nach wie vor die City of London, inkl. der Bank of England. Hier laufen alle Fäden der Finanzströme weltweit zusammen. Die City of London ist exterritoriales Gebiet, genauso wie Washington D.C. oder die Bank BIZ in Basel. Hier haben keine Behörden rechtlichen Zugriff, weder Steueramt, Polizei noch Richter. Es ist ein von der jeweiligen Regierung abgekoppeltes System, das ihre eigenen Gesetze und Ziele hat. Alle Zentralbanken dieser Welt werden von dieser Schatten-Weltmacht gesteuert und gelenkt.

    Ferner sind alle Währungen ungedeckt und gegenseitig von einander abhängig. So basiert der US$ in seinem Ursprung auf Linzenzen des Britischen Pfunds. Der EURO wiederum basiert auf US$-Lizenzen. Es ist alles nur Schein und Luft und gegenseitig von einander abhängig, und darin verborgen ist die ausgeklügelte Maschinerie, die das Kapital weltweit von fleissig nach reich transferiert. Wir alle helfen dabei mit und drehen bereitwillig am uns zugeteilten Rädchen des Systems mit, und erkennen dabei nicht, was wir damit anrichten.

    Mit Donald Trump ist eine neue, andere Machtelite ans Ruder gekommen, die von den Eliten, die grade dabei sind abgelöst zu werden, auf allen Ebenen bekämpft wird. Trump wird ja bald mehr gebashed als Putin – in beiden Fällen mit System. Er wird in den Medien auch immer als asozial, unkonventionell, rüpelhaft, unüberlegt und als Lügner dargestellt. Ich bin kein Trump-Fan, er repräsentiert ja auch nur eine Elite, jedoch hat er schon mehr Wahrheiten ausgesprochen als all die heuchlerischen Präsidenten vor ihm, und räumt mit dem Satanisten- und Pädophilenpack auf, das ein tragendes Element oberster Ebenen darstellt. In der Ära Trump wurden bereits über 35’000 Sealed Indictments hinterlegt! Hinter Trumps Handeln steckt eigentlich ausgeklügelte Strategie und Politik, um Schritt für Schritt voranzukommen. Es scheint sich somit u.a. abzuzeichnen, dass das Jahrhunderte alte Machtzentrum der City of London abgelöst und wo anders hin tranferiert werden könnte.

    Also alles was die SNB macht oder unterlässt, tut sie nur zum Schein für die Schweiz oder den Steuerzahler, dahinter stecken jedoch komplett andere Interessen, die von aussen betrachtet nur schwer einzuordnen und zu verstehen sind. Und glauben Sie mir, auch die übrigen Bundesräte neben Maurer können rechnen und wissen was doppelte Buchhaltung ist, sie verschleiern nur alle, in wessen Interessen sie tatsächlich handeln, erzählen uns am Laufmeter Unwahrheiten und präsentieren uns „optimierte“ Statistiken.

    • @Visionär

      Danke

      So negativ sehe ich es nicht unbedingt.

      Interessant trotzdem, dass meine Analyse der Geldschöpfung verpönt war, bis die Bank of England mir abschrieb und ihren Namen darunter setzte.

      In der Hackordnung der Geldtheorie und Geldpolitik ist tatsächlixh die Bank of England zuoberst.

      MfG

      Marc Meyer

  44. Wieso ist das so ein Problem? Wenn die SNB Geld schöpft, dann müsste doch die Buchung heissen Devisen / Eigenkapital. Der Verlierer dabei ist jeder der Franken Guthaben hat, weil je mehr Franken insgesamt im Umlauf sind, desto höher die Inflation. Inflation = Entwertung des Frankens. Wenn also die SNB den Franken Kurs tief halten und damit die Exportindustrie nachhaltig schützen will, soll sie das. Solange die Inflation des Frankens nicht höher als die Inflation des Euros ist. Die Schulden kann die SNB mit der Geldschöpfung schon tilgen, weil damit nicht das Fremdkapital steigt.

    • @Rudi Delengo

      Danke

      Die Buchung bei der Geldschöpfung heisst:

      Devisenanlagen an Giroverbindlichkeiten gegenüber Banken.

      Nicht an Eigenkapital.

      Will die SNB die CH Wirtschaft ankurbeln, so muss sie in der CH investieren und nicht im Ausland.

      Einfach eigentlich.

      MfG

  45. Ich empfehle jedem das Buch Megacrash von Peter Hannich erschienen im Kopp-Verlag zu lesen… Ein wenig überzogen für die Schweiz, für Deutschland aber realistisch. Und dann kurbelt den Verkauf von Notvorräten, Gaskochern, Umkehrosmosegeräten an. Der Tag der neuen Ordnung ist nicht mehr weit…

    • @Münch Hausen

      Sie meinten vermutlich Günter 😉
      ….Günter Hannich, der alberne Finanzmarktprophet…
      Euro-Uriella und Verschwörungsfantast

    • @Münch Hausen

      Danke

      Wir sollten nicht fatalistisch werden.

      Die Zentralbanker und ihre Wasserträger, die Wirtschaftsprofessoren, müssen jetzt einfach mal vom hohen Ross runtergeholt werden.

      Sie sollen erst mal ihre Hausaufgaben in den Fächern Sprache, Buchhaltung und Recht nachholen.

      So simpel.

      MfG

    • Nun ja, ich hab’s zwar nicht mit Hanich, aber auch Prominente Wirtschafts und Finanzfachleute sind dessen Meinung …..oder auch umgekehrt.
      Hanich erfindet seine Sachen nicht selber.

      Von Dr. Willhelm Hankel hiess es sogar, dass er sich für seine Vorträge am liebsten in Goldmünzen bezahlen lies.

      Hankel, Schachtshneider, Bandulet, Stelter, Bopp und sehr viele andere halten den Crash für unausweichlich.
      Nur darüber was für Folgen er haben wird kann man streiten.
      Ob dabei ein Bürgerkrieg realistisch ist …….ich denke ja.

      Wenn die Pensionen weg sind…….. werde ich mich jedenfalls an so einem sofort beteiligen. Dann werde ich der Teufel in Person.
      ———————————

      Wer in Deutschland sein Leben lang genau 1000 Euro Lohn versteuerte, bekommt nach einer Berechnung die mal einer anstellte, ca. 450 Euro Pension. Der Italiener hingegen ca. 950 Euro.
      Aber ich glaube keiner von beiden dürfte sie in 10 Jahren noch erhalten.
      Die einen runnieren ihr Land gerade, die anderen haben es schon getan, Leben aber noch auf Pump erst mal gut weiter.

      Ein Rentner der in DE dann 450 Euro bekommt und ein Pensionär der in der Schweiz mit Pension und AHV 2000.- Erhält, ………..wo ein illegaler Migrant 2-3000 kostet oder in Falle DEeutschlands mit 1800 Euro Monatlich zu Buche schlägt, was meinen Sie was dann alles möglich wird……?

      Ist ein Szenario wie in Jugoslawien zu weit hergeholt…….?

      NEIN.

  46. Ueli Maurer hat recht: Der Erste, der einsieht, dass die SNB sich hoffnungslos verrannt hat
    5.7.2018 Marc Meyer 131 Kommentare

    „An der Grenze des Erträglichen“ – so beurteilt Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer die Bilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Als ehemaliger Präsident des Zürcher Bauernverbandes ist Maurer zu einer Milchbüchlein-Rechnung fähig. Als Inhaber des eidgenössischen Buchhalter-Diplomes kann er auch eine Bilanz beurteilen.
    Eine Milchbüchlein-Rechnung und einfachste Bilanzkenntnisse genügen, um zu erkennen, dass Maurers Erkenntnis überfällig ist, aber höchstwahrscheinlich zu spät kommt. Als vehementer Gegner eines EU-Beitritts hätten er und seine politischen Weggenossen längst erkennen sollen, dass die Bilanz der SNB die grösste Gefahr für die Einführung des Euro in der Schweiz und letztlich sogar für einen möglichen Beitritt der Schweiz zur EU darstellt.
    Maurers Aussage bedeutet ein Paradigmen-Wechsel in der Schweizer Politik. Bei Einführung des Euro-Mindestkurses lauteten die Parolen sämtlicher Schweizer Politiker und Wirtschaftswissenschafter noch wie folgt:
    „Die SNB kann unbeschränkt Franken drucken und damit Euros kaufen“ (Professor Baltensperger, Spiritus Rector SNB, in NZZ); „Die Reihen hinter der Nationalbank müssen geschlossen werden“ (Hans Hess, Präsident Swissmem, SRF); „Es ist egal, wenn die Nationalbank eine Billion Devisenreserven besitzt, denn sie kann ja selber Geld drucken (Pirmin Bischof, Ständerat CVP, SRF); „Wir werden Franken drucken, bis den Ausländern die Ohren wackeln“ (Peter Bodenmann, vormals SP-Präsident, NZZ) undsoweiter undsofort.
    Vorbei sind die Zeiten, in denen die Notenbanker dem Volk und seinen Vertretern mit unverständlichen Floskeln („Geldschöpfung aus dem Nichts“) eine „Hokuspokus-Theorie“ vorgaukeln konnten und alle ehrfurchtsvoll nickten.
    Steter Tropfen höhlt den Stein. Gesunder Menschenverstand ist angesagt. Und dieser gibt Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer eindeutig recht. Da können die Zentralbanker weltweit noch so lange ihre Irrlehren kolportieren wie jene von „schuldtilgendem Geld“. All das ist jetzt Makulatur.
    Die Irrlehren der Zentralbanker und Wirtschaftswissenschafter sind als solche entlarvt. Für die Politiker stellt sich nun das Problem: Wie können sie ihre Glaubwürdigkeit wahren und sich von den Zentralbankern und deren Irrlehren distanzieren, nachdem sie diese bisher kritiklos unterstützt haben?
    Ueli Maurer hat den Anfang gemacht. Ein Bruch mit der SNB? Jedenfalls zeigt Maurer, wo’s lang geht. Er wählt ja den Notenbankpräsidenten – nicht umgekehrt. Also seien wir nicht naiv. Die vielbeschworene Unabhängigkeit der SNB ist nicht mehr als ein Feigenblatt.
    Überfällig ist Maurers Aussage. Aber lieber spät als nie. Als ehemaliger Präsident eines Bauernverbandes verfügt der Finanzminister über genau die richtige Bauernschläue. Diese Bauernschläue kombiniert mit der Fähigkeit zu einer Milchbüchlein-Rechnung kombiniert mit dem Buchhalterdiplom sowie die Tatsache, dass Maurer altersbedingt dem Ende seiner Karriere zuneigt, haben nun zu dieser Aussage geführt. Maurer kann sich das leisten – als einziger bisher.
    Und nichts in der Politik ist zufällig , wie einst US-Präsident Theodore Roosevelt sagte.
    Die Aussage Maurers ist nicht etwa ein laues Säuseln im Wind, das unbemerkt verschwinden wird, sondern es handelt sich um ein fernes Donnergrollen, das immer näherkommen und stärker wird. In der Geldtheorie und Geldpolitik donnert eine Lawine zu Tal. Maurer ist daran, sich vor dieser Lawine in Sicherheit zu bringen.
    Die Milchbüchlein-Rechnung zeigt ganz klar: Niemand – auch eine Zentralbank nicht – kann aus dem Nichts einen realen Wert herzaubern. Aus der Bilanzkunde geht eindeutig hervor, dass Schulden auch einer Zentralbank jederzeit zurückzuzahlen sind. „Gutschreiben“ heisst eben nicht eine Schuld abbauen, wie die Chefs der Zentralbanken beschwören und Kreti und Pleti nachplappern.
    Nein: „Gutschreiben“ heisst, eine Schuld als solche eingestehen. Wenn die SNB also hunderte Milliarden den Banken gutgeschrieben hat, so ist sie damit eine Schuld gegenüber den Banken eingegangen. Wenn das nur SNB-Chef Professor Thomas Jordan endlich verstünde.
    Auch die Finanzaufsicht, das Parlament und die Risk-Manager der Grossbanken und Kantonalbanken begreifen das nicht. Vom alles abnickenden SNB-Bankrat ganz zu schweigen. (Der Raiffeisen-Verwaltungsrat lässt grüssen.)
    Der Bundesrat und insbesondere Ueli Maurer reissen jetzt das Steuer herum. Kriegen sie die Kurve noch? Wer weiss. Sicher nicht mehr absichern kann sich das Schweizer Volk. Es hat seinen Notenbankern und Politikern bis dahin blind vertraut. Jetzt sitzt es in der Euro-Falle.
    Wie geht es weiter?
    Der jahrzehntelange Aufwärtstrend des Frankens bleibt ungebrochen. Momentan zeichnet sich eine „Head and shoulder“-Formation ab. Die nächsten Ziele im Währungspaar Franken-Euro sind 1.10 und dann eins zu eins; jetzt nach dem Machtwort des Bundesrates erst recht. Mit weiteren Interventionen ist nicht mehr zu rechnen – es sei denn, SNB-Chef Jordan widersetze sich den Anordnungen des Bundesrates. Das würde nicht lange gut gehen.
    Schade nur, dass sich der Bundesrat beim „Franken-Rütli“ vor 7 Jahren von der Exportindustrie und der SNB „einlullen“ liess.
    Auch der Dollar dürfte zur Schwäche neigen und möglicherweise seine Tiefst gegen den Franken wieder testen. Diese liegen mindestens 20 Prozent unter dem heutigen Kurs. Allein währungsbedingt drohen der SNB also Verluste in einem hohen zweistelligen, schlimmstenfalls sogar dreistelligen Milliarden-Ausmass.
    Als Devisenhändler muss ich jetzt im Franken „long“ sein – denn die SNB ist „short“, macht sich selber aber vor, „long“ zu sein (sie meint, sie besitze „schuldtilgende Franken“, also „aktive“ Franken).
    Auch die sogenannte „Kaufkraftparitätentheorie“ wird die SNB nicht vor ihrem Waterloo an den Devisenmärkten bewahren. Die SNB hat ihren Mindestkurs auf dieser irrwitzigen Theorie basiert. Diese Irrlehre behauptet, der Franken sei zu teuer, weil die Preise in der Schweiz zu hoch seien.
    Das Umgekehrte trifft zu: Wenn die Preise hoch sind, heisst das, dass der Franken unterbewertet ist. Erst wenn der Wert des Frankens steigt, fallen die Preise. Der Franken muss also steigen, dann fallen die Preise.
    Unglaublich: Basierend auf einer solch irrwitzigen Theorie hat die SNB rund 700 Milliarden Volksschulden gemacht.
    Ganz zu schweigen von den Aktienrisiken, Zinsrisiken und Bonitätsrisiken im Portefeuille der SNB. Es wird höchste Zeit, dass man in Bundesbern nicht nur erkennt, wie Bundesrat Ueli Maurer, sondern dass man auch damit anfängt, verschiedene Risikoanalysen durchzuführen.
    Das bringt die Zukunft: Anstelle der SNB werden die Geschäftsbanken horrende Verluste auf ihren Guthaben bei der SNB erleiden und möglicherweise anstelle der SNB Konkurs gehen. Deren Aktienkurse werden dann ins Bodenlose stürzen.
    Es dürfte zu einem „Bail-in“ bei den Banken kommen. Die Bankkunden werden ihre Guthaben entsprechend verlieren. Damit würde negatives Eigenkapital der SNB auf die Bankkunden überwälzt. So der Plan der dösenden Finanzmarktaufsicht.
    „Too big to fail“ ist dann nur noch ein Witz. Wie will die SNB die Banken retten, wenn sie selber die Ursache für deren Konkurse ist?
    „Um dies abzuwenden, ist damit zu rechnen, dass die Politiker sich dafür einsetzen, dass die Schweiz den Euro einführt zu einem Kurs, der die SNB-Verluste neutralisiert. Also zu einem starken Euro respektive umgekehrt zu einem schwachen Franken. Dies wird zum Schaden all jener geschehen, die Franken-Guthaben besitzen – sie verlieren. Profitieren werden jene, die in Franken verschuldet sind – allen voran die SNB.“

    Ihre „Lösung“ stellt eigentlich die aktuellen Gegebenheiten dar. Ein schwacher Franken wird gewünscht.

    „Das bringt die Zukunft: Anstelle der SNB werden die Geschäftsbanken horrende Verluste auf ihren Guthaben bei der SNB erleiden und möglicherweise anstelle der SNB Konkurs gehen. Deren Aktienkurse werden dann ins Bodenlose stürzen.“

    Sie können es noch 100 Mal schreiben. Das stimmt einfach nicht. Solche Verluste entstehen nur, wenn man der SNB verbietet mehr Geld zu drucken. Was Sie gerade vorschlagen. Irrwitzig.

    Dass der Schweizer Franken so beliebt ist, ist kaum die Schuld der Nationalbank. Die Nationalbank versucht ziemlich erfolgreich, einen angemessenen Wechselkurs zu den relevanten Währungen zu gewährleisten.
    Das ist auch ihr gesetzlicher Auftrag (Geldpolitik). Als mittelfristige Lösung kann es nur den Staatsfonds geben. Das ist auch richtig so und machen sämtliche (zu) erfolgreiche Staaten.

    • @ Hans Wurst

      Danke

      Wenn das Vermögrn der SNB unter Wert ihrer Schulden fällt, ist auch die SNB Konkurs.

      Hinterlegt sie dann ihre Bilanz nicht, so gehen möglicherweise die kreditgebenden Banken Konkurs.

      Das ist eine einfache Milchbüchleinrechnung.

      Nein. Ein Staatsfonds mit fast einer Billion Schulden ist keine Lösung. Das Risko und allfällige Verluste werden einfach von den Banken aufs Volk übertragen.

      Wollen wir nicht.

      MfG

  47. Herr Meyer
    Sie diffamieren die snb bzw deren Führung. Dabei verstehen Sie selber anscheinend das Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht.
    Erstaunt bin ich über die Aussage eines Akademikers: die nächsten ziele des währungspaars sind 1.10 und dann 1 zu 1. Wessen ziele sind das? Ihre? Oder die des bundesrates? Und noch eine frage. Was passiert in ihren augen bei einem bail in mit dem chf eur kurs. Dann müsste chf deutlich an wert verlieren und gewinn von snb explodieren. Sie irren sich herr meyer.
    Wir werden sehen herr dokter…😀

    • @holdrio

      Danke

      Ich diffamiere die SNB und deren Chef Thomas Jordan nicht. Ich sage nur, dass Thomas Jorden einen kapitalen Irrtum begeht:

      Er interpretiert Notenbankgeld als Vermögen der SNB anstatt als Schuld der SNB.

      Darf man diesen Irrtum der SNB nicht ansprechen?

      Ich habe der SNB schon geraten, ihre Auslandanlagen zu reduzieren, als der Dollar bei 1.8 stand.

      Die Auslandanlagen der SNB machen volkswirtschaftlich keinen Sinn und sind hochriskant.

      Sie unterliegen einer gefährlichen Illusion. Sie setzen den Wert von Notenbankgeld dem Aussenwert des Frankens gleich. Das geht nicht, weil das Auslandvermögen der SNB nur ein Bruchteil des Schweizer Vermögens darstellt.

      Ich gebe Ihnen ein Beispiel:

      Wenn die Geldemittentin CS Konkurs geht, so verliert nur CS Geld an Wert – genauso verliert bei einem Konkurs der SNB Notenbankgeld an Wert – nicht die gesamte Geldmenge M1 – M3.

      Der Franken tendiert seit Jahrzehnten fest. Es gibt keinen fundamentalen Grund für eine Trendumkwhr.

      Die SNB kann sich nicht gegen den Markt mit Angebot und Nachfrage stemmen.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Holdrio und @Walt Rother,

      die Lage ist sehr ernst. Überall wird getrickst und manipuliert, um uns in eine künstlich gehaltene Dualität gefangen zu halten. Wir brauchen mündige Bürger.

      Zahlungsmittel:

      Mit dem Verkauf von Devisen an die SNB erhalten die Banken nicht das Recht, diese Devisen wieder zurückkaufen zu können. Dieses Recht gibt es nur bei den Repos. Der Verkauf von Devisen an die SNB ist eine Sackgasse. Wenn die SNB nicht will, und keine andere Bank Ihnen etwas für Sichtguthaben verkauft, bleiben die Banken ewig darauf sitzen. Die Bank als Gläubiger kann gegenüber der SNB keine Forderung geltend machen, weil die Giroguthaben bereits gesetzliche Zahlungsmittel sind. Per Gesetz gibt es keine Pflicht, eine Schuld anders als mit gesetzlichem Zahlungsmittel zu begleichen.

      Schuld SNB aus buchhalterische Sicht und Betrug am System:

      Bei einem Schuldgeldsystem dürfen Sie die Systemschuld (die Schuld des Schöpfers, also das geschöpfte Geld => Passivseite der Bank) nicht mit einem allfälligen Kredit (Aktivseite der Bank) verwechseln. Geld ist immer eine Schuld für den Schöpfer. Sie wissen schon, dass diese „Schuldscheine“, welche das Publikum als Zahlungsmittel verwendet, von der Bank verzinst werden und nicht vom Publikum? Es handelt sich dabei um das geschöpfte Geld, auf welchem die Banken einen Passivzins zahlen.

      Überlegen Sie sich die verschiedenen Arten, wie Geld geschöpft werden kann (Stichwort: was kann auf der Aktivseite der Bank bilanziert werden) und erstellen Sie die Buchungssätze. Überlegen Sie sich anschliessend wie a) das Geld Rückgängig gemacht werden kann (Verkürzung der Bankbilanz) und b) wie allfällige Schulden vom Publikum getilgt werden können. Schreiben Sie auch dazu je die Buchungssätze auf. Anschliessend verstehen Sie hoffentlich, dass die Begriffe „Schuld“ und „Kredit“ in einem Schuldgeldsystem zwei verschiedene Dinge sind. Sie merken dass man Kreditschulden zurückbezahlen kann, ohne dass sich die Geldmenge verkleinert.

      Vielleicht merken Sie plötzlich, dass die Vorwürfe und den Sarkasmus, welche Sie Herrn Meyer vorbringen unangebracht sind, da diese „juristische Kniffe“ die ich oben beschrieben habe und die vom Autor zu Recht moniert werden, den Betrug am System beweisen.

      Dieser Betrug ist in zwei Schüben über die Bühne gegangen:

      International am 15. August 1971 und National am 22. Dezember 1999.

      Für das Ruder noch herumreissen ist es zu spät. Sehr bald werden wir alle erfahren, ob dieser Einzelkämpfer der u.a. an der LSE studiert hat – aber trotzt alldem immer seinem eigenen Kopf folgt – richtig liegt.

      MfG

    • @Arbeitgeber
      Siehe Quelle: https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc.do?id=10054746
      Ganz Interessant sind folgende Stellen:
      Eine Rückkehr der Schweiz zur Goldwährung Ist heute nicht nur aus faktischen Gründen undenkbar. Eine Bindung des Frankens an das Gold wäre auch völkerrechtswidrig. Die Statuten des Internationalen Währungsfonds (IWF) lassen das Gold als Mittel zur Wechselkursbestimmung seit 1978 nicht mehr zu.

      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ehemals zentrale Verfassungsbegriffe wie «Münzrass» (Art. 38 Abs. 3 BV) und «Einlösungspflicht» (Art. 39 Abs. 6 BV, Stand 20. April 1999) ihre Steuerungsfunktion im schweizerischen Geld- und Währungswesen eingebüsst haben.

      Meine persönliche Meinung hierzu ist, dass eine Bindung an ein Aktivum und die entsprechende Einlösungspflicht eigentlich unser aller Interesse sein müsste. Dies muss nicht zwingend Gold sein, es könnte zum Beispiel sehr Visionär eine bestimmte Energiemenge sein.

      Auch wenn die Einlösungspflicht aus der Bundesverfassung getilgt wurde, besteht sie meines Erachtens immer noch. Giroguthaben der Banken bei der SNB müssten auf Sicht fällig sein. Leider fehlt uns hier die entsprechende Transparenz seitens der SNB und deren detaillierten Bestimmungen hierzu. Diese Frage kann leider mangels Transparenz hier nicht Beantwortet werden, was für mich per se schon ein Skandal ist.

    • Guten Tag, Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      „Mit dem Verkauf von Devisen an die SNB erhalten die Banken nicht das Recht, diese Devisen wieder zurückkaufen zu können…bleiben die Banken ewig darauf sitzen.“

      Dieser Vorgang ist nicht so ungewöhnlich, wie Sie ihn beschreiben. Wenn Sie Fremdwährungen gegen Schweizer Franken tauschen, halten Sie die Banknoten in der Hand und haben kein Recht auf Rücktausch. Es kann Ihnen dabei egal sein, wie die Bilanzstruktur oder die Ertragslage der Nationalbank aussieht. Wenn Sie die Banknoten los sein wollen, kaufen Sie sich einfach etwas damit.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Genauso iat Geld dee Banken Geld, womit sie etwas bezahlen können.

      SNB Chef Jordan liegt abermals falsch mit seiner Behauptung Geld nur gegen Geld.

      MfG

    • @Jonas Hügli
      Die Geschäftsbeziehungen mit der Nationalbank können jederzeit und ohne Kündigungsfrist gekündigt werden. Eine Geschäftsbank ist aber verpflichtet, die Bestimmungen zu den Mindesreserven einzuhalten und dazu wird ein Girokonto benötigt. Also wird man erst die Bankenlizenz zurückgeben müssen, bevor man das Girokonto auflösen kann. Da sehe ich aber wenig Skandalöses dabei.

    • @Rogue
      Wir sprechen nicht von den Mindestreserven, sondern von den immensen Giroguthaben der Banken, welche die Mindestreserven übersteigen.

      Eine Streitfrage auf diesem Blog war einmal, ob die Banken von sich aus direkt die Giroguthaben bei der SNB reduzieren können, ohne ein Offenmarktgeschäft zu tätigen. D.h. die SNB direkt zwingen könnten Aktiven zu veräussern.

      Alle waren sich einig, das bei der Offenmarktpolitik, die SNB am Steuerhebel sitzt inwieweit die gesamte Menge an Giroguthaben und in diesem Zusammenhang auch die Aktiven der SNB zu- oder abnehmen sollen.

      Hingegen sind eben ganz wichtige Vertragsbestandteile zu der Frage ob eine Geschäftsbank die SNB zur Herausgabe von Aktiven (Einlösungspflicht) zwingen kann oder nicht, eben nicht öffentlich zugänglich.

      Sehen sie hierzu meinen damaligen Kommentar bezüglich fehlender Transparenz:
      https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/#comment-193070

  48. Das gesamte Bankenkartell der Erde, bestehend aus Notenbanken, Banken, Biz-Bank, Weltbank, IWF, erzeugt
    Scheingeld (Falschgeld) mittels Kreditverträgen und chronischer Bilanzverlängerungen. Das ganze Finanzsystem ist nachweisbar nichts anderes, wie ein korruptes, betrügerisches, verbrecherisches Kreditschneeball-Finanzsystem. Auch die Zinszahlungen ans korrupte Kartell, werden nur möglich wenn das weltweite Kredtitvolumen ständig expandiert, ansonsten fehlt das Geld für die Zinszahlungen. Und wo entsteht das Geld um die Kreditsummen zurückzuzahlen, wenn doch Geld nur durch ständig neue Kredite (Schulden!) entsteht? Schulden müssten somit mit neuen Schuldscheinen beglichen werden. Spätestens hier müsste Jedermann erkennen das wir es mit einem Betrugssystem zu tun haben, welches von
    korrupten, betrügerischen, erpresserischen Regierungen seit Jahrzehnten systematisch unterstützt und gefördert wird. Man muss sich schon die Frage stellen, ob diese edlen Damen und Herren wirklich in die Parlamentsgebäude gehören, oder nicht eher ins Gefängnis??!!

    • Ihr Kommentar ist in Bezug auf den Artikel schlicht ignorant und das gesamte monetäre System verstehen sich nicht mal ansatzweise PUNKT

  49. Wunderbar, jetzt steht es bereits 1:10! Auf jeden Kommentar eines Lesers gibt es 10 Wortmeldungen von Marc Meyer.
    Kann Herr Meyer sich immer noch weiter steigern?
    Seien wir gespannt!!

  50. Danke für diesen Beitrag und die Kommentare.

    Schön das der BR Maurer mal ein kritisches Wörtchen verloren hat. Er ist aber Teil des Problems und hat diese Eskapaden der SNB jahrelang gefördert und zugeschaut. Dadurch hat er diese Situation erst entstehen lassen.

    Die nicht freiwilige Aufhebung des Mindestkurses mit den einhergehenden Milliardenverlusten hätte zur sofortigen Entlassung der gesamten SNB Führung müssen.
    Diese hätten nach meinem Willen sogar den Lohn der letzten Jahre wegen Unfähigkeit zurückzahlen müssen!
    Sie haben den grössten wirtschaflichen Verlust in der Geschichte der Schweiz zu verantworten! (nicht zuletzt die Glaubwürdigkeit der SNB untergraben)

    Das Problem mit der riesigen Bilanz der SNB haben wir jetzt schon genug analysiert. Jetzt braucht es mal Lösungsvorschläge!

    @Meyer
    Sie haben wahrscheinlich recht bezüglich den Bilanzregeln und der rechtlichen Situation der SNB.
    Des Pudels Kern ist aber, dass eine Konfliktpartei niemals gleichzeitig der Konfliktentscheider sein darf.
    Im Falle der Banken, SNB und der Politik sind die Konfliktparteien und Entscheider vermischt (verflizt).

    Was bedeutet, dass Bilanzregeln und die rechtliche Situiation laufend an die Bedürfnise der „Entscheider“ (SNB/Politik) angepasst wird.

    Dazu folgende Beispiele:
    -Die Verletzung der Haushaltsregeln der EU
    -Zentralbanken dürfen „eigentlich“ keine Aktien kaufen
    -Zentralbanken dürfen „eigentlich“ keine Staatsanleihen kaufen
    -Anpassung der Bilanzregeln (kreative Bewertung)
    -Gründung von „Bad Banks“
    ..etc.

    Die Politik und die Zentralbanken werden immer einen Weg finden über „Notstandsrecht“ ihre Interessen durchzusetzten und der Hochfinanz ihre Renditen auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung sicherzustellen.

    Auch wenn die SNB die Bilanz deponieren müsste, werden alle einen kreativen Grund finden dies zu umgehen.

    Wir sollten uns nicht an der jetzigen Situation abreiben während die Akteure laufend die Spielregeln verändern.

    Es ist eine Vision gefragt wie ein nachhaltiges Finanzsystem aufgebaut sein könnte.
    Was können Sie uns dazu sagen?
    Ein Vollgeldsystem lehnen Sie ja ab- haben Sie auch Alternativen?

    Wie würden Sie die Bilanz der SNB abbauen ohne ein blaues Auge davon zu tragen?
    Die SNB hat offenbar nicht nur personelle sondern strukturelle Defizite, wie sind diese zu lösen?

    Gruss Daniel Bertschi

    • @Daniel Bertschi

      Danke

      Ich kann nur wiederholen, was ich schon immer gesagt habe:

      Das Portefeuille einer Zentralbank muss beispielhaft diversifiziert sein, vorwiegend mit heimischen Werten, um fie heimische Wirtschaft anzzkurbeln.

      Wie will die SNB mit facebook Aktien die Schweizer Ecportindustrie ankurbeln?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Baertschi……. für das Problem gibt es keine Loesung mehr, nur noch den Absturz. Den werden wir noch erleben denn keine Loesung kommt noch zur recht1en Zeit…..

  51. Danke, Marc Meyer für Ihre klaren Worte: „Ja die Oekonomie befindet sich in einem desolaten Zustand.“

    Für alle, die noch einen Beweis für Ihre Feststellung brauchten, haben Sie oben geliefert.

    Danke, Marc Meyer!

    • Sehr geehrter Herr Walt Rother,

      Was die gesetzlichen Zahlungsmittel anbelangt bin ich nicht mit Herr Dr. Marc Meyer einverstanden, habe es dutzende Male im Detail ausgeführt (Trennung von buchhalterische und juristische Sicht).

      Mit der Risikoeinschätzung punkto SNB bin ich mit Dr. Meyer einig.

      Für die Banken sind die Sichtguthaben ein immer grösseres Risiko – und sie, die Banken, können das Risiko auch gar nicht selber reduzieren, daher ist Ihr Sarkasmus gegenüber einen Menschen der einen hohen Preis bezahlen musste – und noch immer bezahlt – nur weil er sich den Mund nicht verbieten lässt, unangebracht.

      Wenn Sie sich ergebnis offen mit der Kritik des Dr. Marc Meyer auseinander setzten, merken Sie vielleicht, dass die Banken der SNB ausgeliefert sind (Bail in für die KK-Inhaber). Bei einer Unterbilanz müsste ein Gesetzt beschlossen werden, was man tun will. Was glauben Sie wird man tun? Man wird im Falle eines Falles per Gesetz bestimmen: Der Steuerzahler muss den Kopf dafür hinhalten.

      Und wofür? Wieso befinden wir uns in dieser Situation? Ich empfehle Ihnen einen Artikel des Autors (leider kann ich es nicht mehr finden) wo die Vorgeschichte des Rüttli Abkommen skizziert wird. Es geht zurück auf ex-SNB Präsident Hildebrandt (wie dieser sich überhaupt dorthin hineinmanövrieren konnte) bis heute…absolut lesenswert….da werden auch die wirtschaftlichen und politischen Drahtzieher und Protégé-Patron dieser Seilschaften erwähnt….einfach unglaublich und besorgniserregend.

      MfG

    • Ja, Herr AHV usw., Herr Meyer trägt sein Opfertum wie eine Monstranz vor sich her. Sei es ihm gegönnt. Nur: was hat der Leser davon? Gefühlte 200 000 Mal müsste die Schweiz bereits untergegangen sein weil angeblich nur Herr Meyer etwas von Buchhaltung versteht. Ist sie aber nicht und wird sie auch nicht.
      Herr Meyer hat nichts begriffen ausser, wie man Mitleid produziert und erfolgreich bewirtschaftet.
      Das gönnen wir ihm von Herzen.

    • @Walt Rother

      Nur mal so am Rande. Fakt ist, dass das Experiment SNB vorhanden sind. Und Banken dazu verführt wurden immense Giroguthaben aufzubauen.

      Fakt ist auch, das die SNB eine riesige Hebelwirkung aufgebaut hat. Jeder hier und auch Herr Meyer hofft, dass dieser Hebel zugunsten der Schweiz sich auswirken wird. Denn wer mit Leverageeffekt arbeitet sollte wissen, dass immer das Gleiche gilt: „ Kommt es gut, kommt es noch viel besser“. „Kommt es schlecht, kommt es noch viel schlechter“.

      Herr Meyer warnt ausdrücklich, und dies zurecht von dieser zweiten negativen Hebelwirkung, welche nun in unserem System vorhanden ist. Es ist eine Geschmacklosigkeit auf die Person zu spielen ohne irgendwelche Fakten oder sachliche Argumente zu bringen.

      Die politische Ansage von U. Maurer war definitiv überfällig.

      Ganz offen ist natürlich ob die SNB, die Geschäftsbanken oder die Steuerzahler schlussendliche den Preis bezahlen müssen wenn die negative Hebelwirkung eintreten würde.

    • @Walt Rother,

      „Gefühlte 200 000 Mal müsste die Schweiz bereits untergegangen sein weil angeblich nur Herr Meyer etwas von Buchhaltung versteht.“

      Merken Sie den nicht das der Untergang, nicht für die Schweiz, sondern für die arbeitende Bevölkerung (Steuerzahler, Rentner und Angestellte) bereits eingeläutet wurde? Die Schweiz ist SNB süchtig und wie alle Süchtigen versteht es auch die Schweiz, ihre SNB-Sucht zu verdrängen. Das zeigt hier die Diskussion wenn Dr. Meyer Themen aufgreifen will.

      Und noch etwas: Was soll ich von diesem Finanzminister und seine Fachleute halten, die offenbar nicht wissen, dass Steuern dem Staat, Sozialabgaben aber den Versicherten gehören und dass man deshalb die zusätzlichen Sozialabgaben nicht mit den fehlenden Steuereinnahmen verrechnen kann. Schauen Sie sich die Diskussion um die Steuervorlage 17. In wessen Händen sind wir? Und die 2. Säule in Verbindung mit der Liegenschaftspekulation?

      Bitte überlegen Sie sich genau, weshalb die SNB diese Bilanz aufweist (nahezu 800 Mrd). Und jetzt halten wir uns allen vor die Augen, dass seit 1991 in den klassischen Exportindustrien (Pharma, Uhren, Maschinen, Finanzdienstleistungen) per Saldo Jobs abgebaut worden sind. Gemessen an der Bevölkerung ist die Beschäftigung in diesen Sektoren um rund 14 % geschrumpft.

      Verstehen Sie jetzt wieso und für welche Interessengruppen der Mindestkurs eingeführt wurde?

      MfG

    • @Arbeitgeber (AHV Rentner)

      Danke für Ihre Rückendeckung.

      Ja es ist immer dieselbe Taktik der SNB und ihrer anonymen Fürsprecher. Wenn fachlich keine Argument mehr vorhanden sind, so fängt man an, mit Polemik und Spiel auf die Person.

      Genauso, wie das Verlierer enen tun.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Jonas Hügli

      Danke für Ihre Schützenhilfe

      Die Polemik des immer gleichen anonymen SNB Vertreters hier zeigt lediglich, dass der SNB die fachlichen Argumente ausgegangen sind.

      Welche Blamage für die SNB und ihren Chef, dass sie sich nur noch so zu Worte melden können mit Foulspiel und Angriff auf die Person.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      Danke

      In meinem etwas lang geratenen Nachtrag habe ich unter Punkt 2 erklärt, weshalb Verbindlichkeiten kein Zahlungsmittel sein können.

      Es sollte doch verständlich sein. Nicht wahr?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Walt Rother

      Danke

      Ist die SNB nur noch zu anonymer Polemik und Angriffen auf meine Person fähig?

      Schade. Spricht nicht für die SNB und ihren Chef Thomas Jordan.

      Was meint übrigens der SNB Bankrat zu Ihrer hilflosen Einlage hier? Sie stehen doch dem SNB Bankrat / Bankrätin sehr nahe. Nicht wahr?

      Und zählen Sie doch einmal all Ihre verschiedrnen Pseudonyme auf, mit denen Sie es hier schon gegen mich verducht haben? Vergeblich.

      Sie sind ein armer Kerl. Und der SNB und ihrem Chef Jordan bringen ihre feigen und anonymen Lommentare gegen meine Perdon nichts – gar nichts.

      In Gegenteil: Sie haben einmal mehr ein Eigentor für die SNB und deren Chef Thomas Jordan geschossen.

      Es wird der SNB nicht gelingen, die Diskussion zu unterdrücken.

      MfG

    • AHV……..
      Sie schreiben das sehr gut…… wennn Sie nun noch begreifen das diese kranke Entwicklung nichts mit dem Konservatismuss zu tun hat, sind wir wir auf einer Linie. Dieses kranke Verhalten könnte sich entfalten, weil Opportunisten sich rein gar nichts verpflichtet fuehlen, sich so wie damals einem Hitler, heute auch den Sozialisten anbiedern und sich dabei Heute wie damals unentbehrlich machten. Diese Unternehmer agieren Ideologiefrei, sind auch keine Kapitalisten alter Schule mehr. Denken Sie mal an Alfred Escher………… dann wissen wie sofort was ich meine. Das einzig wirksame where ein Steuerstreik, aber leider bin selbst ich nicht alleine……. musss das vorerst unterlassen. Aber das Problem Liesen lasest sich mit politischen Mitteln kaum noch, da gehört mehr dazu.

  52. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

    der Fehler liegt im System, wie unsere Wirtschaft sich finanziert. Solange der Anspruch auf künftigen Wohlstand schneller wächst, als die Fähigkeit der Wirtschaft, diesen Wohlstand zu erzeugen, schafft der Marktkapitalismus eine Nische für all jene, die geschickt Verschuldungsinstrumente erfinden. Sie sprechen immer von den Schulden der SNB. Haben Sie sich die Verschuldungsquote der privaten Haushalte in der Schweiz angesehen? Und der Bundesrat Ueli Maurer macht jetzt auf „dicke Hose“ und wo war er in der Zeit des „Rüttli Abkommen“? Wollen wir diese Hintergründe beleuchten? Wieso wurde die SNB beauftragt die Auslandsvermögen zu entsorgen? Wieso wurde die SNB alleine gelassen?

    Wie kann man diese Probleme lösen?

    Zuerst sollte ein freies floaten internationaler Währungskurse erlaubt sein. Zudem sollten Staatsschulden und Überschüssen zum Ausgleich und zur Steuerung zyklischer Wirtschaftstrends eingesetzt werden. Ganz wichtig ist auch die Errichtung nationaler wirklich unabhängigen Statistikbehörden die inklusive mit Einführung eines Verbraucherpreisindex, diese Ziele umzusetzen könnte.

    Und noch was: Ihre Berufsgattung (Ökonomie) -nicht Sie – sollte zuerst bei sich selbst schauen soll, ob alles in Ordnung ist, bevor man über andere herzieht.

    MfG

  53. Danke, Marc!

    Ohne Ihre eifrigen Kommentare zu Marc Meyers Beitrag könnte man meinen, zu dem Thema sei bereits alles gesagt. Ist es aber nicht, wie Sie immer wieder beweisen.

    Danke Marc Meyer!

    • @Walt Rorher

      Ja der Aufwand ist gross, die Kapitalfehler der Notenbankchefs richtigzustellen.

      Vielleicht gelingt ja auch Ihnen einmal ein konstruktiver Beitrg.

      MfG

  54. Diese ganze Scheindemokratie hier in der Schweiz ist wohl kaum zu toppen.Ueber jede Turnhallendachsanierung wird vom Volk abgestimmt, aber bei der UBS werden ohne zu Fragen Milliarden über Nacht in „Koffern“ reingetragen. Es wird Zeit dass dieser falsche Oec. HSG Sumpf mal trockengelegt wird.
    Diese vorallem Kartellweise eingesetzten „Buben“ sind überall in Schlüsselposition eingesetzt und dienen nur der Hochfinanz, welche keine guten Ziele mit der Mehrheit des Volkes hegt.Beispiel hier die SNB, mit der Investition in Aktien wie Apple, Google etc. dient es nur dem Elitenbonisystem ohne dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen für die Basis verbessert. Die letzten 10 Jahre haben sich die Assets (Finanzprodukte + Immo) inflationär vermehrt ohne nachhaltige Sicherheit und Berechtigung. Schlussendlich haben nur die 20 % obersten der Finanzordnung davon profitieren können, während bei den anderen die Löhne zurückgehen und keine Altersversorgung garantiert ist. Anbei der Link von
    Prof. Dr. Heiner Flassbeck, Querdenker und einer der den
    Durchblick ohne Konzernoptik neutral auf den Punkt bringt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Tips7pIwCuw
    so wie wir hier in der Schweiz aufgestellt sind, kann niemand wirklich mehr selber etwas, da alles per PC gesteuert und delegiert wird. Dabei spielt diese viel zu hohe Auslandabhängigkeit eine gefährliche Rolle.
    Ich prognostiziere im Falle eines EURO Crashs der Schweiz einen Absturz unter das Niveau von Portugals.

  55. Nachtrag I

    „Schuldtilgend“ oder „schuldbildend“?

    Kann eine Zentralbank Konkurs gehen? Ja oder nein?

    Verehrte Leserinnen und Leser

    Immer wieder wird behauptet, eine Zentralbank könne mit selbst gedrucktem Geld ihre eigenen Schulden abbauen und deshalb nicht Konkurs gehen. Es ist das der Irrtum Nummer eins von SNB-Chef Jordan. Aber auch andere Notenbankchefs wie beispielsweise Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank oder dessen Vorgänger Axel Weber, heute Chef der UBS, begehen diesen schwerwiegenden Kapitalfehler.

    Erlauben Sie mir bitte, an dieser Stelle diesen Irrtum nochmals richtigzustellen:

    Weshalb kann eine Zentralbank die Forderungen gegen sie selber nicht abbauen indem sie ihren Gläubigern (den Geschäftsbanken) Banknoten überträgt oder ihnen den geschuldeten Betrag „gutschreibt“?

    Der weitverbreitete Irrtum ist auf sprachliche, buchhalterische und juristische Irrtümer der Notenbankchefs zurückzuführen. Hier die Auflösung:

    Erstens: Buchhalterische Beweisführung

    Schulden werden auf der Passivseite (rechts) einer Bilanz verbucht. Vermögen auf der Aktivseite (links). Beide Seiten der Bilanz sind immer gleich lang. D.h. Das Kapital bestehend aus Fremd- und Eigenkapital einer Unternehmung, ob privat oder staatlich, muss ex definitione immer gleich gross sein, wie das Vermögen.

    Die Passivseite zeigt, wem das Vermögen auf der Aktivseite zuzuordnen ist bzw. gehört. Es kann den Kapitalgebern nicht mehr oder weniger Vermögen zugeordnet werden, als vorhanden ist.

    Daraus folgt: Wenn die Schulden rechts in der Bilanz reduziert werden sollen bei gleichbleibendem Eigenkapital, so ist das nur möglich, wenn die Aktivseite verkürzt wird. D.h. es muss Vermögen links verkauft werden, um die Schulden rechts zu verringern.

    Anders formuliert: Wenn ein Unternehmen seine Schulden abbauen will, so muss es – muss es – Vermögen verkaufen. Anders ist das ex definitione nicht möglich.

    Die Behauptung der Zentralbankchefs, wonach eine Zentralbank ihre Schulden abbauen könne durch Verlängerung der Passivseite ist also Unsinn.

    Wenn also die SNB ihre Schulden auf der Passivseite in Form von Giroguthaben reduzieren will, so kann die SNB nicht noch mehr Fremdkapital in Form von Giroguthaben aufnehmen, und meinen, damit seien ihre Schulden getilgt.

    Wenn also SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne ihren Verbindlichkeiten immer und überall nachkommen, indem sie Notenbankgeld emittiert, so ist das ein gravierender Kapitalfehler. Durch Emission von Notenbankgeld wird die Passivseite der Zentralbankbilanz eben nicht verkürzt, sondern verlängert.

    D.h. durch Expansion von Notenbankgeld entsteht nicht Eigenkapital der SNB, sondern Fremdkapital. Das Eigenkapital einer Zentralbank kann somit durch Geldschöpfung (Emission von Notenbankgeld, d.h. Aufnahmen von Fremdkapital) nicht vermindert werden, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

    Könnte eine Zentralbank durch Emission von Notenbankgeld ihre Schulden tilgen („schuldtilgend“, Bundesbank-Präsident Prof. Jens Weidmann), so würde das bedeuten, dass das Fremdkapital abnimmt bzw. das Eigenkapital steigt, weil Eigen- und Fremdkapital zusammen das Gesamtkapital ergeben.

    Daraus würde folgen, dass bei einer Tilgung der Schulden „aus dem Nichts“ das Eigenkapital zunähme. Das ist aber falsch. Bei Geldschöpfung steigt das Fremdkapital der Zentralbank und logischerweise führt das zu einer Zunahme des Fremdkapitals und nicht zu einer Abnahme, wie SNB-Jordan meint.

    Die Zentralbankchefs begehen also Kapitalfehler, wenn sie behaupten, aufgrund des Notenmonopols könne eine Zentralbank nie Konkurs gehen, weil sie ihre Schulden mit Notenbankgeld bezahlen könne.

    An seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich behauptete SNB-Chef Jordan, seit Abschaffung des Goldstandards könne die SNB ihren Verpflichtungen immer und überall nachkommen mit selbst gedrucktem Geld.

    Und an seinem Vortrag vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel behauptete Jordan, die SNB könne sämtlichen Verpflichtungen nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen könne.

    Und Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank behauptet, die EZB könne nicht Konkurs gehen, weil sie „schuldtilgendes“ Notenbankgeld herstellen könne.

    Diese Aussagen belegen, dass die Zentralbankchefs Aktiven und Passiven ihrer Bilanzen miteinander verwechseln. Sie meinen, die Zentralbanken könnten mit einer Verlängerung der rechten Passivseite der Zentralbank-Bilanz diese rechte Seite gleichzeitig verkürzen.

    Ihre Aussagen sind absurd.

    Genauso absurd ist demzufolge die Geldpolitik, die sie betreiben. Das gilt insbesondere für unsere Schweizerische Nationalbank mit ihren masslosen Devisenanlagen (nicht Devisenreserven, wie die SNB behauptet; „Devisenreserven wären je wiederum Eigenkapital der SNB, was sie eben verwechselt).

    Wenn SNB-Jordan meint, dies sei möglich seit Abschaffung des Goldstandards, so zeigt das lediglich das Unverständnis unserer SNB: Die Abschaffung des Goldstandards bedeutet lediglich, dass eine Zentralbank emittiertes Geld auch gegen andere Vermögenswerte als Gold emittieren kann. Es bedeutet keinesfalls, dass die SNB mit zusätzlichen Schulden ihre Schulden abbauen kann.

    Die Position einer Bank ist immer spiegelbildlich zu jener des Bankkunden. Das gilt auch im Verhältnis der Zentralbank zu den Banken. Das müssen die Zentralbankchefs erst noch lernen.

    Soweit die buchhalterische Beweisführung.

    Zweitens: Rechtliche Beweisführung

    Die SNB behauptet, sie besitze das Geldmonopol. Deswegen könne sie nicht Konkurs gehen und sämtliche Forderungen mit selbst geschaffenem Geld bezahlen.

    Was sagt das Gesetz?

    Gemäss dem Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank Artikel 18 Absatz 2 darf der Mindestreservesatz, den die SNB fordern darf, nicht mehr als 4 Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten der Banken betragen.

    Das heisst im Klartext: Die SNB hat keine rechtliche Handhabe, von den Banken mehr als 4 Prozent von deren kurzfristigen Verbindlichkeiten als Mindestreserven einzufordern.

    Die Banken halten ihre Mindestreserven bei der SNB vornehmlich in Giroguthaben. Die SNB hat also kein Recht, von den Banken zusätzliche Giroguthaben zu verlangen, wenn die Marke von 4 Prozent erreicht oder gar überschritten ist.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan und vielen Politikern im Vorfeld der Einführung des Mindestkurses, die SNB könne „unbeschränkt Geld drucken“ Jordan oder Geld drucken, bis den Ausländern die Ohren wackeln (SP-Bodenmann) widersprechen dem Gesetz.

    Natürlich: Die SNB kann die Banken dazu verlocken, mit Dumping-Angeboten auf dem Franken, möglichst hohe Giroguthaben bei der SNB anzulegen.

    Wenn die SNB Franken zu einem tiefen Preis gegen Euro verkauft, so ist die Folge, dass die Banken der SNB dafür Kredite gewähren, welche dann als Guthaben bei der SNB zu Buche stehen. Die Mindestreserven der Banken bzw. die Giroguthaben der Banken steigen dadurch über das gesetzliche Mindestmass hinaus, wie das jetzt der Fall ist.

    Aber es muss klar festgehalten werden:

    Die SNB vergrössert dadurch die Notenbankgeldmenge nicht basierend auf einer rechtlichen Grundlage, dem Banknotenmonopol. Die SNB vergrössert die Notenbankgeldmenge basierend auf einem Dumpingangebot.

    Die Behauptung der SNB, die SNB könne aufgrund des Banknotenmonopols unbeschränkt Geld drucken und damit Euros kaufen oder ihre Schulden abbauen trifft also nicht zu. Im Gegensatz zu den Behauptungen des SNB-Chefs gibt es dafür keine gesetzliche Grundlage.

    Das Bundesgesetz über die Währungen und Zahlungsmittel hält in Abschnitt 1 Artikel 2 fest: „als gesetzliche Zahlungsmittel gelten… c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

    Auch hier verwechselt die SNB links und rechts der SNB-Bilanz: “Sichtguthaben“ sind gesetzliches Zahlungsmittel – keineswegs „Sichtverbindlichkeiten“.

    Die SNB besitzt hunderte Milliarden „Sichtverbindlichkeiten“. So geht es auch aus dem Geschäftsbericht der SNB hervor: Die SNB besitzt keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten.

    Die SNB verwechselt „Guthaben“ und „Verbindlichkeiten“ miteinander – auch das ist ein gravierender Kapitalfehler unserer SNB.

    Damit ist auch aus rechtlicher Seite die Behauptung widerlegt, die SNB könne mit selbst gedrucktem Geld ihre eigenen Schulden abbauen.

    Drittens: Sprachliche Beweisführung:

    Die SNB behauptet, wenn sie den Banken „gutschreibe“, so sei damit ihre Schuld begleichen.

    Das Gegenteil trifft zu: Gutschreiben heisst eine Schuld eingestehen – nicht abbauen.

    An einer GV der SNB in Bern lud mich SNB-Chef Professor Thomas Jordan einmal coram publicam zu einem Kaffee in seinem Büro am Bürkliplatz ein. Nach einer exakten Prüfung meiner Personalien wurde ich dann in sein Büro geführt, wo mir ein Glas kaltes Wasser serviert wurde.

    Jordan behauptete, die SNB könne „Geld aus dem Nichts“ drucken und damit sämtliche Schulden begleichen. Er trug folgendes Beispiel vor:

    Wenn die SNB das Haus am Bürkliplatz malen lasse, so könne er dem Maler dessen Arbeitsstunden bezahlen mit selbst gedrucktem Geld. Er könne dem Maler auf dessen Konto gutschreiben und so sei Geld entstanden und die Schuld der SNB bezahlt.

    Diese Argumentation von SNB-Jordan ist im höchsten Grade trügerisch. Warum?

    Lassen Sie mich zuerst ein Vergleichsbeispiel vortragen:

    An der diesjährigen Schweizer Mustermesse in Basel (MUBA) betrieb der Möbelverkäufer IKEA einen Stand: Es wurde eine Wohnung in einer Messehalle eingerichtet. Darin lebten einige Schülerinnen und Schüler (SuS) für einige Tage.

    Als Lohn dafür erhielten die SuS Gutscheine für CHF 1‘500 pro SuS zum Bezug von Möbeln bei IKEA.

    Frage: Hat IKEA mit der Ausstellung dieser Gutscheine ihre Schuld begleichen?

    Die Antwort lautet eindeutig: Nein.

    Die Schuld von IKEA ist erst begleichen, wenn die SuS bei IKEA ihre Möbel bezogen haben. Vorher ist die Schuld von IKEA erst schriftlich auf einem Gutschein festgehalten. Beglichen ist die Schuld von IKEA aber noch nicht.

    Bis zum Bezug der Möbel können die SuS mit den Gutscheinen sogar einen eigenen Handel betreiben: Gutschein von IKEA gegen irgendetwas anderes. IKEA-Gutscheine werden damit zu Geld.

    Ginge IKEA zwischenzeitlich Konkurs, so wären die IKEA-Gutscheine wertlos.

    IKEA kann seine Schuld gegenüber den SuS nur begleichen durch Übergabe eines entsprechenden Teils ihrer Aktiven, bzw. ihres Vermögens. Erst dann ist die Schuld von IKEA beglichen. IKEA kann seine Schuld gegenüber den SuS nicht abbauen durch Ersatz eines Gutscheines durch einen anderen oder elektronischen statt auf Papier.

    Nehmen wir ein weiteres Beispiel:

    Wenn ein Angestellter von UBS seinen Lohn auf seinem Lohnkonto bei der UBS ausbezahlt bzw. gutgeschrieben erhält: Ist dann die Schuld der UBS gegenüber seinem Angestellten mit der Lohngutschrift beglichen?

    Nein.

    Die Schuld der UBS gegenüber seinem Angestellten ist erst beglichen, wenn dieser mit seinem Lohn etwas kauft, und sein Kontostand verringert wird, die Gutschrift also wieder abgebaut wird.

    Dasselbe gilt, wenn jemand der UBS Gold im Wert von CHF 1000 verkauft. Er erhält dann eine Gutschrift auf seinem Konto bei der UBS von CHF 1‘000. Die Schuld der UBS gegenüber dem Goldverkäufer ist damit aber noch nicht beglichen. Erst wenn damit vom Bankkunden etwas bezahlt wird und der Kontostand verringert wird. Erst dann ist die Schuld der UBS beglichen.

    Geht die UBS zwischenzeitlich Konkurs, ist die Schuld der UBS wertlos.

    Dasselbe gilt für die Angestellten der SNB: Wenn diese ihren Lohn auf ihren Konto bei der SNB gutgeschrieben erhalten, so ist damit die Schuld der SNB gegenüber ihren Angestellten noch nicht bezahlt.

    Erst wenn die Angestellten damit beispielsweise ihre Miete bezahlen und ein entsprechender Betrag abgebucht wird, ist die Schuld der SNB gegenüber ihren Angestellten beglichen. Das gilt auch für den Maler des Gebäudes, von dem SNB-Jordan sprach.

    Dasselbe gilt auch für die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Verkaufen die Banken der SNB Euros auf Kredit, so erhöhen sich damit die Giroguthaben der Banken bei der SNB. Mit dieser Gutschrift ist die Schuld der SNB gegenüber den Banken noch nicht beglichen. Die Schuld der SNB gegenüber den Banken ist damit erst eingestanden.

    Aus diesem Grund ist es nicht korrekt von der SNB, wenn diese behauptet, durch Gutschrift könne sie ihre Schulden bezahlen. Im Gegenteil: Durch Gutschrift wird die Schuld der SNB gegenüber den Banken noch grösser.

    Die Guthaben der Banken bei der SNB sind Geld für die Banken. Geld wird definiert als Zahlungsmittel, das sofort verfügbar ist. Die Banken dürfen also mit ihrem Geld bei der SNB jederzeit etwas bezahlen.

    Will beispielsweise ein Kunde der UBS oder CS oder einer Kantonalbank seine Franken in Euro umtauschen, um Gewinne mitzunehmen, so darf er das. Die Geschäftsbank gibt dann der SNB den Auftrag, den entsprechenden Betrag beispielsweise auf das Konto des Kunden bei der Deutschen Bank umzubuchen.

    Die SNB muss in diesem Fall der Deutschen Bank den Auftrag geben, einen entsprechenden Euro-Betrag, den sie bei der Deutschen Bank hält, auf das Konto der gewünschten Bank umzubuchen. Die SNB darf das nicht verweigern, auch wenn dies zu einer Bilanzverkürzung der SNB führt.

    Die SNB hat kein Recht, Guthaben der Banken über 4 Prozent ihrer kurzfristigen Verbindlichkeiten bei der SNB einfach zurückzubehalten.

    Die Behauptung von SNB-Chef Professor Jordan, wonach die SNB für Notenbankgeld nur Notenbankgeld gäbe ist damit ein für alle Mal widerlegt. Das gilt auch für die Behauptung von UBS-Chef Professor Axel Weber, der behauptet, Geld sei nur eine abstrakte Schuld der EZB, die nicht zurückzuzahlen sei. Es gilt aber auch für die Illusion von Bundesbankchef Professor Jens Weidmann, der behauptet, die Emission von Notgenbankgeld sei „schuldtilgend“.

    Alles falsch.

    Konklusion: Auch Zentralbanken können Konkurs gehen.

    Wir können uns solche Irrlehren schlicht nicht mehr leisten.

    Ich bitte die Herrn Notenbankchefs und Professoren, nun endlich einmal ihre Hausaufgaben in Sprache, Bilanzkunde und Recht nachzuholen.

    Danke

    Marc Meyer

    • Addendum

      Die SNB ist Konkurs, wenn der Wert ihres Vermögens unter Wert ihrer ausstehenden Geldmenge fällt. Dann nämlich kann die SNB nicht mehr die geforderten Euros oder Dollars überweisen.

      Marc Meyer

    • Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du …. Mahatma Ghandi. Es geht hier allerdings nicht darum „zu gewinnen“ sondern um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den massiven Verlustrisiken in der SNB Bilanz (05/18 828 Mia bei 133 Mia. EK 16%) und den Konsequenzen für die Schweiz bzw. für deren Steuerzahler. Aus dieser Sicht begrüsse ich das Votum unseres Finanzministers und danke Hr. Meyer für seinen Standpunkt Beitrag. Es ist höchste Zeit, dass sich die SNB solchen Szenarien offen stellt.

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Vielen Dank für Ihr Votum, das ich leider erst jetzt gesehen habe.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  56. Verehrte Leserinnen und Leser

    Der Kommentator „Peter Keller“ hat weiter unten eine interessante Anschlussfrage gestellt. Warum der Zahlungsverkehr in der Schweiz zusammenbrechen würde, wenn die SNB den Banken ihre Giroguthaben in Banknoten auszahlen würde.

    Ich erlaube mir, meine Antwort an ihn nochmals ganz hier oben zu posten.

    @Peter Keller

    Guten Tag

    Danke für Ihre interessante Anschlussfrage, welche mir erlaubt, die Zusammenhänge etwas ausführlicher zu beleuchten:

    Die SNB hat den Auftrag, den Zahlungsverkehr in der Schweiz sicherzustellen. Wie funktioniert dieser Zahlungsverkehr?

    Angenommen, UBS und CS haben je 100 Milliarden ihrer Kundengelder bei der SNB angelegt in Form von Giroguthaben. Per Gesetz sind sie lediglich verpflichtet, 2.4 Prozent ihrer kurzfristigen Verbindlichkeiten bei der SNB anzulegen.

    Angenommen, Sie Herr Keller, haben ein Konto bei der UBS mit CHF 10‘000 Guthaben darauf. Sie möchten nun mit diesem Geld eine Zahlung tätigen im Betrag von CHF 1‘000 für irgendetwas, das Sie gekauft haben. Der Empfänger ihres Geldes besitze ein Konto bei der CS.

    Sie, Herr Keller, geben also der UBS den Auftrag, CHF 1‘000 von Ihrem Konto abzubuchen und auf das Konto des Geldempfängers bei der CS zu überweisen.

    Was tut die UBS nun? Sie gibt der SNB den Auftrag, CHF 1000 vom Giroguthaben der UBS bei der SNB abzubuchen und auf das Konto der CS bei der SNB hinüber zu buchen.

    Dadurch nimmt das Guthaben der UBS bei der SNB um CHF 1‘000 ab und das Guthaben der CS bei der SNB um CHF 1‘000 zu.

    Die CS schreibt die CHF 1000 ihrem Kunden gut, der das Geld erhalten soll. Ihr Konto bei der UBS besitzt nun ein um CHF 1‘000 kleineres Guthaben und das Konto des Geldempfängers bei der CS ein um CHF 1‘000 grösseres Guthaben.

    Die Zahlung ist damit erledigt.

    Angenommen nun, die SNB würde den Banken sämtliche ihre Giroguthaben in Banknoten auszahlen, so hätten die Banken kein Buchgeld mehr bei der SNB, sondern lediglich Banknoten in ihrem Safe.

    Eine Bezahlung von CHF 1‘000 mit Buchgeld wäre somit nicht mehr möglich, weil weder die UBS noch die CS einen positiven Kontostand bei der SNB besässen.

    Wenn also Sie, Herr Keller, eine Zahlung im Betrag von CHF 1‘000 tätigen wollten, so müssten Sie der UBS den Auftrag geben, eine Tausendernote auf die CS zu bringen.

    Das wäre sehr teuer. Die UBS würde also darauf drängen, dass Sie Herr Keller, die geschuldete Tausendernote selber dem Geldempfänger übergeben.

    Der Zahlungsverkehr würde somit zusammenbrechen, weil wir nur noch Barzahlungen vornehmen könnten.

    Ich hoffe, damit etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  57. Die SNB kann Forderungen in CHF grundsätzlich immer nachkommen.
    Auch ist die SNB keine Geschäftsbank. Eine Zentralbank kann auch mit negativem Eigenkapital operieren. Die tschechische Nationalbank hat das jahrelang erfolgreich vorgemacht.

    • @Michael

      Nein. Eine Zentralbank kann den Forderungen gegen sie mit Notenbankgeld nicht nachkommen.

      Notenbankgeld ist nicht schuldtilgend, wie Sie und Ihr Zentralbankchef behaupten, sondern schuldbildend.

      Hören Sie auf mit diesem Märchen der Zentralbankchefs.

      Einfach mal Bilanz- und Sprachkurs besuchen

      Die tschechische Notenbank kann nicht als Beispiel dienen.

      Ersten wurde der Euro gegen die tschechische Krone nicht schwächer, sondern stärker.

      Zweitens lagen deren Beträge im Promillebereich der SNB.

      Drittens waren die Kreditgeber der tschechischen Notenbank nicht heimische kotierte Aktiengesellschaften.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Michael

      Ich nehme an, Sie sind Michael Stöcker? Nicht wahr? Dieser argumentiert genau so wie Sie und verteidigt damit die Irrlehre von Bundesbankpräsident Professor Jens Weidmann und seinem Vorgänger Axel Weber (heute Präsident UBS).

      Bitte klären Sie Ihren Bundesbankpräsidenten darüber auf, dass Notenbankgeld nicht schuldtilgend, sondern schuldbildend ist.

      Jens Weidmann gefährdet den wirtschaftspolitischen Frieden und damit den politischen Frieden in Europa mit seiner Irrlehre.

      Danke

      Marc Meyer

  58. Der Betrug der SNB geht leider noch viel weiter:
    Die SNB kann nie mehr von den Null- und
    Negativzinsen loskommen, da sie sonst den Geschäftsbaken
    von denen sie den Gegenwert ihrer ca. 800 Milliarden
    Devisenbestände geliehen hat, nicht einmal mehr die dafür fälligen Zinsen bezahlen könnte.
    Die Beschissenen sind die Rentner und Sparer.
    Einen Warner in hoher Stellung gibr es nun, aber wo ist
    der Kläger und wo der Richter, der sich durch das Renommee der SNB nicht blenden lässt und dem klar ist,
    dass durch Unterschrift geschaffenes Geld leider, leider und unabhängig davon, ob Herr Jordan dies einsieht, eine reine Glaubenssache ist.

    • Siehe Art. 9 NBG
      1 Zur Erfüllung der geld- und währungspolitischen Aufgaben nach Artikel 5 Absätze 1 und 2 kann die Nationalbank:

      a.
      für Banken und andere Finanzmarktteilnehmer verzinsliche und unverzinsliche Konten führen und Vermögenswerte in Verwahrung nehmen;

      2 Die Nationalbank legt die allgemeinen Bedingungen fest, zu denen sie die Geschäfte nach Absatz 1 abschliesst.

      Daher sollte zumindest die Verzinsung nicht das Problem sein!?

    • zumal sich auch aktuell die Frage stellt, warum Geschäftsbanken eine negativ verzinste Sichtforderung bei der SNB beibehalten anstatt sich Banknoten auszahlen zu lassen???

      Bei diesen Grössenordnungen sind die Transport-, Lager- und Sicherungskosten vernachlässigbar.

    • @reactor

      Der „Glaube“ an das Geld basiert auf der Bilanz des Geldemittenten.

      Weist dies SNB negatives Eigenkaptal aus, so verliert das Notenbankgeld seinen Wert. Da hilft auch kein „Glaube“ mehr.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Jonas Hügli

      Danke.

      Die Negativzinsen der SNB stellen eine Versteuerung der Guthaben bei der SNB dar.

      Mit diesen Steuereinnahmen will die SNB künftige Verluste auf dem Euro abfedern.

      Es kann nicht Aufgabe von Pensionskassen sein, zukünftige Verluste der SNB vorzufinanzieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Peter Keller

      Würden die Banken ihre Guthaben bei der SNB in Banknoten umtauschen, so würde der bargeldlose Zahlungsverkehr in der Schweiz zusammenbrechen.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer, Dr.

      warum denn das? Ist es nicht einfach ein Aktiv Tausch?

      Bei G-Banken ist das Giralgeld ja nur 1en und 0en.
      Der Kunde oder andere Geschäftsbank hat einfach eine Forderung (oder Schuld) gegenüber der Bank und wie sich die Aktiven der Bank zusammensetzen sollte darauf keinen Einfluss haben.

    • @Peter Keller

      Guten Tag

      Danke für Ihre interessante Anschlussfrage, welche mir erlaubt, die Zusammenhänge etwas ausführlicher zu beleuchten:

      Die SNB hat den Auftrag, den Zahlungsverkehr in der Schweiz sicherzustellen. Wie funktioniert dieser Zahlungsverkehr?

      Angenommen, UBS und CS haben je 100 Milliarden ihrer Kundengelder bei der SNB angelegt in Form von Giroguthaben. Per Gesetz sind sie lediglich verpflichtet, 2.4 Prozent ihrer kurzfristigen Verbindlichkeiten bei der SNB anzulegen.

      Angenommen, Sie Herr Keller, haben ein Konto bei der UBS mit CHF 10‘000 Guthaben darauf. Sie möchten nun mit diesem Geld eine Zahlung tätigen im Betrag von CHF 1‘000 für irgendetwas, das Sie gekauft haben. Der Empfänger ihres Geldes besitze ein Konto bei der CS.

      Sie, Herr Keller, geben also der UBS den Auftrag, CHF 1‘000 von Ihrem Konto abzubuchen und auf das Konto des Geldempfängers bei der CS zu überweisen.

      Was tut die UBS nun? Sie gibt der SNB den Auftrag, CHF 1000 vom Giroguthaben der UBS bei der SNB abzubuchen und auf das Konto der CS bei der SNB hinüber zu buchen.

      Dadurch nimmt das Guthaben der UBS bei der SNB um CHF 1‘000 ab und das Guthaben der CS bei der SNB um CHF 1‘000 zu.

      Die CS schreibt die CHF 1000 ihrem Kunden gut, der das Geld erhalten soll. Ihr Konto bei der UBS besitzt nun ein um CHF 1‘000 kleineres Guthaben und das Konto des Geldempfängers bei der CS ein um CHF 1‘000 grösseres Guthaben.

      Die Zahlung ist damit erledigt.

      Angenommen nun, die SNB würde den Banken sämtliche ihre Giroguthaben in Banknoten auszahlen, so hätten die Banken kein Buchgeld mehr bei der SNB, sondern lediglich Banknoten in ihrem Safe.

      Eine Bezahlung von CHF 1‘000 mit Buchgeld wäre somit nicht mehr möglich, weil weder die UBS noch die CS einen positiven Kontostand bei der SNB besässen.

      Wenn also Sie, Herr Keller, eine Zahlung im Betrag von CHF 1‘000 tätigen wollten, so müssten Sie der UBS den Auftrag geben, eine Tausendernote auf die CS zu bringen.

      Das wäre sehr teuer. Die UBS würde also darauf drängen, dass Sie Herr Keller, die geschuldete Tausendernote selber dem Geldempfänger übergeben.

      Der Zahlungsverkehr würde somit zusammenbrechen, weil wir nur noch Barzahlungen vornehmen könnten.

      Ich hoffe, damit etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @reactor
      Zinsen auf Giroverbindlichkeiten resp. -guthaben und Banknoten??? Seit wann denn?

  59. die EUR Geldreserven (mehrheitlich in Staatsanleihen) sind rund 300 Milliarden.

    Bislang kauften die Zentralbanken netto Staatsanleihen, aber in diesen Monaten verkaufen sie netto!

    Sprich die Preise der Anleihen werden sinken (unabhängig von möglichen Zinserhöhungen). Die Leute mit PK können sich schon mal auf höhere Beiträge freuen weil der Deckungsgrad nach unten zeigt.

    Jemand Unabhängiges mit gesundem Menschenverstand sieht dies doch und hätte die 300 Milliarden so oder so überbewerteten EUR laufend abgebaut…

    Und warum wohl gibt es kein Bestreben die Pflicht der PKs in zu investieren Staatsanleihen aufzuheben?

    Für wen arbeiten die Leute hinter der SNB und PKs?
    Das Schweizer Volk ist es sicher nicht…

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Danke.

      Ja die SNB arbeitet nicht im Sinne des Schweizervolkes.

      Sie hat mit über 700 Milliarden die ausländischen Volkswirtschaften angekurbelt und in der Schweiz investiert sie überhaupt nichts.

      Was hat SNB-Chef Jordan bei den Bilderbergern zu suchen?

      Hat er uns darüber Rechenschaft abgelegt?

      Die SNB schaltet und waltet wie sie will und versteckt sich hinter der Floskel „unabhängig“.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  60. Offensichtlich kommen Sie ja von der Nationalbank und können alles kommentieren und erklären! Hier meine Fragen an Sie, damit Sie auch noch etwas Wesentliches zur Diskussion beitragen können:

    1. Wann und wie erreicht die SNB wieder eine zum Eigenkapital angemessene Bilanzsumme ohne den CHF zu desavouieren?

    2. Wann hört die SNB mit ihren unsäglichen Negativzinsen, die weite Teile der Bevölkerung verarmen lässt, auf?

    3. Wer kontrolliert die SNB? Oder anders gefragt: Mit welcher Berechtigung macht Herr Jordan seine Politik?

    Besten Dank.

    • @Whoever
      Offensichtlich ist nur, dass ich die Ausführungen von Herrn Meyer ziemlich abwegig und abenteuerlich finde. Mehr über die Organisation der Nationalbank können Sie aus dem Nationalbankgesetz entnehmen. Der Nationalbank stehe ich am nächsten, wenn ich mal wieder auf den Bürkliplatz-Markt gehe.

    • @Roman Günter,

      „Wann hört die SNB mit ihren unsäglichen Negativzinsen, die weite Teile der Bevölkerung verarmen lässt, auf?“

      Fragen Sie Ihre PK, was der Zinsfuss ihrer Anleihe mit der längsten Laufzeit ist. Und fragen Sie zudem, ob es Zufall ist, dass laufend in Zinspapiere investiert wird, obwohl es so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass deren Werte verfallen, wenn die Zinsen steigen.

      Herr Dr. Marc Meyer, irrt m.E. i.S. „gesetzliches Zahlungsmittel“ aber mit seiner Analyse trifft er den Nagel auf den Kopf wenn er den Betrug am Geldsystem (Aushebelung der doppelten Buchhaltung durch juristische Kniffe) dokumentiert und der Schweizer arbeitenden Bevölkerung (Schweiz-B) eine infauste Prognose attestiert.

      Ein Skandal das keine öffentliche Debatte stattfinden kann. Genauso wie die Fehlkonstruktion 2. Säule und Liegenschaftspekulation mit Wuchermieten und immer höherer Leerstand.

      Es ist steuerlich geradezu sinnvoll, Schuldner zu sein. Umso mehr, umso besser. Aber wenigstens wird ja aktuell mal in den Parlamenten über eine mögliche Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung und damit auch über die Abschaffung des Schuldzinsabzuges diskutiert. Allerdings wird dann die Finanz- und Gewerbelobby entsprechend massiv lobbyieren, um eben den Status Quo zu erhalten. Oder war das schon?

      Könnten die Schuldner die Hypotheken denn überhaupt im grösseren Stil zurückzahlen? Wenn Sie sich diese Fragen beantworten können sind Sie einen Schritt weiter.

      Nur noch eine Frage der Zeit bis das Zuklappen der Falle auf unseren Strassen sichtbar werden wird.

    • Guten Tag, Arbeitgeber (AHV Rentner)

      Dass die zweite Säule fehlerhaft aufgesetzt ist, steht ausser Zweifel. Es war aber bei der Einführung ein Kompromissprojekt, wie so viele in der Schweiz. Prinzipiell erfüllt sie ihren Zweck, brachte aber auch einige negativen Effekte mit sich, wie z.B. den aufgeblähten Immobilienmarkt. Fragen Sie hier aber lieber, warum der Bundesrat die Verschärfung der Lex Koller abgelehnt hat. Frau Badran hatte wichtige Punkte wieder aufgenommen, welche von „Volksvertretern“ gnadenlos versenkt wurden.

      Es dürfte Ihnen auch nicht entgangen sein, dass die Nationalbank wiederholt auf die Gefahren der Entwicklung des Immobilienmarktes hingewiesen hat. Speziell der Bereich der Investitionsimmobilien mit z.T. abenteuerlichen (nicht realisierbaren) Mietzinserwartungen, tragen hohes Wertberichtigungsrisiko.

      Für die Versicherungen, Banken (mit hohem EK) oder Pensionskassen gibt es momentan nicht sehr viele Investitionsalternativen. In der Regel sind aber Anleihen „hold-to-maturity“ bilanziert, Wertberichtigungen alleine wegen Zinsbewegungen sind hier also nicht gefordert. Mit hoher Duration steigen natürlich voraussehbar die Opportunitätskosten. Mit der Politik der Nationalbank hat dies aber nur am Rande zu tun.

      Die effektive Debatte sollte also im Bereich der wirtschaftlichen Effekte einer möglichen Reduktion der Aktiven der Nationalbank geführt werden, wenn die Nachfrage nach Schweizer Franken einmal nachlässt. In diesem Bereich sehe ich aber weit grössere Gefahren in der Bilanz der EZB.

      Ganz generell stelle ich fest, dass eine gewisse Korrektur zwangsläufig stattfinden muss, da sich weltweit die ökonomischen Bedingungen für breite Schichten der Bevölkerung verbessern, im Gegenzug dafür die Margen in vielen Bereichen schwinden. Nur wer global operiert und spezifisches Know-how kontrolliert, kann wirklich reüssieren. Der Körper wird breiter, die Spitze dünner. Unser Wohlstand basiert auf Wertschöpfung. Das heisst eben auch, wenn in der Schweiz weniger Mehrwert geschaffen wird, wird die breite Bevölkerung eben zwangsläufig Federn lassen müssen. Ein starker Franken beschleunigt diesen Prozess. Ein stabiler Franken, eine liberale Gesetzgebung und ein freier Markt, schaffen zusammen eher Wohlstand.

      NB. Wenn die Öffentlichkeit den Mehrwert der Immobilien schafft aber nicht über Steuern abschöpft, wird effektiv der Markt eingeschränkt. Es ist nicht alles freier Markt, was uns als solcher verkauft wird.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke

      Bleiben Sie beim Thema:

      Die SNB kann negatives Eigenkapital nicht aufstocken durch drucken von Banknoten, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Daraus folgt, dass die kreditgebenden Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen im Falle von negativem Eigenkapital der SNB.

      Die SNB muss deshalb ihre Bilanz deponieren bei negativem Eigenkapital ansonsten die kreditgebenden Banken anstelle der SNB Konkurs gehen.

      mfG

      Marc Meyer

    • @ARbeitgeber (AHV-Rentner)

      Nochmals

      Giroguthaben sind gesetzliches Zahlungsmittel – nicht Giroverbindlichkeiten. So lautet das Gesetz.

      Die SNB besitzt Giroverbindlichkeiten. Damit kann sie nichts bezahlen.

      mfG

  61. Zitat:
    „Um dies abzuwenden, ist damit zu rechnen, dass die Politiker sich dafür einsetzen, dass die Schweiz den Euro einführt zu einem Kurs, der die SNB-Verluste neutralisiert.“

    Das ist das Ziel gewesen von Anfang an.
    Philipp Hildebrand, ein „ehemaliger EU-Politologe“ (WOZ) und Hedgefonds-Mann hatte den Franken illegal an den Euro gebunden.

    Merkel jubelte. Endlich hatte man die Schweiz einkassiert.

    Daß die Währung noch „Franken“ hieß, spielte ja schon damals keine Rolle mehr. In Dänemark haben sie auch noch Kronen (Dänische Krone), aber wegen der Anbindung an den Euro ist es keine eigene Währung mehr.

    Damals war der Schweizer Franken somit auch keine eigene Währung mehr.

    2007 hatte der Schweizer Franken – unbeabsichtigt – sogar eine Golddeckung. http://schweizer-franken.ch/?Schweizer-Franken.ch___Durch_Gold_gedeckt

    Die SNB hätte den Druck auf den Franken, also den Anstieg des Franken auch anders bekämpfen können. Z. B. indem sie in Grenznähe, z. B. Süddeutschland einfach Immobilienbestände aufgekauft hätte.

    Die Frage ist aber auch, ob es überhaupt wünschenswert war, den Franken niedrig zu halten im Kurs. Denn wenn eine starke Währung (ein hoher Kurs) sowas Schlechtes ist, warum reißen sich dann nicht alle Länder der Welt darum, eine möglichst schwache Währung zu haben.

    Das Gegenteil ist der Fall, alle wollen eine möglichst harte Währung.

    Man hätte den Franken auch einfach härter werden lassen können, den Kurs halt steigen lassen können.

    Die Exportleute bzw. EU-Politologen, die in Gremien wie AvenirSuisse, EconomieSuisse usw. usf. sitzen hätten gejault und gejault. Ja und?

    Dafür hätten sich die Importe wegen der starken Währung immer mehr verbilligt.

    Eine harte Währung ist per se nichts Schlechtes. Außer, man ist EU-Fetischist und möchte die Schweiz in einem Einheitsbrei reinrühren, also der EU beigetreten sehen.

    Dann ist eine harte, starke Währung natürlich ein Horror.

    • Die Korrelation des Wechselkurses ist relativ egal.

      Der EU geht es darum die Schweiz ins Target 2 Umverteilungs-System einzubinden.

    • Und immer wieder das Märchen der Verluste auf Anleihen wenn die Zinsen steigen, guter Mann wenn sie CHF 100.- und ein Anleihen stecken die 1% Zinsen bringt, um dann 3 Tage später 3% Zinsen auf neuen Anleihen zu bekommen, verlieren sie keinen Rappen (sofern die Anleihe nach einem Jahr zu 100% zurückgezahlt wird). Der sogenannte Verlust ist einzig die nicht höheren Zinseinnahmen, aber verloren haben sie gar nichts. Aber weder Ausdruck Verlust stammt halt von geldgierigen Bankerkreisen die jeden nicht zusätzlichen Gewinn als Verlust betiteln.

    • @Karl Kritiker

      Nominal stimmt das.

      Aber die Rechnungslegung nach Marktpreis sorgt allerdings für Verluste.

      Wenn Sie die 1% Anleihe zu 100% gekauft haben und die Zinsen anschliessend auf 3% steigen, sinkt der gehandelte Preis ihrer 1% Anleihe um ca. 2% pro Jahr übrige Laufzeit.

      Sowohl die SNB, also auch PKs, Banken etc. weisen dann in Ihrer Erfolgsrechnung auf diesen Positionen Verluste aus.

      Und nochmals auf das Nominal Thema zurückzukommen.
      Die Zinsen werden normalerweise nur erhöht wenn die Inflation eine gewisse Höhe hat.
      Ziel ist ja 2%. Damit verlieren Sie mit der 1% Anleihe auf jeden Fall wegen der kleineren Kaufkraft nach der Rückzahlung – auch ohne die Opportunitätskosten einzurechnen.

    • @Remo

      Danke

      Wenn die SNB den Franken schwächt, wo schwächt sie die Schweizer Wirtschaft und die Schweiz insgesamt.

      Die SNB verrät uns.

      Marc Meyer

    • @Peter Keller

      Danke.

      Nein, Die Korrelation des Wechselkurses ist nicht egal.

      Die EU hat uns nirgends einzubinden. Wir wollen das selber entscheiden. Und die SNB hat nicht im Sinne der EU zu handeln, sondern im Sinne der Schweizer Bürgerinnen und -Bürger.

      Marc Meyer

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Danke

      Ganz klar: Steigende Zinsen führen zu Kursverlusten bei den Festverzinslichen. Diese Gefahr ist für die SNB möglicherweise noch grösser als das Devisenrisiko.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  62. Was für ein Schulbuch-Theoretiker?! Was ist andernfalls die Lösung dazu? Mit den Euros bekommt man noch etwas fürs Geld, auch wenn ab dem Jahr 2030 nicht mehr alle Länder dabei sein werden. Der US-Dollar wird auch noch in 50 Jahren die Weltwährung sein. Rubel? Renminbi? Dinar? Rupiah? Alles Blödsinn. So funktioniert hat einmal unser System; die anderen System sind korrupter. Und bevor es zum immer vorausgesagten riesigen Krach in vielen Jahren kommen wird, werden viele Jahre früher die besten IT-Genies die Banken ausrauben und den Gewinn mit dem internen, käuflichen IT-Personal der Banken gentlemen-like teilen. Was denken Sie, ab welchem Betrag die besten IT-Leute der Banken käuflich sein werden? Ab USD 10 Millionen oder schon vorher, um alle internen IT-Geheimnisse und Programmiercodes und (bewusst gemachten) Lücken an die Gangster zu verraten? Oder wird der Supervulkan in West-USA ausbrechen? Oder in 20 Jahren die besten Drohen den Strom abstellen? Oder biochemisches, tödliches Pulver über die grössten Städte abwerfen? Das ist viel realistischer, als dass die Top-Elite sich selber an die Wand fährt und alles verlieren will. Die Elite hat geldmässig alles unter Kontrolle. Kleinere Einbrüche wie 2008 nimmt man gerne in Kauf, um sich wieder günstig einzukaufen, weil die ‚doofen‘ Leute mit Haus- und Aktien-Schulden verkaufen müssen (buy high; sell low), wer waren im Tal unten die Käufer? Jawohl, die Reichen.

    • Science Fictionär oder Realist???
      Warum sollten denn die angesprochenen Hacker (IT-Spezies) zuwarten, wenn sie schon heute ans Eingemachte kämen??? Dr. Meyer zeigt wengistens real auf (ganz im Gegensatz zu Deinen Hirngespinsten), mit welchen Risiken die aktuelle Notenbankpolitik zu rechnen hat!

  63. „Long“ ist eine Illusion und „short“ ist noch die viel grössere. Die Verluste sind schon realisiert, werden jedoch dank dem Lügengebilde, welches sich „Jahresrechnung“ nennt, nicht ausgewiesen. Oder schreibe ich da einen Chabis?

    • @Hansi Vorseher

      Danke

      Die SNB meint, Notenbankgeld sei eine Aktivum der SNB, womit sie ihre eigenen Schulden bezahlen kann.

      Die SNB begeht einen Kapitalfehler im wahrsten Sinne des Wortes.

      Sie streitet ihre Irrtum ab und nimmt hohe Verluste der SNB und damit des Volkes in Kauf, nur um ihr Gesicht zu wahren.

      Marc Meyer

  64. Die überall kolportierte „Unabhängigkeit der SNB“ ist ein Schwindel, bestenfalls ein schönfärberisches Gerede von Leuten, die es nicht besser wissen. Schon seit den EFD-Zeiten von BRin E. Widmer Schlumpf gibt es ein „Memorandum of Understanding“ zwischen dem EFD, der SNB und der Finma. Darin verpflichten sich diese drei, bei Problemen gegenseitig Kontakt zu halten und sich zu informieren. Die SNB entscheidet also keinesfalls unter einer Käseglocke. BR Maurer spricht nun Probleme an, ganz leicht im Gegensatz zu seiner (fast vergessenen) Vorgängerin.

    • @Georg Stamm

      Guten Abend Herr Stamm

      Danke für Ihren Beitrag.

      Ja die sogenannte „Unabhängigkeit“ der SNB ist eine Illusion der Zentralbanker und Wirtschaftstheoretiker.

      Eine gute Zentralbank ist gut eingebettet in einer Demokratie. Es kann nicht sein, dass man im Parlament um Beträge in Millionenhöhe streitet und die SNB gibt pro Monat 10 Milliarden aus, um die ausländischen Volkswirtschaften anzukurbeln.

      Und dies basierend auf einer Irrlehre.

      Der frühere Notenbankpräsident Phillip Hildebrand wollte ja sogar die Untersuchung gegen ihn abblocken mit dem Verweis auf die Unabhängigkeit der SNB.

      Die SNB hat ihre Unabhängigkeit missbraucht.

      Kritiker werden bestraft.

      Geldpolitik darf nicht diskutiert werden.

      Die SNB steht vollkommen neben den Schuhen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  65. Ueli Maurer hat dies so nicht gesagt.

    Bitte um Angabe der Quelle.

    Warum manipulieren Sie „Aussagen“, um Ihre Argumentation zu stützen?

  66. Guten Tag Herr Meyer
    Vielen herzlichen Dank für den ganz ausgezeichneten Artikel, der in seiner gut verständlichen Sprache auch dem „Letzten“ die Augen öffnen sollte. Leider aber kommt der Warnschuss zur Zeit noch aus dem falschen politischen Lager; es wird noch ein Weilchen dauern, bis alle begriffen haben was uns allen droht. Keep moving on, Dr. Meyer!

  67. Vielen Dank für die längst fällige Aufklärung über die SNB. Gemäss Krugman wird aber der Euro schon 2019 unstabil was dann? Ich nehme an die Europäische Notenbank hat ähnliche Probleme.

    • Ueli Maurer soll seinen Job machen und sich ncht einmischen in Gebiete, die er nicht versteht.

    • @Hanspeter Fässler

      Danke

      Der Euro ist eine Risikowährung. Es kann nicht Aufgabe der SNB sein, diesen zu stabilisieren.

      Die SNB muss schleunigst anfangen, ihre Devisen zu verkaufen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  68. Guten Tag Herr Meyer
    An einer Universität in der Schweiz durfte ich eine Vorlesung eines / einer SNB Mitarbeiter /-in besuchen. Aussage im O-Ton: „Die SNB kann nicht Konkurs gehen, da sie ja das Gelddruck Monopol hat“ – ich habe nachgehackt und sie gefragt, wie das Gelddrucken in der Bilanz der SNB erscheint – sie konnte mir nicht antworten und hat einfach den Satz wiederholt – zudem wurde sie sichtlich nervös.

    Ich muss sagen, das hätte ich von einer Person mit Doktor Titel so nicht erwartet. Ich bin etwas beunruhigt.

    Als die Schweiz die Untergrenze einführte war mir sofort klar, dass wir nun dem Euro beigetreten sind. Als die Bilanzsumme explodierte, stellte ich mir immer wieder die Frage, wie das sein kann, dass 3 nicht demokratisch legitimierte Personen mit soviel Geld Hedge-Fund spielen dürften, ohne das jemand ernste Fragen stellt.

    Wochenlang wird über Gotthardröhren diskutiert und dann abgestimmt – es ist in Anbetracht der Bilanzsumme der SNB nur billige Folklore…

    Aber wer auf diesen Missstand hinweist findet sich schnell in der Ecke der Verschwörer – zu abstrakt erscheint vielen die Thematik und zu gut ist bisher alles aufgegangen.

    Trotzdem – auch ich kann hier nicht sagen, wie wir jemals aus diesem Schlamassel herausfinden – was würden sie vorschlagen? Müssen wir einfach dem Euro beitreten? oder sollen wir alles in einen Staatfund wandeln? Ich weiss es nicht.-…

    • @Thomas

      Danke

      Ja das ist der grosse Irrtum von SNB Chef Jordan.

      Würde die SNB Mitarbeiterin Jordan widersprechen, würde sie ihre Stelle verlieren.

      MfG

      Marc Meyer

    • Einen Staatsfonds können Sie nur mit Eigenkapital gründen. Hier handelt es sich aber um Fremdkapital, welches von den Geschäftsbanken stammt… wollen Sie die Geschäftsbanken enteignen? Der Beitritt zum EURO wird wohl der einzige Weg sein. Die SNB als trojanisches Pferd benutzt von wem auch immer…

    • @Thomas
      Ich nehme mal an, dass die Vorlesung von einem promovierten Dozenten oder einer Dozentin vorgetragen wurde. Ohne Angaben zur Fachrichtung wird es aber schwierig, hier zu urteilen. Möglicherweise war Ihr Zwischenruf auch einfach nur ein fachfremdes Störfeuer. Ich nehmen mal an, dass die Bilanzführung der Nationalbank kein Hauptthema der Vorlesung war.

    • @ Herr Günter:

      Es war ein Gastvortrag im Rahmen der Volkswirtschaftslehre – es ging um Geld- und Güterangbot/ Nachfrage.

      Es ist keine Nebelpetarde – ich bin einfach besorgt, aber möchte mich auch von einseitigem SNB Bashing distanzieren.

      Ich behaupte folgendes:

      heute sind wir faktisch dem EURO beigetreten
      Risiken der Bilanz schlummern insbesondere in Staatsanleihen
      Bei Aktien oder sonstigen Realwerten sehe ich langfristig weniger Risiken
      Die SNB verfügt über unglaubliche Summen welche sie technokratisch verwaltet – ohne in den politischen Prozess eingebunden zu werden (vielleicht sinnvoll, da hoch komplex)

    • @Thomas

      „Einseitiges SNB-Bashing“?

      Nein. Ich sage nur, die Geldpolitik der SNB basiert auf einer irrigen Geldtheorie.

      Intern wird jede Kritik bei der SNB unterdrückt. Wer die SNB als Bankangestellter kritisiert, verliert seinen Arbeitplatz.

      Seien Sie froh, dass mehr und mehr der SNB die Stirn geboten wird.

      mfG

      Marc Meyer

    • Das Verhalten der SNB ist feige.

      Schüler einer Maturklasse haben einmal die SNB und mich eingeladen zu einem Gespräch vor versammeltem Publikum.

      Die SNB hat abgelehnt. Sie würde wohl kommen aber erst, nachdem mein Vortrag vorbei war. Sie wich der Diskussion aus, genauso wie das SNB-Chef Jordan immer tut.

      mfG

  69. „Anstelle der SNB werden die Geschäftsbanken horrende Verluste auf ihren Guthaben bei der SNB erleiden und möglicherweise anstelle der SNB Konkurs gehen. Deren Aktienkurse werden dann ins Bodenlose stürzen.“
    Wer 100 Franken bilanziert und garantiert immer 100 Franken in gesetzlichen Zahlungsmitteln dafür erhält, kann keine Verluste aus dieser Position generieren – nie – es ist schlicht unmöglich. Dafür müsste der Schweizer Franken als gesetzliches Zahlungsmittel abgesetzt werden.

    • Der Ausdruck „unmöglich“ beinhaltet jedes mögliche Ausfallszenario bei der Annahmen, dass die Girokonten bei der Nationalbank als gesetzliches Zahlungsmittel in der Schweiz gelten.
      Konkurs ist keine Option

    • @Roman Günter

      Sie verwechseln Giroguthaben mit Giroverbindlichkeiten.

      Giroguthaben sind gesetzliches Zahlungsmittel. Die SNB besitzt aber Giroverbindlichkeiten.

      Sie verwechseln links und rechts der SNB-Bilanz genauso wie SNB-Chef Professor Jordan.

      mfG

    • @Roman Günter

      Wenn Sie ein Giroguthaben bei einer Bank besitzen und diese geht Konkurs, so erhalten Sie nicht mehr 100 Prozent zurück. Genauso die Banken bei der SNB.

      mfG

    • Guten Tag, Herr Meyer
      …und die Banknote würde sich in meiner Hand in Luft auflösen?
      Die technische Bereitstellung der Girokonti ist alles, was es braucht. Die Girokonti sind unabhängig von der Bilanzstruktur oder Ertragslage der Nationalbank. Der Hinweis auf die Bilanzposition macht darum keinen Sinn.
      Die Nationalbank kann nicht automatisch in Konkurs gehen, sie müsste per Spezialgesetz liquidiert werden – aktiv durch die Bundesversammlung.
      Beste Grüsse

  70. Maurer ist immer wieder für überraschende Aussagen gut. Allerdings hat er an der Arena zum Thema Vollgeld zugegeben, dass er vom Geldsystem kaum eine Ahnung hat und dass er den Bankern und SNB vertraue. Er sagte gar, das aktuelle System sei stabil – was nun wirklich nicht der Fall ist.

    Mit den 700 Milliarden Fremdwährungen wüsste ich einiges positives anzufangen – im Sinne der Schweizer Bevölkerung.

    • @Marc Meyer Dr.:

      Ja genau, dieser eine Satz von Ihnen zeigt genau auf, wie absurd und verdreht das gesamte globale Geldsystem und die Währungspolitik ausgestaltet wurden.

      Ich weiss nicht genau welchem Hirnschmalz der Glaube, eine schwache Währung sei vorteilhaft für ein Land oder eine Wirtschafts- und/oder Währungsunion, entsprungen ist. Vor nicht allzu langer Zeit jedenfalls hatte noch genau das Gegenteil seine Gültigkeit.

      Mit dieser völlig verdrehten Wahrnehmung ist es natürlich unmöglich, den CHF gegenüber dem EURO künstlich zu schwächen, wenn man dabei gleichzeitig in CH-Titel investiert – was natürlich den CHF wieder stärken würde – also quasi ein Nullsummenspiel.

      Das Paradigma, dass eine schwache Währung wirtschaftsförderlich sein soll, ist einfach nur krank. Die ach so arme Tourismus- und Exportindustrie künstlich zu stützen ist verantwortungsloses, sozialistisches Gedankengut. Wer stützt uns Privatpersonen, wenn’s grade mal nicht so läuft???

    • @Visionär

      Danke

      Richtig. Eine starke Währung ist das Resultat einer starken Wirtschaft.

      Die SNB schwächt die Schweizer Wirtschaft., wenn sie den Schweizer Franken schwächt.

      Ja das ist krank.

      mfG

      Marc Meyer

  71. Zitat :
    Als ehemaliger Präsident des Zürcher Bauernverbandes ist Maurer zu einer Milchbüchlein-Rechnung fähig.
    ————————–

    Nun ja, Ueli Maurer war nicht nur ein sehr guter Kommandant der Rdf-Kompagnie II-6 und Präsident des Bauernverbandes, sondern er war auch Chef des grössten Getreideannehmers der Schweiz, nämlich des Volg-Winterthur.
    Die Volg Verwaltung war damals im bekannten Gebäude ……der „Banana City“ untergebracht.
    Man sieht es sehr gut wenn man im Zug nach Winterthur einfährt.

    Er ist also sicher zu mehr fähig wie dem führen eines Milchbüchleins…..(((-: gäl.

    ———————————

    Ansonsten finde ich den Artikel sehr gut.
    Natürlich, ich erkläre das meinen Kollegen immer wieder, obwohl ich selber auch eher ein Milchbüchleinführer bin, …….nämlich das wenn die Banken ihre Sichtguthaben brauchen, es zum Knall kommt.

    Zum jetzigen Zeitpunkt wird keine UBS oder eine andere Bank irgendwas tun was der SNB schadet, aber was wenn die Krise erneut zuschlägt ?
    Die UBS wird dann natürlich zuerst ihre Reserven anfordern, eben die Sichtguthaben und sie werden dann keine Rücksicht auf die SNB nehmen wollen, noch können.
    Was dann ?
    Vor der Weltöffentlichkeit wird sich etwas abspielen was unserem Land ungeheuer schadet.

    Unsere Linken werden dem tatenlos zusehen oder höchstens ihre üblichen „Schwüre“ ablassen, denn sie wollen ja in die EU und den Euro.

    Eines ist sicher……
    Wenn das kommt ………. werde ich bei jedem mitmachen und jeden unterstützen der eine Revolution anzettelt.

    • @Walter Roth

      Wenn die Bankkunden ihre Gewinne auf dem Franken realisieren wollen, so muss sie SNB Euros liefern. Der Irrlehre von SNB Chef Jordan zum Trotz.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  72. Bei der Annahme, dass ein Volkswirtschafter die Unterschiede zwischen einer Geschäftsbanken-Bilanz und der SNB-Bilanz kennt, kann man durchaus davon ausgehen, dass Herr Meyer einen politischen Auftrag erhalten hat. Gleiches kann wohl auch für Herrn BR Maurer vermutet werden.

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Sie wissen;

      dass die Girokonten inländischer Bank gesetzliches Zahlungsmittel sind und die Nationalbank die Führung dieser Konti unabhängig von der Ertragslage (technisch) garantieren kann (keine Ausfallrisiken möglich)

      dass im Markt ein grosser Nachfragedruck nach CHF herrscht (CHF als safe haven)

      dass die Preisstabilität als vorrangiger Auftrag der Nationalbank definiert ist (Planungssicherheit)

      dass die Aktiven naturgemäss die Gegenseite der Nachfrage stellen und entsprechend Liquidität und Volumen hohe Priorität haben (wirtschaftliche Stabilität)

      Obwohl Sie all dies wissen, aber trotzdem auf fantastische Ausfallrisiken der Girokontoinhaber hinweisen und nicht etwa auf die vordergründige Frage nach den potentiellen wirtschaftlichen Gefahren bei einer zu raschen Auflösung der Aktiven bei nachlassendem Nachfragedruck (schwacher CHF), zeigt, dass Sie nicht die Risikosituation oder volkswirtschaftliche Überlegungen betrachten wollen, sondern dass die politische Schwächung der Nationalbank eher auf der Agenda steht. Dass ein Bundesrat ähnlich undifferenziert kommuniziert, finde ich äusserst bedenklich.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke für Ihren Beitrag

      Giroguthaben sind gesetzliches Zahlungsmittel – nicht Giroverbindlichkeiten.

      Die SNB besitzt keine Giroguthaben, sondern Giroverbindlichkeiten.

      Sie verwechseln Guthaben und Verbindlichkeiten. Sie unterliegen demselben Irrtum wie SNB-Chof Jordan.

      mfG

  73. Danke für den Artikel!
    Was kann ich als Bürger tun um mein Erspartes zu retten?
    Franken-Guthaben werde ich verlieren , die Aktienkurse werden ins Bodenlose stürzen und auch beim Betongold wird die Immoblase platzen.
    „Profitieren werden jene, die in Franken verschuldet sind“ – wäre es somit gar nicht schlecht , wenn ich mein Erspartes jetzt noch auf den Putz haue und mich über beide Ohren verschulde, wie es bereits bei einem grossen Teil der Bevölkerung gang und gäbe ist? Dann habe ich wenigstens noch was davon gehabt.

  74. Genau! Herr Maurer hat 100% recht in Bezug zur Lage der SNB. Diese sollte sich JETZT von den sehr hoch bewerteten ausländischen Beteiligungen trennen und in Sachwerte wie Gold investieren solange es noch geht. Oder Staatsschulden reduziern und höchstens in Schweizer Firmen investieren- auch Startups. Es gilt die Schweiz zu stärken und stabilisieren. Es ist auch ein Irrglaube, dass die SNB die Kurse von $, € etc langfristig beeinflussen kann. Man beachte die Kursentwicklung der meisten Währungen der letzten 50 Jahre.Die allfälligen Risiken liegen nämlich ganz klar zu 100 % bei uns Bürgern.

    • @ Widmer…………
      …..wer der SNB physisches Gold für diese „faulen“ Staatsanleihen in Euros verkauft, wäre ja ein Trottel ersten Grades.
      Als es um die Goldinitiative ging, fragte ich nämlich immer wieder ….ob Jordan im Tausch für diese Devisen überhaupt an grössere Mengen von Gold kommen könne ?
      Keiner der Protagonisten von SNB und deren Umfeld hat mir je eine Antwort darauf gegeben.

      Wäre die Antwort nämlich ein Nein gewesen, wäre das Kartenhaus sofort zusammen gefallen.
      Und ich denke, es wäre ein Nein geworden.

    • @Widmer
      Die Nationalbank will nicht die Kurse von USD, EUR oder anderer Währungen beeinflussen, sondern die Nachfrage nach CHF stillen.
      Ist das wirklich so schwierig zu verstehen?
      Die Umlagerung der entsprechenden Aktivpositionen in Edelmetalle oder Schweizer Firmen oder gar zur Reduktion der Staatsschulden ist ausserordentlich schräg – um es mal mild auszudrücken.

    • @Roman Günter Stehen Sie mal an den Bürkliplatz und versuchen den Zürisee auszutrinken! Naa? Die SNB hat versucht sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen…. im Märchen mag dies gehen!

    • @Münch Hausen
      Das ist in etwa die Botschaft der Nationalbank an die Hedge Funds. Prost!

    • @Münch Hausen
      …das mit See austrinken natürlich. Zopf und Sumpf darf Münchhausen behalten.

    • @Walter Roth

      Das Portefeuille der SNB sollte beispielhaft diversifiziert sein – insbesondere mit Titeln aus der Schweiz

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Rene Widmer

      Danke.

      Lieber ein Ende mit Schtecken als ein Schrecken ohne Ende.

      Um CH Wirtschaft anzukurbeln muss SNB in CH investiieren, nicht im Ausland.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  75. BR Ueli Maurer hat’s verstanden. Dewet Moser von der SNB spricht immer noch von DevisenRESERVEN.

    Ich hoffe, dass uns der EUR erspart bleibt. Hoffnung habe ich wenig.

    • Danke

      Ja Dewet Mosee verwechselt links und rechts der SNB Bilanz genau so wie sein Chef Thomas Jordan.

      Muss er ja – andonsten Stelle weg.

      MfG

    • Ueli Maurer hat nichts verstanden da er die letzten Jahre zu dieser Situiation beigetragen hat und das Problem erst erschaffen hat.
      Spätestens nach dem Waterloo mit dem Mindestkurs hätte er reagieren müssen!!!

      Er will als Politiker einfach nicht der Buhmann sein wenn alles den Bach herunter geht. Er kann dann sagen mal „gewarnt“ zu haben. Typisch feiges vorgehen von Politiker.

  76. Wer sollte demnächst bei weiterhin ./. 0,75% Negativzinsen der SNB aber 4% Zinsen auf 10jährige US-Treasuries im nächsten Jahr auf die Idee kommen, sein Geld in schweizer Franken zu tauschen?

    Der schweizer Franken müßte aktuell jährlich mindestens ca. 3% gegenüber dem US-Dollar aufwerten, um nur die risikofreie Zinsdifferenz auszugleichen.

    Was für attraktive Assets – Aktien, Immobilien, Anleihen – hat die Schweiz im Moment zu bieten, angesichts von über 2% sicheren Zinsen in kurzlaufenden US-Treasuries:

    https://www.bloomberg.com/markets/rates-bonds/government-bonds/us

    • Durchschnittlich 3% bis 4% p.a. Aufwertungsgewinn bei Negativzinsen?

      Wahrscheinlich ist demnächst einmal wieder große Wirtschaftskrise, dann geht es eh um ganz andere Gewinnmöglichkeiten…

      In welchen Zukunftsfeldern in Industrie, Dienstleistung und Technik ist die Schweiz heute noch international führend?

      Sorry, ich habe die Schweiz an sich gern, aber dies ist mit der Schlüssel zu einer harten Währung. Von den international führenden Internet- und Technologieunternehmen befindet sich leider keines in der Schweiz.

      _____________________________________________

      Die Botschaft hör ich wohl,
      allein mir fehlt der Glaube.

      Johann Wolfgang von Goethe
      * 28. August 1749 † 22. März 1832

  77. Wohin das alles führen wird, läßt sich gut an Japan studieren.

    Nachdem die Aktien- und Immobilienblase 1990 geplatzt war, betrug die Staatsverschuldung noch akzektable 65% des BIP:

    https://www.fuw.ch/article/die-aktien-und-immobilienblase-in-japan/

    1995 mit Leizinsen erstmals unter 1% bereits schon 100% des BIP:

    https://www.researchgate.net/figure/Abb-2-Japans-Staatsverschuldung-absolut-und-in-Prozent-des-Bruttoinlandsprodukts-BIP_fig1_320728498

    Angesichts unserer handlungsunfähigen, unehrlichen, schwachen und andauernd selbst die eigenen Regeln brechenden Politikern steht Europa mittelfristig auch der japanische Weg bevor.

    Ein Teil der Länder Südeuropas haben mit Staatsverschuldungen von über 100% des BIP bereits heute den Punkt überschritten, bei dem zukünftig ein risikoadäquates Zinsniveau der Staatsverschuldung noch tragbar wäre.

    Das Bedauerliche an Europa ist, daß hier die ältere Politikergeneration über die kommende Gemeinschaftswährung Euro mit der Euro – Konvergenzphantasie ab 1995 bewußt die Fehlanreize mit einem künstlich zu niedrigem Zinsniveau gesetzt hat, die zum heutigen Ruin Europas geführt haben:

    https://www.youtube.com/watch?v=x1ef0BBtuYA

    • Wie ist Japan während inzwischen 6 Jahren Abenomics wirtschaftlich weitergekommen?

      Der japanische Yen, seit Jahrzehnten annähernd zinslose Finanzierungswährung des internationalen Großkapitals seither wieder fest in der Hand von Spekulanten:

      1) Yen – Kredit in unterbewertete Vermögensgüter international investieren.

      2) Kurs- und Währungsgewinne sowie Mieten, Zinsen und Dividenden kassieren.

      3) Im Falle einer Krise alles retour und auf neue Gelegenheit warten.

      https://www.boerse.de/historische-kurse/Euro-Yen/EU0009652627

      https://www.boerse.de/historische-kurse/USD-Yen/XC0009659910

      Früher hätte ich solche „Spekulanten“ verachtet.

      Heute habe ich für mich und meine Investitionen akzeptiert, daß dies die wirtschaftlich vernünftigste Art und Weise ist, sich aufzustellen.

    • @Rechenschaftspflicht

      Es kann nicht Aufgabe einer Zentralbank sein, in hochriskante Currency-carry-trades zu investieren zwecks Gewinnmaximierung der Zentralbank.

      Phillip Hildebrand hat dies im Jahre 1996 in der Finanz und Wirtschaft propagiert und ebnete sich damit den Weg ins SNB-Direktorium.

      Kaum im Amt hat er dies umgesetzt und Thomas Jordan hat mitgemacht. Das Resultat sehen wir heute.

      mfG

    • @ Marc Meyer Dr.

      Nein, natürlich kann es nicht Aufgabe einer Zentralbank sein, in hochriskante Currency-carry-trades zu investieren zwecks Gewinnmaximierung der Zentralbank, obwohl beispielsweise die SNB hier schon sehr weit fortgeschritten ist.

      Wo bleiben aber die normalen Menschen und deren Altersversogung?

      Wer trägt die kommenden, bereits jetzt absehbaren volkswirtschaftlichen Verluste der von den Zentralbanken der westlichen Welt erzeugten Vermögenspreisblasen?

      Auch jenseits der westlichen Welt wie aktuell in Venezuela, Argentinien, Braslien und der Türkei, wo diese Verluste sich bereits aktuell materialisieren und für die jeweilige (Millionen-)Bevölkerung mit für jedermann sichtbaren großen Vermögens- und Wohlstandverlusten verbunden sind?

    • @ Marc Meyer Dr.

      Der „Preis“ des Aufschwungs seit 2009 ist die Schwächung der Ertragskraft des europäischen Bankensystems, die europaweite Verseuchung der Kreditbücher von Banken mit schlechten Forderungen zu Niedrigzinsen und die Entwertung der Altersversorgung Vieler.

      Also wird bereits heute schon von vielen ein hoher Preis für den aktuellen „status quo“ bezahlt, auch wenn das den Meisten gar nicht bewußt ist da offiziell immer nur die scheinbaren Vorteile der Null- und Niedrigzinspolitik betont werden oder das Märchen verbreitet wird, daß eine Zentralbank Inflation erzeugen könne, was in Japan bekanntermaßen seit Jahrzehnten (!) – seit 1995 – nicht gelingt.

      Zudem hat kein Vertreter aus Politik und Notenbanken je die Wahrheit ausgesprochen, daß man ab 2014 endgültig den japanischen Weg eingeschlagen hat und was die Gründe dafür sind, zumal nicht alle Eurostaaten dermaßen abgewirtschaftet sind, daß man diese über die unglückselige Einheitswährung Euro daran teilhaben lassen müsste.

    • @Rechenschaftspflicht…

      Danke

      Bei der SNB sind die absehbaren Verluste besonders schlimm, weil die Gegenparteien aus ausländischen Volkswirtschaften stammen. Die Verluste der Zentralbanken kommen damit immerhin noch der eigenen Volkswirtschafte zugute.

      Im Falle der SNB werden die Gegenparteien der SNB Gewinne erhalten, welche zu einem definitiven Kapitalabfluss aus der Schweiz ins Ausland führen werden.

      Deshalb sind Verluste der SNB auf ihren Devisenbeständen ungleich viel schlimmer als Verluste anderer Zentralbanken auf Inlandportefeuilles.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Rechenschaftspflicht…

      Danke

      Allein schon die Idee der Notenbanken, man wolle eine Inflation schaffen (auch wenn diese „nur“ 2 Prozent beträgt), ist absurd.

      Sie zeigt, wie absurd die heutige Nationalökonomie ist.

      mfG

      Marc Meyer

    • Bravo Herr Meyer……
      Endlich sagen sie es mal, ich meine die Abfolge ihrer Kommentare hier…… super.
      Was hier angerichtet wird ist ein Massaker, aber unsere Linken begrüßen das sogar noch.
      Politisch wird man daran so also kaum noch was aendern koennen, wer sein Geld irgendwie vor unserem Linksstaat retten kann, sollte es tun……. legal, illegal, scheissegal……. wie die Linken es mal formulierten.