SNB-Jordan verkündet Kommunistisches – und lädt zum Gratis-Buffet

Es geht um die Sache und Institution – nicht um eine Person. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und ihr Chef Thomas Jordan sind aber mittlerweile dermassen eng miteinander verflochten, dass eine getrennte Beurteilung gar nicht mehr möglich ist.

Thomas Jordan ist zum Gesicht der SNB und diese eine „One-Man-Show“ geworden. Man kann Thomas Jordan sogar zum Gesicht der Schweiz erküren. Er bestimmt. Er tut es nett – aber unglaubwürdig.

„Seine“ SNB hat in 10 Jahren über 700 Milliarden Schulden angehäuft. Das sind über dreimal mehr Schulden als Bund, Kantone und Gemeinden zusammen haben – trotz vom Volk beschlossener Schuldenbremse. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Bei Bund, Kantonen und Gemeinden feilschen Politiker und Volk um jeden Franken. Anders die SNB. Sie rührt mit der ganz grossen Kelle an. Und niemand weiss, wie die Entscheide innerhalb der SNB zustande kommen.

Die SNB ist ein „Black Box“. Gott behüte, dass Herrn Jordan etwas zustösst – wir wären verloren. Wer verstünde: Was? Wieviel? Warum? Wann? Keiner könnte einspringen.

Die Schulden der SNB sind zu den Gesamtschulden der Schweiz zu addieren. Wir haben somit fast eine Billion Schulden und sind damit eines der höchstverschuldeten Länder der Welt.

Natürlich wird das von Bern nicht so kommuniziert – aber es ist Tatsache. Tatsache ist auch, dass die SNB ihr ganzes Vermögen von über 800 Milliarden im Ausland investiert und die dortigen Volkswirtschaften ankurbelt zulasten der Schweiz.

Mit einem Eigenkapital von weniger als 20 Prozent, mit einem Hebel von über fünf Mal gehört die SNB trotz enormer Grösse zu den schwachen Investoren, um nicht zu sagen Spekulanten. Sie läuft Gefahr, vom Markt verdrängt zu werden.

Einen Familienvater, der Schulden von über einem Jahressalär macht und damit spekuliert, würde man für unseriös erklären. Nicht so Thomas Jordan und seine SNB, welche auf das Risiko einer ganzen Nation spekulieren.

Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Jordan so gut wie nicht unter Druck gerät. Von nirgendwoher. Was er sagt, gilt sogar beim Bundesrat als „sakrosankt“ und wird nicht hinterfragt – darf nicht hinterfragt werden. Denn wehe, man öffnet die Büchse der Pandora.

Wie ist es möglich, dass eine Nation blind ihrem Zentralbankenchef folgt? Eine Analyse der Kommunikationspolitik der SNB fördert eindeutiges zutage.

Die SNB hat immer dieselbe Strategie: Zuckerbrot und Peitsche. So war es auch an der letzten Generalversammlung der SNB. Dort wirkten der „liebe Polizist“ Jordan und der „böse Polizist“ Jean Studer, Präsident des Bankrates der SNB.

Der liebe Polizist Jordan verbreitete geldtheoretisches Chaos und der böse Polizist Studer schaute, dass ja niemand seinen „lieben Kollegen“ zu hinterfragen wagte.

Als beispielsweise ein älterer Herr sagte, die SNB hätte schon hunderte Milliarden Schulden, wies Studer diesen schroff zurecht, er habe jetzt noch genau fünf Sekunden zum Reden.

Die Redezeit war auf 90 Sekunden begrenzt, und es war ein reiches Buffet versprochen, gespendet von der Schweizerischen Nationalbank. Das war eine klare Ansage: Haltet Euch kurz, kritisiert nicht, dann gibt es eine Belohnung.

Neulich hielt SNB-Chef Jordan erneut eine Rede. „Herzlich“ eingeladen hatte die Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich. Das Thema war: „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird.“

Der Saal war zum Bersten voll. Vor einigen Monaten hatte ich ja hier einen Beitrag geschrieben unter dem Titel „Wie entsteht Geld? Nicht so, wie Thomas Jordan uns weismachen will“.

Jordan hatte nun also Gelegenheit, das Gegenteil zu beweisen. Das tat er vor Heimpublikum. Jordan ist im Vorstand der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich. Mit kritischen Fragen dürfte er hier kaum konfrontiert werden. Das Zeitregime seines Vortrags liess das auch gar nicht zu.

Der gesamte Anlass sollte maximal 60 Minuten dauern. Davon redete Jordan praktisch 50 Minuten. Nach einem kurzen Interview blieben noch wenige Minuten für kurze Fragen an Herrn Jordan. Versprochen war gleich danach ein feines Buffet, gespendet natürlich von der SNB.

Zu Beginn erklärte Jordan, bei jeder neuen Kreditvergabe durch das Bankensystem entstehe Geld. Die Bank gewähre einen Kredit und schreibe dem Kunden das Geld auf dessen Konto bei der Bank gut. Das war korrekt erklärt.

Nur: Jahrzehntelang behaupteten die Zentralbanken, Geld entstünde, indem die Zentralbank einer Bank einen Kredit gewähre („lender of last resort“). Davon müsse die Bank einen gewissen Mindestreservesatz bei der SNB hinterlassen, und den Rest könne die Bank dann weiter ausleihen. So entstünde ein „Geldmultiplikator“.

Oder es wurde behauptet, eine Bank sammle das Geld der Sparer und leihe dieses weiter an die Kreditnehmer aus. Im September 2013 bewies ich hier mit Buchungssätzen („Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“), dass das nicht stimmt.

Umgekehrt: Die Banken gewähren der SNB einen Kredit, und bei jeder neuen Kreditvergabe durch das Bankensystem entsteht neues Geld.

Die Bank of England schrieb wenige Monate später die Geldschöpfung durch das Bankensystem auch neu. Die Deutsche Bundesbank folgte, während die SNB bis vor kurzem noch die falsche Geldtheorie auf ihrer Homepage hatte, welche sie dann klammheimlich entfernte.

Befremdlich war nun, dass Jordan zum ersten Mal die neue Geldtheorie verkündete und so tat, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Ich machte Jordan darauf aufmerksam, dass die SNB meine Theorie jahrelang bekämpft hatte und er nun genau diese selber vortrug.

Jordan konnte es sich aber leisten, auf meinen Einwand gar nicht einzugehen. Er wusste, dass in wenigen Augenblicken die Diskussion zu Ende war.

Der Vortrag Jordans lautete wie gesagt „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird“. Bezüglich der Geldschöpfung der Banken wiederholte Jordan also lediglich das, was hier schon im September 2013 zu lesen war.

Bezüglich der Gelschöpfung durch die Zentralbanken, dem Hauptthema, konnte es sich Jordan leisten, nur wenige Sekunden zu sprechen.

„Auf die Zentralbanken trifft das Bild des ‚Geld aus dem Nichts‘ besser zu. Seit dem Zusammenbruch des Goldstandards kann Zentralbankgeld bei der Zentralbank nicht mehr in Gold eingetauscht werden.

„Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach ‚Geld zu drucken‘, wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

Zuvor hatte er bezüglich der Banken noch gesagt, diese könnten kein „Geld aus dem Nichts“ schaffen und sich so am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Das sei natürlich Unsinn.

Folglich: Die SNB kann sich – im Gegensatz zu den Banken – am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, weil sie „Geld aus dem Nichts“ schöpfen könne.

Wirklich? Geld aus dem Nichts? Wie wird das verbucht? Seit wann hat die Doppelte Buchhaltung nur noch eine Seite? Jordan scheint die Buchhaltung neu zu erfinden.

Nach diesem Satz ging Jordan sofort auf ein anderes Thema über. Jordan redete zum Hauptthema also rund 30 Sekunden – bei einer Sprechzeit von fast 50 Minuten.

Bei der anschliessenden „Diskussion“ wiederholte Jordan seine Behauptung, nachdem ich nachgehakt hatte. Auch hier wusste er: Es war nur eine einzige Frage erlaubt. Und bei dieser kurzen Diskussionsrunde von wenigen Minuten würde er sich über die Zeit retten.

Der „böse Polizist Studer“ war zwar nicht auf der Bühne. Dafür „tigerte“ der Chef der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich, Martin Scholl, auf der Bühne herum. Scholl ist ja zugleich Chef der Zürcher Kantonalbank, welche den Anlass organisierte.

Hand aufs Herz: Meint Jordan im Ernst, dass irgendein Angestellter der ZKB sich getrauen würde, ihm eine kritische Frage zu stellen, wenn da auch noch dessen Chef anwesend ist? Förderlich wäre das seiner Karriere bestimmt nicht.

Und übrigens: Es war nur eine Frage erlaubt. Die SNB weiss alles und hat immer Recht. Gottähnlich eben, wie sie sich selber einstuft mit Ausdrücken wie: „Unbeschränkt“, „aus dem Nichts“, „auf ewig“.

Im Vorstand der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft sind auch noch die Präsidenten der CS, der UBS Schweiz und weitere honorige Persönlichkeiten. Und dann war da auch noch der „Doyen der Schweizer Wirtschaft“, Rainer Gut, wie ehrfurchtsvoll am Mikrophon gesagt wurde.

Wer sollte es also wagen, Jordan zu hinterfragen.

Wir stellen fest: Jordan verschanzt sich mit seiner Chaostheorie und spricht nur, wenn er durch ein dominantes Umfeld geschützt wird. Da wird seine Irrlehre mit Sicherheit nicht hinterfragt. Die „Diskussionen“ sind dann zeitlich so stark beschnitten, dass solche gar nicht stattfinden können.

Im unmittelbaren Anschluss wird ein „feines Buffet“ versprochen. Damit wird geholfen, kritischen Fragen das Wasser abzugraben. So funktioniert der faule Trick der SNB.

Wo kann denn eine Diskussion über die SNB stattfinden? In den Medien? Fehlanzeige. Die NZZ beispielsweise wurde schon als „externe PR-Abteilung der SNB“ bezeichnet. So sehe ich das auch.

Bezeichnenderweise war es denn auch der Chefredaktor Wirtschaft der NZZ, Peter Fischer, der durch die „Diskussion“ von wenigen Minuten führte.

Und das Schweizer Fernsehen? Es vertritt ausschliesslich die Meinung der SNB. Die SNB hatte auf ihrer Homepage jahrelang den irreführenden Film vom Schweizer Fernsehen mit dem angeblichen „Geldschöpfungsmultiplikator aus dem Nichts“.

Bezeichnend ist auch, dass die Diskussion bezüglich der SNB ausschliesslich in kleineren Medien geführt wird, überwiegend anonym, teils beleidigend. Insbesondere die Fürsprecher der SNB agieren im Schutz der Anonymität. Warum? Offenbar will die SNB die Diskussion auch hier verhindern.

Kann es die Kommunikationspolitik unserer Nationalbank sein, dass sich der SNB-Chef öffentlich um die Diskussion drückt, stattdessen aber hier anonym vertreten wird? Was meinen der SNB-Bankrat und dessen Chef, Jean Studer, dazu?

Das Verhalten der SNB fördert das. Ist das im Sinne der Schweiz? Weshalb hat man Angst vor der SNB? Ich weiss es. Aber ist das unserer Demokratie würdig?

Es ist Zeit, dass sich die SNB einer offenen Diskussion stellt. Das Versteckspiel von und mit Herr Jordan hat aufzuhören. Die Büchse der Pandora ist längstens geöffnet.

Viele Fragen und Ungereimtheiten sind ihr bereits entwichen.

Kann sich die SNB am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, wie Jordan behauptet? Oder müssen die Steuerzahler dereinst einspringen? Besteht bei diesen dreistelligen Milliardenbeträgen nicht die Gefahr, dass die Schweiz den Euro einführen oder der EU muss beitreten muss?

Diese Frage hat mittlerweile staatspolitische Bedeutung angesichts der gegen eine Billion ansteigenden SNB-Schulden.

Weitere Frage: Verringern oder vergrössern sich die Schulden der SNB, wenn die SNB den Banken auf deren Girokonten bei der SNB einen Betrag gutschreibt? Jordan meint, dass sich die Schulden der SNB verringern, dass die SNB so ihre Verbindlichkeiten „tilgt“.

Das ist aber falsch. Wenn die SNB eine Gutschrift gutschreibt, so fallen dadurch die Schulden der SNB nicht, sondern sie steigen. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB steigen und damit auch die Schulden der SNB. Wäre das nicht so, so hätte die SNB ja gar keine Schulden zu tilgen.

Der Unsinn, den Jordan bezüglich der Geldschöpfung der Banken neuerdings anprangert, begeht er nun selber. Die SNB kann sich genauso wenig am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen wie die Banken. Mit Kundenguthaben können die Banken nicht ihre eigenen Schulden bezahlen – die SNB aber genauso wenig.

Wer weiss, vielleicht sieht das die Bank of England auch einmal ein, und die SNB kann es dann getrost übernehmen und so tun, als hätte sie das immer gewusst und nie etwas anderes behauptet.

Weitere Frage: Stimmt es, dass die SNB per Gesetz mit Giroguthaben ihre Schulden bezahlen kann, wie SNB-Chef Jordan behauptet? Ja, das stimmt.

Das Problem ist nur: Die SNB besitzt gar keine Giroguthaben. Sie besitzt Giroverbindlichkeiten. Diese sind aber per Gesetz keine Zahlungsmittel und können es per Definition auch gar nicht sein.

Stimmt es, dass die SNB ihre Schulden mit Banknoten begleichen kann, wie der SNB-Chef behauptet? Nein. Das Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel, Artikel 7 Abs. 2, besagt: „Sie (die SNB) nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück.“

Zudem stelle man sich vor: Die SNB liefere beispielsweise 70 Milliarden Zehnernoten aus. Braucht jeder Schweizer zehntausend Zehnernoten – und das bei immer mehr bargeldlosen Zahlungen? Abgesehen davon: Es wäre dies gar keine Tilgung der SNB-Verbindlichkeiten, sondern lediglich ein Passivtausch.

Und weshalb soll die Aufhebung des Goldstandards dazu führen, dass die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen müsste, so dass aus dem Fremdkapital der SNB Eigenkapital der SNB entstünde. Das wäre eine Enteignung der Banken durch die SNB.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Jordan verkündet Kommunistisches.

Last but not least: Weshalb hat Jordan den Mindestkurs aufgegeben, wenn er doch so sicher ist, dass die SNB mit Geld drucken sämtliche Schulden tilgen kann? Seine Taten widersprechen seinen Beteuerungen. „Und an den Taten sollt ihr sie erkennen.“

Jordan trägt seine irrige Theorie nett vor – er bleibt aber unglaubwürdig. Was ist wichtiger?

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215 Kommentare zu “SNB-Jordan verkündet Kommunistisches – und lädt zum Gratis-Buffet

  1. Trotz aller Diskussionen ist es immer noch gleich:

    Geht man als Privatperson mit einer Hunderternote zur SNB bekommt man dafür keine Aktiven der SNB.

  2. @Leserinnen und Leser

    Da in der Zwischenzeit keine neuen Argumente aufgetaucht sind und die SNB immer noch meint, sie könne ihre Schulden abbauen, indem sie Banknoten druckt, können wir die Diskussion hier m.E. abschliessen.

    Es bleibt also dabei:

    Die Argumentation von SNB-Chef Jordan, wonach die SNB ihre Schulden tilgen bzw. Ihre Bilanz verkürzen kann, indem sie Geld druckt bzw. ihre Bilanz verlängert ist und bleibt ein Irrtum.

    Es bleibt dabei: Die SNB kann ihre Schulden nur tilgen, wenn sie Vermögen verkauft.

    Die SNB kann die Passivseite ihrer Bilanz nur verkürzen, wenn sie auch doe Aktivseite verkürzt.

    Wann merken das die SNB und ihr Chef Jordan endlich?

    Marc Meyer

    • @Leserinnen und Leser
      @Marc Meyer Dr
      Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,
      im Kommentar vom 23. Februar 2018 / 19:19 stellen Sie fest:
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Da in der Zwischenzeit keine neuen Argumente aufgetaucht sind und die SNB immer noch meint, sie könne ihre Schulden abbauen, indem sie Banknoten druckt, können wir die Diskussion hier m.E. abschliessen.
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      Dass ist jetzt Ihre beharrlich vorgetragene Meinung, von der Sie sich auch durch fundierte Kommentare, welche eine andere Meinung präsentieren, nicht abbringen lassen.

      Roman Günter geht in seinem Kommentar vom 16. Februar 2018 / 14:29
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-195334
      sehr ausführlich auf die tatsächliche Risikosituation bei der SNB und deren Geldpolitik ein. Ihre Antwort beschränkt sich dann auf die zwei Sätze:
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      Auf der Passivseite kann kein höherer Betrag verbucht sein, als auf der Aktivseite vorhanden.

      Ergo müssen die Banken auf ihren Guthaben Werberichtgungen vornehmen, wenn der Wert der SNB Aktiven fällt.
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      Dass Aktivseite und Passivseite bei einer Bank den gleichen Betrag ausweisen müssen bestreitet doch wohl niemand hier.

      Da die SNB mit „gesetzlichem Zahlungsmittel“ ihre Einkäufe „bezahlt“, hat sie laut Gesetz „geleistet“.
      Da ich sowohl das „Zentralbank-Buchgeld“ als auch das „Bargeld“ als eine Schuldanerkennung der SNB ansehe, „bezahlt“ die SNB, wie auch übrigens jede Geschäftsbank, mit der Erhöhung ihrer Schulden. Soweit sind wir uns wohl noch einig.

      Fraglich bleibt jetzt nur, kann ich als Nichtbank die Geschäftsbank oder aber als Geschäftsbank die SNB zwingen, ihre Schulden zu begleichen. Da sowohl die Geschäftsbank wie auch die Zentralbank Zahlungsmittel herstellt, mit denen auf den Devisen,- Immobilien,- Gold,- Aktien,- und anderen Märkten eingekauft werden kann, erweist sich die Behauptung vom „Eingesperrtsein der Investoren“ als Illusion. Zwingen zur Herausgabe von endgültig erworbenen Vermögenswerten kann ich keine der Institutionen. An die endgültig erworbenen Vermögenswerte einer Geschäftsbank komme ich indes nur, wenn diese abgewickelt wird. Bei der SNB funktioniert auch dies nicht, da die SNB das „Gesetzliche Zahlungsmittel“ herstellt und damit ihre Einkäufe begleicht.

      Ich bevorzuge deshalb ein Schuldgeldmodell, in welchem auch das gesetzliche Zahlungsmittel eine Schuld darstellt. Allerdings stellt diese Schuld, wie auch bei den Geschäftsbanken, eine dauerhafte Anleihe, ohne Zinszahlung und auch ohne Rückzahlungstermin dar. Eine Schenkung ist es jedoch nicht.

      Nicht zustimmen kann ich Ihnen bei dem Satz:
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      Ergo müssen die Banken auf ihren Guthaben Werberichtgungen vornehmen, wenn der Wert der SNB Aktiven fällt.
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Hier vielleicht auch ein Vergleich mit zwei Geschäftsbanken. Die UBS besitzt Bankschuldverschreibungen der Bank X in Höhe von 10 Millionen CHF. Die Bank X sei nun durch irgendwelche Spekulationen zahlungsunfähig geworden. Der Konkurs wird eröffnet und es stellt sich heraus, dass die Bankschuldverschreibungen der Bank X nur noch zu 50 % bedient werden können. Die Bankschuldverschreibungen, welche bei der UBS auf der Aktivseite stehen, sind nur noch 5 Millionen CHF wert. Folglich ist eine entsprechende Wertberichtigung erforderlich. Bis hierhin stimmen Sie mir doch noch zu?

      Nun übertragen Sie dieses Beispiel auch auf das Verhältnis zwischen Geschäftsbank und SNB. Kann ich nachvollziehen und würde Ihnen auch zustimmen, wenn nicht das Zahlungsmittel der SNB auch gleichzeitig das „gesetzliche Zahlungsmittel“ wäre. Die SNB ist als Zentralbank anders zu betrachten als eine normale Geschäftsbank. Während die Geschäftsbank in CHF zahlungsunfähig werden kann, ist dies bei der SNB ausgeschlossen. Hier gilt der Grundsatz:
      „Eine Bank kann nur in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenn sie in einem Zahlungsmittel leisten muss, welches sie selbst nicht herstellen kann.“
      Muss die Geschäftsbank in Zentralbankgeld leisten, kann sie in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Bei einer Zentralbank, welche jederzeit in Zentralbankgeld leisten kann, ist ein Zahlungsproblem ausgeschlossen. Die Aussage von Herrn Jordan erscheint mir deshalb zutreffend wenn er ausführt:
      ~~~~~~~~~~
      „Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe. Muss die SNB z.B. einer Geschäftsbank einen auslaufenden SNB-Bill, d.h. eine eigene Schuldverschreibung, zurückzahlen, erfolgt dies einfach mit einer Gutschrift auf dem Girokonto der entsprechenden Bank. Die SNB kann auch umgekehrt – um die Liquidität im System zu vermindern – Wertpapiere wie SNB-Bills jederzeit neu ausgeben“
      ~~~~~~~~~~
      Es ist dabei erforderlich, auf den genauen Wortlaut zu achten und eigene Interpretationen, die der Text nicht hergibt, zu unterlassen.

      LG
      Rudolf Müller

  3. Herr Dr. Marc Meyer

    Vielleicht kann dieser Hinweis, Ihr Denken verändern?
    Paradoxon: Bank – Liquiditätsbeschreibung heterodoxe Ökonomie:
    Nach geltendem Recht, würde keine Liquidität (Reserve) für die Geschäftsbanken vorhanden sein, wenn die Zentralbanken keine Eigengeschäfte mittels Geld- und Offenmarktgeschäften, schöpfen. Darum ist diese Vorgabe im Sinne des Geldsystems eine reine Spielform, welche einzig von der Aktivität der Zentralbank abhängig ist, demnach selbst bestimmt wird.

    Ein Aufschrei der Ökonomie ob Neoklassik oder Heterodox = Fehlanzeige

    Fazit: Diese Diagnose hängt auch eng mit der AG-Form der Zentralbank zusammen (Diebstahl von Volkseinkommen zugunsten Privateinkommen).

  4. Herr Meyer hat offenbar meine wichtige Frage weiter unten nicht gesehen. Ich stelle sie deshalb hier nochmals.

    Wir möchten es jetzt mal konkret wissen: Wie sieht die Wertberichtigung aus? Eine Bank kann ihre Giroguthaben jederzeit 1:1 in Bargeld, also CHF-Noten, umtauschen; darüber besteht ja wohl Einigkeit. Wie werden diese „wertberichtigt“? Ein Stück abschneiden, wie es Rudolf Müller andeutet (als natürlich nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag)? Oder Tipp-Ex und eine neue Zahl auf die Note schreiben? Konkret Herr Meyer, nicht um den heissen Brei herumreden. Was passiert mit CHF-Banknoten?

    Ach ja, und noch etwas. Der Franken steigt an Wert, Käufer von CHF, z.B. ausländische Banken, sind bereit viel für den CHF zu bezahlen (z.B. 1 Euro). Sie erhalten dafür CHF-Giroguthaben, die sie dann, kaum ist der Trade abgeschlossen, „wertberichtigen“ müssen….???

    • Ah, jetzt hat Herr Meyer meine Frage doch noch beantwortet, was mit Banknoten angeblich passieren würde; habe ich erst jetzt gesehen. Seine Antwort: „Ganz konkret: Deren Preis in Gütern bewertet, würde stark fallen. D.h hohe Inflation.“

      Wir hätten also gleichzeitig einen sehr starken Franken und hohe Inflation. Eine internationale Premiere. Neue Volkswirtschaftslehre à la Meyer?

    • Bereits aus rein praktischen Gründen (Druckkapazität der Noten) wäre ein Umtausch von SNB Giroverbindlichekeiten in CHF-1’000er-Noten unmöglich oder die SNB würde z.B. CHF-1’000’000 oder 1’000’000’000 Noten anbieten. Die Übung wäre jedoch nur ein „Passiv-Tausch“ und kein Schuldenabbau.

    • @Meyer

      Ich verwechsle gar nichts. Es gibt nur EINEN Franken. SNB-Notenbankgeld = Franken. Eine Hunderternote IST 100 Franken.

      Sie behaupten, die Folge des starken Franken sei hohe Inflation. Zitat: „Ganz konkret: Deren Preis in Gütern bewertet, würde stark fallen. D.h hohe Inflation.“ Ich sage, das wäre eine internationale Premiere, etwas, das die Welt noch nie gesehen hat.

      Also, gibt es nun Ihrer Meinung nach Inflation oder nicht, wenn die SNB negatives Eigenkapital hat? Sie können Ihre Meinung natürlich gerne revidieren….

    • @pessimistisch

      Sie sind ein Zeitverschwender – immer derselbe frustrierte Professor mit den 20 verschiedenen Pseudonymen, der sein Leben lang Irrlehren erzählt hat und jetzt eines Besseren belehrt wied.

      Versuchen Sie lieber einmal, nachzuvollziehen, was ich geschrieben habe, als immer wieder vermeintlich neue Fangfragen zu stellen.

      Ich habe keine Zeit mit Ihnen, Sie Pessimist, zu verschwenden.

      Es ist einfach langweilig mlit Ihnen.

      MM

      I

  5. In eigener Sache:

    Da ich mich in Rio am Carneval und an der Copacabana befinde (wo es übrigens seriöser zu- und hergeht als im Casino am Bürklipkatz) möchte ich meine Ferien jetzt doch noch etwas geniessen und mich nicht mit den Irrlehren der Zentralbanker auseinandersetzen müssen.

    Nach einer Woche und 200 Kommentaren möchte ich jetzt gerne einige Tage Pausen machen. Falls es neue und interessante Argumente / Gegenargumente gibt, werde ich mich nach Rückkehr in die Schweiz gerne nochmals einschalten, sofern ich zeitlich dazukomme.

    Ich bitte um Verständnis.

    Nun möchte ich allen vielmals danken für’s mitmachen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  6. Nachtrag VI

    Die Aufhebung des Goldsrandards: Was dies bedeutet und was nicht

    SNB Chef Jordans Kernbotschaft an seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich war ja, dass seit dem „Zusammenbruch des Goldstandars“ die Zentralbanken nicht mehr verpflichtet seien, Gold gegen Zentralbankgeld einzutauschen.

    Als Folge davon könne die SNB unbeschränkt Geld drucken und damit jede Verbindlichkeit in eigener Währung jederzeit tilgen.

    Wie bitte?

    Und mit dieser Argumentation rechtfertigt der SNB Chef fast 800 Milliarden Volksschulden?

    Betrachten wir seine Argumentation etwas genauer:

    Was bedeutete der Goldstandard?

    Er bedeutete, dass die Zentralbanken Geld nur gegen Gold emittierten. D.h. jede emittierte Banknote war mit Gold gegengebucht bzw. „gedeckt“.

    Giesst man die gesamte Goldmenge, die je gefördert wurde in einen Würfel, so ist dessen Kantenlänge, so glaube ich, ca. 18 Meter.

    Die förderbare Goldmenge ist also stark begrenzt.

    Demgegenüber haben wir ein viel stärkeres Wachstum der Welwirtschaft insgesamt.

    Es leuchtet nun ein, dass es nicht genügend Gold gibt, um mit dem Wachstum der Welwirtschaft mitzuhalten. Also mussten neue Vermögenswerte beigezogen werden, um die weltweit erforderliche Zentralbankgeldmenge gegenzubuchen.

    Es boten sich Devisen und qualitativ hochwertige Wertschriften an.

    Es versteht sich nun wiederum von selbst, dass nicht sämtliche Banknoten gegen Gold eingetauscht werden konnten, weil die Banknoten ja nur noch teilweise mit Gold gedeckt waren.

    Also hob man die Pflicht der Zentralbanken auf, dass diese Gold gegen eine Banknote liefern müsse.

    Daraus kann nun aber nie und nimmer abgeleitet werden, eine Zentralbank könne ihr Fremdkapital mit selbst gedruckten Banknoten tilgen.

    Weshalb sollte das die Folge sein. Das Eine hat mit dem andern nichts zu tun.

    Vergleich:
    Wer eine Nestle Aktie besitzt, hat nicht das Recht, soundsoviel Schockolade bei Nestle zu beziehen.

    Oder wer eine Nestle Obligation besitzt, der kann das auch nicht.

    Daraus kann man nun nicht ableiten, Nestle müsse ihre Schulden nicht begleichen.

    Die von Nestle emittierten Wertschriften hängen vom Vermögen von Nestle ab.

    Fällt das Vermögen von Nestle unter Wert der ausstehenden Obligationen, so wird deren Preis fallen. Nestle kann dann nicht kommen und sagen, sie emittieren noch mehr Obligationen und damit seien die Schulden von Nestle getilgt.

    Genauso bei der SNB: Fällt des Vermögen der SNB unter Wert der ausstehenden Notenbankgeldmenge ( SNB-Obligationen), so fällt der Wert des Notenbankgeldes. Die Folge sind Inflation für die Banknoten und Wertberichtigungen für die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die Aufhebung des Gokdstandards zur Folge habe, dass die SNB bei negativem Eigenkapital der SNB einfach Banknoten drucken und damit sämtliche Verbindlichkeiiten tilgen könne, entbehrt jeder Grundlage.

    Marc Meyer

  7. Lieber Marc Meyer,

    Sie begehen leider immer wieder denselben Fehler. Wenn eine Zentralbank Assets in ihrer eigenen Währung ankauft, dann geschieht dies IMMER per Bilanzverlängerung; und zwar in der Form, dass der Geschäftsbank dieser Betrag auf dem Zentralbankkonto gutgeschrieben wird. Und Zentralbankgeld IST das gesetzliche Zahlungsmittel; also dasjenige Mittel, mit dem eine Geldschuld erfüllt wird. Mit der Gutschrift ist die Geschichte zu Ende. Die Geschäftsbank kann sich lediglich bei Bedarf dieses Zentralbankguthaben in Form von Banknoten auszahlen lassen; das ist aber wiederum ein reiner Passivtausch für die Zentralbank, während es für die Geschäftsbank ein reiner Aktivtausch ist. Selbstverständlich kann die SNB auch Euro gegen Dollar erwerben; dann ist dies für die SNB ein Aktivtausch.

    Wenn eine Geschäftsbank von einem Kunden Euro per Bankgutschrift ankauft, dann kommt es ebenfalls zu einer Bilanzverlängerung. Diese Bilanzverlängerung hat aber eine andere Qualität, da es sich bei dem Kundenguthaben um eine Forderung auf Zentralbankgeld handelt. Bankengiralgeld ist also eine Forderung auf Zentralbankgeld, während Zentralbankgiralgeld das Geforderte ist. Deswegen sprechen wir ja auch von einem zweistufigen Geldsystem. Nur in einem dreistufigen Geldsystem – wie wir es z. B. bis zum Ende des Goldstandards hatten – war auch Zentralbankgeld eine Forderung auf die oberste Hierarchieebene.

    Sie haben damit mal wieder nichts widerlegt, sondern lediglich Ihr Unverständnis gegenüber einem zweistufigen Geldsystem zum Besten gegeben. Der Groschen ist leider immer noch nicht gefallen: https://insideparadeplatz.ch/2018/01/10/ubs-praesident-axel-weber-wird-sein-blaues-wunder-erleben-mit-der-zahlungsunfaehigkeit-der-snb/#comment-190356.

    „Das Wort Geldmultiplikator taucht in keinem Ihrer Zitate auf.“

    Dann suchen Sie doch einfach mal nach „money mutlipler“ und/oder „deposit multiplier“. Oder auch nach „exogenous“ versus „endogenous“ money. Oder einfach bei Wikipedia starten: https://en.wikipedia.org/wiki/Endogenous_money. Einschlägig sind ebenfalls neben Basil Moore und Steve Keen insbesondere auch Schumpeter und Minsky.

    „Nicht einige Lehrbücher haben bis jetzt die Irrlehre vertreten sondern alle.“

    Ich habe nicht von „einigen“ gesprochen, sondern von „vielen“. Und seien Sie vorsichtig mit ALL-Aussagen. Steve Keen schreibt schon seit vielen Jahren dagegen und wird vom Mainstream deswegen gemieden wie die Pest: https://youtu.be/L9Pc23r_m6k.

    „Lesen Sie meinen Nachtrag zur Kinderlogik“

    Versuchen Sie es doch einfach mal mit echter Logik statt mit Kinderlogik: https://youtu.be/8-s6IX4SwXg

    @ Walter Roth

    „Es ist schon unglaublich wie dümmlich hier oft Argumentiert wird.“

    Das ist wohl wahr.

    „Ich mache mir wirklich Sorgen um unser Land wenn ich das alles hier so lese.“

    Diese Sorge halte ich zumindest in diesem Kontext für unbegründet, da alle Personen in Verantwortung auf diesen Unsinn nicht hereinfallen. Insofern sollten auch Sie Ihre Position gegenüber Marc Meyer nochmals eigenständig überdenken und dabei die alte Weisheit von Goethe im Hinterkopf haben: „Es irrt der Mensch so lang er strebt.“

    „Nur warum tun die anderen es denn , ich meine im Inland Geld anlegen und die heimische Wirtschaft stärken“

    Sie verwechseln Geldanlage und Realinvestition. Der Kauf von Bestandsassets (Wertpapiere, Immobilien etc.) ist noch lange keine Realinvestition in Bildung und Infrastruktur. Noch dümmlicher ist allerdings der Kauf von Gold.

    „Und Stöcker………………..

    Was beschäftigt sie an den Kommentaren Herrn Mayers so sehr.“

    Und Roth…………………

    Ich habe immer noch die Hoffnung, dass Marc Meyer seinen partiellen Irrtum einsieht und sich wichtigeren Dingen des Lebens zuwendet, als seine alte fehlerhafte These aus seiner Dissertation ad infinitum zu verteidigen. Die wichtigeren Dinge wurden jüngst von Jürg Müller thematisiert: http://podium.nzz.ch/event/schuldenwirtschaft-2/.

    Und damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion mit einem abschließenden Hinweis an alle Hardcore-Debitisten: We agree to disagree.

    LG Michael Stöcker

    • Hallo Herr Stöhker
      Welche Honorarrechnung haben Sie für diesen Idioten-Stuss und 4 Stunden Textredaktion an den Auftraggeber gestellt.

      Lasen Sie doch diesen medialen PR Schrott und danken Sie endlich von der Wirtschaftsbühne als seniler Greis ab!

    • @Michel Stöcker

      Danke

      Und schon kommen Sie wieder mit derselben Masche. Sie verabschieden sich und geben damit den Überlegenen, um dann anschliessend durch die Hintertür wieder in die Diskussion einzuschleichen.

      Ihr einziges Problem ist m.E., dass Ihre Autoritätsgläubigkeit offensichtlich über den Haufen geworfen wird. Bricht Ihr Weltbild zusammen, wenn die Deutsche Bundesbank erwiesenermassen Irrlehren verbreitet und die SNB auch?

      Ich möchte nicht ein Zitat, wo der Multiplikator gutgeheissen oder möglicherweise kritisiert wird, sondern eines wo drin steht, dass Geld eine Schuld der Zentralbank sei und es deshalb keinen Geldmultiplikator gibt.

      Bisher haben Sie noch kein solches Zitat beibringen können. Sie werfen mir immer nur Literaturhinweise an den Kopf. Aber das von mir verlangte Zitat bringen Sie nicht.

      Ich weiss warum: Dies gibt es nicht. Ergo: Die Zentralbanken haben ihre neue Geldtheorie abgeschrieben. Als Letzter nun auch SNB Chef Jordan.

      Sodann widersprechen Sie sich bereits in Ihrem ersten Abschnitt. Zuerst behaupten Sie, es gäbe keinen Aktivtausch bei einer Zentralbank und dann anschliessend doch.

      Wenn irgendwo der Groschen immer noch nicht gefallen ist, dann bei Ihnen und offensichtlich auch bei der Deutschen Bundesbank und bei der SNB noch nicht.

      Nochmals: Die SNB kann ihre Schulden nur tilgen durch Verkauf von Vermögen. Bilanztechnisch ausgedrückt: Die SNB kann die Passivseite Ihrer Bilanz nur verkürzen, wenn sie auch die Aktivseite verkürzt.

      Um ja keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, erkläre ich es Ihnen und Bundesbankpräsident Chef Jens Weidmann und UBS Chef Axel Weber und auch SNB Chef Thomas Jordan noch einmal:

      Verbindlichkeiten tilgen heisst Schulden abbauen, heisst Passivseite verkürzen.

      Und Aktviseite verkürzen heisst Vermögen verkaufen.

      Die beiden Gedankengänge jetzt zusammen:

      Um die Passivseite der Bilanz zu verkürzen, muss die SNB auch ihre Aktivseite der Bilanz verkürzen.

      Und nun nicht bilanzteoretisch, sondern realwirtschaftlich ausgedrückt:

      Um ihre Schulden zu tilgen, muss die SNB Vermögen verkaufen.

      Besitzt die SNB nicht genügend Vermögen, so ist dIe SNB Konkurs.

      Dass der Groschen bei Ihnen fällt, dazu stehen die Chancen m.E. nicht sehr gut, weil, wie gesagt Ihre Autoritätsgläubigkeit Ihnen dazu im Wege steht.

      Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

      Dass aber der Chef der Deutschen Bundesbank und ihr ehemaliger Chef und jetziger UBS Chef und der SNB Chef ihren Irrtum nicht einsehen – das ist wahrlich beängstigend.

      Wann höre ich von Ihnen das nächste Mal?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.
      Ich komme leider wieder zur Feststellung, dass Ihre sprachlichen Fähigkeiten weit besser ausgebildet sind als Ihre buchhalterischen und mathematischen.

      Sorry.

      Studieren Sie mal Buchhaltung. Kann die rechte Seite der Bilanz verkürzt werden, ohne dass die linke auch verkürzt wird?

      Ziehen Sie sich mal in Ihr stilles Kämmerlein zurück und studieren Sie diese Frage, bevor Sich sich hier bei mir wieder melden.

    • Herr Michael Stöcker

      Der bankübergreifende Zahlungsverkehr mit dem Guthaben, geschöpft von den GB mittels Krediten und Eigengeschäften (verfassungswidrig?) , demnach auch die Kreditrückzahlungen, erfolgen über Girokonten bei der Zentralbank. Das gesetzliche Guthaben wurde mit Eigengeschäften (verfassungswidrig?) mit den Geschäftsbanken geschöpft.
      Demnach wird dieses Guthaben als Zahlen auf den Konten hin und her geschoben. Diese geschöpfte Geldmenge wird also nicht verändert, dient also nur als Manöveriermasse! Erfüllung?
      Mit Rückzahlung des Bankkredites wird die Geldmenge verkleinert.

      Die Erklärung habe ich Herrn Dr. Meyer schon mehrfach geschildert. Er kann die Sonderstellung der Zentralbank und die Auswirkung der Manöveriermasse nicht verstehen. Das Bankensystem ist Inzucht!

  8. Nachtrag V

    Die Schuld einer Geschäftsbank und die Schuld einer Notenbank

    Es wird von Seiten der SNB behauptet, wenn ein Privatkunde ein Guthaben bei einer Geschäftsbank unterhalte und darauf ein Guthaben von CHF 1000 besitze, so habe er nur Anrecht darauf, CHF 1000 in Banknoten von der Geschäftsbank zu erhalten.

    Damit soll die Behauptung von SNB Chef Jordan untermauert werden, eine Geschäftsbank habe nur Anrecht auf Banknoten von der SNB.

    Auch diese Argumentation ist falsch.

    Warum?

    Eine Schuld kann nur durch Aushändigung oder Überweisung von Vermögen beglichen werden.

    Wenn eine Geschäftsbank einem Kunden CHF 1000 in Banknoten aushändigt, so ist ihre Schuld gegenüber dem Kunden tatsächlich getilgt.

    Aber aufgepasst: Die Banknoten stellen Vermögen der Geschäftsbank dar. Es handelt sich um Schuldpapiere eines dritten Unternehmens, der SNB.

    Die UBS beispielsweise könnte ihre Schuld gegenüber dem Kunden nicht abbauen, indem sie mit UBS Schulden bezahlt.

    Dasselbe gilt für die SNB: Die SNB kann ihre Schulden nur abbauen, indem sie dem Gläubiger einen Vermögenswert überträgt. Das kann irgendetwas sein – nur nicht eine Schuld der SNB selber.

    Zusammengefasst:

    Eine Geschäftsbank kann eine Schuld mit Banknoten bezahlen, weil diese Vermögen der Geschäftsbank darstellen. Es sind Schuldpapiere eines dritten Schuldners – der SNB.

    Die SNB hingegen kann eigene Schulden nicht mit Banknoten begleichen, weil diese selber Schulden der SNB sind und nicht Schuldpapiere eines dritten Schuldners.

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Die Geldschöpfung besteht aus Schuld und Besitz (Verbriefung ist systemimmanent)! Das Bankensystem (Inzucht) hat die Pflicht den Zahlungsverkehr zu sichern. Wenn das geschöpfte Guthaben nicht zum Schuldner zurückfliesst, wird das Geld nicht vernichtet?

      Woher hat die Bank, ihre vermeintlichen 1000 um die Guthaben (Zahl) des Guthaben zum verkleinern. Keine Geldmengenveränderung, also auch keine Vernichtung, demnach müssen die sog. Verpflichtungen der Banken eine andere Dimension haben als die Kreditschuld des Kunden gegenüber der Bank resp. der Guthaben der Kunden!

      Diese Realität wird von den Ökonomen nicht gelehrt darum nicht verstanden! Fehlende Denkvermögen?

      Wie funktioniert das System?
      Können Sie die folgende beschriebene Beschreibung des real existierenden Geldsystems verstehen?
      Das Geld ist schon seit jeher aus dem Nichts (Fiat) entstanden. Auf welche Art sonst, soll es denn entstehen? Einzig die Organisation hat sich verändert. Seit Jahrzehnten figuriert das Geld als Zahlen in den Bankbuchhaltungen. Jede Kreditvergabe und bankübergreifende Transaktion geht systemimmanent, immer mit einer Geldschöpfung einher. Entweder wird die Schöpfung der Zentralbank mit den GB (gesetzliches Zahlungsmittel) für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr der von den GB mittels Kreditvergaben und Bankinvestitionen geschöpften Kundenguthaben (kein gesetzliches Zahlungsmittel) benutzt, oder die Schöpfung findet bei der GB bankintern (Kreditvergaben oder Bankinvestitionen) statt! Damit ist eindeutig bewiesen, dass die Banken, systemimmanent, keine Kundenguthaben für ihre Aktivgeschäfte verwenden können. Kundengelder existieren nicht!

      Damit der Betrug der Fakultät Ökonomie nicht weiter bedient wird, sollten eigentlich auch die Vollgeldinitianten und ihre „Gefolgsleute“ die Realität geistig verkraften können?

      Wer zudem nicht begreifen kann oder will, welche Auswirkungen der Zusammenhang von Geld im Produkt und Kaufkraft hat, der fühlt sich als Zahler und meint sein Guthaben hätte er vom Arbeitgeber erhalten? Die ewige Steuergeld – Leier der Regierenden, Ökonomen und Medien, welche suggerieren, der Staat würde ihr Geld ausgeben ist so absurd wie die Meinung, die Banken würden das Geld ihrer Kunden für Kredite und Eigengeschäften verwenden. Diese Betrügereien aufgeklärt, würde eine andere Gesellschaft ergeben. Es wäre so einfach!

      Schon seit jeher haben die Menschen das Zusammenspiel von Geld und Wirtschaft nicht verstanden. Ein Erfolg der Fakultät Ökonomie, als dämlichste Denklehre! Anstatt diese Spezies zu ignorieren resp. leerlaufen zu lassen, werden sie immer noch befragt. Die Fragenden sind das Problem unserer Zeit!“

  9. Nachtrag IV

    Unterscheidung definitive Käufe – nicht definitive Käufe

    Von Seiten der SNB Befürworter wird immer wieder argumentiert, wenn die SNB von den Banken Euros gekauft habe, so sei das ein definitiver Kauf und die SNB könne nicht gezwungen werden, den Banken anschliessend irgendetwas zu verkaufen.

    Aus diesem Grund müsse die SNB ihre Schulden nie mehr zurückzahlen und könne soviel Schulden machen, wue sie wolle.

    Was ist von dieser Argumentation zu halten.

    Erstens
    Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wie ein Kauf zustande kommt:

    A) Kauf durch Aktivtausch. Bilanz des Käfers bleibt unverändert lang.

    B) Kauf durch Kreditfinanzierung. Bilanz verlängert sich.

    C) Kauf durch Finanzierung mit neuem Eigenkapital. Bilanz verlängert sich.

    Zweitens
    Bei A) und C) ist das Geschäft abgeschlossen und es besteht keine weitere Forderung.

    Bei C) ist eine Forderung offen bis diese bezahlt ist. Erst dann ist das Geschäft abgescjlissen.

    Drittens

    Beispiele

    Gehen Sie auf Ihre Bank und zahlen dort Euro 1000 ein, so stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen: Sie können das Geld wechseln in Franken und sich beim Kurs von 1.20 CHF 1200 auszahlen lassen.

    Für die Bank ist das ein Aktivtausch und es bestehen keine weiteren Forderungen gegenüber der Bank.

    Sis können mit dem Geld auch Gold oder Wertschriften kaufen und in Ihr Depot legen lassen usw. Es handelt sich in all diesen Fällen um ein Aktivtausch in der Bilanz der Bank. Die Bankbilanz bleibt unverändert lang.

    Ganz anders sieht der Fall aber aus, wenn Sie sich die Einzahlung von 1000 Euro auf Ihr Franken Guthaben gutschreiben lassen. In diesem Fall schreibt die Bank Ihnen auf Ihrem Konto gut und ist Ihnen schuldig.

    Die Bankbilanz verlängert sich.

    Sie haben nun Wahlfreiheit: Sie können am folgenden Tag das Gold kaufen, das Sie bei Einzahlung nicht gekauft haben. Oder Sie können Wertschriften kaufen am folgenden Tag oder auch ein Jahr später usw. Oder Dollars oder wieder Euros usw.

    Mit der Einzahlung auf Ihr Franken Konto haben Sie den Kauf einfach aufgeschoben. Die Bank hat also Ihnen gegenüber eine Schuld, bis die Bank Ihnen aus ihrem Vermögen etwas für die 1000 Euro verkauft hat.

    Genau dieselben Überlegingen gelten für die Guthaben der Banken bei der SNB. Die Banken haben Wahlfreiheit und dürfen mit Ihren Guthaben bei der SNB von dieser etwas kaufen, bis die Schuld der SNB gstilgt ist.

    Die Behauptung, die SNB müsse nichts liefern ist damit widerlegt.

    Marc Meyer

    • Kleine Korrektur:
      Bei B) ist eine Forderung offen bis diese bezahlt ist. Erst dann ist das Geschäft abgeschlossen.

    • Richtig Herr Mayer…….
      Natürlich ist dem so……………..das ist doch Sonnenklar.
      Wer meint es sei anders, versteckt sich hinter irgendwelchen Formalitäten, aber sicher entspricht es nicht der Realität.
      Wäre dem so das eine SNB dafür keine Verpflichtung hätte, das gesamte Geschäftsleben würde zum Stillstand kommen.

      Es ist schon unglaublich wie dümmlich hier oft Argumentiert wird.
      Ich mache mir wirklich Sorgen um unser Land wenn ich das alles hier so lese.

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Wer 1000 EUR auf sein CHF Konto gutschreiben lässt, macht eine Devisen Kassa Transaktion. Die Bank schuldet dem Kunden ca. 870 CHF. Der Kunde hat einzig das Recht, diese 870 CHF in Bar zu beziehen, alles andere ist eine Bankdienstleistung und abhängig von den bilateralen vertragilichen Vereinbarungen.
      Ist der Kunde die Geschäftsbank und die Bank die Nationalbank, ist die Devisen Kassa Transaktion mit der Gutschrift auf das Girokonto abgeschlossen. Die GS kann nur noch über das Konto verfügen, aber nichts von der Nationalbank einfordern.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe, bin ich nicht bereit, mit jemandem weiter zu diskutieren, der mich dernassen persönlich beleidigt, wie Sie das weiter unten getan haben.

      Was tue ich? Ich versuche, zu verdeutlichen, dass die SNB ihre Passivseite nicht verkürzen kann, indem sie diese verlängert.

      Eigentlich sollte das klar sein.

      Und was tut die SNB. Sie beleidigt mich mit Vergleichen, ich sei ein religiöser Eiferer und Hassprediger und dergleichen (wörtlich).

      Ich empfinde dies als ungeheuerliche Frechheit.

      Bei der SNB macht man es sich sehr einfach: Wer zur Irrlehre von Herrn Jordan nicht Ja und Amen sagt, wird als Hassprediger abgestempelt.

      Die SNB soll lieber einmal ein vernünftiges fachliches Argument liefern anstatt ständig nur unter die Gürtellinie zu hauen.

      Ich bitte Sie also nochmals, die Diskussionsrunde zu meinem Beitrag hier zu verlassen.

      Marc Meyer

    • Grüezi@Dr. Marc Meyer,

      Gehen wir einen Schritt weiter. Die SNB hat im Jahre 2009 alle Repos verkauft, um damit Euros zu kaufen. Die SNB hat somit das Hauptinstrument der Geldpolitik aus der Hand gegeben. Die SNB kann die Zinsen in der Schweiz demnach gar nicht mehr steuern.

      Laut SNB-Gesetz erstellt die SNB ihre Bilanz nach den Vorschriften des Aktienrechtes sowie nach allgemein anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung.

      Mögliches Szenario bei negatives EK der SNB:

      Der Bund wird eine Haftung für die SNB eingehen; möglicherweise auch eine Kapitalerhöhung durchführen. Unter keinen Umständen wird je eine Bank ihre SNB-Forderungen wertberichtigen müssen. Nehmen wir einfach an, die UBS hätte auf ihrem SNB-Girokonto 100 Mrd.CHF. Angesichts des negativen Eigenkapitals der SNB bekommt sie Angst und weist die SNB an, die 100 Mrd.CHF auf ihr (UBS) Konto bei der CS o.a.Bank gutzuschreiben.

      Wenn ich Sie richtig verstanden habe, Herr Meyer, haben Sie buchhalterisch bewiesen, dass durch die Geldemission und Gutschrift der 100 Mrd. CHF die SNB keineswegs ihre Schuld getilgt hat, sondern ganz im Gegenteil, es ist die Anerkennung der Schuld der SNB gegenüber der Bank gleichkommt? Demnach, ist die ausgeführte Gutschrift durch die SNB, – FUER DIE SNB, – keineswegs als Schulden-Tilgungs Vorgang einzuordnen.

      Habe ich Sie richtig verstanden?

      Bitte um eine kurze Antwort.

      Sie grüssend

    • Herr Meyer

      Wie schon erwähnt, ich bin ein neutraler Beobachter. Was und wie die SNB kommuniziert, interessiert mich in diesem Zusammenhang nicht und was ich schreibe, wird auch die SNB nicht interessieren.

      Wenn ich schreibe – „Es ist durchaus wichtig, dass bestehende Meinungen und Prozesse immer wieder in Frage gestellt werden. Das sollte aber sachlich einwandfrei und wohlüberlegt geschehen. Ihre Ausfälle sind es nicht (oder vielleicht nicht mehr) und gleichen eher den Hasspredigten religiöser Eiferer.“ – dann ist das meine persönliche Schlussfolgerung aus der Betrachtung Ihrer oft mit dem Zweihänder geschwungenen fixen Idee. Etwas mehr Florett wäre vielleicht zielführender?

      Sie suchen aktiv die Öffentlichkeit und diese wird Ihnen über die Kommentarfunktion auch immer wieder antworten. Dass diese Antworten auch kritisch erfolgen können, sollte Sie nicht erstaunen, zumal Sie äusserst kontroverse Ansichten vertreten, die rational nicht immer nachvollziehbar sind.

      Sollten Herrn Hässig meine Beträge missfallen, so kann er sie einfach nicht mehr freischalten. Bis dann müssen Sie also damit leben, dass ich Ihnen immer mal wieder kritisch begegne. Fachliche Argumente habe ich schon einige geliefert, leider wollen Sie selten sachbezogen darauf antworten. Dabei würde ich mich gerne eines Besseren belehren lassen, sofern es nachvollziehbar ist.

      Effektiv kann ich mich an keine Aussage erinnern, wo die Nationalbank behauptet, ihre Passivseite durch Verlängerung zu kürzen. Vielleicht liefern Sie dazu einmal ein Originalzitat?

      Beste Grüsse

      NB.
      Der Kunde zahlt EUR gegen CHF ein und erhält natürlich dafür CHF 1150 auf seinem Konto gutgeschrieben, mein Versehen.

    • @Roman Günter

      Kritisch begegnen und beleidigen wie „Hasspredger“ sind zwei verschiedene paar Schuhe.

      Wie gesagt: Ich bin nicht mehr bereit, mich mit Ihnen fachlich auszutauschen, bevor Sie sich nicht entschuldigt haben.

      Marc Meyer

    • @Arbeitgeber, AHV Rentner

      Danke

      Ja. Die SNB hat keine Investitionen in der Schweiz. Sie kann somit die Zinsen in der Schweiz gar nicht mehr steuern.

      Wenn die SNB Devisen kauft, so verfügt sie nicht über genügend Vermögen, um diese über einen Aktivtausch zu kaufen.

      Also finanziert sie diese Devisen mittels Fremdfnanzierung. Das tut sie, indem sie den Banken den offenen Betrag gutschreibt. Damit geht die SNB eine Schuld ein.

      Fällt nun der Wert des SNB-Vermögens, so bedeutet das eine Verkürzung der Aktivseite der SNB Bilanz.

      Sobald das Eigenkapital weg ist, muss der Wert des SNB Fremdkapitals auch schrumpfen, weil die Passivseite nicht lönger sein kann als die Aktivseite.

      Oder anders ausgedrückt: Es kann nicht mehr Vermögen auf die Kapitalgeber aufgeteilt werden, als effektiv vorhanden.

      Wenn also das Vermögen der SNB beispielsweise auf 700 Milliarden fällt, so können auf der Passivseite nicht 800 Milliarden stehen, weil gar keine 800 Milliarden mehr zur Vergügung bzw. zum Verteilen sind.

      Ergo müssen die Banken wertberichtigen.

      In diesem Fall macht es auch keinen Sinn, wenn die UBS ihre 100 Milliarden Franken Notenbankgeld der CS andient. Diese sitzt ja sogar auf 130 Milliarden und will auch abstossen.

      Der Preis der Guroguthaben der Banken bei der SNB wird somit fallen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  10. Lieber Marc Meyer,

    in Ihrer Antwort an MfG schreiben Sie weiter unten:

    „Dabei gilt umgekehrt: Die SNB müsste in der Schweiz investieren, um die Schweizer Wirtschaft anzukurbeln – nicht im Ausland wie von Hildebrand und Jordan behauptet.“

    Mir ist nicht bekannt, dass dies zu den Aufgaben der SNB oder einer anderen Zentralbank zählt. Ihre Aufforderung sollte vielmehr als Appell an die Regierung gerichtet sein, endlich etwas gegen die hohen LB-Überschüsse zu tun; das gleiche Problem, das auch Deutschland hat. Und dazu gehören vor allem inländische Investitionen in Bildung und Infrastruktur (Energie- und Breitbandnetze) sowie vermehrte fiskalische Redistribution zu Gunsten der unteren Einkommen.

    Ein weiteres Instrument wäre ein zentralbankfinanziertes Bürgergeld, das nun wohl auch Jürg Müller von der NZZ und seinem Coautor vorschwebt: http://www.deutschlandfunk.de/jonathan-mcmillan-das-ende-der-banken.1310.de.html?dram:article_id=410868.

    LG Michael Stöcker

    • Stöcker……………..

      Zitat :
      Dabei gilt umgekehrt: Die SNB müsste in der Schweiz investieren, um die Schweizer Wirtschaft anzukurbeln – nicht im Ausland wie von Hildebrand und Jordan behauptet.“

      Mir ist nicht bekannt, dass dies zu den Aufgaben der SNB oder einer anderen Zentralbank zählt.
      ————————————————————————

      Nur warum tun die anderen es denn , ich meine im Inland Geld anlegen und die heimische Wirtschaft stärken.
      Japan tut das ja in krassen Ausmass.
      Pflicht ist das nicht, aber es wäre klüger wie einen Euro zu stützen der so oder so zum Tod verurteilt ist.

    • Und Stöcker………………..

      Was beschäftigt sie an den Kommentaren Herrn Mayers so sehr.
      Ich kann mich entsinnen, dass sie mal schrieben, ……man würde den Mayer in Finanzerkreisen eh nicht ernst nehmen.
      Das war im Blog des Herrn Stelter.

    • @Michael Stöcker

      Erstens
      Es ist Ihnen wohl entgangen, dass die SNB in den vergangenen rund 10 Jahren fast 700 Milliarden neue Schulden gemacht hat mit dem Ziel, den Schweizer Export und Tourismus anzukurbeln.

      Dagegen wenden Sie nichts ein. Aber wenn ich degegen halte und argumentiere, die SNB müsse in der Schweiz investieren, wenn sie die hiesige Wirtschaft unterstützen wolle, monieren Sie, das sei nicht die Aufgabe der SNB.

      Ihre Argumentatiom Herr Stöcker ist nicht konsequent.

      Und wenn ich schon am Schreiben bin, noch folgendes:

      Zweitens
      Der Chef der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann hat 2009 noch behauptet, die Finanzkraft der Deutschen Bundesbank sei unbeschränkt, da sie Geld drucken könne.

      Das behauptete auch Axel Weber, sein Vorgänger.

      Es beweist, dass die Deutsche Bundesbank Notenbankgeld irrtümlich als Vermögen der Zentralbank interpretierte anstatt als Schuld.

      Sie nehmen immer die Deutsche Bundesbank in Schutz. Nein. Diese ist kein bisschen besser und beging denselben Fehler wie alle Zentralbanken. Erst als die Bank of England meine Argumentation übernahm, fiel das geldtheoretische Kartenhaus zusammen.

      Drittens
      Sie schreiben immer und immer wieder, „Geld sei das Geschuldete“. Damit wollen sie begründen, dass eine Zentralbank ihre Schukdrn mit selbst gedrucktem Geld bezahlen könne. Auch Sie interpretieren damit Geld erneut als Vermögen der Zentralbank anstatt als Schuld. Ein Kapitalfehler im wahrsten Sinne des Wortes.

      Nein. Geld ist nicht immer das Geschuldete. Sie sollten Ihre rechtliche und bilanztheoretische Analyse vertiefen.

      Ein Vertrag ist ein gegenseitiges Rechtsgeschäft mit zwei Rechten und zwei Pflichten bzw. Obligationen.

      Dabei gibt es ja nach Geschäft verschiedene Obligationen bzw. Schulden: Eine Geldschuld und eine Warenschuld.

      Kaufen Sie Gemüse, so haben Sie eine Geldschuld und die Bäuerin eine Warenschuld.

      Kaufen Sie Devisen, so haben Sie eine Geldschuld und die Bank eine Devisenschuld.

      Kauft eine Bank Euros von der Zentralbank, so hat die SNB eine Devisenschuld und die Bank eine Geldschuld. Diese kann sie erfüllen, weil sie ja über Giroguthaben bei der SNB vergügt, welche Notenbankgeld und damit offizielles Zahlungsmittel für die Banken sind.

      Viertens
      Hier argumentiere ich, dass Zentralbanken genauso Konkurs gehen können, wie Geschäftsbanken. Der einzige Unterschied ist, dass bei den Zentralbanken zuerst noch die Steuerzahler belangt werden.

      Die Zentralbankchefs bestreiten dies ja. Auch Herr Jordan..

      Es wird der Zeitpunkt kommen, wo das anerkannte Lehre sein wird wie die neue Geldschöpfungstheorie der Banken.

      Und dann werden Sie, Herr Michael Stöcker, kommen und irgendwo einen Text ausgraben, wo schon vor 100 Jahren gesagt wurde, eine Zentralbank könne Konkurs gehen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Walter Roth

      Danke

      Ja das habe ich mich auch schon gefragt, weshalb Herr Stöcker immer wieder mitliest und mitschreibt, obwohl ich belächelt werde, wie er weiss.

      Er hat schon demonstrativ geschrieben, er würde die Diskussion verlassen und kommt doch immer wieder zurück.

      Es scheint, er hat ein Problem mit der Hackordung. Zuoberst sind immer die Zentralbanken, allen voran die Deutsche Bundesbank.

      Seine Autoritätsgläubigkeit wird hier offensichtlich arg strapaziert…

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  11. Lieber Marc Meyer,

    ich hatte Ihnen ja schon mal an anderer Stelle vor einigen Wochen geschrieben, dass ich in sehr vielen Punkten Ihren Auffassungen zustimme, aber eben nicht in allen. Ich bin mir bewusst, dass ich Sie vermutlich nicht von Ihren innersten Überzeugungen abbringen werde; aber es gibt ja hier auch noch andere Leser, die auf der Suche nach Erkenntnis sind.

    Notenbankgeld (Banknoten und Zentralbankgiroguthaben) ist hybrider Natur, da eine Zentralbank nicht nur befristete Transaktionen tätigen kann, sondern eben auch definitive Käufe. Aus definitiven Käufen heraus ist eine Zentralbank zu nichts weiterem mehr verpflichtet, seit dem die Goldeinlösepflicht aufgehoben wurde. Das mögen Sie eventuell bedauern, aber so ist nun einmal die Realität; und das aus guten Gründen, da die infantilen Goldvorstellungen nur noch bei der verirrten Micky-Maus-Gemeinde Herzklopfen auslösen (also Dank Historie und Walt Disney die übergroße Mehrheit der Bürger dieser Welt).

    „Die Erkenntnis, dass Geld eine Schuld der SNB darstelt habe ich schon 1993 niedergeschrieben in meinem Buch „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaiftswissenschaft“.

    Das war lange lange vor Ihrer Deutschen Bundesbank.“

    Das kann nicht lange vor DER – nicht meiner – Bundesbank gewesen sein, da die Bundesbank so etwas meines Wissens bis heute nicht geschrieben und/oder behauptet hat. Falls doch, dann bitte ich Sie um die Quelle.

    Zentralbankgeld ist keine Schuld, sondern stets das Geschuldete. Würde allerdings rein theoretisch das gesamte Zentralbankgeld ausschließlich aus befristeten Transaktionen bestehen, dann würde bei vollständiger Erfüllung/Rückführung aller Transaktionen kein Zentralbankgeld mehr im Umlauf sein. Rein theoretisch, da eine Volkswirtschaft ja nicht plötzlich alle finanziellen Transaktionen einstellt und zur archaischen Barter-Wirtschaft zurück kehrt, sondern wir wohl auch zukünftig noch sehr lange mit Banknoten zahlen werden. Zudem wäre es ein klarer Verstoß gegen die Mindestreservevorschriften.

    „Nur eine davon ist, dass die Banken nicht Geld ausleihen, das von der Zentralbank oder von Sparern stammt, sondern dass bei jedem Kredit einer Bank neues Geld entsteht.

    Ich bewies dies im September 2013 hier erstmals mit Buchungssätzen.“

    Ich hatte schon in unserer letzten Diskussion den Link zu Richard Werner et al. aufgeführt. Hier noch einmal, falls Sie meinen Kommentar seinerzeit überlesen hatten: http://www.res.org.uk/view/art5jul13features.html. Und vor Richard Werner hatte auch schon 1909 Hartley Withers geschrieben:

    „Being a prudent person you make this arrangement several days before you have to pay for the car, and so for this period the bank’s deposits are swollen by your £ 1050, and on the other side of its balance-sheet the entry “ advances to customers “ is also increased by this amount, and the loan has clearly created a deposit. [… ] The same reasoning applies whenever a bank makes a loan, whatever be the collateral, whether Stock Exchange securities, as in the case cited, or bales of cotton or tons of copper; or, again, whenever it discounts a bill. In each case it gives the borrower or the seller of the bill a credit in its books—in other words, a deposit ; and though this deposit is probably—almost certainly—transferred to another bank, the sum of banking deposits is thereby increased, and remains so, as long as the loans are in existence. And so it appears that the loans of one bank make the deposits of others, and its deposits consist largely of other banks‘ loans.” https://archive.org/stream/cu31924030178663#page/n83. Das war wie gesagt im Jahre 1909.

    Und 1936 beklagte Hans Gestrich die falsche Leihtheorie wie folgt:

    „Es ist kaum etwas geschehen, was in seinen Voraussetzungen und Konsequenzen nicht schon von den modernen Kredittheoretikern durchdacht und auseinandergesetzt war. Jedoch die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit standen so lange abseits der praktischen Bankpolitik, als man in der Praxis mit den alten Vorstellungen glaubt auskommen zu können. Diese in der natürlichen Geistesträgheit der Menschen an sich schon hinreichend fest begründete Haltung wurde dadurch, daß die neue Anschauungsweise nicht allgemein, besonders nicht in der Wirtschaftspresse, anerkannt wurde, erheblich bestärkt. Obwohl längst vor der Kreditkrise des Jahres 1931 das Geld- und Kreditsystem de facto eine Gestalt angenommen hatte, auf die die hergebrachten Meinungen und Lehrsätze zu einem großen Teil nicht mehr anwendbar waren, hielt man an ihnen fest. Erst als die Krisis ein Eingreifen erforderte, wurde dieser Widerspruch zwischen Wirklichkeit und Lehrsätzen offenbar. http://www.saldenmechanik.info/files/saldenmechanik/Hans%20GESTRICH%20(1936)%20Neue%20Kreditpolitik%20(Adapt.%20C.G.BRANDSTETTER%202014).pdf

    Insofern ist Ihre Kritik in diesem Punkt völlig berechtigt, aber keinesfalls neu. Erstaunlich ist allerdings, dass viele Zentralbanken dieses Märchen immer wieder der Öffentlichkeit präsentiert haben (die Bundesbank bis 2008 und die SNB bis 2016) und es sich so auch in vielen VWL Lehrbüchern wiederfindet.

    „Es gibt meines Wissens keinen Autor, der vor mir argumentierte, Geld sei eine Schuld der Zentralbank und deshalb gäbe sei die Theorie das Geldmarktes falsch.“

    Bis zur Aufhebung des Goldstandards werden wohl die meisten so argumentiert haben; danach nur noch vereinzelte Irrläufer. Und welche Theorie des Geldmarktes meinen Sie konkret? Falls Sie den ominösen Multiplikator meinen; da rennen Sie bei mir offene Türen ein.

    Bei Gerald Braunberger finden Sie noch weitere Beispiele zur Kreditgeldschöpfung, die bis ins Jahr 1790 zurück gehen: http://blogs.faz.net/fazit/2015/08/17/alter-wein-in-neuen-schlaeuchen-geld-entsteht-aus-kredit-2-6275/.

    Ansonsten teile ich die Einschätzung von Herrn Müller weiter unten: https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-195620.

    @ Walter Roth

    „Ja ich denke…………….“

    Sie denken richtig: https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/exportieren-wir-wirklich-unsere-ersparnisse/#comment-35502

    „dann sitzen sie nämlich auch einigen Irrtümern auf und wiederholen ständig.“

    Wenn das mit den Irrtümern stimmen sollte, dann freue ich mich auf Ihre substantiierten Widerlegungen. Ich lerne gerne dazu.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Danke

      Erstens
      Das Wort Geldmultiplikator taucht in keinem Ihrer Zitate auf.

      Zweitens
      Nicht einige Lehrbücher haben bis jetzt die Irrlehre vertreten sondern alle.

      Es ist billig, jetzt auf einen Text vor 100 Jahren zurückzuweisen und zu behaupten, man habe es schon immer gewusst. Warum hat man dsnn 100 Jahre falsches begauptet?

      Und wie gesagt, das Wort Geldmultiplikator taucht in Ihren Zitaten nirgends auf.

      Drittens
      Lesen Sie meinen Nachtrag zur Kinderlogik

      Viertens
      Wenn durch Gutschrift der SNB die Schulden der SNB steigen, so können Sie nicht durch Gutschrift der SNB die Schulden der SNB fallen.

      Ich bitte Sie.

      Fünftens
      In welchen Punkten sind Sie dann mit mir einig?

      Ich habe den Eindruck, es geht Ihnen nicht um die Sache, sondern darum, mir zu zeigen, dass ich nichts Neues bringe.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Michael Stöcker

      Ich möchte von Ihnen das konkrete Zitat sehen, wo ein Autor vor mir geschrieben hat:

      „Weil Notenbankgeld nicht ein Darlehen der Zentralbank an eine Bank ist, sondern umgekehrt eine Schuld der Zentralbank, die nicht weiter ausgeliehen werden kann, gibt es keinen Gekdmultiplikator. Die Geldmultiplikatortheorie, welche in den Lehrbüchern gelehrt wird, ist Somit falsch.

      Genau das möchte ich sehen. Geschrieben vor dem September 2013 und mit Buchungssätzen belegt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Stöcker…………….

      das überlasse ich mal dem Herrn Mayer, der macht das sehr gut…..(((-:
      Mir würde das zudem eher schwer fallen, weil ich nicht aus ihrer Branche komme und meine Gedankengänge schwer in ihren „Slang“ fassen kann.
      Ich wollte den interessierten Lesern hier aber mal nahelegen wo sie mehr über Sie erfahren können.
      Und da vor allem ihr Kokettieren mit linken Ideen die immer mal wieder in ihren Kommentaren durchscheinen.

      Tatsache ist doch, dass Sie zwar seit langem wissen das unser Finanzsystem krank ist, aber mir scheint, Sie wollen es eben doch nur innerhalb der Finanzergemeinde ein wenig reformieren, so unter Kollegen.
      Stelter selber ist da mutiger, wenn auch selber ein Kind der Branche.

  12. Nachtrag lll

    Giroguthaben der Banken wertberichtigen

    Angenommen, das Eigenkapital der SNB falle in den Negativbereich und die SNB deponiere ihre Bilanz nicht. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen,

    Warum?

    Erstens
    Die Passiven zeigen, von wem das Kapital stammt, mit dem das Vermögen auf der Aktivseite finanziert wurde. Oder anders formuliert: Es zeigt, wem bei einer Liquidation des Unternehmens welcher Kapitalanteil zusteht.

    Es gibt nur Fremdkapital und Eigenkapital. Zuerst haben die Fremdkapitalgeber Anrecht auf den Liquidationserlös und erst dann die Eigenkapitalgeber.

    Es versteht sich von selbst, dass nicht mehr Kapital an die Kapitalgeber auf der Passivseite ausbezahlt werden kann, als Vermögen auf der Aktivseite vorhanden ist.

    Wenn das Vermögen 1 Billion beträgt, und die Girogutgaben betragen 1.2 Billionen, so sind diese zu wertberichtigen, weil klar ist, dass nur 1 Billion zurückbezahlt werden kann.

    Zweitens
    Notenbankgeld hat eine Kaufkraft. Bei Banknoten wird deren Wert in der Kaufkraft bemessen und zwar, wieviel Güter der Inhaber der Banknote kaufen kann. Eine fallende Kaufkraft bedeutet somit steigende Inflation.

    Notenbankgeld, d.h. von der SNB emittiertes Geld, besteht aus Banknoten und Giroguthaben der Banken. Rund 90 Prozent entfallen auf die Giroguthaben.

    Welchen Einfluss hat nun ein Wertrückgang von Notenbankgeld?

    Bei Banknoten ist klar: Kaukraftverlust d.h. Inflation.

    In der Bilanz der Zentralbank muss ein bestimmtes Vermögen auf der Aktivseite auf immer mehr Banknoten auf der Passivseite verteillt werden. Deren Wert fällt und damit auch deren Kaufkraft.

    Oder ein fallendes Vermögen muss auf immer dieselbe Menge Banknoten verteilt werden, was denselben Effekt hat.

    Wie macht sich ein Kaufkraftverlust bei den Giroguthaben bemerkbar?

    Analog: Die Kaufkraft der Giroguthaben fällt. Will eine Bank mit Giroguthaben von CHF 100’000 beispielsweise Nestleobligationen im Wert von 100’000 kaufen, so wird das nicht möglich sein.

    Die Kaufkraft der Giroguthaben ist gefallen.

    Drittens:
    Eine Obligation mit Laufzeit hat einen Wert in Prozent. Ein Giroguthaben in der Regel nicht.

    Geht eine Geschäftsbank jedoch konkurs, so fällt der Wert der Giroguthaben dennoch in Prozent, weil die Giroguthaben nicht mehr vollständig ausbezahlt werden können. Es muss eine Wertberichtigung vorgenommen werden.

    DasseLbe gilt für die Giroguthaben bei der SNB.

    Viertens:
    Es kann nicht sein, dass Gewinne der SNB ausgeschüttet werden können, Verluste aber nirgendwo anfallen.

    Es ist logisch, dass Verluste und negatives Eigenkapital der SNB die Schweiz real schädigen – wie auch immer.

    Fünftens
    Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die SNB in diesem Fall einfach Geld drucken könne ist und bleibt ein Märchen.

    Einfach unglaublich, so etwas zu behaupten.

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Die Geldschöpfung muss im Sinne des Geldes (Gegenwert der Arbeit/Leistung als Tauschwert) anderen Regeln folgen, als die mit dem Geld operierende Wirtschaft!

      Die jetzigen Spielformen sind von einfältigen Ökonomen und Judikative erfunden worden, ohne das Geldsystem jemals verstanden zu haben. Dieser Zustand hält immer noch an! Hier ist Handlungsbedarf!

      Die SNB ist wie „Gott“ des Geldes, sie kann der Logik des Geldsystems folgend nicht Konkurs gehen. Die SNB schöpft die Manöveriermasse als Liquidität für die GB. Wie ich erwähnt habe, wird mit dieser Schöpfung (Zahlen), die Schöpfung der GB mit ihren Kunden auf dem Bankgirokonten hin und her geschoben!

      Es sind demnach von Gesetzes wegen, keine Wertberichtigungen notwendig, weil das Bankgiroguthaben nicht gefährdet sein kann.

      Scheinbar übersteigt die Auswirkungen dieser Realität das eigene Denkvermögen?

      Wenn eine GB eine Unterbilanz erzeugt, so hat sie nach dem Gesetz, zu wenig Mittel um die Guthaben auf eine andere Bank transferieren zu können. Die Geldschöpfung der Unterbilanz hat jemand anders, einfach ein Spiel! Dieses Spiel könnte man auch anders regeln, wenn man die Geldschöpfung in den Mittelpunkt stellt. Mit einem Verbot der Teilnahme mit Eigengeschäften am Markt, würde die Geldschöpfung im Sinn des Geldes, nur gegen Kredite an die Wirtschaft erfolgen. Die Form einer Kapitalgesellschaft und die Gewährung von Krediten an Teilnehmer im Geldspielwarenmarkt sind verboten. Ein fauler Kredit muss mit Guthaben verrechnet werden. Wenn die selbst erarbeiteten Eigenmittel nicht ausreichen, so ist eine Verrechnung mit Guthaben (Regeln definieren) vorzunehmen, oder als Negative Geldmenge zu verbuchen.

    • @Georg Bender

      Swhr geehrter Hwer Bender

      Nein. Das sehe ich anders als Sie und Herr Jordan.

      Ihr beide betrachtet die SNB als Gott des Geldes.

      Genau das ist falsch. Auch Geld der Notenbank ist eine Schuld.

      Diese muss die SNB zurüxkzahlen.

      Kann sie das nicht, so ist die SNB Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Georg Bender
      „Die jetzigen Spielformen sind von einfältigen Ökonomen und Judikative erfunden worden, ohne das Geldsystem jemals verstanden zu haben.“
      Den Satz muss ich ich mir wirklich auf der Zunge zergehen lassen; welchem Institut mit „negativer Geldmenge“ würden Sie persönlich denn noch Kredit sprechen/gewähren???

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

      in Ihrem Beitrag vom 19. Februar 2018 / 12:15 führen Sie aus:

      ~~~~~~~~~~~~~~
      Giroguthaben der Banken wertberichtigen

      Angenommen, das Eigenkapital der SNB falle in den Negativbereich und die SNB deponiere ihre Bilanz nicht. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen,
      ~~~~~~~~~~~~~~

      Ich versuche mir das einmal vorzustellen. Die Währungseinheit der Schweiz ist der Schweizer Franken. Jetzt sinken die Aktiva der SNB, da sie im Wesentlichen Euros in ihren Aktiva hält und der Euro gegenüber dem Franken auf sagen wir 1 CHF =1 € gefallen ist. Besitze ich als „deutsche Bank“ Schweizer Franken, so muss ich in der Tat eine Wertberichtigung vornehmen. Waren 1.000 Franken vorher 870 € wert (Kurs 1 CHF = 0,87 €)
      sind die 1.000 Franken jetzt 1.000 € wert. Dies gilt aber nur für Banken im Eurogebiet und nicht für eine Schweizer Bank.
      Wenn diese vor dem Kursverfall 1.000 CHF besessen hat, besitzt sie danach immer noch 1.000 Franken. Auch kann sie nach wie vor „Nestleobligationen im Wert von 100’000 CHF“ erwerben. (Sie hatten geschrieben, „Nestleobligationen im Wert von 100’000“. Das „CHF“ habe ich der Vollständigkeit halber hinzugefügt.)
      „Nestleobligationen im Wert von 100’000 CHF“ bleiben „Nestleobligationen im Wert von 100’000 CHF“, welche ich auch für 100’000 CHF erwerben kann.

      Was geschieht mit der SNB Bilanz? Sie hat 700 Mrd. Euros als Aktiva bei einem EK von 85 Mrd. CHF. Der o. g. Kursverlust des Euros bewirkt eine erforderliche Wertberichtung in Höhe von 105 Mrd. CHF. Folge ist, dass das EK bei der SNB auf die Aktivseite wandert.

      Für jedes Unternehmen das sichere Zeichen, dass es alsbald „zahlungsunfähig“ wird. Nicht aber für die SNB, da diese die schweizer Währungseinheit CHF selbst produziert. Das EK auf der Aktivseite bewirkt jedoch, dass auf absehbare Zeit keine Gewinnausschüttungen mehr möglich sind, nicht aber, dass die SNB abgewickelt werden muss. Die SNB ist eben NICHT mit einem „normalen Unternehmen“ vergleichbar. Zum genauen Sachverhalt sind hier und in den Kommentaren zum vorhergehenden Beitrag „Thomas Jordan: „Der nette Freund der privaten Geldschöpfung“ detaillierte Stellungnahmen zur rechtlichen Situation vorgetragen worden, welche Sie aber bisher ignoriert haben.

      Wie wollen Sie auch rein technisch gesehen eine Wertberichtigung der Schweizer Franken vornehmen? Ist 1 CHF dann kein 1 CHF mehr? Oder schneiden sie von der Banknote ein Stück ab um zu dokumentieren, dass die Bilanz der SNB mit negativem Eigenkapital arbeitet? Wenn, dann müssten Sie schon eine Währungsreform durchführen und sagen, 1 neuer CHF = 0,5 alter CHF. Dies wäre jedoch m. E. ein absolut sinnloses Unterfangen.

      Herr Stöcker hat in einem Kommentar auf die Situation der Zentralbank in Tschechien verwiesen, die jahrelang und auch jetzt wieder mit negativem Eigenkapital operiert, um einer Überbewertung der Krone entgegenzuwirken.

      Viele Kommentatoren hier sind bemüht, Sie zum Nachdenken über einige ihrer Dogmen zu bewegen. Leider nehmen Sie das dann jeweils sehr persönlich und reagieren unverhältnismäßig abwehrend und schroff, ohne im Detail auf die fundierten Kommentare einzugehen. Etwas mehr Gelassenheit würde dem Ziel, tatsächliche Problemstellungen im Geld- und Wirtschaftssystem zu beleuchten, dienlicher sein.

      LG
      Rudolf Müller

    • Jetzt möchten wir es mal konkret wissen: Wie sieht die Wertberichtigung aus? Eine Bank kann ihre Giroguthaben jederzeit 1:1 in Bargeld, also CHF-Noten, umtauschen; darüber besteht ja wohl Einigkeit. Wie werden diese „wertberichtigt“? Ein Stück abschneiden, wie es Rudolf Müller andeutet (als natürlich nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag)? Oder Tipp-Ex und eine neue Zahl auf die Note schreiben? Konkret Herr Meyer, nicht um den heissen Brei herumreden. Was passiert mit CHF-Banknoten?

      Ach ja, und noch etwas. Der Franken steigt an Wert, Käufer von CHF, z.B. ausländische Banken, sind bereit viel für den CHF zu bezahlen (z.B. 1 Euro). Sie erhalten dafür CHF-Giroguthaben, die sie dann, kaum ist der Trade abgeschlossen, „wertberichtigen“ müssen….???

    • Entweder muss die SNB gestützt werden oder aber die Geschäftsbanken.

      https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf
      Vgl. Fussnote 10
      In beiden Fällen verfügte die SNB damals über negatives Eigenkapital, das jedoch nicht ausgewiesen wurde; 1971 aufgrund einer Garantie des Bundes –
      die als Schuldverpflichtung des Bundes in der Bilanz der SNB aktiviert wurde, aber nie in Anspruch genommen werden musste – und 1978 aufgrund der Aktivierung von stillen Reserven. Im Unterschied zu den 1970er Jahren würde die SNB heutzutage negatives Eigenkapital offen und transparent ausweisen.

    • Wenn ich jemandem 20 Stunden Gartenarbeit schulde. Und sodann sterbe, so muss der Gläubiger sein Vermögen an 20 Stunden Gartenarbeit wertberichtigen, nämlich auf 0.
      Es ist schlicht und einfach das notwendige Aktivum (in diesem Fall, ich als Person) nicht mehr da.

      Genauso verhält es sich bei der SNB. Wenn die Aktiven in CHF bewertet nicht mehr die Giroverbindlichkeiten der SNB decken, fehlt ein Teil, welcher schlicht und einfach nicht bezahlt werden kann.

      Die GB wollen auf keinen Fall ihre Giroguthaben wertberichtigen sondern sie werden Himmel und Hölle in Bewegung setzen damit der Bund ihre Verluste respektive die der SNB trägt.
      Und ich wiederhole mich schon wieder, schon zweimal musste die SNB mit negativem Eigenkapital gestützt werden.

      Wer da noch behauptet negatives Eigenkapital der SNB stelle kein Problem dar ist einfach naiv.

    • Super…………….
      Einfacher erklären kann mans wohl nicht.
      ————————-
      Zitat :
      Angenommen, das Eigenkapital der SNB falle in den Negativbereich und die SNB deponiere ihre Bilanz nicht. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen,
      —————————

      ))) Bilanz nicht deponieren (((
      Die Politik kann alles tun, wenn alle dabei mitmachen.


      Ist da noch was nicht zu verstehen……

      Es gab ja in der Geschichte einige Fälle bei denen eine Zentralbank ihre Bilanz hätte deponieren sollen, man es aber nicht tat.
      Es ging weiter, aber die Folgen waren exakt die selben, viel Geld musste abgeschrieben werden, die Inflation erreichte derartige Ausmasse, dass der Wochenlohn mit der Schubkarre abgeholt werden musste, die Schubkarre aber mehr Wert war wie der Wochenlohn darauf.

      Spitzfindige aber werden behaupten, wenn eine Bilanz nicht deponiert werde, sei so eine Institution auch nicht Konkurs.

      Tja, es ist das was unsere Finanzer immer tun, wenn sie etwas machen wollen und im Gesetz keinen Artikel dazu finden, ………..dann soll es getan werden.
      Moral und Verantwortung sind denen unbekannt.
      Das kennen die nur noch im Rahmen des Gesetzbuches, ohne das …….findet Ethik nicht statt.

      Erziehung = Fehlanzeige….

    • Rudolf Müller………….
      19. Februar 2018 / 19:50

      Zitat:
      Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

      in Ihrem Beitrag vom 19. Februar 2018 / 12:15 führen Sie aus:
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Giroguthaben der Banken wertberichtigen.
      Angenommen, das Eigenkapital der SNB falle in den Negativbereich und die SNB deponiere ihre Bilanz nicht. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen,
      —————————————————————–

      „Wertberichtigen“ muss sie ja in erster Linie nicht den Franken, das macht der Markt schon selber, sondern die SNB Bilanzen bestehen ja vor allem aus Wertpapieren. Staatsanleihen usw.
      Und wenn die SNB mit den Frankenguthaben der UBS solche Papiere kauft und nicht in Franken zurückzahlen kann…… muss der Wert der Ausstände bei der SNB berichtig werden da uneinbringbar, auch wenn die Schulden der SNB bei den Banken in Franken notiert sind.

    • @Rudolf Müller

      Danke

      „das Eigenkapital auf der Aktivseite“

      Und Ihnen würde ein Kurs in Bilanzkunde zur Problemlösung gut tun.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @pessimistisch

      Danke

      Nomen est omen. Jedoch gut gewählt für einen SNB Befürworter.

      Ich denke, meine Antworten sind konkret.

      Sagen Sie mir konkret, was die Schweizerbanken tun sollen mit 70 Milliarden Zehnernoten.

      Ganz konkret: Deren Preis in Gütern bewertet, würde stark fallen.D.h hohe Inflation.

      Nicht klar?

      MfG

    • @Walter Roth
      vom 20. Februar 2018 / 10:06
      Sie schreiben:
      ~~~~~~~~~~
      „Wertberichtigen“ muss sie ja in erster Linie nicht den Franken, das macht der Markt schon selber, sondern die SNB Bilanzen bestehen ja vor allem aus Wertpapieren. Staatsanleihen usw.
      ~~~~~~~~~~~
      Der Schweizer Franken ist in dem Beispiel gegenüber dem Euro gestiegen. Er ist also MEHR wert geworden. Genau das Gegenteil von dem, was bei negativem EK der SNB von Herrn Meyer prognostiziert wurde.

      Weiter führen Sie aus:

      ~~~~~~~~~~~
      Und wenn die SNB mit den Frankenguthaben der UBS solche Papiere kauft und nicht in Franken zurückzahlen kann…… muss der Wert der Ausstände bei der SNB berichtig werden da uneinbringbar, auch wenn die Schulden der SNB bei den Banken in Franken notiert sind.
      ~~~~~~~~~~~
      Können Sie mir erklären, wie die SNB mit dem Frankenguthaben der UBS auf Einkaufstour gehen kann? Ihre Gedanken dazu kann ich leider nicht nachvollziehen.
      Wie sieht diese Abwicklung in der Buchhaltung der SNB aus?

      LG
      Rudolf Müller

    • Lieber Herr Dr. Marc Meyer,

      am 20. Februar 2018 / 18:15 schreiben sie
      ~~~~~~~~~~~~~
      „Eigenkapital auf der Aktivseite“

      Ihnen würde ein bisschen mehr Verständnis einer Bilanz bei der Lösung Ihres Problems gut tun.
      ~~~~~~~~~~~~~

      Sicherlich kann ich in Bilanzfragen noch einiges lernen, jedoch ist meine Aussage, dass bei negativem Eigenkapital die Eigenkapitalposition auf die Aktivseite rutscht, wohl begründet.

      Wenn Ihnen ein Begriff nicht geläufig ist, würde Ihnen die Verwendung des Internets mit einer entsprechenden Suchanfrage bei der Lösung Ihres Verständnisproblems gut tun.

      Ein Ergebnis als Beispiel:
      ~~~~~~~~~~~~
      „Eigenkapital rechts oder links?“
      Das Eigenkapital als Ausgleichsbetrag von Vermögen und Verbindlichkeiten rutscht in diesem Beispiel auf die linke Seite der Bilanz. Man spricht in diesem Fall auch von Negativkapital.
      ~~~~~~~~~~~~
      http://www.prisma.ag/fileadmin/thinkfirst/download/tipps_tricks/200710_tipp_Eigenkapital.pdf

      Im Gabler-Wirtschaftslexikon wird das negative Eigenkapital auch als „Unterbilanz“ auf der Aktivseite bezeichnet.

      Bevor Sie also Ihre ungefragten Ratschläge verteilen bitte selbst mal schlau machen.

      LG
      Rudolf Müller

  13. Geld sind Zahlen in den Bankbuchhaltungen!

    Lasst ihn schreiben, er braucht es wahrscheinlich zur Selbsttherapie? Er kann oder will es geistig nicht verkraften, dass die Zentralbank eine Sonderstellung einnimmt und gesetzlich und systembedingt natürlich nicht Konkurs gehen kann? Eine Buchhaltungsanalyse für ein normales Unternehmen kann nicht funktionieren.
    Er redet von Schulden, welche die SNB aufbaut, nein sie schöpft einzig und alleine mit den GB die Manöveriermasse (Liquidität) aus dem Nichts, für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr für die GB mit ihren Kunden geschöpften Geldmenge (kein gesetzliches Zahlungsmittel) mittels Geld- und Offenmarktgeschäften. Systemmisch ist nur der Barverkehr durchlässig! Diese Realität kann er geistig auch nicht verkraften.

    Er soll doch einmal die Auswirkungen erklären, wenn sein Hirngespinst eintreffen würde und die SNB in den Konkurs gehen würde?
    Das Guthaben aus dem Nichts geschöpft Geld ist auf Bankkonten verbucht. Die Banken sind Kunden der SNB = systemische Inzucht. Wer überträgt wem sein Guthaben?

    Ich gehe mit Herrn Dr. Meyer dahingehend einig, dass es gesetzlich sehr fragwürdig ist (Wettbewerbsvorteile und Wettbewerbsverzerrung) wonach das Bankensystem für ihre Eigengeschäfte, Geld schöpfen dürfen.

    Die Form der AG ist natürlich völliger Unsinn! Die ZB schöpft Geld ohne jegliches Risiko selbst, sie braucht kein Geld, welche die Kunden von ihr selbst erhalten haben. Die Renditenverteilung an Privatpersonen ist natürlich Diebstahl von Volkseinkommen! Dieses Geld würde dem AHV Fonds sehr gut anstehen und die Wirtschaft entlasten! Warum die Judikative und Regierenden in Agonie verharren, ist mit schleierhaft?

    Die Zuordnung der Geldschöpfung einzig an die Zentralbank zu übertragen und dem Staat als Sonderstellung, ihr Gemeinwohlbudget schuldenfrei zur Verfügung zu stellen, Verbot von Eigengeschäften und AG Form, würde das System vor Krisen auf Knopfdruck mittels Stopp des Interbankgeschäftes verhindern. Alle anderen Personen sind Nichtbanken und können sich gegenseitig im Geldspielwarenmarkt zerfleischen.

    Die Geldschöpfung sollte daher mehr auf die Produktivkraft ausgerichtet sein, weil die Rückzahlung nur bei Produktnachfrage erfolgen kann (Rückfluss durch Abbau der Ersparnisse oder neue Geldmengenerhöhung = Gewinn erzielen).

    • @Georg Bender

      Danke.

      Sie begehen denselben Fehler wie SNB Chef Thomas Jordan. Dieser meint auch, die SNB könne nicht Konkurs gehen.

      Da täuscht Ihr Euch beide gewaltig.

      Doch kann sie: Wenn der Wert ihrer Aktiven unter Wert ihrer Passiven fällt ist auch die SNB Konkurs.

      Die Folgen habe ich schon oft aufgezeigt:

      Die Banken müssen ihre Guthaben bei der SNB wertberichtugen und können deshalb selber Konkurs gehen.

      Letztlich müssen die Steuerzahler einspringen. Und zuguterletzt droht die Einführung des Euro oder gar Beitritt der Schweiz zur EU.

      Wollen wir das?

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  14. Addendum zu Nachtrag Ii Vollgeld- Initiative
    Text von Christoph Pfluger nebenan

    Der Titel lautet: Hochkarätige Runde zu Vollgeld zeigt – Yes we can

    Korrekt sollte der Titel lauten: Hochkarätige Runde zu Vollgeld zeigt – Yes YOU can

    Bezeichnend ist, dass diese hochkarätigen Leute ausnahmslos aus dem Ausland kommen.

    Natürlich: Ihnen wird dieses Experiment nicht weh tun. Im Gegenteil: Das wird ein interessanter Feldversuch.

    Und die Schweiz wird dann zum Gespött – sie werden lachen.

    Eine Annahme dieser Initiative würde die Schweizer Demokratie ins Chaos stürzen, denn die Initiative ist nicht umsetzbar.

    Die Initianten wissen heute noch nicht, wie Vollgeld verbucht werden soll.

    Würde das Buchgeld der Kunden auf den Banken auf die SNB übertragen, so wäre das eine Übertragung von Bankpassiven auf die SNB.

    Vollgeld wäre somit ein Passivum der SNB.

    Will die Initiative aber auch, dass Vollgeld schuldfrei an die Bevölkerung gelangt, so wäre Vollgeld ein Aktivum der SNB.

    Wir sehen: Die Vollgeld Initiative lässt sich nicht umsetzen. Die Initianten wissen heute noch nicht, ob Vollgeld nun ein Aktivum oder Passivum ist.

    Es wäre, als ob das Schweizervolk beschliessen würde, dass der Rhein aufwärts zu fliessen habe.

    Die Initiative dürfte eigentlich gar nicht vors Volk kommen. Sie widerspricht auch der Einheit der Materie.

    Die Initiative müsste durch eine Gegeninitiative sofort verhindert werden. Sie wäre so oder so nicht umsetzbar. Es gäbe ein heilloses Chaos.

    Marc Meyer

    Bleibt zu hoffen, dass das Parlament diese Initiative vorher noch zu Fall bringt. Die Gafahr, dass Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wegen den masslosen Bankenboni die Faust im Sack machen und deswegen diese Vollgeld-Initiative unterstützen, ist gross.

    Einem Übel würde dann noch ein viel schlimmeres Übel folgen.

    • Marx Mayer………..

      Nein da muss ich ihnen widersprechen.
      Was sie andenken ist Antidemokratisch.
      Aber klar, die „Experten“ aus dem Ausland, die sind natürlich neugierig ob sowas klappt, gerade auch wenn sie selber dadurch nichts verlieren, wenn wir es versuchen.

      ———————
      Aber :
      In der Demokratie darf jede Frage vors Volk kommen und durch dieses beurteilt werden.
      Jede Art von Befugnis um Initiativen ungültig zu erklären muss abgeschafft werden.
      Sogar die Ausnahmen gemäss EMRK sind zu schleifen.

      Vorbildung ist keine Bedingung zur Teilnahme an unserer Demokratie.
      Wollte man das, hätten wir eine Demokratie wie in Griechenland vor 2500 Jahren, wo jedoch nur die Bürger ( der Demos ), also nur ca. 10% überhaupt Stimmrechte hatten.

      Die „Einheit der Materie“ ist eine leidige Sache, und vor allem auch nur ein Instrument unserer Politik um gewisse Initiativen zu verhindern, somit der Demokratie entgegen zu wirken.
      Die Politik möchte gerne ohne Volk regieren, dass ist die Natur der Sache….. aber klar negativ.

      Mit dem Passus zwingt man die Initianten einer Initiative, die ein bestimmtes Problem gesamtheitlich bekämpfen wollen, mehrere initiativen zu lancieren, was in einer einzigen erledigt werden könnte.
      Zum Beispiel hätte man mit den Minaretten auch gleich die Vollverschleierung durch Tschador, Burka, Niqap, und nebenbei auch für ANTIFA.Kriminelle erledigen können. Ging aber nicht……

      Nein, so geht das nicht.
      Die Vollgeld-Initiative kommt vors Volk und ich nehme sogar an sie wird scheitern, die Materie ist zu unübersichtlich für die Masse der Wähler und der Schweizer ist Experimenten gegenüber immer skeptisch……. was ich ans sich gut finde.

      Ich habs mir nun lange überlegt und werde sie annehmen, trotz all der Ungewissheiten.
      Die Demokratie kann aber nichts dafür, dass sich das Volk nicht besser bildet, trotzdem hat jeder Bürger eine Stimme die er einsetzen kann wie er will.

      Die Fehler der Vollgeld-Initiative sehe ich heute durchaus, auch dank ihnen Herr Mayer, aber es sind eben die Fehler die wir schon lange wälzen und die auch nachher noch bestehen. Angesichts der Katastrophe auf die wir zusteuern, kann man mit Vollgeld versuchen Bewegung in die Sache zu bringen, alleine das ist schon verlockend.

      Anstatt über Buchungsätze zu reden zwingen wir die zu Massnahmen.
      Sind es Dinge die nicht gut sind, so müssen die halt eben anfangen zu Argumentieren, uns zu überzeugen.
      Bislang habe ich zum Thema Vollgeld aus Finanzkreisen beinahe nichts vernommen.
      Ich nehme an, die glauben auch das Vollgeld nicht durchkommt, und sparen sich die Mühe einfach.

      So wie es ist, ist es sehr schlecht, also ist die Frage ……….wollen wir damit weiterfahren ?

      —————————————
      Die Fehler die sie seit vielen Jahren ansprechen, die könnte man im Zuge einer Annahme diskutieren, müsste sie dann vielleicht endlich mal aus der Dunkelkammer holen.
      Das wäre schon ein Fortschritt und ich würde es auch ihnen persönlich mehr wie gönnen.
      —————————————

      Aber wir Leben damit seit Jahrzehnten …………..und es sind Buchungs-Fehler ……..die die Vollgeld Initianten gar nie korrigieren wollten.
      Ob denen die Fehler klar sind, nein das denke ich nicht.

      In ihren Augen ist die initiative nicht gut, OK….. wenn sie wollen dass das Geldwesen korrigiert wird, müssen sie aber eben wegen des Passus der „Einheit der Materie“ 5 Initiativen lancieren.
      Das wollten die Initianten vielleicht nicht ?
      Beziehunsgweise, eine Initiative kostet derart viel, alleine das Porto verschlingt wohl gegen die 150ooo Franken, man muss also zusammenfassen und versuchen mit einem Schuss alles zu erledigen.
      Es wäre angebracht bei erfolgreicher Stimmensammlung vom Bund einen Kostenanteil zugesprochen zu erhalten, dass wäre der Demokratie förderlich.
      Aber wie der Passus von der „Einheit der Materie“ der aus durchsichtig un-rechtlichen Gründen entworfen wurde, werden sie eine Entschädigung nie einführen, denn die würde ja fördern was man in Bern gar nicht will…….. mehr Demokratie.

    • @Walter Roth

      Guten Morgen und vielen Dank für Ihr enthusiastisches Plädoyer, das mir gut gefällt.

      Zuerst nur kurz: ich heisse weder Marx noch Mayer, sonder Marc Meyer. Das nur am Rand.

      Ja Sie haben Recht: Die Demokratie darf auch sich selbst abschaffen, sonst ist es gar keine Demokratie.

      Ich ändere also meine Meinung.

      Zu Ihrem Text zwei Bemerkungen: Ich finde den Titel von Christoph Pflugers Kommentar nicht korrekt.

      „Yes we can“

      Meine Antwort wäre: „Yes you can? So do it in your country““

      Was mich eben stört, ist, dass dies alles Ausländer sind. Sie sollen doch Vollgeld in Deutschland, Kanada, USA England einführen.

      Das wollen sie nicht. Sie missbrauchen die Schweiz. Und die SNB ist in ihrem Gegenargumentarium unterlegen – weil sie denselben Fehler macht, wie die Vollgeldler: Vermischung von Vermögen und Schulden.

      Fachlich nur ganz kurz: Die Vollgeldler wollen Geld schuldfrei in Umlauf bringen. Was heisst das?

      Es bedeutet, dass die Privaten Haushalte Geld erhalten, ohne eine Gegenleistung dafür erbringen zu müssen.

      D.h. das Geld wird von der SNB zugeteilt ohne Gegenleistung. Das ist rotester Kommunismus.

      Aber Sie haben Recht: Auch das darf vors Volk.

      Ich will nur sagen: Es wird ein heilloses Chaos geben, wenn diese Initiative angenommen wird. Unsere Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert werden.

      Einziger Vorteil: Die Geldtheorie würde endlich einmal zu Boden diskutiert. Die SNB konnte das bisher immer verhindern. Wird Vollgeld angenommen, so muss sie aus ihrem dunklen Verschanzung hervorkommen.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Meyer………….

      ich hab den Teil verstanden.
      natürlich wollen sie erst zusehen obs bei uns gut funktioniert.
      Klar, ich würde genau das auch tun.
      Island diskutiert Vollgeld immer mal wieder.
      Wie weit sie dort gerade sind, ich habs nicht nachgelesen.
      Zudem ist Island ja auch nur ein Sandkorn in der Wüste.

      Wir könnten dem Kanton Innerhoden versuchsweise mal Vollgeld verordnen……..(((-: ….aber die würde das wohl gar nicht mal stören, bei den Autochthonen Innerrhödlern steht Barzahlung noch hoch im Kurs. Die haben eine sehr gesunde Einstellung zu Geld.
      Mir waren das immer die besten Kunden, fertige Arbeit = Geld bar auf die Hand.

  15. Nachtrag Ii

    Vollgeld kann nicht verbucht werden

    Nebenan rührt Christooh Pfluger wieder die Werbetrommel für die Vollgeld-Initiative.

    Erstens
    Pfluger hat meine Frage immer noch nicht beantwortet:
    Wie wird Vollgeld verbucht? Als Aktivum (Vermögen) oder Passivum (Schuld)?

    Zweitens:
    Würde Geld schuldfrei in Umlauf kommen, so würde das bedeuten, dass man dafür nichts mehr leisten muss.
    Das wäre kommunistisch.

    Marc Meyer

  16. Der Hinweis im obigen Kommentar, dass die Schulden durch die Gelddruckmaschine SNB zu den Gesamtschulden hinzugezählt werden müssen ist…. mit verlaub gesagt unsinn.
    Denn im Unterschied zu einem normalen Wirtschaftssubjekt, wird hat die SNB für diese gedruckten Schulden nie eine Rückforderung eines Keditors zu befürchten, da es den gar nicht gibt. Das ist nur für die Theorien der Ökonomen für Lehrbuchdiskussionen von Bedeutung. Im Gegenteil, Nationalbanken inkl. der EZB können dank Abschaffung der Golddeckung beliebige Beteiligungen zu beliebigen Preisen am Markt sich erdrucken und die Bevölkerung in diesen Firmen für sich (versklavt) arbeiten lassen.
    Das haben die Saudis (kauften Interlaken auf), die Chinesen (Bsp. Singenta etc.), Russland und und und schon längstens begrijffen. Die Verarmung der Bevölkerung ist dabei bis zu Exzess „noch“ kein Thema.
    Einzige Restriktion die sich nun aufgetan hat ist die Obergrenze bei Aktienkursen gemäss der Logik, dass irgendwann die Gewinnsteigerungen eines Unternehmens bei steigendem Aktienkurs nicht mehr Schritt halten kann, um nur einen kleine Dividendenrendite erwirtschaften zu könne…. was aktuell an den Börsen umsichgreift und eine Art Obergrenze darstellt, bzw. bei steigenden Zinsen wegen Ausstieg aus Anleihen, sogar fällt.
    Die Verschuldung der Nationalbanken nimmt zwar auf ihrem Aktienbesitz zu, aber eben einen Kreditgeber der auf Rückzahlung pocht gibt es ja nur im Lehrbüchlein der Theoretiker…..

    • @Katjja Wohmann

      Danke

      Da täuschen Sie sich eben gewaltig: Schauen Sie sich mal die Bilanzen von CS oder UBS an. Dort finden sie bei beiden Banken je über 100 Milliarden Franken Guthaben bei der SNB.

      D.h. die SNB schuldet diesen Banken je über 100 Milliarden und muss diese jederzeit auf Sicht, d.h. sofort zurückzahlen können.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Kurz und bündig:
      Drucken (lassen) kann die SNB noch viel; Geld dagegen schuldlos in Umlauf bringen, kann weder Sie, sie noch der liebe Gott! Zumindest nicht unter den glücklicherweise noch bestehenden Regelungen!

  17. Herr Meyer, warum reden Sie von den Schulden, und nicht von der Nettoverschuldung?

    Was ist schlimmer?
    a) 750 Mrd Vermögen und 700 Mrd Schulden, oder
    b) 100 Mrd Vermögen und 150 Mrd. Schulden?

    Kann eine Bank per Definition „schuldenfrei“ sein? Auch nachdem der erste Kunde eine Einlage auf sein Konto gemacht hat?

    • @Schuldner

      Danke

      Das Problem bei der SNB ist, dass sie mit einem grossen Klumpenrisiko auf ihrer Passivseite, d.h. alle Schulden in Franken und das Vermögen in Devisen, opperiert.

      In meinem „Schlechtwetterszenario“ weiter unten habe ich gezeigt, dass die Schulden der SNB rasch höher als ihr Vermögen sein könnten.

      In diesem Fall, meint SNB Chef Jordan, könne sich die SNB „am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen“, weil sie das Geld zum Bezahlen ihrer Schulden selber drucken könne.

      Ich sage, nein das geht nicht, weil die Schulden der SNB aus emittiertem Geld bestehen.

      Mit zusätzlichen Schulden kann die SNB ihre Schulden nicht tilgen.

      MfG

  18. Danke Herr Meyer für Ihr Schlechtwetterszenario mit der fünf Punkte Zusammenfassung. Da sie auch dem Laien ein klares Bild der Situation vermittelt habe ich sie ausgedruckt und im Bekanntenkreis herumgereicht. Manch einer hat grosse Augen gekriegt nachdem ihm die Lage klar geworden ist.

    • @Roman Günter

      Sorry

      Ihre Argumentation ist nucht greifbae. Wo sind Sie konkret anderer Meinung. Sie wechseln ständig Ihr Thema.

      Freundliche Grüsse

      Maec Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Thematisch drehe ich mich eigentlich immer um den Punkt, dass die Nationalbank immer ihren Verpflichtungen nachkommen kann. Den Verpflichtungen nachkommen bedeutet nicht, Schuldenfrei zu sein, sondern dass immer genügend Liquidität bereitgestellt werden kann. Und ich sehe keinen Anhaltspunkt, dass die Nationalbank, unter welchen Bedingungen auch immer, nicht liquide sein könnte.

      Beste Grüsse

    • @Georg Bender

      Swhr geehrter Hwer Bender

      Nein. Das sehe ich anders als Sie und Herr Jordan.

      Ihr beide betrachtet die SNB als Gott des Geldes.

      Genau das ist falsch. Auch Geld der Notenbank ist eine Schuld.

      Diese muss die SNB zurüxkzahlen.

      Kann sie das nicht, so ist die SNB Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  19. Guten Tag, Herr Meyer

    Die Nationalbank zeigt für das Jahr 2016 einen Personalaufwand von 160 Millionen. Die Mitarbeiter haben ein Personalkonto, das in den Passiven unter Übrige Sichtverbindlichkeiten geführt wird. Wir können davon ausgehen, dass diese Mitarbeiter auch regelmässige Zahlungen für ihre Lebenshaltungskosten zu leisten haben. Überweist ein solcher Mitarbeiter Geld von seinem Personalkonto an die CS, wird die Nationalbank Übrige Sichtverbindlichkeiten belasten und Girokonten inländischer Bank gutschreiben.
    Wie erklären Sie sich diesen Vorgang?

    Beste Grüsse

    • Guten Tag Herr Günter

      Gestern Abend habe ich Ihnen noch eine Antwort geschrieben zu Ihrem vorherigen Text. Haben Sie diese gesehen.

      Bei Ihrer obigen Buchung handelt es sich um einen Passivtausch – ähnlich wie wenn eine Bank für ihr SNB Guthaben Banknoten möchte oder umgekehrt.

      MfG

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Schlussendlich könnte es auch verkürzt als „Personalaufwand an Giroguthaben inländischer Banken“ betrachtet werden. Die Giroguthaben werden also im Prinzip ohne zusätzliche Assets erhöht. In meinen Augen kann damit die Nationalbank unbeschränkt ihren Verpflichtungen nachkommen.

      Beste Grüsse

    • Herr Meyer

      Ich wundere mich ein wenig über Ihre Dünnhäutigkeit. Im Austeilen sind Sie ja sonst nicht so zart besaitet, wenn Sie z.B. den Aussagen der Nationalbank eine neue Deutung zuweisen und dann bemerken; „Was denken wir? Wir machen uns Sorgen um das Kind. Ist es geistig zurückgeblieben? …Jordans Behauptung ist somit identisch mit dem Kind…“

      Oder ist das einfach Ihre Rückzugsstrategie, wenn’s ungemütlich wird?

      Beste Grüsse

  20. Nachtrag I

    Einfachste Kinderlogik – dabei geht es um die staatspolitisch mittlerweile wichtigste Frage der Schweiz

    SNB Chef Jordan hat vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich behauptet, die SNB könne sämtliche ihrer Verbindlichkeiten immer und überall mit selbst gedrucktem Geld bezahlen.

    Diese Behauptung machen ja auch Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, ehemaliger Chef der Deutschen Bundesbank und heutiger Präsident der UBS und alle übrigen Zentralbankchefs der Welt.

    Niemand im Saal bemerkte, welche Irrlehre SNB Chef Jordan einmal mehr vortrug. Die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich war wie von Blindheit geschlagen.

    De Irrtum Jordans kann man mit einfachster Kinderlogik richtigstellen:

    Angenommen, ein Kind habe ein Gefäss mit Wasser drin. Das Wasser ist drin, weil das Kind dieses hineingeschüttet hat.

    Nun möchte das Kind wieder Wasser herausnehmen. Dazu schüttet es noch mehr Wasser ins Gefäss.

    Was denken wir? Wir machen uns Sorgen um das Kind. Ist es geistig zurückgeblieben?

    Szenenwechsel: Schweizerische Nationalbank (SNB)

    Die SNB besitzt in ihrer Bilanz (Gefäss) viele hundert Milliarden Franken Giroguthaben der Banken.

    Diese sind dort hineingelangt, weil die SNB den Banken diese Milliardenbeträge gutgeschrieben hat.

    Die SNB möchte diese Giroguthaben jetzt reduzieren (Verbindlichkeiten tilgen). Um die Giroguthaben der Banken zu reduzieren, schreibt die SNB den Banken noch mehr Giroguthaben gut.

    Das behauptet SNB Chef Jordan.

    Jordans Behauptung ist somit identisch mit dem Kind, das Wasser aus dem Gefäss nehmen will und dazu Wasser ins Gefäss schüttet.

    Wir müssen uns also ernsthafte Sorgen machen um die SNB.

    Dabei geht es mittlerweile um die staatspolitisch wichtigste Frage: Kann die SNB sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen?

    SNB Jordan behauptet aufgrund seines Irrtums: Ja – kann sie.

    Nein – kann sie nicht!

    Konklusion?

    Die SNB besitzt in ihrer Bilanz gewaltige Risiken: Devisenrisiko, Schuldnerrisiko, Zinsrisiko, Aktienrisiko, Hebelwirkung.

    Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen wir Steuerzahler bluten. Sind die Fehlbeträge zu gross, so droht der Beitritt der Schweiz zum Euro oder gar zur EU.

    Es wird höchste Zeit, bei der SNB das Steuer herumzureissen.

    Marc Meyer

    • Auf meine Frage zu phys. Cash im Tresor der SNB und der 1Billion Dollar Platin Münze, haben sie mit Falschgeld, Betrug und implizit Unkenntnis/Unverständnis der SNB-Spitze und spez. Herrn Jordan geantwortet.

      Ist das was die SNB heute macht, nicht genau all das? Betrug? Unkenntnis? Wenn Sie recht haben; was hält die SNB von einem weiteren Taschenspielertrick ab, wenn sie schon heute Herr und Frau CH hinters Licht führt? Nur um das eigene Scheitern zu kaschieren. Ist das so abwegig? Ein Betrug, um einen anderen zu decken?

      MfG

    • @MfG

      Vielen Dank für Ihren Kommentar

      Die Probleme der SNB haben vielfältige Gründe:

      Das tiefgründigste ist m.E. die unglaubliche Arroganz der Zentralbanken allgemein und hier spezifisch der SNB.

      Die SNB hält sich für unfehlbar und spricht sich göttliche Eigenschaften zu: „aus dem Nichts“, „unbeschränkt“, „für die Ewigkeit“. Diese Ausdrücke sind erwiesenermassen oft gefallen vom SNB Präsidenten und seinen Vorgängern.

      Hier liegt die Wurzel von allem.

      Kritik wird arrogant abgetan und hat Konsequenzen. Nur wenige getrauen sich, mit ihrem korrekten Namen die SNB zu hinterfragen.

      Ich machte die SNB schon 1993 auf die fundamentalen Irrtümer in der Geldtheorie aufmerksam und musste dafür bitterböse büssen.

      Nachdem ich in der FUW 1996 einen ganzseitigen Artikel platziert hatte mit der Argumentation, die SNB müsste in der Schweiz investieren anstatt im Ausland, wenn sie die Schweizer Wirtschaft ankubeln will, schrieb der damals noch unbekannte Philipp Hildebrand genau das Gegenteil:

      Die SNB solle sich in der Schweiz verschulden zu tiefen Zinsen und das so aufgenommene Kapital zu hohen Zinsen im Ausland anlegen. Mit solch riskanter Zinsarbitrage wollte er den Gewinn der SNB steigern.

      Das gefiel dem damaligen SNB- Direktionsmitglied Prof. Bruno Gehrig so gut, dass er Hildebrand einlud und ihm eine Stelle im SNB Direktorium in Aussicht stellte.

      Kaum im Amt als Präsident des SNB Direktoriums setzte Hildebrand Jahre später seine Geschäftsidee um und kaufte kuzerhand innert kürzester Zeit für 200 Milliarden Euros bei rund 1.45.

      Prof. Dr. Thomas Jordan war Vize-Präsident und trug diesen Entscheid offensichtlich mit.

      Das Geschäft misslang und der Euro sackte ab.

      Bei 1.20 wurde panikartig der Mindestkurs eingeführt. Das könne die SNB, da sie „unbeschränkt aus dem Nichts“ Geld drucken und damit unbeschränkt Euros kaufen könne.

      Das behaupteten Hildebrand und Jordan.

      Um ihre Fehlspekulation zu kaschieren holte die SNB die Exporteure ins Boot und auch den Bundesrat. Es wurde behauptet, die SNB müsse Euros kaufen, um die Exporte anzukurbeln.

      Dabei gilt umgekehrt: Die SNB müsste in der Schweiz investieren, um die Schweizer Wirtschaft anzukurbeln – nicht im Ausland wie von Hildebrand und Jordan behauptet.

      Im unglückseligen Frankenrütli mit drei Bundesräten / rätinnen wurde dann der SNB der Auftrag erteilt, am Devisenmarkt zu intervenieren.

      Das verstiess in diverser Hinsicht gegen unsere Bundesverfassung und das Gesetz:

      Die SNB darf erstens keine Anweisungen des Bundesrates annehmen.

      Sodann hielt der Bundesrat in einer Botschaft an das Parlament fest, dass die Einführung eines bestimmten Aussenwertes des Frankens so fundamental sei, dass der Bundesrat und ich glaube auch das Parlament eiverstanden sein müssen.

      So oder so war dieses Frankenrütli sehr fragwürdig.

      Ich schrieb hier immer wieder, die SNB solle aufgeben, weil sie kein Geld aus dem Nichts drucken und sich nicht durchsetzen könne.

      Kurz bevor der Euro die Marke bei 1.20 nach unten durchbrach, wurde der Mindestkurs aufgegeb, um das Gesicht nicht zu vrrlieren.

      Trotzdem kauft die SNB immer weiter Euros und Dollars, obwohl der Frsnken seit Jahrzehnten steigt und es offesichtlich ist, dass die SNB diesen Trend nicht umkehren kann.

      Zudem: Starke Wirtschaft starke Währung. Schwache Wirtschaft schwache Währung. Was wollen wir? Die SNB schadet der eigenen Wirtschaft.

      Und hier stehen wir nun: fast 800 Milliarden Schuldrn und keine Exitstrategie.

      Wie der Kommentator Rico Meier treffend unten schrieb:

      Die SNB hat kein Schlechtwetterszenario – sie wird vom schlechten Wetter überrascht werden.

      MfG

      Marc Meyer

    • Um es noch einfacher zu erklären: könnte die SNB wirklich Eigenkapital aus dem Nichts schöpfen, warum macht sie es nicht und kauft ALLE Aktiven dieser Welt auf? Die Weltherrschaft wär uns Schweizern dann sicher… Ironie aus

    • MFG…………….
      ja eben, es ist ein Betrugssystem.

      Aber bringen sie das mal den Schweizern bei,
      Ich bin ja wahrlich kein Linker, aber ich staune schon öfters mal darüber, wie viel Zeit Herr und Frau Schweizer in ihren neuen 4 Liter Boliden Invertieren, sich aber um die Grundlagen unseres Wohlstandes überhaupt nie kümmern.
      Sogar Firmenschefs die eigentlich das ganze Umfeld samt Politik überblicken sollten, sehen nichts, sind Blind, glauben noch das allein gute Arbeit den Wohlstand bringt.

      Dem wäre eigentlich so, aber unsere SNB macht das mit ihrer Geldpolitik zunichte.
      Alleine die sich im Wohlstand sonnenden merken davon nichts, haben davon nie was gehört……………..

      ……………und wollen davon nie etwas hören.

  21. Und täglich grüßt das Murmeltier!

    „Bezüglich der Geldschöpfung der Banken wiederholte Jordan also lediglich das, was hier schon im September 2013 zu lesen war.“

    Und das war bereits seit 2009 auch so bei der Bundesbank zu lesen. Und lange zuvor auch schon bei vielen anderen. Und parallel dazu könnten Sie es auch bei Martin Hellwig nachlesen (Des Bankers neue Kleider). Einfach mal in seinen gestrigen Vortrag reinhören; aber auch das wird Sie sicherlich nicht daran hindern, das Schuldenmärchen ad infinitum zu kolportieren: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Termine/2018/2018_02_14_bargeldsymposium.html.

    So langsam habe ich den Verdacht, dass MM von der Finanzwelt finanziert wird, da mit solch sinnfreien Diskussionen von den eigentlichen Problemen im Finanzsektor perfekt abgelenkt wird.

    @ MfG

    Diesen Unsinn können Sie hier nachlesen: https://soffisticated.wordpress.com/2013/01/13/rififi-und-die-fededed/

    LG Michael Stöcker

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Danke

      Noch im Jahr 2009 hat Bundesbankpräsident Jens Weidmann erklärt, die Finanzkraft einer Zentrakbank sei unbegrenzt.

      Mit anderen Worten, Weidmann betrachtete damals Notenbankgeld genauso wie sein Vorgänger Axel Weber, heute Chef der UBS, und SNB Jordan als Liquidität und damit als Vermögen bzw. Zahlungsmittel der Zentralbank.

      Früher oder später werden die Zentralbanken auch diesen Fehler einsehen und dann behaupten, sie hätten es schon immer gewusst. Sie, Herr Stöcker, auch, der jetzt noch immer behauptet, die Zentralbank könne mit Notenbankgeld ihre eigenen Verbindlichkeiten tilgen.

      Das ist ja auch der Irrtum von SNB Jordan.

      Die Erkenntnis, dass Geld eine Schuld der SNB darstelt habe ich schon 1993 niedergeschrieben in meinem Buch „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaiftswissenschaft“.

      Das war lange lange vor Ihrer Deutschen Bundesbank.

      Und bitte hören Sie auf, hier herumzualbern und mir unterstellen, ich sei bezahlt.

      Sonst frage ich Sie, ob Sie von der Deutschen Bundesbank bezahlt sind. Die hätte allen Grund dazu.

      Die Erkenntnis, dass Geld kein Vermögen der Zentralbank darstellt wie von Weidmann, Axel Weber und Jordan behauptet, hat viele weitreichende Konsequenzen.

      Nur eine davon ist, dass die Banken nicht Geld ausleihen, das von der Zentralbank oder von Sparern stammt, sondern dass bei jedem Kredit einer Bank neues Geld entsteht.

      Ich bewies dies im September 2013 hier erstmals mit Buchungssätzen. Es gibt meines Wissens keinen Autor, der vor mir argumentierte, Geld sei eine Schuld der Zentralbank und deshalb gäbe sei die Theorie das Geldmarktes falsch.

      Auch in dem Beitrag der FAZ 2009 wird der Geldmultiplikator explizit positiv erwähnt ( bei den Kommentaren).

      Bitte bringen Sie hier das entscheidende Zitat bei.

      Die Erkenntnis, dass es keinen Geldmultiplikator gibt habe ich hier aufgezeigt im September 2013.

      Die Bank of England hat dann 5 Monate später genau das auch geschrieben, ohne mich zu zitieren.

      Die Deutsche Bundesbank hat dann später ebenfalls übernommen und zuguterletzt auch Herr Jordan an seinem Vortrag.

      Der Vorwurf des Plagiats durch Bank of England, Deutsche Bundesbank und Schweizerische Nationalbank steht immer noch im Raum.

      Ich behalte mir rechtliche Schritte vor.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.

      Und übrigens geht es hier in diesem Beitrag darum, zu zeigen, dass die ZB keine eigenen Verbindlichkeiten tilgen können mit Notenbankgeld wie Sie und Herr Jordan und Herr Weber behaupten.

      Was behauptet Martin Hellwig mittlerweile. Er behauptete das bisher ja auch. Hat er weinen Irrtum eingesehen.

    • @Michael Stöcker

      Guten Morgen Herr Stöcker

      Ich warte immer noch auf Ihre Zitate:

      Wo und wann hat irgend ein Autor geschrieben:

      Bei Notenbankgeld handelt es sich nicht um einen Kredit, sondern um eine Schuld der Zentralbank, die nicht weiter ausgeleiht werden kann. Aus diesem Grund gibt es auch keinen Geldmultiplikator, wie in den Lehrbücher geschrieben. Geld entsteht bei jeder Kreditvergabe neu. Die Bank gewährt dem Kunden einen Kredit und schreibt ihm das Geld auf seinem Konti bei der Bank gut. Es braucht somit keine Einlage der Zentralbank,
      damit eine Geschäftsbank Geld schöpfen kann.
      Es braucht auch nicht Einlagrn von anderen Sparern, welche die Banken weiter ausleihen.

      Herr Stöcker: Ich warte immer noch auf Ihre Zitate von Autoren, die das vor mir gesagt haben sollen.

      Bitte geben Sie nicht einfach Literaturangaben, sondern ich möchte die konkreten Zitate sehen.

      Besten Dank im Voraus.

      Marc Meyer

    • Herr Söcker……………

      Sind sie der Stöcker vom Stelters Blog „Beyond The Obvious“.
      Also der, der immer mal wieder mit „Links“ fraternisiert ?

      Ja ich denke…………….

      Zitat von ihnen:
      So langsam habe ich den Verdacht, dass MM von der Finanzwelt finanziert wird, da mit solch sinnfreien Diskussionen von den eigentlichen Problemen im Finanzsektor perfekt abgelenkt wird.
      —————————————

      Sie finden es also Sinnfrei ein so altes Problem welches so grundlegende Auswirkungen hat, immer wieder zu diskutieren ?
      Tja, wenn Leute wie sie es nicht verstehen wollen, muss man es wiederholen.
      Wenn man überzeugt ist, bleibt einem kein anderer
      Weg.
      Wenn ich sehe, was sie in Stelters Blog ständig wieder schreiben ……. dann sitzen sie nämlich auch einigen Irrtümern auf und wiederholen ständig.

      Lassen sie doch bitte solchen Unsinn ( Zitat ) zukünftig.

  22. Hallo Herr Meyer

    Was passiert in der Bilanz, wenn die SNB neugedruckte CHF bei sich im Tresor verstaut? Ist das dann kein Vermögen?

    Sie schreiben, die SNB nimmt CHF zurück und vergütet, den Nennwert. Der Nennwert würde doch in Giroverb. vergütet, weil M0 nur Cash oder Giroverb. sein können, die wiederum in CHF umtauschbar sind?

    Danke für Ihre Erklärung
    MfG

    • @MfG

      Danke

      Wenn die SNB frischgedruckte Banknoten in ihren Tresor legt, geschieht in der offiziellen öffentlichen Bilanz gar nichts.

      In der öffentlichen Bilanz erscheinen die Banknoten erst, wenn diese in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden.

      Das kann die SNB nur, wenn sie als Gegenleistung einen Vermögenswert in ihrer Bilanz aufnimmt, welcher die Banknote gegenbucht und ihr so einen inneren Wert gibt.

      Dieser Vermögenswert kann Gold, Devisen, Obligationen etc. sein.

      Buchung:

      Z.B.

      Devisenanlagen / Notenumlauf

      Die SNB Bilanz wird verlängert.

      Um die Banknote wieder aus dem Wirtschaftskreislauf zu entnehmen gibt es zwei Möglichkeiten:

      A)
      Umgekehrter Buchungssatz. D.h.

      Notenumlauf / Devisenanlgen

      Das bedeutet: Die SNB verkauft Devisen gegen Banknoten.

      Die SNB Bilanz wird wieder verkürzt.

      Das ist Offenmarktpolitik.

      SNB Chef Jordan behauptet nun, das sei nicht möglich: Die SNB tausche Banknoten nur gegen Giroguthaben.

      B)

      Passivtausch

      Giroguthaben Bank / Notenumlauf

      Die SNB nimmt die Banknote herein und schreibt der Bank den Betrag auf deren Konto gut. Damit ist die Schuld der SNB aber nicht getilgt. Sie besteht jetzt nicht in Papierform, sondern in elektronischer Form.

      Will nun eine Bank ihre Investition in die SNB reduzieren, so ist das nur möglich, wenn die SNB der Bank einen Vermögenswert wie Devisen verkauft.

      Das ist offizielle Offenmarktpolitik

      Buchungssatz:

      Giroguthaben Bank / Devisenanlagen

      SNB Jordan behauptet nun, das ginge nicht, obwohl es anerkannte Offenmarktpoltik ist.

      Hätte SNB Jordan Recht, so könnte eine Bank, welche der SNB Kredit gegeben hat bzw. in die SNB investiert, nie mehr aus ihrer SNB Investition herauskommen.

      Das wäre eine Enteignung der Bank durch die SNB.

      MfG

    • D.h. Noten werden erst mit ihrer Verwendung durch die Öffentlichkeit zu einem Zahlungsmittel, können aber in der Bilanz nicht einfach physisch verstaut als Aktiva verbucht werden?

      In den USA wurde mal die Idee einer 1 Billion Platin-Münze gestreut. Das ware dann der gleiche Mechanismus?

      Danke für Ihre Bemühungen
      MfG

    • @mfg

      Danke

      Wird Geld ohne physischen Wertgehalt, also z.B. Papier mit einer Zahl darauf, als Vermögen auf der Aktivseite einer Zentralbankbilanz eingebucht, so ist das Falschgeld.

      Selbst dann, wenn eine Notenbank das tut.

      Warum?

      Weil dann auf der Passivseite Eigekiapital der Zentralbank entstünde ( Seigniorage).

      Würde die Zentralbank mit solchermassen geschaffenem Geld beispielsweise einen teuren Geschäftswagen kaufen, so besässe die ZB einen realen Wert, ohne dafür realwirtschaftlich etwas geleistet zu haben.

      Das käme Diebstahl gleich.

      Die so emittierten Papierscheine mit einer Zahl darauf würden dann frei in der Wirtschaft herumschwirren ohne inneren Wert. Sie wären in keiner Bilanz als Anspruch verbucht und somit wertlos.

      Bei kleinen Beträgen würde das nicht ins Gewicht fallen.

      Würde eine ZB aber nur so Geld emittieren, wäre das Resultat Hyperinflarion.

      MfG

    • Besten Dank MfG

      Diese Episode der US Geschichte ging ganz vergessen. Und warum wohl haben sie es dann doch nicht gemacht? Ich gehe stark davon aus, dass die welche Vermögen hatten sofort stark intervenierten.

      https://www.reuters.com/article/us-usa-debt-platinum/treasury-fed-kill-idea-of-1-trillion-platinum-coins-to-avert-debt-crisis-idUSBRE90B0HI20130112

      Wenn ein GB via Offenmarkt der SNB 100‘000 Stück Apple Aktien zu 150.-/Stk verkauft. Und dann Giroguthaben von 15 Millionen CHF hat. Und nun die SNB sagt: „ hey liebe GB, wie wär’s mit einer 200 Gramm Platin Münze mit Nennwert von 15mio.“
      Die GB weiss ganz genau, dass sie für diese 200Gramm Münze via Rohstoffhandel höchstens 7‘000.- CHF lösen könnte.

      Als Girokontoinhaber würde ich beim Aufkommen solch einer Idee sofort intervenieren.

      Solch eine Münze ist dem Helikoptergeld gleich zu setzen. Es findet eine Verwässerung statt, sprich das Geld ist nicht mehr gedeckt. Ich würde es auch Betrug nennen, da es auch einer Geldfälschung gleich kommt.

      Hingegen frage ich mich dennoch, ob anstatt dem Mindestkurs das Helikoptergeld nicht doch die bessere Lösung gewesen wäre. Ich vermute, dass damit die langfristigen Schäden kleiner gewesen wären.
      Mit den Negativzinsen werden auch unsere Pensionskassengelder geschmälert, einfach Sanft über die Zeit. Mit dem Helikoptergeld wäre es eher eine ruckartige Bewegung gewesen, die alle Bürger des Landes spürbar mitbekommen hätten.
      Der Blick hätte bei Helikoptergel 1-2 Wochen gejubelt und was nun all die Büezer kaufen könnten. Und nach kurzer Zeit wäre auch wiederum im Blick berichtet worden, wie schadhaft und was für ein Betrug das Helikoptergeld ist.
      Wohlweisslich hat man die sanfte, den versteckten Weg, der Zerstörung gewählt, damit ja kein Aufschrei in der Bevölkerung stattfindet.

    • Hallo Herr Meyer
      @Beitrag vom 15.02 14:34
      Dies mache die Banken doch jedesmal, wenn sie einen Kredit erzeugen,oder?

  23. Weisheit besteht aus Wissen, Erfahrung und Liebe

    Die thumbs –up Chaoten rund um die SNB denken vielleicht Weisheit bestünde aus Wissen, Erfahrung und Rhetorik oder eben thumbs-up

    Ich bin davon überzeugt, dass Marc Meyer seine äusserst wichtige Arbeit aus Liebe zur Schweiz macht. Wie bereits einmal von jemandem auf IP geschrieben wurde, betrachte auch ich Herrn Meyer als Ehrenmann.

    Lasst persönliche Beleidigungen einfach sein!

    Verbindlichkeiten der SNB in Fremdwährungen.

    Jahr 2010 bei 1‘068.7 Millionen
    Jahr 2016 bei 49‘096.3 Millionen

    Und wie immer gilt, wenn man mit Hebel arbeitet. Kommt‘s gut, kommt es noch viel besser. Kommt’s schlecht kommt es noch viel schlechter.

    Beängstigende Situation in die uns die SNB da geführt hat.

    • Lieber Herr Hügli

      herzlichen Dank für Ihre Zeilen.

      Dr. Meyer macht das aus Liebe zur Schweiz. Ich bin ihm sehr dankbar für seinen Einsatz. Immerhin hat er für seinen „Kampf“ teuer bezahlt.

    • Guten Tag Herr Hügli

      Um die Risikosituation beurteilen zu können, wäre zur „beängstigenden Situation“ ein realistisches Schlechtwetter-Szenario nötig. Leider wird auch Herr Meyer in dieser Beziehung nie konkret.

      Beste Grüsse

    • @Jonas Hühli

      Besten Dank.

      Dank Ihrem Hinweis bin ich an den Vortrag gegangen.

      Aus der Ecke der SNB kommen viele persönliche Beleidigungen.

      Das ist wirklich unglaublich. Letztlich trägt die SNB die Verantworung dafür, weil sie die Diskussion unterbinden will.

      Dazu ist ihr offenbar jedes Mittel Recht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi@Roman Günter,

      sind die Ausführungen Herr Meyer’s alles nur Drohkulisse?

      Ich sehe die grössten Probleme für die Schweiz woanders, die aber Folge der verfehlten Politik der letzten Jahrzehnten ist. Was wir benötigen würden, ist einen EK-Aufbau der Haushalte, der aber solange nicht erreichbar ist, solange die SNB diese Politik betreibt und solange der Staat die Steuergesetze so belässt. Wir stehen letztendlich dort, wo die USA vor 10 Jahren stand und kläglich scheiterte. Die Debatten rundum die Geldakkumulation in der Schweiz, sind keine „Neiddebatten“, wie so oft in den „Medien“ kolportiert, sondern sie bringen zum Ausdruck, dass der Staat, solange er sich weigert, die nötige Umverteilung des Eigentums durchzuführen, selbst Opfer und Betreiber der Eigentumskonzentration ist. Die Folgen der Einführung und Aufgabe des Mindestkurses ist ein „Game Changer“ für die arbeitende Bevölkerung in der Schweiz.

      In Wahrheit freilich ist der Staat selbst nur Teil des Gefüges und erfüllt, was die Eliten/Politik ihm aufträgt. Die Auslandvermögen der Schweiz verrotten und die SNB soll diese entsorgen.

      Sie grüssend

    • @Roman Günter

      Danke.

      Ich denke ich habe das „Schlechtwetterszenario“ schon einige Male aufgezeigt.

      Ich kann das hier für Sie nochmals tun:

      Erstens:
      Euro und Dollar notieren rund 20 Prozent über ihren Tiefstständen. Angenommen sie testen diese erneut, so sind rund 150 Milliarden weg.

      Zweitens:
      Neulich fragte ich an einer Runde von Fachleuten, wo ihrer Ansicht nach der Euro stünde ohne SNB Interventionen.
      unisono war man der Ansicht bei eins zu eins.
      Daraus folgt: das Portefeuille der SNB ist heute zu hoch bewertet. Die SNB hat gar keine Gewinne.

      Wenn die SNB eInmal Euros verkauft, dann ist mit einem Überschiessen nach unten zu rechnen. D.h. die Verluste auf den Währungen sind noch höher.

      Drittens:
      Die SNB besitzt neben dem Devisenrisiko zudem das Schuldnerrisiko. Sie hat vorwiegend in europäische Staatsanleihen auch der Peripherieländer investiert. Auch hier liegt ein grosses Verlustrisiko.

      Viertens:
      Zinsrisiko. Wir befinden uns in einer historischen Tiefzinsphase. Es ist damit zu rechnen, dass die Zinsen irgendwann wieder einmal zu steigen beginnen. Geschieht das, so ist mit grossen Ausschlägen am Kapitalmarkt nach unten zu rechnen.

      Fünftens:
      Aktienmärkte. Auch hief sind wir auf Höchsständen. Eine Korrektur von 30 Prozent ist nicht unrealistisch.

      Dies alles kann geschehen über die nächsten 5 Jahre oder schon früher.

      Die Verluste sind dann zu kumulieren.D.h. die SNB kann ohne weiteres 30 – 40 Prozent Verluste erleiden.

      Hätte sie den Mindestkurs nicht aufgegeben, wäre es noch gefährlicher.

      Es liegen also Verluste der SNB von gegen 300 Milliarden drin. Das Eigenkapital der SNB wäre dann gege 150 Milliarden im Minus.

      Herr Jordan meint, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken und sich so am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

      Dass das nicht stimmt habe ich hier mit Buchungssätzen schon oft bewiesen.

      Da die SNB bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren will, wie SNB Jordan meint, drohen die Verluste endlos zu steigen.

      Die kreditgebenden Banken werden dann auf ihren Positionen Wertberichtigungen vornehmen müssen und können selber Konkurs gehen.

      Es wird dann zu einem Bail-in bei den Banken kommen

      Letztlich wird die SNB als schwacher Investor gezwungen sein, ihre Positionen zu verkaufen. Die Verluste werden noch grösser.

      Weil die Steuerzahler all dies nicht mehr stemmen können, werden die Politiker den Schweizern schmackhaft machen, dass es das Beste ist, dem Euro oder der EU beizutreten.

      Es kann dann ein schlechter Frankenkurs ausgehandelt werden und die Schulden der SNB sind weg. Wir aber haben uns billig verkauft.

      Ich hoffe, Sie erkennen nun die Gefahr.

      MfG

    • Sehr geehrter Herr Günter

      Herr Meyer hat in zig Standpunktartikeln und Kommentaren realistische „Schlechtwetter-Szenarien“ und Konsequenzen für die Schweiz und deren Steuerzahler aufgezeigt, sollten die Märkte drehen und das EK der SNB negativ werden. Wiederholt er diese, werden sie allzu rasch ins Lächerliche gezogen und verschwinden leider im Kommentarsumpf. Es wäre m.E. angesichts der SNB Bilanzsumme und Struktur Aufgabe der SNB ein realistisches „Schlecht-Wetter Szenario“ zu entwickeln, das sich nicht beruhigt hinter OR 84 und WZG Art. 2 c versteckt sondern der Logik der doppelten Buchaltung in einer liberalen Wirtschaft folgt. Solange sich das Dogma der für die SNB „schuldbefreienden Notenbankgeldemission“ hält wird es aber kein „Schlecht-Wetter-Szenario“ geben sondern man wird vom schlechten Wetter überrascht.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Jonas Hügli und stiller Beobachter und andere

      Warum ich das tue?

      Irrlehren in der Wirtschaftswissenschaft haben schon viel Unheil angerichtet (Kriege und Unterdrückung begünstigt, Kommunismus; kalte Kriege usw.).

      Wir Ökonomen haben eine grosse Berufung und Verantwortung. Diese möchte ich wahrnehmen.

      Ich tue es also aus Liebe zu Gott, zu den Mitmenschen und auch aus Liebe zu mir, weil ich aus meinem Leben etwas machen möchte.

      Freundliche Grüsse und Danke für Ihre fachliche und mentale Unterstützung.

      Marc Meyer

    • @Rico Meier

      Bezüglich OR 84 möchte ich noch folgendes ergänzen:

      Die SNB kann sich m.E. nicht hinter diesem Artikel verstecken:

      Eine Obligation ist eine gegenseitige Verpflichtung.Nur die eine Seite ist i.d.R. eine Geldschuld. Die andere ist eine Waren oder Devisenschuld oder was immer man mit dem Geld kauft.

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.

      D.h. die SNB muss die Zahlungsmittel der Banken annehmen.

      Nur Aktiven können Zahlungsmittel sein. Passiven können ex Definitione nicht Zahlungsmittel sein.

      Das ist im Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel auch so festgelegt: Dort steht, dass Giroguthaben gesetzliches Zahlungsmittel sind.

      Giroverbindlichkeiten sind kein Zahlungsmittel weder per Gesetz noch können sie es per Definition sein.

      Die SNB interpretiert das Gesetz falsch und versteckt sich hinter dieser falschen Definition.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Vielen Dank für Ihr ausführliches Feedback zum Verlustrisiko.

      Der Euro ist momentan immer noch stark unterbewertet und wird sich noch im Laufe des Jahres gegenüber dem US Dollar mit dem Überwinden der politischen Unsicherheit in Deutschland und der stabilen Wirtschaft in weiten Teilen des Euroraumes erholen. Man kann davon ausgehen, dass die Euro-Zinsen nach 2019 nachziehen werden. Tatsache ist, dass der Schweizerfranken immer noch massiv überbewertet ist. Die Nachfrage nach Schweizerfranken übersteigt die effektiv benötigte Menge bei weitem, der Überschuss dient hauptsächlich dem Werterhalt und dient damit als Alternativinvestition. Ähnliche Probleme zeigen sich doch auch im Immobiliensektor, wo internationale Investoren mithelfen, die Preise der Immobilien als Investitionsobjekte in die Höhe zu treiben. Wenn man so will, finanziert ein ungebremster Höhenflug des Schweizerfrankens die Vermögenssicherung internationaler Investoren – finanziert durch unsere Wirtschaft.

      Sie betrachten die Bilanz der Nationalbank aus dem Blickwinkel einer Geschäftsbank, in deren strategischen Ausrichtung eine erfolgreiche Risikobewirtschaftung eine zentrale Stelle einnimmt. Sie bewirtschaftet die Aktiven und versucht, diese möglichst auszuweiten und dafür die Passiven möglichst günstig und langfristig zu halten. Die Riskien der Refinanzierung ist die natürliche Begrenzung des Wachstums einer Bank und kann diese in eine Situation bringen, wo Aktiven unkontrollierbar veräussert werden müssen. Genau dieses Risiko kennt die Nationalbank nicht.

      Die Strategie der Nationalbank ist die Preisstabilität und die gesicherte Erschaffung von liquiden Mitteln. Diese stehen auf der Passivseite und können per Gesetz nicht eingefordert werden. Sie sollte dabei möglichst soviel an Geldmenge bereitstellen, wie der Markt verlangt, um dabei gleichzeitig ein Gleichgewicht zu den anderen Handelswährungen zu halten. Die Nationalbank kann diese Nachfrage unbeschränkt bedienen. Ein Fair-Value des Schweizerfrankens, schafft faire Marktbedingungen für unsere Wirtschaft. Die Preisstabilität ist für unseren wirtschaftlichen Erfolg essentiell.

      Die Nationalbank wird ihre Aktiven also erst abbauen, wenn die Nachfrage am Schweizerfranken im Markt nachhaltig nachlässt. Da die Aktiven in Schweizerfranken bewertet werden, steigt naturgemäss der Wert dieser Anlagen. Wichtig ist aber, dass die Nationalbank die Zeit auf Ihrer Seite hat, d.h. sie kann uneingeschränkt auf den richtigen Zeitpunkt warten.

      Sollten also Ihre Szenarien eintreffen und die Werte in den Aktiven sinken, wird dies auf eine Verschlechterung der Wirtschaftslage im Westen zurückzuführen sein, d.h. in erster Linie würde unsere Exportwirtschaft betroffen. Konsequenterweise steigt in einem solchen Szenario der Wert des Schweizerfrankens, die Nationalbank müsste also eigentlich Aktiven aufbauen, nicht veräussern, und wird dabei den Einstandspreis weiter verringern.

      Käme es trotzdem zu einer Unterbilanz, wie auch immer realistisch, die Nationalbank kann ihre Bilanz nicht deponieren, dazu benötigte es ein neues Bundesgesetz. Aber, die Inhaber eines Girokontos würden weiterhin flüssige Mittel in ihrer Bilanz führen und damit auch weiterhin die bargeldlosen Zahlungssysteme bedienen können. Eine Wertberichtigung auf flüssige Mitteln stünde doch äusserst schräg in der Landschaft, das müssen auch Sie zugeben. Die Nationalbank kann Liquidität in Schweizerfranken unbeschränkt liefern.

      Leider reicht mir die Zeit nicht, um ausführlicher zu Antworten.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke für Ihren Kommentar. Da Sie nicht viel Zeit haben, möchte ich mich auch kurz fassen;

      Auf der Passivseite kann kein höherer Betrag verbucht sein, als auf der Aktivseite vorhanden.

      Ergo müssen die Banken auf ihren Guthaben Werberichtgungen vornehmen, wenn der Wert der SNB Aktiven fällt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Meyer

      „Auf der Passivseite kann kein höherer Betrag verbucht sein, als auf der Aktivseite vorhanden.“
      Eine Bilanz ist per definitionem immer ausgeglichen (dafür sorgen die Gewinn/Verlust Positionen), da Sie aber fortwährend von einer Unterbilanz der Nationalbank unken, versuchte ich aufzuzeigen, dass auch dieser Fall keine Auswirkungen auf die Zahlungssysteme hätte.

      Weiter halten Sie fest:
      „Ergo müssen die Banken auf ihren Guthaben Werberichtgungen vornehmen, wenn der Wert der SNB Aktiven fällt.“
      Wertberichtigungen auf flüssigen Mitteln? Meinen Sie das wirklich ernst? Sie könnten auch gleich Wertberichtigungen auf Banknoten fordern, das wäre gleichermassen absurd.

      Entgegen meiner Erwartungen, scheinen Sie sich tatsächlich noch nie tiefergehende Überlegungen über Ihre Katastrophenszenarien gemacht zu haben. Oder noch schlimmer, Ihre absurden Aussagen werden bewusst platziert. Dass ihre entsprechend faktenfreie Angstmacherei immer wieder eine Plattform erhält, ist sehr sonderbar und lässt eher auf eine versteckte Agenda schliessen.

      Es ist durchaus wichtig, dass bestehende Meinungen und Prozesse immer wieder in Frage gestellt werden. Das sollte aber sachlich einwandfrei und wohlüberlegt geschehen. Ihre Ausfälle sind es nicht (oder vielleicht nicht mehr) und gleichen eher den Hasspredigten religiöser Eiferer.

    • @Roman Günter

      Ihre Voten werden mittlerweile dermassen beleidigend, dass ich die Diskussion hier mit Ihnen abbreche.

      Darf ich Sie bitten, das Forum zu verlassen?

      Sie müssen mich nicht als Hassprediger bezeichnen. Die Fürsprecher der SNB sind fachlich offenbar am Ende, wenn sie meinen, schon wieder s8 kommen zz müssen.

      MfG

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Es liegt mir fern, Sie in meinen Beiträgen zu beleidigen. Als prominenter Gegner der Nationalbank haben Sie eine grosse Signalwirkung und sollten sich damit einer gewissen Verantwortung bewusst sein. Sie vertreten eine dem gängigen Modell diametral entgegenstehende Meinung und erschaffen ein eigentliches Angstszenario, ohne erklärendes Grundgerüst. Angstmacherei sollte aber keinen Eingang in eine wissenschaftlich basierte Diskussion finden.

      Als neutraler Beobachter versuche ich, Ihre Ausführungen mit der vorherrschenden (oder mir bekannten) Meinung in Einklang zu bringen, aus Ihren Beiträgen kann ich aber nur sehr abstrakte Urteile und absolute Behauptungen entnehmen. Ihr „Schlechtwetter-Szenario“ ist für eine Geschäftsbank denkbar, die sonderrechtliche Stellung der Nationalbank ignorieren Sie in Ihrem Modell aber vollumfänglich.

      Kopernikus wurde nicht durch die Behauptung eines heliozentrischen Weltbildes berühmt, sondern durch sein nachvollziehbar mathematisch berechenbares Modell einer heliozentrischen Welt. (Interessanterweise machte sich Kopernikus auch über Ökonomie und Geldmenge seine Gedanken).
      In diesem Sinne können Betrachtungen zu potentiellen Risiken der Nationalbank kaum ausschliesslich über die Bilanzlogik angestellt werden, sondern benötigen zwingend ein Modell, das rechtliche und realwirtschaftliche Bedingungen einbezieht. Ihrem Modell fehlt m.E. die Marktlogik.

      Beste Grüsse

  24. Herr Meyer
    Ich habe in etlichen Staaten gelebt, die kollabiert sind (trotz dem Märchen der Geldschöpfung aus dem nichts).
    Wenn ich etwas dabei gelernt habe ist es folgendes: 10% sind hoffnungslos verblendet, 80% interessieren sich nicht und glauben was ihnen die ersteren vorlabbern (Brot und Spiele lassen grüssen). Dann gibt es noch die restlichen 10% mit Verstand. Die können entweder als Idealisten gegen die 90% Windmühlen ankämpfen und auch untergehen oder als Realisten die 90% abschreiben und versuchen Vorbereitungen zu treffen um sich im Ernstfall abzusetzen.
    Ich persönlich geselle mich zu den letzteren.

    • Die Staaten, die kollabiert sind, sind niemals wegen Verbindlichkeiten in der eigenen Währung sondern immer wegen Fremdwährungsverbindlichkeiten kollabiert. Typisches Beispiel war Argentinien mit seinem Currency Board, das zu einer gigantischen US-Dollar-Verschuldung führte. Bei Griechenland ist das nur scheinbar anders. Hätte das Land unbeschränkt Euro drucken können, wäre es nicht kollabiert. Die Euro-Länder haben eben gerade keine eigene Währung sondern nur eine gemeinsame Währung mit anderen Staaten, und die wollen es einzelnen Ländern nicht erlauben auf ihre Kosten Geld zu drucken. Das ist das unlösbare Grundproblem des Euros, was ihn letztlich zur größten Gefahr der gesamten Weltwirtschaft macht.
      Die Schweiz hat nicht nicht nur keine Fremwährungsverbindlichkeiten sondern riesige Fremdwährungsguthaben. Keiner ist deshalb weiter von einem Finanzkollabs entfernt als die Schweiz. Die Fremdwährungsguthaben tragen ein bilanztechnisches Bewertungsrisiko, das ich als Deutscher als reines Luxus-Problem bezeichnen würde. Käme die Schweiz in finanzielle Probleme, dann würde der Franken schwächeln und die Fremdwährungsguthaben sogar aufwerten. Das rein bialnztechnische Bewertungsrisiko der Fremdwährungsguthaben besteht also nur bei wirtschaftlicher Stärke der Schweiz, was es besonders angenehm macht.

    • Erstens:
      Der Wert von Notenbankgeld ist nicht identisch mit dem Aussenwert des Frankens.

      Zweitens
      Ausländische Investoren wechseln ihre Euros, Dollars usw. in Franken an. Wenn der Franken stark ist, verkaufen sie die Franken und wollen wieder Euro.

      Die SNB hat aber nicht genügend Euros, da die Ausländer mehr Euro zurückverlangen, als sie ursprünglich gewechselt haben.

      Also entstehen Schulden gegenüber dem Ausland.

      Ja der Fall der SNB ist einzigartig.

      MfG

  25. Den Schulden der SNB stehen doch Guthaben in Form von Devisenanlagen gegenüber. Das versteht Marc Meyer nicht.

    Ein Problem kann ein Kursverlust auf Anlagen sein.
    Aber auch dann ist die SNB nicht bankrott: sinken die Werte der Devisenresereven, wird einfach der CHF weniger wert. Das kann der Emittentin gewissermassen egal sein, Leidtragend wäre der Halter von Franken-Nötli, nicht die Herausgeberin.

    Wäre ich Profesor, ich wäre mir nicht sicher, ob Herr Meyer bei mir eine gute Note in Volkswirtschaft erhalten hätte.

    • @Frank Anton Derendinger

      Danke

      Der Wert von Notenbankgeld entspricht nicht dem Aussenwert des Frankens. Das habe ich soeben versucht, weiter unten zu erklären.

      Sie sagen also, wenn ein Unternehmen Konkurs geht kann es der Unternehmen egal sein. Leidtragende seien die Gläubiger.

      Schon das ist fagwürdig.

      Bei 800 Miliarden Schulden steht die Schweiz in der Pflicht.

      Herr Jordan behsuptet aber, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken.

      Nein kann sie nicht.

      Hier liegt der Fehler.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sicher nicht, der Herr Professor!

      Warum sollte der CHF bei Devisenverlusten schwächer werden? Die Devisen werden ja schwächer und somit der CHF ja stärker!

      Haben Sie, lieber F. A. Derendinger tatsächlich Volkswirtschaft gehabt…

  26. Lieber Herr Meyer

    Wozu nützen Sie sich eigentlich Ihre Fingerchen auf der Tastatur ab? Es bringt einfach nichts. Ihre Kritik wird nicht beachtet und auch nicht ernst genommen.

    Sehen Sie, wir leben in einer Klepto-Ochlokratie. In der Regierung (Exe/Legis/Judikative) sitzen ausschliesslich bildungsferne Fachidiot mit summa-cum-laude Uni-Abschluss, die noch nie in ihrem Leben ausserhalb der geschützten Werkstatt Staat „gearbeitet“ haben (und mangels BRAUCHBARER Qualifikation auch nie werden können).

    Und wieso das aufziehende Gewitter (Revolution) wenn nicht gar den Sturm (Bürgerkrieg) erkennen, wenn es sich in der rosa Gutmenschen-Wolke so toll leben und suhlen lässt?

    Notfalls setzten sich diese Pseudo-Elite, die ausnahmslos auf Kosten der echten NETTO-Steuerzahler leben, einfach über deren Entscheidungen hinweg (Initiativen wie „NO Billag“ werden völlig überschätzt). Die Versager, Schmarotzer und Abzocker in der Gutmenschenwolke finden dann schon ein Gesetz weil sie als „Gstudierte“ schliesslich besser wissen wie es das tume Volch „gemeint hat“.

    Es wäre ja nicht so, dass es nicht eindeutige Warnsignale und Hinweise gäbe, die Ihre (wie meine) Thesen stützen würden.

    Beispielsweise von Reiner Eichenberger, Hans-Werner Sinn, Monika Bütler oder hier:
    https://anonfile.com/A8O096deb0/Fakenews_aus_russischer_Trollfabrik.jpeg

    Aber Zäsuren und Revolutionen wurden von der selbsternannten Elite (zum Glück) noch nie rechtzeitig erkannt, sonst wäre es ja nie dazu gekommen.
    Und das ist vielleicht auch besser so, denn das Ziel ebenjener Zäsur ist es ja diese Scheinelite wegzuputzen. Die aktuelle Frage ist eher ob es blutig oder unblutig passieren wird.

    PS Obschon ich schon seit Jahren vor der realen Ochlokratie und deren Folgen warne, wurde das Thema bisher verschwiegen. Erfreulich dass nun zum ersten Mal das Thema in den Medien Erwähnung findet (auch wenn das Wort „Ochlokratie“ noch nicht in den Mund genommen wird). Auf der Graphik fehlen übrigens noch die Propaganda- und Belehrungsbeamte der geschützten Werkstatt SRG „abzockeridée suisse“ mit ihren bescheidenen ø135’000.-/Jahr Löhnen…
    https://bazonline.ch/schweiz/der-mittelstand-haengt-am-tropf-des-staates/story/14135710

    • @Laura Stern

      Und was haben Sie bisher Grandioses mit ihrem gescheitem Geist geleistet? Ausser bei jeder Gelegenheit Gift und Galle spucken?

    • @Laurs Stern

      Danke

      Das glaube ich nicht. Die Bank of England hat 5 Monate nach mir das genau gleiche geschrieben.

      Und Herr Jordan hat in seinem Vortrag haargenau das übernommen, was ich hier geschrieben habe.

      Herr Jordan schreibt mir ab, ohne mich zu zitieren.

      MfG

  27. Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

    Ich erlaube mir, einen Absatz aus einem Text von Herr Rudolf Müller vom 12. Februar 2018 / 19:23 hier hinein zu kopieren: Herr Rudolf Müller fragt Herrn @Roman Günter:

    Zitat Anfang:

    „Dazu einige Aussagen, um den diskutierten Sachverhalt besser zu gliedern. Ich nummeriere diese um dann leichter Bezug auf diese nehmen zu können.

    1. In unserem jetzigen System kann die SNB die Geldmenge M0 nur erhöhen, in dem sie Vermögenswerte erwirbt und dem Verkäufer dessen Sichtguthaben um den Kaufpreis erhöht.

    2. Bedingt durch die Struktur der SNB mit zwei Sitzen und sechs Vertretungen mit eigener Kasse und zusätzlich mehreren Agenturen (Kantonalbanken) mit der Funktion als Kassenstelle kommt es SNB-intern auch zu Buchungen mit Buchgeld auf der Aktivseite.

    3. Diese Verbuchung stelle ich mir so vor. Vertretung 1 nimmt bei der Zentrale einen „Kredit“ auf. Beide Bilanzen erfahren eine Bilanzverlängerung. Danach liefert die Zentrale Bargeld aus, kürzt das Sichtguthaben der Vertretung 1 und erhöht die Position Bargeldumlauf. Die Vertretung 1 hat nun Bargeld in der Kasse und keine Forderung mehr an die Zentrale.

    4. Bis zu Auszahlung an Geschäftsbanken durch die Vertretung 1 hat diese Bargeld auf der Aktivseite stehen.

    5. Bei einer Konsolidierung der Bilanzen sämtlicher SNB-Kassenstellen verschwindet jegliches Bargeld auf der Aktivseite. Bargeld verbleibt nur noch auf der Passivseite als Bargeldumlauf.

    6. Ihre Aussage: „Damit die Nationalbank Banknoten ausliefern kann, muss sie diese zuerst bereitstellen. Dies stellte ich mit dem Buchungssatz „Kasse / Notenumlauf“ dar. Es ist quasi die Erhöhung der Geldmenge 0 und zeigt auch klar, dass die Nationalbank mit diesem Schritt die Geldmenge prinzipiell „unendlich“ erweitern kann.“ kann ich jedoch immer noch nicht nachvollziehen. Interne SNB-Buchungen können mE keinesfalls die Möglichkeit der SNB aufzeigen, die Geldmenge M0 zu erhöhen.

    7. Wie beim Kauf von Münzen durch die SNB beim Staat könnte theoretisch auch der Staat die Banknoten herstellen und diese an die SNB verkaufen. Die Seigniorage würde dann der Staat direkt einstreichen. Dazu wären jedoch wohl einige Gesetzesänderungen im Vorfeld erforderlich. Dieses Geld wäre dann jedoch Willkürgeld, da durch keinerlei Vermögenswerte gedeckt.“

    Zitat Ende

    Quelle: https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/

    Was ist Ihre Meinung dazu?

    Ich habe grosse Zweifel an der Unabhängigkeit der SNB.

    Auch die NZZ scheint die Rekord hohe Verschuldung der Privaten Haushalte in der Schweiz entdeckt zu haben. In mehreren Artikeln wird die SNB explizit aufgefordert einzugreifen.

    Dazu schreibt die NZZ Zitat:

    „Einer ausufernden Verschuldung muss in guten Zeiten entgegengetreten werden, bevor sie in schlechten Zeiten eine Volkswirtschaft in den Abgrund reisst.“

    Zitat Ende

    Quelle:https://www.nzz.ch/meinung/die-verschuldung-der-schweizer-haushalte-muss-gezaehmt-werden-ld.1319958

    Was ist das für eine Zeitung? Sind das unsere Eliten? Volkswirtschaft? Werden Ursachen benannt?

    Diese Darstellung widerspricht den Tatsachen wie alle anderen Behauptungen, die in diesem üblen Pamphlet aufgestellt worden sind. Wo sind kritische Zeitungen, für die es ein Leichtes wäre, diese Widersprüche in Relation mit a) SNB b) Einführung Mindestkurs c) Verschuldung Privaten Haushalte d) Steuerregime e) Private Vorsorge f)Liegenschaftspekulationen g )Negativzinsen chronologisch und sachlich zu entlarven, und diese ganz bestimmte Art von Klientel Berichterstattung blosszustellen?

    Man kann nur sagen: Eine geisteskranke Schweiz und Welt!.-)

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber und AHV Rentner

      Besten Dank

      Ich hatte den Text von Herrn Müller gelesen und mir meine Gedanken dazu gemacht.

      Da der Text aber nicht zu einem Kommentar von mir geschrieben und auch nicht an mich gerichtet war, ging ich nicht darauf ein.

      Herr Müllers Ausführungen drehen sich um die Verbuchung der Banknoten vom Druck innerhalb der SNB.

      Das hat mit Makroökonomie nicht viel zu tun.

      Entscheidend ist die Emission. Die Noten können nur ins Konto Notenumlauf auf der Passivseite der SNB Bilanz gelangen, wenn die SNB im Gegenzug einen Vermögenswert erhält.

      Bei der Reduktion der Geldmenge muss die SNB einen Vermögenswert verkaufen.

      Nur so funktioniert Offenmarktpolitik – trotz anders lautender Behauptungen von SB Chef Jordan.

      Ja die NZZ ist eine schwache Nummer.

      Freunfliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Arbeitgeber (AHV-Rentner)
      Danke für die nochmalige Einstellung meines Textes an Roman Günter an dieser Stelle. Der Text ging ursprünglich in der Tat an Herrn Günter. Leider hat dieser bis heute noch nicht zu seiner Aussage unter Punkt 6 Stellung bezogen.

      @ Marc Meyer, Dr.
      Bei meinem Text ging es nicht nur um Bargeld sondern auch um die Grundsätzlichkeit von Sichtguthaben bei der SNB. Meine Aussage:
      ~~~~~~~~~~~~~~
      In unserem jetzigen System kann die SNB die Geldmenge M0 nur erhöhen, in dem sie Vermögenswerte erwirbt und dem Verkäufer dessen Sichtguthaben um den Kaufpreis erhöht.
      ~~~~~~~~~~~~~~
      sollte allgemeingültig das Ergebnis von Transaktionen bei der SNB beschreiben. Erst im nächsten Schritt kristallisieren sich die unterschiedlichen Auffassungen der „Staatsgeldanhängern“ zur den Anhängern der faktisch nachweisbaren „Schuldgeldtheorie“ heraus. Was sind diese Sichtguthaben?
      Nach Auffassung der Staatsgeldanhänger ist „Bargeld keine Schuld“. So nachzuhören im Vortrag von Herrn Martin Hellwig bei der Deutschen Bundesbank, auf den Herr Michael Stöcker verwiesen hat.
      https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Termine/2018/2018_02_14_bargeldsymposium.html
      Diese Sichtweise basiert auf der „staatlichen Proklamation“ von Geld. Dazu passend auch die Aussage von Herrn Hellwig, 20’28“:
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Das eigentliche Problem der Geschäftsbank ist doch, dass man auf der Ebene der in der Bilanz aufgeführten Bilanzgrößen immer die notwendigen Passiva hat um die Aktiva abzudecken.
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Herr Hellwig bewegt sich ganz offensichtlich noch in der „Ding-Geld-Welt“, d. h. unser Geld muss etwas zum Anfassen sein. „Einlagen“ dienen dazu, Aktiva abzudecken?

      Nach der „Schuldgeldtheorie“ besteht unsere Geld hingegen ausschließlich aus Schulden. Die Münzen mal außen vor gelassen. Unsere Zahlungsmittel bestehen somit aus Forderungen. Danach stellen die Bargeldbestände wie auch die Zentralbank-Sichtguthaben Forderungen an die Zentralbank dar. Problematisch erweist sich „lediglich“ das Eintreiben dieser Forderung. Auch bei einer Geschäftsbank kann ich Vermögenswerte, welche ich dieser endgültig verkauft habe, nicht mehr zurückfordern. Mit dem erhaltenen Buchgeld kann ich Überweisungen tätigen, Bargeld verlangen oder aber eine Schuld, welche ich bei der Bank habe, tilgen. Auf den endgültig übereigneten Vermögenswert habe ich jedoch keinen Anspruch mehr. Das Gleiche gilt für die Zentralbank. Unabhängig vom Bargeld, dem Anker der Staatsgeldanhänger, besteht der Ausgleich von Vermögenseinkäufen der Zentralbank aus einer Erhöhung der Schulden der Zentralbank.

      Sowohl bei Geschäftsbanken wie auch bei der Zentralbank besteht, wenn ich im Schuldgeldmodell bleibe, die „Bezahlung“ aus einer „immerwährenden Anleihe“ an die Bank, welche aber auch gleichzeitig als Zahlungsmittel verwandt werden kann.

      Über den Schuldgeldcharakter unseres Geldsystems besteht wohl grundsätzlich keine Uneinigkeit. Die von Ihnen, Herr Meyer, vorgetragene Auffassung, dass die Geschäftsbanken die Zentralbank zur Herausgabe von deren Vermögenswerten zwingen könnte, teile ich hingegen nicht.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Danke

      Banknoten können von einer Privatperson nicht direkt, aber indirekt über das Bankensystem bei der ZB eingelöst werden. Das Bankensystem kann jederzeit Banknoten bei der ZB einlösen.

      Viel wichtiger als die Banknoten sind die Guthaben der Banken bei der ZB.

      Diese stellen eine Schuld der ZB gegenüber den GB dar. Diese Schulden müssen die ZB auf Sicht, d.h. jederzeit tilgen können.

      Das können sie nur durch Verkauf von Vermögen.

      Die Käufe von Devisen durch die SNB erfolgten über Fremdfinanzierung. Das kommt durch die Bilanzverlängerung zum Ausdruck.

      Hätte die SNB diese durch Aktivtausch erworben, so hätten Sie, Herr Müller Recht. Die SNB könnte nicht zum Verkauf von Devisen gezwungen werden.

      Tatsache ist aber, dass die SNB diese durch Bilanzverlängerung und mit Fremdkapital finanziert hat.

      Konklusion: Die SNB kann von den Banken gezwungen werden, Devisen zu veräussern.

      Würde die SNB das verweigern, so wäre das eine Enteugnung der Banken durch die SNB und eben kommunistisch.

      Auch Professor Martin Hellwig irrt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer und Grüezi@Herr Rudolf Müller,

      da diese offenen Fragen im Zusammenhang mit der Vollgeld Abstimmung gefallen sind (Herr Christoph Pfluger), erlaube ich mir hiermit, dieses Interview zu posten:

      https://www.cash.ch/news/politik/vollgeld-initiative-das-nein-der-snb-zum-vollgeld-ist-schwer-nachvollziehbar-1142382?autostart=1

      Rudolf Müller Sie schreiben Zitat:

      „Die von Ihnen, Herr Meyer, vorgetragene Auffassung, dass die Geschäftsbanken die Zentralbank zur Herausgabe von deren Vermögenswerten zwingen könnte, teile ich hingegen nicht.“
      Zitat Ende

      Das sehe ich auch so. Es gibt m.W. keine gesetzliche Grundlage dafür.

      Sie grüssend

    • Solange die Giroguthaben der Geschäftsbanken durch die SNB als Sichtverbindlichkeiten deklariert werden, können wir gar nicht von etwas anderem ausgehen, als das die Geschäftsbanken ihre Guthaben auf Sicht von der SNB einfordern können.

      Wo die ganze Sache unklar wird, ist wie zu welchen Bedingungen dies im Detail stattfindet. Denn was uns allen hier fehlt für diese Frage abschliessend zu beurteilen sind folgende nicht öffentlich zugängliche Dokumente:

      – SIC-Girovertrag mit der SNB
      – SIC-Ergänzungsvertrag
      – SIC/euroSIC Benutzerhandbuch
      – Regelwerk zum Schweizer Zahlungsverkehr

      Es könnte gut sein dass die SNB der GB zum aktuellen Kurs die von der GB gewünschten Aktiven heraus rücken muss.
      Es könnte aber auch sein, das die SNB die GB im CHF einsperren kann.

      Wir wissen es schlicht nicht, weil wir die Verträge zwischen SNB und GB nicht kennen!

      D.h. für mich sind beide Möglichkeiten gültig.
      Eine GB kann die SNB zwingen Aktiven zu veräussern.
      Die SNB kann eine GB im CHF einsperren.

    • Guten Abend Herr Marc Meyer,

      in meinem Kommentar vom 16. Februar 2018 / 11:21 habe ich bewusst die Situation in einer Geschäftsbank an den Anfang einer näheren Betrachtung über Sichteinlagen gestellt. Was kann ich mit den Sichtguthaben bei einer Geschäftsbank anfangen war dabei die zentrale Frage.

      Das Sichtguthaben kann ich verwenden um:
      o – eine Überweisung zu tätigen, d.h. die Schuld der Bank wird an den
      Überweisungsempfänger übertragen,
      o – eine eventuell bei der Bank bestehende Schuld zu tilgen,
      o – sich das Giralgeld in Bargeld, „Inhaberschuldverschreibungen
      der Zentralbank“ auszahlen zu lassen.

      Habe ich der Geschäftsbank einen Vermögenswert dauerhaft übertragen, z.B. beim Verkauf von Aktien, von Gold oder von sonstigen Sachvermögen, ist dieser Vertrag endgültig abgewickelt, wenn mir die Geschäftsbank dafür Sichtguthaben in Höhe des Kaufpreises einrichtet. Dabei setze ich voraus, dass ich bei Vertragsabschluss dieser Zahlungsart zugestimmt habe. Zurückfordern kann ich von den übertragenen Vermögenswerten nichts mehr.
      Ihre Sichtweise von der SNB:
      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      Der Gläubiger hat das Recht, dass der Schuldner seine Schuld zurückzahlt. Das bedeutet, dass die Bank das Recht hat, Ihr Guthaben bei der SNB zu reduzieren und woanders zu investieren.
      Verweigert das die SNB, so verweigert sie damit die Rückzahlung ihrer Schuld. Die Bank wäre somit in der SNB-Investition gefangen.
      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      muss ja auch bei der Geschäftsbank gelten.

      Die Geschäftsbank hat mein Sichtguthaben entsprechend dem Kaufpreis erhöht und damit ihre Zahlungsverpflichtung erfüllt. Ich habe natürlich das Recht, mein Guthaben bei der Geschäftsbank zu reduzieren und woanders zu investieren. Dazu kann ich mein Guthaben zu einer anderen Bank übertragen lassen oder aber die Auszahlung von gesetzlichem Zahlungsmittel, in diesem Fall von Bargeld, verlangen. Meine ursprünglich endgültig verkauften Vermögenswerte muss mir die Bank jedoch keineswegs zurückgeben. Ich bin also nicht in der Investition bei meiner Geschäftsbank gefangen, da ich anderweitig ähnliche Vermögenswerte mit dem Sichtguthaben bei meiner Geschäftsbank erwerben kann.
      Können Sie mir nun im Detail erklären, weshalb diese Auffassung nicht auch auf die Zentralbank übertragbar ist?

      Wie die Geschäftsbank begleicht auch die Zentralbank ihre Einkäufe mit der Gewährung von Sichtguthaben. Mit diesen kann zwar die Geschäftsbank ihre endgültig verkauften Vermögenswerte nicht mehr zurückverlangen, jedoch damit anderweitig ähnliche Vermögenswerte erwerben.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Jonas Hügli

      Danke

      Das sehe ich anders:

      Ich denke nicht, dass die SNB unendlich viele Mindestreserven einfordern dürfte und die Banken diese dann nucht mehr abbauen dürften, insbesondere auch bei Negativzinsen.

      Zudem behauptet Jordan nicht, die SNB würde ihre Schulden nicht tilgen. Er behauptet aber, die SNB würde diese mit zusätzlichen Schilden tilgen.

      Das geht nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Arbeitgebed (AHV Rentner)

      Guten Morgen

      Es ist doch so, dass jedes Fremdkapital einmal zurückbezahlt werden muss – spätestens bei Liquidation.

      Das geht nur durch Verkauf von Vermögen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Rudolf Müller

      Danke für Ihre Anschlussfragen.

      Erstens
      Müsste eine Geschäftsbank ihre Schulden nicht zurückzahlen, so könnte sie sich ja am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, wie SNB Jordan es formuliert.

      Zweitens:
      Angenommen, Sie verkaufen Ihrer Bank am Schalter 100 Euro zu 1.20. Sie erhalten auf Ihrem Konto CHF 120 gutgeschrieben.

      Nun fällt der Euro innerhalb eines Jahres auf eins zu eins. Sie gehen wieder auf die Bank und sagen, sie würden gerne mit Ihren 120 Franken 120 Euro kaufen. Kann die Bank jetzt sagen: Nein, machen wir nicht?

      Hat die Bank nur dieses eine Geschäft gemacht mit hunderten oder Milliarden von Franken, so hat sie jetzt ein grosses Problem:

      Sie muss 120 Euro liefern, hat aber nur hundert.

      Bzw. Sie muss 120 Milliarden Euro liefern, hat aber nur 100 Milliarden. Es fehlen ihr 20 Milliarden.

      Das könnte def SNB passieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Morgen Herr Meyer,

      in Ihrer Antwort vom 17. Februar 2018 / 10:52 erklären Sie:
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Erstens
      Müsste eine Geschäftsbank ihre Schulden nicht zurückzahlen, so könnte sie sich ja am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, wie SNB Jordan es formuliert.
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Die Geschäftsbanken können in der Tat Aktiva erwerben und den Kaufbetrag durch Erhöhung der Sichtguthaben des Verkäufers begleichen. Der Verkäufer ist im Besitz von Bankguthaben und damit ist die Kauftransaktion rechtlich endgültig abgeschlossen.

      Theoretisch könnte die Geschäftsbank beliebig viele Aktiva erwerben und mit „Sichtguthaben bezahlen“. (Bitte jetzt nicht an der Wortwahl stoßen. Mir ist bekannt, dass mein Sichtguthaben bei der Geschäftsbank für diese eine „Sichtverbindlichkeit“ darstellt.)

      Solange die Geschäftsbank existiert und das von ihr emittierte „Buchgeld“ betragsmäßig nicht sinkt, sondern tendenziell leicht ansteigt, bleiben die Schulden der Bank dauerhaft bestehen. Dies trifft zwar nicht unbedingt auf den einzelnen Bankkunden zu, sehrwohl aber auf die Gesamtheit aller Bankkunden. Begrenzt wird die Geldschöpfungsmöglichkeit jedoch durch den Wettbewerb der Banken untereinander. Der Wettbewerb bringt eine Gleichschritt der Banken mit sich. Dazu müssen sich Banken nicht untereinander abstimmen, wie dies in einigen Literaturerzeugnissen verbreitet wird. Der Markt regelt hier diesen Gleichschritt. Vergrößert eine Bank Ihre Kreditvergaben oder ihre Erwerb von Aktiven über den Durchschnitt der andren Banken, muss sie mit einem Abfluss an flüssigen Mittel rechnen. Diesen Abfluss kann sie nur durch Spareinlagen, Bankschuldverschreibungen, Aufnahme von Krediten bei anderen Banken und ähnlich Maßnahmen beeinflussen.

      Details zum Gleichschritt unter Banken können Sie im Artikel http://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Wicksellsche_Idealbank sowie den darauf aufbauenden Artikeln bis zum Mehrbankensystem nachlesen.

      In gewissen Grenzen kann also die Geschäftsbank mit Schulden ihre Erwerbungen „bezahlen“, genauer gesagt durch Erhöhung der Sichtguthaben des Verkäufers den Kaufpreis begleichen. Diese Schulden gegenüber der Gesamtheit der Bankkundschaft bleiben bis zur Abwicklung der Geschäftsbank bestehen.

      Bei der Zentralbank existiert jedoch die vorgenannte Beschränkung nicht. Sie steht nicht im Wettbewerb mit anderen und hat auch ganz andere Geschäftsziele. Ihre Aufgabe besteht vorrangig in der Wahrung der Währungsstabilität und der Einhaltung einer moderaten Inflationsrate von ca. 2 %. An- und Verkauf von Devisen dienen der SNB zur Einflussnahme auf den Kurs des Schweizer Franken.

      Genauso wenig wie ich als Kontoinhaber bei meiner Geschäftsbank mit meinem Sichtguthaben „eingesperrt“ bin ist auch die Geschäftsbank mit ihrem Zentralbank-Sichtguthaben bei der SNB nicht eingesperrt.

      In meinem Ausgangskommentar hatte ich meine Möglichkeiten über mein Sichtguthaben bei der Geschäftsbank zu verfügen aufgezählt.

      Das Sichtguthaben kann ich verwenden um:
      o – eine Überweisung zu tätigen, d.h. die Schuld der Bank wird an den
      Überweisungsempfänger übertragen,
      o – eine eventuell bei der Bank bestehende Schuld zu tilgen,
      o – sich das Giralgeld in Bargeld, „Inhaberschuldverschreibungen
      der Zentralbank“ auszahlen zu lassen.

      Genau diese Möglichkeiten besitzt auch die Geschäftsbank gegenüber der SNB.

      In meinem Kontoführungsvertrag mit der Bank ist nicht aufgeführt, dass diese verpflichtet ist, mir auf Anforderung Devisen zur Verfügung zu stellen oder aber einen Goldbarren zu verkaufen. Sie kann mir diese Vermögenswerte anbieten, muss es aber keinesfalls. Bestandteil des Kontoführungsvertrags ist jedoch die Funktion als „Zahlungsdienstleister“. Auf meinen Auftrag hin „muss“ sie einen von mir genannten Betrag meines Sichtguthabens innerhalb einer vorgegebener Frist auf ein von mir genanntes Konto, auch bei einer anderen Bank, überweisen. Solange also meine Bank Überweisungen zu anderen Banken in meinem Auftrag vornimmt, kann von einem „Eingesperrtsein“ keine Rede sein. Das Gleiche gilt auch für das Verhältnis der Geschäftsbank zur SNB.

      Damit kommen wir zum nächsten Punkt Ihrer Antwort.
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Zweitens:
      Angenommen, Sie verkaufen Ihrer Bank am Schalter 100 Euro zu 1.20. Sie erhalten auf Ihrem Konto CHF 120 gutgeschrieben.

      Nun fällt der Euro innerhalb eines Jahres auf eins zu eins. Sie gehen wieder auf die Bank und sagen, sie würden gerne mit Ihren 120 Franken 120 Euro kaufen. Kann die Bank jetzt sagen: Nein, machen wir nicht?
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Ja, die Bank kann sagen: “Machen wir nicht. Kaufen Sie sich Ihre Euros wo Sie wollen. Wir haben keine Euros im Angebot und sind auch nicht verpflichtet, Ihnen welche zu besorgen.“

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Mit einem Giroguthaben hat der Inhaber das Recht, von der Bank etwas zu kaufen, so dass die Bilanz der Bank verkürzt wird.

      Erst dadurch ist die Schuld gegenüber dem Kontoinhaber beglichen.

      Wenn Sie Herr Müller ein Konto haben bei der UBS und 10000 Franken drauf, kann Ihnen die UBS sagen, wir verkaufen Ihnen dafür nichts – keine Euro, keine Dollars, keine Aktien einfach nichts, denn wir haben nichts im Sorriment?

      Nein Herr Müller. Kann sie nicht.

      Dasselbe gilt für die SNB.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

      am 19. Februar 2018 / 19:44 schrieben sie:
      ~~~~~~~~~~~~~
      Mit einem Giroguthaben hat der Inhaber das Recht, von der Bank etwas zu kaufen, so dass die Bilanz der Bank verkürzt wird.

      Erst dadurch ist die Schuld gegenüber dem Kontoinhaber beglichen.
      ~~~~~~~~~~~~~
      Dies ist bisher eine unbewiesene Behauptung von Ihnen. Da Sie meinen Text offensichtlich nicht ganz gelesen haben wiederhole ich Ihnen nochmals gerne die betreffende Passage.

      ********
      Das Sichtguthaben kann ich verwenden um:
      o – eine Überweisung zu tätigen, d.h. die Schuld der Bank wird an den
      Überweisungsempfänger übertragen,
      o – eine eventuell bei der Bank bestehende Schuld zu tilgen,
      o – sich das Giralgeld in Bargeld, „Inhaberschuldverschreibungen
      der Zentralbank“ auszahlen zu lassen.
      ********
      Hier wird umfassend aufgezählt, wozu die Geschäftsbank laut Kontoführungsvertrag in Bezug auf meine Sichtguthaben verpflichtet ist. Alles andere sind Leistungen, die Ihnen die Geschäftsbank anbieten kann und vermutlich auch anbieten wird, jedoch nicht anbieten MUSS. Sämtliche, von mir genannten Transaktionen begleichen Schulden der Geschäftsbank Ihnen gegenüber endgültig.

      Weiter behaupten sie:
      ~~~~~~~~~
      Wenn Sie Herr Müller ein Konto haben bei der UBS und 10000 Franken drauf, kann Ihnen die UBS sagen, wir verkaufen Ihnen dafür nichts – keine Euro, keine Dollars, keine Aktien einfach nichts, denn wir haben nichts im Sorriment?
      Nein Herr Müller. Kann sie nicht.
      ~~~~~~~~
      Doch, Herr Dr. Marc Meyer, das kann sie sehr wohl.

      Wie bereits oben ausgeführt MUSS mir die UBS für meine 10000 Franken gar nichts verkaufen. Sie muss in meinem Auftrag Überweisungen tätigen, in meinem Auftrag Schulden von mir bei der UBS tilgen oder auf meine Anforderung mir Bargeld auszahlen.

      Die UBS MUSS mir nichts verkaufen, wie auch die SNB der UBS nichts verkaufen MUSS.

      Zeigen Sie mir doch, dass in Ihrem Kontoführungsvertrag mit Ihrer Geschäftsbank steht, dass diese Ihnen auf Ihre Anforderung hin Vermögenswerte wie Euros, Dollars oder Aktien verkaufen MUSS. Interessant wäre ggfs dann die Frage, zu welchem Preis sie Ihnen diese Vermögenswerte denn verkaufen müsste.

      Beziehen Sie in Ihre Überlegungen doch einfach den praktisch tatsächlich vorhandenen Markt mit ein und Sie erhalten ein Geldsystem, welches Ihnen erlaubt, auf dem Markt günstig Ihre Euros, Dollars oder Aktien unter Wettbewerbsbedingungen, mit Ihrem Geschäftsbanken-Sichtguthaben, einzukaufen. Auf diesen Umstand wurde bereits mehrfach, auch von anderen Kommentatoren, hingewiesen.

      LG
      Rudolf Müller

  28. Die Rache der Schwimmschildkröte……!?

    Die Schweiz hat aus Sicht des CFR leider eine Schuldenbremse und lässt sich daher nicht so leicht fin. aushebeln wie z.Bsp. D mit Target- und Bürgschaftssaldi.

    Die CH hat aber sehr viel Vermögen und dazu noch zuviel von dem Rohstoff in den Pippo schon privat investiert hat… Wasser.

    Es gilt wie immer das wichtige Rohstoffe unbedingt privatisiert werden sollen. Dies erreicht man im Nahen Osten durch Destabilisierung von Regierungen, in der CH durch kolossale Verluste der SNB, sobald es dann crasht.

    Das Dorisli wird dann sicher härzig grinsend den EU-Beitritt verkünden, da es anders gar nicht geht.

    • Wenn SNB Chef Jordan wie angekündigt die SNB Bilanz nicht deponiert bei Erreichen von null Eigenkapital, so können die Verluste der SNB ungehindert anwachsen.

      Der Beitritt der Schweiz zur EU wird dann für die Politiker die bequemste Löung sein.

      MfG

  29. Nun Herr Jordan agiert sicher nicht im luftleerem Raum.

    Er führt sehr wohl Aufträge aus.

    Der Hinweis auf Kommunismus ist gar nicht so daneben, wenn man mal schaut wer global über die ZBs das sagen hat und was für Äußerungen es z.B. über Mao gegeben hat.

    • Richtig

      Wenn SNB Jordan behauptet, die SNB müsse ihre Schulden nicht zurückzahlen, so wäre das eine Enteignung und kommunistisch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  30. Als logisch denkender, erfolgreicher Unternehmer hat die SNB, im Gegensatz zur Eu, die den Griechen Mia Eu überweisen, die dann einfach ausgegeben werden, für Ihre ‚Schulden‘ Euro, $ oder Aktien.
    Dank den enormen Gewinnen kann sie jederzeit diese Schulden (wer ist überhaupt der Gäubiger) auflösen. Was Sie auch ausklammern ist, dass wir keine Inflation haben. Jordan sollte seine Mia mehr in der Schweiz anlegen, zB. in die Swiss Metro…

    • Swiss Metro

      Sie reden mir aus der Seele.

      Welche Möglichkeiten es in der Schweiz gäbe!

      Aber nein: Die SNB exportiert wegen einer lausigen Geldtheorie lieber 1 Billion bald ins Ausland.

      MfG

    • Höppler Karl, träumen sie weiter, so schlafen sie wenigstens noch eine Weile gut.

      Wenn die SNB diese Devisen, meist ja Euro-Staatsanleihen, von Staaten die alle mit Fieber in Krankenbett liegen, verkauft, werden die sofort fallen.
      Den Wertausgleich müsste die SNB dann via Eigenmittel vornehmen.
      Aber bei der 1 Billion, die wir bald erreichen werden, sind 10% schon 100 Milliarden. = SNB Bankrott, denn sie muss dann alle Devisen neu in den Bilanzen wertberichtigen. Dabei kommen 10% schnell mal zusammen.
      -Als Träumen Sie, solange es noch geht…….denn das Erwachen wird furchtbar sein.

    • Höppler……..

      Würde die SNB wirklich echte gewinne machen, sollte sie die sofort realisieren und Gold kaufen.
      Dieses Gold wäre dann echter
      Was sie als gewinn betrachten, dass sind nur höhere Bewertungen, die steigen und fallen im selben Atemzug.
      Diese Bewertungs-Luftgewinne finden heute alle supertoll…….. aber solange sie nicht realisiert werden …… können, ist es eben nur Luft.
      Luft sind sie, weil wen die SNB dann Gewinne realisieren möchte, sie also im grossen Massstab Euro-Staatsanleihen Abverkauft, sagen wir mal 50 oder 100 Milliarden, diese Papiere sofort fallen.
      Es also nichts wird mit den Gewinnen, denn die Papiere werden nur höher Bewertet wenn sie niemand auf dem Markt wirft.

      Sind das also gewinne unserer SNB………………
      Erstaunlich das nahezu die ganze Schweiz immerzu jubelt über so eine heisse Luft.

      ——————————

      War das einfach genug zum es zu verstehen….?????

    • @Höppler Karl, das ist auch mein Anliegen. Aktuell landet das viel zu lockere Geld der SNB/EZB/Fed in den Finanzmärkten und nicht in der Realwirtschaft und vergrößert die Blasen.

      Meine Idee ist es, Investitionen in der Schweiz zu tätigen, vor allem in der Industrie, wo am meisten wieder reinkommt. Z.B. pro Jahr knallhart 20 billige SNB-Milliarden für Investitionen und Produktionslinien (Bedingung: Produktion nur in der Schweiz, keine Verlagerung ins Ausland!) raus hauen und zwar nicht nur an Eliteunis, Konzerne, sondern auch bei allen Erfinder/Firmengründer, die einen vernünftigen Businessplan abliefern. Und kommt mir jetzt nicht mit dem Argument das sei Planwirtschaft – die Chinesen haben eine Kriegskasse von 2 Billionen, mit denen sie den Westen ausspielen und übernehmen wollen.

      Erst wenn es der Schweiz (Staat, Kantone, Firmen und vor allem der Bevölkerung) wieder so gut geht, dass die AHV/IV/Krankenkassen/Arbeitslosen/Soziales usw. für 100 Jahre gesichert ist – weil praktisch niemand so was braucht und will und weil an Innovation jeder mitmachen kann, auch wenn er im Spitalbett liegt – dann können wir wieder über gut durchdachte Geschenke für das Ausland sprechen.
      Trump hatte verdammt recht. Swiss first, sollte eigentlich der Normalzustand sein.
      Leider haben wir Swiss last und EU/USA first.

      Die USA hauen übrigens schon lange in der Rüstung jährlich 20 Mrd. für Rüstungsideen raus, wobei sie davon ausgehen, dass nur 10% erfolgreich wird, weshalb sie in diesem Bereich besonders innovativ sind.

    • @Walter Roth

      Da die SNB den Franken drückt, sind ihre Devisen zu hoch bewertet.

      Bei korrekter Bewertung ist der Gewinn der SNB prsktisch weg.

      Neulich fragte ich in einer Runde von FachlEUTEN, was sie denken, wo der Euro stünde ohnE Interventionen der SNB.

      Alle sagten bei eins zu eins.

      Das bedeutet, dass das Vermögen der SNB um rund 15 Prozent zu hoch bewertrt ist.

      Das EK der SNB wäre somit praktisch schon jetzt weg.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  31. Herr Meyer

    Wie wäre es, wenn Sie mal ein realistisches Szenario für Ihre Untergangsgeschichten aufzeigen? Ausser Behauptungen bieten Sie sonst nicht viel Greifbares.

    Beste Grüsse

    • Guten Tag Herr Meyer

      Die Nationalbank ist nicht für die Wirtschaftsförderung zuständig, sondern sorgt für Preisstabilität. Ein starker Schweizerfranken widerspiegelt nicht eine starke Schweizer Wirtschaft, sondern ein weitreichender Investitionsnotstand.

      Für Infrastrukturinvestitionen sind Bund und Kantone zuständig, für Investitionen im Bereich Innovation und Wertschöpfung haben wir die Banken, aber eben, einfach einer Idee Geld nachwerfen, erhöht nur die Inflation, nicht die Wertschöpfung.

      Das alles hat aber nichts mit Ihren Untergangsängsten zu tun. Wo sehen Sie konkret ein Ausfallrisiko, wie sieht ein solches Szenario aus? Dazu haben Sie sich sicher schon viele Gedanken gemacht.

      Beste Grüsse

  32. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer, warum werden Ihre wertigen wissenschaftlichen Arbeiten und bahnbrechenden Erkenntnisse nirgendwo sonst als auf einem kleinen regionalen Blog publiziert?

    • @Gretchenfrage

      Diese Frage haben Sie mir jetzt aber schon vielmals gestellt – immer mit einem anderen Pseudonym.

      Was meint eigentlich die SNB Bankrätin Monika Bütler dazu?

      Nicht wahr?

      Ist das die offizielle Kommunikationspolitik unserer SNB?

      Übrigens: Sogar die Bank of England ist sich nicht zu schade, das zu übernehmen, was auf diesem Blog steht.

      MfG

    • und warum können z.B. Erfinder alternativer Heilmethoden nicht in „wissenschaftlichen“ Publikationen veröffentlichen?

      Wer kontrolliert die Zeitschriften, Rundschreiben etc.?
      Wer entscheidet wer Professor wird?
      Wer hat Einfluss auf diese Personen?

    • Sie haben, wie immer wenn es konkret und allenfalls ‚bedrohlich‘ für Ihr einseitiges Weltbild werden könnte, keine Antwort und flüchten sich in Ihren paranoiden Anti SNB Wahn.

    • Herr Günther,
      was Grundsätzliches:
      Wissen wird nicht geschaffen, es war schon immer da.
      Es würde mich aber nicht erstaunen wenn Sie dies nicht verstehen.
      Allerdings ist auch mein Begriff der Erfindung eigentlich falsch. Korrekt ist es ein Wiederentdecken.

  33. Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

    zu erwähnen ist auch die Verschuldungsquote der Privaten Haushalte. Diese lag in der Schweiz 2015 bei 211% – Quelle:OECD. Für neue Daten bin ich im Voraus sehr dankbar.

    Nur der Staat definiert, ob Zentralbankengeld (Sache) oder (Kredit) ist. Er alleine hat die Macht dies zu tun und kein Kommentator wird ihn daran hindern. Erhebt der Staat das Zentralbankengeld zur Sache, hat er gleichzeitig entscheiden, dass es keinen Wert hat und weder er noch die SNB in Konkurs gehen können. Belässt er es als Kredit, hat sich das Zentralbankengeld und die Staatsschuld dem gleichen Verfahren zu fügen wie jeder andere Kredit auch.

    Zitat NZZ vom 14.08.2011:
    „In einem Geheimgipfel in Bern hat die Elite der Wirtschaft den Weg frei gemacht für eine Intervention der Nationalbank.“

    Quelle:https://www.nzz.ch/so_startete_eine_elite_aus_wirtschaft_und_politik_die_franken-rettung-1.11899416
    Zitat Ende

    Die arbeitende Bevölkerung wurde mit Einführung des Mindestkurs enteignet. Die Exportindustrie hat eine Zusatz-Exportversicherung auf Kosten des Steuerzahlers politisch durchgesetzt.

    Ist es eine Ungeheurlichkeit wenn darin „faschistoide“ Züge zu erkennen sind?

    Begründung:

    „Faschismus“ ist kein feststehender starrer Begriff,
    der sich anhand einer Schablone einfach so abchecken
    lässt. Vielmehr sind solche Definitionen immer nur eine annähernde
    Beschreibung gesellschaftlicher Systeme, Strukturen, Entwicklungen und Zustände, die auch immer im jeweils aktuellen Kontext ihrer Zeit zu betrachten sind. Faschismus im 21. Jahrhundert sieht natürlich anders aus als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und doch sind die Grundmuster, die Akteure, die grundlegenden Mittel und die Ziele ähnlich oder gleich.

    Zitat:
    „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“

    Zitat Ende von Benito Mussolini.

    Die Frage kann offen gelassen werden, da jeder sich autark eine eigene Meinung bilden kann.

    Strukturellen Parallelen gibt es aus zu der Problematik der 2. Säule.

    Beweis:

    Die Pensionskassen und Versicherungskonzerne und ihre Interessenvertreter in Kommissionen, Parlament und Departamente, schaffen Gesetze und Regelwerke, das es unter anderem ermöglicht, Auszahlungen von Renten zu kürzen, falls die Vermögenslage (Unterdeckung) der betroffenen Pensionskassen dies erfordert. Festgelegt wurde ausserdem, dass die Pflicht der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Beiträge in der bisherigen Höhe weiterhin zu bezahlen, von der Kürzung zukünftiger Rentenzahlungen (Senkung UWS) unberührt bleibt. Gegen die langfristigen Risiken resultierend aus der Fehlkonstruktion des Kapitaldeckungsverfahren der gesamten Branche kann auch keine Auffanggesellschaft etwas ausrichten, denn das erforderliche Kapital ist nicht ansatzweise vorhanden.

    Währenddessen werden weiterhin den Versicherten jedes Jahr Milliarden entwendet. Das ist aktenkundig.

    Die Steuergeschenke an die Unternehmen durch die USR II aus dem Jahr 2008 wurden mit einem massiven Sozialabbau finanziert. Besonders zu nennen sind dabei die sogenannten Reformen der ALV-IV, der Abbau im Bildungswesen und im öffentlichen Dienst.

    Nach Veröffentlichung (USR II) des Amtliches Bulletin vom 9. Juni 2011 reichten einige Parlamentarier Beschwerde beim Bundesgericht ein. Das Bundesgericht lehnte die Beschwerde ab; hielt aber im Urteil vom 20. Dezember 2011 fest, dass der Bundesrat:

    Zitat Anfang:
    „die Stimmbürger hinters Licht geführt hat.“
    Zitat Ende

    Die Schweiz mit ihrer arbeitende Bevölkerung und Rentner/innen steht vor gigantischen Verwerfungen. Mit Buchhaltung und Gesetz/Verordnungen kommen wir nicht weiter. Es ist ein politisches/gesellschaftliches Problem. Die Geldakkumulation der letzten 30 Jahren in der Schweiz ist nicht mehr haltbar und steht im Kausalzusammenhang mit den og. Ereignissen.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      Vielen Dank

      Sie haben mich hier auf diesem Blog schon oftmals persönlich unterstützt, wofür ich Ihnen sehr dankbar bin.

      Bezüglich Ihrer Argumentation hier erlaube ich mir noch folgenden Hinweis:

      Würde der Staat (also Bern; d.h. Bundesrat und Parlament) beschliessen, dass die Schulden der SNB zu Vermögen der SNB ( Sache) würden, so wäre das eine Enteignung der Banken.

      Das Fremdkapital der SNB würde zu Eigenkapital der SNB, so wie SNB Chef Jordan meint.

      Das wäre kommunistisch und ohne Volkssbstimmung nicht möglich.

      Zudem würden die Schulden der SNB einfach auf die Banken überwälzt und diese gingen Konkurs.

      Verluste auf dem Portefeuille der SNB werden letztlich so oder so durch das Schweizer Volk bezahlt.

      Wie auch immer.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • AHV Rentner…..

      dem kann man beipflichten, ausser wenn sie sagen was der Staat erzwingen könne, was nur der Staat definiert……
      Siehe Kommentar M Mayer.

      Ich lese nun seit vielen Jahren alles mögliche. Eines ist mir in der Zeit überdeutlich klar geworden, die Ökonomie lässt sich nicht betrügen.
      Ökonomie ……und Evolution auch, beides sind Prozesse die immer zu ihrem Recht kommen.
      Mann kann sie manipulieren, bedrängen, per Gesetz aushebeln, aber am Ende gewinnen sie immer.

      Was auch getan wird, am Ende ist es der Markt der alles zurechtrückt, die Uhr auf Null stellt.
      Die Opfer die bei derlei Manipulationen entstehen, tja die
      möchte natürlich keiner sein, aber eben……… rette sich wer kann.

  34. Weitere 2’000 Wörter sich wiederholendes Geschwurbel wirr zusammengefügt und vergeudet – gäääähn….

    • Ach ja

      Hätte ich fast vergessen:

      Neben dem „lieben Polizisten“ Jordan und dem „bösen Polizisten“ Studer hat die SNB ja noch den „geheimen Polizisten“ Pseudo.

      Der soll versuchen, die Diskussion zu vergiften und so zu verhindern.

      Dazu ändert er ständig sein Pseudonym wie hier schon wieder.

      Armselige Taktik der SNB.

      Marc Meyer

    • Dass Sie hier auch noch grüssen, nun als selbsternannter Dummkopf aka Walter Roth, ist sehr schön. Gruss zurück.

  35. Die SNB ist Intransparent und einer Demokratie unwürdig!

    Beispiel 1
    Die SNB könne mit negativem Eigenkapital leben. Nein konnte sie schon zweimal in ihrer Geschichte eben nicht.

    Beispiel 2
    Die SNB könne unbeschränkt EUR kaufen. Nein konnte sie eben nicht, sie musste den Mindestkurs aufgeben.

    Beispiel 3
    Die SNB sei tatsächlich in der Lage, einfach «Geld zu drucken“ (vgl. Jordan Zitat unten). Nein stimmt nicht die SNB kann nur „drucken“ wenn ihr auch Vermögenswerte von GB angedient werden.

    Zitat von Jordan: https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20180116_tjn/source/ref_20180116_tjn.de.pdf
    „Auf die Zentralbanken trifft das Bild des «Geld aus dem Nichts» besser zu. Seit dem Zusammenbruch des Goldstandards kann Zentralbankgeld bei der Zentralbanknicht mehr in Gold ein getauscht werden. Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach «Geld zu drucken», wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

    • Jonas Hügli

      Vielen Dank für Ihren Beitrag

      Die SNB begreift die einfachsten ökonomischen Regeln nicht. Und das Schlimmste: Sie hält sich für unfehlbar. Sie beantwortet nur eine einzige Frage.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  36. Herr Meyer

    Hier vermischen und verknüpfen Sie wieder einmal ihr gesamtes SNB-Bashing Ritual, und zwar in der Bandbreite von

    Apero Riche über Bundesbern via SRF bis hin zum Rahmenprogramm mit Kommunismus.

    Da frag ich mich schon, wo denn die neuen Argumente sind.

    Meines Erachtens drehen Sie sich seit langer Zeit in einer Endlosschleife. Aber vielleicht gelingt es Ihnen ja mal, den gordischen Knoten zu durchschlagen. Ich möchte es Ihnen gönnen.

    Ich habe nichts gegen Ihre Kritk. Auch habe ich weder Aktien noch sonst irgendwelche Verbindungen zur SNB.
    Ich verfolge ganz einfach aus Neugierde Ihre Botschaften und Argumentation und bin leider so klug wie zuvor.

    Auch warte ich noch immer auf Ihre Stellungnahme betreffend meiner Argumentation über Schulden und Vermögen.

    Natürlich können Sie mich wieder als dumm oder ignorant bezeichnen; auch das gehört zu Ihrem Repertoire.

    Damit überzeugen Sie mich aber noch immer nicht.

    Mit freundlichen Grüssen
    Fred Handelsmann

    • Danke, Herr Meyer, für Ihre „Antwort“

      dann sind Ihnen meine Argumente betreffend der Vermischung von Vermögen und Schulden wohl allesamt entgangen oder Sie mögen sich gar nicht mehr daran erinnern???.

      Mit freundlichen Grüssen
      Fred Handelsmann

    • @ Fred Handelsmann

      Danke

      Die Verwechslung von Vermögen und Schulden ist der grösste Kapitalfehler der Geldtheorie. Darauf bin ich hier schon unzählige Male eigegangen.

      Wenn SNB Jordan behauptet (und auch der Chef der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann und auch der ehemalige Chef der Deutschen Bundesbank und heutiger Chef der UBS, Axel Weber) die Zentralbank würde bei einer Geldemission eigene Liquidität schaffen, womit sie sämtliche Schulden tilgen könne, so verwechseln diese Herren Schulden mit Vermögen der SNB.

      Ich denke, das habe ich doch nun schon viele Male erklärt.

      Ich beantworte hier eigentlich alle Fragen in den Kommentaren zu meinen Beiträgen (ausser die polemischen)

      Ich mag ich an Ihre spezifische Frage nicht erinnern.

      Bitte schreiben Sie, wann und wo ich eine Frage an Sie nicht beantwortet habe.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Fred Handelsmann

      Sehr geehrter Herr Handelsmann

      Ich warte immer noch darauf, dass Sie mir mitteilen, wann ich Ihnen keine Antwort gegeben habe.

      Freundluche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Fred Handelsmann

      Offensichtlich warte ich auf Ihre Antwort vergeblich.

      Sie haben einfach etwas geschrieben, das nicht stimmt, um Stimmung gegen mich zu machen.

      Wenn Sie Anstand hätten, so würden Sie sich jetzt entschuldigen.

      Marc Meyer

  37. Tja Herr Mayer……

    ZItat :
    Wenn die SNB eine Gutschrift gutschreibt, so fallen dadurch die Schulden der SNB nicht, sondern sie steigen.

    Das sollte eigentlich jedem Klar sein, ja dazu muss man über Geld und Finanzen eigentlich nicht mal viel wissen.
    Traurig das man so einfache Grundsätze noch erklären muss.
    Also mir schwant angesichts der Geldnaivität der allermeisten Schweizer nichts gutes.

    Ebenso kann ich mir gut vorstellen das linke Kreise in der Schweiz diese SNB-Schulden gar nicht Ernst nehmen und wenn …….sie darin sogar einen Hebel sehen um uns in die EU zu manövrieren.

    • @Walter Roth

      Danke.

      Ja einfachste Zusammenhänge werden von Herr Jordan falsch erklärt.

      Und die grosse Gefahr ist, dass wir wegen der SNB noch der EU beitreten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  38. Wer geht gegen Jordan vor……?

    Niemand.

    Die SVP und Blocher haben Hildebrandt gestürzt.
    Und sie sollten nun Jordan in die Schranken weisen.
    Richtig, ……..denn sonst tut es ja niemand.

    Aber warum hört man nichts mehr zum Thema ?
    Intern, unter gewissen Mitgliedern in der SVP ist es ein Thema, wird aber nahezu nur privat diskutiert.
    Die Sache mit Hildebrandt war wichtig und richtig, aber sie kostete die Partei auch viel Kraft, es war und ist eine sehr heisse Kartoffel.
    Im Volk wurde die Notwendigkeit dieser Sache aber kaum realisiert, ja Hildebrandt und die SNB im Gegenzug beinahe trotzig glorifiziert.
    Im Kampf gegen die SVP ist allen anderen jedes Mittel recht. Milliarden von irgendwo, die sind dabei kein Argument, zumal Links sowieso nicht versteht um was es dabei geht, die wissen nur wie man Geld ausgibt und nimmer viel mehr wie man hat.

    Die SVP hat also erkannt das die SNB ein heikles Thema ist, weil man dem Volk erst einmal erklären müsste was Geld ist und was die SNB tut.
    Aber die SVP ist ja überhaupt die einzige Partei die wichtige Dinge anpackt und sich durch viele Kämpfe wühlt, auch sie kann nicht alles, hat nicht für alles Kapazitäten ……und auch wenig Lust etwas anzupacken was so schwer vermittelbar ist.
    Auch unter den SVP-lern ist zudem das Unwissen in Sachen SNB und Geldtheorie ja stark verbreitet.

    In der jetzigen Situation die SNB anzugehen, dass wäre Parteipolitisch unklug, würde einen Kampf gegen grosse Teile der Industrie und deren überaus opportunistischen CEOs bedeuten, Leuten die meinen die Schweiz bestehe nur aus ihren Exporten.
    Das kann sie im Moment nicht auch noch leisten.

    ——————————

    Ich selber bin nun auf dem Gebiet ja kein Spezialist, aber ich erahnte schon vor Jahren das diese Schulden von irgendwem bezahlt, dass dafür geradegestanden werden muss.
    Bei den Summen kann nur das gesamte Volk der Schweiz haften.
    Wenn ich das mal irgendwo anspreche, so wechselt man lieber das Thema und sinniert dem neuen Wagen nach.
    Die politisch Ahnungslosen glauben das dort schon alles richtig gemacht würde und das ist denen auch nicht auszutreiben.
    Hier in der Schweiz kann man darüber nur diskutieren, wenn man in Besitze eines Zeugnisses ist, dass einem dazu die Befähigung attestiert.
    Siehe Jordans verhalten bei Anlässen an denen er redet, die anderen aber nichts dazu äussern sollen.

    Eine Debatte über das Thema SNB wäre aber für unser Land existentiell.

    • Herr Roth, dann verschaffen Sie sich doch entsprechend Gehör, wenn Sie können…. an Ihren eigenen Veranstaltungen, mit Ihren eigenen ausgefeilten Schriften, mit Ihrer eigenen Partei oder als Protagonist der Sünneli- und Geissenanbeter, bei der Organisation der endlich fälligen Revolution gegen alles, was Ihrer privaten rechtsgeschädigten Meinung nicht passt etc… – stürzen Sie Jordan, werden Sie Bundesrat!
      Aber einfach aus dem warmen Stübli ein bisschen herumlamentieren und pöbeln ist doch etwas gar billig, nicht? Zumal für einen genau jener Generation, welche die Schweiz an die Wand gefahren hat.

    • Sehr geehrter Herr Roth

      Ihre Analyse kann ich nachvollziehen. Ein weiteres Problem bei der SVP dürfte sein, dass es dort viele Exporteure gibt und die haben kurzsichtig von den SNB Milliarden profitiert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Walter Roth

      Ganz richtig, schlussendlich haften die Bürger, sollte das Eigenkapital der SNB negativ werden. Wir werden immer noch für dumm verkauft. In den 70er Jahren wurde negatives Eigenkapital ganz einfach verheimlicht. Heute sagt man die SNB könne mit negativem Eigenkapital leben.
      Zumindest müsste man darauf hinweisen, dass dies nur dank der Bürgschaft durch den Bund und indirekt via der Steuerzahler überhaupt möglich ist.
      Fakt ist: Die SNB kann auf sich allein gestellt nicht mit negativem Eigenkapital leben!

      Vgl. Fussnote 10 auf Seite 9
      https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

      10
      In beiden Fällen verfügte die SNB damals über negatives Eigenkapital, das jedoch nicht ausgewiesen wurde; 1971 aufgrund einer Garantie des Bundes – die als Schuldverpflichtung des Bundes in der Bilanz der SNB aktiviert wurde, aber nie in Anspruch genommen werden musste –und 1978 aufgrund der Aktivierung von stillen Reserven. Im Unterschied zu den 1970er Jahren würde die SNB heutzutage negatives Eigenkapital offen und transparent ausweisen.

    • 2 Herr Mayer……
      natürlich ist Eigennutz auch in der SVP ein starkes Motiv. es sind ja auch Menschen.
      Trotzdem ist es die Partei die das schlimmste regelmässig verhindert, oder es jedenfalls versucht.

      ————————-
      @ Just do it
      vom 14. Februar 2018 / 11:02

      Tja, machen Sie sich bloss keine Sorgen. Was sie sagen werde ich tun, sowie sich mir Gelegenheit bietet.
      Es kommt der Tag an dem wir den Augiasstall ausmisten, gründlich und ohne Rückstände.

      Sie hingegen sind bloss ein Feigling, denn sie stehen nicht mal mit Ihrem Namen für ihren Stuss gerade.

    • Hurry up! Mister Roth – soviel Zeit bleibt Ihnen nicht mehr…
      Aber schön, dass Sie zwischenzeitlich mit Ihrem eigenen Namen zu Ihrem eigenen Stuss stehen, den Sie immerhin auf IP noch absondern dürfen.

    • @Walterli

      Grosse Klappe, nichts dahinter! Sie sind einfach ein Dampfplauderi. Glauben Sie, die Welt hat auf Ihre Besserwisserei gewartet? You dreamer!

      Opa, machen Sie Platz und geniessen Sie Ihre vermeintliche heile Welt in Appenzell. Dort sind Sie bestens aufgehoben. Am besten holen Sie Laura Stern dazu, damit Sie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen können. Die zwei unverstandenen Siebengescheiten!

    • @Jonas Hügli

      Genau. Die SNB aktivierte damals stille Reserven. Das kann sie heute nicht mehr.

      Bei negativem EK ist die SNB handlungsunfähig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ach ja wie niedlich…………..

      Zitat :
      Laura Watcher
      14. Februar 2018 / 19:08

      @Walterli

      Grosse Klappe, nichts dahinter! Sie sind einfach ein Dampfplauderi. Glauben Sie, die Welt hat auf Ihre Besserwisserei gewartet? You dreamer!

      Opa, machen Sie Platz und geniessen Sie Ihre vermeintliche heile Welt in Appenzell. Dort sind Sie bestens aufgehoben. Am besten holen Sie Laura Stern dazu, damit Sie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen können. Die zwei unverstandenen Siebengescheiten!
      ————————————-
      Also Sie sind jedenfalls keine der Sieben…..
      Denn vor allem wollen sie beleidigen, wo eine scharfe Klinge ( Rhetorisch ) besser helfen würde.

      Und Opa bin ich auch nicht, aber ich habe einen breiten Horizont den sie nicht zu haben scheinen.
      Tja, den bekommt man erste wenn man lange Jahre liest und die Augen offen hält.
      Also du Junges dummes Tö……..
      Lass es sein, den als Appenzeller habe ich ne Haut wie ein Büffel, da kommst Du nicht durch.

  39. Zunächst einmal hat die SNB keine Schulden, sondern führt negative „Girokonten inländischer Banken“:

    https://www.snb.ch/de/iabout/snb/annacc/id/snb_annac_balance

    Das ist quasi der festgeschriebene historische Einstandskurs der „Devisenanlagen“ auf der Aktivseite, wie er sich auf den „Girokonten inländischer Banken“ auf der Passivseite manifestiert hat.

    Da aber die SNB demnächst die „Devisenanlagen“ zu einem höheren Kurs verkaufen will als zu dem auf den „Girokonten inländischer Banken“ festgeschriebenen, um ein positives „Jahresergebnis“ zu erzielen, stehen ihr alle Mittel der Geldpolitik zur Verfügung, um das eigene Geld schlecht und somit die „Devisenanlagen“ wertvoll zu machen.

    D. h. anders als die Zentralbanken der Währungen in den „Devisenanlagen“ wird die SNB länger an den Negativzinsen festhalten, so daß es angesichts der Zinsen und Gewinnmöglichkeiten anderswo unattraktiv ist, weiterhin im schweizer Frankeninvestiert zu sein.

    – Betrug ist der Krämer Acker und Pflug –

    oder

    – Ohne Schwindel ist nichts zu verkaufen –

    Letztlich ist die SNB so etwas wie ein allmächtiger Krämer, der die Leute in die anderen Läden treibt, weil so der Notenbankgewinn hoch ausfällt.

    • Guten Morgen Herr Fuchs

      Die SNB betrachtet sich als allmächtiger Krämer. Aber das ist sie nicht. Sie kann sich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, wie SNB Chef Jordan meint.

      Bei negativem Eigenkqpital müssen die Steuerzahler einspringen oder wir führen den Euro ein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer,

      m. E. befinden Sie sich – verständlicherweise – gedanklich noch zu sehr in der Wirtschaftswelt von gestern.

      Damals hatte jede europäische Nation ihre eigene Währung und die meisten davon waren schwach.

      Heute ist die kleine Schweiz vom riesigen Europa mit nur noch einer Währung umzingelt.

      Denken Sie wirklich, Herr Jordan würde die Zinsen anheben, um Ihre Prophezeiungen wahr und die Sparer glücklich zu machen um den Preis einer wirtschaftlich kollabierenden Schweiz?

      Mit freundlichen Grüssen

      Benny Fuchs

    • @Benny Fuchs

      Mein Hauptanliegen hier ist es,,darauf aufmerksam zu machen, dass die SNB sich nicht an den eigenen Haaren dereinst aus dem Sumpf ziehen kann.

      Freundluche Grüsse

      Marc Meyer

    • Vielen Dank schlauer Fuchs für ihre Klarstellung. Der Meyer seine Texte wie immer Irr und Wirr, vom Thema keine Ahnung. Es scheint da einen Zusammenhang mit der Partei Schweizer VerblödungsPartei SVP zu geben. Deren Exponenten im Zusammenhang mit der SNB auch immer wieder durch völligen Unsinn und Blödsinn gegenüber der SNB auffallen. Der Meyer ist oder war Mitglied der SVP. Immerhin hat er mal um ein politisches Mandat als SVPler kandidiert. Nur Dummköpfe verstehen nicht: die SNB ist Schuldner und Gläubiger in einer „Person“ (gemeint die Rechtseinheit SNB). Sie schuldet mit dem aus dem Nichts geschöpften Geld nur sich selber was, niemand anders hat Rechte darauf. Das verstehen SVP-Dummköpfe aber nicht wie ich in anderen Diskussionen feststellte.

    • Guten Tag, Herr Meyer,

      zukünftig muß sich die SNB gar nicht an den eigenen Haaren dereinst aus dem Sumpf ziehen.

      Sie muß nur die Geldpolitik weiter derart extrem gestalten, so daß der schweizer Franken eine in jeder Hinsicht unattraktive Währung ist.

      Dazu hat sie die Macht und umfängliche Möglichkeiten.

      Mit freundlichen Grüssen

      Benny Fuchs

    • @ Heinz Kremsner
      14. Februar 2018 / 12:24
      ————————
      Kremser, können sie vor lauter geifern gegen die SVP noch einen klaren Gedanken fassen…..?

      Ohne diese SVP würden wir heute gar keine solchen Diskussionen mehr führen, dass könnte man sich sparen, denn die EZB würde sich um unser ausplündern kümmern.
      Sie müssten vielleicht mit 600 Euro Pension auskommen, und am Arbeitsplatz hätten Flüchtlinge Vorrang in der Besetzung.

    • @Benny Fuchs

      Das sehe ich anders: Der Wert von Notenbankgeld ist nicht gleich dem Aussenwert des Frankens.

      Vergleich: Wenn die CS Konkurs ginge, so würde der von der CS emittierte Teil der Geldmenge an Wert verlieren. Nicht der Aussenwert der Währung.

      Die SNB stellt auch nur geringen Teil der gesamten Geldmenge in Franken her (M0).

      Dieser Teil kann nicht mit dem gesamten Aussenwert des Frankens gleichgesetzt werdrn.

      D.h. die SNB kann Konkurs gehen, ohne dass der Franken analog auf null fällt.

      Frundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Morgen Herr Meyer,

      eine Notenbank kann auch mit der größten Unterbilanz nicht Konkurs gehen, da sie als Schöpferin von Zentralbankgeld weiterhin zahlungsfähig bleibt, wenn der Wert des geschöpften Geldes nicht ins Bodenlose fällt.

      Das ist das, was die SNB von der Reserve Bank of Zimbabwe trennt.

      Außerdem stellt eine Zentralbank nur die Heimatwährung her und tauscht diese gegen andere Währungen.

      Deshalb gerade ist es Privaten verboten, vergleichbar zu handeln (klick).

      Das lernt man im Grunde schon als Kind beim Comiclesen.

      Mit freundlichen Grüssen

      Benny Fuchs

    • @Benny Fuchs

      Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein.

      Warum?

      Weil es ja darum geht, die Passivseite zu verkürzen.

      Das geht nur, wenn die Aktivseite verkürzt wird. D.h Vermögen verkauft wird.

      MfG

    • Guten Tag, Herr Meyer,

      wenn Ihnen nicht die wirtschaftlichen Grundlagen dessen nicht bekannt sind, über was wir hier diskutieren, ist ein weiterer Austausch leider sinnlos:

      „Zentralbankgeld ist Bargeld und Sichtguthaben bei der Zentralbank (die jederzeit in Bargeld umgetauscht werden können).

      Zentralbankgeld ist risikolos, da die Zentralbank in ihrer eigenen Währung stets die benötigte Liquidität selbst schaffen kann.“

      http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/zentralbankgeld.html

      Mit freundlichen Grüssen

      Benny Fuchs

  40. Was soll dieses alberne Schuldengerede, Herr Meyer? Alle Finanzunternehmen und auch alle Zentralbanken besitzen solch gigantische Bilanzsummen. Die UBS besitzt sogar noch mehr „Schulden“. Die SNB-Eigenkapital-Quote ist im Vergleich sogar extrem hoch. Die SNB war bislang mit ihren Investments eben sehr glücklich. Das kann sich natürlich ändern und eine kleine Korrektur haben wir gerade gesehen, aber pleite wird die SNB nie gehen, selbst wenn das Eigenkapital wegen schlechter Investments mal ins Negative geht. Mit ihrer wirren von Verbitterung geprägten Theorie liegen sie da einfach völlig falsch, auch wenn sie sie noch so oft wiederholen.

    • @ Kassandro

      Jajaaaaa……

      Die ganze Welt hat Schulden riesigen Ausmasses…..
      also warum sollen wir da nicht auch mitmachen.
      An Ihnen scheint jede Logik und jedes Argument / Thema das wir hier schon diskutiert haben, spurlos vorübergegangen zu sein.

      Warten sie mal ab was passiert wenn der Euro stolpert……

      „SNB kann nie Pleite gehen“ ….. ja warum haben wir dann Sorgen mit der AHV…….. die SNB ist die Rettung, denn sie kann ja nie……. Also Schulden sind demnach etwas positives da ohne Risiko, wenn ich ihren Worten folge.

      Also ich hatte immerhin mal eine eigene Firma, dass macht mich nicht zum Geldspezialisten, aber es hat mir ein gesundes Empfinden für die Realität verschafft.

    • @kassandro

      Beim Dollar ist die SNB schon bei 4.30 eingestiegen und beim Euro hat sie bei 1.45 für 200 Milliarden eingekauft.

      Zudem exportiert die SNB Kaufkraft ins Ausland.

      Sind das gute Investitionen.

      Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen die Banken Wertberichtigungen auf ihren Guthaben bei der SNB vornehmen und können an Stelle der SNB Konkurs gehen.

      Ihr persönlichen Angriffe auf meine Person möchten Sie bitte unterlassen.

      MfG

    • @Walter Roth

      Als Unternehmer wissen Sie: Von nichts kommt nichts.

      Nur die SNB und ihr Chef verstehen das nicht und meinen: „Geld aus dem Nichts.“

      Unglaublich, wie schwer sich einige Kommentatoren damit tun.

      MfG

  41. Immer dieselbe Leier von Marc Meyer.

    Er kann oder will nicht begreifen, dass für das Schweizerische Notenbüro SNB andere Spielregeln gelten, als für eine kommerzielle Bank.

    Ziemlich ermüdend.

    • Thomas Ersnst………….

      Das Sie ihren Irrtum eines Tages begreifen werden, davon bin ich fest überzeugt.
      Leider wird ihre Erkenntnis aber erst dann erfolgen wenn unser Land am Abgrund steht, oder schon in den gefallen ist.
      Aber wie ich auch immer schreibe, wir das Volk, zu dem gehöre ich nämlich auch, werden die Verantwortlichen dereinst zur Rechenschaft ziehen.
      Wie wäre es, wenn sie hier unter ihrem Echtnamen schreiben würden…..?
      Nur damit sie nicht einfach vergessen gehen.

    • @Thomas Ernst

      Für das Schweizerische „Nationalbüro“ gelten die genau gleichen Spielregeln.

      Wie verwechseln Nationalbüro und kommunistisches Büro.

      Herr Jordan will das nicht begreifen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer

      Richtig Lesen hilft. Ich verwende den Begriff „Notenbüro“ statt Nationalbank, um zu betonen, dass die SNB keine gewöhnliche Bank ist, ebensowenig wie die EZB, die FED und alle anderen Institute, welche eine Währung herausgeben können.

      Natürlich führen diese alle eine klassische doppelte Buchhaltung. Im Gegensatz zu jeder anderen Firma könnte das SNB aber sein Eigenkapital per blossem Beschluss erhöhen, da das SNB als einzige Organisation der Welt echte Schweizer Franken herstellen darf.
      Alle anderen Firmen müssen irgendwelche Investoren oder Gläubiger finden, welche ihnen Geld geben, wenn sie mehr benötigen.

      Dieses Privileg macht das SNB so einzigartig. Das Privileg wird von den Institutionen (Behörden, Gerichte, Polizei, Armee, Politik, …) geschützt und gestützt.

      Das echte Eigenkapital des SNB hat nichts mit dem Aktienkapital dieser Schein-AG zu tun. Das Kapital ist die gesamte CH-Volkswirtschaft.

      @Walter Roth
      Was wollen Sie inhaltlich zur Diskussion beitragen? Und wieso glauben Sie, ich schreibe unter Pseudonym? Vielleicht weil Sie eines benutzen?

    • Thomas Ernst………….

      Ich will gar keine Diskussion um Finanz-Mechanismen führen.
      ——————————
      Was ich möchte, ist über Verantwortung reden.
      ——————————
      Das muss aber getan werden, weil die Finanzer alle Eventualitäten bedenken, aber offenbar Moral und Ethik für die nie ein Faktor in ihrem Tun ist.
      Sie gehören zu denen die meinen, wenn etwas nicht im Gesetzbuch steht, sollte es auch getan werden.
      Im Falle der SNB meinen Sie selber offenbar, man dürfe alles, solange es die Menschen nicht durchblicken.

      Wer einmal selber Geschäfte machte und sich sein Geld verdiente, der sollte eigentlich wissen was ehrliches geldverdienen ist.
      Aber mir scheint sie alle wollen davon nichts wissen, den die Realität würde ihnen das Handwerk legen.
      Es wäre zu Ende mit den Geld verdienen aus Luftnummern, aus geschickter Umverteilung zu Lasten anderer.
      Aber seien sie versichert, es wird passieren, ihnen allen wird das Handwerk gelegt, früher oder später.

    • @Thomas Ernst

      Die SNB kann nur dann aus Fremdkapital Eigenkapital machen bzw. ihre Gläubiger enteignen, wenn das Volk dem zustimmt.

      Ich denke er nicht, dass die Schweiz Kommunismus will.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer