UBS-Präsident Axel Weber wird sein blaues Wunder erleben – mit der Zahlungsunfähigkeit der SNB

Axel Weber hat zwei Seelen in seiner Brust: eine als Ex-Notenbanker, eine als UBS-Präsident. Als Präsident der Deutschen Bundesbank hatte der Deutsche Weber gesagt, es gäbe keine Einlösungsverpflichtung der Deutschen Bundesbank für eine Banknote. „Wirtschaftlich gesehen sind unsere Banknoten eine Verbindlichkeit des Eurosystems. Dabei handelt es sich aber eher um eine abstrakte Verpflichtung. Wer der Bundesbank eine vom Eurosystem herausgegebene Banknote vorlegt, erhält die Note allenfalls gewechselt, jedoch nicht etwa in Gold oder andere Vermögenswerte umgetauscht.“

Als Bundesbankpräsident meinte Axel Weber also, gegenüber einer Banknote habe eine Zentralbank keine Verpflichtung. Das heisst, eine Zentralbank müsse jener Geschäftsbank, welche bei ihr ein Guthaben besitzt, dieses nie mehr zurückzahlen – und das, obwohl es sich klar um eine Verbindlichkeit, eine Schuld, der Zentralbank gegenüber der Geschäftsbank handelt.

Wenn also eine Geschäftsbank einen Teil ihres Vermögens bei der Zentralbank parkiert, so können die Geschäftsbanken diese Investition nie mehr von der Zentralbank abziehen und in einen anderen Vermögenswert wie Gold oder beispielsweise in eine andere private Unternehmung investieren. Die Zentralbank gäbe der Geschäftsbank gegen eine Banknote einfach immer nur wieder eine Banknote.

Das einzige, was eine Geschäftsbank tun kann, ist, sich die Banknote bei der Zentralbank gutschreiben lassen. Die Geschäftsbank kann also eine Banknote gegen Giroguthaben bei der Zentralbank tauschen und dieses Guthaben wieder gegen Banknoten tauschen und so im Kreis herum tauschen – aber sie komme nie mehr aus ihrer Investition bei der Zentralbank heraus. Sie könne nie etwas anderes von der Zentralbank erhalten als eben Notenbankgeld.

Die logische Konsequenz aus dieser Behauptung wäre also, dass die Guthaben der Banken bei einer Zentralbank nie mehr zurückgehen könnten. Denn wenn die Zentralbank gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld gibt, verringert sich die Notenbankgeldmenge, als Banknoten und Guthaben bei der Zentralbank zusammen, nie mehr.

Heute ist Axel Weber Präsident der UBS, der grössten Schweizer Bank. Jetzt befindet er sich plötzlich gegenüber der Zentralbank – bei einer Geschäftsbank.

Betrachten wir nun einmal den letzten Quartalsbericht der UBS für das 3. Quartal 2017. Bald folgt ja jener für das 4. Quartal. Da die SNB per Ende 2017 rund 500 Milliarden Sichtverbindlichkeiten in ihrer Bilanz allein bei Schweizer Banken ausweist, müssen diese Verbindlichkeiten bei den Schweizer Banken als Guthaben verbucht und ersichtlich sein.

Und richtig: Die UBS verbuchte im 3. Quartal 2017 sage und schreibe 95 Milliarden „cash and balances with central banks“, zu deutsch: „Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken.“ Diese Position hatte Anfang 2017 108 Milliarden betragen und Ende Juni genau 100 Milliarden Franken.

Wir halten also fest: Die Position „Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken“ sank im vergangenen Jahr von 108 Milliarden auf 95 Milliarden Ende September. Damit ist schlüssig bewiesen, dass die UBS ihre Zahlungsmittel und Guthaben bei der SNB abgebaut hat, entgegen der Behauptung von Axel Weber, eine Zentralbank würde nicht zulassen, dass die Notenbankgeldmenge abgebaut werden könne.

Die Behauptung, eine Notenbank gebe gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld heraus ist gleichbedeutend mit der Behauptung, eine Notenbank würde nicht zulassen, dass die Notenbankgeldmenge sich verringert.

Fairerweise muss hier aber gesagt werden, dass SNB-Chef Thomas Jordan dieselbe Irrlehre kolportiert wie sein ehemaliger deutscher Kollege von der Deutschen Bundesbank. Jordan behauptete ja in seinem Grundsatzreferat wörtlich:

„Will jemand von Ihnen der SNB eine Banknote (sozusagen Ihr Kredit an die Nationalbank) zurückgeben und den entsprechenden Gegenwert einfordern, händigen wir Ihnen einzig eine neue Banknote mit gleichem Nennwert aus. Sie haben also keinen Anspruch darauf, eine Banknote im Austausch gegen einen anderen Vermögenswert zurückzugeben.“

Korrekterweise verbucht die SNB die Guthaben der Banken bei der SNB als „Sichtverbindlichkeiten“ (siehe Posten „übrige Sichtverbindlichkeiten“). Was bedeutet der Ausdruck „Sichtverbindlichkeit“? Er bedeutet, dass die SNB „aus Sicht“, sofort, ihre Schuld bei den Banken zurückzahlen muss, wenn die Banken das fordern.

Und wie kann die SNB ihre Schuld zurückzahlen?

Mit Notenbankgeld, wie Thomas Jordan und Axel Weber behaupten? Mitnichten. Genau das kann sie nicht. Auch Christoph Zenger, Vollgeldsympathisant, hat das in seinem letzten Beitrag behauptet. Aber genau das ist falsch. Die Notenbank kann ihre Schulden nur mit Vermögen in ihrer Bilanz zurückzahlen – niemals aber mit Notenbankgeld.

Würde die SNB der UBS einfach Banknoten aushändigen, und behaupten, die Schuld der SNB bei der UBS sei dadurch beglichen, so könnte der Posten „Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken“ sich im vergangenen Jahr bei der UBS nicht reduziert haben.

Jordan und Axel Weber sind damit ein und für allemal widerlegt. Es erstaunt, dass ein UBS-Präsident solche Lappalien nicht versteht: Könnte die UBS ihre Forderungen bei der SNB von nunmehr 95 Milliarden Franken nie mehr abziehen und müsste darauf sogar noch einen Minuszins bezahlen, so müsste Weber sie aus der Bilanz der UBS herausstreichen. Das ergäbe eine Wertberichtigung von über 10 Prozent der UBS-Bilanzsumme und bedeutete den Konkurs der UBS.

Was können wir daraus ableiten? Auch die Zentralbankpräsidenten „plappern“ einfach alles einander nach – ohne selber zu überlegen. Ich kann es leider nicht anders ausdrücken.

Irgendjemand hat einmal behauptet, die Aufhebung des Goldstandards bedeute, dass ein Privatmann bei einer Zentralbank für eine Banknote kein Gold mehr einfordern könne. Das ist korrekt. Aber die Schlussfolgerung daraus ist haarsträubend.

Ein Privater kann keine Banknote gegen Gold eintauschen, weil die Zentralbanken keine Geschäfte mit Privatpersonen betreiben. Aber daraus zu folgern, dass die Notenbankgeldmenge deshalb von Fremdkapital zu Eigenkapital oder „Quasi-Eigenkapital“ mutiert, welches nie mehr zurückbezahlt werden muss, ist ein Trugschluss.

Ein Privater kann jederzeit auf die Bank gehen und mit seiner Banknote Gold kaufen. Die Bank kann diese Banknote jederzeit gegen Giroguthaben eintauschen und die Bank kann ihr Giroguthaben jederzeit eintauschen gegen Gold oder Aktien oder Obligationen.

Auch wenn ein Privater seine Banknoten nicht direkt bei der SNB gegen Gold eintauschen kann, so kann er dies dafür indirekt über eine Bank mit Konto bei der SNB.

Offenmarktpolitik funktioniert nur so, indem die Zentralbank am offenen Markt Gold und Wertschriften kauft und verkauft. Soll die Geldmenge reduziert werden, so muss die Zentralbank logischerweise umgekehrt einen entsprechenden Teil ihres Vermögens, ob Gold oder Wertschriften, verkaufen – es gibt keine andere Möglichkeit.

Allein buchhalterisch kann man beweisen, dass eine Zentralbank ihre Schulden nur abbauen, ihre ausstehende Notenbankgeldmenge nur verringern, kann, wenn sie beide Seiten ihrer Bilanz beidseitig um gleichviel verringert. Sie kann nicht rechts verringern ohne auch links.

Die SNB kann ihre Passivseite schon gar nicht verkürzen, ihre Notenbankgeldmenge nicht verringern, indem sie noch mehr Geld in Umlauf bringt. Das würde die Bilanz im Gegenteil noch mehr verlängern. Nein, sie muss Vermögen verkaufen. Das ist common sense.

Die Zentralbanker behaupten, Notenbankgeld sei gesetzliches Zahlungsmittel und deshalb könne eine Notenbank nicht illiquide werden. Nicht nur Axel Weber und Thomas Jordan behaupten das, sondern sogar der Schweizer Bundesrat, und das Parlament bemerkt den Irrtum nicht. Es gibt dort offenbar keine einzige Leuchte, die der Buchhaltung kundig wäre.

Axel Weber schrieb in der Broschüre der Deutschen Bundesbank: „Die Zentralbank kann deshalb im Inland bzw. im eigenen Währungsgebiet nicht illiquide, also zahlungsunfähig werden. Sie zahlt immer mit Geld, das sie selbst schaffen kann.“ Weber meint also tatsächlich, bei Notenbankgeld handle es sich um liquides Vermögen der Deutschen Bundesbank. Auch da irrt er gewaltig und begeht einen wahren Kapitalfehler.

Der Schweizer Bundesrat behauptete in seiner Antwort auf die Motion „Einführung einer Verschuldungslimite für die Nationalbank“: „Im Unterschied zu Geschäftsbanken kann die Nationalbank nicht illiquid werden in Franken.“

Sogar der Bundesrat fiel auf den Irrtum ihres Zentralbankchefs herein. Thomas Jordan selber behaupte in seinem Grundsatzreferat:

„Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann. (…) Da es sich zudem bei den Noten und den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, sind diese Verbindlichkeiten auch nicht im eigentlichen Sinne einforderbar, sondern können einzig – als gleichwertige gesetzliche Zahlungsmittel – gegeneinander getauscht werden. (…) hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen ‚aus dem Nichts‘ zu begleichen.“

Die Irrlehre unserer Zentralbankchefs ist somit eindeutig. Er behauptet, Notenbankgeld sei „liquides Vermögen der SNB“ und damit gesetzliches Zahlungsmittel für die Schulden der SNB.

Werfen wir einen Blick ins Gesetz, ob die Behauptung der Zentralbankchefs und des Bundesrates stimmen. Im Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel steht: „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

Das Gesetz legt also fest, dass „Sichtguthaben“ Zahlungsmittel sind. Die SNB besitzt aber keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten. Umgekehrt: Die UBS und die Banken besitzen Sichtguthaben bei der SNB. Daraus folgt: Die Banken dürfen jederzeit bei der SNB ihre Guthaben zurückfordern und die SNB muss ihren dafür einen Vermögenswert übertragen.

Die Guthaben der Banken bei der SNB sind also keineswegs gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB – im Gegenteil – sie sind gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken. Die Banken dürfen mit diesen Guthaben bezahlen – die SNB nicht. Die SNB muss annehmen.

Man kann es nochmals anders formulieren: Die SNB hat von den Banken ein befristetes Darlehen auf Sicht aufgenommen, um damit Euros zu kaufen. Wenn die Banken wollen, dürfen sie dieses Sichtguthaben auf Sicht – also sofort – abheben und damit Euros oder anderes kaufen. Die SNB muss dann liefern.

Im obigen Gesetz ist zudem festgehalten: „(Die SNB) nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück.“

Banknoten sind somit genauso ein auf Sicht befristetes Darlehen der Banken an die SNB wie die Giroguthaben. Die SNB muss Banknoten jederzeit zurücknehmen – so steht es im Gesetz –, trotz anderweitiger Behauptung der Notenbankchefs. Axel Webers und Thomas Jordans Irrlehre ist damit abermals widerlegt.

Was sind die Konklusionen?

Der immense Jahresgewinn der SNB von 54 Milliarden Franken, den sie gestern für das Jahr 2017 verbuchte, ist trügerisch. Warum? Erstens hat die SNB nach eigenen Angaben den Euro gestützt. Geht man davon aus, dass der Euro um 10 Prozent tiefer notieren würde ohne SNB-Stützungskäufe, würde allein dies eine Wertberichtigung von rund 80 Milliarden bedeuten. Die SNB wäre also in den tiefroten Zahlen.

Die Investitionen der SNB im Ausland auf Kosten der Schweiz unterstützen die ausländischen Volkswirtschaften. Diese Investitionsimpulse fehlen hierzulande und schaden ein Vielfaches des Währungsgewinnes.

Man darf nicht vergessen, dass die SNB Dollars seit dem Kurs von 4.30 Franken in ihren Büchern hat und für über 200 Milliarden Euros bei über 1.40 gekauft hat. Das sind alles gewaltige Verluste zulasten der Steuerzahler.

Der Euro hat ein gutes Jahr hinter sich. Das kann sich rasch ändern. Eine Korrektur von 10 Prozent und mehr liegt jederzeit drin; das kann über Jahre geschehen – oder innerhalb Stunden. Dann ist das Eigenkapital der SNB bald weg, und es droht negatives Eigenkapital.

Im Falle von negativem Eigenkapital wird die SNB zahlungsunfähig. Die Behauptungen von Axel Weber, Thomas Jordan und dem Bundesrat sind dann schnell Makulatur. Die Banken werden ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen, weil die SNB nicht zahlen kann – so oder so.

Es können dann Banken Konkurs gehen – wegen der SNB.

Und nun zurück zu Axel Weber: Der UBS-Präsident wird dann plötzlich hart aus seinem bilanziellen Dornröschenschlaf gerissen. Er wird zur Kenntnis nehmen müssen, dass seine Bank, die UBS, fast 100 Milliarden Guthaben bei der SNB hat, die nicht mehr gedeckt sind.

Seine Aktionäre werden ihn dann drängen, die SNB zu verklagen, weil sie ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen kann und behauptet hat, die Gläubiger der SNB seien genau gleich gut gestellt, ob die SNB positives oder negatives Eigenkapital hat.

Genau gleich wird es der CS gehen, welche über 100 Milliarden der SNB geliehen hat und mit grosser Wahrscheinlichkeit im selben Dornröschenschlaf ruht wie die UBS. Dasselbe gilt auch für die übrigen Schweizer Banken, welche allesamt auf die Irrlehre der Zentralbankchefs hereingefallen sind. Der Bundesrat hat’s mit seiner Blauäugigkeit vorgemacht.

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283 Kommentare zu “UBS-Präsident Axel Weber wird sein blaues Wunder erleben – mit der Zahlungsunfähigkeit der SNB

  1. Hallo Herr Meyer
    Kann Cash, dass die Notenbank phys. im eigenen Tresor lagert als Asset in der Bilanz betrachtet werden? evtl einen Verlust ausgleichen?
    MfG

  2. Nachtrag II

    Einsperrung von Kundenguthaben bei der SNB widerspricht dem freien Kapitalverkehr und wäre nicht durchsetzbar

    Ein Kommentator, Rico Meier, 18. Januar 20 Uhr 35, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass viele Argumente bezüglich der „Einsperrung von Guthaben bei der SNB“ bereits in meinem damaligen Beitrag „Schurkenstaat Schweiz?“ (3.9.2014) zur Sprache kamen und es sinnvoll wäre, diese hier nochmals aufzuzeigen.

    https://insideparadeplatz.ch/2014/09/03/schurkenstaat-schweiz/

    Gerne komme ich diesem Wunsch nach:

    Die Behauptung von SNB-Präsident Jordan (auch vorgestern Abend wieder), wonach ein Bank kein Recht darauf habe, von der SNB etwas anderes als Notenbankgeld zu verlangen, wäre nicht nur widerrechtlich, sondern würde dem internationalen freien Kapitalverkehr diametral zuwiderlaufen.

    Die SNB könnte eine „Einsperren von Bankguthaben“ auch international niemals durchsetzen.

    Was bedeutete die „Einsperrung“ von Bankguthaben durch die SNB?

    Angenommen, die SNB würde gegen Banknoten nur Sichtguthaben auszahlen und umgekehrt: Was wären die Folgen?

    Beispiel: Eine ausländische Bank gewähre der SNB ein Giroguthaben. Sie verkaufe der SNB für eine Milliarde Franken Euros und erhalte dafür Schweizerfranken als Guthaben bei der SNB gutgeschrieben. Nehmen wir einen Kurs von 1.20 an.

    Die Bank verkauft also der SNB 1 Milliarden Euros und erhält dafür 1.2 Milliarden Franken Giroguthaben bei der SNB gutgeschrieben.

    Die ausländische Bank kauft verkauft Euro gegen Franken, weil sie davon ausgeht, dass der Euro fällt und der Franken steigt. Die SNB umgekehrt kauft die Euros gegen Franken, weil sie den Euro stützen will.

    Nun falle der Franken zum Euro auf eins zu eins.

    Da die ausländische Bank bei der SNB ein Frankenguthaben von 1.2 Milliarden besitzt, und denkt, der Franken steige nun nicht mehr weiter, beschliesst sie, ihre Franken bei der SNB wieder in Euro zurück zu wechseln.

    Da die SNB gegenüber der ausländischen Bank eine Sichtverbindlichkeit eingegangen ist, und selber ein Sichtguthaben bei der SNB besitzt, hat die ausländische Bank das Recht, ihre Franken bei der SNB wieder in Euro umzuwechseln. Die ausländische Bank erteilt der SNB also den Auftrag, ihr auf ihr Konto bei der EZB 1.2 Milliarden Euro auszuzahlen.

    Die ausländische Bank hat nun also einen Währungsgewinn von 200 Millionen Franken erzielt. Ein gutes Geschäft.

    Demgegenüber hat die SNB ein schlechtes Geschäft gemacht: Sie hat 1 Milliarden Euros gekauft zu 1.2 Milliarden Franken und muss nun stattdessen 1.2 Milliarden Euros zurückzahlen gegen 1.2 Milliarden Franken. Kann sie das nicht, so ist sie Konkurs

    Kann nun die SNB kommen und sagen: Wir zahlen der ausländischen Bank keine Euros aus? Die ausländische Bank hat ein Sichtguthaben bei der SNB von 1.2 Milliarden Franken und die SNB hat eine Sichtverbindlichkeit gegenüber der ausländischen Bank von 1.2 Milliarden Franken.

    Kann die SNB argumentieren, die ausländische Bank müsse ihr Guthaben bei der SNB einer anderen Bank verkaufen, welche ein Konto bei der SNB besitzt? Wer aber will SNB-Geld, wenn genau bekannt ist, dass die SNB dieses gar nicht mehr zurückzahlen kann, weil nicht mehr genügend Vermögen vorhandenist?

    Das ist unvorstellbar. Die SNB darf keinen Investor bei sich „einschliessen“, so dass dieser nie mehr aus der SNB-Investition herauskommt. Sie kann auch nicht sagen, er soll schauen, dass jemand anders bei der SNB in Frankeninvestiert. Sie könnte dieses maximal für 1 Milliarde verkaufen – weil die SNB 20 Prozent zu wenig Vermögen hat, was alle wissen. Die Bank hat aber Anrecht auf 1.2 Milliarden.

    Das wäre vergleichbar mit einem Unternehmen, das bei Auslauf einer Obligationenschuld den Investoren sagen würde, diese sollen die fällige Obligation einem anderen Investor verkaufen und so schauen, dass sie zu ihrem Geld kommen.

    Oder das wäre vergleichbar mit einem Hausbesitzer, welcher der Bank frech sagt, wenn diese den Hypothekarkredit zurückfordert, sie solle diesen Hypothekarkredit gefälligst einer anderen Bank verkaufen und so schauen, wie sie zu ihrem Geld kommt.

    Auch das wäre unvorstellbar.

    Die Schweiz käme unter enormen politischen Druck aus dem Ausland, um hier parkiert Geld herauszurücken. Das war auch die Argumentation in meinem damaligen Beitrag Schurkenstaat Schweiz?“

    Es sind nun seit jenem Beitrag über 3 Jahre verflossen – und die SNB und ihr Chef haben immer noch nicht verstanden.

    Dieses Jahr weist die SNB einen hohen Gewinn aus, aufgrund von Kursgewinnen in Euro und Dollar.

    Wäre nun die Argumentation von Axel Weber korrekt, wonach auch die Deutsche Bundesbank gegen Euros auch nur Euros auszahle, so könnte die SNB ihre Gewinne auf dem Euro auch nicht realisieren, sofern sie ihre Euros bei der Deutschen Bundesbank angelegt hat.

    Sie müsste im Euro bleiben oder einen anderen Investor finden, der für diesen enormen Betrag Euro gegen Franken verkaufen will. Das wäre bei negativem Eigenkapital der Deutschen Bundesbank auch nur mit einem grossen Abschlag verkäuflich. Die SNB hat aber ein Recht auf eine Rückzahlung ihres Guthabens in Euro bei der Deutschen Bundesbank – und zwar zum offiziellen Wechselkurs.

    Auch die SNB will ja einmal ihre Euros verkaufen – was würde sie sagen, wenn die Deutsche Bundesbank sagen würde: Kommt nicht in Frage. Schauen Sie selber, wo sie ihre Euros loswerden.

    Aber auch ganz abgesehen von diesen Überlegungen: Schon nur die Tatsache, dass eine Zentralbank negatives Eigenkapital ausweisen würde und somit ihre Schulden nicht bezahlen kann, würde zu einem hohen Abschlag des Wertes von Notenbankgeld führen.

    In meinem Text „Schurkenstaat Schweiz?“ schrieb ich damals:

    Er (Auslandinvestor) ist im Schweizerfranken gefangen. Er kann nie mehr seine Franken gegen Euro verkaufen. Er kriegt die Euro nicht mehr zurück – die SNB verweigert sie ihm.

    Damit kann er seine Kursgewinne auf dem Franken gegenüber dem Euro nicht realisieren. Die SNB behält somit die Kursgewinne der europäischen Investoren zurück, um selber keinen Verlust zu erleiden.

    Damit würde die SNB den freien Kapitalverkehr in Europa auf üble Weise einschränken. Das wäre vergleichbar mit der absurden Bestimmung, dass einmal in die Schweiz eingereiste EU-Bürgerhier gefangen bleiben und nie mehr ausreisen dürften. Oder dass bei Ausreise eines Euro-Bürgers dafür ein anderer kommen müsse, ansonsten er nicht gehen darf.

    Ich habe mit Absicht das Wort „übel“ gewählt, weil die europäischen und amerikanischen Franken-Investoren in guten Treuen davon ausgehen, dass sie ihr Kapital wieder abziehen dürfen, das sie einmal in der Schweiz angelegt haben.“

    Auch diese Überlegungen zeigen, dass die SNB Devisen gegen Franken verkaufen muss, wenn die Gläubiger der SNB das wollen – und zwar „auf Sicht“.

    Was SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan und UBS-Chef Prof. Dr. Axel Weber behaupten, ergibt nicht den geringsten Sinn.

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      wenn ein Investor CHF kauft, dann ist er nicht auf ewig im CHF gefangen, sondern er kann sich auf dem Markt einen Käufer suchen und so ggf. Kursgewinne realisieren.

      Die GESAMTE Investorenschaft ist allerdings tatsächlich im CHF gefangen, es sei denn, die SNB kauft FREIWILLIG CHF zurück, dann werden einige Investoren „freigelassen“.

      Das sollte ein Investor schon wissen.

      Kauft ein Investor Bitcion, dann gilt das völlig vergleichbar.
      Beim Bitcoin wäre es ein Miner (= Bitcoinproduzent), der seine von ihm geminten (= produzierten) Bitcoin zurückkaufen würde.
      Würden alle Bitcoinminer die von ihnen in Umlauf gebrachten Bitcoin zurückkaufen, dann wären alle Bitcoininvestoren, die solche GEKAUFT hatten, aus ihrer „Gefangenschaft“ befreit.

      Bei Aktien ebenso.

      Bei Bildern von Picasso ebenso, der kann sogar auf keinen Fall mehr eigene Bilder zurückkaufen, weil er schlicht tot ist. Die Investorenschaft als GESAMTHEIT bleibt auf ewig in Picasso-Bildern gefangen.

      Bei Anleihen mit Ablauftermin gilt das nicht, denn diese MUSS der Anleihenemittent ja zum Termin zurückkaufen.
      Ist der Anleihenemittent allerdings zahlungsunfähig, dann bleibt der Investor sogar auf Anleihen sitzen.

      Die Zentralbanken haben nicht die Aufgabe, Spekulationsgewinne für die Spekulanten zu sichern oder gar zu garantieren.

      Geld, das AbgabenGUT, ist eben ein Gut, die Frankenscheine sind keine Banknoten.

      Die Schulden, die uns die SNB unter „Notenumlauf“ zeigt, sind KEINE Sichtverbindlichkeiten.
      Das ist das ganze Geheimnis.

      Erinnern Sie sich noch an mein skurriles Beispiel, in dem ich Ihnen zeigte, dass ein König sogar seine eigenen Fußnägelstückchen zum Abgabengut, zum Geld, machen könnte?

      Es war keineswegs eine Verrücktheit von mir, denken Sie, bitte, noch einmal darüber nach.

      Schweizer Franken, egal in welcher physischen Ausgestaltung, sind ein Asset, ein Gut.

      Schweizer Franken sind das Monopolgut des Staates Schweiz.

      Freundliche Grüße!

  3. Nachtrag V

    Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft – mit kollektiver Blindheit geschlagen

    Rainer E. Gut, der „Doyen der Schweizer Wirtschaft“ sei anwesend, sagte ein Sprecher am Mikrophon ehrfürchtig. Es war am Vortrag von SNB-Präsident Prof. Dr. Thomas Jordan an der Fachhochschule Zürich. „Herzlich eingeladen“ hatte die Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft. Durch den Abend führte deren Präsident: Martin Scholl, ebenfalls Präsident der Zürcher Kantonalbank. Die Diskussion moderierte der Chefredaktor Wirtschaft der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ): Herr Peter A. Fischer. Der Saal war zum Bersten voll und es hatte nicht genügend Platz für alle. Viele mussten draussen bleiben.

    Der Vorstand der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft entspricht dem „who‘s who“ der Schweizer Wirtschaft oder zumindest der Zürcher Wirtschaft: Urs Rohner, Präsident des Verwaltungsrates, Credit Suisse Group; Fabrice Zumbrunnen, Designierter Präsident der Generaldirektion Migros-Genossenschafts-Bund; Eric Gujer Leiter Publizistik / Chefredaktor Neue Zürcher Zeitung AG; Monika Ribar, Präsidentin des Verwaltungsrates SBB AG; Ernst Stocker Regierungsrat, Finanzdirektor des Kantons Zürich sowie SNB-Bankrat und “last but not least”: Prof. Dr. Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums Schweizerische Nationalbank (SNB).

    SNB-Präsident Prof. Dr. Thomas Jordan hatte somit ein “Heimspiel”.

    Der Titel des Vortrags von SNB-Präsident Jordan lautete: „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird“. Mich interessierte vor allem, wie Jordan die Geldschöpfung durch das Bankensystem erklären werde.

    Jahrzehntelang wurde ja von den Zentralbanken behauptet, Geld entstünde, indem die Zentralbank den Banken „Liquidität“ zuführe, also einen Kredit gewähre („lender of last resort“). Die Banken könnten dann diesen Kredit weiter ausleihen, abzüglich des Mindestreservesatzes. Das führe dann zu einem sogenannten Geldmultiplikator.

    Wenn ein Kunde sein Geld auf die Bank bringe, so könne die Bank dieses Geld an einen weiteren Kunden ausleihen. Banken seien „Geld-Intermediäre“. So wird die Geldtheorie auch noch in den heutigen Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre gelehrt, so zum Beispiel in „Volkswirtschaftslehre“ von Prof. Dr. Aymo Brunetti, ehemaliger Berater von Frau Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf.

    Jahrelang hatte ich versucht, der Schweizerischen Nationalbank (SNB) klar zu machen, dass das nicht möglich sei, da Geld kein Kredit der SNB an die Wirtschaft darstelle, sondern umgekehrt eine Schuld der SNB bei der Wirtschaft sei. Vergeblich. Bis vor kurzem kolportierte die SNB auf ihrer Home Page diese irrige Geldtheorie.

    Erst als die Bank of England meine Argumentation übernahm („money creation in a modern economy“), kam Bewegung in die Szene: Die Deutsche Bundesbank schloss sich an und zuletzt auch die Schweizerische Nationalbank. Diese machte es sich einfach: Sie nahm einfach die falsche Geldtheorie stillschweigend von ihrer Home Page und ersetzte sie durch die neue – kein Kommentar und keine Erklärung dazu – nichts.

    Es war also für mich interessant, zu erfahren, ob auch SNB-Chef Jordan diesen Wechsel in der Geldtheorie nachvollzogen hat. Und siehe da: Jordan hat auch begriffen. Er erklärte, wie Geld durch die Geschäftsbanken entstehe. Wörtlich gemäss Redetext:

    „Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, schreibt sie dem Kreditnehmer den entsprechenden Betrag als Einlage auf seinem Konto gut. Dadurch nehmen auf der Aktivseite der Bankbilanz die Kredite und auf der Passivseite die Kundeneinlagen zu. In der Regel wird der Kreditnehmer seine neue Einlage umgehend dazu verwenden, die Güter zu erwerben, für deren Anschaffung er den Kredit beantragt und erhalten hat.“

    Das entspricht haargenau dem, was ich im September 2013 hier auf Inside Paradeplatz unter dem Titel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ inklusive Nachträgen mit Buchungssätzen aufgedeckt hatte. Damals wurde ich auch von Anonymen hier heftig kritisiert.

    Es war für mich irritierend, dass meine Argumentation von der SNB über viele Jahre hinweg vehement abgelehnt wurde und nun der SNB-Präsident höchst persönlich exakt meine Argumentation von damals selber vortrug. Dabei erwähnte er mit keinem einzigen Wort, dass die SNB die Geldtheorie auf ihrer Home Page völlig umgekrempelt und auf die neuen Erkenntnisse angepasst hat.

    Wissenschaftliche Fairness und Korrektheit sehen anders aus.

    Dass der SNB-Chef offenbar aber immer noch nicht vollumfänglich verstanden hat, wie die Geldschöpfung wirklich funktioniert, zeigen folgende Passagen aus seinem Vortrag und Redetext. Jordan behauptete:

    „Die Zentralbanken haben auf die Krise rasch reagiert und führten dem Bankensystem in grossen Mengen Liquidität zu.“

    Liquidität zuführen würde bedeuten, dass die Zentralbanken den Banken Kredite gewähren. Das tat die SNB aber nicht: Sie führte dem Schweizer Bankensystem keine Kredite zu, sondern nahm im Gegenteil von diesem hunderte Milliarden Kredite auf. Das beweist die SNB-Bilanz.

    Die SNB führte nicht dem Schweizer Bankensystem Liquidität zu, sondern dem Eurosystem – auf Kosten der Schweiz.

    Diese Passage aus Jordans Vortrag verdeutlicht, dass der Notenbankchef wieder in das alte Raster zurückgefallen ist, wonach von der SNB emittiertes Geld „Liquidität“ sprich Vermögen oder ein Aktivkredit der SNB an die Wirtschaft darstelle.

    Das ist falsch: Notenbankgeld ist umgekehrt ein Passivkredit der SNB – eine Schuld der SNB gegenüber den Banken. Und damit kommen wir zum Hauptfehler der heutigen Wirtschaftswissenschaft (Geldtheorie), welchen Jordan erneut ohne jegliche Einsicht kolportierte.

    „…die Zentralbanken (sind) tatsächlich in der Lage …, einfach «Geld zu drucken….“ Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

    Das ist der gravierendste Irrtum von SNB-Chef Jordan: „Den eigenen Verpflichtungen nachkommen“ bedeutet, die eigenen Verpflichtungen abbauen, reduzieren.

    Die eigenen Verpflichtungen können auch als Verbindlichkeiten oder Schulden bezeichnet werden und sind auf der Passivseite der SNB-Bilanz verbucht. Das Geld, das die SNB druckt ist ebenfalls auf der Passivseite verbucht.

    Wie will nun bitte die SNB ihre Schulden abbauen bzw. die rechte Seite ihrer Bilanz verkürzen, wenn sie „Geld druckt“ – also die rechte Seite verlängert?

    Das ist buchhalterisch unmöglich. Niemand kann die rechte Seite der Bilanz verkürzen, indem er sie verlängert. Auch die SNB nicht. Niemand im ganzen Saal bemerkte diesen Irrtum. Der Saal war wie mit kollektiver Blindheit geschlagen.

    Jordans Behauptung ist genau so absurd wie die Behauptungen: „Ein Kreis ist viereckig“ oder „Die Hitze ist eisig kalt“ oder „das schwarze Blatt ist weiss“. Zu behaupten, die SNB verkürze ihre Bilanz, indem sie diese verlängert, gehört in dieselbe Kategorie.

    Ich versuchte, Herrn Jordan auf seinen Irrtum aufmerksam zu machen und sagte, das sei mir sogar peinlich. Er aber meinte, die SNB könne selber bestimmen, wann sie Geld zurücknehme oder nicht.

    Damit ging er erstens nicht auf meinen Kritikpunkt ein und zweitens ist es gar nicht die entscheidende Frage: Wenn die SNB auf ihrer Aktivseite nicht über genügend Vermögen verfügt, kann die SNB ihre Schulden auf der Passivseite nicht zurückzahlen und ist Konkurs. So oder so.

    Da hilft auch nicht, wenn Jordan argumentiert, Notenbankgeld sei gesetzliches Zahlungsmittel. Sichtguthaben sind gesetzliches Zahlungsmittel. Aber die SNB hat keine Sichtguthaben – sie hat nur Sichtverbindlichkeiten. Diese sind aber nie und nimmer gesetzliches Zahlungsmittel.

    Ich machte das Publikum darauf aufmerksam, dass die SNB Konkurs sei bei negativem Eigenkapital der SNB und dass in diesem Fall ein grosses Problem auf uns zukäme.

    Keine Reaktion – nichts. Das Publikum wirke auf mich wie gelähmt. Es kam auch nie eine Diskussion auf.

    Zugegeben – ich hatte auch nur ganz wenig Zeit, diesen Irrtum von Jordan zu erklären, so dass ich den entscheidenden Punkt offenbar nicht gut „rüberbringen“ konnte – trotzdem: Das Problem ist einfach zu durchschauen. Und es ist mir unverständlich, dass beispielsweise ein „Doyen der Schweizer Wirtschaft“ solche Irrlehren einfach durchwinkt. Hat er überhaupt verstanden?

    Abgesegnet ist die Irrlehre von Jordan deshalb aber keineswegs – auch wenn es die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich immer noch nicht begriffen hat.

    Zu gross ist die Gefahr, dass die SNB dereinst Konkurs geht und wir uns deshalb im Euro-Raum oder gar in der EU wiederfinden, nur weil die SNB ihr Geschäft nicht versteht. Wollen wir in die EU, nur weil die SNB nicht begreift? Und der „Doyen der Schweizer Wirtschaft“ auch nicht? Ich nicht.

    Herr Jordan ist sympathisch rübergekommen – aber wir müssen auch die buchhalterischen und rechtlichen und volkswirtschaftlichen und politischen Konsequenzen seiner Geldpolitik betrachten – und da müssen wir exakt bleiben. Wir dürfen nicht die Unabhängigkeit der Schweiz grobfahrlässig aufs Spiel setzen.

    Die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich tut das.

  4. Sehr geehrter Herr Meyer,

    danke für Ihre Ausführungen vom 18. Januar 2018 / 16:10 zu meinem Kommentar über die Zentralbank als Spieler, der sich nicht an Spielregeln halten muss. Meine Antwort stelle ich hier ein, da ich nicht weiß, wie man einen Kommentar an den logisch richtigen Ausgangskommentar anheften kann, wenn dort zwischendurch bereits andere Kommentare hinzugefügt wurden.

    Ich möchte vorerst nur auf Punkt 2 Ihres Kommentars eingehen.
    Auf meine Aussage: „Die GB erhält ZB-Buchgeld, wenn sie einen Kredit (auch Repo-Geschäfte zähle ich dazu) bei der ZB aufnimmt oder aber endgültig der ZB einen Vermögenswert verkauft.“
    schreiben Sie:
    „Es ist doch viel eher so, dass die Geschäftsbank Zentralbank-Geld erhält, wenn sie im Gegenteil der Zentralbank einen Kredit gewährt. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind ja Guthaben der Banken bei der SNB und nicht umgekehrt. (Repo-Geschäfte wären Kredite der SNB an die Banken – aber diese sind kein Geld).“
    Hier verbirgt sich m. E. ein Grundproblem in der Wahrnehmung der Funktion einer Zentralbank. Dies führt dann zu vielen, m. E. vermeidbaren, Missverständnissen.
    Wenn ich sie richtig verstanden habe gehen Sie davon aus, dass die GB der ZB einen Kredit gewährt. Berichtigen Sie mich bitte, wenn ich Sie falsch interpretiere.
    Wenn Sie Geschäftsbanken-Buchgeld benötigen gehen sie zu Ihrer GB und nehmen einen Kredit auf. Je nach Ihrer Bonität müssen Sie ein Wertpapier oder einen Grundschuldbrief hinterlegen. Möchten Sie Ihr Guthaben bar ausgezahlt haben, muss die GB sich Bargeld bei der ZB besorgen. Nicht die ZB benötigt Bargeld sondern die GB braucht Bargeld, um Ihnen dieses auszuzahlen. Die ZB verschenkt das Bargeld aber nicht an die GB sondern verlangt, dass die GB ihr entweder einen Vermögenswert verkauft oder aber einen Kredit bei der ZB aufnimmt. Für die Kreditaufnahme verlangt die ZB die Hinterlegung von notenbankfähigen Wertpapieren. In der Schweiz wird i. d. R. von „SNB-repofähigen Effekten“ gesprochen. Die GB nimmt m. E. doch eindeutig einen Kredit bei der ZB auf und nicht umgekehrt.

    Dass die Einstufung der ZB gegenüber der GB Schwierigkeiten bereitet kann ich indes gut nachvollziehen. Steht die ZB über der GB, neben der GB oder sogar unterhalb der GB? Mit dieser Frage habe ich mich auch längere Zeit beschäftigt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass je nach Untersuchungsgegenstand eine dieser drei Konstellationen als angemessen und zweckmäßig anzusehen ist. Details dazu habe ich in einem Beitrag unter http://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zentralbanksystem niedergeschrieben, der den Rahmen eines Kommentars hier unangemessen ausdehnen würde.

    Können Sie, Herr Meyer, den o. g. Ausführungen soweit zustimmen oder wo sehen sie noch Erklärungsbedarf?

    Beste Grüße
    Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Sehr geehrter Herr Müller

      Besten Dank für Ihren Kommentar.

      Ihre Überlegung ist richtig: Wenn eine Geschäftsbank von der Zentralbank eine Banknote benötigt, so muss sie der ZB dafür einen Gegenwert geben. Dieser Vermögenswert kann eine Wertschrift sein, welche die GB der ZB verkauft und dafür eine Banknote erhält.

      Wie laufen die Kapitalströme?

      Die Wertschrift, welche die ZB der GB abkauft stellt ein Kapitalfluss von der ZB zur Wirtschaft dar. Die Banknote umgekehrt stellt einen Kapitalfluss von der GB zur ZB dar.

      Zentralbankgeld entsteht also durch eine gegenseitige Kreditgewährung von der GB zur ZB und umgekehrt.

      Beide Marktteilnehmer – Zentralbank einerseits und Geschäftsbank andererseits – sind gleichwertig Marktteilnehmer. In unserer Marktwirtschaft herrscht gemäss OR Vertragsfreiheit.

      Das grosse Problem bei der SNB sind die immensen Giroguthaben von über 700 Milliarden Franken. Das sind Kapitalströme von den GB zur SNB. Da die SNB ihrerseits ihr Vermögen im EU Raum investiert, in Euro-denominierte Wertschriften, fliess der Kapitalstrom von der SNB nicht in die Schweiz, sondern ins Ausland.

      Dies ist verbunden mit einem Wechselkursrisiko.

      Da die SNB den GB ein Giroguthaben gewährt, bzw. diesen gegenüber eine Sichtverbindlichkeit eingegangen ist, muss die SNB den GB deren Sichtguthaben zurückzahlen, wenn diese das wollen.

      Die Schulden in Franken kann die SNB den GB nur zurückzahlen, wenn sie diesen etwas anderes als Notenbankgeld überträgt. Die Banken wollen ja ihr SNB-Notenbankgeld abbauen.

      Besitzt die SNB nicht mehr genügend Vermögen, um ihre Schulden in Franken zurückzuzahlen, so ist sie Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  5. Nachtrag IV

    Dass SNB-Chef Jordan meint, bei der Geldschöpfung durch die SNB entstehe Eigenkapital der SNB kann man auch folgendermassen einfach erkennen:

    Er behauptete an seinem Vortrag, die SNB könne „Liquidität aus dem Nichts schöpfen“ und damit sämtlichen Zahlungsverpflichtungen der SNB nachkommen.

    Die Passivseite jeder Bilanz besteht aus Eigenkapital und Fremdkapital. Zahlungsverpflichtungen sind Fremdkapital.

    Könnte die SNB nun ihr Fremdkapital aus dem Nichts abbauen, so würde das heissen, dass dadurch das Eigenkapital der SNB entsprechend zunimmt.

    Eigenkapital und Fremdkapital ergeben ja zusammen die Passivseite. Fällt das eine bei gleichbleibender Bilanzlänge (aus dem Nichts), so steigt das andere entsprechend.

    Das ist Logik.

    Ergo würde eine Zunahme von Notenbankgeld eine Zunahme von Eigenkapital bedeuten.

    Marc Meyer

  6. @Leserinnen und Leser…….

    In den Kommentarspalten eines folgenden Artikels (https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/#comment-191356) findet sich dieser wertvolle Hinweis:
    ———————–
    Watch out
    19. Januar 2018 / 07:32
    Achtung, gleich zu Beginn, gehen Sie nicht auf Troll Meyer ein, dies ist reiner Zeitverlust.

    ———————–
    Hätte hier doch nur jemand rechtzeitig gewarnt! Uns wäre viel erspart geblieben.
    ————————
    Sie grüssend

    • Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

      Herr Dr. Meyer ist keineswegs ein Troll, vielmehr findet teilweise ein maßloses Bashing statt.

      Ich kann natürlich nur für mich selber sprechen, ich gehe davon aus, das Herr Dr. Meyer redliche Absichten hat.

      Wer sich im Irrtum befindet, ist noch lange kein Troll.
      Sehr wohl sehe ich bei Herrn Dr. Meyer einen solchen Irrtum, aufbauend auf diesem Irrtum kommt es leider zu einigen Falschdarstellungen von ihm.

      Der Knackpunkt ist der Frankenschein:
      Banknote oder Geldschein.

      Hier liegt die Lösung.

      Ich halte Herrn Dr. Meyer für einen Ehrenmann, dem die Schweiz am Herzen liegt.

      Das schreibe ich als einer, der sich schon herzhaft mit ihm gezofft hat, dass die Fetzen flogen.

      Freundliche Grüße!

    • Grüezi@Hardy, der Student,

      „Ich halte Herrn Dr. Meyer für einen Ehrenmann, dem die Schweiz am Herzen liegt.“

      Unterschreibe zu 100%!

      @Walt Rother@alias….

      Ihre Beiträge sind wissenschaftlich hier nicht zielführend. Ich ermutige Sie, sich an der Diskussion im Rahmen der Kommentarregeln zu beteiligen. Innerhalb dieser Regeln ist Kritik, Widerlegung und Gegendarstellung erlaubt.

      VERSUCHEN SIE, ANDERE SO ZU BEHANDELN, WIE SIE VON IHNEN BEHANDELT WERDEN MÖCHTEN.

      Sie grüssend

    • @Hardy, der Student, Arbeitgeber AHV Rentner

      Besten Dank für ihre in menschlicher Hinsicht wertvollen Beiträge.

      Dass ich mich fachlich nicht irre ist schon deshalb ersichtlich, indem SNB Chef Jordan meine Argumentation bezüglich Geldschöpfung der Geschäftsbanken haargenau übernommen hat.

      Und dass man mit einer Schuld eine Schuld nicht abbauen kann ist comnon sense.

      Auch das wird einmal anerkannt sein.

      Freundluche Grüsse

      Marc Meyer

  7. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,
    Liebe Mit-Kommentatoren,

    Ich erlaube mir, den nachfolgenden Beitrag zu oberst zu stellen: Keine Beleidigungen, Abwertungen (Unsinn usw.) und Unterstellungen mehr!: Respektvolles Miteinander im Forum.

    ZITAT:

    „Marc Meyer, Dr.
    18. Januar 2018 / 21:41
    @Arbeitgeber (AHV-Rentner)

    Was ich Herrn Stöcker zugutehalte, ist, dass er mit seinem Namen zu seinen Texten steht und nicht anonym schreibt und sein Pseudonym wechselt, wie das andere hier tun. Das habe ich ihm auch so in einem Kommentar mitgeteilt.

    Ich werde hier in der Diskussion stark benachteiligt: Ich stehe zu dem was ich sage mit meinem Namen. Wenn mir ein unachtsames Wort entweicht, oder eine falsche Argumentation, so muss ich als Privatperson dazu stehen. Das tun alle anderen mit Pseudonymen nicht. Wenn sie klar widerlegt sind, wechseln sie einfach das Pseudonym und können teilweise extrem beleidigend sein, was ich alles aushalten und damit umgehen muss.

    Es gibt vor allem einen Kommentator, extremst beleidigend, der sein Pseudonym vielfach ändert, und sich sogar gegenseitig schreibt, um den Eindruck zu erwecken, in der Mehrzahl zu sein. Es ist ein Professor aus dem engsten Umkreis der SNB.

    Denken Sie daran: Ich stehe auch im Leben mit vielen Menschen täglich im Kontakt und solch extrem beleidigende Kommentare können sich je nachdem nachteilig für mich auswirken. Tun sie momentan nicht, weil ich ein gutes Umfeld habe. Aber dennoch hat das niemand gern.

    Ein weiteres Problem für mich sind die neuerlichen „thumbs up“. Diese beeinflussen die Diskussion massiv. Diese thumbs up werden erwiesenermassen manipuliert. Es ist stark benachteiligend für mich, wenn jemand die Kommentare liest und dann gleich mit drei negativen Kommentaren gegen mich konfrontiert wird, welche angeblich am meisten thumbs up erhalten haben sollen, die jedoch manipuliert sind.

    Die Diskussionen zu meinen letzten Beiträgen waren deutlich gekennzeichnet von extrem frechen Kommentaren (oft nur ein einzelner, der Mehrfachpseudonyme verwendet), was sich sofort auf weitere Kommentare überträgt. Das steckt an und gibt anderen den anonymen Polemikern Mut und sie schaukeln sich gegenseitig hoch – ohne fachliche Argumente und anonym. Es ist vergleichbar mit einem frechen Jugendlichen, der sofort andere ansteckt. Oder vermummten Chaoten die zusammen in der Anonymität mutig sind.

    Sie sehen, ich werde auf diesem Forum stark benachteiligt. Es bleibt mir aber nichts anderes übrig, weil die Medien in der Schweiz im engen Kontakt zur SNB stehen und umgekehrt und keine Kritik an der SNB zulassen. Es ist für mich nur auf diesem anonymen Forum möglich, mich zur SNB zu äussern.

    Und nun zu Herrn Stöcker: Herr Stöcker erhielt sehr viele Thumbs up, wovon ein grosser Teil auch manipuliert sein dürfte. Davon profitiert Herr Stöcker. Ich denke aber, Herr Stöcker hat das nicht realisiert. Er wurde auch von mir gegenüber extrem beleidigenden anonymen Kommentatoren gelobt. Das ist natürlich Taktik der anonymen SNB-Befürworter. Sie wollen spalten und Misstrauen säen.

    Sie fragen: Ist das hier ein Wettbewerb? Mit den „thumbs up“ nimmt das effektiv solchen Charakter an. Es ist vergleichbar mit einer Schlägerei auf dem Schulhof, oder mit einem Boxkampf, wo zwei Parteien ihren Favoriten hochjubeln und den andern demütigen wollen. Primitiv. Aber so komme ich mir hier vor.

    Herr Stöcker profitiert nun von dieser Situation. Er wird von beleidigenden Chaoten hochgejubelt. Sie sprechen von seinen guten Argumenten. Dazu will ich hier nur folgendes sagen: Immer wieder wollte er auf Repos zu sprechen kommen. Diese werden jedoch aktiv verbucht. Mein Beitrag geht aber um Giroguthaben, Passiven der SNB.

    Er wollte mir vorgeben, dass ich gemäss seinen Anordnungen die Reihenfolge einzuhalten habe. Dabei übersieht er, dass ich den Betrag hier geschrieben habe und nicht er. Ich denke deshalb, dass mir die Diskussionsführung zusteht – nicht ihm.

    Als ich mich seinen Anweisungen nicht fügte, verliess er demonstrativ die Diskussion hier mit dem Vorwurf an mich, ich sei nicht an einer fachlichen Diskussion interessiert. Auch das ist nicht korrekt. Nach seinem demonstrativen Verhalten wurde der Ton anderer hier nochmals beleidigender. Und nun kommt er zurück in die Diskussion, als sei nichts geschehen.

    Was mir aber auffällt, ist, dass er sich nicht an mich wendet, sondern an andere Kommentatoren wie Sie, und sich bei denen über mich lustig macht („zum Besten geben“). Auch das schätze ich nicht. Ich finde, wenn er mit meiner Argumentation nicht einverstanden ist, so soll er sich an mich wenden. Natürlich kann er mit Ihnen diskutieren – aber er soll sich dabei nicht über mich abwertend äussern und sich über mich lustig machen.

    Kommt hinzu, dass er seine Texte bis zu meiner Kritik praktisch ausnahmslos zuoberst platziert. Er will damit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Was soll das? Es gibt Kästchen, wo man die Antwort platzieren kann. Andere platzieren ihre Antwort auch bei den Antwort-Kästchen.

    Ich hatte m.E. also genügend Grund, Michael Stöcker einmal zurecht zu weisen.

    mfG

    Marc Meyer““

  8. @Meyer
    Sie wünschen sachliche Argumente? Recht so, die wurden Ihnen zuhauf geliefert. Sie ignorieren diese einfach, weshalb es am besten wäre, Sie würden sich in Zukunft von dieser Diskussion fernhalten.
    Besten Dank für Ihre Kooperation!
    Sie grüssend

    • Es bleibt dabei: Die SNB kann ihre Bilanz nicht verkürzen, indem sie diese verlängert, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Welches ist Ihr fachliches Gegenargument?

      Schönen Abend

      Marc Meyer

      (im Gegensatz zu Ihnen habe ich genügend Rückgrat und stehe mit meinem Namen zu dem, was ich schreibe.)

    • Nirgendwo behauptet Jordan, was Sie, Herr Meyer, ihm in den Mund legen.
      Für Details lesen Sie den nicht ohne Grund beliebtesten Post hier von Nick Norman. Herr Stöcker hat es Ihnen ebenfalls gründlich erklärt.
      Bitte um Kenntnisnahme.

    • @Walt Rother

      Jordan behauptet, die SNB könne Geld drucken und damit die SNB-Schulden aus dem Nichts abbauen.

      Das würde bedeuten: Die SNB verlängert die rechte Seite ihrer Bilanz und verkürzt damit die rechte Seite der Bilanz.

      Bitte um Kenntnisnahme

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      Sie schreiben:
      „Jordan behauptet, die SNB könne Geld drucken“

      Hier ist ihre Kritik an der SNB völlig berechtigt.
      Der SNB-Chef versteht nicht, dass die Franken-Scheine Staatsgeld sind, es ist der Staat, der beliebig Geld drucken kann.

      Die SNB kommt an diese Geld nur per Kredit heran, deshalb entstehen ihr entsprechende Schulden.

      Das gilt es, zu begreifen, dann lösen sich die ganzen Probleme in Wohlgefallen auf, dann stimmen auch alle Bilanzen, dann kann auch zu jeder Schuldenposition der entsprechende Gläubiger genannt werden.

      Die entsprechenden Bilanzen habe ich mehrfach auf IP gezeigt.

      Mit den staatlichen Geldscheinen kann die SNB dann die Giroforderungen der Banken erfüllen, endgültig erfüllen.

      Damit hat sich der verrückte „Schuldenkreis“ Banknote gegen Giroguthaben gegen Banknote gegen Giroguthaben gegen Banknote gegen Giro…
      ein für allemal in Luft aufgelöst, der Schuldenkreis existiert gar nicht, weil die SNB mit einem Geldschein, mit einem Frankenschein, die Giroforderung der Banken ERFÜLLT.

      Eine Forderung die erfüllt wurde, ist nach der Erfüllung verschwunden.
      Die Bank kann sich gerne für GELD wieder eine solche Forderung kaufen, dazu muss sie das Geld bei der SNB einzahlen.

      Die SNB ihrerseits kann nun mit dem gerade erhaltenem Geld ihre Schulden beim Staat teilweise tilgen.

      Danach ist das Geld auch keineswegs vernichtet, wie gestandene Universitätsprofessoren behaupten, vielmehr ist das Geld dann wieder da, wo es hergekommen ist.

      In voller Pracht und Schönheit liegt es „im Keller der SNB“.

      Die Geldscheine mutieren auch nicht zu „wertlosen Zetteln“, sondern jeder 100-Franken-Schein ist jetzt natürlich immer noch 100 Franken wert.

      Deshalb liegen die Scheine da auch nicht irgendwo achtlos in der Ecke rum, sondern sie kommen in einen prächtigen, stabilen Tresor.

      Die sind nämlich sehr wertvoll, das ist echtes Geld, das sind echte Schweizer Franken.

      So einfach ist der Ablauf.

      Die offizielle Darstellung ist leider falsch, die Lehrbücher gehören geändert. Die Universitätsprofessoren müssen noch mal etwas studieren, der Gesetzgeber sollte schleunigst die entsprechenden Gesetze anpassen.

      Keine einzige Banknote ist im Spiel.

      Freundliche Grüße!

  9. Nachtrag III

    Nebenan wurde gerade ein Beitrag von Herrn Christoph Pfluger aufgeschalten mit Bezug auf das Referat von Herrn Prof. Jordan.

    Pfluger unterstützt die Vollgeld-Initiative, auf die Jordan in seinem Referat auch einging.

    Ich schrieb einen Kurzkommentar, den ich hier auch gerne aufschalte.

    Sehr geehrter Herr Pfluger

    Bei meinem Kurzvotum nach dem Referat von SNB-Chef Prof. Dr. Jordan sagte ich gleich zu Beginn, ich gehe nicht auf die Vollgeld-Initiative ein. Diese sei reiner Zeitverlust.

    Die Vollgeld-Initianten wissen heute noch nicht, ob Vollgeld ein Aktivum oder Passivum der SNB sei.

    Was sagen Sie? Ist Vollgeld Aktivum oder Passivum der SNB?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  10. Nachtrag II

    Einsperrung von Kundenguthaben bei der SNB widerspricht dem freien Kapitalverkehr und wäre nicht durchsetzbar

    Ein Kommentator, Rico Meier, 18. Januar 20 Uhr 35, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass viele Argumente bezüglich der „Einsperrung von Guthaben bei der SNB“ bereits in meinem damaligen Beitrag „Schurkenstaat Schweiz?“ (3.9.2014) zur Sprache kamen und es sinnvoll wäre, diese hier nochmals aufzuzeigen.

    https://insideparadeplatz.ch/2014/09/03/schurkenstaat-schweiz/

    Gerne komme ich diesem Wunsch nach:

    Die Behauptung von SNB-Präsident Jordan (auch vorgestern Abend wieder), wonach ein Bank kein Recht darauf habe, von der SNB etwas anderes als Notenbankgeld zu verlangen, wäre nicht nur widerrechtlich, sondern würde dem internationalen freien Kapitalverkehr diametral zuwiderlaufen.

    Die SNB könnte eine „Einsperren von Bankguthaben“ auch international niemals durchsetzen.

    Was bedeutete die „Einsperrung“ von Bankguthaben durch die SNB?

    Angenommen, die SNB würde gegen Banknoten nur Sichtguthaben auszahlen und umgekehrt: Was wären die Folgen?

    Beispiel: Eine ausländische Bank gewähre der SNB ein Giroguthaben. Sie verkaufe der SNB für eine Milliarde Franken Euros und erhalte dafür Schweizerfranken als Guthaben bei der SNB gutgeschrieben. Nehmen wir einen Kurs von 1.20 an.

    Die Bank verkauft also der SNB 1 Milliarden Euros und erhält dafür 1.2 Milliarden Franken Giroguthaben bei der SNB gutgeschrieben.

    Die ausländische Bank kauft verkauft Euro gegen Franken, weil sie davon ausgeht, dass der Euro fällt und der Franken steigt. Die SNB umgekehrt kauft die Euros gegen Franken, weil sie den Euro stützen will.

    Nun falle der Franken zum Euro auf eins zu eins.

    Da die ausländische Bank bei der SNB ein Frankenguthaben von 1.2 Milliarden besitzt, und denkt, der Franken steige nun nicht mehr weiter, beschliesst sie, ihre Franken bei der SNB wieder in Euro zurück zu wechseln.

    Da die SNB gegenüber der ausländischen Bank eine Sichtverbindlichkeit eingegangen ist, und selber ein Sichtguthaben bei der SNB besitzt, hat die ausländische Bank das Recht, ihre Franken bei der SNB wieder in Euro umzuwechseln. Die ausländische Bank erteilt der SNB also den Auftrag, ihr auf ihr Konto bei der EZB 1.2 Milliarden Euro auszuzahlen.

    Die ausländische Bank hat nun also einen Währungsgewinn von 200 Millionen Franken erzielt. Ein gutes Geschäft.

    Demgegenüber hat die SNB ein schlechtes Geschäft gemacht: Sie hat 1 Milliarden Euros gekauft zu 1.2 Milliarden Franken und muss nun stattdessen 1.2 Milliarden Euros zurückzahlen gegen 1.2 Milliarden Franken. Kann sie das nicht, so ist sie Konkurs

    Kann nun die SNB kommen und sagen: Wir zahlen der ausländischen Bank keine Euros aus? Die ausländische Bank hat ein Sichtguthaben bei der SNB von 1.2 Milliarden Franken und die SNB hat eine Sichtverbindlichkeit gegenüber der ausländischen Bank von 1.2 Milliarden Franken.

    Kann die SNB argumentieren, die ausländische Bank müsse ihr Guthaben bei der SNB einer anderen Bank verkaufen, welche ein Konto bei der SNB besitzt? Wer aber will SNB-Geld, wenn genau bekannt ist, dass die SNB dieses gar nicht mehr zurückzahlen kann, weil nicht mehr genügend Vermögen vorhandenist?

    Das ist unvorstellbar. Die SNB darf keinen Investor bei sich „einschliessen“, so dass dieser nie mehr aus der SNB-Investition herauskommt. Sie kann auch nicht sagen, er soll schauen, dass jemand anders bei der SNB in Frankeninvestiert. Sie könnte dieses maximal für 1 Milliarde verkaufen – weil die SNB 20 Prozent zu wenig Vermögen hat, was alle wissen. Die Bank hat aber Anrecht auf 1.2 Milliarden.

    Das wäre vergleichbar mit einem Unternehmen, das bei Auslauf einer Obligationenschuld den Investoren sagen würde, diese sollen die fällige Obligation einem anderen Investor verkaufen und so schauen, dass sie zu ihrem Geld kommen.

    Oder das wäre vergleichbar mit einem Hausbesitzer, welcher der Bank frech sagt, wenn diese den Hypothekarkredit zurückfordert, sie solle diesen Hypothekarkredit gefälligst einer anderen Bank verkaufen und so schauen, wie sie zu ihrem Geld kommt.

    Auch das wäre unvorstellbar.

    Die Schweiz käme unter enormen politischen Druck aus dem Ausland, um hier parkiert Geld herauszurücken. Das war auch die Argumentation in meinem damaligen Beitrag Schurkenstaat Schweiz?“

    Es sind nun seit jenem Beitrag über 3 Jahre verflossen – und die SNB und ihr Chef haben immer noch nicht verstanden.

    Dieses Jahr weist die SNB einen hohen Gewinn aus, aufgrund von Kursgewinnen in Euro und Dollar.

    Wäre nun die Argumentation von Axel Weber korrekt, wonach auch die Deutsche Bundesbank gegen Euros auch nur Euros auszahle, so könnte die SNB ihre Gewinne auf dem Euro auch nicht realisieren, sofern sie ihre Euros bei der Deutschen Bundesbank angelegt hat.

    Sie müsste im Euro bleiben oder einen anderen Investor finden, der für diesen enormen Betrag Euro gegen Franken verkaufen will. Das wäre bei negativem Eigenkapital der Deutschen Bundesbank auch nur mit einem grossen Abschlag verkäuflich. Die SNB hat aber ein Recht auf eine Rückzahlung ihres Guthabens in Euro bei der Deutschen Bundesbank – und zwar zum offiziellen Wechselkurs.

    Auch die SNB will ja einmal ihre Euros verkaufen – was würde sie sagen, wenn die Deutsche Bundesbank sagen würde: Kommt nicht in Frage. Schauen Sie selber, wo sie ihre Euros loswerden.

    Aber auch ganz abgesehen von diesen Überlegungen: Schon nur die Tatsache, dass eine Zentralbank negatives Eigenkapital ausweisen würde und somit ihre Schulden nicht bezahlen kann, würde zu einem hohen Abschlag des Wertes von Notenbankgeld führen.

    In meinem Text „Schurkenstaat Schweiz?“ schrieb ich damals:

    Er (Auslandinvestor) ist im Schweizerfranken gefangen. Er kann nie mehr seine Franken gegen Euro verkaufen. Er kriegt die Euro nicht mehr zurück – die SNB verweigert sie ihm.

    Damit kann er seine Kursgewinne auf dem Franken gegenüber dem Euro nicht realisieren. Die SNB behält somit die Kursgewinne der europäischen Investoren zurück, um selber keinen Verlust zu erleiden.

    Damit würde die SNB den freien Kapitalverkehr in Europa auf üble Weise einschränken. Das wäre vergleichbar mit der absurden Bestimmung, dass einmal in die Schweiz eingereiste EU-Bürgerhier gefangen bleiben und nie mehr ausreisen dürften. Oder dass bei Ausreise eines Euro-Bürgers dafür ein anderer kommen müsse, ansonsten er nicht gehen darf.

    Ich habe mit Absicht das Wort „übel“ gewählt, weil die europäischen und amerikanischen Franken-Investoren in guten Treuen davon ausgehen, dass sie ihr Kapital wieder abziehen dürfen, das sie einmal in der Schweiz angelegt haben.“

    Auch diese Überlegungen zeigen, dass die SNB Devisen gegen Franken verkaufen muss, wenn die Gläubiger der SNB das wollen – und zwar „auf Sicht“.

    Was SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan und UBS-Chef Prof. Dr. Axel Weber behaupten, ergibt nicht den geringsten Sinn.

    Marc Meyer

    • Wie weiter unten erklärt, kann sich die ausländische Bank Bargeld auszahlen lassen. Oder sie kann die CHF am Markt verkaufen. Ja, für Notenbankgeld gibt es einen Markt. Er nennt sich Devisenmarkt. Wenn „niemand“ das SNB Notenbankgeld (also die CHF) will, fällt der Wechselkurs des CHF. Einen offiziellen Wechselkurs gibt es nicht, der wird am Markt gebildet.

    • @moneymoney

      Richtig.

      Und die SNB ist am freien Markt eine Sichtverbindlichkeit eingegangen.

      Die SNB muss ihre Verbindlichkeit auf Sicht zurückzahlen – mit einem Aktivum. Am Devisenmarkt ist das eine andere Währung.

      mfg

  11. @Arbeitgeber (KMU) und Rentner (AHV)
    Sie ermahnen Herrn Meyer: „Herr Dr. Meyer, nochmals, Herr Stöcker hat m.E. in keinster Weise beleidigt, sondern hat starke konkrete Gegenargumente geliefert.
    Beleidigung brauchen Sie sich nicht gefallen zu lassen. Im Gegenzug sind die Überzeugungsargumente des Gegners nicht abzuwerten.“
    Mit Ihnen droht der vorletzte Gläubige in Hern Meyers Gemeinde vom wahren Wege abzufallen. Sind Sie sich der Konsequenzen bewusst? Fortan froht Ihnen auch der Vorwurf der Anonymität (den Sie bislang nicht erhielten), Sie werden als SNB-nah „gebrandmarkt“ werden, Ihnen wird „Unsachlichkeit“ und „auf-den-Mann-spielen“ vorgeworfen werden, Meyer wird Ihnen unterstellen, ihn zu beleidigen, nicht auf seine Argumente einzugehen… . Habe ich etwas vergessen?
    Eines wird er Ihnen aber bestimmt nicht vorwerfen, doch das ist das Wesentliche: Sie haben dank Herrn Stöckers Geduld und stoischen Gleichmuts begonnen, den Teil von Herrn Meyers Beiträgen, als Unsinn zu erkennen, der einfach Unsinn ist.
    Dazu gratuliere ich Ihnen herzlich.

  12. Mit der Zentralbank ist ein Spieler im Bankensektor vorhanden, der sich nicht an die allgemein unter Geschäftsbanken/Nichtbanken gültigen Spielregeln halten muss. Wie kann man das verstehen?

    a.) Geschäftsbanken/Nichtbanken
    Sämtliches „Geld“ (Bargeld + Geschäftsbanken-Buchgeld) bei den Nichtbanken entsteht entweder durch eine Verschuldung einer Nichtbank (NB) bei einer Geschäftsbank (GB) oder aber durch einen Ankauf von Vermögenswerten durch eine GB. Kunde Anton nimmt einen Kredit bei seiner GB auf und erhält ein Bankguthaben in Höhe des Kreditbetrages. Benno verkauft der GB ein Gebäude und erhält ein Bankguthaben in Höhe des Verkaufspreises. Beide Male hat die Bank Anton und Benno scheinbar mit „Buchgeld“ bezahlt. Aus Sicht der Bank hat diese hingegen Anton und Benno nur eine Schuldanerkennung auf deren Bankkonten dokumentiert. Was können Anton oder Benno mit diesem Schulanerkenntnis anfangen? Sie können dieses GB-Buchgeld für Überweisungen benutzen oder aber auch damit Schulden, welche sie gegenüber der Bank haben, zurückzahlen. Der Emittent eines Zahlungsmittels muss dieses zur Begleichung von Schulden akzeptieren. Bei der GB kommt noch hinzu, dass diese verpflichtet ist, auf Verlangen von Kunden diesen Bargeld im Tausch gegen GB-Buchgeld auszuhändigen. Stellt man sich jetzt vor, dass sämtliche Kunden einer GB ihr GB-Buchgeld in Bargeld tauschen wollen, so müsste die GB ihr gesamtes Vermögen, mit Ausnahme der dem EK-Anteil entsprechenden Aktivasumme, monetisieren. Dieser Hebel setzt aber voraus, dass die GB gesetzlich verpflichtet ist, ihre Schuld gegenüber den Kunden in Bargeld auszugleichen.

    b.) Zentralbank/Geschäftsbank
    Das Verhältnis GB/NB soll nun auf die Verbindung ZB/GB übertragen werden. Die GB erhält ZB-Buchgeld, wenn sie einen Kredit (auch Repo-Geschäfte zähle ich dazu) bei der ZB aufnimmt oder aber endgültig der ZB einen Vermögenswert verkauft. Was ist nun dieses ZB-Buchgeld/Bargeld? Eine Schuldanerkennung der Zentralbank? So kann man es zumindest sehen, wenn es bei einem Kredit der Zentralbank entstanden ist. Nach Ablauf der Kreditlaufzeit muss die ZB es zur Tilgung der Kreditschuld wieder annehmen. Wie zuvor bei GB/NB erwähnt muss der Emittent es zur Begleichung von Schulden akzeptieren. Er kann nicht verlangen, dass eine Frankenschuld mit US$ ausgeglichen wird. Ist das ZB-Buchgeld/Bargeld jedoch die Vergütung für einen endgültigen Kauf der ZB, so erhöht sich mit der Erhöhung des ZB-Geldes zwar auch die Schuld der ZB gegenüber den GBs, jedoch wird das Eintreiben dieser Schuld extrem erschwert wenn nicht ganz unmöglich gemacht. Jetzt jedoch zu behaupten, da die Schuld nicht eingetrieben werden könne, wäre es auch keine Schuld mehr, ist m. E. eine Irreführung.

    Beste Grüße

    • @Rudolf Müller

      Sehr geehrter Herr Müller

      Vielen Dank für Ihren Beitrag. Darf ich mich dazu wie folgt äussern?

      Erstens:

      Ich bin nicht ganz damit einverstanden damit, dass sich eine Zentralbank nicht an die allgemein gültigen Spielregeln halten muss wie Nichtbanken und andere Geschäftsbanken. Artikel 2 des Bundesgesetzes über die Nationalbank besagt: Soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, gelten die aktienrechtlichen Vorschriften des Obligationenrechts (OR)1.

      Zweitens:

      Sie schreiben: „Die GB erhält ZB-Buchgeld, wenn sie einen Kredit (auch Repo-Geschäfte zähle ich dazu) bei der ZB aufnimmt oder aber endgültig der ZB einen Vermögenswert verkauft.“

      Es ist doch viel eher so, dass die Geschäftsbank Zentralbank-Geld erhält, wenn sie im Gegenteil der Zentralbank einen Kredit gewährt. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind ja Guthaben der Banken bei der SNB und nicht umgekehrt. (Repo-Geschäfte wären Kredite der SNB an die Banken – aber diese sind kein Geld).

      Drittens:

      Die Devisen kauft die SNB von den Geschäftsbanken, indem sie ein Darlehen bei diesen aufnimmt, in Form einer Sichtverbindlichkeit. D.h. sie muss dieses Darlehen auf Sicht zurückzahlen wenn die Geschäftsbank das fordert.

      Viertens:

      Die SNB hat tatsächlich eine Frankenschuld gegenüber den Banken. Da sie keine Frankenguthaben besitzt, sondern nur Euro- und Dollar-Guthaben, muss die SNB ihre Devisen in Franken umwechseln, um so ihre Schuld in Franken bei den Banken zurückzuzahlen.

      Fünftens:

      Vollkommen einverstanden bin ich mit Ihnen, dass eine Schuld – auch wenn sie nicht eingetrieben werden kann – trotzdem eine Schuld bleibt. Diese Gefahr besteht bei den Banken, dass sie ihre Guthaben bei der SNB nicht mehr eintreiben können, falls die SNB negatives Eigenkapital ausweist.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Wer ein Konto hat, kann sich das Guthaben auszahlen lassen, natürlich in der Währung in der das Konto geführt wird. Bei einem Konto bei der SNB also in CHF, das heisst in CHF-Banknoten (@Hardy: ich meine damit CHF-Geldscheine), also Papiergeld. Alternativ kann sich die GB damit etwas kaufen, was dazu führt, dass das Guthaben auf dem ZB-Konto einer anderen GB landet. Oder sie kann sich das Geld auf ein Konto bei einer anderen GB überweisen lassen, was ebenfalls dazu führt, dass das Guthaben auf dem ZB-Konto der anderen GB landet.

    • @moneymoney

      Die SNB hat eine Sichtverbindlichkeit bei der Geschäftsbank. Daraus folgt, sie muss ihre Schuld gegenüber dem Gläubiger jederzeit auf Sicht bezahlen – abbauen. Sie kann diese nur abbauen, wenn sie dagegen einen Vermögenswert gibt, welcher der Schuld in Franken entspricht.

      Besässe die SNB beispielsweise aktive Franken, d.h. ihrerseits Giroguthaben in Franken bei den Banken, auf ihrer Aktivseite verbucht, so könnte sie diese Franken an Zahlung geben.

      Die SNB ist aber ein Devisengeschäft eingegangen, verbunden mit einer Schuld. Daraus folgt, dass sie ihre Schuld durch Rückabwicklung des Devisengeschäftes abbauen kann.

      Die SNB kann ihre Schuld gegenüber einer Geschäftsbank nicht abbauen, indem sie Franken auszahlt. Warum nicht? Weil die Emission von Franken bedeutet, dass die Schuld der SNB zunimmt und nicht abnimmt.

      Die SNB kann ihre Bilanz nicht verkürzen durch Verlängerung.

      Zudem: Will ein Investor sein Guthaben bei der SNB abbauen, so darf die SNB diesen nicht bei sich einschliessen. Lesen Sie dazu meinen Nachtrag II.

      mfG

    • @Meyer:
      Wie gesagt, die SNB kann Bargeld liefern (Passivtausch). Ein Sichtkonto gibt das Recht, sich das Guthaben auszahlen zu lassen; in CHF natürlich, denn es ist ja ein CHF-Konto. Die Geschäftsbank kann dann mit dem Bargeld machen was sie will, z.B. gegen etwas anderes (z.B. eine andere Währung) tauschen, sofern sie eine Gegenpartei findet und sich mit ihr einigen kann. Man nennt dies auch einen Markt, und der beruht auf Freiwilligkeit.

    • @monwyminey

      Hätten Sie Recht, so konnte ein Investor sein Guthaben nie mehr abziehen.

      Sie übersehen, dass der Investor der SNB sein Kapital nur befristet auf Sicht zur Verfügung stellt.

      Der Investor hat somit das Recht sein Kapital von der SNB zurück zu fordern. Er will dieses nicht mehr in SNB Fremdkapital anlegen.

      D.h. er will auch keine Banknoten. Die SNB muss diese laut Gesetz jederzeit zurücknehmen. Also kann die SNB ihn nicht mit Banknoten überfluten.

      Diw SNB imhat ein befristetes Darlehen aufgenommen und muss dieses zurückzahlen – auch in einer freien Marktwirtschaft.

      MfG

    • @moneymoney

      Addendum

      Darf ich Sie auf einen Überlegungsfehler aufmerksam machen?

      Sie sollten unterscheiden zwischen einem Kauf mit Eigenkapital durch einen Aktivtausch und einem Kauf durch Bilanzverlängerung aufgrund der Aufnahme von Fremdkapital.

      Angenommen, die SNB würde Devisen kaufen und mit Eigenkapital finanzieren z.B hohe Gewinne oder Einschuss durch den Staat (Steuerzahler), so müsste die SNB ihre Devisen nicht mehr verkaufen.

      In der freien Marktwirtschaft könnte sie dann wirklich niemand dazu zwingen.

      Anders sieht es aber aus, wenn die SNB ihre Devisen mit Fremdkapital finanziert. In diesem Fall muss sie ihre Schulden zurückkaufen.

      mfG

  13. Hallo Herr Meyer
    Ihre Aussage zum Unverständnis der SNB bezüglich der Geldschöpfung kann ich nur unterstreichen. Vergleichen Sie hierzu die BoE, die Bundesbank und Prof. Richard A. Werner.
    MfG
    Nobody

    http://www.initiative-monnaie-pleine.ch/fa/img/Wie_entsteht_Geld/Richard_Werner_-_How_do_banks_create_money.pdf

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/EN/Topics/2017/2017_04_25_how_money_is_created.html

    https://www.monetary.org/wp-content/uploads/2016/03/money-creation-in-the-modern-economy.pdf

    • @Nobody
      Genau das wurde von Herrn Jordan in seinem Referat vom 16. Januar erzählt. Ihre Links unterstützen die Thesen von Herrn Meyer keineswegs.

    • @Roman Günter

      Jordan hat punkto Geldschöpfung der Banken genau das wiederholt, was ich hier im September 2013 aufgedeckt hatte.

      Leider hat er nicht erwähnt, dass die SNB bis vor kurzem die falsche Geldtheorie aufgeschaltet hatte.

      MfG

    • Hallo Nobody,

      Die (meisten) Ökonomen machen eine falsche Zuordnung.

      Geld ist ein Oberbegriff, ähnlich wie Obst.

      Geld:
      – Schweizer Franken
      – US-Dollar
      – Rubel
      – Euro

      Obst:
      – Äpfel
      – Kirschen
      – Pflaumen
      – Birnen

      Aus Ihrem Link (monetary.org …)
      „Whenever a bank makes a loan, it
      simultaneously creates a matching deposit in the
      borrower’s bank account, thereby creating new money.)

      Nein, kein neues Geld, ein neues Geld-Schuldverhältnis, ein neuer Geldschuldner und ein neuer Geldgläubiger.

      Ökonomen haben erhebliche Probleme mit der Logik.

      Beispiel:

      Mein Nachbar gibt mir einen Apfelkredit in Höhe von 10 Äpfeln, er gibt mir die Äpfel aber nicht, sondern er erteilt mir nur eine Gutschrift auf mein Apfelkonto.

      Ich habe jetzt eine Apfelforderung in Höhe von 10 Äpfeln, die ich auf Sicht von meinem Nachbarn verlangen kann.

      Welcher Narr würde diese Apfelsichtforderung als Obst bezeichnen?

      Genau das machen die närrischen Ökonomen, sie bezeichnen eine Geldsichtforderung als Geld.

      Völlig gaga, völlig verrückt.

      Eine Bank kann kein Geld schöpfen, wenn ich zur Bank gehe und zehntausend Franken Kredit bekomme, dann lasse ich mir die Franken geben. Diese Franken kann die Bank ausschließlich ihrer Kasse entnehmen.

      Nur das, was in einer Kasse ist, ist Geld.

      Nur das, was in einer Obstkiste ist, ist Obst.

      Ein Giroguthaben ist kein Geld, sondern begründet ein separates Schuldverhältnis, bei dem ich Kreditgeber bin und die Bank mein Geldschuldner ist.

      Kredit ist Kredit, Schuldverhältnisse sind Schuldverhältnisse.

      Nur Geld ist Geld.

      Freundliche Grüße!

    • Geehrter Herr Meyer

      Was Herr Jordan in seinem Referat über die Geldschöpfung sagte, konnte schon, sehr ausführlich in ihrer historischen Entwicklung beschrieben, im Buch der SNB zum hundertjährigen Jubiläum von 2007 nachvollzogen werden. Herr Jordan war auch dort einer der Autoren.

      Soweit ich verstanden zu haben glaube, verbreiten Sie seit 2013 die These, dass eine für die Nationalbank über die Bereitstellung auf dem Girokonto für Geschäftsbanken (Passiven in der SNB Bilanz) hinaus reichende Verpflichtung besteht, d.h. die Geschäftsbanken können sich aus den Aktiven der SNB nach eigenem ermessen bedienen.

      Beste Grüsse

    • @Hardy, …
      Ich nehme mal an, Sie sind Informatiker und stecken tief im Tauschgeschäft. Jedenfalls erinnern mich Ihre Argumente an ähnlich vorgebrachtes aus dieser Richtung. Die Vollgeld-Initianten wie auch die EGeld-Enthusiasten argumentieren in ähnlicher Weise. Das gesetzliche Zahlungsmittel steht funktional zwischen Tauschgeschäften (Waren/DL) und sollte m.E. nicht als Equity, sondern eher als Kontrakt betrachtet werden. Das erleichtert auf jeden Fall die entsprechend konzeptionelle Diskussion.

    • @Roman Günter

      Sejr geehrter Herr Günter

      Die SNB hat viele Jahre lang bis vor kurzem die Geldschöpfung mit dem irrigen Geldmultiplikator auf Ihrer Home Page.

      Sie hat erst vor kurzem die falsche Geldschöpfungstheorie durch die korrekte ersetzt.

      Btte belegen Sie Ihre Behauptung hier mit den zutreffenden konkreten Zitaten.

      Auch Ihre zweite Behauptung trifft nicht zu.

      Ich zeige, dass die SNB ihre Devisen mit Sichtverbindlichkeiten finanziert hat.

      Das bedeutet, dass die Gläubigerbanken ihre Guthaben bei der SNB auf Sicht zurückfordern dürfen.

      Die SNB muss in diesem Fall Vermögen veräussern.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Das Buch der Nationalbank führt über ein paar hundert Seiten die Entwicklungen auf. Ein Zitat wird schwierig. Bei Gelegenheit versuche ich eine Zusammenfassung zu erstellen.

      Sie erklären; „Ich zeige, dass die SNB ihre Devisen mit Sichtverbindlichkeiten finanziert hat. Das bedeutet, dass die Gläubigerbanken ihre Guthaben bei der SNB auf Sicht zurückfordern dürfen.“

      Worauf gründen Sie die Forderung der GB and die SNB?
      Ist es nicht eher eine Forderung der GB an andere Girokonti-Inhaber?

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke

      Erstens:

      Nein. Es ist so, dass die SNB bis vor kurzem die irrige Geldmultiplikatortheorie auf ihrer Home Page hatte.

      Zweitens:

      Jede Schuld ist rückzahlbar. Es gibt verschiedene Varianten: Kredit über Nacht bis 30 Jahre und in seltenen Fällten endlose Kredite. Aber auch letztere enden bei Liquidation und der Gläubiger hat ein Recht auf Liquidationserlös.

      Dazu gibt es auch noch Kredite auf Sicht. Deren Rückzahlung ist ungewiss. Sie sind auf Sicht fällig. Also sofort, wenn der Gläubiger das will – unangekündigt.

      Die SNB deklariert ihre Schulden bei den Banken als Sichtverbindlichkeiten.

      Damit sollte auch die SNB wissen, dass sie ihre Schulden sofort zurückzahlen muss, wenn dies vom Gläubiger gewünscht wird.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Die SNB hat es JETZT angepasst und ihre Sichtweise verändert. Bis vor kurzem wurde wie Herr Meyer richtig betont auf der Homepage der SNB etwas anderes erzählt. Die von mir verlinkten Beiträge sind nicht neu. Warum hat das wohl so lange gedauert?

  14. @ Arbeitgeber (AHV-Rentner)

    „kann daraus geschlossen werden, dass die Forderung, die eine 100 Franken Banknote ausdrückt, sich demnach gegen die Gemeinschaft der Wirtschaftenden und nicht gegen den Emittenten selbst richtet?“

    Ökonomisch betrachtet eindeutig JA, streng juristisch gesehen nein, da man mit einer Banknote nichts fordern kann. Von daher spreche ich in diesem Kontext von einem unspezifischen Anspruch auf das BIP. Für einen spezifischen bzw. konkreten Anspruch bedarf es aber zuerst eines Kaufvertrags. Keiner MUSS Ihnen für ihre 100 Franken etwas verkaufen. Dennoch werden es wohl die meisten tun; insbesondere dann, wenn sie noch Schulden bei anderen/Banken haben. Es ist letztlich der Schuldendruck der Kreditnehmer, der dem Geld einen „Wert“ verleiht. Denn das zur Kredittilgung nötige Geld erhält er gewöhnlicher weise nur dann, wenn er nützliche Produkte/Leistungen am Markt anbietet.

    Damit aber die Reihenfolge noch einmal klar und deutlich wird: Zuerst muss ich einen Vertrag abschließen (Kaufvertrag, Mietvertrag, Arbeitsvertrag…). Die Zahlungsverpflichtung ergibt sich aus diesem Vertrag, sobald der andere Vertragspartner seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt hat. Mit der Übertragung der Banknote wird meine Schuld getilgt.

    „Wie kann man diesen Standpunkt vertreten, gerade, wenn im Lichte der doppelten Buchhaltung etwas anderes suggeriert wird?“

    Ihr Verständnisproblem bekommen Sie ja vielleicht dadurch gelöst, dass Sie mal alles vergessen, was Marc Meyer hier immer wieder zum Besten gibt und Sie sich vergegenwärtigen, dass wir in einem zweistufigen hierarchischen Geldsystem leben. Und es ist nicht die Doppik/Buchhaltung, die hier etwas anderes suggeriert, sondern die Fehlinterpretation der Bilanzpositionen durch MM, Hardy & Co.

    In einem dreistufigen System wäre auf der obersten Ebene das Gold, auf der nächsten Ebene das Zentralbankgeld und auf der dritten Ebene das Bankengiralgeld/Kreditgeld/Schuldgeld und darunter auf einer vierten Ebene Gutscheine, Bonussysteme, Flugmeilen etc. pp. Die Goldmenge wird durch die unsinnige Goldförderung determiniert, die wie Bitcoin eine ökologische Katastrophe ist. Leider kein Erkenntnisfortschritt seit Midas.

    In einem zweistufigen System ist es aber das Zentralbankgeld. Ökonomisch bedeutsam ist aber nicht so sehr die Geldmenge M0 (Zentralbankgeld), sondern die Entwicklung von M1/M2/M3. Und diese hängt überwiegend von der privaten und auch der staatlichen Kreditentwicklung ab. Bei vielen geldpolitischen Operationen ändert sich M1/M2/M3 aber gar nicht, sondern lediglich M0. Nur bei einem definitiven Ankauf von Assets von Nichtbanken durch eine ZB steigt die relevante Geldmenge. Aber in der Liquiditätsfalle hat auch das keine realen Wirkungen. Am ZLB degenerieren zinslose Banknoten zu einem eigenständigen Asset und statt realer Investitionen wird das Geld „gebunkert“. Damit ist Geld im aristotelischen Sinne nicht mehr Mittel zum Zweck (Kaufen beim Coop), sondern der Zweck an sich (Dagobert Duck). Daher haben wir in unserer Kindheit dieses Lied gelernt, danach aber zu viel Micky Maus gelesen und wieder alles vergessen: https://youtu.be/Mh8H_fXF3eI.

    LG Michael Stöcker

    • @Herr Michael Stöcker

      Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie haben vor einigen Tagen die Diskussion zu meinem Beitrag hier demonstrativ verlassen, weil ich mich angeblich nicht mit Ihren fachlichen Argumenten auseinandersetze.

      Nun sind Sie wieder da. Wissen Sie eigentlich, was Sie wollen?

      Zudem ist es eine Frechheit von Ihnen, wenn Sie meinen, jeden Ihrer ellenlangen Texte aufdringlich zuoberst platzieren zu müssen.

      Als Schreiber des originalen Beitrages und Diskussionsleiter hier erlaube ich mir einen Nachtrag zuoberst zu platzieren.

      Spezifische Antworten platziere aber auch ich dort, wo diese hingehören.

      Es gibt Kästchen hier, wo Sie die spezifischen Antworten platzieren können. Wenn Sie sich als Diskussionsleiter hier profilieren wollen, so schreiben Sie gefälligst einen eigenen Beitrag.

      Auch erwarte ich, dass Sie sich an mich wenden, wenn Sie mir fachlich widersprechen wollen und nicht hintendurch bei anderen Diskussionsteilnehmern verunglimpfen.

      Auch missbrauchen Sie als Trittbrettfahrer die Diskussion zu meinem Beitrag immer wieder mit Ihren eigenen Links, um auf sich aufmerksam zu machen.

      Auf diesem Blog tummeln sich Trolle der SNB und dieThumbs up werden manipulativ in die Höhe geschraubt.

      Bilden Sie sich nichts ein auf Ihre Thumbs up und halten Sie sich an die Regeln hier. Wissen Sie auch was Anstand ist?

      Marc Meyer

    • Grüezi@Herr Michael Stöcker,

      vielen Dank für Ihre Zeit und verständliche Skizzierung dieser (für Laien) komplexen Vorgänge.

      „In einem zweistufigen System ist es aber das Zentralbankgeld. Ökonomisch bedeutsam ist aber nicht so sehr die Geldmenge M0 (Zentralbankgeld), sondern die Entwicklung von M1/M2/M3.“

      Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist die Passivierung des Notenumlauf bei der SNB in der Geschichte begründet?

      Die Aufhebung der Einlösungspflicht, hat aus einem dreistufigen – einen – zweistufigen System werden lassen?

      Wieso hat man die Buchhaltung nicht an dieser neuen Realität angepasst?

      Die SNB muss die Münzen von den staatlichen Münzstätten kaufen, deshalb befinden sie sich auf der Aktivseite der SNB?

      Fazit: das unbegrenzte Emissionsrecht für Banknoten liegt bei der SNB – und – die Münzhoheit liegt, beim Staat? Für die SNB ist das selbst emittierte gesetzliche Zahlungsmittel – ein – MITTEL zur SCHULDENTILGUNG; weil es alleine ihr obliegt diesen zu emittieren?

      Die Beibehaltung der Notenemission auf der Passivseite ist deshalb als Anachronismus einzustufen?

      Ich gebe es ganz offen zu, dass mir die ganze Geschichte ziemlich suspekt vorkommt.

      Sie grüssend

    • @Chamäleon

      Den Befürwortern der SNB-Geldpolitik sind die Argumente offenbar vollends ausgegangen und sie können nur noch auf die Person spielen.

      schlechte Verlierer eben.

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Ihr letzter Beitrag an @Michael Stöcker ist nicht nachvollziehbar – lassen Sie mich das in aller Sympathie für Ihre stichhaltige Argumente sagen. Herr Michael Stöcker hat Sie ja freilich wohl mit keinem Wort beleidigt, sondern hebt sich mit seiner Argumentationsrationalität deutlich von anderen Kommentatoren ab. Wir leben doch nicht in einer Diktatur, oder? Diktatoren dulden kein Widerwort und wollen immer Recht haben. Wir wollen aber nicht „RECHT“ haben, sondern die Wahrheit herausfinden. Die falsche Darstellung der Gegenposition erfolgt entweder bewusst, als rhetorisches Mittel oder unbewusst, weil man sie nicht richtig verstanden hat.

      Sie grüssend

    • Who the f… is Marc Meyer, „Dr.“? Obviously a meaningless loser known to nobody, for some 25 years trapped in his dark cage, no light in sight. Urgently let a psychiatrist analyse all your failed reactions and listen carefully to his assessment.

    • @ Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist die Passivierung des Notenumlauf bei der SNB in der Geschichte begründet?“

      Da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Die Aktivierung des MÜNZGELDES ist aus der Geschichte heraus begründet, weil es in früheren Zeiten kein reines Schuldgeld gab, sondern das Seigniorage-Privileg des Seigneurs (Schlagschatz). Die Münzen waren zudem vollwertig geprägt. Damit gab es keine weitere Einlösepflicht mehr, da die Münzen ja bereits Gold waren. Dieses alte Privileg hat sich bis heute gehalten, ist aber von der Größenordnung doch eher eine Marginalie und somit eigentlich zu vernachlässigen. Mit den paar Millionen, die hier letztlich schuldfrei dem Staatshaushalt zufließen, ist doch nun wirklich kein Staat zu machen.

      Banknoten waren schon immer ein Passivum. Sie verweisen darauf, dass es sich bei unserem Geldsystem weitestgehend um ein Schuldgeldsystem handelt (Ausnahmen hatte ich ja bereits weiter unten erwähnt). Und wenn die ZB Banknoten in den Verkehr bringt, dann hat das in 99,999 % aller Fälle keine Auswirkung auf die Geldmenge M1/M2/M3. Es ist AUSSCHLIESSLICH der Bargeldaffinität der Bevölkerung geschuldet. Wenn wir in einer fernen Zukunft ja vielleicht alle auf Bargeld verzichten und nur noch mit unserer mobilen App bezahlen, dann tendiert der Notenumlauf gegen null. Hardy bastelt sich hier eine Story zusammen, die mit der Realität aber auch gar nichts gemein hat.

      Zentralbankgeld ist letztlich zu einem sehr großen Teil nichts anderes als umlauffähige Schulden, ohne aber selbst eine Schuld zu sein, da es keine weitere Einlösepflicht mehr gibt. Hohe Bestände an Zentralbankgeld sind meist die Folge von nationalen und internationalen Ungleichgewichten (Einkommens- und Vermögensdisparitäten sowie persistente Leistungsbilanzungleichgewichte). Das Problem ist also nicht die SNB, das Problem ist die Geldvermögenskonzentration in den Händen der 1 %. Der Matthäus-Effekt hat noch jedes System zum Einsturz gebracht. Das will aber keiner hören; denn das passt ja nicht um Glaubensbekenntnis der unsichtbaren Hand. Und wer so argumentiert, der wird unreflektiert in die linke Umverteilungsschublade gesteckt und jegliche rationale Diskussion wird so schon im Keim erstickt. Und auf diesem Pfade irrt die Menschheit nun schon seit mindestens 2000 Jahren vorwärts.

      LG Michael Stöcker

    • @pathetic

      Jedermann kann hier sehen, wie die Befürworter der SNB sich verhalten gegenüber jemandem, der es wagt, die SNB zu kritisieren.

      – Anonym
      – ohne fachlichen Gehalt
      – persönlich extremst beleidigend

      Marc Meyer

    • Grüezi Herr Michael Stöcker,

      „Zentralbankgeld ist letztlich zu einem sehr großen Teil nichts anderes als umlauffähige Schulden, ohne aber selbst eine Schuld zu sein, da es keine weitere Einlösepflicht mehr gibt.“

      Ergo: ist deshalb, dass von der SNB emittierte gesetzliche Zahlungsmittel, (EIN DOKUMENT), dass die Erbringung einer Leistung und das daraus (ERWORBENE) Anrecht auf Bezug einer Gegenleistung beweist; somit für den Emittent ein „NICHTS“?.

      „Das Problem ist also nicht die SNB, das Problem ist die Geldvermögenskonzentration in den Händen der 1 %.“

      In diesem Zusammenhang, möchte ich die chronischen Exportüberschüsse erwähnen, die sind auch für die SNB ein Problem. Inzwischen hält die SNB nahezu drei Viertel des Netto-Auslandvermögens der Schweiz. Damit werden m.E. auch die Abwertungsverluste sozialisiert. Dieser 1% hat sich also durch das Zentralbankensystem abgesichert?

      Mein Gott, wie schwierig das ist……

      Sie grüssend

    • @ Arbeitgeber (AHV)

      Danke für Ihren Hinweis

      Es gibt vor allem dtei Taktiken hier, welche gegen mich hier immer wieder ins Feld gegührt werden, wenn die Argumente ausgehen.

      Einmal anonym und extrem beleidigend. Herrn Stöcker habe ich sogar gedankt, dass er mit seinem Namen unzerschreibt.

      Dann werden Thumbs up erwiesenermassen manipuliert. Das tut Herr Stöcker nicht selber, aber profitiert davon.

      Er profitiert auch von den Anonymen Beleidigern und lässt sich das sehr wohlgefallen. Kein Eort von ihm, dass ihm das missfallen würde.

      Von Ihnen auch nicht.

      So dann platzierte M.Stöcker sämtliche seine Voten immer zuoberst. Damit drängt er sich permanent in den Vordergrund.

      Zudem wollte er immer über aktive Repos debattieren, um die es hier nicht geht. Es geht um passive Sichtverbindlichkeiten von 700 Milliarden.

      Er wollte mir diktieren, in welcher Reihenfolge ich auf seine auf seine Argumente eintreten soll.

      Als ich das nicht wunschgemäss tat, verliess er deminstrativ die Diskussion. Ich sei nicht an einer fachlichen Diskussion interessiert.

      Nun hat er sich entgegen seiner Entscheidung wieder eingeschaltet. Er wendet sich aber nicht an mich, sondern an Sie und macht sich über meine Argumentation hintenherum lustig (zum Besten geben).

      Insgesamt sind die Kommentare von M. Stöcker auuch herablassend verfasst.

      MfG

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Wovon profitiert Herr Michael Stöcker? Was wird besser für ihn? Ist das hier ein Wettbewerb?

      Herr Dr. Meyer, nochmals, Herr Stöcker hat m.E. in keinster Weise beleidigt, sondern hat starke konkrete Gegenargumente geliefert.

      Beleidigung brauchen Sie sich nicht gefallen zu lassen. Im Gegenzug sind die Überzeugungsargumente des Gegners nicht abzuwerten.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      Was ich Herrn Stöcker zugutehalte, ist, dass er mit seinem Namen zu seinen Texten steht und nicht anonym schreibt und sein Pseudonym wechselt, wie das andere hier tun. Das habe ich ihm auch so in einem Kommentar mitgeteilt.

      Ich werde hier in der Diskussion stark benachteiligt: Ich stehe zu dem was ich sage mit meinem Namen. Wenn mir ein unachtsames Wort entweicht, oder eine falsche Argumentation, so muss ich als Privatperson dazu stehen. Das tun alle anderen mit Pseudonymen nicht. Wenn sie klar widerlegt sind, wechseln sie einfach das Pseudonym und können teilweise extrem beleidigend sein, was ich alles aushalten und damit umgehen muss.

      Es gibt vor allem einen Kommentator, extremst beleidigend, der sein Pseudonym vielfach ändert, und sich sogar gegenseitig schreibt, um den Eindruck zu erwecken, in der Mehrzahl zu sein. Es ist ein Professor aus dem engsten Umkreis der SNB.

      Denken Sie daran: Ich stehe auch im Leben mit vielen Menschen täglich im Kontakt und solch extrem beleidigende Kommentare können sich je nachdem nachteilig für mich auswirken. Tun sie momentan nicht, weil ich ein gutes Umfeld habe. Aber dennoch hat das niemand gern.

      Ein weiteres Problem für mich sind die neuerlichen „thumbs up“. Diese beeinflussen die Diskussion massiv. Diese thumbs up werden erwiesenermassen manipuliert. Es ist stark benachteiligend für mich, wenn jemand die Kommentare liest und dann gleich mit drei negativen Kommentaren gegen mich konfrontiert wird, welche angeblich am meisten thumbs up erhalten haben sollen, die jedoch manipuliert sind.

      Die Diskussionen zu meinen letzten Beiträgen waren deutlich gekennzeichnet von extrem frechen Kommentaren (oft nur ein einzelner, der Mehrfachpseudonyme verwendet), was sich sofort auf weitere Kommentare überträgt. Das steckt an und gibt anderen den anonymen Polemikern Mut und sie schaukeln sich gegenseitig hoch – ohne fachliche Argumente und anonym. Es ist vergleichbar mit einem frechen Jugendlichen, der sofort andere ansteckt. Oder vermummten Chaoten die zusammen in der Anonymität mutig sind.

      Sie sehen, ich werde auf diesem Forum stark benachteiligt. Es bleibt mir aber nichts anderes übrig, weil die Medien in der Schweiz im engen Kontakt zur SNB stehen und umgekehrt und keine Kritik an der SNB zulassen. Es ist für mich nur auf diesem anonymen Forum möglich, mich zur SNB zu äussern.

      Und nun zu Herrn Stöcker: Herr Stöcker erhielt sehr viele Thumbs up, wovon ein grosser Teil auch manipuliert sein dürfte. Davon profitiert Herr Stöcker. Ich denke aber, Herr Stöcker hat das nicht realisiert. Er wurde auch von mir gegenüber extrem beleidigenden anonymen Kommentatoren gelobt. Das ist natürlich Taktik der anonymen SNB-Befürworter. Sie wollen spalten und Misstrauen säen.

      Sie fragen: Ist das hier ein Wettbewerb? Mit den „thumbs up“ nimmt das effektiv solchen Charakter an. Es ist vergleichbar mit einer Schlägerei auf dem Schulhof, oder mit einem Boxkampf, wo zwei Parteien ihren Favoriten hochjubeln und den andern demütigen wollen. Primitiv. Aber so komme ich mir hier vor.

      Herr Stöcker profitiert nun von dieser Situation. Er wird von beleidigenden Chaoten hochgejubelt. Sie sprechen von seinen guten Argumenten. Dazu will ich hier nur folgendes sagen: Immer wieder wollte er auf Repos zu sprechen kommen. Diese werden jedoch aktiv verbucht. Mein Beitrag geht aber um Giroguthaben, Passiven der SNB.

      Er wollte mir vorgeben, dass ich gemäss seinen Anordnungen die Reihenfolge einzuhalten habe. Dabei übersieht er, dass ich den Betrag hier geschrieben habe und nicht er. Ich denke deshalb, dass mir die Diskussionsführung zusteht – nicht ihm.

      Als ich mich seinen Anweisungen nicht fügte, verliess er demonstrativ die Diskussion hier mit dem Vorwurf an mich, ich sei nicht an einer fachlichen Diskussion interessiert. Auch das ist nicht korrekt. Nach seinem demonstrativen Verhalten wurde der Ton anderer hier nochmals beleidigender. Und nun kommt er zurück in die Diskussion, als sei nichts geschehen.

      Was mir aber auffällt, ist, dass er sich nicht an mich wendet, sondern an andere Kommentatoren wie Sie, und sich bei denen über mich lustig macht („zum Besten geben“). Auch das schätze ich nicht. Ich finde, wenn er mit meiner Argumentation nicht einverstanden ist, so soll er sich an mich wenden. Natürlich kann er mit Ihnen diskutieren – aber er soll sich dabei nicht über mich abwertend äussern und sich über mich lustig machen.

      Kommt hinzu, dass er seine Texte bis zu meiner Kritik praktisch ausnahmslos zuoberst platziert. Er will damit die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Was soll das? Es gibt Kästchen, wo man die Antwort platzieren kann. Andere platzieren ihre Antwort auch bei den Antwort-Kästchen.

      Ich hatte m.E. also genügend Grund, Michael Stöcker einmal zurecht zu weisen.

      mfG

      Marc Meyer

    • Mir kommen gleich die Tränen, welch jämmerliches Gejammer im Stile 16jähriger Teenager Girls, dle sich bei ihrer bf über die böse Konkurrentin ausweinen. Eines Ihrer verwendeten Worte ist: erbärmlich!

  15. Nachtrag I

    Analyse des Vortrags von SNB-Präsident Jordan vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich, gestern, 15.1.2017

    „Die Schaffung von Geld in der Wirtschaft“.

    Zu diesem Vortrag möchte ich folgende Bemerkungen anbringen:

    Erstens:

    Jordan sagte:

    „Die Zentralbanken haben auf die Krise rasch reagiert und führten dem Bankensystem in grossen Mengen Liquidität zu.“

    Liquidität zuführen würde bedeuten, dass die Zentralbanken den Banken Kredite gewähren. Das tat die SNB aber nicht; Sie führte dem Schweizer Bankensystem keine Kredite zu, sondern nahm im Gegenteil von diesem hunderte Milliarden Kredite auf. Das beweist die SNB-Bilanz.

    Die SNB führte dem Eurosystem Liquidität zu – nicht dem Schweizer Bankensystem.

    Zweitens:

    Wie Buchgeld bei den Banken entstehe, beschrieb Jordan korrekt:

    „Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, schreibt sie dem Kreditnehmer den entsprechenden Betrag als Einlage auf seinem Konto gut. Dadurch nehmen auf der Aktivseite der Bankbilanz die Kredite und auf der Passivseite die Kundeneinlagen zu. In der Regel wird der Kreditnehmer seine neue Einlage umgehend dazu verwenden, die Güter zu erwerben, für deren Anschaffung er den Kredit beantragt und erhalten hat.“

    Das entspricht haargenau dem, was ich im September 2013 hier auf Inside Paradeplatz mit Buchungssätzen aufgedeckt hatte. Jahrzehntelang behauptete die Wirtschaftswissenschaft, Geld entstehe dadurch, indem die Zentralbank einer Geschäftsbank einen Geld in Form eines Aktivkredits zuführe („Liquidität“; „Lender of Last Resort“). Anschliessend könnten die Banken dieses Kapital weiter ausleihen. Es entstehe somit ein Geldmultiplikator.

    Auch die SNB hatte diese falsche Geldtheorie bis vor kurzem auf ihrer home page und hat sie nun stillschweigend ersetzt.

    Es befremdet, dass die SNB meine diesbezüglichen Argumente stets ablehnte und nun kommt der SNB-Präsident höchst persönlich daher und übernimmt meine Argumentation von damals. Wissenschaftliche Fairness und Korrektheit sieht anders aus.

    Drittens:

    Jordan behauptete einmal mehr:

    „…die Zentralbanken (sind) tatsächlich in der Lage …, einfach «Geld zu drucken….“ Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

    Das ist der gravierendste Irrtum von SNB-Chef Jordan: „den eigenen Verpflichtungen nachkommen“ bedeutet, die eigenen Verpflichtungen abbauen.

    Die eigenen Verpflichtungen können auch als Verbindlichkeiten oder Schulden bezeichnet werden und sind auf der Passivseite der SNB-Bilanz verbucht.

    Das Geld, das die SNB druckt ist ebenfalls auf der Passivseite verbucht.

    Wie will nun die SNB ihre Schulden abbauen bzw. die rechte Seite ihrer Bilanz verkürzen, wenn sie „Geld druckt“ – also die rechte Seite verlängert?

    Das ist buchhalterisch unmöglich. Niemand kann die rechte Seite der Bilanz verkürzen, indem er sie verlängert.

    Niemand im ganzen Saal bemerkte diesen Irrtum. Der Saal war von kollektiver Blindheit geschlagen.

    Da war der „Doyen der Wirtschaft“, Rainer E. Gut, wie ein Sprecher ehrwürdig sagte, da war der ZKB Präsident Scholl, das war der Chefredaktor Wirtschat der NZZ, da war der Zürcher Regierungsrat Stocker, und und und – die Creme de la Creme der Schweizer Wirtschaft war anwesend – und niemand bemerkte den Kapitalfehler von Jordan.

    Ich machte Jordan auf seinen Irrtum aufmerksam und sagte, das sei mir peinlich. Er aber meinte, die SNB könne selber bestimmen, wann sie Geld zurücknehme oder nicht.

    Damit ging er erstens nicht auf meinen Kritikpunkt ein und zweitens ist es gar nicht die entscheidende Frage: Wenn die SNB auf ihrer Aktivseite nicht über genügend Vermögen verfügt, kann die SNB ihre Schulden auf der Passivseite nicht zurückzahlen und ist Konkurs.

    Da hilft auch nicht, wenn Jordan argumentiert, Notenbankgeld sei gesetzliches Zahlungsmittel. Sichtguthaben sind gesetzliches Zahlungsmittel. Aber die SNB hat keine Sichtguthaben – sie hat nur Sichtverbindlichkeiten. Diese sind aber nicht gesetzliches Zahlungsmittel.

    Ich machte das Publikum darauf aufmerksam, dass die SNB Konkurs sei bei negativem Eigenkapital der SNB und dass in diesem Fall ein grosses Problem auf uns zukäme.

    Keine Reaktion – nichts. Das Publikum wirke auf mich wie gelähmt. Es ergab sich auch keine Diskussion ausser der Frage, ob vielleicht die Tausendernoten abgeschafft würden.

    Zugegeben – ich hatte auch nur ganz wenig Zeit, diesen Irrtum von Jordan zu erklären, so dass ich den entscheidenden Punkt offenbar nicht gut „rüberbringen“ konnte – trotzdem: Das Problem ist einfach zu durchschauen. Und es ist mir unverständlich, dass beispielsweise ein „Doyen der Schweizer Wirtschaft“ solche Irrlehren einfach durchwinkt. Hat er überhaupt verstanden?

    Abgesegnet ist diese Irrlehre von Jordan deshalb aber immer noch nicht.

    Zu gross ist die Gefahr, dass die SNB Konkurs dereinst Konkurs geht und wir dem Euro-Raum oder gar der Euro werden beitreten müssen, nur weil die SNB ihr Geschäft nicht versteht..

    Es gab noch weitere Überlegungsfehler von SNB-Chef Jordan – aber die sind angesichts der Bedeutung des soeben genannten Kapitalfehlers nicht der Rede Wert – insbesondere wenn es die unsägliche Vollgeld-Initiative betrifft.

    Herr Jordan ist sehr sympathisch rübergekommen – aber wir müssen auch die buchhalterischen und rechtlichen und volkswirtschaftlichen Konsequenzen seiner Geldpolitik betrachten – und da darf der Widerspruch nicht ausbleiben.

    Marc Meyer

    • Untermass eben………………..

      Nur weil sie CEOs in grossen Firmen waren, noch sind, oder sonst wie zur Prominenz gehören, sind die allesamt doch Politisch, im Tagesgeschehen und anderen Dingen oft sehr ungebildet.
      Wären unsere Wirtschaftsführer nämlich wirkliche Koryphäen, müsste da ein sehr weiter Horizont zwingend dazugehören.
      Solche Menschen gab es einmal Escher war so einer.
      Aber sie sind selten und man erinnert sich ihrer oft nicht einmal gerne.
      Denn Übermass erinnert alle diese „Wirtschaftsführer“ daran das sie eben das nicht sind.

      Die werden oft bewundert weil sie zu viel Geld gekommen sind und man deswegen über sie spricht,
      kennt man so einen persönlich, ist man oft enttäuscht.

      Sehen sie sich unsere Politiker an, wie oft finden sich dort blosse Nieten die so tun als wüssten sie viel.
      Sommaruga, Burkhalter, Chantal Gallade, Phillip Müller, Nordmann, Wermuth, Geri Müller, Levrat, Badran ……………..Myriaden an Sau oder Mittelmässigen.

      Darum werden die an so einem Abend keine Diskussionen führen, sondern sich unter ihresgleichen treffen später eins Trinken gehen, es läuft ja alles sie wie immer …….und genau das soll es auch weiterhin.

      Ob Jordan ein netter Mann ist und ankommt, ja das dürfte so sein, ist aber für unser Land uninteressant.
      Viel wichtiger wäre es, er würde sich dem Mainstream der Nationalbanken widersetzen.
      Tut er sicher nicht.

      Es wird Volkes Aufgabe sein diese Unfähigen, nichts wissen wollenden, Verantwortungslosen irgendwann samt und sonders zur Rechenschaft zu ziehen.

    • Und wieder mal hat’s keiner gemerkt oder verstanden im ganzen Saal „von kollektiver Blöd- und Blindheit geschlagen“, ausser natürlich… ja wer wohl?

    • @Gähn (schon wieder ein neues Pseudonym? – das ist wirklich zum Gähnen)

      Vorne behauptet einer, er könne die rechte Seite der SNB-Bilanz verkürzen, indem er sie verlängert.

      Und alle glauben das im überfüllten Saal.

      Niemand widerspricht – nicht einmal der „Doyen der Schweizer Wirtschaft“.

      Da frage ich mich wirklich…

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Danke, dass Sie auch im „Auge des Hurricans“ den Schneid haben, kritische Fragen an die SNB Führung zu stellen. Dies muss erlaubt, ja sogar erwünscht sein in einer offenen Demokratie.

      Wie von Ihnen dargelegt geht es ja um die berechtigte Frage, ob die Argumentation der SNB, sie emittiere das Notenbankgeld auf der Passivseite ihrer Bilanz schuldfei, haltbar ist oder nicht. Die Befürworter dieser gängigen Meinung stützen diese mit dem Argument der von der SNB emittierte CHF sei gesetzliches Zahlungsmittel.

      Sie halten dagegen, dass die Giroguthaben der Banken bei der SNB nur für diese Banken Zahlungsmittel sind, da nur ein Aktivum Zahlungsmittel sein kann. Für die SNB ist Notenbankgeld wie in der Bilanz ausgewiesen jedoch Fremdkapital (und damit für sie kein Zahlungmittel da eine Verbindlichkeit) mit allen daraus folgenden wirtschaftlichen und rechtlichen Konsequenzen z.B. bei negativem Eigenkapital.

      Ich finde Sie haben in Ihrem Artikel und Kommentaren „Schurkenstaat Schweiz?“ einige realistische Konsequenzen der SNB Geldinterpretation aufgezeigt. Verweigert die SNB den Banken den Abbau ihrer Giroguthaben (z.B. weil sie einen drohenden Verlust vermeiden will), sperrt sie die Banken bzw. indirekt deren Investoren bei der SNB im CHF ein. Es wäre nur noch möglich die Positionen in CHF von einer Bank zur anderen zu transferieren und/oder gegen CHF-Noten einzutauschen (beides Passivtausch aus Sicht der SNB ohne Bilanzverkürzung). Die SNB würde/müsste den freien Kapitalverkehr massiv einschränken, wenn sie z.B. den internationalen Anlegern (Passivseite der Bankbilanzen) den Rücktransfer ihrer Anlagevermögen verweigern würde. Die Diskussion hakt nach m.E. immer wieder an diesem Punkt. Vielleicht lohnt es sich das eine oder andere Argument aus ihrem damaligen Artikel/Kommentar hier zu ergänzen.

      Auch ich bezweifle stark, dass die Formal-Argumentation/Interpretation der SNB und ihrer Führsprecher selbst geringem Gegenwind aus dem EU-Raum und/oder den USA standhalten würde. Obwohl ich in keinster Weise Befürworter staatlich legitimierter Steuerhinterziehung bin, werden dann doch Erinnerungen an die damalige Herausgabe von Kundendaten and die USA wach. Angesichts der horrenden SBN-Bilanzrisiken darf man als braver Steuerzahler hier eine offene Diskussion und Stellungnahme der SNB erwarten.

      Besten Dank und freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Vielen Dank für Ihren Input. Sie haben Recht. Ich werde versuchen, in einem Nachtrag nochmals auf die Argumente aus dem Beitrag „Schurkenstaat Schweiz“ aufzugreifen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  16. @ Hardy, der Student

    „Zuerst prägen Staaten Münzen, die Münzen sind das Geld.“

    So ist es, Hardy. Wobei es nicht immer Staaten sein mussten, sondern auch schon mal Fürsten, Bischöfe, Städte oder auch Reichsstände. Der Münzgewinn – der sogenannte Schlagschatz – stand dem jeweiligen Seigneur zu. Von daher ja auch der Begriff der Seigniorage.

    „Danach folgend können Notenbanken entstehen, diese Notenbanken emittieren Banknoten.“

    Da der Begriff der Notenbank heute gleichgesetzt wird mit Zentralbank, führt seine Verwendung eher zu Missverständnissen. Es waren oftmals mehrere konkurrierende private Geschäftsbanken/Zettelbanken, die ihre eigenen Banknoten/Zettel ausgaben. Es gab sozusagen einen Wettbewerb um das beste (Kredit)Geld. Diese Experimente sind aber alle gescheitert (die Austrians haben dies wohl noch nicht so richtig verstanden; ansonsten würden sie nicht für eine Abschaffung der Zentralbanken plädieren). Die BoE hatte sich schon frühzeitig das Monopol gesichert.

    Richtig ist, dass diese Banken ihre eigenen Banknoten herausgaben und dass es für diese eine Einlösepflicht gegen „echtes“ Münzgeld gab. Da es sich um vollwertig geprägte Gold- und Silbermünzen handelte, war die Situation in der Tat so, wie Sie sie beschreiben. Damit stimmt auch für die damalige Zeit Ihre folgende Aussage:

    „Die Banknoten SIND aber KEIN Geld. Die Münzen sind das Geld.“

    Aber diese Zeiten sind doch nun spätestens seit der Aufhebung des Goldstandards Geschichte. Und auch schon zuvor erleidet Ihre These durch die Entwicklung der Scheidemünzen Schiffbruch.

    Durch die Aufhebung der Einlösepflicht endet die Geschichte, die früher beim Gold geendet hatte, schon seit einiger Zeit bei dem gesetzlichen Zahlungsmittel. Und das ist nun einmal M0, bzw. ganz streng genommen nur das Bargeld. Insofern muss ich Ihre Aussage korrigieren:

    (Zentral)Banknoten und Münzen sind das Geld, nicht aber Guthaben von Nichtbanken bei einer Geschäftsbank.

    Dass es beim Münzgeld noch eine echte Seigniorage gibt (Ausnahme die 1 Cent Münze, deren Material- und Prägekosten bei 1,65 Cent liegen), ist dabei aber eher eine historische Reminiszenz ohne größere ökonomische Bedeutung. Aus diesem Grund wird der Ankauf der Münzen durch die Zentralbank auch als Aktivum gebucht und nicht wie der Banknotenumlauf als Passivum. Mit einer Einlösepflicht hat das aber heutzutage nichts mehr zu tun.

    Damit ist auch folgende Aussage falsch:

    „Banknoten sind Schuldscheine der Notenbank, die sie auf Sicht, also praktisch sofort, in Geld, in Münzen einlösen muss. Die Notenbank schuldet für die von ihr emittierten Banknoten eine Geldzahlung.“

    (Zentral)Banknoten sind keine Schuldscheine mehr, sondern sie sind das letztlich Geschuldete. Wer diese Banknote „einlösen“ möchte, der hat hierzu beim Coop zahlreiche Möglichkeiten und erfüllt damit letztlich seine implizite Kaufschuld, damit der Verkäufer wiederum seine Bankschuld erfüllen kann.

    „Warum schreien die Banken, die in Schieflage geraten sind, nach dem Staat? Angeblich können sie doch Geld schöpfen, warum tun sie es dann nicht?“

    Mit den Banknoten hat das nichts zu tun, lieber Hardy. Banken erzeugen im Rahmen der Kreditvergabe lediglich ein Schuldverhältnis, nicht aber das Erfüllungsmedium für dieses Schuldverhältnis. Von daher ist Giralgeld für Nichtbanken ein Anspruch auf das gesetzliche Zahlungsmittel und unterliegt somit einem generellen Kreditrisiko.

    Für weitere Details empfehle ich den Vortrag, den Herr Jordan gestern in Zürich gehalten hat: https://snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20180116_tjn/source/ref_20180116_tjn.de.pdf. Es gibt hier nur einen Punkt, den ich etwas differenzierter sehe als Jordan; und das betrifft die Möglichkeiten der Zentralbanken, den Marktzins aktiv zu beeinflussen. Zentralbanken sind IMMER reaktiv tätig; dabei können auch sie selbstverständlich schon mal temporär über das Ziel hinausschießen (Volcker) oder aber die falsche Richtung einschlagen (Trichet).

    LG Michael Stöcker

    • Grüezi@Herr Michael Stöcker,

      kann daraus geschlossen werden, dass die Forderung, die eine 100 Franken Banknote ausdrückt, sich demnach gegen die Gemeinschaft der Wirtschaftenden und nicht gegen den Emittenten selbst richtet?.

      Mein Verständnissproblem liegt in der These begründet: Banknoten seien für die SNB ein „Nichts“. Die SNB begleicht ihre Schuld durch Lieferung des selbst emittierten ZB-Geld. Wie kann man diesen Standpunkt vertreten, gerade, wenn im Lichte der doppelten Buchhaltung etwas anderes suggeriert wird?

      Sie grüssend

    • @AG (AHV)
      Das würde ich auch so verstehen. Eine 100 Franken Banknote ist ein Universalgutschein, der zwingend von jedem Anbieter von Waren oder Dienstleistungen im gesetzlich definierten Währungsraum angenommen werden muss. Der Emittent selbst muss nur eine eingereichte Banknote gegen eine gleichwertige Banknote tauschen, sofern mehr als 50% einer umtauschfähigen Banknote präsentiert wird.

    • Hallo Herr Stöcker,

      wenn ich Notenbank schreibe, dann meine ich auch Notenbank. Wenn ich Zentralbank schreibe, dann meine ich auch eine Zentralbank.

      Sie schreiben:
      „Da der Begriff der Notenbank heute gleichgesetzt wird mit Zentralbank, führt seine Verwendung eher zu Missverständnissen.“

      Personen, die die Zusammenhänge nicht verstehen, setzen die beiden Begriffe leider gleich.
      Personen, die die Zusammenhänge verstehen, klären darüber auf, dass man die beiden Begriffe nicht gleichsetzen darf.

      Eine Notenbank emittiert Banknoten.
      Eine Zentralbank emittiert keine Banknoten.

      Vielleicht hilft folgendes Beispiel:
      Der Staat Schweiz lässt 10-Franken- und 20-Franken-Münzen prägen. (Z.B., weil Automatenhersteller sich für solche Münzen stark gemacht haben.)

      Nun stellt sich die Frage, wie soll man die Münzen in Umlauf bringen?
      Direkt in die Haushaltskasse einbuchen, so wie die anderen Münzen?
      Da protestiert Jordan, Inflationsgefahr.

      Tja, und nun sieht man sich ratlos an.
      Und sieht sich ratlos an…
      Und sieht sich ratlos an.

      Da, Hardy kommt um die Ecke: „Was’n los? Sie sehen so bedrückt aus.“

      Jordan: „Tja, Hardy, wir haben ein kleines Problem, wir haben neuerdings Zehn- und Zwanzig-Franken-Münzen, und nun wissen wir nicht so recht…“

      Hardy: „Wenn’s weiter nichts ist, das „Problem“ ist schnell aus der Welt. Der Staat stellt der SNB den großen Topf mit den neuen Münzen in den Keller, und wenn die Geschäftsbanken die genannten Münzen anfordern, dann darf die SNB auf diesen Topf per Kredit zugreifen. Und Tschüß!“

      Jordan: „Häh?“
      Einer vom Bundesrat: „Lasst uns das doch mal ausprobieren!“

      Bilanz SNB

      Aktiven: Assets 100

      Passiven:
      „Notenumlauf“ 15
      Giroverbindlichkeiten 85

      So, die Banken hätten gerne 4 in den neuen Münzen, weil ihre Kunden genau solche Münzen nachfragen.

      Jordan geht in den Keller und holt Münzen im Wert von 4.
      Wie von Hardy angeregt, nimmt er sie als Kredit, die ZWISCHENBILANZ der SNB:

      Aktiven:
      Assets 100
      Münzen 4

      Passiven:
      Schulden beim Staat 4
      „Notenumlauf“ 15
      Giroverbindlichkeiten 85

      Die Münzen im Wert von 4 lässt Jordan per Geldtransporter zu den Banken karren,
      die neue SNB-Bilanz lautet:

      Aktiven:
      Assets 100

      Passiven:
      Schulden beim Staat 4
      „Notenumlauf“ 15
      Giroverbindlichkeiten 81

      Bei diesem Prozess entstehen der SNB völlig vergleichbare Schulden, als wenn sie Geldscheine auszahlt.

      So, zur weiteren Verdeutlichung nehmen wir eine kleine Bezeichnungskorrektur an der SNB-Bilanz vor:

      Aktiven:
      Assets 100

      Passiven:
      1) Ausgezahlte Münzen (Zehner und Zwanziger) 4
      2) Ausgezahlte Geldscheine 15
      3) Giroverbindlichkeiten 81

      Bedeutung der Schuldenpositionen:
      1) Die SNB schuldet dem Staat die Rückzahlung der von ihr an die Banken ausgezahlten Zehner- und Zwanziger-Münzen.

      2) Die SNB schuldet dem Staat die Rückzahlung der ausgezahlten Geldscheine (die nichts anderes als „Münzen aus Papier“ sind.

      3) Die SNB schuldet den Banken die Auszahlung von Schweizer Franken.

      Banknoten sind überhaupt nicht mehr im Spiel.
      DESWEGEN ist eine Zentralbank auch keine Notenbank.

      Eine Zentralbank zahlt schlicht und ergreifend Staatsgeld aus.

      In welcher physischen Form der Staat sein Staatsgeld „in den Keller stellt“, ist völlig nebensächlich.
      (Nebenbei: Selbstverständlich könnten auch die bereits bestehenden Rappen- und Franken-Münzen auf diese Art in Umlauf gebracht werden.)

      Der ggf. kommende „digitale Franken“ wird ebenfalls nach genau diesem Prinzip in Umlauf gebracht, auch die „digitalen Franken“ sind Staatsgeld.

      (Lustig ist, dass Jordan gestern in seinem Referat eine Überschrift hat: „Bemerkungen zu digitalem Zentralbankgeld für die breite Bevölkerung“.
      Klar, laut Jordan „digitales Zentralbankgeld“, er ist ja auch besessen von der Idee, dass Banken Geld schöpfen können. Nein, Herr Jordan, digitales Staatsgeld muss es richtig heißen, der Staat stellt das Geld bereit, die SNB darf nur per Kredit darauf zugreifen und es dann auszahlen.)

      JEDER Staat kann sein eigenes Staatsgeld in jeder beliebigen Menge produzieren, das ist ja gerade der Sinn von unterwertigem Geld, von Scheidemünzen, und die Geldscheine sind nichts anderes als „Scheidemünzen aus Papier“ und die „digitale Coin“ ist die Vollendung der Münzverschlechterung, eine Scheidemünze in Vollendung, kein Material mehr vorhanden, nicht mal Papier.
      Trotzdem bleibt natürlich auch die „digitale Coin“ ein Asset, ein Aktivum, wie man an den Cryptos leicht überprüfen kann. Auch ein „digitaler Schweizer Franken“ ist kein „passives Geld“, Geld ist IMMER ein Aktivum des jeweiligen Eigentümers.

      Würde der Staat sich große Mengen Staatsgeld direkt in die Haushaltskasse einbuchen und ausgeben, dann würde große Inflationsgefahr bestehen.

      Der Trick mit der Zentralbank bietet hier einen Schutz, vorausgesetzt, die Zentralbanker machen einen guten Job.

      Hier noch ein Beispiel für eine SNB-Banknote, natürlich rein fiktiv:

      (Im Büro bei Jordan.)
      Jordan: „Haste gut gemacht, Hardy, das klappt wunderbar mit den neuen Franken-Münzen.“

      Hardy: „Keine Ursache, aber bevor ich gehe, hätte ich noch eine kleine Bitte.“
      Hardy zückt sein Portemonnaie, entnimmt einen 100-Franken-Geldschein und sagt: „Verkaufen Sie mir eine SNB-Banknote?“

      Jordan stutzt kurz, dann lächelt er: „Aber sicher doch, Hardy. Einen kleinen Moment, bitte.“

      Der SNB-Chef nimmt einen Zettel und schreibt:
      „SNB-Banknote, für diese Banknote zahlt die SNB dem Überbringer auf Sicht EINHUNDERT SCHWEIZER FRANKEN. Datum, Unterschrift.“

      Jordan bittet Frau Dr. Maechler, seine Direktoriumskollegin, in sein Büro und bittet sie, mal eben kurz die Banknote ebenfalls zu unterschreiben, Sie erledigt dies.

      Hurra, endlich existiert mal eine SNB-Banknote, Geldschein und SNB-Banknote wechseln die Hände und wir quittieren uns gegenseitig den entsprechenden Empfang.

      Endlich, endlich kann die SNB mal was korrekt unter Notenumlauf ausweisen.

      Notenumlauf: 100 Franken

      Diese SNB-Banknote kann ich ÄHNLICH wie Geld verwenden. Auf der Straße treffe ich Herrn Peter Keller, der sagt: „Hey, Hardy, Du schuldest mir noch 100 Franken, kannst du mir die jetzt geben?“

      Hardy: „100 Franken nicht, ich habe gerade keine bei mir, aber ich hätte eine 100-Franken-Banknote von der SNB, wie wär’s?“

      Peter Keller: „Klar, her damit, ich löse die dann gleich ein.“

      Gesagt, getan, Herr Keller bei der SNB, die nette SNB-Angestellte nimmt die Bankknote und zahlt 100 Franken in „gesetzlicher Barschaft“, in gesetzlichem Zahlungsmittel, aus, Herr Keller hat endlich seine 100 Franken, in der von ihm gewünschten Stückelung.

      Jordan, der gerade anwesend ist, nimmt die Banknote und zerreißt diese.

      Der Banknoten-Spuk ist für die SNB nun wieder Schnee von gestern, die Passivaposition „Notenumlauf“ weist die SNB nun wieder mit exakt null Franken aus, wenn sie korrekt bilanziert.

      Niemand hat eine SNB-Banknote in seinem Portemonnaie, nur staatiche Schweizer Franken.

      Staatsgeld.

      Herr Stöcker, meine Herren, Sie suchen den/die Gläubiger der SNB an der völlig falschen Stelle. Wir können den/die Gläubiger exakt benennen, wie oben gesehen. Alles andere wäre auch grober Unfug, bilanzielle Schulden und kein Gläubiger?

      Den Personen, die Schweizer Franken haben, völlig gleichgültig von der Stückelung, egal, ob Münzen oder Geldscheine, schuldet die SNB nichts, rein gar nichts.

      Freundliche Grüße!

  17. Ich lese diesen Blog ja nur zur Unterhaltung: Es ist köstlich zu lesen, wie Herr Meyer seine Fantasiewelt mal für mal erklärt und sich in immer absurderen Behauptungen verrennt; und noch köstlicher ist es, die Beiträge seiner Nachplapperi zu lesen, bei denen man versucht ist zu sagen, sie hätten weniger als nichts begriffen, wenn das denn möglich wäre. Die Nachplapperi sind das Salz in der Meyer’schen Suppe, und ich möchte weitere Leser bitten, sich zur Nachplapperi-Fraktion zu gesellen, damit sie uns mit weiterer Realsatire versorgen können. Dazu ist folgendes notwendig:

    – Plappern Sie alles nach, was Herr Meyer schreibt, und zwar ohne nachzudenken und ohne Fragen zu stellen.
    – Befassen Sie sich nie ernsthaft mit Geldtheorie und Geldpolitik.
    – Seien Sie überzeugt, dass alle, die sich ernsthaft mit Geldtheorie und Geldpolitik beschäftigen (wirklich alle seit Jahrzehnten!), Idioten sind und nichts begriffen haben.
    – Seien Sie überzeugt, dass an den Universitäten nur Unsinn gelehrt wird. Denn dort hat es ja auch nur Idioten.
    – Glauben Sie daran, dass die SNB bankrott gehen kann.
    – Und schliesslich noch das Wichtigste: Glauben sie fest daran, dass man mit einer Hunderternote zur SNB gehen kann und die SNB dann verpflichtet ist, ein Aktivum aus ihrer Bilanz dagegen einzutauschen. Dito für Sichteinlagen. Ernsthaft! Das müssen Sie wirklich glauben, sonst sind Sie nicht zum Nachplapperi qualifiziert!

    Sie fragen beim letzten Punkt, wo das im Gesetz steht? Und zu welchem Preis das Aktivum gegen die Hunderternote getauscht werden muss? Ich bitte Sie! Ich habe doch oben geschrieben, dass Sie nicht nachdenken und keine Fragen stellen sollen!

  18. „Marc Meyer Dr
    16. Januar 2018 / 17:19

    @Mentos

    Danke

    Denken Sie im Ernst, dass die Banken der SNB Blanokredite im Nezrag von rund 700 Milliarden gewähren?“

    @Marc Meyer Dr

    Besten Dank für Ihre Frage.

    Die Antwort dazu findet sich im Geschäftsbericht 2016 der UBS Group AG auf Seite 460. Dort finden Sie eine Tabelle „Maximales Risiko aus Kreditengagements“. Diese stellt die Besicherungen der einzelnen Bilanzposten dar. Sie werden feststellen, dass die Zeile bei „Guthaben bei Zentralbanken“, im Gegensatz zu z.B. Reverse-Repo Geschäften, leer ist (i.e. keine Deckung/Besicherung besteht).
    Seite 462 gibt Aufschluss über das UBS interne Rating der Zentralbanken. Diese haben fast ausschliesslich ein Rating von 0-1, was einem AAA entspricht (S. 157).

    Freundliche Grüsse

    • @Mentos

      Besten Dank für den Hinweis.

      Daraus folgt aber, dass das SNB- Risiko für die Banken noch grösser ist, da sie der SNB einen Blankokredit gewähren im Betrag von hunderten Milliarden.

      Es erstaunt mich, dass die Risikomanagement Abteilungen so gewaltige Gefshren durchwinken.

      Was Ratings wert sind, hat man bei der Immobilienkrise in den USA gesehen.

      Die Sicherheit der Banken basiert also allein auf den Steuerzahlern, welche im Notfall die SNB werden rekapitalisieren müssen.

      Denn wenn das Vermögen der SNB unter Wert ihrer ausstehenden Notenbankgeldmenge fällt, kann sie ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen.

      Die kreditgebenden Banken müssen dann Wertberichtigungen vornehmen.

      Die Bankaktionäre scheinen diese Gefahr noch nicht erkannt zu haben.

      MfG

    • @Marc Meyer Dr

      Bezüglich der Abschreibungsthematik bei den Geschäftsbanken habe ich folgende Gedanken:

      Angenommen, durch Marktbewegungen wird das Eigenkapital der SNB aufgebraucht. Die UBS bekommt kalte Füsse und möchte die Einlagen bei der SNB abbauen. Um der Forderung nachzukommen liefert die SNB der UBS CHF-Noten. Dies würde zu einem Passivtausch führen.

      Die SNB hätte nach wie vor gleich viel Fremdkapital, die UBS jedoch wäre insofern aus dem Schneider, dass sie nun physische Franken hat und keine Sichtguthaben bei einer, gemäss handelsrechtlicher Bilanz, überschuldeten Gegenpartei.

      Die CHF-Noten in der Bilanz der UBS werden als Kassenbestände zu Nennwert geführt (da Schweizer Franken) und nicht wertberichtigt. Dies macht auch ökonomisch Sinn, da für 100 Franken immer noch die gleichen Güter und Dienstleistungen bezogen werden können, ob die SNB nun positives oder negatives Eigenkapital hat.

      Wie denken Sie darüber?

      Freundliche Grüsse

    • @Mentos

      Danke

      Erstens
      Gemäss Gesetz muss die SNB Banknoten jederzeit annehmen. D.h. sie kann den Banken nicht Milliardenbeträge von Banknoten geben, wenn die nicht wollen.

      Zweitens
      Angenommen, die Banken hätten hunderte Milliarden Kassabestände. Buchgeldüberweisungen wären nicht mehr möglich. Der Zahlungsverkehr würde zusammenbrechen.

      Die SNB könnte ihren Auftrag, die Sicherstellung des Zahlungsverkehrs, nicht mehr erfüllen.

      Banknoten müssten belehnt werden, was zu hohen Wertberichtigungen führen würde.

      Drittens:
      Die Banken wären gefangen in der Nationalbank und könnten dieses Kapital nie mehr anders investieren.

      Die SNB würde quasi den Banken verordnen, wie viel Kapital sie ihr ausleihen müssten und würde dieses dann nicht mehr zurückzahlen.

      Das käme einer Enteignung der Banken durch die SNB gleich.

      MfG

  19. Sehr geehrter Herr Meyer, Sie diskutieren hier fundiert engagiert auf hohem Niveau mit sich selber. Sie haben ein paar falsche Annahmen getroffen. Notenbankgeld basiert auf dem Glauben der Verwender, dass er den Betrag der auf der Note gedruckt ist im Verkauf wieder erhält. Bei Gold ist es das gleiche, obwohl einige behaupten es hätte einen inneren Wert. Nun eine Notenbank ist dazu da, dass sie alle geldpolitischen Massnahmen treffen kann die für das Wohlergehen des Landes wichtig und richtig sind. Sie muss geldtechnisch alles können. Wenn sie das nicht könnte, müssten wir dringend dafür sorgen, dass sie das kann. Sie ist keine normale Unternehmung und unterliegt auch keiner normalen Revisionsgeprüften Buchhaltung.

    • Geld hat nur einen Wert, wenn es als Passivum eines Geldemittenten verbucht ist und mit entsprechendem Vermögen auf der Aktivseite gedeckt ist.

      MfG

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

      was, wenn diese Grundannahme von Ihnen nicht zutrifft? Als Wissenschaftler müssten Sie diesen Bruch einmal für sich zulassen und die Konsequenzen aus einem solchen Thesen-Shift professionell durchdenken.

      Als Außenstehender verfolge ich die Diskussion mit Interesse, muss mich aber immer mehr fragen, ob Geld als Konzept auf einer einheitlich getragenen Konzeptbasis steht. Es sieht nicht so aus.

      Als Praktiker weiß ich, dass es fast keine rationalen Bewertungen der meisten Aktivposten in den meisten Bilanzen der meisten Firmen gibt. Fast alles basiert auf individuellem Vertrauen, Benchmarking, persönlichen Beziehungen, Trackrecord, Marketing oder Bewertung nach Herstellkosten.

      Die Frage nach Wert und Werthaltigkeit kann sich übrigens sehr schnell ändern. Bitcoin ist ein aktuelles Beispiel. Bei den Tesla-Aktien steht das Ergebnis noch aus. Ähnlich bei den Aktienkursen der CS oder UBS.

      Wie weit die Anslystenbewertungen und Wirtschaftsprüfer von der Realwirtschaft weg sind habe ich selbst früher als Teil des Second Level Managements von DAX-Unternehmen feststellen müssen. Sowohl massive Unter- als massive Überbewertungen mussten wir fassungslos hinnehmen.

      Mit freundlichem Gruß

      Anton

    • @Anton Wohlfahrt

      Danke.

      Mit Ihrer Argumentation haben Sie vollkommen Recht.

      Wenn eine Bank einen Hypothekarkredit gewährt, so entsteht Buchgeld.

      Es entsteht aber nicht Geld aus dem Nichts, sondern durch Deckung des Hauses.

      Wenn der Wert des Hauses falsch eingeschätzt wird, kann es sein, dass eine zu hohe Geldmenge emittiert wird.

      Es entsteht aber nicht Geld aus dem Nichts.

      Geld, das aus dem Nichts emittiert würde, wäre zum Vornherein wertlos.

      MfG

      Marc Meyer

    • Voll Put…………

      Der Wert des Goldes entsteht eigentlich nicht aus den Faktor das es Gold ist, sondern das seine Förderung Heute um die 1200 Dollar pro Unze kostet.
      Für 1 Unze müssen ca. 1-5 Tonnen gutes Material verarbeitet werden.
      Vor 100 Jahren gab es noch Material das pro Tonne 5 und mehr Unzen Gold enthielt, aber die Förderung war damals weit weniger Industrialisiert, also auch teuer.
      Wer also Gold haben will, muss die Arbeiter die Maschinen, also die Förderung bezahlen, denn sonst hört die sofort auf.
      Wenn sie vom Maurer ein Haus gemauert haben wollen, gilt der Grundsatz ebenso.
      Das bestimmt den Grundwert des Goldes, man sagt dem inneren Wert weil es billiger nicht erzeugt werden kann.
      Zudem, wer Gold in seinen Fingern hat, besitzt den echten wert des Materials, bei Noten eben nicht, sie sind nur Papier.
      Natürlich wird Gold auch manipuliert, denn die Zentralbanken fürchten den Tag an dem die Anleger aus den Notenwährungen flüchten.

      Eigentlich unglaublich was wir hier für Grundlegende Dinge abhandeln müssen.
      Das jemand Gold mit Notenbankpapier gleichsetzen will,,,,, unglaublich.

    • „Geld hat nur einen Wert, wenn es als Passivum eines Geldemittenten verbucht ist und mit entsprechendem Vermögen auf der Aktivseite gedeckt ist.“

      FALSCH

      Gold ist Geld. Viel mehr als das Giral“geld“.

      „Es entsteht aber nicht Geld aus dem Nichts, sondern durch Deckung des Hauses.“

      aus dem Nicht ist nicht ganz richtig.
      Aber wenn man Konsumkredite vergibt für billige Artikel welche innert 2 Jahren wertlos werden, steht da nicht viel dahinter.
      In Griechenland gibt es übrigens Häuser mit 90+% Wertverlust. Wenn man keinen Mieter findet und die Steuern, Versicherung und Unterhalt 3% p.a. Kosten verursachen kann man sich den Wert ja mal berechnen. => Es gibt sogar minus-Sachwerte.

    • @Peter Keller

      Danke

      Ein Konsumkredit wird gewährt gegen die Sicherheit des zukünftigen Lohnes.

      Ohne regelmässiges Einkommen erhalten Sie keinen Konsumkredit.

      MfG

  20. Verfolge ihre Beiträge schon lange mit abnehmendem Interesse. Sie erheben stets neue Behauptungen die sie nachher ausführlich mit weiteren persönlichen Annahmen zu beweisen versuchen.

    1. Warum soll jemand der CHF bei der SNB parkiert etwas anderes als CHF zurückerhalten?
    2. Die Notenbank kann geldtechnisch alles, darum ist sie ja die Notenbank.
    3. Die SNB kann doch ihre Bilanz verkleinern wenn sie das will. Machen ja alle Notenbanken so.
    4. Die SNB kann den CHF Kurs beeinflussen wie sie will. Einzige Bedingung es sollte im Interesse der gesamten Schweizer Volkswirtschaft liegen und nicht nur im Interesse der Grossbanken wie die letzten 40 Jahre.
    5. Es ist der SNB hoch anzurechnen, dass sie es mit viel Aufwand und Geld geschafft hat den unsäglichen Aufwertungstrend im CHF mindestens jetzt mal mittelfristig zu brechen und so dem weltweit sichersten und einfachsten Spekulantentrade etwas entgegen zu setzen.

    • Jede Geschäftsbank hat des Recht, ihre Guthaben bei der SNB jederzeit abzubauen.

      Trotz anderslautender Behauptung von SNB Chef Jordan gestern abend.

      MfG

      P.S. Besitzt die SNB auf ihrer Aktivseite nicht genügend Vermögen, um ihre Schulden auf der Passivseite zurück zu zahlen, ist sie Konkurs.

    • Voll Put….
      ….lassen Sie es doch einfach wenn ihr Interesse „abnehmend“ ist.
      Warum ist es ihnen wichtig gerade dass mehrmals zu betonen ?
      Vielleicht weil es ihnen hier nur darum geht den Verfasser des Artikels abzuwerten….?
      Argumente haben sie keine echten, aber abwerten können sie…… halt eben die Taktiken der Unterlegenen.

  21. @Roman Günter
    …………… Meyer sagt es ja: „Damit die SNB ihre Schulden bei der CS begleichen kann, benötigt sie Vermögen beispielsweise in Form von Sichtguthaben oder Devisen.
    Da sie keine Sichtguthaben hat, sondern nur Sichtverbindlichkeiten, kann die SNB Devisenanlagen gegen Franken verkaufen und damit ihre Schulden bei der CS begleichen.“

    Wenn die SNB also Devisen verkauft, etwa 1000 an die CS, dann sinkt der Kontostand des Kontos der CS bei der SNB. Die Aktiven der SNB (Devisen) sinken und auch die Verpflichtungen (Guthaben der CS bei der SNB).

    Wenn die SNB keine Devisen hat, dann gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Die CS hat kein Guthaben bei der SNB. In dem Fall darf die CS in der Schweiz nicht operieren und die Geschichte ist zu Ende. 2. Die CS hat ein Guthaben bei der SNB und dann kann die CS dieses Guthaben bei der SNB erhöhen, indem sie der SNB Devisen verkauft. Um ihre Schulden zu bezahlen, kann dann die SNB diese Devisen (an die CS) verkaufen. Dann sinkt der Kontostand des Kontos der CS bei der SNB (siehe oben). Die Aktiven der SNB (Devisen) sinken und auch die Verpflichtungen (Guthaben der CS bei der SNB). Die Schulden sind beglichen.

    Jetzt fragen Sie sich vielleicht noch, was die CS machen würde, wenn Sie einen positiven Kontostand bei der SNB hat, und den reduzieren möchte, ohne Devisen bei der SNB zu kaufen, also, wenn die SNB vielleicht keine Devisen hat. Nun, dann macht sie das, was wir uns alle wünschen würden: sie geht zur SNB und lässt sich das Guthaben bar auszahlen. Bis keine Frankenscheine mehr da sind. Dann ist die SNB Pleite.
    Das wollte Herr Meyer Ihnen sagen.
    ——

    • Herrlich! …und das steht wohl alles auf Joseph Smith’s goldenen Platten.
      Sorry, da kann ich nicht mithalten.

    • Geehrter Herr Meyer
      Es bestreitet auch niemand, dass die SNB Aktiven benötigt, um ihre Schulden zurückzuzahlen. An Ihrer These bemängle ich nur, dass für den Gläubiger keine gesetzliche Basis für eine alternative Rückzahlung besteht, als der Bezug von Banknoten oder eine Gutschrift auf das Girokonto bei der SNB. Die SNB steuert ihre Bilanz, nicht die Geschäftsbanken (Gläubiger). Dafür haben wir ja ein separates Nationalbankgesetz, sonst könnte man die SNB einfach und ausschliesslich dem BankG und BankV unterstellen.
      Der Sonderstatus der Girokonten der SNB erlaubt die von der Gesamtbilanz unabhängige Betrachtungsweise, dies widerspiegelt sich in den Risikomodellen der Geschäftsbanken wie auch z.B. in den Eigenmittelvorschriften, d.h. auch bei einer hypothetischen SNB Unterbilanz würden CHF-Transaktionen wie bisher abgewickelt werden können, ohne Wertberichtigungsbedarf der Geschäftsbanken.
      Beste Grüsse

    • @Toman Günter

      Richtig

      Die SNB benötigt Aktiven, um ihre Schulden zurück zu zahlen. Besitzt sie nicht mehr genügend Aktiven, so ist sie Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • …und hier noch der essentielle Zusatz, den Sie konsequent ausblenden; „Die SNB benötigt Aktiven, um ihre Schulden zurück zu zahlen…wenn die SNB ihre Bilanzsumme in eigener Regie senken möchte.“
      Sie argumentieren auf Stufe Geschäftsbank, was im Zusammenhang mit dem spezialgesetzlichen Status der Nationalbank unweigerlich in die Irre führen muss – die SNB kann realiter nicht Konkurs gehen.
      Bei einem Wertzerfall auf der Aktivseite (was auch durch einen überbewerteten Schweizer Franken geschehen kann), könnte die SNB Werte (Aktiven) unbeschränkt zu sinkenden Kursen gegen Schweizer Franken zukaufen, bis ein Marktgleichgewicht eintritt, d.h. sie keine Abnehmer für die Schweizer Franken mehr findet.
      Die Bilanzbewertung wird in Schweizer Franken gemacht, welche die SNB in beliebiger Höhe in Form von Girokonten (oder Banknoten) zur Verfügung stellen kann.
      Beste Grüsse

  22. Herr Meyer
    Interessieren würde mich doch noch Ihre Betrachtungsweise zum folgenden Sachverhalt:

    Szenario
    Die CS hat Sichtguthaben bei der UBS, ZKB und der SNB. Unbestritten ist, dass die UBS, ZKB und die SNB Geldschulden bei der CS haben.
    Die CS fordern diese Geldschulden nun ein. Die UBS wird eine CHF-Zahlung veranlassen, wobei das UBS Girokonto bei der SNB belastet und das CS Girokonto bei der SNB gutgeschrieben wird. Die Geldschulden der UBS bei der CS können in jeder Hinsicht als bezahlt betrachtet werden. Wir können weiter davon ausgehen, dass die ZKB die gleiche Vorgehensweise anwenden wird. Die CS wird also am Ende mit SNB Girokontoguthaben dastehen.

    Frage:
    Was macht die SNB, um ihre Schulden zu begleichen?

    Gesetzliche Grundlagen:
    OR Art. 84
    1 Geldschulden sind in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen.
    (Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 22. Dez. 1999 über die Währung und die Zahlungsmittel, in Kraft seit 1. Mai 2000 (AS 2000 1144; BBl 1999 7258))

    WGZ Art. 2 Gesetzliche Zahlungsmittel
    c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

    WGZ Art. 3 Annahmepflicht
    3 Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.

    Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Damit die SNB ihre Schulden bei der CS begleichen kann, benötigt sie Vermögen beispielsweise in Form von Sichtguthaben oder Devisen.

      Da sie keine Sichtguthaben hat, sondern nur Sichtverbindlichkeiten, kann die SNB Devisenanlagen gegen Franken verkaufen und damit ihre Schulden bei der CS begleichen.

      Vergügt sie nicht über genügend Devosen in Frsnken bewertet, so ist die SNB Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Meyer
      Ihren Thread konsequent weitergedacht, bedeutet, dass der Gläubiger aus den Aktiven des Schuldners frei wählen könne, dem steht aber OR Art. 84 klar entgegen. Mit dem Sichtguthaben bei der SNB ist die CS final bedient, es findet keine weitere Transformation statt. Die CS kann darüber jedoch unbeschränkt verfügen, dies aber nur im Austausch mit einem anderen Girokontoinhaber oder durch Bezug von Banknoten. So will es der Gesetzgeber.
      Die Devisenpositionen auf der Aktivseite der SNB-Bilanz entstanden durch Aktivtausch, initiiert von der SNB. Nur diese kann diese Positionen rückabwickeln, was sie auch machen wird, wenn Schweizer Franken international auf den Markt geworfen werden.
      Überhaupt, machen Sie sich doch mal Gedanken darüber, dass die Bewertung der SNB-Bilanz in Schweizer Franken geschieht und was das betreffend Angebot und Nachfrage auf dem internationalen Markt bedeutet. Auch sehr interessant.
      Beste Grüsse

  23. Jordan will es heute Abend erklären….

    Quelle: http://www.zhvg.ch/

    Dienstag, 16. Januar 2018, 18.00 Uhr, Pädagogische Hochschule Zürich, Gebäude LAA, Saal G001

    Prof. Dr. Thomas Jordan
    Präsident des Direktoriums Schweizerische Nationalbank
    „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird“

    Gäste sind herzlich willkommen!

    • @ Jonas Hügli

      Vielen Dank für den Hinweis. Ich werde direkt nach der Arbeit von Basel anreisen und hoffe, es reicht noch zur Zeit.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Jonas Hügli

      Nochmals danke für den Hinweis.

      Ich bin gegangen. Dachte, es sei ein Panelgespräch mit Studenten. Wusste nicht, dass es die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich ist, die einlädt.

      SNB Chef Jordan erklärte die Geldschpfung genau so, wie ich das hier auf Inside Paradeplarz erklärt hatte.

      Ich sagte er hätte darauf hinweisen können, dass die SNB diese jahrzehntelang falsch erklärt hatte.

      Jordan behauptete auch wieder, die SNB könne mit Notenbankgeld alle ihre Schulden bezahlen.

      Ich widersprach und sagte, bei negativem Eigenkapital der SNB ginge diese Konkurs.

      Ich hatte allerdings nur sehr wenig Zeit.

      Freundliche Grüsse und nochmals Danke

      Marc Meyer

  24. was Ihre abenteuerlichen Rückschlüsse zu den diversen Pseudos anbelangt. Als Realsatire mutet zudem an, wenn sich Oberpolemiker und -verunglimpfer Meyer dauernd beschwert über Polemik und Stil. Ein paar wenige Müsterchen dazu finden sich in diesen Fragen, worauf Herr Doktor Meyer weder eingehen noch – was offensichtlich bleibt – nur eine Sekunde zu reflektieren vermag, warum er wohl solche Eindrücke (=Realitäten für andere!) hinterlässt:
    – Haben Sie darüber nachgedacht, warum Sie glauben anders Denkende pauschal als psychotische Chaoten bezeichnen zu müssen?
    – Haben Sie darüber nachgedacht, warum Sie glauben hier Ihre vermeintliche Opferrolle zelebrieren und mit Verunglimpfungen um sich werfen zu müssen?
    – Haben Sie darüber nachgedacht, dass man alle anderen nicht einfach pauschal als Psychos aburteilen kann, ohne selbst als Psycho wahrgenommen zu werden?
    – Haben Sie darüber nachgedacht, dass es durchaus auch mehrere valable Meinungen geben könnte, als nur die Ihrige allein seligmachende?
    Verschiedene Kommentatoren haben Ihnen Spiegel zu Ihren narzisstischen Plagiatsvorwürfen und die selbstherrliche Pachtung der einzigen Weis- und Wahrheiten hingestellt. Diese werden ausnahmslos negiert resp. höchstens mit Ihren ausfälligen Reaktionen eingedeckt. Tja, „Wes Geistes Kind ich rief….“ – darüber sollten Sie eben auch einmal nachdenken. F.H. hat Ihre Verhaltensmuster treffend beschrieben. So wie Sie ticken, mal abgesehen von Ihren fachlich durchaus interessanten Denkansätzen, sind Sie bedauerlicherweise nur noch in Ihrem eigenen dunklen Tunnel gefangen. Wo soll das nur hinführen?

    • @Chamöleon

      Sie sind ein absolut frecher Kerl.

      Im Schutze der Anonymität haben Sie den Mut, mich persönlich anzugreifen.

      Sie sind ein Feigling – nichts anderes.

    • … was immer das auch sein mag.
      Diese Fragen und weiteres leiten sich rein aus von Ihnen gemachten unangebrachten Äusserungen ab – und es gäbe noch einiges mehr davon. Im Weiteren wiederspiegelt sich halt genau diejenige Wahrnehmung Dritter, die Sie eigenverantwortlich generieren. Aber sei’s drum, die Ihrem Verhaltensmuster entsprechende Reaktion ist die erwartete – pathetisch.

    • @ Diesmal nicht Bingo….

      …..Ich selber habe Jahrelang einen Blog mit-geführt, moderiert und den Unsinn aller mitgelesen dürfen.
      Ich weiss was los ist wenn ich einen Blog lese.
      Das was Herr Meyer sagt trifft haargenau zu.
      Hier wird manipuliert was das Zeug hält.
      Das sagt mir die Erfahrung, denn in die Blogsoftware kann ich ja nicht sehen.
      Wer das kann findet in der aber viele Hinweise wie und wer was wo…..

      Zudem ist es geradezu typisch das Typen wie Sie versuchen den Verfasser eines Artikels zu diffamieren wo es nur geht.
      Es wird damit nur rein auf die Persönlichkeit gezielt, denn Argumente kommen keine.
      In meinem Blog durfte man sehr harte Kommentare posten, Hart in der Sache war sogar ausdrücklich erwünscht, aber solche die nur den anderen in der Persönlichkeit herabwürdigen wollten, die habe ich gelöscht.
      Sie sind für diesen Blog wertlos, haben kein Argument, Beleidigen nur.
      Machen sie das in ihrem Umfeld auch so, wenn nicht warum da nicht ? …………….eben.

  25. @ Leserinnen und Leser

    Unlautere Methoden der SNB-Befürworter

    Kommentator Nick Norman ist übrigens identisch mit dem Komnentator Urs Abderhalden.

    Unter verschiedenen Pseudonymen postet dieser hier immer wieder höchst polemische Kommentare, deren thumbs up manipuliert sind.

    Das ist unlauter, da der Eindruck von mehreren Kommentatoren entsteht und zudem die künstlich hinaufgeschraubten thumbs up einen falschen Eindruck der Diskussion vermittelln.

    Solche Machenschaften seitens der SNB und Jordan Befürworter zerstören das Vertrauen in diese Institution vollends.

    Marc Meyer

    • Addendum

      Um korrekt zu sein:

      Es ist nicht SNB Chef Jordan selber, der den Auftrag erteilen würde, hier die Diskussion zu torpedieren.

      Aber damit, dass das Thema Nationalbank und ihre Irrlehre nur anonym diskutiert werden kann, öffnet Jordan solchen Missbräuchen Tür und Tor.

      Hinter den Kommentaren von Nick Norman, Urs Abderhalden, The real MM (Dr.!!) Arsene Lupin, Pseudo, Sad, Sigi steht ein einzelner Kommentator; der auch Jordan in den Rücken fällt. Das zeigen diverse Bemerkungen.

      Dieser Kommentator stammt m.E. aus dem engsten Umfeld des SNB Banrates / Bankrätin.

      SNB Bankrats Präsident Jean Studer hat an der GV der SNB jede Kritik an der SNB im Keime unterdrückt.

      Ist es im Sinne des gesamten SNB Bankrates, dass stattdessen jemand aus dem engsten Umfeld des SNB Bankrates hier polemischste Komnentare verfasst und dabei auch SNB Chef Jordan in den Rücken fällt?

      Ich schlage Herrn Studer vor, er soll einmal überprüfen, ob nicht jemand aus dem engsten Umkreis des SNB Bankrates hier diese polemischen Texte schreibt und die Diskussion torpediert.

      Danke

      Marc Meyer

    • …………Über 150 Kommentare.

      Tja, wir haben mit der SNB ein Betrugssystem, aber das wird verteidigt bis zu bitteren Ende.
      Klar, die SNB kann nicht einfach ihre Ideolgischen Grundlagen verändern, denn es würde breiten Kreisen klar das sie mit dem Konkurs spielt, dass ein 8 Millionen Land keine Nationalbank haben sollte welche ihre Bilanz auf „1 Billion“ aufbläht.

      Aber diese SNB ist ja nicht einmal bereit mit den gewaltigen Summen auch mal für unser Land selber zu agieren, sie arbeitet für die „anderen“ ……und das soll dann für uns gut sein.
      Ich denke diese Herren dort helfen mit die Schweiz EU-reif zu schiessen.

      Und dann auch noch diese Kommentatoren die um jeden Preis den vermeintlichen Geist wieder in die Flache zurückstopfen wollen und dazu massenhaft Kommentare schreiben die das nie und nimmer mehr zu erreichen vermögen.

      Liebe SNB Herren und auch die Kommentatoren aus ihrem Umfeld, haben sie schon ein Exil in Alaska gesucht, so 500km nördlich des Polarkreiseas…… denn das dürfte genau das sein was sie bald einmal brauchen.
      Würde ich auf des Volkes Buckel derart verantwortungslose Geldpolitik betreiben, mir wäre mehr wie mulmig in der Magengegend.

    • Walter Roth,
      73 von 152 Kommentare wurden vom Autor des Artikels gepostet.

      Bitte um Kenntisnahme.

    • Zitat :
      ————————————–
      Blog-Beobachter
      16. Januar 2018 / 09:58
      Walter Roth,
      73 von 152 Kommentare wurden vom Autor des Artikels gepostet.
      Bitte um Kenntisnahme.
      ————————————-

      Tja, Sie scheinen mir aber ein ganz helles Köpfchen zu sein……..
      …..wenn sie glauben das mir das nicht aufgefallen ist.

      Die mittlerweile über 160 Kommentare kamen zustande, weil hier Betonköpfe etwas verteidigen was nicht mehr zu halten ist, nämlich eine Wahnsinnige SNB Geldpolitik auf sachlich falschen theoretischen Grundlagen.

      Aber es ist richtig, Dr. MM hat viele Posts hier.
      Ich an ihrer Stelle würde es jedoch schätzen das er nahezu jeden Kommentar verdankt und Gegenkommentiert.
      Sowas findet man heute in kaum einem Blog mehr.
      Und es ist eben für die Wahrheitsfindung sehr gut, denn dass hier ist eine Diskussion, wenn sie wissen was ich meine.

      Allerdings dreht sich die Diskussion hier oft im Kreis, eben weil es hier Forentrolle gibt, die das selbe Argument welches sie schon X-mal vorgebracht haben, gerade auch wenn diese falsch sind und widerlegt wurden, einfach in leicht abgeänderter Form neu vorbringen.

      Ich habe so ein Verhalten schon etliche mal selber erlebt.
      Das immer neue vorbringen der selben Argumente, oder auch Unwahrheiten, ganz nach der Taktik, dass das gesagte so schon irgendwann noch hängen bleibt, auch wenn es haltlos ist.

  26. „Nick Norman“

    Also Sie meinen echt, die SNB bezahle ihre Schulden gegenüber der einen Bank, verweigere der anderen Bank die Rückzahlung der Schulden.

    Willkür und Korruption pur?

    Da die Banken nur Kredite gegen Sicherheiten herausgeben, ist vielmehr davon auszugehen, dass die Wertschriften der SNB an die Banken verpfändet sind, wie das aus dem Geschäftsbericht der CS hervorgeht.

    D.h. also, dass die Banken die Wertschriften der SNB verkaufen, wenn nötig.

    Übrigens: Ihre manipulativ hochgeschraubten thumbs up machen keinen Eindruck.

    Sie zeigen lediglich die Unbeholfenheit der SNB und ihrer Fürsprecher in der Diskussion.

    Welch pitoyable Diskussdionskultur unserer SNB.

    freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      Ich denke nicht, dass die SNB ihre Wertschriften als Sicherheit an die Geschäftsbanken verpfändet hat. Die Passage im Geschäftsbericht der Credit Suisse bezieht sich ausschliesslich auf Repo bzw. Reverse-Repo Geschäfte.
      Die Sichtguthaben werden wohl unbesichert sein. Vor 2008 war es durchaus üblich, dass sich die Banken untereinander kurzfristig Geld geliehen haben ohne eine Besicherung. Dies setzte ein gewisses Vertrauen in die Bonität der Gegenpartei voraus. Im Zuge der Finanzkrise starben diese Geschäfte allerdings beinahe komplett aus. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass dies bei den Zentralbankguthaben immer noch wie dazumal gehandhabt wird. Die Frage wäre dann, weshalb die Geschäftsbanken der SNB trauen (müssen).

      Freundliche Grüsse

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      Sie schreiben:
      „Da die Banken nur Kredite gegen Sicherheiten herausgeben, ist vielmehr davon auszugehen, dass die Wertschriften der SNB an die Banken verpfändet sind, wie das aus dem Geschäftsbericht der CS hervorgeht.“

      Die SNB gibt den Banken keine Sicherheiten für ihre Giroguthaben. Was die Zahlungsfähigkeit in Franken gegenüber den Banken anbelangt, ist die SNB die „Sicherheit in Person“, die Banken bekommen auf Anforderung auf jeden Fall Schweizer Franken ausgezahlt.

      Die Banken wissen das auch, deshalb brauchen sie auch keine Sicherheiten von der SNB.

      Sie schreiben:
      „D.h. also, dass die Banken die Wertschriften der SNB verkaufen, wenn nötig.“

      Die Banken haben von der SNB keine Wertschriften als Pfand bekommen, können deshalb auch keine verkaufen.
      Wozu denn auch? Verkaufen gegen Schweizer Franken?

      Die SNB zahlt doch auf Anforderung jederzeit Schweizer Franken aus. Da muss doch nichts verkauft werden, der „Keller der SNB ist vollgestopft mit Schweizer Franken“.

      Daran mangelt es nun wahrlich nicht.

      Lieber Herr Dr. Meyer, alles hängt am Franken-Schein.
      Sind das Banknoten? Dann könnte die SNB damit niemals bezahlen, da sie ja die Banknoten auf Sicht wieder einlösen müsste.

      Sind das Geldscheine? Dann könnte die SNB damit die Banken endgültig befriedigen, die SNB könnte mit Geldscheinen die Forderungen der Banken endgültig erfüllen.

      Die korrekte Antwort lautet:
      Die Franken-Scheine sind Geldscheine.

      Damit ist auch sofort klar, warum die Banken so ruhig bleiben. Die Banken wissen: Die SNB wird auf jeden Fall Geld, Schweizer Franken, auszahlen, wenn sie dazu aufgefordert wird.

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, Student(?)
      Banknoten sind umgangssprachlich Geldscheine. Woher kommt also Ihre Unterscheidung?

    • @Mentos

      Danke

      Denken Sie im Ernst, dass die Banken der SNB Blanokredite im Nezrag von rund 700 Milliarden gewähren?

      Das wäre grobfahrlässig.

      Die einzige Sichwrheit wären dann noch die Steuerzahler.

      MfG

    • Hallo Herr Günter,

      Sie fragen:
      „Banknoten sind umgangssprachlich Geldscheine. Woher kommt also Ihre Unterscheidung?“

      Besten Dank für Ihre Frage, sie ist ziemlich wichtig.

      Zuerst prägen Staaten Münzen, die Münzen sind das Geld.

      Danach folgend können Notenbanken entstehen, diese Notenbanken emittieren Banknoten.
      Banknoten sind Schuldscheine der Notenbank, die sie auf Sicht, also praktisch sofort, in Geld, in Münzen einlösen muss. Die Notenbank schuldet für die von ihr emittierten Banknoten eine Geldzahlung.

      Wenn die Notenbank Vertrauen genießt, wenn also an deren Zahlungsfähigkeit kein Zweifel besteht, dann werden die Menschen solche Banknoten ÄHNLICH wie Geld verwenden, ganz einfach deshalb, weil es praktischer ist, 100 Taler mit einer Banknote zu „zahlen“, als wenn man Metallmünzen mit sich herumtragen müsste und damit dann zahlen würde.

      Nun geht es ruckzuck, und schon werden die Menschen die Banknoten umgangssprachlich als Geld bezeichnen, man verwendet sie ja praktisch „wie Geld“.
      Die Banknoten SIND aber KEIN Geld. Die Münzen sind das Geld.

      Sehen Sie, schon verschwimmen die Begriffe.
      Was umgangssprachlich noch hingenommen werden kann, darf ein Wissenschaftler aber nicht durchgehen lassen.

      Der Wissenschaftler muss streng unterscheiden:
      a) Geld, z.B. in Form von Münzen, und
      b) Banknoten, die nur eine Forderung auf Münzen (also eine Geldforderung) darstellen.

      Banknoten kann eine Bank „erschaffen“.
      Eine Bank kann aber kein Geld erschaffen, kann kein Geld schöpfen.

      Trennt man nun nicht mehr sauber zwischen Geld und Banknoten, indem man Banknoten auch als Geld bezeichnet, heißt es plötzlich:
      Banken können Geld schöpfen.

      Erkennen Sie den Fehler?
      Keine Bank der Welt kann Geld schöpfen im Sinne von „erschaffen“.

      Eine Notenbank, die Banknoten emittiert, ist ein jämmerlicher GeldSCHULDNER.
      Eine Bank, die einem Kunden eine Gutschrift auf seinem Girokonto erteilt, ist ein jämmerlicher Geldschuldner.

      Keine Spur von „Schöpfungskraft“.

      Warum schreien die Banken, die in Schieflage geraten sind, nach dem Staat? Angeblich können sie doch Geld schöpfen, warum tun sie es dann nicht?

      Hier, eine schöne Banknote:
      https://insideparadeplatz.ch/wp-content/uploads/2017/10/Bildschirmfoto-2017-10-02-um-15.34.28.png

      Das ist KEIN Geldschein, es ist KEIN Geld.

      Für eine Banknote muss der Notenemittent, also die Notenbank, Geld, gesetzliches Zahlungsmittel, gesetzliche Barschaft, zahlen.

      Für Geld muss niemand zahlen, es ist ja bereits das Geld.
      Für eine 5-Franken-Münze muss ihnen niemand etwas zahlen, es sind einfach nur 5 Franken.

      Für einen 10-Franken Geldschein muss Ihnen niemand etwas zahlen, es sind einfach nur 10 Franken.

      Wer das Geld wirklich erschafft, können Sie diesem Beitrag entnehmen:
      https://insideparadeplatz.ch/2018/01/10/ubs-praesident-axel-weber-wird-sein-blaues-wunder-erleben-mit-der-zahlungsunfaehigkeit-der-snb/#comment-190977

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, der Student

      Bitte versuchen Sie, zu unterscheiden zwischen aktivem Geld und passivem Geld bzw. zwischen aktiven Franken und passiven Franken.

      Nur aktives Geld -. aktive Franken – können Zahlungsmittel sein. Die SNB besitzt aber passives Geld – passive Franken. Diese können kein Zahlungsmittel sein.

      mfG

  27. Von der Judikative abgesegnete Diebstahl von Volkseinkommen:
    Die Zentralbank welche von Gesetzes wegen und systemisch nicht Konkurs gehen kann, andernfalls das System nicht funktionieren könnte, braucht keine Renditeparasiten, sie schöpft den notwendigen Geldbedarf (Zahlen in den Bankbuchhaltungen) aus dem Nichts selbst. Die Zentralbank gehört von Gesetz wegen dem Staat, die Einmischung ist jedoch nicht erlaubt (gespielte Unabhängigkeit?) Unter keinem Titel ist die Form der AG gerechtfertigt. Der AG-Betrug ist die Folge der Betrugslehrmeinung der Fakultät Ökonomie, wonach Geld aus Einlagen entstehe. Man kann nicht leben bevor man geboren ist. Das Bankensystem sollte der Wirtschaft dienen (Geldversorgung), aber nicht mit Eigengeschäften mitwirken, weil eine Übervorteilung im Wettbewerb nicht verfassungskonform ist.

  28. Herr Michael Stöcker

    Die Geldschöpfung aus dem Nichts (wie den sonst) gibt es schon seit 4000 Jahren (Mesopotmien). Warum die Zentralbank die Form der AG führt und an der Wirtschaft mit Eigengeschäften mitwriken darf, muss m.E. mit dem Nichtverstehen des Geldsystems zusammen hängen? Ewige Geldschöpfung der Landeswährung, kein Konkurs möglich, aber Renditeparasiten züchten, ein Fall für den Psychiater?

    Die Einordnung des Nichts macht allen Ökonomen, Ausnahmen bestätigen die Regel, geistig sehr viel Mühe. Herr Dr. Marc Meyer ist für mich der lebende Beweis, was der gelehrte Betrug neben dem Zahler-Mythos anrichten kann. Er ist geistig nicht mehr in der Lage, zu verstehen, dass der Geschäftsverkehr mit der ZB nicht durchlässig sein kann. Einzig der Barverkehr! Auch bei einer negative Geldmenge (Unterbilanzen) funktioniert das System natürlich weiter. Würde die SNB sämtliche Investitionen an die GB und diese an ihre Kunden verkaufen, würden beide Bilanzen verkürzt. Die unsinnigen Liquiditätsvorschriften beerdigt. Der bankübergreifende Zahlungsverkehr resp. Kundenwanderungen müsste allenfalls mit ausreichenden Kreditlimiten (Geldmengenerhöhung) der SNB an die GB (nicht umgekehrt) abgewickelt werden.

    Die ZB als gesetzlich definierte Sonderstellung im Geldsystem kann im Gegensatz zu den Geschäftsbanken nicht Konkurs gehen, wie denn auch? Das geschöpfte Buchgeld (Liquidität) der ZB mit den GB (keine Einlagen ist phys. nicht möglich) mittels Geld- und Offenmarktgeschäften sind Zahlen in der Buchhaltung, welche bei bankübergreifenden Transaktionen, hin un her geschoben wird. Perpetum mobile!

    Ein Verkauf der Investitionen verkürzt die Bilanz bei der ZB! Die ZB bestimmt die Höhe der Liquidität. Die Fristigkeiten sind Spielformen, welche den Geist vernebelt. Bei Geldschöpfung aus dem Nichts sind alle Einschränkungen, unsinnige Menschen gemachte Spielformen (Idiotien). Die Ökonomen haben im Geist abgespeichert, Geld entstehe aus Einlagen, ohne sich zu fragen, wie Einklagen entstehen. Sie müssten sich nur fragen, wie Geld vernichtet wird. Geldrückfluss vom Besitzer zum Schuldner! Umkehrschluss = Geldschöpfung!

    Solange die Fakultät Ökonomie ihre Betrugslehrmeinung und damit verbunden der Zahler-Mythos, ungestraft lehren darf, werden die Menschen niemals erfahren, dass man Geld zuerst ausgeben muss bevor es eingenommen werden kann. Wir sind weder Steuer- noch Sozialzahler! Das Geld muss zuerst zufliessen, oder fliegt es vom Himmel zu? Das Geld steckt im Preis des Produktes oder Leistung. Mit der zugeordneten (Planwirtschaft) Kaufkraft für die Arbeit oder Ersatzanspruch wird das individulle Bedürfnis abgedeckt. Die Organisation des Rückflusses über die Lohnsumme gehört zu den Verknappungsspielen der Ökonomen. Würde der Preis des Endproduktes eingetauscht von den Konsumenten oder Nutzern als Parameter genommen, die Spielereien der Regierenden (Rente ist auch im Preis enthalten), wären beendet. Die Existenzkämpfe und Armut überwunden.

    Eine Kreditrückzahlung ist nur mit Gewinnen möglich. Gewinne können nur mit Geldmengenerhöhung oder Besitzumlagen erzielt werden.
    Geld ist Mittel zum Zweck, es wird von den Ökonomen, Regierenden und Medien als knapp gespielt, dabei ist es aus dem Nichts schöpfbar.

    Warum die Geldschöpfung gesetzlich nicht ausschliesslich der ZB zugeordnet wurde und sowohl die Form der AG (Renditeparasiten) als auch das Mitwirken in der Wirtschaft, verboten wurde, ist in der Dummheit oder Spieltrieb der Macht begründet! Alle anderen Personen wären Nichtbanken und Kunden der ZB!
    Moderne Geldtheorie mit schuldenfreiem Geld für die Staaten. Die Rückzahlung ist im Sinne des Geldsystems nicht wichtig sondern die Produktivkraft der Geldschöpfung!

  29. Wer eine Million Bank-Schulden hat, der hat ein Problem.
    Mit einer Milliarde Bank-Schulden hat die Bank ein Problem.
    Wer 700 Mrd. Bankschulden hat, der kann das System verändern.

    Neben der Buchhalterischen Betrachtung, die Herr Dr. Meyer mehrfach detailliert beschrieben hat, gibt es leider auch noch andere Dimensionen, die bislang unterschwellig betrachtet wurden, u.a.:
    1) Aktives Risikomanagement der Mitspieler: warum sollte eine „UBS“ als existenzieller Gläubiger der SNB diese in den Ruin treiben, um dann mit ihr unter zu gehen?

    2) Elastizität der Währungskurse bei massivem Ausverkauf der Euros durch die SNB: Wenn die SNB auf einen Schlag 100 Mrd. EUR auf den Markt schmeisst, weil die UBS ihre Sichtguthaben zurückfordert, wie reagiert der Franken-Kurs?

    3) Politische Reaktion bei technischer Insolvenz einer SNB: Wenn die SNB wirklich ein negatives Eigenkapital, incl. negativem Ausblick, vorweist, wie wird dann der Staat reagieren, wo beim letzten mal schon die UBS als „too big to fail“ gerettet wurde?

    Technisch sind die buchhalterischen Risiken real und richtig. Im sozio-technischen System, mit der Unterstellung alle Spieler sind keine Selbstmörder, wird keine Krähe einer anderen die Augen auskratzen. Hier habe ich Vertrauen darin, dass in unserer Kultur in Krisensituationen miteinander geredet wird und eine sinnvolle Lösung gesucht wird.

    Angst habe ich lediglich, davor, dass populistische Kamikaze-Spieler wie ein Herr Trump auf der Bildfläche erscheinen, die unkontrolliert und ohne Rücksicht auf Folgeschäden Ihre individuellen Ideen umsetzen.

    Gruss
    Anton

    • @ Wohlfahrt…………..

      Einen Punkt will ich dazu sagen.
      Das was sie Schreiben ist korrekt, bis auf den einen Tag an dem einer der Akteure glaubt das ihn das Spiel ruiniert, er seine nerven verliert und er seine ganz eigene Haut retten will.
      Dann kommt eine Lawine in Gang.
      Sehen Sie sich die Geschichte an, solange alle mitmachten konnte es ewig weitergehen, ….. eben bis zu jenem gewissen Tag.
      Solche Beispiele findet man in der Geschichte häufig, ja es ist eigentlich nahezu immer so……. es gibt irgendwann immer einen Auslöser der an sich sogar oft unwichtig wäre, wäre das System gesund.

    • @Anton Wohlfahrt

      Vielen Dank für Ihre sehr interessanten, weiterführenden Reflektionen.

      Zu eins:
      Bei negativem Eigenkapital der SNB wird m.E. sofort eine Bank klagen. Getreu dem Motto „den letzten beissen die Hunde“.

      Ich denke nicht, dass alle stillhalten. Denn in diesem Fall muss etwas geschehen, weil die Banken damit rechnen müssen, dass sie das bei der SNB parkierte Vermögen nicht mehr vollumfänglich sehen werden und Wertberichtigungen vornehmen müssen.

      Zu zwei:
      Die Elastizität wird eher dazu führen, dass der Franken in die Gegenrichtung überschiesst, wenn die SNB gezwungen ist, Franken am Markt zurückzukaufen, bzw. Euros und Dollars am Markt zu verkaufen gegen Franken. Hier liegt also ein weiteres Risiko für die SNB.

      Zu drei:
      Hier liegt eine ganz grosse Gefahr.

      Schulden von hunderten Milliarden Franken kann der Schweizer Staat nicht über Nacht per Steuern eintreiben. Ein Staatsanleihe zu emittieren in diesem Umfang und mit dem Erlös die SNB-Schulden zu begleichen, ist nicht erlaubt wegen der Schuldenbremse und würde zu einem massiven Anstieg der Zinsen und Zusammenbruch des Immobilienmarktes führen.

      Möglicherweise kommt es zu einem „bail-in“ bei der SNB. D.h. die Giroguthaben der Banken bei der SNB werden in Eigenkapital der Banken bei der SNB umgewandelt.

      Das wäre mit grossen Verlusten bei den Banken (Wertberichtigungen) verbunden. Diese Verluste wiederum könnten zu einem „bail-in“ bei den Banken führen. Die Kapitalgeber der Banken wären plötzlich Eigentümer der Banken, was mit einer starken Verwässerung bei den Bankaktien einherginge.

      Und nun zur gefährlichsten und wahrscheinlichsten Variante:

      Das einfachste Lösung für die SNB, die Banken und die Politiker, welche die SNB immer unterstützten, wäre, den Euro einzuführen. Mit einem schlechten Umrechnungskurs (tiefer Franken – hoher Euro), wäre das SNB-Problem mit einem Federstrich aus der Welt geschafft – Resultat jedoch:

      Die Schweiz hätte sich teuerst in den Euroraum eingekauft (hoher Eurokurs) und es wäre Schluss mit der Selbständigkeit der Schweiz.

      Als nächster Schritt würde dann womöglich noch der Beitritt der Schweiz zur EU drohen.

      Die Banken würden meiner Beurteilung nach mit grosser Wahrscheinlichkeit für diese Möglichkeit plädieren, dann wären sie „aus dem Schneider“.

      Möglicherweise ist das der Grund, warum die Banken einen Staatsfonds wollen, der das Vermögen der SNB übernimmt, weil die Banken damit elegant aus dem SNB-Risiko raus wären.

      Marc Meyer

  30. @ Hardy

    Die Geschichte mit der Unterscheidung von Banknoten und Geldscheinen könnten Sie einfach sein lassen, das was Sie schreiben hat auch so seine Berechtigung.

    + @ Roman Günter

    Der interessanteste Punkt ist natürlich der, daß der Schweizer Gesetzgeber es für wichtig empfunden hat zu dekretieren, daß die Verbindlichkeit der Zentralbank (= die Forderung einer Geschäftsbank) ein gesetzliches Zahlungsmittel sein soll. Wie ich an anderer Stelle schon mal geschrieben habe,
    https://insideparadeplatz.ch/2017/11/29/bitcoin-die-tulpenknolle-des-computerzeitalters/#comment-188247
    hebelt dieser Passus die Grundkonstruktion des Kaufvertragsrechts aus, denn salopp gesagt ist dann, wenn eine Leistung in Geld gefordert ist eine Vorschrift, daß man statt dessen eine Forderung zu akzeptieren hat nicht wirklich mit den Üblichkeiten des Kaufvertragsrechts vereinbar. Das kann man allenfalls dadurch retten, daß ein Giroguthaben bei der Zentralbank immer bedeutet, daß dieses auch in das gesetzliche Zahlungsmittel (Bargeld) konvertiert werden kann – und das unbeschränkt. Rechtssystematisch gesehen ist eine derartige Vorschrift eher eine untaugliche Antwort auf das Durcheinander, welches aus der verqueren Konstruktion entstammt, eine Gutschrift auf einem Bankkonto als „Leistung an Erfüllung statt“ zu interpretieren. Wie Sie korrekt anmerken ist ja die erzwungene Akzeptanz einer SNB-Gutschrift als schuldbefreiende „Zahlung“ ja letztlich auch nur eine Schimäre, weil ja schlußendlich dann doch durch einfache Forderungstellung an die SNB das gesetzliche Zahlungsmittel zu erhalten ist.
    (Allerdings gibt es auch daran Zweifel, wie aus der Diskussion von swissie mit soffi hervorgeht. Hier:
    https://soffisticated.wordpress.com/2016/01/15/bargeld-oder-nicht-bargeld-das-ist-hier-die-frage/#comment-2499 )

    Sie schreiben:
    „Die Schulden, die uns die SNB unter „Notenumlauf“ zeigt, sind es, die einen eigenkapitalähnlichen Charakter haben.“

    Vielleicht sollten Sie sich mal entscheiden, ob der „Notenumlauf“ zu den Verbindlichkeiten zu zählen ist, oder dann doch einen eigenkapitalähnlichen Charakter aufweist. To make a long story short: was auf der rechten Bilanzseite steht wird üblicherweise als „Mittelherkunft“ bezeichnet, die linke Seite dagegen mit „Mittelverwendung“. Ihr Ansatz, den Banknotenumlauf mit einem Gläubiger auszustatten klingt zwar logisch, ist aber dann, wenn der Rechtsrahmen vorgibt, daß die SNB zur Emission von Banknoten berechtigt ist, nur ein (zugegebenerweise interessanter) Versuch zu motivieren, warum das Bargeld auf der eigentlich „falschen“ Seite der Bilanz steht. Einer der Gründe für den Irrtum, auf der Passivseite der Zentralbankbilanz stünde „Bargeld“ besteht darin, daß in der Diskusssion über das Geldwesen es sich eingebürgert hat, die Emission von Geld als sog. „Passivtausch“ zu konzipieren. Dabei wird so getan, als würde bei der Zentralbank lediglich die Verbindlichkeit gegen eine Geschäftsbank gegen eine Verbindlichkeit „Banknotenumlauf“ „getauscht“, während bei der Geschäftsbank ein Aktivtausch Forderung gegen die SNB (-) / Bezug von Bargeld (+) das buchhalterische Gegenstück markiert. Das klingt zumindest halbwegs logisch, wenn man den Umstand, daß dem „Passivtausch“ bei der SNB ein „Aktivtausch“ bei der Geschäftsbank gegenübersteht, gewissermaßen als „grundlegende Symmetrie“ des Geldwesens interpretieren will. Was man dabei leider übersieht ist die schnöde Tatsache, daß bei dieser Version der Bargeldemissionsprozesses das Bargeld eine sehr ungewöhnliche Mutation durchmacht, denn das Bargeld schafft es nach dieser Auffassung ganz elegant sich von der Passivseite der SNB auf die Aktivseite der Geschäftsbank zu schummeln – und keiner merkt es.

    Wer eine derartige Auffassung vertritt, kann auch gleich an den Klapperstorch glauben. Dabei ist die Sache ganz einfach, denn wenn die SNB Banknoten ausliefert, muß sie diese auch in der Bilanz haben – was man nicht hat, kann man auch nicht zu Zahlungszwecken verwenden! Dabei wird die „In-Umlauf-Setzung“ von Banknoten ganz simpel mit dem Buchungssatz: „Banknotenausgang an Banknotenumlauf“ eingeleitet, damit die SNB überhaupt über das Geschuldete rechtlich verfügen kann. Die eigentliche Auslieferung folgt dann ganz klassisch dem Vorgang am Geldautomaten, wo dann sowohl der (temporäre) Bargeldbestand wieder auf Null reduziert wird, während auf der Passivseite die Verbindlichkeiten der SNB im selben Umfang abnehmen – die klassische Bilanzverkürzung. Übrig bleibt der eigenkapitalähnliche „Ausschüttungssperrbetrag“ (Stützel), welcher nicht mal bei einer hypothetischen Liquidierung der SNB den Grundkapitaleigentümern zufallen würde, weil es einmal keinen zurechenbaren Gläubiger für diese Position gibt und andererseits bei einer Liquidierung das ausgegebene Bargeld auch wieder eingesammelt werden müßte, womit die Position „Banknotenumlauf“ aus der Liquidationsbilanz spurlos wieder verschwinden würde. Bleibt nur noch die Frage was den tatsächlichen Charakter des Banknotenumlaufs angeht. Im Grunde genommen ist er nichts weiter als eine Referenz auf das Volumen der Banknoten, mit denen die SNB irgendwelche Verbindlichkeiten beglichen hat. Das heißt auf gut Deutsch, daß die SNB – wie jede Zentralbank dieser Welt – ihre Verbindlichkeiten mit Bargeld bezahlen kann – denn dazu sind sie eigentlich überhaupt gegründet worden, auch wenn der Zahlungsstandard früher aus einem Bauchladen von Edelmetallen bestanden hat. Diese Stellung hat inzwischen das Bargeld eingenommen, welches das ultimative Aktivum zur Begleichung von Geldschulden geworden ist.

    Wenn man so will ist nicht so sehr die „Geldschöpfung“ das Problem, denn die Schöpfung von Schulden erfolgt genau dann, wenn aus irgendeinem Rechtsgrund die SNB ein Schuldanerkenntnis abgibt, indem sie einem Geschäftspartner eine Gutschrift erteilt. Das kann für einen Lamborghini für die Führungscrew sein, eine Rechnung für das Entfernen von Graffiti, die Gehaltszahlungen der eigenen Angestellten und nicht zuletzt die Gewährung eines Kredites an eine Geschäftsbank, die einen Bedarf an (mehr oder weniger) gesetzlichen Zahlungsmitteln hat. Werden diese Forderungen fällig gestellt, dann kommt es zu dem spannenden Teil der ganzen Angelegenheit, nämlich wie gelangen die Banknoten ins Leben? Dabei steht das völlig klar im Gesetzestext: die Zentralbank gibt die Banknoten aus. Heißt: die Zentralbank deklariert einen bestimmten Nummernkreis als ab sofort gültige Banknoten und übergibt diese aus ihrem (temporären) Aktivbestand an die nachfragende Geschäftsbank (weswegen man den Bargeldbestand in der Abschluß(!)bilanz der Zentralbank vergeblich sucht).

    Das alles wollen die Vertreter der „Passivtauschtheorie der Geldemission“ natürlich nicht hören, denn dann würde die ganze schöne Vorstellung davon, daß ja das Bargeld eine „Schuld der Zentralbank“ sei, in 1000 Metern Höhe platzen. Vor allen Dingen wird dadurch genau dasjenige Recht einer Zentralbank ignoriert Bargeld (Banknoten) emittieren (= in Umlauf setzen) zu dürfen. Wenn man so will existiert genau hier die einzige Möglichkeit für eine Volkswirtschaft Geld (= Schuldentilgungsmittel) erzeugen zu können – was letztlich nur anzeigt, daß die Vertreter aller anderen sonstigen „Schöpfungstheorien“, oder was sonst noch so als „Geldschöpfungstheorie von nicht gesetzlichen Zahlungsmitteln“ daherkommt, anscheinend in den relevanten Grundkursen (Jura und Buchhaltung) wohl lieber „Schiffe versenken“ gespielt haben…

    • @Renén Menéndez

      Sehr geehrter Herr Menéndez

      Gemäss Gesetz über die Währung und Zahlungsmittel sind „Sichtguthaben der SNB“ Zahlungsmittel.

      Die SNB besitzt aber keine Sichtguthaben sondern Sichtverbindlichkeiten.

      Sichtverbindlichkeiten sind keine Zahlungsmittel für die SNB.

      Konklusion: Notenbankgeld kann weder aus buchhalterischer noch aus rechtlicher Sicht Zahlungsmittel für die SNB sein.

      UBS-Präsident Axel Weber und SNB-Präsident Thomas Jordan begehen einen Kapitalfehler im wahrsten Sinne des Wortes, wenn sie Notenbankgeld als Zahlungsmittel für die Zentralbanken betrachten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Hallo Herr Menéndez,

      Sie schreiben:
      „Die Geschichte mit der Unterscheidung von Banknoten und Geldscheinen könnten Sie einfach sein lassen,“

      Diese Unterscheidung zwischen Banknoten und Geldscheinen ist äußerst wichtig.

      Daran hängt alles!

      Z.B. basieren diejenigen Schlüsse von Herrn Dr. Meyer, die nicht zur Realität passen, auf der Annahme, dass die Franken-Scheine Schuldscheine der SNB sind.

      Betrachtet man die Franken-Scheine als Geldscheine, also als „Münzen aus Papier“, dann kommt man zu ganz anderen Schlüssen, diese Schlüsse passen perfekt zur Realität.

      Sie schreiben:
      „Der interessanteste Punkt ist natürlich der, daß der Schweizer Gesetzgeber es für wichtig empfunden hat zu dekretieren, daß die Verbindlichkeit der Zentralbank (= die Forderung einer Geschäftsbank) ein gesetzliches Zahlungsmittel sein soll.“

      Das steht doch nur auf dem Papier.
      Gehandelt wird doch ganz anders, fordert eine Bank mit Giroguthaben die SNB zur Zahlung von Schweizer Franken auf, dann zahlt sie diese doch ohne Wenn und Aber aus.

      Wer Schwierigkeiten hat, die Franken-Scheine als Geld zu sehen, der möge ein Beispiel wählen, wo die SNB Franken-Münzen an die Banken auszahlt.
      Die SNB gibt das Aktivum Franken (jetzt in Form von Münzen), und ihre Giroverbindlichkeiten reduzieren sich um den ausgezahlten Franken-Betrag.

      Schweizer Franken sind ein Asset, ein Aktivum für den jeweiligen Eigentümer. Und wie man an den Münzen sehen kann, kann ein Staat sich dieses Asset „einfach so“ produzieren.

      Sie schreiben:
      „Vielleicht sollten Sie sich mal entscheiden, ob der „Notenumlauf“ zu den Verbindlichkeiten zu zählen ist, oder dann doch einen eigenkapitalähnlichen Charakter aufweist.“

      Ich muss doch sehr bitten, Herr Menéndez, welche BWL-Kenntnisse darf ich bei Ihnen voraussetzen?
      Zu jedem Schuldverhältnis gehören BEDINGUNGEN, unter bestimmten Bedingungen wird davon gesprochen, dass Fremdkapital einen „eigenkapitalähnlichen Charakter“ hat.

      Selbstverständlich bleibt es trotzdem Fremdkapital, es sind Verbindlichkeiten.

      Was geschieht WIRKLICH bei einer Zentralbank?

      Der Staat stellt der Zentralbank eine große Kiste mit Geldscheinen in den Keller und sagt:
      „Wenn Du, Zentralbank, Geldscheine auszahlen musst, dann darfst Du Dich PER KREDIT aus dieser Kiste bedienen. Erhältst Du eine Geldschein-Einzahlung, dann tilgst Du einen Teil des genommenen Kredites.“

      DAS ist das ganze Geheimnis einer Zentralbank.

      Die Schuldenposition „Notenumlauf“ muss richtig heißen:

      Schulden beim Staat wegen Auszahlung von Staatsgeld.

      Freundliche Grüße!

  31. @Roman Günter

    Ihr Text an Hardy

    Können Sie mit einem Minusbetrag auf Ihrem Bankkonto etwas bezahlen?

    Können Sie Ihren Minusbetrag auf das Konto Ihres Gläubigers übertragen lassen und dann behaupten, Ihre Schuld sei beglichen?

    Genau so absurd ist die Behauptung von UBS Präsident Axel Weber und SNB Präsident Thomas Jordan, die Zentralbank könne ihre Schulden mit Sichtverbindlichkeiten bezahlen.

    Zig manipulierte Thumbs up machen die Irtlehre von Jordan und Weber nicht richtig.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • bin zwar nicht Herr Günter oder Hardy, nehme mir aber das Recht zu antworten.

      „Können Sie mit einem Minusbetrag auf Ihrem Bankkonto etwas bezahlen?“

      Ja, es ist eine Frage der Limite welche die Geschäftsbank dem Verfügungsberechtigten einräumt.
      Bei der SNB gibt es noch viel mehr Freiheiten.

      „Können Sie Ihren Minusbetrag auf das Konto Ihres Gläubigers übertragen lassen und dann behaupten, Ihre Schuld sei beglichen?“

      Kommt auf die rechtliche Transaktion an.
      Wenn man eine Firma von jemanden abkauft und die Firma ein Bankkonto im Minus hat, dann sind diese Schulden aus der Sicht des Verkäufers erledigt.

      Diese Fragen sind recht komisch und in der Realität einfach zu beantworten. Aber sie zeigen die in Modellen und Ideologien verfestigte Gedankenstruktur des Fragenstellers.

  32. Der Eurokurs steigt, das ist gut für die CH Wirtschaft. Die Importeure lieben es nicht so. Aber als Importeur steuern sie auch nicht so viel aktiv der Wirtschaftsleistung bei. Daher ist mir das egal.
    Für DR. Prof. Meyer ist es auch nicht so gut, seine Auslandferien werden teuer…und dies gibt auf viele Güter wieder etwas wechselkursbedingte Inflation….das liebt der Lehrer auch nicht. Wechselkursbedingte Deflation liebt der Lehrer mehr. Es interessiert ihn nur sein eigenes Gärtchen.

    • Guten Morgen

      Bald 800 Milliarden Schulden hat die Nationalbank gemacht zur Unterstützung der Exporte. Das ist 4x mehr als sämtliche Schulden von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammen. Ein Ende ist nicht abzusehen trotz vom Volk beschlossener Schuldenbremse.

      Die ganzen Schulden hat sie im Ausland investiert, wo sie die ausländischen Staaten und Betriebe ankurbelt.

      Sodann behauptet die, sie könbe ivre Schulden mit Schulden bezahlen.

      Absurd iist das.

      Die Medien schweigen das Thema tot. Das einzige was mir bleibt, ist auf diesem Forum dagegen anzuschreiben, wo die Befürworter der SNB anonym, mit wechselnden Pseudonymen, polemisch und mit manipulierten „thumbs up“ versuchen, auf meine Person zu spielen.

      Auch Ihr Beitrag zielt in diese Richtung.

      Versuchen Sie lieber, die Frage zu beantwortem, ob die SNB ihre Schulden mit Schulden bezahlen kann.

      Oder müssen die Steuerzahler dereinst einspringen?

      Dieser Frage gehen alle SNB Befürworter bisher aus dem Weg.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ dr. meyer fan

      Tja der Euro steigt…………………. der Patient hat heute mehr Fieber wie gestern und das ist positiv ?

      Nein, der Euro steckt immer und zunehmend in der Krise, und das der Franken schwächer wird, also gegenüber einer Todkranken Währung schwächer wird, also sowas kann ich nicht als positiv ansehen.
      Nein es ist für mich beunruhigend, denn es zeigt mir das der einst so harte Franken nicht mehr von allen als so hart angesehen wird.

      Das wir obendrein dann auch noch 800 Milliarden Papiere in den Büchern der SNB stehen haben die potentiell über weite Teile stark verlustgefährdet sind, nein das ist eine Katastrophe.

  33. @Leserinnen und Leser (bezüglich „thumbs ups“)

    Es ist bewiesen, dass die Thumbs ups von Hackern manipuliert werden. Damit wird versucht, polemische Texte hochzuschrauben, um die Diskussion in negative Bahnen zu lenken.

    Ich bitte um Kenntnisnahme.

    Schönen Abend

    Marc Meyer

  34. @Stefan Wiesendanger

    Gerne möchte ich nochmals auf Ihre Argumentation weiter unten von gestern zuurückkommen.

    Sie argumentieten: Wenn die SNB Banknoten von Orell Füssli geliefert bekomme, so verbuche die SNB diese sowohl auf ihrer Aktiv- als auch Passivseite.

    Wenn die SNB dann Euros kaufe, dann verschwinden die Aktiven aus der Bilanz der SNB und an deren Stelle treten die Euros.

    Daraus folgern Sie, dass die SNB nicht illiquide werden könne. Sie tragen hier also die Argumentionen der Zentralbankchefs vor.

    Darf ich Sie auf folgende Tatsachen aufmerksam machen?

    Würde die SNB die von Orell Füssli gelieferten Banknoten sowohl auf ihrer Aktiv- als auch Passivseite einbuchen, so stellten die Banknoten Eigenkapital der SNB dar.

    SNB Chef Thomas Jordan bezeichnet ja von der SNB gedrucktes Geld als Eigenkapital der SNB.

    Auch Christoph Zengetr, der kürzlich hier einen Beitrag schrieb, kam ja zum Resultat, dass Notenbankgeld Eigenkapital der SNB darstelle, das deshalb nicht rückforderbar sei.

    UBS Präsident Axel Weber kommt zum selben Schluss.

    Damit will ich Ihnen nur bestätigen, dass Sie die herrschende Lehrmeinung vertreten.

    Anslysieren wir nun aber einen und zwei Schritte weiter:

    Würde die SNB nun ihre Euros mit den gedruckten Bsnknoten bezahlen, so bedeutete das ein Aktivtausch in der Bilanz der SNB.

    Die SNB hätte keine Verbindlichkeit bzw. Schuld gegenüber einer Drittbank.

    In diesem Fall würden Banken wie UBS oder CS keine Guthaben bei der SNB besitzen.

    Tatsache ist aber, dass diese Banken gegen 100 Milliarden Franken und mehr Guthaben bei der SNB besitzen.

    Woher kommen diese?

    Die Euros werden von der SNB eben nicht bezahlt mit Banknoten aus ihren Aktivbeständen, die beim Ksuf ausgebucht werden, sondern die SNB kauft Euros von den Banken, indem sie bei diesen ein Darlehen in Form von Giroguthaben aufnimmt.

    Das Notenbankgeld wird bei Emission im Gegenteil passiv eingebucht.

    Diese Guthaben werden den Banken gutgeschrieben. Sie stellen eine Sichtverbindlich der SNB gegenüber den Banken dar.

    Die SNB finanziert ihre Eurokäufe also nicht mit Eigenkapital, wie das aus Ihrer Argumemtation hervorginge und aus jener von UBS Präsident Professor Axel Weber und SNB-Präsident Professor Thomas Jordan.

    Im Gegenteil: Die SNB finanziertt ihre Eurokäufe mit Fremdkapital.

    Einen Kauf über Fremdkapital kann nicht einem Kauf mit Eigenkapital gleichgesetzt werden:

    Bei einem Lauf mit Eigenkapital hätte die SNB keine Verpflichtung, Vermögen zu veräussern, weil ja keine Schuld besteht.

    Bei Fremdkapital hingegen hat die SNB die vertragliche Pflicht, ihre Schuld zurückzuzahlen.

    Bei den Sichtverbindlichkeiten handelt es sich um Schulden der SNB gegebüber den Banken, welche sofort fällig sind, wenn die Bank das fordert.

    Die CS beispielsweise führt exakt auf, wann ihre Guthaben bei Zentralbanken fällig sind.

    Diese Fälligkeit bedeutet keineswegs, dass eine Drittbank das Guthaben übernehmen kann.

    Fälligkeit auf Sicht bedeutet, dass der Schuldner seine Schuld zutückzahlen muss.

    Eine Schuld kann nur durch Verkauf von Vermögen beglichen werden.

    Daraus wiederum folgt, dass die SNB Vermögen verkaufen muss, wenn eine Geschäftsbank ihre Giroguthaben bei der SNB reduzieren will.

    Es ist auch davon auszugehen, dass die Kredite der Banken an die SNB besichert sind wie sämtliche Kredite im Bankgeschäft.

    Daraus wiederum folgt, dass die Banken sogar das vertragliche Recht haben, die verpfändeten Wertschriften selber zu verkaufen, wie das aus dem Geschäftsbericht der CS ersichtlich ist.

    Alles andere wäre eine Grobfahrlässigkeit der Banken.

    Die Argumentation von UBS Präsident Axel Weber und SNB Präsident Thomad Jordan, wonach die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen müsse bzw. diese mit selbst gedtucktem Geld bezahlen müsse, ist somit falsifiziert.

    Daraus wiederum folgt, dass die SNB ihre Bilanz deponieren muss bei Erreichen von null Eigenkapital.

    Tut sie das nicht, so haben die Banken das Recht, verpfändete Wertschriften selber zu verkaufen.

    Können sie ihre Guthaben nicht decken und erleiden sie Verluste, so können sie selber Konkurs gehen wegen der SNB.

    Vorher werden aber noch die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden.

    Ich denke, die Zentralbankchefs sollten endlich dazu stehen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Ich behaupte nirgendwo, dass beim Drucken von Geld (elektronisch oder in Form von Banknoten) Eigenkapital entstehe. Wenn die SNB frisches Geld in Umlauf bringt, besteht am Schluss ein Forderung gegenüber der SNB (das in Umlauf gebrachte Geld) und eine Forderung der SNB (die von der SNB gekauften Aktiven). Es geht also um einen zu 100% mit Fremdkapital finanzierten Kauf. Sie schreiben nach meinem Verständnis das Gleiche. Mein Punkt ist: Herr Jordan und Herr Weber behaupten ebenfalls das Gleiche.

  35. Grüezi@Herr Michael Stöcker,
    Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

    Besten Dank für Ihre hervorragenden Beiträgen.

    Vorweg: Ich unterstelle der SNB oder Prof. Jordan noch sonst jemanden im Forum nicht das Geringste etwas.

    So wie ich das verstanden habe, geht es hier um zwei Transaktionen.

    Beispiel Nr.: 1

    Die SNB kauft für 1 Mrd.CHF Devisen von Banken und bezahlt diesen Kauf mit 1 Mrd.CHF Gutschriften auf die Girokonten dieser Banken. Geschäft abgeschlossen; Punkt. Die Banken haben 1 Mrd.CHF Devisen weniger und 1 Mrd.CHF mehr auf deren Girokonten bei der SNB.

    Richtig??

    Beispiel Nr.: 2:

    Die Banken verlangen von der SNB, dass sie ihre Verbindlichkeiten auf den Girokonten (Forderungen der Banken an die SNB) erfüllt. D.h.: die SNB möge ihre Schulden bei den Banken bezahlen. Könnte die SNB dieser Zahlungsaufforderung der Banken nicht nachkommen können, wäre sie illiquide und müsste ihre Bilanz deponieren.

    Richtig??

    Was in dieser Diskussion noch nicht verraten wurde, ist, wie diese Zahlungsaufforderung der Banken an die SNB lauten wird? Wie wird die SNB illiquide? (illiquide werden heisst, dass man einer Zahlungsaufforderung nicht nachkommen kann). Klar, wenn die Devisen abwerten, dann sinkt ihr CHF-Buchwert. M.E. wäre auch in diesem Fall, das Risiko für die Steuerzahler nie höher als das negative Eigenkapital der SNB.

    Richtig?

    Nehmen wir einfach an, die UBS hätte auf ihrem SNB-Girokonto XXX Mrd.CHF. Angesichts des negativen Eigenkapitals der SNB bekommt sie kalte Füsse und weist die SNB an, die XXX Mrd.CHF auf ihr (UBS) Konto bei der CS gutzuschreiben (oder bei irgendeiner anderen Bank). Könnte die SNB diese Überweisung problemlos durchführen?

    Buchungsvorgänge:

    Devisenanlagen an Banknotenumlauf
    oder
    Devisenanlagen an Giroguthaben der Banken

    Natürlich kann die SNB anstatt CHF in Form von Scheinen auszugeben, der Geschäftsbank auch ihr Girokonto auffüllen. Auf diese Weise emittiert sie Zentralbankgeld.

    In der gesamten Diskussion wird vor allem mit Buchungssätzen argumentiert. Ich erlaube mir, darauf hinzuweisen, dass es auch eine Bundesverfassung und ein Notenbankgesetz gibt die insbesondere die SNB strikt einzuhalten hat!

    Der Unterschied zwischen der EZB und der SNB ist, dass das SNB-Gesetz verlangt, dass die SNB ihre Jahresrechnung

    „nach den Vorschriften des Aktienrechtes sowie nach allgemein anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung erstellt“.

    Diese Vorschriften/Grundsätze sehen bei negativem Eigenkapital die Insolvenz vor.

    Herr Prof. Jordan umschifft diesen Punkt elegant mit einem Argument: die Insolvenz der SNB, die sich aus der Anwendung des Aktienrechtes ergeben würde, kann nicht stattfinden, weil sie verfassungswidrig wäre. D.h.: ein Bundesgesetz verlangt die Insolvenz bei negativem Eigenkapital; ein anderes verbietet eine solche Insolvenz.

    Widerspricht sich womöglich in diesem Punkt Herr Prof. Jordan, weil er auf Vorfälle der Vergangenheit hinweist, wo der Bund für die SNB wegen negativem Eigenkapital haften und/oder stille Reserven auflösen musste;? d. h. ganz so einfach war es mit dem negativen Eigenkapital wohl doch nicht. Trotz alledem, es ist eine schlaue Argumentation, die sicherlich teure Verfassungsjuristen beschäftigen würde. Da ist eine Bundeshaftung schon viel einfacher zu erstellen. Darüber hinaus, finde ich es interessant, dass Herr Prof. Jordan die Rückstellungen für Währungsreserven den Eigenmitteln zurechnet. Im Endergebnis ist das nicht falsch, aber so finden die Buchungen nicht statt.

    https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

    Die offenen Fragen bleiben: verstösst die SNB seit 2009 gegen das Notenbankgesetz und gegen die Bundesverfassung??.

    Ist das selbst emittierte gesetzliche Zahlungsmittel für die SNB ein Aktivum oder ist es ein Passivum im Lichte der doppelten Buchhaltung?

    Und wenn ein Aktivum der buchhalterisch ein Passivum ist, juristisch, als Aktivum deklariert wird; wozu überhaupt eine Bilanz? Wenn das gesetzliche Zahlungsmittel für die SNB ein „NICHTS“ ist, wäre das nicht als einen Hinweis auf Bilanzbetrug zu deuten?

    Ich wünsche ein schönes Wochenende.

    • @Arbeitgeber und (AHV-Rentner)

      Guten Abend

      Nun ist mir nicht ganz klar, ob Sie identisch sind mit dem Kommentator „Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner“, oder ob Sie ein neuer Kommentator hier sind.

      Wie auch immer.

      Ihr Kommentar ist wohl reflektiert und ich möchte mich dafür bedanken.

      Gerne nehme ich dazu wie folgt Stellung:

      Erstens:
      Zu Ihren Beispielen: Ein Kauf von Devisen kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:

      A) Einmal Kauf über einen Aktivtausch (die SNB zahlt mit Vermögen). In diesem Fall ist die Transaktion abgeschlossen, sofern die Aktiven mit Eigenkapital finanziert waren. Die Bilanzlänge bleibt unverändert.

      B) Oder aber der Kauf von Devisen wird finanziert durch Fremdkapital. Die Bilanz der SNB wird verlängert und es entsteht eine Schuld der SNB gegenüber dem Verkäufer – der Bank. In diesem Fall ist die Transaktion erst abgeschlossen, wenn die Schuld der SNB gegenüber der Bank wider beglichen ist.

      Zweitens:

      Ja. Falls die SNB ihre Schuld gegenüber der Bank oder gegenüber den Banken nicht mehr begleichen kann, ist sie illiquide und muss ihre Bilanz deponieren. Da bin ich ganz mit Ihnen einverstanden.

      Drittens:

      Die Banken verkaufen der SNB z.B. Euros und geben ihr dafür einen Kredit in Franken. Oder anders formuliert: Die Banken erhalten ihr Guthaben in Franken bei der SNB gutgeschrieben. SNB und Banken sind ein Devisengeschäft eingegangen.

      Warum gehen die Banken dieses Geschäft ein?

      Sie gehen davon aus, dass der Frankenkurs steigt. Im Gegensatz zur SNB, die davon ausgeht, dass der Frankenkurs fällt. Die Banken verdienen also bei steigendem Frankenkurs und die SNB bei fallendem Frankenkurs. Das ist eine Wette, die SNB und Banken miteinander eingehen.

      Da die SNB ihre Euros von den Banken über ein Darlehen in Franken auf Sicht finanziert hat, haben die Banken das Recht, der SNB jederzeit mitzuteilen, dass sie ihre Frankenguthaben, die zwischenzeitlich im Wert womöglich gestiegen sind, zurück in Euros umtauschen wollen.

      Die Banken haben ein Recht auf Begleichung der Frankenschuld durch die SNB. Da die SNB Euros besitzt, liegt es auf der Hand, dass die SNB den Banken Euros zurückliefert liefert. Die Banken erhalten dann mehr Euros von der SNB, als sie dieser ursprünglich geliefert haben.

      So funktioniert übrigens auch Offenmarktpolitik: Kauf und Verkauf von Wertschriften durch die SNB. D.h. die SNB muss Wertschriften verkaufen, wenn die Geldmenge verringert werden soll – dabei ist es nicht entscheidend, von wem die Initiative ausgeht.

      Falls der Euros aber stark gefallen ist, so kann die SNB den Banken nicht genügend Euros liefern, um ihre Schuld in Franken zu begleichen. In diesem Fall ist die SNB Konkurs.

      Aber es muss nicht einmal der Wunsch der Banken vorliegen, ihre Franken bei der SNB in Euros zu wechseln. Allein wenn das Eigenkapital der SNB negativ wird, so ist die SNB nicht mehr in der Lage, ihre Schulden in Franken bei den Banken zu begleichen. Ob sie will oder muss. D.h. die SNB muss ihre Bilanz deponieren, sobald ihr Eigenkapital Richtung Null geht.

      Ich gehe mittlerweile sogar davon aus, dass die Euros der SNB, welche in Euro-denominierten Wertpapieren angelegt sind, bei den Banken als Sicherheit zur Verpfändung hinterlegt sind. Das würde Sinn machen, da die Banken nur Kredit geben gegen Sicherheiten. Das ginge auch aus dem Geschäftsbericht der CS hervor, wo gesagt wird, dass die Giroguthaben der Zentralbanken vertraglich mit verpfändeten Wertschriften besichert sind.

      Viertens:

      Korrekt, das Risiko für die Steuerzahler entspricht dem negativen Eigenkapital der SNB. Das ist aber gross genug. Und SNB-Chef Jordan hat bisher argumentiert, es bestünde kein Risiko bei negativem Eigenkapital, da die SNB in diesem Fall Geld drucken und so die Schuld der SNB abbauen bzw., das Eigenkapital der SNB aufstocken könne.

      Jordan hat noch nie – ich wiederhole – noch nie zugegeben, dass ein Risiko für die Steuerzahler besteht. Und genau das ist der Punkt, worum es hier geht.

      Fünftens:

      Mit Ihren Buchungen bin ich leider nicht einverstanden:

      Falls die UBS ihre Frankenguthaben bei der SNB abbauen will, so verbucht die SNB:

      Giroguthaben an Devisenanlagen

      Die SNB muss also Devisenanlagen veräussern. Damit wird die Frankenschuld gegenüber der UBS gemäss dem massgebenden Wechselkurs reduziert.

      Vergleich: Wenn ich ein Haus besitze und eine Hypothek in Franken habe, so ist meine Schuld in Franken und das Vermögen besteht in einem Haus. Um meine Schuld zu begleichen, muss ich das Haus verkaufen gegen Franken und kann damit meine Frankenschuld begleichen.

      Genauso die SNB: Sie besitzt Euros und hat eine Schuld in Franken. Ergo muss sie ihre Euros verkaufen zu einem bestimmten Wechselkurs und erhält dann Franken. Damit kann sie ihre Schuld bei den Banken in Franken bezahlen.

      Sechstens:

      Mir Ihrer Argumentation, wonach die SNB den Banken zur Begleichung ihrer Schuld anstatt Frankenscheine zu übergeben einfach ein Giroguthaben „auffüllen“ kann, bin ich leider auch nicht einverstanden.

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind ja bereits „aufgefüllt“. Da die SNB ihre Euros den Banken abgekauft hat mit Schulden in Form von Giroguthaben. Ergo sind diese ja schon „aufgefüllt“.

      Will nun die UBS diese Guthaben abbauen, so kann die SNB ihnen nicht noch mehr Guthaben gutschreiben – die UBS will ja die Guthaben abbauen – nicht umgekehrt.

      Guthaben gutschreiben bedeutet, eine Schuld eingehen. Die SNB kann der UBS nur zusätzliche Franken in Form von Giroguthaben gutschreiben, wenn sie von der UBS z.B. noch mehr Euros auf Kredit abkauft.

      Aber genau das will die UBS ja nicht. Die UBS will ihre gestiegenen Franken verkaufen gegen Euros – nicht umgekehrt. Die UBS will ihre Kredite an die SNB abbauen – nicht aufstocken. Sie will ein tieferes Giroguthaben bei der SNB – nicht ein höheres.

      Siebtens:

      Vollkommen einverstanden bin ich mit Ihnen damit, dass die SNB das Gesetz einzuhalten hat. Und richtig: Gemäss diesem hat die SNB die Gepflogenheiten nach OR /Aktienrecht einzuhalten und demzufolge ihre Bilanz zu deponieren bei Erreichen von Null Eigenkapital.

      Achtens:

      Ob SNB-Chef Professor Jordan die Insolvenz gemäss OR elegant umschifft, möchte ich bezweifeln. Bei Insolvenz die Bilanz zu hinterlegen hat einen tieferen Sinn: Es schützt die Investoren und die Wirtschaft vor noch grösseren Verlusten.

      Bei Schulden der SNB von über 700 Milliarden sollte diesem Punkt in der Schweiz grösste Bedeutung beigemessen werden. Aber man belässt es bei der Argumentation von SNB-Chef Jordan, welche m.E. nicht stichhaltig ist.

      Warum nicht?

      Jordan begründet seine Argumentation ja damit, dass die SNB im Gegensatz zu einem privaten Unternehmen Geld drucken und damit seine Schulden unbeschränkt bezahlen könne. Deshalb müsse sie ihre Bilanz nicht deponieren.

      Aber genau das ist nicht korrekt: Die SNB kann ihre Schulden nicht mit Notenbankgeld abbauen. Darum geht es ja in diesem Beitrag.

      Was ist die Folge?

      Deponiert die SNB bei Erreichen von Null Eigenkapital ihre Bilanz nicht, so werden die Verluste auf den Guthaben der Banken bei der SNB immer grösser und grösser. Die Banken können sich nicht schützen und die SNB reisst sie mit in den finanziellen Abgrund, falls der Euro weiter fallen sollte.

      Es wäre also äusserst sinnvoll, wenn Thomas Jordan und die SNB die SNB-Bilanz möglichst bald deponieren, falls negatives Eigenkapital der SNB droht.

      Allerdings vermute ich, dass die Banken für diesen Fall vorgesorgt haben und die SNB ihre Euros bei den Banken als Sicherheit für ihre offenen Guthaben verpfänden musste. Die Banken könnten in diesem Fall die Euros der SNB am Markt verkaufen, ohne dass sie die Zustimmung der SNB dazu einholen müssten.

      Neuntens:

      Die SNB hatte bisher nie echtes negatives Eigenkapital, da sie aufgrund der Unterbewertung des Goldes stets über hohe stille Reserven verfügte.

      Zehntens:

      Ich denke schon, dass die SNB gegen die Bundesverfassung verstösst, schon allein deshalb, weil die SNB im Gesamtinteresse der Schweiz investieren sollte. Über 700 Milliarden Investitionen im Ausland ohne minimste Investitionen in der Schweiz liegen bestimmt nicht im Gesamtinteresse unseres Landes. Will die SNB die Schweizer Wirtschaft ankurbeln, so muss sie hierzulande investieren – nicht im Ausland. Das ist reine Logik.

      Zudem: Das Schweizervolk hat eine Schuldenbremse beschlossen, welche in der Bundesverfassung verankert ist. Die SNB hat sich über dieses Verbot hinweggesetzt und ihre Schulden – welche Staatsschulden sind – seither von rund 100 auf über 700 Milliarden aufgestockt.

      Elftens:

      Notenbankgeld ist nur Zahlungsmittel, sofern es ein Aktivum des Schuldners ist. Nur mit einem Aktivum kenn man eine Schuld abbauen – nicht mit einem Passivum.

      Zwölftens:

      Es besteht nicht der geringste Widerspruch zwischen Buchhaltung und Recht. Gemäss Buchhaltung kann nur ein Sichtguthaben ein Zahlungsmittel sein – keine Sichtverbindlichkeit.

      Und im Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel ist klipp und klar festgehalten, dass Sichtguthaben der Banken bei der SNB gesetzliches Zahlungsmittel darstellen. Es ist in keiner Weise festgehalten, dass Sichtverbindlichkeiten gesetzliches Zahlungsmittel seien.

      Das würde auch gar keinen Sinn ergeben. Wenn ich auf meinem Bankkonto einen Minusbetrag verbuche, so kann ich keine Zahlung tätigen, indem ich diesen Minusstand auf das Bankkonto des Gläubigers überweisen lasse. Der hätte kaum Freude und die Bank dürfte das gar nicht tun.

      Die Giroverbindlichkeiten der SNB bei den Banken bedeuten, dass die SNB bei den Banken im Minus ist.

      Ich komme zum Schluss: Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB. Die SNB kann ihre Schulden nicht mit ihren Sichtverbindlichkeiten begleichen. Die SNB kann Konkurs gehen und muss in diesem Fall ihre Bilanz deponieren, um die Schweizer Wirtschaft vor weiteren Verlusten zu schützen.

      Danke nochmals und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  36. Lieber Herr Dr. Meyer

    Genau.. und jetzt spielen Sie wieder einmal auf meine Person.

    Ich habe Ihnen in den vergangenen Jahren zig. Sachargumente geliefert und versucht, mit Ihnen auf einer Sachebene ins Gespräch zu kommen. Nie sind Sie jedoch konkret darauf eingegangen und haben jeweils einfach Ihre Buchhalterregeln, eingebettet in Ihr vorgefasstes Begründungsschema, gebetsmühlenartig rein fundamental heruntergeleiert.

    Und widerlegt haben Sie bis heute gar nichts.

    Bis jetzt sind Ihre Behauptungen zur Überschuldung einer ZB nichts mehr als Thesen ohne empirische Untermauerung. Wenn Sie meinen, ich weiche Ihnen aus, dann konsultieren Sie bitte meine diversen Posts in dieser Sache.

    Es ist schon sehr eigenartig, dass Sie sich gleich selbst Eigenlob austeilen müssen. Sie sind wahrlich von einem fixen Sendungswahn getrieben, dessen Ursache möglicherweise ausserhalb der Buchhaltung zu suchen liegt. Dies sei Ihnen ja gegönnt.

    Ich bin es jedoch müde, mich mit Ihnen weiter auszutauschen, da mir meine Zeit zu schade ist, mich mit Ihnen ständig im Kreis zu drehen.

    Und das zeigt auch die ständig abnehmende Zahl Ihrer Sparring Partner und/oder Follower. Immer die gleichen oder ähnlichen anonymen Pseudos mit Mehrfachposts und entsprechendem bashing der sog. „Geldtheorie-Elite“. Auch dort drehen Sie sich immer schneller im Kreis.

    Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und den Mut, kritischer zu reflektieren, Ihre Thesen im Meinungsstreit sachbezogen und konkreter zu hinterfragen und andere Meinungen nicht gleich als dumm oder ignorant abzukanzeln.

    Sonst enden Sie in einer argumentativen Sackgasse.

    Freundliche Grüsse
    Ihr «F.H.» Fred Handelsmann

    (bevor Sie mich wieder in den Dunstkreis einer Zentralbank einordnen und als befangen, ignorant bezeichnen darf ich Ihnen zur Beruhigung mitteilen, dass ich als unabhängiger selbständiger Unternehmer und Dozent tätig bin.)

    • @Fred Handelsmann

      Sehr geehrter Herr Handelsmann

      Danke

      Also welches ist Ihr fachliches Argument?

      Die SNB behauptet, Notenbankgeld sei Liquidität bzw. Zahlungsmittel der SNB zur Begleichung der Schulden der SNB. Ich sage nein. Geld ist eine Schuld der SNB, welche diese nur mit dem Verkauf von Vermögen abbauen kann.

      Sie unterstellen mir, meine Thesen seien nicht bestätigt.

      Gerne möchte ich Sie daran erinnern, dass bis zum September 2013 in der Geldtheorie die Theorie des Geldmultiplikators gelehrt wurde.

      Das habe ich im September 2013 hier mit Buchungssätzen widerlegt. 6 Monate später ist die die Bank of England mit der gleichen Argumentation und später gekommen dann auch noch die Deutsche Bundesbank und zuletzt die Schweizerische Nationalbank.

      Meine Thesen wurden also übernommen. Bitte bleiben Sie bei den Tatsachen. Und als Dozent sollten doch daran interessiert sein, dass korrekt zitiert wird.

      Also bitte: Hier geht es um das Argument: Kann die SNB ihre Schulden mit selbst geldrucktem Geld begleichen, wie UBS-Präsident und früherer Bundesbankpräsident Professor Axel Weber sowie SNB-Präsident Professor Thomas Jordan behaupten, oder muss die SNB Vermögen veräussern.

      Ich argumentiere, sie müsse Vermögen veräussern.

      Und Sie? Was ist Ihre Meinung?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  37. Geehrter Herr Meyer
    Ich befürchte, Sie verrennen sich da ein wenig in den Buchhaltungsbegriffen.
    Eine Sichteinlage steht für Bankguthaben, für die keine Laufzeit oder Kündigungsfrist vereinbart ist oder deren Laufzeit oder Kündigungsfrist weniger als einen Monat beträgt. Es sind Einlagen, über die der Gläubiger auf Sicht – also jederzeit – durch Barabhebung oder im Zahlungsverkehr verfügen kann, ohne seine Absicht der kontoführenden Gegenpartei vorgängig anzeigen zu müssen.
    Die Nationalbank ist verpflichtet, bei Forderung, das Sichtguthaben in Form eines gesetzlichen Zahlungsmittels zu leisten. Gesetzliche Zahlungsmittel sind (WZG Art. 2) Münzen vom Bund, Banknoten der SNB oder Sichtguthaben bei der SNB. Die SNB liefert also ein Sichtguthaben – und wir drehen uns bis in alle Ewigkeit im Kreis.
    Faktisch sind die Sichtguthaben bei der SNB Eigenkapital gleichzusetzen.
    Beste Grüsse

    • „Roman Günter

      Danke

      Ich fürchte, Sie verwechseln Sichtguthaben und Sichtverbindlichkeiten miteinander.

      Korrekt: Sichtguthaben sind Zahlungsmittel. Die SNB besitzt aber nicht Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten. DAs sind keine Zahlungsmittel.

      Die Banken besitzen Sichtguthaben und die SNB muss diese annehmen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Hallo Herr Günter,

      Sie schreiben:
      „Eine Sichteinlage steht für Bankguthaben, für die keine Laufzeit oder Kündigungsfrist vereinbart ist“

      Richtig.

      Sie schreiben weiter:
      „oder deren Laufzeit oder Kündigungsfrist weniger als einen Monat beträgt.“

      Leider falsch, eine Forderung, die noch eine Laufzeit hat, und sei es auch nur einen Tag, ist logischerweise keine Forderung, die man auf Sicht erfüllt bekommt, und damit natürlich auch keine Sichteinlage.

      Sie schreiben:
      „Die Nationalbank ist verpflichtet, bei Forderung, das Sichtguthaben in Form eines gesetzlichen Zahlungsmittels zu leisten.“

      Die SNB muss das gesetzliche Zahlungsmittel Schweizer Franken auszahlen.
      Das macht sie selbstverständlich auch auf Anforderung.

      Sie schreiben:
      „Gesetzliche Zahlungsmittel sind (WZG Art. 2) Münzen vom Bund, Banknoten der SNB oder Sichtguthaben bei der SNB.“

      Münzen ist korrekt. Keine Banknoten, sondern Geldscheine sind es, die die SNB auszahlt.
      Die Sichtguthaben bei der SNB sind KEINE gesetzlichen Zahlungsmittel, auch wenn es so im Gesetz steht.
      (Wenn der Gesetzgeber in ein Gesetz schriebe, dass die Sonne sich um die Erde dreht, dann würde sich die Sonne trotzdem nicht um die Erde drehen.)

      Sie schreiben:
      „Die SNB liefert also ein Sichtguthaben – und wir drehen uns bis in alle Ewigkeit im Kreis.“

      Die SNB liefert selbstverstänklich KEIN Sichtguthaben, die SNB liefert Schweizer Franken. Und damit drehen wir uns nicht im Kreis, vielmehr wird der „Schuldenkreis“ durch die Zahlung von Schweizer Franken aufgebrochen, und alles ist in bester Ordnung.

      Die Münzen sind kein Sichtguthaben bei der SNB, sondern sie sind Schweizer Franken.
      Die Geldscheine sind kein Sichtguthaben bei der SNB, sondern sie sind Schweizer Franken.

      NIEMAND muss Sichtguthaben bei der SNB ENDGÜLTIG akzeptieren. Die SNB ist zur Auszahlung von Schweizer Franken verpflichtet.
      Daran sehen Sie, dass Sichtguthaben bei der SNB kein gesetzliches Zahlungsmittel sein KÖNNEN, ganz einfach deswegen, weil Sichtguthaben bei der SNB lediglich eine Schweizer-Franken-Forderung ist.
      Nur Schweizer Franken sind gesetzliches Zahlungsmittel.

      Sie schreiben:
      „Faktisch sind die Sichtguthaben bei der SNB Eigenkapital gleichzusetzen.“

      Leider wieder falsch, die SichtVERBINDLICHKEITEN, die die SNB hat, sind ganz normale Sichtverbindlichkeiten.
      Keine Spur von Eigenkapitalcharakter, und gleichzusetzen mit Eigenkapital schon mal gar nicht.

      Die Schulden, die uns die SNB unter „Notenumlauf“ zeigt, sind es, die Eigenkapitalcharakter haben.

      Es ist Fremdkapital, die SNB kann dieses Fremdkapital aber in beliebiger Höhe aufnehmen, die SNB hat einen Kreditgeber, der ihr entsprechenden Kredit gewährt.

      Der Staat kann sein eigenes Staatsgeld in beliebiger Menge produzieren (lassen), deshalb kann der Staat der SNB in prinzipiell beliebiger Höhe Kredit gewähren.

      Hat jemand ein Sichtguthaben bei der SNB, dann kann er die Auszahlung von Staatsgeld verlangen, hat jemand Staatsgeld, kann er die SNB nicht weiter zwingen.

      Jemand der Staatsgeld hat, hat keine Forderung, er hat Geld, er hat Schweizer Franken.

      Die Schweizer Franken (Münzen UND Geldscheine, zukünftig ggf. digitale Franken) werden vom Staat emittiert.
      Die offizielle Darstellung, die das Banknoten-Märchen enthält, ist leider falsch und führt zu erheblichen Missverständnissen.

      Freundliche Grüße!

    • Eine kleine Präzisierung, ich hatte geschrieben“
      „Die Schulden, die uns die SNB unter „Notenumlauf“ zeigt, sind es, die Eigenkapitalcharakter haben.“

      Präziser wäre:

      Die Schulden, die uns die SNB unter „Notenumlauf“ zeigt, sind es, die einen eigenkapitalähnlichen Charakter haben.

    • @Hardy, der Student

      Noch etwas präziser:

      Die SNB hat Schulden in Franken. Und diese müssen zurückbezahlt werden. Um das zu können, muss die SNB ihre Devisen verkaufen und erhält dafür je nach Wechselkurs entsprechende Franken.

      Die Schuld in Franken wird also bezahlt durch das Vermögen in Euro zu einem bestimmten Franken -Wechselkurs.

      Ein Vergleich: Wenn Sie eine Hypothek aufnehmen, so bestehen ihre Schuld in Franken und Ihr Vermögen in einem Haus.

      Um die Schuld in Franken begleichen zu können, müssen Sie das Haus verkaufen und erhalten Franken gutgeschrieben, womit sie Ihre Frankenschuld begleichen können.

      Genau so bei der SNB.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

      Vergleich:

    • @Hardy
      Das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel passt nicht in Ihr Konzept und daher gilt es einfach nicht. Einfach herrlich, diese Diskussion. Das gesetzliche Zahlungsmittel ist eine gesellschaftlich soziale Vereinbarung, kein Naturgesetz.
      Das WGZ geht sogar noch weiter, in Artikel 3 wird doch tatsächlich festgehalten, dass „…auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“
      Und jetzt kommen Sie bitte nicht wieder damit, dass ein Konto bei der SNB für diese eine Sichtverbindlichkeit ist, die deshalb nicht vom Gesetzgeber als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt wird.
      Ein konsistentes Feedback erwarte ich gerne.
      Beste Grüsse

    • Hallo Herr Günter,

      es ist nicht mein Konzept, wo das „Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel“ nicht hineinpasst, es ist dies hier:
      Kartoffelforderungen sind keine Kartoffeln,
      Milchforderungen sind keine Milch,
      Goldforderungen sind kein Gold,
      Bitcoinforderungen sind keine Bitcoin und
      CHF-Forderungen sind keine CHF.

      Ist das schwer zu verstehen?

      Sie schreiben:
      „Das WGZ geht sogar noch weiter, in Artikel 3 wird doch tatsächlich festgehalten, dass „…auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.““

      Papier ist geduldig.

      Korrekt kann es z.B. so lauten:
      „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, IM ERSTEN SCHRITT unbeschränkt AN ZAHLUNG STATT angenommen werden. Jede solche Person kann im zweiten Schritt die Auszahlung von Schweizer Franken von der SNB verlangen.“

      Gerne gebe ich Ihnen ein Beispiel:
      Die SNB ist berechtigt, einem Arbeitnehmer, der bei der SNB ein Konto hat, Lohn/Gehalt auf seinem Konto bei der SNB gutzuschreiben.
      IM ERSTEN SCHRITT muss der Arbeitnehmer eine solche AN ZAHLUNG STATT akzeptieren, die SNB hat ihre Pflicht aus dem ARBEITSVERTRAG damit erledigt.

      Nun hat die SNB aber eine Zahlungspflicht aus ihrer Eigenschaft als kontoführende Bank.
      Hat der Arbeitnehmer ein Giroguthaben, also einen positiven Kontostand, dann muss die SNB ALS BANK zwingend mit CHF ERFÜLLEN, wenn es verlangt wird.

      Die SNB muss dann zwingend eine CHF-ZAHLUNG leisten.

      Aus diesem Grund ist die Formulierung im bestehenden Gesetz leider unsinnig.

      Mit CHF wird ENDGÜLTIG bezahlt, bzw. wird endgültig eine CHF-Forderung erfüllt.

      Mit einer Gutschrift auf ein Girokonto wird lediglich eine „an Zahlung statt“ vorgenommen und ist damit nicht endgültig, wenn es der Bankkunde wünscht.

      Freundliche Grüße!

      PS: Sie hatten noch geschrieben:
      „Das gesetzliche Zahlungsmittel ist eine gesellschaftlich soziale Vereinbarung, kein Naturgesetz.“

      Natürlich kein Naturgesetz, sondern das gesetzliche Zahlungsmittel wird per Staatsgesetz (und nicht per gesellschaftlich soziale Vereinbarung) festgelegt.
      Ein Staatsgesetz kann aber nicht die LOGIK aushebeln.

      Eine Forderung auf Etwas kann unmöglich das Etwas selber sein. Das ist LOGISCH ausgeschlossen.
      Aus meinem Beispiel mit der SNB und ihrem Arbeitnehmer geht das auch ganz klar hervor.
      Ähnliche Beispiele können Sie mit sämtlichen Gläubigern der SNB durchspielen, die ein Giroguthaben bei der SNB haben.

    • @Hardy
      Von Schweizer Studierenden würde ich einen etwas sinnvolleren Diskurs und eine etwas weniger eigenwillige Interpretation der Schweizer Gesetze erwarten. Das Eszett lässt mich ein wenig hoffen.
      Beste Grüsse

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Danke.

      Gut. Ich denke auch, das ist besser so. Aber bitte unterstellen Sie mir nicht, ich würde keine sachliche Diskussion führen.

      Meine fachlichen Aussagen sind ganz klar:

      Notenbankgeld ist kein Zahlungsmittel für die SNB zur Begleichung ihrer Schulden.

      Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen. Daraus folgt, dass Banken sogar Konkurs gehen können, wegen der SNB.

      Axel Weber wird bös erwachen, wenn er bemerkt, dass auch eine SNB illiquide werden kann, was er ja bestreitet.

      Herr Stöcker – schade – Sie gehen durch die Hintertür. Das ist ihr Entscheid. Aber denken Sie nicht, Sie hätten auch nur ein einziges Argument aus meinem Beitrag widerlegt.

      Sie gehen unverrichteter Dinge.

      Ich wünsche Ihnen auch ein schönes Wochenende.

      Marc Meyer

  38. Lieber Marc Meyer,

    Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber ich halte es heute mal mit den Pfadfindern.

    Sie fordern:

    „Wissenschaftliche Argumente sind gefragt – nicht rhetorische Ausweichmanöver.“

    Da sind wir ganz einer Meinung.

    Ich frage mich allerdings, wie dies zu Ihrer Conclusio passt:

    „Sie waren im Fach Sprache in der Schule offenbar deutlich besser als im Fach Buchhaltung- wobei ich sogar bezweifle, ob Sie Letzteres je einmal besucht haben.“

    Halten Sie sich doch einfach mal ganz stringent an Ihren eigenen Anspruch.

    Bevor ich auf Ihren Fragenkatalog antworte, halte ich es allerdings für unabdingbar, dass wir zuerst die aus meiner Sicht zentrale Frage lösen, deren Beantwortung Sie sich bislang beharrlich verweigern. Daher noch einmal:

    Gibt es aus Ihrer Sicht einen qualitativen/rechtlichen/buchhalterischen Unterschied zwischen befristeten Transaktionen einer ZB im Rahmen ihrer Repogeschäfte und definitiven Operationen insbesondere am Devisenmarkt sowie Zahlungen von Zentralbanken aufgrund sonstiger Verpflichtungen mit Nichtbanken (Handwerkerrechnungen, Lohnzahlungen…)?

    Da Sie ja mit den Grundzügen der Buchführung bestens vertraut sind, sollte es Ihnen nicht so schwer fallen, den Unterschied herauszufinden.

    Für alle Mitlesenden, die sich hier nicht so gut auskennen sollten wie Herr Meyer:

    Bei befristeten Transaktionen/Repogeschäften kommt es bei liquiditätszuführenden Operationen zu einer temporären Bilanzverlängerung bei der ZB. Für all diese Fälle ist die Argumentation von Marc Meyer beinahe völlig korrekt. Ausnahme ist sein Beharren auf „jederzeit“, denn bei Repogeschäften ist ebenfalls die Zeitdimension zu berücksichtigen. Von daher machen die Banken in ihren Berichten ja auch zusätzliche Zeitangaben. Wer sich hier nicht so gut auskennen sollte, der sollte sich hier erst einmal kundig machen: https://www.snb.ch/de/ifor/public/qas/id/qas_repos.

    Bei definitiven Käufen (sogenannte Outright-Geschäfte) einer Zentralbank kommt es ebenfalls zu einer Bilanzverlängerung bei der ZB, aber die Rückführung dieser zusätzlichen Liquidität kann für den Gesamtmarkt nur noch durch die Zentralbank veranlasst werden.

    Insofern wird durch solche definitiven geldpolitischen Operationen das Hot-Potato-Problem (in Anlehnung an James Tobin) besonders virulent. Von daher gibt es ja jetzt auch bei der SNB großzügige Freigrenzen bei den Überschussreserven und das Fed füttert nicht nur ihre eigenen Parasiten im Rahmen ihrer IOER-Politik. Wem IOER nichts sagt: https://fred.stlouisfed.org/series/IOER. Ein echtes Hartz-IV Programm für EK geschwächte Banken, damit es auch zukünftig bei den Boni fürstlich zugehen kann.

    Bei der Bezahlung von Handwerkerrechnungen, Löhnen etc. findet ein Passivtausch via GuV statt.

    Bei der Bezahlung einer Immobilie durch eine Zentralbank findet ebenfalls eine Bilanzverlängerung statt, die über den Abschreibungszeitraum wieder sukzessive via GuV zurück geführt wird.

    Bitte prüfen Sie, lieber Herr Meyer, ob auch Sie einen qualitativen Unterschied erkennen können und ob dieser Unterschied gegebenenfalls eine Auswirkung hat auf Ihre Behauptung, dass eine Geschäftsbank JEDERZEIT ALLE ihre Ansprüche gegen eine Zentralbank gegen Assets der Aktivseite einer Zentralbank einfordern kann (so Ihre zentrale These, sofern ich Sie richtig verstanden habe) oder aber ob es nicht auch Restforderungen in nicht unerheblichem Ausmaß geben kann, die sie nur gegen ein weiteres Passivum der ZB (nämlich Banknoten) geltend machen kann, was aber niemand bei Verstand macht, da die Lagerhaltungskosten höher sind als der Negativzins der SNB. Und zur Not kann ja auch die SNB es unterlassen, weitere 1000er zu drucken (siehe EZB), um die Kosten der Lagerhaltung in die Höhe zu treiben.

    Für eine Beantwortung dieser zentralen Frage haben Sie schon jetzt recht vielen Dank. Im Anschluss können wir dann sehr gerne Ihre sieben Fragen diskutieren.

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich Ihnen nur dann antworten werde, wenn Sie die von mir vorgeschlagene Reihenfolge einhalten und auch Sie sich zukünftig nur noch zur Sache äußern.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Danke

      Bitte unterstellen Sie mir nicht, ich würde dem Problem ausweichen.

      Ich spreche es ja ständig an.

      Bitte versuchen Sie auch nicht, meine Argumentation in das von Ihnen gewählte und vorgegebene Korsett zu zwängen.

      Es geht hier um über 700 Milliarden Sichtverbindlichkeiten der SNB bei den Banken.

      Es geht hier nicht um den Maler, der den Fensterladen von SNB Chef Jordans Büro neu malt.

      Bei diesen Sichtverbindlichkeiten geht es um Schulden der SNB bei den Banken auf Sicht.

      Diese Schulden stammen aus Eurokäufen der SNB bei den Banken.

      Ein Kauf auf Kredit ist erst vollstänig abgeschlossen, wenn die Schuld bezahlt ist.

      Wenn Sie ein Haus kaufen und eine Hypothek aufnehmen, so ist dieses Geschäft erst endgültig abgeschlossen, wenn Sie die Hypothek abgezahlt haben.

      Bis zu diesem Zeitpunkt darf die Bank Ihr Haus verkaufen, wenn Sie ihren Verpflichtungen gegenüber der Bank nicht nachkomnen sollten.

      Gemäss Geschäftsbericht der CS handelt es sich bei den Guthaben bei der SNB um solche auf Sicht und mit vertraglich vereinbarten Laufzeiten von 1 – 12 Monaten.

      Offenbar ist es sogar so, dass die Giroguthaben bei der SNB durch Verpfändung von Wertschriften gesichert sind und dass die CS das Recht hat, diese Wertschriften zu verkaufen, bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners.

      Die SNB ist also verpflichtet, ihren Verbindlichkeiten auf Sicht gegenüber den Banken auf Sicht nachzukommen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Meine Erfahrung mit Herr Meyer hier in Kürze:

      Wenn es konkret wird, dann bedient er sich gemäss m.E. meist folgender Taktik:
      1) nicht konkret auf die Fragen eingehen
      2) bewusstes vermischen von Fakten, damit der Laie überhaupt nicht mehr draus kommt (nenne ich Populismus)
      3) bezichtigt er seine Kritiker jeweils der Unfähigkeit und Dummheit und am Schluss
      4) sagt er dann noch alle, die anderer Meinung sind seien aus dem „Dunstkreis“ der SNB.

      Mit seinen absoluten und vorgefassten Meinung, bzw. fixen Ideen lässt sich leider kein konstruktiver Dialog mit Herrn Meyer durchführen.
      Seine Thesen werden nicht wahrer, auch wenn er sie hundert Mal vorbringt, in immer anderer Reihenfolge, zu immer anderem Anlass, gesucht und verknüpft mit einem einzigen Ziel: alle die nicht gleicher Meinung sind zu Idioten zu degradieren.

      Mit freundlichen Grüssen
      F.H.

    • @F.H.

      Anonym lässt es sich gut auf die Person zu spielen. Erneut kein fachliches Argument.

      Der Sachverhalt ist klar: Die SNB behauptet, Notenbankgeld sei ein Zahlungsmittel für die SNB zur Bezahlung von eigenen Schulden und ich habe klar bewiesen, dass das falsch ist.

      SNB-Chef Thomas Jordan und UBS-Chef Axel Weber behaupten, Notenbankgeld gehöre zum liquiden Vermögen der SNB.

      Das habe ich widerlegt. Gehen Sie bitte fachlich auf meine Argumentation ein oder lassen Sie es bleiben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  39. Wunderbar …..
    Wann sinniert hier eigentlich „jemand“ über den Unterschied von „levels“ und „flows“? Damit Bilanzsicherheit nicht mehr zur unseligen Verwechslung von Schulden und Vermögen führt.

    • Auf der Aktivseite stehen hauptsächlich Anlagen in Euro und USD, welche sicher nicht alle gegen Währungsrisiken abgesichert sind. Auf der Passivseite Guthaben von Geschäftsbanken bei der SNB. Fallen nun Euro und Dollar, kann dies nicht durch Luft aufgefüllt werden. Das Eigenkapital der SNB sinkt oder wird sogar negativ. Wäre dies nicht so könnte die SNB ja mit Luft alle vorhandenen Aktiven dieser Welt aufkaufen. Vielleicht ist ja die Weltherrschaft das Ziel?!?

    • @Michael Stöcker

      Sehr geehrter Herr Stöcker

      Es geht hier nicht um Repo-Anlagen auf der Aktivseite der SNB-Bilanz, sondern es geht 700 Milliarden Giroguthaben der Banken – Notenbankgeld – auf der Passivseite der SNB Bilanz.

      Anstatt mir ständig vorzuwerfen, ich sei nicht bereit, iin die fachliche Diskussion einzusteigen, sollten Sie sich besser einmal mit Grundfrage dieses Arrikels befassen:

      Ist Notenbankgeld ein Zahlungsmittel für die Zentralbank, wie die Zentralbankpräsidenten behaupten?

      Es geht hier also um Notenbankgeld, bzw. Giroguthaben der Banken bei der SNB.

      Es geht nicht um Repos, die nicht Notenbankgeld sind.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  40. Da bleibt wohl als einzige Hoffnung, dass die USA unsere Nationalbank als Währungsmanipulator einstuft und dem unsäglichen Treiben ein Ende bereitet. Alle Geschäftsbanken bleiben ja ruhig und schauen einfach zu, wie mit ihrem Geld spekuliert wird. Motto: es kommt schon gut, sonst hilft der Staat. Münchhausen konnte sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Hier handelt es sich aber um ein Märchen?!?

    • @Münch Hausen

      Danke

      Ja Sie haben vollkommen Recht. Ich habe mir dasselbe auch schon überlegt.

      Wenn die SNB so weiterwurstelt wie bisher – und alles deutet darauf hin – so bleibt Donald Trump die einzige Hoffnung.

      Unglaublich aber wahr.

      Wenn nicht, so wird die Alternative heissen: Einführung des Euro – und das zu einem miserablen Wechselkurs für die Schweiz.

      Axel Weber und Thomas Jordan können dann ihre Banken nur so retten; dafür aber die Schweiz verkaufen.

      Deren Verluste wären dann neutralisiert.

      Das Schweizervolk müsste bezahlen und dann ev. sogar der EU beitreten.

      Es ist vergleichbar mit einem Bergsturz, den man recht gut voraussagen kann.

      Euro und Dpllar werden wieder fallen. Die SNB ist gefangen und kann nicht mehr aussteigen.

      Nur die Amerikaner könnten den Ausstieg der SNB noch durchsetzen.

      MfG

      Marc Meyer

  41. @Hardy, der Student

    Lieber Hardy

    Vielen Dank, dass auch Sie bestätigen, dass man die „thumbs up“ hier manipulieren kann. Ich habe dies nun schon von diversen Seiten bestätigt bekommen.

    Unsere Schweizerische Nationalbank weicht der direkten Diskussion mit mir aus, seit ich ihr mein erstes Buch 1993 geschickt habe.

    Sie hält es nicht für nötig auf die vorgebrachte Kritik einzutreten. Die Medien blockieren Kritik an der Nationalbank ab – auch das Schweizer Fernsehen (siehe Beitrag neben an von Herrn Klaus Stöhlker zur SRG).

    Hier auf Inside Paradeplatz, dem einzigen Medium, wo sich anonym über die SNB diskutieren lässt, wird die Irrlehre von SNB-Chef Jordan kolportiert und aufs heftigste verteidigt durch anonyme und polemische Kommentatoren, die äusserst beleidigend sind.

    Diese wechseln sogar dauernd ihr Pseudonym, geben dem Redaktor falsche Mail-Adressen an und schrauben ihre Kommentare durch manipulierte „Thumbs-up“ hoch.

    Welch pitoyable Diskussionskultur unserer Natiionalbank hat.

    So wird kein Vertrauen geschaffen Herr Jordan – und auch Herr Axel Weber.

    Marc Meyer

  42. Weber hat natürlich recht, denn sämtliches Geld. Man muss sich dazu nur vergegenwärtigen, wie Geld geschaffen wird und man merkt, dass er recht hat. Denn im Grunde ist alles Geld im System Geld, welches von den Zentralbanken an andere (meist an Banken) ausgeliehen wurde, welche drauf nach dem fractional reserve Prinzip viel mehr Kredite (also Luftgeld) vergaben und Derivate (ebenfalls Luftgeld) schufen, als sie jemals vergüten werden könnten.
    Mit anderen Worten: Jedem Guthaben steht im Finanzsystem eine Verbindlichkeit gegenüber. Der Gesamtwert ist Null.

    • @Oliver Fehr

      Guten Morgen Herr Fehr

      Danke für Ihren Beitrag. So wie Sie schreiben, wurde die Geldtheorie jahrzehntelang gelehrt.

      Hätten Sie und UBS Axel Weber Recht, so müsste Geld auf der Aktivseite der Zentralbankbilanz verbucht werden.

      Das wird es aber nicht.

      Also irren der UBS Präsident und der SNB Präsident.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Tut es ja auch. Z.B unter ‚Devisenanlagen‘ findet man die Anlagen, welche die SNB mit neu gedruckten CHF gekauft hat. Diese CHF sind dann als ‚Verbindlichkeiten‘ der SNB im Umlauf, wobei sich die Verbindlichkeit der SNB darauf beschränkt, Ihnen pro 1 CHF genau 1 CHF zu wechseln. Das ist einer der Vorteile, die man hat, wenn man Zentralbank ist und selbst Geld drucken kann, welches alle anderen akzeptieren müssen.

    • @Oliver Fehr

      Danke

      Täumen Sie ihren bilanziellen Dornröschenschlaf weiter – zusammen mit UBS Präsident Axel Weber und SNB Präsident Thomas Jordan.

      Gute Nacht

      Marc Meyer

  43. Leseeinnen und Leser

    Soeben hat mir jemand demonstriert, wie man „thumbs up“ hochschrauben kann.

    Diese sind also ein völliger Blödsinn.

    Pseudonym Nick Norman, Urs Abderhalden, The Real MMDr. Und wie die SNB Trolle also alle heissen (oder ist es nur einer) betrügen hier mit manipulierten thumbs up.

    Bitte nicht darauf hereinfallen.

    Danke

    Das ist eine weitere Blamage für die SNB und ihren Chef Jordan, dass sie auf solche „Bschisser“ angewiesen sind.

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Doktor, gratuliere zu dieser weiteren bahnbrechenden Entdeckung – sicher sind Sie der Erste und sollten dies unbedingt beim Patentamt anmelden, damit sie nicht schon wieder trotz genialer Erkenntnisse schändlich übergangen werden. Wie ich nämlich schon länger vermute, sind wir nur von manipulierenden Betrügern und „Bschisser“ umgeben. Gott sei Dank haben wir noch Sie…. ich habe Ihnen soeben ein Like gegeben und hoffe, dies tut Ihrem gekränkten Ego wohl.

  44. @Leserinnen und Leser

    Einen interessanten Beitrag postete der Kommentator Jonas Hüglin. Ich will diesen nochmals ganz oben platzieren, damit er von allen gut gesehen wird.

    Hüglich schrieb:

    Zitat:

    Der Geschäftsbericht der CS (Seite 124) sagt eigentlich alles:

    https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/investor-relations/financial-disclosures/financial-reports/csg-ar-2016-de.pdf

    Vertragliche Fälligkeit von Aktiven und Verbindlichkeiten
    Flüssige Mittel und Forderungen gegenüber Banken: 113’546 (Auf Sicht)
    Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen,
    Reverse-Repo-Geschäften und Wertschriftenleihen 50’325 (Auf Sicht)

    Zitat Ende

    Unter dem Titel „Vertragliche Fälligkeiten von Aktiven…“ listet die CS auf S. 124 ihre Geschäftsberichts fein säuberlich auf, wie lange die Laufzeiten für ihre Forderungen sind: Von unter 1 Monat, 1 – 3 Monate, 3 – 12 Monate usw.

    Eine Forderung auf Sicht bedeutet, dass der Schuldner die Schuld zurückzuzahlen hat; und zwar sofort. Bzw. bei Forderungen bis 1 Monat usw. muss der Schuldner die Schuld innerhalb eines Monats zurückzahlen – nicht einem Dritten, dem man die Schuld verkaufen muss.

    Der Schuldner selber muss liefern.

    Als Erklärung führt die CS an:

    Zitat:

    Die Tabelle gibt Aufschluss über die vertraglichen Laufzeiten der jeweiligen Aktiven und Verbindlichkeiten per Ende 2016. Die vertraglichen Fälligkeitstermine sind eine wichtige Informationsquelle für das Liquiditätsrisikomanagement.

    Zitat Ende

    Es handelt sich hier also um vertragliche Laufzeiten.

    In der konsolidierten Konzernrechnung für 2016 auf Seite 315 beziffert die CS ihre

    „Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Reverse-Repo-Geschäften und Wertschriftenleihen„

    mit 134’839 (Mio Franken).

    Die Erklärungen der CS zu diesen Zentralbankeinlagen lauten wie folgt:

    Zitat:

    „Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte stellen besicherte Finanztransaktionen dar, die eingegangen werden, um Zinsertrag zu generieren, die Liquidität zu erhöhen oder Handelsaktivitäten zu ermöglichen. Diese Instrumente werden vorwiegend durch Staatsanleihen, Geldmarktpapiere und Unternehmensanleihen besichert, mit einer Laufzeit von über Nacht bis zu einem längeren oder nicht näher spezifizierten Zeitraum. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Gegenpartei ist die Gruppe vertraglich berechtigt, die gehaltenen Sicherheiten zu veräussern.

    Zitat Ende

    Die CS ist also vertraglich berechtigt, ihre Forderungen geltend zu machen, indem sie gehaltene Sicherheiten veräussert. Bei Sichteinlagen ist der Schuldner verpflichtet, die Schuld zurückzuzahlen.

    Die SNB bilanziert in ihrer Bilanz ihre Sichtverbindlichkeiten als Verbindlichkeiten gegenüber den Banken. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit hat die CS also das vertragliche Recht, Forderungen gegenüber der SNB geltend zu machen und über den Verkauf der Sicherheiten zu erzwingen.

    Das verschweigt uns die SNB.

    Offenbar hat die CS also sogar das Recht, z.B. verpfändete Euros der SNB zu veräussern, falls die SNB zahlungsunfähig ist.

    Es kann davon ausgegangen werden, dass die UBS und die anderen Schweizer Banken ähnliche vertragliche Bestimmungen mit der SNB haben bzw. entsprechende Rechte besitzen.

    Es kann also in keiner Weise davon ausgegangen werden, dass die SNB die Rückzahlung ihrer Sichtverbindlichkeiten gegenüber den Banken verhindern kann, wie dasSNB-Chef Thomas Jordan und UBS-Chef Axel Weber behaupten.

    Daraus wiederum folgt, dass die Gläubigerbanken entsprechende Wertberichtigungen werden vornehmen müssen, falls die SNB ihre ausstehenden Forderungen nicht mehr bezahlen kann bzw. deren Verkauf die Forderungen der Banken nicht mehr erfüllen kann.

    Summa summarum: Die SNB hat ihre Euros und Dollars mit kurzfristigen Darlehen der Banken, d.h. mit Sichtverbindlichkeiten, finanziert. Die Banken haben das Recht, ihre Forderungen auf Sicht gegenüber der SNB geltend zu machen; notfalls durchzusetzen mit dem Verkauf von verpfändeten Sicherheiten.

    Sollte das nicht so sein, wird UBS-Präsident Axel Weber erst recht aus seinem bilanziellen Dornröschenschlaf gerissen, falls das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich fällt und die SNB zahlungsunfähig sein wird.

    Dann wäre die UBS dem Kollokationsplan der SNB ausgeliefert.

    Marc Meyer

  45. Es gibt nur eine Schweizer Franken Nationalbank, Herr Meyer. Die einzige Möglichkeit einer Geschäftsbank, die entsprechenden Sichtguthaben von sich aus zu reduzieren, ist über eine andere Geschäftsbank. Die Nationalbankguthaben verändern sich nicht.
    Diese verändern sich nur, wenn die Nationalbank in eigener Regie Transaktionen tätigt, z.B. Kauf oder Verkauf von Fremdwährungen.
    Die Verbindlichkeiten der Nationalbank sind im Wesentlichen immer in Schweizer Franken und diese wird die Nationalbank immer liefern können.
    Ihre vermeindliche Schwäche des Systems ist nicht wirklich nachvollziehbar – als reine Buchhaltungsfrage vielleicht schon, wenn man die Transaktionshoheit ausser Acht lässt.
    Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Besten Dank für Ihren Beitrag.

      Was Sie übersehen ist die Tatsache, dass die SNB ihre Devisen mit Sichteinlagen finanziert hat. Sichteinlagen sind jederzeit fällig.

      Ihre Argumentation wäre korrekt, wenn die SNB ihre Devisen gekauft hätte aufgrund eines Aktivtausches, finanziert durch Eigenkapital bei unveränderter Bilanzlänge.

      Anders ausgedrückt: Hätte die SNB ihre Devisen gekauft mit anderen Vermögenswerten, welche sie bereits vorher in ihrer Bilanz gehabt hätte, und welche mit Eigenkapital der SNB finanziert gewesen wären, so wäre die Bilanz der SNB beim nach dem Devisenkauf gleich lang geblieben.

      Anstatt beispielsweise in Schweizerfranken denominierte Obligationen in ihrem Portefeuille hätte die SNB dann einfach in Euro denominierte Obligationen in ihrem Portefeuille.

      Die SNB hat ihre Devisen aber mit Darlehen auf Sicht finanziert: D.h. sie hat bei den Banken Giroverbindlichkeiten aufgenommen, die auf Sicht fällig sind.

      Das beweisen die Bilanzen der SNB als auch der Banken, wo diese Girokonten als Verbindlichkeiten (SNB) bzw. als Guthaben (Banken) verbucht sind.

      Damit hat sich die SNB als Schuldnerin der Banken in Abhängigkeit der Banken gebracht.

      Die Banken haben somit das Recht, ihre Guthaben bei der SNB sofort – auf Sicht – zurückzufordern.

      Zudem: Wäre Ihre Argumentation korrekt, so könnte die SNB ihre Geldmenge nicht mehr reduzieren. Es ist ja nicht vorstellbar, dass die SNB bei einer Bank ihre Schulden zurückzahlt, gerade wenn es ihr passt – und der anderen nicht.

      Kommt hinzu, dass die Frage, ob die SNB muss oder darf ihre Geldmenge abbauen, zweitrangig ist:

      Im Falle von negativem Eigenkapital der SNB kann diese Ihre Schulden gar nicht mehr zurückzahlen – ob sie muss oder will.

      Die Banken müssen dann Wertberichtigungen vornehmen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. lesen Sie den Geschäftsbericht 2016 der CS (S. 124 und 315). Dort ist explizit festgehalten, dass es sich bei den Zentralbankanlagen um vertragliche Forderungen auf Sicht handelt. (siehe Beitrag Hüglin weiter unten).

    • Guten Tag Herr Meyer
      Ohne zu weit schweifen zu können, wollte ich nur noch erwähnen, dass der CS Geschäftsbericht die Situation der CS erklären soll – und nicht das Währungssystem. Das Sichtguthaben ist nicht bei der Nationalbank einforderbar, sondern wird von anderen Geschäftsbanken als Zahlungsmittel anerkannt, darum kann es als Sichtguthaben dargestellt und müssen dafür keine Eigenmittel unterlegt werden.
      Die Sichteinlagen der SNB haben keine Fälligkeit, können aber auf Sicht verwendet werden. Ein kleiner, aber essentieller Unterschied.
      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Sichtverbindlichkeiten müssen auf Sicht zurückbezahlt werden. Die SNB kann ihre Verbindlichkeiten nur zurückzahlen durch Verkauf von Vermögen.

      Müsste die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen, so könnten die Banken ihre Guthaben bei der SNB nie mehr anderweitig investieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  46. Sie beziehen wiederum keine.Stellung.
    Haben Sie darüber nachgedacht, warum Sie anders Denkende pauschal als psychotische Chaoten bezeichnen müssen?
    Haben Sie darüber nachgedacht, dass es durchaus auch mehrere valable Meinungen geben könnte, als nur die Ihrige allein seligmachende?
    Haben Sie darüber nachgedacht, warum Sie glauben hier Ihre vermeintliche Opferrolle zelebrieren und mit Verunglimpfungen um sich werfen zu müssen?
    Haben Sie darüber nachgedacht, dass man alle anderen nicht einfach pauschal als Psychos aburteilen kann, ohne selbst als Psycho wahrgenommen zu werden?
    Aufgrund Ihrer jüngsten Kommentare sind wohl diese Fragen alle mit Nein zu beantworten – so sad
    Aber immerhin: ch verneige mich vor des „Doktors“ scharfsinnigen Rückschlüssen bezüglich Sigi und Sad (und ja, gemäss gut informierten Quellen ist auch Bingo diesem unseligen Konsortium zuzurechnen). Vielleicht können Sie ja auch einen kleinen Augenblick inne halten, versuchen etwas tiefer zu blicken und die Metapher darin zu erkennen? Kleiner Tipp: mit der SNB hat es in etwa so viel zu tun, wie Sie jemals für Ihre narzisstischen Plagiatsvorwürfe und die selbstherrliche Pachtung der einzigen Weis- und Wahrheiten „Recht“ bekommen sollten.
    Herr Stöcker hat Ihnen auch vielversprechende Spiegel hingestellt – darum Ihre ausfälligen Reaktionen – und wie er auch richtig bemerkt, rennen Sie halt immer wieder und immer weiter gegen die gleiche Stelle der Wand. So etwas endet in den wenigsten Fällen gut und eben: mit dem Ernst genommen werden hat sich’s dann somit auch erledigt. Also denn, schönes Leben noch.

  47. Herr Meyer legt den Finger berechtigterweise auf einige wunden Punkte. Anderes hingegen ist kaum haltbar. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass die Herren Jordan und Weber die Buchungen in ihrem Verantwortungsbereich nicht verstehen. Sie bedienen sich vielmehr eines Vokabulars, um verstanden zu werden. Entgegen den Aeusserungen von Herrn Meyer ist dieses Vokabular nicht falsch.

    Zum einen sind die Passiven der SNB tatsächlich nicht rückforderbar. Sie entstehen durch den Kauf von Aktiven durch die SNB, und sie verschwinden durch den Verkauf von Aktiven durch die SNB, beides in Eigenregie der Notenbank. Keine Geschäftsbank kann einen Rückkauf erzwingen. Die Geschäftsbank kann ihre SNB-Guthaben aber jederzeit als Zahlungsmittel im Verkehr mit anderen Banken einsetzen, denn sie sind Notenbankgeld genauso wie Banknoten. D.h. sie kann ihre Aktiven von Cash in andere Werte umschichten. Dabei bleibt im CHF-System die Notenbankgeldmenge M0 erhalten.

    Danach kompliziert sich das Bild etwas, wenn man das Ausland unter Bedingungen des freien Kapitalverkehrs mit einbezieht. Wenn wir annehmen, dass die Geschäftsbanken selber keine ausländischen Zahlungsmittel hätten, dann müssten sie für Käufe von Auslandaktiven auf die Notenbank zurückgreifen. Konkret: die UBS kauft für einen Schweizer Kunden eine Firma in Deutschland für 100 Mio. EUR in bar. Die Transaktion wird aus den Währungsreserven der SNB bezahlt, die Bilanzen der SNB und der Geschäftsbank verkürzen sich entsprechend. In diesem Beispiel beschliesst die SNB nicht mehr autonom über die Geldmenge und ist das SNB-Guthaben bei einem Kapitaltransfer ins Ausland rückforderbar. Dass sich dies zu einem Problem auswüchse, ist aber im Fall der Schweiz kaum vorstellbar. Im Gegenteil, ein Kapitaltransfer ins Ausland wäre hoch willkommen, sind die exzessiven heutigen Reserven doch gerade durch im Prinzip unerwünschte Kapitalimporte in den CHF hinein entstanden. Solange die Reserven hoch bleiben, dauert das Risiko von Währungsverlusten und einer Unterbilanz der SNB an. Ein Problem würde eine solche Unterdeckung aber erst dann darstellen, wenn die lokale Bevölkerung selbst im Innenverkehr auf Fremdwährungen umstellen wollte, wie man das aus “failed states” kennt. Zudem würde sich eine Unterbilanz unter flexiblen Wechselkursen in der Regel über einen fallenden Kurs der Heimwährung wieder ausgleichen, jedenfalls solange noch ein vernünftiges Mass an Währungsreserven vorhanden ist.

    Zuletzt ist es tatsächlich so, dass die SNB immer liquide ist, da sie jederzeit Geld drucken kann. Man stelle es sich anhand eines Geldscheins vor, der von Orell Füssli kommt und bei der SNB eingebucht wird. Dieser erscheint dann sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite der SNB-Bilanz (jedenfalls würde ich das so erwarten). Erst im Moment, wo der Geldschein in Umlauf gebracht wird, d.h. die SNB dafür etwas kauft, verschwindet der Geldschein von der Aktivseite. Analog wird im Fall von elektronischem Zentralbankgeld verfahren. Ob es dann eine Buchung beim Kauf von Aktiven ist oder zwei separate, ist nebensächlich.

    Zusammenfassend teile ich die Sorge von Herrn Meyer, dass das Risiko von grossen Währungsverlusten besteht und dass deshalb das Eigenkapital der SNB weiter gestärkt werden sollte. Im Gegensatz zu ihm sehe ich eine Unterbilanz der SNB nicht problematisch, da eine solche eher ein Zeichen von Stärke wäre, da sie ein andauerndes Vertrauen in den CHF trotz Unterbilanz ausdrückt

    • @ Stefan Wiesendanger

      Danke.

      Sie schreiben, die Guthaben der Banken bei der SNB seien nicht rückforderbar.

      Im Gegenteil – es handelt sich gemäss Geschöftsbericht der CS offenbar sogar um verpföndete Wertschriften.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer Dr, frühmorgens um 05:58 am 12. Januar 2018

      Sie mögen recht haben, dass ein Teil der Giro-Guthaben der Banken bei der SNB in einem gewissen Sinn rückforderbar sind. So viel ich weiss, haben einige Zentralbanken in der Krise die Möglichkeit geschaffen, dass Banken sich gegen Sicherheiten quasi autonom Liquidität verschaffen und diese in entsprechendem Mass wohl auch wieder reduzieren können. Wie des genau ausgestaltet ist, dünkt mich an dieser Stelle aber nicht wesentlich, denn eine von der Zentralbank selbst bestimmbare Menge ist nicht rückforderbar, M0 ist nun einmal ihre alleinige Domäne.

      Wesentlich dünkt mich vielmehr – und ich denke, da sind wir uns einig – das Wechselkursrisiko auf die Fremdwährungs-Bestände. In dieser Sicht erhalten die Negativzinsen eine neue Bedeutung. Sie sind eine Versicherungsgebühr für das Wechselkursrisiko, welches die SNB anstelle der Eigner des im CHF Schutz suchenden Kapitals trägt. 0.5% ist die langjährige reale Aufwertung des CHF, eine Prämie von 0.75% p.a. erscheint da als adäquat, jedenfalls im heutigen Risiko-Umfeld. Die Prämie kann nach Bedarf erhöht werden, wodurch sich eine Unterbilanz ausgleichen würde. So gesehen verdient die SNB Anerkennung für ein ausgesprochen smartes Anpassen ihres Business-Modells an die veränderte Situation, unter Beibehaltung marktwirtschaftlicher Prinzipien und des freien Kapitalverkehrs.

      Wesentlich ist bei den Fremdwährungs-Anlagen auch das Kursrisiko in Lokalwährungen. Die Verteilung ist rund 20% Aktien zu 80% Staatsanleihen. Ueber eine zu geringe Quote an Realwerten kann man trefflich diskutieren. Wie ich in meiner ersten Wortmeldung aber schrieb, sind die Giroguthaben bei der SNB im Kapitalverkehr mit dem Ausland sehr wohl rückforderbar (jedenfalls, wenn die SNB nicht inflationär wirken will, und das darf sie ja gemäss ihrem Auftrag nicht). Die Anlagen müssen deshalb äusserst liquid und bewertungsstabil sein. Unter diesem Gesichtspunkt scheint die heutige Verteilung zumindest vertretbar.

      Zusammenfassend: Rückforderbar sind SNB-Giroguthaben innerhalb der CHF-Welt höchstens teilweise und soweit die SNB dies zulässt. Im Aussenverhältnis sind sie über Kapitalexporte rückforderbar, was aber erwünscht wäre, weil im Gleichschritt die Währungsreserven endlich abgebaut würden. Solange die Kapitalien im CHF Sicherheit suchen, erhebt die SNB den Negativzins, der in diesem Zusammenhang als Versicherungsprämie für Währungsrisiken zu sehen ist, welche nicht die Allgemeinheit tragen soll sondern die Eigentümer – sie können und sollen schliesslich wieder im Ausland investieren.

    • @Stefan Wiesendanger

      Danke

      UBS-Präsident Axel Weber und SNB-Präsident Thomas Jordan behaupten, Notenbankgeld sei Zahlungsmittel für die SNB zur Begleichung der Schulden der SNB.

      Das ist nicht korrekt.

      Nur Vermögen kann Zahlungsmittel sein. Und ein Girokonto bedeutet, dass der Gläubiger sein Vermögen jederzeit zurückfordern kann. Die SNB kann ihre Schulden nur zurückzahlen, wenn sie Vermögen veräussert.

      mfG

  48. @“Sad“

    Danke

    Sie zitieren ja ausschliesslich meine Beiträge. Diese scheinen Ihnen offenbar gewaltig Eindruck zu machen.

    Zudem gelangen Ihre Links immer zu einem gewissen „Sigi“. Damit verraten Sie sich offenbar selber. Sigi und Sad sind also identisch. Sie sind also auch einer jener SNB-Fürsprecher, die ständig ihr Pseudonym wechseln, weil sie nicht einmal zu diesem stehen.

    Wirklich „sad“.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    P.S. Welche armseligen Fürsprecher unserer Nationalbank und Herrn Jordan haben.

    Und bitte stehlen Sie mir und den Lesern nicht unsere kostbare Zeit.

    Danke

  49. Schauen Sie wieder mal in den Spiegel, Herr „Dr.“, und geben Sie Ihre Kommentare z.B. zu den untenstehend verlinkten Posts ab – nachdem es Ihnen ja dann offensichtlich „zu heiss“ wurde mit diesem Blick in den Spiegel, haben Sie sich erst mal verkrochen, ein bisschen Schnee darüber rieseln lassen, um dann im neuen Jahr wieder unbeschwert mit Ihren Polemiken und Verunglimpfungen anders Denkender fortzufahren (und natürlich diese gleichzeitig dessen zu bezichtigen). Vorliegend wieder eindrücklich demonstriert z.B. in Ihren ab- und ausfälligen Äusserungen gegenüber M. Stöcker. Eben: man kann Sie nicht mehr ernst nehmen in Ihrem pitoyabeln Vendetta Ritt gegen alles was Ihrem Weltbild nicht entspricht und gegen jeden, der Ihren ach so genialen Weisheiten nicht folgen mag, und man sollte sich wahrscheinlich ernsthafte Sorgen um Sie machen. Sprechen Sie mal mit jemandem Ihres Vertrauens darüber.
    https://insideparadeplatz.ch/2017/11/29/bitcoin-die-tulpenknolle-des-computerzeitalters/#comment-187923
    https://insideparadeplatz.ch/2017/11/29/bitcoin-die-tulpenknolle-des-computerzeitalters/#comment-187938
    https://insideparadeplatz.ch/2017/11/29/bitcoin-die-tulpenknolle-des-computerzeitalters/#comment-187924
    https://insideparadeplatz.ch/2017/11/29/bitcoin-die-tulpenknolle-des-computerzeitalters/#comment-187999
    https://insideparadeplatz.ch/2017/11/29/bitcoin-die-tulpenknolle-des-computerzeitalters/#comment-188001

    • @“Sad“

      Danke

      Sind Sie und die Schweizerische Nationalbank nicht zu einem einzigen fachlichen Argument fähig?

      Wie „sad“.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  50. @Michael Stöcker

    Sehr geehrter Her Stöcker

    Bleiben wir bei der zentralen Thematik:

    Erstens:
    Die Behauptung der Zentralbankpräsidenten, die SNB müsse keine Banknoten zurücknehmen, ist widerlegt. Das Schweizer Gesetz erwähnt ausdrücklich, dass die SNB Banknoten zurücknehmen muss.

    Zweitens:
    Die Behauptung der Zentralbankpräsidenten, wonach Notenbankgeld Zahlungsmittel für die Schulden einer Zentralbank sei, ist widerlegt. Das Gesetz besagt, dass Sichtguthaben bei der SNB Zahlungsmittel seien. Die SNB besitzt aber keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten. Das Gesetz besagt nicht, dass Sichtverbindlichkeiten gesetzliches Zahlungsmittel seien.
    Im Gegenteil: Die Banken besitzen Sichtguthaben bei der SNB. Sie besitzen das gesetzliche Zahlungsmittel – nicht die SNB. Mit anderen Worten: Die SNB muss die Sichtguthaben der Banken als Zahlungsmittel der Banken akzeptieren und darf dies nicht verweigern – die Sichtguthaben der Banken sind schliesslich gesetzliches Zahlungsmittel, die angenommen werden müssen – auch die SNB hat sich daran zu halten und muss diese annehmen.

    Drittens:
    Die SNB hat ihre Devisenanlagen von über 700 Milliarden Franken mit kurzfristigen Darlehen auf Sicht finanziert. Das geht einerseits aus dem Geschäftsbericht der SNB hervor – es geht aber auch aus den Bilanzen der Banken hiervor, welche die Guthaben bei der SNB ausdrücklich als Guthaben auf Sicht bezeichnen. In diesem Zusammenhang bin ich Herr Jonas Hügli für seinen Kommentar gleich unten dankbar. Bei der CS wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass das Guthaben bei den Zentralbank auf Sicht von Monaten sind.

    Viertens:
    Die SNB hat also nicht die Wahl, dass sie nach ihrem Belieben, dieser Bank deren Guthaben zurückzahlt und jener nicht. Die SNB muss allen Banken deren Guthaben zurückerstatten, wenn diese das wollen – und zwar auf Sicht.

    Fünftens:
    Eine Zentralbank kann den Banken deren Guthaben nur zurückerstatten, wenn sie diesen im Gegenzug Vermögen aus ihrer Bilanz überträgt – Gold, Wertschriften usw. Zentralbank können ihre Schulden nicht abbauen, indem sie den Banken einfach Banknoten übertragen, welche diese gar nicht wollen. Bilanzen müssen beidseitig verkürzt werden, wenn Schulden zurückbezahlt werden sollen. Daraus geht hervor, dass die Zentralbanken Vermögen verkaufen müssen, wenn sie ihre Schulden zurückzahlen müssen. Nur so funktioniert auch Offenmarktpolitik.

    Sechstens:
    Fällt das Vermögen einer Zentralbank unter Wert ihrer Ausstehenden Geldmenge, so ist eine Zentralbank zahlungsunfähig. Sie kann dann ihre Schulden gar nicht mehr zurückzahlen.

    Siebtens:
    Sind die Guthaben der Banken bei der SNB nicht mehr gedeckt, bzw. fällt das Eigenkapital einer Zentralbank in den negativen Bereich, so müssen die Banken ihre Guthaben bei der Zentralbank wertberichtigen und können selber Konkurs gehen – je nachdem wie viel Kapital sie der Zentralbank gewährt haben.

    Die Behauptung der Zentralbankpräsidenten, die Zentralbanken könnten nicht illiquide werden und alle Schulden mit Notenbankgeld bezahlen, das sie selber drucken, ist zudem ein gewaltiger Kapitalfehler im wahrsten Sinne des Wortes. Warum? Weil Notenbankgeld eben nicht zum liquiden Vermögen gehört der Zentralbank wie UBS-Präsident Professor Axel Weber fälschlicherweise meint und SNB-Präsident Professor Thomas Jordan ebenfalls nicht versteht.

    Ein Professoren- und Zentralbank-Präsidenten-Titel schützen halt vor Irrtümern nicht.

    Sehr geehrter Herr Stöcker, Bitte halten Sie sich in der Diskussion an diese zentralen Punkt. Das bitte ich auch die übrigen Kommentatoren, welche lieber auf meine Person spielen als fachliche Argumente vorzutragen.

    Besten Dank

    Marc Meyer

  51. Lieber Marc Meyer,

    obwohl ich Ihnen mehrere Türen geöffnet habe, rennen Sie leider mit hoher Zielgenauigkeit immer wieder gegen die gleiche Stelle der Wand. Da Sie vermutlich das gleiche über mich denken, möchte ich nochmals unsere große Gemeinsamkeit betonen:

    We agree to disagree.

    LG Michael Stöcker

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie verstecken sich hinter rhetorischen Floskeln, anstatt auf meine fachliche Argumentation einzugehen. Wissenschaftliche Argumente sind gefragt – nicht rhetorische Ausweichmanöver.

      Sie waren im Fach Sprache in der Schule offenbar deutlich besser als im Fach Buchhaltung- wobei ich sogar bezweifle, ob Sie Letzteres je einmal besucht haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  52. @ Johannes

    Ihr aggressiver Schreibstil ist – um es höflich zu formulieren – suboptimal für den Einstieg in eine sachliche Diskussion. Ich möchte aber nicht unhöflich sein und antworte Ihnen dennoch. Damit wir nicht den Überblick verlieren, beantworte ich alle Ihre Fragen in diesem Beitrag von Herrn Meyer, wenn es Ihnen recht ist.

    „Es ist unausweichlich, dass Staaten und jedes Währungssystem Pleite gehen. Früher oder später.“

    Solange wir die Funktionsweise dieses Systems nicht verstehen, ist diese Aussage wohl korrekt.

    „Kennen Sie eine Währung, die Jahrhunderte überlebt hat (ausser Edelmetalle)?“

    Ich kenne sogar zwei. Es handelt sich zugleich um die ältesten Zentralbanken der Welt: Riksbank und BoE. 300 Jahre sind doch gar nicht so schlecht. Und Edelmetalle sind natürlich keine Währung.

    „Oder wollen Sie die Vorfinanzierung per se verneinen?“

    Aber nicht doch! Wie kommen Sie zu dieser Vermutung?

    „1. Ist „Debitismus“ ein System oder eine Erklärung?“

    Es ist eine Erklärung von PCM auf den durch Riese widerlegten Theorien von Heinsohn/Steiger: https://docslide.com.br/documents/hajo-riese-eigentum-zins-und-geld-die-apokryphen-des-gunnar-heinsohn-und.html

    „2. Könnte es sein, dass Sie andere schwarz pinseln, um dann selber weiss dazustehen? Haben Sie denn eine sachliche Erklärung für Ihre Stellungnahme, statt sich nur auf einen meines Erachtens seltsamen Ökonomen namens Brichta zu berufen?“

    Wenn Sie verständig gelesen hätten, dann hätten Sie bemerkt, dass ich Brichta erwähne, mich aber keinesfalls auf ihn berufe.

    „Ich habe Herrn Brichta schon vor Jahren aufgefordert, auf meine Argumentation Stellung zu beziehen und warte bis heute.“

    Vielleicht hätten Sie ihn ja besser freundlich gebeten (siehe mein Eingangshinweis).

    „3. Wo bleibt der Zinsfehler in unten angeführtem Märchenbeispiel?“

    Welchen der zahlreichen fehlerhaften Vorstellungen über die Funktion des Zinses meinen Sie denn? Falls es der angeblich fehlende Zins der Geldsystemkritiker ist, da muss ich Sie enttäuschen. Diese Vorstellung gehört ins Reich der Mythen und Märchen.

    „Sind Sie eigentlich nur an Klicks interessiert, die Ihnen ein Einkommen sichern?“

    Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte: Es handelt sich um ein ausschließlich nichtkommerzielles Projekt. Damit wird Einkommen verhindert. Jeder baut seine Urschuld auf seine Weise ab.

    Und jetzt basteln Sie in Ihre debitistischen Überlegungen einfach noch das staatliche Steuersystem ein, kontrollierte Insolvenzen und insbesondere eine Zentralbank, die Outright Geschäfte tätigt und/oder Helikoptergeld/QE4P einsetzt.

    @ Alle

    Auf Pöbeleien werde ich zukünftig nicht mehr reagieren.

    LG Michael Stöcker

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie schreiben:
      „Solange wir die Funktionsweise dieses Systems nicht verstehen, ist diese Aussage wohl korrekt.“

      Da Sie das System ganz offenbar nicht verstehen, kann ich Ihnen beipflichten. Um das System zu verstehen, braucht es halt eines gewissen Aufwands. Solange Sie die Vorfinanzierung nicht verstanden haben, rennen Sie immer wieder „gegen die gleiche Stelle der Wand.“. Sobald Sie aber den Roten Faden gefunden haben, wird Ihnen plötzlich alles sonnnenklar. Also: Nicht aufgeben, sondern einfach einmal studieren statt sinnlos zu parlieren und ellenlange Texte zu posten.

      Auf weitere Diskussionen mit Ihnen lasse ich mich nicht mehr ein, sondern verlasse dieses Forum, weil mir die Zeit schlicht und einfach zu schade wird.

      Sofern Sie sich nicht mit grundlegenden Fragen beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen einfach und wenigstens einen Einführungskurs in Buchhaltung. Dann können wir endlich auf höherem Niveau miteinander diskutieren. Ansonsten ist es einfach sinnlos.

    • PS, Herr Stöcker.

      Es ist mir rätselhaft, wie Sie auf dieser Seite einen an mich gerichteten Kommentar veröffentlichen können, wo ich hier ja überhaupt nichts und wirklich gar nichts gepostet habe. Könnte es sein, dass ich blind bin und Sie ausserordentlich dumm?

  53. Sehr geehrter Herr Meyer

    Sie schreiben:
    „Eine Korrektur von 10 Prozent und mehr liegt jederzeit drin(…). Dann ist das Eigenkapital der SNB bald weg, und es droht negatives Eigenkapital. Im Falle von negativem Eigenkapital wird die SNB zahlungsunfähig.“
    Ist am 15.01.2015 nicht genau eine solche Korrektur passiert – ohne Zahlungsunfähigkeit der SNB?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    MfG

    • @Dominik Held

      Sehr geehrter Herr Held

      Vielen Dank für Ihre interessant Bemerkung.

      Ja es ist in der Tat so, dass am 15. Januar 2015 das Eigenkapital der SNB für kurze Zeit (Minuten bis Stunden) negativ war.

      Das Glück für die SNB war, dass sich der Euro gleichentags kräftig erholte und das Eigenkapital der SNB am Abend wieder positiv war.

      Man könnte das so vergleichen: Geht ein Schwimmer für ein Minute unter und taucht wieder auf, so ist das nicht lebensbedrohlich. Verschwindet er jedoch für längere Zeit unter Wasser, so ist das tödlich.

      Wenn der Zeitpunkt kommt, dass Euro und Dollar 10 – 20 Prozent fallen – oder noch mehr – so wird die SNB dadurch zahlungsunfähig. Sie kann ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen.

      Die Geschäftsbanken – schweizerische und ausländische – welche der SNB Kredite von fast 800 Milliarden gewährt haben, werden dann versuchen, ihre Guthaben bei der SNB abzuziehen, weil diese nicht mehr gedeckt sind.

      Die SNB ist dann aber gar nicht mehr fähig, diese Kredite zurückzuzahlen, weil sie nicht mehr über genügend Vermögen verfügt. Es wird dann zu einem Run aus den SNB-Anlagen hinaus kommen – zu einem Zentralbankrun (ein neues Wort, das wir möglicherweise in den nächsten Jahren werden lernen müssen).

      800 Milliarden SNB-Anlagen wollen dann verkauft und anderweitig investiert werden. Das wird dazu führen, dass Notenbankgeld der SNB zu einem massiv tieferen Preis gehandelt wird. Niemand will dann mehr SNB-Notenbankgeld, weil nicht mehr gedeckt.

      Es wurde schon oft behauptet, das sei ja gut, dann falle der Franken wieder und die SNB erziele hohe Gewinne auf ihren Devisenanlagen.

      Der Überlegungsfehler hinter dieser Behauptung ist der, dass Notenbankgeld und der Aussenwert des Frankens als identisch betrachtet werden.

      Auch das ist nicht korrekt: Ein Beispiel: Angenommen, die UBS ginge Konkurs, so fällt der Wert von Guthaben bei der UBS. Es fällt nicht der Wert von CS-Guthaben.

      Genauso bei der SNB: Wenn die SNB Konkurs geht, dann fallen die SNB-Guthaben im Wert. Der Aussenwert des Frankens mag dann auch in Mitleidenschaft gezogen werden, aber in viel geringerem Ausmass als SNB-Geld, weil die Bilanzsumme der SNB nur ein Bruchteil des Gesamtvermögens der Schweizer Volkswirtschaft ausmacht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Meyer
      Danke, dass Sie diese (hoffentlich nie eintretende) Perspektive einmal klar und deutlich formuliert haben.

  54. Der Geschäftsbericht der CS (Seite 124) sagt eigentlich alles:
    https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/investor-relations/financial-disclosures/financial-reports/csg-ar-2016-de.pdf

    Vertragliche Fälligkeit von Aktiven und Verbindlichkeite
    Flüssige Mittel und Forderungen gegenüber Banken: 113’546 (Auf Sicht)
    Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen,
    Reverse-Repo-Geschäften und Wertschriftenleihen 50’325 (Auf Sicht)

    • @Jonas Hügli

      Sehr geehrter Herr Hügli

      Vielen Dank für Ihren Hinweis, der von grosser Bedeutung ist. Dieser sagt wirklich alles.

      Interessant ist, dass die CS explizit noch auf die verschiedenen Fälligkeiten ihrer Forderungen bei den Zentralbanken hinweist, von unter 1 Monat bis mehrere Monate usw.

      Wie können da Axel Weber und Thomas Jordan behaupten, die Zentralbanken müssten die Forderungen der Banken nicht erfüllen? Unglaublich, welche Irrtümer die Herren Zentralbankpräsidenten verbreiten.

      Ich bin Ihnen besonders dankbar, weil ich diese Stelle im CS Geschäftsbericht auch schon einmal hier zitiert habe, aber unter Zeitdruck die Passage nicht mehr gefunden habe beim Schreiben meines Beitrags.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  55. @“thumbs up“ für „Nick Norman“

    Amüsant, dass ein Kommentator mit reiner Polemik und keinem einzigen fachlichen Argument mit „thumbs up“ überhäuft wird.

    Aber das bin ich mir ja gewohnt. Zeigt einmal mehr, dass ich ins Schwarze getroffen habe bei der SNB.

    Ist bei der SNB „Feuer im Dach“? Es scheint so.

    freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Mr. Meyer: so wie Sie funktionieren kann man Sie einfach nicht ernst nehmen, sorry, da scheint „unterm Dach auch einiges ausgeboichen‘.

    • @“sad“

      Danke für den Beitrag

      „ausgeboichen“?

      Nun – Sie scheinen Ihre eigene Sprache entwickelt zu haben.

      Wie auch immer: Hauptsache man kann Sie und die SNB Ernst nehmen.

      Bitte kein Spiel auf die Person, sondern fachliche Argumente – aber genau diese scheinen der SNB ausgegangen zu sein.

      „Sad“ ist hier vor allem eines: Das Verhalten der SNB und ihrer Professorenschar angesichts der Aufdeckung ihrer Irrtümer.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.

      Und das nächste Mal bitte ein fachliches Argument – kein Foul.

      Danke

  56. @Michael Stöcker

    Sehr geehrter Herr Stöcker

    Besten Dank für Ihren Beitrag.

    Nochmals:

    Gemäss Gesetz ist die SNB verpflichtet, Banknoten zurückzunehmen – entgegen den Behauptungen von Axel Weber und Thomas Jordan. Ich habe die Passage in meinem Text zitiert. Bitte beachten Sie das Gesetz.

    Würden die Zentralbanken gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld tauschen, wie das Axel Weber und Thomas Jordan kolportieren, so wäre die logische Konklusion, dass die Notenbankgeldmenge nie mehr zurückgehen würde.

    Eigentlich einfach und logisch zu verstehen.

    Die UBS weist in ihrer Bilanz rund 500 Milliarden Sichtverbindlichkeiten aus. Wissen Sie , was Sichtverbindlichkeiten sind?

    Gerne erkläre ich es nochmals.

    Eine Sichtverbindlichkeit ist eine Verbindlichkeit auf Sicht – d.h. der Schuldner muss seine Schuld zurückzahlen, sobald der Gläubiger das fordert.

    Ich wiederhole: Die SNB muss ihre Schulden bei den Geschäftsbanken – und darunter gehören auch die 100 Milliarden Franken Schulden bei der UBS – sofort zurückzahlen, wenn das die UBS will.

    Und wie kann die SNB ihre Schulden zurückzahlen? Mit Notenbankgeld, wie Axel Weber und Thomas Jordan und Sie behaupten?

    Mitnichten. Eine Schuld kann nur mit einem Aktiven, also mit Vermögen, zurückbezahlt werden. Das ist buchhalterische Logik. Um die rechte Seite der Bilanz zu verkürzen, muss die linke verkürzt werden. D.h. die SNB muss Vermögen wie Gold oder Wertschriften veräussern.

    Es gibt keine andere Möglichkeit.

    Die Behauptung von Axel Weber, Thomas Jordan und Ihnen, Herr Stöcker, wonach die SNB ihre Schulden abbauen könne mit zusätzlichen Schulden, also mit Notenbankgeld, entbehrt jeglicher Logik.

    Die Behauptung würde bedeuten, dass die SNB ihre Bilanz beidseitig verkürzen könne, indem sie die rechte Seite unverändert belässt und nur einen Passivtausch vornimmt.

    Sehen Sie, Herr Stöcker, dass Ihre Argumentation und jene der Herren Weber und Jordan keinen Sinn ergibt?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  57. Lieber Marc Meyer,

    Sie schreiben:

    „Dürften die Geschäftbanken ihre Notenbankgeldmenge nicht reduzieren, wie Sie und Axel Weber behaupten, so könnte diese nie mehr zurückgehen.“

    So etwas behaupten weder Axel Weber noch Peter Keller. Sie reimen sich mal wieder etwas zusammen. Sie DÜRFEN selbstverständlich. Die Frage ist allerdings, ob sie dies auch immer KÖNNEN und selber in der Hand haben.

    Die eigene Notenbankgeldmenge M0 kann eine Geschäftsbank grundsätzlich durch fünf Maßnahmen verringern (vielleicht habe ich auch noch ein paar weitere Möglichkeiten übersehen):

    1. Auszahlung von Bargeld an eine Nichtbank (passiv).
    2. Ausgleich von Salden im Clearingprozess (passiv).
    3. Gewährung von Krediten am Interbankenmarkt (aktiv).
    4. Auslaufende Repo-/Tendergeschäfte und sonstige Refinanzierungsgeschäfte nicht revolvieren (aktiv bzw. passiv, je nach Sichtweise).
    5. Negative Zinsen auf Giroguthaben ihrer Kunden, in der Hoffnung, dass diese ihre Sichtforderung zu einer anderen Bank transferieren oder aber bar abheben. Marketingtechnisch nicht ganz einfach.

    Sie sehen also, die Geschäftsbanken haben es in der Tat nicht vollständig selber in der Hand. Ihre Kunden müssen schon ihre Guthaben durch Käufe im Ausland abbauen. Es reicht also letztlich nicht einmal der Einkauf beim Coop (siehe mein Kommentar im anderen Thread: https://insideparadeplatz.ch/2017/12/26/die-magie-des-gesetzlichen-zahlungsmittels/#comment-190078 ), sondern es ist schon der Gang über die Grenze nötig oder aber erholsame Urlaubswochen jenseits der schönen Schweiz.

    Da Sie ja angeblich ein Keynes-Experte sind, sollte das nicht so schwer zu verstehen sein. Nicht umsonst hatte er den Bancor ins Spiel gebracht. Die aufgeblähten Zentralbankbilanzen sind ein Spiegelbild der nationalen und internationalen Ungleichgewichte.

    @ Friedman/Braunberger

    Der Link sollte eigentlich nur veranschaulichen, dass auch viele deutsche Ökonomen auf dem Niveau des NATIONALökonomen stehen geblieben sind, kognitive Dissonanzen mit dem immer gleichen Psalm kontern und stoisch nationale Nabelschau betreiben.

    Und bevor Sie wieder affektiv ins ewig gleiche Horn stoßen, empfehle ich Ihnen ein paar Tage geistige Einkehr in den Bergen. Ein Perspektivwechsel ist dabei durchaus hilfreich, die Stringenz der eigenen Argumentation zu prüfen: Was wäre, wenn Peter Keller und Nick Norman doch Recht haben sollten?

    Fern abseits „philosophischer Plattitüden“ sollten Sie zum „wirtschaftlichen Kern“ vordringen und sich die ganz praktische Frage beantworten: Gibt es wirklich keinen qualitativen Unterschied zwischen definitiven Geschäften und befristeten Transaktionen einer Zentralbank?

    Wenn Sie diese Frage für sich gelöst haben, dann können wir ja vielleicht endlich die wirklich wichtigen Fragen diskutieren.

    Eine zentrale Frage ist aus meiner Sicht, wie lange sich ein demokratisches Gemeinwesen noch das parasitäre Zusammenspiel zwischen Geschäftsbanken und Zentralbanken bieten lassen möchte.

    Solange aber selbsternannte Gurus die alten Irrlehren der Zentralbanken mit neuen Irrlehren kontern (beim Vollgeldirrtum sind wir uns ja einig), solange können sich die Damen und Herren nicht nur am Paradeplatz entspannt zurück lehnen und sich über Meyer, Keller, Stöcker & Co. köstlich bei einem Flässchen Dom Pérignon amüsieren und gestärkt mit Austern und Hummer neue Deals zu Lasten der 99 % einfädeln.

    LG Michael Stöcker

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie scheinen ein Problem mit der Logik zu haben:

      Wenn die Zentralbankpräsidenten behaupten, sie würden gegen Notenbankgeld immer nur Notebankgeld zurückgeben, so folgt daraus konsequenterweise, dass die Notenbankgeldmenge nicht zurückgeht.

      Das ist reine Logik.

      Thomas Jordan und Axel Weber und Peter Keller haben nicht behauptet, die Notenbankgeldmenge gehe nie zurück – aber sie behaupten, die Zentralbanken geben gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld. Und die logische Konsequenz aus dieser irrigen Behauptung ist, dass die Notenbankgeldmenge nicht reduziert werden kann.

      Diese Konklusion haben Jordan Weber, Keller und Sie noch nicht erkannt. Sie haben ja auch noch gar nicht so weit gedacht.

      Aber wer logisch denken kann, dem ist diese Konklusion klar.

      Und a propos „selbsternannte Gurus“: Haben Sie in den Spiegel geschaut? Es macht ganz den Anschein.

      Übrigens einmal mehr amüsant, wie Sie Ihre ursprünglichen Behauptungen jetzt immer mehr und mehr aufweichen: von „Sie dürfen selbstverständlich“ ist da jetzt von Ihnen plötzlich zu lesen oder von „in der Tat nicht vollständig“ usw.

      Das zeigt doch Ihre ganzer Verunsicherung in dieser Diskussion, in der Sie sich hoffnungslos verstrickt haben und weiter verstricken. Etwas lächerlich – nicht wahr?

      Also bitte Herr Stöcker: Vielleicht besser einmal tief durchatmen und überlegen als unbedarft in die nächste Blamage zu trampeln.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  58. Vorschlag:

    Für diejenigen die behaupten die SNB müsste Werte die sie in ihren Aktiven führt herausrücken wenn man eine Banknote „einlösen“ will.

    Gehen Sie mit einer Ihnen beliebige Anzahl und Grösse von Banknoten zur SNB und verlangen diese gegen Aktien, Obligationen, Dollars, Euros, ein Gipfeli oder was auch immer (ausser Banknoten) einzutauschen.

    Bitte filmen Sie den Vorgang und veröffentlichen ihn hier.

    Es ist offenkundig, dass hier ganz viele Menschen die Realität erfahren müssen.

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Bitte lesen Sie meinen Beitrag zuerst, bevor Sie hier falsche Behauptungen in die Welt setzen.

      Ich habe nicht behauptet, eine Privatperson könne bei der SNB eine Banknote gegen Gold eintauschen.

      Aber ich beweise, die UBS darf ihre Guthaben bei der SNB jederzeit reduzieren, wenn sie will.

      Ein entscheidender Unterschied..

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Dr. Meyer,

      also stimmen Sie bei natürlichen Personen und Menschen schon mal zu, dass sie kein Anspruch auf Aktiven der SNB haben.

      Betreffend Geschäftsbanken:
      Haben die Geschäftsbanken eine Wahl haben mit welchen Aktiven sie von der SNB „bezahlt“ werden um deren Guthaben bei der SNB zu verringern?

    • @Peter Keller

      Nochmals: Bitte verdrehen Sie meine Aussagen nicht. Private können bei der SNB kein Gold kaufen, da sie kein Konto bei der SNB haben.

      Geschäftsbanken jedoch dürfen das.

      aus dem Sachverhalt, dass Private kein Konto bei der SNB halten können, folgt jedoch nicht die Schlussfolgerung, dass das Fremdkapital der SNB zu Eigenkapital wird.

      Die UBS hat fast 100 Milliarden Guthaben bei der SNB, die CS über 100 Milliarden. Die Banken sind diese Geschäfts mit der SNB eingegangen als Devisengeschäfte. Es kann somit angenommen werden, dass die Banken ihre Franken gegenüber Euros und Dollars an die SNB verkaufen wollen gegen diese Währungen. Das wären dann klassische Gewinnmitnahmen.

      Marc Meyer

    • @Michael Stöcker

      Der von Ihnen verlinkte Artikel über Friedman hat direkt nichts zu tun mit meinem Beitrag hier.

      Er dreht sich um die Phillips Kurve, die übrigens mein Hauptthema ist. Lesen Sie dazu meine Diss.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Michael Stöcker

      Sind Sie eigentlich nur an Klicks interessiert, die Ihnen ein Einkommen sichern?

      Sie schreiben:
      „Das Hauptproblem nach debitistischer Auffassung ist, dass dem System irgendwann die soliden Nachschuldner ausgehen, weil das System an seine Verschuldungsgrenze gelangt ist und es kein beleihungsfähiges Eigentum mehr gibt. Aufgrund des Zinses muss es aber immer aufschuldungsbereite und aufschuldungsfähige Nachschuldner geben, damit die Altschuldner nicht nur ihre Kredite, sondern auch die Zinsen auf diese Kredite zurückzahlen können. Es muss also einen zwingenden ständigen Aufschuldungsprozess geben, damit das System nicht kollabiert. Der Wert des verschuldungsfähigen Eigentums hängt wiederum an der Bewertung des Sachvermögens.“

      Meine Frage is nun: Haben Sie Dr. Martins Studien je gelesen und seriös studiert oder blubbern Sie einfach nur Ihren Schrott, um den Wert Ihrer Internetseite hochzutreiben?
      Offenbar haben Sie nicht begriffen – obwohl unten erwähnt -, dass nicht der Zins das Problem ist, sondern die unumgängliche Vorfinanzierung. Lernen Sie einfach einmal Buchhaltung, statt dumm herumzuschwafeln und fremde Internetseiten mit Schrott vollzumüllen.

      Freundliche Grüsse

      Johannes

  59. Lieber Marc Meyer,

    der Groschen ist leider immer noch nicht gefallen, obwohl ich mich mit meinen Kommentaren im Beitrag von Zenger doch schon sehr bemüht habe.

    Den zentralen Fehler, den Sie immer wieder begehen, ist die mangelnde Differenzierung zwischen definitiven und zeitlich befristeten Transaktionen einer Zentralbank. Bei zeitlich befristeten Transaktionen (Repogeschäfte etc.) gilt selbstverständlich Ihre Darstellung, dass eine ZB die Aktiven zurück geben muss und sich auf diese Weise die Bilanz wieder verkürzt. Das ist nicht anders als bei jeder beliebigen Geschäftsbank, die einen Kredit vergeben hat. Mit der Kreditvergabe findet eine Bilanzverlängerung statt, mit der Kreditrückzahlung am Fälligkeitstag verkürzt sich die Bilanz wieder. Bei der Geschäftsbank verringert sich die Forderung und auf der Passivseite verringert sich zugleich das Giroguthaben des Kreditnehmers. Zusätzlich hat der Kreditnehmer das Recht, eine eventuelle Grundschuld, die als Sicherheit diente, wieder löschen zu lassen.

    Anders ist aber der Sachverhalt, wenn keine befristete Transaktion, sondern ein definitives Geschäft getätigt wurde: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Glossareintraege/O/outright_geschaeft.html . Ein definitives Geschäft ist eben gerade kein Kreditgeschäft mit einer Verpflichtung in der Zukunft. Wenn eine Zentralbank Gold ANKAUFT (also gerade keine Leihe/Verpfändung!), dann bezahlt sie dieses mit M0 (also entweder mit Banknoten – eher selten – oder einer Giralgeldgutschrift). Wir als Bürger kennen M0 ausschließlich als Bargeld (Ausnahmen bestätigen die Regel, wie ich in einem anderen Kommentar bei Zenger bereits dargelegt hatte; Stichwort privilegierte Mitarbeiter einer ZB).

    Insofern, lieber Herr Meyer, sollten Sie Ihre Position vielleicht doch noch mal kritisch auf den Prüfstand stellen. Dazu abschließend meine Lieblingserkenntnis von Robert Musil:

    „aber das Verstehenwollen gehört zu den wenigen unbestrittenen Funktionen, die dem Geist noch geblieben sind, und er wird meistens annehmen, daß die Menschheit irgendein Ziel, irgendeine Aufgabe, irgendein sinnvolles Vorsich besitzt, das wir weder sehen, noch aber auch gar nicht sehen: mit einem Wort, sein Optimismus ist, wenn er die Welt betrachtet, ungefähr in die Worte zu fassen: wir irren vorwärts!“

    LG Michael Stöcker

    • Lieber Herr Stöcker,

      Ich gebe Herrn Dr. Meyer und seinen Jüngern seit langer Zeit ähnliche Hinweise.

      Aber die Menschen können Hinweise erst verstehen wenn der Geist dafür gereift ist.
      Dies ist hier offensichtlich noch nicht der Fall.

      Unsere Aus-Bildungsstätten und Arbeitswelt mit ihrer Aufgabentrennung, Need-to-know und Repetition entfernt die Leute immer mehr von der Realität und lässt sie nur noch in Modellen und Fiktionen denken. In diesem Forum hat es ein paar besonders geprägte Beispiele davon.

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Sie und Herr Stöcker geben hier philosophische Plattitüden zum Besten. Bleiben wir beim wirtschaftlichen Kern:

      Dürften die Geschäftbanken ihre Notenbankgeldmenge nicht reduzieren, wie Sie und Axel Weber behaupten, so könnte diese nie mehr zurückgehen.

      Gerade das letzte Jahr bei der UBS beweist aber, dass eine Geschäftsbank ihre Guthaben bei der SNB sehr wohl reduzieren darf und kann.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Michael Stöcker

      Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie nehmen hier Repo-Geschäfte als Beispiele für Transaktionen, wo die SNB Wertschriften liefern muss. Dabei übersehen Sie, dass Repo-Geschäfte die Aktivseite der SNB-Bilanz betreffen.

      Wir reden hier aber von den Giroguthaben. Und diese betreffen die Passivseite der SNB-Bilanz.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Michael Stöcker

      Was Herr Dr. Marc Meyer nicht begreifen kann, oder will, ist die Tatsache das Geld aus dem Nichts geschaffen wird. Die Einordnung des Nichts macht allen Ökonomen, Ausnahmen bestätigen die Regel, geistig sehr viel Mühe.
      Die ZB als gesetzlich definierte Sonderstellung im Geldsystem kann im Gegensatz zu den Geschäftsbanken
      nicht Konkurs gehen, wie denn auch? Das geschöpfte Buchgeld (Liquidität) der ZB mit den GB (keine Einlagen ist phys. nicht möglich) mittels Geld- und Offenmarktgeschäften sind Zahlen in der Buchhaltung, welche bei bankübergreifenden Transaktionen, hin un her geschoben wird. Perpetum mobile!

      Ein Verkauf der Investitionen verkürzt die Bilanz bei der ZB! Die ZB bestimmt die Höhe der Liquidität. Die Fristigkeiten sind Spielformen, welche den Geist vernebelt. Bei Geldschöpfung aus dem Nichts sind alle Einschränkungen, unsinnige Menschen gemachte Spielformen (Idiotien). Die Ökonomen haben im Geist abgespeichert, Geld entstehe aus Einlagen, ohne sich zu fragen, wie Einklagen entstehen. Sie müssten sich nur fragen, wie Geld vernichtet wird. Geldrückfluss vom Besitzer zum Schuldner! Umkehrschluss = Geldschöpfung!

      Solange die Fakultät Ökonomie ihre Betrugslehrmeinung und damit verbunden der Zahler-Mythos, ungestraft lehren darf, werden die Menschen niemals erfahren, dass mn Geld zuerst ausgeben muss bevor es eingenommen werden kann.

      Eine Kreditrückzahlung ist nur mit Gewinnen möglich. Gewinne können nur mit Geldmengenerhöhung oder Besitzumlagen erzielt werden.
      Geld ist Mittel zum Zweck, es wird von den Ökonomen, Regierenden und Medien als knapp gespielt, dabei ist es aus dem Nichts schöpfbar.

      Warum die Geldschöpfung gesetzlich nicht ausschliesslich der ZB zugeordnet wurde und sowohl die Form der AG (Renditeparasiten) als auch das Mitwirken in der Wirtschaft, verboten wurde, ist in der Dummheit oder Spieltrieb der Macht begründet! Alle anderen Personen wären Nichtbanken und Kunden der ZB!
      Moderne Geldtheorie mit schuldenfreiem Geld für die Staaten. Die Rückzahlung ist im Sinne des Geldsystems nicht wichtig sondern die Produktivkraft der Geldschöpfung!

  60. Meyerunsinn in Endlosschlaufe
    Was wäre ein Rekordgewinn der SNB ohne Meyers faktenfreie Untergangsphantasien? Ein Nichts!
    Das gibt uns einen neuen Anlass, zum x-ten Mal an Meyers manipulative Wortverdrehungen zu erinnern.
    Meyer schreibt: Die Behauptung, eine Notenbank gebe gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld heraus ist gleichbedeutend mit der Behauptung, eine Notenbank würde nicht zulassen, dass die Notenbankgeldmenge sich verringert.
    Dumm nur, dass niemand ausser Meyer das behauptet. Zum «Beweis» führt Meyer noch dieses Zitat von Jordan an: Will jemand von Ihnen der SNB eine Banknote (sozusagen Ihr Kredit an die Nationalbank) zurückgeben und den entsprechenden Gegenwert einfordern, händigen wir Ihnen einzig eine neue Banknote mit gleichem Nennwert aus. Sie haben also keinen Anspruch darauf, eine Banknote im Austausch gegen einen anderen Vermögenswert zurückzugeben.
    Man muss sich mit der deutschen Sprache schon ein bisschen auskennen, um zu sehen, dass Jordan völlig korrekt betont, dass es keinen Anspruch auf Herausgabe eines anderen Vermögenswertes (ausser Banknoten) gibt. Wie hier auf IP dutzendfach belegt , kann die Zentralbank selbst entscheiden, ob sie Banknoten herausrückt, oder andere Vermögenswerte. (Im Übrigen hat ohne Vertrag auch niemand Anspruch auf Gold gegenüber seiner Geschäftsbank, wie Meyer auch noch behauptet.)
    Doch das kümmert Meyer nicht, nein es darf ihn nicht kümmern, denn dann würden seine traurigen Weltuntergangsphantasien als das dastehen, was sie sind: faktenfreie Hirngespinste.
    Wir wollen es dabei belassen und es Herrn Stöcker gleichtun: Der Argumente sind genug gewechselt, «We agree to disagree».

    • @Nick Norman

      Warum so wütend@

      Die SNB hat Fremdkapital aufgenommen und muss dieses auf Sicht – also sofort zurückzahlen.

      So einfach Nick Norman.

      MfG

    • Grüezi@Nick Norman,

      Sie schreiben:
      „Dass Jordan völlig korrekt betont, dass es keinen Anspruch auf Herausgabe eines anderen Vermögenswertes (ausser Banknoten) gibt.“
      Zitat Ende.

      Wollen Sie damit sagen, dass die SNB tatsächlich nichts schuldet?

      Sie grüssend

    • Hoffe nur, dass Norman nicht aus dem Dunstkreis der SNB selber kommt. Dumm ist nur, dass die SNB kaum etwas „herausrücken“ kann, was sie gar nicht besitzt. Wie Meyer richtig und bereits hundertmal bemerkt hat, handelt es sich bei Noten und Giroguthaben um Zahlungsmittel der Schweizer Bürger und Banken. Die SNB hat diesbezüglich keine „Wahlfreiheit“ oder sonstige Option und MUSS Banknoten resp. Giroguthaben ZURÜCKNEHMEN (buchhalterisch logischerweise im Austausch gegen ihre Anlagen (Aktiven)).a

    • @Supermario

      Danke

      Die Zentralbanker sind schwer von Begriff.

      Aber es wird der Zeitpunkt kommen, wo diese behaupten, sie hätten das immer gewusst.

      Wie die Bank of England.

      Freundliche Grüsse

      Marc Mey

    • Nick Norman……………..

      Also Sie meinen, weil der Euro und ein paar Aktien höher bewertet würden habe die SNB einen Rekordgewinn gemacht.
      Narren meinen………..

      Also wenn die SNB eine Million Bitcoin gehalten hätte, wäre es in ihren Augen also auch Gewinn.

      „Luft“ die stiegt erzeugt reale Gewinne……
      Staatsanleihen in Euro, die, da der Euro ein paar Rappen gestiegen ist, nun Buchgewinne machten, verleiten sie dazu da von Rekord zu sprechen ?
      Bei Aktien würde ich das akzeptieren, aber da schon nicht mehr bei allen.

      Die SNB soll also den Kantonen mehr auszahlen.
      Aus „Luft“ Gewinne abschöpfen und auszahlen ?

      Tja, das ginge wenn man diese „Luft“ abverkauft und Gewinne realisiert hätte.
      Gewinne mitnehmen ……und bei Verlusten, wo bleiben die Kantone bei den Verlusten ?
      Nur, die „Luft“ ist rein spekulativ teurer geworden.

      Diese Euro Staatsanleihen kann die SNB aber nicht verkaufen denn dann würde die Überbewertung schnell sichtbar weil der Euro sofort fallen würde.
      Die Gewinne würden sich als das erweisen was sie eben sind…. LUFT.

      Wer unter solchen Umständen von Rekordgewinnen spricht, ist ein Narr.

      Für mich wäre aber schön wenn unsere SNB angesichts des EU Betruges und der Dummheit unserer Politiker um die Kohäsionsmilliarde, mal 50 oder 100 Milliarden dieser Papiere auf den Markt werfen würde.

      Wir sähen sofort was die EU und insbesondere der Euro noch ist……. LUFT.

      „äh goldigs Nünteli uf ämä silbrigä Nienäwägeli“
      sagte meine Mutter dann jeweils.

    • Blabla. Ballaballa im Kopf – und dass Sie Ihren Kommentar mittels Browser hochtreiben ist offensichtlich..

    • Lieber Herr Dr. Meyer (oder wer immer die Kommentare freischaltet),

      „copy & paste“ hat seinem Nicknamen eine Pornoseite unterlegt.
      https://insideparadeplatz.ch/2018/01/10/ubs-praesident-axel-weber-wird-sein-blaues-wunder-erleben-mit-der-zahlungsunfaehigkeit-der-snb/#comment-190367

      Ich persönlich habe nichts gegen Pornos, aber vielleicht sollte man den Link löschen, es gibt bestimmt viele Leser von IP, die hier solche Links nicht unbedingt erwarten.

      Diesen Hinweis brauchen Sie natürlich nicht freizuschalten.

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, der Student

      Vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich war schon oft froh um Ihre technischen Hinweise. Schade, dass wir uns fachlich nicht näher kommen.

      Ich habe übrigens keinen Einfluss auf die Freischaltung hier. Das ist Herr Hässig, der das tut.

      Da ich Sie jetzt aber schon „dran habe“ (an der Verbindung), möchte ich Sie fragen, ob es tatsächlich möglich ist, die „thumbs up“ zu manipulieren?

      Sind Sie sicher?

      Sie haben einmal einen diesbezüglichen Kommentar gemacht.

      Danke im Voraus für Ihre Antwort.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ja, Herr Dr. Meyer,

      kann man immer noch manipulieren, ich habe ihrem Beitrag mal eben 6 Daumen verpasst.

      Eventuell hat Herr Hässig schon Verbesserungen vorgenommen, früher ging es leichter, aber mit „Trick 17“ geht es auch jetzt noch.
      Mehr will ich hier nicht öffentlich schreiben.

      Gerne gebe ich entsprechende Hinweise, ich finde es nämlich super, dass Herr Hässig uns diese Möglichkeiten hier bietet.
      Meine Ausbildung ist ganz gut, Dipl. Betriebswirt und Ingenieur. 🙂

      Ui, da hat Herr Hässig aber viel zu lesen, wenn er alle Kommentare selber freischaltet.

      Vielleicht kommen wir ja fachlich noch irgendwann auf einen Nenner, Herr Dr. Meyer.
      Ich zermartere mir schon lange den Kopf, wie wir das hinbekommen.

      Freundliche Grüße!

    • „Nick Norman“

      Also Sie meinen echt, die SNB bezahle ihre Schulden gegenüber der einen Bank, verweigere der anderen Bank die Rückzahlung der Schulden.

      Willkür und Korruption pur?

      Da die Banken nur Kredite gegen Sicherheiten herausgeben, ist vielmehr davon auszugehen, dass die Wertschriften der SNB an die Banken verpfändet sind, wie das aus dem Geschäftsbericht der CS hervorgeht.

      D.h. also, dass die Banken die Wertschriften der SNB verkaufen, wenn nötig.

      Übrigens: Ihre manipulativ hochgeschraubten thumbs up machen keinen Eindruck.

      Sie zeigen lediglich die Unbeholfenheit der SNB und ihrer Fürsprecher in der Diskussion.

      Welch pitoyable Diskussdionskultur unserer SNB.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  61. Wenn die SNB nicht mehr zahlen kann, weil sie nichts mehr hat, was bringt dann noch eine Klage gegen die SNB, die ja nichts mehr hat?

  62. Nochmals……………
    ———————————
    Zitat :
    Die Guthaben der Banken bei der SNB sind also keineswegs gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB – im Gegenteil – sie sind gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken. Die Banken dürfen mit diesen Guthaben bezahlen – die SNB nicht. Die SNB muss annehmen.
    —————————–

    Also wenn die Banken bei der SNNB nicht benötigte Liquidität in Form von Notenbankgeld lagern, bekommen sie das Notenbankgeld auch wieder zurück.
    Klares 0 : 0 Spiel.

    Wenn die UBS bei der SNB Aktien abgibt, bekommt sie dafür ein Guthaben in Franken gutgeschrieben ?
    ……welches nun die UBS Sichtguthaben darstellen.
    Passiert das überhaupt so ?
    Und wenn sie ihre Sichtguthaben später wieder abzieht, bekommt die UBS dann also auch nur Franken dafür ?
    Umtausch Aktien gegen Frankennoten = 1.0 für die SNB.

    Hätten Weber und Jordan recht…..
    ……könnte die SNB quasi echte Vermögenswerte einfach in immer neue frisch gedruckte Franken eintauschen….?
    Hätte aber keine Pflicht auch echte Vermögenswerte dafür herzugeben.

    Jedem müsste klar sein dass sowas Betrug ist ?

    • @Walter Roth

      Offenmarkt politik funktioniert so:

      SNB kauft Gold oder Wertschriften

      Resultat: Geldmenge vergrössert sich.

      SNB verkauft Gold oder Wertschriften.

      Resultat: Geldmenge verringert sich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Marc Meyer………….

      Das ist mir schon klar.
      Und bei Gold würde ich über das ganze auch nicht nachdenken.
      Aber unsere SNB tauschte eben Franken gegen Euro und Dollar Staatsanleihen.
      Wenn die Staatsanleihen in Euro einmal wertlos sind, haben wir unsere Franken verloren.
      Ja dann haben die mit ihren wertlosen Euros noch Schweizer Franken für die sie was geliefert haben wollen.

      Unfassbare 500 Milliarden bis 1 Billion Franken haben die in ihren Händen, eine Geldmenge die unsere SNB niemals mehr wird reduzieren können …….wenn der Euro erst richtig Crasht, nicht nur wackelt wie bisher.

  63. Soll ja angeblich alles kein Problem sein. Mir wurden Gerüchte zugetragen (ich vermute, sie kommen ursprünglich von einem SNB-Angestellten), dass die Kantone nicht haften und dass sie die SNB im schlimmsten Fall auch nicht rekapitalisieren müssen.

    Mein Fazit: die können nicht lesen. Oder wollen nicht verstehen. Oder was auch immer.

    Schulkinder hatten jeweils „Proben“. „Hörverstehen“ nannte man das…

  64. Tja, wenn man der SNB Aktien verkauft und Frankenoten dafür bekommt, aber kein Recht hat bei ihr auch wieder Aktien gegen Franken zu kaufen, ist das eine Einbahnstrasse.

    Sollte bei einer Krise der Franken abstürzen, muss sie den faktisch für nichts mehr annehmen, nicht für ihn geradestehen, sondern sie kann die Aktien verkaufen so die noch einen Wert haben, und muss dafür auch keine Franken als Zahlungsmittel annehmen.
    Sie kann diese dann gegen etwas verkaufen was noch Werthaltig ist.

    Ist der Franken also noch gesetzliches Zahlungsmittel, oder eben doch nicht ……. wenn das bei der SNB so durch die Hintertür ausser Kraft gesetzt werden kann ?

    • Marc Meier………….

      ….eben so ist es.
      Wir sind dabei einfach auf Gedeih und Verderb der Politik und unserer SNB ausgeliefert.
      Wie viel besser wäre doch Gold……………..

  65. Buchhalterisch korrekt. Eine Einlösungspflicht – wie Axel Weber sagte – hat die SNB tatsächlich nicht und genau da liegt der Hund oder eben das Risiko von Verlusten für die SNB und die UBS begraben.

    • Natürlich, kollabiert einmal der Franken, und das Risiko hat uns Jordan mit seiner Geldpolitik ja nun beschert, muss die SNB die wertlosen Franken nicht mehr zurücknehmen.
      Bravo, so einfach geht das.

  66. Richtig…………..

    ——————————
    Zitat :

    „Will jemand von Ihnen der SNB eine Banknote (sozusagen Ihr Kredit an die Nationalbank) zurückgeben und den entsprechenden Gegenwert einfordern, händigen wir Ihnen einzig eine neue Banknote mit gleichem Nennwert aus. Sie haben also keinen Anspruch darauf, eine Banknote im Austausch gegen einen anderen Vermögenswert zurückzugeben.“
    —————————

    Also nochmals …….. wenn jemand von der SNB 1 Million, ergo 1 Million Franken-Noten, also 1000 x eine 1000ernote, so ist es unsinnig es wäre ja nur ein Notentausch.
    1 kg Gold gegen 1 kg Gold = Sinnlos.

    Wer also der SNB sagen wir Aktien verkauft, bekommt Frankennoten dafür.
    Die SNB ist aber nicht verpflichtet für diese 1 Million wieder Aktien oder Gold herzugeben.
    Ping = Einbahnstrasse.

    Will die SNB also die Frankenmenge verringern, verkauft sie Aktien für Franken und behält die Frankennoten.
    Wenn sie die Frankenmenge verringern will geht das also nur auf diesem Weg ?
    Das Geld müsste aber faktisch aus der Buchhaltung ausgebucht werden…… sonst hätte die SNB irgendwann 1 Billion Bargeld……im Keller ?
    Bei jedem Handel würden es irgendwann immer mehr …..
    Wie bucht die SNB Geld aus der Bilanz aus ?

    Also nochmals.
    Man kann der SNB natürlich Aktien verkaufen und diese zahlt mit Frankennoten. Aber man kann von der SNB nicht Aktien verlangen gegen Bezahlung mit Frankennoten ?

    Also faktisch ist das ein Betrugssystem……. weil Weber ja behauptet die SNB könne einfach Noten drucken.

    Somit aber wären wir wieder bei der Frage die uns schon länger beschäftigt ?

    Was ist Zentralbankgeld, sind es Passiven oder Aktiven ?

    Jede Noten der SNB die sie herausgibt ist eine Schuld.
    Wer sich das genauer überdenkt kann zu keinem anderen Schluss kommen.

  67. Da bin ich doch sehr froh, dass Sie anscheinend der einige Mensch sind, der das Bankgeschäft versteht. Trotzdem ändern ihre Aussagen an der aktuellen Tatsache nichts!

  68. Auf ein gutes neues Jahr, Herr Meyer!

    Wenn sich alles weiterhin wie bisher entwickelt, wird in ungefähr einem Jahr die EZB den Leitzins wieder anheben, während die SNB weiterhin einen negativen Leitzins haben wird.

    Schon deshalb, um sich von den zur Kurspflege erworbenen Fremdwährungen dereinst mit Gewinn trennen zu können.

    Das ist kein Szenario, bei dem der schweizer Franken erstarken wird.

    Dem entgegen stehen aktuell jedoch die Immobilienblasen in allen wirtschaftsstarken Ländern Europas und eben auch der Schweiz, deren Platzen vielleicht Ihre Prophezeiungen wahr machen wird:

    https://www.unternehmerzeitung.ch/uz-praxis/geld/immobilienblase/

    https://www.blick.ch/news/wirtschaft/immobilien-risiko-einer-immobilienblase-in-der-schweiz-bleibt-unveraendert-hoch-id7113299.html

    https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article169129506/Hier-droht-der-naechste-Immobilien-Crash.html

    https://www.focus.de/immobilien/kaufen/immobilienmarkt/ubs-global-real-estate-bubble-index-muenchen-drittriskanteste-stadt-weltweit-ubs-bank-warnt-vor-immobilienblase-in-europa_id_7790086.html

    http://www.manager-magazin.de/immobilien/artikel/immobilienmarkt-wann-platzt-die-blase-in-vancouver-london-und-muenchen-a-1146030.html

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-02/immobilienblase-deutschland-wohnungsmarkt-zusammenbruch-prognose/komplettansicht

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bundesbank-warnt-vor-immobilienblase-in-deutschland-a-1146122.html