Bitcoin – Die Tulpenknolle des Computerzeitalters

Von 10 auf 100 auf 1’000 auf 10’000 Dollar. Das ist die Kursentwicklung von Bitcoins in den wenigen Jahren seit ihrem Bestehen bis gestern früh. Der Vergleich mit der Tulpenmanie in der Hochblüte Hollands ist nicht mehr fern. Der Preis einer kostbaren Tulpenzwiebel stieg im 17. Jahrhundert in Holland auf das über 60-fache eines durchschnittlichen damaligen Jahressalärs. So gesehen könnte ein Bitcoin aus Schweizer Sicht betrachtet also noch auf gegen 5 Millionen steigen.

Im vergangenen Jahr stieg ein Bitcoin um das 10-fache. Da der Bitcoin ähnlich einem Schneeballsystem vom Neugeldzufluss lebt, muss sein Preisanstieg auf der logarithmischen Skala kontinuierlich weitergehen.

Um seine Dynamik beizubehalten, muss er im nächsten Jahr also auf über 100’000 Dollar steigen, im übernächsten auf 1 Million Dollar, um dann nach einem weiteren Halbjahr das spekulative Niveau der Tulpenknollenblase auf seinem Höchst bei rund 5 Millionen zu erreichen.

Wenn wir also die Vergangenheit extrapolieren, was die Anlageberater ja gerne tun, so werden wir innerhalb der nächsten drei Jahre noch Interessantes mit den Bitcoins erleben: Eine Explosion nach oben und dann der abgrundtiefe Absturz.

Gefährdet wird die Weltwirtschaft dadurch aber noch lange nicht: Mit einem Volumen von 165 Milliarden erreicht das Bitcoin Volumen heute ca. 20 Prozent der Bilanzsumme der SNB, wobei die Schweizer Bevölkerung nur rund 1 Promille der Weltbevölkerung ausmacht.

Die Spekulationen der SNB sind für uns also weit gefährlicher als der Bitcoin-Blase für die Welt. Trotzdem: Den Letzten beissen die Hunde – für den wird’s unbequem. Konklusion: Auf keinen Fall Bitcoins auf Pump kaufen.

Nach diesen Gedankenspielen wollen wir hier Bitcoins wissenschaftlich, d.h. buchhalterisch analysieren. Geldtheorie ist reine Buchhaltung. Das gilt auch für Bitcoins, die als Zahlungsmittel angenommen werden.

Es gibt heutzutage im Wesentlichen fünf Formen von Geld. Bitcoins wollen eine sechste Form sein:

Erstens: Geld, welches einen inneren Wert hat wie beispielsweise Goldmünzen. Der Produzent oder Emittent von Geldmünzen bucht diese bei Emission aus seiner Bilanz aus. Dadurch entsteht möglicherweise ein Gewinn für den Emittenten. Eine sogenannte Seigniorage.

Zweitens: Münzen mit einem geringen Wertgehalt, denen der Staat einen gewissen höheren Wert zuspricht. Dazu zählen die gängigen Münzen weltweit. Auch sie werden bei Emission aus der Bilanz des Geldemittenten ausgebucht. Hier entsteht eine noch grössere Seigniorage für den Staat, weil die Münzen zu einem deutlich höheren Preis in Umlauf gebracht werden, als ihre Produktionskosten sind. Münzen sind aber nur in kleinen Beträgen nützlich. In grossen Beträgen ist mit hoher Inflation zu rechnen.

Drittens: Banknoten, welche als Schuld des Emittenten bei Emission in die Bilanz des Emittenten eingebucht werden. Dort bleiben sie als rückzahlbare Schuld eingebucht, bis die Geldhalter ihre Kassabestände abbauen wollen. Ihr Wert wird garantiert durch das Vermögen der Zentralbank auf ihrer Aktivseite. Bei der Emission von Banknoten entsteht keine Seigniorage.

Viertens: Buchgeld der Zentralbank, welches als Passivum bzw. als Schuld der Zentralbank in Umlauf kommt. Dieses Geld besitzt einen Gegenwert auf der Aktivseite der Zentralbank und wird bei Emission in die Bilanz der Zentralbank als Schuld eingebucht. Dort bleibt es als Schuld bestehen, bis die Geldhalter ihre Guthaben bei der Zentralbank reduzieren wollen. Der Wert dieses Zentralbank-Buchgeldes wird ebenfalls durch das Vermögen der Zentralbank gedeckt, d.h. gesichert.

Fünftens: Buchgeld von Geschäftsbanken. Dieses entsteht bei Kreditvergaben durch Geschäftsbanken bei jeder neuen Kreditvergabe – unabhängig von der Zentralbank. Dieses Buchgeld erreicht in Industrienationen bis zu 90 Prozent der Geldmenge M1. Es wird bei Kreditvergabe bzw. bei Geldemission in die Bilanz des Geldemittenten eingebucht. Es entsteht keine Seigniorage bei Geldemission. Der Wert des Geldes hängt von der Bonität des Portefeuilles der Geschäftsbank ab.

Diese letztere Erkenntnis der Entstehung von Buchgeld durch das Bankensystem ist neu in der Volkswirtschaftslehre. Ich habe diese Entstehung von Buchgeld durch die Geschäftsbanken aufgezeigt in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ im September 2013 hier auf Inside Paradeplatz. Meine neuen Erkenntnisse wurden von diversen Notenbanken mittlerweile übernommen – darunter stillschweigend auch von der SNB.

Und nun haben wir es also mit einer sechsten Form von Geld zu tun – den Bitcoins. Wie sind diese aus buchhalterischer – sprich aus wissenschaftlicher Sicht – zu beurteilen.

Ganz klar: Bitcoins sind eine reine Spekulation – ohne irgendwelchen inneren Wert. Ich möchte das hier begründen:

Bitcoins werden „geschürft“ mit leistungsfähigen Rechnern. Bitcoin-Mining scheint sich zum Volkssport unter Jugendlichen zu entwickeln. Über eine Million „Miner“ soll es bereits geben.

Das Problem: Es braucht riesige Rechner mit enormem Stromverbrauch. Deshalb ist Island zum Eldorado für „Bitcoin-Miner“ geworden: Billige Stromkosten, grüner Strom und natürliche Kühlung der Computer.

Es ist also möglich, Bitcoins selber zu schürfen oder zu kaufen. Entscheidend ist nun folgendes: Neu geschürfte Bitcoins, deren Menge limitiert ist, werden bei Emission aus der Bilanz des „Miners“ ausgebucht. Es entsteht eine Seigniorage – ein Gewinn, da das Betreiben der Computer günstiger ist als der Wert der geschürften Bitcoins.

Die Emission von Bitcoins führt demnach zu Eigenkapital der Geldemittenten. Das ist Falschgeld. Nur Fremdkapital des Geldemittenten ist echtes Geld. D.h. nun nicht, dass „Bitcoin-Miner“ Betrüger sind. Es sind bewundernswerte „Freaks“ welche von der Naivität der Käufer von Bitcoins leben.

Im Gegensatz zu Gold beispielsweis haben Bitcoins keinen Nutzen. Gold kann in der Industrie genutzt werden oder es kann damit Schmuck hergestellt werden. Der Goldpreis kommt durch Angebot und Nachfrage zustande.

Ein hoher Goldpreis führt zu besseren Abbautechniken und das Angebot an Gold wird erhöht. Die Nachfrage, basierend auf dem Nutzen, muss dieses zusätzliche Gold auffangen, ansonsten dessen Preis sinkt.

Genauso bei den Bitcoins: Aufgrund eines hohen Bitcoin-Preises wird die Rechnungsleistung der weltweit grössten Computer auf Island abermals erhöht werden. Irgendwann wird aber die höchstmögliche Menge an Bitcoins geschürft sein. Die Computer werden dann kaum leer stehen, sondern zur Entwicklung anderer Kryptowährungen eingesetzt werden.

Es soll bereits jetzt über 650 verschiedene Kryptowährungen geben. Das Angebot lässt sich unendlich ausdehnen. Das wird zu einem Preissturz sämtlicher Kryptowährungen führen – inklusive Bitcoin.

Man muss sich das so vorstellen: Es waren bestimmt die schönsten Tulpenknollen, welche Höchstpreise erzielten. Aber wenn eine Tulpenknolle das 60-fache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens kostet, werden sich kluge Köpfe daran machen, noch schönere Knollen zu züchten. Da brechen die Höchstpreise der alten Knollen ein.

Genauso bei den Kryptowährungen: Es werden in den nächsten Jahren noch faszinierendere Kryptowährungen entstehen. Bei einem steigenden Angebot bei gleichbleibendem oder gar sinkendem Nutzen wird deshalb der Preis der alten Kryptowährungen einbrechen müssen.

Professor Hans Geiger schlug hier in einem Interview mit Lukas Hässig vor, die SNB könnte „Swisscoins“ emittieren. Nur: „Swisscoins“ in Anlehnung von „Bitcoins“ würden bedeuten, dass die SNB bei Emission diese „Swisscoins“ aus ihrer Bilanz ausbuchen würde. Es entstünde eine Seigniorage für die SNB. D.h. es entstünde ein Gewinn für die SNB und damit Eigenkapital der SNB. Das wäre Falschgeld der SNB und im Prinzip das, was den Vollgeldlern vorschwebt (je nachdem, wie die Vollgeldler verbuchen wollen – aber das wissen sie ja noch nicht richtig).

„Swisscoins“ wären damit – genauso wie Bitcoins oder Kryptowährungen frei in der Volkswirtschaft herumfloatende Formeln, die nirgends einen Gegenwert besässen und somit wertlos wären.

Interessant ist auf jeden Fall die Entwicklung von Bitcoins. Es sind bewundernswerte Junge, welche hier mittun. Aber bereits der Entwicklungsgedanke für Bitcoins basierte auf einem Irrtum. In seinem „White Paper“, das zum Bitcoin führte, schrieb Pseudonym Satoshi Nakamoto im Jahre 2008:

„Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung.“

Dieses „White Paper“ basiert somit auf den zentralen Fehlern der nunmehr veralteten Geldtheorie, welche die Zentralbanker jahrzehntelang kolportiert haben:

Fehler eins: Geld sei „Fiatgeld“ – also ein Aktivum der Zentralbank, dessen Wert auf dem Vertrauen zur Zentralbank basiere. Das ist erwiesenermassen falsch. Geld ist ein Schuldschein der Zentralbank, der bei Emission in die Zentralbankbilanz eingebucht wird – nicht ausgebucht, wie das bei ominösem „Fiatgeld“ der Fall wäre. Der Geldwert hängt vom Vermögen der Zentralbank ab. Erst das Vermögen der Zentralbank bringt das nötige Vertrauen ins Geld.

Fehler zwei: Die Banken verleihen nicht Geld, das ein anderer Kunde ihnen vorher anvertraut hat, sondern es entsteht bei jeder neuen Kreditvergabe neues Geld.

Zusammenfassend kann man also folgendes festhalten: Aus technischer Sicht sind Bitcoins bewundernswert – ja faszinierend – wie schöne neu gezüchtete Tulpen für Liebhaber. Buchhalterisch und damit geldtheoretisch bleibt es dabei: Bitcoins haben keinen inneren Wert, da kein Nutzen. Ihr Nutzen besteht nur, solange Neugeld zufliesst und der Kurs steigt – ähnlich einem Schneeballsystem.

Am Schluss wird aber unausweichlich der „grosse Chlapf“ kommen.

Die Welt wird dann wieder etwas gelernt haben. Aber sie wird auch weiter sein – es wird möglicherweise zu neuen Geldmodellen kommen aufgrund der verbesserten Computertechnik. Diese müssten dann aber auch buchhalterisch korrekt aufgegleist sein, wenn sie reüssieren wollen.

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164 Kommentare zu “Bitcoin – Die Tulpenknolle des Computerzeitalters

  1. Grüezi Herr Dr. Meier,

    Buchhaltung in Ehren: Was passiert, wenn die Staatsanleihen in den Zentralbankbilanzen nicht durch Aktiva gedeckt sind? ZB weil gewisse Staaten diese Gelder für soziale Wohlfahrt oder Schulddienste ausgeben? Staaten führen ja keine Bilanzen, eine Insolvenz ist damit nicht feststellbar.

  2. @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

    Danke

    Im Gesetzestext steht, dass Giroguthaben bei der SNB Zahlungsmittel sind.

    Es steht nicht, dass Giroverbindlichkeiten Zahlungsmittel sind.

    Die SNB besitzt Giroverbindlichkeiten – keine Giroguthaben.

    Bei negativem EK der SNB kann die SNB ihre Schulden deshalb nicht bezahlen mit Notenbankgeld bzw. Giroverbindlichkeiten und so das EK wieder aufbauen.

    Die kreditgebenden Banken müssen deshalb Wertberichtigungen vornehmen.

    Das ist das, was SNB Chef Jordan und sein Vertreter hier leider immer noch nicht verstehen.

    Dieser Vertreter der SNB hat sich einmal mehr komplett verrannt auch in seinem Ton und die SNB erneut in ein schlechtes Bild gerückt.

    Das kommt davon, wenn man einen Fehler nicht eingestehen will.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  3. Legaldefinition: Verbindlichkeit = Zahlungsmittel
    @Arbeitgeber etc.
    Sie haben ganz richtig erkannt, dass ZB-Geld aus Sicht der GB eine Forderung und aus Sicht der ZB eine Verbindlichkeit ist. Allerdings verpflichtet diese Verbindlichkeit die ZB zu nichts, wie ich bereits erwähnte. Als Verbindlichkeit sollte ZB-Geld natürlich eigentlich auch nicht als Zahlungsmittel dienen können, doch da hat der Gesetzgeber – wie Sie richtig sehen – vorgesorgt, indem er diese Verbindlichkeit per Legaldefinition zu einem Zahlungsmittel im Verkehr der GB mit der ZB (und der der ZB angeschlossenen GB untereinander) erklärt.
    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Entweder man begreift das oder man begreift das nicht. In beiden Fällen lässt es sich damit aber auf jeden Fall gut leben und die Finanzwelt bricht nicht zusammen, nur weil man es eventuell nicht begreift.

    • @Urs Abderhalden,

      dem schliesse ich mich an. Danke für den Austausch und viele Grüsse nach Bern (Bundesplatz 1).

      Sie grüssend

  4. @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

    Die SNB behauptet, Zentralbank-Verbindlichkeiten seien Zahlungsmittel für die SNB.

    Dem widespreche ich.

    Aus welchem Gesetzestext genau soll hervorgehen, dass Verbindlichkeiten der SNB Zahlungsmittel für die SNB sind?

    Besten Dank im Voraus.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Ja, @Urs Abderhalden, ich sehe die Schleife genauso wie Sie. Nur mit dem Unterschied: dass für mich daraus hervorgeht, dass ZB-Geld eine Forderung ist und Zentralbank-Verbindlichkeiten für die SNB können kein Zahlungsmittel sein. Alles, was auf einer doppelten Buchhaltung basiert, ist ein brauchbarer Ansatz, weil „for every debit, there must be a credit“. Banknoten kommen nur dann in den Verkehr, wenn wir als Bankkunden dies wünschen (Auszahlung am Bankautomat oder Schalter). Auf diese Weise können also keine Schulden abgebaut werden. Die Verbuchung auf der Passivseite deutet zugleich darauf hin, dass es sich bei unserem Geldsystem um ein Schuldgeldsystem handelt.

      Die Krise 2008 ist ein gutes Beispiel dafür: Die Hauptbetroffenen waren die Länder, die Aussenhandelsbilanzüberschüsse gegenüber der USA hatten. Sie mussten ihre Forderungen abschreiben.

      Die verlinkte Gesetzessammlung will das emittierte Zentralbankgeld durch die SNB – ja gerade – von der SNB dazu benutzt werden darf, um eine Schuld der Zentralbank zu tilgen. Sie müssen schon die Geldkreisläufe sauber auseinander halten.

      Sie grüssend

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Quelle: darin steht es:
      https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf

      Zitat Anfang:
      “Indem der Schuldner einer Geldschuld gegenüber einem Gläubiger, der über ein Girokonto bei der SNB verfügt, Sichtguthaben bei der SNB mit befreiender Wirkung zur Zahlung verwenden können wird, findet die vermehrte Verwendung von Zentralbank-Buchgeld für Grossbetragszahlungen auch rechtlich Anerkennung“

      Wenn man nicht die Juristen als Maßstab nimmt, dann ist es offensichtlich, dass ZB/Banknoten eine Forderung sind.

      Aber rechtlich gesehen befreit ZB-Buchgeld /Sichtguthaben bei der SNB den Schuldner von der Schuld.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Danke

      Ja richtig: Giroguthaben aber nicht Giroverbindlichkeiten.

      Die SNB besitzt Verbindlichkeiten nicht Guthaben. Famit kann die SMB gar nichts bezahlen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  5. ZB-Geldschöpfung und Neoklassik
    @Arbeitgeber etc.
    Sie schreiben: 3) C reicht die Forderung gegen das Unternehmen B an die SNB D weiter: B <= D <= C <= B. Zu lesen: Das Unternehmen B hat eine Forderung gegen die Geschäftsbank C, C hat eine Forderung gegen die SNB D, und D gegen das Unternehmen B, jeweils in der Höhe von 1000 CHF.
    Insofern Sie mit Forderung weiterreichen meinen, dass die ZB die Forderung der GB aufkauft, so ist dazu anzumerken, dass die ZB frei darin ist, diesen Kauf zu tätigen (d.h. die Forderung an sich weiterreichen zu lassen), denn in der Regel nimmt sie nur erstklassige Forderungen in Zahlung.
    Unterstellen wir also einmal, die ZB liesse sich auf den Tausch ein, dann ergänzen Sie:
    4) Die Geschäftsbank C fordert von der SNB D 1000 CHF in bar an: B <= D <= C <= B. An der Schuldkette ändert sich nichts. Diese Anforderung ist nichts anderes als die Vollendung des Tauschgeschäftes, d.h. die Schuld der SNB aus dem Erwerb der Forderung von der GB wird mit Banknoten – einem Passivum der SNB notabene – beglichen. Da gebe ich Ihnen natürlich Recht, halte es aber für meine Pflicht, Sie darauf hinzuweisen, dass Sie damit richtiger Weise das Gegenteil von dem vertreten, was ein gewisser IP-Autor mit engen kognitiven Grenzen immer wieder zu verbreiten versucht.
    Schliesslich, am Ende des Prozesses, konstatieren Sie:
    Alles dreht sich um das originäre Schuldverhältnis B <= A, und getilgt wird diese Forderung in Ware (jeweils in der Höhe von 1000 CHF). Absolut korrekt. Dies ist die neoklassische Sichtweise einer Tauschwirtschaft. Ihr Beispiel beschreibt eine stationäre, d.h. nicht wachsende Wirtschaft, in der Geld letzten Endes nur Tauschmittel ist, obwohl es als Kredit geschöpft wird. Eine solche Wirtschaft ist streng genommen vorkapitalistisch und vorwiegend von wirtschaftshistorischem Interesse.

    • Es ist schon erstaunlich wie legere sie den Betrug in unserem Finanzwesen verteidigen.
      Irgendwie scheint bei Finanzern keinerlei Gefühl mehr für die Realität und was Geld sein sollte, vorhanden zu sein.

      Aber was ist der Grund ?
      Ist es moralische Verkommenheit, ……..gefördert von 70 Jahren des Aufschwungs und hemmungslosen Jonglierens mit allen Finanzprodukten die man sich nur erdenken konnte ?

    • Gefühl und Wissenschaft
      @Walter R
      Sie sagen es, ich hege keinerlei Gefühle für die Realität und was Geld sein sollte. Ich analysiere beide wissenschaftlich. Meine Gefühle spare ich mir für Menschen und andere lebendige Geschöpfe auf.
      Übrigens, Sie sind doch auch eines von meinen verschiedensten Pseudonymen, oder?

    • Grüezi@Walter Roth,
      das Problem der Interpretation ist ein Urproblem des Menschen, denn als Menschen geht es uns darum, die Welt, in der wir uns vorfinden, zu verstehen und dabei auch uns selbst zu verstehen. Bei dieser Frage nach der Wahrheit der Wirklichkeit fangen wir nie am Nullpunkt an.

      Beispiel:

      Sie Herr Roth können schon morgen Gold als Geld einführen und per Dekret verordnen, dass nur mehr eine Unze Gold das Geld sei. Es wird sich trotzdem nichts daran ändern, dass Schuldbeziehungen entstehen, für die der Grundsatz – Forderungen = Verbindlichkeiten gilt, nur eben lautend auf Unzen Gold. Die Unternehmen werden Anleihen begeben, die Privaten Wechsel zeichnen und vieles mehr, und es ist nicht einmal garantiert, dass die Schuldverhältnisse dann kleiner sein werden als sie heute sind. Denn, weil das Gold knapp ist, werden die Marktteilnehmer auf Schuldverhältnisse ausweichen um ihre Geschäfte zu tätigen. Es ist einfach mühselig mit Menschen zu diskutieren, die den Unterschied zwischen Geld und Schuld nicht verstehen. Von Betrug würde ich nicht sprechen. Erinnern Sie sich doch an 1973 als weltweit die Arbeitslosigkeit explodierte, die Schwerindustrie in eine Krise rutschte und die Ölpreise anzogen. Man muss sich doch in die Zwänge von Staaten hineinversetzen können und sie nicht bloss als Ungeheuer mit Eigeninteresse zeichnen.

      Sie grüssend

  6. Grüezi Urs Abderhalten,

    https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999/7258.pdf

    Korrekt: Der Gesetzgeber lässt keine Zweifel offen Zentralbankguthaben hin zum schuldfreien Aktivum zu deklarieren, dabei werden elementare Grundsätze der Buchhaltung ausgehebelt.

    Nochmals:

    Die Forderungen lauten auf CHF. Berücksichtigt man Bargeld, dann hat das Beispiel folgende Gestalt:

    1) Arbeiter A schiesst dem Unternehmen B Arbeitskraft vor: B <= A. Zu lesen: Der Arbeiter A hat eine Forderung gegen das Unternehmen B, sagen wir in der Höhe von 1000 CHF.

    2) Das Unternehmen B und die Geschäftsbank C schliessen einen Kreditvertrag über 1000 CHF ab: B <= C <= B. Das GB-Geld ist formal geschöpft, aber noch nicht im Umlauf.

    3) C reicht die Forderung gegen das Unternehmen B an die SNB D weiter: B <= D <= C <= B. Zu lesen: Das Unternehmen B hat eine Forderung gegen die Geschäftsbank C, C hat eine Forderung gegen die SNB D, und D gegen das Unternehmen B, jeweils in der Höhe von 1000 CHF. Das ZB-Geld ist formal geschöpft, aber noch nicht im Umlauf.

    4) Die Geschäftsbank C fordert von der SNB D 1000 CHF in bar an: B <= D <= C <= B. An der Schuldkette ändert sich nichts.

    5) Die Geschäftsbank C zahlt dem Unternehmen B die 1000 CHF in bar aus: B <= D <= B.

    6) Das Unternehmen B zahlt dem Arbeiter A den Lohn in der Höhe von 1000 CHF bar aus: B <= D <= A.

    7) Der Arbeiter kauft bar beim Unternehmen B um 1000 CHF Waren: B <= D <= B.

    8) Das Unternehmen B zahlt die 1000 CHF bar bei der Geschäftsbank C ein: B <= D <= C <= B.

    9) Die Geschäftsbank C schliesst den Kreditvertrag mit der SNB D: B <= C <= B. Das Bargeld wird geschreddert.

    10) Das Unternehmen B schliesst den Kreditvertrag mit der Geschäftbank C: Das GB-Geld löst sich genauso in Luft auf wie das Bargeld.

    Alles dreht sich um das originäre Schuldverhältnis B <= A, und getilgt wird diese Forderung in Ware (jeweils in der Höhe von 1000 CHF).

    Werter Herr Urs Abderhalden usw.usf. mit geschicktem Drehen und Wenden der drei Hütchen (Gesetze) lässt sich ein gewünschtes Ergebnis schon erzielen.

    Sie grüssend

  7. @“Urs Abderhalden“

    Sorry und noch etwas: Gratulation!

    In Ihrem Kommentar an Arbeitgeber KMU und AHV-Rentner schreiben Sie, dass Banken nicht Geld-Intermediäre, sondern Geldschöpfer seien.

    In der Geldtheorie in den Lehrbüchern wird seit Jahrzehnten das Märchen vom Geldschöpfungsmultiplikator kolportiert. Dort sind die Banken Intermediäre.

    Die SNB hatte dieses Märchen auf ihrer Home Page.

    Im September 2013 habe ich mit Buchungssätzen dieses Märchen widerlegt. (Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“). Ich zeigt, dass bei jeder Kreditvergabe neues Geld entsteht.

    Die Bank of England hat meine Argumentation ein halbes Jahr später übernommen – später die Deutsche Bundesbank, der IWF und die SNB hat klammheimlich ihre Irrlehre auf ihrer home page durch meine Argumentation ersetzt – ohne Zitat allerdings, was im allgemeinen als Plagiat gilt.

    Überall tauchen nun Autoren wie Pilze aus dem Boden und übernehmen genau das, was ich gesagt habe.

    Sie reihen sich nun nahtlos in diese Gilde ein. Sie erklären hier genau das, was ich im September 2013 aufgedeckt habe.

    Sie schreiben also ab und wollen Kurse darüber geben.

    Klar haben Sie ein Problem. Aber dennoch komme ich gerne in einen Kurs zu Ihnen, wo Sie mich das unterrichten, was Sie mir abgeschrieben haben.

    Ich bin gespannt…

    mfG

    Marc Meyer

    • Grüezi@Dr. Marc Meyer,

      well done!!

      Es ist wie immer in diesen Kreisen, sie bleiben bei der Halbwahrheit und konstruieren sich ein Bild, welches sie glauben und anderen vermitteln wollen. Da sie beide hier immer im Team oder (Gruppen) auftreten, zeigt ja nur wie miserabel die argumentative Basis ist.

      Sie grüssend

  8. @“Urs Abderhalden“

    Noch etwas: Sie geben ja kostenpflichtige Kurse wie Sie an Arbeitgeber KMU AHV Rentner schreiben und sich empfehlen.

    Darf ich auch so einen Kurs bei Ihnen belegen? Sie müssten dann allerdings Ihren korrekten Namen bekanntgeben.

    Also bitte geben Sie mir hier eine Offerte mit Preis und wo ich mich melden muss.

    Ich bin gespannt…

    MfG

    Marc Meyer

  9. @“Urs Abderhalden“

    Sehr geehrter Herr…

    Ihr angeführter Name ist ja nicht Ihr korrekter.

    Sie sind ein Oekonom im engstem
    Umfeld des SNB Bankrates / Bankrätin.

    Eigentlich sind wir ja sogar per Du. Aber Du wagst Deinen Namen und insbesondere Deine Verbindung zur SNB nicht offenlegen.

    Sie vertreten hier ja Die Meinung von SNB Chef Jordan.

    Ihre Antwort an Arbeitgeber KMU und AHV Rentner ist erneut falsch.

    Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.

    Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein.

    Bitte richten Sie SNB Chef Jordan und SNB Bankrätin Monika Bütler aus, sie sollen das Gesetz einmal richtig lesen.

    Übrigens geht es hier um Bitcoins. Aber bei der SNB sitzt der Schock offenbar tief, dass sie sls Irrlehrerin entlarvt wurde.

    Sie müssen sich damit abfinden und nicht jede nur erdenkliche Möglichkeit ergreifen, unter einem Falschnamen die Irrlehre der SNB zu rechtfertigen.

    MfG

    Marc Meyer

  10. Lob der Abstraktion
    @Arbeitgeber etc.
    Sie schreiben: Banknoten sind eine Forderung, und nicht wie der Gesetzgeber/SNB der Bevölkerung vorgaukeln : eine Sache!
    Leider ist nicht ganz klar, woraus Sie ableiten, dass der Gesetzgeber/SNB angibt, das ZB-Geld oder die Banknoten seien lediglich eine Sache. Was meinen Sie damit? Meinen Sie, eine Sache sei ein Aktivum?
    Mir scheint das Gegenteil zuzutreffen. ZB-Geld wird weder als Sache noch als Aktivum geführt. Banknoten und Giroguthaben der Geschäftsbanken bei der SNB tauchen in der SNB-Bilanz als Passivum auf, sind nach Ansicht der SNB also eine Verpflichtung der SNB. Nur ist es eben gesetzlich so geregelt, dass diese Verpflichtung die SNB zu nichts verpflichtet (was eine kognitive Hürde darstellt, an der ein gewisser IP-Autor immer wieder zerschellt).
    Die Verpflichtung, die zu nichts verpflichtet, ist nebenbei bemerkt eine sehr gute Sache in einer kapitalistischen Wirtschaft mit zweistufigem Bankensystem. Um Ihnen die Günde dafür im Detail zu erklären, müssten Sie bei mir allerdings einen kostenpflichtigen Kurs buchen. Also nehme ich einmal an, dass Sie es ohnehin wissen.
    Ihr Beispiel ist aus mindestens drei Gründen sehr interessant.
    1. Sie unterstreichen zurecht, dass die Arbeitnehmer wahrscheinlich die grössten Kreditgeber der Wirtschaft sind. Das geht allzuoft und allzugern vergessen.
    2. Sie beschreiben sehr schön, wie Geld als Kredit entsteht und vergeht, auch das ist für viele nur schwer zu ertragen.
    3. In Ihrem Beispiel gibt es eigentlich gar kein Zentralbankgeld. Sie versuchen, die ZB in einem Nebensatz an die Stelle der Geschäftsbank zu setzen und somit zu einem Intermediär zu machen.
    Punkt 3 enthält bedauerlicher Weise zwei Irrtümer. Erstens ist die Bank kein Intermediär, sondern Geldschöpfer. Dieselbe Rolle käme der ZB zu, sie wäre also ebensowenig ein Intermediär, sondern Geldschöpfer. Zweitens schliesst unser zweistufiges Bankensystem die Ersetzung der Geschäftsbank durch die ZB als Kreditgeldschöpfer aus (die Vollgeldinitiative will das ändern): Die ZB (SNB) kann über den Aufkauf von Aktien, Devisen, Anleihen u.ä. Zentralbankgeld schöpfen, das dann auf den Konten der Geschäftsbanken landet. Damit ist das ZB-Geld aber noch lange kein Kredit an ein Unternehmen oder Privatperson, was leider bedeutet, dass Ihr Beweis per Beispiel an einer wichtigen Stelle kollabiert.
    Allgemein kann man sagen, um Erkenntnisse über das Geld zu erwerben, helfen Beispiele nur bedingt weiter. Was es stattdessen braucht ist Abstraktion, die in einem ergänzenden Schritt allenfalls durch Beispiele illustriert wird.
    Der Link, den Sie angeben, führt übrigens mehr oder weniger ins Nichts. Die Quelle, auf die Sie verweisen, findet sich dort leider nicht.

  11. @“Urs Abderhalden“

    Sie werfen Gold, Münzen, Buchgeld, Bitcoins usw. alle in denselben Topf. Das geht nicht, weil z.B. Buchgeld bei Emission in die Bilanz des Geldemittenten als Schuld eingebucht wird.

    Bitcoins hingegen werden bei Emission als Aktivum ausgebucht.

    Sehen Sie den Unterschied?

    Es ist also entscheidend, zu beachten, wie ein Geldaggregat verbucht wird, um einen Anhaltspunkt über seinen inneren Wert zu erhalten.

    Ich weiss, das steht noch in keinem Lehrbuch. Aber es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Zentralbanken diese Argumentation übernehmen werden.

    Dann ist auch der Weg offen in die Lehrbücher.

    Versuchen Sie einmal, fachlich auf meine Argumente einzugehen. Das würde Sie weiter bringen als Ihre polemischen Rohrkrepierer hier.

    Vielen Dank

    Marc Meyer

  12. Bilanzierungsregeln
    @Arbeitgeber etc.
    Sie fragen: Wie stehen Sie eigentlich zu den aktuellen Bilanzierungsregeln?
    Antwort: Bilanzierungsregeln müssen in der Lage sein, wirtschaftliche Ereignisse ABZUBILDEN. Das kann dazu führen, dass Betrug und anderes Fehlverhalten aufgedeckt wird. NIEMALS aber können Bilanzierungsregeln Tatsachen verändern. Das kann nur Handeln. Leider ist dieser offensichtliche Zusammenhang bei einem gewissen IP-Autor kognitiv chancenlos. Darum verkriecht er sich in seine verschwörungstheoretische Parallelwelt.

    • Grüezi@Urs Abderhalden,

      Zur Erinnerung: Der Banknotenumlauf steht auf der Passivseite der Zentralbankbilanz. Was sagt der Gesetzgeber dazu?

      Quelle Gesetzgeber:

      https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999

      Zitat Anfang S. 7263: „Über die schuldtilgende Wirkung einer Zahlung mit Sichtguthaben bei der SNB schwieg sich der Gesetzgeber bisher überhaupt aus.“

      Zitat S. 7267: „Im revidierten Artikel 99 BV über die Geld- und Währungspolitik wird der Schweizerfranken von seiner Bindung an das Gold gelöst. Die Einlösungspflicht für die von der SNB ausgegebenen Banknoten (bisheriger Art. 39 Abs. 6 BV), die Pflicht zur Deckung des Notenumlaufs mit Gold und kurzfristigen Guthaben (bisheriger Art. 39 Abs. 7 BV) sowie die Befugnis des Bundes, den Münzfuss zu bestimmen (bisheriger Art. 38 Abs. 3 BV), werden aufgehoben.

      Zitat S. 7272: „Nun steht der Zugang zu Sichtguthaben der Schweizerischen Nationalbank nicht jedermann offen. Im Verkehr unter den Inhabern eines Girokontos bei der SNB soll jedoch der Gläubiger einer Geldschuld rechtlich verpflichtet werden, solche Guthaben unbeschränkt an Zahlung zu nehmen (Art. 3 Abs. 3 E-WZG). Die befreiende Wirkung tritt selbstverständlich nur im Schuldverhältnis zwischen den GirokontoInhabern ein. Mithin soll im Zahlungsverkehr etwa unter SNB, Banken, Effektenhändlern, Bund, Post die Zahlung mit Zentralbankbuchgeld von der Rechtsordnung ausdrücklich sanktioniert werden. Indem der Schuldner einer Geldschuld gegenüber einem Gläubiger, der über ein Girokonto bei der SNB verfügt, Sichtguthaben bei der SNB mit befreiender Wirkung zur Zahlung verwenden können wird, findet die vermehrte
      Verwendung von Zentralbank-Buchgeld für Grossbetragszahlungen auch rechtlich Anerkennung – eine Innovation, die letztlich im Interesse der Rechtssicherheit der bargeldlosen Überweisung von Schweizer Währung liegen dürfte.“
      Zitat Ende

      Nimmt man nicht die Juristen als Maßstab, dann ist es offensichtlich, dass ZB/Banknoten eine Forderung sind. Der Prozess hat folgende Gestalt:

      1) Arbeiter A schiesst dem Unternehmen B Arbeitskraft vor -> eine Forderung von A gegen B entsteht: B <= A. Zu lesen: A hat eine Forderung gegen B.

      2) Das Unternehmen B und die Geschäftsbank C schliessen einen Kreditvertrag: B <= C <= B. Das GB-Geld ist formal geschöpft, aber noch nicht im Umlauf.

      3) Das Unternehmen B überweist an den Arbeiter A, der sein Konto bei der gleichen Geschäftsbank C hat: B <= C <= A. Zu lesen: A hat eine Forderung gegen C und C gegen B.

      4) Der Arbeiter A kauft durch Überweisung beim Unternehmen B: B <= C <= B. Der Kreditvertrag ist erfüllt und wird geschlossen.

      Ist der Kreislauf durchlaufen, hat A keine Forderung mehr gegen das Unternehmen B. Sie wurde durch Warenlieferung getilgt. Und B hat seinen Kreditvertrag mit der Geschäftsbank C erfüllt, das GB-Geld löst sich in Luft auf. Es ist völlig klar, dass, wenn man in diesem Kreislauf die Notenbank D einführt, sie analog zur Geschäftsbank B als Intermediär arbeitet. Ich erspare mir die entsprechenden Ausführungen, zumal sie auf der Hand liegen: B <= D <= C <= A.

      Banknoten sind eine Forderung, und nicht wie der Gesetzgeber/SNB der Bevölkerung vorgaukeln : eine Sache!

      Der IP-Autor ist keineswegs kognitiv chancenlos. Der IP-Autor verkriecht sich nicht, sondern steht mit seinem bürgerlichen Namen zu seinen Artikeln und Thesen. Deshalb liegen Sie mit der primitiven, verschwörungstheoretischen Schuldzuweisungsrethorik daneben. Schöner wäre, Sie oder @Der Krückenbauer würden selbst mal ein paar Argumente reinziehen und daraus zur Sache referieren. Offensichtlich bekommen Sie das nicht hin und ich halte das für eine Art der Verunselbständigung.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgener KMU und AHV Rentner

      Danke.

      Und noch etwas: Der Gesetzgeber sagt, Giroguthaben seien gesetzliches Zahlungsmittel.

      Die SNB besitzt aber gar keine Giroguthaben, sondern Giroverbindlichkeiten.

      Giroverbindlichkeiten sind aber weder juristisch noch oekonomisch Zahlungsmittel.

      Da liegt eben unser SNB Chef Thomas Jordan ganz fslsch, wenn er behauptet Notenbankgeld sei gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB selber.

      „Urs Abderhalden“ vertritt hier ja unseren Notenbankchef Thomas Jorden

      Bei diesem liegt der ultimative Irrtum.

      Schlnen Abend

      Marc Meyer

  13. Eine Bitte, ja eine Forderung: Ich wünsche mir die allseitige Erkenntnis, dass das DASS und das DAS nicht DASSELBE sind.
    Abgesehen davon, dass die Sätze unleserlich werden, rate ich den angesprochenen Kommentatoren, welche hier (teils sehr interessante) geistige Höhenflüge veranstalten, zu einem Deutschkurs. Jede Bilanz wird in Worten kommentiert, denn im Wort liegt die Kraft (der Argumentation).
    Beispiel gefällig? „Sehen Sie, dass Problem in der Schweiz ist das die „Zocker Mentalität der Glaspaläste“ sich durchgesetzt hat“. Auch der Deppen Leer Schlag greift um sich.
    Sorry, aber das musste jetzt raus.

    • Grüezi@Rückenbauer,

      Immerhin fühlen Sie sich angesprochen, den Rest müssen Sie eigenständig lösen. Wenn Sie in Ihrer Aussage Recht haben, sich dennoch Entschuldigen und relativieren dann sagt das allerhand über Sie selbst und Ihr Umfeld aus.

      Ein kleiner Dackel (Wadenbeisser) machte: Wuff Wuff
      denn „…woanders neu anzusetzen“ gelingt eben nur, wenn man eine saubere Bestandsaufnahme hinbekommt. Leider ist @Der Rückenbauer schon damit völlig überfordert, so dass das neu Angesetzte sehr wahrscheinlich auch wieder nur am eigenen Futternapf endet.

      So, nun zurück zu Herrchen! Bring ihm das Stöckchen!

      Wenn Sie sich an Diskussionen beteiligen möchten – nur zu, aber Eintagsfliegen werden hier schnell entsorgt.

      Sie grüssend

    • @Der Rückbauer

      Danke

      Es geht hier nicht um Deutschkenntnisse, sondern um Bilanzkenntnisse und deren Rückschlüsse auf die Bewertung von Geld im Allgemeinen und Bitcoin im Speziellen.

      MfG

    • Rückbauer,

      „Eine Bitte, ja eine Forderung: Ich wünsche mir die allseitige Erkenntnis, dass das DASS und das DAS nicht DASSELBE sind.
      Abgesehen davon, dass die Sätze unleserlich werden, rate ich den angesprochenen Kommentatoren, welche hier (teils sehr interessante) geistige Höhenflüge veranstalten, zu einem Deutschkurs. Jede Bilanz wird in Worten kommentiert, denn im Wort liegt die Kraft (der Argumentation).“

      Wer sowas schreibt – der DOKUMENTIERT damit für die Galerie – dass er ganz offensichtlich einen an der Klatsche hat!

    • @ Rückbauer
      Ich kann ihre Argumentation zumindest teilweise nachvollziehen, zumal der sachlich formulierte Hintergrund klar ersichtlich ist. Dementsprechend wundere ich mich ein bisschen, über die recht agressiv formulierte Antwort seitens AHVR. Artikuliert sich hier wirklich ein gestandener KMU und AHV -Rentner, oder eher ein hyposensibles, über jeglichen Zweifel erhabenes Pseudonym?

    • Grüezi@Rolf Laager,
      UND SIE HABEN NICHT GEMERKT, WORAUF ICH IN MEINER REPLIK AN @Krückenbauer HINAUS WOLLTE.

      Reagieren Sie nicht emotional reflexartig auf Kommentare von Usern, deren Auftritte Ihnen nicht gefallen, sondern denken Sie vorher über den Inhalt nach und überlegen, ob ein persönlicher Angriff auf einen Kommentator argumentativ ausreichend abgesichert ist und in seiner Botschaft einen für alle mehrwertigen sinnvollen Inhalt transportiert.

      Denken Sie zuerst, schreiben Sie danach, nicht umgekehrt. Es geht um zivilisierten Umgang.

      Sie grüssend

  14. @Georg Bender
    Geldkreislauf zu studieren!
    Sehr geehrter Herr Bender
    Sie sind doch nur einer von meinen verschiedensten (sic! Zitat Meier) Pseudonymen, geben Sie es doch endlich zu! Den Geldkreislauf zu studieren, wo kämen wir denn da hin? Vielleicht noch zur Vernunft!???!! Davor wird uns unser Meier ganz bestimmt bewahren.
    Apropos, wie steht es wohl um seine Klage gegen die SNB?

    • @Urs Abderhalten,
      Sie drehen sich im Kreis und produzieren „Kurzschlüsse“. Wie stehen Sie eigentlich zu den aktuellen Bilanzierungsregeln? Kommen Ihnen die nicht selbst schon manchmal sehr merkwürdig vor?
      Sie grüssend

  15. Grüezi@Urs Abderhalten,
    Besten Dank für Ihre ausführliche Antwort.

    Das wichtigste, dass man über Bitcoin wissen MUSS, ist die Tatsache, dass es Strom und einen Informationsgeber (z.B. Smartphone) braucht. Wem gehört der Strom? Wer verkauft die Smartphones?

    Zur Zeit ist Bitcoin mit Mini Anteil am Marktgeschehen eine Zocker-Bude, in der ein paar Betreiber den großen Reibach machen. Es dient dazu den Menschen eine elektronische Währung schmackhaft zu machen, die angeblich für die GUTEN in Konkurrenz zum etablierten Schuldgeld-System steht. Die Idee ist die Knappheit, aus der per Algorithmus der jeweilige Wert ermittelt wird.

    Weiter unten habe ich versucht die Vorgeschichte des Mindestkurs zu skizzieren und weshalb, die Argumente des Dr. Marc Meyer stichhaltig sind. Ich erlaube mir, dies erneut zu posten und hoffe, dass die Menschen verstehen das die SNB Politik fatal ist.

    Das Verhältnis der Schweiz zum Ausland ist ein Gläubiger-Schuldner-Verhältnis, und daher in erster Linie ökonomisch und nicht politisch. Daher, verstösst das „Rüttli-Abkommen“ sowohl gegen die Bundesverfassung als auch gegen das Nationalbankgesetz.

    Der Gläubiger (Schweiz-Exportindustrie) will seine Forderung bedient sehen, und der Schuldner (Ausland) will oder kann seine Verbindlichkeit nicht leisten. Das Gläubiger-Schuldner-Verhältnis hat sich im Zuge einseitiger Handelsbeziehungen aufgebaut: Über Jahre und Jahrzehnte hat das Ausland mehr schweizer Waren importiert als es im Gegenzug nach der Schweiz exportiert hat. An und für sich ist das ein alltäglicher Vorgang zwischen Ländern. Die „Abwertung der Lira oder Drachme“ existiert nicht mehr, damit existiert kein Ventil, das über Abwertung der Währung des Schuldners sukzessive Abschreibungen auf Seiten des Gläubigers erzwingen könnte. Würde z.B. Griechenland die schweizer Waren in Drachme bezahlt haben, dann hielte die Schweiz Drachme-Forderungen gegen Griechenland, die mit dem Verfall der Währung Jahr für Jahr wertzuberichtigen wären. Der Gläubiger fällt um den CHF-Wert der Schuld um, aber er kann den Verlust über viele Perioden strecken und damit seine Belastung gering halten. Flexible Währungen garantieren, dass das Gläubiger-Schuldnerverhältnis zwischen zwei Ländern im Lot bleibt, indem sie über das Ventil der Abwertung den Schaden über viele Jahre verteilen. Anders jedoch, wenn das Gläubiger-Schuldner-Verhältnis in einer bi-einheitlichen Währung existiert: Dann hat der Gläubiger keine Möglichkeit den Verlust sukzessive über Wertberichtigungen zu nehmen und die ganze Schuld staut sich ohne Ventil auf, vergleichbar mit einem Staudamm, der keinen Abfluss kennt.

    Alles, was dann bleibt, ist entweder zu schweizer Staatskrediten zu greifen, die die originären Kredite absichern, (Mindestkurs und 760Mrd SNB-Bilanz) oder die Schuld wegen Nicht-Bedienbarkeit in einem grossen Satz abzuschreiben. Die Schweiz hat sich durch das „Rüttli-Abkommen“ für den ersten Weg entschieden, indem der schweizer Staat für ausländische Verbindlichkeiten haftet, die seine Bürger durch Exportüberschüsse über Jahre aufgebaut haben. Nun muss jedem einleuchten, dass dieses Verfahren nicht stabil ist, weil es einen gewaltigen innerschweizerischen Transfer vom Staat zu schweizer Gläubigern „Auslands“ entspricht. Völlig Unschuldige, die ihr Leben lang nie etwas mit „Exportüberschüsse“ zu tun hatten, werden zur Kasse gebeten, um die schweizerische-ausländische Gläubiger-Schuldnerverhältnisse, die andere durch Export aufgebaut haben, zu halten. Das Ganze erinnert sehr an eine antike Tragödie: Man hat sich als Gläubiger und Schuldner wie Prometheus an den Felsen gebunden und findet keinen Weg nun das Verhältnis wieder aufzulösen ohne einen gewaltigen Schaden zu produzieren. Nirgends ist ein Mechanismus in Sicht, der erzwingen könnte, dass das Ausland mehr in der Schweiz exportiert als es von dort importiert, um die Schuld abzubauen. Es verbleibt (theoretisch) nur die Abtretung ausländischen Vermögens an die Schweiz um die Schuld zu tilgen (Kauf von ausländische Immobilien durch Schweizer, Kauf von ausländische Firmen durch Schweizer, usw.). Von den Auswirkungen auf den grössten Brocken der Schweizer „Altersvorsorge“ gar nicht zu sprechen.

    Sehen Sie, dass Problem in der Schweiz ist das die „Zocker Mentalität der Glaspaläste“ sich durchgesetzt hat. Deshalb auch der Hinweis auf die kurzfristige positive Signale. Das wird der Schweizer Volkswirtschaft das Genick brechen. Politisch wird das nie funktionieren, weil der Staat (SNB ist ein Bundesbetrieb) das Problem der Wertberichtigung hinausschieben wird bis der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird.

    Zudem weist die Schweiz die höchste Verschuldung der privaten Haushalte vor. Ein Steuersystem der die vollständige Hypo-Tilgung benachteiligt und ein Kapitaldeckungsverfahren (2. Säule) der sich als eine riesen Liegenschaftsspekulation und Geldquelle für die Finanzindustrie entpuppt hat.

    Leider hat Herr Dr. Marc Meyer auf der ganzen Linie recht. Ich würde mir sehr wünschen das dies nicht so wäre.

    Sie grüssend

  16. niemand kennt das top. aber in der regel hält die gier und der eingesetzte markttrend viel länger und vor allem irrationaler an als die meisten anleger sich vorstellen können. schauen sie unter derkursstimmt. der us-aktienmarkt ist auch daran, jetzt eine hypephase zu starten. da könne sie noch einsteigen. und erst recht beim gold. gold kommt erst nach dem aktienhype in eine massive kaufwelle. handeln sie antizyklisch.

  17. Zuerst das Geld, dann die Buchhaltung – Wissenschaft geht anders
    @unser lieber Meier: Münzen gab es schon lange vor Ihrer geliebten Buchhaltung. Wissenschaftler sind in der Lage, aus diesem Umstand korrekte Schlussfolgerungen zu ziehen, Buchhalter eher nicht.
    Wie weit sind Sie mit Ihrer Klage gegen die SNB?

    • Urs Abderhalden

      Wie wurden die Münzen in Umlauf gebracht. Fielen sie vom Himmel?

      Geld entsteht aus dem Nichts, wie schon vor ca. 4000 Jahren in Mesopotamien. Damals wurden nebst Münzen, Schuldscheine in Umlauf gebracht. Heute wird das Nichts mit Zahlen in der Bankbuchhaltung, von Buchhaltern registriert.
      Sollten Sie wie die Regierenden, Medien und Bevölkerung, die Lehrmeinung des Neoliberalismus, welche immer noch in den Ökonomie Fakultäten gelehrt wird, wonach Geld aus Kapital und Ausgaben aus Einnahmen entstehen soll, noch nicht als Betrug erkannt haben, so wird es aber höchste Zeit, den Geldkreislauf zu studieren!

      Dieser Betrug ermöglicht auch den Zahler-Mythos, dabei wird das Geld vom Bankschuldner oder durch Bankinvestitionen generiert mit dem Ausgeben in Umlauf gebracht. Zuerst ausgeben dann einnehmen!

      Buchhaltung eben!

    • @ Urs Abderhalden

      Ihre arrogante, herablassende Art können Die sich ersparen.

      Es ist beschämend für eine Zentralbank, dass sie sich auf diese Weise vertreten lassen muss.

      Sie sind doch der, der sich hier mit verschiedensten Pseudonymen zu Wort meldet und ganz enge Beziehungen zum SNB Bankrat / Bsnkrätin hat.

      Gäll Urs

  18. Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

    Lassen Sie mich Herrn Lukas Hässig meine Glückwünsche aussprechen, der soeben als Wirtschafts-Journalist des Jahres, gewählt wurde und der als mutiger Mann Ihnen diese Plattform seit Jahren zur Verfügung stellt, wo Sie anderswo in der so genannten „Freien Presse“ wie ein Ketzer behandelt worden sind.

    Danke Herr Lukas Hässig – die selbst Zerlegung der Medien-Landschaft ist in vollem Gange.

    Sie grüssend

  19. @Urs Abderhalden

    Sie begehen einen fundamentalen Irrtum: Sie werfen Gold, Münzen, Buchgeld, Zigaretten, Bitcoins usw. alle in denselben Topf.

    Das dürfen Sie nicht: Das eine Geld wird bei Emission passiv in die Bilanz des Geldemittenten eingebucht – das andere aktiv ausgebucht. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    Schade, dass die Zentralbanken und die Geldtheoretiker diesen fundamentalen Unterschied noch nicht erkannt haben und auch von Helikoptergeld“, Fiatgeld“ usw. sprechen.

    Möglicherweise wird in wenigen Monaten die Bank of England „als Erste“ berichten, dass man unterscheiden muss zwischen Geld das eingebucht und Geld das ausgebucht wird. Sie wird dann auch feststellen, dass Buchgeld nur einen Wert haben kann, wenn passiv eingebucht.

    Die Deutsche Bundesbank wird das dann mit einiger Verzögerung auch übernehmen – ohne Quellenangabe nota bene. Und der IWF und die SNB werden dann folgen, auch ohne zitieren.

    Und wenn ich dann schreibe, man solle mich bitte zitieren – wie das in der Wissenschaft Usanz ist – so werden Sie dann behaupten, ich hätte gar nichts geschrieben und sie werden hunderte von „thumbs up“ aus Kreisen der SNB erhalten.

    Schäbige Machenschaften. Nicht wahr?

    Übrigens ist der Bitcoin gerade über 15’000 gestiegen. Immer noch egal?

    mfG

    Marc Meyer

    • Nein Herr Dr. Marc Meyer

      Geld entsteht nicht aus Kapital (woher stammt das Kapital = vom Himmel?) Ohne Schuld (Aktivum) kein Geld!

      Sie verwechseln Wert mit Sinn! Das Geld besteht aus Schuld und Besitz (Soll und Haben). Es ist logisch das Zahlen sowohl auf der Aktivseiten als auch auf der Passivseite verbucht werden müssen. Daraus entsteht keine Liquidität! Es sind Zahlen! Das Guthaben kann wieder ausgegeben werden (Passivtausch). Bankübergreifend geschieht dies mit dem ZB-Buchgeld, (gesetzliche Zahlungsmittel = Liquidität von Gesetzes wegen), geschöpft mittels Geld- und Offenmarktoperationen zwischen ZB und GB! Daraus erkennen die von Neoliberalismus indoktrinierten Ökonomen, Einlagen. Dieser Irrglaube wird bis heute straflos gelehrt und von den Regierenden und Medien, ohne zu DEnken, einfach übernommen!

      Geld muss zuerst ausgegeben (ausgebucht) bevor es eingenommen (eingebucht) eingebucht werden kann. Darum fliesst das Geld aus nicht getilgten Bankschulden von den Konsumenten oder Endbenutzer in den Kreislauf und nicht mit Einnahmen.

      Diese Tatsache müsste längst erkannt werden, damit der Zahler-Mythos
      endlich überwunden ist. Wir sind keine Steuer- oder Sozialzahler? Wer gibt das Geld in den Umlauf, damit es als Steuern oder Soziales wieder zurückfliessen kann?

      Sie unterliegen einem fundamentalen Irrtum, wie alle vom Neoliberalismus indoktrierten Handlanger! Wer sind Ihre Heilsbringer?

      Bitcoins sind wie Edelmetalle uvam. Wertanlagen, welche dem Marktpreis unterliegen. Das Geld als Zahlungsmittel behält den Nennwert. Die Kaufkraftveränderung ist was anderes!

      Nach moderner Lehrmeinung MMT bedeutet das Helikoptergeld das Bedingungslose Grundeinkommen. Wobei diese Lehrmeinung auch meint, dass die Staaten als Währungshoheit, nicht Schuldner der eigenen Währung sein können!

      Der Geldverkehr mit der ZB ist nur beim Bargeld durchlässig. Die Geschäftsbanken sind Kunden der Zentralbank. Die Geldzirkulation in inländischer Währung verlässt das Haus nicht (Inzucht)!

      Ich weiss für ein Neoliberalen (MPS, Montreux 1947) ein schwieriges Unterfangen, zu erkennen, dass man zuerst geboren wird bevor man Leben kann. Das korrekte Verstehen des Geldsystems, würde bedingen, dass die Fakultät Ökonomie den Betrug eingestehen müsste?

      J.M. Keyenes, wie J.A. Schlumpeter vor 1947, Prof. M. Binswanger, Deutsche Bundesbank, Bank of England, SNB uvam. belehren die Fakultät, aber diese nehmen scheinbar kein Notiz. Offensichtlicher Betrug ist doch ein Offizialdelikt?

  20. @Supermario
    Sie schreiben: „@Urs Abderhalden Ich bleibe dabei, argumentativ nicht überzeugend!“
    Geht in Ordnung, kein Problem.

  21. @Hacker Jack

    Vielen Dank für Ihren Beitrag.

    Was Sie bezüglich der Kryptowährungen schreiben, unterstütze ich voll und ganz.

    Nicht einverstanden bin ich jedoch mit ihrer Argumentation, dass Zentralbanken Billionen von ungedecktem Geld schaffen.

    Das ist buchhalterisch nicht möglich: Auf der Passivseite kann nur Geld eingebucht werden, wenn entsprechendes Vermögen auf der Aktivseite eingebucht wird, das dem Geld seinen Wert erst gibt.

    Sie hätten nur Recht, wenn auf der Aktivseite Staatsobligationen eingebucht werden, womit der Staat volkswirtschaftlich unsinnige Projekte finanziert.

    mfG

    • wir werden bei einem kommenden Kollaps ja sehen ob es dann einen Einfluss auf die Realität hat. Heute hat es keinen.

      Ihre Ideologie ist völlig hinfällig.
      Akzeptieren Sie doch die Realität.

      Auch Staaten mit Hyperinflation haben ihre Währung bei der ZB „korrekt“ verbucht. Wert hatte es schlussendlich trotzdem keinen.

  22. @Urs Abderhalden

    Danke für Ihre sachbezogene Argumentation an Arbeitgeber (KMU) und AHV-Rentner. Ich hatte Sie ja auch um eine fachliche Argumentation gebeten. Ihre Schlussfolgerung lautet: „Wer ein Problem mit Bitcoin hat, soll einfach die Finger davon lassen.“

    Hier auf diesem Forum geht es ja darum, Fachfragen und Probleme zu erörtern, zu klären und wenn möglich zu lösen. Bitcoins werfen viele Fragen auf, die es zu behandeln gibt. Wenn ich mich auf den Standpunkt gestellt hätte, dass man einfach die Finger davon lassen soll, wenn man Bitcoins nicht verstehe, so hätte ich gar keinen Beitrag schreiben müssen.

    Aber wir wollen hier ja eben Fragen erörtern und ev. beantworten. Wenn Sie meinen, wer es nicht versteht, soll einfach die Finger davon lassen, so ist das m.E. kein konstruktiver Beitrag, der uns weiterhilft.

    In einigen Punkten bin ich ja mit ihnen einig: Z.B. dass das Modell Bitcoin interessant ist und die Blockchain den Zahlungsverkehr von staatlichen Währungen nachhaltig beeinflussen kann.

    Es macht auch keinen Sinn, wenn ich ex post argumentiere wie: „wenn es so kommt haben diese Recht gehabt, andernfalls jene“ usw. Es geht hier ja darum, ev. beratend und antizipierend eine Meinung auszuarbeiten, ob der Kursanstieg von Bitcoin nachhaltig sein kann oder nicht. Wir wollen ja in der Anlageberatung keinen Fatalismus.

    Um sich ein Bild darüber zu machen, ob der Kursanstieg irgendeines Wertpapieres nachhaltig ist, kommen wir nicht umhin, eine exakte Analyse zu erstellen. Ich habe in meinem Beitrag aufgezeigt, welche Formen von Geld es gibt und diese differenziert aufgrund der Verbuchung bei Emission.

    Geldtheorie ist reine Buchhaltung. Das habe ich in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ gezeigt. Die Zeiten sind vorbei, wo man einfach behaupten konnte, Geld hat einen Wert, je nachdem ob man dem Geld vertraut oder nicht.

    Vertrauen ist gut – kontrollieren ist besser. Viele Blasen hätten in der Finanzgeschichte verhindert werden können, wenn man besser kontrolliert hätte. Nun müssen Bitcoins auf Herz und Nieren geprüft werden. Und einer solchen Prüfung halten sie m.E. eben nie und nimmer stand.

    Bitcoins werden bei Emission aus der Bilanz des Geldemittenten ausgebucht – im Gegensatz zu Notenbankgeld, das korrekterweise eingebucht wird. Dafür wird ein Gewinn in die Bilanz des Emittenten eingebucht. Das ist m.E. Falschgeld. Darum kann der Wertanstieg von Bitcoins nicht nachhaltig sein.

    Bitcoins sind frei in der Wirtschaft herumfloatende Formeln – ohne irgendwelchen Gegenwert oder Nutzen. Wer weiss, ob deren Sicherheitsvorkehrungen den Angriffen von Hackern standhalten. Wer weiss, ob nicht einmal ein Vulkan explodiert, auf dem ein grosses Rechenzentrum für Bitcoins steht. Wer weiss, wie Regierungen sich Bitcoins gegenüber verhalten werden?

    Und welche Landeswährung möchte einen Wertanstieg von 1000 Prozent in einem Jahr verkraften können?

    Echtes Buchgeld – und Bitcoins sind Buchgeld – muss ein Passivum – eine verbriefte Schuld des Geldemittenten – sein. Nur so hat es einen inneren Wert, solange das Geld durch das Vermögen des Geldemittenten gedeckt, bzw. gesichert ist.

    Diese Sicherheit fehlt bei Bitcoins – genauso wie bei Tulpen.

    mfG

  23. Zitat :
    @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner
    Danke
    Was die SNB übersieht ist, dass der Euro nun ganz ohne ihr zutun gestiegen ist. Der Euro ist gegen Dollar gestiegen und gleichzeitig auch gegen CHF.
    Das beweist, dass die Euro-Käufe der SNB vollkommen nutzlos sind.
    Freundliche Grüsse
    Marc Meyer
    ——————————————–

    Tja, ich frage mich hingegen ob die SNB nun einen Weg findet um Devisen zu verkaufen.
    Vor allem die unseligen Euro-Staatsanleihen in ihren beständen.
    Wir kennen das Problem dabei…..
    Aber wenn die SNB es jetzt nicht schafft, zumindest mal einige Dutzend Milliarden loszuwerden, wird sie die nie mehr Abverkäufen können.

    • @Walter Roth

      Danke für Ihren Beitrag

      Ja es ist so: Der Euro ist gestiegen ohne jegliches Zutun der SNB. Das zeigt die Unsinnigkeit der Euro-Stützkäufe.

      Ich hatte der SNB immer wieder geraten, auch bei 1.26 nach Einführung des Mindestkurses, auszusteigen. Aber die SNB kann gar nicht mehr aussteigen.

      Sie muss ja nicht nur Euros und Dollars verkaufen, sondern ausländische Aktien und Obligationen in Dollar und Euro bewertet.

      Das Portefeuille der SNB ist überbewertet. Sobald die SNB aussteigt, werden das alle Marktteilnehmer sofort realisieren und voll draufhauen.

      Die SNB sitzt in der Falle. Da nützen auch 30 Milliarden Gewinne in diesem Jahr nichts. Der Franken wird wieder stärker – insbesondere bei diesen guten Exporten. Und dann dreht das ganze wieder.

      Und ich kann nur noch einmal wiederholen: Bei negativem Eigenkapital der SNB ist mit Konkursen der kreditgebenden Banken zu rechnen – anstelle der SNB.

      Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, wonach Notenbankgeld gesetzliches Zahlungsmittel sei wird dann Makulatur sein, weil die SNB gar kein aktives Notenbankgeld besitzt.

      Freundliche Grüssse

      Marc Meyer

    • Herr Dr. MM……..

      Mir ist Klar das die SNB in der Falle sitzt, aber alle die meinen dem sei nicht so, die sollte man darauf aufmerksam machen das nun ja Verkäufe getätigt und „Gewinne“ gemacht werden sollten.

      Ich fürchte da können die SNB Beschützer warten bis sie grün werden.
      Man muss nur mal seinen gesunden Menschenverstand benutzen und sich auch klarmachen wie Menschen sind wenn es um Geld geht.
      Wäre ich Marktteilnehmer, ich wäre wohl auch eine Hyäne wie die anderen Spekulanten.
      Jede auch noch so kleine Marktbewegung würde ich registrieren und danach handeln.

      Die SNB sitzt in der Falle, denn sie kann nicht im stillen Kämmerlein Abverkäufe organisieren.

      Zudem, wer will eigentlich noch solche Ramschpapiere ( Euro-Staatsanleihen ) welche die EZB ja schon massenweise aufkauft ……
      Klar denkende werden die niemals kaufen.
      Immerhin haben die Herren in der EZB in der kommenden Krise genug WC-Papier….. hoffe ich wenigstens, denn mit einem PC Code kann man nicht mal das…..(((-:

  24. Bitcoin wird je länger je mehr für die Massen handelbar. z.B. Swissquote. Dort gehts mittlerweile.
    Fakt ist doch, dass die meisten dem Trend nicht so recht trauen. Ich auch nicht. Aber Fakt ist, dass viele ins Träumen kommen und mit ein wenig Spielgeld doch mitmachen. Bei 21 Millionen maximalen Bitcoins wird es noch eine deutliche Preiserhöhung geben, bis das ganze in sich zusammenfällt (wenn überhaupt, gibt ja kein Gesetz dafür).
    Ich mache mit ein paar tausend Franken mit. Wenns noch weiter hoch geht (habe immerhin schon 50%) ist super, wenn nicht, dann eben nicht. Tut ja nicht so weh. So wie ich werden das wohl noch viele Millionen Personen machen. Jeder selber Schuld, wenn er nicht etwas mitspielt. Ist ja kein Zwang.

    • @Peter

      Danke

      Ja Casino – wie die SNB

      Wir haben ja alle Geld zum Verspielen.

      Sind das nicht alles Warnzeichen?

      Die Tulpenknollen-Manie in Holland fand in der Hochblüte Hollands statt. Ging’s nachher nicht bergab? Ich bitte die Wirtschaftsgeschichtslehrer, hier eine Antwort zu geben.

      mfG

    • Bei der Tulpenmanie waren nicht einmal 300 Leute geschädigt.

      Die albernen Vergleiche ermüden etwas.

    • Peter Keller…………….
      Zitat :Bei der Tulpenmanie waren nicht einmal 300 Leute geschädigt.

      Die albernen Vergleiche ermüden etwas.
      ————————————————————
      Alberne Vergleiche…………..
      Nein, wer die Tulpengeschichte etwas näher betrachtet weiss, die hatte Folgen.
      Handwerker die keine Aufträge mehr bekamen, Häuser die nicht mehr gebaut wurden, Bilder die nicht bezahlt werden konnten, und ganze Sippen die plötzlich ohne Einkommen dastanden.
      Diese 300 Tulpenspekulanten waren die Oberschicht und jene die mit ihrem Geld das Wirtschaftsleben am laufen hielten.
      Natürlich, die Tulpenblase wurde noch mit echtem Geld
      betrieben und das löste sich wenigstens nicht in Luft auf.
      Aber es war eine Umverteilung die das Geld aus Holland wegzog und da es sich eben um für damalige Zeiten ungeheure Summen handelte, hatte das grosse Folgen.
      Nur jammerten die Menschen damals weniger, denn sobald sie Hunger hatten,mussten sie in die Hände spucken und was tun.
      Die vielen verarmten die das zur Folge hatte, die wurden später einfach vergessen, mit ihnen lassen sich kaum interessante Geschichten schreiben.

      Wenn die SNB Geldpolitik ein schlechtes Ende nimmt, Sie dereinst keine Pension mehr bekommen, wird in 200 Jahren auch kein Schwein mehr was von ihnen wissen.
      Der „Crash“ wird in Erinnerung bleiben, Sie aber………

  25. Der Spekulationswahn und die Krypto-Währungen

    Der Run auf die Krypto-Währungen:

    Die dadurch entstandene Stimmung an den Börsen führt einerseits dazu, dass immer neues Geld geliehen und eingesetzt wird, um am vermeintlichen Goldrausch teilzuhaben. Andererseits wird fieberhaft nach neuen Möglichkeiten gesucht, um vor dem Ende des Rausches noch weitere Gewinnmöglichkeiten zu schaffen.

    Ein extremes Beispiel hierfür bieten die Krypto-Währungen, allen voran Bitcoin.

    Bis vor einiger Zeit lehnten die Banken die Krypto-Währungen noch rundheraus ab. Sie fürchteten, die zugrunde liegende Blockchain-Technologie (die direkte Übermittlung eines geldwerten Datensatzes vom Absender zum Empfänger ohne den Weg über die Banken) könnte das Bankwesen überflüssig machen. Inzwischen aber haben die Banken ihre Strategie geändert und versuchen, am Bitcoin-Rausch mitzuverdienen.

    Das zeigt, dass der Spekulationswahn inzwischen keine Grenzen mehr kennt. Bei Bitcoin und anderen Krypto-Währungen handelt es sich keinesfalls um Währungen (also Gewährleistungen für einen Wert), sondern um künstlich erschaffene Spekulationsobjekte, die an keinen realen Wert gebunden sind.

    Ein Blick in die Geschichte:

    In grauer Vorzeit wurden auf Märkten ausschließlich Waren gegen Waren getauscht. Da das mit der Zeit aufwändig wurde, wurden Edelmetalle in Form von Münzen als Tauschmittel eingesetzt. Später wurde das Papiergeld eingeführt.
    Sowohl Münzen, als auch Geldnoten hatten eines gemein: Sie repräsentierten reale Werte. Allerdings ermöglichte die Einführung des Papiergeldes die Erzeugung von mehr Geld als in Wirklichkeit durch Waren gedeckt war – die Geburtsstunde der Inflation. Sie führt dazu, dass sich die Kaufkraft der einzelnen Münze oder des einzelnen Geldscheines verringert, wenn ungedecktes neues Geld in Umlauf gebracht wird.
    Seit der Einführung des elektronischen Zahlungsverkehrs sind der Geldschöpfung endgültig keine Grenzen mehr gesetzt. So sind seit der Krise von 2008 von den Zentralbanken weltweit zwischen 14 und 16 Billionen US-Dollar an ungedecktem neuen Geld geschaffen worden und zu einem großen Teil direkt ins Finanzcasino geflossen.

    Im Finanzsektor werden keine Werte geschaffen:

    Hier wechselt nur Geld den Besitzer. Da das ganze System aber kreditgetrieben ist, wird zur Bedienung von Zinsen und zum Abtrag von Schulden ständig neues Geld benötigt. Wegen der seit Jahren weitgehend stagnierenden Weltwirtschaft und der daher sehr geringen Wertschöpfung springen seit 2008 die Zentralbanken ein und schaffen neues Geld – ohne jeden materiellen Gegenwert.
    Dieser künstlich angeheizte Kreislauf führt zwangsläufig zu einer Entwertung des Geldes und schlussendlich in die Hyperinflation. Bisher zeigt sich diese – wegen der geringen Massenkaufkraft – allerdings kaum im Alltag, dafür aber umso mehr an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten, an denen die Kurse boomen.

    Dass Bitcoin und die anderen Krypto-Währungen gerade jetzt einen solch gigantischen Aufschwung erleben, liegt daran, dass sie die letzte und höchste Form der Finanzspekulation darstellen: Hatten Derivate zumindest noch einen indirekten Bezug zu realen Werten, so handelt es sich bei Krypto-Währungen um absolut synthetische Erzeugnisse, die nichts, aber auch gar nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun haben.

    Krypto-Währungen sind also nichts anderes als die ultimative logische Konsequenz der Explosion des Finanzsektors. Je nachdem, wie lange das gegenwärtige auf totaler Manipulation durch die Zentralbanken basierende Finanzsystem noch existiert, kann ihr Kurs noch weiter in die Höhe schnellen und immer neue Rekorde aufstellen. Das zeigt aber nicht, wie wertvoll die Krypto-Währungen sind, sondern beweist, wie wenig unser Geld in Wirklichkeit noch wert ist.

    Sobald das zurzeit noch mit Mühe von den Zentralbanken aufrecht erhaltene Kartenhaus des globalen Finanzsystems in sich zusammenfällt, werden Bitcoin und Co. sowie der Rest der künstlichen Finanzprodukte auf ihren tatsächlichen Wert reduziert werden. Und dieser liegt – wegen der nicht vorhandenen Deckung durch einen realen Wert – bei NULL.

    Fröhliche Weihnachten!

    • Absolut richtig.
      Ich behaupte das seit Jahren.
      Bitcoin ist ein Spielzeug für Spekulanten.
      Nur leider fallen dem Spiel nicht dieselben zum Opfer sondern die Naiven die nun mitmachen und auf den grossen Gewinn hoffen.

      Wer einen Bitcoin hat, jetzt ist der Zeitpunk den Loszuwerden.

    • Perfekte Zusammenfassung.
      Hoffe nur, dass auch der eine oder andere Kryptobesserwisser darüber stolpert und sich sich (anstatt permanent auf die Swissquote-App zu starren) literarisch zu Gemüte führt.
      NB Sollte eine solche Erklärung/Zusammenfassung nach jedem Blick-Artikel als Disclaimer mitgeliefert werden.

  26. @Arbeitgeber etc.
    Sie schreiben mir: “ Urs Abderhalten Ihre Meinung zu Bitcoins würde mich interessieren.“
    Meine Meinung habe ich hier zusammengefasst: Wer ein Problem mit Bitcoin hat, soll einfach die Finger davon lassen.
    Eventuell interessiert Sie, wie ich zu dieser Meinung komme. Die Gründe sind diese:
    1. Geld ist, woran wir glauben, dass es Geld ist. Das heisst, Geld ENTSTEHT durch unser Vertrauen in das Medium, was auch immer es sein mag. Geld ist darum keine Substanz, es IST nicht und hat auch keinen „echten“ Wert, keinen „inneren“ Wert, was auch immer. Das gilt für Gold wie für alle anderen Geldarten, die immer mal wieder definiert werden. Gold ist wertvoll, weil wir es – aus welchen Gründen auch immer – wertschätzen, es gilt uns etwas. Beachten Sie nur schon das Wort „Geld“. Darin steckt „gelten“. An dieser Stelle ist unsere Sprache für einmal extrem präzise.
    2. Bitcoin hat eine wunderbare Story, die die Vorstellungskraft vieler Menschen anspricht: die geheimnisvolle Blockchain, die komplizierten Algorithmen, die theoretische Obergrenze der Geldmenge, anarchische Freiheit und einiges mehr. Das alles sind die Zutaten, um das oben erwähnte Vertrauen zu schaffen.
    3. Mich interessieren diese Stories nicht. Mich interessiert die Blockchain als Technologie und ich bin sicher, dass wir noch viele interessante Anwendungen sehen werden.
    4. Mich interessiert, dass Bitcoin extrem lange für eine einzelne Transaktion benötigt, enorm energieaufwändig und das Mittel der Wahl für alle möglichen dunklen Geschäfte ist.
    5. Wenn Bitcoin weiter an Akzeptanz aller anderen Menschen zunimmt, wird es irgendwann den Status eines normalen Geldes erzielen, das auch ich aus rationalen Gründen beutzen werde: wenn alle daran glauben, ausser mir, dann kann ich dieses Vertrauen der anderen benutzen, ohne selbst dieses Vertrauen zu haben.
    6. Die Zukunft Bitcoins ist offen. Vielleicht werden Staaten es verbieten, den Handel usw. unterbinden u.ä. Vielleicht implodiert der Kurs und die Nutzer wenden sich ab, vielleicht gibt es tödliche Konkurrenz (Etherium) oder irgend etwas anderes, das das Vertrauen zerstört. Dann werden die Doomsayer sagen können: ich habe es ja schon immer gewusst.
    7. Vielleicht bewegt sich Bitcoin bald mehr in legalen Gewässern, vielleicht stabilisiert sich der Kurs langfristig, vielleicht werden die Energie- und Transaktionsprobleme gelöst. Dann hat Bitcoin auf jeden Fall eine Zukunft als Vermögensanlage, eventuell sogar als Tauschmittel. Wenn es so kommt, dann werden die Bitcoin-Jünger sagen können: ich habe es ja schon immer gewusst.
    8. Bitocoins taugen nicht zur Kreditvergabe. Darum sind sie ein Anachronismus in unserer kapitalistischen Welt, die auf Wachstumsdynamik ausgreichtet ist. Ihr volkswirtschaftlicher Nutzen ist folglich sehr begrenzt. Aus meiner Sicht ist das Bitcoins grösster Nachteil und grösstes Problem als Möchtegern-Geld.
    9. Im Jahr 2013 habe ich mich erstmals mit Bitcoins beschäftigt. Nicht sehr ernsthaft und die Coins waren mir zu teuer.
    10. Zusammengefasst: Wer ein Problem mit Bitcoin hat, soll einfach die Finger davon lassen.
    Beste Grüsse
    Ihr Urs Abderhalden

    • Hey,
      das sind doch keine (Gegen)argumente, sondern halbseidene Meinungen; dazu noch in einer Abfolge, welche jedwelcher Logik entbehrt.
      Ich empfehle die Zusammenfassung von Hacker Jack; die rückt den Unsinn bündig ins rechte Licht!

    • @Supermario
      Ja, sie haben richtig gelesen, Herr Arbeitgeber etc. hat mich um meine Meinung gebeten, diese Bitte habe ich ihm erfüllt. Es steht Ihnen frei, meine Meinung als „halbseiden“ anzusehen.
      Wenn Sie sich noch einmal Hackers Beitrag durchlesen, werden Sie übrigens erkennen können, dass ich seine Argumente bereits unter Punkt 1 abgehandelt habe. Hacker legt sich eine Story zurecht, die ihm den Glauben gibt, dass diese anderen Geldformen irgendeinen Wert haben: „Sowohl Münzen, als auch Geldnoten hatten eines gemein: Sie repräsentierten reale Werte.“ Aus analytischer Sicht ist die Story austauschbar, „reale Werte“ sind auch nur Werte, also Dinge, denen wir „Wert“ beimessen (abgesehen davon, dass „Repräsentation“ nicht gleichbedeutend mit „Verfügen über“ ist). Wichtig ist, dass die Story geglaubt wird. Je stärker und weiter verbreitet der Glaube und das Vertrauen, desto „echter“ das Geld. Das gilt für Gold, für Münzen, elektronisches Geld, Papier, Zigaretten und natürlich auch für Bitcoin. Darum kann ich der Sache entspannt zuschauen und freue mich für jeden, der seit letzten Freitag wieder 50 Prozent gewonnen hat.
      Zu guter Letzt: volkswirtschaftlich bedenklich ist Bitcoin in dem Moment, wo sich herausstellt, dass auf seiner Basis eine Pyramide von Krediten aufgebaut wäre, so wie es bei den asset backed securities vor der Finanzmarktkrise war. Dann hörte der Spass auf. Doch das ist ein völlig anderes Thema und hat nichts mit der Frage zu tun, ob Bitcoin als Geld eine Zukunft hat.
      Darum noch einmal:
      Wer ein Problem mit Bitcoin hat, soll einfach die Finger davon lassen.

    • @Urs Abderhalden

      Sie dürfen nicht „Gold, Münzen, elektronisches Geld, Papier, Zigaretten und natürlich … Bitcoin“ in einen Topf werfen.

      Das eine Geld wird bei Emission in die Bilanz des Geldemittenten eingebucht, das andere ausgebucht.

      mfg

    • @unser lieber Meier: Münzen gab es schon lange vor Ihrer geliebten Buchhaltung. Wissenschaftler sind in der Lage, aus diesem Umstand korrekte Schlussfolgerungen zu ziehen, Buchhalter eher nicht.
      Wie weit sind Sie mit Ihrer Klage gegen die SNB?

    • @Urs Abderhalden

      Nun fehlt nur noch, dass Sie behaupten, Sie seien ein Wissenschafter.

      Ein Wirtschaftswissenschafter sollte zumindest links und rechts einer Bilanz unterscheiden können.

      Und übrigens: Buchhaltung und Münzen gehören zusammen wie Huhn und Ei.

      mfG

  27. Herr Dr. Meyer,

    beim Devisenkurs von EUR/CHF 1,0685 sprachen Sie davon, daß die SNB den Franken unmöglich schwächen könnte, weil der Devisenmarkt 5 Billionen Dollar Tagesumsatz macht.
    Dafür wäre die SNB einfach zu schwach.
    Wir liegen jetzt bei EUR/CHF 1,1685.

    Bei 600 Milliarden SNB-Bilanz sprachen Sie davon, daß das „Ende der Fahnenstange“ erreicht worden ist und die Bilanz nur noch zurückgefahren werden kann.
    Wir liegen heute bei 760 Mrd. CHF.

    In der Schweiz sind Ihre Thesen zur Zentralbank-Bilanzierung von einem Großteil der Fachleute, von der Presse, von Politikern und SNB-Funktionären noch immer nicht zur Kenntnis genommen worden.
    Nie hat sich irgendwo auch nur eine öffentliche Diskussion ergeben.

    Wenn der große Zentralbank-Kritiker heute über Bitcoins negativ spricht, sollte man eigentlich schnellstens einsteigen, denn der Verdacht liegt nahe, daß es kaum bessere Kontra-Indikatoren gibt als als Basler Nationalökonomen.

    Sie können eventuell in allem Recht haben, rein faktenmässig, aber von den Kursen her wird man arm, wenn man Ihnen folgt.

    • @Arsene Lupin

      Danke

      Sie übersehen, dass ich der SNB bei Dollar 1.80 dringendst abgeraten hatte in den USA zu investieren. Ich ging deshalb sogar vor die GV der SNB.

      Dabei standen volkswirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund: Die SNB muss in der Schweiz investieren, wenn sie unsere Volkswirtschaft ankurbeln will.

      Ich riet der SNB auch bei 1.40 von Euro Käufen ab.

      Ich hatte ganzseitige Artikel in FuW, BAZ, Tagi über mich, Cash, Fernsehinterview.

      Zudem hat Bank of England meine Argumentation übernommen, Deutsche Bundesbank, IWF und SNB auch.

      Also wo liegt Ihr Problem?

      MfG

    • Sorry noch etwas:

      1996 hatte ich an der GV der SNB in Bern als erster gefordert, die SNB solle in Aktien investieren.

      Wo stand damals der SMI?

      Weisst Du doch. Warst doch auch dabei.

      Und unter wieviel verschiedenen Pseudonymen hast Du mir auf IP schon geschrieben?

      MfG

    • Grüezi@Arsène Lupin,

      Sie schreiben Zitat:
      „Sie können eventuell in allem Recht haben, rein faktenmässig, aber von den Kursen her wird man arm, wenn man Ihnen folgt.“
      Zitat Ende.

      Sie erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten des Neuen Marktes. Wie viele Buchgewinn-Millionäre kannten Sie damals persönlich? Wahrscheinlich einige. Und jetzt überlegen Sie bitte, wie viele davon es wirklich geschafft haben, Ihre Buchgewinne in realisierte, also bleibende Gewinne umzuwandeln.

      Gewöhnlich wagen sich substanzlose Kritiker erst dann aus der Deckung, wenn ein Trend schon sehr alt geworden ist. Dann erst werden sie so selbstsicher und mutig, dass sie einem Autor, der eine andere Meinung als sie selbst vertritt und diese mit seinem bürgerlichen Namen und wissenschaftlichen Fakten untermauert, ihre kognitive Dissonanz entgegenschleudern.

      Sehen Sie, solange die SNB-Bilanz ausgeweitet wird, scheinen alle, die glauben daran teilzuhaben, Finanzgenies zu sein, während die wenigen warnenden Stimmen verspottet werden. Ich aber finde, der Tag der Wahrheit kommt immer erst nach dem Platzen der Blase.

      Und die nicht Kenntnisnahme und Ignorieren von Argumente eines Dr. Marc Meyer von diesen Kreisen die Sie erwähnen, ist nur der letzte Beweis, dass ihre Zeit vorbei und das Neue bereits im Werden ist. Wir erleben das Ende einer politischen Epoche! Prägen Sie sich die Zahl 760 Mrd. CHF ein.
      Sie grüssend

    • Guten Morgen Herr Dr. Marc Meyer,

      ich ermutige Sie weiterhin die Menschen aufzuklären und zu warnen. Viele Mitbürger/innen empfinden ein CHF/EURO Kurs von 1.17 als eine Konsequenz des Handelns der SNB. Dieser Irrglaube gilt es zu entmystifizieren, da die Nachteile einer solchen Geldpolitik für die gesamte Volkswirtschaft oder Altersvorsorge usw. bereits klar erkennbar sind. Es wird getrickst was das Zeug hält. Bei Statistiken oder Demographie und die Menschen werden in einer künstlichen erzeugten Dualität gehalten. Ich bin mir bewusst, dass sehr viele Menschen das bevorzugen, da es bequem ist. Wussten Sie zum Beispiel das die Lebenserwartung in der Schweiz seit Jahren rückläufig ist? Haben Sie etwas davon gehört oder gelesen? Übrigens: es sind die Kreise die Sie seit Jahrzehnten ignorieren und diffamieren.

      „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“

      Johann Wolfgang von Goethe

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Was die SNB übersieht ist, dass der Euro nun ganz ohne ihr zutun gestiegen ist. Der Euro ist gegen Dollar gestiegen und gleichzeitig auch gegen CHF.

      Das beweist, dass die Euro-Käufe der SNB vollkommen nutzlos sind.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Analysiert man die Investitionen der SNB en detail, erkennt man neben den jüngsten Devisengewinnen exorbitante Zugewinne im Aktienbereich, der den Dow Jones nahezu vollständig 1:1 abbildet.
      Wir befinden uns momentan in einer Phase, in der
      – in der die Eurobestände ca. 10% gegenüber dem CHF an Wert hinzugewonnen haben
      – in der die USD-Bestände mit einer schwarzen Null abschliessen.
      und
      – in der die Diversifikationen der SNB in US-equities stetige Gewinne verzeichnen (neben den Kursgewinnen kommen noch Dividenden hinzu).
      Es ist mit einem mittleren zweistelligem Milliardengewinn für 2017 zu rechnen.
      Selbstverständlich gibt es Risiken, aber wenn man die letzten zweieinhalb Jahre überblickt, hat sich das Portfolio der SNB positiv entwickelt.
      Ebenso hält sich die schweizer Wirtschaft angesichts der besonderen Herausforderungen durch die Niedrigzinspolitik der EZB erstaunlich gut.
      Denken Sie einmal daran, was mit den schweizer Exporten passiert wäre, wenn die SNB den Franken dem Devisenmarkt überlassen hätte und damit ihr Bilanzvolumen geschont hätte.
      Die Folgen für breiteste Bevölkerungskreise und Wirtschaftszweige wären kaum absehbar gewesen.
      Insofern ist die Handlungsweise der SNB vertretbar und aus der
      Sicht der breiten Bevölkerung begrüßenswert, da die negativen Folgen von langen zinslosen Phasen in Ihren realen Auswirkungen abgemildert werden.

    • @“Arsene Lupin“

      Es geht hier in diesem Beitrag um die Frage, wie Bitcoins zu verbuchen sind und ob es sich bei diesen um echtes Geld handelt, welches staatliche Währungen einmal wird ablösen können, oder ob es sich bei Bitcoins um Falschgeld handelt.

      mfG

      P.S. Es ist müssig, hier mit einem anonymen Kommentator zu diskutieren, der mit dem SNB-Bankrat / -Bankrätin engstens verbunden ist und der sein Pseudonym ständig ändert aus Angst, er könnte auffliegen.

      Zudem sind Ihre Rechtfertigungen zugunsten der SNB repetitiv und äusserst kurzsichtig und volkswirtschaftlich belanglos. Die SNB kurbelt ausländische Volkswirtschaften an auf Kosten der Schweiz. Ein „no-Go“. Keine andere Zentralbank tut das.

      Aber die SNB hat es offenbar nötig, ihre wirre Geldpolitik mit dem ominösen „Geld aus dem Nichts“ hier anonym rechtfertigen zu lassen.

      Diskutieren Sie doch lieber mit dem SNB-Bankrat / -Bankrätin und der SNB-Direktion. Da kriegen Sie bestimmt Recht. Bei mir wird das schwierig bei solchen irrwitzigen Argumenten wie Sie und die SNB sie
      vortragen.

    • Hier ist wieder der echte Meier: sobald er mit seinem Latein am Ende ist, beschimpft er das Publikum. Doch erst mit Widerspruch zeigt sich der wahre Meister. Das ist er dann wieder nicht, unser Meier.

      Wie weit ist er wohl mit seiner Klage gegen die SNB wegen des „Plagiats“?

    • @“Urs Abderhalden“

      Guten Morgen.

      Nochmals: Versuchen Sie doch einmal ein fachliches Argument vorzutragen.

      Oder lassen Sie es ganz einfach bleiben, wenn das offensichtlich nicht möglich ist.

      Zur Erinnerung: Es geht hier um die Frage, wie Bitcoins verbucht werden.

      MfG

      P.S. Und noch etwas: Bitte stehlen Sie mir nicht meine kostbare Zeit mit Ihren Polemiken.

      Danke

    • MM und KMU Rentner……..
      Ich zweifle zwar an der Einheits-AHV immer noch, aber ihre Kommentare sind sehr interessant.

      MM : …wegen der Buchhaltungsregeln usw.
      ( die anonymen SNB-Voter sind wieder am Werk …(((-: )

      KMU Rentner : …weil mir scheint, dass Sie einer der wenigen sind die wirklich verstanden haben das man die Ökonomie nicht überlisten kann.
      Ohne einen neuen Menschen erschaffen zu haben, kann man die Ökonomie nicht übertölpeln …….aber das mit dem neuen Menschen hat seit 1917 nie geklappt.

      Nun ja, wenn man den Bitcoin nun sieht, werden eben doch wieder sehr viele glauben das man aus Stroh Gold machen kann.
      Hier in meiner Firma sind viele erleichtert, seit sie sehen wie der Euro steigt.
      Sie denken nun ich sei eben doch der Rufer in den Wind.
      Mich hingegen beunruhigt es, wenn ein an sich gesunder Franken unter einen Euro sinkt der seit 2008 auf der Intensivstation liegt.
      Für mich das Zeichen das der Franken sich zu mindestens stark erkältet hat.

    • @Walter Roth

      Ja die anonymen SNB-Voter sind wieder am Werk. Sie kommen immer gegen Schluss einer Diskussion, weil dann die meisten den Text schon gelesen haben.

      Bezeichnend.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi@Urs Abderhalten,
      Was ist dazu IHRE Meinung?
      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber etc.
      Was meinen Sie mit Ihrer Frage: „Was ist dazu IHRE Meinung?“ ?
      Was ist „dazu“?

    • Grüezi@Arséne Lupin und Urs Abderhalden,

      Das Verhältnis der Schweiz zum Ausland ist ein Gläubiger-Schuldner-Verhältnis, und daher in erster Linie ökonomisch und nicht politisch. Daher, verstösst das „Rüttli-Abkommen“ sowohl gegen die Bundesverfassung als auch gegen das Nationalbankgesetz.

      Der Gläubiger (Schweiz-Exportindustrie) will seine Forderung bedient sehen, und der Schuldner (Ausland) will oder kann seine Verbindlichkeit nicht leisten. Das Gläubiger-Schuldner-Verhältnis hat sich im Zuge einseitiger Handelsbeziehungen aufgebaut: Über Jahre und Jahrzehnte hat das Ausland mehr schweizer Waren importiert als es im Gegenzug nach der Schweiz exportiert hat. An und für sich ist das ein alltäglicher Vorgang zwischen Ländern. Die „Abwertung der Lira oder Drachme“ existiert nicht mehr, damit existiert kein Ventil, das über Abwertung der Währung des Schuldners sukzessive Abschreibungen auf Seiten des Gläubigers erzwingen könnte. Würde z.B. Griechenland die schweizer Waren in Drachme bezahlt haben, dann hielte die Schweiz Drachme-Forderungen gegen Griechenland, die mit dem Verfall der Währung Jahr für Jahr wertzuberichtigen wären. Der Gläubiger fällt um den CHF-Wert der Schuld um, aber er kann den Verlust über viele Perioden strecken und damit seine Belastung gering halten. Flexible Währungen garantieren, dass das Gläubiger-Schuldnerverhältnis zwischen zwei Ländern im Lot bleibt, indem sie über das Ventil der Abwertung den Schaden über viele Jahre verteilen. Anders jedoch, wenn das Gläubiger-Schuldner-Verhältnis in einer bi-einheitlichen Währung existiert: Dann hat der Gläubiger keine Möglichkeit den Verlust sukzessive über Wertberichtigungen zu nehmen und die ganze Schuld staut sich ohne Ventil auf, vergleichbar mit einem Staudamm, der keinen Abfluss kennt.

      Alles, was dann bleibt, ist entweder zu schweizer Staatskrediten zu greifen, die die originären Kredite absichern, (Mindestkurs und 760Mrd SNB-Bilanz) oder die Schuld wegen Nicht-Bedienbarkeit in einem grossen Satz abzuschreiben. Die Schweiz hat sich durch das „Rüttli-Abkommen“ für den ersten Weg entschieden, indem der schweizer Staat für ausländische Verbindlichkeiten haftet, die seine Bürger durch Exportüberschüsse über Jahre aufgebaut haben. Nun muss jedem einleuchten, dass dieses Verfahren nicht stabil ist, weil es einen gewaltigen innerschweizerischen Transfer vom Staat zu schweizer Gläubigern „Auslands“ entspricht. Völlig Unschuldige, die ihr Leben lang nie etwas mit „Exportüberschüsse“ zu tun hatten, werden zur Kasse gebeten, um die schweizerische-ausländische Gläubiger-Schuldnerverhältnisse, die andere durch Export aufgebaut haben, zu halten. Das Ganze erinnert sehr an eine antike Tragödie: Man hat sich als Gläubiger und Schuldner wie Prometheus an den Felsen gebunden und findet keinen Weg nun das Verhältnis wieder aufzulösen ohne einen gewaltigen Schaden zu produzieren. Nirgends ist ein Mechanismus in Sicht, der erzwingen könnte, dass das Ausland mehr in der Schweiz exportiert als es von dort importiert, um die Schuld abzubauen. Es verbleibt (theoretisch) nur die Abtretung ausländischen Vermögens an die Schweiz um die Schuld zu tilgen (Kauf von ausländische Immobilien durch Schweizer, Kauf von ausländische Firmen durch Schweizer, usw.). Von den Auswirkungen auf den grössten Brocken der Schweizer „Altersvorsorge“ gar nicht zu sprechen.

      Sehen Sie, dass Problem in der Schweiz ist das die „Zocker Mentalität der Glaspaläste“ sich durchgesetzt hat. Deshalb auch der Hinweis auf die kurzfristige positive Signale. Das wird der Schweizer Volkswirtschaft das Genick brechen. Politisch wird das nie funktionieren, weil der Staat (SNB ist ein Bundesbetrieb) das Problem der Wertberichtigung hinausschieben wird bis der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird.

      Zudem weist die Schweiz die höchste Verschuldung der privaten Haushalte vor. Ein Steuersystem der die vollständige Hypo-Tilgung benachteiligt und ein Kapitaldeckungsverfahren (2. Säule) der sich als eine riesen Liegenschaftsspekulation und Geldquelle für die Finanzindustrie entpuppt hat.

      Leider hat Herr Dr. Marc Meyer auf der ganzen Linie recht. Ich würde mir sehr wünschen das dies nicht so wäre.

      Sie grüssend

      P.S. Urs Abderhalten Ihre Meinung zu Bitcoins würde mich interessieren.

  28. Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

    zutreffender Artikel und sachliche Analyse.

    Der Grad der Verblödung der Massengesellschaft ist bereits so groß, dass selbst der „Geld-Begriff“ praktisch ad adsurdum geführt wird.

    Damit man nachvollziehen kann, welche Bitcoins zu welchem Wallet geören, gibt es die „Blockchain“, was nichts weiter als eine Art Aktenordner ist, auf den man zugreifen kann. Da die Zugriffe dokumentiert werden, wird der Aktenordner natürlich immer dicker, was auch Risiken birgt. Da jeder User sein Passwort und die Algorithmen selbst herstellt, laufen diese Vorgänge ganz anonym ab. (Wirklich? und wenn ja wie lange noch?)

    Sollen Bitcoins wieder zu handelbarem Geld, z.B. CHF, Euro usw. werden, ist es mit der Anonymität vorbei, es sei denn, man hat ein paar Scheinfirmen mit Konten in den bekannten Paradiesen des Planeten, über die man die in Afghanistan angebauten Waren und die später erlösten Milliarden wieder in Waffen für Al Nusra oder Immobilien auf der 5th Avenue eintauschen kann. Und da sind wir an den Punkt angekommen der wirklich zählt. Ohne paralleles Schuldgeld-System wären „Bitcoins“ gar nicht überlebensfähig, weil mit Deflation alles zusammenbrechen würde. Die Tatsache, dass keine Zentralbank oder die Politik Zugriff haben, bedeutet eben noch lange nicht, dass ein solches System Zukunft haben kann.

    Viel wichtiger ist wenn Sie schreiben Zitat:
    „Das Rütli-Treffen hat m.E. gegen unsere Bundesverfassung und gegen das Nationalbankgesetz verstossen. Da bin ich mit Ihnen einig. Der SNB wurde mehr oder weniger von der Exportindustrie über den Bundesrat befohlen, den Mindestkurs einzuführen. Wenn der Bundesrat der Nationalbank offiziell „den Wunsch der Wirtschaft überbringt“, am Devisenmarkt zu intervenieren, so kommt das einem Befehl gleich.“
    Zitat Ende.

    Was sind die möglichen Folgen dieses Verstosses gegen die Bundesverfassung und Nationalbankgesetz? Wir Schweizer, die 450 Jahre keine kriegerischen Auseinandersetzungen hatten, klug und besonnen vorgegangen sind und deswegen heute ein Hort der Sicherheit, Freiheit und Stabilität sind, werden seit 1990 und der EU Gründung weich gekocht, um in der EU mitsamt Euro einverleibt zu werden. Mit Zürich und Rousseau hat die Schweiz bedeutende Demokratiegeschichte geschrieben, die erste Zünfterepublik in der Neuzeit, die Gewerkschaften und Gesellen hatten den Königsanwärter kurzerhand, nach Tellscher Manier, aus dem Land vertrieben. Noch heute ist Züri eine blühende Stadt, leider auch für Ferrariganoven, Kriminelle, Steuerverkürzer und Edeldirnen, bei gleichzeitiger Verarmung immer grösser werdende Bevölkerungsschichten…..Nein. Der Bitcoin ist kein Problem, sondern das Problem sind die Strukturen die Sie oben genannt haben.

    Sie grüssend

  29. Ich unterstütze die Idee einer alternativen Währung an Stelle der klassischen der Nationalbanken, die meiner Meinung nach auf der ganzen Linie versagt haben. Aber auch die alternative Währung hat sich an die grundlegenden Regeln zu halten, wie Sie MM erläutert hat. Alles andere ist „Falschgeld“ und wird früher oder später enden wie die albanischen Papierfötzli.
    @Jonas Hügli. Stimme zu. Bei „Oil Imperium“ gab es einen geheimen „Godmodus“ Cheat. Wer garantiert, dass die Programmierer – die bis heute niemand kennt – der Bitcoin Software nicht heimlich auch einen solchen „Godmodus“ eingebaut haben um das Ganze zu Steuern und sich im geeigneten Moment hemmungslos zu bereichern? Die ganze Sache steht unter niemandes Kontrolle.
    @O.B. „Massive Kursstürze aber auch Gewinne wird es wöchentlich geben, ……… ist es ein Paradies für jeden Tages-Trader.“ Als Normalbürger will ich eine stabile Währung und keine wöchentlich massiven Kursstürze. Eine solche Alternativwährung wäre ja noch schlimmer als die jetzigen und den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben.

    • Ich muss immer lachen wenn ich von der Stabilität der Währungen höre…

      Schauen Sie doch mal die Kaufkraftentwicklung der Fiatwährungen an…

      Stabil nach unten!
      Weil es nur Luft ist.

      @Herr Dr. Meyer,

      an diesem Beispiel der Bitcoins erkennen Sie vielleicht den Unsinn unserer Geldschöpfung.

      Dann soll doch der Japaner oder die CIA die Bitcoins als Schuld verbuchen. Es ändert nichts! Genauso ist es egal wie die ZBs ihre Währungen verbuchen.

    • @Peter Keller
      Solche Kommentare sind ebenfalls zum Lachen. Wenn schon die ZB nicht mehr richtig (verbuchen) müssen, wer denn überhaupt noch??? Das geht für mich in Richtung Wild West Rechtsprechung.
      NB Darfst auch Du mir jegliche Menge der von Dir angesprochenen Luftwährung jederzeit überweisen! Die Bitcoins hingegen darfst Du gerne behalten.

    • @Peter Keller

      Danke

      Das Problem in der Volkswirtschaftslehre bzw. In der Geldtheorie ist, dass man Jahrhunderte lang einfach wild etwas behauptet hat ohne buchhalterische Beweisführung.

      Stichworte: Fiatgels, Helikoptergeld, Geld aus dem Nichts, Vollgeld, Bitcoins etc.

      Damit ist jetzt Schluss. Jedes wirre Geldaggregat kann mit Buchhaltung entlarvt werden. So auch Bitcoins.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  30. @ Marc Meyer: Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Eine Frage: Wie wäre dann Ihrer Meinung nach eine private Kreditvergabe ohne Einbezug einer Bank (d.h. Privatperson A an Privatperson B) zu beurteilen? Würde so auch Geld geschaffen?

    Beste Grüsse
    Andrian

    • @Adrian

      Besten Dank für Ihre höchst interessante Frage. Die ich gerne in einem Nachtrag beantworte:

      Nachtrag I

      Angenommen, Peter hat bei Hans ein Guthaben von 10 (Franken oder irgendetwas). Peter hat aber auch eine Schuld von 10 bei Fritz.

      Nun kann Peter zu Hans sagen: Gib mein Guthaben von 10 dem Fritz. Und zu Fritz kann Peter sagen, Hans wird Dir die 10 geben, die ich Dir schulde.

      Hans ist somit eine Bank. Er transferiert das Guthaben von Peter zu Fritz.

      So etwas funktioniert im engsten Freundeskreis oder innerhalb einer Familie.

      In einer Volkswirtschaft, wo sich die Marktteilnehmer nicht kennen, funktioniert das nicht, weil die Sicherheit fehlt. Es muss die Bank mit einer offiziellen Lizenz da sein, die für Vertrauen bürgt.

      Kunde A kann nun bei Bank XY ein Guthaben besitzen und diese kann dieses an Kunde B überweisen, wenn ein entsprechender Auftrag von Kunde A vorliegt und B ein Konto bei XY hat. Die Banklizenz garantiert das Vertrauen zwischen den Marktteilnehmer.

      Beispiel Schulklasse:

      Angenommen, eine Schulklasse aus 12 Schülerinnen und Schülern (SuS) wolle miteinander geschäften. Sie haben eine IKEA-Bücherwand mit 12 Fächlein. Für jeden SuS eines. Jeder SuS zahle nun 10 gleiche Münzen in sein Fächlein ein oder deponiere sie dort.

      Wenn nun A an B eine Zahlung tätigen will, so werden beispielsweise 2 Münzen durch den Lehrer von A ins Fächlein von B gelegt usw. Jeder SuS hat jetzt also immer einen gewissen Kontostand in seinem Fächlein.

      Angenommen, die ganze Schule wolle miteinander geschäften: Es wird wieder eine IKEA-Wand mit 12 Fächlein gekauft für die 12 Schulklassen. Jede Schulklasse legt nun eine Mindestreserve (z.B. 1 Münze) in ihr Schulfächlein. Das Schulfächlein ist die Zentralbank.

      Am Abend werden nun alle Transaktionen, welche zwischen den einzelnen Schulklassen tagsüber stattgefunden haben, miteinander verrechnet und die Salden transferiert.

      Genauso funktioniert der Geldverkehr in einer Volkswirtschaft mit einer Zentralbank.

      Die Vermögen in den Fächlein der Schule oder in den Fächlein der einzelnen Klassen stellen keineswegs Kredite des Rektors an die Klasse und des Lehrers an die Schüler dar.

      Anders formuliert: Die Giroguthaben der Banken bei der SNB und die Guthaben der Marktteilnehmer bei den Banken stellen keineswegs Kredite der Zentralbank an die Banken und der Banken an die Kunden dar.

      Das hat die Geldtheorie nun über 100 Jahre behauptet (Geldmultiplikator) und ich bin dagegen jahrelang Sturm gelaufen: Es handelt sich im Gegenteil um Guthaben der Bankkunden bei den Banken bzw. der Banken bei der Zentralbank.

      Endlich hat das die Bank of England nun auch begriffen und die anderen Zentralbanken ziehen nach, u.a. auch die SNB. Klammheimlich hat letztere die Schulung zu Geldtheorie auf ihrer Homepage ausgetauscht.

      Und nun zurück zum Bitcoin: Angenommen ein ganz kecker Schüler nehme einen Zettel und schreibe darauf: „Ich bin 10 Franken wert“. „Ich bin der einzige solcher Zettel“. Er verkauft diesen einem Kollegen bzw. er kauft vom Kollegen etwas und bezahlt mit diesem Zettel. Dieser nimmt ihn an.

      Der Zettel kursiert nun innerhalb der Klasse und alle finden es genial, weil es ja nur diesen Zettel gibt. Dessen Wert steigt.

      Das macht aber Schule. Irgendwann findet der Konkurrent des ersten Schüler, er kann das ja auch tun. Ein zweiter Zettel kursiert – ebenfalls der einzige auf den neuen Namen usw.

      Alle geben nun ihre Zettel heraus und der Wert aller Zettel fällt auf null.

      Genauso verhält es sich mit Bitcoins.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  31. Immer wieder der Vergleich einer 6 Monate (!!) dauernden ökonomischen Blase einer Volkswirtschaft im Jahre 1637 mit einer 9 Jahre alten – äusserst disruptiven Innovativen Technologie aus dem Jahre 2017. Das ist so äusserst müssig! Zudem kamen bei den lieben Tulpen praktisch keine Privatpersonen zu Schaden.

    • @Et Hereum

      Danke

      Es geht hier um die Frage, ob der Wertanstieg von Bitcoins nachhaltig sein kann und übergeordnet, ob Bitcoins heutige staatliche Währungen dereinst ersetzen können.

      M.E. muss eine stabile Währung einen stabilen inneren Wert haben. Das fehlt mir bei Bitcoins, weil diese kein verbrieftes Recht auf Vermögenswert des Geldemittenten darstellen.

      MfG

    • Habe extra nochmals nachgelesen: Ganze 285 Personen waren in den Tulpenhandel involviert. Lasst doch die BUZZ-Words, wenn ihr mit den historischen Gegebenheiten nicht einigermassen vertraut seid. Und wenn es nur ein kurzer Blick auf‘s Wiki ist.
      Beste Grüsse, ein Niederländer

    • @Marc: Der Bitcoin wurde anfänglich als Währung- oder Zahlungsmittel angepriesen. Dazu taugen jedoch andere Blockchains viel besser (Ripple). Über den Ripple Ledger können auch direkt FIAT Währungen transferiert werden – ganz ohne Coin/Token.

      Der Bitcoin hat sich unterdessen, aufgrund der endlichen Anzahl an Coins, neu als Wertaufbewahrungsmittel positioniert. Digitales Gold – nur leichter zu transportieren. Gold auch keine Landeswährung (oder nicht mehr). Der inhärente Wert entspricht dem für das Mining benötigte Hardware sowie Strom, welcher durch das Anpassen der Difficulty ebenfalls immer höher wird.

    • @Et Herum

      Danke

      Der innere Wert einer Währung entspricht nicht nur dem, was es gekostet hat, diese zu „schöpfen“, sondern auch aus dem Nutzen, den die Währung für den Geldhalter hat.

      Dort wo Kosten und Nutzen bzw. Angebot und Nachfrage übereinstimmen, liegt der Preis oder Wert der Währung.

      Gold hat einen Nutzen als Metall für die Industrie und und Schmuckbranche.

      Bitcoins haben keinen vergleichbaren Nutzen. Bitcoins kann man für die Industrie nicht gebrauchen.

      Es gibt wohl nur eine Kryptowährung mit Namen „Bitcoin“. Aber es können viele weitere, noch bessere Kryptowährungen konstruiert werden, welche Bitcoin konkurrenzieren werden.

      Die Menge an Kryptowährungen ist somit praktisch unbegrenzt. Gold hingegen hat nicht unbegrenzte Substitute.

      Bitcoins sind momentan ein höchst unelastisches Gut, weil deren Menge begrenzt ist. D.h. eine geringe Nachfragesteigerung führt zu einem stark ansteigenden Preis und umgekehrt.

      Aber die zunehmende Menge an Kryptowährungen insgesamt werden sehr elastisch werden, weil substituierbar d.h. austauschbar.

      Aus diesen Überlegungen folgt: Der Preis von Bitcoins wird einmal dramatisch einbrechen, da unelastisch. Aufgrund der zunehmenden Elastizität wird es dann für Bitcoin immer schwieriger, wieder einen starken Preisanstieg zu verbuchen.

      Da nützt es auch nichts, wenn die Schaffung von Bitcoin hohe Kosten verursacht. Kosten und Nutzen bzw. Angebot und Nachfrage werden dann nicht mehr übereinstimmen. D.h. der Markt für Bitcoins wird zu Ende sein oder auf einem viel tieferen Preisniveau.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Einen „wirklichen“ Nutzen hat Gold nur in der Elektrotechnik. Frei von Korrosion leitet es hocheffizient auch kleine Ströme, wobei ich immer wieder gerne anmerke, dass Kupfer und Silber besser leiten als Gold 🙂 ..gelle, Ihr lieben Goldstecker-Verkäufer vom Mediamarkt.
      – Es könnte also durchaus durch andere Metalle oder Legierungen ersetzt werden.
      – Hinzu kommen noch diverse Verschwörungstheorien, dass der Silber Kurs kontrolliert tief gehalten wird. Es existieren 125 bis 155k Tonnen bereits gefördertes Gold. Dies entspricht einem Würfel mit 20m Kantenlänge, jedoch nur 30k Tonnen Silber. Dies entspräche einem Würfel mit ca. 8m Kantenlänge.

      Sei’s drum – ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass mit Utility-Token wie z.B. Ethereum die Rechenleistung dieses Welt-Computers gekauft werden kann. Nur mit Ethereum, nicht mit FIAT-Geld. Ethereum = GAS. GAS = Treibstoff für die Ausführung von Blockchain basierten Smart Contracts. Gold schimmert nur blöd vor sich hin. Langweilig! Auch auf der Blockchain von Bitcoin können simple Smart Contracts ausgeführt werden. Weitere Layer on Top werden hinzukommen. Mit einem entsprechenden Nutzen.

      Im heutigen Digitalen Zeitalter kann die elektronische Trophäe Bitcoin also tatsächlich mit einer Goldmünze (welche dem Reinheitsgrad für elektronische Anwendungen nicht entspräche) mithalten. Zugegeben, in einer Sandwüste wären beide Objekte ähnlich nutzlos und würden vom Verirrten sofort gegen ein Glas warmes und abgestandenes Wasser eingetauscht werden.

      Per heute 1324 Cryptowährungen. Darunter tragen neben Bitcoin (Core) 9 weitere den immer populäreren Namen: „Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, BitcoinDark, Bitcoin Plus, Bitcoin Red, BitcoinZ, Bitcoin Scrypt und bald Bitcoin Diamond.“
      Der Wert der meisten Währung entspricht noch meistens rein einer Idee, niedergeschrieben in einem schön formatierten WhitePaper. Es gibt noch sehr wenige Blockchains, welche effektiv ein funktionierendes Produkt vorweisen können. Auch der nerdige Crypto Investor wird nicht Jahre zuschauen und hoffen, dass aus der blinkenden Website tatsächlich auch ein funktionierendes Produkt entstehen wird (welches überhaupt einen Token, resp. eine Blockchain benötigt…) Insofern gehe ich stark davon aus, dass in nicht allzu ferner Zukunft eine Konsolidierung in Blockchains/Coins mit echtem Nutzen stattfinden wird.

      Der Wert eines Bitcoin wird sich, wie der von Gold oder Silber, nach einer wilden Rally (durch die Finanzhäuser manipuliert) einpendeln.

    • Ist Goldschmuck heute noch modern? Die Frau mit Goldschmuck erhält von mir den selben verächtlichen Blick, wie jene mit einem schicken Pelzmantel. Bei der Gewinnung beider Prestigeobjekte mussten Personen/Tiere leiden!

      Was mir gerade noch in den Sinn kam: Die meisten Cryptowährungen können nur gegen Bitcoin getauscht werden (Handelspaare). Nur wenige Börsen, wie Coinbase oder Kraken bieten als Handelspaar auch FIAT Währungen an. BTC ist sozusagen der PetroDollar unter den Cryptowährungen. Schon aus diesem Grund wird die Ein-/Ausstiegswährung Bitcoin Bestand haben und nur schwer zu ersetzen sein.

    • @Et Hereum
      Auch der Petrodollar ist vielleicht irgendwann nichts mehr wert, wenn die Welt nur noch auf Solarenergie baut!

  32. Ich bin kein Bitcoin-Jünger. Aber wer derartige Phänomene mittels Bilanzierungsregeln aus dem 15. Jahundert als Betrug entlarven will, hat Grundsätzliches nicht kapiert.

    • C.Ponzi

      Danke

      Es liegt mir fern, Bitcoins als Betrug darzustellen. Das habe ich explizit erwähnt.

      Buchungsregeln stammen nicht aus dem 15. Jahrhundert, sondern es gab die schon im alten Banylon und Aegypten.

      Sie zeigen das Vermögen und die Besitzverhältnisse auf.

      Bitcoins stellen kein verbrieftes Recht auf Vermögen dar. Sie haben keinen inneren Wert.

      Daher lebt ihr Preisanstieg lediglich vom Neugeldzufluss.

      Das ist spekulativ und gefährlich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meye

    • Was passiert wenn alle Bitcoins geschürft sind?! Den Minern wird dann ihre Ertragsgrundlage entzogen. Jeder stellt das berechnen ein, der Bitcoin wird angreifbar, weil das Netzwerk ihn nicht mehr verteidigt. Oder anders ausgedrückt, heute ist es lukrativer Bitcoin zu „schürfen“ als das Netzwerk anzugreifen. Sobald die Schürfentgelte entfallen wird es lukrativer sein den Bitcoin anzugreifen.

      Denke langfristig!

      Aber ja, ich unterstütze die Idee unabhängig von Zentralbanken, Banken und Staaten zu werden.

    • Ponzi……………..

      MM scheut das Wort „Betrug“ ………ich nicht.
      Bitcoins sind Betrug und wurden nur zum Spekulieren erdacht.
      Im übrigen geht es bei Buchungsregeln nicht darum, wann sie entstanden, sondern das sie dem Menschsein entsprechen.
      Die Ökonomie lässt sich niemals dauerhaft betrügen, weil sie von der menschlichen Natur nicht zu trennen ist, sie ist ein Bestandteil des Menschseins.
      Jeder Mensch achtet darauf, der er beim Tausch nicht benachteiligt wird, dass ist ein Grundprinzip des Menschen und funktioniert überall und immerzu.

      Wer das nicht tut, geht sofort unter, denn er wird ausgenommen.
      Die Kommunisten glaubten das ändern zu können, konnten es aber nicht und den dazu nötigen neuen Menschen …….ja davon gabs wohl nie einen einzigen.
      Das ganze menschliche Wesen, seine Existenz ist darauf aufgebaut. Die Buchhaltungsregeln haben das nur in eine eine allgemeingültige Form gebracht.

      Daran wird sich auch nichts ändern, selbst dann wenn man da und dort mal eine Regel ändert.

      Wer glaubt Bitcoins seien dem nicht unterworfen, der ist Naiv.

  33. Cryptocurrencies werden hier von den meisten nur theoretisch verstanden und wahrgenommen. Es ist neu, es ist global und irgendwie macht es keinen Sinn. Das war bei den allerersten Computern, Autos oder mobilen Natel-C vermutlich auch so. Wo die Reise hingeht, werden wir erst in den nächsten Jahren sehen. Bitcoins sind ist die erste grosse virtuelle, globale Währung, völlig dezentral geregelt. Ich kann zu niedrigsten Kosten ein Bitcoin innert 30 Minuten von hier nach Timbuktu senden und kommen da tatsächlich beim Empfänger an. Mache ich das mit der Bank, dauert ein SWIFT Auftrag eine Woche und die Spesen sind meist horrend. Mit Cryptos steckt aber alles noch in den Kinderschuhen, alles ist manuell.

    Sind die Bitcoins in einer Blase – das kommt auf die Definition der Blase an. Massive Kursstürze aber auch Gewinne wird es wöchentlich geben, da nicht reguliert, an verschiedensten semi-professionellen Börsen gehandelt, ist es ein Paradies für jeden Tages-Trader.

    Jeden Tag kommen neue Trader aber vor allem Investoren rein, die Banken möchten aber dürfen nicht direkt investieren – deshalb indirekt über Zertifikate oder Futures. Bin der Meinung, dass wir eher 20k sehen werden als 2k, da die Nachfrage steigen wird. Bitcoins im speziellen sind noch lange nicht im Massenmarkt angelangt, sondern immer noch bei den Chinesen, Russen, Japanern und neu US private Investoren aber vor allem den IT-Nerds.

    • @O.B.

      Danke

      Zweifellos sind Bitcoins interessant und sie dürften nachhaltig das Geldwesen in technischer Hinsicht verändern.

      Aber sie stellen kein verbrieftes Recht auf Vermögen dar. Deshalb kann ihr massiver Wertanstieg nicht nachhaltig sein.

      Buchgeld kann nur einen inneren Wert haben in Form von Fremdkapital des Geldemittenten.

      MfG

    • „Cryptocurrencies werden hier von den meisten nur theoretisch verstanden und wahrgenommen.“
      Das mag wohl stimmen; dass Du aber „SWIFT“, welches notabene bereits seit Jahrzehnten besteht, nicht verstehst, ist von einem anderen Stern. SWIFT ist – übrigens hochgradig verschlüsselt – ein Nachrichtensystem, mit dem irgendwelche Transaktionen (es geht nicht nur um Geldüberweisungen) ziemlich schnell (keine Ahnung woher Du die Wochenfrist nimmst) an jeden Empfänger, welcher angeschlossen ist, zugestellt werden können. SWIFT ist demnach immerhin doch so etwas wie ein ziemlich erfolgreicher Vorläufer Eurer bejubelten Kryptotechnologie!

    • @Supermario:

      Weil ich selbst mine, lende und staking betreibe. Die Maschinen haben wir in China gekauft – ging eine Woche und kostete USD 60.- fees. Als wir nachkauften, haben wir mit BTC bezahlt – ging 30min und die Ladung war am nächsten Tag mit DHL unterwegs.

    • @O.B.
      In Sachen vertiefte Kryptotechnologie überlasse ich das Feld anderen; in Sachen SWIFT hingegen habe ich immer noch eine andere Meinung!

  34. Ja, Tulpenzwiebeln….alles höchst interessant! Aber um die Jahrtausendwende gab’s doch in Albanien so etwas, welches das ganze Volk ins Unglück stürzte. Zwei Jahre lang arbeitete praktisch niemand mehr. Alle handelten nur mit ihren „Zetteln“. Dann brach alles zusammen. – Mag sich jemand daran erinnern? Könnte man sagen, dass Bitcoin heute das ist, was die Zettel waren? Ist Bitcoin heute einfach ein Code, die Zettel waren einfach Papierfötzeli?
    Sorry, ich bin unbedarft in solchen Fragen, mag „KISS“ gleich „keep it simple and stupid äh smart“.

    • @Der Rückbauer

      Danke

      Ich mag mich erinnern an die Volksspekulation in Albanien. Habe die Sache aber nie analysiert.

      Papiergeld und Buchgeld müssen Fremdkapital des Emittenten bzw. ein verbrieftes Recht auf Vermögen des Geldemittenten darstellen.

      Ansonsten hat Geld keinen inneren Wert.

      MfG

  35. @Liebe alle Leserinnen und Leser und Kommentarschreiber

    Mein Dank geht an Sie alle. Die Diskussion hier freut mich sehr.

    Man sieht, wie viele interessante Gedanken diskutiert und ev. verworfen oder weiterentwickelt werden können, wenn man eine friedliche, konstruktive Diskussion führen kann wie nun hier zu diesem Betrag.

    Ich möchte dies hier besonders hervorheben, weil die Diskussionen zu praktisch all meinen anderen Beiträgen bisher hier auf Inside Paradeplatz, wo es um die Emission („Schürfung“) von Notenbankgeld der SNB ging, torpediert wurden durch Trolle, welche Partei für die SNB ergriffen.

    Es geht aber auch anders – das zeigt diese Diskussion hier, welche mich sehr ermutigt.

    Nochmals herzlichen Dank für die zahlreichen konstruktiven Beiträge.

    Marc Meyer

    • Verhalten Sie sich in Zukunft aber auch konstruktiv. Diffamieren Sie doch bitte nicht mehr Autoren, welche nicht die gleiche Ansicht wie sie haben als Trolle. Wie gerade wieder in diesem Text….ist das konstruktiv?

      Danke

    • Hale………Kaum stellt MM fest das es hier besser ist, kommen Sie mit ihrem unsinnigen Statement.

      Sie sind ein I…….ot.

    • @hale

      Es geht hier um anonyme Kommentatoren, welche im Schutze der Anonymität persönliche Angriffe und Beleidigungen gegen mich ausstossen und so ein konstruktives Diskussionsklima verunmöglichen.

      Trolle sind Kommentatoren, welche absichtlich die Diskussion torpedieren.

      mfG

    • Lesen bildet!
      Lies doch den Artikel GANZ durch; dort findest Du diese in logischen Abfolgen.

    • @Crypto

      Fiatwährungen werden bei Emission aus der Bilanz des Geldemittenten ausgebucht. Dabei ensteht eine Seigniorage für den Geldemittenten. Ist diese gleich hoch wie der Nominalwert des emittieren Geldes, so ist der Wert des Geldes bereits abgeschöpft. Das emittierte Geld ist somit wertlos.

      Nur Buchgeld oder Papiergeld, welches eine Verbindlichkeit des Geldemittenten verbrieft, besitzt einen intrinsischen Wert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  36. der grösste Unterschied zwischen Zwiebeln und Bitcoin ist, dass Zwiebel fast unendlich vermehrt werden können, was auch passiert ist, der Bitcoin anhand einer deflationären Kurve generiert wird.

    Hört mal auf mit den Tuplen

  37. Wieso verbrauchen Bitcoins soviel Strom!? Blosse Bits und Zahlencodes kann ich auch auf meinem solarbetriebenem Tischrechner eingeben und auf einem Zettel ausdrucken. Kann mich bitte jemand darüber erhellen?

    • Die „Difficulty“ wurde beim Bitcoin in der Software so eingestellt, dass es für das Berechnen eines Hash-Wertes ca. 10 Minuten gebraucht werden. Wenn weniger als 10 Minuten gebraucht werden, dann erhöht sich die Difficulty; wenn mehr als 10 Minuten gebraucht werden, dann reduziert sich die Difficulty; werden exakt 10 Minuten gebraucht, dann bleibt die Difficulty gleich. Am Anfang konnte man mit einem normalen PC 100 Bitcoins pro Tag errechnete. Doch mit den steigenden Bitcoin Preis, investierten immer mehr Leute Geld in spezielle Hardware, so nahm auch die Difficulty zu und heute ist es nur noch möglich mit dieser spezialisierten Hardware (z.b. Antminer von Bitmain) Bitcoins zu schürfen. Diese spezielle hardware verbraucht viel ström und ebenso die Kühlung dieser Rechenzentren.

    • @Sokrates. Es wurde also quasi das selige Amiga Game“Oil Imperium“ von 1989 aus der Versenkung geholt. Statt nach Erdöl bohren gräbt man nun nach Bitcoins und der Schwierigkeitsgrad (Difficulty) ist variabel gestaltet, abhängig von Angebot und Nachfrage. Das ganze ist ja noch irrer als die Tulpenmanie.
      Ps: In „Oil Imperium“ war ich echt gut beim Bohren. Sollte wohl auch ins Bitcoinmining einsteigen.

  38. EINE KRYPTOWÄHRUNG MIT EINEM INNEREN WERT WÄRE MÖGLICH!

    Goldschürfung:
    Zur Schürfung von Gold werden Menschen, Maschinen, Chemikalien Energie und anderes. eingesetzt um ein physisches Produkt zu erhalten.

    Bitcoin Mining:
    Auch hier werden Menschen und Rechner eingesetzt aber insbesondere ein Unmenge an elektrischer Energie. Und was entsteht daraus? Ein Zahlencode.

    Das noch niemand diese Umweltsünde angeprangert?! Bitcoin Mining ist schlich und einfach nur Energieverschwendung.

    Ja Angebot und die Nachfrage treiben den Preis von Bitcoin in die Höhe. Die Kunst der Spekulation bedeutet ja: „Finde einen Idioten der dir mehr bezahlt als du gezahlt hast.“

    Wenn die Kühe ab morgen aufhören würden zu scheissen, würde auch ein Kuhscheissdreck gigantische Wertsteigerungen erzielen. Es gibt immer ein paar Idioten die zu jedem Preis den einen limitierten Kuhfladen ihr eigen nennen müssen.

    Hinter Bitcoin steht ja nur heisse Luft, respektive verbrauchte Energie, respektive bereits verbrauchte Rechnerleistung.
    Eine Kryptowährung mit innerem Wert hingegen müsste ganz anders aussehen. Ja das ginge und würde die Macht der Zentralbanken brechen und ihrer Agenda motivierte Geld-POLITIK unterbinden.

    Wenn ich eine Kryptowährung jederzeit in eine zu leistende Rechnerleistung umwandeln könnte, hätte ich immer eine nutzbaren Gegenwart sprich einen inneren Wert für diese Kryptowährung.

    Dabei gäbe es zu beachten, das ein Emittent dieser Kryptowährung, nennen wir sie einmal „BitPower“, jederzeit die entsprechende Rechnerleistung bereithalten müsste. Geht sein Rechner kaputt müsste auch der mit dem Rechner verlinkte BitPower theoretisch wertlos werden.
    D.h. jeder BitPower wäre einem spezifischen Rechner respektive einem Router zugeordnet. Jeder der einen Rechner besitzt könnte als Emittent von BitPower auftreten.
    Jeder BitPower hätte einen für immer fixierten Umtauschwert in Rechnerleistung.
    Den Wert eines BitPower bestimmt Angebot und Nachfrage. Wieviel ist jemand bereit für einen entsprechen fixierte Rechnerleistung zu bezahlen.

    Kein Verlust sondern 100% garantierte Rechnerleistung:
    Um zu garantieren, das der BitPower-Inhaber, auch die versprochene Rechnerleistung beim einlösen (BitPower gegen Rechnerleistung) erhält, müssten die Emittenten zusätzlich zu ihrer versprochenen Rechnerleistung auch einen Prozentsatz an Rechnerleistung bereit stellen, der allfällige Verluste von Rechnern und Routern und den dahinter stehenden Rechenleistungen kompensieren kann. Dies bedeutet, dass bei einem Ausfall eines Rechners, der entsprechende BitPower einem anderen respektive anderen rechnern zugeteilt werden muss.

    Zudem müsste die maximal mögliche BitPower Menge pro Rechner respektive Router begrenzt werden. Zum Beispiel 0.01% aller angebotenen BitPower.

    Ja, es gibt alternativen. Den eine Rechnerleistung kann fast jeder gebrauchen.

    Liebe Programmierer wenn ihr bis hierher gelesen habt, dann haut in die Tasten und lässt die Revolution beginnen!

    • @Jonas Hügli

      Danke.

      Nur Fremdkapital eines Geldemittenten kann echtes Buchgeld sein, weil nur dann ein innerer Wert besteht.

      Das gilt unabhängig dsvon, wieviel Aufwand es kostete, Buchgeld zu schaffen.

      Jede Seigniorage, die bei der Geldemission entsteht, bedeutet vom Emittenten abgeschöpfter Geldwert.

      Beträgt die Seigniorage 100 Prozent des Nominalwertes, so ist das Geld wertlos. Der Emittent hat den ganzen Wert bereits abgeschöpft und die Währung hat keinen inneren Wert mehr.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ich bin mit ihnen völlig einig, der Bitcoin funktioniert genauso. 100% Seignorage beim emittieren

      Die Idee des BitPowers wäre es hingegen, dass der Geldemittent dem Geldinhaber Rechnerleistung schuldet bis diese eingelöst wird.

    • @Jona Hügli

      Danke

      Das ist ein ganz neuer interessanter Vorschlag. Ein BitPower wäre somit vergleichbar mit einer Briefmarke.

      Diese kann ebenfalls als Zahlungsmittel verwendet werden und stellt ein Guthaben auf eine Dienstleistung der Post dar.

      Das Problem wäre jedoch, dass es sich um kleine Beträge handelt.

      Zudem haben ja viele einen eigenen Rrchner, der genügt.

      Allenfalls Google könnte einen solchen Coin herausgeben falls Google-Dienstleistung einmal kosten werden.

      Allerdings wären das auch kleine Beträge.

      Oder SWISSCOM COINS mit einer Leistung für Internetdienste usw.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Marc Meyer
      Der Vergleich einer Briefmarke mit dem BitPower trifft den Nagel auf den Kopf.

      Solange die Briefmarke nicht aufgeklebt wird, könnte sie auch als Zahlungsmittel dienen. Sobald sie aufgeklebt und abgestempelt wird, wird sie verbraucht, respektive wird das Zahlungsmittel in eine Dienstleistung umgewandelt.

      Meiner Idee liegt zu Grunde, dass das Geld nicht politisch motiviert manipuliert werden kann. Dies bedingt ein unveränderliches Tauschversprechen in einen real nutzbaren Wert(-gegenstand). Dieser Wert muss gleichzeitig wertbeständig sein. Gleichzeitig aber auch vielen zugänglich sein (im Sinne von Erzeugen) und auch von vielen genutzt werden können.

      Gold kommt hier nicht in Frage, weil Gold von zu wenigen geschürft wird und von zu wenigen effektiv verbraucht wird. Es bilden sich Besitz-Monopole und damit werden die Preise beeinflussbar.

      Nebst Rechnerleistung könnte ich mir auch elektrische Energie als Schuld eines Geldemittenten vorstellen. Stellen sie sich vor die SNB würde an Stelle von Gold, Devisen und Aktien zum Beispiel Kilowattstunden unter dem Bundesplatz speichern.

      Sie könnten jederzeit bei der SNB vorstellig werden und sagen: „Heute würde ich gerne meine 100.- CHF gegen die geschuldeten 4‘500 kWh eintauschen.“ Die SNB nimmt die 100.- CHF entgegen und händigt ihnen eine Batterie mit 4‘500 kWh aus.

      Brauchen sie Geld müssen sie der SNB 4‘545 kWh einliefern Also eigentlich kaufen. Das hätte natürlich weitreichende Konsequenzen auch für die Geschäftsbanken.

      So schön die Theorie, leider haben wir noch ein paar kleine Probleme bezüglich Energiespeicherung zu lösen.

    • Jonas, das ist aber nicht wirklich ein ernsthafter Vorschlag???
      Ich muss also – um zu einem gängigen Wertmassstab zu kommen – zuerst X heterogene (notabene in der Entwicklung begriffenen) Computersysteme mitberücksichtigen, um ausrechnen zu können, wieviel nun ein Kilo Brot kostet? Was Du da vorschlägst, ist Arbeitsbeschaffung hoch vier und kann – sorry falls ich falsch liegen sollte – nur einem rötlichen Gehirn entspringen.
      Wie Dr. Meyer übrigens bereits richtig gestellt hat, ist auch eine solche „Währung“ keinerlei wirtschaftlichem Gegenwert gegenübergestellt!

    • @ Supermario

      Nein, das einzige was ich sage ist, das Geld mit Aktivum gedeckt sein muss. Dieses Aktivum soll jederzeit eingefordert werden können.

      Der heutigen CHF ist zumindest mit etwas Aktiven der SNB Bilanz gedeckt. Wen auch mit zum Teil fraglichen Werten. Gold und Aktien sind das eine der Aktiven der SNB. Die heutigen EUR und USD Bestände auf der Aktivseite der SNB sehe ich hingegen sehr kritisch.

      Dem Bitcoin steht kein einziges Aktivum gegenüber.

    • @Jonas Hügli
      Sorry allenfalls für die direkte Antwort; nachdem die Idee ein wenig weiter gesponnen wurde (in die Richtung Briefmarke, welche bei Gebrauch entwertet wird) macht Ihr Vorschlag möglicherweise doch eher Sinn 🙂

  39. Grüezi Herr Marc Meyer

    Besten Dank für die Analyse.
    Sie kolpotieren die technischen Hintergründe so, dass man meinen könnte, ausschliesslich Bitcoins resp. Kryptowährungen im Allgemeinen seien ein Schneeballsystem, à la Tulpomanie in der damaligen Niederlande. Dass unser ganzes „reguläres“ Geldsystem ebenso ein Schneeballsystem darstellt, und möglicherweise zeitlich noch vor den Kryptowährungen zusammenbricht, scheinen Sie nicht in Betracht zu ziehen, Hauptsache die Buchhaltung stimmt!

    Ferner möchte ich noch einen anderen Punkt ansprechen:
    PowerCompare.co.uk hat mit Zahlen von Digiconomist errechnet, dass das Mining von Bitcoin 29.5 Terrawatt an Elektrizität „verbraten“ hat! Im Vergleich dazu der jährliche Stromverbrauch von ganz Irland: 25 Terrawatt. Oder anders ausgedrückt, es sind dafür 4 AKWs der „Marke“ Gösgen notwendig!

    Wenn man bedenkt, dass aufgrund der global grassierenden CO2-Lügen in absehbarer Zeit unser Atmen und Furzen besteuert werden wird, und gleichzeitig beim Mining Energie verbraten wird, dass es einem dabei schwindlig wird, muss man sich schon die Frage stellen: ist eigentlich die gesamte Menschheit geisteskrank? Gibt es überhaupt Nichts mehr, das nicht dem Profit untergeordnet wird?

    • @Visionär

      Danke.

      Ja der Stromverbrauch ist gigantisch und für nichts anderes als warme Luft erzeugen und dann wieder abkühlen.

      Ja. Die Gewinne der SNB aufgrund ihrer Stützungskäufe sind zu einem grossen Teil auch dem Schneeballsystem zuzuordnen, da die SNB mit Euro-Käufen diesen stützt was gleichzeitig Gewinne auf dem Euro generiert.

      mfG

  40. Vielleicht ist bitcoin reine Spekulation, Herr Meyer. Aber wo wird nicht spekuliert? Ob es ein Schneeball System ist? Nein ich denke nicht. Die jetztigen halbstaatlichen Geldsysteme, da werden sie mir vielleicht beipflichten können, ist sicher einfacher zu korrumpieren. Das vom Staat und Eliten auch immer wieder gerne gemacht wird. Ich erinnere nur zugern an das rütli treffen einiger wenigen einflussreichen eliten und der darauffolgenden Franken Manipulation. Nein, ich denke bitcoin ist noch viel schlimmer als ein Schneeball System. Meiner Meinung nach ist bitcoin ein Ausdruck davon das viele Menschen dem geldsystem und den Politikern völlig Misstrauen. Völlig zurecht. Neuerdings wird man beim Franken durch Währungs Spekulation und negative Zinsen sogar beraubt. Beraubt zu Gunsten einiger weniger super Reichen. Man sieht das wenn man die Rangliste in der Bilanz der reichsten Schweizer ansieht. Oder bei Forbes wo sich die reichsten der reichen ein Stelldichein geben. Das Geld fliesst immer schneller in immer weniger Hände. Unser geldsystem beraubt uns und hier ist das grösste Problem. Ich finde es völlig richtig, das privates Geld, das zudem noch demokratisch bestimmt wird, dem geldsystem der Eliten Konkurenz macht. Im Idealfall schaltet das private Geld auch gleich noch Staat und Banken aus. Damit wären wir der österreichischen Schule doch schon einen riesen Schritt näher. Ob es dann bitcoin ist die das Rennen macht oder doch etwas besseres wie smartcontract Money sei jetzt noch völlig offen. Hauptsache offen, dezentral und weltweit. Staaten und Banken braucht es nicht mehr. Schon gar keinen IWF. Auch keine selbsternannten Götter wie Soros oder Lloyd Blankfein. Lassen wir den Traum wahr werden.

    • Ihre Überlegungen in allen Ehren; aber über die Preisentwicklung eines Bitcoins haben Sie noch zehnmal weniger Einfluss oder Kontrolle als über diejenige von Franken, Euro oder Dollar!

    • Andreas Schnyder

      Guten Abend Herr Schnyder

      Danke für Ihren Beitrag.

      Das Rütli-Treffen hat m.E. gegen unsere Bundesverfassung und gegen das Nationalbankgesetz verstossen. Da bin ich mit Ihnen einig. Der SNB wurde mehr oder weniger von der Exportindustrie über den Bundesrat befohlen, den Mindestkurs einzuführen.

      Wenn der Bundesrat der Nationalbank offiziell „den Wunsch der Wirtschaft überbringt“, am Devisenmarkt zu intervenieren, so kommt das einem Befehl gleich.

      Das SNB-Direktorium wird ja vom Bundesrat gewählt. Jede andere Interpretation ist m.E. naiv.

      Damit Geld aber einen festen Wert hat, muss es eine Schuld des Geldemittenten sein. Das sind Bitcoins nicht.

      Auch privates Geld müsste „gedeckt“ sein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  41. Danke, Herr Meyer, für die Erklärung der verschiedenen Geldsorten (Gold, Münzen, Banknoten, Buchgeld von Zentralbanken, Buchgeld von Geschäftsbanken) und deren buchhalterische Verbuchung.

    Bei Bitcoin et al ähnelt die Geldschöpfung (Mining) doch sehr stark derjenigen bei Gold, es entsteht eine Seignorage beim Miner. Warum stufen Sie Gold als echtes Geld ein, Bitcoin aber als Falschgeld?

    MMn ist die begrenzte Tiefe (maximale Menge an Bitcoins) ein enormer Vorteil vs den anderen Geldsorten (ausser Gold), die praktisch unbegrenzte Breite hingegen (immer mehr neue Cryptocoins) erwähnen Sie zu Recht als Riesenproblem.

    • @nachdenklicher Nachdenker

      Arbeitsbedingt nur ganz kurz:

      Gold hat einen industriellen Wert: z.B.in der Zahnmedizin, im Computerbau usw. zudem als Schmuck. Das ist ein wirtschaftlicher Nutzen mit entsprechender Nachfrage.

      Dieser fehlt bei Bitcoins.

      MfG

    • Nachdenker………….

      Gold kann nicht wertlos werden, sich nicht ins Nichts auflösen, ist Physisch vorhanden und greifbar, ist seit 5000 Jahren begehrt und als Geld / Tauschmittel weltweit anerkannt.

      Bitcoins jedoch bestehen lediglich aus einer Zahlenkombination die durch nichts gedeckt ist.
      Stürzt der Coin ab, ist Physisch nichts mehr vorhanden ausser ein paar Centimeter Papier mit einem Code drauf.
      Mit Gold könnten sie im ärgsten Fall immerhin noch ein paar Steckerpins vergolden damit die den Strom gut leiten.
      Mit dem Code eines Bitcoins aber können sie sich dann nicht mal ihren Allerwertesten abwischen, da zu klein….(((-:

    • Wärest Du mit nichts, ausser einem Koffer voller Gold bei den frühen Indigos an Land gespült worden, hättest Du als ein armer Mann mit einem Haufen nutzlosem Metall dagestanden

  42. 10. März 2000:

    Der Nemax-All-Share notiert auf Schlusskurs-Basis auf einem neuen Allzeithoch von 8546,19 Punkten.

    Die Marktkapitalisierung der 229 Unternehmen im Nemax-All-Share beläuft sich auf 234 Milliarden Euro.

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/neuer-markt-chronik-von-1997-bis-2001-116118.html

    ______________________________________________

    Aktuelle Marktkapitalisierung aller ca. 1.400 Kryptowährungen beträgt US$328.798.320.441,00 (klick).

    5 Jahre zuvor gab es erst 14 Kryptowährungen, siehe Link im untersten Beitrag.

  43. Tja, so ist es.

    Ich kenne jemanden der hat ein Haus mit Hypothek aber sein flüssiges Geld in Bitcoins investiert.
    Das heisst, er hat vor kurzem bei ca. 4000 gekauft.
    So ein I………….
    Nun ja, er würde Gewinn machen wenn er jetzt verkaufen würde.
    Aber A …. das ist nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur begrenzt möglich denn die Bits sind eben kein allgemein akzeptiertes Geld das man nur zur Bank bringen muss.
    Sie zu kaufen ist einfach, denn man gibt dafür echtes Geld welches der Verkäufer jederzeit überall einsetzen kann.

    Und B …….. ich riet im zu „Realisieren“ nun wo er einen guten Gewinn machen kann.
    Aber ich befürchte er wird immer auf noch etwas mehr Gewinn hoffen, nicht entscheiden, ja zaudern bis der Kurs fällt, dann verkaufen und den Abwärtstrend mit verstärken.

    Oberhaupt sage ich en Leuten seit Jahren das Bitcoins ein super Ding zum Spekulieren sind, aber sonst eben nichts, null, never………..
    Und nur ein Profi der auch Verluste verkraften kann, sollte mitspekulieren.

    Die SNB mit Swisscoins, ………..also will irgendjemand der SNB nochmals ein Geldexperiment anvertrauen, wo sie den Franken gerade ruiniert.

    Nun ja, hier im Blog wurde ja auch mal aufgezeigt wer eigentlich die meisten Bits hält und das sind ca. 100 Investoren die knapp 50% davon besitzen.
    Ob die vernetzt sind, sich kennen, zusammen agieren, ist allerdings nicht Beweiskräftig festzustellen.
    Es wären aber keine „Menschen“ wenn sie es nicht tun würden.
    Diese 100 steuern also den Kurs und profitieren auch von diesen Steigerungen extrem gut.
    Wenn das Spiel ausgereizt ist werden sie den auf Tauchfahrt schicken und es von neuem beginnen.
    Denn sie haben Geld, die Möglichkeiten und verdienen bei jedem neuen Durchgang sehr gut.

    Wer also Bits haben möchte um an dem Spiel mitzuspielen, der sollte warten und kaufen wenn der jetzige Zyklus beendet ist.
    Nur kein Stress, er wir noch mehrmals neu beginnen.