Zuerst verdirbt die SNB unsere Jugend mit Irrlehren, dann lässt sie sie fallen

„Und sie dreht sich doch“ murmelte Galileo Galilei, nachdem ihn die Inquisitoren gezwungen hatten, dem kopernikanischen Weltbild abzuschwören. Dieses widerlegte die damalige heliozentrische Astronomie: Die Sonne drehe sich nicht um die Erde, sondern umgekehrt: Die Erde dreht sich um die Sonne.

Eine kopernikanische Wende erleben wir zurzeit in der Geldtheorie: Die Volkswirtschaften drehen sich nicht um die Zentralbanken. Umgekehrt: Die Zentralbanken drehen sich um die Volkswirtschaften.

Die Geldtheorie ist die Grundlage der Zentralbanken für deren Geldpolitik. Sie gleicht einer Flugkarte, die den Geldpolitikern die Flugroute weist. Fehler auf der Flugkarte können fatale Folgen haben.

Nicht vergessen: Der zweite Weltkrieg wurde begünstigt durch Hyperinflation und Arbeitslosigkeit – die ihrerseits auf Fehler in der Volkswirtschaftslehre zurückzuführen waren. Die Einheit Europas sollte fortan gestärkt werden durch gemeinsame Geldpolitik. Fundamentale Fehler in der Geldtheorie sind demnach brandgefährlich.

„What ever it takes.“ Mit diesen drei Worten rettete EZB-Chef Mario Draghi 2012 den Euro – und damit die Einheit Europas? Draghis Bluff basierte auf der herkömmlichen Geldtheorie. Eine Zentralbank könne durch expansive Geldpolitik „Liquidität“ in eine Wirtschaft pumpen.

Dabei gewähre sie den Banken günstige Kredite zu einem tiefen Zinssatz, welche diese weiter an die Wirtschaft ausleihen. Am Ursprung jeder Expansion der Geldmenge stünde somit die Zentralbank. Diese Theorie bestimmt bis heute die Schul- und Lehrbücher.

Pumpe die Zentralbank günstige Liquidität ins System, so fiele der Preis des Geldes, der Zins. Und wenn die Zinsen fallen, werde mehr investiert. Geld wäre demnach ein von der Zentralbank gewährter Kredit an die Wirtschaft.

In dieses heliozentrische Weltbild der Geldtheorie mit der Zentralbank als „Sonne im Zentrum“ und der Wirtschaft als „kreisende Sterne“, platzte in den 1990er Jahren die Argumentation des Autors: Geld, das ist eine Obligation – eine Verschuldung der Zentralbank. Die Wirtschaft gewährt der Zentralbank günstige Kredite – nicht umgekehrt.

Der Preis einer Obligation ist nicht der Zins, sondern der Kurs. Dieser verhält sich invers zum Zins beziehungsweise zur Rendite. Daraus folgt: Eine Expansion der Geldmenge führt zu einem fallenden Preis oder Wert von Geld, sprich zu Inflation, und zu steigenden Zinsen – nicht zu fallenden Zinsen.

Die heliozentrische Geldtheorie mit der Zentralbank im Zentrum war damit widerlegt. Der Tages-Anzeiger titelte: „Ein Kopernikus der Geldtheorie?“ Gleichentags wurde dem Autor beschieden, seinen 10-jährigen Arbeitsplatz als Marktstratege bei einer Grossbank zu räumen und die Bank innert drei Tagen zu verlassen.

In zwei ganzseitigen Artikeln in der Finanz und Wirtschaft im Januar und Juni 1996 wurde vom Autor ausführlich begründet, weshalb Geld eine Obligation der Notenbank sei, und es wurden die Konklusionen für die Geldpolitik der SNB gezogen: Will die SNB die Schweizer Wirtschaft ankurbeln, so muss sie in der Schweiz investieren – nicht in den USA.

Drei Monate später veröffentlichte ein gewisser Philipp Hildebrand, offenbar als Reaktion darauf, ebenfalls in der Finanz und Wirtschaft einen ganzseitigen Artikel, der das Rad wieder zurückdrehen wollte. Die SNB solle im Ausland investieren. So könne die SNB von der Zinsdifferenz zum Ausland profitieren und ihren Gewinn maximieren.

Das gefiel einem damaligen Direktoriumsmitglied der SNB so gut, dass Hildebrand (gemäss Presseberichten) zu einem Gespräch eingeladen wurde und ihm ein Posten im SNB-Direktorium in Aussicht gestellt wurde. Der damalige SNB-Präsident war Jean-Pierre Roth, der bekannt wurde durch seinen Satz, die SNB „sei für die Ewigkeit“ – eine extrem heliozentrische Geldpolitik. Sein Kollege hiess Bruno Gehrig, Ex UBS. Er holte Hildebrand.

Kaum im Amt, setzte Hildebrand seine Jahre zuvor propagierte Geldpolitik um und kaufte kurzerhand für 200 Milliarden Franken Euro zu einem Preis von rund 1.45 Franken pro Einheitswährung. Allerdings ging die Rechnung nicht auf: Die Kursverluste auf dem Euro übertrafen die Zinserträge auf Hildebrands riskanten Currency Carry Trades. Hildebrand reagierte mit mehr Tempo: Er schaltete bei seinen Euro-Zukäufen zwei Gänge hoch. Wieder ohne Erfolg. Also musste der Mindestkurs her.

Dieser wurde abermals gerechtfertigt mit der heliozentrischen Geldtheorie: Die Zentralbank (als Sonne) habe als einzige unbeschränkte Mittel. Sie könne so viel Geld drucken, wie sie wolle. Sie könne den Kurs steuern. Sie sei allmächtig.

Zur Seite stand Hildebrand dessen Vize Thomas Jordan. In dessen Dissertation hatte sich dieser gemäss Presseberichten gegen eine Anbindung des Frankens an den Euro ausgesprochen. Nun liess er sich vor den Mindestkurs spannen, der noch viel gefährlicher ist als eine Anbindung.

Mantra-artig kolportierte Jordan die heliozentrische Geldtheorie, wonach eine Zentralbank „unbeschränkt“ Geld „aus dem Nichts“ drucken und so den Mindestkurs durchsetzen könne. Flankiert wurden Jordans Behauptungen mit Käufen von Hunderten von Milliarden Devisen, finanziert mit „Geld aus dem Nichts“, wie die SNB beteuerte.

Zudem warfen sich Politiker sämtlicher Couleur auf die Seite der SNB. „Die SNB habe keine Limiten“ – könne „Geld drucken, bis den Ausländern die Ohren wackelten“ (NZZ). Auch auf der Homepage der SNB wurde kräftig die Werbetrommel für den Mindestkurs gerührt.

Unter dem Titel „Die Welt der Notenbanken“ behauptete die SNB: „Banken sammeln Geld von den Sparern und leihen es an Kreditnehmer aus. Durch diese Kreditvermittlung schaffen die Banken neues Geld. Banken sind deshalb „Geldschöpfer“. Dies führt abermals zu einem Anstieg der Geldmenge; die Geldschöpfung geht weiter.“

Mitten in diese Argumentation platzte der Autor mit dem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ im September 2013. Dort wurde erklärt: Es wird nicht ein Geburtsschein ausgestellt und dann ein Kind geboren – umgekehrt: Es wird ein Kind geboren und dann ein Geburtsschein ausgestellt.

Es handelt sich nicht einmal um eine „Huhn-Ei-Frage“. Vielmehr ist die Abhängigkeit eindeutig. Die Wirtschaft muss einen realen Wert schaffen, erst darauf bezogen kann das Bankensystem Geld schöpfen.

Oder bilanztheoretisch ausgedrückt: Es kann auf der Passivseite des Geldemittenten nur Geld entstehen, wenn auf der Aktivseite ein realer Gegenwert besteht. Der Wert auf der Passivseite entspricht dem Wert auf der Aktivseite.

In den Nachträgen zum Artikel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ wurde erstmals mit Buchungssätzen vom Autor bewiesen, dass die Geldschöpfungstheorie, welche die theoretische Grundlage für die Politik des Mindestkurses der SNB schafft, nicht stimmt.

„Dass dieser sogenannte Geldschöpfungsmultiplikator nichts anderes als ein weiteres Ammenmärchen ist, zeigen folgende Überlegungen“, stand im Artikel. „Erstens: Wenn die SNB die Geldmenge um 10‘000 Franken ausdehnt, so gewährt sie der Bank A nicht einen Kredit von 10‘000 Franken, sondern sie nimmt bei der Bank A einen Kredit von 10‘000 Franken auf.“

Und weiter: „Ich bitte Herrn Studer, Präsident des Bankrates der SNB, dafür besorgt zu sein, dass auf der Homepage unserer Schweizerischen Nationalbank nicht solche Irrtümer verbreitet werden!“

Eine SNB-Behauptung von damals lautete: „… wenn z.B. eine Frau CHF 10‘000 auf die Bank in Form von Bargeld bringe, so könne die Bank damit einen weiteren Kredit von CHF 7‘000 in Form von Buchgeld an Handwerker weitergeben. Das sei „Geldschöpfung“. Aus einer Geldmenge von 10‘000 sei nun eine Geldmenge von total 17‘000 entstanden usw.“

Im Artikel von damals konterte der hier Schreibende: „Dagegen wende ich ein, dass der Kredit an die Handwerker nichts mit der vorherigen Einzahlung der Frau zu tun habe. Die Gewährung des Kredits an die Handwerker sei unabhängig von der Bareinzahlung durch die Frau.“

Es folgten die entscheidenden Passagen. „Konklusion: Auch die sogenannte „multiple Giralgeldschöpfung“ trifft nicht zu. Diese letztere Argumentation möchte ich nachfolgend detailliert aufzeigen. Ich tue das anhand von Kontenführung mit entsprechenden Buchungssätzen. Nur so ist eine exakte Analyse der Zahlungsvorgänge möglich.“

„Resultat: Wir werden sehen, dass es keine „multiple Giralgeldschöpfung“ gibt. (…) Dabei spielt es keine Rolle, ob vorher irgendjemand eine Einzahlung bei der Geschäftsbank A getätigt hat oder nicht. Es handelt sich um ein vollkommen neues Geschäft.“

„Der Satz auf der SNB-Homepage: “Die Bank leiht dem Handwerker von den 10’000 Franken, die die Frau einbezahlt hat, 7’000 Franken als Kredit und schreibt ihm den Betrag auf seinem Konto gut” ergibt keinen Sinn. Dieser Satz ist buchhalterisch nicht nachvollziehbar – nicht möglich.“

„Die Argumentation (der SNB), der Kunde zwei erhalte das Kapital von Kundin eins, stimmt nicht. Kunde zwei erhält den Kredit auch, wenn nicht vorgängig ein anderer Kunde CHF 10‘000 einbezahlt hat. Hier liegt ein katastrophaler Fehler in der Wirtschaftswissenschaft, der gelehrt wird.“

Rund sechs Monate nach meinem Beitrag auf dieser Seite veröffentlichte die Bank of England einen vielbeachteten Text in ihrem Quarterly Bulletin Q1, 2014 unter dem Titel „Money Creation in a Modern Economy“. Darin schrieb die Zentralbank England folgendes:

„Money is an IOU“, also: Geld ist ein Schuldschein, eine Obligation der Zentralbank. Geld sei “a liability of the bank, not an asset that could be lent out“. Geld also als eine Verbindlichkeit der Bank, nicht als Vermögen, das ausgeliehen werden könne.

Weiter im Text: “The reality of how money is created today differs from the description found in some economic textbooks.“ Die Realität, wie Geld heute entsteht, weicht ab von den Erklärungen, wie man sie in Wirtschafts-Lehrbüchern findet.

Rather than banks receiving deposits when households save and then lending them out, bank lending creates deposits.” Banken leihen nicht Einlagen von Kunden weiter aus, sondern kreieren vielmehr Geld durch neue Kreditvergabe.

In normal times, the central bank does not fix the amount of money in circulation, nor is central bank money ‚multiplied up‘ into more loans and deposits.” In normalen Zeiten fixiert die Zentralbank nicht den Geldumlauf, und es wird auch nicht Zentralbankgeld in mehr Kredite und Geld umgewandelt.

Dieser Beitrag der Bank of England kann nicht genug gewürdigt werden. Er vollzieht die kopernikanische Wende in der Geldtheorie nach: Zentralbankgeld ist nicht ein Kredit, der weiter ausgeliehen werden kann, sondern eine Schuld des Geldemittenten.

Daraus folgt, dass nicht die Zentralbank am Anfang des Gelschöpfungsprozesses steht, sondern die Geldschöpfung erfolgt bei jeder neuen Kreditvergabe einer Bank. Es gibt somit auch keinen Geldmultiplikator.

Diese Argumentation der Bank of England entspricht haargenau dem Titel der Dissertation des Autors („Geld – eine Obligation der Notenbank“, 1998) sowie der Diskussionsführung auf diesem Blog rund um den Standpunkt „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ inklusive den dort aufgeführten Nachträgen I – X (2013).

Die englische Zentralbank steht nicht allein da mit ihrer Wende. Im Quartalsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2017 doppelte die Notenbank des nördlichen Nachbarlandes nach: „Dabei hängt die Fähigkeit der Banken, Kredite zu vergeben und Geld zu schaffen, nicht davon ab, ob sie bereits über freie Zentralbankguthaben oder Einlagen verfügen.“

Sie fährt fort: „Gewährt sie nun einen frischen Kredit, schreibt sie dem Kreditnehmer den Kreditbetrag auf dessen Konto gut und schafft in diesem Zuge zusätzliches Buchgeld. Die Spareinlage wird also nicht ‚weitergereicht‘, es kommt vielmehr durch die Kreditvergabe zu Geldschöpfung (…)“

Auch die Deutsche Bundesbank hat nun also begriffen, dass eine Expansion der Geldmenge nicht von der Zentralbank ausgeht.

Und selbst im Diskussionsforum der KOF ETH Zürich („Oekonomenstimme“) wird diese neue Sichtweise in der Geldtheorie in der Zwischenzeit heftig diskutiert, nachdem die Deutsche Bundesbank „grünes Licht“ für diese kopernikanische Wende aus der Schweiz gegeben hat.

Amüsant dabei ist, dass dort nun das Copyright-Zeichen der KOF ETH Zürich darunter steht, jener Institution also, welche die Entwicklung in der Geldtheorie in den letzten Jahren vollkommen verschlafen hatte und in deren Vorstand eine SNB-Bankrätin sitzt – jener SNB, die alles leugnet.

Ja, die SNB. Sie wird von der Entwicklung in der Geldtheorie vollkommen überrannt und auf dem falschen Fuss erwischt. Als Sofortmassnahme hat sie sämtliche wegweisenden Beiträge zur Geldschöpfung aus der Zeit des Mindestkurses auf ihrer Homepage schleunigst gelöscht.

Auf eine Nachfrage bei der SNB-Pressestelle, weshalb sie diese so wichtigen Beiträge kommentarlos gelöscht habe, kam vor wenigen Tagen per Email folgende Antwort:

„Zuerst möchten wir betonen, dass der Geldschöpfungsprozess auf der Webseite der SNB stets korrekt dargestellt war. Die Sicht der SNB über den Geldschöpfungsprozess hat sich nicht geändert. Das gleiche gilt auch in Bezug auf die Einschätzung der Auswirkungen für den Fall von negativen Eigenkapital der SNB. Wenn Sie gewisse Dinge auf unserer Webseite nicht mehr finden, so hat das damit zu tun, dass teilweise sehr alte Beiträge zur Erklärung der Geldschöpfung eingestellt worden sind.“

Die Antwort der SNB widerspricht den Tatsachen. Es ist klar erwiesen, dass die SNB die falsche multiple Geldschöpfung auf ihrer Homepage anpries. Warum streitet das die SNB ab? Weiss sie nicht mehr, was auf ihrer Homepage stand? Warum verleugnet die SNB ihre eigene Homepage?

Was will die Schweizer Zentralbank mit ihrer Antwort sagen, es seien „sehr alte Beiträge zur Erklärung der Geldschöpfung eingestellt worden“? Viele Entscheidungsträger orientierten sich an diesen „sehr alten Beiträgen“, als es um die Einführung und Durchsetzung des Mindestkurses ging. „Sehr alt“ kann aber kaum der Grund dafür sein, dass man eine Theorie einfach streicht. Das arabische Zahlensystem ist auch sehr alt und wird nicht gestrichen.

Die SNB behauptete damals auf ihrer Schulungsseite „iconomix“ (in Anlehnung an Asterix und Obelix), ihr ginge bei der Durchsetzung des Mindestkurses der „Schnauf nicht aus“. Heute distanziert sich die SNB explizit von „iconomix“, obwohl es sich um einen Teil der offiziellen Homepage der SNB handelt: „Der Inhalt auf iconomix ist unabhängig von der SNB“ schreibt uns die SNB nun.

Was bezweckt sie damit? Die SNB gründete 2007 als 100-jähriges Geschenk an die Bevölkerung mit Steuergeldern die Ausbildungsseite „iconomix“ für Schüler, Studenten, Interessierte und Politiker. Und nun, da bewiesen ist, dass diese Seite fundamentale Fehler beinhaltete, löscht sie diese und distanziert sich kurzerhand davon.

So funktioniert Ausbildung nicht. Zuerst verdirbt man die Schüler und Studenten mit Irrlehren – und dann lässt man sie einfach fallen, wenn man bemerkt, dass man eine Irrlehre verbreitet hat. Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, was die SNB sich mit „iconomix“ erlaubt.

Die Erklärungsmodelle der Geldschöpfung waren die damaligen Pfeiler für die Einführung und Durchsetzung des Mindestkurses und die masslosen Devisenanalgen und Schulden, welche die SNB bis heute massiv belasten.

Die SNB sollte der Schweiz jetzt endlich reinen Wein einschenken und zugeben: Unsere ganze Geldpolitik der vergangenen Jahrzehnte basierte auf einer irrigen Geldtheorie.

Die SNB hat die Erneuerung der Geldtheorie Jahrzehnte lang torpediert. Gegen die Bank of England und die Deutsche Bundesbank zieht sie aber „den Kürzeren“ – da wagt sie sich nicht, zu widersprechen.

Das Erbe der „alten Geldtheorie“ ist gigantisch. Es beläuft sich auf über 700 Milliarden Volksschulden und ein riesiges Devisenportefeuille, das die SNB nicht mehr loswird. Die „alte“ Geldtheorie, welche die Basis für die SNB-Schulden war, ist jetzt aber spurlos aus dem weltweiten Netz verschwunden – nur die Schulden, die sind immer noch da.

In einer Demokratie braucht es eine Zentralbank, welche wahrheitsgetreu mit den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern kommuniziert – und auch mit den Schülerinnen und Schülern und Studentinnen und Studenten.

Erschreckend ist, dass Notenbankchef Thomas Jordan letztes Wochenende in der Presse erneut behauptete, die SNB könnte negatives Eigenkapital beseitigen aufgrund ihres Notenmonopols. Seine Begründung dazu hatte er ja schon früher geliefert.

Erstens: Die SNB könne Geld drucken und so das Eigenkapital aufstocken; zweitens könne sie mit der Zinsmarge Gewinne erwirtschaften. Die SNB verweigert sich der Realität – zum Schaden der Schweiz.

Zum Schluss sei noch das folgende erwähnt. Ich habe die Bank of England mit dem Vorwurf konfrontiert, sie habe meine Argumentation haargenau übernommen, ohne mich zu zitieren. Darauf erhielt ich vor wenigen Tagen die schriftliche Zusicherung der Bank of England, man werde mich in Zukunft selbstverständlich zitieren.

Es wird allerhöchste Zeit, dass auch die One Man Show namens SNB ihren Geist öffnet.

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351 Kommentare zu “Zuerst verdirbt die SNB unsere Jugend mit Irrlehren, dann lässt sie sie fallen

  1. SNB grandios!

    Letzten Mittwoch (1.11.2017) hielt Fritz Zurbrügg, seines Zeichens SNB-Vize eine Rede in Bern (https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20171101_zur/source/ref_20171101_zur.de.pdf). Dort verkündete er:
    „Banken erfüllen bis heute zentrale Funktionen, die eine Vermittlung zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern im grossen Stil erst effizient ermöglichen“

    Klingt vernünftig? Auf den ersten Blick ganz bestimmt, aber dieselbe SNB erklärt in ihrem Schulungsmaterial (iconomix: https://www.iconomix.ch/de/blog/print/1/article/434-wie-wird-geld-geschaffen/):
    „Banken werden gelegentlich als blosse Vermittler von Einlagen betrachtet, wobei die Einlagen als Kredite an Unternehmen und Haushalte weitervergeben werden. In dieser Sicht sind allein die Notenbanken für die Geldschöpfung zuständig. Diese Vorstellung ist falsch oder zumindest unvollständig.“
    Grossartig, nicht wahr?!! Das SNB-Direktorium argumentiert „falsch oder zumindest unvollständig“ und das gemäss SNB. Einfach köstlich!

    Es grüsst

    The real MM (Dr.!)

  2. Nachlese

    Liebe Leserinnen und Leser

    Nachdem sich der Staub hier etwas gesenkt hat, möchte ich nochmals kurz auf die Diskussion hier zurückkommen:

    Dabei geht es mir einerseits um die Art und Weise, wie hier von den anonymen Fürsprechern der SNB argumentiert wird und andererseits um deren fachlichen Inhalte.

    Als beschämend empfinde ich die Art und Weise der Diskussionsführung indirekt durch die Schweizerische Nationalbank.

    Anstatt sich selber hier offen der Diskussion zu stellen, lässt sich die SNB vertreten durch Kommentatoren, die anonym sind oder sich eines Pseudonyms bedienen. Gemäss Aussagen des Herausgebers werden auch falsche E-Mail Nummern angegeben.. Die Spuren sollen verwischt werden – aber sie führen gemäss meiner Beurteilung in die direkte Umgebung der SNB.

    Mit Beleidigungen wie „Marc Meyer lügt“ oder ich sei einer „Irrenanstalt entlaufen“ oder „paranoid“ und dergleichen wurde seitens der anonymen SNB-Fürsprecher versucht, die Diskussion hier zu torpedieren.

    Erst als ich mit einer Strafanzeige drohte, nahmen die Beleidigungen ab und der Herausgeber löschte diese. Ich verzichtete deshalb auf eine Strafanzeige.

    Zum Fachlichen:

    Es wurde seitens der SNB-Befürworter behauptet, Notenbankgeld sei ein Zahlungsmittel der SNB; das gehe aus dem Gesetz hervor. Im Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel sei festgehalten, dass Banken Guthaben bei der SNB als Zahlungsmittel annehmen müssten.

    Ich machte dann die SNB-Befürworter darauf aufmerksam, dass Notenbankgeld keine SNB-Guthaben seien, sondern SNB-Verbindlichkeiten. Und Verbindlichkeiten könne niemand als Zahlungsmittel verwenden.

    Das Gesetz besage, dass man mit Guthaben bezahlen könne – nicht mit Verbindlichkeiten.

    Damit war das Argument der SNB-Befürworter und von SNB-Chef Jordan widerlegt, wonach die SNB Notenbankgeld als Zahlungsmittel verwenden könnten, weil es gesetzliches Zahlungsmittel sei.

    Auch konnte nicht widerlegt werden, dass ich als erster hier auf Inside Paradeplatz geschrieben hatte, dass es keinen Geldmultiplikator gibt, weil Geld nicht ein Aktivkredit er SNB an die Banken sei, sondern ein Passivkredit.

    Auch 471 widersprechende „thumbs-up“ – höchst wahrscheinlich von direkt Betroffenen wie SNB-angestellten oder Angestellten in der Export- und Tourismusbranche können dies nicht widerlegen.

    Nach meinem Empfinden hat sich die SNB hier in dieser Diskussion einmal mehr von einer ganz schäbigen Seite gezeigt.

    233 „Thumbs-up“, welche mir Recht geben, sollten der SNB Anstoss geben, zu überdenken, wie sie argumentiert (Art und Weise) und was sie dabei fachlich behauptet.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  3. Die Wahrheit bleibt:

    Im September 2013 zeigte ich hier auf Inside Paradeplatz, dass es keinen Geldmultiplikator gibt.

    Grund: Emittiertes Geld ist kein Aktivkredit der Zentralbank, der weiter ausgeleiht werden kann, sondern ein Passivkredit.

    Es gibt keine Schrift, wo das vorher gezeigt wurde.

    Die Bank of England argumentierte ein halbes Jahr nach mir gleich. Die Deutsche Bundesbank nun auch und die SNB hat ihre falsche Geldmultiplikator Theorie von ihrer home page genommen und streitet es jetzt ab.

    Trotzdem: DAS ist die Wahrheit und das können hunderte von „thumbs up“, die der Unwahrheit huldigen nicht verändern.

    So ist es. Punkt.

    Marc Meyer

  4. @???

    Es wurde auch höchste Zeit, dass Sie sich hier abmelden – Sie Möchtegern – Volkswirtschafter. Ich habe noch selten einen so verantwortungslosen Vollswirtschaftler gesehen wie Sie.

    Und denken Sie nicht, dass viele „thumbs up“ Ihnen Recht geben. Das sind Leute, die von der SNB abhängig sind oder von ihr profitieren.

    Sie verstehen nichts von Geldpolitik und Buchhaltung. Die verwechseln links und rechts der SNB Bilanz genau so wie Sie und Herr Jordan.

    Trösten Sie sich bei denen. Da werden Sie leichtes Spiel haben. Sie können bei denen soviel Unfug behaupten, wie Sie wollen.

    Sie werden immer Recht haben.Und das wollen Sie ja.

    Also drehen Sie sich mit Herrn Jordan und dem SNB Bankrat, zu dem Sie ja engste Beziehung haben, weiter im Kreis.

    MfG

    Marc Meyer

  5. Herr Meyer schrieb:

    „Wenn die SNB eine Banknote emittiert, so ist diese ein Passivum. Die SNB Bilanz verlängert sich.“

    und:

    „Es ist Analyse.“

    Also wenn ich das erste Zitat analysiere fällt mir auf, daß für Herrn Meyer eine Bilanzverlängerung bereits dann stattfindet, wenn sich lediglich eine Seite der Bilanz verändert. Nach meinem primitiven Bilanzverständnis besteht eine Bilanzverlängerung aus einer gleichzeitigen Veränderung BEIDER Bilanzseiten. Herr Meyer unterschlägt also, daß eine Bilanzverlängerung im Zuge einer Banknotenemission auch von einer Veränderung der Aktivseite begleitet sein muß. Da fragt man sich doch, was das entsprechende Aktivum sein könnte. Man braucht da nicht lange zu raten: das Aktivum, welches bei der Banknotenemission entsteht ist die – Trommelwirbel, Tusch – Banknote. Denn – auch wenn in der Jahresbilanz einer Zentralbank keine Banknoten auf der Aktivseite zu finden sind – sind Banknoten für Zentralbanken selbstverständlich Aktiva. Die Gegenposition ist wie schon angedeutet eine Position auf der Passivseite, die eigentlich „Bargeld aus dem Nichts“ lauten müßte. Da eine solche Bezeichnung allerdings ganz schön schräg wäre und die Öffentlichkeit sich garantiert schwersten Bedenken hingeben würde, ob ein Franken einfach so aus dem „Nichts“ entspringen kann, hat man sich die Bezeichnung „BanknotenUMLAUF“ einfallen lassen. Leider gibt diese Bezeichnung Anlaß zur Verwirrung, weil man die Banknoten – die man auf der Aktivseite nicht findet – nun auf einmal auf der Passivseite verortet und so die weitverbreitete Legende entsteht, Banknoten seien eine Forderung gegen die Zentralbank. Und genau das ist Herrn Meyers Problem. Aber es nützt nichts, denn Banknoten entstehen tatsächlich durch die hoheitlich gedeckte Emission aus dem Nichts als Aktivum. Fiat pecunia!

    Herr Meyer hat aber noch ein anderes Problem. Denn wenn Herr Meyer schreibt:

    „Damit ist Ihre Behauptung widerlegt, wonach Zentralbanken keine Gläubiger hätten.“

    so muß man sich als des Lesens Kundiger schon mal fragen, woher Herr Meyer seine Behauptung nimmt, ich hätte eine derartige Aussage getätigt. Bei der recht übersichtlichen Zahl meiner Kommentare wäre es sicherlich ein leichtes dafür die entsprechende Textstelle anzugeben. Da Herr Meyer so seine Schwierigkeiten damit hat Belege für seine Behauptungen beizubringen, wird es auch diesmal auf das Warten auf Godot hinauslaufen – und bekanntlich erscheint Godot nicht…

    • @Rene Menendez

      Sehr geehrter Hert Menendez

      Erstens:

      Sie schrieben bezogen auf Zentralbankgeld

      „…woraus ersichtlich ist, dass es für diese Position keine Gläubiger gibt..“

      Haben Sie doch geschrieben. Nicht wahr?

      Zweitens:

      Sie schreiben: „Trommelwirbel Tromnelwirbel..bei einer Bilanzverlängerung würden auf der Aktivseite der SNB Bilanz Banknoten verbucht.“

      Sorry – es werden Devisen verbucht.

      Es wird einmal mehr klar, dass die Freunde yer SNB nicht die geringste Ahnung von Buchhaltung haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Och… Herr Meyer,

      jetzt wird es langsam langweilig, wenn Sie schon dazu übergehen müssen Fragmente aus ihren Zusammenhängen zu reißen, um damit ein vermeintlich valides Argument zusammenzubasteln. Um Ihre anscheinend sehr selektive Wahrnehmung etwas aufzufrischen, hier noch einmal die vollständige Passage:

      „Das Einzige, was man sich im Zusammenhang mit der Banknotenemission fragen kann ist die Geschichte mit der Mittelherkunft, denn die Banknoten, die auf einmal auf dem temporären Konto als aktiv gebucht werden, sind ja vorher nirgends in Erscheinung getreten. (Im Tresor einer Zentralbank werden Banknoten allenfalls als Betriebsmittel mit einem symbolischen Betrag bewertet – niemals jedoch zum Nennwert der Banknoten!) Da also diese Banknoten vor ihrer Emission nirgends (als gesetzliches Schuldentilgungsmittel) existierten, müßte eigentlich die Gegenbuchung für die neuen Banknoten „Banknoten aus dem Nichts“ lauten, womit dann auch ersichtlich wäre, daß es für diese Position keinen Gläubiger geben kann, selbst wenn diese Position auf der Passivseite der Zentralbankbilanz auftaucht.“

      Da Banknoten schon immer Aktiva waren (das war zu den Zeiten der Goldwährung selig schon so!) ist die bilanzielle Gegenposition die „Banknote aus dem Nichts“, auch bekannt als Notenumlauf. Diese Position ist ein Ausgleichs- oder Erinnerungsposten daran, daß die Zentralbank von ihrem verfassungsmäßigen Recht Gebrauch gemacht hat, Banknoten ausgeben zu können, die vorher nicht als gesetzliches Zahlungsmittel existierten. D.h. die Zentralbank macht von ihrem dinglichen Recht über die (neuen) Banknoten verfügen zu können Gebrauch und nutzt diese, um damit eine bereits existierende Schuld gegenüber einem Gläubiger zu tilgen. Hierbei ist der Begriff „dingliches Recht“ von besonderer Bedeutung, weil sich ein dingliches Recht auf eine im juristischen Sinne Sache bezieht, über die verfügt werden kann in dem Sinne, daß das Eigentumsrecht auf eine andere Person übergeht. (Merke: Aktivseite => Mittelverwendung) Der NotenUMLAUF ist jedoch kein dingliches Recht über das verfügt werden kann, sondern ist das Spiegelbild dessen, was auf der Aktivseite bei der Notenemission passiert ist. Bei diesem Spiegelbild handelt es sich also um die Referenz auf Banknoten und eben nicht um die Banknoten selbst. Von daher handelt es sich bei der Position NotenUMLAUF nicht um Zentralbankgeld, selbst wenn man an dieser Position das Volumen des umlaufenden Bargeldes leicht ablesen kann. Man sollte sich jedoch davor hüten die Referenz auf eine Sache mit der Sache selbst zu identifizieren. Von Watzlawick stammt das nette Beispiel von dem Schizophrenen, der mit Genuß eine Speisenkarte studiert, diese postwendend auffuttert, nur um sich hinterher beim Kellner über deren schlechten Geschmack zu beschweren…

      Na ja, und wie Sie darauf kommen, daß bei einer Emission von Banknoten auf einmal Devisen ins Spiel kommen, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben.

    • @Rwne Menendez

      Sie wiederholen sich. Doch die SNB hat Gläubiger.

      Nein. Banknoten sind nicht Aktiva, sondern Passiva der SNB.

      Doch der Notenumlauf ist Zentralbankgeld.

      Doch. Bei einer Geldemission kauft die SNB Devisen.

      Sie verdrehen oder verwechseln so ziemlich alles.

      Aber der Kommentator @??? der aus der unmittelbaren Nähe des SNB Bankrates stammt, wird Ihnen sicher Recht geben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  6. @“Urs Abderhalden“

    In Ihrem zweiten Text mit 350 „thumbs up“ fragen Sie: „mit Buchungssätzen etwas beweisen? So doof sei ja nicht einmal Jordan.

    Ja genau richtig: Ich beweise mit Buchungssätzen!

    Wer ist hier wohl „doof“?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  7. @“Urs Abderhalden“

    Fast 400 „thumbs up“ haben Sie erhalten für Ihren Kommentar, mein Text sei voller abstruser Behauptungen und Selbstanmassung.

    Nochmals: Die SNB behauptet, sie könne ihre Schulden abbauen mit zusätzlichen Schulden.

    Bitte überlegen Sie einmal: Ist nicht vielmehr diese SNB Behauptung abstrus?

    Und auch nochmals:

    Bis im September 2013 behaupteten ALLE, nochmals ALLE, es gäbe einen Geldmultiplikator.

    In meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ bewies ich mit Buchungssätzen, dass es keinen Geldmultiplikator geben kann.

    Es ist mir kein Autor vorher bekannt.

    Ein halbes Jahr nach mir publizierte die Bank of England ebenfalls, dass es keinen Geldmultiplikator gibt.

    4 Jahre später folgte die Deutsche Bundesbank und die SNB nahm die irrige Multiplikatortheorie kommentarlos von ihrer Home Page.

    Heute schiessen die Autoren wie Pilze aus dem Boden, welche verkünden, es gäbe keinen Geldmultiplikator.

    Ihr missgünstiger Text trifft also nicht doe Wahrheit.

    Zudem möchte ich festhalten, dass die „thumbs up“ zu den Kommentaren von SNB Trolls überwiegen zu Büro-Zeiten in Schüben erfolgten.

    Kaum hatte ein Troll geschrieben hatte er sofort viele „thumbs up“.

    Die „thumbs up“ zu meinen Texten erfolgten eher verstreut übers Wochenende.

    Jeder kann sich seinen Reim darauf selber machen.

    Dass die Meinungsmache der SNB zu ihren über 700 Milliarden Schulden mittels „thumbs up“ erfolgt ist schwach.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  8. @alle drei Leser

    Lukas Hässig zensiert offensichtlich die Kommentare. Er möchte wohl Sie wohl vor der Realität der schützen.

    Also dann: geniesst Euch!

    • Ja Herr Hässig hat die persönlichen Beleidigungen des SNB Trolls zensuriert.

      Unglaublich, was man an Beleidigungen über sich ergehen lassen muss, wenn man es wagt, die SNB zu kritisieren.

      Unglaublich.

      Ich hoffe aber, dass es genügend intelligente Leserinnen und Leser gibt, welche den Unsinn der SNB nicht glauben, diese könne Schulden mit Schulden begleichen

      MfG

  9. @Renée Menéndez

    Ihre Interpretation der Verbindlichkeiten der SNB als Erinnerungsposten ist aus meiner Sicht absolut zulässig und ich bin froh, dass Sie diese Sichtweise hier eingebracht haben. Da die Erinnerungsposten in der SNB-Bilanz auf der Passivseite stehen, sind sie in der Logik der Buchhaltung aber eben auch „Schulden“. Aus diesem Grund kann man eben sagen, dass die SNB Schulden mit Schulden bezahlt.
    Man kann aber auch, so wie Sie es tun, betonen, dass in dem Augenblick der Gutschrift des SNB-Geldes auf dem Konto der GB die Verbindlichkeit der SNB oder der Erinnerungsbetrag (wie Sie mögen) ein Aktivum wird. Nicht zuletzt und mit gutem Grund wird er ja aktiv verbucht. Dann gilt die allgemeine Regel Schulden werden nur mit Aktiva beglichen mittels dieses „Umwandlungstricks“.
    Der Punkt ist hier aber der: Herr Meyer rühmt sich, herausgefunden zu haben, dass der Aktivbuchung der GB nicht etwa eine Verkürzung der SNB -Bilanz (SNB zahlt mit ihren Aktiva), sondern eine Verlängerung (SNB erhöht Verbindlichkeiten) folgt. Diese Entdeckung hält er auf Basis der allgemeinen Buchhaltungsregeln für so skandalös und illegal, dass er auf IP immer wieder wüste Drohungen gegen all diejenigen ausstösst, die diese Tatsachen für einen normalen und logischen Vorgang in einer kapitalistischen Wirtschaft (mit zweistufigem Bankensystem ohne Golddeckung) halten.

    Wo stehen Sie in dieser Frage?

    Grüsse
    The real MM (Dr.!!)

    • Ehrlich gesagt

      Ich habe nie gedacht, dass unsere Nationalbank so primitiv ist wie Sie hier zu erkennen geben.

      Und S ie stehen dich im engsten Kontakt zum SNB Bankrat. Nicht wahr?

      Persönliche Angriffe als Anonymer sind feige.

      Unsere Nationalbank ist feige.

      MfG

    • „Ihre Interpretation der Verbindlichkeiten der SNB als Erinnerungsposten ist aus meiner Sicht absolut zulässig…“

      Etwas derartiges habe ich nicht geschrieben. Worum es geht ist, daß der BanknotenUMLAUF ein Erinnerungsposten dafür ist, daß die SNB Sichtverbindlichkeiten (Passivum) durch eine Lieferung von Banknoten (Aktivum) getilgt hat. Beim Abheben von Geld bei einer Geschäftsbank passiert das Gleiche: Geld weg, Verbindlichkeiten weg. Der Unterschied ist, daß eine Geschäftsbank einen Kassenbestand vorhält, aus dem sie ihre Verbindlichkeiten begleichen kann. Eine Zentralbank hält keinen Kassenbestand vor und muß deshalb, wenn sie ihre Verbindlichkeiten bezahlen will Bargeld bereitstellen, welches sie auf einem temporären Konto als Aktivum bucht und als Gegenbuchung den Banknotenumlauf als den besagten Erinnerungsposten erzeugt. D.h. auch bei der Emission von Bargeld aus dem Nichts wird das Prinzip von Buchung und Gegenbuchung eingehalten! Dabei sollte man sich daran erinnern, daß Bargeld weder eine Forderung noch eine Verbindlichkeit darstellt und ebenso die Gegenbuchung Banknotenumlauf weder eine Forderung noch eine Verbindlichkeit darstellt. (Ich erspare mir hier die Interpretation des Banknotenumlauf als Ausschüttungssperrbetrag nochmals zu wiederholen.)

      Man sollte sich eher mal an die Grundkenntnisse der Bilanzlehre erinnern, wo die beiden Seiten einer Bilanz nicht als „Forderungen links“ und „Verbindlichkeiten rechts“ vorgestellt werden, sondern die verwendeten Begrifflichkeiten sind als „Mittelherkunft“ einerseits und „Mittelverwendung“ andererseits bekannt. Verkürzt gesagt heißt das, daß auf der Aktivseite alles Mögliche stehen kann, wobei Forderungen EINE Möglichkeit dabei sind – man denke beispielsweise an solch lustigen Phantasieposten wie „Firmenwert“ oder „good will“, die man beim besten Willen nirgends auf dem Werksgelände finden kann – geschweige denn, daß man daraufhin gegen irgendjemandem irgendetwas fordern könnte. Auf der Passivseite existieren auch andere Dinge als nur Verbindlichkeiten, so sind im wesentlichen die Einlagen von Aktionären zwar der Höhe nach bekannt, stellen aber keine abrufbare Verbindlichkeit dar, sonderen Erinnerungsposten an einstmals eingezahlte Beträge, nach denen sich die Verteilung der Eigentumsrechte an einer juristischen Person bestimmt.

      Das Einzige, was man sich im Zusammenhang mit der Banknotenemission fragen kann ist die Geschichte mit der Mittelherkunft, denn die Banknoten, die auf einmal auf dem temporären Konto als aktiv gebucht werden, sind ja vorher nirgends in Erscheinung getreten. (Im Tresor einer Zentralbank werden Banknoten allenfalls als Betriebsmittel mit einem symbolischen Betrag bewertet – niemals jedoch zum Nennwert der Banknoten!) Da also diese Banknoten vor ihrer Emission nirgends (als gesetzliches Schuldentilgungsmittel) existierten, müßte eigentlich die Gegenbuchung für die neuen Banknoten „Banknoten aus dem Nichts“ lauten, womit dann auch ersichtlich wäre, daß es für diese Position keinen Gläubiger geben kann, selbst wenn diese Position auf der Passivseite der Zentralbankbilanz auftaucht. Wenn man also den Realitäten ins Auge sieht, bezahlt eine Zentralbank, wenn sie aufgefordert wird ihre Schulden (Sichtverbindlichkeiten gegenüber Banken) zu begleichen, mit einem Aktivum, welches sie kurz zuvor als neues Aktivum deklariert – genau das ist das Recht, was eine Bank zur Zentralbank macht, nämlich zur Ausgabe von Banknoten berechtigt zu sein. Es ist also in keiner Weise ein „Umwandlungstrick“, wenn eine Zentralbank ihre (Geld-)Schulden mit dem von ihr selbst erzeugten Aktivum Bargeld bezahlt.

      Vgl. auch: https://soffisticated.wordpress.com/2017/01/06/und-was-ist-nun-geld/

      Letzteres ist übrigens auch das, was Herr Meyer nicht als legal akzeptieren will, obwohl es geltendes Recht ist. Das hat zur Folge, daß Herr Meyer über eine Geldverfassung schreibt, die dem nicht mehr existierenden Regime der Goldwährung entspricht, wo Banknoten gleichbedeutend mit einem Forderungspapier auf Gold sind. Unter dieser Voraussetzung machen die Erklärungen von Herrn Meyer durchaus Sinn – allein die Welt wie sie seiner Meinung nach sein sollte ist nicht mehr so. Wenn man so will ist Herr Meyer ein überzeugter Romantiker, der immer noch überall den Wert in der Welt sehen möchte und nicht akzeptieren kann, daß der Kapitalismus nur noch den Preis der Dinge kennt.

      Grüße

    • Sehr geehrter Herr Menéndez
      Ihre und meine Ansichten liegen offensichtlich so nahe beieinander, dass eine weitere Diskussion auf diesen Seiten überflüssig ist. Also vielleicht ein anderes Mal an einem anderen Ort.
      Beste Grüsse
      The real MM (Dr.!!)

    • @Rene Menendez

      Nein. Wenn eine Geschäftsbank eine Banknote ausbezahlt, so ist das ein Aktivum. Die Bilanz verkürzt sich.

      Wenn die SNB eine Banknote emittiert, so ist diese ein Passivum. Die SNB Bilanz verlängert sich.

      Das hat nichts mit Romantik zu tun. Es ist Analyse.

      Die SNB Geldpolitik basiert auf Romantik: Geld aus dem Nichts und Schulden mit Schulden abbauen.

      Das sind romantische Geldmärchen.

      Sollte nicht so schwer verstädlich sein Herr Menendez.

      Freundlche Grüsse

      Marc Meyer

    • Addendum

      Und Herr Menendez

      Bitte beachten Sie auch, dass sowohl CS als auch UBS in ihren Bilanzen Forderungen gegenüber Zentralbanken verbuchen von je über 100 Milliarden Franken.

      Damit ist Ihre Behauptung widerlegt, wonach Zentralbanken keine Gläubiger hätten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @???

      Es wurde auch höchste Zeit, dass Sie sich hier abmelden. Sie Möchtegern- Volkswirtschafter ohne geringstes Verantwortungsbewusstsein.

      Diskutieren Sie mit Ihren Freunden bei der SNB – mit denen haben Sie einfaches Spiel.

      MfG

  10. @Liebe Leserinnen und Leser

    Wenn einer eine Reise tut .. tut ihm das gar nicht gut, zumindest wenn er Marc Meyer heisst. Wir stellen betrübt aber nicht überrascht fest, dass unser lieber Herr Meyer die Suche nach den Beweisen für seine Behauptungen inzwischen aufgegeben hat. Überrascht sind wir nicht, betrübt aber weil wir weiterhin eingedeckt werden mit seinem immergleichen Flehen, ihn zu erhören.

    Doch wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten, und so finden wir auch hier einen Funken Hoffnung. Unser lieber Herr Meyer schreibt:
    „Die SNB besitzt über 700 Milliarden Sichtverbindlichkeiten – nicht Sichtguthaben.“ Hat er vielleicht doch heimlich einen Blick in die offizielle SNB-Bilanz geworfen?! Das wäre grossartig! Ja, wollen wir ihm zurufen, so viel (und noch ein wenig mehr) Verbindlichkeiten besitzt die SNB, dazu genauso viele Aktiva und damit eine ausgeglichene Bilanz mit inzwischen wieder recht ansehnlichem Eigenkapital.

    Nunja, fehlt jetzt nur noch, dass Herr Meyer irgendwann einsieht, dass die SNB ganz gesetzeskonform ihre Schulden mit (neuem) SNB-Geld, d.h. Verbindlichkeiten begleicht. Er meint zwar, das dürfe sie nicht, so als ob er festlegen könne, dass Steine immer nach oben fallen, doch vielleicht sieht er irgendwann ein: die Schwerkraft zieht den Stein nach unten, die SNB bezahlt ihre Schulden mit SNB-Geld. Kleiner Tipp: Geschäftsbericht der SNB lesen, nicht phantasieren.

    Grüsse
    The real MM (Dr.!!)

    • Verehrte Leserinnen und Leser

      Unsere Nationalbank lässt sich hier also vertreten durch einen Troll.

      Anony.Beleidigend. Alles berdrehend. Nur auf meine Person spielend.

      Zudem will er uns weismachen, dass die SNB ihre Schulden abbauen kann mit zusäztlichen Schulden.

      Unsere Nationalbank ist ein Tollhaus.

      Die ganze Schweiz kann das hier sehen und mitverfolgen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  11. Der SNB-Troll und die SNB sollten unterscheiden lernen zwischen Sichtguthaben und Sichtverbindlichkeiten.

    Sichtguthaben sind Geld. Sichtverbindlichkeiten sind kein Geld.

    Die SNB besitzt über 700 Milliarden Sichtverbindlichkeiten – nicht Sichtguthaben.

    Das sieht die SNB nicht ein.

    Schade.

    MfG

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer, Dr. Renèe Menéndez@The real MM,

      sehr informative Auseinandersetzung. Ich bin weder Ökonom, noch Jurist. Ich bin ein einfacher Bürger und Steuerzahler der sich die Novelierung (den Ausdruck kannte ich vor meinen Untersuchungen nicht) i.S. Währung und gesetzliches Zahlungsmittel, genau unter die Lupe genommen habe, dabei stets die Buchhaltung als Grundpfeiler der Geldpolitik nicht aus den Augen verloren.

      1. Die Einlösungspflicht (Gold) ist aufgehoben.

      2.Die Logik der doppelten Buchhaltung attestiert die Richtigkeit und Vollständigkeit der Thesen des Herrn Dr. Marc Meyer. Und ich bitte alle Beteiligten die nicht dieser Meinung sind, dies buchhalterisch glaubhaft zu widerlegen. Bis jetzt ist das niemanden gelungen.

      3. Der GESETZGEBER hat in den letzten Jahrzehnten rechtlich eine Transformation eingeleitet – die aus dem gesetzlichen Zahlungsmittel –
      der bis anhin ein PASSIVUM war – für die SNB – ein Mittel mit schuldentilgende Wirkung gebastelt – die es der SNB erlaubt mit selbst emittierten Geld die eigenen Schulden abzubauen. Ergo: Ja, rechtlich ist die Lage tatsächlich so. Das Dilemma aus meiner Sicht besteht darin, dass der Gesetzgeber durch diese Umdefinition des gesetzlichen Zahlungsmittel tief in die Geldpolitik eingegriffen hat. Ja, nur der SNB steht es zu, Banknoten zu emittieren (so steht es im Gesetz). Man kann diesen Widerspruch aber nicht ignorieren.

      Zur Erinnerung: Geldpolitik ist Buchhaltung!

      Daraus schliesse ich, (bitte korriegieren Sie mich wenn etwas überflogen wurde), dass entweder diese Novelierung nicht in Einklang mit der Geldpolitik ist oder die Buchhaltung muss neu definiert werden. Beides zusammen geht nicht und kann auch nicht funktionieren. Es sei denn, wir riskieren die geldpolitische Kernschmelze.

      Alle grüssend

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Vielen Dank für Ihre gut reflektierten Zeilen.

      Das Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel Artikel 3, Absatz 3 besagt folgendes:

      „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

      Es steht nirgends im Gesetz, dass eine Bank Sichtverbindlichkeiten als Zahlungsmittel annehmen muss.

      Die SNB verwechselt ihre Sichtverbindlichkeiten mit Sichtguthaben.

      Nicht das Gesetz macht einen Fehler, sondern die SNB: Sie interpretiert ihre über 700 Milliarden Sicht-Verbindlichkeiten als Sicht-Guthaben.

      Ein Kapitalfehler.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Addendum

      Aufhebung der Golddeckung bedeutet lediglich, dass eine Zentralbank Geld auch gegen andere Vermögenswerte als Gold emittieren kann.

      Es bedeutet nicht, dass die Verbindlichkeiten der SNB in Guthaben der SNB umgewandelt werden.

      Das wäre Enteignung und kommunistisch und widerspräche Bundesverfassung Art. 126 wo Eigentum garantiert ist.

      Falsch vetstandener Gesetzesartikel steht niemals über Bundesverfassung.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  12. Verehrte Leserinnen und Leser

    Sämtliche Kommentatorinnen und Kommentatoren hier, welche sich fachlich äussern (nicht polemisch) vertreten dezidiert die Argumentation, wonach die SNB ihre eigenen Schulden nicht mit zusätzlichen Schulden begleichen kann.

    Es ist schade, dass unsere SNB nicht fachlich argumentieren kann und sich hier in beschämender Weise durch einen Troll vertreten lässt.

    Herr Jordan – welche Blamege.

    Ein Troll ist der einzige der die absurde Theorie der SNB vetrtitt, die SNB könne mit Schulden ihre Schulden abbauen.

    Einfach nur noch beschämend für eine Zentralbank.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  13. @Liebe Leserinnen und Leser

    Wie „diskutiert“ man mit einem Subjekt, das nicht in der Lage ist, Beweise von Behauptungen zu unterscheiden, das sich selbst widerspricht, sofort das Thema wechselt, wenn es das Ende der Sackgasse erkennt? Wir wissen es noch nicht, aber das Experiment läuft ja noch ein Weilchen. Vielleicht sind wir am Ende schlauer.

    Was also erleuchtet unseren lieben Herrn Meyer im Ausland? Zunächst einmal die Erkenntnis, dass Giroguthaben Geld sind. Für diese Einsicht hat es lediglich 315 Beiträge und drei Wochen gebraucht. (Dabei steht das bereits seit Jahren im Gesetz – aber Meyerexperten sind eben harte Nüsse.)

    Jetzt müssen wir Herrn Meyer nur noch dazu bringen, einen Blick in die offizielle Bilanz der SNB zu werfen. Dann würde er feststellen, dass die SNB keineswegs Verbindlichkeiten und Guthaben verwechselt. Leider fällt es ihm schwer, aus der Definition des Geldes die Notwendigkeit herzuleiten, dass die Geldverbindlichkeiten der SNB gegenüber den Geschäftsbanken notwendiger Weise auf der Passivseite der SNB-Bilanz stehen müssen.

    Noch schwerer dürfte ihm die Einsicht fallen, dass das zweistufige Bankensystem ohne Deckung durch tangibles Vermögen (z.B. Gold) gar keine andere Regelung zulässt, als dass die Notenbank ihre Schulden durch eigenes Geld begleichen kann. Helfen wir ihm mit einem kleinen Tipp: AHV-Rentner hat gezeigt, dass
    “ […] Schuldner einer Geldschuld gegenüber einem Gläubiger […] Sichtguthaben bei der SNB mit befreiender Wirkung zur Zahlung verwenden können […]“, folglich kann jede Geschäftsbank, die Guthaben bei der SNB besitzt ihre Schulden mit diesem Guthaben begleichen. Also wird jede Geschäftsbank noch so glücklich sein, Guthaben von der SNB (u.U. neu geschaffenes SNB-Geld) zu beziehen, denn sie kann damit kaufen, was sie will. Konsequenz daraus – und jetzt wird es ganz schwer für alle Meyerseelen ohne Verständnis der Volkswirtschaft – die SNB kann ihre Schulden / an sie gerichteten Forderungen mit der Schaffung von Verbindlichkeiten begleichen.

    Uff, das war jetzt wieder ein harter Brocken für unseren lieben Herrn Meyer. Doch manchmal ist die Wahrheit eben keine leichte Kost (und das Leben kein Ponyhof).

    Wird es wieder Wochen brauchen, bis Herr Meyer einen Schritt weiter kommt? Wir sind gespannt!

    Grüsse
    The real MM (Dr.!!)

    • Nochmals:

      Guthaben sind Geld. Verbindlichkeiten sind kein Geld.

      Es gibt keinen einzigen Kommentator hier, der Ihnen Recht gäbe. Im Gegenteil: Alle widersprechen Ihnen. Alle.

      Sie werden sogar als Troll bezeichnet. Dem schliesse ich mich an.

      MfG

    • @ Herr ????
      Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, die SNB kann nur mit ihrer Aktiven bezahlen.

      In dem SNB Geschäftsbericht von 2016 steht:
      Als übrige Sichtverbindlichkeiten in Franken werden hauptsächlich die Girokonten der Nichtbanken, das Konto der Personalvorsorgeeinrichtung der SNB sowie die Konten der Mitarbeitenden und der Pensionierten der SNB bilanziert.
      Zitat Ende

      Tja Herr ???? sogar die SNB sagt es ganz klar in ihrem Geschäftsbericht, bei der Beschreibung der einzelnen Passivposten, dass sie eben kein Girokonto auf der Passivseite besitzt und Gleichzeitig Anspruch auf Aktiven hätte. Nein dieser Posten wird eben wie allgemein bekannt, als Eigenkapital bezeichnet. Und nur die Höhe des Eigenkapital der SNB definiert den Eigentumsanteil an den Aktiven der SNB.

      Nach ihrer sehr zweifelhaften Logik, darf die SNB mit Passiven ihre Schulden begleichen. Sprich mit Vermögen der Personalvorsorgeeinrichtung der SNB könne sie Schulden bezahlen. Das wäre zumindest ein Punkt den ich unterstützen könnte, denn damit würden sie als SNB Angestellter keine Pension mehr erhalten, da ja die SNB das Vermögen, welches für ihre Pension gedacht gewesen wäre, zur Schuldentilgung genutz hätte. Ich fände dies wäre ein gerechter Lohn für einen vollzeit SNB-Troll.

      Nur damit wir uns richtig verstehen, theoretisch könnte dieses Vorgehen mit ihren ach so geliebten Gesetzen sogar legallisiert werden. Jedoch ist und bleibt es schlicht eine Enteignung.

      Es ist ganz klar. Wenn die SNB Geldscheine physisch druckt und unter Eigenkapital verbucht (also ohne Passivtausch), ist dies nichts anderes als Betrug.

      Wenn die SNB Vermögen (Guthaben) von inländischen Banken für sich in Anspruch nimmt um damit ihre eigenen Schulden zu bezaahlen nenn man dies, wei bereits erwähnt Enteignung.

    • „Was also erleuchtet unseren lieben Herrn Meyer im Ausland? Zunächst einmal die Erkenntnis, dass Giroguthaben Geld sind.“

      Ausland hin oder her: auch dort sind Giroguthaben ein Verfügungsrecht eine Bank zu Handlungen veranlassen zu können, als da wären: Auszahlung von Bargeld oder Transfer dieser Verfügungsrechte auf einen vom Zahlungspflichtigen bestimmten Empfänger. Ein Giroguthaben ist also dem Grunde nach ein Weisungsrecht, welches Banken zu erfüllen haben – ein Aspekt, den sie ihren Kunden nach Möglichkeit nicht ausdrücklich auf die Nase binden wollen. Vgl.:
      http://www.jura-basic.de/aufruf.php?file=3&art=&find=Zahlungsdiensterahmenvertrag__Zahlungsauftrag

      Daraus folgt: ein Recht auf etwas mit dem zu identifizieren, was als Folge der Rechtsausübung transferiert wird, ist eine Verwechslung, die üblicherweise von denjenigen begangen wird, die zwischen Schuld und Erfüllung nicht differenzieren (wollen). Oder anders: ein Verfügungsrecht über ein bestimmtes Geldvolumen gegenüber einer Bank zu haben bedeutet ja gerade, daß man kein unmittelbares Verfügungsrecht über dieses Geldvolumen besitzt. Oder noch anders: man ist deswegen Eigentümer eines Verfügungsrechts, weil man das, was das Objekt der Verfügung wäre gerade NICHT in seinem unmittelbaren Eigentum (d.h. als Bargeld in seinem Portemonnaie) hat.

      „… denn sie kann damit kaufen, was sie will.“

      So plausibel dieser (Halb-)Satz klingt, so falsch ist er auch. Der Grund ist schlichtweg der, daß der Besitz von Geld niemandem ein Recht verleiht, etwas kaufen zu können. Genauer gesagt: der Besitz von Geld berechtigt nicht irgendjemanden dazu zu zwingen etwas zu verkaufen. Das liegt daran, daß Geld lediglich die Möglichkeit bietet eine bestehende Geldschuld tilgen zu können, vorausgesetzt (!) es ist vorher zu einem Kaufvertrag gekommen, der als Gegenleistung für die Übergabe einer Ware die Übergabe einer bestimmten Geldsumme beinhaltet. Auf gut Deutsch bedeutet das, daß man ohne die Existenz einer durch Vertrag zustandegekommenen Geldschuld mit Geld nichts anfangen kann – vielleicht noch sich eine Zigarre anzünden, was aber in Zeiten von nicht brennbarem Material auch nicht mehr so richtig funktioniert.

      „…die SNB kann ihre Schulden / an sie gerichteten Forderungen mit der Schaffung von Verbindlichkeiten begleichen.“

      Man kann ja von Meyer halten was man will, aber die von ihm ständig wiederholte Aussage, daß man Schulden nicht mit Schulden bezahlen kann, ist schlichtweg korrekt. Denn wenn eine Zentralbank ihre Schulden bezahlen muß, liefert sie Banknoten – ein Aktivum – an die anfordernde Bank aus, womit sie sich von ihren Schulden befreit. Wie ich hier bereits angemerkt habe ist der korrespondierende Passiveintrag „Notenumlauf“ keine Verbindlichkeit, sondern ein Informationsposten, der über die Art und Menge der emittierten Banknoten Auskunft gibt – und weder eine Verbindlichkeit noch eine Forderung darstellt – ebenso wie Bargeld weder eine Verbindlichkeit noch eine Forderung ist. Im Gegenteil ist der Notenumlauf eher eine grundkapitalähnliche Größe, weil er verhindert, daß das Aktivvermögen einer Zentralbank unter das Volumen der emittierten Banknoten fällt.

      Noch als Tipp: wenn Sie Herrn Meyer kritisieren wollen (was durchaus angebracht ist), sollten Sie möglichst vermeiden, in die üblichen konventionellen geldtheoretischen Fallen zu tappen. Das kommt nicht gut!

    • @Vive
      Sie schreiben
      „Es ist ganz klar. Wenn die SNB Geldscheine physisch druckt und unter Eigenkapital verbucht (also ohne Passivtausch), ist dies nichts anderes als Betrug.“
      Absolut korrekt! Das wäre Betrug!! Darum macht die SNB das auch nicht.

      Sie schreiben:
      „Wenn die SNB Vermögen (Guthaben) von inländischen Banken für sich in Anspruch nimmt um damit ihre eigenen Schulden zu bezaahlen nenn man dies, wei bereits erwähnt Enteignung.“
      Auch hier haben Sie absolut Recht. Das wäre illegale Enteignung. Darum macht die SNB das auch nicht.

      Was genau ist Ihr Problem?

      Grüsse
      The real MM (Dr.!!)

    • Hallo Herr Menéndez,

      Sie schreiben:
      „Man kann ja von Meyer halten was man will, aber die von ihm ständig wiederholte Aussage, daß man Schulden nicht mit Schulden bezahlen kann, ist schlichtweg korrekt. Denn wenn eine Zentralbank ihre Schulden bezahlen muß, liefert sie Banknoten – ein Aktivum – an die anfordernde Bank aus, womit sie sich von ihren Schulden befreit.“

      Die SNB zahlt nicht mit Schulden, die SNB zahlt mit Schweizer Franken.
      Die SNB emittiert keine Banknoten. Banknoten wären Zettel, für die die SNB auf Sicht Schweizer Franken zahlen müsste.

      Für Geldscheine muss niemand etwas zahlen, Geldscheine sind selber das Geld.

      Die Schuldenposition „Notenumlauf“ in der SNB-Bilanz ist falsch bezeichnet, die SNB hat keine Schulden wegen Notenemission.
      Die SNB schuldet dem Staat die Rückzahlung des Staatspapiergeldes, denn um nichts anderes handelt es sich bei den Geldscheinen.

      Der einzige, der die SNB zum Verkauf von Aktiva zwingen könnte, ist der Staat Schweiz.

      Wenn die Banken von der SNB die Auszahlung von Geldscheinen verlangen, dann liefert die SNB das Aktivum Schweizer Franken. Nach einer solchen Auszahlung hat die SNB bei den Banken entsprechend weniger Schulden, dafür mehr Schulden beim Staat.

      Bei der SNB hat ganz einfach eine Umschuldung stattgefunden.

      Völlig vergleichbar im privaten Bereich:
      Ich kaufe von Ihnen für hundert Franken etwas und zahle nicht sofort. Also habe ich bei Ihnen hundert Franken Schulden.
      Nun fordern Sie von mir die Auszahlung von hundert Franken. Ich entnehme dem Portemonnaie meines Vaters einen Hundert-Franken-Geldschein und gebe Ihnen diesen.

      Bei IHNEN habe ich nun keine Schulden mehr, aber meine GESAMT-Schulden haben sich nicht verringert, ich schulde nun meinem Vater einhundert Franken.

      Genau so läuft das bei der SNB, die SNB zahlt aus einem fremden Portemonnaie, deshalb bleiben ihre GESAMT-Schulden bei einer Auszahlung von Papiergeld gleich, der Gläubiger wechselt aber.

      Leider wird dieser einfache Sachverhalt nicht begriffen, weil fast alle das Banknoten-Märchen glauben.

      Geldscheine sind keine IOU, zahlt man aber aus einem fremden Portemonnaie, dann entstehen einem natürlich entsprechende Schulden.

      Freundliche Grüße!

  14. @Leserinnen und Leser

    Es wird hier seitens der SNB behauptet, Giroguthaben seien Geld. So geht das aus dem Gesetz hervor.

    Dss ist auch richtig.

    Nur:

    Die SNB besitzt gar keine Giroguthaben bei den Banken. Sie hat vielmehr Sichtverbindlichkeiten gegenüber den Banken.

    Verbindlichkeiten sind aber kein Geld.

    Der Kapitalfehler der SNB besteht also darin, dass sie Guthaben und Verbindlichkeiten miteinander verwechselt.

    Die SNB hätte sich das überlegen sollen, bevor sie über 700 Milliarden Schulden gemacht hat.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  15. @Leserinnen und Leser

    Wir registrieren, dass Her Marc Meyer weiterhin die Zeit findet, sich der Verbreitung seiner Irrlehren zu widmen. Gerne wollen wir die Gelegenheit nutzen, ihn daran zu erinnern, dass er noch immer die Beweise für seine unbeweisbaren Phantasien schuldig ist. Statt Beweisen werden wir nach wie vor mit sinnlosen, zusammenhangslosen Behauptungen eingedeckt.

    Zur Erinnerung wiederhole ich die kurze, unvollständige Liste der fehlenden Beweise:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Wir sind weiterhin gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    The real MM (Dr.!!)

  16. @???

    Sie sind der Diskussion offensichtlich fachlich und emotional nicht gewachsen.

    Versuchen Sie doch einmal, die Argumente anderer in Ruhe nachzuvollziehen.

    Es würde Sie davor bewahren, dass Sie sich hier endlos von jedermann eine blutige Nase holen.

    MfG

    Marc Meyer

  17. @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

    Super interessante Quelle!

    Hier steht’s:
    “ Indem der Schuldner einer Geldschuld gegenüber einem Gläubiger, der über ein Girokonto bei der SNB verfügt, Sichtguthaben bei der SNB mit befreiender Wirkung zur Zahlung verwenden können wird, findet die vermehrte
    Verwendung von Zentralbank-Buchgeld für Grossbetragszahlungen auch rechtlich Anerkennung“

    Kurz: Zentralbank-Buchgeld /Sichtguthaben bei der SNB BEFREIT den Schuldner von der Schuld, was jetzt „rechtlich Anerkennung“ findet.

    Also (wieder) das Gegenteil von dem, was Hr. Meyer behauptet.

    Grüsse

    The real MM (Dr.!!)

    • Ein Schuldner muss über aktives Buchgeld bei der SNB verfügen, das er an den Gläubiger überweisen kann.

      Die SNB verfügt nicht über aktives Buchgeld, sondern nur über passives Buchgeld.

      Dieses taugt nicht als Zahlungsmittel für die SNB.

      Oder können Sie mit einem negativen Kontostand eine Schuld begleichen, indem Sie den negativen Kontostand auf den Gläubiger übertragen?

      Angenommen, ich hätte eine Schuld bei Ihnen. Kann ich dann meiner Bank den Auftrag geben, meine Schuld auf Sie zu übertragen und dann noch behaupten, die Schuld sei beglichen?

      Wer das behauptet, bei dem stimmt etwas nicht.

      Herr Jordan sollte das doch endlich begreifen!

      MfG

    • Grüezi@The real MM (Dr.!)

      Ja, das steht’s! Das beantwortet aber die entscheidende Frage nicht, nämlich: taugt es als Zahlungsmittel für die SNB?

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

      Aber ja, das taugt es natürlich! Wenn eine GB eine Forderung gegenüber der SNB hat, dann kann die SNB ihr etwas geben, das sie (die GB) auf jeden Fall selbst einsetzen kann, um sich von ihren Schulden (also den Schulden dieser GB) gegenüber ihren Geschäftspartnern rechtskräftig zu befreien. Was will diese GB also mehr? Mehr geht gar nicht!

      Grüsse
      The real MM (Dr.!!)

    • @???

      Die Geschäftsbank selber kann nur mit Guthaben etwas bezahlen. Also muss ihr die SNB auch Guthaben geben nicht Schulden.

      Sie verwechseln links und rechts der Bilanz – genauso wie Jordan.

      MfG

  18. Grüezi@The real MM (Dr!),

    Sie schreiben Zitat:
    Allerdings bin ich zu wenig Jurist, um mir da ein fachliches Urteil bilden zu können.“
    Zitat Ende.

    Quelle der Gesetzgeber:

    https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/1999

    Zitat S. 7263: „Über die schuldtilgende Wirkung einer Zahlung mit Sichtguthaben bei der SNB schwieg sich der Gesetzgeber bisher überhaupt aus.“

    Zitat S. 7267: „Im revidierten Artikel 99 BV über die Geld- und Währungspolitik wird der Schweizerfranken von seiner Bindung an das Gold gelöst. Die Einlösungspflicht für die von der SNB ausgegebenen Banknoten (bisheriger Art. 39 Abs. 6 BV), die Pflicht zur Deckung des Notenumlaufs mit Gold und kurzfristigen Guthaben (bisheriger Art. 39 Abs. 7 BV) sowie die Befugnis des Bundes, den Münzfuss zu bestimmen (bisheriger Art. 38 Abs. 3 BV), werden aufgehoben.
    Zitat Ende.

    Zitat S. 7272: „Nun steht der Zugang zu Sichtguthaben der Schweizerischen Nationalbank nicht jedermann offen. Im Verkehr unter den Inhabern eines Girokontos bei der SNB soll jedoch der Gläubiger einer Geldschuld rechtlich verpflichtet werden, solche Guthaben unbeschränkt an Zahlung zu nehmen (Art. 3 Abs. 3 E-WZG). Die befreiende Wirkung tritt selbstverständlich nur im Schuldverhältnis zwischen den GirokontoInhabern ein. Mithin soll im Zahlungsverkehr etwa unter SNB, Banken, Effektenhändlern, Bund, Post die Zahlung mit Zentralbankbuchgeld von der Rechtsordnung ausdrücklich sanktioniert werden. Indem der Schuldner einer Geldschuld gegenüber einem Gläubiger, der über ein Girokonto bei der SNB verfügt, Sichtguthaben bei der SNB mit befreiender Wirkung zur Zahlung verwenden können wird, findet die vermehrte
    Verwendung von Zentralbank-Buchgeld für Grossbetragszahlungen auch rechtlich Anerkennung – eine Innovation, die letztlich im Interesse der Rechtssicherheit der bargeldlosen Überweisung von Schweizer Währung liegen dürfte.“
    Zitat Ende

    Sehen Sie, daran und darüber hinaus – als Nicht Jurist – als Nicht Ökonom -, aber als mündiger Bürger dieses Staates, kann ich nichts erkennen, dass das selbst emittierte Zahlungsmittel der SNB für die -SNB – das ultimative Mittel ist sich von den eigenen Schulden (Fremdwährungen) zu befreien. Die Buchhaltung lässt keinen Raum für eine andere Interpretation offen. Juristisch kann man alles – aber auch alles – umdefinieren und es über Nacht als gesetzeskonform umtaufen.

    Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Dr. Marc Meyer, ist aus meiner Sicht, stichhaltig und der Realität näher, sowie gibt diese die tatsächlichen Gegebenheiten glaubhaft wider. Die juristischen Kapriolen des Gesetzgeber mögen an diesem unumstösslicher Grundsatz nichts ändern.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Haben Sie vielen Dank für Ihre Kern-Zitate.

      Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Feststellung, dass Geld per Definition ein Aktivum des Schuldners ist.

      Ein negativer Kontostand kann nie und nimmer als Geld interpretiert werden.

      Wenn ein Wirtschaftssubjekt einen negativen Kontostand hat bei einer Bank, so gehört dieser nicht zur Geldmenge M1.

      Ein negativer Kontostand ist kein Geld.

      Nur ein positiver Kontostand ist Geld.

      Nur mit einem positiven Kontostand können Sie etwas bezahlen – nicht mit einem negativen Kontostand.

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Geld aus Sicht der Banken. Sie sind gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken.

      Nur eine Bank mit positivem Kontostand bei der SNB kann damit eine Zahlung an eine andere Bank überweisen lassen.

      Die Gläubiger Bank, welche die Zahlung erhält, muss diese annehmen. Das besagt das Gesetz.

      Eine Bank mit Null Guthaben bei der SNB kann keine Überweisung in Auftrag geben und kann mit null Bestand nichts bezahlen.

      Geschweige denn kann eine Bank mit negativem Kontostand bzw. mit einer Schuld bei der SNB diese Schuld an eine andere Bank überweisen lassen.

      Mit einer Schuld kann niemand eine Schuld abbauen.

      Genauso kann die SNB ihre Schulden auf Ihren Girokonti bei den Banken nicht nochmals auf diese übertragen lassen und dann noch behaupten, die Schuld sei beglichen.

      Der Notenumlauf der SNB ist somit kein Geld für die SNB. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Geld aus Sicht der Banken – aber sie sind kein Geld für die SNB.

      Nur aktives liquides Vermögen ist Geld.

      Der Gesetzgeber schützt also keineswegs die Behauptung der SNB beim Notenumlauf der SNB handle es sich um Geld der SNB, womit die SNB ihre eigenen Schulden bezahlen könne.

      Der Irrtum der SNB liegt also darin, dass sie Geld falsch definiert.

      Die SNB definiert eine Schuld als Geld. Das ist ihr verhängnisvoller Irrtum.

      Nur aktives liquides Vermögen ist Geld. Eine Schuld ist per Definition kein Geld und kann folgedessen auch keine schuldtilgende Wirkung haben, wie die SNB behauptet.

      MfG

      Marc Meyer

  19. @Leserinnen und Leser

    Wir registrieren, dass Her Marc Meyer trotz seiner Partybelastung die Zeit findet, sich der Verbreitung seiner Irrlehren zu widmen. Gerne wollen wir die Gelegenheit nutzen, ihn daran zu erinnern, dass er noch immer die Beweise für seine unbeweisbaren Phantasien schuldig ist. Vielleicht findet er seine Beweise ja im Ausland.

    Zur Erinnerung wiederhole ich die kurze, unvollständige Liste der fehlenden Beweise:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Wir sind gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    The real MM (Dr.!!)

    • @????
      Sie sind ein Troll, lassen sie es einfach sein.

      Die von ihnen geforderten Beweise wurden schon zigmal hier erwähnt und diskutiert.

      1. SNB Bilanz, (und weitergehend die inexistenten Repogeschäfte der SNB)
      2. Vgl. Den Aufsatz von Jordan
      3. Jeder der versteht was Eigenkapital, Fremdkapital und Assets sind, braucht keine Gesetzesinterpretation

      Herr ????? ihnen fehlt es an den grundsätzlichen Fachkenntnissen. Schauen sie sich doch auf Youtube „Fabian der Goldschmied“ an. Diese Erläuterungen sind genauso unrichtig und manipulativ wie die der SNB. Aber zumindest entsprechen sie ihrem Niveau. Viel Vergnügen in ihrer Traumwelt.

    • @Vive
      Gut, dass Sie die SNB-Bilanz erwähnen. Dort steht haargenau das Gegenteil von dem, was der gute Herr Meyer behauptet. Wie Sie richtig feststellen, spielen Repogeschäfte keine Rolle mehr, d.h. die SNB geht eben keine Darlehensverträge ein. Darum kann der gute Herr Meyer eben auch seine falschen Behauptungen nicht beweisen: die Beweise des Gegenteils sind erbracht.
      Wenn Herr Meyer zudem die eine Rede von Herrn Jordan so auslegt, als würde der behaupten, er betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital, dann braucht Meyer zuerst Nachhilfe in deutsch und danach einen Blick in die – na? – Bilanz! Dort ist SNB-Geld klar als FK ausgewiesen. Soll doch der gute Herr Meyer einfach mal bei der SNB nachfragen, wie sich dieser „Widerspruch“ zwischen Rede und Bilanz erklärt. Leider muss man vermuten, dass die SNB Herrn Meyers so überdrüssig ist, das sie gar nicht mehr reagieren wird auf seinen Unsinn. Also wie wäre es mit Ihnen, stellen Sie der SNB diese Frage? Teilen Sie uns dann hier doch bitte das Ergebnis Ihrer Forschung mit – danke.
      Die dritte Frage haben Sie falsch verstanden. Dabei geht es nicht um Bilanzen sondern um die Gesetze der Eidgenossenschaft, die Herr Meyer nicht hinnehmen will. (In Deutschland wäre er ein super „Reichsbürger“.) Und Sie? Wie halten Sie es mit unseren Gesetzen?
      Sie haben Recht, Youtube ist eine grosse Bildungslücke aus meiner Sicht (falls Sie das verstehen). Besten Dank für diese Beobachtung!

      Gruss
      The real MM (Dr.!!)

  20. @???

    Zwischen zwei Parties nur kurz:

    Bitte missbrauchen Sie neine Abwesenheit nicht, um Ihren unglaublichen Unsinn hier zu entsorgen. „Die Buchhaltung habe sich dem Gesetz unterzuordnen….“

    Einfach unglaublich dieser Blödsinn.
    Haben Sie das mit Herr Jordan und dem SNB Bankrat abgesprochen?

    Die Buchhaltung ist ein Spiegel der Vermögens- und Schuldverhältnisse.

    Ein Spiegel muss sich gar niemandem unterordnen. Er spiegelt die Realität.

    Das wird immer abstruser mit unserer Nationalbank.

    MfG

  21. Grüezi@The real MM (Dr!),

    Sie schreiben Zitat:
    „Die Buchhaltung ordnet sich der gesetzlichen Norm unter, sonst wäre sie für die Beschreibung der Geschäftsvorgänge der SNB unbrauchbar.“

    Es ist unstrittig, dass SNB und Bund dauernd bemüht sind gesetzeskonform zu handeln. Darf ich Sie fragen, ob Sie zur UBS Rettung eine Meinung haben? Zur Erinnerung: In der Realwirtschaft hätte dies strafrechtliche, zumindest zivil- und damit betreibungsrechtlich, Konsequenzen zur Folge gehabt, die mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Verurteilung geführt hätte. Die UBS rettete man mit Milliarden aus der Bundeskasse und der SNB.

    Eine ganz persönliche Note: die ganze Novellierung der letzten Jahren erinnert mich sehr stark an den letzten Tagen und Zuckungen der kommunistischen Staaten. Es ist so als würde der Gesetzgeber einige Verkehrsregeln anpassen, streichen und erneuern, damit Rückwärtsfahren auf der Autobahn gesetzlich einwandfrei wird.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

      Ja, ich habe eine Meinung zur UBS-Rettung. Es ist ziemlich verstörend, dass der Bund und die SNB in einer Nacht-und Nebelaktion und mit hohem finanziellen Risiko die UBS retten musste, ohne dass das irgendwelche juristischen Konsequenzen für die UBS-Verantwortlichen hatte (soweit ich mich erinnere). Allerdings bin ich zu wenig Jurist, um mir da ein fachliches Urteil bilden zu können. Als Ökonom ist mir allerdings klar, dass mit dem Begriff der Verantwortung in der Unternehmensführung einiges im Argen liegt: Wenn es gut läuft, heisst es, die „Verantwortlichen“ müssen für den Erfolg entlohnt werden, doch wenn es schlecht läuft … .

      Als Steuerzahler tröste ich mich mit der glücklichen Fügung, dass der Bund aus dem UBS-Rettungsfonds sogar einen kleinen Gewinn ziehen konnte.

      Grüsse

      The real MM (Dr.!!)

  22. @Leserinnen und Leser

    Wir registrieren, dass Her Marc Meyer trotz seiner Reisebelastung die Zeit findet, sich der Verbreitung seiner Irrlehren zu widmen. Gerne wollen wir die Gelegenheit nutzen, ihn daran zu erinnern, dass er noch immer die Beweise für seine unbeweisbaren Phantasien schuldig ist. Vielleicht findet er seine Beweise ja im Ausland.

    Zur Erinnerung wiederhole ich die kurze, unvollständige Liste der fehlenden Beweise:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Wir sind gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    The real MM (Dr.!!)

  23. @????

    Nebenan hat Martin Straub den Text geschrieben „The Swiss Nationalbank the fourth largest wealth fund created
    .What now?

    Auf über 50000 Anschlägen behauptet Herr Straub, eine Verlängerung der SNB Bilanz bedeute eine entsprechende Zunahme des SNB Gewinns.

    Dieser Irrtum rührt daher, dass Notenbankgeld als Liquidität bzw als Liquides Vermögen der SNB interpretiert wird.

    Eine Zunahme von Vermögen aus dem Nichts, d.h. eine Vermögenszunahme ohne Schulden würde eine entsprechende Zunahme des SNB Gewinns bedeuten bzw. des SNB Egenkapitals.

    Diesen Kapitalfehler begeht nun Straub und Sie geben ihm zur Antwort: „Congrats und well done“.

    Wer behauptet, eine Verlängerung der SNB Bilanz bedeute eine entsprechende Zunahme des SNB Gewinns, der hat nichts aber auch gar nichts von Geldtheorie verstanden.

    Das gilt auch für Sie, der diesem Kommentarschreiber gratuliert.

    Ich kann Sie als Vertreter der SNB hier nicht Ernst nehmen.Sie spielen sich hier als anonymen Diskussionsleiter auf. Dabei haben Sie die Basics von Geldtheorie noch nicht einmal verstanden.

    Schuster stay at yours.

    Ich denke, es wird Zeit, dass Sie Ihr Pseudonym schon wieder wechseln müssen. Sie und Ihr x-tes Pseudonym sind schon wieder unglaubwürdig geworden.

    MfG

    Marc Meyer

  24. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Herzlichen Dank für Ihre präzisen Beobachtungen und Fragen. Sie tragen sehr zur Klärung der tief liegenden Probleme bei.

    Sie schreiben:
    „Sie haben meine Frage nicht beantwortet:
    Ist die SNB eine ZB oder ein Staatsfonds?“

    Es gibt einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen allen mir bekannten Staatsfonds und der SNB: die SNB kann problemlos weitermachen, auch wenn ihr Eigenkapital negativ werden sollte. In allen anderen Fällen (Staatsfonds) MÜSSEN die Eigner, also die jeweiligen Staaten entweder Geld nachschiessen oder der Fonds ist Konkurs. Bei der SNB wäre diese EK-Sanierung freiwillig, wie ich bereits einmal ausgeführt habe.

    Die Probleme der Umwandlung der SNB oder Teile davon in einen Staatsfonds hat der Bundesrat übrigens ausführlich analysiert: https://www.newsd.admin.ch/newsd/message /attachments/46730.pdf .

    Sie schreiben:
    „Zu Ihren paternalistischen gefärbten Ausführungen, haben Sie vergessen hinzuzufügen, dass die Modelle der VWL keine Geldpolitik erörtern. Dass die Haushalte mehr Geld sparen wollen, als die Investoren an Kredit nachfragen, ist in der VWL bis heute kein Thema.“
    In den Fachtexten und auch Blogbeiträgen, die ich lese, ist das doch hin und wieder ein Thema. Aber es könnte in der Tat noch stärker diskutiert werden. Allerdings ist die Faktenlage nicht ganz so klar, da manch einer auch behauptet, es würden durchaus mehr Kredite nachgefragt als Haushalte sparen, nur sei der Vorsprung geringer geworden. Darüber hinaus gibt es dabei ein definitorisches (d.h. hier ein Messproblem), da im Standardmodell per defintionem gilt: Sparen = Investieren. Wie Sie sehen, haben Sie einen sehr wichtigen und offenen Punkt angesprochen.

    Sie schreiben:
    „Sehen Sie, die Rechtswissenschaften sind wie die Wirtschaftswissenschaften normative Wissenschaften, deshalb beschreiben diese was sein soll und nicht was ist.“
    Genau genommen machen diese Wissenschaften beides. Sie können ja nicht rein positiv (beschreibend) sein, weil die Rechtsnormen und die Wirtschaftsordnung schliesslich das Ergebnis unseres Handelns sind. Folglich müssen diese beiden Wissenschaften auch normativ vorgehen.

    Sie schreiben:
    „Ist das wirklich so? Die SNB kann mit staatlicher Unterstützung und Rückendeckung ihre emittierten Banknoten (gesetzliches Zahlungsmittel) als Zahlungsmittel für eigene Zwecke verwenden, somit sich von Schulden befreien; obschon die Logik der doppelten Buchhaltung eindeutig etwas anderes attestiert! – und für diesen unüberbrückbaren Widerspruch werter @The real MM (Dr.) – sollen wir Bürger und Steuerzahler die Haftung übernehmen?“
    Die Buchhaltung ordnet sich der gesetzlichen Norm unter, sonst wäre sie für die Beschreibung der Geschäftsvorgänge der SNB unbrauchbar. Wie bereits ausgeführt, ist eine Garantieübernahme des Staates für allfällig negatives EK der SNB eine rein kosmetische Angelegenheit, die zur Beruhigung derjenigen dient, die Buchhaltung nicht von Mathematik unterscheiden können und auch ansonsten nichts von Wirtschaft verstehen. Die Haftungsübernahme bewegt sich auf einer sehr fundamentalen Ebene: Wenn aus welchen Gründen auch immer unser Wirtschaftssystem oder unseres politische System zusammenbrechen, eine Hyperinflation ausbrechen würde o.ä. zahlen die Bürger die Zeche. Negatives EK der SNB zählt allerdings nicht zu den potentiellen Gründen.

    Grüsse

    The real MM (Dr.!!)

  25. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Danke

    Man kann nicht sagen, die Mathematik habe sich dem Gesetz unterzuordnen.

    Genau so kann man nicht fordern, die Buchhaltung habe sich dem Gesetz unterzuordnen.

    Die Buchhaltung ist die legitime Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden. Gemäss Bundesverfassung ist das Eigentum garantiert. In unserem Rechtsstaat ist es somit nicht möglich, dass die Eigentums- und Rechtsverhältnisse – dokumentiert in der Buchaltung – aufgrund von falsch interpretiertem Gesetz abgeändert werden.

    Auch eine SNB darf ihre Schulden nicht einfach zu Vermögen erklären.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Sehen Sie, es ist amüsant zu Lesen Zitat von @The real MM (Dr!):

      „Die SNB verbucht den Notenumlauf nachweislich und für alle des Lesens mächtigen nachprüfbar als Fremdkapital. So soll es sein und so ist es. Die SNB handelt gesetzeskonform indem sie mit SNB-Noten ihre Schulden begleicht, wenn sie es so möchte.
      So soll es sein und so ist es.“
      Zitat Ende.

      Das Ägypten der Pharaonen lässt grüssen…..

      Interessant daran ist die Hervorhebung: (Gesetzeskonform). In der Tat, wenn man sich mit dem Gesetzgeber auseinandersetzt, stellt man fest, dass dieses Gerüst stichhaltig und zweifelsfrei ist. Sie prangern dabei die falsche Auslegung des Gesetzes. Da muss man sich als mündiger Bürger fragen, welche auslösenden Gründe hinter den hier entstandenen Gesetze erkannt werden müssen. Wurde die SNB von Interessensgruppen instrumentalisiert?. Auch die in der Unternehmensbewertung verwendeten mathematischen Ansätze sind nachweislich untauglich; wie man aus der nunmehr 10 Jahren langen Finanzkrise herleiten kann.

      Sie grüssend

  26. @Marc Meyer, Dr.

    Seitens aller drei Leserinnen und Leser wünsche ich Ihnen erholsame drei Wochen und genug Musse, um über die folgenden noch immer unbeantworteten Fragen nachzudenken:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Diese drei einfachen Fragen konnten Sie, Herr Meyer noch nicht beantworten. Ihre „Argumentation“ stützt sich jedoch auf die Behauptung, dass die gewünschten Beweise existieren.

    Anmerkung: Es ist elementar, diese Beweise durch Verweis auf nachprüfbare Quellen zu erbringen. Es ist der Diskussion nicht gedient, wenn eine Beweisführung auf reine Behauptungen des Beweispflichtigen gestützt wird.

    Wir sind gespannt auf Ihren konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    The real MM (Dr.!!)

  27. @Leserinnen und Leser

    In eigener Sache

    Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Innerhalb der nächsten drei Wochen wird es mir zeitlich nicht möglich sein, mich hier zu Wort zu melden und Kommentare zu beantworten.

    Danke für’s Interesse

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  28. Nachtrag V

    Eine Lektion in Logik für die SNB-Professorenschaft – SNB strebt Enteignung der Sparer an und macht sich strafbar

    SNB-Chef Jordan hat ja behauptet in seinem Vortrag, die SNB könne mit Notenbankgeld ihre Schulden begleichen.

    Anonyme Anhänger wiederholen das nun hier in aufdringlicher Weise mantraartig.

    Einfachste Überlegungen verdeutlichen jedoch den Irrtum der SNB-Professorenschaft:

    Die SNB will also ihre Schulden mit Schulden zurückzahlen.

    Überlegen wir uns einmal:

    Frage eins: Worin bestehen die Schulden der SNB?

    Antwort eins: Aus Giroguthaben der SNB.

    Frage zwei: Wie will die SNB ihre Schulden, bestehend aus Giroguthaben zurückzahlen?

    Antwort zwei: Mit Giroguthaben

    Logische Konsequenz: Könnte man mit Giroguthaben die Giroguthaben zurückzahlen, so könnte es sich demnach bei Giroguthaben gar nicht um Schulden handeln.

    D.h. die Giroguthaben müssten gar nie zurückbezahlt werden, da sie selber die Schuld tilgen würden und somit selber gar keine Schuld sein könnten. Das ist reine Logik. Es käme also gar nie zu einer Schuld der SNB durch Giroguthaben der Banken.

    Frage drei: Woraus besteht die rechte Seite einer Bilanz, die Passivseite?

    Antwort drei: Aus Eigenkapital und Fremdkapital – es gibt keine andere Möglichkeit.

    Frage vier: Wenn die über 700 Milliarden Giroguthaben der SNB keine Schuld – also kein Fremdkapital der SNB darstellen. Was stellen sie dann dar?

    Antwort vier: Eigenkapital der SNB

    Logische Konsequenz: Analysiert man die Argumentation der SNB-Professorenschaft, so folgt, dass es sich bei den Giroguthaben der SNB um Eigenkapital der SNB handeln würde, welches nicht zurückbezahlt werden muss.

    Jordan bezeichnet und interpretiert denn Notenbankgeld fälschlicherweise auch als Eigenkapital der SNB.

    Das ist aber falsch: Bei den Giroguthaben der SNB handelt es sich nicht um Eigenkapital, sondern um Fremdkapital der SNB.

    Die SNB Professorenschaft widerspricht sich somit kontinuierlich selbst. Sie bezeichnet und interpretiert Notenbankgeld (Giroguthaben der SNB und Banknoten) einmal als Eigenkapital der SNB und dann wieder als Fremdkapital der SNB – je nachdem, was ihr gerade besser dünkt.

    Die SNB-Professorenschaft weiss also immer noch nicht, ob Notenbankgeld nun Eigenkapital oder Fremdkapital der SNB ist.

    Die SNB-Professorenschaft versucht nun den Spagat oder sogar den Salto mortale zwischen Eigen- und Fremdkapital – aber der wird ihr nicht gelingen. Nie.

    Und übrigens: Geld ist immer ein Aktivum. Geld ist nie ein Passivum. Niemand kann eine Schuld begleichen, indem er seinen negativen Kontostand an jenen überweisen lässt, dem er etwas schuldet.

    Die Behauptung, die SNB könne ihre Schulden zahlen mit dem Notenbankgeld ist falsch. Da nützt auch die Berufung auf Artikel 3 des Bundesgesetzes über die Währung und Zahlungsmittel nichts. Notgenbankgeld ist kein Geld für die SNB, da kein Aktivum der SNB.

    Angenommen, ihr Nachbar schuldet ihnen CHF 5‘000. Kann nun der Nachbar zur Tilgung dieser Schuld seinen Kontostand von minus CHF 5‘000 auf Sie übertragen lassen, so dass ihnen nun weitere 5‘000 abgebucht werden? Niemals. Und dann behauptet er auch noch, seine Schuld bei Ihnen sei getilgt? Niemals!

    Keine Bank würde und dürfte das tun. Und Sie müssten sich das nicht gefallen lassen. Warum nicht? Weil ein Minusbetrag kein Geld ist. Genauso ist ein Minusbetrag für die SNB auch kein Geld. die SNB kann nichts – gar nichts abbezahlen mit einer Schuld.

    Angenommen, ihr Nachbar würde CHF 100‘000 Schulden machen und dann behaupten, er könne diese Schulden begleichen, indem die Bank dem Gläubiger diese Schuld nochmals als Schuld überweist.

    Einen solchen Menschen würde man bevormunden – die Kesb würde womöglich zu Hilfe gerufen, oder von selber eingreifen, damit dieser Herr nicht seine ganze Familie ruiniert.

    Die SNB hat nun Schulden von 100‘000 Franken für jeden Einwohner unseres Landes bei den Banken gemacht und will diese Schulden tilgen durch Überweisung dieser Schulden auf das Konto der Banken.

    Was werden die Banken tun? Sie haben ja Forderungen von rund 700 Milliarden gegenüber der SNB? Die Kesb können die Banken nicht rufen. Sie werden also die FINMA anrufen, die bisher geschlafen hat.

    Und was wird die FINMA tun? Sie wird ein Bail-In der SNB anordnen. D.h. die SNB wird Recht erhalten: Die Guthaben der Banken bei der SNB werden eingefroren und zur Sanierung der SNB herangezogen. Die Banken haben demzufolge grosse Wertberichtigungen auf ihren Guthaben bei der SNB vorzunehmen.

    Je nach Guthaben bei der SNB und Verlust der SNB, kann das dazu führen, dass die Bank selber Konkurs geht. Was wird sie tun? Die FINMA anrufen. Was wird diese tun? Ein Bail-In bei den Banken anordnen.

    Was heisst das? Die Guthaben der Sparer bei den Banken werden eingefroren und zur Sanierung der Banken beigezogen. Das kommt einer Enteignung der Sparer durch die SNB gleich.

    Die SNB beruft sich dabei auf das Gesetz. Die SNB dürfe mit Geld bezahlen. Dabei übersieht die SNB, dass der Notenumlauf gar kein Geld ist aus Sicht der SNB.

    Konklusion: Die SNB arbeitet schon jetzt auf eine Enteignung der Sparer hin. Sie beruft sich dabei auf Spezialgesetz und legt dieses falsch aus.

    Zudem übersieht die SNB, dass per Bundesverfassung das Eigentum geschützt ist – auch jenes der Sparer. (Artikel 126).

    Was steht höher? Die Bundesverfassung oder ein Spezialgesetz, das von der SNB falsch ausgelegt wird?

    Es wird höchste Zeit, dass die SNB endlich zu ihren Irrtümern steht. Das wäre viel glaubwürdiger. Die SNB macht sich strafbar, indem sie ganz klar einen Weg eingeschlagen hat, welcher der Bundesverfassung widerspricht und auf eine Enteignung der Sparer herausläuft.

    £Und zudem: Man stelle sich vor, die SNB würde den Banken Banknoten im Wert von 700 Milliarden Franken überweisen. Das sind 7 Milliarden 100-Franken-Noten. Der Zahlungsverkehr würde zusammenbrechen. Die Banken hätten Bargeld anstatt Buchgeld.

    Sämtliche Zahlungen müssten wieder bar getätigt werden: Ihr Lohn in bar; ihre Miete in bar usw. Einfach alles unvorstellbar, was uns die SNB hier auftischt.

    Einfach UNGLAUBLICH!

    Herr Jordan von der SNB sowie seine Professorenschaft in und aus dem Umfeld der SNB, insbesondere des SNB-Bankrates, die sich hier anonym immer wieder unangenehm zu Wort melden sollten einmal in Klausur gehen und dann die Konklusionen ziehen – zum Wohle unseres Landes.

    Wir können keine „thumbs-up“ Geldpolitik gebrauchen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Marc Meyer

      Da Sie es als Skandal zu empfinden scheinen, dass Sparer ihre Einlagen bei ihrer Bank verlieren könnten, halte ich es für meine Pflicht, Ihnen die folgende Anregung zu geben für den Fall, dass Sie selbst Sparer bei einer Bank und nicht Schuldner sein sollten: Bitte sprechen Sie baldmöglichst mit Ihrem Bankberater und lassen Sie sich erklären, was mit Ihrem Sparbetrag im Falle eines Konkurses geschehen würde. Kleiner Tipp: 1. grundsätzlich ist der Bestandteil der Konkursmasse, 2. lassen Sie sich auf keinen Fall abwimmeln mit dem Hinweis, ein Konkurs sei ausgeschlossen / sehr unwahrscheinlich, 3. lassen Sie sich allfällige „Garantien“ mit Pfändern absichern.

      Ausserdem bin ich gespannt, wann Sie das – Ihrer Aussage nach – kriminelle Verhalten der SNB („Eine Lektion in Logik für die SNB-Professorenschaft – SNB strebt Enteignung der Sparer an und macht sich strafbar „) zur Anzeige bringen werden. 4. Seien Sie vorsichtig mit allenfalls strafbaren Behauptungen.

      The real MM (Dr.!!)

  29. Nachtrag V

    Eine Lektion in Logik für die SNB-Professorenschaft:

    SNB-Chef Jordan hat ja behauptet in seinem Vortrag, die SNB könne mit Notenbankgeld ihre Schulden begleichen.

    Anonyme Anhänger wiederholen das nun hier in aufdringlicher Weise mantraartig.

    Einfachste Überlegungen verdeutlichen jedoch den Irrtum der SNB-Professorenschaft:

    Die SNB will also ihre Schulden mit Schulden zurückzahlen.

    Überlegen wir uns einmal:

    Frage eins: Worin bestehen die Schulden der SNB?

    Antwort eins: Aus Giroguthaben der SNB.

    Frage zwei: Wie will die SNB ihre Schulden, bestehend aus Giroguthaben zurückzahlen?

    Antwort zwei: Mit Giroguthaben

    Logische Konsequenz: Könnte man mit Giroguthaben die Giroguthaben zurückzahlen, so könnte es sich demnach bei Giroguthaben gar nicht um Schulden handeln.

    D.h. die Giroguthaben müssten gar nie zurückbezahlt werden, da sie selber die Schuld tilgen würden. Es käme also gar nie zu einer Schuld der SNB durch Giroguthaben.

    Frage drei: Woraus besteht die rechte Seite der Bilanz, die Passivseite – auch der SNB?

    Antwort drei: Aus Eigenkapital und Fremdkapital – es gibt keine andere Möglichkeit.

    Frage vier: Wenn die über 700 Milliarden Giroguthaben der SNB keine Schuld – also kein Fremdkapital der SNB darstellen. Was stellen sie dann dar?

    Antwort vier: Eigenkaptial der SNB

    Logische Konsequenz: Analysiert man die Argumentation der SNB-Professorenschaft, so folgt, dass es sich bei den Giroguthaben der SNB um Eigenkapital der SNB handeln würde, welches nicht zurückbezahlt werden muss.

    Das ist aber falsch: Bei den Giroguthaben der SNB handelt es sich nicht um Eigenkapital, sondern um Fremdkapital der SNB.

    Die SNB Professorenschaft widerspricht sich somit kontinuierlich selbst. Sie bezeichnet und interpretiert Notenbankgeld (Giroguthaben der SNB und Banknoten) einmal als Eigenkapital der SNB und dann wieder als Fremdkapital der SNB.

    Die SNB-Professorenschaft weiss also immer noch nicht, ob Notenbankgeld nun Eigenkapital oder Fremdkapital der SNB ist.

    Die SNB-Professorenschaft versucht nun den Spagat oder den Salto mortale zwischen Eigen- und Fremdkapital – aber der wird ihr nicht gelingen.

    Und übrigens: Geld ist immer ein Aktivum. Niemand kann eine Schuld begleichen, indem er seinen negativen Kontostand an jenen überweisen lässt, dem er etwas schuldet.

    Das kann auch die SNB nicht.

    Wollte jemand seine Schuld bezahlen, indem er dem Gläubiger ein Schuld überweist, so würde und dürfte die Bank das nie tun. Und der Gläubiger muss keine Schuld annehmen als Bezahlung.

    Würde jemand das tun, so würde man ihn als nich tzurchnungsfähiig bezeichnen.

    Die SNB soll endlich zu Ihren Irrtümern stehen. Das wäre viel glaubwürdiger.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer
    Nachtrag V

    Eine Lektion in Logik für die SNB-Professorenschaft – SNB strebt Enteignung der Sparer an und macht sich strafbar

    SNB-Chef Jordan hat ja behauptet in seinem Vortrag, die SNB könne mit Notenbankgeld ihre Schulden begleichen.

    Anonyme Anhänger wiederholen das nun hier in aufdringlicher Weise mantraartig.

    Einfachste Überlegungen verdeutlichen jedoch den Irrtum der SNB-Professorenschaft:

    Die SNB will also ihre Schulden mit Schulden zurückzahlen.

    Überlegen wir uns einmal:

    Frage eins: Worin bestehen die Schulden der SNB?

    Antwort eins: Aus Giroguthaben der SNB.

    Frage zwei: Wie will die SNB ihre Schulden, bestehend aus Giroguthaben zurückzahlen?

    Antwort zwei: Mit Giroguthaben

    Logische Konsequenz: Könnte man mit Giroguthaben die Giroguthaben zurückzahlen, so könnte es sich demnach bei Giroguthaben gar nicht um Schulden handeln.

    D.h. die Giroguthaben müssten gar nie zurückbezahlt werden, da sie selber die Schuld tilgen würden und somit selber gar keine Schuld sein könnten. Das ist reine Logik. Es käme also gar nie zu einer Schuld der SNB durch Giroguthaben der Banken.

    Frage drei: Woraus besteht die rechte Seite einer Bilanz, die Passivseite?

    Antwort drei: Aus Eigenkapital und Fremdkapital – es gibt keine andere Möglichkeit.

    Frage vier: Wenn die über 700 Milliarden Giroguthaben der SNB keine Schuld – also kein Fremdkapital der SNB darstellen. Was stellen sie dann dar?

    Antwort vier: Eigenkapital der SNB

    Logische Konsequenz: Analysiert man die Argumentation der SNB-Professorenschaft, so folgt, dass es sich bei den Giroguthaben der SNB um Eigenkapital der SNB handeln würde, welches nicht zurückbezahlt werden muss.

    Jordan bezeichnet und interpretiert denn Notenbankgeld fälschlicherweise auch als Eigenkapital der SNB.

    Das ist aber falsch: Bei den Giroguthaben der SNB handelt es sich nicht um Eigenkapital, sondern um Fremdkapital der SNB.

    Die SNB Professorenschaft widerspricht sich somit kontinuierlich selbst. Sie bezeichnet und interpretiert Notenbankgeld (Giroguthaben der SNB und Banknoten) einmal als Eigenkapital der SNB und dann wieder als Fremdkapital der SNB – je nachdem, was ihr gerade besser dünkt.

    Die SNB-Professorenschaft weiss also immer noch nicht, ob Notenbankgeld nun Eigenkapital oder Fremdkapital der SNB ist.

    Die SNB-Professorenschaft versucht nun den Spagat oder sogar den Salto mortale zwischen Eigen- und Fremdkapital – aber der wird ihr nicht gelingen. Nie.

    Und übrigens: Geld ist immer ein Aktivum. Geld ist nie ein Passivum. Niemand kann eine Schuld begleichen, indem er seinen negativen Kontostand an jenen überweisen lässt, dem er etwas schuldet.

    Die Behauptung, die SNB könne ihre Schulden zahlen mit dem Notenbankgeld ist falsch. Da nützt auch die Berufung auf Artikel 3 des Bundesgesetzes über die Währung und Zahlungsmittel nichts. Notgenbankgeld ist kein Geld für die SNB, da kein Aktivum der SNB.

    Angenommen, ihr Nachbar schuldet ihnen CHF 5‘000. Kann nun der Nachbar zur Tilgung dieser Schuld seinen Kontostand von minus CHF 5‘000 auf Sie übertragen lassen, so dass ihnen nun weitere 5‘000 abgebucht werden? Niemals. Und dann behauptet er auch noch, seine Schuld bei Ihnen sei getilgt? Niemals!

    Keine Bank würde und dürfte das tun. Und Sie müssten sich das nicht gefallen lassen. Warum nicht? Weil ein Minusbetrag kein Geld ist. Genauso ist ein Minusbetrag für die SNB auch kein Geld. die SNB kann nichts – gar nichts abbezahlen mit einer Schuld.

    Angenommen, ihr Nachbar würde CHF 100‘000 Schulden machen und dann behaupten, er könne diese Schulden begleichen, indem die Bank dem Gläubiger diese Schuld nochmals als Schuld überweist.

    Einen solchen Menschen würde man bevormunden – die Kesb würde womöglich zu Hilfe gerufen, oder von selber eingreifen, damit dieser Herr nicht seine ganze Familie ruiniert.

    Die SNB hat nun Schulden von 100‘000 Franken für jeden Einwohner unseres Landes bei den Banken gemacht und will diese Schulden tilgen durch Überweisung dieser Schulden auf das Konto der Banken.

    Was werden die Banken tun? Sie haben ja Forderungen von rund 700 Milliarden gegenüber der SNB? Die Kesb können die Banken nicht rufen. Sie werden also die FINMA anrufen, die bisher geschlafen hat.

    Und was wird die FINMA tun? Sie wird ein Bail-In der SNB anordnen. D.h. die SNB wird Recht erhalten: Die Guthaben der Banken bei der SNB werden eingefroren und zur Sanierung der SNB herangezogen. Die Banken haben demzufolge grosse Wertberichtigungen auf ihren Guthaben bei der SNB vorzunehmen.

    Je nach Guthaben bei der SNB und Verlust der SNB, kann das dazu führen, dass die Bank selber Konkurs geht. Was wird sie tun? Die FINMA anrufen. Was wird diese tun? Ein Bail-In bei den Banken anordnen.

    Was heisst das? Die Guthaben der Sparer bei den Banken werden eingefroren und zur Sanierung der Banken beigezogen. Das kommt einer Enteignung der Sparer durch die SNB gleich.

    Die SNB beruft sich dabei auf das Gesetz. Die SNB dürfe mit Geld bezahlen. Dabei übersieht die SNB, dass der Notenumlauf gar kein Geld ist aus Sicht der SNB.

    Konklusion: Die SNB arbeitet schon jetzt auf eine Enteignung der Sparer hin. Sie beruft sich dabei auf Spezialgesetz und legt dieses falsch aus.

    Zudem übersieht die SNB, dass per Bundesverfassung das Eigentum geschützt ist – auch jenes der Sparer. (Artikel 126).

    Was steht höher? Die Bundesverfassung oder ein Spezialgesetz, das von der SNB falsch ausgelegt wird?

    Es wird höchste Zeit, dass die SNB endlich zu ihren Irrtümern steht. Das wäre viel glaubwürdiger. Die SNB macht sich strafbar, indem sie ganz klar einen Weg eingeschlagen hat, welcher der Bundesverfassung widerspricht und auf eine Enteignung der Sparer herausläuft.

    £Und zudem: Man stelle sich vor, die SNB würde den Banken Banknoten im Wert von 700 Milliarden Franken überweisen. Das sind 7 Milliarden 100-Franken-Noten. Der Zahlungsverkehr würde zusammenbrechen. Die Banken hätten Bargeld anstatt Buchgeld.

    Sämtliche Zahlungen müssten wieder bar getätigt werden: Ihr Lohn in bar; ihre Miete in bar usw. Einfach alles unvorstellbar, was uns die SNB hier auftischt.

    Einfach UNGLAUBLICH!

    Herr Jordan von der SNB sowie seine Professorenschaft in und aus dem Umfeld der SNB, insbesondere des SNB-Bankrates, die sich hier anonym immer wieder unangenehm zu Wort melden sollten einmal in Klausur gehen und dann die Konklusionen ziehen – zum Wohle unseres Landes.

    Wir können keine „thumbs-up“ Geldpolitik gebrauchen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  30. @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

    Sie schreiben
    „Sie – die SNB – kann sich durch die Herausrage der eigenen emittierten Währung von ihren eigenen Verbindlichkeiten befreien.
    Und das sollen wir so hinnehmen?“

    Es ist auch für Absolventen der universitären Studien der Volkswirtschaftslehre und sogar mancher Doktorierter nicht immer möglich, unser Geldsystem zu begreifen. Unten (insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-180619) habe ich versucht zu erklären, warum es gar nicht so schlecht ist. Gegenwärtig gibt es auch keine besseren Ideen und mir scheint, die Schweiz profitiert recht ordentlich vom aktuellen System.

    Natürlich müssen die Bürger für allfällige Katastrophen staatlicherseits (also einschliesslich SNB) haften. Doch die überwiegende Mehrheit der Schweizer will es so. Die Alternatives wäre schliesslich, dass der Staat für seine Bürger verantwortlich wäre.
    Es heisst, Eltern haften für ihre Kinder. Die Schweizer wollen nicht die Mündel ihres Staates sein, darum übernehmen Sie die Haftung auch für die SNB. Ganz selbstverständlich.

    Grüsse

    The real MM (Dr.!!)

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Wie wollen die Studenten die Geldtheorie begreifen, wenn bereits die Professoren diese nicht begreifen – notabene Professoren bei und im direkten Umfeld der SNB und des SNB-Bankrates?

      Aha. Unser Geldsystem ist nicht schlecht? Über 700 Milliarden Franken Schulden – deklariert gegenüber dem Volk als Vermögen. Die SNB hat immer noch nicht erklären können, wie sie mit hunderten Milliarden Franken Schulden und entsprechenden Investitionen ausschliesslich im Ausland die Zinsen in der Schweiz steuern und die Schweizer Wirtschaft ankurbeln will.

      Die SNB bewertet zudem ihre Devisenanlagen viel zu hoch, weil sie deren Kurse selber manipuliert. Die SNB kann keinen Weg aufzeigen, wie sie ihre Devisen abbauen kann, ohne dass der Euro einbricht und gewaltige Verluste drohen.

      Die SNB behauptet, sie können Schulden mit Schulden abbauen. Absurder geht es nicht mehr. Die SNB legt das Gesetz falsch aus und erhebt dieses falsch ausgelegte Gesetz zudem noch über unsere Bundesverfassung.

      Diese Geldpolitik soll gut sein?

      Die SNB-Professorenschaft soll endlich lieber zu ihren Irrtümern stehen als sich hier zu winden. Das wäre glaubwürdiger.

      Wenigsten gibt der Kommentator zu, dass die Bürger für die Schulden der SNB haften. Es wird Zeit, dass das auch SNB-Chef Jordan öffentlich bestätigt und zugibt, dass die SNB mit Schulden ihre Schulden nicht abbauen kann, sondern dass die Bürgerinnen und Bürger bei Verlusten der SNB zur Kasse gebeten werden – über höhere Steuern, Bail-Ins, Inflation und dergleichen.

      mfG

      Marc Meyer

    • Grüezi@The real MM (DR),

      Sie haben meine Frage nicht beantwortet:

      Ist die SNB eine ZB oder ein Staatsfonds?

      Zu Ihren paternalistischen gefärbten Ausführungen, haben Sie vergessen hinzuzufügen, dass die Modelle der VWL keine Geldpolitik erörtern. Dass die Haushalte mehr Geld sparen wollen, als die Investoren an Kredit nachfragen, ist in der VWL bis heute kein Thema. Da bleibt nur noch die Frage, ob Professoren so dumm überhaupt sein können – trotz aller schweren Krisen der Ökonomie.

      Sehen Sie, die Rechtswissenschaften sind wie die Wirtschaftswissenschaften normative Wissenschaften, deshalb beschreiben diese was sein soll und nicht was ist.

      Sie schreiben Zitat:
      „Natürlich müssen die Bürger für allfällige Katastrophen staatlicherseits (also einschliesslich SNB) haften. Doch die überwiegende Mehrheit der Schweizer will es so.“
      Zitat Ende

      Ist das wirklich so? Die SNB kann mit staatlicher Unterstützung und Rückendeckung ihre emittierten Banknoten (gesetzliches Zahlungsmittel) als Zahlungsmittel für eigene Zwecke verwenden, somit sich von Schulden befreien; obschon die Logik der doppelten Buchhaltung eindeutig etwas anderes attestiert! – und für diesen unüberbrückbaren Widerspruch werter @The real MM (Dr.) – sollen wir Bürger und Steuerzahler die Haftung übernehmen?

      Einen schönen Abend

    • @???

      Also Sie schreiben: „Natürlich müssen die Bürger für allfällige Katastrophen staatlicherseits (also einschliesslich SNB) haften.“

      Das heisst: Die Bürgerinnen und Bürger haften bei negativem Eigenkapital der SNB.

      Wir kommen der Sache näher.

      Herr Jordan behauptete bis jetzt aber, aufgrund des Notenmonopols seien Gläubiger der SNB im Falle von negativem Eigenkapital der SNB nicht schlechter gestellt als im Falle von positivem Eigenkapital.

      Sehen Sie den Widerspruch? Die SNB widerspricht sich selber.

      Herr Jordan, der SNB-Chef soll also endlich vors Volk stehen und zugeben, dass im Falle von negativem Eigenkapital der SNB die Bürgerinnen und Bürger für die Verluste der SNB werden aufkommen müssen.

      mfG

  31. @Leserinnen und Leser

    Die Professorenschaft in und im Umfeld der SNB und des SNB-Bankrates hat ein grosses Problem:

    Sie bezeichnet Notenbankgeld als „Liquidität“ bzw. „Liquides Vermögen“ der SNB, womit die SNB sämtliche eigenen Schulden bezahlen könne.

    Hätte die Professorenschaft Recht, so müsste der Notenumlauf auf der Passivseite der SNB verbucht sein. Das ist er aber nicht. Der Notenumlauf ist auf der Passivseite verbucht.

    Jetzt meint die Professorenschaft um SNB-Chef Jordan, die SNB könne ihre Schulden mit Schulden bezahlen.

    Sehen Sie, verehrte Leserinnen und Leser, wie absurd die SNB Professorenschaft argumentiert?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  32. @René Menéndez

    Sehr geehrter Herr Menéndez

    Erstens:
    Der „Notenumlauf“ der SNB ist kein Geld für die SNB. Nur ein Aktivum kann Geld sein. Banknoten in einem Kassabestand eines Wirtschaftssubjektes hingegen ist Geld.

    Zweitens:
    Der Gläubiger bei Banknoten ist das Wirtschaftssubjekt, welches Kassabestände hat. Bei den Giroguthaben der Banken bei der SNB sind die Banken Gläubiger. Die UBS beispielsweise hat Forderungen von über 100 Milliarden gegenüber Zentralbanken, wobei ich davon ausgehe, dass das überwiegend Forderungen gegenüber die SNB sind.
    Die SNB kann nicht einfach sagen, die UBS habe keine Forderungen mehr.

    Die Gläubiger, die Forderungen machen können gegenüber der SNB sind die Banken. Diese werden nicht auf über 700 Milliarden Forderungen gegenüber der SNB verzichten, nur weil die Professorenschaft in und im Umfeld der SNB immer noch nicht realisiert hat, dass die SNB ausstehende Forderungen hat.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  33. @Leserinnen und Leser

    Die SNB verbucht den Notenumlauf nachweislich und für alle des Lesens mächtigen nachprüfbar als Fremdkapital. So soll es sein und so ist es.

    Die SNB handelt gesetzeskonform indem sie mit SNB-Noten ihre Schulden begleicht, wenn sie es so möchte.
    So soll es sein und so ist es.

    Freundlich

    The real MM (Dr.!!)

    • Grüezi@The real MM (Dr.!!),

      Ist die SNB eine Zentralbank oder ein Staatsfond?

      Gestatten Sie mir darüber hinaus, dagegen einzuwenden, dass in vielerlei Hinsicht es sich um eine recht seltsame Konstruktion handelt. Die Geschäftsbanken Guthaben bei der SNB und das sich im Umlauf befindendes Bargeld sind, auf der Passiva-Seite der SNB-Bilanz. Es ist als hätte der Gesetzgeber – gemäss Ihren stichhaltigen juristischen Ausführungen – aus diesen Verbindlichkeiten der SNB – das Ganze so umdefiniert – das diese Verbindlichkeiten der SNB Verbindlichkeiten gegenüber sich selbst geworden sind, die die SNB durch ihr Emissionsmonopol jederzeit nachkommen kann. Sie – die SNB – kann sich durch die Herausrage der eigenen emittierten Währung von ihren eigenen Verbindlichkeiten befreien.

      Und das sollen wir so hinnehmen? Das diese Konstruktion keine politischen Verwerfungen auslöst – lässt tief blicken – über die geistige Verfassung unserer Gesellschaft.

      Sie grüssend

    • „Die SNB verbucht den Notenumlauf nachweislich und für alle des Lesens mächtigen nachprüfbar als Fremdkapital.“

      Da fragt man sich doch sofort wie die eigentumsrechtliche Konstellation aussieht, denn irgendwie ist Fremdkapital damit verbunden, daß es einen dazugehörigen Gläubiger gibt, der nach einer mehr oder weniger bestimmten Zeit diese (für ihn) Forderung auch geltend machen kann. Diesen Gläubiger gibt es aber nicht, weswegen die Charakterisierung als Fremdkapital nicht wirklich stichhaltig ist. (Aus diesem Grund ist Bargeld auch weder eine Forderung noch eine Verbindlichkeit!)

      Es bietet sich eher eine Bezeichnung an, die man als Stützel-Kenner unter dem Begriff „Ausschüttungssperrbetrag“ kennt. Derartige Beträge sind gewissermaßen Gläubigerschutzbeträge, die verhindern sollen, daß das aktive Vermögen unter dieses Sperrvolumen fällt. So gesehen würde der NotenUMLAUF eher zu einer grundkapitalähnlichen Größe, da ja auch das Grundkapital (was ja auch weniger eine Verbindlichkeit, sondern essentiell eine Auflistung der Eigentumsrechte an einer juristischen Person darstellt) größenmäßig nicht angetastet werden darf, d.h. der Wert der Aktiva darf (selbst wenn weiter keine Verbindlichkeiten existieren sollten) nicht unterhalb des Volumens des Grundkapitals sinken.

      (Das hat übrigens einen lustigen Widerspruch zur Folge, denn würde man eine Zentralbank auflösen, müßte zuvor alles emittierte Bargeld wieder eingezogen werden, so daß man sich fragen müßte, wie das dann mit der Grundkapitaleinlage wäre, denn auch der Gegenwert dieser „Einlage“ ist in der Position „NotenUMLAUF“ enthalten…)

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Ja – die geistige Verfassung vieler lässt tief blicken. Aber wir müssen ehrlich sein:

      Viele Leserinnen und Leser verstehen, dass eine Schuld nicht mit einer Schuld beglichen werden kann.

      Es handelt sich hier nur um sher wenige Kommentatoren aus dem direkten Umfeld der SNB, welche allen ernstes behaupten, eine Schuld könne mit einer Schuld begleichen werden.

      Ja -. da kommt man wirklich ins Grübeln… erstens: dass man sowas überhaupt behaupten kann und zweitens, dass dieser Unsinn von höchster Stelle kommt.

      Der Fehler der SNB-Professorenschaft rührt daher, dass sie Geld falsch interpretieren. Geld ist nur ein Aktivum – niemals ein Passivum.

      Die SNB Professorenschaft verdreht den Ausdruck „Geld“ im Gesetz.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @???
      Niemand bestreitet die korrekte Verbuchung in der SNB Bilanz, nur muss man daraus auch noch die korrekten Schlüsse ziehen. Ihr „Schuldenabbau“ erfolgt also über einen Passivtausch Giroguthaben Banken an Notenumlauf. Das dürfen Sie dereinst den internationalen Anlegern erklären, die Ihre Positionen in Treu und Glauben in der CH indirekt bei der SNB angelegt haben. Merken Sie nicht wie schludrig die Argumentation der SNB ist? Die Banken können ihre Positionen jederzeit bis auf die Mindestreserve abbauen. Das geht nur, wenn die SNB Vermögen veräussert (Aktiven). Sie sperren die Investoren sonst im CHF bei der SNB ein. Mal schauen wie die EU auf diese Einschränkung des freien Kapitalverkehrs reagieren wird. Ich bin gespannt was Jordan und Co dann zur Legitimierung zusammen stottern werden.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico

      Sie schreiben:
      „Ihr „Schuldenabbau“ erfolgt also über einen Passivtausch Giroguthaben Banken an Notenumlauf. Das dürfen Sie dereinst den internationalen Anlegern erklären, die Ihre Positionen in Treu und Glauben in der CH indirekt bei der SNB angelegt haben. “
      Der „Trick“ besteht ja darin, dass die internationalen Anleger eben nicht bei der SNB anlegen. Deren Partner sind die jeweiligen Geschäftsbanken etc. Insofern Sie hier von indirekt anlegen sprechen, seien Sie versichert, dass internationale Anleger das System begriffen haben, genau wissen, was sie tun und von der SNB zu erwarten haben. Die internationalen Anleger benötigen meine Erklärungen nicht.

      Wenn Sie hier in den Beiträgen ein wenig herumstöbern, werden Sie zudem lesen, dass professionelle Institute gezielt jene Mitarbeiter auf die Strasse stellen, die die Mechanismen des Geldsystems nicht begriffen haben. Profitorientierte Unternehmen, natürlich auch im Finanzsektor, können sich Esoteriker und (finanzielle) Analphabeten nicht leisten. Hier auf IP können sie – zum Glück schadlos – eifrig nachtragen.

      Grüsse
      The real MM (Dr.!!)

    • @Rico Meier

      Danke

      Ja. „Schludrig“ ist die einzige korrekte Bezeichnung für die Geldpolitik der SNB und deren Rechtfertigung.

      Hätte die SNB Recht, so könnte sie selber ihre Devisenanlagen auch nie mehr in Schweizerfranken umwechseln weil die ausländischen Zentralbanken die SNB ebenfalls in Euro „einschliessen“ würden.

      Zudem könnte die SNB ihre Bilanz nie mehr abbauen, weil sie ja angeblich, gemäss Jordan, keine Aktiven verkauft.

      Dilettantischer geht es nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  34. @Leserinnen und Leser

    Über anonyme Kommentatoren versucht die SNB hier immer wieder, die Fehlargumentationen der SNB zurecht zu biegen.

    Aber dies gelingt nicht.

    Banknoten können nie und nimmer Zahungsmittel für die SNB sein.

    Wenn also Herr Jordan meint, die SNB könne Liquides Vermögen aus dem Nichts schaffen, so ist das eine verhängnisvolle Illusion.

    Aus der Behauptung Jordans ginge hervor, dass bei Geldschöpfung Eigenkapital der SNB entstünde.

    Das ist natürlich falsch. Es entsteht Fremdkapital.

    Die SNB klammert sich ans Gesetz und legt dieses falsch aus.

    Der Notenumlauf ist nie und nimmer Geld für die SNB.

    Da können von mir aus noch so viele thumbs up die wirren Endlosschleifen det SNB-Anonymen unterstützen.

    Nützt alles nichts.

    Die SNB sollte lieber einmal Grundkurse in Buchhaltung organisieren.

    Die SNB betreibt Geldpolitik basierend auf thumbs up.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • „Der Notenumlauf ist nie und nimmer Geld für die SNB.“

      Ja natürlich nicht, denn der NotenUMLAUF ist ein Informationsposten über ausgegebene (emittierte) Bargeldvolumina, der gewissermaßen minutiös auflistet, wieviele Banknoten welcher Denominierung mit welcher Registrierung ausgeliefert worden sind. Mal salopp gesagt: mit der Auflistung der Banknoten die ausgeliefert sind und die sich aus genau diesem Grund gerade NICHT mehr bei der SNB befinden, kann auch eine SNB nicht zahlen, mithin ist der NotenUMLAUF auch keine Liquidität – mal abgesehen davon, daß er sich dann auch auf der falschen Bilanzseite befinden würde.

      „Aus der Behauptung Jordans ginge hervor, dass bei Geldschöpfung Eigenkapital der SNB entstünde.
      Das ist natürlich falsch. Es entsteht Fremdkapital.“

      Was man heutzutage als (Hauptform der) Geldschöpfung bezeichnet ist eine Kreditvereinbarung einer Zentralbank mit einer Geschäftsbank, denn die Forderungen von Geschäftsbanken gegen die Zentralbank werden zur Zentralbankgeldmenge gezählt. Eine Kreditvereinbarung ist eine gegenseitige Absichtserklärung einen bestimmten Betrag an gesetzlichem Zahlungsmittel zu zahlen. Gesetzliche Zahlungsmittel bestehen (hauptsächlich) aus Zentralbanknoten. Von daher ist Geldschöpfung eine Bilanzverlängerung, welche durch den Umstand, daß sich dabei Aktiv- und Passivseite im gleichen Betrag erhöhen, die Differenz von Aktiv- und Passivseite (=Eigenkapital) selbstverständlich nicht verändert wird. Nun kann man die Verbindlichkeit der SNB auch als Fremdkapital auffassen, wobei man jedoch nicht vergessen darf, daß diese Verbindlichkeit „Fremdkapital“ durch eine gleichhohe Forderung der SNB auf der Aktivseite entstanden ist. Das heißt, daß sich der Vermögensstatus der SNB in keiner Weise verändert hat – und das Eigenkapital schon mal garnicht.

      Ich würde allerdings vermuten, daß der SNB dies durchaus bekannt ist, ebenso daß „der NotenUMLAUF nie und nimmer Geld für die SNB“ darstellt. Und was sie auch weiß ist, daß Banknoten auch für die SNB einen Aktivposten darstellen, auch wenn diese in der Jahresbilanz nicht zu finden sind, weil eingehende Geldbestände sofort gegen den Passivposten NotenUMLAUF saldiert werden und somit sowohl das eingelieferte Bargeld, als auch der auf der Passivseite befindliche Auslieferungsposten für dieses Bargeld aus der Bilanz verschwindet.

      Den umgekehrten Vorgang bei Auslieferung von Banknoten hatte ich ja hier bereits dargestellt. Aus gegebenem Anlaß erlaube ich mir den betreffenden Link hier nochmals anzugeben:

      https://soffisticated.wordpress.com/2016/10/19/felix-qui-potuit-rerum-cognoscere-causas/

  35. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Da Ihre interessanten Fragen zweifelsohne von grossem allgemeinen Interesse sind, erlaube ich mir, meine Antwort als Kommentar ganz hier oben zu posten.

    Sie schreiben:
    „Sehen Sie, wir sollten zuerst die Frage erörtern, mit welchem Masstab wir zur Wahrheitsfindung gelangen wollen:
    a) mit der Gesetzeslage?
    b) mit der doppelten Buchhaltung?
    oder
    c) mit beidem?
    Soweit ich das verstehe – bitte korrigieren sie mich wenn ich falsch liege – kann man die Buchhaltung durch die Gesetzeslage nicht umdefinieren, bzw. aushebeln; dass lässt die Logik der Buchführung nicht zu.“

    Bei diesem Problem muss man sich vor Augen führen, wozu die Buchhaltung DIENT. Ihr Zweck ist es, Geschäftsvorgänge so abzubilden, dass sie nachvollziehbar und überprüfbar sind. Überprüfung meint hier natürlich, wahrheitsgemäss und rechtskonform. Letzteres ist das Stichwort: Die Buchhaltung muss geeignet sein, rechtlich zulässige Vorgänge ABZUBILDEN, d.h. sie kann nicht selbst darüber bestimmen, was zulässig ist, das würde die Logik der Buchhaltung auf den Kopf stellen und letzten Endes keine Prüfung mehr zulassen.

    Man kann sich das vorstellen wie eine Strasse von A nach C, die durch B führt. Der Zweck der Strasse besteht darin, eine speditive Verbindung von Waren und Personen herzustellen. Ausserorts kann das eine vierspurige Autobahn sein, wo Velos nicht fahren und Autos nicht rechts überholen dürfen. Beim Durchqueren von C kann rechts überholen aber erlaubt sein und Velos mögen auch fahren dürfen. Wir können also aus der Tatsache, dass ausserorts „Strasse“ eine Autobahn mit Velo- und Rechtsüberholverbot meint nicht ableiten, dass auf „Strassen“ generell keine Velos fahren dürfen, oder rechts nicht überholt werden darf. Die Buchhaltung ist wie eine Strasse, die je nach Bedingungen und Umständen so angepasst wird, dass sie dem Endzweck optimal DIENT.

    Konkret ist es darum so, dass Jordans (Zentralbank)“Liquidität“ eine andere inhaltliche Bedeutung hat als „Liquidität“ in der Bilanz einer KMU: Für die KMU ist es ein ASSET, im Kontext der SNB ein Passivum. Das Gesetz sieht nun vor, dass die SNB alle ihre Verbindlichkeiten mit SNB-Liquidität begleichen kann. Übertragen auf ein KMU würde das bedeuten, dass man eine Verbindlichkeit mit einer Verbindlichkeit einlöst – absurd! Doch darum geht es hier nicht. Wir müssen mittels Buchhaltung einen Geschäftsvorgang abbilden, der per Gesetz vorgegeben ist. Und der lautet eben, dass die SNB Passivum gegen Passivum tauscht. Das ist das gleiche wie mit dem Velo: Velo auf der Autobahn? Absurd! Velo in der Stadt? Logisch.

    Ihre Anschlussfrage lautet:
    „Reicht die Gesetzeslage aus, um Banknoten für die SNB als „Mittel“ sich von ihrer Schulden zu befreien umzudefinieren? “
    Das ist SEHR präzise das tiefliegende Problem. Oben habe ich beschrieben, warum aus formellen Gründen die Antwort kurz und bündig Ja lautet. Doch wichtiger ist, warum man diese Antwort zulässt. Das kann man am besten verstehen, wenn man sich fragt, welche Rolle die Banken, die SNB und das Geld spielen.

    Als erstes müssen wir festlegen, welchen Wert Geld hat und warum. Offensichtlich ist Geld nur Papier oder elektronische Spannung. Also ohne jeden tatsächlichen Nutzen für uns. Geld muss erst in einen Nutzen eingetauscht werden. Und genau diese MÖGLICHKEIT etwas unnützes in etwas nützliches zu tauschen verleiht dem UNNÜTZEN einen WERT.

    Das beantwortet aber noch nicht, WARUM wir etwas unnützes in etwas nützliches tauschen können. Oder besser gesagt, warum wir darauf vertrauen, dass wir diesen Tausch vornehmen können. Die etwas seltsam anmutende Antwort darauf lautet: weil es alle anderen auch so machen. Um das zu verstehen, kann man sich den Unterschied zwischen Franken und Zimbabwe-Dollar anschauen. Niemand würde Waren gegen Zimbabwe-Dollar hergeben, jeder aber gegen Franken. Dem Zimbabwe-Dollar wird kein Vertrauen entgegengebracht, dem Franken sehr wohl.

    Damit taucht aber das nächste warum auf: WARUM vertrauen wir dem Franken als Tauschmedium und dem Zimbabwe-Dollar nicht? Intuitiv ist auch hier die Anwort klar. Hinter dem Zimbabwe-Dollar steht eine korrupte Regierung und eine marode Wirtschaft. Hinter dem Franken eine solide Regierung und eine prima laufende Wirtschaft. Wir können also davon ausgehen, dass die Waren vorhanden sind, gegen die wir unsere Franken tauschen wollen und dass wir nicht von der Regierung hintergangen werden, wenn wir brav Steuern zahlen. Dieses Vertrauen überträgt sich auf die Bürger und das Tauschmittel der Eidgenossenschaft.

    Jetzt stellt sich nun noch die Frage, was das clevere an der Konstruktion der Schweizer Wirtschaft und der Regierung ist, die dafür sorgen, dass die Menschen zueinander und zum Geld Vertrauen haben. Das ist der Punkt, wo das Verhältnis zischen Unternehmen, Banken und SNB ins Spiel kommt.

    Aufgrund schmerzvoller Erfahrung in der Vergangenheit mit gescheiterten Instiutionen und Hyperinflation (nicht in der Schweiz – aber man kann ja auch aus den Fehlern der anderen lernen) bzw. Deflation hat man sich folgendes überlegt:
    1. Die Regierung soll bei der Geldschöpfung möglichst nicht mittun, sonst verliert die Bevölkerung das Vertrauen in das Geld (siehe Zimbabwe)
    2.Die Wirtschaft soll möglichst selbst schauen, dass sie genügend Geld zur Verfügung hat, um zu gedeihen.

    Dabei herausgekommen ist die
    1. Unabhängigkeit der Zentralbank und
    2. Die Kreditgeldschöpfung durch die Banken (häufig als „Geldschöpfung aus dem Nichts“ missgedeutet)

    Die Unabhängigkeit der Zentralbank ist interessanter Weise nicht nur eine Unabhängigkeit von der Regierung, sondern auch weitgehend von dem Wirtschaftsgeschehen. Grundsätzlich spielt sich alles, was mit Geldentstehung und -vernichtung zu tun hat, zwischen den Banken und den Unternehmen ab. Die Zentralbank sorgt „lediglich“ dafür, dass die Banken sich an die Spielregeln halten (neu auch die Finma) und organisiert das Verhältnis zwischen den Banken, indem sie den Banken bei Bedarf (Achtung!) Zentralbankliquidität zur Verfügung stellt. Diese erhalten die Banken gegen einen Aufpreis, falls sie nicht in der Lage sind, Liquidität bei anderen Banken zu borgen. Den Preis, den die SNB festsetzt, ist der Leitzins, der im Augenblick negativ ist, weil die Banken gar keine Liquidität haben wollen, sondern zuviel davon bei ihnen in den Büchern steht.

    Die Buchhaltung DIENT nun vor allem dazu, die Geschäftsvorfälle zwischen den Banken und der SNB ABZUBILDEN. Man kann aus diesen Abbildungen aber selbstverständlich keine Schuldverhältnisse ableiten.

    Nun zurück zu Ihrer Frage: Ja, die Gesetzeslage genügt vollkommen denn es werden Vorgänge ABGEBILDET, die rechtskonform sind. Andere Vorgänge wären gar nicht zulässig und könnte auch nicht abgebildet werden. Die Buchhaltung ist Kellner, nicht Koch.

    Die grundlegende Sorge gilt aber natürlich der Sicherheit des Geldes, wie Sie hier zurecht andeuten:
    „In den letzten Jahrzehnten haben sich Banken/Finanzbranche zunehmend eigene Bereiche geschaffen, in denen keinerlei Werte entstehen. Es wird eine Produktivität nur vorgetäuscht. Die Bank als (Buchmacher) der Buchmacher gewinnt immer! Das hat Auswirkungen auf die Struktur unserer gesamten Gesellschaft,- und Wirtschaftsstruktur.“

    Was Sie hier beschreiben ist die eigentliche Ursache der Finanzmarktkrise: Geldschöpfung OHNE Wertschöpfung. Sie fügen an:
    „[Die Endkunden] wissen bei den entsprechenden Produkten nicht, dass der ganze Wert ihrer Einlage nur aus der Hoffnung besteht, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein anderer Kunde noch mehr Geld für die im realen Wert undurchschaubare Anlage bezahlt. Würde man ihnen diese Wahrheit sagen, dann würde niemand kaufen.“

    Ja, leider ist das manchmal so. Die Banken haben eigentlich die Aufgabe, durch Kreditvergabe Geld zu schöpfen, damit Firmen investieren können. Man überlässt diese Aufgabe den Banken, weil eine einzige Institution (etwa die SNB) sonst ein Monopol hätte und man glaubt, dass Wettbewerb besser ist. Ausserdem will man nicht (mehr) die Geldschöpfung an die Menge des Goldes knüpfen, weil es sonst passieren kann, das super Ideen nicht finanziert werden können, weil gerade nicht genug Gold da ist.

    Wenn die Investitionen zu höherer Produktion führen, schneiden sich die Banken ein wenig von diesem zusätzlichen Produkt ab, das ist der Zins und allen ist gedient. Wenn es mehr zu verkaufen gibt, ist es auch ok, dass es mehr Geld gibt. Handkehrum ist das neu geschöpfte Geld nichts mehr Wert, sollte sich die Investition als Flop erweisen. Das ist genau das Prinzip, das ich oben beschrieben habe: Geld ist nur soviel Wert, wie jemand bereit ist, dafür etwas herzugeben. Wenn nichts hergegeben werden kann, ist das Papier nichts Wert. (Gilt, nebenbei bemerkt, auch für Gold).

    Manche Banken verfahren aber auch so, wie Sie das beschreiben: sie geben Kredite für die Käufe von Wertpapieren in der Hoffnung, dass der Preis der Papiere steigt und wenn die Wette schief geht, ist das zusätzliche Geld geschöpft aber mehr Wert wurde nicht geschaffen. Wenn das zu oft und zu intensiv geschieht, geht nicht nur der Kunde Pleite, sondern auch die Bank und dann können die braven Sparer ihr Geld nicht mehr abheben und das Vertrauen in den ganzen Laden geht bachab. Der Franken ist nichts mehr Wert.

    Damit das nicht passiert, hat die SNB an der Stelle eingegriffen, wo die Bank (die UBS) am Abgrund stand. Ich erspare mir die Details. Nur so viel: in diesem Sinne und mit Bezug auf die UBS haben Sie richtig beobachtet, dass die Banken immer gewinnen. Bei der Spar- und Leihkasse Thun war das jedoch anders… .

    Der lange Rede kurzer Sinn ist aber noch ein anderer:
    1. Die SNB ist streng genommen bei der Bestimmung des Wertes des Frankens aus dem Spiel! Es kommt auf das Verhalten der Banken an, darauf, dass die Kredite, die sie vergeben, die Wirtschaft voranbringen und wir am Ende mehr für unser Geld kaufen können. Die Banken tragen also eine grosse Verantwortung (weshalb Geld eben doch nicht aus dem Nichts kommt) und die SNB kann im besten Fall dazu beitragen, dass sie Ihre Aufgabe gut erfüllen.
    2. Das Eigenkapital der SNB ist bei alldem, streng genommen belanglos, da niemand darauf Anspruch hat (ausser die Aktionäre). Seine Höhe beruhigt oder beunruhigt allenfalls ein paar verunsicherte Geister.

    Für den Wert des Frankens kommt es auf das richtige Verhalten der Banken, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft und unser Vertrauen in die Institutionen des Landes an. Die Buchhaltung DIENT dazu, das Verhalten der SNB, der Banken und der Unternehmen transparent ABZUBILDEN. Sie ist nicht dazu da, unsere Wirklichkit zu gestalten.

    Es grüsst

    The real MM (Dr.!!)

  36. @???

    Nochmals: Die Gesprächsleitung hier obliegt nicht Ihnen.

    Dann müssten Sie schon einen eigenen Kommentar verfassen.

    Aber Sie stehen weder zu Ihrem Namen noch geben Sie eine korrekte Mail Adresse an.

    Sie verstecken sich.

    Zudem verstecken Sie sich hinter SNB-Jordan.

    Nein Geld ist kein Zahlungsmittel für die SNB. Habe ich soeben weiter unten erklärt.

    Viele Leser verstehen das. Sie und Herr Jordan nicht.

    Das hat die Schweiz mit dem gescheiterten Mindestkurs schon viel gekostet und wird noch mehr kosten.

    MfG

  37. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Da Ihr fachlicher Beitrag des Pudels Kern trifft, erlaube ich mir, eine Antwort ganz hier oben zu posten.

    Ja, es ist so, wie Herr Jordan sagt. Das Gesetz ist da ganz eindeutig. Es gibt auch nur eine einzige breit akzeptierte Interpretation, der sich alle internationalen Investoren, Schweizer Juristen, Finanzexperten, Volkswirte, Laien usw. anschliessen. Das ist die Interpretation von Jordan. Sehr vereinzelt werden Sie auch andere Interpertationen hören, doch diese sind für alle praktischen Zwecke irrelevant und würden im Ernstfall, dass heisst vor Gericht, kein Gewicht haben. Genaugenommen könnte man bereits jetzt gegen die SNB klagen, da sie sich nach Meinung dieser ein oder zwei Personen nicht nach Recht und Gesetz verhält. Eine solche Klage würde scheitern und das wissen auch diese ein oder zwei Personen, darum klagen sie nicht.

    Die wichtigere Frage ist aber Ihre andere, die nach der Sicherheit Ihrer Pensionskassen- und Spargelder. Hier hat das Gesetz eine Grenze gezogen zwischen den Privatsektor und den Staat, sprich die SNB. Die SNB sichert lediglich die Liquidität der Banken, übernimmt aber keine Garantien für Wertanlagen, die Sie bei den Banken und Pensionskassen etc. tätigen. Das trifft auch auf allfällige Barbestände und Girobestände zu. Wenn Sie diese auflösen wollen, dass heisst gegen „reale Werte“ wie Immobilien, Verpflegung u.ä. eintauschen wollen, müssen Sie eine Person oder Institution finden, die Ihr Cash anzunehmen bereit ist. Von der SNB würden Sie immer nur wieder andere Gelscheine erhalten, das ist der Wortlaut des Gesetzes.

    Darum: die Sicherheit Ihrer finanziellen Vorsorge (in Franken) hängt an der Wirtschaftskraft der Schweiz und dem Vertrauen aller Beteiligten in die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells Schweiz. Die SNB spielt dabei ein Rolle, doch diese ist auf das Funktionieren des Finanzsektors beschränkt. Mit ihrer Kommunikation und mit ihren geldpolitischen Entscheidungen beeinflusst sie die Wirtschaftskraft der Schweiz und das Vertrauen aller Beteiligten, doch Garantien – handfeste finanzielle – gibt sie keine. So ist das Gesetz zu verstehen.

    Freundliche Grüsse

    The real MM (Dr.!!)

    • Grüezi@The real MM (Dr!),

      Besten Dank. Sie schreiben Zitat:
      „Das Gesetz ist da ganz eindeutig.“
      Zitat Ende

      Herr Dr. Marc Meyer schreibt Zitat:
      „Das Gesetz ist nicht falsch. Es wird einfach von der SNB falsch ausgelegt: Notenbankgeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. Richtig. Aber es versteht sich von selbst, dass nur aktives Geld Zahlungsmittel sein kann.“
      Zitat Ende

      Herr Dr. Renè Menèndez schreibt Zitat:
      „die Lieferung von Banknoten befreit eine Zentralbank in der Höhe des Nennwerts dieser Banknoten von einer Geldschuld!“
      Zitat Ende.

      Der Gesetzgeber schreibt art. 84 Or. (dispositiv) Zitat:
      „Geldschulden sind in gesetzlichen Zahlungsmitteln der geschuldeten Währung zu bezahlen. Lautet die Schuld auf eine Währung, die am Zahlungsort nicht Landeswährung ist, so kann die geschuldete Summe nach ihrem Wert zur Verfallzeit dennoch in Landeswährung bezahlt werden, sofern nicht durch den Gebrauch des Wortes «effektiv» oder eines ähnlichen Zusatzes die wortgetreue Erfüllung des Vertrags ausbedungen ist.“
      Zitat Ende
      Quelle:
      Bundesgesetz vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)

      Sehen Sie, wir sollten zuerst die Frage erörtern, mit welchem Masstab wir zur Wahrheitsfindung gelangen wollen:
      a) mit der Gesetzeslage?
      b) mit der doppelten Buchhaltung?
      oder
      c) mit beidem?

      Soweit ich das verstehe – bitte korrigieren sie mich wenn ich falsch liege – kann man die Buchhaltung durch die Gesetzeslage nicht umdefinieren, bzw. aushebeln; dass lässt die Logik der Buchführung nicht zu. Auf der anderen Seite, sind da sowohl schuld,- als auch sachrechtliche stichhaltige Argumente die das ganze verkomplizieren.

      Klar ist: nur die SNB hat das Recht Banknoten (gesetzliches Zahlungsmittel) zu emittieren: wie zu Recht Herr Dr. Menèndez anmerkt.

      Reicht die Gesetzeslage aus, um Banknoten für die SNB als „Mittel“ sich von ihrer Schulden zu befreien umzudefinieren?

      Es ist offensichtlich, dass der Gesetzgeber der SNB in dieser Hinsicht in den letzten 20 Jahren zur Hilfe geeilt ist. Ein gesetzliches Korsett wurde – wie Sie richtig mehrmals dargelegt haben – ad hoc – für die SNB in den letzten 20 Jahren konstruirt.

      Sie werden verstehen, dass mich das aufeinanderprallen von juristischen und buchhalterischen Interpretationsmöglichkeiten sehr misstrauisch stimmt.

      Sie schreiben weiter Zitat:
      „Die SNB sichert lediglich die Liquidität der Banken, übernimmt aber keine Garantien für Wertanlagen, die Sie bei den Banken und Pensionskassen etc. tätigen.“
      Zitat Ende

      Das ist mir inzwischen klar, dass die CH-Volkswirtschaft-Steuerzahler gerade stehen muss, um mögliche Verwerfungen zu kompensieren die sich u.a. auch aus einer „pervertierter“ Gesetzeslage ergeben könnten.

      Sie schreiben oben – „DIE SNB ÜBERNIMMT KEINE GARANTIEN ÜBER WERTANLAGEN“ -.

      In den letzten Jahrzehnten haben sich Banken/Finanzbranche zunehmend eigene Bereiche geschaffen, in denen keinerlei Werte entstehen. Es wird eine Produktivität nur vorgetäuscht. Die Bank als (Buchmacher) der Buchmacher gewinnt immer! Das hat Auswirkungen auf die Struktur unserer gesamten Gesellschaft,- und Wirtschaftsstruktur.

      Denn es werden meist Nullsummenspiele durchgeführt, bei denen der Gewinn des einen der Verlust des anderen sein muss. Nur die Bank gewinnt immer, weil die im realen Wert kaum erfassbaren Papiere Provisionen erbringen, die sich zu enormen Beträgen aufaddieren können. Auf diese Weise werden die Endkunden, die normalen Sparer, die eine Geldanlage suchen, getäuscht, – natürlich nicht vorsätzlich – denn der Fehler liegt im System. Sie wissen bei den entsprechenden Produkten nicht, dass der ganze Wert ihrer Einlage nur aus der Hoffnung besteht, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein anderer Kunde noch mehr Geld für die im realen Wert undurchschaubare Anlage bezahlt. Würde man ihnen diese Wahrheit sagen, dann würde niemand kaufen.

      Die Argumente des Herr Dr. Marc Meyer sind fundiert und nachvollziehbar, gerade wenn man die sogenannten „Produkten“ die auf den Finanzmärkten verschoben werden und Geldpolitik der letzten Jahrzehnten ergebnisoffen analysiert. Das mindert aber die Durchschlagskraft der gesetzlichen Bestimmungen, rundum das „gesetzliche Zahlungsmittel“ keineswegs, sondern löst ein Dilemma aus.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Darf ich Ihnen ein Beispiel Geben:

      Zur Geldmenge M1 – M3 gehören u.a. auch Anlagen eines Sparers auf Girokonten einer Bank.

      Wenn Sie also bei einer Kantonalbank ein Guthaben von CHF 5’000 besitzen, so können Sie damit eine Schuld bei Ihrem Nachbarn in dieser Höhe begleichen. Sie müssen nur Ihr Guthaben auf das Konto des Nachbarn übertragen lassen.

      Ein Plus-Betrag auf einem Girokonto ist also Geld (M1).

      Sind Sie auf Ihrem Konto jedoch CHF 5’000 im Minus, so ist das kein Geld. Sie können nicht ihren Minusstand auf das Konto Ihres Nachbarn übertragen. Das wäre absurd.

      Das würde die Bank nicht tun und Ihr Nachbar nicht annehmen.

      Genauso verhält es sich mit einem Konto bei der SNB.

      Besitzt eine Bank bei der SNB ein Konto mit einem Stand von 1 Mio Franken, so kann sie damit an eine andere Bank eine Zahlung überweisen.

      Die Bank muss das annehmen.

      Das ist jedoch nur möglich bei einem Plus-Betrag. Daraus folgt: Nur ein aktiver Betrag oder ein Plus-Betrag auf einem Konto ist Geld.

      Ein Minus-Betrag kann kein Geld sein. Der Empfänger muss einen Minus-Betrag nicht akzeptieren – das wäre ja absurd. Seine Schulden würden zunehmen anstatt sein Guthaben.

      Genauso, wie Sie Ihrem Nachbar nicht eine Schuld als Bezahlung übertragen können, genauso kann die SNB eine Zahlung nicht tätigen mit einem Minus-Stand auf ihrem Girokonto bei der Bank.

      Nur aktives Giro kann Geld sein.

      Die SNB kann nicht ihren Minusstand bei der Bank dieser nochmals übertragen und meinen, die Schuld sei damit beglichen.

      Der Artikel, 3 des Bundesgesetzes besagt, dass Notebankgeld als Geld angenommen werden muss.

      Bei den Giroguthaben der Banken bei der SNB handelt es sich aber um Geld der Banken – es handelt sich nicht um Geld der SNB.

      Da der Notenumlauf für die SNB kein Geld ist, müssen die Banken dieses Notenbankgeld auch nicht annehmen.

      Notenbankgeld ist kein Geld für die SNB. Die SNB interpretiert den Artikel 3 falsch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Sie schreiben Zitat:
      „Notenbankgeld ist kein Geld für die SNB. Die SNB interpretiert den Artikel 3 falsch.“ Zitat Ende. Dem füge ich hinzu: das ist korrekt und entspricht der Logik der doppelten Buchhaltung.

      Das Dilemma das ich erwähne ist:

      Wenn sich die SNB handelseinig geworden ist mit Marktakteure (ich vereinfache es, um nicht den Faden zu verlieren) sprich:

      Ein Schuldverhältnis etabliert, dann entfaltet „Notenbankgeld“ – FÜR DIE SNB die WIRKUNG sich von ihrer Schuld zu befreien, indem sie – DIE SNB – die Banknoten (gesetzliches Zahlungsmittel) liefert. So verstehe ich die Gesetzeslage und die Ausführungen des @The real MM (DR!) und Herr Dr. Renée Menéndez.

      Das es sich hierbei, um mehr als eine Meinung handelt, liefert schon die Tatsache, dass nur die SNB das Emissionsrecht über das gesetzliche Zahlungsmittel inne hat.

      Alles Gut? Ist die SNB aus dem Schneider?

      Nein!.

      Grüezi@The real MM (DR!),

      Wir (Steuerzahler und Bürger dieses Staates) tragen somit die Last dieser Pervertierung von Recht und Gesetz. Ich sehe dem Ganzen sehr kritisch. Was wird aus dem zivilen Vertragsrecht? Was wenn die SNB eine Bargeldanforderungen nicht erfüllt? usw. u.s.f…..

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

      Wenn die SNB eine berechtigte (Bargeld)forderung nicht begleichen möchte, kann sie mittels ordentlichen Gerichten dazu gezwungen werden. Niemand kann sie aber zwingen, etwas anderes als SNB-Noten herzugeben. So sieht es das Gesetz vor und dem muss sich die Buchhaltung unterordnen.

      Grüsse

      The real MM (Dr.!!)

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Man kann nicht sagen, die Mathematik habe sich dem Gesetz unterzuordnen.

      Genau so kann man nicht fordern, die Buchhaltung habe sich dem Gesetz unterzuordnen.

      Die Buchhaltung ist die legitime Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden. Gemäss Bundesverfassung ist das Eigentum garantiert. In unserem Rechtsstaat ist es somit nicht möglich, dass die Eigentums- und Rechtsverhältnisse – dokumentiert in der Buchaltung – aufgrund von falsch interpretiertem Gesetz abgeändert werden.

      Auch eine SNB darf ihre Schulden nicht einfach zu Vermögen erklären.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  38. So stellt sich Jordan, Geld aus dem NICHTS vor:

    Vgl. Fussnote 10 aus einem Aufsatz von 2011
    In beiden Fällen verfügte die SNB damals über negatives Eigenkapital, das jedoch nicht ausgewiesen wurde; 1971 aufgrund einer Garantie des Bundes – die als Schuldverpflichtung des Bundes in der Bilanz der SNB aktiviert wurde, aber nie in Anspruch genommen werden musste

    So ein dilettantischer Aufsatz von Jordan. In dieser Fussnote auf Seite 9 seines Aufsatzes muss Jordan ja sogar zugeben, dass die SNB mit negativem Eigenkapital eben nicht leben kann.

    Bei einer Wiederholung hiesse dies, dass die Steuerzahler mit ihren Abgaben für die Verpflichtungen des Bundes gegenüber der SNB schlussendlich einstehen werden.

    Schon damals hat man dies versucht zu verschleiern und ganz bewusst nicht ausgewiesen. Jemand muss für negatives Eigenkapital immer gerade stehen.
    Ich sehe es nicht wirklich als realistisch an, dass die Geschäftsbanken ihre Giroguthaben abschreiben müssen. Vielmehr müssen via Bund die Steuerzahler einspringen.
    Die Steuerzahler können nur hoffen, dass die Schuldverpflichtung des Bundes wiederum wie damals nicht in Anspruch genommen werden müssen.

    Daher bräuchten wir unbedingt ein Gesetz, welches dem Bund oder den Kantonen verbietet eine Schuldverpflichtung gegenüber der SNB einzugehen. Oder eine Obergrenze (Deckel) vorsieht.

    • @Vive la France

      „Ich sehe es nicht wirklich als realistisch an, dass die Geschäftsbanken ihre Giroguthaben abschreiben müssen.“ – Ja, das wäre in der Tat nicht realistisch (weil nicht nötig).

      “ Vielmehr müssen via Bund die Steuerzahler einspringen.“ – ‚müssen‘ ist (rein juristisch betrachtet) nicht ganz richtig aber irgendwas muss man ja schliesslich in die Bilanz schreiben. Darum: auch das wäre Teil eines realistischen Szenarios (evtl. unter Beteiligung aller Aktionäre: Kantone, Grossaktionäre).

      „Die Steuerzahler können nur hoffen, dass die Schuldverpflichtung des Bundes wiederum wie damals nicht in Anspruch genommen werden müssen.“ – Korrekt!

      „Daher bräuchten wir unbedingt ein Gesetz, welches dem Bund oder den Kantonen verbietet eine Schuldverpflichtung gegenüber der SNB einzugehen. Oder eine Obergrenze (Deckel) vorsieht.“ – da wäre ich vorsichtig. Ein solches Gesetz könnte das Finanzsystem destabilisieren. Es ist einfacher mit der Illusion einer Garantie zu leben (hoffend, dass sie nie in Anspruch genommen wird) als mit der Gewissheit, dass es ab einer XY-Grenze zuende wäre. Wie Sie schreiben, war die Garantie des Bundes eigentlich nicht nötig. Rein juristisch betrachtet ist sie das auch weiterhin nicht. Aber das Setzen einer Grenze könnte als Signal (missverstanden) werden, dass es zuende gehen könnte und damit würde das Vertrauen in den Franken und die Wirtschaft untergraben.

      ABER: Wie genau ein solches Verbot sich auf die Erwartungen der Menschen – und nur auf die Erwartungen kommt es an – auswirkt, müsste man genauer untersuchen / bleibt Spekulation. Für einen allfälligen Praxisfall vermute ich, dass eine Obergrenze jeweils ganz kurz und schmerzlos per Gesetzesänderung ausser Kraft gesetzt würde. Und das wiederum würden alle entsprechend erwarten. Das Verbot wäre also wirkungslos. Darum Gegenvorschlag: explizite Definition, was zu geschehen hat. Jordan hat zwar Recht mit seinem Mantra von der Handlungsfähigkeit bei negativem Eigenkapital, doch was er in der Bilanz in einem solchen Fall bucht / buchen will, könnte er ruhig einmal genauer erklären.

      Für mich als Volkswirt würde auch eine Position Forderungen an irdenwas / oder einfach negatives EK genügen. Ökonomen wissen ja, dass Geld „nur“ ein Versprechen ist und für dieses Versprechen sind wir selber allein haftbar. Mir ist allerdings klar, dass Nicht-Volkswirte lieber „Garantien“ sehen würden und seien sie noch so illusionär. Ergo: als Volkswirt bin ich bereit, solche Illusionen (auch per Gesetz) zu installieren damit die Menschen weiter an den Franken glauben, dadurch das System stabil bleibt und für den weiter wachsenden Wohlstand in der Schweiz sorgt.

      The real MM (Dr.!!)

    • @Vive la France

      Da die Banken die Kreditgeber der SNB sind, müssen Sie als erste Wertberichtigungen vornehmen.

      Die Grossbanken möchten ja gerne einen Staatsfonds, der die Assets der SNB übernimmt.

      In diesem Fall ginge das Risiko der SNB-Investitionen direkt an das Volk über.

      Zudem: SNB-Chef JOrdan behauptet ja, die SNB könne bei negativem Eigenkapital einfach Geld drucken und negatives Eigenkapital so wieder aufstocken.

      Wir kommen der Sache also bereits näher, wenn wir erkennen, dass jemand die Schulden der SNB übernehmen muss.

      Das hat SNB-Chef Jordan bisher aber noch nie zugegeben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  39. Nachtrag IV

    Nur ein positiver Betrag auf einem Girokonto ist Geld.Geldmenge M1 – M3.

    Ist jemand auf seinem Girokonto im Minus, also in der Schuld, so ist dieser Minusbetrag nicht Geld aus Sicht des Schuldners.

    Mit einem plus Betrag von CHF 5000 auf meinem Bankkonto kann ich eine Schuld bezahlen. Mit einem Minusbetrag nicht.

    Wenn ich jemandem CHF 5000 schulde und ich beauftrage meine Bank, diese Schuld auf das Konto eines Gläubigers von mir zu übertragen, so wird das die Bank nicht tun und der Gläubiger muss meine Schuld nicht übernehmen.

    Nur ein positives Guthaben ist somit Geld.

    Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind somit nur Geld aus Sicht der Banken. Sie sind kein Geld aus Sicht der Nationalbank.

    Die SNB kann sich somit nicht auf das Bundesgesetz für Währung und Zahlungsmittel Artikel 3 berufen und behaupten, sie könne ihre Schulden mit Notenbankgeld bezahlen – die Banken müssten dieses als gesetzliches Zahlungsmittel annehmen.

    Nein. Sie müssen dieses nicht annehmen, weil Notenbankgeld kein Geld für die SNB darstellt.

    Damit ist die Behauptung von SNB Chef Thomas Jordan ein für alle Mal widerlegt, wonach Notenbankgeld Zahlungsmittel für die SNB sei.

    Wäre nicht erstaunt, wenn das die Bank of England und die Deutsche Bundesbank auch bald übernehmen und behaupten, das wisse man schon lange.

    Marc Meyer

  40. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Da Ihr fachlicher Beitrag den Kern des Pudels trifft, erlaube ich mir, meine Antwort ganz hier oben zu posten.

    @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Danke

    Das Gesetz ist nicht falsch. Es wird einfach von der SNB falsch ausgelegt:

    Notenbankgeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. Richtig. Aber es versteht sich von selbst, dass nur aktives Geld Zahlungsmittel sein kann.

    Ich gebe Ihnen ein Beispiel:

    Ein Giroguthaben, das Sie bei einer Bank haben, gehört zur Geldmenge M1. Das gilt, ob Sie auf Ihrem Kontokorrent im Plus oder im Minus sind. Die Position der Bank ist dann einfach umgekehrt.

    Angenommen, Sie haben ein Guthaben von CHF 5’000.-

    Wenn Sie nun eine Schuld bei Ihrem Nachbarn besitzen im Betrag von CHF 5’000.-, so können Sie diesem ihre Schuld abzahlen, indem Sie ihm die CHF 5’000 von Ihrem Konto auf seines überweisen lassen.

    Wenn Sie aber im Minus sind, so können Sie Ihrem Nachbar nicht die Schuld überweisen lassen – dadurch würde Ihre Schuld beim Nachbar nur noch grösser.

    Genauso verhält es sich mit einem Girokonto bei der SNB: Besitzt eine Bank A ein Guthaben bei der SNB, so kann sie damit ihre Schuld bei einer Bank B abzahlen durch Überweisung dieser Gutschrift an Bank B.

    Bank B muss das Geld annehmen. Das sagt das Gesetz.

    Und es ist so selbstverständlich, dass dies aktives Notenbankgeld sein muss, dass das nicht einmal erwähnt wird im Gesetz. Es muss aber in guten Treuen davon ausgegangen werden.

    Es kann nie und nimmer der Wille des Gesetzgebers gewesen sein, dass eine Bank die Schuld einer anderen Bank als Zahlung annehmen muss.

    Wir müssen also unterscheiden lernen zwischen aktivem Notenbankgeld und passivem Notenbankgeld. Nur mit aktivem Notgenbankgeld kann eine Zahlung getätigt werden.

    Genauso verhält es sich mit der SNB. Wenn die Banken ein Guthaben bei der SNB besitzen, so hat die SNB eine Schuld. Die SNB kann nun ihre Schuld gegenüber der Bank keineswegs begleichen, indem sie eine Schuld auf die Bank überträgt.

    Das wäre also wolle jemand Ihnen eine Zahlung tätigen, indem Sie seine Schulden auf seinem Bankkonto erhalten.

    Absurd – nicht wahr. Aber genau das behauptet die SNB.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  41. Normalerweise nutze ich ja diesen Blog lediglich zum schmökern und finde ihn ob seiner lebhaften Argumentationsweise auch meist ganz amüsant. Und dann muß ich hier lesen:

    „Es entspricht den Spielregeln auf Inside Paradeplatz, dass die Kommentatoren ihre E-Mail-Adresse dem Herausgeber angeben. Das gilt auch und insbesondere für Kommentatoren, welche anonym posten.“

    Das hat mich doch schlagartig an einen auf meinem Blog befindlichen Kommentar erinnert, bei dem der Eintragende eine Website-Adresse angegeben hat, die so lautet: „http://unserenational“. Daß ich dies hier öffentlich sagen kann liegt einerseits daran, daß dieser Eintrag auf meinem Blog auch öffentlich einsehbar ist und andererseits die Ungültigkeit dieser URL eine persönliche Zurechnung auf einen bestimmten Nutzer ohnehin unmöglich macht. Auf eine Überprüfung der angegebenen eMail-Adresse (die ich hier natürlich nicht nennen kann) habe ich angesichts der Qualität des Kommentars dann lieber verzichtet.

    Demgegenüber hat der Kommentator einen Namen angegeben, der da lautet:

    „Marc Meyer, Dr.“

    sowie nach dem Ende seines Kommentars noch die Abschlußformel:

    „Marc Meyer“

    Daraus kann man natürlich nicht schließen, daß dieser Kommentator identisch mit dem hiesigen Meyer Marc, Dr. ist, vielleicht handelt es sich ja um eine böswillige Aktion unerkannt bleiben wollender Kombattanten. Eine gewisse Verbindung kann jedoch insofern hergestellt werden, als das Thema des in Frage stehenden Blogposts mit den hier vorgetragenen Thesen in einem diametralen Gegensatz steht.

    Denn der Inhalt des fraglichen Blogposts besteht daraus das (vermutliche) Buchungsprocedere einer Zentralbank nachzuzeichnen, wenn sie aufgrund eines bestehenden Schuldverhältnisses gegenüber einer Geschäftsbank die Aufforderung bekommt, eine bestimmte Menge Notenbankbargeld auszuliefern (!) und im Gegenzug die Forderung der Geschäftsbank (sowie die korrespondierende Verbindlichkeit der Zentralbank) löscht. Dazu muß eine Zentralbank notwendigerweise ein (temporäres) Transaktionskonto auf der Aktivseite führen, wo sich für eine logische Sekunde das emittierte Bargeld befindet und dem eine Buchungsposition auf der Passivseite entsprechen muß (ich habe die mal „Banknoten zur Abholung“ genannt). Sobald dann die Banknoten von irgendeiner Geldtransportfirma abgeholt wurden, springt das Transaktionskonto wieder auf Null (deswegen findet man dies in der Jahresbilanz der Zentralbank auch nicht), während die „Banknoten zur Abholung“ dann auf das passive Informationskonto „Ausgelieferte Banknoten“ übertragen werden, was sich dann in der Jahresbilanz als Banknoten-Umlauf wiederfindet.

    Im Unterschied zu den hiesigen Gepflogenheiten ist die Darstellung nicht mittels Buchungssätzen, sondern wegen der höheren Anschauungswirkung mit sog. T-Konten erfolgt – lediglich eine Geschmacksfrage, weil sich Buchungssätze und T-Konten unmittelbar ineinander überführen lassen. Wer sich den für meine Verhältnisse recht kurzen Blogpost selbst ansehen möchte:

    https://soffisticated.wordpress.com/2016/10/19/felix-qui-potuit-rerum-cognoscere-causas/

    Fazit:
    „Auf den Punkt gebracht: die Lieferung von Banknoten befreit eine Zentralbank in der Höhe des Nennwerts dieser Banknoten von einer Geldschuld! Das einzige Spezifikum, welches dazu Anlaß gibt darüber zu sinnieren, ob dabei alles mit rechten Dingen zugeht besteht darin, daß die Banknoten, die durch die Begleichung einer Schuld der Zentralbank in Umlauf kommen vorher nirgendwo als Aktivum in Erscheinung getreten sind. In gewisser Weise rechtfertigt sich damit auch die Vermutung, Geld würde aus dem Nichts entstammen, denn in dem Tresor der Zentralbank ist dasselbe Bargeld eben – Nichts.“

    • Und was wollen Sie uns damit sagen?

      Ich kenne besagten Text nicht.

      Aber es gibt Leute, die mir offensichtlich meinen Namen streitig machen

      Ich fühle mich wohl in meiner Haut – jene offenbar nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.Ich bin klar definierbar, im Gegensatz zu den Anonymen mit falscher Mail Adresse

      Von jenen weiss man nur, dass sie aus dem Umfeld der SNB stammen, was sie verheimlichen.

      Die home page stammt übrigens von meiner Volksinitiative: Unsere Nationalbank gehlrr uns allen!

    • „Und was wollen Sie uns damit sagen?“

      Die Quintessenz steht doch im Fazit – so in etwa das Gegenteil dessen, was Sie für richtig halten.

      „Ich kenne besagten Text nicht.“

      Na dann bin ich ja beruhigt, daß dieser Kommentar demzufolge offensichtlich nicht von Ihnen stammen kann…

      „Ich bin klar definierbar, im Gegensatz zu den Anonymen mit falscher Mail Adresse“

      Inwieweit die dort angegebene Mail-Adresse korrekt ist oder nicht entzieht sich meiner Kenntnis. Das war aber hier nicht Thema!

      „Die home page stammt übrigens von meiner Volksinitiative: Unsere Nationalbank gehlrr uns allen!“

      Vielleicht könnten Sie mal präzisieren, um welche home page es sich dabei handelt. Die angegebene Adresse http://unserenational ist jedenfalls keine gültige URL. Meinten Sie vielleicht diese hier?

      https://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis396t.html

      Die Ablauffrist war am 18.07.2012 mit dem Vermerk: „Im Sammelstadium gescheitert“.

    • @Renee Mendez

      Guten Morgen

      Ja schade, dass nicht genügend Unterschriften zusammengekommen sind – die SNB sässe nicht in der Falle wie heute.

      Gescheitert ist übrigens nur die SNB mit ihrem Mindestkurs.

      Und sie wird erneut scheitern.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Renée Menéndez,

      Sie schreiben Zitat:
      „Nun sind die Zeiten der Goldwährung (praktisch) seit Bretton Woods vorbei…“
      Zitat Ende.
      Quelle: https://soffisticated.wordpress.com/2016/10/19/felix-qui-potuit-rerum-cognoscere-causas/

      Wenn man die Gesetzeslage heranzieht ( das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel in Verbindung mit Sachrecht und Schuldrecht) ist Ihre Argumentation stichhaltig.

      Buchhalterisch sind aber die Darlegungen des Dr. Marc Meyer ebensosehr stichhaltig und nicht von der Hand zu weisen.

      Prof. Dr. Thomas Jordan schreibt Zitat:
      „Zum einen können Zentralbanken nämlich nicht illiquid werden. Dies hat zur Folge, dass eine Zentralbank nicht in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist, wenn ihr Eigenkapital vorübergehend negativ
      wird. Sie wird auch nicht wie andere Unternehmen dazu gezwungen, Sanierungsmassnahmen einzuleiten oder ihre Bilanz zu deponieren. Zum anderen hat eine Zentralbank aufgrund des Notenmonopols gegenüber normalen Unternehmen einen Finanzierungsvorteil und kann nach Verlusten langfristig immer wieder Eigenkapital aufbauen.
      Gleichzeitig möchte ich aber festhalten, dass ein über lange Zeit anhaltender Zustand von negativem Eigenkapital auch für eine Zentralbank nicht unproblematisch ist, weil er ihre Glaubwürdigkeit und ihre Unabhängigkeit gefährden kann.“
      Zitat Ende
      Quelle:
      http://www.montagszeitung.ch/de/z080/z080-snb_unbrennbar.pdf

      Herr Dr. Marc Meyer hält dagegen und schreibt:
      Zitat:
      „Die Passivseite kann nicht länger sein als die Aktivseite. Verkürzt sich die Aktivseite einer Bilanz, so verkürzt sich gezwungenermassen auch die Passivseite. Die Investoren auf dieser Passivseite dürfen ihre Investitionen nicht höher bewerten, als diese wert sind. Ergo müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen, wenn deren Wert fällt.“
      Zitat Ende
      Quelle:
      https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/

      Wie soll ich das Ganze verstehen? Da gibt es eine SNB und einen Gesetzgeber. Die Golddeckung ist aufgehoben und die Schuldgeldökonomie hat schon längst Einzug gehalten. Ich als Bürger dieses Staates – „Bürge“ – im Ernstfall mit meinem Arbeitsvermögen und Erspartes. Es trifft zu, dass die SNB mit spezialrechtlichen Mittel und Hilfsmittel ausgestattet ist. Nichtsdestotrotz, sei mir erlaubt, hervorzuheben, dass das ganze für mich wie ein „Vertragsbruch“ aussieht. Es ist so als würde meine Pensionskasse (Kapitaldeckungsverfahren) die Herabsetzungen von Leistungen erwirken wollen bei gleichzeitiger Erhöhung der Einzahlungspflicht! Es gibt schliesslich eine Bundesverfassung der sich auch die SNB halten muss; so zumindest in der Theorie. Das macht mich misstrauisch, weil die Geschichte zeigt, dass der Gesetzgeber mit einem – „Federstrich“ – Gesetze und Verordnungen erlassen/ändern kann – die aus ein Passivum ein Aktivum werden lassen, dabei aber die Buchhaltung unverändert bleibt. Ist eigentlich die Buchhaltung für die SNB egal? Gilt für die SNB eine andere Buchhaltung?

      Die Kardinasfrage lautet also:

      Ist der Gesetzgeber in Sachen „Geld – gesetzliches Zahlungsmittel“ ernst zu nehmen?

      Sie grüssend

      P.S. Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer, selbstverständlich sind die Fragen auch an Sie gerichtet.

    • @ Renée Menéndez

      So ein Unsinn:
      Zitat: „Die Lieferung von Banknoten befreit eine Zentralbank in der Höhe des Nennwerts dieser Banknoten von einer Geldschuld!“

      Der Emittent einer Banknote, eines Gutscheines oder eines Schuldscheines wird erst bei Rückkauf von der Schuld befreit.

      Stellen sie sich vor die Migros druck einen Gutschein mit Nennwert 100. Ein Kunde gibt der Migros 100 CHF und erhält dafür den Gutschein. Jetzt hat die Migros geliefert und ist gemäss ihren Ausführungen dem Kunden nichts mehr schuldig.

      Tolles Geschäft für die Migros nicht wahr?!

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Das Gesetz ist nicht falsch. Es wird einfach von der SNB falsch ausgelegt:

      Notenbankgeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. Richtig. Aber es versteht sich von selbst, dass nur aktives Geld Zahlungsmittel sein kann.

      Ich gebe Ihnen ein Beispiel:

      Ein Giroguthaben, das Sie bei einer Bank haben, gehört zur Geldmenge M1. Das gilt, ob Sie auf Ihrem Kontokorrent im Plus oder im Minus sind. Die Position der Bank ist dann einfach umgekehrt.

      Angenommen, Sie haben eine Guthaben von CHF 5’000.-

      Wenn Sie nun eine Schuld bei Ihrem Nachbarn besitzen im Betrag von CHF 5’000.-, so können Sie diesem ihre Schuld abzahlen, indem Sie ihm die CHF 5’000 von Ihrem Konto überweisen lassen.

      Wenn Sie aber im Minus sind, so können Sie Ihrem Nachbar nicht die Schuld überweisen lassen – dadurch würde Ihre Schuld nur noch grösser.

      Genauso verhält es sich mit einem Girokonto bei der SNB: Besitzt eine Bank A ein Guthaben bei der SNB, so kann sie damit ihre Schuld bei einer Bank B abzahlen durch Überweisung dieser Gutschrift an Bank B. Diese muss das Geld annehmen.

      Das sagt das Gesetz.

      Die Bank muss Notenbankgeld als Zahlung annehmen. Und es ist so selbstverständlich, dass dies aktives Notenbankgeld sein muss, dass das nicht einmal erwähnt wird im Gesetz. Es muss aber in guten Treuen davon ausgegangen werden.

      Es kann nie und nimmer der Wille des Gesetzgebers gewesen sein, dass eine Bank die Schuld einer anderen Bank als Zahlung annehmen muss.

      Wir müssen also unterscheiden lernen zwischen aktivem Notenbankgeld und passivem Notenbankgeld. Nur mit aktivem Notgenbankgeld kann eine Zahlung getätigt werden.

      Genauso verhält es sich mit der SNB. Wenn die Banken ein Guthaben bei der SNB besitzen, so hat diese eine Schuld. Die SNB kann nun ihre Schuld gegenüber der Bank keineswegs begleichen, indem sie eine Schuld auf die Bank überträgt.

      Das wäre also wolle jemand Ihnen eine Zahlung tätigen, indem Sie seine Schulden auf seinem Bankkonto erhalten.

      Absurd – nicht wahr, was die SNB behauptet?!

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  42. „Am 7. Januar dieses Jahres 1610, zur ersten Stunde des folgenden Tages, als ich die Sterne mit dem Fernrohr ansah, zeigte sich mir Jupiter; und weil ich ein wirklich ausgezeichnetes Instrument gebaut hatte, sah ich nahe bei dem Planeten drei Sterne, zwar klein, aber sehr hell.“

    Galileo Galileis Worte wären heute kaum noch eine kurze Schlagzeile in der Zeitung Wert. Damals war es jedoch etwas ganz unerhörtes, hatte Galileo Galilei doch etwas getan, was ihn beinahe auf den Scheiterhaufen gebracht hätte: Er hatte bewiesen.

    Die Kleriker seiner Zeit waren es sich anders gewohnt. Alles Wissen leiteten sie aus alten Büchern ab, zuerst der Bibel aber auch einige alte Griechen waren zugelassen. In diesen Büchern stand die Zahl der Sterne festgeschrieben bis in alle Ewigkeit. Galileo Galilei aber begnügte sich nicht mit den Behauptungen der Kirche, sondern sah selbst nach. Unweigerlich fand er Beweise, die den Behauptungen des Klerus widersprachen.

    Es dauerte danach trotzdem noch einige Jahre, bevor die Aufklärung sich vollständig durchsetzte. Von Wissenschaft sprechen wir seither wenn einer der beiden Dreiklänge Behauptung-Beweis-Erkenntnis oder Behauptung-Gegenbeweis-Erkenntnis ertönt. Seit dreihundert Jahren genügt es nicht mehr, Behauptungen mit Behauptungen mit Behauptungen … zu belegen, um Aufnahme in den Olymp der Wissenschaft zu erlangen.

    Das Prinzip Behauptung-Beweis-Erkenntnis (bzw. Behauptung-Gegenbeweis-Erkenntnis) ist absolut äquivalent zu einem Buchungssatz, der zwei Einträge, einen auf der Passivseite und einen auf der Aktivseite benötigt, um vollständig zu sein. Die Behauptung ist das Versprechen, die Obligation oder Verpflichtung und der (Gegen)Beweis ist der Vermögensteil, der Wertgegenstand, das Aktivum. Dann und nur dann, wenn auf die Behauptung der (Gegen)Beweis folgt, wird die Verbindlichkeit ausgeglichen und es kommt die Erkenntnis.

    Der Text „Zuerst verdirbt die SNB unsere Jugend mit Irrlehren, dann lässt sie sie fallen“ ist darum voraufklärerisch. In ihm türmt sich Behauptung auf Behauptung ohne einen einzigen Beweis. Es ist, als ob jemand eine Obligation mit einer Obligation bezahlen wollte, Passivum gegen Passivum in einer schier unendlichen Folge bis daraus ein Ponzi-Kartenhaus wird, das beim leisesten Kontakt mit der Realität einstürzt – genau so wie das geozentrische Weltbild im Anblick der Jupitermonde zerschellte.

    Beweise für die ständig wiederholte Behauptung, die Geschäftsbanken müssten Wertberichtigungen vornehmen, wenn das Eigenkapital der SNB negativ wird? Keine! Die Gegegenbeweise hingegen sind längst erbracht und wurden auf IP bereits mehrfach angeführt. Sie ergeben sich aus der Gesetzeslage und der praktischen Erfahrung mit der historischen Periode negativen Eigenkapitals.

    Hat der Papst damals Galileos Gegenbeweis für das geozentrische Weltbild willkommen geheissen? Nein, hat er nicht, sondern mit dem Scheiterhaufen gedroht, auf dem am Ende Giordano Bruno verbrannte. Die heutigen Vertreter der Voraufklärung drohen nicht mehr mit dem Scheiterhaufen, dafür sind sie zu sehr in der Minderheit. Ihre Thesen von der flachen Erde, der gefälschten Mondlandung, dem überlebenden Elvis, oder, die SNB sage, sie könne Eigenkapital schöpfen, verbreiten sie auf spezialisierten Foren und schützen sie durch konsequente Abschottung gegen die Prinzipien der Aufklärung, wenn es sein muss mit Diffamierungen, Drohungen und vor allem mit konsequenter Abkehr von den Regeln der Erkenntnisgewinnung. Diese würden verlangen, Beweise und Gegenbeweise zu liefern, Beweise anzuerkennen, kurz, minimale wissenschaftliche Standards einzuhalten.

    Wie sollte man in der Zeit der Postmoderne aber mit den Vertretern der Vormoderne umgehen? Erstens Aufklärung, zweitens Humor, drittens Satire, viertens Sarkasmus, fünftens Ironie, sechstens Isolation. Die Tür zur Auklärung steht dabei auf jeder Stufe natürlich immer weit offen, auch wenn das Geduld und Nachsicht erfordert, denn die Prinzipien der Wissenschaft sind unerbittlich.

    … das mal nur kurz als Anregung an einem wunderschön sonnigen Nachmittag.

    Ulf Kalkofe

    • @Ulf Kalkofe

      Danke

      Originell geschrieben – mehr aber leider nicht. Zudem eine Verdrehung der bewiesenen Tatsachen um 180 Grad.

      Wirklich schade um den schönen sonnigen Nachmittag.

      Erstens:

      Klar bewiesen: iconomix war gedacht als Ausbildung der Nationalbank für die Jugend. Die SNB schreibt aber wörtlich: „Der Inhalt auf iconomix ist unabhängig von der SNB“.

      Die SNB distanziert sich also von ihrem eigenen Lehrmittel zuhanden der Jugend. Die SNB steht nicht zu ihren Irrtümern auf iconomix („der SNB geht der Schnauf nicht aus“, „Geld aus dem Nichts und dergleichen“).

      Zweitens:

      Klar bewiesen: Die SNB zeigte auf ihrer Home Page jahrelang die multiple Geldschöpfung. Diese wurde hier auf IP von mir im September 2013 mit Buchungssätzen widerlegt. Die Bank of England folgten (beachten Sie Zeitstrahl), es folgte die Deutsche Bundesbank. Was tat die SNB? Sie löschte die multiple Geldschöpfung kurzerhand von ihrer home Page.
      Auch das ist klar bewiesen.

      Drittens:

      Bewiesen durch Buchhaltung: Die Passivseite kann nicht länger sein als die Aktivseite. Verkürzt sich die Aktivseite einer Bilanz, so verkürzt sich gezwungenermassen auch die Passivseite. Die Investoren auf dieser Passivseite dürfen ihre Investitionen nicht höher bewerten, als diese wert sind. Ergo müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen, wenn deren Wert fällt.

      Auch das wird durch die Buchhaltung bewiesen.

      Viertens:

      Buchhalterisch bewiesen: Schulden auf der Passivseite kann man nur mit Vermögen auf der Aktivseite abbauen. Gemäss Gesetz kann eine Schuld mit Geld bezahlt werden – aber mit Aktivgeld – nicht mit Passivgeld. Der Notenumlauf der SNB besteht aus Passivgeld aus Sicht der SNB – damit kann die SNB keine Schulden bezahlen. Oder können Sie mit einem Negativstand auf Ihrem Konto eine Schuld begleichen?

      Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit.

      Schade dass Sie Ihre Talente vergeuden und dazu benutzen bewiesene Tatsachen verdrehen zu wollen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  43. @???

    Erstens:

    Es entspricht den Spielregeln auf Inside Paradeplatz, dass die Kommentatoren ihre E-Mail-Adresse dem Herausgeber angeben. Das gilt auch und insbesondere für Kommentatoren, welche anonym posten.

    Sie halten sich nicht an diese Regel, sondern geben Inside Paradeplatz eine falsche E-Mail Adresse an.

    Sie haben offenbar sehr grosse Angst davor, dass bekannt wird, wer Sie sind. Zu enge Verbindung mit der SNB – und insbesondere Herr Jordan?

    Ich bin nicht bereit, mit einem Anonymen zu diskutieren, der nicht einmal wagt, seine Mail-Adresse anzugeben

    Zweitens:

    Ich habe Ihnen eine Strafanzeige in Aussicht gestellt wegen Beleidigungen wie „Anstalt entlaufen“, „Wünsche für geistige Genesung“ kontinuierlich „lügen“, „Knochen-hinwerfen“ zu mir und dergleichen.

    Ich bin nicht bereit, mich auf dieses tiefe Niveau seitens SNB-Vertreter herunter zu lassen.

    Auf Intervention von Herrn Hässig verzichte ich vorerst auf eine Strafanzeige. Aber bitte seien Sie sich bewusst: Bei geringsten weiteren Beleidigungen, werde ich Sie anzeigen. Auch wenn die Beleidigungen jetzt gelöscht sind, habe ich diese archiviert. Sie sind also keineswegs geschützt.

    Es wird dann sehr rasch klar werden, wer Sie sind.

    Drittens:

    Den Beitrag, über den wir hier diskutieren, den habe ich geschrieben – nicht Sie oder die SNB. Die Gesprächsführung obliegt somit mir und nicht Ihnen oder der SNB.

    Sie massen sich an, die Gesprächsführung an sich zu reissen und immer wieder ihre wiederholenden Posts (copy paste) ganz oben zu platzieren, Sie haben die elementarsten Grundsätze von Anstand und Diskussion nicht begriffen.

    Wenn Sie die Gesprächsführung haben möchten, dann müssten Sie auch einen Beitrag verfassen unter Ihrem Namen, Aber dazu haben Sie den Mut ja nicht, Sie und die SNB bevorzugen aus dem Hinterhalt zu schiessen.

    Ich möchte Sie auch diesbezüglich bitten, sich an die Spielregeln zu halten. Wenn Sie mir eine Antwort geben wollen, so bitte posten Sie diese unter Antworten.

    Zumal alles zu Ihren widersprüchlichen Argumenten gesagt ist.

    Solange Sie hier sich nicht an die elementarsten Spielregeln halten, können Sie von mir keine Antwort er,

    Zum Schluss möchte ich nochmals wiederholen:

    Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen für unsere Nationalbank und insbesondere deren Chef Prof. Dr. Thomas Jordan, dass seine Argumentation hier ausschliesslich vertreten werden muss, durch anonyme Kommentatoren mit wechselnden Pseudonymen, die nicht einmal ihre korrekte Mail-Adresse dem Editor hinterlassen.

    Einfach nur noch „gschämig“ für unserer Nationalbank.

    Herr Jordan – schämen sie sich nicht?

    • Herr Meyer,

      Sie weichen aus und beantworten nicht die Fragen Ihrer Leser. Stattdessen wiederholen Sie sich in Endlosschleife (und drohen zur Abwechslung mal wieder ein wenig).

      Leider verständlich, denn Sie sind zu einer Antwort oder Beweisführung nicht in der Lage.

      pro memoria

      @Leserinnen und Leser

      Wie wir alle sehen, ist Herr Meyer bereit, unsere Fragen zu beantworten. Ich beginne mit einer kurzen Liste:

      1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
      2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
      3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

      Diese drei einfachen Fragen konnte Herr Meyer noch nicht beantworten. Seine „Argumentation“ stützt sich jedoch auf die Behauptung, dass die gewünschten Beweise existieren.

      Anmerkung: Es ist elementar, diese Beweise durch Verweis auf nachprüfbare Quellen zu erbringen. Es ist der Diskussion nicht gedient, wenn eine Beweisführung auf reine Behauptungen des Beweispflichtigen gestützt wird.

      Wir sind gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

      Der Leser

      The real MM (Dr.!!)

  44. Herr Meyer,

    Sie weichen aus und beantworten nicht die Fragen Ihrer Leser. Stattdessen wiederholen Sie einfach Ihre unbegründeten Behauptungen.

    Leider verständlich, denn Sie sind dazu nicht in der Lage weil Ihre Argumente auf schlechter Phantasie beruhen.

    pro memoria

    @Leserinnen und Leser

    Wie wir alle sehen, ist Herr Meyer bereit, unsere Fragen zu beantworten. Ich beginne mit einer kurzen Liste:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Diese drei einfachen Fragen konnte Herr Meyer noch nicht beantworten. Seine „Argumentation“ stützt sich jedoch auf die Behauptung, dass die gewünschten Beweise existieren.

    Anmerkung: Es ist elementar, diese Beweise durch Verweis auf nachprüfbare Quellen zu erbringen. Es ist der Diskussion nicht gedient, wenn eine Beweisführung auf reine Behauptungen des Beweispflichtigen gestützt wird.

    Wir sind gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    Der Leser

    The real MM (Dr.!!)

    • @???
      Was nicht sein darf, ist nicht – das ist beruhingender als die unangenemen Analysen und Szenarien von Hr. Meyer. Jeder muss mit sich selbst ausmachen, wie er damit umgeht. Nur Unwissenheit und Ignoranz schützt vor Strafe nicht.
      Von einer SNB muss man aber einfordern können, dass sie solcherlei begründete Kritik ernst nimmt. Die SNB hat sich aufgrund ihrer FK-finanzierten Devisenzockerei längst in eine Sackgasse manövriert aus der sie nicht mehr rausfindet. Dieses Dilemma ist mitverantwortet durch viele Einzel-Interessen quer Beet durch die politische und wirtschaftliche Landschaft. Anstatt sich offen der Kritik zu stellen, sitzt die SNB aber lieber aus und passt ihre Haltung schleichend und kalt an. Dies wohl nach dem Motto „wir haben ja nie etwas anderes behauptet“, sollte dereinst die Bilanz implodieren, was angesichts der Hebelverhältnisse kein unrealistisches Szenario ist. Das ist für mich der eigentliche Skandal.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

  45. Selber Nachlesen:

    Bankf of England
    http://www.bankofengland.co.uk/publications/Documents/quarterlybulletin/2014/qb14q1prereleasemoneycreation.pdf

    Deutsche Bundesbank
    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2017/2017_04_geldschoepfungsprozess.pdf?__blob=publicationFile

    Eher geht die SNB Konkurs als, dass Jordan und seine Crew einsichtig werden und endlich wie die Deutsche Bundesbank und die Bank of England eine Richtigstellung in Form eines Artikels schreiben.

    Die SNB hat Schulden in CHF. Dem gegenüber stehen Aktiven mehrheitlich in Fremdwährungen.

    Was in Zukunft mit der SNB wirklich passieren wird ist offen, aber Realität ist die enorme Hebelwirkung (Leverage-effekt).

    Kommts GUT kommts noch viel BESSER
    Kommts SCHLECHT kommts noch viel SCHLECHTER

    Die SNB plaziert eigentlich eine der grössten Wetten am Markt.

    Die 1.20er Wette hat sie ja bereits verlohren.

  46. Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Seitens anonymer Vertreter der SNB-Argumentation werden die alten Irrtümer der Geldtheorie immer wieder neu serviert.

    SNB-Chef Jordan hat mehrmals argumentiert, die SNB könne „Liquidität“ aus dem Nichts schaffen. „Liquidität“ steht für liquides Vermögen. Die SNB könne also Vermögen schaffen ohne zusätzliche Schulden.

    Das würde bedeuten, dass die Bilanz der SNB auf deren Aktivseite wächst ohne Schulden auf der Passivseite – demzufolge also mit Eigenkapital. Auf der Passivseite kann nur Eigenkapital oder Fremdkapital verbucht werden. „Aus dem Nichts“ impliziert ohne Schulden und demzufolge mit Eigenkapital.

    Alles was aus dem Unternehmen selber entsteht ist Eigenkapital – nicht Fremdkapital. Jordan meint demzufolge, dass bei Geldschöpfung Eigenkapital der SNB enstehe – aus der SNB selber heraus. Das ist falsch. Es ensteht Fremdkapital – eine Schuld – oder ein Darlehen.

    Die Bank of England und die Deutsche Bundesbank haben jetzt ja auch erkannt, dass es sich bei Notenbankgeld um eine Schuld der Zentralbank handle.

    Diese neue Erkenntnis kann die SNB jetzt nicht mehr einfach ignorieren.

    Ein Darlehen muss gemäss Obligationenrecht zurückbezahlt werden und zwar in gleichem Masse und in gleicher Beschaffenheit.

    Bei negativem Eigenkapital erhält die SNB beim Verkauf ihrer Devisen aber nicht mehr genügend Franken, um ihre Schulden in Franken zu bezahlen.

    Mit neu gedrucktem Geld kann die SNB erst Recht nicht bezahlen, da dieses nicht dieselbe Beschaffenheit hat wie beim Kauf der Devisen.

    Beim Kauf der Devisen nahm die SNB bei den Banken aktive Franken auf. D.h. die SNB muss auch wieder aktive Franken zurückzahlen – nicht passive.

    Die SNB sollte unterscheiden lernen zwischen aktiven und passiven Franken bzw. zwischen Franken-Vermögen und Franken-Schulden.

    Nur aktives Notenbankgeld kann als Zahlungsmittel dienen. Gemäss Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel müssen Franken als Zahlungsmittel angenommen werden. Dabei handelt es sich aber um aktive Franken – nicht um passive.

    Eine Bank A mit Konto bei der SNB kann der Bank B nur eine Zahlung überweisen mit aktivem Notenbankgeld. Sie muss über ein Guthaben bei der SNB verfügen, das sie dann an Bank B überweisen lässt.

    Genau so muss die SNB aktive Franken an eine Bank überweisen, wenn sie ihre Schulden bei den Banken zurückzahlen will.

    Die SNB kann iher Schulden nicht bezahlen mit passiven Franken, wie sie irrtümlich meint.

    Dass die SNB eine Schuld bei den Banken hat, geht daraus hervor, dass diese Schuld auf der Passivseite der SNB-Bilanz verbucht wird.

    Dies Schuld bezeichnet die SNB selber als „Sicht-Verbindlichkeit gegenüber den Banken“. Auf Sicht heisst: Die Verbindlichkeit muss jederzeit erfüllt werden können.

    Demgegenüber verbuchen die Banken ihre Guthaben bei der SNB als Forderungen, die innerhalb eines Monats fällig sein müssen.

    Die Behauptung der SNB, die SNB müsse ihre Schulden gegenüber den Banken nicht begleichen trifft somit nicht zu.

    Konklusion: Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen, weil die SNB diese nicht mehr vollumfänglich zurückzahlen kann.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  47. Herr Meyer,

    Sie weichen aus und beantworten nicht die Fragen Ihrer Leser.

    Leider verständlich, denn Sie sind dazu nicht in der Lage weil Ihre Argumente auf schlechter Phantasie beruhen.

    pro memoria

    @Leserinnen und Leser

    Wie wir alle sehen, ist Herr Meyer bereit, unsere Fragen zu beantworten. Ich beginne mit einer kurzen Liste:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Diese drei einfachen Fragen konnte Herr Meyer noch nicht beantworten. Seine „Argumentation“ stützt sich jedoch auf die Behauptung, dass die gewünschten Beweise existieren.

    Anmerkung: Es ist elementar, diese Beweise durch Verweis auf nachprüfbare Quellen zu erbringen. Es ist der Diskussion nicht gedient, wenn eine Beweisführung auf reine Behauptungen des Beweispflichtigen gestützt wird.

    Wir sind gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    Der Leser

    The real MM (Dr.!!)

  48. Wie es die deutsche Bundesbank so schön im untenstehenden Zitat beschreibt ist sie eben nicht nur „Lender of last resort“ sondern eben auch „Borrower of last resort“

    Zitat Deusche Bundesbank:
    Neben „Kreditgewährung und Gutschrift“ gibt es einen zweiten Weg, wie die Zentralbank den Banken zu einer Sichteinlage – also zu Zentralbankgeld – verhelfen kann: Dazu kauft die Zentralbank einer Bank einen Vermögenswert ab, beispielsweise Gold, Devisen oder Anleihen, und schreibt ihr den Verkaufserlös gut. Auch dadurch entsteht Zentralbankgeld. Die Gold- und Devisenreserven der Zentralbanken sind historisch durch solche Ankäufe entstanden.
    Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_3.html?docId=147694&notFirst=true

    Unsere SNB ist schon lange nicht mehr Lender sondern Borrower. Der Beweis hierfür findet man bei den Repo Geschäften der SNB, welche sie gar nicht mehr braucht.

    Zitat SNB:
    Daher erneuerte die Nationalbank im Juni 2012 die letzten noch ausstehenden Repogeschäfte nicht mehr. Auch nach der Aufhebung des Mindestkurses nimmt die Nationalbank bei Bedarf Devisenkäufe vor und führt dem Bankensystem auf diesem Weg weiter Liquidität zu.
    https://www.snb.ch/de/ifor/public/qas/id/qas_repos#t4

    Hier kommuniziert doch die SNB ganz klar, dass die SNB als DEVISEN-KÄUFER auftritt. Einen Aktivtausch macht sie ganz bestimmt nicht. Sondern eben wie von Herrn Meyer längst richtig erläutert kauft sie Devisen auf Pump.

    Einfaches Beispiel fürs Verständnis:
    Ein Aktionär von Novartis kann nicht nach Basel gehen und ein paar Medikamente und Einrichtungsgegenstände im Tausch gegen seine Aktie verlangen. Aber Fakt ist, dass dem Inhaber einer Aktie dennoch ein Teil der Aktiven von Novartis zu steht. Auch wenn er nicht direkt darauf zugreifen kann.
    Ist für den Aktionär ja auch kein Problem solange Aktiven bei Novartis vorhanden sind. Schrumpfen die Aktiven von Novartis hat auch die Aktie einen tieferen inneren Wert (Substanzwert).

    Bei einer Banknote verhält sich genau gleich. Der Inhaber kann nicht direkt auf die Aktiven der SNB zugreifen dennoch garantieren diese Aktiven den Wert der Banknote. Hätte die SNB überhaupt keine Aktiven wäre eine Banknote nur ein Stofffetzen.

    • @Vive la France

      Danke

      Ja genau so ist es.

      Die SNB kauft Devisen nicht durch einen Aktivtausch, womit das Geschäft abgeschlossen wäre. Nein. Die SNB kauf Devisen auf Pump. „Borrower of last resort“ – wie ich schon seit Jahren versuche, klar zu machen und die SNB bezeichne.

      Bei Kaufen auf Pump oder auf Kredit oder über ein Darlehen ist das Geschäft erst abgeschlossen, wenn die SNB ihre Schulden wieder abgebaut hat.

      Die Aktiven, die sie auf Pump kaufte muss sie wieder verkaufen. Erst dann ist das Geschäfts abgeschossen.

      Freundliche Grüsse

      War schön von Ihnen wieder einmal zu hören.

      Marc Meyer

  49. @

    „The real MM (DR.!!)

    Sehr geehrter Herr

    Darf ich Sie höflich bitten, mir ihren Namen und Adresse bekannt zu geben. Ich werde eine Strafanzeige gegen Sie einreichen wegen Ehrverletzung.

    Sollten Sie dies nicht tun, werde ich Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen.

    Die Staatsanwaltschaft wird dann Ihren Namen herausfinden.

    Danke und freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Meyer…………….

      …..ja eine Anzeige halte ich hier für angemessen.

      Sollte sich herausstellen das der Typ etwas mit den SNB zu tun hat, wäre es schön sie würden das hernach hier kommunizieren.

    • Die beleidigenden Kommentare wurden jetzt geloscht.

      Der anonyme Verter dér SNB Argumentation gibt sogar eine falsche E-Mail Adresse an, um die Spuren zu verwischen.

    • Zitat :
      Marc Meyer Dr.
      21. September 2017 / 05:48
      Die beleidigenden Kommentare wurden jetzt gelöscht.
      Der anonyme Vertreter der SNB Argumentation gibt sogar eine falsche E-Mail Adresse an, um die Spuren zu verwischen.

      Herr Meyer………….
      Ich habe jahrelang einen Blog über Thailändische Politik mitgestaltet und am Schluss auch geführt.
      Es gab dabei viele „Expats“ die dort lebten und nicht verkraften konnten …….dass „ihr“ Paradies eben bloss eine Verbrecher-Diktatur ist in der man die Teile der Bevölkerung, die seit Jahrzehnten immer wieder Demokratie forderten, regelässig in den Strassen von Bangkok ermordete.
      Zuletzt 2010 auf Rajaprassong mit über 90 Erschossenen und einem von der Armee zugegebenen Munitionsverbrauch von 110-tausend Schuss scharfer Gewehrmunition.

      Also ich habe allerhand erlebt mit jenen verbissenen „Verteidigern“ die etwas schönreden was es nicht gibt.
      Stalking über mehrere Jahre, dann Mails an meine Firma unter entwendeten Mailabsendern.
      Da bekam ich dann Mails der „Deutschen Bank“ usw. Der Stalker war selber im Provider-Business tätig und konnte nahezu jede Mail als Absender verwenden.

      Nun ja, eines wusste ich, wenn die derart verbissen reagieren, habe ich ins Schwarze getroffen.
      —————————
      Nichts wird in unserer Politik und Gesellschaft so verflucht wie eine unangenehme Wahrheit.
      —————————

      Ps: Viele Firmen haben eine „statische IP“, dass ist das erste was Sie sich ansehen sollten. Denn der Umstand ist vielen Mitarbeitern meist nicht bewusst.
      So tappte schon manch einer in die Falle.

  50. @Leserinnen und Leser

    Wie wir alle sehen, ist Herr Meyer bereit, unsere Fragen zu beantworten. Ich beginne mit einer kurzen Liste:

    1. Welche Beweise gibt es, dass die SNB Devisen kauft und dieser Kauf eigentlich ein Darlehen ist?
    2. Welche Beweise gibt es für die Aussage, die SNB betrachte die Schaffung von SNB-Geld als Schaffung von Eigenkapital?
    3. Welche Beweise gibt es dafür, dass die SNB trotz anderslautenden Gesetzen ihre Schulden durch den Verkauf von Aktiva statt durch SNB-Geld begleichen muss?

    Diese drei einfachen Fragen konnte Herr Meyer noch nicht beantworten. Seine „Argumentation“ stützt sich jedoch auf die Behauptung, dass die gewünschten Beweise existieren.

    Anmerkung: Es ist elementar, diese Beweise durch Verweis auf nachprüfbare Quellen zu erbringen. Es ist der Diskussion nicht gedient, wenn eine Beweisführung auf reine Behauptungen des Beweispflichtigen gestützt wird.

    Wir sind gespannt auf Herrn Meyers konstruktiven Diskussionsbeitrag.

    Der Leser

    The real MM (Dr.!!)

  51. @Leserinnen und Leser

    Die Diskussionskulter der SNB ist unter aller Würde.

    Unter Pseudonymen lässt sich Herr Jordan hier vertreten.

    Da werde ich beschimpft als Lügner, „einer Anstalt entlaufen“ usw.

    Wohlbemerkt: Hinter diesen Ausdrücken stecken letztlich die SNB selber und ihr Chef Jordan.

    Die Beleidigungen fallen letztlich auf diese zurück.

    Es versteht sich von selber, dass ich auf diesem tiefen Niveau nicht mit unserer Natuonalbank indirekt diskutiere.

    Das habe ich nicht nötig.

    Die SNB addressiert sich neuerdings an die „verehrten Leserinnen und Leser“ , um sich dann im Schlusssatz despektierlich an nich zu wenden.

    Es ist einfach unter aller Würde, wie sich die SNB benimmt.

    Ich habe es nicht nötig, mich mit der SNB auf diesem tiefen Niveau zu unterhalten.

    Falls ein Leser / Leserin noch eine offene fachliche Frage hat, bin ich gerne bereit, diese zu beantworten.

    Nun danke ich allen, die sich konstruktiv an dieser Diskussuion beteiligt haben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  52. @Leserinnen und Leser

    Herr Meyer schreibt:
    „De facto heisst das, die SNB darf so viele Schulden machen wie sie will und muss diese nicht mehr zurückzahlen.
    Das wäre eine Enteignung durch die SNB und widerspricht der Eigentumsgarantie Art 126 in der Bundesverfassung.“

    Das ist wie immer falsch: Eine Enteignung setzt voraus, dass dem Enteigneten ein Vermögensschaden gegen seinen Willen entsteht. Die Geschäftsbanken und alle anderen, die mit der SNB geschäften kennen aber die Regeln und Gesetze. Sie wissen also, dass das SNB-Geld, mit dem die SNB ihre Schulden begleicht, „nur“ durch die Leistungen der Schweizer Wirtschaft gedeckt sind ( siehe dazu Herrn Roths genialen Post). Folglich gibt es weder einen Vermögensschaden (Deckung der Schulden durch Gesellschaft) noch wäre ein allfälliger Verlust wegen Inflation oder Abwertung unfreiwillig, da die Risiken ex ante bekannt sind und bewusst eingegangen werden.

    Folglich ist Ihr Gerede von Enteignung, Herr Meyer, genauso wenig fundiert wie alles andere, was Sie bisher hier geschrieben haben.

    Die SNB muss kritisch begleitet werden, doch dafür braucht es grundlegende Kenntnisse der Schweizer Wirtschaft und Geldverfassung. Über solche Kenntnisse verfügen Sie, Herr Meyer, immer noch nicht.

    The real MM (Dr.!!)

  53. Kommunistisches Gedankengut der SNB

    Seitens der SNB wird immer wieder behauptet, die SNB dürfe gemäss Gesetz ihre Schulden mit Schulden bezahlen.

    Das behauptet sogar der SNB Präsident.

    Absurd – nicht wahr?

    De facto heisst das, die SNB darf so viele Schulden machen wie sie will und muss diese nicht mehr zurückzahlen.

    Das wäre eine Enteignung durch die SNB und widerspricht der Eigentumsgarantie Art 126 in der Bundesverfassung.

    Die SNB stellt sich also über unsere Verfassung.

    Das geht nun eindeutig zu weit.

    Wollen wir in der Diktatur der SNB erwachen?

    Nein!

    Stopot diese SNB!

    Marc Meyer

  54. @Leserinnen und Leser

    Herr Meyers Phantasien sind dieselben wie eh und jeh. Hier eine kleine Auswahl seiner unbewiesenen bzw. eindeutig widerlegen Behauptungen:

    1. „Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, die SNB könne durch Geldschöpfung Liquide Mittel bzw. „Liquidität“ schaffen und damit sämtliche Zahlungsverpflichtungen der SNB abbauen impliziert, dass bei Geldschöpfung Eigenkapital der SNB entstünde.“
    Jordan sagt nicht, dass durch SNB-Geldschöpfung Eigenkapital entsteht. Das ist Meyers Phantasie. Die SNB schöpft ohnehin kein Geld, das ist Aufgabe der Geschäftsbanken.

    2. „Die SNB kann ihre Schulden aber nur mit Vermögen zurückzahlen, nicht mit erneuten Schulden.“
    Laut Gesetz darf die SNB genau das, das heisst, alle ihre Schulden mit SNB-Geld begleichen.

    3. „Aber auch rechtlich gesehen ist ganz klar, dass die SNB ihre Schulden zurückzahlen muss. Sie kauft ihre Devisen mit einem Darlehen von den Banken.“
    Die SNB kauft mitnichten mittels Darlehen. Meyer liefert den entsprechenden Nachweis nicht und kann ihn nicht liefern, weil die SNB das eben nicht so macht. Kauf ist kein Darlehen.

    Das sollte genügen. Herr Meyer, Sie haben keine Ahnung von der Materie über die Sie schreiben.

    The real MM (Dr.!!)

    • Wenigsten einmal knapp und klar formuliert. Danke!
      1) Auch die GB schöpfen direkt kein Geld, das sind eigentlich und letztendlich diejenigen (Kunden der GB) welche Kredit nachfragen.
      2) Satz ist richtig; aber kontextmässig aus dem Zusammenhang gerissen; ursprünglich war die Rede davon, dass die SNB mittels neuer Verpflichtungen Vermögen (EK) generieren können sollte. Und das ist schlicht (ohne Schattenbuchungen) unmöglich!
      3) Der Hammer. Was anderes als kurzfristige Darlehen (jederzeit rückzahlbar) sind den die Giroguthaben???

  55. Kurze Zusammenfassung – kommunistisches Ansinnen der SNB

    @Leserinnen und Leser

    Auf der Sachebene möchte ich hier folgendes festhalten.

    Erstens:

    Die Schweizerische Nationalbank hat ihre einschlägigen Beiträge zur Geldschöpfung und zum Geldmultiplikator kurzerhand von ihrer Home Page gelöscht. Diese Beiträge beinhalteten die Rechtfertigung der SNB zu ihrem Mindestkurs und ihre Euro-Stützungskäufen.

    In einer Demokratie solle eine Zentralbank transparent informieren, wenn sie Grundlagen zu ihrer Politik einfach löscht.

    Von der Seite iconomix – gedacht zur Ausbildung für die Jugend – distanziert sich die SNB. Es waren zu viele Fehler darauf.

    Dem widerspricht hier niemand.

    Zweitens:

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, die SNB könne durch Geldschöpfung Liquide Mittel bzw. „Liquidität“ schaffen und damit sämtliche Zahlungsverpflichtungen der SNB abbauen impliziert, dass bei Geldschöpfung Eigenkapital der SNB entstünde. Das ist ein gravierender Kapitalfehler des SNB-Chefs. Bei einer Geldemission entsteht im Gegenteil Fremdkapital – eine Schuld der SNB.

    Auch dieser Fehler der SNB konnte hier von niemandem richtiggestellt werden.

    Drittens:

    Die Bank of England hat nachvollzogen, dass es sich bei Notenbankgeld um eine Schuld der Zentralbank handle. Die Deutsche Bundesbank hat das nun auch bestätigt. Die SNB hat einfach ihre falsche Geldtheorie vom Netz genommen – auch eine Möglichkeit. Die SNB macht es sich damit aber sehr einfach und bequem.

    Aus der Erkenntnis, dass Geld ein Schuld der SNB darstellt, folgt, dass die SNB ihre Schulden auch jederzeit muss zurückzahlen können. Die SNB kann ihre Schulden aber nur mit Vermögen zurückzahlen, nicht mit erneuten Schulden. Das ist einfach und logisch zu erkennen, weil eine Bilanz nur verkürzt werden kann, wenn sie auf beiden Seiten miteinander verkürzt wird. Das ist einfachste Buchhaltung.

    Die Meinung des SNB-Chefs, die SNB könne ihre Schulden bezahlen mit Notenbankgeld, weil dieses gesetzliches Zahlungsmittel sei, zeugt vom tiefen Missverständnis des Notenbankchefs bezüglich Bilanz-Analyse.

    Aber auch rechtlich gesehen ist ganz klar, dass die SNB ihre Schulden zurückzahlen muss. Sie kauft ihre Devisen mit einem Darlehen von den Banken. Dieses muss sie gemäss OR 312 zurückzahlen und zwar in gleicher Menge und Beschaffenheit.

    Daraus folgt, dass die SNB den Banken aktive Schweizerfranken zurückzahlen muss, weil sie auch aktive Franken aufgenommen hat. Mit passiven Franken kann die SNB gar nichts bezahlen. Diese wären nicht gleich beschaffen wie ihr Darlehen.

    Fällt der Euro und das Eigenkapital der SNB wird negativ, so kann die SNB nicht genügend aktive Schweizerfranken lösen, um ihre Schulden bei den Banken zurück zu zahlen. Die Schulden sind aber in gleicher Menge zurückzuzahlen. Die SNB ist Konkurs.

    Wenn der SNB also behauptet, die SNB würde gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld geben, so folgt daraus konsequenterweise, dass die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen will. Per Bundesverfassung Artikel 126 ist aber das Eigentum geschützt. Jordans Behauptung ist also nicht nur buchhalterisch und volkswirtschaftliche unkorrekt, sondern auch rechtlich. Sie verstösst gegen unsere Bundesverfassung.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan ist also kommunistisch. Die SNB propagiert die Enteignung der Banken, wenn sie behauptet, sie würde ihre Schulden nicht zurückzahlen.

    Wir Schweizer sollten uns gut überlegen, wie das mit unserer Nationalbank weitergehen soll – diese hat fundamentale kommunistische Vorstellungen und geht davon aus, dass sie die Banken enteignen darf, was natürlich sofort auf die Bevölkerung durchschlagen würde.

    Marc Meyer

  56. @Herr Meyer

    Bitte lesen Sie unbedingt Herrn Roths Kommentar unter https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-180125 !!

    Er hat’s begriffen!! (Also die Fakten, nicht die Hintergründe.) Lesen Sie es – jahrelange „Aufklärung“ durch Sie und trotzdem begriffen: nicht die SNB haftet, nicht die Geschäftsbanken, sondern die gesamte Volkswirtschaft haftet für den Wert des Frankens – einfach unglaublich!! Doch lesen Sie selbst in den Worten von Herrn Roth:

    „Tja, die hellen Köpfe in Regierung und SNB sagen, dass die Schweiz als Staat und wir als Bürger als Gemeinschaft mit unserer Wirtschaftskraft für den Franken haften und ihn so quasi decken…….

    Boah, also unsere sogenannten „Eliten“ haben die Golddeckung abgeschafft und dafür uns Bürgern die Haftung auferlegt.“

    (Vergessen Sie das mit dem „Betrug“ (hier nicht zitiert) – das ist, wo das Hintergrundwissen fehlt. Aber immerhin …. .)

    Herr Roth: Hochachtung! Und lassen Sie sich vom Meyer nicht einschüchtern (falls der begreifen sollte, warum Ihre und seine Positionen nicht kompatibel sind).

    Ihr

    C.B.Locher

  57. Ach ja…………….
    ————————————————
    Zitat :
    C. B. Locher
    18. September 2017 / 09:33
    Lieber Herr Meyer

    Ja, tun Sie das unbedingt! Herr Hässig verdient hoffentlich gut an der Verbreitung Ihrer Verschwörungstheorien – es sei ihm gegönnt! Ausserdem schmeichelte es Ihrer Eitelkeit und Sie würden wieder GAAAAANZ viel Chabis zusammenreimen.

    Wie wäre es „neu“ damit: es gibt keine Gesetze (ausser Ihre) oder: die SNB schliesst Darlehensverträge wenn sie Devisen verkauft? Das wäre doch mal eine super Idee?!

    ODER: Sie schaffen es, die SNB wirklich einmal sachlich und fundiert zu kritisieren, ohne Ihre angebliche Opferrolle und vermeintlichen „Entdeckungen“ – also sich selbst – ständig in den Vordergrund zu schieben. Es könnte dann allerdings geschehen, dass man Sie Ernst nimmt – sind Sie darauf vorbereitet?? Wir sind gespannt!

    Freundlich grüsst

    Ihr Christoph B. Locher
    ———————————————

    Herr Locher………..
    Ein Loch ist da wo etwas nicht ist….. siehe Gedicht von Kurt Tucholsky.
    https://www.youtube.com/watch?v=q9JZWayrKRA

    Wenn ich ihren Kommentar lese, so frage ich mich, entweder haben sie den Nick eines anderen übernommen, dann sind sie ein Betrüger.
    Oder sie haben getäuscht und sind somit ein perfides A……. loch.

    Nun ja, …….. solche Typen wie sie brauche ich um mich wohl zu fühlen…..((((-:

    • @Walter Roth

      Danke

      Unglaublich, was die anonymen Fürsprecher der SNB alles tun, um die irrige Argumentation des SNB Chefs zurecht zu biegen.

      Aber seine Argumentation wird dadurch nicht richtig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Meyer

      Ganz Recht Herr Meyer, ich muss ich Ihnen wohl wieder einmal Recht geben: Jordans Argumentation wird nicht richtig. Ganz und gar nicht, denn sie ist es bereits.

      Im Gegensatz zu Ihrer: wie ist das noch einmal mit den SNB-Darlehen, haben Sie inzwischen welche entdeckt? Können Sie diese beziffern? Wie lauten die Details? Oder sind diese Darlehen so geheim, dass ausser Ihnen niemand die kennen kann?

      The real MM (Dr.!!)

  58. @Leserinnen und Leser

    Sehr geehrtes Publikum, lieber Herr Meyer und liebe Meyer-Fans (alle beide!)

    Für diese Woche habe ich Ihnen einiges versprochen und werde meine Versprechen natürlich einlösen. Zunächst einmal:

    Im Kommentar https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-180005 schreibt Herr Mayer:

    „Die SNB-Chaoten behaupten also, die SNB dürfe gegen das Gesetz verstossen. Sie versprechen, die betreffenden Gesetzesartikel anzufügen – aber das ist Fehlanzeige. Nichts folgt.“

    Leider müssen wir feststellen, dass diese Aussage falsch ist. Wie man hier https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-179744 und hier https://insideparadeplatz.ch/2017/06/19/snb-provoziert-quengelpolitik-regieren-bald-qataris-am-buerkliplatz-snb-gefangen-in-der-figgi-und-muehli/ lesen kann, wurden diese Texte sehr wohl agefügt und hier https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-179711 hat unser lieber Herr Meyer sogar darauf reagiert. Selbst wenn wir also einmal beiseite lassen, dass ein „Experte“ wie unser lieber Herr Meyer, die relevanten Gesetze selber kennen sollte und auch wissen müsste, dass wer nach dem Gesetz handelt, nicht dagegen versösst, müssen wir leider schlussfolgern, dass unser lieber Herr Meyer eine falsche Aussage gemacht hat.

    Herr Meyer, wollen Sie vielleicht noch einmal behaupten, die SNB ginge „Darlehensverträge“ ein, wenn sie Deivisen kauft?

    Besten Dank für die Aufklärung!

    The real MM (Dr.!!)

    • Antwort an Dummkopf……

      Zitat :
      The real MM (Dr.!!)
      18. September 2017 / 07:49
      ————————————————-
      Also Herr real D……
      Ich habe ausschweifende Kommentare hier eingesetzt um aufzuzeigen das Sie gedankliche Fehler begehen.
      Ja das sie die Politik und deren funktionsweisen nicht verstehen und darum unberücksichtigt lassen das die SNB uns betrügt, …..und unser Bundesrat nicht versteht was Jordan macht, es nicht verstehen will und sich dazu hinter „Gepflogenheiten“ versteckt …..Dingen die schon immer so gemacht wurden.
      Aber D…. diese Dinge werden erste seit einigen Jahrzehnten so gemacht, denn vorher hatten wir einen Edelmetallstandard.
      Es war damals nicht sooo wichtig wie es Heute ist, ich meine das was Dr. Meyer sagt.

      Was Dr. Meyer anführt ist deshalb so wichtig, weil …..wenn das was er sagt einmal allgemein anerkannt werden wird, es auch von Jordan als Standard eingeführt werden muss, das dann in der Folge grundlegende Änderungen erzwingt.

      Unser ganzes System müsste neu Justiert werden, und zwar richtung mehr Realität und wenige Luftgeschäfte.

      Die Bank von England hat es erkannt und publiziert.
      Diese Bank ist ein grosser Player im Finanzwesen.

      Aber Sie streiten geradezu verzweifelt ab was eigentlich logisch verständlich ist.
      Und dazu fälschen Sie sogar die Likes auf dieser Seite und bezichtigen Dr. Meyer auch noch der Lüge.

      Herr D…….
      Wie wäre es wenn Sie mal selber damit anfangen ehrlich zu sein, also einen Nick zu verwenden der ihrem Namen entspricht ?

    • Lieber Herr Roth

      Sie sind ja ein ganz Durchtriebener! Den lieben Herrn Meyer hier mit Ihrer Ironie einzureiben und ihn dabei glauben zu machen, Sie unterstützten ihn. Meine Güte, das nenne ich echt perfide!!

      Dagegen sind die ganzen imaginierten SNB-Trolle von unserem lieben Herrn Meyer ja der reine Kindergarten (Räuplis, wohlgemerkt)!

      Grüsse

      The real MM (Dr.!!)

    • @Walter Roth

      Danke.

      Richtig. Im Goldstandard war das kein Thema.

      Heute ist es aber ein sehr wichtiges:

      Die Aufhebung des Goldstandards bedeutet keineswegs, dass eine Zentralbank keine Verpflichtung mehr hat und sich deshalb unbeschränkt verschulden kann.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  59. Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser

    Vielen Dank für die vielen „thumbs up“ übers Wochenende.

    Diese zeigen, dass man meine Argumentation durchaus verstehen kann.

    Gerne möchte ich Sie ermutigen, auch einen Kommentar zu verfassen.

    Ich werde mir Mühe geben konstruktive Kommentare zu beantworten in der Hoffnung auf eine aisgewogene Diskussion.

    Freundliche Grüsse und eine schöne Woche.

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer
      Unglaublich was Sie sich hier gefallen lassen müssen.
      Was hier gewisse „Kommentatoren“ abziehen ist widerlich, gemein, menschenverachtend und „voll auf den Mann“ gezielt.
      Ihre Argumentation soll nicht in einem fachlichen Diskurs besprochen werden, von „diesen Leuten“ sollen Sie demontiert, lächerlich gemacht und menschlich „vernichtet“ werden (sorry für den Ausdruck, aber so empfinde ich es).
      Lässt sich die Herkunft dieser Voten nicht zurückverfolgen, schliesslich gibt es Gerichtsurteile welche eine solche Vorgehensweise als illegal benannt haben; es wurden ja schon entsprechende Strafen ausgesprochen.
      Ausserdem wäre es für die Öffentlichkeit sicherlich interessant zu wissen, wer hinter diesen persönlichen Angriffen steht.
      Bitte halten Sie durch ! Stellen Sie Strafanzeigen!
      Sämtliche IP Leser haben ein recht darauf, wer sich Ihnen gegenüber so „schweinisch“ benimmt.

    • Deutsche Sprache, schwere Sprache
      Der letzte Satz sollte wie folgt heissen:
      […] Sämtliche IP Leser haben ein Recht darauf zu wissen, wer sich Ihnen gegenüber so „schweinisch“ benimmt […]

    • @SirGalahad

      Guten Morgen

      Vielen Dank für die ermutigenden Zeilen.

      Ja es ist bedauerlich, dass versucht wird, die Diskussion zu verunmöglichen durch ausschliessliches Spiel auf meine Person.

      Die Kommentare sind anonym.

      Es ist aber so, dass die Schweizerische Nationalbank seit Jahren versucht, meine Argumentation mit allen Mitteln zu unterdrücken.

      Die Presse schweigt das Thema tot. Es bleibt mir nur noch, auf Inside Paradeplatz zu schreiben.

      Das hat einen grossen Vorteil aber leider auch zwei grosse Mängel.

      Der grosse Vorteil ist der: Ich kann die Irrtümer in der Volkswirtschaftslehre einem grösseren Publikum vorstellen.

      Die Nachteile sind:

      A) Die Kommentatoren sind oftmals anonym und unter der Gürtellinie.

      B) Die Wissenschaft übernimmt meine Argumentation hier über Umwege und wird schliesslich Zentralbanken und Professoren zugeschrieben.

      Dabei gehe ich leer aus.

      Meine Berufung aber, dass ich auf gravierende Irrtümer in der Volkswirtschaftslehre hinweisen kann überwiegt aber die Nachteile.

      Es ist schade, weil auch ich ein Recht auf Anerkennung hätte – aber eben. Die Zentralbanken haben eine grosse Macht, welche sie leider missbrauchen.

      Wer also genau die hinterhältigen Kommentare schreibt, kann ich nicht genau sagen – wie auch immer. Diese fallen letztlich auf die SNB zurück, weil diese eine öffentliche Debatte verhindert.

      Ich werde mir aber den Rechtsweg vorbehalten – ein anonymer Kommentar ist nicht im rechtslosen Raum.

      Danke und schönen Tag

      Marc Meyer

    • Ja, ganz meiner Meinung, Sir XY, ganz gemein (Hofnarr!) und anonym – so etwas gehört verboten!

      The real MM (Dr.!!)

  60. @Meyer

    Hier habe ich noch so einen Lügner gefunden, der Ihre Wahrheit noch nicht begriffen hat:

    Wie sieht die „Schuld“-Frage bei der Zentralbank aus (Teil 1)?
    Hellwigs Thesen lauten:
    „In der Bilanz der Zentralbank erscheint die Geldausgabe als Verbindlichkeit. Aber diese Verbindlichkeit verpflichtet zu nichts.“ Das dürfte ziemlich unstrittig sein und gehört seit Jahrzehnten zum Standardstoff in der monetären Ökonomik. Man kann heute nicht mit einer Banknote zur Zentralbank gehen und auf Herausgabe eines Aktivums der Zentralbank pochen. (Im Goldstandard war das eine andere Sache; es wäre auch eine andere Sache, wenn eine Zentralbank heute in einem System fester Wechselkurse verpflichtet wäre, eigene Währung gegen fremde Währung zu einem festen Kurs zu tauschen.)

    gefunden auf:

    http://blogs.faz.net/fazit/2017/09/13/xxx-5-9107/

    Bitte klären Sie auf ! Und lassen Sie sich nicht unterkriegen!

    C. B. Locher

    • @Meyer

      Ja, gravierend, nicht wahr?! Es ist sogar noch schlimmer. Das Zeug wurde als Hauptvortrag auf der Jahrestagung der Volkswirte Österreichs, Schweiz und Deutschlands präsentiert. Gab es da irgendeinen Widerspruch, Protest? Nein!! Nur Applaus – nur! Das heisst ALLE deutschsprachigen Volkswirte sind verblendet!!

      Unternehmen Sie etwas, Herr Mayer, BITTE!

      Ihr

      C.B.Locher

    • @C.B. Locher

      Vielen Dank

      Ich werde Herrn Hässig fragen, ob ich diesbezüglich nochmals einen Text schreiben darf.

      Er ist schliesslich der Betreiber von Inside Paradeplatz – dem einzigen Medium in der Schweiz, das Kritik an der SNB zulässt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Meyer

      Ja, tun Sie das unbedingt! Herr Hässig verdient hoffentlich gut an der Verbreitung Ihrer Verschwörungstheorien – es sei ihm gegönnt! Ausserdem schmeichelte es Ihrer Eitelkeit und Sie würden wieder GAAAAANZ viel Chabis zusammenreimen.

      Wie wäre es „neu“ damit: es gibt keine Gesetze (ausser Ihre) oder: die SNB schliesst Darlehensverträge wenn sie Devisen verkauft? Das wäre doch mal eine super Idee?!

      ODER: Sie schaffen es, die SNB wirklich einmal sachlich und fundiert zu kritisieren, ohne Ihre angebliche Opferrolle und vermeintlichen „Entdeckungen“ – also sich selbst – ständig in den Vordergrund zu schieben. Es könnte dann allerdings geschehen, dass man Sie Ernst nimmt – sind Sie darauf vorbereitet?? Wir sind gespannt!

      Freundlich grüsst

      Ihr Christoph B. Locher

    • C. B. Locher……………….

      Genau davon reden wie auf IP seit Monaten und Sie haben es wohl verstanden.

      Also wenn es beim Goldstandard so war das die Nationalbank auf verlangen für eine Note im entsprechenden Gegenwert Gold herausgeben musste…… und das ja dazu diente aus den Franken-Noten erst Geld zu machen, beziehungsweise, so wurde aus der Note ein Gold-Pfandschein, den man als Geld betrachtete.
      Was haben wir dann Heute ?
      Wie wurde der Paradigmenwechsel möglich ?
      Sind die Begründungen dazu eigentlich logisch und Sinnvoll ?

      Nun ja, man gab die Golddeckung auf, schaffte den Goldstandart ab. Die Folge ist, dass wir seitdem ein Betrugssystem haben, aber kein Geld.
      Das heutige Geld ist kein Geld, sondern Papier.
      Es erfüllt seine Funktion nur weil es als gesetzliches Zahlungsmittel angenommen werden muss und 99% der Menschen nicht wissen wovon wir hier auf IP reden.

      Kommt es zu einer Krise, ist das farbige SNB Papierchen unter Umständen völlig wertlos, es ist nur Papier.

      Tja, die hellen Köpfe in Regierung und SNB sagen, dass die Schweiz als Staat und wir als Bürger als Gemeinschaft mit unserer Wirtschaftskraft für den Franken haften und ihn so quasi decken…….

      Boah, also unsere sogenannten „Eliten“ haben die Golddeckung abgeschafft und dafür uns Bürgern die Haftung auferlegt.
      Schon alleine das ist einer der grössten Betrugsfälle der Geschichte unseres Landes.

      Demokratisch könnte man den Betrug legitimieren, aber nur nach vorheriger breiter Diskussion und Volksabstimmung darüber.
      Da das aber nicht geschah, ist und bleibt die SNB und unsere Regierung ein Haufen von Verantwortungslosen die ein „Schneeballsystem betreiben.

    • @Herr Meyer

      Bitte lesen Sie unbedingt Herrn Roths letzten Kommentar (https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-180125)!!

      Er hat’s begriffen!! (Also die Fakten, nicht die Hintergründe.) Lesen Sie es – jahrelange „Aufklärung“ durch Sie und trotzdem begriffen: nicht die SNB haftet, nicht die Geschäftsbanken, sondern die gesamte Volkswirtschaft haftet für den Wert des Frankens – einfach unglaublich!! Doch lesen Sie selbst in den Worten von Herrn Roth:

      „Tja, die hellen Köpfe in Regierung und SNB sagen, dass die Schweiz als Staat und wir als Bürger als Gemeinschaft mit unserer Wirtschaftskraft für den Franken haften und ihn so quasi decken…….

      Boah, also unsere sogenannten „Eliten“ haben die Golddeckung abgeschafft und dafür uns Bürgern die Haftung auferlegt.“

      (Vergessen Sie das mit dem „Betrug“ (hier nicht zitiert) – das ist, wo das Hintergrundwissen fehlt. Aber immerhin …. .)

      Herr Roth: Hochachtung! Und lassen Sie sich vom Meyer nicht einschüchtern (falls der begreifen sollte, warum Ihre und seine Positionen nicht kompatibel sind).

      Ihr

      C.B.Locher

  61. @ Urs Abderhalden

    Wie immer ein netter Nachbar, der unter falschen Pseudonymen seine absurden Theorien verbreitet.

    Wäre es nicht unhöflich, würde ich schreiben: ein A***loch.

    Höfliche Grüsse aus dem Jenseits.

    • Bitte seien Sie nicht so hart mit Herrn Meyer. Herr Abderhalden (und alle anderen Leser) dürfte sich Ihrer Position kaum anschliessen. Aber vielleicht äussert er sich ja noch selbst einmal, wer weiss.

      Grüsse

      The real MM (Dr.!!)

  62. Sehr geehrter Herr Meyer (Dr.!)

    Wie ich lesen darf, verlieren Sie Ihren Humor nicht: „Ich hoffe, mit diesen Ausführungen etwas zur Klärung der SNB-Irrtümer beigeragen zu haben.“ Ihr Geschwafel soll irgendetwas aufklären? Da fallen ja die Fliegen von den Wänden!

    Zum Glück bin ich keine Fliege, darum lache ich auf Ihre Kosten und bleibe gesund.

    Nun stelle ich erneut fest, dass Sie gar nicht mehr versuchen, zu argumentieren. Mein Angebot der Wette steht allerdings weiterhin.

    Um Ihnen noch einen kleinen Teaser mit ins Wochenende zu geben, verspreche ich Ihnen, ungefähr am Montag meine Beziehungen zur SNB und den CH-Universitäten offenzulegen. Seien Sie gespannt und geniessen Sie weiter Ihre Opferrolle!

    The real MM (Dr.!!)

  63. @“thumbs up“

    Mit Stolz stelle ich fest, dass die „thumbs-up“ für Chaoten wie Künstlernamen „Urs Abderhalden“ oder „Nick Norman“ usw. ungeahnte Höchstwerte erreichen.

    Was zeigt das?

    Es offenbart, dass im Hause SNB offenbar Panik ausgebrochen ist.

    Wie sonst liesse sich erklären, dass Chaoten hochgejubelt werden, die offensichtlich nicht einmal links und rechts ihrer eigenen Bilanz unterscheiden können.

    Und wenn das ganz Haus „SNB“ samt Hochschulprofessoren mit ihren Assistenten solche Irrlehrer mit ihren „thumbs-up“ hochjubeln sollten – es macht mir keinen Eindruck.

    Es beweist lediglich, dass die SNB und die Wirtschaftswissenschaft schwer getroffen sind.

    Vor diesem Hintergrund sind auch die persönlichen und feigen – im Grunde genommen aber hilflosen – Angriffe auf meine Person durch dunkle Hofnarren zu verstehen.

    Beschämend übrigens für SNB-Chef Jordan, dass nur noch anonyme Hofnarren seine Chaostheorie öffentlich zu unterstützen wagen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Ich stelle immer wieder fest, dass die Gegner der Wahrheit bezahlte Oberhand haben und unter verschiedenen Pseudonymen Kommentare hinterlassen. Sie haben völlig recht, Herr Dr. Meyer!

    • @ Meyer: Super! So viele „thumbs up“ in so kurzer Zeit! Man muss also auch pessimistisch sein in Bezug auf elementare Blog-Regeln hier….

    • @Liese

      Meinen Sie ernsthaft, Herr Meyer könnte Ironie verstehen? Sie sind eine ganz Gemeine!

      L. Ise Kühner

  64. Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Von anonymen Kommentatoren wird hier versucht, eine Argumentation von SNB-Chef Thomas Jordan zurechtzubiegen, gemäss welcher Notenbankgeld (also Banknoten und Giroguthaben der Banken bei der SNB) Zahlungsmittel der SNB seien. Damit könne die SNB sämtliche ihre Schulden begleichen.

    Die Richtigstellung dieser Frage ist von zentraler Bedeutung. Warum? Die SNB hat jetzt bereits über 700 Milliarden Franken Schulden gemacht, um Devisen zu kaufen. Das sind dreimal mehr Schulden als Bund, Kantone und Gemeinden zusammen haben. Notabene: Die öffentliche Hand hat ihre Schulden innerhalb von Jahrzehnten angehäuft und deren Gegenwert in der Schweiz investiert.

    Die SNB hingegen hat ihre Schulden innerhalb von knapp 10 Jahren gemacht und den Gegenwert im Ausland investiert. Die SNB behauptet nun, sie könne diese Schulden begleichen, indem sie “Geld aus dem Nichts“ drucke.

    Dem halte ich entgegen, dass dies nicht korrekt ist: Notenbankgeld kann weder aus volkswirtschaftlicher, buchhalterischer noch rechtlicher Sicht Zahlungsmittel der SNB zur Reduzierung ihrer eigenen Schulden sein.

    Die Konklusion daraus ist, dass dereinst die Bürgerinnen und Bürger für diese Schulden der SNB werden bluten müssen – in Form eines Bail-Ins der SNB und damit möglicherweise der Banken, angeordnet durch die FINMA, durch höhere Steuern, in Form von Verlusten auf Spar- und Pensionskassengelder oder in Form von Inflation.

    Bei Schulden von über 700 Milliarden Schulden besteht doch ein ansehnliches Verlustpotential.

    Anonyme chaotische SNB-Kommentatoren argumentieren hier wie folgt: Notenbankgeld sei offizielles Zahlungsmittel der Schweiz. Sie berufen sich auf das Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel Art. 3.

    Daraus folge, dass die SNB Geld drucken und als Zahlungsmittel benutzen könne zum Abbau eigener Schulden.

    Dem halte ich entgegen, dass nur ein Aktivum ein Zahlungsmittel sein kann. Notenbankgeld ist aber ein Passivum der SNB und kann somit nicht Zahlungsmittel für die SNB sein zum Abbau von eigenen Schulden.

    Buchhalterisch ausgedrückt: Will die SNB ihre Schulden auf der Passivseite ihrer Bilanz reduzieren, so kann sie den Banken nicht zusätzliche Banknoten überweisen, weil dadurch die Passivseite der SNB zusätzlich wächst, anstatt abnimmt.

    Die SNB-Chaoten können nicht einmal eine Bilanz korrekt lesen – SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan mit eingeschlossen.

    Kommt hinzu, dass die Banken das Recht haben, ihre Investitionen in Notenbankgeld abzubauen. Damit das möglich ist, muss die SNB den Banken einen Vermögenswert von ihrer Aktivseite übertragen. Nur so kann die SNB ihre Schuld abbauen (Aktiv- und Passivseite gleichermassen verringern).

    Würde die SNB verweigern, den Banken einen Wert aus ihrer Aktivseite zu übertragen, so würde das bedeuten, dass die Banken einmal bei der SNB angelegtes Vermögen nie mehr abziehen dürften. Ausländische Investoren wären damit im Schweizerfranken eingeschlossen.

    Die Schweiz würde sich isolieren – aber das bemerken die SNB-Irrlehrer nicht.

    Umgekehrt könnte die SNB ihre Devisen im Ausland nie mehr in Franken umwechseln, weil ja ihre Investitionen der SNB bei der EZB ebenfalls „eingeschlossen“ wären.

    Es liegt hier also ein ganz schwerwiegendes Missverständnis seitens der SNB vor. Zugrunde liegt eine Argumentation von SNB-Chef Jordan, der behauptet, die SNB würde gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld liefern. Daraus würde folgen, dass die Guthaben der Banken bei der SNB nie mehr reduziert werden könnten. Egal ob die Initiative zur Reduzierung der SNB-Schulden von den Banken oder von der SNB ausginge.

    Jordan versteht nicht, wovon er spricht.

    Das käme einer Enteignung der Banken durch die SNB gleich. Das wäre Kommunismus. Das trifft aber nicht zu. Die Argumentation von SNB-Chef Jordan ist somit realitätsfremd.

    Nachdem ich hier schon vielmals sowohl aus volkswirtschaftlicher wie auch aus buchhalterischer Sicht versucht habe, die SNB von ihrem Irrtum zu überzeugen, lieferte ich der Diskussion zu diesem Beitrag eine rechtliche Begründung nach:

    Ich beziehe mich auf OR Art. 312. Dort wird festgehalten, dass ein Darlehen zurückbezahlt werden muss. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, festzuhalten, dass die SNB ihre Devisenkäufe mit Darlehen finanziert. Diese sind von der SNB gemäss OR zurückzuzahlen, wenn die Banken das fordern.

    Die SNB muss also ihre Schulden bei den Banken jederzeit zurückzahlen können, wenn diese die SNB dazu auffordern. Von anonymer, chaotischer und beleidigender SNB-Seite her wird nun erneut behauptet, die SNB könne einfach Geld drucken und so ihre Schulden begleichen.

    Dass dies nicht geht, zeigen folgende Überlegungen: Gemäss OR Artikel 312 muss der Borger (SNB) seine Schuld gegenüber dem Darleiher „…im gleichen Masse..“ zurückzahlen.

    Ein einfaches Beispiel soll das Problem verdeutlichen:

    Angenommen, die SNB nehme bei den Banken ein Darlehen von 120 Milliarden Franken auf. Damit kaufe sie Euros zum Kurs von 1.2. D.h. die SNB besitzt nun 100 Milliarden Euros. Nun falle der Kurs der Euro auf 1 : 1. Die Banken wollen nun ihre Guthaben in Franken bei der SNB abbauen und fordern die SNB auf, ihnen die geschuldeten 120 Milliarden Franken zurückzuzahlen.

    Dazu muss die SNB ihre 100 Milliarden Euros in Franken wechseln und erhält aber dafür nur noch 100 Milliarden Franken. Die Banken fordern aber 120 Milliarden Franken. Die SNB ist Konkurs. Sie kann den eingegangenen Darlehensvertrag nicht einhalten.

    Wollte die SNB jetzt den Banken 120 Milliarden Franken in Banknoten oder weiteren Guthaben überweisen, um die Schuld abzubauen, so müssen die Banken der SNB weitere Devisen im Wert von 120 Milliarden Franken übergeben. Die SNB darf ja nur Geld emittieren mit einer Gegenbuchung. Die SNB müsste also von den Banken noch mehr Devisen erhalten.

    Die SNB-Chaoten behaupten also, die SNB dürfe gegen das Gesetz verstossen. Sie versprechen, die betreffenden Gesetzesartikel anzufügen – aber das ist Fehlanzeige. Nichts folgt. Nur warme Luft.

    Die Banken könnten somit ihre Guthaben bei der SNB nie abbauen, sondern müssten auf Geheiss der SNB immer neue Wertschriften oder Devisen an die SNB liefern. Dabei würde das Darlehen der SNB nicht zurückbezahlt, wie das gemäss OR der Fall sein müsste. Im Gegenteil – das Darlehen der Banken an die SNB würde kontinuierlich zunehmen.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, die SNB würde Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintauschen sowie die SNB könne „aus dem Nichts Geld schöpfen“ und damit sämtliche Schulden bezahlen ist damit klar widerlegt. Barer Unfug.

    Die erste Konklusion ist, dass die SNB ihre Schulden bei den Banken nicht begleichen kann durch Geld drucken, wie SNB-Chef Jordan und sehr beleidigende anonyme Kommentatoren hier behaupten.

    Die zweite Konklusion ist, dass bei negativem Eigenkapital die Bürgerinnen und Bürger für die Zeche der SNB werden bluten müssen.

    Vor diesem Hintergrund sind die hilflosen polemischen Angriffe auf meine Person zu verstehen. Die desaströse Fehlspekulation der SNB lässt sich dadurch aber nicht umkehren.

    Ich hoffe, mit diesen Ausführungen etwas zur Klärung der SNB-Irrtümer beigeragen zu haben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  65. Sehr geehrter Herr Meyer

    Besten Dank für Ihr Votum. Mein Verschwinden bessässe einen GROSSEN Vorteil gegenüber Ihren Argumenten: letztere haben nur in Ihrer Phantasie existiert, ich durchaus auch in der Realität, wie Sie mir verdankenswerter Weise bestätigen.

    Wie steht es nun, wetten Sie oder habe ich bereits gewonnen?

    Zuvorkommendst

    Ihr

    The real MM (DR.!)

    • @Meyer

      Sie wären ein glücklicher Mann wenn ich Sie langweilte. Ihre verzweifelten Reaktionen zeugen jedoch von einem tief getroffenen Narzissten, der Angst hat, seine beiden Fans zu verlieren. Ganz zu schweigen von seiner Phantasiewelt. Langeweile? Keine Spur.
      Grüsse

      The real MM (Dr.!!)

  66. @???

    Verschwinden Sie jetzt – Sie feiger anonymer Polemiker

    Sie Hofnarr

    Beschämend für unseren SNB Chef, dass nur noch dunkle Hofnarren seine wirren Behauptungen hier vertreten.

    Diese Nationalbank ist einer Demokratie unwürdig.

    Marc Meyer

    • @Kremsner

      Ich habe einige hochrangige SVPler persönlich kennengelernt. Für diese lege ich meine Hand ins Feuer: so etwas wie Meyer würden die nicht mit SVP in Verbindung bringen lassen. Dafür ist ihr Anspruch an Seriosität zu gross. Aber die SVP ist eine sehr grosse Partei …

      Im Übrigen stimmt es natürlich, dass es mit der Wirtschaftskompetenz der SVP nicht weit her ist. Die Goldinitiative ist ein gutes Beispiel – hat eigentlich jemand einmal ausgerechnet, was das gekostet hat gemessen am heutigen Goldpreis?

      Noch etwas fällt mir ein: Meyer ist zwar eine Nervensäge aber dafür viel unterhaltsamer als Blocher und Co. 🙂

      Ein unterhaltsames WE wünscht

      The real MM (Dr.!!)

    • Heinz Kremser………

      Sie sind wirklich ein A……..
      Und besonders auffällig, ein wirr vor sich her fabulierender Dummkopf noch dazu.

    • Sehr geehrter Herr Kremsner
      Die SNB Bilanzrisiken haben doch nichts mit politischer Gesinnung zu tun sondern gehen uns alle an. Da werden sich auch die Genossen dereinst nicht aus ihrer Mitverantwortung stehlen können. Nicht nur die SNB Bilanz hat zwei Seiten.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

  67. @Leserinnen und Leser

    Natürlich müssen wir annehmen, nein, davon ausgehen, dass Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, längst erkannt haben, welch fatalen Fehlschluss unser guter Herr Meyer wieder einmal zieht.

    Herr Meyer sagt, dass sich die Verpflichtungen der SNB aus allgemeinen Prinzipien des Darlehensrecht ergeben. (Zitat: „Die SNB kann ihre Schulden nicht begleichen, indem sie andere Schuldscheine auf sich lautend [gemeint sind SNB-Noten, The real MM(Dr.!)] dem Gläubiger übergibt.
    Eine Schuld kann nur getilgt werden, indem der Schuldner dem Gläubiger eine Wertschrift überreicht, die aus seinem Vermögen besteht. Es muss eine Wertschrift lautend auf einen anderen Schuldner sein [das würde SNB-Noten ausschliessen, The real MM(Dr.!)].“)

    Die gute Nachricht zuerst: Die allgemeine gesetzliche Regelung lautet, dass SNB-Geld als gesetzliches Zahlungsmittel für die Begleichung jeglicher (finanzieller) Schulden eingesetzt werden kann. Das gesteht Herr Meyer zu unser aller Freude ein.

    Die spezialgesetzliche Regelung, die sowohl der allgemeinen gesetzlichen Regelung als auch der noch allgemeineren Regelung von Darlehensverhältnissen ÜBERGEORDNET ist, legt zudem fest, dass die SNB ihre Schulden eben doch mit SNB-Geld, also mit auf sie lautenden Schuldtiteln begleichen darf. Weiter unten sind die entsprechenden Gesetze zitiert und deren Existenz wurde zuletzt nicht einmal mehr von unserem blitzgescheiten Meyer bestritten.

    Die wirklich interessante Frage – aus volkswirtschaftlicher Sicht – wäre natürlich, warum man der SNB ein solches Privileg, denn das ist es zweifelsohne, einräumt. Die Antwort liegt in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung verborgen. Der Kapitalismus funktionert am besten über die Kreditschöpfung und der will man keine Goldkettchen oder ähnliches anlegen, weil das in der Vergangenheit gar nicht gut geklappt hat. Doch das ist selbstverständlich ein anderes Thema, das unseren Buchhalterchampion Meyer komplett überfordern würde. Verschonen wir ihn also damit.

    Zurück zu den guten Nachrichten: Hat die SNB kein EK mehr, ist das zwar schade, führt sie aber nicht in die Pleite (ohne SNB-EK würde übrigens der Frankenkurs aller Wahrscheinlichkeit implodieren und der Wert der Devisenanlagen explodieren und voila: das EK wäre wieder da – schöne Welt, oder??) denn Sie kann – gesetzlich garantiert – alle Forderungen eben doch mit Forderungen an sich selbst erfüllen (klingt absurd, ergibt aber volkswirtschaftlich Sinn, s.o.) und der Schweizer Kapitalismus zieht weiter ruhig seine Bahnen. Bei dieser gesetzlichen Spezialregelung ist es interessanter Weise vollkommen egal, ob der mit SNB-Geld beglückte tatsächlich glücklich ist. Es ist absolut möglich, dass dieses SNB-Geld in den Augen des (potentiellen) Empfängers völlig wertlos ist (das nennen wir dann Hyperinflation). Was bisher allerdings felsenfeststeht ist, dass Herr Meyer diese gesetzliche Akzeptanzpflicht von SNB-Geld weder leiden noch verstehen noch akzeptieren kann. Darin unterscheiden Sie, geneigte Leserinnen und Leser, sich selbstverständlich vorteilhaft von unserem bemitleidenswerten Freund.

    Wollen wir wetten, dass Meyer es immer noch nicht begreift? Ich setze 100 Franken. Wer hält dagegen? Vielleicht Sie, Herr Meyer??

    The real MM (Dr.!)

    • „alle Forderungen eben doch mit Forderungen an sich selbst erfüllen“
      Und wenn dem ??? bei den anderen Kommentaren die Argumente ausgehen, startet er einfach einen neuen, genau gleich hohlen (sorry für die Umschreibung) Versuch. Frage mich schon, ob die SNB dann eine Schattenbuchhaltung aufmacht, um die von ??? angesprochenen Forderungen „auszugraben“ 🙂
      Habe selten jemanden gesehen, der sich in der eigenen Argumentation auf diese Weise verrennt.

  68. Der Hr Meyer kanns nicht lassen und verbreitet nach wie vor seine Wirrlehren. Vielen Dank an alle hier die seinem Unsinn widersprechen. Hab das früher oft gemacht. Seit neustem argumentiert er mit Artikel 312 OR. Häh? Dass auf die NB 312 OR nicht anwendbar ist weil ein Spezialfall – der Hr Meyer verstehts nicht. Auch eines seiner Unsinns-Argumente: die Geschäftsbanken könnten Ihre Konti bei der SNB jederzeit saldieren. Möglich, aber reine Theorie. Denn: die NB muss nur Schweizer Franken liefern auf irgend ein Konto. Die CH-Franken kann sie auch aus dem Nichts erschaffen. Mit diesem sinnlosen Argument hat sich Hr Meyer blossgestellt. Was er nicht berücksichtigt und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Keine Geschäftsbank wird das verlangen. Denn die Geschäftsbanken kassierten im Zeitraum vom 19. 7. 2016 bis 19. 7. 2017 insgesamt 50 Milliarden Franken Geldschöpfungsgewinn! der eigentlich der NB zustehen würde. Keine Bank wird auf so eine gewaltige Quelle verzichten. Die NB in Zahlen:
    20.06.17 – 19.07.17 491’370 Mill. anrechenbare Aktiven
    20.07.16 – 19.08.16 441’326 Mill. anrechenbare Aktiven
    TOTAL 50 Milliarden Geldschöpfungsgewinn für die privaten Banken. Siehe Statistik Mindestreserven der NB
    https://www.snb.ch/de/mmr/reference/gwd_20170904/source/gwd_20170904.de.pdf

  69. @Liebe Leserinnen und Leser

    Unser geliebter Meyer hat einen neuen Strohhalm entdeckt, an den er sich klammert:

    „Gemäss Obligationenrecht muss die SNB (Borger) den Banken (Darleiher) die vertretbaren Sachen der nämlichen Art und in gleicher Güte zurückzahlen.

    Das ist es.“

    Das ist es selbstverständlich nicht. Denn
    1. wenn „in nämlicher Art und gleicher Güte“ nicht geleistet werden kann, dann darf man stattdessen Geldzahlungen leisten,
    2. das OR tritt hinter spezialgesetzliche Regelungen zurück, wie es die einschlägigen Gesetze zur Geldverfassung und zur SNB sind (könnte man als Lehrer eigentlich wissen – aber wir sollten ihn nicht überfordern).

    Nun, es hat „Peng“ gemacht! Mein herzliches Mitleid!!

    The real MM (Dr.!)

  70. @Leserinnen und Leser

    Für alle gut ersichtlich möchte ich hier nochmals Artikel 312 des Obligationenrechts anfügen:

    Artikel 312 OR besagt:

    „Durch den Darlehensvertrag verpflichtet sich der Darleiher zur Übertragung des Eigentums an einer Summe Geldes oder an anderen vertretbaren Sachen, der Borger dagegen zur Rückerstattung von Sachen der nämlichen Art in gleicher Menge und Güte.“

    Die SNB geht bei ihren Devisenkäufen einen Darlehensvertrag ein. Sie kauft ihre Devisen auf Kredit und geht eine Schuld ein bzw. nimmt ein Darlehen auf.

    Gemäss Obligationenrecht muss die SNB (Borger) den Banken (Darleiher) die vertretbaren Sachen der nämlichen Art und in gleicher Güte zurückzahlen.

    Das ist es.

    Fällt der Wert der Devisen im Vermögen der SNB, kann die SNB ihre Darlehen bei den Banken nicht mehr vollumfänglich zurückzahlen.

    Die SNB ist dann Konkurs. Es wird ein Bail-In der SNB, angeordnet durch die FINMA, geben. Dieses wird sich dann auf die Geschäftsbanken ausdehnen. Bail-ins sind ja durch die FINMA bereits vorgesehen für den Notfall.

    Die SNB und Herr Jordan sollten sich das einmal überlegen. Das wäre viel gescheiter, als mich hier über anonyme Polemiker zu beschimpfen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  71. @Leserinnen und Leser

    Seit Jahren trägt die SNB hier über anonyme Kommentatoren immer wieder vor, wenn jemand bei seinem Nachbar eine Schuld habe, so könne dieser seine Schuld begleichen durch Übergabe von Banknoten.

    Das ist richtig.

    Davon leitet die SNB aber fälschlicherweise ab, sie könne ihre Schuld auch mit der Übergabe von Banknoten begleichen.

    Wo liegt der Irrtum?

    Der Irrtum liegt darin, dass Sie dem Nachbar ein Aktivum – eine Banknote aus ihrem Vermögen – übergeben. Sie können dem Nachbar keinen Zettel übergeben, worauf steht, er habe ein Guthaben bei Ihnen bzw. Sie hätten eine Schuld bei ihm.

    Damit wäre die Schuld nicht getilgt. Im Gegenteil: Ihre Schuld beim Nachbar wäre noch grösser.

    Und so verhält es sich auch mit den Banknoten der SNB: Sie stellen eine Schuld der SNB dar. Das haben nun ja auch die Bank of England und die Deutsche Bundesbank mittlerweile begriffen.

    Die SNB kann ihre Schulden nicht begleichen, indem sie andere Schuldscheine auf sich lautend dem Gläubiger übergibt.

    Eine Schuld kann nur getilgt werden, indem der Schuldner dem Gläubiger eine Wertschrift überreicht, die aus seinem Vermögen besteht. Es muss eine Wertschrift lautend auf einen anderen Schuldner sein.

    Genauso wie Sie dem Nachbar zur Tilgung ihrer Schuld nicht noch einen weiteren Schuldschein übergeben können, genauso kann die SNB zur Tilgung ihrer Schulden dem Gläubiger nicht noch einen weiteren Schuldschein übergeben.

    Die SNB muss eine Wertschrift übergeben aus ihrem Vermögen, lautend auf einen anderen Schuldner.

    Ein weiterer Irrtum, der immer wieder geschieht ist der, dass nicht unterschieden wird zwischen Kauf und Darlehen.

    Wenn die SNB Devisen kauft, so bezahlt sie diese nicht durch Vermögen, bzw. durch einen Aktivtausch. Nein. Die SNB kauft die Devisen von den Banken auf Kredit, d.h. durch Eingehen einer Schuld.

    Die SNB schliesst mit den Banken also einen Darlehensvertrag ab. Gemäss OR Art 312 ist der Borger (SNB) verpflichtet, dem Gläubiger (Banken), das Darlehen wieder zurückzuzahlen in gleicher Form.

    Die SNB muss also den Banken die aufgenommen Darlehen im Betrag von nunmehr über 700 Milliarden wieder zurückzahlen.

    Kann sie das nicht, so ist die SNB Konkurs und es ist mit einem Bail-In der SNB, angeordnet durch die FINMA zu rechnen, das letztlich die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes werden bezahlen müssen über Steuern, Verluste auf ihren Bankpositionen sowie Inflation.

    Es wird höchste Zeit, dass SNB-Chef Jordan seinen Irrtum korrigiert, wonach die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld austausche.

    Das wäre eine Enteignung der Banken und Bürger durch die SNB und nur im Kommunismus möglich. Die SNB würde in diesem Fall den Banken ihre Guthaben nicht mehr zurückzahlen – das wäre Enteignung.

    Wollen wir das?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  72. Lieber Herr Meyer

    Vielen herzlichen Dank für die nochmalige Zusammenfassung Ihrer Kernthesen. Sie bringt sehr schön das Weiss der Angst eines weidwunden Rehleins in Ihren Augen heraus im Angesicht des intellektuellen Todes. Jetzt haben Sie den Lauf an der Schläfe und stehen kurz davor abzudrücken. Was Sie bislang davon abhält ist dieser wirrsinnige Schluss auf Basis des Gesetzesartikels zur Annahmepflicht von SNB-Geld:

    „Der Artikel besagt nicht, dass jemand gehen seinen Willen seine Geldbestand vergrössern muss.“

    Nein, das sagt er nicht, da haben Sie für einmal Recht. Doch was folgert Bambi-Meyer?

    „Also ist die SNB verpflichtet, Vermögen zu verkaufen, weil sie nur mit Vermögen ihre Schulden bei den Banken begleichen kann.“

    Aus der Freiwilligkeit der GELDANNAHME seitens der Geschäftsbanken enstehe eine Pflicht für die SNB zur AKTIVAABGABE!! Du meine Güte – geht es noch absurder?

    Also, wenn ich beim Nachbarn verschuldet bin und ihm die Schuld zurückzahlen will (mit SNB-Geld notabene), dann folgert aus der Tatsache, dass der Nachbar meine Geldscheine nicht haben wollen muss, dass ich verpflichtet bin, dem Nachbarn meine Goldvreneli zu geben? Nein Herr, Meyer, das folgt nicht, sondern, es folgt dass er auf seinen Forderungen sitzen bleibt, denn gemäss Gesetz habe ich das Recht, meine Schuld mit SNB-Geld zu begleichen. Wenn er seinen Geldbestand nicht erhöhen will, sein Problem. Punkt. Das gleiche gilt für die SNB, wenn auch aufgrund spezialgesetzlicher Regelungen (damit Sie mit Ihrem Gejammere von der Passivseite aufhören müssen), von deren Existenz Sie nun – Gott-sei’s-gedankt – immerhin Kenntnis genommen zu haben scheinen.

    Wenn eine Geschäftsbank Aktivpositionen gegen SNB-Geld FREIWILLIG verkauft (was sie noch so gerne tut), dann weiss die Geschäftsbank bereits zum Zeitpunkt dieses Kaufes, dass sie KEINEN ANSPRUCH auf den Rückerwerb dieser Positionen hat (es sei denn, es liegen Repotransaktionen vor – doch das ist ein anderer Fall).

    Ihnen, Herr Meyer, gefällt das nicht? Na, dann drücken Sie einfach ab. Mein Mitleid ist Ihnen auf jeden Fall gewiss.

    Grüsse

    The real MM (Dr.!)

    • Dümmer gehts nümmer.
      In welchem Reglement steht denn, dass eine Schuld gegenüber Privaten mit NOTENBANKGELD beglichen werden MUSS. Mangels Alternativen (wenn alle Beteiligten einverstanden sind) kann ich meine Schuld durchaus auch in USD oder was auch immer ausgleichen! Und falls die SNB mal auch die schiefe Rating-Ebene (was wir natürlich alle nicht hoffen, bei einer Unterkapitalisierung aber mit Sicherheit eintritt) gerät, wird der liebe Nachbar vermutlich noch so gerne eine alternative Rückzahlung annehmen!

    • @???`

      Die SNB und Herr Jordan lassen sich hier durch anonyme Primitivlinge vertreten.

      Spricht nicht für die SNB – und spricht vor allem nicht für Herrn Jordan.

      Hat die SNB nicht den Mut, sich hier offen zu Wort zu melden?

      Richten Sie Ihrem Herrn Jordan aus, er solle einmal den Unterschied zwischen einem Kaufvertrag und einem Darlehensvertrag lernen (vielleicht begreift er es dann, wenn er schon Buchhaltung und Volkswirtschaftslehre nicht versteht).

      Zudem habe ich keine Zeit für feige Polemiker wie Sie.

      Auch fehlt es Ihnen an Intellekt – das wurde Ihnen ja auch schon anderweitig attestiert.

      Ich will hier eine konstruktive Diskussion und da gehören Sie nicht dazu. Das haben Sie jetzt mehrmals bewiesen.

      mfG

  73. Nachtrag III

    Seit Jahren versuche ich, klar zu machen, dass eine Zentralbank nicht Vermögen aus dem Nichts schaffen kann und deshalb nicht unbeschränkte Finanzkraft hat, wie EZB Chef Draghi, Bundesbank Präsident Weidmann oder SNB-Chef Jordan behaupten.

    Jede Hausfrau und jeder Unternehmer weiss, dass von Nichts Nichts kommt. Ohne Wertschöpfung geschieht gar nichts. Die Wirtschaft muss etwas produzieren und nur dagegen kann eine Zentralbank Geld emittieren.

    Nochmals: Es wird nicht ein Geburtsschein ausgestellt, aufgrund dessen dann ein Kind geboren wird – umgekehrt: Ein Kind wird geboren aufgrund dessen dann ein Geburtsschein ausgestellt werden kann.

    Ich habe versucht, das buchhalterisch auch aufzuzeigen und musste wüste Beschimpfungen über mich ergehen lassen (siehe auch Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ auf Inside Paradeplatz.)

    Trotzdem ging es knapp ein halbes Jahr, und die Bank of England schrieb genau das gleiche wie ich. Einige Jahre später auch die Deutsche Bundesbank und die SNB nahm kurzerhand ihre Irrlehre von ihrer Home Page.

    Es ist jetzt also volkswirtschaftlich und buchhalterisch bewiesen, dass die SNB nicht Geld aus dem Nichts schaffen kann. Damit ist auch bewiesen, dass die SNB den Mindestkurs niemals durchsetzen konnte.

    Trotzdem versuchen nun die Zentralbanker, die Bedeutung der Zentralbank ins Zentrum zu rücken, Wie die vermummten Inquisitoren versuchen sie an ihrem herkömmlichen Weltbild festzuhalten. Sie klammern sich daran.

    Ich werde hier von vermummten Gestalten aus dem Umkreis der SNB aufs Wüstete beschimpft. Die SNB will um jeden Preis Recht behalten und Zentrum bzw. ,Sonne“ spielen.

    Die Anonymen der SNB führen jetzt ein neues Argument ins Feld: Das Gesetz. Ich hätte die ganze Zeit meines Lebens vergeudet, weil ich das Recht nicht kenne – so die SNB-Vermummten.

    Sie stützen sich auf Artikel 3 des Bundesgesetzes über Währung und Zahlungsmittel. Dort wird festgehalten, dass staatliches Notenbankgeld als Zahlungsmittel angenommen werden muss.

    Dieses Gesetz wird vergewaltigt und im Sinn um 180 Prozent verdreht. Aus diesem Gesetz geht hervor, dass die Banken mit ihrem Geld bei der SNB jederzeit etwas bezahlen dürfen.

    Auch die SNB muss dieses Geld als Zahlung entgegennehmen, wenn diese es anderweitig investieren wollen.

    Die SNB darf die Annahme dieses Geldes nicht verweigern.

    Die SNB, Herr Jordan und die Vermummten hier, behaupten aber gerade das Gegenteil: Die SNB müsse dieses Geld nicht annehmen,

    Um auch bezüglich Rechtslage Klarheit zu verschaffen möchte ich hier also auch mich auf das Recht beziehen.

    Erstens:
    Wir haben Rechtsfreiheit. Niemand darf also von irgendjemandem gezwungen werden, ihm gegen Geld etwas zu verkaufen. Das gilt auch für die SNB. Diese darf die Banken nicht zwingen. ihr gegen Geld etwas zu verkaufen, damit sie die Geldmenge vergrössern kann.

    Zweitens:
    Die SNB, Herr Jordan und die Vermummten hier sollten sich mit unserem Obligationenrecht auseinandersetzen:

    Dort wird unterschieden zwischen einem Kaufvertrag und einem Darlehensvertrag.

    Bie einem Kaufvertrag wird mit Geld bezahlt und das Geschäft ist abgeschlossen.

    Bei einem Darlehensvertrag wird etwas auf Zeit dem Borger überlassen.

    Artikel 312 OR besagt:

    „Durch den Darlehensvertrag verpflichtet sich der Darleiher zur Übertragung des Eigentums an einer Summe Geldes oder an anderen vertretbaren Sachen, der Borger dagegen zur Rückerstattung von Sachen der nämlichen Art in gleicher Menge und Güte.“

    Ende Artikel

    Die SNB, Herr Jordan und die Vermummten hier sollten also lernen, dass der Kauf der Devisen durch die SNB von den Banken ein Darlehensgeschäft beinhaltet:

    Die SNB kauft Devisen von den Banken und leiht sich von den Banken Geld für diesen Kauf. Die Banken besitzen deshalb Guthaben bei der SNB.

    Die Devisengeschäfte der SNB bestehen also aus einem Kaufvertrag plus einem Darlehensvertrag.

    Gemäss OR ist die SNB also verpflichtet, den Banken die geborgten Devisen in gleicher Menge zurückzuerstatten.

    Fallen diese aber zwischenzeitlich im Wert, so ist die SNB dazu nicht mehr in der Lage und Konkurs.

    Ich fasse zusammen:

    Sowohl aus volkswirtschaftlicher, buchhalterischer und auch rechtlicher Sicht geht klar und eindeutig hervor, dass der Notenumlauf einer Zentralbank nie und nimmer ein Zahlungsmittel für die Zentralbank selber sein kann..

    Wäre das so, so würde bei der Geldschöpfung Eigenkapital der Zentralbank entstehen und die Zentralbank wäre allmächtig.

    Da sich die SNB bei einer Geldemission aber im Gegenteil verschuldet, geht daraus hervor, dass Fremdkapital entsteht und die Zentralbanken umgekehrt von der Wirtschaft abhängig sind.

    Die Zentralbanken können somit nicht unbeschränkt Liquidität (Jordan), unbeschränkt Finanzkraft (Weidmann) oder unbeschränkte Mittel (whatever it takes, Draghi) schöpfen.

    Lesen Sie weiter unten auch meine Erklärung zur Geldschöpfung durch „Fritzli“.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  74. @Leserinnen und Leser

    Seitens der SNB wird argumentiert, die SNB könne ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, indem sie aufgrund ihres Notenmonopols ihren Gläubigern Banknoten überweise oder Giroguthaben gutschreibe.

    Diese Argumentation wird von einigen Kommentatoren hier übernommen. Sie begründen das mit dem Bundesgesetz über Währungen und Zahlungsmittel Art. 3 wo festgeschrieben steht, dass in der Schweiz Banknoten und Giroguthaben bei der SNB als Zahlungsmittel angenommen werden müssen.

    Nun ist es aber so, dass wenn jemand erwas kauft, er dagegen Zahlungsmittel hergibt. Er verringert seinen Kassabestand.

    Aus der Argumentation, dass Banknoten als Zahlungsmittel angenommen werden müssen folgt aber keineswegs der Umkehrschluss, dass ich mit Geld zu jemandem gehen kann und ihm sage, ich hätte eine Banknote und er müsse mir nun dies oder jenes verkaufen.

    Genauso hat die SNB nicht das Recht, zu einer Bank zu gehen und zu fordern, diese müsse nun ihre Giroguthaben bei der SNB vergrössern, weil die SNB die Geldmenge vergrössern wolle.

    Umgekehrt darf eine Bank ihre Geldmenge verringern, wenn sie das Geld anderweitig investieren will.

    Die SNB kann dann nicht der Bank noch mehr Geld geben gegen deren Willen, weil die Bank ihren Geldbestand verringern und nicht vergrössern will.

    Der Artikel besagt nicht, dass jemand gehen seinen Willen seine Geldbestand vergrössern muss.

    Also ist die SNB verpflichtet, Vermögen zu verkaufen, weil sie nur mit Vermögen ihre Schulden bei den Banken begleichen kann.

    Die SNB und Herr Jordan sollten sich das mal überlegen. Das wäre konstruktiver als mich hier anonym zu beleidigen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Eigentlich ist das Sonnenklar……
      Herr Meyer, Sie haben es hier ganz einfach dargelegt, einfacher geht es kaum noch.

      Aber mir scheint in der Schweiz der Sozialismus so weit fortgeschritten, dass der Begriff Eigentum irgendwie nicht mehr verstanden wird.
      Eigentum = Freiheit …….beides ist untrennbar miteinander verbunden. Es kann ohne Freiheit kein Eigentum geben.
      Alles andere ist eine Schimäre.

      Nur warum glauben gewisse Leute das dies bei Sichtguthaben der Banken bei der SNB nicht gilt ?

  75. Also gut, ich versuche es mit einer fachlichen Argumentation, obwohl ich sehr pessimistisch bin, dass das etwas bringt. Starten wir mit einem Gedankenexperiment. Der Fritzli bedruckt Papier, schreibt eine Zahl und einen Begriff darauf, z.B. „1000 Fritzli-Taler“, unterschreibt es und bringt es in den Umlauf, indem er sich etwas damit kauft; z.B. ein paar Goldvreneli. Das kann der Fritzli tun, weil die Umwelt dem Fritzli vertraut und bereit ist, sein bedrucktes Papier entgegen zu nehmen, obwohl es nur bedrucktes Papier ist. Irgendwann findet ein Besitzer des bedruckten Papiers jedoch, er hätte genug davon, geht zum Fritzli und sagt: Ich hätte gern meine Goldvreneli zurück. Fritzli lächelt und sagt: „Nein, so geht das nicht. Im Moment habe ich kein Interesse daran, dieses bedruckte Papier zurück zu nehmen. Lies doch mal, was auf dem Papier steht. Es steht darauf, dass das 1000 Fritzli-Taler sind, und nichts anderes. Es ist nicht die Rede davon, dass du mir das Papier zurückgeben kannst. Die Goldvreneli habe ich zudem auch nicht mehr. Aber das Papier ist immer noch wertvoll, schau nur wie schön farbig es glänzt, und es gibt Märkte, da kannst du es gegen etwas anderes tauschen, z.B. Hansli-Gulden, oder Werni-Cents. Oder du kannst in ein Goldgeschäft gehen, dort verkaufen sie dir gern ein paar Goldvreneli. Und du kannst Fritzli-Taler-Schulden damit begleichen, so steht es im Gesetz.“

    Und nun die Fragen an die Leser: Hätte Fritzli das Papier zurücknehmen müssen? Ist Fritzli nun pleite? Was passiert mit dem Wert des bedruckten Papiers?

    • @pessimistisch

      Danke für Ihre Fritzli Geldtheorie.

      Die SNB betreibt eine solche Fritzli Geldpolitik.

      Wenn der Fritzli Papier druckt und mit einem Wert bedruckt und damit etwas kauft, so werden die Fritzli Banknoten bei Emission aus der Fritzli-Buchhaltung ausgebucht. Der Fritzli hat keine Verpflichtung mehr.

      Emittiert die SNB Banknoten, so werden diese bei SNB als Verpflichtung in die Bilanz der SNB eingebucht. Die SNB hat nun, im Gegensatz zu Fritzli, eine Schuld. Diese muss sie einlösen.

      Schade, dass unsere SNB aufgrund ihrer Fritzli Geldpolitik bereits über 700 Milliarden Franken Schulden gemacht hat. Das sind fast 100 000 por Einwohner.

      Für die müssen wir Steuerzahler einmsö geradestehen.

      Herr Jordan und die SNB sollten endlich über ihr Fritzli Niveau herauskomnen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  76. Wenn Dr. Meyer deutscher Staatsbürger wäre, wäre für ihn die Kritik an „seiner“ Zentralbank EZB viel einfacher:

    – unerlaubte Staatsfinanzierung durch die Zentralbank
    – Verschiebung europäischer Salden zugunsten der Peripherieländer („Target II“)
    – Bankenabsicherung durch Sparguthaben der nördlichen Staaten zugunsten der Südländer (Einlagensicherungsfonds EU)

    Da ist er bei der SNB vergleichsweise gut bedient:

    – Buchungsfehler (Bilanzierungsinterpretation)
    – Kauf von US-Aktien
    – fehlende öffentliche Diskussionskultur

    Trotzdem stört ihn Punkt 1 vehement.
    Denselben Maßstab an die EZB angelehnt, wäre sein Urteil wohl vernichtend.
    Wäre er deutscher Staatsbürger, würde er wohl den ganzen Tag lauthals „Haltet den Dieb“ rufen, bei der SNB ist der Diebstahl bislang schwer nachweisbar, weil keinem Schweizer irgendetwas abhanden gekommen ist.

    • @Bretton Woods

      Danke

      Bislang hat die SNB aber pro Schweizer Bürgerin und Bürger rund 100’000 Franken Schulden gemacht. Mal schauen, wie gross die Verluste sein werden, wenn der Euro seine Talfahrt wieder aufnimmt.

      Und zudem: Die Verluste der SNB werden dann dem Ausland zugutekommen.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  77. @Leserinnen und Leser

    Über Meyers Sch…
    ich meine Witze reisse.

    Dann sitz‘ ich bei Jordan, der mich krault.
    Das macht er immer wenn Meyer jault!

    Drum weiter, Meyer, noch mehr Stroh,
    das macht uns alle froh!

    The real MM (Dr.!)

    • @???
      Was bleibt Ihnen auch anderes übrig, wenn’s nicht zu mehr reicht.
      Freundliche Grüsse

    • @???

      Wieder schreiben Sie mir anonym und spielen auf meine Person. Nicht sehr mutig – nicht wahr? Feige sage ich dem.

      Die ganze Schweiz kann dafür aber sehen, wie tief unsere Nationalbank gefallen ist. Primitiver geht’s kaum.

      Ich bringe ganz klare fachliche Argumente vor – aber unsere Nationalbank ist offenbar überfordert. Da kommt nur noch Polemik.

      Wenn die Not am grössten – ist die Polemik am nächsten.

      Welches Armutszeugnis für unsere Nationalbank und insbesondere ihren Chef Herr Prof. Thomas Jordan: Nur noch anonyme und feige Primitivlinge unterstützen die SNB. Welches Debakel für die SNB.

      Da nützen auch die vielen „thumbs up“ nichts. Angestellte der SNB?

      Wie auch immer. Mich beeindruckt’s nicht.

      Herr Jordan: Stehen Sie doch endlich zu Ihren Irrtümern!

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ The real MM (Dr.!)

      Hat „Yoda“ das geschrieben…………..

      Solche Kommentare habe ich schon zu Hunderten erlebt.
      Kleine Geister eben.
      Dürfte ich Ihnen das hier empfehlen, es passt irgend wie zur SNB und Ihnen…..(((-:
      Titel :
      Zur soziologischen Psychologie der Löcher von Kurt Tucholsky.
      https://www.youtube.com/watch?v=q9JZWayrKRA

  78. @Leserinnen und Leser

    Eine Schuld kann nur bezahlt werden mit einem Aktivum.

    Anders ausgedrückt: Die rechte Seite der SNB Bilanz kanm nur verkürzt werden, wenn die Aktivseite entsprechend verkürzt wird. D.H. die SNB muss Aktiven verkaufen, wenn die Geschäftsbanken das fordern.

    Giroguthaben der Banken sind Zahlungsmittel für die Banken, jedoch nicht für die SNB.

    Die Banken dürfen damit jederzeit von der SNB einen Vermögenswert kaufen, weil die SNB in der Schuld ist.

    Bei der Behauptung von SNB Chef Jordan, die SNB müsse keine Vermögenswerte verkaufen handelt es sich somit un einen Kapitalgehler im wahrsten Sinne des Wortes.

    Daran ändern auch die anonymen polemischen persönlich beleidigenden Kommentare aus Kreisen der SNB nichts.

    Die SNB ist offensichtlich in Erklärungsnotstand.

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Roth

      Die Welt ist schlecht und die Politik(er) sowieso (mit Ausnahme Herrn Bs) und Sie haben das aufgedeckt!

      Herzlichen Glückwunsch!!

      Weiter so, bleiben Sie dran!

      The real MM (Dr.!)

    • @ The real MM (Dr.!)

      Zitat :
      The real MM (Dr.!)
      14. September 2017 / 15:35
      Sehr geehrter Herr Roth……………….
      ——————————————————–

      Tja da sehen Sie es, auch ein blindes Huhn findet mal ein Körnchen…. ((((-:

      Gruss

      WR

  79. Lieber Herr Meyer

    Besten Dank für die detaillierten Beschreibungen Ihrer Ausflüge in die Realität als da wären Ihr Besuch bei Herrn Jordan, „Briefverkehr“ mit Herrn Ammann, oekonomenstimme, „Konversation“ mit SNB-Bankräten etc., etc. In jedem einzelnen Fall endeten diese für Sie mit einem Totalschaden. Was ist Ihre Schlussfolgerung: Sie alleine sind im Recht mit Ihren „Argumenten“ und Ihrer „Logik“. Was ist die Schlussfolgerung aller anderen? Der Typ hatte Ferien von seiner Anstalt. Und so wollen wir alle Herrn Lukas Hässig dankbar sein, dass er Ihnen und Ihren Mitinsassen auf Insideparadeplatz so eine schöne Heimat bietet. Bleiben Sie hier! Vermeiden Sie weiterhin Kontakt mit Realität und Verstand!! Sie würden wieder scheitern und noch einmal Ihren Job verlieren (das würden Sie übrigens auch, falls meine Kinder auch nur in die Nähe Ihrer Schule kommen sollten)!

    Ich für mein Teil werde mich weiterhin mit Ihnen amüsieren und Ihnen immer mal einen Knochen hinwerfen, um Ihnen zuzusehen, wie Sie balgen, wild phantasieren und toben. Das hat Unterhaltungswert – also immerhin etwas.

    Darum kurz noch ein paar Fragen: Wann ungefähr dürfen wir mit dem Untergang des Abendlandes respektive der SNB, der Schweiz, des Frankens usw. rechnen? Welche Vorkehrungen halten Sie für angebracht? Sollten Sie nicht den Staatsanwalt auf Jordan hetzen, da er doch so ein gemeiner Kerl ist?

    Fragen über Fragen, deren Antworten von Herrn Meyer ich bereits mit Vorfreude geniesse.

    Gruesse
    The real MM (Dr.!)

    • @????

      Sie schreiben anonym und persönlich beleidigend. Das ist feige.

      Schade, dass Sie nicht auf meine fachliche Argumentation eingehen.

      Ihre Zeilen zeigen aber deutlich, mit welcher Arroganz wir es bei der SNB und den Professoren in deren Umfeld zu tun haben.

      Legen Sie doch einmal Ihre Verbindung zur SNB (Bankrat?) offen. Nennen Sie auch alle verschiedenen Pseudonyme, unter denen Sie mir hier schon geschrieben haben.

      Ihre Zeilen offenbaren aber auch den Stress und die Unbeholfenheit der SNB angesichts meiner Argumentation hier.

      MfG

    • Ich verfolge diese Diskussion nun schon seit Längerem. Herr Meyer ist ein fleissiger Autor, und gleichzeitig auch sein eifrigster Kommentarschreiber. Sein Mantra von der möglichen Pleite der SNB hat er schon x Mal wiederholt. Wer in diesen Spalten eine ernsthafte Diskussion, z.B. auch mit anderen Kommentarschreibern, führen möchte, wird mit einem Meyer’schen Wortschwall eingedeckt, so dass ihm bald die Lust am Diskutieren vergeht. Zumal Herr Meyer auf die für seine These kritischen Argumente gar nicht einzugehen pflegt. Stattdessen unterstellt er seinen Gegnern, im Dienste der SNB zu stehen und natürlich nichts von der Sache zu verstehen. Einige Meyer-Nachplapperi werden dafür nach jedem Statement ausgiebig gelobt. „The real MM (Dr.!)“ macht es genau richtig, er amüsiert sich darüber. Das tue ich nun auch und freue mich über die weiteren Beiträge…. 🙂

    • Herr Meyer

      Jetzt haben Sie mich erwischt!

      Ja, ich sitze gerade bei Jordan auf dem Schoss und lasse mich kraulen.
      Das macht er jedes Mal wenn Sie jaulen!

      Und damit Sie jammern erinnere ich Sie immer wieder gerne daran, welchen Stumpfsinn Sie sich zusammendichten.

      The real MM (Dr.!)

      P.S.: Wieder ein schöner Knochen, oder?

    • @pessimistisch

      Anonym auf die Person spielen. Das ist das einzige wozu unsere Nationalbank offenbar noch fähig ist.

      Ich würde mich freuen über ein fachliches Argument. Da warte ich leider vergeblich bei der Nationalbank, die sich durch anonyme Polemiker hier vertreten lässt.

      Ihre Voten langweilen mich.

      mfG

    • @??? plus @Herr Thomas Jordan, Präsident SNB

      Auf welch primitives Niveau ist unsere Nationalbank gefallen? Schämen Sie sich nicht Herr Jordan? Sie tragen letztlich die Verantwortung dafür mit Ihrer Irrlehre und Ihrer Unbelehrbarkeit.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Der Bankrat der SNB sollte ein Bindeglied sein zwischen der Bevölkerung und der SNB. Es ist ein Skandal, was jemand über sich ergehen lassen muss, wenn er es wagt, die SNB auf einen Überlegungsfehler aufmerksam zu machen.

    • @ The real MM (Dr.!)
      14. September 2017 / 09:20
      ————————————————
      Also zu Anfangs dachte ich das Herr Meyer etwas sensibel ist was Kommentare aus den Reihen der SNB angeht.
      Sehe ich aber sie viele „Daumen hoch“ Sie für den Kommentar erhalten haben. denke ich es ist so.

      Frage also :
      Haben Sie ihr ganzes Büro dazu angehalten um für Sie hier zu bewerten……?

      ((((((-:

  80. Herr Meyer

    schreibt „Daraus kann man aber nie und nimmer ableiten, dass die SNB ihre Aktiven nicht verkaufen muss, wenn eine Geschäftsbank das will. Das behaupten Jordan und die drei oben angeschriebenen Kommentatoren.“

    Sorry, was will man sonst daraus ableiten? Dass eine Bank die SNB zum Verkauf von Assets zwingen kann? Kann mein Nachbar mich zwingen, ihm mein Auto zu verkaufen??? Leben Sie in Nordkorea (hats da Autos? ), oder wo?

    In der Schweiz gelten Gesetze, ob Ihnen die passen oder nicht. Bleiben Sie also lieber in Ihrem kommunistischen Meyer-Paradies aber verschonen Sie um Himmel Willen die Schweiz!

    Es dankt dafür

    The real MM (Dr.!)

    • Bitte beachten;

      Es gibt drei Möglichkeiten, etwas zu kaufen:

      Erstens
      Aktivtausch. Das Geschäft ist abgeschlossen. Die Bilanz gleich lang.

      Zweitens:
      Kauf mit Eigenkapital (z. B. Gewinne, Erhöhung EK). Das Geschäft ist abgeschlossen. Verlängetung der Bilanz.

      Drittens:
      Kauf mit Fremdkapital. Bilanzverlängerung. Das Geschäft ist nicht abgeschlossen. Erst wenn das Fremdkapital zurückbezahlt ist, ist das Geschäft abgeschlossen.

      Kauft die SNB Devisen mit Fremdkapital, was sie tut, so können die Banken jederzeit von der SNB verlangen, dass diese ihre Schulden auf Sicht zurückbezahlt.

      Das ist nur möglich durch Bilanzverkürzung. D.h. die SNB muss den Banken Aktiven liefern.

      Damit ist die Irrlehre von Herr Jordan ein für allemal widerlegt.

      Ich hoffe, dass es in unserem Lande genügend Menschen gibt mit einem karen Koof.

      Frrundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Wenn Sie ein Auto mit Eigenkapital kaufen, so kann sie niemand zwingen, Ihr Auto zu verkaufen.

      Kaufen Sie Ihr Auto mit Fremdkapital, so müssen Sie die Schulden bezahlen.

      Bezahlen Sie diese nicht, so müssen Sie dss Auto verkaufen.Richtig: wir haben Gesetze in der Schweiz.

      Da die SNB ihre Devisen mit Schulden gekauft hat, muss die SNB ihre Schulden zurückzahlen.

      Wir haben Gesetze in der Schweiz. Diese gelten auch für die Notenbank.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Unglaublich, was der Herr Jordan mit seinen Irrlehren angerichtet hat. Man lese nur diesen Blog.

    • …und es gibt noch eine vierte Möglichkeit: das Gesetz. Und da steht, dass die SNB alle an sie gerichteten Forderungen mit Franken befriedigen darf (gilt übrigens auch für mich: ich darf alle Forderungen mit Geld begleichen, bitte beachten, danke).

      The real MM (Dr.!)

      P.S.: ein schöner Knochen – nicht wahr?

    • Zitat :
      The real MM (Dr.!)
      Sorry, was will man sonst daraus ableiten? Dass eine Bank die SNB zum Verkauf von Assets zwingen kann? Kann mein Nachbar mich zwingen, ihm mein Auto zu verkaufen??? Leben Sie in Nordkorea (hats da Autos? ), oder wo?
      ————————————————————

      Sie müssen nicht in einer Diktatur suchen gehen, hier in der Schweiz ist das nämlich auch so.
      Und zwar überall wo Eigentum geschützt ist.
      Wenn Sie jemandem etwas schulden, müssen sie auf verlangen …..entweder bezahlen, …..etwas verkaufen um bezahlen zu können, ……oder Konkurs anmelden.

      Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen, und warum glauben einige hier, dass das für die SNB nicht zutreffen soll….?

      Speziell das man heute glaubt mit Gesetzen jene regeln aushebeln zu dürfen die seit Jahrtausenden allgemeingültig sind und den Werdegang unserer Gesellschaften überhaupt erst möglich machte.

      Wer seinen gesunden Menschenverstand anwendet, müsste eigentlich bemerken was Realität und was Betrug ist.

    • Herr Dr. Meyer…….
      ——————–
      Marc Meyer Dr.
      13. September 2017 / 21:27
      Bitte beachten;
      Es gibt drei Möglichkeiten, etwas zu kaufen
      ———————
      Ich empfinde es als sehr beschämend für unser Land, das Sie hier den Kommentatoren sogar noch die grundlegendsten Dinge beibringen müssen.
      Offenbar rechtfertigt eine politisch gewünschte, „andere“ Sichtweise, jeden Unfug was die SNB anbelangt.

      Diese politische Ruchlosigkeit und die damit einhergehende ….völlige Instinktlosigkeit, die hier zu Tage tritt, wird unser Land schwer schädigen.

      ————————————————————-

      Bundesratskandidat Maudet hat Christoph Blocher unterstellt, nichts von Wirtschaft zu verstehen……
      Also bei solchen Bundesrats-Kandidaten, ……was dürfen wir denn da noch von der SNB erwarten ?
      Hoffentlich finden wir bald ein „Medikament“ für unsere arme kranke Schweiz.

  81. @“Urs Abderhalden, Nick Norman, Pessimist“

    Danke

    Obwohl Sie sich alle aus der Diskussion abgemeldet haben (die SNB behauptet etwas und taucht dann ab oder löscht es einfach), möchte ich für die interessierten Leser dennoch aufzeigen, welchen Gesetzesartikel Herr Jordan und die Kommentatoren verdrehen.

    Die drei Kommentatoren beziehen sich also auf das Bundesgesetz über Währungen und Zahlungsmittel Artikel 3.

    Dieser besagt:

    „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

    Daraus kann man aber nie und nimmer ableiten, dass die SNB ihre Aktiven nicht verkaufen muss, wenn eine Geschäftsbank das will. Das behaupten Jordan und die drei oben angeschriebenen Kommentatoren.

    Der Artikel besagt lediglich, dass ein Kontoinhaber bei der SNB mit seinem Guthaben bei der SNB eine Zahlung an einen anderen Kontoinhaber kann.

    Davon aber abzuleiten, dass die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen muss oder dass die SNB die Banken gar enteignen darf kommt einer Vergewaltigung dieses Artikels gleich.

    Denn dürfte die SNB den Banken befehlen, dass diese ihnen unbeschränkt Guthaben zur Verfügung stellen müssen und die SNB müsste diese nicht mehr zurückzahlen, so wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB.

    Herr Jordan und die Kommentatoren hier propagieren also Kommunismus pur.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Addendum

      Und um es nochmals deutlich zu sagen:

      Nur mit der Übergabe eines Aktivums (Vermögen) kann eine Schuld abgebaut werden.

      Notenbankgeld kann nie und nimmer als Zahlungsmittel für die SNB dienen, da es sich um eine Schuld der SNB handelt – nicht um Vermögen der SNB.

      Bei den Giroguthaben der Banken bei der SNB handelt es sich um Zahlungsmittel der Banken – nicht um Zahlungsmittel der SNB.

      Da die SNB bei den Banken Kredit aufgenommen hat, um Aktiven mit Schulden zu kaufen, muss sie diese Schulden zurückzahlen. Bei Giroguthaben kann das jederzeit der Fall sein. Erst dann ist das Geschäft abgeschlossen.

      Daraus folgt: Die SNB muss jederzeit ihre Schulden begleichen können, wenn die Banken das verlangen. Fällt das Vermögen der SNB in Franken bewertet unter ihre Schulden in Franken bewertet, so ist die SNB Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  82. @supermario @Meyer

    Das ist ja sagenhaft – da wird mal ein Argument wahrgenommen!! Gratulation!!!!

    Leider muss ich Sie beide allerdings enttäuschen: Natürlich können Geschäftsbanken Ihre Konti bei der SNB jederzeit saldieren – aber raten Sie beide einmal, was dann folgt? Na, erraten? Richtig! Eine Gutschrift in Schweizer Franken bei einer anderen Geschäftsbank oder als Bargeld auf einem Transporter. (Es sei denn Jordan hat gute Laune und rückt FREIWILLIG etwas von seiner Aktivseite heraus.) Nix da EinlösePFLICHT in Devisen, Gold, was auch immer. DAS steht im Gesetzestext und nichts anderes. Eine Pflicht auf Herausgabe von Aktiva besteht nach wie vor nur in Ihrer Phantasie

    Wie man leider sieht, sind Sie auch nicht in der Lage, einfache Gesetzestexte zu verstehen. Mir graut vor dem Gedanken, dass Sie, Herr Meyer, die Jugend unterrichten darf. (Ist supermario allenfalls Ihr Schüler?)

    Beste Grüsse

    The real MM (Dr!)

    • The real MM (Dr!)

      Fasch……………
      Mir graut davor das solche Leute wie Sie womöglich im Bankgewerbe beschäftigt sind.
      Und ich finde es gar nicht „geil“ wie Stümperhaft sie sich trotzdem in das Thema vorwagen.
      ———————————————————
      Sie verstehen die Konsequenzen von Gesetzestexten nicht.
      ———————————————————

      Verdeutlichen wir das ganze einmal mit einem anderen Beispiel.
      Steht in einem Gesetzestext nichts davon das man jemanden nicht Töten darf, so wäre es nach ihrer Logik also erlaubt.

      Falsch, denn es gibt in der Gesetzgebung den sogenannten „Geist“ der Gesetzgebung.
      Und der beinhaltet auch Dinge, die vielleicht nicht im betreffenden Artikel zu einem bestimmten Thema ausformuliert wurden.

      Gibt es mehrere Gesetzestexte die das töten eines Menschen verbieten, kann es nicht durch einen Artikel ……der das nicht erwähnt, …..als erlaubt betrachtet werden, denn es gibt etliche andere Artikel die das Leben explizit schützen.
      Darum kann es nicht in einem besonderen Fall als nicht schützenswert hineininterpretiert werden. Der Schutz des Lebens gilt immer, es ist der Geist der Gesetzgebung das Leben zu schützen.


      Zudem gibt es höheres und nachgeordnetes Recht.
      ——————————————————
      Beispiel Waffengesetz :
      Wer einen Vertrag über den Kauf einer Waffe ausfertigte sollte den nach dem Waffengesetz von 1999 eigentlich 10 Jahre aufbewahren.
      Da aber das OR höher steht wie das nur „partielle Waffengesetz“, galt diese Frist nur für 2 Jahre, denn dort war die Frist für das aufbewahren gewisser Dokumente auf 2 Jahre befristet.
      Sogar angesichts dessen das der Gesetzgeber sie im Waffengesetz auf 10 Jahre erhöhte, hatte das vor Gericht keinen Bestand.
      ———————————————————

      Daraus folgt, dass man eben nicht nur einen Artikel betrachten muss um ein Gesetz oder den „Geist der Gesetzgebung“ zu verstehen, sondern mehr.

      Hier in unserem Fall muss alles was im Gesetz zum Thema Geld und Finanzen geregelt wurde, mit in Betracht gezogen werden……… um den Geist der Gesetzgebung zu berücksichtigen.

      Wenn also in der Schweiz faktisch nicht enteignet werden darf, so gilt das auch für die SNB und für die Artikel im OR über Sichtgutgaben.
      Privateigentum ist in der Schweiz stark geschützt, somit gilt das auch für Guthaben bei irgendwem…… auch der SNB.

      Marc Meyer hat Recht.

    • Also wenn ich mit ihnen Geschäfte machen, akzeptieren sie das obige ……
      Und ja, sie haben das ganze Thema immer noch nicht verstanden.
      Wenn Jordan also farbige Papierchen druckt sind sie damit zufrieden. Weder sollen die irgendwo in der Buchhaltung ausgebucht werden, noch sind die irgendwie gedeckt, denn mit Noten drucken kann man keine Werte schaffen.
      Gedeckt sind die Papierchen aber auch nicht……

      Super, geben sie mir ihre Adresse, sie werden mein bevorzugter Geschäftspartner……..((((-:

    • @The real MM ( Dr.???? )
      Sie schreiben schludrig. Genau so empfinde ich ihre Gedankengänge.

    • @Roth
      Betrug? Hartes Wort! Wäre es Betrug, wäre es ein Offizialdelikt und ein Fall für den Staatsanwalt. Können Sie Ihren Vorwurf beweisen? Können Sie nicht? Dann bleiben Sie mal besser anonym oder halten Ihre intellektuelle Inkontinenz im Zaum.
      Im Übrigen lebt die Schweiz sehr gut mit dem was Sie „Betrug“ nennen. Zum Glück nimmt niemand Ihre wirren, ewiggestrigen Pläne Ernst.

      @Laager
      Sie verwechseln schludrig mit komplex. Sorry, dass es so kompliziert ist. Mit der Simplizität von Verschwörungstheorien a la Meyer kann ich nicht mithalten.

      Grüsse

      The real MM (Dr.!)

    • @?????
      Kurz und bündig; Auch Geschäftsbanken können ihre SNB-Giroguthaben in ein anderes Assset (z.B. fremde Währungen) tauschen. Wenn Du logisch nachdenken würdest, wäre Dir auch klar, wie die historisch hohen Geldmengen überhaupt entstanden sind!

    • @Supermario

      Danke für Ihre Antwort an @?????

      Unfassbar welchen „Schmarrn“ die SNB Kopfnicker auf diesem Blog von sich geben.

      Mir graut davor, wenn ich daran denke, dass das mit grosser Wahrscheinlichkeit sogar Mitarbeiter von SNB Chef Jordan sind.

      Einen schönen Tag wünscht Ihnen

      Marc Meyer

    • Zitat von :

      The real MM (Dr.!)
      14. September 2017 / 05:49
      @Roth
      Betrug? Hartes Wort! Wäre es Betrug, wäre es ein Offizialdelikt und ein Fall für den Staatsanwalt. Können Sie Ihren Vorwurf beweisen? Können Sie nicht? Dann bleiben Sie mal besser anonym oder halten Ihre intellektuelle Inkontinenz im Zaum.
      ————————————————————-

      Natürlich ist es ein Offizialdelikt.
      Aber eben, Sie haben wohl sogar noch Mühe zu erkennen was Politik ist und wie deren Beamtenapparat funktioniert……. beides kann nicht ohne einander ……

      Beispiel Deutschland.
      In Deutschland hat Merkel seit 2008 Dutzende Gesetze gebrochen, ja ihr Land vorsätzlich Grenzenlos gemacht um Millionen Illegale einwandern zu lassen.
      Deutschland ist Quasi eine Demokratie, aber Merkel hat ihr Volk zu so grundlegenden Dingen wie der illegalen Masseneinwanderung von Millionen nie befragt.
      Alleine die Zunahme an Kriminalität, ……es sind seit 2015 um die 700-tausend Delikte durch Migranten zu verzeichnen, müsste eine Volksbefragung zwingend machen.

      Es gab über 1000 Klagen gegen Merkel und dabei waren führende Köpfe aus Ökonomie, Beamtenschaft, Bankgewerbe und der Juristerei, aber diese Klagen wurden en Block abgeschmettert.
      Das Bundesverfassungsgericht, ( Deutschland hat keine Verfassung …(((-: ) outet sich immer mehr als Erfüllungsgehilfe des Machtapparates. Und was das heisst haben wir in jenen berühmten 13 Jahren schon mal erfahren dürfen.
      Niemand der auch nur eine leise Ahnung von Rechtstaatlichkeit hat, bezweifelt das Merkel das Grundgesetz bricht.
      Trotzdem………

      Und genau das ist auch das zunehmende Problem der Schweiz. Ein Rechtstaat bedingt dessen zwingende Einhaltung.
      Natürlich ist es Betrug was da geschieht.
      Aber zu ihren Gunsten, der betrug geschieht Weltweit. Seit man den Goldstandard aufhob, seit die FED im Jahr 1911 erreichtet wurde, und besonders seit Bretton-Woods als die USA den Rest an Geld-Moral über Bord warfen und alle „Weltweit“ langsam nachzogen.

      Aber all das, und auch wenn die ganze Welt es tut, es ist Betrug.

      Wie wir hier an Ihnen und an unserer Nationalbank erkennen müssen, es ist noch vieles unklar, müsste noch ausdiskutiert werden. Ja grundlegendes stellen Sie, vermutlich aus Opportunismus, einfach in Frage.
      Allerdings wehrt sich die SNB ja seit Jahrzehnten gegen so eine Diskussion. Denn deren Ergebnisse würde wohl in gesetzlichen Regelungen enden die der SNB gewisse Fesseln anlegen würden.
      Und es ist ja diese Diskussion der Dr. Meyer schon so lange anmahnt.
      Eine Diskussion die für unser Land ungeheuer nützlich sein könnte.
      Nun ja…..
      —————————————–

      Demokratie ist die beste Regierungsform ………..die wir kennen, …….hat aber trotzdem so einige Nachteile.

      Warten wir mal ab was kommt.
      In 10 Jahren reden wir nochmals darüber, und dann gerade auch, ob das was Jordan macht nicht Justiziabel ist.
      Von Ihnen erwarte ich jedoch, dass wenn ihre Pensionskassengelder verschwunden sind, Sie sich ohne zu jammern damit abfinden.
      Ein klein wenig Charakter sollte schon sein, …und den verliert man auch nicht durch Inkontinenz…..Gäll.

  83. The real MM (Dr!)
    13. September 2017 / 12:46
    Sehr geehrter Herr Meyer

    Sie klagen die SNB mit Verve und Leidenschaft an aber kennen die relevanten Gesetze gar nicht? Wie geil ist das denn???

    The real MM (Dr!)

    • @???

      Das ist eben genau das:

      Die SNB behauptet irhendetwas und taucht dann ab, wenn man sie widerlegt.

      Genauso SNB Kopfnicker Norman. Er behauptet, es gäbe ein Gesetz, das besagt, niemand dürfe von der SNB Aktiven verlangen.

      Auf meine Aufforderung hin, er solle den Gesetzesartikel angeben taucht Norman ab.

      Oder SNB Chef Jordan soll doch seine absurde Behauptung mit einem Gesetzesartikel belegen.

      Jordan behauptet ja, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar.

      Niemand könne von der SNB etwas fordern.

      Jordan soll diesen Unsinn doch einmal mit einem Gesetzestext belegen.

      Norman behauptet ja, es gäbe diesen Gesetzesartikel.

      Also wo ist er?

      Bitte meine Herren von der SNB und SNB Kopfnicker.

      Liefern statt la…

      MfG

  84. Sehr geehrter Herr Meyer

    Nehmen wir an, der Himmel geht auf und die SNB gesteht den Fehler. Sie korrigiert ihn sogar.
    Haben wir dann ein System, welches ohne Korrekturen, ohne Reformen, ohne das Auspressen der Welt und alles was auf ihr steht und lebt, endlos funktionieren kann?

    Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung.

    Beste Grüsse

    • @Aleks

      Danke

      Den Himmel auf Erden ist ein hohes Ziel, das wir Menschen alleine nicht erreichen können.

      Aber ich denke, dass wir unser Bestes geben sollten für den Frieden.

      Fehler in der Volkswirtschaftslehre gefährden den Weltfrieden. Siehe 2. Weltkrieg.

      Ich möchte auf Fehler in der Volkswirtschaft hinweisen. Und Sie sehen, welchem Unfrieden ich begegne.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  85. @Urs Abderhalden

    Die absurden Behauptungen sehe ich eher auf Seiten der SNB.

    Die SNB könne aus dem Nichts „‚Liquidität‘ bzw. Eigenkapital schaffen und unbeschänkt Euros kaufen

    Oder

    Die SNB könne nie iliquide werden und alle Schulden mit selbst gedruckten Geld bezahlen

    Oder

    Die SNB müsse ihre Schulden nie bezahlen bzw. nie Aktiven verkaufen.

    Sie und Herr Jordan stellen absurde Behauptungen auf.

    Daran ändern auch Ihre thumbs-up nichts.

    Die Irrtümer der SNB werden dadurch nicht richtiger.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer

      Sie klagen die SNB mit Verve und Leidenschaft an aber kennen die relevanten Gesetze gar nicht? Wie geil ist das denn???

      The real MM (Dr!)

    • @????

      Sie wollen mir also meinen Namen klauen?

      Ich greife die SNB nicht an. Ich korrigiere die Geldtheorie. Die SNB ist zu meinem Ansprechpartner geworden, weil sie die Wissenschaft unterdrückt (siehe Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Staristik).

      Ich erwarte von Nick Norman, dass er mir den Gesetzesartikel zeigt, wo festgeschrieben sei, dass niemand von der SNB Aktiven verlangen darf.

      Aber er kann es nicht.

      Können Sie es?

      Fragen Sie Herrn Jordan?

      Ich bin gespannt. Ich warte.

      MfG

    • Herr Meyer

      Noch einmal, wenn Sie sich auskennen würden, müsste Ihnen niemand die Gesetze liefern. Sie wollen die Theorie kritisieren, kennen aber die Grundlagen und Gesetze nicht. Wie geil ist das denn??? Sie dürften bei Ihren Schülern sehr beliebt sein bei dieser Unbedarftheit, oder verlangen Sie von denen mehr als Sie selber leisten?

      Im Übrigen hat „Nick Norman“ schon vor langem geliefert (siehe Abderhaldens Beitrag https://insideparadeplatz.ch/2017/09/06/zuerst-verdirbt-die-snb-unsere-jugend-mit-irrlehren-dann-laesst-sie-sie-fallen/#comment-179744 weiter unten – oder war es oben?) : https://insideparadeplatz.ch/2017/06/19/snb-provoziert-quengelpolitik-regieren-bald-qataris-am-buerkliplatz-snb-gefangen-in-der-figgi-und-muehli/

      Wird es etwas helfen? Unwahrscheinlich, denn bestimmt werden Sie wieder nur mit sinnlosen Zitaten „dagegenhalten“ und fröhlich alle Tatsachen ignorieren.

      The real MM (Dr.!)

    • Zitat :
      ——————————————–
      The real MM (Dr!)

      13. September 2017 / 14:00

      Herr Meyer

      Noch einmal, wenn Sie sich auskennen würden, müsste Ihnen niemand die Gesetze liefern. Sie wollen die Theorie kritisieren, kennen aber die Grundlagen und Gesetze nicht. Wie geil ist das denn??? Sie dürften bei Ihren Schülern sehr beliebt sein bei dieser Unbedarftheit, oder verlangen Sie von denen mehr als Sie selber leisten?
      ————————————————-

      Also, wir führen hier eine öffentliche Diskussion und wer andere anklagt wegen fehlender Artikel oder Unwissenheit über solche Artikel, der sollte auch den Gesetzestext dazu liefern.
      Es geht um Glaubwürdigkeit.

      Marc Meyer hat diese Glaubwürdigkeit und er hat sie mit einer stringenten Argumentation untermauert.
      Aber Sie werfen nur mit etwas herum und denken wohl dass dann schon was haften bleibt.
      Dreck schleudern, sagt man zu dem.

      Also ich sehe schwarz für unser Land angesichts dieser grassierenden Realitätsverweigerung.

      Die Notenbank darf die Geldmenge steuern….. also die Menge an Banknoten im Umlauf.
      Sie kann aber nicht Geld erzeugen durch Noten drucken, weil so kein Wert entsteht.
      Man kann nicht Bleibarren giessen, sie vergolden und als Goldbarren betrachten.
      Wenn die Notenbank Noten erzeugt die mit Gold gedeckt sind, so wären die Noten auch Geld.
      Geldtheoretiker sprechen vom Aufbewahrungsschein für Gold.

      Also, vor 100 Jahren konnte die Notenbank im engen Rahmen Geld drucken und es war Geld.
      Wenn sie heute Noten druckt ist es nur farbiges Paiper, aber kein Wert, also kein Geld, weil ohne Deckung.
      Denn man ist im Zuge der „Teildeckung“ vom echten also Vollgeld, immer weiter abgewichen.
      Sas System kann kaum überblickt werden, deshalb erkennt man den Betrug nicht sofort.
      Und genau darum hat sich der Betrüg als übliche Gewohnheit in der Praxis etabliert.
      Betrug aber bleibt es….. auch was unser Gesetz betrifft.

      Sie glauben …..und Jordan glaubt es auch, dass man die selbe Praxis wie vor 100 Jahren unbeirrt auch Heute noch durchexerzieren kann …….selbst ohne Deckung.

      Was Heute geschieht ist Betrug, weil ohne Deckung ist es nur ein Versprechen.
      Aber es wird eben nicht als Versprechen benannt. sondern als Geld bezeichnet. Somit wäre der Tatbestand des Betruges erfüllt.
      Nun ja, wäre, denn unsere Politik hat diese Papierchen als gesetzliches Zahlungsmittel benannt.
      Leider verstanden die meisten Parlamentarier der letzten 100 Jahre nie was Geld ist.

      Ok, früher auch nicht unbedingt Notwendig, denn damals gab es das heutige Betrugs-System noch nicht. Es gab eine 100% Golddeckung.

      Vor 100 Jahren aber war es kein Versprechen sondern Realität, jeder konnte für jede einzelne 1000-er Note 50 Goldvrenelis abholen oder 6-7 Unzen Gold.

      ——————————————————————-

      Für mich erstaunlich wie vehement man hier
      ein Betrugssystem verteidigt.
      Ja unglaublich, wie sehr gewisse Kommentatoren vergessen haben was harte Fakten sind und was echtes Geld ist.

    • Herr Roth

      Die Welt ist schlecht und Sie haben das erkannt!

      Herzlichen Glückwunsch!

      The real MM (Dr.!)

  86. Lieber Herr Meyer

    Besten Dank für die Zitatesammlung. Tatsächlich kommen wir uns damit näher, denn wie Sie selbst nachlesen können, behauptet Jordan an keiner einzigen Stelle, dass SNB- Geld Eigenkapital darstellt. Sie sind es, der mit seinen „Interpretationen“ Jordan solchen Unsinn in den Mund legt. (Zugegebener Massen ist der Satz mit dem „nachhaltigen“ EK-Aufbau nicht perfekt aber aus dem Kontext ergibt sich dennoch, dass Geldschöpfung aus SNB-Sicht eben keine EK-Bildung darstellt.)

    Lesen Sie weiter unten nach, was ich zum Unterschied zwischen buchhalterischen und volkswirtschaftlichen Logiken und Kategorien geschrieben habe – insbesondere zum Thema Liquidität – und Sie erhalten eine weitere Chance, Ihre Software auf den aktuellen Stand zu bringen.

    Viel Spass dabei!

    Ich drücke fest die Daumen, dass es diesmal vielleicht klappt!!

    Grüsse

    NN

    • @““Nick Norman“

      Guten Morgen. Danke für Ihren Beitrag

      Sie haben offenbar Probleme mit der deutschen Sprache und mit dem Lesen einer Buchhaltung.

      Herr Jordan soll doch endlich zu seinen Irrtümern stehen.

      X-mal behauptete er und auch der Bundesrat, die SNB könne aufgrund des Notenmonopols nicht in Liquiditätsprobleme geraten. Die SNB könne Liquidität aus dem Nichts schaffen und damit sämtliche Schulden der SNB bezahlen.

      Banknoten bzw. Notenbankgeld interpretieren Jordan und der Bundesrat also als Liquidität bzw. als liquide Mittel der SNB – sprich als Vermögen der SNB.

      Könnte die SNB tatsächlich Vermögen aus dem Nichts schaffen, wie Jorden mehrfach explizit wiederholt, so wäre das eine Verlängerung der Aktivseite der SNB
      Bilanz. während auf der Passivseite das Eigenkapital SNB zunähme.

      Logisch. Nicht wahr?

      Jordan spricht ständig von zwei Möglichkeiten, wie die SNB negatives Eigenkapital aufbauen kann: Geld drucken und Gewinne erwirtschaften über Zinserträge.

      Er sagt dann noch, dass Zinserträge alleine niemals ausreichen.

      Zuguterletzt sagt er dann noch wörtlich, die SNB könne durch Geld drucken negatives Eigenkapital aufstocken.

      Auch auf ihrer Home page iconomix schrieb die SNB explizit, dass ihr der Schnauf nicht ausgehe, weil sie Liquidität aus dem Nichts schaffen könne, was der Schaffung von Eigenkapital aus dem Nuchts gleichkommt.

      Dabei hatte die SNB Links zu Medienbeiträgen, welche dies auch behaupteten.

      Aber die SNB hat nun all das auf ihrer home page gelöscht.

      Offenbar hat der SNB Chef seinen Irrtum eingesehen und veesucht, alle Spuren zu verwischen. Desalb legen auch Sie sich so ins Zeug hier.

      Die SNB bekommt kalte Füsse.

      Legen Sie doch Ihren korrekten Namen und Ihre Verbindung zur SNB offen.

      Hat die SNB nicht den Mut, sich hier selber zu melden?

      Und wenn wir jetzt alle wissen, dass die SNB durch Geld drucken negatives Eigenkapital nicht aufstocken kann, so wissen wir auch, dass wir mit einem Bail-in der SNB zu rechnen haben, das dann letztlich die Bevölkerung bezahlen muss.

      Die SNB soll doch endlich dazu stehen.

      Danke

      Marc Meyer

    • Herr Meyer

      Ein letztes Mal – versprochen!!

      Sie schreiben: „Banknoten bzw. Notenbankgeld interpretieren Jordan und der Bundesrat also als Liquidität bzw. als liquide Mittel der SNB .. “ bis dahin ist alles richtig, dann aber kommt IHRE Interpretation hinzu, die der Buchhalterlogik geschuldet ist, aber nichts mit Volkswirtschaft zu tun hat. Sie führen fort:
      “ … – sprich als Vermögen der SNB.“ Nein, die SNB setzt Liquidität gerade NICHT mit Vermögen gleich, das tun SIE!!! Darum behauptet die SNB etwas anderes als Sie. Und das mit gutem Grund.

      Schauen Sie im Gesetz nach (die Zitate wurden Ihnen bereits präsentiert, Sie haben sie natürlich ignoriert). Dort steht, dass bereits JETZT, HEUTE, 2017 (bei positivem EK) niemand das Recht hat auf irgendwelche Aktivpositionen der SNB, auch wenn seine Forderungen noch so berechtigt sind. Die SNB kann bereits JETZT, HEUTE, 2017 (mit positivem EK) ALLE an sie gerichteten Forderungen mit Franken begleichen. Gemäss Ihrer Logik müssten also bereits JETZT, HEUTE, 2017 (SNB mit positivem EK) ALLE Geschäftsbanken ihre Forderungen wertberichtigen. Da hätten die Aktionäre aber Freude! Verstehen Sie nun, warum niemand Ihre „Logik“ ernstnimmt?

      So das war’s. Ich lasse Sie jetzt alleine auf Ihrem Planeten und freue mich über meine liebe, geordnete Schweiz auf der Erde (was nicht heisst, dass die SNB auf der Erde nicht kritisiert werden soltle, doch die berechtigte Kritik sieht anders aus und ist viel fundamentaler als Ihre Witzchen).

      Grüsse

      NN

    • @ Nick Norman: Viel Erfolg beim Daumendrücken! Dass es wirkt ist zu bezweifeln. Marc Meyer und seine Nachplapperi werden die Geldtheorie und Geldpolitik nie begreifen. Herr Meyer hat wohl schon zu viel intellektuelle Energie in sein Phantasie-Theoriegebäude (oder besser Kartenhaus) investiert, das er dann abschreiben (!) müsste. Das intellektuelle Eigenkapital könnte eventuell sogar negativ werden, und was dann passiert, wissen wir ja! Eine Rekapitalisierung von Grund auf, angefangen bei Economics 101, wäre notwendig. Auch seine Nachplapperi müssten ihre intellektuellen Assets wertberichtigen, was zu geistigen Konkursen führen könnte!

    • @Pessimistisch

      Danke auch für Ihren Beitrag

      Dieser ist sehr aufschlussreich bezüglich des geistigen Niveaus der
      anonymen SNB-Kopfnicker und der SNB selber.

      Ich kann nur wiederholen:

      SNB-Tor schiesst Eigentor.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Nick Norman

      Erstens
      Die SNB selber behauptet, sie könne Liquidität aus dem Nichts schaffen und damit ihre Schulden begleichen. Man kann nur mit Vermögen Schulden bezahlen.

      Der Begriff „Liquidität“ steht für liquides Vermögen. Wie gesagt: Sie und die SNB haben offensichtlich grösste Mühe mit der Deutschen Sprache und mit dem Lesen einer Buchhaltung.

      Sie verdrehen hier also die Behauptungen der SNB.

      Liquidität bedeutet Vermögen – nicht Schulden.

      Die SNB verwechselt Vermögen und Schulden – das sage ich ja schon lange und viele verstehen das auch – ausser die Professoren und Notenbanker.

      Ist ja auch peinlich solche Fehler zu machen und 700 Milliarden Schulden als Vermögen zu deklarieren.

      Zweitens:

      Zeigen Sie den Gesetzesartikel.

      Danke

    • @Meyer, Dr

      Genügt Ihnen das hier (gefunden auf: https://insideparadeplatz.ch/2017/06/19/snb-provoziert-quengelpolitik-regieren-bald-qataris-am-buerkliplatz-snb-gefangen-in-der-figgi-und-muehli/)?

      „Es geht um das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG) und das Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank. Die einschlägigen Artikel 2 und 3 WZG lauten:
      Art. 2 Gesetzliche Zahlungsmittel
      Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:

      lit c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

      Art. 3 Annahmepflicht

      Satz 3: Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.

      Das ist der Tausch Note gegen Note, respektive Zentralbankguthaben gegen Zentralbankguthaben, den alle Geschäftsbanken akzeptieren müssen (also im theoretischen Extremfall: Passiva gegen Passiva).
      Das ODER kommt hier (Zentralbankguthaben gegen Aktiva und umgekehrt):

      Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank, Art. 9 Geschäfte mit Finanzmarktteilnehmern
      1 Zur Erfüllung der geld- und währungspolitischen Aufgaben nach Artikel 5 Absätze 1 und 2 kann die Nationalbank:
      a.
      für Banken und andere Finanzmarktteilnehmer verzinsliche und unverzinsliche Konten führen und Vermögenswerte in Verwahrung nehmen;

      c.
      auf den Finanzmärkten auf Schweizerfranken oder Fremdwährungen lautende Forderungen und Effekten sowie Edelmetalle und Edelmetallforderungen (per Kasse oder Termin) kaufen und verkaufen oder damit Darlehensgeschäfte abschliessen;

      Kurz und gut: Jordan hat die Wahl [zwischen Tausch Aktiva gegen Geld oder Passiva gegen Geld, Anm. U.A.] und alle Marktteilnehmer wissen das von Anfang an. Das Gesetz will es so, damit das System möglichst stabil ist.“

      Selbst wenn Jordan den Blödsinn behaupten würde, den Sie ihm unterstellen, würde er also damit gegen das Gesetz verstossen. Das Gesetz hat weit mehr Gewicht als alle Ihre Zitate, deren Sinn Sie verstellen. Also bleibt es dabei, für die SNB gilt nicht, dass Liquidität gleich Vermögen ist. Tut mir Leid für Sie, dass Sie mehr als 20 (oder 30?) Jahre die Grundelemente der Schweizer Geldpolitik nicht begriffen haben.

      Für mich ist die Sache damit ebenfalls abgeschlossen.

      Schönen Tag!

      Ihr Urs Abderhalden

    • @Urs Abderhalden
      „lit c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.“
      Vielleicht hat der geneigte Kommentator bemerkt, dass das entscheidende Wörtchen BEI genau definiert, dass eben die GB bei der SNB Sichtguthaben unterhalten KÖNNEN! Wenn aber keiner (diese Wahl haben die Geschäftsbanken immer noch) mehr solche unterhalten WILL, hat Jordan KEINE WAHL, sondern muss ultimativ Fremdwährungsanlagen abbauen. Und zwar zu jedem Preis!
      Vielleicht hilft diese saloppe Erklärung, damit es wenigstens der eine oder andere endlich begreift!

    • @supermario @Meyer

      Das ist ja sagenhaft – da wird mal ein Argument wahrgenommen!! Gratulation!!!!

      Leider muss ich Sie beide allerdings enttäuschen: Natürlich können Geschäftsbanken Ihre Konti bei der SNB jederzeit saldieren – aber raten Sie beide einmal, was dann folgt? Na, erraten? Richtig! Eine Gutschrift in Schweizer Franken bei einer anderen Geschäftsbank oder als Bargeld auf einem Transporter. (Es sei denn Jordan hat gute Laune und rückt FREIWILLIG etwas von seiner Aktivseite heraus.) Nix da EinlösePFLICHT in Devisen, Gold, was auch immer. DAS steht im Gesetzestext und nichts anderes. Eine Pflicht auf Herausgabe von Aktiva besteht nach wie vor nur in Ihrer Phantasie

      Wie man leider sieht, sind Sie auch nicht in der Lage, einfache Gesetzestexte zu verstehen. Mir graut vor dem Gedanken, dass Sie, Herr Meyer, die Jugend unterrichten darf. (Ist supermario allenfalls Ihr Schüler?)

      Beste Grüsse

      The real MM (Dr!)

  87. Was die SNB unter den Teppich kehren möchte und nicht mehr dazu steht: Die Irrtümer des SNB-Chefs

    @Nick Norman

    Danke.

    Wir kommen uns immer näher:

    Es ist richtig, die Buchhaltung widerspiegelt die Geldpolitik der SNB. In diesem Punkt wenigstens sind wir uns einig.

    Aus der Buchhaltung der SNB ist aber ersichtlich, dass die SNB nicht mehr handlungsfähig ist, wenn sie negatives Eigenkapital ausweist.

    Warum nicht?

    Weil ab diesem Moment die Geschäftsbanken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen. D.h. die Geschäftsbanken können jetzt Konkurs gehen, wegen ihrer Verluste auf ihren SNB-Guthaben.

    Um solche Verluste zu vermeiden, werden sie sofort ihre Guthaben bei der SNB abziehen. Das geht aber nicht, weil die SNB nicht mehr über genügend Vermögen verfügt. Sehen Sie das Problem?

    Zudem:

    SNB-Chef Jordan hat behauptet, die SNB können im Falle von negativem Eigenkapital Geld drucken und so ihre Schulden bezahlen und das negative Eigenkapital wieder aufstocken.

    Sie behaupten nun, das habe er nicht gesagt, das könne ich nicht beweisen. Doch ich kann das beweisen. Ich werde das tun anhand von zehn Zitaten von Jordan. Ich könnte noch mehr anführen.

    Zitate SNB-Chef Jordan aus seinem Referat vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel:

    1. Zitat Jordan:

    „Zum einen können Zentralbanken nämlich nicht illiquid werden. Dies hat zur Folge, dass eine Zentralbank nicht in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist, wenn ihr Eigenkapital vorübergehend negativ wird.“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:
    Die SNB ist bei negativem Eigenkapital handlungsunfähig, weil die Banken ihre Guthaben bei der SNB in diesem Fall wertberichtigen müssen und abziehen werden. Dazu ist aber nicht mehr genügend Vermögen bei der SNB vorhanden.
    In diesem Fall ist mit einem „Bail-In“, angeordnet durch die FINMA, zu rechnen. D.h. die Banken müssen die Verluste der SNB tragen. Sie werden diese Verluste sofort an die Kunden weitergeben. D.h. es ist mit einem Bail-In bei den Banken zu rechnen. Bankkunden wie Pensionskassen usw. werden dann letztlich die Verluste der SNB tragen.
    Korrekt: Die SNB bleibt dann handlungsfähig aber die Bürgerinnen und Bürger erleiden hohe Verluste. Sie bezahlen die Zeche der SNB.

    2. Zitat Jordan:

    „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen.“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:
    Wenn die SNB ausstehende Forderungen „aus dem Nichts“ begleichen kann durch schöpfen von Franken bzw. durch Geld drucken, so bedeutet das gleichzeitig, dass durch Geld drucken das Eigenkapital der SNB steigt. Warum?
    Die Passivseite einer Bilanz besteht aus Eigen- und Fremdkapital. Wird der Anteil „Fremdkapital“ verringert aus dem Nichts, so steigt dadurch gleichzeitig der Anteil Eigenkapital.

    3. Zitat Jordan:

    „Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:
    Jordan behauptet also, dass die SNB aufgrund des Notenmonopols nicht in einen Liquiditätsengpass geraten kann. Er betrachtet somit Banknoten als Liquidität bzw. als Vermögen der SNB.
    Könnte die SNB also das Vermögen der SNB aus dem Nichts aufstocken, also ohne zusätzliche Schulden aufstocken, so würde das bedeuten, dass das Eigenkapital der SNB durch Geld drucken steigt.

    4. Zitat Jordan:

    „Da ein Liquiditätsengpass in eigener Währung unmöglich ist, stellt sogar eine Situation, in der eine Zentralbank negatives Eigenkapital ausweist, für ihre Geschäftspartner kein Problem dar.

    Da im Unterschied zu anderen Unternehmen und Banken könnte sie auch in diesem Fall den künftigen Forderungen in eigener Währung immer nachkommen. Die Gegenparteien einer Zentralbank mit vorübergehend negativem Eigenkapital sind demzufolge nicht schlechter gestellt als solche einer Zentralbank mit einem grossen Eigenkapitalpolster.“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:

    Mit dieser Behauptung machen sich Jordan und die SNB haftbar, weil die Banken entgegen der Behauptung von Jordan bei negativem Eigenkapital der SNB entsprechend hohe Verluste erleiden werden.

    Es wird dann hageln von Klagen gegen die SNB.

    5. Zitat Jordan:

    „Die Fähigkeit einer Zentralbank, ihre Verbindlichkeiten fortwährend zu bedienen, hat weitreichende Konsequenzen: Zum einen bleibt die SNB handlungsfähig, auch wenn sie vorübergehend ein negatives Eigenkapital ausweisen muss.“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:

    Jordan geht also davon aus, dass die SNB „fortlaufend“ durch „Geld drucken“ ihre Verbindlichkeiten bedienen kann bzw. das Eigenkapital aufbauen kann.

    6. Zitat Jordan:

    „Lassen Sie mich zum zweiten Grund kommen, weshalb eine Periode mit negativem Eigenkapital für eine Zentralbank unproblematisch ist. Zentralbanken erwirtschaften im langfristigen Durchschnitt stets Gewinne, häufig auch als „Seigniorage“ bezeichnet.“

    Zitat Ende.

    Meine Stellungnahme dazu:

    Jordan beschreibt durch den ganzen Vortrag hindurch zwei Möglichkeiten, wie die SNB negatives Eigenkapital wieder aufstocken kann. Er wertet beide gleich. Deshalb schreibt er, dass neben der Fähigkeit, Geld zu drucken auch noch die Möglichkeit besteht, Gewinne zu erwirtschaften.

    Mit anderen Worten: Geld drucken und Gewinne erwirtschaften führen beide zu einer Aufstockung des negativen Eigenkapitals der SNB.

    Wir sehen: Jordan behauptet abermals, die SNB könne durch Geld drucken ihr Eigenkapital wieder aufstocken.

    7. Zitat Jordan:

    „Das Eigenkapital der SNB kann dadurch abnehmen und unter Umständen sogar in den negativen Bereich fallen. Insbesondere reichen in einem solchen Umfeld die Zinserträge und Dividenden auf den Fremdwährungsanlagen bei weitem nicht aus, um die Wechselkursverluste zu kompensieren.“

    Zitat Ende.

    Diese Zitat belegt, dass Jordan davon ausgeht, dass negatives Eigenkapital in erster Linie durch Geld drucken wieder aufgebaut wird – nicht durch Zinserträge, das diese „bei weitem nicht ausreichen“…
    Dafür hat Jordan jetzt den Minuszins eingeführt, dass er bereits schon jetzt damit anfangen kann, drohende Verluste auf den SNB-Devisen zu kompensieren.

    8. Zitat Jordan:

    „Die Festlegung eines Mindestkurses zum Euro hat nun den Nebeneffekt, dass ein Teil der Währungsverluste wieder rückgängig gemacht worden ist.“

    Meine Stellungnahme dazu:

    Dieses Zitat zeigt, dass es der SNB beim Mindestkurs darum ging, ihre Verluste auf dem Euro rückgängig zu machen – nicht um die Ankurbelung der Exporte.

    9. Zitat Jordan:

    „Denn mit „Geld drucken“ kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen.“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:

    Jordan sagt wortwörtlich, dass mit Geld drucken das Eigenkapital der SNB aufgestockt werden kann – allerdings nicht nachhaltig. Also es kann durch Geld drucken aufgestockt werden gemäss Jordan.

    10. Zitat:

    „Eine Zentralbank bleibt trotz vorübergehend negativen Eigenkapitals uneingeschränkt handlungsfähig, weil sie nicht illiquid werden kann.“

    Zitat Ende

    Meine Stellungnahme dazu:

    Jordan behauptet also abermals, eine Zentralbank können nicht illiquide werden. Er betrachtet demnach Banknoten als Liquide Mittel der SNB und damit als Vermögen der SNB. Ein Anstieg von Vermögen aus dem Nichts bedeutet ein Anstieg von Eigenkapital aus dem Nichts.

    Jordanbehauptet also x-fach, die SNB könne negatives Eigenkapital der SNB aufstocken durch Drucken von Banknoten aus dem Nichts aufgrund des Notenmonopols.

    Das tat er auch wieder in der Finanz und Wirtschaft vom vorletzten Wochenende.

    Auch die SNB-Kopfnicker sollten das jetzt endlich zur Kenntnis nehmen und dazu stehen.

    Diese SNB führt uns in den finanziellen Abgrund.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  88. Die SNB ist an einem möglichst schwachen Franken interessiert…

    Quelle: http://bit.ly/2w4DYoK

    Interessant ist die Wortwahl. Natürich ist die SNB an einem schwachen Franken interessiert. Die hat ja auch Kopf und Kragen riskiert. Nur: ein starker Franken macht uns reich, nicht ein schwacher!

    • @stiller Beobachter

      Danke

      Der Versuch der SNB, den Franken zu schwächen ist vergleichbar mit einer Geschäftsleitung, die versucht, den Wert ihrer eigenen Aktie in den Keller zu drücken durch Misswirtschaft.

      Oder anders ausgedrückt: Jeder ist froh, wenn er eine Aktie besitzt und deren Wert steigt.

      Genauso sollten wir froh sein, wenn der Wert des Frankens steigt, den wir haben.

      Nochmals anders ausgedrückt: Der starke Franken ist das Resultat der starken Schweizer Wirtschaft. Der Franken kann nur geschwächt werden, indem die Schweizer Wirtschaft geschwächt wird.

      Nochmals anders ausgedrückt: Den Franken schwächen heisst, die Schweiz schwächen.

      Nochmals anders ausgedrückt: Wenn die SNB den Franken schwächt, so ist das wie ein Hausbesitzer, der sich sagt:

      Alle wollen mein Haus. Dessen Preis ist jetzt zu hoch. Ich will es beschädigen, damit sein Preis fällt.

      Es ist einfach unsäglich, was unsere Nationalbank tut und mit welchen Irrlehren sie ihr Tun rechtfertigt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  89. Die liquiden Mittel der SNB bestehen aus Dollar- und Euro-Anlagen.

    Diese haben also nicht optimale Liquidität, weil die Schulden der SNB in Franken zu bezahlen sind.

    Um ihre Schulden in Franken bezahlen zu können, muss die SNB zuerst ihre Devisenanlagen verkaufen.

    Fallen jedoch die Kurse von Euro und Franken, so könnte es passieren, dass die SNB durch deren Verkauf ihre Schulden in Franken nicht mehr begleichen kann.

    Die SNB ist dann Konkurs – und mit ihr möglicherweise die kreditgebenden Banken.

    Die Schutzbehauptung des Bundesrates, die SNB könne nicht illiquide werden in Franken ist schlicht falsch. Die Liquidität der SNB besteht nicht in Franken, sondern in Dollar und Euro.

    Der Bundesrat ist auf das Unvermögen oder den Schwindel der SNB hereingefallen – und mit dem Bundesrat das ganze Parlament.

    Marc Meyer

  90. Zitat :
    ———————————————————-
    Nick Norman

    12. September 2017 / 09:57
    @Roth
    Sie müssen unterscheiden zwischen „Wert schaffen“ und „Liquidität schaffen“. Natürlich kann keine Zentralbank „Wert schaffen“, das ist auch nicht ihr Zweck. Ihre Bestimmung besteht darin, die „Schaffung von Liquidität“ zu sichern……………….
    —————————————————-

    Aha, ….. eine feinsinnige Argumentation…..(((-:

    Also, wenn die SNB Geld / Noten druckt, ist das bloss „Liquidität“ ……..aha……. ja dann….. die darf was andere nicht dürfen….!!! Zettel drucken und sagen das seien Werte….

    Ich sage das ist Falsch, …. denn egal ob elektronisch oder als Note, es ist Geld und die SNB behauptet ja auch es sei Geld.

    Also ……….die SNB bringt das neu gedruckte Geld unter die Menschen, sonst ist Liquidität / Geld schaffen ja Sinnlos…. oder ?
    Aber, ……diese Menschen verstehen das nicht als „Liquidität“, sondern für die ist es Geld mit Wert, damit können sie etwas kaufen.
    Die machen da keinen theoretischen Unterschied.
    Egal ob es Zahlen auf ihrem Konto sind oder Noten in der Brieftasche.
    Sie haben dann nicht bloss Liquidität, sondern sie haben Noten und die haben einen Wert, sobald sie es von der Bank holen haben sie es physisch in Händen, ihr „Geld“.
    Sie bezeichnen das als Liquidität ermöglichen, es muss ja genug Noten zur Bar-Auszahlung geben.
    —————————————
    Ihre Formulierung für Liquidität hört sich so an, als ob es sich bloss um Reserven handelt die man haben muss sollte mal jemand Bargeld haben wollen……
    —————————————-
    Aber es ist eben Geld……… und es wird nirgends ausgebucht, …..damit es ist jedoch Betrug was da passiert.

    Wenn die SNB also behauptet, sie könne und dürfe das, hat sie damit etwas geschaffen was nur den Anschein von Wert erzeugt, ihn aber nicht hat.
    Sie sagen ja selber, die SNB könne keinen Wert erschaffen…..
    Klar, niemand auf der Strasse kann diesen Franken-Noten ansehen ob sie einen Wert darstellen oder nicht.
    Der Bürger sieht in den Noten das hier übliche und gültige Zahlungsmittel. Er glaubt daran……
    Aber was wenn wir 700 Milliarden davon drucken ……… und den Menschen dämmert, dass da nichts dahinter ist ?

    Wie lange kann man den Betrug laufen lassen bis er platzt ?
    Wie lange Noten drucken bis sie niemand mehr als Wert ansieht ?
    Sind 700 Milliarden genug um den Franken wertlos zu machen….?

    • @Walter Roth

      Danke für Ihre Ausführungen

      Richtig: Nick Norman behauptet, Notenbankgeld sei Liquidität der SNB aber kein Wert der SNB.

      Norman übersieht dabei, dass Liquidität Vermögen der SNB darstellt und damit einen Wert der SNB ist.

      Nick Norman spielt sich hier als Kenner der Materie auf und hat in Tat und Wahrheit die Grundlagen der Buchführung nicht begriffen. Das passt zur SNB.

      Nochmals Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  91. @Nick Norman
    Aus meiner Sicht ist es nicht nebensächlich, wenn die SNB 745 Mia. Devisenanlagen bei gerade mal 108 Mia. EK per 7/17 in der Bilanz ausweist. Das Franken nur gegen Franken eintauschbar sein sollen wie „Schutzbehauptet“ wird, ist in der Tat intellektuell schmal und ein eigentlicher Skandal.
    Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico Meier

      Danke

      Ja selbst der Bundesrat ist auf den Schwindel der SNB hereingefallen und behauptete in seiner Antwort auf eine Motion aus dem Parlament, die SNB könne nicht „illiquide werden in Franken“.

      Wörtlich schrieb der Bundesrat:

      „Im Unterschied zu Geschäftsbanken kann die Nationalbank nicht illiquid werden in Franken.“

      Auch der Bundesrat meint also, bei Notenbankgeld handle es sich um liquide Mittel bzw. um Vermögen der Nationalbank.

      Unglaublich ist zudem, dass niemand im Parlament diesen Fehler erkannte.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20113540

    • @Rico Meier:
      Tja, so ist es nun einmal: Von der SNB können Sie nur Franken fordern. Das ist in der Schweiz so und zwar definitiv seit 1936. Wenn die SNB will, gibt sie Ihnen auch etwas anderes (solange sie etwas anderes hat). Darum
      <> sehr normal (und <> ziemlich clever im Übrigen, aber das hat mit Kapitalismus zu tun und würde hier zu weit führen).
      Finden Sie sich damit ab, oder lassen Sie es bleiben.

      Gruesse

      Nick

    • @“Nick Norman“ – Ihr Kommentar an Herrn Rico Meier

      Die Schulden der SNB sind in Franken. Um diese Schulden zu begleichen muss sie ihr Vermögen veräussern und in Franken wechseln. So einfach.

      Wenn Sie eine Hypothek haben, so ist diese Schuld in Franken. Ihr Vermögen ist aber in einem Haus. Also müssen Sie Ihr Haus verkaufen gegen Franken. Sie können es auch verkaufen gegen Dollar und dann gegen Franken. Aber Sie müssen es verkaufen letztlich gegen Franken.

      Besitzen Sie US-Aktien und haben diese mit einem Kredit in Franken bezahlt, so müssen Sie die Aktien verkaufen und den Erlös in Franken wechseln, damit Ihre Frankenschuld getilgt ist.

      Genauso muss die SNB ihre Euros und Dollars verkaufen gegen Franken, wenn sie ihre Franken-Schuld begleichen will.

      Eigentlich nicht schwer zu verstehen. Oder?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. „Finden Sie sich ab oder lassen Sie es bleiben“.

      Sie machen es sich einfach – Herr „Norman“ – so einfach wie die SNB.

      Legen Sie doch mal Ihre Beziehung der SNB offen.

  92. Als Nichtökonom ist mir die ehrliche Frage erlaubt: Ist es wirklich wahr, dass die Ökonomen bis heute nicht wissen, wer von beiden (ZB oder GB) wem Kredit gewährt ?

    • Ja es ist so.

      Peinlich peinlich und nochmals peinlich.

      Die Zentralbanken betrachten sich als „lender of last resort“ also als Kreditgeber der letzten Instanz.

      Sie behaupten, bei einer expansiven Geldpolitik würden die Zentralbanken günstiges Geld in die Wirtschaft pumpen bzw. die Wirtschaft mit günstigem Geld „fluten“ usw.

      „Günstig“ in dem Sinne, dass die Zentralbanken einen tiefen Zinssatz verlangen – also tiefe Aktivzinsen verlangen.

      Geld wäre demnach ein Aktivkredit der Zentralbank und müsste auf der Aktivseite der Zentralbankbilanz verbucht werden.

      Das ist falsch: Geld ist ein Passivkredit der Zentralbank.

      Seit 25 Jahren will ich das erklären aber ich werde von den Oekonomen nur mit Schmutz beworfen.

      Zweimal verlor ich meine Stelle deswegen. Keine wissenschaftliche Zeitung lässt mich publizieren.

      Die Medien verschweigen es und die Politiker glauben blind den Irrllehren der Zentralbanken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Ruedi

      Nein, das ist natürlich nicht wahr. Der einzige, der bisher nicht begriffen hat, wie es läuft, ist Marc Meyer. Also seien Sie etwas beruhigt. Die Probleme, die Herr Meyer zu sehen glaubt, gibt es nicht. Leider lenkt er mit seiner Däubelei von den wahren Defiziten der SNB ab. Diese sind eine schmale intellektuelle Basis und eine erratische Wechselkurspolitik, die je länger je mehr eine ernste Bedrohung für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft darstellt. Eventuell ist Mayer sogar ein SNB-Troll, der die Aufmerksamkeit des Publikums auf die irrelevanten Nebensächlichkeiten lenken soll, damit Jordan freie Hand hat.

      Grüsse

      Nick Norman

    • @“Nick Norman“

      Danke

      Ihre Beiträge weisen immer weniger fachlichen Gehalt auf.

      Bitte gehen Sie auf die fachliche Argumentation ein oder lassen Sie es bleiben.

      Nochmals: Die Geldtheorie hat Jahrzehnte lang Geld als Vermögen der SNB intertptetiert statt als Schuld.

      Deshalb meint Herr Jordan, die SNB könne ihre Schulden bezahlen und Eigenkapital aufbauen durch drucken von Banknoten.

      Es wird allerhöchsre Zeit, der SNB ihr verhängnisvolles Handwerk zu legen, uns an die EU zu verscherbeln.

      Freindliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Dr. Meyer.
      Vorab herzlichen Dank für Ihren Mut und Ihre Standfestigkeit. Ich verstehe Ihre Einwände so, dass Sie auch die Rechnungslegung/Buchhaltung der SNB kritisieren. Im Unterschied zur gottesherrlichen vollkommenen Unabhängigkeit in der Geld- und Währungspolitik, unterliegt dagegen das Rechnungswesen der SNB einer Aufsicht. Daher würde mich die Meinung der SNB Aufsicht – namentlich diejenige des Bankrates und der Revisionsstelle – zu Ihren Einwänden sehr interessieren. Haben Sie in diesem Zusammenhang bereits Reaktionen erhalten oder ist hierzu Ihrerseits was geplant ?

    • Diese Antwort wird es nie geben, denn die Damen und Herren der SNB und alle anderen Experten werden sich vor Lachen die Bäuche halten, wenn Sie eine solche Frage stellen. Wenn sie dann mal fertig sind mit Lachen, werden sie Sie an eine reguläre Lehranstalt oder an eine gutsortierte Bibliothek verweisen. Dort kann man lernen respektive nachlesen, was Herr Meyer nicht in der Lage ist zu verstehen.

      Grüsse

      Nick

    • Guten Tag Herr Hammer

      Vielen Dank für Ihre Anschlussfrage.

      Erlauben Sie mir bitte, Ihre Frage etwas ausholender zu beantworten, um meine Beziehung insbesondere zum SNB-Bankrat und FINMA verständlicher zu beantworten:

      Die Anfänge meiner Arbeit gehen auf meine Lizentiatsarbeit an der Universität Basel im Jahre 1982 zurück. Damals ging es mir um die Bekämpfung von Inflation und Arbeitslosigkeit; sowohl durch Geld- als auch Fiskalpolitik. Ich bin also nicht Buchhalter, sondern in bin Volkswirtschafter.

      Ich versuchte schon in den 80er Jahren mehrmals, in der Schweizerischen Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik zu publizieren, erhielt aber ausschliesslich Absagen. Nun muss man wissen, dass diese wichtigste wirtschaftswissenschaftliche Zeitschrift der Schweiz ihren Sitz bei der Nationalbank an der Börsenstrasse in Zürich hat (finanziert mit Steuergeldern). Im Redaktionsausschuss sitzen regelmässig Direktoren und Bankräte der SNB.

      Kein Text, der die SNB auch nur indirekt kritisiert, passiert diesen Redaktions-Ausschuss der SNB. Das ist auch jetzt noch so. Ich hatte also schon vor Jahrzehnten indirekten Kontakt mit dem Bankrat der SNB; ausschliesslich negativen.

      Ich schrieb deshalb im Jahre 1993 das Buch „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“. Darin bezeichnete ich Geld erstmals als „Obligation“ der Zentralbank.

      Ich schickte dieses Buch an einen Direktor der SNB (ich glaube, sein Name war Völlmi, aber ich weiss es nicht mehr ganz genau).

      Ich erhielt nicht einmal eine Empfangsbestätigung und auch nie eine Beurteilung. Ich traf den Herrn einige Jahre später per Zufall an der Mustermesse Basel und sprach ihn darauf an. Er gab mir Recht, liess aber durchblicken, dass das seine private Meinung sei, und er das nie öffentlich sagen dürfte. Der Mann ist mittlerweile gestorben. De mortibus nihil nisi bene.

      Einige Jahre später hielt ich eine Rede vor einem Verein, dessen Name ich jetzt aus Diskretionsgründen nicht verraten möchte. Da redete auch ein SNB-Direktor. In seiner öffentlichen Rede widersprach er mir. Später am Tisch flüsterte er mir nur einmal kurz zu, ich werde Recht erhalten, und ich sei bald am Ziel.

      In jenen Jahren schickte ich oftmals dem ganzen Parlament und auch dem Bankrat ein Mailing. Dabei erhielt ich ein einziges Mal eine Antwort von einem SNB-Bankrat, Herrn Frehner, damals Präsident des Bankvereins. Er fragte mich etwas aber es blieb bei diesem einen Brief. Auch Herr Frehner ist seither gestorben.

      1996 schrieb ich zwei ganzseitige Artikel in der Finanz und Wirtschaft und schrieb einen Brief an Herrn Dr. Markus Lusser, damals Direktionspräsident der SNB.

      Ich erhielt darauf ein Telefonat von der Direktion der SNB, offenbar war ich auf Lautsprecher gestellt. Dabei sagte mir ein SNB-Direktionsmitglied, ich würde Kraut und Rüben miteinander verwechseln uns alles verwechseln, das man nur verwechseln könne. Herr Lusser würde nur den Kopf schütteln über mich und alle, die meinen Brief gelesen hätten.

      Auch Herr Lusser starb. Nochmals: De Mortibus nihil nisi bene. Nach seiner Beerdigung in der Clarakirche Basel kreuzte mein Weg per Zufall den damaligen Präsidenten des SNB-Bankrates. Ich versuchte, ihm deutlich zu machen, dass die Geldpolitik der SNB auf einem Irrtum basierte. Er sagte mir, ich solle ihm das ganze schriftlich schildern. Ich tat das noch selbentags und schickte ihm den Brief. Er bedankte sich und damit war die Diskussion beendet.

      An einer GV der SNB in Bern versuchte ich, den damaligen Präsidenten, Dr. Hans Meyer darauf aufmerksam zu machen, dass die Geldtheorie der SNB auf einem Irrtum basiere. Herr Meyer antwortete öffentlich, der Name sei das einzige, was er und ich gemeinsam hätten.

      Ich schrieb 1998 eine Dissertation: „Geld – eine Obligation der Notenbank“. Ich schickte diese der SNB. Ich erhielt einen Zweizeiler von der SNB in Bern, man sei anderer Meinung. Nun hat die Bank of England meine Argumentation übernommen „Money is an IOU“. Da getraut sich die SNB nicht mehr zu wiedersprechen, sondern löscht kurzerhand ihre Irrtümer auf ihrer Home page.

      Später, als Hans-Ueli Raggenbass Präsident der SNB war, versuchte ich, diesem an einer GV der SNB in Bern am Apero zu erklären, das die SNB konstant den Ausdruck Liquidität verwechsle – einmal als Aktivum und dann wieder als Passivum der SNB interpretierte. Herr Raggenbass zeigte sich sehr interessiert. Er würde sich bei mir melden. Fehlanzeige. Ich hörte nichts mehr.

      Ich schrieb Herr Prof. Dr. Gehrig, damals Vize-Präsident der SNB, einen Brief und sprach mit ihm am Telefon. Die Geldtheorie, auf welcher die SNB-Geldpolitik basiere sei falsch. Er meinte, er könne das nicht beurteilen, ich solle Herrn Prof. Baltensperger von der Uni Bern fragen. Der hatte ein billiges Gegenargument und schloss die Diskussion nach einem kurzen Gespräch ab.

      Nationalrat Johann-Schneider-Ammann schrieb mir einmal aus freien Stücken einen Brief. Er war damals noch nicht Bundesrat und ich wusste erst gar nicht, wer das war. Er schrieb mir, es könne nicht sein, dass einer Recht habe und alle anderen falsch. Ich versuchte, ihm in einem Brief das zu erklären, aber erhielt keine Antwort mehr.

      Später schrieb ich Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlumpf und Bundesrat Johann Schneider Ammann einen Brief und zeigte die vielen Irrtümer im Vortrag von Herrn Jordan. Zudem verwechsle die SNB kontinuierlich den Ausdruck „Liquidität“. Ich erhielt keine Antwort.

      An einer GV, in der ich Herrn Jordan darauf aufmerksam machte, dass er Fremd- und Eigenkapital der SNB miteinander verwechsle, lud er mich zu einem Kaffee im Hauptgebäude der SNB ein. Nach einer aufwändigen Personalkontrolle durfte ich in sein Büro. Dort wartete er mit dem ehemaligen Chef-Redaktor der Finanz und Wirtschaft, Peter Kuster, der ihm geholfen hatte bei seinem von Fehler strotzenden Vortrag. Es gab ein Glas kaltes Wasser.

      Als erstes machte mich Herrn Jordan darauf aufmerksam, dass ich der erste und einzige sei, der seinen Vortrag vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel kritisierte. Er habe 250 Mal Lob bekommen – nur ich kritisierte.

      Dann versuchte Jordan, mir zu erklären, dass die Nationalbank Geld aus dem Nichts schaffen könne, indem sie beispielsweise das SNB-Gebäude am Bürkliplatz von einem Maler streichen lasse und diesen mit Notenbankgeld bezahle.

      Jedes Mal, wenn ich widersprechen wollte, mischte sich Kuster ein und gab Jordan Recht und wenn etwas erklären wollte, so widersprach Kuster mir. Zudem kam die Sekretärin von Jordan alle zehn Minuten herein und machte den SNB-Chef darauf aufmerksam, dass die Zeit eile und ein nächster Termin folge. Nach ca. 25 Minuten war der Spuk vorbei.

      Vor einiger Zeit traf ich per Zufall auf einem Ausflug einen Mitarbeiter der FINMA. Ich erklärte ihm, dass die SNB ihre Devisen tiefer bewerten müsste, da deren Kurs durch Marktinterventionen manipuliert sei. Das Eigenkapital der SNB müsste demzufolge massiv tiefer bewertet werden. Er bestätigte mir, dass das so sei, aber dass er das nicht öffentlich sagen dürfe.

      Am Telefon sagte mir einmal Nationalrat Ueli Maurer: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als Marc Meyer in die SNB“.

      Sie sehen: Es gibt eine lange Tradition zwischen der SNB, deren Bankrat, deren Führungsgremien und mir: Die SNB blockt seit Jahrzehnten alles ab.

      Ich hoffe, ich habe Ihnen ein bisschen einen Eindruck vermitteln können, wie die SNB ihre Irrlehre durchsetzt. Von Kontrolle der SNB kann keine Rede sein – von niemandem wird die SNB ernsthaft kontrolliert – weder vom SNB-Bankrat, weder vom Bundesrat, weder vom Parlament noch von der FINMA.

      Bezüglich der Beziehung SNB – FINMA gibt es noch folgendes zu sagen: Es besteht ein Agreement zwischen SNB und FINMA, dass man sich nicht gegenseitig kontrolliere und kritisiere. Das ist m.E. nicht korrekt, weil nur der Chef von SNB und FINMA das Recht zu einer solchen Bestimmung geben dürfte.

      SNB und FINMA machen, was sie wollen – Bundesrat und Parlament schauen einfach zu.

      Die SNB ist ohne jegliche Kontrolle.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Nick Norma

      Danke für Ohren Beitrag

      Dieser ist sehr Aufschlussreich: Er zeigt das geistige Niveau der SNB und ihrer Kopfnicker.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Zitat von Herrn Meyer.
      Dann versuchte Jordan, mir zu erklären, dass die Nationalbank Geld aus dem Nichts schaffen könne, indem sie beispielsweise das SNB-Gebäude am Bürkliplatz von einem Maler streichen lasse und diesen mit Notenbankgeld bezahle.
      —————————————————————-

      Also hat sich Jordan als Betrüger erster Güte geoutet.
      Denn genau das ist es ja….((((-: Richtig Herr Meyer.
      Er schafft Papierchen für die er nicht haften muss, wir Bürger sollen das dann tun.

      Ich denk mal drüber nach mit meinen eigenen Worten, fern der Finanztheorie und den Fachbegriffen.

      Also …………. wäre ich Prominent genug, ich könnte dann auch zum Jordan gehen, ihm sagen ich sei ja nun Reich hätte aber bloss gerade nicht genug Frankenpapierchen um die Renovation meiner Villa zu begleichen, es fehle mir nicht am Geld, sondern bloss an Liquidität.
      Ob er, Jordan mir nicht bitte einen Packen Notenpapierchen drucken könnte.
      Darauf würde Jordan dann sagen, ……“aber gerne“.
      Er gäbe mir also einen Packen, sagen wir über 1 Million.
      Und nichts hätte sich geändert.
      Ich bräuchte Jordan später dafür auch keine Million in Gold zu geben, nein nichts null neverm denn Geld drucken ändert ja nichts, Jordan kann davon so viel er will machen. Er ist der echte und einzige „Krösus“.

      Würde Jordans Aussage stimmen, er könnte doch seinen Freunden den Gefallen tun, denn nichts würde sich ändern, man bräuchte nur den Druckermeister zu bezahlen, denn der arbeitet ja nicht gerne für nichts.

      Ach ja kein Problem, man könnte dem Drucker dann ja quasi einfach ein „Sonderziehungsrecht“ für seinen Lohn geben….(((-: …..
      ………denn auch der hat natürlich erkannt das die Bürger diese Papierchen immer noch als Geld betrachten und gegen Waren tauschen.
      Den Betrug dabei erkennen sie noch nicht.
      2-3 extra Bogen Papier….. denn nichts würde sich dadurch ändern.
      Er würde uns die Druckkosten für die 3 Bogen sicher schenken…….

  93. @Kassandro und Thomas Jordan

    Die liquiden Mittel der SNB bestehen aus Euro und Dollars.

    Fällt deren Wert in Schweizerfranken unter Wert der Schulden der SNB in Schweizerfranken, so ist die SNB illiquide bzw. Konkurs.

    Die kreditgebenden Banken der SNB können dann auch Konkurs gehen.

    Die SNB muss dann ihre Schulden in Franken zurückkaufen bzw. Ihre Schulden in Franken bezahlen.

    Dazu muss sie ihre liquiden Mittel in Euro und Dollar verkaufen gehen Franken.

    Kurz: Die SNB muss dann Euro und Dollars verkaufen. D.h. der Franken wird durch die Decke gehen.

    Die SNB wird dann riesige Verluste erleiden.

    Es wird dann niemand sagen können, er oder sie habe das nicht gewusst.

    Ich habe es hier oft klar ausgedrückt.

    Schönes Wochenende

    Marc Meyer

    • „Die SNB muss dann ihre Schulden in Franken zurückkaufen bzw. Ihre Schulden in Franken bezahlen.

      Dazu muss sie ihre liquiden Mittel in Euro und Dollar verkaufen gehen Franken.“

      Nein, Herr Meyer, Sie begreifen es einfach nicht. Die SNB muss dazu ihre Euro und Dollar nicht verkaufen, sondern kann munter weiter Franken gutschreiben. Ob es Ihnen passt oder nicht, ob Sie das buchhalterisch richtig finden oder nicht, ob Sie noch mehr Unsinn verbreiten oder nicht – vollkommen egal. Es wäre jedoch allen geholfen, wenn Sie Ihre bizarren Untergangsszenarien nicht weiter verbreiten würden, sondern sich den tatsächlichen Problemen der SNB und der Schweizer Wirtschaft widmen würden. Einige (der SNB) haben Sie ja sogar benannt, aber da Sie jedes Eindreschen auf die SNB nur missbrauchen, um Ihre vermeintlichen Entdeckungen zu propagieren, sehe ich in dieser Hinsicht schwarz.

      Ihr Nick Norman

    • @Nick Norman

      Danke.

      „…munter Franken gutschreiben“ heisst „munter Schulden machen.“

      Soll die SNB noch mehr Schulden machen?

      Mit noch mehr Schulden kann die SNB ihre Gesamtschulden nicht abbauen.

      Das sollten Sie und Herr Jordan doch endlich begreifen.

      Frrundluche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Meyer

      Meyer: „…munter Franken gutschreiben“ heisst „munter Schulden machen.“
      Ja, das heisst es.

      Meyer: „Soll die SNB noch mehr Schulden machen?“
      Klar, soll sie das, WENN ansonsten die Wirtschaft bachab gehen würde.

      Meyer: „Mit noch mehr Schulden kann die SNB ihre Gesamtschulden nicht abbauen.“
      Natürlich nicht, doch das muss die SNB auch nicht (sie heisst ja nicht Meyer oder Norman). Das sollten SIE endlich akzeptieren, auch wenn es Ihnen nicht in den Kram passt. Der Rest der Schweiz ist jedenfalls froh um dieses Arrangement.

      Grüsse

      Nick

    • @Nick Norman

      Erstens:
      Kein Institut und kein Land der Welt können endlos Schulfen machen. Auch die SNB nicht. Schulden machen in eine Einbahnstrasse hinein führt in eine Sackgasse. Das kann nie und nimmer die Lösung sein.

      Zweitens:
      Investitionen der SNB in US Rüstungstitel oder griechische Staatsanleihen kurbeln weder die Schweizer Exportwirtschaft noch den Schwrizer Tourismus an.

      Drittens:
      Verhängnisvoll: Die SNB behauptet, sie könne ihre Schulden abbauen durch drucken von Geld.

      MfG

    • Herr Meyer

      Ganz sicher bin ich kein Freund von Jordan, aber auch kein Feind. Mich kümmert, was er sagt und macht. Was das Sagen angeht, so ist es nun einmal so, dass er behauptet, er könne durch „Geld drucken“ Wertpapiere erwerben. Den Tatbeweis dafür erbringt er fast täglich. Dann sagt er noch, dass die ERTRÄGE dieser Wertpapiere das Eigenkapital stärken und – falls das EK einmal negativ sein sollte – zum Wiederufbau des EK beitragen würden. Wenn diese Erträge nicht reichen sollten, dann will er eben warten bis die Zeiten besser werden. Kann er auch, denn er ist immer liquide: wer auch immer Forderungen präsentiert, erhält dafür Zentralbankgeld (und weiss das bereits jetzt!). Wer es nicht haben will, der hat ein Problem, aber nicht Jordan. Fertig. Aus.
      Ihre Panikmache ist also völlig sinnlos.
      Aber jeder Aufklärungsversuch bei Ihnen erfahrungsgemäss ebenfalls. (Müssen Ihre Schülerinnen und Schüler Ihren Unsinn übrigens „lernen“?)

      Grüsse

      Nick Norman

    • @Nick Norman
      „Die SNB muss dazu ihre Euro und Dollar nicht verkaufen, sondern kann munter weiter Franken gutschreiben.“
      Jeder KV-Stift weiss, dass man die SNB-Bilanz VERKEHRT herum betrachten muss und jeder KV-Stift weiss, dass man in keiner Bilanz irgend etwas gutschreiben kann, OHNE irgendwelche Gegenleistung.
      @Dr. Meyer; bei gewissen Protagonisten hat es vermutlich wirklich keinen Wert. Danke trotzdem für Ihre Bemühungen!

    • @Nick Norman

      Sie begehen denselben Fehler wie Jordan und Sie sind unbelehrbar wie Jordan.

      Sie interpretieren Geld als Liquidität der SNB. Dss ist Ihr grosser Irrtum und derjenige unseres Notenbankchefs.

      Schade, dass Sie und Herr Jordan einfach Recht behalten wollen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Supermario

      Danke

      Ja. Schade, wenn dieser Protagonist dann noch Thomas Jordan heisst.

      Jordan behauptet die SNB könne durch drucken von Geld Schulden abbauen bzw. Eigenkapital aufbauen.

      Norman blendet dies jetzt einfach aus, so wie die SNB ihre home page einfach zu grossen Teilen löscht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @supermario , @Meyer

      Meyer: „Fällt deren Wert in Schweizerfranken unter Wert der Schulden der SNB in Schweizerfranken, so ist die SNB illiquide bzw. Konkurs.“
      Diesen Blödsinn behaupten Sie nun schon seit Jahren. Die SNB kann jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen durch Frankendrucken erfüllen (das ist ihr Zentralbankprivileg). Das steht so im Gesetz und wurde bereits mehrfach auf IP zitiert. Die Meyersche SNB- Illiquidität existiert nur in einer Schweiz auf dem Planeten der Analphabeten, nicht jedoch in unserer Schweiz hier auf der Erde.

      Buchhaltung ist nicht Geldpolitik ist nicht Volkswirtschaftslehre. Dilettierende Buchhalter können es mir viel Anstrengung zu veritablen Volkswirten bringen. Ein vielversprechendes Zeichen wäre das Verständnis des zweistufigen Bankensystems. Dort sind Sie, supermario und Marc Meyer, noch nicht angekommen.

      Das ist das beruhigende an der aktuellen Situation: die SNB wird nicht von KV- Stiften und auch nicht von Marc Meyer geführt.

      Grüsse

      Nick Norman

    • @“Nick Norman“

      Guten Morgen

      Danke für Ihren Beitrag.

      Sie schreiben:

      „Die SNB kann jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen durch Frankendrucken erfüllen (das ist ihr Zentralbankprivileg).“

      Zahlungsverpflichtungen erfüllen heisst, die Passivseite verkürzen. Wenn die SNB Franken druckt, verkürzt sie die Passivseite nicht, sondern sie verlängert diese.

      Sehen Sie den Unterschied nicht? Ein gewaltiger Unterschied!

      Schade, dass Sie und Herr Jordan das nicht verstehen – nicht verstehen wollen.

      Buchhaltung ist eine optimale Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden. Die Schweizer Gesetzgebung kann die Doppelte Buchhaltung nicht ausser Kraft setzen, genauso wie sie das Gesetz der Schwerkraft nicht aushebeln kann.

      Wir sind ja kein kommunistisches Land. Dort wird die Buchhaltung ausser Kraft gesetzt – nicht aber bei uns in der Schweiz.

      Ist doch gut so. Oder?

      Von einem Notenbankpräsident sollte man erwarten dürfen, dass er das versteht – aber er versteht es leider nicht; dabei geht es um bereits 700 Milliarden Volksschulen, welche uns die SNB mit ihrem Unverständnis eingebrockt hat.

      Bedenklich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. übrigens: Mit Ihren Zeilen hier machen sie die SNB lächerlich.

    • Mann Nick Norman…….

      Sie sind ein bl…. H…..

      Im Mittelalter glaubten manche Fürsten sie könnten Gold aus Blei machen. Nun ja, gewisse Alchemisten förderten den Glauben nach Kräften.

      Sie glauben man könne Wert schaffen in dem man Papier bedruckt weil man Nationalbank heisst.

      Kann man, aber es ist Betrug ……der irgendwann aufliegt. Dann ist die Schweiz am Ende, ihre Pension weg, ihre AHV nur noch Bruchteile wert, die Wirtschaft gegroundet.

      Aber bis dahin dürfen sie noch den Alchemisten spielen der Gold aus farbigem Papier macht.
      Aber das geht natürlich nur, wenn Sie Gold kaufen, solange es für farbiges Papier noch erhältlich ist.

      Oder nehmen sie Bitcoin dazu, Blase gegen Blase…..

      Es wäre vielleicht nicht schlecht Sie würden mal selber eine Firma gründen, nur so damit sie lernen können was Realität ist…..

    • @Roth

      Sie müssen unterscheiden zwischen „Wert schaffen“ und „Liquidität schaffen“. Natürlich kann keine Zentralbank „Wert schaffen“, das ist auch nicht ihr Zweck. Ihre Bestimmung besteht darin, die „Schaffung von Liquidität“ zu sichern. Die Liquidität selber wird von den Geschäftsbanken geschaffen (übrigens ebenfalls durch eine Verlängerung der Passivseite, das neue Aktivum ist der Kredit an den Kreditnehmer). Wenn die Banken, wie in der Finanzmarktkrise geschehen, keine Liquidität mehr schaffen können, springt die Nationalbank ein. Darum: Wert schaffen – nein; Liquidität schaffen – ja. Das ist der feine Unterschied, den Ihnen der gute Herr Meyer aus welchen Gründen auch immer verschweigt. (Unternehmer wissen Sie um die Unterschiede zwischen Wert und Liquidität. Wenn die SNB gut arbeitet, steht einem wertschaffenden Unternehmen immer genug Liquidität zur Verfügung – wenn nicht, dann Gnade uns Gott.)

      @Meyer: Geschäftsbanken können keine Zahlungsverpflichtungen durch Schaffung von Liquidität erfüllen, das wäre illegal, die SNB darf das aber und zwar aus gutem Grund (, den noch einmal zu erklären ich mir spare, da Sie Argumente ja konsequent ignorieren). Mag sein, dass Ihnen das nicht gefällt, doch dann müssen Sie politisch aktiv werden (und würden sofort scheitern denn mit Ihren Unsinn kommen Sie ausserhalb IP nicht weit – siehe Ihre Ausflüge auf oekonomenstimme.org). Andernfalls sollten Sie mal an einen Punkt kommen, an dem Sie Gesetze der Schweiz akzeptieren. Wie wäre es damit?

    • @Nick Norman
      „Dilettierende Buchhalter können es mir viel Anstrengung zu veritablen Volkswirten bringen. Ein vielversprechendes Zeichen wäre das Verständnis des zweistufigen Bankensystems.“
      Jetzt bringen sie mich aber wirklich zum Lachen. Meinen Sie im Ernst, mit eher beleidigenden Kommentaren seien die ehernen Gesetze der Buchführung ausser Kraft zu setzen.
      Natürlich bliebe eine SNB auch bei Unterkapitalisierung geschäftsfähig (im Gegensatz zu sämtlichen privaten Unternehmungen in diesem Land). Nur wäre dann die Frage zu klären, wer dann noch (ich würde jedenfalls keiner Bank mit Unterkapitalisierung mehr Geld leihen) Guthaben bei der Notenbank unterhalten würde? Trotzdem nochmals, natürlich kann die SNB auch in diesem Fall weiter Geld drucken; an der Unterkapitalisierung würde das aber keinen Rappen ändern (Ja, auch das sind mathematischen Konsequenzen der immer noch gültigen Buchführung!), sondern ist schlicht eine nochmalige Bilanzverlängerung ohne Auswirkungen auf das (negative) EK!

    • @“Nick Norman“

      Danke

      Ich nehme an, das ist ein Pseudonym. Richtig?

      Sie verdrehen die Tatsachen. Das passt zur SNB.

      Liquidität der SNB wäre Vermögen der SNB.

      SNB- Chef Jordan behauptet, die SNB könne durch Geld drucken SNB Liquidität schaffen – also SNB-Vermögen bzw. SNB Werte.

      Das ist sein Kapitalfehler, der unsere Wirtschaft so sehr gefährdet.

      Also bitte bei der Wahrheit bleiben.

      Danke

      Marc Meyer

    • @supermario

      Die Gesetze der Buchhaltung folgen einer inneren Logik, die einen anderen Zweck hat als den, Geldpolitik zu betreiben. Es ist umgekehrt: die Geldpolitik kann in der Buchhaltung abgebildet werden. Geldpolitiker betreiben Buchhaltung aber die Buchhaltung betreibt keine Geldpolitik. So muss man geldpolitisch eben Liquidität als Liquidität verstehen, wenn in anderen Zusammenhängen hingegen Liquidität gleich Vermögen ist. Ich habe hier irgendwo auf der Seite darauf hingewiesen, dass die SNB auch negatives EK haben kann, genauso, wie Sie das anerkennen. Wir sind uns beide offensichltich auch darin einig, dass die SNB auch mit EK handlungsfähig ist. Ob jemand mit der SNB Geschäfte machen will, wenn ihr EK negativ ist, steht auf einem anderen Blatt, das ist ganz richtig. Für mich ist allerdings klar, dass ich zu diesen jenigen gehören würde und die Geschäftsbanken ganz sicher auch (bei Herrn Meyer wollten wir doch erst einmal sehen, was er machen würde, wenn es soweit wäre). Ausserdem habe ich ebenfalls irgendwo weiter oben gesagt, dass die SNB mitnichten durch Geldausgabe ihr EK stärkt. Sie stärkt es allenfalls durch die Erträge, die ihr aus dem mit gedrucktem Geld erworbenen Vermögenstiteln zufliessen (Zinsen, Dividenden). So, genau so und nicht anders sagt es auch die SNB. Herr Meyer behauptet immer wieder, die SNB meine, Sie könne durch Gelddrucken ihr EK aufbauen. Dafür liefert er aber kein nachprüfbares Zitat, weil es das nicht gibt.

      Wenn ich Ihre Einlassungen also recht verstehe, gibt es zwischen uns eigentlich keinen Dissens?!

      Grüsse

      Nick

    • @Nick Normann
      „Buchhaltung betreibt keine Geldpolitik“
      Habe ich und auch Dr. Meyer nirgends behauptet; aber die Buchhaltung der SNB zeigt die Geldpolitik (wenn auch leicht verspätet) ziemlich eins zu eins auf.
      Mehr Argumente braucht es aus meiner Sicht nicht.

    • @supermario

      Doch, behauptet er ständig. Meyer denkt, dass die Buchhaltungsregeln die Wirklichkeit bestimmen. Oben schreibt er
      „Norman übersieht dabei, dass Liquidität Vermögen der SNB darstellt und damit einen Wert der SNB ist.“
      Diese Logik ist kristallklare Buchhalterlogik und hat fast nichts mit Geldpolitik oder Geldtheorie zu tun. Idealtypisch ist Geld, wenn Sie es genau überlegen, nur ein Mittler zwischen Werten aber selber ohne Wert. Durch unsere kapitalistische Wirtschaftsordnung ist es ein wenig komplizierter – zugegeben, aber das ändert nichts an dem Fakt, dass Liquidität der SNB streng genommen wertlos ist. Sie erhält ihren Wert nicht durch Assets der SNB sondern durch die Tatsache, dass Sie (und Herr Meyer) noch so gerne Ihre Arbeitskraft (Ihre Produkte …) gegen die Scheine der SNB hergeben. Wollen Sie damit aufhören? Gerne gebe ich Ihnen Bescheid, wo Sie Ihr wertloses SNB-Geld deponieren können.

      Gruss

      NN

    • @Nick Norman

      Danke.

      Wir kommen uns immer näher:

      Es ist richtig, die Buchhaltung widerspiegelt die Geldpolitik der SNB. In diesem Punkt wenigstens sind wir uns einig.

      Aus der Buchhaltung der SNB ist aber ersichtlich, dass die SNB nicht mehr handlungsfähig ist, wenn sie negatives Eigenkapital ausweist. Warum nicht? Weil ab diesem Moment die Geschäftsbanken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen. D.h. die Geschäftsbanken können jetzt Konkurs gehen, wegen ihrer Verluste auf ihren SNB-Guthaben.

      Um solche Verluste zu vermeiden, werden sie sofort ihre Guthaben bei der SNB abziehen. Das geht aber nicht, weil die SNB nicht mehr über genügend Vermögen verfügt. Sehen Sie das Problem?

      Zudem:

      SNB-Chef Jordan hat behauptet, die SNB können im Falle von negativem Eigenkapital Geld drucken und so ihre Schulden bezahlen und das negative Eigenkapital wieder aufstocken.

      Sie behaupten nun, das habe er nicht gesagt, das könne ich nicht beweisen. Doch ich kann das beweisen. Ich werde das tun anhand von zehn Zitaten von Jordan. Ich könnte noch mehr anführen.

      Zitate SNB-Chef Jordan aus seinem Referat vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel:

      1. Zitat Jordan:

      „Zum einen können Zentralbanken nämlich nicht illiquid werden. Dies hat zur Folge, dass eine Zentralbank nicht in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt ist, wenn ihr Eigenkapital vorübergehend negativ wird.“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:
      Die SNB ist bei negativem Eigenkapital handlungsunfähig, weil die Banken ihre Guthaben bei der SNB in diesem Fall wertberichtigen müssen und abziehen werden. Dazu ist aber nicht mehr genügend Vermögen bei der SNB vorhanden.
      In diesem Fall ist mit einem „Bail-In“, angeordnet durch die FINMA, zu rechnen. D.h. die Banken müssen die Verluste der SNB tragen. Sie werden diese Verluste sofort an die Kunden weitergeben. D.h. es ist mit einem Bail-In bei den Banken zu rechnen. Bankkunden wie Pensionskassen usw. werden dann letztlich die Verluste der SNB tragen.
      Korrekt: Die SNB bleibt dann handlungsfähig aber die Bürgerinnen und Bürger erleiden hohe Verluste. Sie bezahlen die Zeche der SNB.

      2. Zitat Jordan:

      „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen.“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:
      Wenn die SNB ausstehende Forderungen „aus dem Nichts“ begleichen kann durch schöpfen von Franken bzw. durch Geld drucken, so bedeutet das gleichzeitig, dass durch Geld drucken das Eigenkapital der SNB steigt. Warum?
      Die Passivseite einer Bilanz besteht aus Eigen- und Fremdkapital. Wird der Anteil „Fremdkapital“ verringert aus dem Nichts, so steigt dadurch gleichzeitig der Anteil Eigenkapital.

      3. Zitat Jordan:

      „Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:
      Jordan behauptet also, dass die SNB aufgrund des Notenmonopols nicht in einen Liquiditätsengpass geraten kann. Er betrachtet somit Banknoten als Liquidität bzw. als Vermögen der SNB.
      Könnte die SNB also das Vermögen der SNB aus dem Nichts aufstocken, also ohne zusätzliche Schulden aufstocken, so würde das bedeuten, dass das Eigenkapital der SNB durch Geld drucken steigt.

      4. Zitat Jordan:

      „Da ein Liquiditätsengpass in eigener Währung unmöglich ist, stellt sogar eine Situation, in der eine Zentralbank negatives Eigenkapital ausweist, für ihre Geschäftspartner kein Problem dar.

      Da im Unterschied zu anderen Unternehmen und Banken könnte sie auch in diesem Fall den künftigen Forderungen in eigener Währung immer nachkommen. Die Gegenparteien einer Zentralbank mit vorübergehend negativem Eigenkapital sind demzufolge nicht schlechter gestellt als solche einer Zentralbank mit einem grossen Eigenkapitalpolster.“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:

      Mit dieser Behauptung machen sich Jordan und die SNB haftbar, weil die Banken entgegen der Behauptung von Jordan bei negativem Eigenkapital der SNB entsprechend hohe Verluste erleiden werden.

      Es wird dann hageln von Klagen gegen die SNB.

      5. Zitat Jordan:

      „Die Fähigkeit einer Zentralbank, ihre Verbindlichkeiten fortwährend zu bedienen, hat weitreichende Konsequenzen: Zum einen bleibt die SNB handlungsfähig, auch wenn sie vorübergehend ein negatives Eigenkapital ausweisen muss.“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:

      Jordan geht also davon aus, dass die SNB „fortlaufend“ durch „Geld drucken“ ihre Verbindlichkeiten bedienen kann bzw. das Eigenkapital aufbauen kann.

      6. Zitat Jordan:

      „Lassen Sie mich zum zweiten Grund kommen, weshalb eine Periode mit negativem Eigenkapital für eine Zentralbank unproblematisch ist. Zentralbanken erwirtschaften im langfristigen Durchschnitt stets Gewinne, häufig auch als „Seigniorage“ bezeichnet.“

      Zitat Ende.

      Meine Stellungnahme dazu:

      Jordan beschreibt durch den ganzen Vortrag hindurch zwei Möglichkeiten, wie die SNB negatives Eigenkapital wieder aufstocken kann. Er wertet beide gleich. Deshalb schreibt er, dass neben der Fähigkeit, Geld zu drucken auch noch die Möglichkeit besteht, Gewinne zu erwirtschaften.

      Mit anderen Worten: Geld drucken und Gewinne erwirtschaften führen beide zu einer Aufstockung des negativen Eigenkapitals der SNB.

      Wir sehen: Jordan behauptet abermals, die SNB könne durch Geld drucken ihr Eigenkapital wieder aufstocken.

      7. Zitat Jordan:

      „Das Eigenkapital der SNB kann dadurch abnehmen und unter Umständen sogar in den negativen Bereich fallen. Insbesondere reichen in einem solchen Umfeld die Zinserträge und Dividenden auf den Fremdwährungsanlagen bei weitem nicht aus, um die Wechselkursverluste zu kompensieren.“

      Zitat Ende.

      Diese Zitat belegt, dass Jordan davon ausgeht, dass negatives Eigenkapital in erster Linie durch Geld drucken wieder aufgebaut wird – nicht durch Zinserträge, das diese „bei weitem nicht ausreichen“…
      Dafür hat Jordan jetzt den Minuszins eingeführt, dass er bereits schon jetzt damit anfangen kann, drohende Verluste auf den SNB-Devisen zu kompensieren.

      8. Zitat Jordan:

      „Die Festlegung eines Mindestkurses zum Euro hat nun den Nebeneffekt, dass ein Teil der Währungsverluste wieder rückgängig gemacht worden ist.“

      Meine Stellungnahme dazu:

      Dieses Zitat zeigt, dass es der SNB beim Mindestkurs darum ging, ihre Verluste auf dem Euro rückgängig zu machen – nicht um die Ankurbelung der Exporte.

      9. Zitat Jordan:

      „Denn mit „Geld drucken“ kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen.“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:

      Jordan sagt wortwörtlich, dass mit Geld drucken das Eigenkapital der SNB aufgestockt werden kann – allerdings nicht nachhaltig. Also es kann durch Geld drucken aufgestockt werden gemäss Jordan.

      10. Zitat:

      „Eine Zentralbank bleibt trotz vorübergehend negativen Eigenkapitals uneingeschränkt handlungsfähig, weil sie nicht illiquid werden kann.“

      Zitat Ende

      Meine Stellungnahme dazu:

      Jordan behauptet also abermals, eine Zentralbank können nicht illiquide werden. Er betrachtet demnach Banknoten als Liquide Mittel der SNB und damit als Vermögen der SNB. Ein Anstieg von Vermögen aus dem Nichts bedeutet ein Anstieg von Eigenkapital aus dem Nichts.

      Jordanbehauptet also x-fach, die SNB könne negatives Eigenkapital der SNB aufstocken durch Drucken von Banknoten aus dem Nichts aufgrund des Notenmonopols.

      Das tat er auch wieder in der Finanz und Wirtschaft vom vorletzten Wochenende.

      Auch die SNB-Kopfnicker sollten das jetzt endlich zur Kenntnis nehmen und dazu stehen.

      Diese SNB führt uns in den finanziellen Abgrund.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      Ich werde diesen Text nochmals ganz oben platzieren – für alle gut ersichtlich.

    • @Nick Norman

      Danke

      Nein. Ich habe stets betont, dass die Buchhaltung die Geldpolitik widerspiegelt.

      Nochmals: Bleiben Sie bei den Tatsachen und verdrehen Sie bitte meine Argumente nicht.

      Ihre Texte belegen im Übrigen, dass die SNB offenbar stark unter Druck gekommen ist.

      Sind Sie nervös?

      Trotzdem besten Dank für Ihre Kommentare, denn die geben mir die Möglichkeit, die Irrlehren der SNB nochmals zu korrigieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  94. Lieber Dr. Meyer, sie verwechseln offenbar „heliozentrisch“ mit „geozentrisch“, denn „Helios“ bezeichnet im Griechischen die Sonne und nicht die Erde. Wenn sie Humor hätten, dann würden sie der SNB gar ein lunazentrisches Weltbild bescheinigen. Solcher Humor würde ihnen gut tun, denn ihre Beiträge werden immer bitterer und ich mache mir langsam Sorgen um sie.

    • @kassandro

      Guten Morgen

      Danke für Ihren Hinweis. Ich habe mich tatsächlich verschrieben: Er widerlegte nicht, sondern er propagierte das heliozentrische Weltbild. Meine nachträgliche Erklärung war aber richtig. Trotzdem Danke.

      Meinen Schülerinnen und Schülern geben ich 2 Franken, wenn Sie mich berechtigt auf einen Fehler hinweisen. Ich will sie ja zum Mitdenken anregen und selber auch dazulernen. Gerne überweise ich Ihnen 20 Franken auf Ihr Konto. Das können Sie Herrn Hässig angeben. Er wird es an mich weiterleiten. Aber dazu müssten Sie ja zu ihrem Namen stehen…

      Ich attestiere Ihnen übrigens sehr gute analytische Fähigkeiten. Sie müssten also eigentlich auch den Irrtum der SNB erkennen, wenn diese behauptet, sie können aufgrund des Notenmonopols mit Geld drucken negatives Eigenkapital wieder aufbauen.

      Schade, dass Sie einseitig nur meinen Verschreiber anprangern, nicht aber die absurde Argumentation der SNB, wo es um über 700 Milliarden Franken Staatsschulden geht.

      Ich kritisiere die SNB fachlich und unterschreibe mit meinem Namen. Sie greifen mich persönlich an als Anonymer.

      Nicht sehr mutig.

      Ich kann also auf ihre weiteren Bemerkungen nicht eingehen.

      mfG

    • @Marc Meyer,
      Ihre Belohnung ist rührend aber nicht notwendig. Das liegt nicht an meiner Anonymität, denn diesbezüglich befinden sich sich im Irrtum. „Kassandro“ ist weniger anonym als mein weltlicher Name, der wie der ihrige einfach zu weit verbreitet ist, um im Internet identifizierbar zu sein. Da ist „kassandro“ viel besser geeignet. Wenn sie auf Google danach suchen, werden sie eine Menge über mich finden, unter anderem auch den Klarnamen, den ich gewiss nicht aus Feigheit verberge. In dieser Angelegenheit ist auch gar kein Mut notwendig. Sachlich ist die Sache ja längst ausdiskutiert: Ich sehe, wie fast alle die Möglichkeit negativen Eigenkapitals bei der SNB, sehe aber im Gegensatz zu ihnen darin kein Problem, denn die SNB bleibt immer liquide. Auf keinem Fall werden die Geschäftsbanken durch negatives SNB-Eigenkapital irgendwelche Probleme bekommen oder gar insolvent werden. Diese Diskussion hatten wir schon unzählige Male und da wollte ich jetzt nicht schon wieder einsteigen.
      Apropos heliozentrisches und geozentrentisches Weltbild. Hätten wir nur Erde, Sonne und Mond so wären beide Modelle gleichwertig. Das ändert sich erst, wenn man andere Planeten wie Merkur, Venus, Mars, Jupiter usw. einbezieht. Die haben nämlich dann Recht komische Umlaufbahnen um die Erde, während sie um die Sonne zumindest mit guter Näherung elliptische Umlaufbahnen haben. Das war die fundamentale Erkenntnis von Kopernikus, die dann von Kepler entscheidend verfeinert wurde und schließlich in Newtons allgemeinen Gravitationsgesetz einmündete, was wiederum den Beginn der modernen Wissenschaft markierte. Ihr Vergleich mit Zentralbank und Wirtschaft hinkt deshalb, weil man es dabei nur mit zwei Objekten zu tun hat, während das heliozentrisches Modell erst dann überlegen wird, wenn man mehr als einen Planeten betrachtet.

    • @kassandro

      Danke

      Nein. Die Sache ist nicht ausdiskutiert, weil Sie genauso wie Herr Jordan immer noch nicht begriffen haben.

      Die SNB kann illiquide werden, weil Notenbankgeld nicht zu den liquiden Mitteln der SNB zählt.

      MfG

  95. Hr. Meyer. Gerne nochmal. Natürlich sind Sie im Recht mit Ihrer Feststellung i.S. Geldtheorie und -schöpfung.
    TJ jedoch deswegen zu „verunglimpfen“ schiesst am Ziel vorbei und scheint mir nicht legitim.
    Der Mann macht einen Super-Job bisher! Selbst wenn das Kartenhaus zusammenbrechen sollte, so werden wir Gewissheit haben, dass wir den bestmöglichen „brain“ in dieser wichtigen Position hatten.
    Bedenken Sie, dass die ZB’s in der heutigen Welt auch nicht mehr so selbständig und autark agieren können. Die Chance auf einen Zusammenbruch der SNB ist nicht höher als 50%. Dasselbe gilt reziprok für die Gewinnchancen, welche beim aktuellen Exposure ebenfalls beachtlich sind.
    Sollten die Kantone dann am Ende die Ausschüttungen erhalten, hoffe ich auf Ihre laute Stimme welche dannzumal Druck macht, damit die CH-Infrastruktur & -Wirtschaft damit alimentiert wird. Dann haben Sie was Sie wollen, Investments in der CH, und alle sind zufrieden.
    Besten Dank & FG
    Schorsch

    • @Schorsch („vom Haafebeggi vier“?)

      „Selbst wenn das Kartenhaus zusammenbrechen sollte, so werden wir Gewissheit haben, dass wir den bestmöglichen „brain“ in dieser wichtigen Position hatten.“

      Sie wollen also die ganze Schweiz dazu einladen, im Kamikatse-Flug des Herrn Jordan freiwillig mitzufliegen?

      Und noch etwas: Ist es nicht bedenklich, dass das beste Hirn der Schweiz behauptet, die SNB könne durch Geld drucken negatives Eigenkapital wieder aufbauen? Das beste Hirn verwechselt also links und rechts der eigenen Bilanz?

      Und noch zu ihrer Chance fifty fifty: Der Schweizerfranken ist in den vergangenen vier Jahrzehnten langfristig nur gestiegen. Warum sollte sich dieser Trend umkehren?

      Übrigens hatte ich mich in den 90er Jahren dafür stark gemacht, dass die SNB den Kantonen mehr als 5 Mio pro Jahr ausschüttet.

      mfG

  96. „In einer Demokratie braucht es eine Zentralbank, welche wahrheitsgetreu…“

    Ich verstehe zuwenig vom traditionellen Finanzsystem. Ich kenne nur die neuesten Technologien, welche heute Instrumente zur Verfügung stellen, die jedgliche Art von Zentralisierung (Anhäufung von Macht, Ego und Gier) überflüssig macht.

    Wir brauchen Banking, aber keine Banken mehr – und schon gar keine Zentralbanken. Das ist Demokratie.

  97. Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

    Besten Dank für die intensive geldpolitische Volksaufklärung. Ihre lückenlose Chronologie der personal Entscheidungen der SNB Führung der letzten 20 Jahren ist historisch sehr wichtig. Keiner kann sagen, er habe nichts gewusst! Die Stellungnahme der BoE ist für Sie eine redlich verdiente Genugtuung. Gerade deshalb bin ich auf Grund dieser Tatsache, über die Lage um das Land noch vielmehr besorgt.

    Die Schweiz weist einer der höchsten Verschuldung der privaten Haushalte aus. Die Verwaltung der 2. Säule verschlingt bis zu 14% der eingezahlten Gelder p.a. – Geld das den Versicherten fehlt und im Hinblick auf die Kürzungen noch vielmehr fehlen wird. Die AHV wird dabei als Reserve-Rad für die profit orientierten privaten Versicherer missbraucht. Alle nicht abbezahlten Immobilien bleiben den Banken als Pfand. Der Staat bleibt Dank einer desaströsen Steuerpolitik mithilfe seiner systemrelevanten Banken in Position, seine noch auf dem „Papier“ wohlhabenden Bevölkerung viel rigider unter Kontrolle zu halten. Die Banken sind wiederum Geiseln der SNB Politik der letzten Jahren. Am Ende haftet der Steuerzahler. Als die Swissair pleite ging wurden 5 Milliarden PK-Vermögen vernichtet.

    Gab es damals strafrechtliche Ermittlungen? Wurden natürliche und juristische Personen zur Rechenschaft gezogen? Gab es rechtskräftige Verurteilungen? Konfiszierung von Vermögen? Wie haben sich die zwangsfinanzierten Medien verhalten? Wer hat die Zeche am Ende bezahlt?

    Das waren die Arbeitnehmer, Rentner, Kunden, Versicherten und Steuerzahler in unserem Land. Kriminell ist wenn etwas juristisch geahndet wird. Was wir hier diskutieren ist keineswegs kriminell, sondern das ist System. Es ist ein System der aus eine menschenverachtenden Ideologie entspringt: Neoliberalismus. Ein System der die Wirtschaftswissenschaften pervertiert und Irrlehren in zirkuläre Argumentationsketten und mathematischen Hirngespinste verpackt. Ein System der glaubhaft machen will die Buchhaltung mit veränderten „Richtlinien“ ausser Kraft setzen zu wollen – eine Manipulation die auch ich aufgesessen bin.

    „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“

    Zitat von Johann Wolfgang von Goethe

    Sie grüssend und nochmals herzlichen Dank für Ihren unermüdlichen Versuch die schlafende Masse aus ihren komatösen Tiefschlaf wachzurütteln.

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Guten Tag

      Danke. Schön, von Ihnen wieder zu hören.

      „Dummheit ist nicht strafbar“. So titelten die Medien nach dem Untergang der Swissair und dem Verhör der Verantwortlichen.

      Man wird die SNB auch nie zur Rechenschaft ziehen können, solange diese behauptet, sie könne mit Geld drucken negatives Eigenkapital der SNB wieder aufbauen. Solange sie das behaupten, sind sie geschützt. Sie „meinten“ es ja zumindest, auch wenn es buchhalterisch erwiesenermassen nicht stimmt.

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als dass die Verantwortlichen bei der SNB auf Zeit spielen. Möglicherweise hoffen sie auf ein grösseres wirtschaftliches oder politisches Ereignis in dessen Schatten dann auch die „Leichen aus dem Keller der SNB“ ohne grosses Echo entfernt werden können.

      Die SNB marschiert einfach kopflos voran. Kein Ausstiegsplan. Nichts dergleichen ist ersichtlich. Der Mindestkurs und dessen Aufgabe zeigten die Kopflosigkeit unserer Nationalbank. Sie kauft einfach Devisen. Kauft. Kauft. Kauft.

      Wann will SNB-Chef Jordan Devisen abbauen? Er wird es nie tun können. Wir warten auf den Sankt Nimmerleinstag. Am Ende kommt dann irgendeinmal „der grosse Chlapf“. Und alle haben zugeschaut. Alle werden dann sagen: Wir haben es ja gewusst. Oder man spricht von etwas anderem, das dann viel wichtiger ist. Gott behüte uns.

      Schade. Aber das Vertrauen in die SNB ist weg.

      Die ganze Direktion und der Bankrat der SNB sollten m.E. sofort zurücktreten. Sonst läuft die Schweiz in den Hammer des internationalen Devisenhandels. Da ist die Schweiz chancenlos. Das weiss jeder Devisenhändler. In Bern sollte man endlich begreifen, was in Zürich läuft.

      Aber die SNB ist eine „One-Man-Show“. Wer könnte schon übernehmen? Was geschieht mit der Schweiz, wenn Herrn Jordan etwas geschieht? Da ist keine Planung – nichts.

      Schon nur an eine Grippe von Herrn Jordan darf man kaum denken – geschweige denn Herrn Jordan käme es in den Sinn, einen Sabbatical einzulegen. Unvorstellbar.

      Und wer wollte schon von Herrn Jordan übernehmen und das Steuer herumwerfen? Das wäre, als müsste ein Steuermann auf die Brücke der Titanic, nachdem diese den Eisberg schon gerammt hat. Armer neuer Kapitän.

      Unsere Nationalbank muss von Grund auf vollkommen neu organisiert werden.

      Das ist das Gebot der Stunde.

      Ein Kommentator schrieb hier einmal, dass jemand, der innerhalb der SNB eine konträre Meinung vertritt, „eliminiert“ würde. Man kann das nicht nachprüfen. Wie wollte man? Schweigen umhüllt ja dieses Institut.

      Wollen wir das? Wollen wir eine diktatorische Nationalbank? Eine Nationalbank wo nur noch einer das Sagen hat und alle anderen schauen erstarrt zu?

      Eine Nationalbank, wo Kritik den Ausschluss bedeutet?

      Nein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ich rechne jedenfalls nicht damit, meine Pension noch beziehen zu können …..und wenn doch, dann zwar rechnerisch vielleicht noch das einbezahlte, …….aber da „Währungsreformiert“ faktisch nahezu wertlos.

      Das war halt mein Risiko……. werden die dann sagen und die Politik wird sich in Unschuld waschen und mit dem vielen anderen Problemen ablenken.

      Ich würde mit meinen Pensionskassen-Beiträgen viel lieber physisch kaufen. Gold, Silber usw.

      Aber eben, dass war ja so nie geplant von unserem Nannystaat. Der hatte dabei nie nur unser Wohl im Auge, sondern wurde von Lobbyisten „gut“ beraten.
      Klar, es gäbe etliche die ihr Geld verspielen und dann eben doch von der Allgemeinheit versorgt werden wollen.
      Es hiesse hart zu bleiben.

      Ich werde in der Sache aber nicht alleine sein.
      Wenn 1 Million Schweizer erkannt haben was da gespielt wurde, werden wir diese Leute zur Verantwortung ziehen können.

      Vor Gericht …………….. oder anders.

    • Grüezi @Walter Roth,

      heute sind die Realzinsen negativ. Die SNB betreibt die Politik des „Strauss“ um es Salopp zu formulieren. Sie hofft mit der Aufwertung des Euro und der anziehenden Konjunktur in der EU könne sie in absehbarer Zeit, die Zinsen wieder „normalisieren“. Die Sparer, würden dadurch mit höheren Zinsen und einer niedrigeren Inflation beglückt. Die zwangsfinanzierten Medien würden in einem solchen Fall natürlich Ad-hoc Sendungen zur besten Sendezeit nachreichen. Somit, wären die SNB-Politik; die Steuerpolitik des Staates und die 2. Säule aus dem Schneider, denn: wer würde es noch weiterhin vagen elementare Zusammenhänge zu hinterfragen?

      Stichwort Rente:

      Es ist ein Meisterstück medialer Meinungsmache, dass unter Schürung latent vorhandener Existenzsorgen grosser Bevölkerungsschichten der Öffentlichkeit ständig suggeriert wird, die AHV sei nicht überlebensfähig wenn man nicht interveniert. Das Gegenteil ist richtig und wird durch dutzende Studien und der GESCHICHTE der AHV seit Einführung widerspruchsfrei belegt.

      Der erste Artikel den ich gelesen habe mit der grossen Überschrift:

      „In zehn Jahren geht die AHV pleite»

      Datiert 1976!!!!!

      Von der PK-Branche im Auftrag gegebenen wissenschaftliche Studien versuchen die langfristige Unfinanzierbarkeit der AHV seit Jahrzehnten zu beweisen. Trotz dieser Unkenrufe belaufen sich die jährlichen Gewinne der AHV auf 1 bis 2 Milliarden Franken. Die interne Ertragsrate der nach dem Mischindex (arithmetisches Mittel aus Lohn- und Preisindex) dynamisierten AHV ist erheblich höher als das, was die Pensionskassen erwirtschaften.

      Wer hat bis jetzt die Leistungen gekürzt die AHV oder die Pensionskassen?

      Die 900 Milliarden Franken PK-Gelder wollen angelegt werden, um den eingerechneten Zins zu erwirtschaften. Aber aufgrund der für Schweizer Verhältnisse unglaublichen Höhe des Deckungskapitals beeinflusst das Kapital den eigenen Preis. Der Preis für den Bezug von Kapital ist der Zins. Und weil im Rahmen der zweiten Säule soviel Kapital angeboten wird, sinkt der Zins. Wenn aber der Zins sinkt, dann hat das aber auch Auswirkungen auf das Beitrags-Leistungsverhältnis.

      Merken Sie was?

      Die jährlichen AHV-Einnahmen von rund 40 Milliarden Franken werden umgehend wieder für Renten ausgegeben. Zurzeit verwaltet der Fonds Vermögen von 42 Milliarden Franken. Zu verdienen gibt es für die Finanzbranche nichts!.

      Anders sieht es bei der zweiten und dritten Säule aus: Das Anlagevermögen der gesamten zweiten Säule beläuft sich auf enorme 900 Milliarden Franken. Die Bewirtschaftung dieser Gelder ist ein grosses Geschäft für die Finanzinbranche.

      Im Vergleich zur privaten Vorsorge ist die AHV für Normalverdienende äusserst kostengünstig: Um auf die gleich hohe Rente zu kommen, muss man bei der privaten Vorsorge viel mehr Geld einzahlen. Beitragserhöhungen und Leistungskürzungen stehen bei den Pensionskassen auf der Tagesordnung.

      Der Bundesrat sollte sofort vier Schritte einleiten:

      -Die SNB an ihrem verfassungsmässigen Auftrag erinnern und eine ergebnisoffene öffentliche Debatte zulassen.

      -Die Grossbanken zerspliitern und das EK der daraus enstehenden Banken massiv erhöhen.

      -2. Säule Abwickeln und das BVG der AHV zuführen.

      -Steuerliche Anreize für die Privat-Haushalte die Schulden zu reduzieren.

      Sie grüssend

    • @Walter Roth
      Trotz aller Unabwägbarkeiten bin ich von unserem Dreisäulenprinzip immer noch mehr als überzeugt. Alles in einen Topf (z.B. AHV-Umlagerung) zu setzen ist immer gefährlich.
      „…..und wenn doch, dann zwar rechnerisch vielleicht noch das einbezahlte“. Bei faktischer Nullteuerung gibt es auch keinen wirklichen Grund, warum sich das Altersguthaben mannamässig vermehren sollte.
      Und wie willst Du „hart bleiben“, wenn einer sein Altersguthaben verspielt hat???
      NB Deine Anlagestrategie (alles auf Gold und Silber) ist genau gleich wenig durchdacht, wie diejenige Spieler, welche im Kommentare angeprangert werden!

    • Zitat von :

      Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner
      8. September 2017 / 12:40
      Grüezi @Walter Roth,
      ———————————————

      Richtig.
      Mir war damals Anfang der 80-iger schon klar das die Pensionskassenregelung „erkauft“ werden musste.
      Politik eben ……

      Ich schrieb auch wenig von der AHV.
      Kommt es irgendwo zu einem Finanzcrash, wird aber auch die AHV kaum noch Renten auszahlen können.
      Wenn die Wirtschaft darniederliegt, wer soll die Umlage den zahlen ?

      Aber die Pensionskassen werden dann so oder so am Ende ankommen, denn deren System ist maximal schönwettertauglich.
      Was die SNB macht, geht darum uns alle
      etwas an.
      Nur klar, diejenigen die in den 80-igern an den neuen Pensionskassengeldern zu verdienen gedachten, die brauchen meist selber diese Vorsorgelösung eher weniger.
      Da wurde ein System geschaffen welches vor allem einer ganz bestimmten Gruppe hier nützlich sein sollte.
      Und neben das ist sie bislang auch.

      Also, ……..alles was sie nicht in eigenen Händen halten, ist nicht sicher, kann niemals sicher sein.

      Ich würde mich sehr gerne aus der Zwangs-Pensionskasse befreien. Diese Beiträge lieber anders investieren. Aber unser Sozialistisch durchdrungener Sozialstaat kann nicht anders als seine Bürger zum „Guten“ zu zwingen.

      Kommt es irgendwo zu einem Crash, werden Immobilien neu bewertet, viele Aktien werden wertlos, Firmen geben auf, usw. usf.
      Sehen sie sich 1929 mal an, oder 1997 oder 2008 oder, oder, oder.
      Ich rechne nicht mehr damit von meiner Pensionskasse nahmhaftes zur Alterssicherung zu bekommen.
      Die Frage was im Falle einer Währungsreform mit den Pensionskassengeldern geschieht……. dafür gibts auch mehrere Beispiele, 1919 und 1945…… und und.

      Aber unsere Sozialisten machen uns ja glauben das der Staat, der Staat als neuer Gott für alles verantwortlich sei , ……und sich um uns kümmern wird.

      Lesen sie was zur Geschichte der Menschheit……. und sagen Sie mir dann ob es so kommen wird.

  98. Braucht es diese endlose Wiederholung von Unsinn wirklich? Herr Dr. Meyer glaubt, er habe einen Exklusivvertrag mit der Wahrheit. In Wirklichkeit reagiert er einfach seine Frustration über seine gescheiterte Karriere ab.

    • @ rax:

      das hat nichts, aber auch gar nichts mit der gescheiterten Karriere oder mit einem Exklusivvertrag zu tun.

      Es geht ganz einfach um Buchungssätze. Und darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

    • @rax

      Ist der Lehrerberuf eine gescheiterte Karriere?

      SNB-Tore mögen das so sehen. Siehe Titel dieses Beitrags.

      Keine Boni, kene Topsaläre. Richtig. Aber eine Berufung.

      MfG

    • Na ja, wenn ich den bünzlig-verkrampften Jordan mit der Brille eines Casting-Agenten für einen Hollywood-Streifen so anschaue, dann sieht er mir nicht nach dem „Hellsten“ aus, allerdings würde er als fleissigster, verbissener Streber in irgendwelchen Unsinn-Disziplinen eine glaubwürdige Figur machen und ein optimales Casting darstellen. – Merke: ein Dr.-Titel sagt noch nichts über Intelligenz, Durchblick und Erfahrung aus…

    • @Lisa Locher

      Danke.

      Herr Prof. Dr. Jordan ist der Schüler von Herrn Prof. Dr. Ernst Baltensperger. Baltensperger ist der Spiritus Rector der SNB und war „Königmacher“ für Jordan. Er war Professor in Bern, hat offenbar gute Beziehungen zum Bundesrat und war Jahrzehnte lang Chef des Studienzentrums Gerzensee.

      An Baltensperger gab es kein Vorbeikommen. Als ich Herrn Prof. Gehrig, damals Vize-Präsident bei der SNB und Hoffnungsträger für das Amt des Präsidenten, davon überzeugen wollte, dass die Geldtheorie der SNB falsch sei, sagte mir Gehrig: Er könne das nicht beurteilen, ich müsse Professor Baltensperger fragen.

      Baltensperger kanzelte mich dann kurzerhand ab mit einer billigen Ausrede. Ich weiss sie heute noch.

      Wohlverstanden: Gehrig sagte, er könne das nicht beurteilen, obwohl er zu dieser Zeit bereits Vize-Präsident der SNB war und auf dem Sprung zum Präsidenten. Er schickte mich zu Baltensperger. Das zeigt, dass Baltensperger das Sagen bei der SNB hat.

      Gehrig lud dann Hildebrand ein, wie im Text oben beschrieben. Der wurde dann SNB-Präsident.

      Baltensperger ist ein Erz-Monetarist. Eine „Sekte“ in der Nationalökonomie, welche nur auf die Geldmenge schaut und dabei zwei fundamentale Fehler begeht: Erstens meinen die Monetaristen, Geld sei ein Aktivdarlehen der SNB und zweitens übersehen sie, dass auch die Aktivseite einer Zentralbankenbilanz einen Einfluss auf das Zinsniveau hat. (Es gibt noch weitere Irrtümer).

      Jordan studierte also bei diesem Monetarist Baltensperger mit Macht und Einfluss beim Bundesrat und bei der SNB. Also musste Jordan das lernen, was Baltensperger sagte. Hätte Jordan Baltensperger widersprochen, so wäre Jordan nicht dort, wo er jetzt ist.

      Jordan hat somit die Geldtheorie und Geldpolitik nie hinterfragt. Das hätte ihm seine Karriere gekostet.

      Ich habe nachgedacht und widersprochen – das kostete mich meine Karriere, wie ein SNB-Tor gestern Abend hier schrieb.

      Jordan ist intelligent in dem Sinn, dass er gut auswendig lernen kann. Aber er kann nicht selber analysieren.

      Und er ist offenbar schlau. Wie könnte man denn sonst eine Million pro Jahr verdienen, indem man dem Volk eine Irrlehre auftischt?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  99. Bedenklich, dass bei „Oekonom“ Jordan nicht einmal die Basics der Doppelten Buchhaltung vorhanden zu sein scheinen. – Na ja, ein Berner Oekonom, wo (an der Uni BE) man scheinbar vor und während des Studiums keine Buchhaltungskenntnisse vorweisen muss (es sei denn, er habe sich durchgeblufft). – „Geld drucken“ zur Beseitigung von negativem Eigenkapital bzw. zur Kapitalbildung! – Schwachköpfig! Das weiss jeder Buchhalter besser. – Aber es reicht scheinbar, um das SNB-Präsidentenstühlchen zu besetzen.

    • @Numerus Clownus

      Ja – es tut weh.

      mfG

      P.S. und der Bundesrat und das Parlament merken’s auch nicht – vom SNB-Bankrat ganz zu schweigen – eben eine „One-Man-Show“ diese SNB.

      Alle erstarren vor Respekt: „Harvard“ „Professor“ usw.

      Und eben: Wenn man wagt, die SNB zu kritisieren: Stelle weg.

      So setzt sich die SNB durch.

  100. Sehr geehrter Herr Dr. Mayer

    Wie immer ein Text voller absurder Behauptungen und Selbstanmassungen („wurde erstmals mit Buchungssätzen vom Autor bewiesen“ etc.). Schade eigentlich. Denn Ihr Schlusssatz:

    Es wird allerhöchste Zeit, dass auch die One Man Show namens SNB ihren Geist öffnet.

    liesse sich durchaus vernuenftig begründen. Schauen Sie sich einfach mal ganz nüchtern das intellektuelle Rüstzeug der drei Direktoren und die wissenschaftliche Basis der SNB an ( Forschungsabteilung? Fehlanzeige. ). Vergleichen Sie das dann mit EZB / BoE / FED und stellen Sie diese Beobachtungen in Relation zu den jeweiligen Bilanzen (am besten Bilanzsumme / GDP). Ich denke, Sie werden nicht staunen. Und für einmal darf ich Ihnen darum Recht geben, wenn auch aus völlig anderen Gründen.

    Ihr Urs Abderhalden

    • @“Urs Abderhalden“

      Bitte bringen Sie die Texte bei, die vor dem September 2013 den Geldmultiplikator (die Geldschöpfung bzw. die herrschende Gelddtheorie) mit Buchungssätzen widerlegten.

      mfG

    • @“Urs Abderhalden“

      Bringen Sie die betreffenden Texte bei, welche belegen, dass die herrschende Geldtheorie schon früher mit Buchungssätzen widerlegt worden ist.

      mfG

    • Mit Buchungssätzen etwas beweisen??? So d**f ist ja noch nicht einmal Jordan! Buchungssätze sind Abbildungen von Tatsachen, keine Tatsachen aus sich selbst heraus. Ich stelle aber befriedigt fest, dass Sie nur noch für sich in Anspruch nehmen, als erster Buchungssätze gebildet zu haben, die die (altbekannte) Kreditgeldschöpfung abbilden. Dieser Triumph sei Ihnen gegönnt. Ausser Ihnen hat es allerdings auch niemand nötig, sich an Buchungssätze zu klammern, um einfache Tatsachen zu verstehen. Herzlichen Glückwunsch!

    • @Urs Abderhalden

      Guten Morgen

      Danke

      Sie haben offenbar nicht begriffen, dass in der Geldtheorie ein fundamentaler Wechsel – ein Paradigmenwechsel – stattfindet.

      Und dieser wird mit Buchungssätzen belegt. Nur so geht es, denn die Buchungssätze zeigen die Tatsachen, wie Sie ja auch korrekt schreiben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Marc Meyer

      Es bleibt dabei: Sie haben gar nichts entdeckt. Dass Sie in der Lage sind, Buchungssätze zu bilden ist löblich aber ansonsten belanglos.

      Grüsse

      Urs

    • @kassandro

      Danke

      Nein. Die Sache ist nicht ausdiskutiert, weil Sie genauso wie Herr Jordan immer noch nicht begriffen haben.

      Die SNB kann illiquide werden, weil Notenbankgeld nicht zu den liquiden Mitteln der SNB zählt.

      MfG

    • Abderhalden……………………

      ……….wenn ihnen alle sagen sie sollen sich einen Stall bauen, ……wäre es vielleicht angebracht mal darüber nachzudenken ob sie ein Hornochse sind.

      Wenn sich eine Nationalbank ……und somit das Geldhaus überhaupt, noch nicht mal 100% im klaren ist wie man verbuchen sollte, tja, dann sollte man deren Führungsspitze vielleicht auch einen Stall bauen……..

      Sie und ihre Kollegen hätten es dort sicher schön zusammen…..(((-:

    • @Urs Abderhalden

      Über 400 „thumbs up“ für eine SNB-Lümmelei ist bedenklich. SNB Chef Jordan hat mit seiner Chaostheorie ganze Arbeit geleistet und grossen Schaden angerichtet.

      Marc Meyer

  101. Solange die Schweizer Nationalbank Devisen und US-Aktien sowie Obligationen erwirbt und eine aufs Jahr gerechnete ausgeglichene Bilanz aufweist, werden es Kritiker schwer haben.

    Insbesondere, wenn Sie abstrakte Geldtheorien zur Stützung Ihrer Kritik heranziehen müssen, die weder der Bauer im Thurgau noch der Banker in Züri noch der Politiker in Bern vollumfänglich nachvollziehen kann.

    Weitere Beispiele für solche Konstrukte sind:
    – Planwirtschaft im Ostblock : hat trotz erkennbarer Mängel 70 Jahre lang „funktioniert“.
    – Enron : trotz AAA-Bewertung von heute auf morgen abgewickelt
    – Swissair : ein Überflieger, der zum Absturz genötigt wurde.

    Fazit:
    Systeme, die undurchsichtig und nicht nachhaltig sind, werden erst auf politischen Druck und mit politischer Durchsetzungskraft beseitigt.

    Sollten diese Faktoren fehlen, laufen die Räder dieser Gebilde bis zum Sankt Nimmerleinstag.

    • @ Dr. Meyer

      Mit Bedauern muß ich feststellen, daß sich zu Ihren statements (außerhalb IP) keinerlei Diskussion ergibt:

      – nicht im Parlament in Bern
      – nicht öffentlich (z.B. in Wirtschaftszeitungen)
      – nicht bankenintern
      – auch nicht bei der Pressekonferenz der SNB

      Offenbar ist man politisch/gesellschaftlich an der Aufarbeitung Ihrer Thesen nicht interessiert.
      In Deutschland sind Themen dieser Art, unabhängig vom Realitätsbezug und vom Wahrheitsgehalt, nicht existent, wenn diese nicht von der breiten politisch-medialen „Vielfalt“ gestützt und aufgegriffen werden.
      In der Schweiz sind wir auch nicht mehr allzu weit davon entfernt.
      Die Buchungssätze des Ökonomieprofessors schaffen es einfach nicht, aus dem IP-Dunstkreis aufzutauchen.

    • @Hingucker

      Und trotzdem haben es die Bank of England und die Deutsche Bundesbank übernommen und die SNB hat ihre Irrtümer von ihrer Home Page gelöscht.

      Die Artikel der Bank of England und der Deutschen Bundesbank fanden sehr grosse Beachtung, obwohl sie genau das wiederholen, was ich zuvor hier auf IP geschrieben habe.

      Wenn die Schweizer Presse das nicht aufnimmt – was erkennen wir daraus?

      Denken Sie einmal nach.

      mfG

    • @“Hingucker“

      Danke

      Sie schreiben, dass „bankintern“, d.h. also innerhalb der SNB, nicht über meine Thesen diskutiert wird. Sie lassen damit erkennen, dass Sie oder eine enge Bezugsperson von Ihnen (was ich vermute) bei der SNB oder in deren Bankrat ist.

      Es hat hier auch einmal ein Kommentator durchblicken lassen, dass er bei der SNB sei und dass eine Hinterfragung der SNB-Geldpolitik, zur „Eliminierung“ aus der SNB führe.

      Insofern kann es also nicht erstaunen, dass meine Thesen in der SNB nicht diskutiert werden.

      Das ist ja genau das, was ich meine: Bei der SNB handelt es sich um eine „One-Man-Show“, wo ein Gegenargument nicht geduldet wird.

      Eine solche SNB passt nicht in unser demokratisches System. Es wird höchste Zeit, die SNB von Grund auf vollkommen neu zu organisieren.

      Es muss eine offene und ehrliche Diskussion auch in der Geldpolitik möglich sein,

      Siehe meinen Beitrag an Frau Lisa Locher weiter oben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  102. Der Artikel ist gut.
    Aber der Vergleich mit der Inquisition hinkt.

    Dieselben Kräfte welche die Inquisition zu verantworten hatten, stehen letztlich auch hinter dem aktuellen Schuldgeldsystem.
    Ebenso hinter dem Nationbuilding und Staatsverschuldung.

    Daher stellt sich vielmehr die Frage ob die Menschheit sich von dieser Versklavung lösen kann.

    • @Peter Keller

      Sehr geehrter Herr Keller

      Danke

      Es gibt m.E. drei Möglichkeiten von Geld:

      1. Münzen mit wertvollem Metallgehalt (z.B. Goldvreneli). Diese werden bei Emission aus der Bilanz des Geldemittenten ausgebucht.

      2. Münzen wie in der Schweiz gegenwärtig im Umlauf. Diese haben einen vom Staat diktierten Wert. Das ist nur bei sehr kleinen Mengen (wie in der Schweiz) möglich ansonsten die Inflation sich bemerkbar machen würde.

      Diese werden bei Emission ebenfalls aus der Bilanz des Geldemittenten ausgebucht.

      3. Banknoten oder Giroguthaben der Banken bei der SNB. Diese stellen die Gegenbuchung zu den Vermögenswerten der SNB dar. Ihr Wert hängt vom Wert des Vermögens der SNB ab. Bei negativem EK der SNB fällt deren Wert bzw. Kaufkraft.

      Sie werden bei Emission in die Bilanz der SNB eingebucht. Das ist Schuldgeld – eine Schuld des Geldemittenten bzw. der SNB.

      Die 4. Möglichkeit gibt es nicht:
      Sogenanntes „Fiatgeld“, „Helikoptergeld“, usw.: Das wäre fiktives Geld. Das wären Banknoten, welche bei keiner Bilanz eingebucht wären und nur aus dem Wert des Papieres bestünden – also wertlos wären.

      Konklusion: Heutiges Geld ist Schuldgeld – eine Schuld des Geldemittenten. Nur Schuldgeld hat einen Wert. Deshalb ist m.E. nichts gegen Schuldgeld einzuwenden. Es ist ja die Schuld des Geldemittenten – nicht des Geldbesitzers.
      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Peter Keller:
      Vielen Dank, Sie bringen es auf den Punkt: wie löst sich die Menschheit von dieser Versklavung, die nur z.T. vom Schuldgeldsystem ausgeht. Es gibt dahinterliegende Strukturen, die so ein Schuldgeldsystem überhaupt erst ermöglichen…

      @ Marc Meyer Dr.:
      Vielen Dank für den Artikel, der jedoch auch nur einen Teil der gesamten Problematik des Schuldgeldsystems wieder spiegelt.
      Es gibt einige mehr als nur 3 Möglichkeiten der Handhabe von Geld, und manche davon wurden in der Vergangenheit auch (erfolgreich, d.h. ohne Versklavung der Menschen!) praktiziert. Um dies zu erkennen, muss man evtl. erst mal den gesamten technokratischen Müll, der einem an Hochschulen eingeflösst wird, abschütteln, um einen klaren Kopf zu erhalten…

    • @Visionär
      Dr. Meyer hat nur die Arten von Geld aufgezählt; wie man die handhaben kann, ist eine ganz andere Sache.
      NB Auch in der Vergangenheit stand jeglichem Geldwert auch eine entsprechende Leistung gegenüber. Warum das „Visionäre“ mit „schuldlosen“ Bezahlsystemen „verbessern“ möchten oder können sollten, hat mir noch keiner plausibel aufzeigen können.

  103. Man sollte sich, …..um das ganze besser zu verstehen, einfach mal Geld als Goldmünzen vorstellen.
    Die Transaktionen, dass Kredite vergeben, dass Zinsen erheben, einfach mal mit Goldmünzen…………
    Man erkennt dann den Fehler im System, beziehungsweise, warum Papiergeld so etwas verlockendes ist, warum niemand daran etwas ändern möchte, weshalb es erst damit so ungeheure Möglichkeiten der Manipulation geben kann.

    Und alle diese Akteure glauben das es nur unter diesem System zur Eu^Entwicklung der heutigen Welt haben kommen können.

    Ich zweifle daran.

    • @ Supermario……..

      „Verlochkend“ ist eine Geldschuld eigentlich nie, aber für unser System eben schon.
      Denn die Protagonisten dieses Systems profitieren davon, ja die glauben sich aus der Verantwortung stehlen zu können ……..bevor der Tag der Wahrheit da ist und sich die Verantwortungs-Frage stellt.

      Die welche sich Regierung nennen und die welche meinen sie seien Banker, die machen das alles nur „mit unserem“, aber nie mit ihrem eigenen Geld.

    • @Walter Roth

      Sehr geehrter Herr Roth

      Wenn eine Zentralbank Geld emittiert gegen ein ausgeglichenes inländisches Portefeuille mit soliden Wertschriften, so sollte es keine Probleme geben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Supermario

      Verlockend wäre nur ein Betrug; d.h. Geld würde als Aktivum der SNB geschaffen und so in Umlauf gebracht.

      Herr Jordan meint ja, Notenbankgeld sei Liquidität bzw. ein Aktivum der SNB und die SNB könne somit sämtliche Schulden bezahlen mit Geld drucken. „Mit eigener Liquidität.“

      Der SNB schwebt also Betrug vor im Falle von negativem Eigenkapital. Aber das wird nicht gehen.

      Ich denke zwar nicht, dass die SNB betrügerische Absichten hegt. Aber sie versteht nicht wovon sie spricht. Am Ende kommt es aufs Gleiche heraus.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  104. Herr Mayer………….

    Zitat :
    Die Argumentation (der SNB), der Kunde zwei erhalte das Kapital von Kundin eins, stimmt nicht. Kunde zwei erhält den Kredit auch, wenn nicht vorgängig ein anderer Kunde CHF 10‘000 einbezahlt hat. Hier liegt ein katastrophaler Fehler in der Wirtschaftswissenschaft, der gelehrt wird.“
    ————————————————–

    Tja, ich verfolge Politik schon seit vielen Jahren, seit ich ein Schuljunge war.
    Geldtheorie erst seit der Krise von 2008 / 9 losging.

    Ich betrachte das nicht nur über die Geldtheorie, sondern als politische Dimension.

    Sie erklären es gut, meinen dank dafür. Mit diesem Blog lösten sich mir einige Rätsel“ auf.
    Und klar, Sie sind Teil der Lösung, den ohne korrekte Theorie wird man die Praxis nie korrigieren können.
    ——————————
    Aber eines habe ich seit 2008 auch ganz klar erkannt, nämlich, dass das was im obigen Zitat steht eben doch funktioniert.
    ——————————
    Genau das wird von der Politik in Europa seit der Eurokrise durchgehend vorexerziert……..
    ……….. nämlich das wenn sich alle massgeblichen Spitzenfunktionäre einige sind, man das Schneeballsystem durchaus betreiben kann….. bis, ja eben bis eines Tages einer aussteigt und es zum Crash kommt.
    2010 sagte Hans Werner Sinn auf die Frage wie lange man das System noch aufrechterhalten könne……. er wisse es nicht genau, …….10 – 20 Jahre….???
    1/3 davon haben wir nun hinter uns.

    Sie haben recht was das Geldwesen angeht., und darum wird es stürzen…… irgendwann.
    ————————————–
    Aber Sie sollten den Glauben daran aufgeben, dass etwas was Richtig ist, auch getan werden muss.
    —————————————
    Merkel bricht das Grundgesetz Deutschlands seit Jahren systematisch, sie wird nicht zur Ordnung gezwungen denn die EU bricht ihre Gesetze schon länger ……auch Systematisch.
    Wenn alle es tun, gibt es keinen mehr der die Ordnung erzwingt.
    Was Richtig ist wird „bedeutungslos“.

    So ist es mit dem Geldwesen.
    Alle betrügen es und darum kann das so weitergehen.
    Wäre Jordan der einzige Betrüger, er würde sofort blossgestellt.
    Aber das geschieht nicht mehr. Sie kennen den Spruch von der Krähe die der anderen…….
    In Deutschland wurde Merkel über 1000 mal verzeigt, nichts geschieht, dass System schütz sich selber, auch gegen das Grundgesetz…..
    Schachtschneider, Sinn, Hankel, Bandulet usw. alles profunde Kenner der Materie haben geklagt, dass Bundesverfassungsreicht hat sie allesamt abgeschmettert, zwar mit kleinen Ermahnungen an die Politik, man wollte sich wohl nicht völlig ausser Recht setzen, aber sie haben sich eben doch als Büttel der Bundesregierung gezeigt.
    Die Frage einer Haftbarkeit wird eines Tages kommen. Sie alle werden vor einem „Tribunal“ stehen……. Finanz-berg 2.0.

    Also, das die Bank von England nun ihren Standpunkt geändert hat ist Ehrenwert…….
    Das die anderen nachziehen müssen, das wird so kommen.
    Aber dann ist es zu spät um den Karren noch aus dem Dreck zu ziehen, denn in der EU wollen die nicht einsehen das sie nahezu alles falsch machen.
    —————————————————————————–
    Ideologie verhindert das man das richtige tut, so war es schon immer.

  105. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

    Wie immer stimme ich Ihren Ausführungen hundertprozentig zu. Die Unabhängigkeit der Nationalbank gilt für mich für normale Verhältnisse, doch sind dies (bald) keine normalen Verhältnisse mehr. Haben Sie es schon versucht, Ihre Erklärungen dem Bundesrat näherzubringen? Dieser mag sich zwar auf die Unabhängigkeit der Nationalbank berufen, doch sobald er von Grund auf versteht, in welche Situation man uns manövriert hat, wird er sicherlich gewisse Massnahmen treffen können, welche zu einer schnelleren Berichtigung der Bilanz in einem gemeinsamen Effort führen könnten. Je früher und konzertierter man das Ungleichgewicht anpackt, desto besser.

    Noch zur Gretchenfrage: Teilen Sie die Meinung, dass der Euro nur unbedeutend tiefer stehen würde, wenn die SNB gar nicht interveniert hätte?

    • Nun ja, machen sie sich da bloss keine Hoffnungen.
      Sie sehen sich doch bestimmt auch mit an, wie sich das Kandidaten-Karussell gerade dreht.
      Ich meine für die Nachfolge im Bundesrat.

      Auch dieses mal wieder, es wird niemand gewählt der Fähig ist.
      Nein man versucht unter vielen schönen Worten einen zu installieren der nur ja keine eigenen Visionen entwickelt.

      Resultat……. es finden sich nur Kandidaten der untersten Ebene. Weitgehend Charakterlose, nichtssagende nichtswissende, nichtstuende…… 0 en.

      Es wird reiner Zufall sein wenn da einer ins Amt kommt der etwas bewegen kann.

    • @Financier

      Guten Abend. Danke.

      Das Problem ist, dass der Bundesrat und auch das Parlament von der SNB falsch informiert werden. Und den Damen und Herren in Bern fehlt das fachliche Rüstzeug, um der „One-Man-Show“ namens SNB Paroli zu bieten.

      Bundesrat Adolf Ogi gratulierte mir zu meiner Dissertation.

      Herr Johann Schneider-Ammann schrieb mir in seiner Zeit als Nationalrat einmal aus freien Stücken einen Brief und meinte, dass es kaum so sei, dass einer Recht habe und alle anderen falsch. Ich schrieb ihm dann zurück und versuchte, mich zu erklären, erhielt aber keine weitere Antwort mehr. So habe ich das in Erinnerung.

      Herr Ueli Maurer sagte mir in seiner Zeit als Nationalrat: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als Marc Meyer in die Nationalbank“.

      Ich schrieb einmal den Bundesräten Johann Schneider Ammann und Evelyne Widmer-Schlumpf einen Brief, und versuchte ihnen darzulegen, dass die SNB schwerwiegende theoretische Fehler begehe. Ich erhielt aber keine Antwort mehr.

      Ende der neunziger Jahre war ich sehr aktiv bei der Informierung der Parlamentarier / -innen. Es ging damals darum, dass die SNB jährlich höhere Beträge abliefere als CHF 5 Mio pro Jahr, dass die SNB in Aktien investieren könne usw., was alles umgesetzt wurde.

      Das sogenannte „Franken-Rütli“ – war eine geldpolitische Todsünde unseres Bundesrates. Er „überbrachte der SNB den Wunsch der Wirtschaft“, am Devisenmarkt zu intervenieren. Das kommt einem Befehl gleich. Das widerspricht der Bundesverfassung.

      Unsere adrette Bundespräsidentin Doris Leuthard war auch dabei. Aber wie will eine Anwältin aus dem Freiamt in Geldtheorie bewandert sein? Der Bundesrat liess sich von der SNB mit deren Irrlehre vor den Karren spannen.

      (Ich bin auch Freiämter – aber ich habe mich ein Leben lang mit Volkswirtschaftslehre tagtäglich auseinandergesetzt). Ich wäre dafür ein schlechter Anwalt.

      Es haben sich also auch viele Politiker persönlich mit der Irrlehre der SNB und insbesondere von Herr Jordan identifiziert. Und die haben Mühe, ihren Irrtum einzusehen und einzugestehen.

      Zudem haben die Exporteure eine starke Speerspitze in den Bundesrat, um ihre eigenen Interessen zu wahren.

      Noch zu Ihrer „Gretchenfrage“: Ich denke, dass eher der psyschologische Effekt eine Auswirkung hat. Aber etwas scheint mir ganz entscheidend: Wenn wir davon ausgehen, dass dieser psychologische Effekt 5 Prozent oder maximal 10 Prozent ausmacht, so bedeutet das, dass das Portefeuille der SNB um 5 – 10 Prozent zu hoch bewertet ist.

      Das hiesse, dass das Eigenkapital der SNB viel tiefer ist, als die SNB angibt. Das kann gefährlich werden für die Schweiz, wenn die SNB dereinst Devisen verkaufen muss. Dann kann sich der psychologische Effekt ins Gegenteil auswirken.

      Das kann dann böse enden für die SNB und ihre kreditgebenden Banken.

      Ich hoffe, mit diesen Ausführungen etwas zur Klärung rund um die SNB beigetragen zu haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  106. Die Euroeinführung ab 2002 und die entsprechende „Konvergenzphantasie“ seit 1995 reiht sich nahtlos in eine Reihe vergleichbar gescheiterter Politprojekte zur Wirtschaftsstimulierung wie das Plaza – Abkommen 1985 oder der American Homeownership and Economic Opportunity Act von 2000, womit sich der Westen allmählich wirtschaftlich gesehen sein eigenes Grab schaufelt:

    Einer kurzen Phase höherer Wirtschaftsaktivität und Euphorie folgt irgendwann das Platzen der so verursachten Blase mit riesigen volkswirtschaftlichen Verlusten und explodierenden Staatsschulden.

    Die gigantischen volkswirtschaftlichen Schäden aus der Euroeinführung, an denen wahrscheinlich noch mehrere Generationen Europäer werden zu tragen haben lassen sich auch durch nichts rechtfertigen. Schon gar nicht durch Scheinargumente wie europäische Einigung, Vergleichbarkeit oder nicht mehr benötigte Wechselkursabsicherung.

    Die SNB ist selbst nur Opfer der völlig verfehlten Euroeinführung und tut im Rahmen der geringen geldpolitischen Möglichkeiten, die ihr verbleiben, m. E. überwiegend das Richtige.

    Allgemein kann man feststellen, daß Politiker seit den 80er Jahren den nicht mehr auf herkömmliche Weise haltbaren Wohlstand des Westens stets mit Tricks versucht haben zu erhalten, die stets im Desaster endeten und sich durch die daraus resultierende Verschuldung auch schamlos an den zukünftigen Lebensmöglichkeiten kommender Generationen vergriffen haben.

    • Die EZB hat wird zudem ab nächstem Jahr bis zu 33% aller Staatsschulden von Ländern erworben haben, die das im Grunde gar nicht benötigen:

      https://www.nzz.ch/wirtschaft/staatsanleihekaeufe-bedrohen-wichtige-schwellenwerte-die-geldpolitik-der-ezb-stoesst-an-grenzen-ld.1314631

      Wahrscheinlich werden wir im nächsten Jahr Zeuge des nächsten Regelbruchs zur Rettung des sog. „Friedenseuro“.

      Und für was das alles?

      Für ein paar Zehntelprozente hinter dem Komma der eh geschönt berechneten Teuerungsraten?

      Wenn Herr Draghi eine Geldpolitik betreibt, die extremer ist als jene von Japan während der letzten 25 Jahre, dann sollte man sich lieber jetzt schon Gedanken darüber machen, heute noch in guten Zeiten die völlig gescheiterte Einheitswährung wieder auseinanderzudividieren.

    • Die SNB ist nicht Opfer – sie ist Täter.

      Seit 1974 hat sie gigantische Beträge auf dem Dollar verloren (von 4.30 auf 0.96).

      Der Mindestkurs ist die Folge einer gescheiterten Spekulation und einer irrigen Geldtheorie. Die SNB torpedierte die Korrektur in der Geldtheorie jahrzehntelang.

      Sie versuchte alles, um die Fäden der Wissenschaft in ihren Händen zu behalten und jede Kritik zu unterdrücken.

      Die SNB ist Täterin.

      mfG

    • Richtig Herr Mayer………..

      Die SNB ist die Nationalbank eines Volkes von 8 Millionen, aber sie hat das Gewicht eines Volkes von 100 / 200 Millionen.

      Sie ist ein Player im internationalen Ranking, nicht bloss irgendwas.

      Aber das wird auch der Grund sein warum uns deren Fehler irgendwann unglaublich hart treffen werden.
      Sie kann nicht gross sein, grosse Fehler begehen, irrwitzige Summen verpokern ………..und die Risiken klein halten.

      Ganz klar, die SNB ist Täterin.

    • @Walter Roth

      Danke

      Einverstanden: Die Fehler der SNB werden uns ungleich mehr schmerzen als andere Zentralbanken ihre Nationen möglicherweise schmerzen.

      Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

      Erstens: Die überdimensionalen Schulden der SNB.

      Zweitens: Verluste der SNB kommen vollumfänglich dem Ausland zugute.

      Schulden der Bank of Japan oder der FED kommen wenigstens ihren eigenen Ländern zugute, da diese Zentralbanken im eigenen Land investieren.

      Aber so weit denkt unserer Nationalbank doch nicht einmal.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer