UBS stagniert und vergoldet ihre alten Säcke

Immer mehr „Vice Chairman“ auf Payroll – Frühstücksdirektoren kassieren Millionen – Gewinn flach, Kunden flüchten.

Quartal für Quartal das gleiche Lied vom obersten Boss der grössten Schweizer Bank. Er sei „zufrieden“ mit dem Resultat, die Bank strotze vor Gesundheit, man habe die Hausaufgaben gemacht.

So Sergio Ermotti, der CEO der UBS, auch heute. Dabei wird mit dem präsentierten Resultat zum 2. Quartal des laufenden Jahres endgültig klar: Ermotti hat sein Pulver verschossen.

Der Gewinn stagniert praktisch. Bei grossen US-Banken explodierte er zuletzt, die französischen Institute legten ebenfalls zu. Nur die UBS, sie dümpelt vor sich hin.

Ermottis schöne Worte können nicht über die Krise hinwegtäuschen. Diese zeigt sich ungeschminkt in der UBS-Aktie: Der Titel liegt bei 15 Franken und kommt seit Monaten nicht vom Fleck.

Besonders zu denken geben muss der Abfluss von Kundenvermögen. Dahinter stecken vermögende Privatkunden, die der UBS den Rücken kehren und zur Konkurrenz wechseln.

Selbst in der Schweiz verliert die UBS. Im Vorjahresvergleich ging der Gewinn um 5 Prozent zurück. Im Asset Management ist gar Hopfen und Malz verloren. Einmal mehr weniger Gewinn als im Vorjahresquartal. Das Minus diesmal: happige 9 Prozent.

Einzig im Handelsgeschäft brilliert die Bank, mit einem Viertel mehr Gewinn. Ausgerechnet: Dort will die UBS gar nicht wirklich stark sein.

Wie ist dieses Stagnieren möglich? Die weltgrösste Verwalterin von Privatkunden-Vermögen mit den drei Schlüsseln im Logo, was für konservatives, sicheres Anlegen steht. Und sie verliert?

Die Spitze unter Ermotti liefert keine Antworten. Was Ermotti & Co. aber weiterhin beherrschen, das ist das Vergolden von Kollegen.

Mehr Geld und viel Bonus für jene Auserwählten, die zum Club der Eingeweihten und Auserwählten zählen.

Das sind inzwischen auch immer mehr Ex-Topshots, die in der grossen Organisation ausrangiert wurden und keine Führungsverantwortung mehr innehaben, die aber wegen ihrer Kundenkontakte oder ihrem Wissen bleiben können.

Sie erhalten den Titel eines Vice Chairman, eines Vize-Präsidenten.

Das klingt nach einer besonders wichtigen Aufgabe. Aber eigentlich handelt es sich um Frühstücksdirektoren.

Sie sind freischwebend, müssen keine Sitzungen leiten, haben keine Budgetvorgaben zu erfüllen, müssen keine Mitarbeiter auf die Strasse stellen – sie haben ja keine Untergebenen mehr.

Dafür können sie die Schlussetappe ihrer Berufskarriere bei der UBS geniessen, indem sie nur noch das tun, was ihnen am meisten Spass macht: mit Kunden ausgehen.

Vice Chairman als Zopf? Ein Auslaufmodell, Überbleibsel vergangener Zeiten?

Mitnichten. Vielmehr profitieren vom angenehmen Status, der mit einem hohen Salär und weiterhin viel Bonus verbunden ist, immer mehr UBS-Manager, die einst weit oben in der Hierarchie standen.

Statt dass sie die Bank verlassen müssen, werden sie vergoldet. Als Frühpensionäre mit Festanstellung und Traumsalär.

Vor ein paar Jahren trug „erst“ rund eine Handvoll UBS-Manager den Titel Vice Chairman. Inzwischen sind es gegen 10.

Darunter finden sich viele, deren Karriere über Nacht zu Ende ging. Statt wie normale Mitarbeiter vor der Tür landeten sie im begehrten Golden Oldie-Rang der UBS.

Paul Raphael gehört dazu. Der Mann war bis zur Entmachtung von Jürg Zelter letzten Dezember eine grosse Nummer in der weltweiten Vermögensverwaltung der UBS.

Raphael fand unter den Nachfolgern von Zeltner, dem Amerikaner Tom Naratil und dem Deutschen Martin Blessing, keine neue Spitzenaufgabe.

Doch für Raphael hält sich das Leiden in Grenzen. Er ist neuer Vice Chairman, reist um den Globus, besucht Kunden, kassiert Millionen.

Oder Gabriel Castello, der Mann, der einst die UBS in Frankreich leitete – jenem Land, wo dem Schweizer Finanzmulti eine Milliardenstrafe wegen Verschwörung droht.

Auch Castello ist nicht einfach rausgeflogen, sondern er steht im Gegenteil weiter auf der Payroll der Grossbank.

Happy-Man: Gabriel Castello (rechts)

Seit Jahren zu den Vice Chairman gehören die Schweizer Alain Robert und Jürg Haller. Beide geniessen einen guten Ruf. Doch warum zahlt ihnen die UBS weiterhin hohe Entschädigungen, wenn sie umgekehrt im Mittelbau kürzt und entlässt?

Aus der UBS heisst es, dass die Zahl der Vice Chairman in den letzten 2 Jahren ungefähr stabil geblieben sei. Für die Bank seien diese Ex-Topshots weiterhin wichtig, sie wären ihr Geld wert.

Kommentare

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  1. Jeden Morgen geht das Middlemanagement mit Bauchschmerzen zur Arbeit. Alle haben Angst Ihr Job zu verlieren (verständlich wenn man do gut verdient). So entsteht eine Arbeitskultur von Grabenkämpfen, wo alle Nanomanagement Probleme direkt auf die nächste Stufe eskaliert wird, um seinen Po zu verteidigen. Sobald diese Nanoproblemen eskaliert sind, ist die managerische Verantwortung beim oberen Chef… Alle verstecken sich hinten den Policies oder den organisatorischen Prozeduren, um nie verantwortlich zu sein. Und wenn es ein/en Problem/Fehler gibt, wird der „Täter“ gejagt und unverhältnismässig bestraft (spätestens beim Bonus -wenn etwas noch übrig gibt-). Das führt dann zu Mobbing-/Diskriminierungsfällen. Aber kein wagt diese Fälle zu HR eskalieren, da der Finanzplatz mit vielen Arbeitsuchenden voll ist.

  2. Sehr geehrter Herr Hässig
    Ich finde es absolut nicht angebracht, Menschen, die Ihre Aufgaben erfüllen oder erfüllt haben, als *Alte Säcke* zu betiteln. Sie selber sind ja auch nicht mehr weit davon entfernt mit Ihrem Alter. Es ist diskriminierend und völlig nicht angebracht.

    Ich folge Ihnen bereits seit Jahren und langsam habe ich mich auch daran gewöhnt, dass sie die UBS-Resultate ständig schlechtreden. Sie verkennen die enorme Anstrengung, die die Firma machte in den letzten Jahren und sind nie bereit auch mal zu loben.

    Trotzdem finde ich viele Themen spannend und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg.

    LG T. Amrhein

    • Die „enormen Anstrengungen“ machen zwar das Management reich, aber bei mir als Aktionär kommt davon nichts an.
      Und wenn ich dann von solchen Frühstücksdirektoren, die Millionen ohne erkennbare Leistungen kassieren, höre, dann werde ich ungehalten.
      Ganz abgesehen von den undurchsichtigen Vorgängen rund um die ChainIQ! Gibt es dazu News!

  3. Die UBS ist und bleibt für die Schweiz und die Schweizer Steuerzahler eine entsicherte Finanzatombombe. Die Bank ist viel zu gross und zu schwach gesichert für ein kleines Land wie die Schweiz. Die Eigenkapitalquote ist im langfristigen Vergleich immer noch unverantwortlich tief.

    • Ach, Zeusli, wenn nicht mal mehr dieses Portal das Thema Grösse argumentiert, dann sind wohl zumindest was das anbelangt die Hausaufgaben gemacht worden. Die Bank hat sich rechtlich aufgesplittet unter der too-big-to-fail-Prämisse. Auch das Risiko ist ohne Proprietary Bücher wohl nicht mehr das, was es mal war. Jetzt gilt es primär sinnlose Führungsebenen rauszustreichen und einige Manager rauszustuhlen. Da gibt es zB auch noch Altlasten des ehemaligen CEO des Wealth Management. Gewisse Nepotismus-Kandidatinnen suhlen sich noch immer im Dreck der Vergangenheit. Da gehört ausgemistet!

  4. UBS is a large bank with large resources and even larger problems. It has been years since the main focus of the bank shifted from being client centric to organizarion centric. Looking after the burocracy has taken center stage at the expenses if careing for the clients‘ needs. UBS has become an automated prepackaged solutuon for the many leaving front staff confused, directionless and isolated from the advisory process that is at the heart of the job the Private Bank is designed to do. What the bank needs are less management layers and more freedom to generate ideas and ways to answer the clients needs leveraging the incredible resources the bank has in its enviable product and advisory shelf.

  5. Als anständiger Bürger darf man von den Bankhäusern leider nichts mehr erwarten! Abzocke in allen Belangen, Strafuntersuchungen bei den Einen, Arbeitsleistungen werden in Billiglohnländer verschoben, auf Datenlecks dürfen wir getrost warten, Arbeitsplätze werden im Lande abgebaut ! Das sind unsere Banken….ein Teil der Wirtschaft wie sie sich immer darstellen!
    Die Zukunft wird lustig werden wenn sich nur noch jeder die Tasche füllt. Traurig für Schweiz! Unser Bankwesen ist definitiv KAPUTT !

  6. Der Aktienkurs der UBS ist ein Problem. Kein vernünftiger Mensch investiert dort noch. Er widerspiegelt das Misstrauen der Investoren gegenüber Ermotti und der restlichen UBS-Führung. Die UBS-Aktie ist nicht gefragt. Das ist die wahre Qualifikation der UBS-Führung durch den Markt. Da können die Manager dort noch so flöten und gurren.

    • Das kann man aber auch ganz anders sehen. UBS Aktien eignen sich meines Erachtens hervorragend für Anleger, die Masochisten sind. Im weiteren ist ein Sadist eine Person, die einem Masochisten etwas gutes tut. Vielleicht sollte man versuchen die Leistung des UBS Managements auch unter diesem Gesichtspunkt zu würdigen.
      Hilarius

    • Für das ‚ooops‘ Management ist doch der Aktienkurs nicht von Bedeutung, lieber Herr Stamm.
      Das einzige was dort zählt ist deren Salär/PK und was die sonst noch für Goodies bekommen/haben. Und da werden Die gut bedient.

      Solange auch noch die Hauptinvestoren an der ‚Stange‘ gehalten werden wird sich da nix ändern.

      ALLES ANDERE IST U-N-W-I-C-H-T-I-G……..

  7. Warum wird immer wieder auf der UBS herumgehackt??? Wenn die CS in etwa das Gleiche tut, wird sie in den Himmel gehoben. Immerhin sind 15 % mehr Gewinn nicht ohne.

  8. …und heute hat UBS wieder einmal eine Busse von USD 800 Mio
    bezahlt! Ist doch peanut! Gratulationen Herr Ermotti!

  9. jedes Lächeln der abgebildeten Herren wirkt billig aufgesetzt sowie verlogen und ich würde keinem einzigen trauen, keinem einzigen, egal was die daher faseln und versprechen.

  10. Die UBS unterscheidet sich in nichts von der Migros: Sie ist und bleibt ein Selbstbedienungsladen für das sog. Management um Gelmotti. Kein Wunder, dass die Aktie nicht vom Fleck kommt bei diesem miserablen Verhältnis von Ertrag/Kosten. Da gäbe es noch viel zu tun Herr Gelmotti. Aber dazu müsste man fachlich in der Lage sein, was aber bei ihm ernsthaft zu bezweifeln ist.

  11. Was genau soll denn an diesem Wende-/Schief-Hals-Phänomen Castello „happy“ sein – I mean, look at him – wayne… lieber Beeren pflücken im Wald.

  12. Lieber Herr Hässig,
    Fakt ist doch, da die meisten dieser Personen, die heute den Titel Vice-Chairman bekleiden, in der Vergangheit vieles richtig gemacht haben müssen, um in ihrer ehemaligen Position grössere Bereiche, Personal und P&L zu führen. Dass neue Besen bekanntlich „kehren“ weiss jeder, ob „gut“, das weiss man erst nach einiger Zeit.
    Deshalb macht es ggf. in der Tat Sinn, erfahrene Seniors, die jahrelang das Bild der UBS in den jeweiligen Kundenmärkten stark mitgeprägt haben, an Bord zu behalten. Sie selbt kristisieren doch ständig, dass jüngst die „Alten“ gehen müssen und durch unerfahrene „Jüngere“ ersetzt werden. Bei den Vice-Chairmen ist es nunmal umgekehrt. Diese werden bei wichtigen Kundenbeziehungen eingessetzt, also solche, die am liebsten jeden Tag mit Herrn Ermotti persönlich telefonieren würden. Dafür hat aber kein CEO die Zeit, deswegen schickt man die Vice-Chairmen.
    Wie soll denn ein 32-jähriger „Senior-Berater“ im UHNWI-Kundensegment mit einem 65-jährigen Miliardär über Weltpolitik oder echte Finanzkrisen sprechen? Den Blick für das Grosse & Ganze haben die jungen Berater in der Regel (noch) nicht. Aber dafür sitzt der gutgeschnittene Anzug aus Mailand…
    Viele Vice-Chairman agieren heute als „Minister für besondere Aufgaben“, übernehmen strategische Projekte im Hintergrund, ohne dass dieses gleich mit viel Getöse an die grosse Glocke gehängt wird.
    Ebenfalls erleben viele Vice-Chairman nach einiger Zeit ein Comeback als Führungsspieler, oft als CEO in ausländischen Tochter-Unternehmen oder Filialen.
    Natürlich gibt es auch unter den Vice-Cahirman die eine oder andere Niete, wie in jeder Mannschaft. Darüber mag sich jeder ein eigenes Urteil bilden. Aber ansonsten ist ihre Bwertung mal wieder zu pasuchal.
    Und wenn Sie „Frühstücksdirektoren“ suchen, dann gehen Sie doch mal morgens zwischen 9-11 Uhr in Sprüngli am Paradeplatz. Dort sitzen sie alle, die Frühstücksdirektoren. Nämlich diejenigen, die sich zusammen mit einem anderen Kollegen wieder das Maul über ihre Bank, Kollegen und Vorgesetzte zerreissen… Vice-Chairmen finden Sie dort nicht… Wetten?

    • Einem (UBS-)Vice Chairman gab man vor Jahren mal den Übernamen „Blinddarm“ – immer gereizt und absolut keine Funktion!

    • Vice…Man!
      Was macht den Unterschied zwischen einem Frühstücksdirektor, der früher seine Arbeit erledigte und einem MA auf irgendeiner Stufe, der seine Arbeit glanzvoll erledigte?
      Von oben betrachtet sind unten nur Kostenfaktoren. Dabei vergessen diese unersättlichen Geier, dass sie auf die guten MA angewiesen sind um ihren Job zu erledigen. Aber um ihr Raubrittertum zu retten werden Menschen aus reiner Profitgier entlassen; die Arbeit an einen billigeren Ort verlegt; die Qualität geht den Bach runter …
      Stört Sie aber nicht, Vice…Man! Lieber verteidigen Sie diese gesellschaftlichen Schmarotzer, die, würden sie wie andere MA wegen „nicht mehr gebraucht werden“ auf die Gasse gestellt, keinen finanziell gleichwertigen Job finden – wenn sie überhaupt noch einen finden würden.
      Das ist, was in diesem Artikel von L. Hässig eigentlich bestens beschrieben wird: die Nutzlosigkeit und Arroganz einer Inzuchtclique!

    • Naja – als ehemaliger UBS-Senior-Berater (PP) kann ich nur sagen, dass Sie die Situation dieser Ausgedienten allzu beschönigen. Denn diese haben wie die meisten Top-Manager keine Moral, gehen über Leichen und lassen es zu, dass erfahrene langjährige Kadermitarbeiter von heute auf morgen gekündigt wird nur dem Rubel Willen.
      Letztere hatten stets die hochgesteckten Ziele erreicht oder übertroffen, wobei diesen aufgrund Restrukturierungen interne Alternativen durch Forced Rankings verbaut wurden.
      Somit mag Ihre Aussage zu den Vice Pesis wohl stimmen, doch finde ich Ihre Wortwahl für diesen unmoralischen Laden ganz klar zu positiv.

    • @Vice…Man!
      gut zusammengefasst.

      Einen Punkt kann man noch ergänzen: Die Personen hinter dem Titel Vice Chairman werden nicht von heute auf morgen in den Ruhestand gehen, sondern weiter beraten, ihre bisherigen Kontakte pflegen, Geschäfte vermitteln, beurteilen usw. Wenn sie dafür nicht vertraglich an die UBS gebunden und dafür bezahlt sind, ist es hochgradig wahrscheinlich, dass jemand anderes anklopft. Auch das wird eine strategische Überlegung sein.

      (ist übrigens auch bei anderen Firmen & Branchen so)

  13. Eine bescheidene Grossbank, die im Sinne ihrer Kunden arbeitet und die Kosten niedrig hält, sowie ihre Mitarbeiter anständig behandelt. Solch eine Bank wäre mit Sicherheit erfolgreich.

    Aber da UBS das Gegenteil hiervon ist, kehren Kunden dieser Bank den Rücken. Und wer ist Schuld? Auf keinen Fall das Management. Die haben alles richtig gemacht. Es sind die neuen, 16 bis 18 jährigen Berater im WM, die Schuld hieran tragen. Die älteren wurden gefeuert oder sind freiwillig gegangen. Und die nachgerückten jungen bekommen nun noch mehr Druck, werden noch schlechter behandelt, Kunden müssen noch mehr ausgepresst werden… Also suchen sich auch die jungen eine alternative, sowie auch die Kunden. Es ist ein teufelskreis. Jeder weiss es, ausser das Management. Bei denen ist alles bestens.

  14. … sie war schön die Zeit! Als man noch von 11 bis 16 Uhr mit Kunden auf Spesen tafeln konnte, im edlen Zwirn und mit auserwählten Weinen! Einen 24-Stunden Chauffeur hatte, der brav vor der Bank wartete, Wagen immer frisch gewaschen. Nix machen musste für einen Haufen Kohle und Zeitung lesen und Zigarren rauchen die anstrengendste Aufgabe des Tages war. Doch vorbei ist sie, die Zeit ….. und jetzt schiesst diese alten Säcke und Schmarotzer endlich zum Mond!

  15. Schweigegeld – ein paar Leute wissen einfach zuviel, deshalb auch diese Vice Chairman Truppe. War es eigentlich nicht so, dass PR schon draussen ware, als JS gehen musste, oder besser Vice Chairman wurde und kürzlich trotzdem weg ging. Durfte dann PR doch noch bleiben und EMEA leiten. Bis er dann doch ersetzt wurde. Er muss aber ziemlich Druck gemacht haben, dass es mit der Vice Chairman Rolle noch geklappt hat. Und wenn sie dann doch gehen, dann bleiben die Kunden trotzdem bei UBS. Die Kunden sehen heute immer noch die alten Werte von UBS/Bankverein, verstehen aber nicht, was für kurzfristige Abzocker und Selbstdarsteller auf der Brücke stehen. Ermotti hatte sieben Jahre Zeit und Lohn, den Tanker aufzurüsten. Sein Erfolg misst sich im Aktienkurs. Bestes Beispiel von ewigen Drehen im Kreis. HB wird Chef in Luxembourg. Wirklich? Da können sich die Mitarbeiter auf eine Generalstabsübung gefasst machen. Den Outcome kennen wir aus seiner Zeit im EMEA und Core Affluent Geschäft. Abgesetzt und Aufgeteilt.

    • Schaut mal den Performance Ausweis von Sergio Ermotti und seinem Namensvetter Sergio Marchionne. Das sind Welten. Der schöne Sergio dümpelt mit seinen überbezahlten
      Sesselfurzern im Executive Board mit dem UBS Aktienkurs seit Jahren in den Niederungen. Der bescheidende Sergio
      hat den seinen schlingernden Tanker flott gekriegt. Hut ab, ich wünsche ihm alles alles Gute und gute Besserung.

    • Mit Marchionne als VRP gäbe es die UBS bestimmt nicht mehr. Er, Ebner und Blocher, Letzterer bereits 1993 aus dem SBG VR herausgeschmissen, haben z.B. den 1888 gegründeten Weltkonzern Alusuisse (-Lonza) filetiert, wobei Ebner und Blocher sich ihre Taschen gemäss damaligen Presseberichten mit zusammen rund 1 Milliarde Franken gefüllt haben sollen.

  16. Die UBS mit ihrer mieserablen Performance – siehe Aktienkurs – und dies schon seit vielen Jahren wäre ein Schnäppchen für eine Uebernahme!

  17. Viele der altgedienten Manager sind SVP-Mitglied. Die kann man nicht rauswerfen, sonst gitz Problem !!

    • Klar doch, so wie Christoph Blocher, den man aus dem Verwaltungsrat der SBG/UBS „entfernt“ hat … . Wie wär’s mit Aktenstudium?

    • Haben wohl eine SVP-Apnoe?
      Wie kann man solchen Stuss schreiben?

    • Ja Thomas, ck und dt!
      Deine Analyse ist genauso treffend wie dein Name elegant…
      Du bist wohl einer der CVP-enttarnten Speichellecker, die ihre Felle davonschwimmen sehen nach all den Ereignissen in den letzten Monaten (Postauto, Raiffeisen, etc)

  18. In den Banken kauft man sich die Loyalität mit barer Münze. Das weiss auch der oberste aller Protagonisten- Diabolo.

  19. Tja, ein szenario das einige von uns schon lange vorgesehen haben…. aber eben nur “ Macherhalt“ ist schlecht….Ubs braucht ein andere Sergio à la Marchionne zu sich verstehen….lesen sie die Kommentare in Corriera della Sera oder Economist….er ist leider Krank, aber einige “ Visionären“ , wir auch darunten…hätten wir ihm als VRP vor 10 Jahre vorgeschlagen…man wollte ihn nicht: “ zu revolutionär, zu radical“, einfach nicht Schweizer…aber eben was hat mit die damalige FIAT oder Ferrari gemacht? Sie waren auch traditionsreiche eigeschlafene Firmen…und jetzt? Für uns ist klar etwas muss sich rasch änderns sonst den Trend is not your friend….🤣

  20. Wann wird endlich einmal aufgeräumt bei den beiden Grossbanken?

    Raus mit den anglo-amerikanischen Möchte-gern Bankern, die nur abkassieren wollen und keine Ahnung vom Banking Business haben.

    Leider hat es die CS schon vorgemacht mit den vielen Vice Presidents ohne Führungs-Verantwortung aber einen grossen Lohn.

  21. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn altgediente Führungskräfte einen Schritt zurücktreten, um sich vermehrt wichtigen Kunden zu widmen. Welchen Titel man diesen Betreuern gibt (Relationship Manager, Vice Chairman usw.) spielt keine Rolle. Störend ist jedoch, dass die Gehälter nur ungenügend an die neue, weniger aufreibende Tätigkeit angepasst (reduziert) werden. Es fehlt eine unabhängige Stelle in der Bank, die diese Missstände beheben könnte. Die raffgierige Führungsriege hält da einfach zu stark zusammen. Einzig die Aktionäre können etwas dagegen unternehmen, indem sie an der Generalversammlung dieses Problem immer wieder thematisieren und dabei nicht lockerlassen. Steter Tropfen höhlt den Stein.

  22. Wieso eigentlich muss man die Untätigen oder Erfolglosen beim Abgang so grossartig entschädigen? Oder stimmt das Gerücht etwa, dass viele Gutverdiener bei Banken nichts gespart haben? Das behaupten mir gegenüber die meisten Headhunter, die ausschliesslich für Banken Personal suchen.

  23. Frühstücksdirektoren braucht es, damit jemand mit den Kunden frühstücken geht. Früh aufstehen ist nicht jedermanns Sache, und am Morgen schon viel reden auch nicht. Das ist ein ganz anspruchsvoller Job, für den man bis zur Meisterschaft Jahre braucht, meistens als MD.

  24. Die UBS äussert sich nie selbst nicht im Geschäftsbericht über die in der Schweiz verwalteten Assets. Dieses Segment wird mit vermischt da man den wirklichen Abfluss von Assets unter allen Umständen vermeiden will. Mit der jetzigen Börse ist es ein Hohn wenn die Bank von einem Abfluss von 1.2 Mrd spricht.

    • Ja, das geht in die Richrung: Glaube nie einer Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

  25. Sergio müsste mit seinem massiv- und schwer-vergoldeten Sack mittlerweile den Gang von John Wayne haben nach einem Tausendmeilen-Ritt ohne Sattel auf einem Brauereiross.

  26. Ach, Herr Hässig. Heute sind Sie aber etwas naiv.
    Bei Frühstücksdirektoren geht es in meiner Erfahrung oft um Schweigegeld. Die Betroffenen wissen schlicht zuviel: Entweder über geschäftliche oder private Verfehlungen von Top-Shots. Dann stellt man sie ruhig mit einer sinnlosen Aufgabe und vergoldet sie. Ein besonderer Fall, den ich mal erlebt habe: So ein Frühstücksdirektor sollte die Firmenjubiläumsfeier vorbereiten. Beginn der Übung: 5 Jahre bevor dem Jubiläum. Hat er natürlich nicht geschaft, am Ende hat es eine Assistentin zusammen mit einem externen Eventorganisator erledigt. Innert 3 Monaten.

    • Natürlich sind das Schweigegelder. Stellen Sie sich vor , die honorigen Herren würden über die krummen Geschäfte der UBS plaudern, dann könnte sich der Ermotti sein Schweigegeld sprich Bonus ans Bein streichen.

    • @Isaac, es sei denn das Ganze ist Geschäftsmodell. Schweigegeld an die Einten und Bonus an die anderen würden dann einfach dazu gehören.

      Ich kenne da eine Person, diese Person hat in den 90ern vor Ablauf der Probezeit bei einer der beiden ganz grossen Banken gekündigt, aus moralischen und ethischen Gründen. Das Gewissen meldete sich bei gewissen Telefonaten gegen Abend, bei der nichts schriftliches existieren durfe. Damals wohl die gängige Praxis auf gewissen Finanzplätzen nicht nur in der Schweiz.

  27. Hier spricht man von einer „Christbaum-Bank“:

    Viel Glitzer und Blendung, grosse Kugeln am Reisig, welche wie Seifenblasen platzen, wenn sie berührt werden.

    Die „Geschenk-Pakete“ unter dem Baum, farbenfroh verpackt, enthalten Styropor pur.

    Und der Ermotti–Chor singt „Heilige Nacht“. 🙂

  28. Von meinem UBS-Berater kriege ich immer dieselbe und einzige Mail: „Information zur Ferienvertretung“ Investieren tue ich schon lange selber, da ich durch die Tipps dieser „super“-Berater meist Geld verloren habe. Jetzt gehts bergauf, weil ich das Zepter wieder selber in die Hand genommen habe. 15% im Plus. Die jungen Berater von heute sind wirklich nicht das Gelbe vom Ei und Ermotti…..na ja, grosse Leistungen sehen sicher anders aus.

    • @E.K.: Ist mir auch 2x passiert. Habe vor einiger Zeit meine Konti bei dieser Bank gekündigt und tätige seither meine Investitionen selber. Läuft bei mir auch viel besser, wobei 15% schaffe ich noch nicht. Deshalb, Chapeau!

    • Beratun gab es noch beiden alten Beratern. Aber auch nur mit mäsdigem Erfolg. Die slten sind alle weg. Die Jungen sollen jetzt auch einfach die tollen und teuren Produkte der UBS verkaufen und an die Förderung im Unternehmen glauben. Der Verkaufsdruck ist enorm. Gefördert wird bei 80% ziemlich garnichts, ausser Beiträge an Fachhochschulen, die refundable sind, wenn ein Junger genug hat und geht.

    • @JohnNylonPolyprop. Die 15% schaffe ich auch nicht laufend und meist habe ich dann zuwenig investiert. Aber vertraue den Jungspunden, zu denen ich eigentlich auch noch gehöre, wirklich nicht. Zuviel Blingbling, Riesenklappe und nur verkaufen wollen. Hatte mal einen jüngeren Deutschen und den habe ich nach 4 Wochen wieder gehen lassen. blablabla, gut geredet aber zuviel geredet – da gehen bei mir sofort die Alarmlampen los.

  29. Je planmäßiger Menschen vorgehen,
    desto wirksamer trifft Sie der Zufall.

    Friedrich Dürrenmatt
    * 5. Januar 1921 † 14. Dezember 1990