Europa braucht Stahl für bessere Brücken: Wir kaufen Salzgitter

Während ich auf der Letten-Brücke spaziere, die über die Limmat führt, fällt mir der Einsturz des Viadukts in Genua ein. Trotzdem fühle ich mich hier sehr sicher, denn diese Brücken ist, wie beispielsweise die Golden Gate Bridge, ganz aus Stahl gebaut.

Stahl hat leider eine schwere Zeit hinter sich – und vor sich wohl auch. Zuerst sind die Preise gefallen, dann ist einer der grössten europäischen Stahlproduzenten fast bankrott gegangen. Dieses Jahr kam es noch schlimmer: Die Amerikaner erheben neue Zölle auf Stahlimporte. Zurzeit geht es der Stahlindustrie also nicht sehr gut.

Wir brauchen Stahl aber für alles, das solide sein soll: Brücken, Kraftwerke, Eisenbahnen, Hochhäuser. Und weil es dann eben so solide ist, vergessen wir den Stahl. Aber das ist falsch, wie das Unglück in Genua zeigt. Dort war der Stahl in Beton gemantelt, womit sich sein Zustand den Blicken entzog.

Nun werden auf der ganzen Erde Brücken inspiziert. Frankreich hat ermittelt, dass 12’000 renoviert werden müssen, 1’000 davon dringend. In den USA sind es 55’000, die der Erneuerung bedürfen.

Damit wird klar: Die Renovation der Infrastruktur braucht Stahl. Prompt ist auf unserer deutschen Top-10-Liste das Unternehmen Salzgitter aufgetaucht, von dem ich gleich mehrere Aktien kaufte.

Sie erinnern sich vielleicht: Wir kaufen pro Saison 20 verschiedene Aktion in einem Umfang von 100’000 Franken, also 5’000 Franken pro Titel. Angefangen haben wir 2015, und die Aktien von damals zahlen mittlerweile Dividenden.

Fast 7’000 Franken haben sich so angehäuft. Sie werden nun wieder investiert. Wir kaufen die Aktien, die wir empfehlen, immer auch selbst.

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13 Kommentare zu “Europa braucht Stahl für bessere Brücken: Wir kaufen Salzgitter

  1. Charttechnisch erscheint Salzgitter durchaus interessant.

    Das Doppel-Tief mit zweitem Tief höher als erstes, welches sich über die letzten 3 Monate ausgebildet hat, läßt steigende Kurse wahrscheinlich zu sein.

    Ansonsten kann ich den „Argumenten“ von Herrn Stern – wie fast immer – nicht folgen.

    Man könnte auch schreiben: „Heute aß ich einen Veggi-Menü. Europa braucht Biopflanzen für bessere Gesundheit. Kaufe BioGaia.“

    Es ist so dahergeredet, aber keine Analyse, keine wirkliche Begründung, warum das Papier ein Kauf sein soll.

    Dann noch als Fußnote:
    Salzgitter ist seit 5 Jahren fast nur gestiegen.

    Im Beitrag „Aktientipps sind eine Lüge“ noch wurde die Regel „The trend is your friend“ verneint:

    https://insideparadeplatz.ch/2018/09/17/aktientipps-sind-eine-luege/

    Man solle nicht kaufen, wenn etwas schon gestiegen ist.

    Soviel zu dem Aktientipp hier.

    Ist er also auch eine Lüge? Oder einfach nur so dahergeschrieben?

    Charttechnisch sieht aktuell (nicht langfristig) jedenfalls Salzgitter ganz interessant aus.

    • Der Kurs der Salzgitter AG hat seit Mitte 2018 die 200-Tage-Linie deutlich verlassen nach ungefähr einer Verdoppelung seit Anfang 2016, wobei auch hier der Investitionszeitpunkt von der Trendfolgestrategie treffend angezeigt wurde:

      https://www.boerse.de/historische-kurse/Salzgitter-Aktie/DE0006202005

      Insofern wartet man aktuell desinvestiert auf ein neues Investitionssignal.

      Monatliche Kontrolle, vergleichbar wie ein Vermieter die Mieteingänge kontrolliert.

      Vorteil: mit wenigen Indikatoren und Kontrollarbeit wird ein gutes Anlageergebnis erzielt bei eingebauter Verlustbegrenzung.

      P.S.: Man kann auch bereits gestiegene Werte kaufen bei intaktem Trend (200-Tage-Linie) oder wenn ein Trend neu beginnt.

  2. Vorschlag:
    Nach fünf Aktientipps machen Sie in Zukunft regelmässig einen Bericht über ihre Portfolio-Entwicklung für den abgelaufenen Zeitraum.
    Sie können auch eine Liste der An- und Verkäufe zusammenstellen.
    Von der Aufzählung und Abhandlung zufällig ausgewählter Aktienankäufe im Werte von immer derselben Summe würde ich abraten. Gerade Banker und erfahrene Anleger sind mit dieser Methode selber baden gegangen und halten eine derart angebotene „Aktienanalyse“ für Kurpfuscherei.

    Unterstreichen Sie ihre Glaubwürdigkeit durch die regelmässige Veröffentlichung Ihrer Resultate.

    Susi Müller
    2. Vorsitzende der Hausfrauenhausse Schweiz e.V.
    Schriftführerin bei „TUPPERWARE JETZT !“
    Regelmässige Strick- und Häkelwochenende in Appenzell-Innerrhoden mit 90 Minutenseminar: „Risikoloser Nebenverdienst durch taktischen Einsatz hochhebliger Devisenderivate“

    • Sie haben es vielleicht gar nicht bemerkt:

      Herr Stern hat bisher immer nur Aktien gekauft, jedoch noch nie von seinem Bestand wieder verkauft.

      Ferner kam Herr Stern zu Gute, daß er seine Investitionen in einer Hausse begonnen hat, die mit einer kleinen Unterbrechung – Rohstoffbaisse von 2015 – bis heute fortdauert.

    • @Rechner

      Trotz des günstigen Fahrwassers, in dem sich unser Herr Stern nolens volens bewegt hat, existieren drei bis vier gewaltige Rohrkrepierer im Depot, die bei gleichgewichteter Bewertung (jede Aktie à SFr. 5.000.-) den Ertrag des Gesamtdepots trotz erfolgreicher Titel viel weniger erfolgreich aussehen lassen und den Depotertrag gegenüber reinen Index-ETFs entscheidend schmälern.
      Und wenn er auch immer nur zukauft, wäre doch ab und zu ein Performance-Report angemessen, denn auch bei einem immer gewichtigeren Portfolio lassen sich Gewinn und Verlust mühelos ermitteln.
      Meine Bank-Software macht das automatisch werktäglich um 16.45 Uhr.
      Dasselbe praktizieren jedoch mittlerweile einige Kantonalbanken. Hier werden permanent Anlegertreffen mit Apero riche offeriert, aber nur in die Zukunft geschaut, die eigenen Prognosen von einst aber nie kommentiert.
      Über Verluste wird dort nie geredet.
      Erwischt man einen Kundenberater aus der 2.Reihe in einer Ecke kurz vor Ende der Veranstaltung mit drei Rotwein intus, kommen dann solche Aussagen wie „70% unserer spekulierenden Kunden verlieren, gerade mit unserer Beratung und unserem Empfehlungen.“

    • „Ich habe oft gesagt,
      dass der Kauf in einem steigenden Markt
      die angenehmste Art ist,
      Aktien zu kaufen.”

      Jesse Livermore
      * 26. Juli 1877 † 28. November 1940

  3. Nachdem es letzte Woche hiess, dass Aktientipps eine Lüge seien, werden schon wieder fröhlich Aktienempfehlungen ausgesprochen.

    Was interessiert mich mein Geschätz von gestern.

  4. Ist es möglich, auf der Obermatt – Seite ein aktuelles Gesamtportfolio seit Investitionsbeginn in 2015 einzustellen, denn die aktuellsten Auswertungen sind vom November 2017 – also fast vor einem Jahr?

  5. Salzgitter ist ein Musterbeispiel dafür, daß die Gewinnerunternehmen eines Konjunkturzyklus unter Ausnutzung einer singulären Sondersituation (wirtschaftlicher Aufstieg Chinas) dies im darauffolgenden Konjunkturzyklus oftmals nicht mehr sind:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/Salzgitter-Aktie/DE0006202005

    Beispielsweise auch die Firma ThyssenKrupp, die sich mit einem Stahlwerksneubau ab 2006 in Brasilien (CSA) verhoben hat (Anschaffung für EUR 8,0 Mrd. Verkauf 2017 für EUR 1,5 Mrd.):

    https://www.boerse.de/aktien/ThyssenKrupp-Aktie/DE0007500001

    https://de.wikipedia.org/wiki/ThyssenKrupp_CSA

    Oder die frühere Mittal Steel Company B.V. von Lakshmi Mittal, die die Fusion mit der luxemburgischen Arcelor S.A. 2007 auf dem Höhepunkt der Branchenkonjunktur besser unterlassen hätte:

    https://www.boerse.de/aktien/ArcelorMittal-SA-Aktie/LU1598757687

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/fusion-der-stahlgiganten-ein-moderner-maharadscha-1.819924

    Ähnlich K + S, das von 2003 bis 2007 vom damaligen Rohstoff – Superzyklus im Rahmen des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas profitierte:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/K-S-Aktie/DE000KSAG888

    Weitere bekannte Beispiele sind die Porsche AG, denen die Übernahme des Volkswagenkonzerns 2008 mißlang:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/Porsche-Vz-Aktie/DE000PAH0038

    Siehe ferner auch die Preisentwicklung von Eisenerz als Branchen – Konjunkturindikator:

    https://tradingeconomics.com/commodity/iron-ore